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Provence

Check-in

Bei einem Vielseitigkeitswettbewerb würde sie wohl gewinnen: Trubel in den Städten und Stille im Hinterland, Tradition mit Zeugnissen der Römerzeit und moderne Architektur. Vom Skirevier mit Murmeltierkolonie zu weißen Felsen über türkisfarbenem Meer, vom Sumpfgebiet mit Flamingos zu Europas tiefstem Canyon hat die Provence für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Im Jahre 1148 gründeten Zisterzienser in der abgelegenen Gegend ein Kloster, das sich der asketischen Klosterregel verpflichtete, was sich in der Einfachheit und Schmucklosigkeit der Architektur…
In der Geschichte der Christenheit ist die Zeit, als im 14. Jh. die Päpste in Avignon regierten, nur ein kurzer Abschnitt. Die Stadt an der Rhône ist aber noch heute vom mächtigen Papstpalast und…
Die Kirche aus dem 19. Jh. beeindruckt mit der fantastischen Aussicht von dem 162 m hohen Hügel. Im Innern der komplett restaurierten Basilika, die ganz Marseille nur La Bonne Mère ("Die Gute Mutter…
Die Krone der Alpilles sind die Burgruine und das stark frequentierte Dorf von Les Baux-de-Provence. Der Blick von der Felsenkuppe der ehemaligen Minnesängerburg auf die Ebene und die Camargue ist…
Weltberühmte Architekten wie Jean Nouvel, Philippe Starck oder Sir Norman Foster haben der uralten Römerstadt südwestlich von Avignon ein modernes Gesicht gegeben. Sehr gut erhalten sind der rö…
Ein technisches Meisterwerk der Antike ist das Aquädukt "Pont du Gard". Einst versorgte es das römische Nemausus mit Wasser, das heute Nîmes heißt. Täglich flossen damals ca. 20.000m3 Wasser…
Wie ein Messer in weiche Butter hat sich der Fluss in grauer Vorzeit durch die Kalkfelsen der Voralpen gegraben und eines der größten Naturschauspiele in ganz Europa geschaffen, das nicht zu Unrecht…
Die Felsenlandschaft zwischen Marseille und Cassis gehört zu den schönsten Naturschauspielen Frankreichs und ist ein Paradies für Kletterer und Wanderer.
Der Prachtboulevard, mit seinen Platanenreihen im Sommer ein Schatten spendender Grüntunnel, ist die quicklebendige Ader der Stadt und für viele eine der schönsten Straßen der Welt. Sehen und…
Eine der spekakulärsten Küstenstraßen Frankreichs: Auf den knapp 15 km zwischen Cassis und La Ciotat bietet die D 141 von ihren Felsnasen atemraubende Ausblicke auf Cassis, die Calanques, La Ciotat…
Die alte Hauptstadt der Provence ist wahrlich kein Museum. Die unvergleichliche Mischung aus aristokratischer Ruhe, fröhlichem Trubel, architektonischen Kostbarkeiten, schillerndem Kulturangebot,…
In knapp 30 Jahren haben die beiden Päpste Benedikt XII. und Klemens VI. im 14. Jh. die mächtige Zitadelle mit zwei Palästen und z.T. über 50 m hohen Mauern bauen lassen. Außer einigen Fresken,…
Der Berg mit seiner steilen, bis zu 1011 m hohen Felswand im Süden hat Paul Cézanne sein Leben lang fasziniert. Bilder der Sainte-Victoire sind in allen großen Museen dieser Welt zu sehen, Pablo…
Schwarze Stiere, weiße Pferde und rosarote Flamingos: Das sind die Hauptdarsteller im Delta der Rhone zwischen Salzgarten und Reisfeldern. Ein großer Teil des Schwemmlands ist zwar seit 1970 zum…
Von Callelongue im Südosten von Marseille geht es zu Fuß weiter in die Felsenlandschaft der Calanques, die 2012 zum Nationalpark erklärt wurde. Ein langer Wanderweg führt bis nach Cassis, ist…

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Entdecke die Provence

Sonne im Überfluß 

Nicht zu vergessen die tatsächlichen Gaumenfreuden! Frisches Obst und Gemüse, Meeresfrüchte, Kräuter ... und natürlich: die Vielseitigkeit der Weine! Das mediterrane Klima ist der große Trumpf der Region. Der Sommer hält, was sein Name verspricht. Und wird es einmal brütend heiß, sorgt der Wind für Erfrischung. Aber selbst im Winter sind in den Städten die Straßencafés für die kleine Tasse Kaffee oder den Aperitif gefragt, denn auch in der kalten Jahreszeit scheint oft die Sonne. Schnupper im Tal der Rhône die klare Luft, der der alles beherrschende Mistralwind jede Trübung nimmt: Sie lässt das Licht auf weißem Kalkstein tanzen, gelbe Sonnenblumen oder blauvioletter Lavendel leuchten auf den Feldern.

