Dresden - Sächsische Schweiz

Überblick

Willkommen in Dresden und der Sächsischen Schweiz

Es liegt ein Zauber über dieser Stadt. Wenn die Morgensonne das Wasser der Elbe glitzern und die berühmte Altstadtsilhouette aufleuchten lässt, dann geraten sogar die Dresdner selbst ins Schwärmen. Und heute mehr denn je, da die mächtige steinerne Kuppel der Frauenkirche das Stadtbild wieder komplettiert. Zu deren Füßen herrscht babylonisches Sprachengewirr: Englisch, Japanisch, Bayerisch – die historische Altstadt ist fest in der Hand der Touristen. Rund 10 Mio. Besucher zählt Dresden jedes Jahr, Tendenz steigend. Die meisten sind auf der Suche nach einem Mythos, nach der barocken Stadt Canalettos, nach dem „deutschen Florenz“, wie Johann Gottfried Herder die sächsische Residenz einst nannte.

Dresden gehört zu den begehrtesten Reisezielen in Deutschland und beeindruckt mit Baudenkmälern wie der Frauenkirche, mit Kunst und Kultur, beispielsweise in den 13 Museen der Staatliche Kunstsammlungen oder der weltberühmten Semperoper. Doch es ist die Elbe, die das Lebensgefühl bestimmt. In weiten Bögen windet sie sich durch die Stadt, vorbei an Weinbergen, herrschaftlichen Schlössern und lauschigen Biergärten, gesäumt von breiten Wiesen, wie man sie so heute in keiner anderen europäischen Großstadt mehr findet. 2004 nahm die Unesco das Dresdner Elbtal dieser Kulturlandschaft wegen in die Welterbeliste auf – infolge des heftig umstrittenen Baus der Waldschlösschenbrücke über die Elbe verlor die Stadt den Titel aber fünf Jahre später schon wieder. Die Dresdner lieben ihre Elbe, in guten wie in schlechten Zeiten. Eine Dampferfahrt oder eine Tour auf dem Elberadweg sind ganz besondere Erlebnisse. An den Flussufern trifft man sich zu Picknick und Lagerfeuer, zu Elbhangfest und Open-Air-Kino. Nicht zuletzt dienten die Elbwiesen beim Rekordhochwasser im August 2002 als natürlicher Überflutungsraum und bewahrten die Stadt vor noch Schlimmerem. Dank steigender Wasserqualität sind nicht nur Elbebiber, Fischotter und Elblachs zurückgekehrt, sondern auch Menschen wagen sich immer häufiger ins kühle Nass.

Und dann ist da noch das Umland. Mit dem Elbsandsteingebirge samt dem Nationalpark Sächsische Schweiz liegt eine aufregende Landschaft direkt vor der Haustür – ein Eldorado für Kletterer und Wanderer. Im Umkreis von weniger als einer Autostunde findet man in Moritzburg, Weesenstein oder Großsedlitz einzigartige Schlösser und Parks. Und auch die Sächsische Weinstraße führt durch das Elbtal: von Dresden über Radebeul und Meißen bis nach Diesbar-Seußlitz.

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März
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Mai
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18°C
Lohnt einen Besuch: Das Elbhangfest am letzten Juniwochenende.
Juni
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Juli
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sehr gut
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September
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Oktober
mittel
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November
mäßig
7°C
Dresdens Weihnachtsmärkte laden zum Shoppen und vorweihnachtlichen Bummeln ein.
Dezember
gut
3°C
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Mythos Elbflorenz

Zu Füßen des neuen alten Dresdner Wahrzeichens herrscht babylonisches Sprachengewirr – Englisch, Japanisch, Bayerisch – die historische Altstadt ist fest in der Hand der Touristen. Die meisten sind auf der Suche nach einem Mythos, nach der barocken Perle an der Elbe, nach dem „deutschen Florenz“, wie Johann Gottfried Herder die sächsische Residenz einst genannt hatte. Und so drehen sich Menschen aus aller Welt auf dem Theaterplatz im Kreis, das Smartphone oder das Tablet im Anschlag, um das prachtvolle Panorama aus Hofkirche, Residenzschloss, Semperoper und der den Zwinger abschließenden Sempergalerie wenn schon nicht für die Ewigkeit, so doch für die Freunde daheim bzw. für die sozialen Netzwerke festzuhalten. Nur ein kurzer Fußweg ist es von dort zur Frauenkirche auf dem Neumarkt, 1945 zerstört, originalgetreu wiederaufgebaut und natürlich ein Muss für jeden Dresden-Besucher. Mit dem fast vollendeten Neumarktensemble wurde dem 2005 erneut geweihten Gotteshaus in den letzten Jahren eine schmucke barocke Kulisse zur Seite gestellt.

Augusts Erbe

Dass die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden heute zu den bedeutendsten der Welt zählen und sich hinter Leuchttürmen der Kunst wie dem Metropolitan Museum in New York oder dem Londoner British Museum nicht zu verstecken brauchen, ist zuallererst dem Kunstsinn und der Repräsentationssucht der einstigen sächsischen Herrscher zu verdanken. Den nachhaltigsten Eindruck hinterließ Friedrich August I., Kurfürst von Sachsen, besser bekannt als „August der Starke“. Der Kurfürst galt als ausschweifend und machtbesessen, aber er verwandelte Dresden auch in eine Residenz von europäischem Format und begründete ihren Ruf als Kunst- und Kulturstadt – wofür ihm die Dresdner noch heute dankbar sind und gleich mal ein Schiff, ganze Wohnanlagen und sogar eine Fliegerschule nach ihm benannt haben. Gelegentlich trifft man Ihro Gnaden sogar „höchstpersönlich“ auf der Staße – als Stadtführer. Friedrich August II. stand seinem Vater zumindest im Kunstverständnis in nichts nach: Er holte 1754 die Sixtinische Madonna nach Dresden, bis heute das heißgeliebte Hauptwerk der Gemäldegalerie Alte Meister.

Bunte Republik Neustadt

Wer sich aus dem Kulturquartier zwischen Semperoper und Frauenkirche hinaus und auf die rechte Elbseite in die Äußere Neustadt wagt, erlebt ein ganz anderes Dresden. Aus dem Gründerzeitviertel jenseits der Bautzner Straße, schon zu DDR-Zeiten ein Zentrum der Alternativkultur, entstand nach 1990 ein vibrierender Stadtteil, jung, bunt und kreativ. Tagsüber sitzt man hier in den Cafés oder bummelt durch die Kunsthofpassage und die zahlreichen kleinen Läden, abends wird das Quartier mit Kneipen, Bars und Clubs zum angesagten Nachtschwärmermekka. Im Juni verwandeln sich die Straßen, Plätz und Höfe des Viertels für ein Wochenende in die „Bunte Republik Neustadt“, mit Theater, Kunstaktionen, Party und jeder Menge Musik.

