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Lüneburger Heide

Check-in

Am Wilseder Berg passt die Lüneburger Heide in jedes Klischee. Von dort oben blicken Sie auf weite, im späten August und September intensiv lila blühende Heideflächen, aus denen vereinzelt helle Birken und viele dunkelgrüne Wacholder aufragen. In der Dämmerung wirken sie wie Gespenstergruppen. Bienen tragen den Heideblütennektar zu altertümlich anmutenden, hölzernen Bienenzäunen; gelegentlich markiert ein Reetdach einen Heidschnuckenstall. Kein Auto stört die Stille, der Anblick von Pferdekutschen versetzt Wanderer und Radfahrer in umweltfreundlichere, motorenlose Zeiten. Zieht dann noch eine Schnuckenherde mit Schäfer und Hirtenhund vorbei, ist das Heideglück perfekt.

Doch der Wilseder Berg, Zentrum des Naturschutzparks Lüneburger Heide, ist nur ein kleiner Teil der weiten Urlaubsregion zwischen Aller und Elbe. Sie wirbt mit der Heide, lebt vom Image der Erika. Aber Heideflächen machen nur einen Teil der Landschaft aus. Wälder, Weiden, Kartoffeläcker- und Zuckerrübenfelder dominieren. Die Heide-idylle allein ist ja auch nur einer der Gründe, warum immer mehr gerade auch junge Besucher sich für einen Urlaub in der Heide entscheiden. Wesentlich dazu bei trägt auch ein breit gefächertes Angebot von Attraktionen und Urlaubsaktivitäten für alle Altersgruppen und viele Interessengebiete, bei dem ökologische Aspekte (fast) immer intensiv berücksichtigt werden.

Bewegung wird in der Heide großgeschrieben. Bei Wanderungen – ob zu Fuß, mit Rad, Esel oder Kanu – nehmen Sie die Natur am intensivsten wahr. Sehen Storchennester und Biber beim Burgenbau, Greifvögel bei der Jagd und vielleicht sogar eine Kreuzotter. Heide- und Walderlebniszentren im Naturschutzpark vertiefen ebenso wie das Biosphaerium Bleckede im Unesco-Biosphärenreservat Ihr Wissen um die Natur. Auf nostalgische Zeitreisen entführen Sie Museumseisenbahnen und Stadtführungen mit dem Nachtwächter oder der mittelalterlichen Fischersfrau – und wenn Ihre Lachmuskeln mal wieder Bewegung brauchen, schließen Sie sich der Lachyogalehrerin in Bad Bevensen an. Sollten Sie eher den modernen Geschwindigkeitsrausch bevorzugen, locken der Heide-Park in Soltau mit seinen 120 km/h schnellen Achterbahnen oder die Kartanlage des Formel-1-Piloten Ralf Schumacher und die Skihalle bei Bispingen, die das ganze Jahr über zum Wintersport einlädt.

Tieren begegnen Sie in der Heide nicht nur in freier Natur. Pferdesport und -zucht sind in Orten wie Celle, Verden und Luhmühlen bei Lüneburg von internationaler Bedeutung; etliche Bauernhöfe bieten Reiterurlaub für Klein und Groß an. Tierparks präsentieren nicht nur ein breites Spektrum heimischer Fauna, sondern wie der Weltvogelpark in Walsrode oder der Wildpark Lüneburger Heide bei Nindorf auch exotische Begegnungen mit Schneeleoparden und Pinguinen, sibirischen Tigern und Kakadus. Falkner lassen Greifvögel aufsteigen, und zwischen den Wölfen von Dörverden dürfen Sie sogar in indianischen Tipis die Nacht verbringen.