Lange (Kultur-)Geschichte

Die Provence zählt zu den ältesten zivilisierten Regionen Europas. Zu verdanken hat sie das den alten Griechen, die von Marseille aus ab 600 v. Chr. ein Handelsnetz quer über die Provence ausbreiteten. Zwar sind es heute vor allem römische Überreste, die man aus der Antike findet, doch von diesen umso mehr. Aber auch mittelalterliche Trutzburgen, anmutige Renaissanceschlösser und hochmoderne Architektur des 21. Jhs. fehlen nicht auf dem kulturhistorischen Programm. Kein Wunder, dass die Provenzalen stolz darauf sind, eine eigene Sprache, Kultur und Geschichte zu haben, die sich vom Rest Frankreichs unterscheidet. Hier macht man eben gern sein eigenes Ding – Paris mit seinen politischen Ansagen und Regeln ist weit. Die Zeit tickt hier mediterran, nicht französisch. Und Zeit braucht, wer die Provence wirklich entdecken will. Zeit, wenn es in der Schlange mal etwas länger dauert, weil an der Kasse Neuigkeiten ausgetauscht werden, wenn der Busfahrer noch eben seinen Kaffee holt, wenn unter dem Dach von Platanen das Klacken der Boulekugeln den gemächlichen Rhythmus vorgibt. So unterschiedlich die Einstellung der Menschen zu Politik, Umwelt, Arbeit usw. sein mag, eines eint sie alle: das Verlangen, nicht mit der Côte d’Azur in einen Topf geworfen zu werden! Zwar ist heute administrativ gesehen alles in der Region Sud-PACA (Provence-Alpes-Côte d’Azur) zusammengefasst und es gibt auch keine klare geografische Grenze zwischen den beiden Gebieten; in den Köpfen der Provenzalen gibt es jedoch große Unterschiede zwischen der traditionsreichen Provence und dem bling-bling der Côte d’Azur.

Keine klaren Grenzen

Überhaupt ist es schwer, heute eindeutige Grenzen der Provence zu definieren. Dieser Reiseführer legt seinen Schwerpunkt auf die Departements Bouches-du- Rhône mit Marseille als Hauptstadt, Vaucluse rund um Avignon, einen großen Teil der Alpes-de-Haute-Provence und schließt auch einen Teil des Departements Var ein. Außerdem greift er über die Provence im engeren Sinn hinaus, indem er die Drôme Provençale im Norden ebenso einbezieht, wie er für die Ardèche, den Pont du Gard und Nîmes einen Abstecher nach Westen über die Rhône macht, die häufig als westliche Grenze der Provence betrachtet wird.

Kunst überall

Die Provence birgt so viele Schätze, dass sie einen Künstler wie Paul Cézanne ein Leben lang fesselte. Dabei hat sich der Vater der modernen Malerei in seiner Kunst lediglich auf einen kleinen Ausschnitt dieser Landschaft beschränkt und sich bei der Suche nach Motiven auf seine Heimatstadt Aix, das Sainte-Victoire- Gebirge und den Fischerhafen L’Estaque bei Marseille konzentriert. Auch Vincent van Gogh ist bei Arles einfach aus dem Zug gestiegen, so fasziniert war er von der Gegend. Nicht umsonst wird das besondere Licht der Provence auch von (Hobby-) Fotografen so geschätzt. Und wenn heutzutage reihenweise Stararchitekten in der Region spektakuläre Bauten realisieren, so ist das vielleicht die logische Folge der künstlerischen Anziehung. Dazu kommen noch etliche weitere Kunstformen, etwa die Musik. Fast jeder Ort hat sein eigenes (Musik-)Festival, ob modern, klassisch oder traditionell – von der semaine musicale im kleinen Gebirgsdorf bis zum hochkarätigen internationalen Opernfestival ist alles dabei.