Lebensader Elbe

Trotz all der Baudenkmäler, der Fülle an Kunst und Kultur und dem legendären Szenebezirk ist Dresdens größter Trumpf seine Lage inmitten einer einzigartigen Landschaft. Die Elbe bestimmt das fast schon südländische Lebensgefühl in der Stadt. In weiten Bögen windet sie sich vorbei an Weinbergen, Schlössern und lauschigen Biergärten, gesäumt von breiten Wiesen, wie man sie so heute in keiner anderen europäischen Großstadt mehr findet. Die Dresdner lieben ihre Elbe. An den Flussufern trifft man sich zu Picknick und Lagerfeuer, zu Open-Air- Kino oder einer Tour auf dem Elberadweg. Das Elbhangfest, ausgetragen auf den sieben Kilometern zwischen Blauem Wunder und dem Schloss Pillnitz, ist deshalb das dresdnerischste aller Stadtfeste. Mit dem Elbsandsteingebirge samt Nationalpark Sächsische Schweiz nur wenige Kilometer elbaufwärts liegt zudem eine ganz besondere Gebirgslandschaft direkt vor der Haustür – ein Eldorado für Kletterer und Wanderer. Und auch die Sächsische Weinstraße führt durch das Elbtal: von Dresden über Radebeul bis nach Meißen, der Wiege Sachsens. Es ist jene ganz besondere Mischung aus Natur und Kultur, die Dresden zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk macht. Wer sich Zeit nimmt für diese Stadt, sich auf ihren Rhythmus einlässt, versteht bald, warum ihre Bewohner sie für die schönste der Welt halten. Offenheit und Neugier auf beiden Seiten vorausgesetzt, kommt man in der Straßenbahn oder beim Wein mit vielen Dresdnern schnell ins Gespräch. Wenn es darum geht, die Vorzüge ihrer Heimatstadt zu preisen, werden sie alle – egal ob jung oder alt, Ureinwohner oder Zugezogene – durchweg zu glühenden Lokalpatrioten, die nichts lieber tun, als dem interessierten Touristen ein Ohr abzukauen. Auch wenn der vielleicht nur nach dem Weg gefragt hat ...

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Theaterplatz: Hier stehen Semperoper, Zwinger und Residenzschloss. Und zur Frauenkirche am Neumarkt sind es über die Brühlsche Terrasse oder vorbei am Fürstenzug nur 5 Minuten. Am Theaterplatz halten die Straßenbahnen 4, 8 und 9. Autofahrer finden in der Tiefgarage Semperoper (Devrientstraße) fast immer Platz.

Einkaufen

Kaufhäuser und Ladenketten liegen an der Prager Straße. Hippe Läden der unterschiedlichsten Art findet man in der Äußeren Neustadt. Rund um die Königstraße geht es mit Boutiquen, Galerien und Antiquitätengeschäften nobler zu. Hübsche kleine Geschäfte mit allerlei Schönem gibt es rund um den Loschwitzer Körnerplatz.

Am Abend

Nachtschwärmer-Mekka und Zentrum der Clubkultur ist die Äußere Neustadt. In der Louisen-, Alaun- oder Görlitzer Straße liegen Bars und Szenelokale dicht an dicht (Straßenbahnen Albertplatz).

Gut zu wissen

Anreise

Von Berlin nähert man sich Dresden über die Autobahn A 13, von Görlitz oder Eisenach über die A 4. Nimm von Westen die Abfahrt Altstadt, von Norden und Osten Hellerau.

Züge im Fernverkehr halten am Hauptbahnhof und/ oder am Bahnhof Neustadt. Eine ICE-Direkt-Verbindung besteht nach Frankfurt/ M. Reine Fahrzeit von von Berlin gut 2, von Hamburg 4 ½ und von Frankfurt/ M. gut 5 Std. Reiseservice: Tel. 0180 6 99 66 33 (*) | bahn.de

Es gibt zahlreiche Fernbusverbindungen, u. a. nach Berlin, Hamburg, München, Prag, Wien, aber (noch) keinen Busbahnhof. Haltestellen sind Bayrische Straße (Rückseite Hbf.), Schlesischer Platz und Hansastraße (vor und hinter Bhf. Neustadt). 

Der Flughafen Dresden-Klotzsche liegt 9 km nördlich der City. Ab hier fährt die S-Bahn S2 halbstündlich (bis Hauptbahnhof 25 Min.) Eigene Autobahnabfahrt (A 4/ A 13), Flughafenauskunft: Tel. 0351 8 81 33 60 | dresden-airport.de

Öffentlicher Nahverkehr
Strassenbahn und Bus

Das Netz der Dresdner Verkehrsbetriebe umfasst 12 Straßenbahn- und 27 Buslinien. Einzelticket 2,40 Euro (max. 1 Std. Fahrt/ 1 Tarifzone), 4er-Karte 8,60 Euro, Kurzstrecke (nur 4er-Karte) 5,50 Euro. Für Gäste empfiehlt sich die Tageskarte (6 Euro, lohnt ab 3 Fahrten) oder die Familientageskarte (9 Euro) für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder (6–14 Jahre). Bike & Ride- Kombiticket (mit sz-bike) 10 Euro/ Tag. Auf der Internetseite der DVB (dvb.de) gibt es unter „Tickets“ eine Übersicht über die Touristentickets. Kaufen kannst du die Fahrscheine an den Ticketautomaten und den Servicepunkten der DVB. Achtung: Schwarzfahren kostet dich 60 Euro! ALITA (Anruf-Linientaxi, Tel. 0351 8 57 11 11) auf bestimmten Linien zu Zeiten geringer Nachfrage, 20 Min. vorher bestellen, Kosten eines normalen Fahrscheins. Taxi-Rufservice (22– 4 Uhr beim Fahrer von Straßenbahn/ Bus). Nachts treffen sich die meisten Gute-Nacht-Linien am Postplatz. Für eine Fahrt ins Umland könnt ihr die S-Bahn oder einen der anderen Partner im Verkehrsverbund Oberelbe nutzen. Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) Tel. 0351 8 57 10 11 | dvb.de; Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) Tel. 0351 8 52 65 55 | vvo-online.de