Eine Reise in die Lüneburger Heide bedeutet aber nicht nur Naturerlebnis und Wanderfreuden. Das Gesicht vieler Dörfer wird noch immer von alten Höfen mit reetgedeckten Häusern und altem Baumbestand geprägt. In vielen von ihnen können Sie eine Ferienwohnung beziehen, Bioprodukte vom eigenen Bauern oder einem Hofladen in der Nähe beziehen, schon vor Ort am eigenen Herd Heiderezepte ausprobieren und sich morgens von krähenden Hähnen wecken lassen. Eine Besonderheit sind die eigenartigen Rundlingsdörfer im Wendland mit ihren stattlichen Fachwerkhöfen rund um den zentralen Dorfplatz mit Milchbank und alten Eichen. Nur in wenigen von ihnen stehen kleine Hotels, alle wirken wie Boten aus Zeiten, als Tourismus noch ein Fremdwort war.

Städtchen und Städte in der Heide blicken oft auf eine lange Vergangenheit zurück. Die mächtigen Dome in Verden und Bardowick haben ihre Wurzeln noch im ersten Jahrtausend; die sechs jetzt von evangelischen Stiftsdamen bewohnten Heideklöster setzen eine über 700-jährige Tradition fort. Kunstschätze von überregionalem Rang finden Sie nicht nur in den Klosterkirchen und den stattlichen Gotteshäusern von Lüneburg und Celle, sondern auch in vielen kleinen Heidekirchen, die im Sommer oft zu stimmungsvollen Konzerten einladen. Farbig bemalte und reich beschnitzte Fachwerkhäuser schmücken viele Städte. Am schönsten sind sie in Celle, während in Lüneburg die Werke der Backsteingotik faszinieren. Da biegen sich mancherorts sogar die Wände, weil sich der Boden über den alten Salzstöcken teilweise senkt. Noch kurioser ist ein Neubau bei Bispingen: Da steht ein Haus auf dem Kopf – Sie durchstreifen es auf den Zimmerdecken und sehen Sessel, Tische, Betten und sogar die Sanitäranlagen über sich.

Ein Auto brauchen Sie für einen Urlaub in der Heide nicht unbedingt. Zumindest können Sie es des Öfteren stehen lassen. Im weiten Umkreis von Lüneburg, Wilseder Berg und Uelzen bringen Sie im Sommer Busse kostenlos von Ort zu Ort, ermöglichen Punkt-zu-Punkt-Wanderungen auch durch den Naturschutzpark. Teilweise haben Sie Anschluss ans Eisenbahnnetz, das Sie mit dem Niedersachsenticket der Bahn kostengünstig nutzen können. Und überall in der Heide ist das Radwegenetz ausgezeichnet; mehrere bestens markierte Radfernwege führen durch die ganze Region.

Allerdings werden Sie besonders beim Radfahren spüren, dass die Heide keineswegs platt ist. Fast wie in einem Mittelgebirge fühlen Sie sich nicht nur am Wilseder Berg, sondern auch in der Clenzer Schweiz oder auf der Elbuferstraße. Die beiden letzten Eiszeiten haben diese reich bewegte Landschaft geformt. Findlinge genannte, gewaltige Felsbrocken zeugen als Schmuck vieler Dörfer und Vorgärten sowie – besonders aufschlussreich – im Findlingspark bei Clenze von der einstigen Kraft der Gletscher.

Den schönsten Wald finden Sie nahe der Elbe in der Göhrde. Im Herbst kommen Großstädter aus Hamburg hierher, um Pilze zu sammeln; Jäger bringen viel schmackhaftes Wild aus den Wäldern auf die Speisekarten regionaler Esskultur. Misch- und Eichenwälder wie dieser bedeckten ursprünglich die ganze Region. Doch dann begannen Bauern im 9. Jh. damit, ihn für Ackerbau und Viehzucht zu roden. In der Umgebung von Lüneburg trug zudem die Brennholzgewinnung für die Siedepfannen der Salinen zu einem drastischen Rückgang der Waldgebiete bei. Auf den nährstoffarmen Böden breitete sich die Strauchheide mit Besen- und Glockenheide aus. Die Heidebauern wandten sich nun fast vollständig der Zucht von Heidschnucken zu. Diese Wildschafart ernährt sich von den jungen Trieben der Heidesträucher und verbeißt alle Baumtriebe, verhindert also eine natürliche Wiederverwaldung. Nur die spitzen Nadeln des Wacholders sind für sie ungenießbar. Die Schnucken hielten die Heideblüten auch von Spinnweben frei und ermöglichten so eine intensive Bienenzucht.

