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Bayerischer Wald

Check-in

Natur, die wild begeistert, Wasser, das sanft plätschert oder donnernd stürzt, mittelalterliche Altstadtkulissen, die die Bandbreite von Charme bis Prunk abdecken – die Region Bayerischer Wald kann genauso überwältigen wie sacht in ihren Bann ziehen. Mal laut, mal leise erzählt die Mittelgebirgslandschaft ihre eigene Geschichte.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Im "Gläsernen Herzen" des Bayerischen Waldes liegen die zwei bekanntesten Bayerwald-Glashütten. Die eine ist die älteste Glasfabrik der Welt und seit 1568 in Besitz des Geschlechts der Poschinger,…
Imposant ragt der sagenumwobene Quarzfelsen nordöstlich der Stadt (Schutzgebiet Großer Pfahl) bis zu 35 m hoch auf. 300 Mio. Jahre Erdgeschichte hat das hier zu Tage tretende Riff auf dem Buckel,…
Was für eine Trutzburg! Die Veste (1219) hoch über dem Zusammenfluss von Ilz und Donau thronend ist Europas größte Burganlage. 1298, 1367 und 1387 erhoben die Bürger sich gegen die Fürstbischö…
Greif doch statt nach den Sternen mal nach den Wipfeln! In bis zu 25 Metern über dem Boden führt der Baumwipfelpfad dich über 1300 m Steglänge barrierefrei zwischen den Nadelbäumen hindurch…
Ein Meisterwerk mittelalterlicher Brückenbaukunst ist die im 12. Jh. errichtete Regensburger Steinerne Brücke, ein beliebtes Wahrzeichen der Stadt. Die 300 m lange Brücke verbindet über die Donau…
Um das gut 13 m tiefe Gewässer ranken sich viele Sagen. Fische ohne Augen sollen dort leben und Wassernixen, die männliche Uferwanderer zum nächtlichen Bad locken, was jeden Verführten das Leben…
Der Ort (9000 Ew.) hat sich dem Lindwurm verschrieben. Seit 500 Jahren erstechen die Further jeden August eine Feuer speiende Bestie: Der Drache steht für Kriege und die Not der Menschen im Tal. Der…
Moosbewachsene Felsen, gurgelnde Quellen und Bäume wie aus dem Feenwald: Wenn der Wildbach rauscht, geht das Herz auf – so schee! Einstieg hinterm Hotel Michel & Friends, danach den Schildern…
Wildromantisch rauscht der Riesbach durch die felsige Schlucht. Die 55 m hohen Wasserfälle mitten im Hochwald mit Totholz und viel Moos sind die größten im Bayerischen Wald. Von Bodenmais führt…
Mehr als 45 Wanderwege führen hinauf und um ihn herum, den König im Bayerischen Wald (1456 m). Der Aufstieg lohnt, aber auch die Gondelbahn (tgl. 9–16.30 | 13 Euro, Kinder 9,50 Euro | arber.de)…

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Zurück zur Wildnis

Wenn der Nebel mystisch über den Bergseen hängt und nur Wasserrauschen, Vogelgezwitscher und Rascheln der Blätter die Stille durchbrechen, dann zeigt sich der Wald von seiner ursprünglichsten Seite. Dafür wird hier im Nationalpark seit über 50 Jahren in Sachen Naturschutz gearbeitet und dabei immer die Balance gesucht zwischen Eingriffen durch den Menschen und dem Vertrauen darauf, dass die Entwicklung einer unangetasteten Wildnis sich früher oder später auszahlen wird. Kein Wunder also, dass ein Teil der Region im Südosten Bayerns auch den Spitznamen „Boarisch Kanada“ trägt und die Landschaft sich zum Sehnsuchtsort gemausert hat. Das Regental zieht Kanufahrer und Mountainbiker an und ein paar Tage an der Ilz, die über knapp 70 Kilometer aus dem Nationalpark in Richtung Passau fließt, eignen sich perfekt für den Test, was am Trend zur Entschleunigung in der Natur denn nun dran ist.