Bergbahnen

Standseilbahn: Körnerplatz–Weißer Hirsch, April–Okt. tgl. alle 10–15 Min. ca. 6.30–21, Sa/So ab 9 Uhr, Nov.–März 1 Stunde kürzer. Schwebebahn: Körnerplatz– Oberloschwitz, April–Okt. tgl. alle 15 Min. ca. 9.30–20, Nov.–März 10–18 Uhr | Einzelfahrt 4, Berg- und Talfahrt 5 Euro | beide

Elbfähren

Johannstadt–Neustadt, Kleinzschachwitz–Pillnitz (Autofähre), Niederpoyritz–Laubegast. Personen 1,50, PKW 4, hin und zurück 2,40/ 6,50 Euro

Schiffe

Die Dampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt verkehren von Dresden elbabwärts bis Diesbar/ Seußlitz und elbaufwärts bis Bad Schandau. 13 Anlegestellen, Tickets einfache Fahrt 11–22 Euro (z. B. bis Pillnitz 17 Euro, hin und zurück 24 Euro). Linienfahrten, Stadtrundfahrt zu Wasser, Schlösserfahrt. Außerdem Themenfahrten: u. a. Dixielandfahrten mit Liveband, Partydampfer, Kaffee-, Mondscheinund Adventsfahrten. Am 1. Mai Flottenparade, zum Stadtfest im August Dampferparade. Fahrscheine/Abfahrt Terrassenufer | Tel. 0351 86 60 90 | saechsische-dampfschiffahrt.de.

Taxi und Rikscha

Funktaxi: Tel. 0351 21 12 11

Limousinen & Chauffeurservice 8 x 8: Tel. 0351 88 88 88 88

Rikscha Dresden: Tel. 0351 41 89 99 55 

City-Rikscha: Tel. 0152 04 31 60 10

Fahrrad/Roller

Das Radwegenetz ist nicht optimal, aber der Elberadweg (elberadweg.de), der sich 30 km am Fluss entlang durchs Stadtgebiet windet, eignet sich wunderbar für eine Radtour. Leihfahrräder bekommst du in vielen Hotels und Hostels. Über das Fahrradverleihsystem sz-bike (Kooperationspartner von nextbike) stehen an einer Vielzahl von Ausleihstellen 500 Mieträder zur Verfügung. Registrierung (mit Kreditkarte) und Ausleihe (24 Std. 9 Euro) per App oder Hotline: Tel. 030 69 20 50 46 | nextbike.de | sz-bike.de. Die Mietstation (Glacisstr. 5 | z. B. Cityrad 8 Euro/ Tag, eBike ab 19 Euro/ Tag, Roller ab 29 Euro/ Tag | Tel. 0351 48 52 15 88 oder 0151 25 20 00 80 | mietstation-dresden.de) verleiht Fahrräder, eBikes und Motorroller. Fahrräder werden auch zum Hotel gebracht.

Parken

In der Innenstadt gibt es so gut wie keine kostenfreien Plätze; genug gebührenpflichtige in der Altstadt, weniger in der Neustadt. Ein Parkleitsystem zeigt freie Plätze an. Preise: 1–2,50 Euro/ Std. Trotz Zentrumsnähe fast immer freie Plätze in den Parkhäusern Semperoper, Wiener Platz/ Hbf. (Altstadt) und Theresienstraße (Neustadt). Größtes Parkhaus: Centrum Galerie (Tagesgebühr 7,50 Euro).

Auskunft vor Ort
Tourist Information

Tel. (Mo–Sa 9–18 Uhr) 0351 50 15 01 | dresden.de/tourismus Informationsmaterial, Hotelzimmer, Stadtführungen, Ausflüge, Veranstaltungs-Tickets, Dresden-Welcome-Cards.

Dresden Information an der Frauenkirche: März–Dez. Mo–Fr 10–19 Sa 10–18, So 10–15, Jan./Feb. Mo–Fr 10–18, Sa 10–16 Uhr | Neumarkt 2 | QF-Passage, Untergeschoss | Straßenbahnen 1, 2, 4 Altmarkt

Dresden Information im Hauptbahnhof: Mo–So 9–19 Uhr | Wiener Platz 4 | S-Bahn, Straßenbahnen 3, 7, 8, 10 | Bus 66 Hauptbahnhof

Notrufe

Polizei: Tel. 110 Feuerwehr/Rettungsdienst: Tel. 112 Ärztlicher Notdienst: Tel. 01 92 92

Kombi-Cards

Dresden Welcome Cards: Die Dresden City- und Regio-Cards bieten freie Fahrt mit Bus und Bahn in Dresden bzw. Dresden und Umgebung sowie Ermäßigungen bei vielen touristischen Anbietern. Es gibt sie für 1, 2 oder 3 Tage, für Einzelpersonen und Familien. Wer Bus oder Bahn nicht braucht, wählt die Dresden Museums Card oder die Dresden Tour Card (beide nur für zwei Tage). Neben diversen Ermäßigungen gewähren sie freien Eintritt in die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen (außer Hist. Grünes Gewölbe und Kunstgewerbemuseum). Die Cards können kombiniert werden. Erhältlich sind sie u. a. bei den Tourist-Informationen oder online. Preise: Dresden City Card (Einzel, 1 Tag) 12 Euro, Dresden Museums Card (Einzel, 2 Tage) 22 Euro, Dresden City + Museums Card (Einzel/Familie, 2 Tage) 37/66 Euro; dresden.de

VIP-Tageskarte SKD: Das Ticket berechtigt zum einmaligen Eintritt in alle Museen der Staatl. Kunstsammlungen inkl. Sonderausstellungen sowie das Hist. Grüne Gewölbe. Beim Preis von 30 Euro lohnt es sich für alle, die an einem Tag das Hist. Grüne Gewölbe ohne Zeitbindung und ein weiteres höherpreisiges Museum oder mindesmindestens drei Museen in Residenzschloss, Zwinger und Albertinum (Hausticket jeweils 12 Euro) besuchen wollen. Schlösserlandkarte: Die Karte lohnt bei einem mehrtägigen Aufenthalt in Dresden und Umgebung und bietet freien Eintritt in 50 Schlösser, Burgen und Gärten (u. a. Schloss Pillnitz, die Festungen Dresden und Königstein, Schloss Moritzburg, Albrechtsburg Meißen). Die 10-Tageskarte (auch als App) kostet 24 Euro bzw. 21 Euro beim Kauf von zwei Karten, zwei Kinder bis 16 Jahre sind kostenlos dabei.