Es wird aufgetischt

Regionale Kunst gibt es auch auf dem Teller. In ihrem mediterranen Klima gedeiht fast alles, weil ein ausgeklügeltes Kanal- und Stauseensystem für Wasser im Überfluss sorgt. Die Landwirte, Obst- und Weinbauern haben die Zeichen der Zeit erkannt: Die Provence zählt zu den französischen Regionen, in denen Bioprodukte die höchsten Zuwachsraten haben. Das Ergebnis auf den Tausenden kleinen oder großen Märkten ist so gesund wie farbenprächtig und landet, kunstvoll weiterverarbeitet, auch auf deinem Teller. Die Provence wartet darauf, dass ihre Reichtümer entdeckt werden, in aller Ruhe und zu jeder Jahreszeit. Nimm dir die Zeit – Paul Cézanne hat schließlich sein ganzes Leben damit verbracht, dem Zauber seiner Heimat auf die Spur zu kommen.

Praktische Hinweis

Anreise

Von Deutschland aus erreicht man die Provence am schnellsten über die A 36, A 39, A 42, A 46 und A 7 (Mulhouse–Besançon–Bourg-en-Bresse–Ostumfahrung Lyon–Valence) oder durch die Schweiz über Zürich–Lausanne–Genf–Lyon. Empfehlenswert, aber teuer sind Autoreisezüge, die im Sommer von Berlin, Hamburg und Hildesheim nach Avignon fahren (www.dbautozug.de).

Der reservierungspflichtige TGV (Train à Grande Vitesse) braucht für die rund 750 km von Paris nach Marseille nur drei Stunden. Bahnhöfe in der Provence: Avignon, Aix-en-Provence und Marseille. www.sncf.com

Avignon (www.avignon.aeroport.fr) wickelt hauptsächlich Flüge aus England ab, der Flughafen von Marseille (www.marseille.aeroport.fr) auch internationale Verbindungen. Er fungiert daneben als Drehkreuz für Billigairlines (www.mp2.aeroport.fr) und ist von Aix-en-Provence schnell zu erreichen. Von dort gibt es Busverbindungen in die größeren Städte wie Aix, Avignon oder Arles. Taxifahrten sind sehr teuer (50 Euro vom Flughafen nach Marseille).

Auskunft

Atout France Französische Zentrale für Tourismus

DeutschlandPostfach100128info.de@franceguide.com

Österreich01 5032892info.at@franceguide.com

SchweizRennweg4280210442174600info.ch@franceguide.com

www.franceguide.com

Comité Régional du Tourisme Provence-Alpes-Côted'Azur

Maison de la RégionLa Canebière61 | Cedex 01 | 0491564700www.decouverte-paca.fr

Comité Départemental du Tourisme de la Drôme

Rue Baudin8260000475821926www.ladrometourisme.com

Comité Départemental du Tourisme du Vaucluse

Rue du Collège-de-la-Croix1284008 | Cedex 1 | 0490804700www.provenceguide.com

Comité Départemental du Tourisme desBouches-du-Rhône

Rue Roux-de-Brignoles13130060491138413www.visitprovence.com

Comité Départemental du Tourisme desAlpes-de-Haute-Provence

Immeuble François MitterrandBP 1700492315729www.alpes-haute-provence.com

Informative Websites

Die Französische Zentrale für Tourismus (de.franceguide.com) präsentiert Informationen in deutscher Sprache und verweist auf Links zu Regionen, Departements und Kommunen. Last-Minute-Angebote im Vaucluse finden sich unter www.degrifprovence.com. Für den in diesem Artikel behandelten südlichen Teil des Departements Drôme gibt es unter www.dromeprovencale.fr spezielle Informationen. Gut gemacht und für Französisch sprechende informativ ist die Website www.luberon-news.com für Liebhaber des Luberon. Informationen über das Departement Gard gibt es auch in deutscher Sprache unter der Adresse www.tourismegard.com, und Informationen über die Ardèche und die nördliche Provence bekommen Sie auf der Website www.rhonealpes-tourisme.com. Informationen über Marseille gibt es vom Rathaus (www.marseille.fr) oder von Lokalausgaben großer Anbieter wie www.bestofmarseille.com und www.petitfute.com.

