© Joppi/shutterstock

Harz

Check-in

Der Harz ist nicht mehr allein zum Wandern da. Auch Outdoor-Freunde, die etwas mehr Aufregung suchen, finden ein weites Betätigungsfeld vor. Action ist längst kein Fremdwort mehr: Mountainbiker freuen sich über ein ausgedehntes Streckennetz, und wer es noch wagemutiger mag, der kann beim Klettern, Gleitschirmfliegen oder Kanufahren seinen Adrenalinspiegel pushen.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Nur wenige Meter voneinander entfernt liegen zwei der schönsten Tropfsteinhöhlen Europas. In der 1536 entdeckten Baumannhöhle fand man Höhlenbärenknochen und menschliche Spuren aus der…
Die mittelalterliche Kaiserstadt Goslar und die Bergwerke im Rammelsberg haben über 1000 Jahre eine gemeinsame Geschichte.
UNESCO-Weltkulturerbe - das ist die Stadt wegen der 1300 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten und dem wunderschönen Renaissance-Rathaus. Doch auch die karolingische und die ottonische Zeit haben…
Die weithin sichtbare Landmarke sollte die Einheit des Deutschen Reichs verkünden. Die Reichsburg Kyffhausen war eine der größten Burgen Deutschlands, erbaut zur Zeit Kaiser Friedrichs I. (1122–…
Eines der ersten Zisterzienserklöster (1127) in Deutschland ist nur 7 km von Bad Sachsa entfernt. Durch Schenkungen wurde das Kloster schnell reich. Reformation und Ausplünderung im Bauernkrieg 1525…
Auf einem Sporn über dem Selketal, 9 km vor Ballenstedt, steht der Falkenstein. Keine andere Burg im Harz ist so gut erhalten. 1120 datiert der Baubeginn durch die Konradsburger Grafen. Um 1230…
In der Nähe der Baumannshöhle liegt die Hermannshöhle. Auch sie ist eine Schauhöhle im Harz, die ihre Besucher auf eine Reise in eine andere Welt und eine andere Zeit mitnimmt.
Die Schmalspurbahn benötigt ab Wernigerode knapp zwei Stunden. Aber schon die Fahrt bis Drei Annen Hohne oder weiter bis Schierke ist ein Erlebnis, wenn die schwarzen Dampfrösser langsam den Berg…
Unmittelbar am Ortsausgang beginnt der spektakuläre Teil des Bodetals. Hier tritt die Bode in die Ebene ein. Malerische Wanderwege führen von Thale aus in das immer engere und tiefere Tal. Über…
Von Nordhausen zuckelt seit 1897 die Harzquerbahn auf einer Spurweite von nur 1 m in den Harz. Einmal am Tag startet noch ein von einer nostalgischen Dampflok gezogener Zug. Um hier mitzufahren,…
Am Nord- und Osthang des Brockens ragen zahlreiche Klippen empor wie Türme und Bastionen. Sie sind harte Gesteinskerne aus Granit oder Hornstein, die stehen blieben, als das umgebende weichere…

Reisezeit

Januar
sehr gut
0°C
Februar
sehr gut
3°C
März
sehr gut
5°C
April
sehr gut
9°C
Mai
sehr gut
14°C
Juni
sehr gut
18°C
Juli
sehr gut
19°C
August
sehr gut
19°C
September
sehr gut
16°C
Oktober
sehr gut
10°C
November
sehr gut
4°C
Dezember
sehr gut
1°C

Die beste Reisezeit für Harz sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 10° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Mai und Juni mit durchschnittlich 7 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 0° Celsius bei 21 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 10° Celsius und die Nachttemperatur bei 3° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 17 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Januar.