Kostenlos ins Museum

Die Museen der Stadt Dresden – u. a. das Stadtmuseum, das Kügelgenhaus und die Technischen Sammlungen Dresden – bieten freitags ab 12/13 Uhr (nicht an Feiertagen) freien Eintritt. Der Besuch des Schillerhäuschens (nur Ostern–Sept. Sa/So geöffnet) ist immer kostenlos. Geburtstagskinder bekommen den Eintritt in die Museen der Staatl. Kunstsammlungen geschenkt. Außerdem heißt es bei den Kunstsammlungen: Sonntags ab 15 Uhr Eintritt frei – allerdings nicht in jedes, sondern jeden Sonntag in ein anders Museum. Montags von 18–21 Uhr lädt das Militärhistorische Museum zum Gratisbesuch ein, und das Ticket für das Deutsche Hygiene- Museum gilt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Kinder und Jugendliche haben in vielen Museen gute, weil kostenlose Karten: in den Staatlichen Kunstsammlungen und im Hygiene- Museum bis 16 und im Militärhistorischen Museum bis 17 Jahre.

Stadtbesichtigungen

Buchung und Info bei der Tourist Information (QF-Passage am Neumarkt | Mo–Fr 10–19, Sa 10–18, So 10–15, Jan./Feb. Mo–Fr 10–18, Sa 10–16 Uhr; Hauptbahnhof tgl. 9–19 Uhr | Tel. 0351 50 15 01 | Mo–Sa 9–18 Uhr | dresden.de/tourismus).

Seit 1990 bietet Igeltour (Tel. 0351 8 04 45 57 | igeltour-dresden.de) Dresden- Programme zu einer Vielzahl unterschiedlicher Themen – von Stadtteil-Geschichte(n) über Architektur und Kunsttouren bin hin zu Weinwanderungen im Dresdner Umland. Triff den Reichsgrafen Brühl (Erlebnisagentour Barokkokko (Tel. 0351 8 33 60 00 | barokkokko.de) oder August den Starken und die Gräfin Cosel (Hofstaat zu Dresden | Tel. 0176 39 13 16 96 | hofstaatzudresden.de). Das charmante „Fräulein Kerstin“ (Tel. 0351 8 01 90 48 | stadtfuehrung-dresden.de) erklärt euch, ob August der Starke wirklich Hufeisen biegen konnte oder wie viele Rosinen in einen Dresdner Stollen gehören.

Die Roten Doppeldecker (Tel. 0351 4 94 04 04 | stadtrundfahrt-dresden.de) gehen auf Große Stadtrundfahrt. Hop-On Hop-Off: An 22 Haltestellen beliebig oft ein- und aussteigen (ein Tag 20, 1–5 Zusatztage +2 Euro/ Tag) könnt ihr bei der Stadtrundfahrt Dresden (Tel. 0351 8 99 56 70 | stadtrundfahrt.de).

In einem Trabant „erfahrt“ ihr die Stadt mit der Trabi-Safari (trabi-safari.de). Trendbewusste machen eine Segway-Tour (S&V Mobility – Segway-Vermietung Dresden (Tel. 0351 7 95 76 99 | dresden-roller.de). Wer es historisch angehaucht mag, kann ab Schlossplatz oder Neumarkt einen Pferdeomnibus oder eine Kutsche besteigen. Hoch in die Luft geht’s für schwerelose Ballonfahrten übers Elbtal mit Ballonfahrten Dresden (Tel. 0351 4 16 17 00 | ballon-dresden.de) oder Ballonfahrt Sachsen (Tel. 035204 23 80 04 | dresden.ballonfahrt-sachsen.de); vorab buchen oder nach Restplätzen fragen! Aufs Wasser geht es mit dem Katamaran-Motorfloß (Stadt-Land-Floß-Touren (Tel. 0351 2 73 10 37 oder 0179 464 61 05 | flossexpedition.de) oder dem Sportboot von Elbetaxi (Tel. 0351 4 17 24 24 40 | elbe-taxi.de).

Tickets

– SZ Ticketservice (Tel. 01805 74 00 74 (*) | sz-ticketservice.de)

– saxTicket (Schauburg/Seiteneingang | Königsbrücker Str. 55 | Tel. 0351 8 03 87 44 | saxticket.de).

– Konzertkasse im Florentinum (Ferdinandstr. 12 | Tel. 0351 86 66 00 | konzertkasse-dresden.de).

Presse

Tageszeitungen: „Sächsische Zeitung“ (saechsische.de) mit Ausgehbeilage „Augusto“ (Do) und jährlichem Gastromagazin „Augusto“, „Dresdner Neueste Nachrichten“ (dnn.de), „Dresdner Morgenpost“ (tag24.de/dresden). Über das Geschehen in Stadt und Kultur informieren „SAX. Das Dresdner Stadtmagazin“ (am Kiosk | cybersax.de) und das kostenlose „Dresdner Kulturmagazin“ (dresdner.nu).

Post

Hauptpost am Antonsplatz 1 (direkt westlich der Altmarktgalerie): Mo–Fr 9–19, Sa 9–15 Uhr

Toiletten

In der Altstadt stehen öffentliche WCs zur Verfügung, vor allem in Museen und Shoppingmalls. In der Äußeren Neustadt beteiligen sich Lokale und Händler am Projekt „Nette Toilette“.

Fundbüros

Fundbüro Stadt Dresden: Theaterstr. 3 | Mo, Mi 13–15 Uhr | Tel. 0351 4 88 59 96 Fundbüro Deutsche Bahn: Wartebereich Hauptbahnhof, Ausgang Bayrische Straße | Di, Fr 12–18 Uhr | Tel. 0900 1 99 05 99

Was kostet wie viel?

Kaffee

3,50-4,50 Euro Latte macchiato im Café

Stollen

ab 28 Euro Rosinenstollen, 2,5 kg

Bier

3-3,50 Euro Glas 0,3 l

ÖPNV

6 Euro Tageskarte

Rikscha

ab 41 Euro 40 Minuten Rundfahrt (2 Personen)

Dampfer

18,50 Euro Stadtfahrt zu Wasser

Low Budg€t

Sehenswertes

Für einen Besuch des Botanischen Gartens können Sie die Geldbörse in der Tasche lassen.

„Eintritt frei“ heißt es auch Fr nach 12 Uhr (außer feiertags) in den Museen der Stadt Dresden. Dazu gehören u. a. das Stadtmuseum, das Kügelgenhaus und die Technischen Sammlungen (www.museen-dresden.de).

Essen & Trinken

So macht Fastfood Spaß: Im VapianoSt. Petersburger Straße26Zugang von Prager Str.0351 4824864tgl. 11–24 UhrStraßenbahnen3, 7–9, 11Walpurgisstraße gibt’s Pizza & Pasta, lecker und preiswert (alles unter 10 Euro).