Auto

Höchstgeschwindigkeit: auf der Autobahn 130, bei Regen 110 km/h, auf National- und Departementsstraßen (N, D) 90, bei Regen 80 km/h, in Ortschaften 50 km/h. Die Kontrollen sind streng, überall sind feste Radaranlagen installiert, und schon bei geringen Tempoüberschreitungen werden hohe Geldbußen verhängt. Promillegrenze: 0,5. Die Autobahnen kosten Maut (péage). Pannenhilfe: Abschleppen (dépanneur-remorqueur) wird von der Polizei vermittelt, Notrufsäule oder Rufnummer 17. Verkehrsunfall: Die Polizei muss nur bei Personenschaden eingreifen. Unbedingt die grüne Versicherungskarte mitnehmen!

Brandschutz

Es gibt drastische Sicherheitsvorschriften zum Waldbrandschutz in der Provence. Von Anfang Juli bis Mitte September ist der Zugang zu gefährdeten Gebieten wie der Montagne Sainte-Victoire bei Aix-en-Provence, den Calanques zwischen Marseille und Cassis oder den Alpilles stark eingeschränkt. Die Hauptwege dürfen nur morgens von 6 bis 11 Uhr benutzt werden, bei starkem Wind und Trockenheit wird der Zugang ganz verboten. Aktuelle Infos gibt es unter 0811201313 (Bouches-du-Rhône), 0488178000 (Vaucluse) bzw. 0892680204 (Alpes-de-Haute-Provence).

Camping

Es gibt ein riesiges Angebot an Campingmöglichkeiten in allen Preislagen. Den regionalen Campingführer erhalten Sie beim entsprechenden Comité Régional de Tourisme (siehe Auskunft) oder in den Verkehrsämtern der einzelnen Orte. Einen „Guide Officiel Camping Caravaning“ hat die Groupe Motor Presse France (www.campingfrance.com) herausgegeben.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Konsulat in Marseille

Avenue du Prado3380491167520www.marseille.diplo.de

Österreiches Konsulat in Marseille

Cours Pierre-Puget270491530208

Schweizer Konsulat in Marseille

Rue d'Arcole70496101410www.eda.admin.ch/marseille

Fahrradverleih

Mietfahrräder gibt es nach dem Pariser Beispiel mittlerweile auch in Marseille und Avignon. Marseille hat ein günstiges Kurzzeit-Abonnement (1 Euro/7 Tagewww.levelo-mpm.fr). Damit können Sie unbegrenzt oft ein Rad ausleihen; jeweils die ersten 30 Minuten sind gratis, danach kostet jede halbe Stunde 1 Euro zusätzlich. In Avignon (www.velopop.fr) gibt es einen Tagestarif für 1 Euro (erste halbe Stunde gratis, jede weitere 30 Minuten je 1 Euro).

Geld & Kreditkarten

Geldautomaten finden Sie so gut wie überall. Die Zahlung mit Kreditkarte – in erster Linie Eurocard und Visa – ist in Frankreich sehr verbreitet.

Gesundheit

Deutsche und österreichische Versicherte können die französische Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Sie müssen zunächst für medizinische Hilfe bezahlen, bekommen Auslagen aber nach den Sätzen des Heimatlands erstattet. Die einheitliche European Health Insurance Card (EHIC) wird von vielen Ärzten in der Provence (noch) nicht akzeptiert, weil die französischen Kartenlesegeräte nur auf einheimische Karten reagieren. In vielen Fällen lohnt sich weiterhin eine Auslandskrankenschutzversicherung.

Jugendherbergen

Für die auberges de la jeunesse in Orten wie Arles, Aix-en-Provence, Marseille oder Fontaine-de-Vaucluse brauchen Sie den internationalen Jugendherbergsausweis.

Notruf

Polizei (police secours), Krankenwagen (SAMU), Feuerwehr (pompiers) 112

Öffentliche Verkehrsmittel

Alle größeren Städte sind tagsüber problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Informationen über Bus- und Bahnverbindungen gibt es bei den Fremdenverkehrsämtern, bei der französischen Bahn SNCF (www.sncf.fr) oder an den Busbahnhöfen (gare routière). In der Hauptverkehrszeit fährt z. B. vom Busbahnhof in Aix-en-Provence alle fünf Minuten ein Bus auf der direkten Route über die Autobahn zum Busbahnhof von Marseille. Eine Alternative ist der Regionalzug TER, der u. a. ebenfalls die beiden größten Städte der Provence miteinander verbindet.