Mehr zu Klima und Reisezeit

MARCO POLO Reiseführer

MARCO POLO Reiseführer Harz
MARCO POLO Reiseführer Harz
14,00 €
MARCO POLO Freizeitkarte Deutschland Blatt 18 Harz
MARCO POLO Freizeitkarte Deutschland Blatt 18 Harz
7,95 €
MARCO POLO Reiseführer Wolfenbüttel, Nordharz
MARCO POLO Reiseführer Wolfenbüttel, Nordharz
14,00 €

Entdecke den Harz

Action im Sommer und im Winter 

Auf Nordeuropas längster Sommerrodelbahn geht es vom Bocksberg ebenso mit Tempo ins Tal hinab wie auf den Monsterrollern vom Wurmberg. Die beiden Berge haben sich ohnehin mächtig gemausert, wurden konsequent zu (Winter-) Sportzentren ausgebaut: Die Abfahrten wurden verlängert, mit Schneekanonen wird dem Winter auf die Sprünge geholfen. Das ist nicht unumstritten, aber der Klimawandel macht leider auch vor dem Harz nicht halt. Gibt es einen „richtigen“ Winter, dann schaffen Sonne und Wind, Schnee, Raureif und Eiszapfen Traumlandschaften, die die Besucher in Scharen anlocken. Aber auch an schönen Sommerwochenenden kommen die Gäste zu Abertausenden. Zu Besuchermagneten entwickelten sich binnen kürzester Zeit der Harzburger Baumwipfelpfad und die Hängeseilbrücke an der Rappbodetalsperre. Der Harz ein Feriengebiet fürs ganze Jahr.

Wandern und Walpurgis

Wer einfach „nur“ wandern möchte, der ist hier aber immer noch auf dem richtigen Kurs. Neben kurzen Trips im 9000 Kilometer großen Wandernetz sind mehrtägige Touren auf attraktiven Fernwanderwegen möglich. Zu den beliebtesten gehört der Hexenstieg. Der Harz hat sich seine Mystik bewahrt, insbesondere auf dem Brocken. Mit ein wenig Glück entdeckst du hier sogar das Brockengespenst: Wenn die Kuppe frei ist, aber unmittelbar darunter an den Hängen der Nebel hängt, projiziert das Licht der tiefer stehenden Sonne die Schatten von Personen und Gegenständen auf diese Nebelwand. Vielleicht wirst du selbst auf diese Weise zu einem Gespenst … Aber ehe du Angst vor dir selbst bekommst: Du bist nur Teil eines Naturphänomens! Dass du verhext wirst, das kann dir höchstens zu Walpurgis passieren – das allerdings in vielen Harzorten. Denn am 30. April übernehmen Teufel und Hexen die Macht im Harz.

Bergbautradition und ein Nationalpark 

Nicht nur zu Walpurgis leben uralte Traditionen wieder auf. Auch die Erinnerung an den Harzer Bergbau wird eisern hochgehalten. So kommt den Einheimischen im Herzen des Harzes der alte Bergmannsgruß „Glückauf“ nach wie vor ganz selbstverständlich über die Lippen. Im Oberharz steht ein „Frohes Glückauf“ auf jeden Fall in harter Konkurrenz zum sonst gebräuchlichen „Guten Tag“. Vor allem in der Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld werden bergmännische Traditionen gepflegt. Dazu gehört auch der „Schärper“, eine ebenso rustikale wie kalorienreiche Mahlzeit mit viel Wurst und Harzkäse. Auch in vielen anderen Teilen von Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge wirst du Relikten aus der Bergbauzeit begegnen. Vom Goslarer Rammelsberg mit seiner Grube war die Unesco bereits 1992 so begeistert, dass sie diese zum Weltkulturerbe erhob. Mach dir selbst ein Bild von einer der ältesten Industrieregionen Europas – nicht nur in alten Gruben, die als Schaubergwerke erhalten geblieben sind. Ganz hautnah ist das zum Beispiel an den einst von Bergleuten angelegten Teichen möglich. Etliche der künstlichen Bergseen der „Oberharzer Wasserwirtschaft“ – seit 2010 ebenfalls Welterbe – laden nämlich zu einem erfrischenden Bad ein. Die Altstädte von Goslar und Quedlinburg komplettieren den Weltkulturschatz der Region.Diese Aufwertung hat dem Harz gut getan. Einen weiteren kräftigen Schub bekam er durch die Wiedervereinigung. Plötzlich war er wieder im Herzen Deutschlands, die Einheimischen wurden selbstbewusster, stolz auf ihr ganzes Gebirge. Nationalparks wurden gegründet – 1990 im Osten, vier Jahre später auch im Westen. Seit 2006 sind die beiden als Nationalpark Harz vereint.

