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Costa Brava

Check-in

Von Wind und Wetter zerklüftetes Gestein, Buchten, die sich ins Land nagen: Unschwer zu erraten, woher die Costa Brava ihren Namen hat. Brava, „wild“, nennen die Fischer das stürmische Meer am Küstenstreifen zwischen Portbou im Norden und dem Städtchen Blanes im Süden.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Seit Beginn des 20. Jhs. zog das "schönste Dorf" der Welt die Künstler an, von Max Ernst und Pablo Picasso über Gabriel García Márquez bis zu Mick Jagger. Salvador Dalí ist es zu verdanken, dass…
"Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?", fragte einst Goethe. Eine Antwort wäre: "Hier!" "Meer und Myrte" nannte der deutsche Botaniker Karl Faust seinen Garten, den er 1924 auf einem felsigen…
Malerisch liegt der Ort zwischen bewaldeten Hängen und dem Meer. Er gilt als einer der schönsten an der Costa Brava, wohl auch, weil er sich seine mittelalterliche Altstadt mit 80 historischen…
Dies ist eines der meistbesuchten Museen Spaniens. Auf den Ruinen des im spanischen Bürgerkrieg zerstörten Theaters der Stadt baute Dalí sein eigenes Museum. Der surrealistische Maler hielt seine…
In der authentischen mittelalterlichen Altstadt von Girona haben arabische, jüdische und christliche Kulturen ihre Spuren hinterlassen. Highlight ist die Kathedrale, mit 50 m Länge und 35 m Höhe…
Das Kap von Begur beginnt ca. 4 km nördlich von Begur mit den herrlichen, von Felsen und Pinien eingerahmten Buchten Aiguafreda und Sa Tuna. Südlich von Begur erreicht man über eine enge, kurvige…
Gleich hinter dem Meer befindet sich eine große Ausgrabungsstätte, die auf Spuren menschlichen Lebens vor 6000 Jahren hinweist. Münzfunde belegen, dass hier später Griechen siedelten, gefolgt von…
Dieses Dorf ist eigentlich kein "echtes" Dorf mehr: Hier wohnen wohlhabende Ausländer und Barceloneser. Sie haben darauf geachtet, dass jeder Stein so bleibt, wie er im Mittelalter gesetzt wurde. So…
Hier enden die Pyrenäen. Der Park umfasst ein Gebiet, das beinahe die gesamte Halbinsel zwischen El Port de La Selva und Roses einnimmt. In den Bergen gibt es zahlreiche, gut ausgeschilderte…

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Entdecke die Costa Brava

Strand mit Hinterland

Auch das Partyleben in den Touristenhochburgen um Lloret de Mar galt lange Zeit als wild. Doch dem ursprünglichen Charme der Costa Brava konnte der Massentourismus nichts anhaben. In Fischerorten wie Cadaqués und Palamós oder in charmanten Seebädern wie Sant Feliu de Guíxols und Tossa de Mar lassen sich Sommertage vertrödeln. Auch wenn die meisten Mitteleuropäer wegen der von Pinien gesäumten Buchten an die Costa Brava reisen, lohnt es sich, dem Meer zumindest für ein, zwei Tage den Rücken zu kehren. Auf den sanft gewellten Hügeln des Empordà gedeihen Trauben, Artischocken, Tomaten und Auberginen. Ein leiser Wind weht durch Stein- und Korkeichenwälder, und in den Städtchen im Hinterland kommt man dem eigenwilligen Charakter der Katalanen auf die Spur. Je weiter du landeinwärts fährst, desto rauer wird es: Das gilt für Land – und Leute.

