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Provence

Check-in

Bei einem Vielseitigkeitswettbewerb würde sie wohl gewinnen: Trubel in den Städten und Stille im Hinterland, Tradition mit Zeugnissen der Römerzeit und moderne Architektur. Vom Skirevier mit Murmeltierkolonie zu weißen Felsen über türkisfarbenem Meer, vom Sumpfgebiet mit Flamingos zu Europas tiefstem Canyon hat die Provence für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Im Jahre 1148 gründeten Zisterzienser in der abgelegenen Gegend ein Kloster, das sich der asketischen Klosterregel verpflichtete, was sich in der Einfachheit und Schmucklosigkeit der Architektur…
In der Geschichte der Christenheit ist die Zeit, als im 14. Jh. die Päpste in Avignon regierten, nur ein kurzer Abschnitt. Die Stadt an der Rhône ist aber noch heute vom mächtigen Papstpalast und…
Die Kirche aus dem 19. Jh. beeindruckt mit der fantastischen Aussicht von dem 162 m hohen Hügel. Im Innern der komplett restaurierten Basilika, die ganz Marseille nur La Bonne Mère ("Die Gute Mutter…
Die Krone der Alpilles sind die Burgruine und das stark frequentierte Dorf von Les Baux-de-Provence. Der Blick von der Felsenkuppe der ehemaligen Minnesängerburg auf die Ebene und die Camargue ist…
Weltberühmte Architekten wie Jean Nouvel, Philippe Starck oder Sir Norman Foster haben der uralten Römerstadt südwestlich von Avignon ein modernes Gesicht gegeben. Sehr gut erhalten sind der rö…
Ein technisches Meisterwerk der Antike ist das Aquädukt "Pont du Gard". Einst versorgte es das römische Nemausus mit Wasser, das heute Nîmes heißt. Täglich flossen damals ca. 20.000m3 Wasser…
Wie ein Messer in weiche Butter hat sich der Fluss in grauer Vorzeit durch die Kalkfelsen der Voralpen gegraben und eines der größten Naturschauspiele in ganz Europa geschaffen, das nicht zu Unrecht…
Die Felsenlandschaft zwischen Marseille und Cassis gehört zu den schönsten Naturschauspielen Frankreichs und ist ein Paradies für Kletterer und Wanderer.
Der Prachtboulevard, mit seinen Platanenreihen im Sommer ein Schatten spendender Grüntunnel, ist die quicklebendige Ader der Stadt und für viele eine der schönsten Straßen der Welt. Sehen und…
Eine der spekakulärsten Küstenstraßen Frankreichs: Auf den knapp 15 km zwischen Cassis und La Ciotat bietet die D 141 von ihren Felsnasen atemraubende Ausblicke auf Cassis, die Calanques, La Ciotat…
Die alte Hauptstadt der Provence ist wahrlich kein Museum. Die unvergleichliche Mischung aus aristokratischer Ruhe, fröhlichem Trubel, architektonischen Kostbarkeiten, schillerndem Kulturangebot,…
In knapp 30 Jahren haben die beiden Päpste Benedikt XII. und Klemens VI. im 14. Jh. die mächtige Zitadelle mit zwei Palästen und z.T. über 50 m hohen Mauern bauen lassen. Außer einigen Fresken,…
Der Berg mit seiner steilen, bis zu 1011 m hohen Felswand im Süden hat Paul Cézanne sein Leben lang fasziniert. Bilder der Sainte-Victoire sind in allen großen Museen dieser Welt zu sehen, Pablo…
Schwarze Stiere, weiße Pferde und rosarote Flamingos: Das sind die Hauptdarsteller im Delta der Rhone zwischen Salzgarten und Reisfeldern. Ein großer Teil des Schwemmlands ist zwar seit 1970 zum…
Von Callelongue im Südosten von Marseille geht es zu Fuß weiter in die Felsenlandschaft der Calanques, die 2012 zum Nationalpark erklärt wurde. Ein langer Wanderweg führt bis nach Cassis, ist…

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Entdecke die Provence

Sonne im Überfluß 

Nicht zu vergessen die tatsächlichen Gaumenfreuden! Frisches Obst und Gemüse, Meeresfrüchte, Kräuter ... und natürlich: die Vielseitigkeit der Weine! Das mediterrane Klima ist der große Trumpf der Region. Der Sommer hält, was sein Name verspricht. Und wird es einmal brütend heiß, sorgt der Wind für Erfrischung. Aber selbst im Winter sind in den Städten die Straßencafés für die kleine Tasse Kaffee oder den Aperitif gefragt, denn auch in der kalten Jahreszeit scheint oft die Sonne. Schnupper im Tal der Rhône die klare Luft, der der alles beherrschende Mistralwind jede Trübung nimmt: Sie lässt das Licht auf weißem Kalkstein tanzen, gelbe Sonnenblumen oder blauvioletter Lavendel leuchten auf den Feldern.