Diese typische Heidebauernwirtschaft dauerte bis ins 19. Jh. hinein. Doch die Heideflächen selbst gingen bereits seit dem 18. Jh. wieder zurück. Das Bevölkerungswachstum machte neue Äcker notwendig, die Kohlebergwerke und Stahlhütten an Ruhr und Saar verlangten nach Holz aus schnell aufgeforsteten Wäldern. Die Heidschnucken fanden immer weniger Futter, Wollimporte verdrängten die drahtige Schnuckenwolle vom Markt. Die Heide schien als Landschaftsform dem Untergang geweiht.

Inzwischen hatten jedoch Dichter und Maler die Schönheit der Heide entdeckt. Ihre romantische Propaganda stieß in den rasant gewachsenen Großstädten auf offene Augen und Ohren. Die noch verbliebene Heide wurde zum beliebten Ausflugsziel, der Wilseder Berg zur Keimzelle des heutigen Naturschutzparks. Sein Erfolg führte dazu, dass immer mehr neue Heideflächen angelegt wurden. Heute sind sie wieder zum wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden, denn Heide will schließlich jeder Heideurlauber sehen.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Von allen Rundlingsdörfern im Wendland hat sich das 25 km südlich von Hitzacker gelegene Lübeln touristisch am weitesten entwickelt. Man muss es schon allein wegen seines Freilichtmuseums gesehen…
Hinter der imposanten Barockfassade von 1720 verbirgt sich eines der schönsten und größten mittelalterlichen Rathäuser Deutschlands. Bei einer Führung erwarten Sie Meisterwerke norddeutscher…
In einem der größten Vogelzoos der Welt sind etwa 700 Arten von allen Kontinenten vertreten. Einige Vögel wie Pelikane oder Flamingos leben frei, viele andere der etwa 4000 Vögel finden in…
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Eine Tierart hat dem Luftkurort viel zu verdanken: der Fischotter. Im Otterzentrum Hankensbüttel ist die Aktion Fischotterschutz e. V. zu Hause, die sich bundesweit dieser und anderer Marderarten…
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Zwei Rundwanderwege (4,8 und 6,6 km Länge) führen über Moordämme und an schwierigen Stellen auch über Bohlenwege und Knüppeldämme durch das schönste Moor der Heide, in dem die Mitte der 1970er…
Das in der Nordwestecke des Naturparks Südheide gelegene alte Heidedorf hat es verstanden, seine Schönheit zu vermarkten und dennoch seinen Charakter zu bewahren. Müden breitet sich zwischen den…
Der zweitgrößte Fahrstuhl der Welt steht nordöstlich bei Scharnebeck. Mit seiner Hilfe überwinden die Schiffe auf dem 1976 in Betrieb genommenen Elbe-Seitenkanal in etwa drei Minuten die 38 m Hö…

Reisezeit

Januar
sehr gut
2°C
Februar
sehr gut
3°C
März
sehr gut
8°C
April
sehr gut
13°C
Mai
sehr gut
18°C
Juni
sehr gut
21°C
Juli
sehr gut
23°C
August
sehr gut
22°C
September
sehr gut
19°C
Oktober
sehr gut
13°C
November
sehr gut
7°C
Dezember
sehr gut
4°C

Die beste Reisezeit für Lüneburger Heide sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 13° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juni mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 2° Celsius bei 13 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 13° Celsius und die Nachttemperatur bei 4° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 11 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Januar und Juli.