Reiche Geschichte

Die fruchtbare Erde, das milde Klima und die natürlichen Häfen, die das Meer über Jahrtausende ins Land gefressen hat, machten es für Siedler ideal. Die Ersten waren die Iberer vor etwa 7000 Jahren – ihre Siedlungen sind die Wiege Spaniens. Es folgten Griechen, Römer und Westgoten. Später kamen weitere Einflüsse hinzu, kurz aus dem maurischen Süden Spaniens, länger aus Mitteleuropa. Diese Melange prägt die katalanische Kultur bis heute. Und ihre Spuren lassen sich immer noch entdecken. Die griechisch-römische Doppelstadt Empúries oder die iberische Siedlung Ullastret gehören zu den besterhaltenen archäologischen Ausgrabungsstätten im Nordosten Spaniens. Im Wehrstädtchen Peratallada lässt sich prima Burgfräulein und Ritter spielen, und die schönen Modernisme- Villen der im 19. Jh. nach Kuba ausgewanderten Katalanen bringen einen Hauch Karibik an die Costa Brava. Die Erinnerung an die Zeit in Übersee hält man noch heute lebendig: Auf der Fira d´Indians im September schwingt ganz Begur seine Hüften zu Musik aus Lateinamerika und der Karibik und schlürft Mojitos.

Exzentrische Besucher

Dem Charme der Costa Brava erlagen zuerst die Künstler und Exzentriker: Zum Beispiel Dorothy Muriel Webster, die gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Zar-Nachkömmling Nicolás Woevodsky, in den 1920er-Jahren das Cap Roig in einen spektakulären botanischen Garten, die Jardins de Cap Roig, verwandelte. Oder Maler wie Marc Chagall oder Pablo Picasso, die von Licht und Landschaft fasziniert waren – und natürlich der Surrealist Salvador Dalí, der Inspiration am Cap de Creus suchte und fand.

Eine Region im Wandel

In den 1950er-Jahren wurde die Costa Brava zu einem der ersten Ziele des Massentourismus in Spanien. Sonne, Strand und niedrige Preise lockten Touristen aus Nord- und Mitteleuropa. An der Küste setzte ein Bauboom ein, es entstanden die bekannten Hotelhochbauten und Touristenzentren wie Platja d’Aro oder Lloret de Mar. Inzwischen hat sich das Reiseverhalten gewandelt, und die Costa Brava hat sich erfolgreich ein neues Image zugelegt. Qualität steht im Vordergrund. Mit Wander- und Sportangeboten werben Dienstleister verstärkt um Familien oder setzen auf Gourmettouristen. Allein in der Provinz Girona gibt es 14 mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurants. Auch jenseits der Gourmettempel zaubern junge Köche Exzellentes auf den Tisch – mit innovativen Methoden und Respekt vor Tradition und Produkt. Ferran Adrià, der Erfinder der „Molekularküche“, hat die Gastronomie der Region nachhaltig revolutioniert.

Der Wunsch nach Selbstbestimmung

Die Katalanen sind stolz auf die eigene Sprache, Kultur und Identität. Mit dem restlichen Spanien möchten viele so wenig wie möglich zu tun haben. Das wurde spätestens mit dem vom spanischen Verfassungsgericht verbotenen Unabhängigkeitsreferendum im Herbst 2017 und der Flucht des damaligen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont auch dem internationalen Publikum bekannt. Die Unterstützung für die Unabhängigkeit schwankte in den letzten Jahren zwischen 41 und 48 Prozent. Fragt man nach dem Warum, mischen sich oft wirtschaftliche Überlegungen mit emotionalen Gründen. Die autonome Region hat zwar eine eigene Polizei und bestimmt auch über Bildungs- und Sprachpolitik sowie das Gesundheitswesen. Dennoch fühlen sich viele Katalanen von Madrid gegängelt – und sehen sich durch die hohen Haftstrafen für die Organisatoren des Unabhängigkeitsreferendums darin bestätigt. Die Corona- Pandemie hat die Costa Brava besonders heftig gebeutelt. Zum Rettungsanker für Gastronomen und Hoteliers wurden die Einheimischen, die ihrer „wilden Küste“ im Sommer treu blieben. Manche Kommunen nutzten den Lockdown, um die Digitalisierung auszubauen – etwa mit Apps, die über die Belegung der Strände informieren. So hilft der legendäre Unternehmergeist der Katalanen auch bei der erfolgreichen Bewältigung von Krisen.

Gut zu wissen

Anreise

Den Flughafen Barcelona mit zwei großen Terminals steuern alle großen Airlines an (besonders günstig sind Vueling und Easyjet). Der Low-Cost-Flughafen Girona-Costa Brava ist nach der Coronakrise zwar weiter im Programm von Billig-Airlines, aus dem deutschsprachigen Raum bietet aber allein Ryan Air Flüge von Düsseldorf-Weeze an.