Große Küche zu kleinen Preisen (Mo–Fr 12-15 Uhr9,50 Euro): Businesslunch im Kastenmeiers, Quicklunch im Ontario, Tagesgericht im Bistro des Hotels Bülow PalaisKönigstr.14.

Einkaufen

ChicsaalBöhmische Straße4Straßenbahnen3, 6–8, 11Albertplatz: Hippe Secondhand-Klamotten der letzten 60 Jahre.

Second SeasonRähnitzgasse22Straßenbahnen4, 8, 9Neustädter Markt: Die kleine Boutique bietet exklusive Mode aus zweiter Hand. Mit etwas Glück findet man Schnäppchen von Armani, Gucci oder Versace.

Am Abend

In den Spielstätten des Staatsschauspiels (Schauspielhaus und Kleines Haus) kosten die Tickets an den Blauen Tagen (zu finden im Spielplan) in allen Preisgruppen 10 Euro (ermäßigt 6,50). 0351 4913555www.staatsschauspiel-dresden.de

Die meisten Kinos haben zwischen Montag und Mittwoch einen oder zwei Kinotage, an denen die Kinokarten 1–2 Euro billiger sind.

Übernachten

City-HerbergeLingnerallee30351 4859900www.cityherberge.de314 BettenStraßenbahnen1–4, 7, 12Busse75, 82Pirnaischer Platz: spartanisch, aber günstig und zentral. Zimmer für 1–4 Gäste. DZ ab 66 Euro (Hotel), ab 41 Euro (Hostel), jeweils inkl. Frühstück, Mehrbettzimmer preiswerter.

Jugendgästehaus DresdenMaternistraße220351 492620www.dresden.jugendherberge.de480 BettenS-Bahn, Straßenbahnen1, 2, 7, 10, 12Freiberger StraßeBus94Schweriner Straße: zentrumsnahe Jugendherberge (nur mit Jugendherbergsausweis). Ab 22,50/Pers. inkl. Frühstück.

CVJM-JugendschiffUferstr.140351 8945850www.cvjm-sachsen.de/jugendschiff59 Betten 2- und 3-Bett-Kabinen mit DU/WC. Ab 35,50 Euro/Pers. inkl. Frühstück.

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

März/April

Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag

3. Oktober

Tag der Deutschen Einheit

31. Oktober

Reformationstag

November

Buß- und Bettag

25./26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen
Januar

Dresdner Neujahrssingen: Szenegrößen schmettern Pop-Hits; facebook: Dresdner Neujahrssingen

Februar

SemperOpernball: DAS gesellschaftliche Highlight in der Semperoper, „Openairball“ auf dem Platz davor; semperopernball.de

März

HumorZone: fünf Tage Spaßkunst von Comedy bis Kabarett, Schirmherr ist Olaf Schubert; humorzone.de

HutBall: gut behütet zum Ball im Parkhotel Weißer Hirsch und zur „Party zum Ball“; hutball.de

April

Filmfest Dresden: internationales Kurzfilmfestival; filmfest-dresden.de

Internationale Tanzwoche: modernes Tanztheater; tanzwoche.de

Mai

Flottenparade am 1. Mai ab Terrassenufer mit Dampfern und Motorschiffen; saechsische-dampfschiffahrt.de

Dixieland-Festival: Seit 1971 wird Dresden im Mai zur Dixielandhauptstadt; dixielandfestival-dresden.com

Karl-May-Festtage Radebeul: Indianer- und Wild-West-Romantik am WE nach Himmelfahrt; karl-may-fest.de

Mai/Juni

Dresdner Musikfestspiele: Klassik, Weltmusik, Jazz, Tanz; wechselnde Themen; musikfestspiele.com

Juni

Bunte Republik Neustadt: Stadtteilfest mit Musik, Theater, Kunst und Partys in der Äußeren Neustadt

Elbhangfest: Ein WE mit Veranstaltungen am Elbhang zwischen Loschwitz und Pillnitz; elbhangfest.de

Filmnächte am Elbufer: Juni–Sept. Filme und Konzerte vor der Altstadtkulisse; dresden.filmnaechte.de

Juli

Museumsnacht: offene Museen und Veranstaltungen bis 1 Uhr nachts; dresden.de

Scheune-Schaubuden-Sommer: Attraktionen und Sensationen im Hof der Scheune; schaubudensommer.de

Ostrale: Biennale für zeitgenössische Kunst (Juli–Sept.); ostrale.de

August

Moritzburg Festival: Kammermusikfest u. a. in Kirche und Schloss Moritzburg; moritzburgfestival.de

Stadtfest: mit diversen Bühnen, Musik, Kunstaktionen, Bratwurst und Bier, Dampfschiff-Fest; canaletto-fest.de

Palais Sommer: dreiwöchiges Festival im Garten des Japanischen Palais‘ mit Film, Konzerten, Yoga, Pleinair, Picknick; palaissommer.de

September

Herbst & Weinfest in Radebeul-Kötzschenbroda; mit Wandertheater-Festival; weinfest-radebeul.de

Oktober/November

CYNETART: Internat. Festival für Medienkunst. Biennale; cynetart.de

Jüdische Musik- und Theaterwoche: jüdische und jiddische Kultur, verschiedene Veranstaltungsorte; juedische-woche-dresden.de

November

Jazztage Dresden: Festival mit internationalen Stars, verschiedene Veranstaltungsorte; jazztage-dresden.de

Dezember

Striezelmarkt: Weihnachtsmarkt auf dem Altmarkt

Krippenspiel: Comedian Olaf Schubert als Jesus der besonderen Art; krippenspiel.com

Im Trend

Früher Film
Guten Morgen

Sonntagmorgens geht's ins Kino. Ausgeschlafene treffen sich ca. einmal im Monat im Programmkino Ost zum FrühstyxkinoSchandauer Str.73. Oder zu Frühstück bei Kiffany's im Kino in der FabrikTharandter Straße33. Mittwochs um 10 gibt es im und alle zwei Wochen donnerstags im. Bei beidem wird vor dem Film Kaffee und Gebäck gereicht.

Brot & Spiele
Bar mit Brettspiel

In Dresdens Lokalen grassiert das Spielefieber. Die erste Brettspielkneipe der Stadt heißt TriangelArnoldstraße16 und wartet mit 600 verschiedenen Games auf. Im StilbruchBöhmische Straße30 heißt der Salat „Kaninchenfutter“ und das fruchtige Hähnchencurry „Geflügelobstler“. In den Regalen türmen sich Spiele von „Abalone“ bis „Zombies!!!“. Im BarnebyGörlitzer Straße11, der Spielebar mit Biergarten, gibt es Brettspiele und zudem regelmäßige Pokerturniere.