Lange (Kultur-)Geschichte

Die Provence zählt zu den ältesten zivilisierten Regionen Europas. Zu verdanken hat sie das den alten Griechen, die von Marseille aus ab 600 v. Chr. ein Handelsnetz quer über die Provence ausbreiteten. Zwar sind es heute vor allem römische Überreste, die man aus der Antike findet, doch von diesen umso mehr. Aber auch mittelalterliche Trutzburgen, anmutige Renaissanceschlösser und hochmoderne Architektur des 21. Jhs. fehlen nicht auf dem kulturhistorischen Programm. Kein Wunder, dass die Provenzalen stolz darauf sind, eine eigene Sprache, Kultur und Geschichte zu haben, die sich vom Rest Frankreichs unterscheidet. Hier macht man eben gern sein eigenes Ding – Paris mit seinen politischen Ansagen und Regeln ist weit. Die Zeit tickt hier mediterran, nicht französisch. Und Zeit braucht, wer die Provence wirklich entdecken will. Zeit, wenn es in der Schlange mal etwas länger dauert, weil an der Kasse Neuigkeiten ausgetauscht werden, wenn der Busfahrer noch eben seinen Kaffee holt, wenn unter dem Dach von Platanen das Klacken der Boulekugeln den gemächlichen Rhythmus vorgibt. So unterschiedlich die Einstellung der Menschen zu Politik, Umwelt, Arbeit usw. sein mag, eines eint sie alle: das Verlangen, nicht mit der Côte d’Azur in einen Topf geworfen zu werden! Zwar ist heute administrativ gesehen alles in der Region Sud-PACA (Provence-Alpes-Côte d’Azur) zusammengefasst und es gibt auch keine klare geografische Grenze zwischen den beiden Gebieten; in den Köpfen der Provenzalen gibt es jedoch große Unterschiede zwischen der traditionsreichen Provence und dem bling-bling der Côte d’Azur.

Keine klaren Grenzen

Überhaupt ist es schwer, heute eindeutige Grenzen der Provence zu definieren. Dieser Reiseführer legt seinen Schwerpunkt auf die Departements Bouches-du- Rhône mit Marseille als Hauptstadt, Vaucluse rund um Avignon, einen großen Teil der Alpes-de-Haute-Provence und schließt auch einen Teil des Departements Var ein. Außerdem greift er über die Provence im engeren Sinn hinaus, indem er die Drôme Provençale im Norden ebenso einbezieht, wie er für die Ardèche, den Pont du Gard und Nîmes einen Abstecher nach Westen über die Rhône macht, die häufig als westliche Grenze der Provence betrachtet wird.

Kunst überall

Die Provence birgt so viele Schätze, dass sie einen Künstler wie Paul Cézanne ein Leben lang fesselte. Dabei hat sich der Vater der modernen Malerei in seiner Kunst lediglich auf einen kleinen Ausschnitt dieser Landschaft beschränkt und sich bei der Suche nach Motiven auf seine Heimatstadt Aix, das Sainte-Victoire- Gebirge und den Fischerhafen L’Estaque bei Marseille konzentriert. Auch Vincent van Gogh ist bei Arles einfach aus dem Zug gestiegen, so fasziniert war er von der Gegend. Nicht umsonst wird das besondere Licht der Provence auch von (Hobby-) Fotografen so geschätzt. Und wenn heutzutage reihenweise Stararchitekten in der Region spektakuläre Bauten realisieren, so ist das vielleicht die logische Folge der künstlerischen Anziehung. Dazu kommen noch etliche weitere Kunstformen, etwa die Musik. Fast jeder Ort hat sein eigenes (Musik-)Festival, ob modern, klassisch oder traditionell – von der semaine musicale im kleinen Gebirgsdorf bis zum hochkarätigen internationalen Opernfestival ist alles dabei.