Über den dicht getakteten Aerobus (aerobusbcn.com) ist der Flughafen Barcelona ans Stadtzentrum angebunden (einfache Fahrt 5,90 Euro), an die Messe außerdem über die Metrolinie L9 Sud. Den Shuttledienst vom Flughafen Girona-Costa Brava zu wichtigen Ferienorten an der Küste stellt das Busunternehmen Sagalés (sagalesairportline.com) bereit.

Mit dem Auto erreicht man die Costa Brava über die spanische A7. Die Autobahngebühren in Frankreich und Spanien sind hoch; wer Zeit hat, sollte in Frankreich die gebührenfreien Nationalstraßen bzw. in Spanien die Autovías nutzen.

Durch den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsschienennetzes hat sich die Anreise mit dem Zug verkürzt. Von Frankfurt am Main benötigt man elf bis 13, von Genf acht bis neun Stunden. Mit Figueres-Vilafant, Girona und Barcelona gibt es entlang der Costa Brava drei Zielbahnhöfe. Unkompliziert buchen kannst du international Zugreisen auf thetrainline.com.

Wer ausreichend Sitzfleisch, aber einen kleinen Geldbeutel hat, kommt günstig mit dem Linienbus an die Costa Brava. Von Frankfurt dauert die Fahrt nach Barcelona 23 Stunden, von Berlin 33 Stunden. Von beiden Städten wird auch Girona angefahren (20 Stunden Fahrzeit von Frankfurt, 30 Stunden von Berlin). Auf busliniensuche.de lassen sich verschiedene Anbieter vergleichen. In Barcelona und Girona befinden sich die zentralen Busbahnhöfe für Fernbusse jeweils neben den Bahnhöfen mit Metro- bzw. Busanbindung in die Innenstadt. Wer in Barcelona Zwischenstation macht und von dort aus weiter an die Costa Brava will, fährt mit den Linienbussen ab Estació del Norte (Metro L1 Arc de Triomf).

Auto

In geschlossenen Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit auf Straßen mit einer Fahrspur für beide Richtungen 20 km/ h, auf Straßen mit einer Fahrbahn pro Richtung 30 km/ h, auf Straßen mit zwei oder mehr Spuren pro Richtung 50 km/ h. Auf Landstraßen gilt 90 km/ h, auf Autobahnen 120 km/h. In Großstädten wie Barcelona und Girona empfehlen sich Parkhäuser, bewirtschaftete Parkplätze oder die blau gekennzeichneten, nur für eine begrenzte Zeitspanne benutzbaren Straßenparkplätze. Gratis zu parken ist in Barcelona inzwischen so gut wie unmöglich. Bei der Parkplatzsuche – auch mit Steckdosenanschluss für E-Autos – hilft die städtische Gratisapp Smou (smou.cat). In anderen Städten findet man teils noch die grün markierten Anwohnerparkplätze, Nichtanwohner können darin kostenpflichtig maximal zwei Stunden parken. Außerhalb der Bewirtschaftungszeiten (in der Regel am Wochenende und ab 20 Uhr) ist Parken dort kostenlos.

Bei Alkohol gilt die 0,5-Promille-Grenze. Empfehlenswert sind die grüne Versicherungskarte, ein Auslandsschutzbrief und eine Vollkaskoversicherung. Bei einem Verkehrsunfall solltest du dir möglichst zwei (am besten spanische) Zeugen sichern und die eigene Haftpflichtversicherung sowie eventuell das spanische Partnerunternehmen verständigen. Bei Pannen ist außerhalb des Fahrzeugs eine Warnweste zu tragen. Mehr zur spanischen Straßenverkehrsordnung unter adac.de.