Öffnungszeiten

Die Besichtigungszeiten für Sehenswürdigkeiten und Museen ändern sich häufig. Wählen Sie deshalb die mittleren Stunden der in diesem Artikel genannten Zeitangaben, wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen. Auch die meisten Restaurants haben einen Ruhetag pro Woche, und nicht alle Hotels sind ganzjährig geöffnet. Die Geschäfte in den Innenstädten sind im Allgemeinen montags bis samstags von 9 bis 19 Uhr geöffnet; allerdings nehmen manche Ladenbesitzer den Montag als Schließtag. Die großen hypermarchés mit ihren Tankstellen und Boutiquen in den Einkaufszentren vor den Toren der Städte wie Marseille, Aix oder Avignon, aber selbst in Apt, La Ciotat oder Aubagne öffnen montags bis samstags bis 21 oder sogar 22 Uhr. In Plan-de-Campagne zwischen Aix und Marseille, einem der ältesten und größten centres commerciaux Frankreichs, sind die Geschäfte auch am Sonntag geöffnet. In den Städten verkaufen am Sonntagmorgen zudem viele Bäckereien, Metzgereien und Lebensmittelgeschäfte ihre Waren.

Post

Briefe (bis 20 g) in EU-Länder und die Schweiz kosteten bei Redaktionsschluss 0,75 Euro Porto. Postämter sind meist Mo bis Fr von 9 bis 12 und von 14 bis 17, Sa von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Briefmarken erhalten Sie auch im Tabakgeschäft oder beim Kauf der Postkarte.

Privatunterkunft

In der Provence sind private Gästezimmer eine oft preiswerte Alternative zu Hotels. Relativ strenge Normen gelten für die chambres d'hôtes der Gîtes de France0149707575www.gites-de-france.fr. Inzwischen gibt es sogar einen Anbieter für Reservierungen in letzter Minute: Allo Chambres d'Hôtes0891162222. Die lokalen Verkehrsämter führen weitere Adressen für die französische Version des Bed & Breakfast. Weitere Dachverbände für Gästezimmer in Südfrankreich sind Fleurs de Soleilwww.fleursdesoleil.fr oder Clévacanceswww.clevacances.com. Sehr beliebt sind in Frankreich Ferienwohnungen auf dem Land(gîte rural) oder für Gruppen (grands gîtes), die oft erst ab einer Mietzeit von einer Woche gebucht werden können. Größter französischer Anbieter für Ferienimmobilien ist Pierre & Vacanceswww.pierre-et-vacances.de, zu den großen deutschen Anbietern gehören Inter-Chaletwww.interchalet.com oder Marion Kutschankwww.meer-provence.com. Eine große Auswahl an privaten Ferienwohnungen in der Provence, die im Normalfall für mindestens eine Woche vermietet werden, gibt es unter www.homelidays.com.

Reisezeit

Die beste Reisezeit für die Provence sind Frühjahr und Herbst. In der Zeit der französischen Sommerferien von Anfang Juli bis Ende August ist die Region völlig überlaufen. Die Preise vor allem für Unterkünfte sinken ab Anfang September, wenn für die Franzosen die rentrée, also der Alltag nach dem Sommer, beginnt. Die Hitze ist dann nicht mehr so drückend, während die Wassertemperaturen aber ein Bad im Mittelmeer bis in den Oktober oder November möglich machen. Sehr empfehlenswert ist die Provence auch um Pfingsten herum, wenn die Einheimischen nur ganz wenige Tage Ferien haben. Wunderschön ist die Region aber auch im Winter, wenn schon im Februar die Mandelblüte ein Signal dafür ist, dass die kalte Jahreszeit ihren Schrecken verliert.

Telefon & Handy

Fast alle Zellen – wo es sie überhaupt noch gibt – sind auf Telefonkarten umgestellt, die es in Postämtern und Tabakläden gibt. Vorwahlen nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Nach Frankreich wählt man 0033, dann direkt die Teilnehmernummer, jedoch ohne die Null am Anfang.

Für Handybenutzer gibt es drei große Anbieter, SFR (www.sfr.fr), Orange (www.orange.com) und Bouygues (www.bouyguestelecom.fr). Für Gespräche innerhalb Frankreichs kann es sich lohnen, eine Karte dieser Anbieter zu kaufen.

Trinkgeld

In Bezug auf Trinkgeld (pourboire) gelten in Frankreich die selben Gepflogenheiten wie zu Hause – mit einem Unterschied: Man lässt sich zunächst immer das vollständige Wechselgeld herausgeben und lässt etwaiges Trinkgeld dann auf dem Tisch bzw. auf dem Münzteller liegen.