Leben in den Städten

Ganz anders vielseitig sind die Städte der Region. Die größte von ihnen ist Regensburg mit ihrem von der Unesco zum Welterbe erhobenen mittelalterlichen Stadtkern, unzähligen Patriziertürmen und einzigartigen Naturlandschaften rund um die Flüsse Donau und Regen, die sich hier unweit der Donauinsel Stadtamhof treffen. Das kleinere Passau ist Barockstadt mit italienischem Flair. Hier ist der Ausblick von der Stadtburg Veste Oberhaus einmalig: Wie hier Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, ist von oben toll anzusehen. Beide Städte sind als Universitätsstädte jung geblieben und haben eine lebendige Kneipen- und Kulturszene, von der sich auch die Tourismusbranche einiges abgeguckt hat. Es gibt geschauspielerte Stadtführungen, multimedial aufbereitete Museen und Ausstellungen und vielseitige Veranstaltungen übers ganze Jahr. Was nicht heißt, dass sich die kleineren Städte verstecken müssten: Bodenmais etwa gilt mit zahlreichen Spas als Wellnessparadies und der Bayerische Wald insgesamt hat die größte Dichte an Wellnessangeboten Deutschlands.

Immer am Wasser entlang

Während die Städte, gerade an den Ufern der Donau, schon etliche Jahrhunderte Siedlungsgeschichte hinter sich hatten, wurden große Teile des Waldes erst im Mittelalter als Lebensraum für den Menschen erschlossen. Mit ihnen kamen Handel und wenig später auch Holz- und Glasproduktion, die die Gegend bis heute prägen. Wo früher Holz geschlagen und über die eigens angelegten Triftkanäle zur Verarbeitung in Richtung Stadt geschwemmt wurde, wächst heute Gras über die industrielle Vergangenheit des Waldes. Stattdessen schlendert, paddelt und radelt es sich kaum irgendwo schöner als hier am Wasser entlang.

Abenteuer und Wildnis

Mit diesem Charme zieht der Bayerische Wald jährlich 2 Mio. Touristen an und ist dabei ein echter Garant für Abenteuer: ob mit dem Kanu über Ilz oder Regen, beim Wandern auf die 200 Mio. Jahre alten Gipfel von Arber, Rachel oder Lusen. Wer sich auf das Abenteuer einer Fernwanderung einlassen will, für den gibt es insgesamt 2000 km Streckennetz auf dem Goldsteig, den früher Händler und Schmuggler verwendeten, und der heute mühelos Grenzen überwindet, die zu Zeiten des Eisernen Vorhangs noch unüberwindbar schienen. Insgesamt arbeiten beide Seiten der deutsch-tschechischen Grenze hier eng zusammen: bei touristischen Programmen und Aktivitäten genauso wie beim Schutz der Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava, die gemeinsam den Superlativ des größten zusammenhängenden Waldgebiets Europas bilden.

Ein Wald im Wandel der Zeit

All das zu schützen, dieses Ziel steht ganz weit vorne. Die sichtbaren Zerstörungen, die Klimawandel und Extremwetterlagen mit sich bringen, machen die Sache aber nicht einfacher. Hitze und Dürre, wachsende Borkenkäferpopulationen und häufiger werdende Orkantiefs heißen die Herausforderungen unserer Zeit. Immerhin kann der Wald stolz darauf sein, dass er mit seinen 50 Jahren Nationalparkgeschichte schon eine ganze Menge überstanden hat. Als in den frühen 80er-Jahren zwei Stürme binnen weniger Monate über die Gegend rauschten, wurden bedeutende Teile des Waldes beschädigt und die Nationalparkverwaltung beschloss, die Renaturierung der Natur zu überlassen. Fast 40 Jahre später toben noch immer regelmäßig Stürme übers Land, aber die ehemals kahlen Stellen zeigen: Wo man die Natur seinerzeit sich selbst überließ, sind wahre Urwälder gewachsen, die nicht nur Forstexperten staunen machen. Der lebendige Beweis für die Regenerationskraft der Natur. Der Bayerische Wald wird sich in Zukunft weiter wandeln und auch bei wiederholten Besuchen immer wieder Überraschendes parat haben.

Gut zu wissen

Anreise

Von Westen her führen die A 6 und A 3 (über Nürnberg) nach Regensburg und weiter über Deggendorf nach Passau. Für Urlauber aus Berlin bietet sich die A 9 bis Dreieck Bayerisches Vogtland an, danach geht es weiter auf der A 72 und am Dreieck Hochfranken auf der A 93 Richtung Weiden und Schwandorf nach Regensburg, Deggendorf, Passau.

Wer mit der Bahn anreist, kommt von vielen deutschen Städten problemlos per ICE an die Bahnhöfe Regensburg, Passau oder Plattling. Ab Plattling fährt die Linie 1 der Waldbahn (waldbahn.de) über Deggendorf, Gotteszell, Regen und Zwiesel an den Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein. Viele Infos zum Bahnfahren in der Region gibt es auf bayerwaldticket.com.

Fernbusse fahren ab vielen deutschen Städten nach Regensburg und Passau. Weiter in kleinere Städte und Gemeinden geht‘s dann mit den regionalen Buslinien von DB Regio.