Klöster, Burgruinen, Schlösser 

Im Mittelalter gründeten Mönche am Fuß der Berge, wo Landwirtschaft möglich war, große Klöster: in Goslar, Ilsenburg, Walkenried und am Michaelstein bei Blankenburg. Auf den Höhen wachten Burgen über den Zugang ins silber- und erzreiche Innere des Harzes. Die meisten von ihnen sind zu Ruinen zerfallen, andere aber wurden zu ansehnlichen Schlössern umgebaut.

Bunte Fachwerkstädte 

Die Stätten der Kaiser im Mittelalter, Walpurgisnacht und Blocksberg, Bergwerke und bunte Fachwerkstädte ziehen die Besucher magisch an. Zu den bekanntesten gehören Goethe und Heine, aber auch Maler der Romantik wie Caspar David Friedrich. Bereits um 1800 hatten erste Touristen den Harz entdeckt: Wernigerode, Blankenburg und Harzburg entwickelten sich schnell zu noblen Ferienorten. Nach dem Zweiten Weltkrieg litt der Harz unter der deutschen Teilung, denn die Grenze verlief mitten durch das Mittelgebirge. Heute lockt der wieder vereinte Harz: Geh wandern, fahr Mountainbike oder komm den Schienensträngen der Harzbahnen auf die Spur. Genieß Badeseen, bunte Feste und das gute Essen. Entdecke den Harz!

Gut zu wissen

Anreise

Der Harz ist als Landschaft der geografische Mittelpunkt Deutschlands. Mehrere Autobahnen umspannen ihn. Auf der Nord-Süd-Achse A 7 kommt man bereits recht nahe an seinen Westrand heran. Von den Ausfahrten Derneburg, Rhüden, Seesen und Göttingen-Nord führen mehrere große Bundesstraßen ins Mittelgebirge. Auf der Ost-West-Achse, der A 2 Berlin– Hannover, geht es von Braunschweig aus auf der A 36 Richtung Harz. Im weiteren Verlauf schlängelt sich die A 36 von Vienenburg bis Bernburg am nördlichen Harzrand entlang. Auf der Ostseite führen von der A 14 Magdeburg–Halle mehrere Landstraßen ins Gebirge. Im Süden kommt man am schnellsten auf der A 38 Göttingen– Halle in den Harz und zum Kyffhäuser. Überlege, ob du nicht stressfreier mit Bahn und Bus in den Harz kommst und so auch der Umwelt einen Gefallen tust. Auf den Strecken zu den Städten am Harzrand verkehren schnelle Regionalzüge meist im Stundentakt, auf Nebenstrecken alle zwei Stunden. Bahnknotenpunkte sind Herzberg, Nordhausen, Goslar, Wernigerode, Halberstadt und Quedlinburg. bahn.de

Fernbusverbindungen gibt es mittlerweile zwischen vielen deutschen Großstädten und dem Harz, wobei Blankenburg im Norden und Herzberg im Süden die Hauptziele der Anbieter sind.

Klima

Niederschläge, verteilt über das ganze Jahr, prägen den Harz. Vor allem atlantische Westwinde bringen eine Menge Regen, im Winter Schnee. Auf der Luvseite (westlicher Nordharz und Oberharz) fallen bis zu 1600 mm Niederschlag im Jahr, auf der Leeseite (Unterharz) dagegen im Durchschnitt nur 600 mm. Hier ist das Klima milder als am Westrand und den Hochlagen des Harzes. 

Öffentliche Verkehrsmittel

Der überwiegende Teil der Besucher reist mit dem Auto an. Und das schafft immer wieder Probleme. So prägen Staus und Parkplatznot die Wochenenden bei Ausflugswetter. Insofern lohnt es, über Bahn und Bus als Alternative nachzudenken. In den Harz hinein führen die Linien der Harzer Schmalspurbahnen. Per Bus ist im Prinzip fast jeder Ort im Harz erreichbar, allerdings muss man zu ungünstigen Tageszeiten und beim Umsteigen im öffentlichen Netz längere Wartezeiten in Kauf nehmen. In Randgebieten verlassen die letzten Busse oft schon am frühen Abend die Orte.