Balance halten
Personal Transporter

Das Fahren mit dem elektrisch angetriebenen mag gewöhnungsbedürftig aussehen, ist aber kinderleicht und macht viel Spaß. Buchen Sie eine geführte Tour oder mieten Sie einen Segway und rollen Sie durch den Großen Garten oder den Elberadweg entlang. S & V Mobility0351 7957699www.dresden-roller.de, R & L Segway0351 44693404www.dresdensegway.com oder Segway Tour Dresden0351 4867101www.seg-tour-dresden.de .

Toller Hecht
Quartier mit Potential

Das Hechtviertel zwischen Stauffenbergallee, Königsbrücker und Hansastraße mausert sich langsam zu Dresdens neuem In-Stadtteil. Beginnen Sie Ihren Hecht-Streifzug – je nach Uhrzeit – mit einem Frühstück oder einem herzhaften Mittags-Snack im Tiki im HechtRudolf-Leonhard-Str.26, Vegetarier und Veganer speisen ab 12 Uhr im Falschen HasenRudolf-Leonhard-Str.3. Originelle kleine Läden laden zum Stöbern ein: Das handmadeRudolf-Leonhard-Str.34 überzeugt mit handgemachten Geschenken und Accessoires. Wer abends zu Konzert, Theateraufführung oder Vernissage in die gläsern überdachte Theaterruine Sankt PauliKönigsbrücker Platzwww.theaterruine.de geht, kann sich zuvor im Salon SchnitteSeitenstr.3 noch die Haare schön machen lassen. Der richtige Ort für einen Wein am Abend ist das LeonardoRudolf-Leonhard-Straße24Sa/So auch Brunch, die Stammkneipe der Hechtbewohner.

Mit Haut und Haar
Grün

Nur keine Sorge! Auch beim Naturfriseur kommen Ihre Strähnen nicht zu kurz. Der Friseurladen DresdenSebnitzer Straße52 verzichtet jedoch auf umwelt- und haarschädigende Anwendungen und Pflegeprodukte. Naturkosmetik finden Sie bei Touch of NatureBöhmische Str.9 eine schützende Textilhülle gibt es bei Baum & Wolle NaturmodenAlaunstr.13c. Und auch vor der Gastronomie macht das grüne Denken nicht Halt. In der Stadt hat der erste energieeffiziente StarbucksAltmarkt7 eröffnet. An ihm sollen sich alle künftigen Filialen orientieren.

Bloss nicht!

Parken ohne zu Zahlen

Die städtischen Parkordnungshüter sind fleißig und gnadenlos. Gebührenpflichtige Parkplätze und -häuser gibt‘s aber ausreichend. Und die Parkgebühren halten sich trotz Steigerungen in jüngster Zeit – im Vergleich zu anderen Großstädten – immer noch in Grenzen.

Beim Glühwein zu sorglos sein

Der picke-packe volle Striezelmarkt bietet beste Arbeitsbedingungen für Langfinger. Die Dresdner Polizei ist zwar vor Ort, neuerdings unterstützt von tschechischen Kollegen – doch Vorsicht ist immer noch die Mutter der Porzellankiste..

Sich beim Fantalk outen

Beim Gespräch mit Fußballfreunden ist es suboptimal, sich als Fan des FC Erzgebirge Aue oder RB Leipzig zu bekennen. Zu den „Schachtern“, den Erz(gebirgs)rivalen in der 2. Bundesliga, pflegen die Dynamo-Anhänger eine innige Feindschaft. Und dass es die RasenBallsportler aus Leipzig in die 1. Liga geschafft haben, der Dresdner Traditionsverein dagegen nicht, lastet schwer auf der schwarz-gelben Seele.

Die Elbseite wechseln

Zumindest nicht während des Berufsverkehrs und mit dem Auto. Die Brücken sind Nadelöhre, an einer wird immer gerade gewerkelt, und die Augustusbrücke ist inzwischen für den Individualverkehr gesperrt. Am besten, Sie fahren überhaupt nicht Auto fahren, man schafft in Dresden (fast) alles bequem zu Fuß oder mit Bus und Bahn.

Den „Besserwessi“ herauskehren

Manch Besucher aus dem Westen landet bis heute gelegentlich im Fettnapf. Gar nicht gut kommt etwa der Satz an: „Das habt ihr wohl alles von unserem Soli gebaut.“ Was viele „Wessis“ nämlich immer noch nicht wissen: Auch die „Ossis“ selbst müssen die Soli-Euros berappen.

Dresden verstehen

Oh, du lieber August!

Wer sich mit Dresdens Kultur sowie der Geschichte Sachsens und seiner Herrscher beschäftigt, stolpert alle naselang über irgendeinen August. „August der Starke“, klar, den kennt jeder. Los ging’s aber schon 170 Jahre vor dessen Zeit mit August, Kurfürst von Sachsen (1526–86). Der gründete 1560 die Kunstkammer und legte mit seiner Privatbibliothek den Grundstein für die Sächsische Landesbibliothek. August der Starke, eigentlich Friedrich August I. (1670–1733), war Kurfürst von Sachsen und als August II. auch König von Polen. Dessen Sohn Friedrich August II. (1696–1763) war ebenfalls Kurfürst von Sachsen und als August III. König von Polen. Die beiden machten sich um Kunst und Kultur derart verdient, dass man ein ganzes Zeitalter nach ihnen benannte: das Augusteische, 1694–1763, vom Amtsantritt des Vaters bis zum Tod des Sohnes. Der Vater hatte mit der Gräfin Cosel eine berühmte Mätresse, der Sohn mit dem Grafen Brühl einen ebenso berühmten Günstling. Dann wird es weniger spektakulär, doch es folgen noch drei weitere Auguste: Friedrich August III. (der Gerechte, 1750–1827), Kurfürst von Sachsen und ab 1806 König Friedrich August I. von Sachsen. Außerdem König Friedrich August II. (1797–1854) und König Friedrich August III. (1865–1932), Sachsens letzter König. Letzterem wird nachgesagt, dass er 1918 seinen Thronverzicht mit den Worten „Nu, da machd doch eiern Drägg alleene!“ erklärte.

