
Reiseführer Elba - Toskanischer Archipel

Elba ist wie Italien im Kleinformat: ringsum azurblaues Meer, im Landesinneren Hügel und Berge, gesegnet mit einem milden, warmen Klima, reich an Wein und Oliven und die Menschen von einer entspannten Lebensart bestimmt.
Große Vielfalt an Stränden
Elba ist die größte Insel des sogenannten Toskanischen Archipels, einer dem toskanischen Festland vorgelagerten Inselgruppe. Sie ist nach Sizilien und Sardinien sogar die drittgrößte Insel Italiens. Dennoch sind ihre Ausmaße eher bescheiden – von Westen nach Osten sind es keine 30 km Luftlinie, und insgesamt leben gerade einmal 32 000 Menschen in den 24 Dörfern der Insel. Umso verwunderlicher, wie viel dieses Fleckchen Erde zu bieten hat. Da wären zunächst einmal die Strände – es ist nahezu unmöglich, sie alle in einem Urlaub zu besuchen. Es gibt breite Sandstrände wie in Lacona oder Marina di Campo, felsige Buchten wie in Chiessi oder Sant‘Andrea und kiesige Küstenabschnitte wie bei Portoferraio oder Rio. Ob man im Norden, Süden, Osten oder Westen badet, entscheidet daher der persönliche Geschmack, aber auch die aktuellen Windverhältnisse. Spontaneität ist hier kein Problem: Da man in einer Autostunde die gesamte Insel der Länge nach durchmessen hat, ist der Strand der Wahl stets nah. Wer sich ein paar Meter weiter aufs oder ins Wasser hinauswagt, lernt sehr wahrscheinlich einige Meeresbewohner kennen: etwa Fischschwärme beim Schnorcheln oder Tauchen oder beim Segeln oder Paddeln Delfine. Der Nationalpark Toskanischer Archipel ist nicht umsonst das größte Meeresschutzgebiet Europas.
Ideal für Outdoor-Sport
Wildlife-Erfahrungen sammelt man aber ebenso an Land: Bei Exkursionen in die macchia, die typisch mediterrane Vegetation, entdeckt man einen ungeheuren Reichtum an Vogel- und Schmetterlingsarten. Begegnungen mit Wildschafen, sogenannten Mufflons, und Wildschweinen sind ebenso keine Seltenheit. Die Farben und Düfte der nicht weniger reichhaltigen Pflanzenwelt untermalen die Ausflüge in die Natur: Rosmarin, Salbei und Lavendel schmeicheln der Nase, Ginster, Veilchen und Orchideen dem Auge. Doch nicht nur deshalb gehören Wandern und Mountainbiken zu den beliebtesten Aktivitäten der Inselbewohner und -besucher. Die mit immerhin 1019 m höchste Erhebung, der Monte Capanne im Westen Elbas, bietet an seinen Hängen Terrain für anspruchsvolle Outdoorsportler. In Küstennähe sowie im Ostteil der Insel findet dagegen die Genusswanderfraktion flacheres Gelände. Weite Blicke über die Inselküste bis zu den Nachbarinseln und zum Festland bietet fast jede Tour.
Geschichte
Ab 2000 v. Chr.
Erste Siedlungen in der Jungsteinzeit
Ab 800 v. Chr.
Herrschaft der Etrusker
246 v. Chr.
Römer erobern Elba
575 n. Chr.
Einfall der Langobarden
1015
Die Pisaner übernehmen die Herrschaft
Ab 1399
Elba gehört zu Piombino
1548
Portoferraio wird den Medici in Florenz zugesprochen
1802
Elba geht an Frankreich
1814
Verbannung Napoleons I. nach Elba
1860
Elba gelangt mit dem Großherzogtum Toskana an das Königreich Italien
Ab 1900
Die industrielle Erzverarbeitung in Portoferraio boomt
1996
Einrichtung des Parco Nazionale dell’Arcipelago Toscano
2012
Vor Giglio havariert die „Costa Concordia“
2022
Nach der Coronakrise strömen die Urlauber wieder nach Elba
Reich an Bodenschätzen
Elba auf ein Bade- und Wanderziel zu beschränken wäre allerdings kurzsichtig. Was eine mager besiedelte Insel kulturell schon bieten kann? Mehr, als man denkt. Dafür sorgt allein schon ihre bewegte Geschichte. Elba ist so reich an Bodenschätzen, dass sich die Mächtigen der Welt Tausende von Jahren um ihre Herrschaft rissen. Ob Etrusker, Römer, Pisaner, die Medici, Napoleon oder Großindustrielle: Sie alle waren auf die Eisenerze Elbas aus, die schon in der Antike als unerschöpflich galten. Erst Anfang der 1980er-Jahre wurde der Bergbau aufgegeben. Bis dahin hatten Bergwerke unter- und über Tage, Schmelzöfen und Förderbänder das Gesicht der Insel geprägt. Man stolpert also regelrecht über Elbas Bergbaugeschichte, sei es in Museen, bei Führungen durch die ehemaligen Minen oder beim Baden, wenn am Strand noch Reste der Anlagen zu sehen sind, mit denen die Bodenschätze auf Schiffe verladen wurden. Der Boden ist übrigens immer noch so reich an Mineralien, dass er Sandstrände glitzern lässt, Wasser verfärbt und nicht zuletzt Mineraliensammler aus der ganzen Welt anzieht, die bunt schillerndes Gestein suchen und finden.