Banken & Kreditkarten

Banken haben in der Regel Mo–Fr 9–13.30 Uhr geöffnet. Mit den üblichen Scheckkarten kann man aus den Bankautomaten Bargeld ziehen. Falls von der ausgebenden Bank eine Zusatzgebühr erhoben wird, wird diese angezeigt. Das Bezahlen mit Kreditoder Debit-Karten ist sehr viel weiter verbreitet als in Deutschland. Fast alle Restaurants und Geschäfte akzeptieren die gängigen Kredit- und EC-Karten.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Generalkonsulat

nur nach Terminvereinbarung | C/ Marina 16– 18/Torre Mapfre | 08005 Barcelona | Tel. 9 32 92 10 00 | spanien.diplo.de

Österreichisches Honorargeneralkonsulat

Mo, Mi, Fr 10–12 Uhr | C/ Marià Cubí 7 | 08008 Barcelona | Tel. 9 33 68 60 03 | bmeia.gv.at

Schweizerisches Generalkonsulat

Mo–Fr 9–12.30 Uhr | Gran Via de Carlos III 94 | 08028 Barcelona | Tel. 9 34 09 06 50 | eda.admin.ch

Gesundheit

Alle größeren Krankenhäuser haben Notfallaufnahmen. Sie heißen urgencias, in ihnen wird man über die Europäische Versicherungskarte EHIC gratis behandelt. In den touristischen Zentren gibt es meist auch deutschsprachige Praxen; dort wird in der Regel privat abgerechnet. Ob die Kosten dann später von der heimischen Krankenkasse übernommen werden, müssen Patienten selbst klären. Das deutsche Konsulat in Barcelona verfügt über eine Liste deutschsprachiger Ärzte.

Internet & WLAN

Die Mehrheit der Hotels, Pensionen und Restaurants bietet kostenlosen Zugang ins Internet. In größeren Städten wie Barcelona und Girona gibt es auch in Parks, öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden kostenlose Hotspots, in Lloret de Mar und Calella de Palafrugell sogar am Strand. Solche öffentlichen Spots sind mit Hinweisschildern markiert, allerdings ist die Geschwindigkeit dort den gesetzlichen Vorgaben entsprechend reduziert.

Klima & Reisezeit

An der Costa Brava herrscht grundsätzlich ein mildes Klima. In den Sommermonaten sind die Temperaturen oft sehr hoch. Nachts kann es am Meer empfindlich frisch werden. Im Oktober/ November und im April regnet es häufig. Beste Reisezeit ist zwischen Ostern und Anfang Oktober. Im Sommer solltest du deine Reise, wenn möglich, nicht für den August planen. Denn dann sind in Spanien Ferien – mit entsprechendem Massenandrang.

Notruf

Allgemeiner Notruf: Tel. 1 12

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Küste ist durch verschiedene Buslinien hervorragend vernetzt, fast jede Ortschaft hat ihren eigenen Busbahnhof. Zu den wichtigsten Busunternehmen gehören Alsa, Moventis-Sarfa, Sagalés und Autocars Pujol. An deren Schaltern können Tickets in alle Hauptferienorte gekauft werden.

Außerdem verkehren zwischen den Städten Barcelona, Girona und Figueres mehrmals täglich AVE-Schnellzüge. Die Fahrt von Barcelona nach Figueres dauert etwa eine Stunde. Tickets kosten zwischen 20 und 40 Euro und sind auf der Website der spanischen Eisenbahn (renfe.es) erhältlich. Sehr viel günstiger und etwas langsamer fährt man mit den Regionalzügen (rodalies.gencat.cat). Tickets gibt es im Bahnhof am Schalter und am Automaten.

Öffnungszeiten

In den Touristenorten sind die Geschäfte in der Regel länger geöffnet als in den Orten des Hinterlandes. An den Küstenorten wird zudem nach Winter- und Sommersaison (zwischen April und September) unterschieden. Selbst staatliche Institutionen wie z. B. die Post sind in den einzelnen Orten zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet.

Wenig falsch macht, wer sich an folgende Kernzeiten hält: Geschäfte haben in der Regel von 9 bis 13.30 Uhr geöffnet und nach einer längeren Mittagspause von 17 bis 20 Uhr. Touristenbüros sind ab ca. 10 Uhr bis mindestens 13 Uhr besetzt, dann noch einmal von 17 bis 20 Uhr.

