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USA Südwest

Check-in

Rote Canyons, uralte indianische Siedlungen, riesige Kakteen und glitzernde Spielkasinos: Keine amerikanische Region unterscheidet sich so von Europa wie die Wüstenstaaten des Südwestens. Und keine andere Landschaft Amerikas ist aus Westernfilmen und Roadmovies so fest in der Kinomythologie verankert wie das Monument Valley oder die Route 66.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Tief im Kalkgestein der Guadalupe Mountains im Südosten New Mexicos liegen die schönsten, seit 3 Mio. Jahren gewachsenen Tropfsteinhöhlen der Welt. Eine spektakuläre Attraktion sind…
Die besten Galerien befinden sich entlang der Canyon Road. V.a. Malerei und Kunst mit Southwestmotiven sind hier zu finden, aber auch moderne Skulpturen, Glasarbeiten und Keramik.
Las Vegas, heißt es, sei das Tor zum Grand Canyon. Ein Europäer kann diesen Spruch kaum geprägt haben, denn die Entfernung ist für europäische Verhältnisse gewaltig. Bustouren dauern lange, doch…
Die Wüste lebt: Nirgendwo ist das besser zu sehen als in diesem Freilichtmuseum, das Flora und Fauna der amerikanischen Wüsten zeigt.
Den schönsten Blick hat man im Dead Horse Point State Park. Gut 700 m über dem Zusammenfluss von Colorado und Green River eröffnet sich ein weites Panorama. Es gibt einen Picknick- und einen…
Fast 450 km lang ist der Grand Canyon, 16 km breit und bis zu 1,5 km tief - ein imposantes Naturwunder. Besonders im Morgen- und Abendlicht wird der Blick in die gewaltige Schlucht mit ihren braun-rot…
Das elegante, auf ca. 2400 m Höhe gelegene und an drei Seiten von Bergen umgebene Aspen erinnert mit seinen viktorianischen Ziegelhäusern noch an seine Vergangenheit als Silberbergbaustädtchen.…
Neben dem Grand Canyon wohl der schönste Nationalpark im Südwesten: eine märchenhafte Welt aus roten und weißen Felssäulen und bizarren Steinformationen. Im Visitor Center gibt es Wanderkarten.…
Zahllose Western und Werbespots machten die mächtigen Monolithen und Tafelberge des Wüstentals zwischen Utah und Arizona weltberühmt. Das Tal liegt im Navajo-Reservat und weit verstreut leben…
Rund 50 km westlich von Durango finden sich die eindrucksvollsten Zeugnisse früher indianischer Kulturen. Seit dem 6. Jh. lebten hier die Anasazi, die um 1200 große Klippenbauten errichteten. Mehr…
Das von den Spaniern 1609 gegründete Santa Fe gilt als älteste Hauptstadt der USA. Zunächst war es das Zentrum der spanischen Kolonialmacht, dann wurde es zum Handelsknoten am Ende des Santa Fe…
Besucht man den Arches National Park, ist die rund 5 km lange Wanderung zum Delicate Arch ein absolutes Muss. Das schönste Farbenspiel gibt es hier am Spätnachmittag.

Reisezeit

Januar
sehr gut
18°C
Februar
sehr gut
21°C
März
sehr gut
24°C
April
sehr gut
29°C
Mai
sehr gut
34°C
Juni
sehr gut
39°C
Juli
sehr gut
41°C
August
sehr gut
39°C
September
sehr gut
37°C
Oktober
sehr gut
31°C
November
sehr gut
24°C
Dezember
sehr gut
20°C

Die beste Reisezeit für USA Südwest sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 30° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juni mit durchschnittlich 14 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 18° Celsius bei 3 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 30° Celsius und die Nachttemperatur bei 12° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 2 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Januar, Februar, Juli, August und Dezember.

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Entdecke den Südwesten der USA

Der Südwesten - Was gehört dazu?

Vier Staaten zählen zum klassischen Südwesten: Arizona und New Mexico im Süden, Colorado und Utah im Norden. Ein Gebiet, viermal so groß wie Deutschland. Als Ausgangspunkt für eine Rundfahrt eignet sich besonders gut die glitzernde Spielerstadt Las Vegas im Nachbarstaat Nevada, die deshalb ebenfalls in diesem Band eingeschlossen ist.