Internetfahrpläne: Niedersachsen: efa.de  | Sachsen-Anhalt: nasa.de  | Nordhausen: stadtwerke-nordhausen.de | Kyffhäuser: vgs-suedharzlinie.de

Mit dem Urlaubsticket HATIX können Harzgäste kostenfrei die öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien nutzen, sofern sie eine Kurkarte besitzen. hatix.info 

Auskunft vor Ort

Infoblätter verteilen die Kurverwaltungen und Touristinformationen. Der „Trend“ gibt gratis Szenetipps. Wetter- und Wintersportberichte lassen sich aktuell im Internet abrufen. Über Schneehöhen, geöffnete Pisten, gespurte Loipen, präparierte Rodelbahnen und geräumte Winterwanderwege informieren der Harzer Tourismusverband sowie die Fremdenverkehrsbüros. Für den Oberharz gibt es aktuelle Wintersport-Infos unter winter sport.harzinfo.de.

– Harzer Tourismusverband: Marktstr. 45 | 38640 Goslar | Tel. 05321 34040 | harzinfo.de

– Harzklub (Wanderverein): Bahnhofstr. 5a | 38678 Clausthal-Zellerfeld | Tel. 05323 81758 | harzklub.de

– Nationalpark Harz: Lindenallee 35 | 38855 Wernigerode | Tel. 03943 55020 | nationalpark-harz.de

– Harz-Informationen: harzlife.de | harz.de | harztourist.de | info-harz.de | harz-urlaub.de sind Portale mit aktuellen Infos; wandern-im-harz.de beschreibt mit vielen hilfreichen Links die wichtigsten Wanderwege im Harz. 

Angeln

Angelkarten erhält man z.B. in den Touristinfos. Aber ohne Fischereischein plus Fischereierlaubnisschein läuft auch im Harz nichts. Schonzeiten regeln die „Harzländer“ Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Weitere Infos gibt es beim Deutschen Angelfischerverband. dafv.de 

Baden

Im Hochsommer sind die Harzer Teiche oft wärmer als ihr Ruf. Frei- und Waldbäder sind von Mai bis September geöffnet. Die flachen, oft schnell fließenden Flüsse eignen sich meist nur zum Wassertreten. Badeverbote gibt es nur in wenigen Gewässern. 

Kurtaxe

Reine Luft gibt es überall im Harz, und so können sich viele Gemeinden „heilklimatischer Kurort“ nennen. Das Prädikat „Bad“ ist Orten mit heilkräftigen Quellen vorbehalten. Kurtaxe ist fast überall fällig, 1–2,50 Euro pro Tag und Person. Dafür bekommst du eine Kurkarte oder die Harz-Gastkarte. Diese gewährt viele Vergünstigungen.

Öffnungszeiten

Im Harz ist fast immer Saison – sofern das Wetter mitspielt. Bei guter Schneelage tummeln sich von Januar bis März – insbesondere an den Wochenenden – die Wintersportfans in den Hochlagen. Die Wandersaison beginnt praktisch mit dem Osterfest und geht bis Ende Oktober.

Den November nutzen viele Hoteliers, um selbst Urlaub zu machen. Neben etlichen Gastbetrieben sind oft auch kleinere Museen geschlossen, zumindest aber die Öffnungszeiten eingeschränkt. In den Weihnachtsferien machen viele kulturelle Einrichtungen wieder auf. Häufig gibt es Sonderöffnungszeiten.

Die Öffnungszeiten der Kirchen z. B. in Goslar sind sehr unterschiedlich, zwischen November und März sind einige geschlossen.

Preise

Der Eintritt in die Museen, Höhlen und Besucherbergwerkwerke liegt im Regelfall zwischen 3,50 und 8 Euro, für Stadtführungen ist mit 4–6 Euro zu rechnen. Bei Bus und Bahn, Museen und Galerien lohnt es, Kombitickets zu nutzen.

Viele Orte haben zudem Gästekarten eingeführt, die es bei Entrichtung der Kurtaxe gibt. Diese Heftchen enthalten Bonusschecks für viele touristische Angebote. Auch die Harzer Schmalspurbahnen bieten Kombitickets an. 