13. Februar

Kein Datum spielt im kollektiven Bewusstsein der Dresdner eine größere Rolle. Die Nennung der Jahreszahl ist nicht erforderlich. Jeder Dresdner kennt sie. In der Nacht des 13. Februar 1945 und am folgenden 14. Februar, einem Aschermittwoch, zerstörten britische und amerikanische Bomberverbände die Stadt, die als eine der schönsten Deutschlands galt. 25 000 Menschen starben, zurück blieb ein 12 km2 großes Trümmerfeld. Die Frauenkirche stand noch anderthalb Tage, dann stürzte das ausgeglühte Bauwerk in sich zusammen. Den Dresdnern ist dieses Datum heilig – ungeachtet aller Vereinnahmungsversuche, von welcher Seite auch immer. Bei dem Thema versteht man keinen Spaß. Als in London 1992 ein Denkmal für Sir Arthur Harris eingeweiht wurde, den Oberkommandierenden des Royal Air Force Bomber Command von 1942–45, genannt „Bomber Harris“, war man in Dresden „not amused“ – und ließ das die Queen bei ihrem Dresden-Besuch auch spüren. Dankbar nahmen die Dresdner dagegen zur Kenntnis, wie sich Amerikaner und Briten – vor allem die Bürger von Dresdens Partnerstadt Coventry – mit Spenden am Wiederaufbau der Frauenkirche beteiligten. Das von dem Sohn eines am Angriff auf Dresden beteiligten Bomberpiloten gefertigte Turmkreuz wurde vom britischen „Dresden Trust“ gestiftet. Und auch die Queen gab – nicht nachtragend – ihren Teil dazu. Seit Jahren versuchen Neonazis, das Datum für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Mit einer Menschenkette um die historische Altstadt stellt sich die Stadt mittlerweile dem braunen Gedankengut entgegen.

Dresden ist anders

Das behaupten die vielgescholtenen Fans des Fußballvereins SG Dynamo. Und nicht nur die. Vor der Wende galt Dresden samt Umland als „Tal der Ahnungslosen“, weil man hier kein Westfernsehen empfangen konnte. Als die DDR-Oberen 1987 mit viel Pomp die 750-Jahr-Feier von Berlin zelebrierten, antworteten die Dresdner mit Autoaufklebern: „781 Jahre Dresden“. Aus dem gefühlten oder tatsächlichen Abgehängtsein wuchs stets ein trotziges Selbstbewusstsein. Der Verlust des Weltkulturerbestatus’ durch den Bau der Waldschlösschenbrücke wurde von einer Mehrheit der Bürger dann auch mit Achselzucken quittiert. Man ist sich selbst genug. Das Kulturerbe sei schließlich auch ohne Titel Weltklasse. Moderne Architektur, zumal im Allerheiligsten – der Altstadt rund um den Neumarkt –, wird gern erbittert bekämpft. Das Dresdner Selbstverständnis ist immer noch stark von dem durch den Krieg verlorenen alten Dresden geprägt, auch wenn die, die es tatsächlich selbst erlebt haben, immer weniger werden.

Seit allmontaglich besorgte Bürger durch die Straßen ziehen, um das Abendland zu retten, hat der Ruf der Kulturstadt gelitten. Auch wenn die Dresdner der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung mehrheitlich ablehnend gegenüberstehen, beteiligen sich nur wenige an den als kaum produktiv erachteten Gegenprotesten auf der Straße. Man engagiert sich stattdessen lieber bei „Herz statt Hetze“ oder in den zahlreichen Projekten für eine weltoffene und bunte Stadt und alle ihre Bewohner. Die Kommunalwahl im Mai 2019 gewannen die Grünen, sie verfügen zusammen mit Linken, SPD, PARTEI und Piraten über eine hauchdünne Mehrheit im Stadtrat gegenüber Konservativen und AfD. Bürgermeister von Dresden ist der 2015 als Kandidat einer überparteilichen Bürgerinitiative für sieben Jahregewählte FDP-Mann Dirk Hilbert, der die kulturelle Vielfalt mit seiner koreanischen Ehefrau in der eigenen Familie vorlebt.

Summer in the city

Der Dresdner Sommer kann schweißtreibend sein – nicht nur wegen des oft schwül-heißen Wetters, sondern auch wegen des straffen Programms an Open-Air-Events. Den Anfang macht Mitte Juni die Bunte Republik Neustadt, 1990 zum ersten Mal ausgerufen, als Statement der Selbstbehauptung in unsicheren Nachwendezeiten. Bis heute verwandelt sich die komplette Äußere Neustadt zur BRN ein Wochenende lang in ein einziges großes Feierareal mit Konzerten und Partys auf Straßen, Plätzen und in Hinterhöfen, bevölkert von mehr als 100 000 „Republikanern“. Beim Elbhangfest am letzten Juniwochenende feiern die Dresdner ihr ganz eigenes Dolce Vita, jedes Jahr unter einem anderen Motto. Auf den 7 km vom Blauen Wunder bis Pillnitz gibt es Musik, Theater, Lesungen und Kunst, Märkte und allerlei Kulinarisches. In Vorbereitung auf das 800-jährige Stadtjubiläum im Jahr 2006 entstand das Dresdner Stadtfest, das inzwischen den Beinamen „Canaletto“ trägt. An einem Wochenende Mitte August wird dafür die gesamte Innenstadt beidseits der Elbe zu einem riesigen Festgelände. Die Filmnächte am Elbufer von Ende Juni bis Ende August sind Deutschlands spektakulärstes Open-Air-Kino. Allabendlich flimmern vor der Kulisse der Dresdner Altstadt Blockbuster über die Riesenleinwand oder versetzen bei Konzerten Größen aus Rock und Pop bis zu 12 000 Fans in Extase. Intimer geht‘s beim mehrwöchigen (eintrittsfreien) Palais Sommer im Garten des Japanischen Palais‘ zu. Das Publikum versammelt sich in Liegestühlen und auf Picknickdecken zu Singer- Songwriter-, Klavier- und Hörspielnächten oder zu „Yoga im Park“. Richtig kuschlig wird es beim Schaubudensommer. Für elf Tage im Juli mutiert der Hof hinter der Scheune, dem Kulturzentrum in der Äußeren Neustadt, zum bunten Gauklerlager mit Buden und Zelten. Entertainer und Clowns, Pantomimen und Puppenspieler, schräge Vögel, Diven und Narren – Künstler aus halb Europa und einheimische Stars – entführen das Publikum in fantastische Welten.