Canyons und Kakteen

Kernstück der Region ist das Colorado Plateau, ein gewaltiger Gesteinsblock, der vor rund 10 Mio. Jahren durch die Kontinentalverschiebung angehoben wurde. Flüsse, Wind und Wetter haben über die Zeit spektakuläre Canyons in das Gestein geschnitzt. Im Norden Arizonas und in Südutah sind diese monumentalen Naturdenkmäler heute in zahlreichen Nationalparks geschützt: Grand Canyon, Zion, Bryce Canyon, Capitol Reef, Canyonlands und nicht zuletzt der Arches National Park mit seinen bizarren Felsbögen. Südlich des Colorado Plateaus schließen die großen Wüsten der Sonora Desert an. Vor allem in der Region um Tucson zeigt sich die Wüste von ihrer schönsten Seite: Gewitterstürme im Sommer und der Winterregen bringen genug Feuchtigkeit, um eine einzigartige Flora mit großen Kakteenwäldern gedeihen zu lassen. Dass es dabei Richtung Süden immer öder und heißer wird, stimmt nur bedingt. Hier und dort sind in die weiten Ebenen Bergketten eingestreut, die mit angenehm frischen Temperaturen erfreuen.

Wilder Westen

Nicht nur die Natur fasziniert im Südwesten. Die Menschen der Region bilden ein vielfältiges Mosaik aus drei ganz unterschiedlichen Kulturen: Schon vor 1000 Jahren florierten hier die Hochkulturen der Anasazi- und Hohokam-Indianer, die Mais anpflanzten und steinerne Städte in die Klippen der Canyons bauten. Ihre Traditionen setzen sich bei den Pueblo-Stämmen am Rio Grande und den Hopi-Indianern Arizonas fort. Die ersten Weißen kamen ab 1540 in die Region – spanische Glücksritter und Missionare: Besonders in New Mexico ist das spanisch-mexikanische Flair noch heute zu spüren. Um 1820 drangen die ersten US-Amerikaner von Osten her in die Region vor. Pelzhändler überquerten auf der Suche nach Biberfellen die Rocky Mountains, 1821 erkundete der Händler William Becknell einen Pfad vom Mississippi bis nach Nuevo México: den später berüchtigten Santa Fe Trail. Die Angloamerikaner wurden die neuen Herren des Südwestens, und die Zeit des Wilden Westens begann: Revolverhelden nahmen den Goldgräbern ihre Funde ab, Banditen überfielen die Postkutschen, Viehdiebe machten den Ranchern das Leben schwer.

Im Land der Apachen

1860–86 drängte die US-Kavallerie in blutigen Kriegen die letzten freien Indianerstämme in Reservate – eine Zeit bitterer Erinnerungen für die Navajos und Apachen. Nach langer Unterdrückung der indianischen Kultur hat erst in den letzten Jahrzehnten ein Umdenken stattgefunden. Besondere Gesetze kommen den mittlerweile weitgehend autonomen Siedlungsgebieten der „Uramerikaner“ zugute, die dort zunehmend in eigener Regie touristische Projekte wie Hotels und Kasinos betreiben.

Alles easy?

Die weißen Bewohner des Südwestens haben inzwischen mit Klimaanlagen, Pools und Golfplätzen der Wüstennatur ein Schnippchen geschlagen. Der Südwesten weist neben Florida die höchsten Zuwanderungsraten der ganzen USA auf. Mit Lebensqualität, sonnigem Wetter und großem Freizeitangebot locken viele Firmen ihre Angestellten. Viele Computerhersteller, Versicherungen, Banken und andere Unternehmen haben in den letzten Jahren ihre Hauptquartiere nach Arizona oder Colorado verlegt. Doch der ungeheure Boom vor allem der Metropolen hat Folgen, und die Eingriffe in die Natur beginnen sich zu rächen. An so manchen Tagen herrscht über Phoenix Smog, und sogar am Grand Canyon wird die sonst grenzenlose Fernsicht durch Luftverschmutzung getrübt. Auch die Wasservorräte neigen sich dem Ende zu: Der Colorado River, die Lebensader der Region, ist der meistgenutzte Fluss Amerikas – und zuzeiten fast ausgetrocknet.