Auskunft vor Ort

Touristinformationen finden sich in fast jedem größeren Ort. Geöffnet sind sie in der Regel mindestens von Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr; es kann jedoch nicht schaden, in kleineren Orten mit Mittagspausenzeiten und früher Schließung am Samstag zu rechnen.

Informationen im Internet:

ostbayern-tourismus.de, bayerischerwald.de, nationalpark-bayerischerwald.de oder bayern.by. Viele Auskünfte zu Wanderwegen und Schutzhütten gibt es auch auf der Seite des Bayerischer-Wald-Vereins unter bayerischer-wald-verein.de.

Die Nationalpark-App mit aktuellem Kartenmaterial, Tourenvorschlägen, aktuellen Hinweisen zum Zustand von Wegen und vielen Hintergründen ist ein fantastischer Begleiter für alle, die das Nationalparkgebiet auf eigene Faust erkunden wollen. Ein Ranger für die Hosentasche quasi.

Auto

Das gut ausgebaute Straßennetz hat nicht nur Vorteile: Die Fahrweise einiger Einheimischer ist leichtfertig, die Unfallquote relativ hoch. In fast allen größeren Orten gibt es ein Parkplatzproblem.

Dank der kostenlosen ÖPNV-Karten, die in zahlreichen Gästetickets automatisch enthalten sind, kann es sich deshalb lohnen, das Auto vor Ort auch mal stehen zu lassen.

Carsharing & Mietwagen

Leihwagen findet man in den großen Städten, wo die Bahnhöfe in der Innenstadt liegen, sicher auch spontan. Carsharing gibt’s auf der Plattform E-Wald (e-wald.eu). Hier können registrierte Nutzer ab 7 Euro/Stunde an vielen Verleihstandorten der Region E-Flitzer mieten, die einen umweltschonend von A nach B bringen. Mit der Gästekarte Aktiv-Card sind die Anmeldung sowie die ersten 3 Stunden gratis.

Berg-/Schutzhütten

Live dabei bei Sonnenauf- und -untergängen bist du, wenn du auf den bewirtschafteten Schutzhäusern der Region übernachtest. Beliebt sind das Falkensteinhaus (Tel. 09925 90 33 66 | 1315m.de) bei Lindberg oder das Arberschutzhaus (Tel. 09925 9 41 40 | arberschutzhaus.de). Neben den vom Bayerischer-Wald-Verein betriebenen Häusern gibt es etliche privat bewirtschaftete. Eine Auflistung bietet short.travel/bay14.

Camping

Eine Karte mit den knapp 40 Campingplätzen im Bayerischen Wald kannst du über den Tourismusverband Ostbayern (ostbayerntourismus.de) bestellen. Am Nationalpark ist auch Wintercamping möglich.

Jugendherbergen

17 Jugendherbergen hat die Region. Infos gibt es beim Landesverband (Tel. 089 9 22 09 80) in München. Mittelalter- Feeling bieten die Schlossherbergen auf Burg Saldenburg, Burg Waldmünchen und in Passau. bayern.jugendherberge.de

Telefon & Internet

Nationale Vorwahlen: Deutschland 0049; Österreich 0043; Tschechien 00420

Die Netzabdeckungen der Anbieter können im Bayerischen Wald stark unterschiedlich sein. Am besten versorgt sind in der Regel Benutzer des D1-Netzes.

Freies Wlan ist in fast allen Unterkünften Standard. Informationen zu Wlan-Hotspots findest du auch im Internet unter wlan-bayern.de.

Gesundheit

Krankenhäuser gibt es in Regensburg, Passau, Deggendorf, Straubing, Zwiesel und Viechtach. Bereitschaftsdienste und Notfallapotheken findest du auf den Seiten 116117.de oder aponet.de.

Öffnungszeiten

In Bayern dürfen Geschäfte und Supermärkte von Montag bis Samstag zwischen 6 und 20 Uhr geöffnet werden, sofern keine Ausnahmegenehmigung vorliegt. Das gilt auch für die Supermärkte in den Großstädten. In kleineren Orten auf dem Land kann es gut sein, dass Geschäfte Mittagspause machen, oder mittwochs und samstags am Nachmittag gar nicht öffnen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Besonders intensiv genutzte Mobilitätsangebote sind die Waldbahn (waldbahn.de), im Sommer jeden Samstag und Sonntag zwischen Passau und Freyung die Ilztalbahn (ilztalbahn.eu) sowie die Igelbusse, die dich durchs Nationalparkgebiet fahren. Fahrpläne und Tarife auf bayerwald-ticket.com.