Es wird aufgetischt

Regionale Kunst gibt es auch auf dem Teller. In ihrem mediterranen Klima gedeiht fast alles, weil ein ausgeklügeltes Kanal- und Stauseensystem für Wasser im Überfluss sorgt. Die Landwirte, Obst- und Weinbauern haben die Zeichen der Zeit erkannt: Die Provence zählt zu den französischen Regionen, in denen Bioprodukte die höchsten Zuwachsraten haben. Das Ergebnis auf den Tausenden kleinen oder großen Märkten ist so gesund wie farbenprächtig und landet, kunstvoll weiterverarbeitet, auch auf deinem Teller. Die Provence wartet darauf, dass ihre Reichtümer entdeckt werden, in aller Ruhe und zu jeder Jahreszeit. Nimm dir die Zeit – Paul Cézanne hat schließlich sein ganzes Leben damit verbracht, dem Zauber seiner Heimat auf die Spur zu kommen.

Gut zu wissen

Anreise

Aus Deutschland erreicht man die Provence am schnellsten über die A 36, A 39, A 42, A 46 und A 7 (Mulhouse– Besançon–Bourg-en-Bresse–Ostumfahrung Lyon–Valence) oder durch die Schweiz über Lausanne–Genf–Lyon. Der reservierungspflichtige TGV (Train à Grande Vitesse) braucht für die rund 750 km von Paris nach Marseille nur drei Stunden. Ein anderer TGV fährt direkt aus Deutschland in knapp acht Stunden von Frankfurt über Karlsruhe nach Marseille. Bahnhöfe in der Provence: Avignon, Aix-en-Provence und Marseille. oui.sncf, bahn.de, tgv-europe.de

Mit Flixbus und Co. kommst du ebenfalls in die Provence, z. B. ab Frankfurt in ca. 17–21 Stunden. omio.com Der internationale Flughafen von Marseille (marseille.aeroport.fr) hat neben den regulären Terminals auch einen Low-Cost-Terminal (mp2.aeroport.fr). Der Flughafen liegt 25 km nordwestlich von Marseille und ist mit direkten Busverbindungen in ca. 30 Minuten von Marseille und Aix zu erreichen (unter 10 Euro). Ein Regionalbahnhof (Verbindungen nach Arles und Avignon) wird von einem kostenlosen Shuttle bedient. Ein Taxi in die Innenstadt kostet um 50 Euro. Mehrere Low- Cost-Airlines fliegen von vielen deutschen Städten außerdem den Flughafen Nizza an, der knapp 200 km östlich von Aix und Marseille liegt.

Auto

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auf der Autobahn 130, bei Regen 110 km/ h, auf National- und Departementsstraßen (N, D) ohne Mittelstreifen 80, sonst 90 km/ h, innerorts 50 km/ h. Überall sind feste Radaranlagen installiert und schon bei geringen Tempoüberschreitungen werden hohe Geldbußen verhängt. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Sowohl ein Warndreieck als auch eine reflektierende Warnweste gehören zur Pflichtausstattung im Auto.

Die Autobahnen kosten Maut (péage). Pannenhilfe: Abschleppen (dépanneur-remorqueur) wird von der Polizei vermittelt, Notrufsäule oder Rufnummer 17. Nimm die grüne Versicherungskarte mit!

Brandschutz

Es gibt drastische Sicherheitsvorschriften zum Waldbrandschutz in der Provence – und das aus gutem Grund. Von Anfang Juli bis Mitte September ist der Zugang zu gefährdeten Gebieten stark eingeschränkt; dazu zählen u. a. die Montagne Sainte-Victoire bei Aix-en-Provence, die Calanques zwischen Marseille und Cassis oder die Alpilles. Die Hauptwege dürfen nur morgens von 6 bis 11 Uhr benutzt werden, bei starkem Wind und Trockenheit wird der Zugang ganz verboten. Aktuelle Informationen gibt es unter Tel. 08 11 20 13 13 (*) (Bouchesdu- Rhône), 04 88 17 80 00 (Vaucluse) bzw. 08 92 68 02 04 (*) (Alpes-de-Haute- Provence) sowie auf den Websites der Naturparks (parc-alpilles.fr, calanquesparcnational.fr, grandsitesaintevictoire.com).