Harzcard

Mehr als 120-mal ist für Besitzer der Harzcard der Eintritt in Museen, Bergwerke, Burgen, Freizeiteinrichtungen gratis, sind touristische Dienstleitungen umsonst. Die Karte gilt entweder 48 Std. (32 Euro, Kinder 22 Euro) oder an vier frei wählbaren Tagen im Jahr (59 Euro, Kinder 39 Euro). Wenn du einen Brockenbesuch planst, rechnet sich die viertägige Variante möglicherweise für dich. Denn bei dieser ist eine Fahrt mit der Brockenbahn (Hin- oder Rückfahrt) inklusive. harzcard.info.de 

Rundflüge

Wie wäre es mal mit dem Harz aus der Vogelperspektive? Möglichkeiten in die Luft zu gehen gibt es viele. Zu den bekanntesten, zumindest im Nordharz, gehört der Gleitschirm; für Anfänger sind Tandemflüge geeignet. Eine weitere Variante, ganz ohne Motorkraft aufzusteigen, sind Ballonfahrten. Es gibt mehrere Startplätze am Harzrand und auch im Oberharz. Die Entscheidung für den Start erfolgt ein bis zwei Tage vorher. Das Ziel bestimmt der Wind.

Du kannst aber auch mit einem Tragschrauber, auch Autogyro oder Gyrokopter genannt, auf dem Flugplatz Ballenstedt abheben: Die Brockenflieger in Quedlinburg machen das Vergnügen möglich. „Echte“ Hubschrauber sind aber auch im Einsatz: Harz-Helicopter in Wernigerode bietet Rundflüge an. paracenter.de | harzballon.de | brockenflieger.de | harz-helicopter.de 

Übernachten

Wanderern mit dem DJH-Ausweis stehen zehn Jugendherbergen und sechs Naturfreundehäuser offen, die meist im Abstand von halb- und ganztägigen Touren liegen. Voranmeldung ist ratsam. jugendherberge.de | naturfreunde.de

Zahlreiche Anbieter am Harzrand bieten Ferien auf dem Bauernhof an, z.T. mit Reitmöglichkeiten und Hofläden. Auskunft: Landtourismus Marketing GmbH | Lothstr. 12 | 180797 München | Tel. 0800 3584624 | landsichten.de Über die schönsten Camping- und Wohnmobilstellplätze informiert der Harzer Tourismusverband im Internet. Wildes Campen ist verboten. harzinfo.de 

Auf die Kleidung achten

Bei der Kleidung nicht am falschen Ende sparen! Das Klima ist rau, das Wetter oft launisch. Wenn unten im Tal T-Shirt-Wetter herrscht, dann kann oben auf dem Berg der Winterpulli nötig sein. 

Moore meiden!

Abgesehen davon, dass es verboten ist: Durchs Moor zu stapfen kann auch gefährlich sein. Insbesondere die für Hochmoorflächen typischen Wasserlöcher sind tückisch, weil man sie erst spät bemerkt. Außerdem wird der Lebensraum von seltenen Tieren und Pflanzen zerstört, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen.

Events, Feste & mehr

Veranstaltungen

Januar/Februar

nternationales Schlittenhunderennen in Clausthal-Zellerfeld

Winterfeste in Hahnenklee und Sankt Andreasberg

März/April

Traditionelle Osterfeuer (Samstag im Oberharz, Sonntag am Harzrand)

Walpurgis: Hauptschauplätze am 30. April: Schierke, Thale, Braunlage, Bad Grund, Hahnenklee, Sankt Andreasberg; nicht auf dem Brocken!

Mai/Juni

Finkenmanöver in Hohegeiß: Bei Sonnenaufgang werden am Pfingstsonntag die Schläge (Gesänge) gezüchteter Buchfinken bewertet.

Viehaustrieb in Wildemann: Am Pfingstsonntag wird das Harzer Rote Höhenvieh mit Musik und Folklore auf die Bergwiesen begleitet.

Harzer Heimattag (Ort jährlich wechselnd): Folkloregruppen treten im Juni beim größten Fest des Harzklubs auf.