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Praktische Hinweise

Anreise

Fernzüge der Deutschen Bahn (www.bahn.de) verkehren auf den Strecken Hannover–Celle–Uelzen–Lüneburg–Hamburg, Hannover–Gifhorn–Wolfsburg–Berlin und Hannover–Verden–Bremen. Einige weitere Heideorte sind mit Regionalzügen ab Hamburg, Hannover oder Bremen zu erreichen, der Rest mit Bussen. Für Tagesausflüge mit der Bahn kann sich der Kauf des Niedersachsen-Tickets lohnen, das auch für Fahrten nach Bremen und Hamburg und für den öffentlichen Nahverkehr in beiden Hansestädten gültig ist. Damit können bis zu fünf Personen bis um 3 Uhr früh des Folgetags Mo–Fr ab 9 Uhr, Sa/So ab 0 Uhr alle Züge des Nahverkehrs sowie die öffentlichen Verkehrsmittel in den Städten benutzen (29 Euro, Singleticket 21 Euro). Fahrräder können für 4,50 Euro die ganze Geltungsdauer über mitgeführt werden; außerdem gewähren z. B. der Weltvogelpark Walsrode und das Deutsche Salzmuseum Lüneburg Ermäßigung auf den Eintrittspreis.

Die Autobahn A 7 von Hannover nach Hamburg durchquert die Heide von Süden nach Norden. Von ihr zweigt beim Autobahnkreuz Maschen südlich Hamburgs die A 250 nach Lüneburg ab. Drei weitere Autobahnen führen am Rand der Heide entlang: die A 1 Hamburg–Bremen–Ruhrgebiet, die A 2 Hannover–Magdeburg–Berlin und die A 27 Hannover–Bremen–Bremerhaven.

Linienbusse verbinden Berlin mit Bad Bevensen, Celle, Gifhorn, Lüneburg, Soltau und Wolfsburg (www.berlinlinienbus.de).

Die nächstgelegenen Flughäfen sind Bremen, Hannover und Hamburg.

Auskunft

In fast jedem Heideort gibt es eine Touristinformation. Zentrale Auskunftsstelle ist die Lüneburger Heide GmbHWallstraße42113504131 73730www.lueneburger-heide.de.

Camping

Es gibt eine Vielzahl kleiner und großer Plätze in allen Regionen des Feriengebiets. Ein Verzeichnis mit über 50 Camping- und Wohnmobilstellplätzen kann über den Tourismusverband kostenlos bezogen werden.

Jugendherbergen

Jugendherbergen finden Sie in folgenden Orten: Bispingen, Celle, Bad Fallingbostel, Handeloh-Inzmühlen, Hankensbüttel, Hitzacker, Lüneburg, Müden/Örtze, Rotenburg/Wümme, Uelzen und Verden/Aller. Infos unter www.jugendherberge.de.

Kinderermässigung

Alle Museen und Sehenswürdigkeiten, die Eintrittsgelder erheben, bieten normalerweise für Kinder bis zu 12 oder 14 Jahren eine Ermäßigung, meist 50 Prozent.

Museumseisenbahnen

Alte Lokomotiven sind auf mehreren stillgelegten Heidestrecken unterwegs. Sie fahren allerdings nur an ein paar Tagen im Jahr. Für Gruppen können die meisten Bahnen aber jederzeit gechartert werden.

Ameisenbär: Ein historischer Triebwagen von 1937 fährt zwischen Mitte Juli und Anfang September an jedem Sonntag von Soltau über Bispingen nach Döhle; Fahrräder werden mitgenommen. Auskunft: Soltau-Touristik05191 828283

Celler-Land-Express: Eine 1959 gebaute Diesellok sorgt im Juli und August an einigen Tagen für eine Bahnverbindung zwischen Celle, Hermannsburg und Müden/Örtze. Auskunft: Tourismus Region Celle05141 1212

Heide-Elbe-Express: An zahlreichen Tagen im Jahr ist der historische Zug auf vielen verschiedenen Strecken in der Heide unterwegs; meist können auch Fahrräder befördert werden. Auskunft: Touristik-Eisenbahn04131 851801www.heide-express.de

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten von Museen und Sehenswürdigkeiten können sich ebenso wie Eintrittspreise ändern. Wer extra von weiter her anreist, um gezielt ein bestimmtes Museum oder ein Kloster zu besuchen, sollte deshalb sicherheitshalber vorher anrufen und sich Öffnungszeiten und Preise bestätigen lassen.