Camping

Es gibt ein riesiges Angebot in allen Preislagen. Eine hilfreiche Website für die Suche ist campingfrance.com.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Konsulat in Marseille

10, Place de la Joliette | Tel. 04 91 16 75 20 | allemagne.diplo.de

Österreiches Konsulat in Marseille

10, Rue Stanislas Torrents | Tel. 06 42 14 85 58 | bmeia.gv.at

Schweizer Konsulat in Marseille

7, Rue d’Arcole | Tel. 04 96 10 14 10 | eda.admin.ch/marseille

Fahrradverleih

Mietfahrräder gibt es in Marseille und Avignon. Marseille hat ein günstiges Kurzzeit-Abonnement (1 Euro/ 7 Tage | levelo-mpm.fr). Damit kannst du unbegrenzt oft ein Rad ausleihen; jeweils die ersten 30 Minuten sind gratis, danach kostet jede halbe Stunde 1 Euro. In Avignon (velopop.fr) gibt es einen Tagestarif für 1 Euro, damit kostet jede halbe Stunde 0,50 Euro.

Geld & Kreditkarten

Geldautomaten findest du so gut wie überall. Die Zahlung mit Kreditkarte – in erster Linie Eurocard und Visa – ist in Frankreich sehr viel mehr verbreitet als in Deutschland, auch für kleine Beträge.

Gesundheit

Deutsche und österreichische Versicherte können die französische Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Sie müssen zunächst für medizinische Hilfe bezahlen, bekommen Auslagen dann aber nach den Sätzen des Heimatlands erstattet. Die einheitliche European Health Insurance Card (EHIC) wird von vielen Ärzten in der Provence (noch) nicht akzeptiert, weil die französischen Kartenlesegeräte nur auf einheimische Karten reagieren. In vielen Fällen lohnt sich weiterhin eine Auslandskrankenschutzversicherung.

Jugendherbergen

Für die auberges de jeunesse (fuaj.org) in Orten wie Arles, Aix-en-Provence, Marseille oder Fontaine-de-Vaucluse brauchst du den internationalen Jugendherbergsausweis.

Notruf

Polizei (police secours), Krankenwagen (SAMU), Feuerwehr (pompiers) Tel. 1 12

Öffentliche Verkehrsmittel

Alle größeren Städte sind tagsüber problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Informationen über Bus- und Bahnverbindungen gibt es bei den Fremdenverkehrsämtern, bei der französischen Bahn SNCF (oui.sncf, ter.sncf.com/paca) oder an den Busbahnhöfen (gare routière). In der Hauptverkehrszeit fährt z. B. vom Busbahnhof in Aix-en-Provence alle fünf Minuten ein Bus auf der direkten Route über die Autobahn zum Busbahnhof von Marseille. Eine Alternative ist der Regionalzug TER (ter.sncf.com/paca), der u. a. ebenfalls die beiden größten Städte der Provence miteinander verbindet.

Öffnungszeiten

Die Besichtigungszeiten für Sehenswürdigkeiten und Museen ändern sich häufig. Check deshalb, wo möglich, auf der Website, ob die in diesem Reiseführer genannten Angaben zum Zeitpunkt deiner Reise noch aktuell sind, wenn du auf Nummer sicher gehen willst. Auch die meisten Restaurants haben einen Ruhetag pro Woche und nicht alle Hotels sind ganzjährig geöffnet.

Die Geschäfte in den Innenstädten sind im Allgemeinen montags bis samstags von 9 bis 19 Uhr geöffnet; allerdings nehmen manche Ladenbesitzer den Montag oder den Montagvormittag als Schließtag. Die großen hypermarchés mit ihren Tankstellen und Boutiquen in den Einkaufszentren vor den Toren der Städte wie Marseille, Aix oder Avignon, aber selbst in Apt, La Ciotat oder Aubagne öffnen montags bis samstags bis 21 oder sogar 22 Uhr und viele auch am Sonntagvormittag. In Plan-de-Campagne zwischen Aix und Marseille, einem der ältesten und größten centres commerciaux Frankreichs, sind die Geschäfte auch am Sonntag geöffnet. In den Städten verkaufen zudem viele Bäckereien, Metzgereien und Lebensmittelgeschäfte auch am Sonntagvormittag ihre Waren.

Post

Postkarten und Briefe bis 20 g in EULänder und die Schweiz kosteten bei Redaktionsschluss 1,30 Euro Porto. Briefmarken bekommt man häufig auch im Tabakgeschäft oder beim Kauf der Postkarte.

