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Reiseführer
Amrum - Föhr

MARCO POLO Reiseführer

Föhr, Amrum, Pellworm, Nordstrand, Halligen

15.95 €

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„Wie Träume liegen die Inseln im Nebel auf dem Meer“ – so beschrieb der Dichter Theodor Storm den Blick auf die Halligen. Ganz anders bei klarer Luft, dann erscheinen sie gestochen scharf, zum Greifen nah. So dicht beieinander liegen die Inseln und sind doch so verschieden: Nordstrand – fast noch Festland, Pellworm – die Häuser hinterm Deich, die Halligen – winzig zum Teil, verloren im Meer, Amrum – Dünen, breiter Strand, Föhr – blühende Wiesen, bildhübsche Friesendörfer.

Mittendrin: Urlaub im Weltnaturerbe Wattenmeer

Viele Touristen sind genauso glühende Lokalpatrioten wie die Insulaner selbst und lassen auf „ihre“ Insel nichts kommen: Föhr-Fans schwören auf einen gemütlichen Dorfbummel, verträumte Stunden im Café mit Meerblick und eine Radtour oder einen ausgiebigen Marsch durch die Marsch. Eingefleischte Amrum-Urlauber lieben die Dünenlandschaft „ihrer“ Insel – für sie geht nichts über einen Strandtag auf dem Kniepsand oder einen langen Spaziergang am Flutsaum. Pellworm- und Nordstrand-Liebhaber freuen sich aufs Wattwandern und aufs Radfahren am Deich und durch die Felder, während für Hallig- Freunde das unmittelbare Erleben der Natur auf der Urlaubsagenda an erster Stelle steht. Einig aber sind sich alle Inselurlauber in einem: Ferien ohne Wattenmeer, ohne Nordsee sind keine Ferien. Das – zumindest auf Föhr und Amrum – vielfältige kulturelle Angebot ist eine willkommene Abwechslung bei so viel Naturerlebnis.

Die Urgewalt des Meeres

Für Abwechslung geologischer Art sorgt seit Urzeiten die Nordsee. Erst seit rund 500 Jahren besitzen die Inseln und Halligen ihre heutige Gestalt. Wind und Meer modellieren weiter an ihrer Form, genauso wie sie das Wattenmeer selbst unablässig umgestalten. Was u. a. dazu führt, dass ein- bis zweimal im Jahr die Pricken – junge Birken, die die Fahrrinnen für die Fähren und Ausflugsschiffe markieren – umgesetzt werden müssen. Die Geestrücken von Föhr, Amrum und Sylt bestehen aus Geröll und Gestein, das eiszeitliche Gletscher vor sich herschoben – der allmähliche Anstieg des Meeresspiegels schuf dann die drei Inseln, die seit ca. 2000 Jahren vom Festland getrennt sind. 1362 entstand durch die katastrophale Marcellusflut die Insel Strand. 1634 schlug die Burchardiflut zu und zerriss sie – das Ergebnis sind Pellworm und Nordstrand. Beide Inseln liegen großenteils unter dem Meeresspiegel – ohne Deiche würde das Meer sie verschlingen. Auch Föhr und Amrum sähen ohne teilweise Eindeichung ganz alt aus.

Geschichte

  • 3000–1000 v. Chr.

    Erste Besiedlungen von Föhr und Amrum

  • 1231

    Erste urkundliche Erwähnung Föhrs und Amrums

  • 1362

    Marcellusflut: Bei der „Großen Mandränke“ kommen über 10 000 Menschen um

  • 1634

    Burchardiflut: Über 8000 Menschen ertrinken. Aus der Insel Strand entstehen Nordstrand und Pellworm

  • 19.Jh.

    Tausende Inselfriesen wandern aus in die Neue Welt

  • 1819

    Wyk wird Seebad

  • 1962

    Sturmflut: Die Inseln und Halligen werden schwer getroffen

  • 1985

    Einrichtung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

  • 2011

    Das deutsche Wattenmeer wird Unesco-Weltnaturerbe

  • 2018

    In Wyk eröffnet das erste große Luxushotel auf den Inseln

  • 2022–2024

    Großes Facelifting in Wyk: Seebrücke mit Eventplattform, Schwimmbad, Seglerbrücke, Fußgängerzonen und ein neues Hotel gibts auch noch

Holländer, Walfänger und Auswanderer

Von der Mitte des 17.Jhs. bis ins frühe 19.Jh. war die Seefahrt die Haupterwerbsquelle der bis dahin bettelarmen Insulaner, vor allem der Walfang. Zu verdanken war das den Holländern. Die brauchten gute Seeleute und Harpuniere, um im nördlichen Eismeer Wale und Robben zu jagen, und fanden sie auf den Nordfriesischen Inseln. Über alle Meere fuhren die Inselfriesen in dieser Zeit und verdienten so viel, dass die Historiker vom goldenen Zeitalter sprechen. Die enge Beziehung zu den Holländern dokumentieren noch heute die blau-weiß gekachelten Wände in den alten Friesenhäusern.