Reisezeit

Die Heide blüht im August und September. Besuchenswert ist die Region jedoch das ganze Jahr über. Fast alle Hotels, Restaurants und größeren Museen sind ganzjährig geöffnet, auch manche Tier- und Wildparks. Für Besucher geschlossen bleiben im Winter allerdings die Heideklöster und viele kleinere Kirchen, der Heidepark Soltau und der Weltvogelpark Walsrode. Zum Baden laden die großen Thermen und Spaßbäder ein, und die Weihnachtsmärkte von Lüneburg und Celle zählen zu den schönsten Deutschlands.

Schiffsfahrten

Auf Elbe, Aller und Elbe-Seitenkanal sind im Sommer mehrere Ausflugsschiffe unterwegs. Ausgangspunkte sind Bad Bevensen, Bienenbüttel, Bleckede, Celle, Hitzacker, Lüneburg und Scharnebeck. Elbfähren mit Autotransport sind in Bleckede, Neu Darchau, Höhbeck-Pevestorf und Schnackenburg stationiert. In Hitzacker setzt außerdem eine Personen- und Fahrradfähre über die Elbe.

Urlaub auf dem Bauernhof

Einen Katalog (5 Euro) mit empfehlenswerten Bauernhöfen, die Gästezimmer oder Schlafplätze im Heu anbieten, erstellt alljährlich die Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit auf dem Lande Niedersachsen e. V.04231 96650www.bauernhofferien.de. Zahlreiche weitere Bauernhöfe sind in den Unterkunftsverzeichnissen der Urlaubsorte oder unter deren Website im Internet zu finden.

Urlauberbusse

Vom 15. Juli bis zum 15. Oktober fahren Heideurlauber kostenlos und umweltfreundlich mit dem Bus durch das Kerngebiet der Lüneburger Heide. Zwischen etwa 8.30 und 19.30 Uhr sind die grünen Busse sechs- bis achtmal täglich unterwegs. Auf jedem Bus ist außerdem Platz für bis zu 14 Fahrräder, die ebenfalls kostenlos befördert werden. Dieser Heideshuttle (Fahrpläne ab Juni unter www.heide-shuttle.de) wird auf drei Ringlinien in den Landkreisen Soltau-Fallingbostel und Harburg angeboten:

– Heide-Shuttle 1: Oberhaverbeck–Niederhaverbeck–Ehrhorn–Wintermoor–Schneverdingen–Heber–Bispingen–Behringen–Oberhaverbeck

– Heide-Shuttle 2: Oberhaverbeck–Wintermoor–Welle–Handeloh–Wesel–Undeloh–Egestorf–Döhle–Behringen–Oberhaverbeck

Heide-Shuttle 3: Buchholz–Jesteburg–Hanstedt–Wildpark Lüneburger Heide bei Nindorf–Garlstorf–Salzhausen–Egestorf–Undeloh–Wesel–Holm-Seppensen–Sprötze–Buchholz

Von Anfang Juli bis Anfang Oktober verkehrt zudem der kostenlose „Entdecker-Bus“ freitags bis sonntags im Zweistundentakt zwischen 9 und 19 Uhr auf drei Linien in der Region Uelzen:

– Entdecker-Bus 1: Uelzen–Bad Bevensen–Medingen–Bienenbüttel–Ebstorf–Melzingen–Westerweyhe–Uelzen

– Entdecker-Bus 2: Uelzen–Bohlsen–Ellerndorfer Wacholderheide–Suderburg–Hösseringen–Suderburg–Holdenstedt–Uelzen

– Entdecker-Bus 3: Uelzen–Stadensen–Bad Bodenteich–Suhlendorf–Uelzen

Wanderkarten

Drei Karten im Maßstab 1:50 000 des Niedersächsischen Landesverwaltungsamts sind dem Naturschutzpark Lüneburger Heide, dem Naturpark Südheide und dem Naturpark Elbufer-Drawehn gewidmet.