Zwei echte Dresdner

Die beiden bekanntesten Dresdner haben keine Namen. Man begegnet ihnen trotzdem in der ganzen Welt – in Wohnstuben, Hotelzimmern und Restaurants, vor allem aber in Souvenirläden. Zu Hause sind sie seit 250 Jahren an der Elbe, in der Gemäldegalerie Alte Meister. Dort lümmeln sie zu Füßen der „Sixtinischen Madonna“: zwei pausbäckige, gelangweilt wirkende Renaissance-Engelchen. Das Gemälde wurde um 1512 von Raffael für den Hochaltar der Klosterkirche des heiligen Sixtus in Piacenza gemalt. Kurfürst Friedrich August II., der Sohn Augusts des Starken, erwarb das Bild und ließ es 1754 nach Dresden bringen. Dass sie nun schon stolze 500 Jahre alt sind, sieht man weder der Madonna noch den Engeln an.

Silicon Saxony

Wer hat‘s erfunden? Für zahlreiche Dinge unseres Alltags lautet die Antwort: ein Dresdner – oder eine Dresdnerin! Das europäische Porzellan und die erste deutsche Dampflokomotive, Kaffeefilter, Büstenhalter, Reiseschreibmaschine und die Kleinbild- Spiegelreflexkamera sind „made in Dresden“. In Elbflorenz hat die Lust an Innovationen Tradition. Heute ist die sächsische Landeshauptstadt ein Hightech-Zentrum von europäischem Rang. Neben Betrieben aus traditionell hier beheimateten Wirtschaftszweigen wie Maschinen-, Anlagenund Flugzeugbau oder der pharmazeutischen Industrie haben sich hier in den letzten 25 Jahren zahlreiche Hochtechnologiefirmen angesiedelt und die Region in „Silicon Saxony“ verwandelt. Am nördlichen Stadtrand entsteht gerade eine weitere Chip-Fabrik, die weltweit modernste der Bosch-Gruppe. Dresden ist zudem die deutsche Stadt mit der gößten Forschungsdichte: Nirgendwo sonst sind so viele Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen auf so engem Raum versammelt. Für Nachschub an qualifiziertem Personal sorgen u. a. die Technische Universität (seit 2012 Exzellenz-Universität) und die 1992 gegründete Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Der Hightechboom macht die Stadt zudem für junge Fachkräfte aus anderen Landesteilen und der ganzen Welt attraktiv. Dank hervorragender Arbeits- und Lebensbedingungen und nicht zuletzt einer hohen Geburtenrate entwickelte sich Dresden seit der Jahrtausendwende zu einer der am schnellsten wachsenden Städte Deutschlands – mit besten Aussichten für die Zukunft.

Alle Jahre wieder ...

… verwandelt sich Dresden im Advent in ein glitzerndes Weihnachtsmärchen: Alle naselang stolpert man über einen Weihnachtsmarkt, rund ein Dutzend ganz unterschiedliche sind es inzwischen. Der Striezelmarkt, der berühmteste, ist der älteste beurkundete Weihnachtsmarkt Deutschlands, er zählt jährlich zwei Millionen Besucher. Entsprechend groß ist das Gedränge auf dem Altmarkt zwischen den Buden mit weihnachtlicher Holzkunst aus dem Erzgebirge, gläsernem Baumschmuck aus Thüringen und natürlich allerlei Leckereien. Höhepunkt ist das Stollenfest mit Festumzug und Riesenstollen-Anschnitt – schließlich verdankt der Striezelmarkt dem Dresdner Stollen, auch Striezel genannt, seinen Namen. Beim Advent auf dem Neumarkt mit Markttreiben wie anno 1900 leuchten in den Tannenbäumen Herrnhuter Sterne, und statt Weihnachtsschlagergedudel gibt es Besinnliches von den Dresdner Kurrendesängern. Noch weiter zurück in die Vergangenheit geht‘s bei der Mittelalterweihnacht im Stallhof des Schlosses, einem Spektakel mit Krämern, Handwerkern, Gauklern und – der Clou – einem dampfenden Badehaus mit hölzernem Zuber für sechs Mutige. Wer es beschaulicher mag, wechselt die Elbseite hin zum Augustusmarkt auf der Hauptstraße mit seinen weiß-golden illuminierten Pagodenzelten und Weihnachtsspezialitäten. Von hier lohnt sich außerdem ein Abstecher in das nahe Museum für Sächsische Volkskunst mit seiner traditionellen Weihnachtsausstellung. Ein wahres Kleinod ist der Elbhangfestweihnachtsmarkt im Dorfkern Altloschwitz neben dem Blauen Wunder, auf dem Künstler und Kunsthandwerker ihre Waren feilbieten. 

Und dann sind da noch zwei stets ausverkaufte Highlights im vorweihnachtlichen Veranstaltungskalender, für die man die Tickets schon Monate im Voraus ordern sollte. Das Staatsschauspiel lässt in einer liebevoll inszenierten Version von „A Christmas Carol“ nach Charles Dickens die Geister der Weihnacht durch das barocke Palais im Großen Garten spuken, und beim Weihnachtsoratorium von Bach in der Kreuzkirche jauchzen und frohlocken nicht nur die jungen Sänger des Kreuzchores. Wer die rechtzeitige Kartenbestellung verpasst hat, kann die Kruzianer beim Großen Adventskonzert im Rudolf-Harbig-Stadion erleben. Wenn sie zum DDR-Weihnachtsklassiker „Sind die Lichter angezündet“ anheben, leuchten viele tausend Augen und Smartphones.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher
Als ich ein kleiner Junge war

Erich Kästner (1899–1974) schildert seine Kindheitsjahre in Dresden

89/90

Ein „Wenderoman“: Peter Richter, 1973 in Dresden geboren, beschreibt aus der Sicht eines Teenagers jene wilde Zeit zwischen Hausbesetzung, Ausweiskontrollen, Punkkonzerten und Straßenschlachten mit Nazis: autobiografisch, fiktional, pointiert, wahrhaftig. Dem Bestseller (2015) folgte mit „Dresden Revisited“ eine schwierige Liebeserklärung an seine Heimatstadt

Der Turm

Auf fast 1000 Seiten blickt Uwe Tellkamp zurück auf die 1980er-Jahre und das Nischendasein des Bildungsbürgertums in Dresden; 2012 wurde der Stoff als Zweiteiler für die ARD (u. a. mit Jan Josef Liefers) verfilmt

Filme
Werk ohne Autor

Florian Henckel von Donnersmark verfilmte eine in weiten Teilen in Dresden angesiedelte und vom Leben des gebürtigen Dresdners Gerhard Richter inspirierte Lebensgeschichte eines Malers – und erhielt dafür eine Oscar- Nominierung. 

Fakten

Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
02:04 Uhr
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