In den Großstädten Regensburg und Passau lässt sich eine ganze Menge zu Fuß erkunden. Wenn es doch mal mit dem Bus vorangehen muss, kostet ein Tagesticket in Regensburg ab 5 Euro und jede Einzelfahrt in Passau 2 Euro. Das Gästeservice-Umwelt-Ticket GUTi bietet freie Fahrt im gesamten Tarifgebiet.

Wenn du den Wald mit den Öffis entdecken willst, dann ist die Bayern- Fahrplan-App dein bester Freund, mit Liniennetzplänen aller bayerischen Verkehrsverbünde auf einen Blick und mit Routenplaner. Und wer spontan unterwegs sein will, kann sich mit der Abfahrtsfunktion einfach die nächsten Verbindungen von seinem Standort anzeigen lassen und ins Blaue fahren – sofern die Internetverbindung mitspielt, versteht sich. Insbesondere wenn man die Taktung urbaner Regionen gewöhnt ist, sollte man im Voraus einen Blick auf die teils wenig dichte Taktung sowie die letzten Verbindungen am Abend werfen.

Vergünstigungen

Die meisten Regionen bieten kostenlose Vergünstigungskarten an. Die verbreitetsten sind die Aktiv Card (aktivcard-bayerischer-wald.de) und die Nationalpark-Card, die Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und sogar Skiverleih vergünstigen und das GuTi-Ticket, das Gästeservice-Umwelt-Ticket. Ob dein Gastgeber in einem der Verbünde organisiert ist, erfährst du meistens direkt bei der Buchung oder auf Nachfrage. Aktiv Card, GuTi und Co. bekommst du dann beim Einchecken in der Unterkunft.

Die Bayerwald-Card plus (bayerwaldcard-plus.de) gibt es ab 20 Euro und bietet zeitlich begrenzt allerlei Vergünstigungen wie auch die Passau Card all inclusive (passaucard.de, ab 16,50 Euro), die sowohl in Stadt und Landkreis sowie Teilen Böhmens und Österreichs als Einkaufsausweis, Busticket und Eintrittskarte gilt.

Notfallnummern

Medizinische Notfälle: Tel. 112 (Polizei: 110). Funktioniert auch in Österreich und Tschechien.

Notfälle unterwegs in den Bergen: Bayerwald-Bergwacht in Deggendorf: Tel. 0991 38 30 81 82

Wichtige Hinweise

Die ausgedehnten Wälder der Region bieten Ortsunkundigen selten markante Orientierungspunkte. Die Wanderstrecken sind zwar gut markiert, aber man kommt trotzdem leicht vom Weg ab, deshalb solltest du deine Wanderungen immer vorbereiten. Rechne dabei aber nicht damit, immer online zu sein – zieh aus diesem Grund besser nicht ohne gute Karte los! Auf den Bergen kann es rasch abkühlen. Eine Windjacke ist ratsam, genauso wie ausreichend Proviant, da die Hütten außerhalb der Sommermonate gelegentlich geschlossen sind.

Zoll & Grenzverkehr

Beim Grenzübertritt nach Österreich und Tschechien solltest du Personalausweis oder Reisepass sicherheitshalber dabeihaben. Im Reiseverkehr gelten folgende Freimengen: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1 kg Tabak, 10 l Spirituosen und 1 kg Kaffee. zoll.de

Radverleihe

Leihräder gibt es an den meisten Orten, im hügelig bis bergigen Bayerwald ist ein Rad mit E-Motor praktisch, erhältlich z. B. bei ebike-bayerwald.de mit individuellem Hol- und Bringservice. Informationen zu Anbietern vor Ort haben die Touristinformationen, die häufig selbst Leihstation sind.

Events, Feste & mehr

Feiertage

Allgemein

Neben den bundesweiten gelten einige katholische Feste als gesetzliche Feiertage

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Dreikönig

März/April

Karfreitag, Ostermontag

Mai

Himmelfahrt

Mai/Juni

Pfingstmontag

Mai/Juni

Fronleichnam

15. August

Mariä Himmelfahrt

3. Oktober

Tag der Deutschen Einheit

1. November

Allerheiligen

25./26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen

Februar/März

Rauhnacht (Frauenau): größtes Maskenfest des Waldes

Mai/Juni

Maidult (Passau): traditionsreiches Volksfest. passauer-dult.de

Pfingstritt (Bad Kötzting): Trad. Pfingstprozession; läutet die Festwoche ein.

Rock the Hill (bei Bischofsmais): Rockbands spielen bei dem Bike-Festival am MTB-Park auf. rockthehill.de

Juli

Europäische Wochen (Passau): internationale Kulturfestspiele Ende Juni, Anfang Juli. ew-passau.de

Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele (Regensburg): Konzerte internationaler Top Acts, Opern und Galas.