Anfang des 19.Jhs. brachten die Napoleonischen Kriege die Handelsschifffahrt zum Erliegen, viele Inselfriesen gerieten in wirtschaftliche Not und wanderten nach Amerika aus. Als dann die Inseln nach dem deutsch-dänischen Krieg 1864 an Preußen fielen, folgten ihnen noch mehr Insulaner, von denen viele in New York hängen blieben. Deswegen haben etliche Inselfriesen bis heute eine enge, auch familiäre Verbindung mit dem Big Apple.

Von Deichschafen und Badegästen

Landwirtschaft spielt – sieht man von Amrum ab – auf den Inseln seit der Eindeichung eine wichtige Rolle, Hauptdarsteller dabei ist das Schaf. Es liefert Fleisch und Wolle und ist auch im Inselschutz tätig: Auf den Deichen hält es das Gras kurz und tritt den Boden fest. Ab Anfang des 19.Jhs. erschlossen sich die findigen Inselfriesen allmählich eine neue Einkommensquelle: den Badebetrieb. Zuerst kamen Maler und Schriftsteller, ließen sich von den Wellen der Nordsee und dem weiten Himmel über den Inseln inspirieren. Bald erkannten Ärzte den Wert des insularen Nordseeklimas für die Gesundheit – Föhr errichtete 1819 in Wyk das erste Badehaus. Mitte des 19.Jhs. machte Dänemarks König Christian VIII. mehrmals Sommerurlaub in Wyk, was der neuen Branche einen Schub gab.

Bloss nicht wie Sylt werden

Heute sind aus Fremdenzimmern, die einst nach dem Motto „Kuh raus, Kurgast rein“ entstanden, längst Ferienapartments und -häuser geworden. Hotels werden renoviert oder neu gebaut, weil immer mehr Gäste Kurzurlaub machen, ganzjährig angelockt durch spezielle Angebote, kulturelle und sportliche Events. Und so sind die Inseln auf gutem Weg, Sylt als Lieblingsinsel der Deutschen den Rang abzulaufen: Abgeschreckt von deren Menschenmassen und Autoschlangen im Sommer wenden sich immer mehr Stammgäste und potenzielle Ferienhauskäufer Föhr und Amrum zu. Man spricht schon von einer drohenden Syltifizierung. Ob es so weit kommt, darf bezweifelt werden. Noch jedenfalls findest du auf Föhr und Amrum Natur pur und Ruhe, so viel du willst.

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MARCO POLO Reiseführer
Föhr, Amrum, Pellworm, Nordstrand, Halligen

Buch, 14. Auflage · 15.95 €

Entdecke mit dem MARCO POLO Reiseführer Föhr & Amrum, Pellworm, Nordstrand und die Halligen Keine der Nordfriesischen Inseln ist wie die andere. Auf Föhr findest du die schönsten Friesendörfer, Amrum lockt mit den malerischsten Dünen. Auf der Halbinsel Nordstrand kannst du wunderbar radeln und auf Pellworm selbst in der Hauptsaison die Ruhe genießen. Oder du lässt dir auf den winzigen Halligen den Nordseewind um die Nase wehen.

Egal wie dein Traumurlaub aussieht – mit dem MARCO POLO Reiseführer findest du überall die besten Spots auch abseits der bekannten Touristenpfade!

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  • Alle Highlight-Karten und Stadtpläne wurden komplett überarbeitet

Erlebe unvergessliche Momente im Wattenmeer mit MARCO POLO

Urlaub im Watt? Aber klar! Auf den Nordseeinseln bist du mittendrin im Weltnaturerbe. Wenn du mal genug hast von Dorfbummeln, Cafés mit Meerblick und Radtouren auf dem Deich, dann unternimm bei Ebbe eine Wanderung über den Meeresboden! Mit etwas Glück entdeckst du sogar ein paar Seehunde.

Ob Aktivurlaub zwischen Dünen und Watt oder entspannte Tage am Strand: Dein MARCO POLO Reiseführer Föhr & Amrum ist der ideale Begleiter, wenn du die Nordfriesischen Inseln erkundest!

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Amrum - Föhr in Buch & Film

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InselstolzKnud Knudsen ist Wattpostbote, Merle und Malin Dell Missier sind Schülerinnen, Katja Just ist von München auf die Hallig gezogen: 25 Inselbewohner erzählen von ihrem Leben mit und in der Nordsee. Georg Waldherr und Uwe Bahn haben’s aufgeschrieben (2013).
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Mörder auf Amrum
Mörder auf AmrumWinter im Watt, Nebel in Nebel, die Insel schläft – und trotzdem gibt es gleich zehn Tote in 90 Minuten. Ein skurriler Inselkrimi von Markus Imboden mit Hinnerk Schönemann und Thomas Thieme (2010).
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