Juli

Harzfest (Ort jährlich wechselnd): Größtes Harzer Brauchtumsfest mit Festumzug

Ritterspiele auf der Burg Regenstein bei Blankenburg

August

Köhlerfest in Hasselfelde

Salz- und Lichterfest in Bad Harzburg (salz-und-lichterfest.de)

Rocken am Brocken: Open-Air-Festival in Elend (rocken-am-brocken.de)

September

Sehusa-Fest in Seesen: Am ersten Wochenende geht hier Norddeutschlands größtes Historienfest über die Bühne. sehusafest.de

Dezember

Advents- und Weihnachtsmärkte in vielen Harzorten, besonders schön in Goslar und Quedlinburg: heimelige Atmosphäre mit Lichterglanz, Kunsthandwerk und ein bisschen Kitsch

Bloss nicht!

Mit dem Skizirkus anreisen

Bei schönem Wetter und idealen Wintersportverhältnissen ist der Harz hoffnungslos überlaufen: vor allem am Wochenende. Wenn du einen Ausflug an solchen Tagen machen willst, dann reise lieber mit Bus und Bahn an. Das reduziert Stress, und die Parkplatzsuche fällt weg.

Funkenflug verursachen

Nach Trockenperioden reicht der sprichwörtliche Funken, um Wälder und Wiesen in Brand zu setzen. Es muss nicht immer die achtlos weggeworfene Kippe sein: Auch ein heißer Auspuff oder Kat kann trockenes Gras, Laub und Nadeln entzünden. 

Mit dem Hund in die Loipe

Wanderer haben endlich kapiert, dass Loipen für Skiläufer gespurt sind. Nun stehen sich die Sportler selbst im Wege. Denn viele nehmen gern ihre Hunde mit. Dass diese – ob Dackel oder Dobermann – die Loipe genauso zertrampeln, ist wohl egal. Fröhlich springen sie in der Spur Herrchen oder Frauchen („Nach mir die Sintflut!“) hinterher.

Knauserig sein

Der Eintritt in Kirchen, Klöster oder Heimatstuben ist oft gratis. Sogar Führungen werden häufig für lau angeboten. Ein kleines Dankeschön in Form einer Spende sollte selbstverständlich sein. Sie dient im Regelfall dem Erhalt der jeweiligen Einrichtung.

Im Winter die Wege verlassen

Viele Wildtiere überleben die kalte Jahreszeit nicht, wenn Wanderer und Skiläufer von den gespurten Wegen und Loipen abweichen, um in die unberührte Natur einzudringen. Denn die flüchtenden Tiere verbrauchen viel von der Energie, die sie eigentlich für ihre Winterruhe benötigen.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Die Harzreise

Immer noch erfrischend zu lesen: Heinrich Heines Beschreibung eines Harzbesuchs im Jahr 1824 – eine Perle der Reiseliteratur.

Filme

Die Könige der Nutzholzgewinnung

Komödie mit Bjarne Mädel und Peter Sodann, gedreht in Tanne. Sie erzählt von einer Gruppe Arbeitsloser und ihrem Ausbruch aus der Misere (2006)

Böse Wetter 

Götz George in seiner letzten Rolle – nicht als Schimanski, sondern als knorriger Minenbesitzer. Das ARD-Krimidrama (2016) thematisiert die deutsche Teilung. Mit dabei: Gudrun Landgrebe und Matthias Koeberlin

The Monuments Men 

Die Dreharbeiten im Harz sorgten 2013 für einen wochenlangen Hollywood-Hype. Neben George Clooney (auch Regie) spielten u. a. Cate Blanchett, Matt Damon, Jean Dujardin, John Goodman und Bill Murray. Die Story: Eine US-Spezialeinheit (die es übrigens wirklich gab!) soll mitten im Zweiten Weltkrieg Kunstgüter in Europa retten (2014)

0-4 °C
2 h/Tag

Fakten

Fläche 2.226 km²
Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 15:11 Uhr

Anreise

3h 35min
4h 53min
50min
Route planen
In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

MARCO POLO Produkte

MARCO POLO Reiseführer Harz
MARCO POLO Reiseführer Harz
14,00 €
MARCO POLO Freizeitkarte Deutschland Blatt 18 Harz
MARCO POLO Freizeitkarte Deutschland Blatt 18 Harz
7,95 €
MARCO POLO Reiseführer Wolfenbüttel, Nordharz
MARCO POLO Reiseführer Wolfenbüttel, Nordharz
14,00 €