Wlan

Zumeist kostenlosen WLAN-Zugang bieten viele Hotels, einige Cafés und Kneipen sowie alle McDonald's-Filialen ihren Gästen. Von den Gemeinden wurden bisher keine öffentlichen WLAN-Bereiche eingerichtet.

Events, Feste & mehr

Feste & Festivals

Februar

Die Musikwoche Hitzacker wird mit 16 Klassikkonzerten begangen.

Mai/Juni

Schnuckenscheren in Neuenkirchen: An Himmelfahrt kommt die Wolle runter, die Gäste feiern und kaufen Heidschnuckenprodukte.

Kulturelle Landpartie im Wendland: alternatives Kulturfestival von Himmelfahrt bis Pfingsten mit über 500 Veranstaltungen an 80 Orten im Landkreis Lüchow-Dannenberg. 05841 976940www.kulturelle-landpartie.de

Pfingstmarkt in Satemin: Etwa 60 Künstler und Kunsthandwerker aus ganz Europa zeigen und verkaufen an Pfingsten, was sie können.

Musikalischer Frühling in Bleckede: Konzerte mit alter und neuer Musik in einer Woche im Mai oder Juni, bei gutem Wetter im Schlosspark

Juli

Heidschnuckenbockauktion in Müden: Am zweiten Donnerstagvormittag findet dieser Viehmarkt wie in alten Zeiten statt. Er spielt für die Züchter eine immens wichtige Rolle, ist keineswegs Touristenspektakel.

Juli/August

Sommerliche Musiktage in Hitzacker: Vom letzten Juli- bis zum ersten Augustwochenende gibt es abends klassische Kammermusik und nachmittags eine ausführliche Einführung zum Konzert. 05862 941430www.musiktage-hitzacker.de

Bei den Tagen der lebendigen Archäologie in Hitzacker an je einem Wochenende im Juli und August können Besucher wie Steinzeitmenschen vor 4000 Jahren essen und arbeiten.

Juli–September

Musik in alten Heidekirchen: wechselweise jeweils sonntags um 17 Uhr in der St.-Magdalenen-Kapelle in Undeloh und der St.-Stephanus-Kirche in Egestorf. 04189 333

August

Heideblütenfest in Amelinghausen vom zweiten Samstag bis dritten Sonntag im August: Am ersten Samstag Feuerwerk, am Freitag Beachparty am Lopausee, am zweiten Samstag Marktplatzdisko, am letzten Sonntag Wahl der Heidekönigin und Festumzüge. 04132 930550www.heidebluetenfest.com

Heideblütenfest in Schneverdingen am letzten Wochenende: samstags Lampionumzug mit Musik, sonntags Festzüge, nachmittags Wahl der Heidekönigin, abends Tanz im Festzelt. www.heidebluetenfest.de

September/Oktober

Hengstparade im Landgestüt Celle: Die Zuchthengste des Gestüts zeigen an den letzten zwei Wochenenden im September ihr ganzes Können. Höhepunkte sind die Dressurquadrille und die Gespannvorführungen.05141 92940

Dezember

Stimmungsvolle Weihnachtsmärkte in Celle und Lüneburg vom ersten bis vierten Advent.

In Uelzen wird das historische Rathaus in Deutschlands größten Adventskalender verwandelt, in dem sich jeden Abend um 18 Uhr ein Türchen öffnet.