Napoleons geschichtsträchtiges Exil
All die ehemaligen Herrscher der Insel haben reichlich Spuren hinterlassen. Davon sind heute noch etruskische Fundstücke in Museen, römische Villen in bester Küstenlage, mittelalterliche Festungen und vieles mehr zu sehen. Doch nichts hat Elba so geprägt wie der nicht einmal zehnmonatige Aufenthalt eines einzigen Mannes: Napoleon wurde 1814 auf Elba verbannt, kehrte aber wenig später, wenn auch nur für kurze Zeit, an die Macht zurück. Während seines kurzen Exils stellte er das Leben der Elbaner auf den Kopf. Nicht nur, dass Europas prominentester Politiker sie nun regierte, Napoleon baute Straßen sowie eine Kanalisation, regulierte die Prostitution, erließ Hygienevorschriften und hob Elba so auf ein nie dagewesenes Zivilisationslevel. Seine beiden Residenzen, eine im Hauptort Portoferraio, eine etwas außerhalb desselben, gehören natürlich zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Insel. Bis heute ist der Exilkaiser in Form von Souvenirartikeln, Gedenkveranstaltungen und als Werbemarke für allerlei Produkte allgegenwärtig. Und es lohnt, sich näher mit Elbas höchstinteressantem Napoleon-Intermezzo zu beschäftigen. Darüber hinaus gibt es auf der Insel unerwartet viele Ausstellungen, Konzerte und weitere Kulturevents, wenn man weiß wo. Und keine Angst: Auch die Partykultur kommt nicht zu kurz, vor allem im Hochsommer, wenn in Strandbars und Clubs die Nacht zum Tage gemacht wird.
Elba - Toskanischer Archipel Highlights
Aktuelles Wetter
Wissenswertes
Aktuelles Wetter
Wissenswertes
MARCO POLO Reiseführer
Elba, Toskanischer Archipel
Buch, 12. Auflage · 15.95 €Urlaub in Napoleons Exil mit dem MARCO POLO Reiseführer Elba – Toskanischer Archipel Der Legende nach ist Elba eine der Perlen, die Venus beim Baden im Meer verlor. Kein Wunder, dass die Insel so perfekt für einen Traumurlaub ist! Hier findest du endlose Strände, Berge mit fantastischem Ausblick und eine unglaublich reiche Tier- und Pflanzenwelt – noch dazu auf kleinstem Raum.
Entspanne in den wildromantischen Buchten oder wandle auf den Spuren von Napoleon. Egal, wonach dir der Sinn steht, dein MARCO POLO Reiseführer hält immer die besten Tipps für dich bereit!
Italien im Kleinformat: Erlebe unvergessliche Momente auf Elba
Auf deinen Kompass solltest du dich auf Elba lieber nicht verlassen, denn das magnetische Gestein des Monte Calamita soll sogar schon Schiffe vom Kurs abgebracht haben. Aber keine Sorge: Dein MARCO POLO Reiseführer und die praktische Touren-App sorgen dafür, dass du auf Elba und den umliegenden Inseln nie die Orientierung verlierst. Egal, ob du auf der Passeggiata Carmignani die malerische Küste entlangwanderst oder die Insel mit dem Kajak umrundest: Mit deinem MARCO POLO Reiseführer Elba – Toskanischer Archipel bist du für jedes Abenteuer perfekt ausgestattet!

Elba - Toskanischer Archipel in Buch & Film