Während der Recherche zu diesem Reiseführer hatten viele Sehenswürdigkeiten und Restaurants pandemiebedingt Sonderöffnungszeiten. Angegeben sind hier prinzipiell die regulären Öffnungszeiten. Wer auf Nummer sicher gehen will, checkt die Website.

Sicherheit

Grundsätzlich ist die Costa Brava ein sicheres Reisegebiet. Allerdings gilt auch hier: Gelegenheit macht Diebe. Niemals sollte man seine Sachen unbeaufsichtigt im Restaurant oder auf Busbahnhöfen lassen. Vor allem in Barcelona kommt es sehr häufig zu Taschendiebstählen: Auf den Rambles, im Gotischen Viertel und in der Metro besonders aufpassen und Taschen vorne tragen. Die Diebe sind sehr geschickt! Auf dem Terrassentisch eines Restaurants oder Cafés auf den Rambles sollte man auf gar keinen Fall Wertsachen wie Kameras oder Mobiltelefone ablegen.

Strom

Adapter Typ C

Spanien hat ein Wechselstromnetz mit 230 Volt. In manchen einfachen Unterkünften sind keine Schuko-Steckdosen installiert, deshalb sollte man Zwischenstecker mitnehmen.

Taxi, Uber & Co.

Im Vergleich zu Deutschland sind Taxifahrten relativ günstig. Der innerstädtische Kilometerpreis bewegt sich unter der Woche tagsüber zwischen 1,10 und 1,90 Euro/km, nachts und am Wochenende sind bis zu 2,70 Euro fällig, die Grundgebühr beträgt 2– 2,15 Euro. Überlandfahrten kosten wochentags zwischen 8 und 20 Uhr 0,68 Euro/km, am Wochenende und über Nacht 0,75 Euro/km. Für Flughafenfahrten werden meist Fixpreise berechnet, Tarife sind im Taxi ausgehängt. Shared-Mobility-Dienste wie Uber oder Cabify sind nicht in allen Städten zugelassen. Zugelassene Fahrzeuge haben ein rotes oder grünes VTC-Schild in der Windschutzscheibe.

Telefon & Handy

Vorwahl für Deutschland 0049, für die Schweiz 0041, für Österreich 0043, für Spanien 0034. Innerhalb Spaniens gibt es keine Vorwahlen. Innerhalb Spaniens wird daher immer die komplette Telefonnummer, auch innerorts, gewählt. Auch zu einem spanischen Mobiltelefon wird innerhalb und von außerhalb des Landes die ganze Nummer gewählt, die bei spanischen Mobilrufnummern mit einer 6 beginnt. Das Handy wird in Spanien móvil genannt. Eine extra Prepaid-Card ist für das Telefonieren nach dem Wegfall der Roaminggebühren nicht mehr notwendig.

Trinkgeld

Bei Zufriedenheit mit dem Service sind je nach Summe fünf bis zehn Prozent Trinkgeld üblich. In Restaurants wird das Trinkgeld auf dem Teller mit dem Wechselgeld liegen gelassen, das in Deutschland verbreitete Aufrunden der Summe ist nicht gebräuchlich. Auch Reiseführer erwarten ein Trinkgeld, und in Hotels freuen sich die meist sehr schlecht bezahlten Zimmermädchen bei Zufriedenheit über einen Obolus.

Übernachten

Als eine der beliebtesten spanischen Urlaubsregionen hat die Costa Brava eine gut ausgebaute Hotelinfrastruktur. Die meisten Hotels sind solide Drei- bis Viersternehäuser, zu den großen Hotelklötzen in den Hauptferienorten kam in den letzten Jahren eine Anzahl feiner Boutiquehotels dazu. Campen ist an der Costa Brava seit den 1960er-Jahren populär; die meisten der über 121 000 Stellplätze finden sich am südlichen Küstenabschnitt. Einen Überblick gibt es auf campingsingirona.com. Wer einen ruhigen Urlaub verbringen möchte, ist auf den etwa 240 zu agroturismes umgestalteten Bauernhöfen und Landgütern richtig (gironarural.org).