Privatunterkunft

In der Provence sind private Gästezimmer eine oft preiswerte Alternative zu Hotels. Relativ strenge Normen gelten für die chambres d’hôtes der Gîtes de France (Tel. 08 26 10 44 44 (*) | gitesde-france.com). Inzwischen gibt es sogar einen Anbieter für Reservierungen in letzter Minute: Allo Chambres d’Hôtes (Tel. 08 26 04 01 00 (*)). Die lokalen Fremdenverkehrsämter führen weitere Adressen für die französische Version des Bed & Breakfast. Weitere Dachverbände für Gästezimmer in Südfrankreich sind Fleurs de Soleil (fleursdesoleil.fr) oder Clévacances (clevacances.com). Sehr beliebt sind in Frankreich Ferienwohnungen auf dem Land (gîte rural) oder für Gruppen (grands gîtes), die oft erst ab einer Mietzeit von einer Woche gebucht werden können. Der größte französische Anbieter für Ferienimmobilien ist Pierre & Vacances (pierre-et-vacances.de), zu den großen deutschen Anbietern gehören Inter-Chalet (interchalet.com), Atraveo (atraveo.de) oder Marion Kutschank (ferienhaus.com). Eine große Auswahl an privaten Ferienwohnungen in der Provence, die im Normalfall für mindestens eine Woche vermietet werden, gibt es unterhomelidays.com.

Reisezeit

Die beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst. In der Zeit der französischen Sommerferien von Anfang Juli bis Ende August ist die Provence eines der Hauptreiseziele in Frankreich, entsprechend voll ist es dann überall. Die Preise vor allem für Unterkünfte sinken ab Anfang September, wenn für die Franzosen die rentrée, also der Alltag nach dem Sommer, beginnt. Die Hitze ist dann nicht mehr so drückend, während die Wassertemperaturen ein Bad im Mittelmeer bis in den Oktober oder November möglich machen.

Sehr empfehlenswert ist auch die Zeit um Pfingsten, wenn die Provence in voller Blumenpracht steht. Auch der Winter ist reizvoll, da es zwar kühl wird, aber meist trocken ist. Bereits im Februar beginnt der Frühling mit der Mandelblüte. Nur wer zur Lavendelzeit kommen möchte, muss im Juni/ Juli reisen.

Telefon & Handy

Vorwahl nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Nach Frankreich wählt man 0033, dann direkt die Teilnehmernummer, jedoch ohne die Null am Anfang. Es gibt drei große Mobilfunkanbieter: SFR (sfr.fr), Orange (orange.com) und Bouygues (bouyguestelecom.fr).

Trinkgeld

In Bezug auf Trinkgeld (pourboire) gelten in Frankreich im Wesentlichen dieselben Gepflogenheiten wie zu Hause. Allerdings lässt man sich zunächst immer das vollständige Wechselgeld herausgeben und lässt etwaiges Trinkgeld dann auf dem Tisch bzw. auf dem Münzteller liegen.

Trinkwasser

Das Leitungswasser in der Provence genießt einen hervorragenden Ruf und kann ohne Bedenken getrunken werden. In Restaurants begnügen sich viele Einheimische mit einer selbstverständlich gratis servierten carafe d’eau und verzichten auf teures Mineralwasser.

Zeitungen

Die größte regionale Tageszeitung ist La Provence mit einem umfangreichen Veranstaltungskalender in der Beilage Sortir mittwochs und Ausflugstipps in der Beilage Femina samstags.

Zoll

In der EU dürfen Waren für den persönlichen Bedarf frei ein- und ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten wesentlich geringere Freimengen.

Info-Websites

Die Französische Zentrale für Tourismus (de.france.fr) präsentiert Informationen in deutscher Sprache und verweist auf Links zu Regionen, Departements und Gemeinden. Die Region Sud-PACA präsentiert sich auf tourismepaca.fr. Die Website des Departements Drôme ist ladrometourisme.com; für den in diesem Band behandelten südlichen Teil des Departements gibt es unter dromeprovencale.fr spezielle Informationen. Das Vaucluse informiert auf seiner Website provenceguide.com. Für Französisch oder Englisch sprechende Liebhaber des Luberon informativ ist die gut gemachte Website provence-luberonnews.com. myprovence.fr ist die Website des Departements Bouches-du-Rhône, alpes-haute-provence.com diejenige der Alpes-de-Haute-Provence. Informationen über das Departement Gard gibt es auch in deutscher Sprache auf tourismegard.com, zur Ardèche und zur nördlichen Provence wirst du auf fr.rhonealpes-tourisme.com fündig. Informationen über Marseille gibt es vom Rathaus (marseille.fr) und von Lokalausgaben großer Anbieter wie petitfute.com.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahr

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

8. Mai

Kriegsende 1945

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag

14. Juli

Nationalfeiertag, Erstürmung der Bastille 1789

15. August

Mariä Himmelfahrt

1. November

Allerheiligen

11. November

Kriegsende 1918

25. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen

Zweimal jährlich

Feria (Arles), feriaarles.com

Mitte Januar

Cheval Passion (Avignon), cheval-passion.com: fünf Tage Pferde über alles

2. Februar

Chandeleur (Marseille): Prozession vom Alten Hafen zur Kirche Saint-Victor mit Kerzen, Fackeln und Crèpes

April/ Mai

Grands Jeux Romains (Nîmes): drei Tage Römerspiele in der ganzen Stadt

24./ 25. Mai

Zigeunerwallfahrt (Saintes-Mariesde-la-Mer)

Pfingsten

Feria de Nîmes: Stierkämpfe

Juli

Nationalfeiertag: Feuerwerke im ganzen Land am 13./14. Juli

Les Suds (Arles), suds-arles.com Festival d’Aix-en-Provence, festivalaix.com

Festival d’Avignon, festival-avignon.com, und Festival Off, avignonleoff.com

Anfang Juli-Ende August

Chorégies (Orange), choregies.fr: Konzerte und Opern im Antiken Theater

Anfang Juli-Mitte September

Rencontres d’Arles, rencontres-arles.com: Festival für Fotografie

Zwei Wochen im Juli/ August

Plan B (Marseille)

Ende Juli-Ende August

Festival International de Piano (La Roque-d’Anthéron), festival-piano.com

Mitte-Ende Oktober

Fiesta des Suds (Marseille), dock-dessuds.org: Weltmusik

Bloss nicht!

Einfach einen Tisch aussuchen

Im Restaurant wird man platziert: Du wartest am Eingang, bis der Service dir einen Tisch anbietet. Gefällt dir der nicht, bittest du um einen anderen. Wer sich selber einen Tisch sucht, läuft Gefahr, dass man ihn lange – gewollt oder ungewollt – ignoriert.

Provence und Côte d’Azur verwechseln

Du möchtest den Einheimischen an der Küste sagen, wie sehr es dir hier gefällt? Super! Um zu verhindern, dass du ins Fettnäpfchen trittst, bedenke: Du bist in der Provence und nicht an der Côte d’Azur! Es gibt zwar keine konkrete Grenze, aber die Côte d’Azur beginnt etwa ab Toulon oder – spätestens – Saint- Tropez.

Wild campen

So verlockend ein Plätzchen in freier Natur sein mag, um ein Zelt aufzustellen oder das Wohnmobil zu parken – französische Grundbesitzer sehen das nicht gern. Viele Gemeinden haben Stationen für Wohnmobile eingerichtet und an Zeltplätzen in herrlicher Lage fehlt es auch nicht.

Sorglos mit dem Feuer umgehen

Tausende Hektar Landschaft werden jeden Sommer in Staub und Asche gelegt. Schuld sind oft Unvorsichtige oder Gedankenlose, die die Zigarettenkippe aus dem Auto schnippen oder im Wald ein Lagerfeuer anzünden. Halte dich an die Verbote, wenn im Hochsommer Gebiete wegen Feuergefahr gesperrt sind.

Stadtspaziergang in Badehose

In Badekleidung und mit übergeworfenem Handtuch durch die Städte zu wandern, wird nirgendwo gern gesehen. Die Zeit fürs Umziehen nach dem Strandbesuch solltest du dir nehmen.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Total Cheops/ Chourmo/ Solea

Fabio Montale ist Polizist und er macht vor, wie man in Marseille mit Connections weiterkommt. Die Krimitrilogie von Jean-Claude Izzo (1945–2000) aus den 1990er-Jahren ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Stadt.

Zwischen Boule und Bettenmachen: Mein Leben in einem südfranzösischen Dorf

Du magst es lieber leicht, lustig und ländlich? Christiane Dreher hat in dem humorvollen Band 2009 ihre eigenen Erfahrungen und skurrilen Begegnungen mit Leuten und Sitten in der Provence zusammengefasst.

Filme

Ein Sommer in der Provence

Wie Jean Reno als launiger Opa vom Land während der Ferien seine Enkel bespielt, zeigt Roselyne Boschs beschwingter Film von 2014.

Taxi

Okay, es ist nur Kriminalklamauk, aber der Film von 1998 und seine Sequels haben in Frankreich definitiv Kultstatus! Luc Besson hat seiner Phantasie freie Fahrt auf Marseilles Straßen erlaubt.

6-15 °C
5 h/Tag
16 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 16:33 Uhr

Anreise

5h 30min
6h 11min
1h 10min
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