Bloss nicht

Im Wald Feuer machen

1975 zerstörten große Brände 115 km2 Wald in der Lüneburger Heide. Damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt, sollten Sie zwischen März und Oktober in Heide, Wald und Mooren nicht rauchen und offene Feuer nur an den ausgewiesenen Grillplätzen entfachen. Achten Sie darauf, Autos mit Katalysator in Trockenzeiten nur abgekühlt auf Wiesen und Rasenflächen zu parken.

Heidesträuße pflücken

In Naturschutzgebieten darf die Heide überhaupt nicht gepflückt werden, außerhalb nur in Form eines kleinen Sträußchens und auf keinen Fall zu gewerblichen Zwecken. Am besten verzichten Sie ganz darauf und kaufen lieber Topfpflanzen, die ja auch viel länger Freude bereiten.

Zur Blüte ohne Reservierung anreisen

Zwischen Mitte August und Mitte September ist es im Zentrum der dann blühenden Heide oft schwierig, ein Zimmer am gewünschten Ort zu bekommen. Ohne Reservierung sollte man in diesen Wochen nicht in Orte wie Bispingen, Undeloh, Wilsede, Schneverdingen oder Amelinghausen fahren.

Nach Helgoland fahren

In manchen Urlaubsorten bieten Busunternehmen Tagesfahrten nach Helgoland an. Wer daran teilnimmt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er sich auf eine Gewalttour einlässt: Früh geht es los, spät kommt man zurück – und auf der Insel bleibt nur wenig Zeit, sich umzusehen. Vielleicht verschieben Sie solch einen Ausflug besser auf einen späteren Urlaub an der See.

Militärmanöver stören

Vorsicht – auf den öffentlich befahrbaren Straßen durch Truppenübungsplätze preschen manchmal Panzer aus dem Wald!

Den Naturschutz missachten

Alle Anstrengungen der Naturschützer sind vergeblich, wenn die Besucher der Naturschutzgebiete sich nicht an Regeln und Vorschriften halten. Ausgewiesene Wege dürfen nicht verlassen werden, Betretungsverbote sind zu beachten. Hundebesitzer sind besonders gefordert, denn schon Hundegebell kann Vögel bei der Brut gewaltig stören.

Bei Schlangen in Panik geraten

Kreuzottern und Schlingnattern kommen auf geschützten Heideflächen und in Mooren zwar gelegentlich vor, sollten aber niemandem Angst einjagen. Die Schling- bzw. Glattnatter ist ungiftig, und die bis zu 80 cm lange Kreuzotter verkriecht sich tagsüber am liebsten in schattigen Verstecken. Ab Oktober lassen sich die Reptilien zur Winterruhe nieder; ihre Paarungszeit beginnt dann wieder im Mai.

Bücher & Filme

Der Salzhändler

Elke Loewes historischer Roman kombiniert eine spannende Handlung mit einer anschaulichen Schilderung des Lebens in Lüneburg während des Dreißigjährigen Kriegs.

Landleben im Wendland

Michael Seelig und Timo Vogt beschreiben in Kurzporträts Aussteiger jeder Art, die im Wendland eine neue Heimat gefunden haben.

Eschede Zug 884

Das Dokudrama von Raymond Ley über das ICE-Unglück bei Eschede 1998 wurde vom NDR produziert. In den Hauptrollen agieren Jockel Tschiersch und Hannah Schröder. Erhältlich bei www.ndrshop.de.

Rote Rosen

Die ARD-Familiensaga, die seit 2006 an jedem Werktag im Nachmittagsprogramm läuft, wird in Lüneburg produziert. Stadt und Umgebung sind in vielen Außenaufnahmen zu sehen. www.rote-rosen.tv

Von Riesen, Hexen, Raubrittern und verliebten Trollen

In diesem Buch erzählt Ina Freiwald alte Sagen und Märchen aus der Heide neu.

-1-8 °C
3 h/Tag

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 09:08 Uhr

Anreise

4h 36min
4h 53min
55min
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