Katalonien erhebt eine Touristenabgabe, die je nach gebuchter Unterkunft zwischen 0,45 und 2,50 Euro pro Person und Nacht schwankt.

Zoll

Reisende aus Deutschland dürfen Waren abgabenfrei mit nach Hause nehmen, solange diese für den privaten Gebrauch bestimmt sind und bestimmte Richtmengen nicht überschreiten (z. B. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen). Die aktuellen Bestimmungen gibt es unter zoll.de. Freimengen in die Schweiz: 250 Zigaretten oder 250 g Tabak, 5 l Wein und 1 l Spirituosen. Waren und Geschenke über einen Gesamtwert von 300 Franken sind mehrwertsteuerpflichtig.

Sprache

Die Autonome Region Katalonien ist seit 1977 offiziell zweisprachig, allerdings wird im öffentlichen Raum dem Katalanischen der Vorzug gegeben. Straßen- und Hinweisschilder sind auf Katalanisch beschriftet, die Speisekarte auf Katalanisch ist Pflicht. An öffentlichen Schulen und Universitäten ist Katalanisch Unterrichtssprache, der öffentlich-rechtliche Rundfunk sendet auf Katalanisch, auch für die meisten Jobs müssen Katalanischkenntnisse nachgewiesen werden.

Die mit dem Französischen, Spanischen und Italienischen eng verwandte romanische Sprache war unter Diktator Franco aus dem öffentlichen Raum verbannt. Das erklärt zum Teil die Vehemenz, mit der für sie gestritten wird. Während im Hinterland von Girona und an vielen Orten der Küste Katalanisch dominiert, spricht man im Ballungsraum Barcelona überwiegend Spanisch. Trotz der zuweilen erhitzten politischen Debatten wechseln die meisten Einheimischen im Alltag problemlos zwischen den beiden Sprachen. Als Reisender kommst du zwar problemlos mit Spanisch durch, ein paar Worte auf català öffnen dir aber Türen und Herzen. Englisch wird vor allem von jüngeren Einheimischen gesprochen.

Strände

Die Qualität der Strände an der Costa Brava ist exzellent. Insgesamt 27 sind in der Provinz Girona mit der bandera azul, der Blauen Flagge für Qualität, ausgezeichnet. An diesen Stränden werden Wasser und Sand regelmäßig auf Schadstoffe überprüft, Haustiere sind dort verboten. Oben ohne ist in Spanien weit verbreitet und toleriert. Nackt baden ist zwar nirgends verboten, stört aber vielleicht andere Strandbesucher. Wer also ganz die Hüllen fallen lassen will, besucht daher am besten einen der offiziellen FKK-Strände wie Cala Sa Boadella in Lloret de Mar oder Cala Estreta bei Palamós. Mehr Nacktbadestrände findest du auf naturismo.org. An praktisch allen größeren Stränden werden Liegen und Sonnenschirme vermietet.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Año Nuevo (Neujahrstag)

6. Januar

Los Reyes Magos (Heilige Drei Könige)

März/April

Karwoche, Viernes Santo (Karfreitag), Lunes de Pascua (Ostermontag)

1. Mai

Día del Trabajo (Tag der Arbeit);

Mai/Juni 

Lunes de Pentecostés (Pfingstmontag)

24. Juni

Sant Joan (San Juan, hl. Johannes, Namenstag des Königs)

15. August

Asunción de la Virgen (Mariä Himmelfahrt)

11. September

Diada Nacional de Catalunya (katalonischer Nationalfeiertag)

24. September

Festa Major de la Mercè (Schutzpatronin von Barcelona, nur hier Feiertag)

12. Oktober

Día de la Hispanidad (Kolumbus entdeckt Amerika)

1. November

Todos los Santos (Allerheiligen)

6. Dezember

Día de la Constitución (Tag der Verfassung)

8. Dezember

Inmaculada Concepción (Unbefleckte Empfängnis)

25./26. Dezember

Navidad (Weihnachten)

Veranstaltungen

Februar

Carnestoltes (v. a. Platja d’Aro, Palamós, Girona): Straßenkarneval mit bunten Umzügen

April

Sant Jordi (ganz Katalonien): Bücherund Rosenfest zu Ehren des katalanischen Schutzpatrons

Mai

Temps de Flors (Girona), gironatempsdeflors.net: Straßen und Plätze werden mit Blumen geschmückt.