Deggendorfer Donaufest: Fest im Donaupark, alle zwei Jahre. deggendorfer-donaufest.de

Waldfestspiele (Bad Kötzting): Theaterklassiker auf Bairisch und unter freiem Himmel. waldfestspiele.de

August

Ilzer Haferlfest (Passau): Auf und längs der Ilz gibt‘s am Festwochenende Leckerbissen, Musik, Feuerwerk

Further Drachenstich Historienspiel auf dem Further Marktplatz.

Gäubodenfest (Straubing): zweitgrößtes Volksfest Bayerns. volksfest-straubing.de

Arberkirchweih (Großer Arber): Älteste Bergfeier des Waldes. arber.de

August/September

Herbstdult (Regensburg). r-dult.com

November

Wolfauslassen (Rinchnach): Männer laufen durch den Ort und läuten Kuhglocken, ein uralter Brauch, der früher Raubtiere fernhalten sollte.

Dezember

Christkindlmärkte, besonders schön in Passau beim Dom, am Schloss in Regensburg und im Granitzentrum-Hauzenberg

Bloss nicht!

Dialekt imitieren

Wie oft geübt das „Oans, Zwoa, Gsuffa“ von der Wiesn auch sein mag, wer des Bayerischen nicht mächtig ist, sollte es sein lassen. Wer den Dialekt respektiert, sich beim Verständnis Mühe gibt und offen ist für eine nette Unterhaltung, wirkt ohnehin viel sympathischer.

Von der Provinz sprechen

„Ihr habt es ja idyllisch hier in der Provinz!“ Ein einfaches „Schön hier!“ hätte es auch getan und dein Gegenüber weit weniger verärgert. Dass sie hier etwas ab vom Schuss leben, wissen die Einheimischen bereits, aber ihre Heimat, die würden sie für keine Großstadt der Welt eintauschen.

Den Stammtisch belagern

Wenn du in einem Wirtshaus selbst im größten Gedränge einen Tisch entdeckest, an dem trotz fehlendem „Reserviert”-Schild niemand sitzt, stehst du vermutlich vor dem sakrosankten Stammtisch. An dem darfst du dich nur nach Aufforderung niederlassen. Wirst du eingeladen, gibt es kaum einen herzlicheren Sympathiebeweis.

Verkleiden

Tracht ist im Wald nicht weit verbreitet und unterliegt wenn, dann strengen Regeln. Also Finger weg von Landhausmode und billigem Trachtenverschnitt à la Oktoberfest. Auch wer Dirndl und Lederhosn als „Kostüm“ bezeichnet, hüpft mit Anlauf in den Fettnapf. Kleine Trachtenmode-Geschäfte in den Ortschaften beraten gerne, wenn du echtes Interesse zeigst.

Ranger ärgern

Im Nationalparkgebiet passen Ranger auf die Natur auf. Meist sind sie wie wandelnde Infostellen, die Touristen gern mit ihrer Begeisterung anstecken. Sie können aber richtig grantig werden, wenn sich Besucher nicht an die Regeln halten. Eigentlich klar: Müll wieder mitnehmen, Hunde an die Leine und immer auf den Wegen bleiben.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Finsterau

Bestsellerautorin Andrea Maria Schenkel erzählt von einem wahren Mordfall. Die junge Afra kommt 1944 schwanger in ihr Heimatdorf zurück und macht ihren Eltern damit große Schande. Weglegen – unmöglich! (2012)

Die Henkerstochter

Der Auftakt der dreiteiligen Historiensaga (2008) von Oliver Pötzsch spielt kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg in und um Regensburg. Henker Jakob Kuisl wird zum Detektiv, um eine Hebamme zu retten, die der Hexerei angeklagt ist.

Filme

Eine ganz heiße Nummer

Ein Film (2010) mit viel Dialekt, Heimatgefühl und Humor: Im erzkatholischen Wald versuchen drei Frauen mit einer Sexhotline ihren Unterhalt nach dem Aus des Tante-Emma-Ladens zu verdienen. Der zweite Teil folgte 2019.

Der wilde Wald

Close-ups von großen und kleinen Waldbewohnern, Sonnenaufgänge wie aus dem Bilderbuch – dem Team hinter der Doku zum 50. Nationalparkgeburtstag ist ein einmaliger Blick auf den Wald gelungen. Kinostart 2021

-3-2 °C
1 h/Tag

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 22:09 Uhr

Anreise

4h 40min
6h 27min
1h
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