Trinkwasser

Das Leitungswasser in der Provence genießt einen hervorragenden Ruf und kann ohne Bedenken getrunken werden. In Restaurants begnügen sich viele Einheimische mit einer carafe d'eau und verzichten auf teures Mineralwasser. In den meisten Städten und Dörfern gibt es zudem öffentliche Brunnen mit Trinkwasser (eau potable).

Zeitungen

Die größte regionale Tageszeitung ist La Provence mit einem umfangreichen Veranstaltungskalender in der Beilage Sortir mittwochs und Ausflugstipps in der Beilage Femina samstags. Eine Fundgrube für Veranstaltungen und praktische Tipps in Marseille ist das Wochenblatt L'Hebdo Marseille. In allen größeren Orten gibt es deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften. Die Monatszeitschrift Riviera-Côte-d'Azur-Zeitung (www.rczeitung.com) in deutscher Sprache bringt viele praktische Informationen über die Provence.

Zoll

In der EU dürfen Waren für den persönlichen Bedarf frei ein- und ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u. a. 90 l Wein, 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen (www.zoll.de). Für Schweizer gelten wesentlich geringere Werte.

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1. Januar

Neujahr

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

8. Mai

Kriegsende 1945

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag

14. Juli

Nationalfeiertag, Erstürmung der Bastille 1789

15. August

Mariä Himmelfahrt

1. November

Allerheiligen

11. November

Kriegsende 1918

25. Dezember

Weihnachten

Viele Museen und Sehenswürdigkeiten, aber auch Restaurants sind an Feiertagen geschlossen.

Feste & Veranstaltungen

Januar

Avignon wird jedes Jahr Mitte Januar für fünf Tage zum Mekka für alles rund ums Pferd. Das Festival Cheval Passionwww.cheval-passion.com wird gekrönt von Galavorstellungen wie den Crinières d'Or mit Teilnehmern aus ganz Europa, kleinen Kabarettauftritten und Pferdekutschen-Wettbewerben.

Mai

Jedes Jahr am 24./25. Mai feiern die gitans, die Zigeuner, aus ganz Europa auf der Zigeunerwallfahrt in Saintes-Maries-de-la-Mer ihre Schutzpatronin Sara mit einer Prozession ans Meer.

Pfingsten

Die ganze Stadt feiert bei der Feria de Nîmes ihre Stierkampftradition mit einem riesigen Volksfest.

Juli

Seit 1947 ist jeden Sommer das Festival d'Aix-en-Provence0434080217www.festival-aix.com der Treffpunkt für die Stars und die Talente der internationalen Opernszene – stimmungsvoll auf Bühnen unter freiem Himmel wie im Innenhof des ehemaligen erzbischöflichen Palasts oder im Grand Théâtre de Provence.

Das Festival d'Avignon0490141460www.festival-avignon.com in der ehemaligen Papstresidenz ist jeden Sommer das Schaufenster der Theaterwelt. Die offiziellen Festspiele nutzen den Ehrenhof des Papstpalasts als Hauptspielort und weitere Bühnen in der ganzen Stadt.

Mit unzähligen Spielstätten in Garagen, Höfen und auf den Straßen verwandelt das Festival Off als alternatives Begleitprogramm die ganze Stadt in eine riesige Bühne.

Anfang Juli–Ende August

Große Opern und Konzerte bei den Chorégies d'Orange0490342424www.choregies.com im Antiken Theater.

Ende Juli–Ende August

Beim Festival International de Piano0442505115www.festival-piano.com in La Roque-d'Anthéron greifen die Weltstars in die Tasten. Auf der Freilichtbühne im Park des Château de Florans herrscht eine familiäre Atmosphäre mit zivilen Preisen.

Erster Sonntag im August

Beim Marché Flottant in L'Isle-sur-la-Sorgue, dem Mekka der Antiquitätenhändler, bieten die Händler ihre Waren auf Booten mit flachem Boden an.

Mitte–Ende Oktober

Weltmusik zu zivilen Preisen bietet die Fiesta des SudsDock des SudsRue Urbain V120491990000www.dock-des-suds.org auf bis zu drei Bühnen in einer alten Lagerhalle am Hafen in Marseille.

Weihnachten

Eine der schönsten Mitternachtsmessen der Provence ist die Messe de Minuit491104920www.allauch.com an Heiligabend in Allauch bei Marseille. Hirten treiben ihre Herden zur Dorfkirche, und eine Krippe mit lebendigen Tieren wird aufgebaut.