Juni

Sant Joan (ganz Katalonien): Johannisnacht mit Feuerwerk und Tanz

Juli

Cantada de Havaneres (Calella de Palafrugell), havanerescalella.cat: Fischerchorsingen am Strand

Festa Major (Lloret de Mar): Stadtfest mit Bootsrennen und Prozession zu Ehren der hl. Cristina

Festa de la Verge del Carme (Palamós, Sant Feliu de GuÍxols, Cadaqués, Llançà): Bootsprozession zu Ehren der Schutzheiligen der Fischer

August

Festival de Caproig (Calella de Palafrugell), caproigfestival.com: internationales Musikfestival

Festival de Torroella de Montgrí, festivaldetorroella.cat: internationales Festival klassischer Musik

September

Festa de la Mercè (Barcelona), barcelona.cat: Stadtfest mit Konzerten und Spektakel

Fira de Pirates i Corsaris (L’Estartit): Seeräuberfestival

Fira d’Indians (Begur), firaindians.com: Salsa, Rum und Auswanderergeschichten

Oktober

Festival de Jazz (Palafrugell), palafrugellcultura.cat

Bloss nicht!

Im Bikini ins Restaurant

Bikini und Badehose haben jenseits des Strands nichts zu suchen. Ausgenommen von dem Tabu ist der Bikini auf der Speisekarte: Wer den bestellt, bekommt einen Schinken-Käse-Toast serviert.

Separat bezahlen

Nichts ruiniert einen Abend verlässlicher, als wenn der Kellner bei jedem Gast einzeln abkassieren muss. Nach dem gemeinsamen Tafeln wird die Gesamtsumme plus Trinkgeld durch die Zahl der Teilnehmer geteilt.

Vom König und Real Madrid schwärmen

Das spanische Königshaus hat in Katalonien nur wenig Fans. Drei von vier Katalanen wünschen sich eine Republik. Das hat historische Gründe: 1714 löste der damalige spanische König Philipp V. die katalanische Selbstverwaltung auf und führte ein hartes Regiment. Ähnlich unbeliebt ist nur noch Real Madrid.

Nachts laut grölen

Auf Menschen, die singend durch die Straßen ziehen, reagieren Anwohner eher ungehalten. Auch beim Fußball verbieten sich Fangesänge. Man jubelt beim Tor oder nach Abpfiff, ansonsten wird fachkundig kommentiert.

An fremde Tische setzen

Selbst wenn von sechs Plätzen noch fünf frei sind, ist es nicht üblich, sich einfach dazusetzen. Auch eine entsprechende Bitte gehört nicht zum guten Ton. Anders an der Bar: Ist dort ein Hocker frei, kann man sich einfach dazusetzen.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Der Schatten des Windes

Der verschachtelte Roman um Daniel Sempere, der sich im Barcelona der Franco-Zeit auf die Suche nach einem mysteriösen Autor macht, wurde der erste Welterfolg des Bestsellerautors Carlos Ruiz Zafón. (2003)

Das graue Heft

In tagebuchartigen Notizen beschreibt Josep Pla Barcelona, seine Heimatstadt Palafrugell und die Dörfer an der Küste. Die präzise Prosa machte den Schriftsteller und Journalisten zum großen Erneuerer des Katalanischen. (2007)

Filme

Game of thrones

Die sechste Staffel der kultigen Fantasyserie wurde unter anderem in Girona gedreht. Die Treppen vor der Kathedrale und die Torbogen des jüdischen Viertels waren die ideale Kulisse für Machtkämpfe und Intrigenspiele in der freien Stadt Braavos. (2016)

Pandora und der fliegende Holländer

Das Technicolor-Drama um unerfüllte Liebe und einen mysteriösen Seefahrer mit Ava Gardner und James Mason in den Hauptrollen machte Tossa de Mar weltberühmt. (1951)

14-22 °C
8 h/Tag
16 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 01:53 Uhr

Anreise

13h 2min
13h 6min
2h
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