Bloss nicht

Folklorekitsch kaufen

Was in der Provence manchmal als Kunst verkauft wird, ist oft nur Ramsch und Folklorekitsch. Vorsicht auch bei hübsch mit provenzalischen Stoffen dekorierten Olivenölflaschen: Der Inhalt ist oft das Geld nicht wert! Achten Sie auch bei den berühmten Kräutern (herbes de provence) auf Herkunftsbezeichnungen und Echtheitszertifikate!

Bei roter Flagge ins Meer

Das Mittelmeer ist gefährlicher, als es aussieht. Wenn an bewachten Stränden die rote Flagge aufgezogen ist, ist das Baden wegen Strömungen oder starker Brandung zu riskant.

Wertsachen im Auto lassen

Autos mit ausländischem Kennzeichen sind bevorzugte Zielscheibe für Diebe. Sie sollten auf keinen Fall Wertsachen im Wagen sichtbar liegen lassen. Auch der Handtaschenraub aus besetztem Auto ist eine beliebte Masche. Deshalb in Städten – vor allem an Ampeln – die Autotüren verriegeln.

Wild campen

So verlockend ein schönes Plätzchen in freier Natur sein mag, um ein Zelt aufzustellen oder das Wohnmobil zu parken – französische Grundbesitzer sehen das gar nicht gern und reagieren meist sauer. Viele Gemeinden in der Provence haben extra Stationen für Wohnmobile eingerichtet, und an Campingplätzen in herrlicher Lage fehlt es auch nicht.

Mit dem Feuer spielen

Hunderte, ja Tausende Hektar schönster Landschaft werden jeden Sommer in Staub und Asche gelegt. Schuld sind nicht immer nur Brandstifter, sondern oft auch Unvorsichtige, die einfach die brennende Zigarettenkippe aus dem Auto schnippen oder im Wald ein Lagerfeuer anzünden. Halten Sie sich an die Verbote, wenn im Hochsommer bei stürmischem Wind ganze Gebirgszüge oder die Calanques wegen Feuergefahr gesperrt sind.

Ganz ohne Infomaterial durch die Lande

Für viele Reisende ist es reizvoll, auf eigene Faust die Provence zu entdecken. Schade wäre es aber, mangels Informationen an den schönsten Flecken und den besten Adressen vorbeizufahren. Die Fremdenverkehrsämter halten hervorragendes Infomaterial bereit und geben gern Ratschläge, z. B. über Kombipässe in Marseille oder Avignon, mit denen Sie bares Geld sparen können.

Stadtspaziergang in Badehose

In Badehose und mit übergeworfenem Handtuch durch die Städte zu wandern wird nicht gern gesehen. Die Zeit fürs Umziehen nach dem Strandbesuch sollten Sie sich nehmen.

Bücher & Filme

Total Cheops/Chourmo/Solea

Der Journalist und Schriftsteller Jean-Claude Izzo (1945–2000) hat gründlich aufgeräumt mit den alten Klischees von Marseille. Er gilt mit der Trilogie als Vater des sogenannten Bouillabaisse-Kriminalromans. Seine Geschichten um Detektiv Fabio Montale sind inzwischen mehrfach verfilmt und ins Deutsche übersetzt worden.

Ein gutes Jahr

Nach einer Vorlage des Schriftstellers Peter Mayle, der keine Angst vor Klischees hat und die Provence in seinen Werken in einfachen Bildern beschreibt, hat Ridley Scott den Film mit Russell Crowe in der Hauptrolle gedreht.

Der Mann, der Bäume pflanzte

Eine wunderschöne Erzählung von Jean Giono (1895–1970) aus Manosque über einen Einsiedler, der in der provenzalischen Hochebene Tausende Bäume pflanzt.

Cézanne, les sites provençaux

Der Bildband ist ein Augenschmaus. Die provenzalische Landschaft und ihr unvergleichliches Licht hat der Maler in seinen vielen Werken verewigt.

Manons Rache

Der französische Regisseur Claude Berri hat neben diesem viele weitere Romane von Marcel Pagnol (1895–1974) aus Aubagne – selbst ein berühmter Filmregisseur (www.marcelpagnol.com) – verfilmt.

3-11 °C
4 h/Tag
14 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 22:37 Uhr

Anreise

5h 30min
6h 11min
1h 10min
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