Dennoch, im weiten, kaum besiedelten Hinterland sind die Probleme der Großstädte weit entfernt. Dort kann man noch auf der legendärsten Fern(weh)straße der Welt, der Route 66, ein eigenes Roadmovie erleben, kann in alten Boomtowns der Goldgräber die Spuren von Billy the Kid und Butch Cassidy suchen und spektakuläre Naturwunder wie den Grand Canyon und zahlreiche Nationalparks erkunden. Die roten Felsmonolithen, die Canyons und einsamen Wüsten des Südwesten waren schon immer die perfekte Kulisse für die Filmhelden, die auf der Suche nach Freiheit und Abenteuer die ikonischen Landschaften des amerikanischen Südwestens durchstreiften – und sie bilden auch für uns heutige Reisende fabelhafte Urlaubskulissen.

Gut zu wissen

Anreise

Verschiedene Fluggesellschaften wie Lufthansa/United Airlines, American, British Airways und Delta bieten gute Umsteigeverbindungen in den Südwesten. Die reine Flugzeit z. B. nach Phoenix beträgt etwa 12 Stunden. Dazu gibt es Charterflüge, z. B. mit Condor nach Las Vegas.

Kosten: in der Hochsaison im Sommer etwa 1000–1600, in der Nebensaison rund 600–1000 Euro.

Die wichtigsten Einreiseflughäfen für den Südwesten sind Phoenix, Las Vegas, Denver und Albuquerque. Dort gibt es die großen Mietwagenfirmen sowie Wohnmobilvermieter. Taxis, Fahrdienste und Airportbusse zur Innenstadt sind überall verfügbar.

Unbedingt beachten: Das Gepäck muss immer am ersten Flughafen in den USA abgeholt, durch den Zoll gebracht und danach wieder für den Weiterflug abgeben werden.

Auskunft

Das Fremdenverkehrsbüro der USA gibt auf seiner Website visittheusa.de viele Reisetipps, Videos. Die Website vusa.travel listet die US-Staaten und Großstädte auf, die auf Anfrage Infomaterial versenden. Während des Urlaubs helfen die Visitor Centers in den größeren Städten und – in den kleinen Orten – die Chambers of Commerce weiter.

Arizona office of tourism

arizonareise.de

Colorado tourism

Tel. in Deutschland 0221 47 67 12 13 | colorado.com/deutsch

Las Vegas visitors bureau

Tel. in Deutschland 089 5 52 53 34 16 | lasvegas.com/de

New Mexico department of tourism

newmexico.org

Utah office of tourism

visitutah.com und utah.com

Öffentliche Verkehrsmittel

Zum Sightseeing sind die Routennetze von Bahn und Bus zu weitmaschig, doch größere Orte sind gut zu erreichen. Auskunft über die Netzkarten von Amtrak (USA Railpass/Far West Rail Pass) gibt es bei den Reisebüros und bei deutsch.amtrak.com oder für Busse unter greyhound.com, flixbus.com.

Camping

Eine Tour durch den Südwesten ist ideal mit Wohnmobil oder Zelt. Die öffentlichen Campingplätze sind meist die schönsten: Einfach ausgestattet mit Feuerstelle, Holzbänken, Wasserstellen und Plumpsklo, liegen sie oft naturnah in National oder State Parks und National Forests. Reservierungen per Kreditkarte sind (gegen geringe Gebühr) oft bis zu fünf Monate vorab möglich über die Websites recreation.gov und reserveamerica. com. Private Plätze mit Duschen, Laden und Pool liegen meist am Rand der Städte und der Parks (25–50 $). Wildes Campen ist zwar – außer in den Nationalparks – nicht verboten, wird aber in der Nähe von Orten nicht gern gesehen.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Generalkonsulat

6222 Wilshire Blvd., Suite 500 | Los Angeles | Tel. 323 9 30 27 03 | germany.info/losangeles

Österreichisches Generalkonsulat

11859 Wilshire Blvd., Suite 501 | Los Angeles | Tel. 310 4 44 93 10 | austria-la.org

Schweizer Generalkonsulat

Pier 17, Suite 600 | San Francisco | Tel. 415 7 88 22 72 | eda.admin.ch/sf

Einreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen gültigen, maschinenlesbaren Reisepass mit biometrischen Daten, aber für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum. Achtung: Kinderpässe erfordern ein Visum – besser gleich einen regulären Pass beantragen! Vor Reisebeginn muss man sich im Internet für die Einreise registrieren und 14 $ Gebühr per Kreditkarte bezahlen. Registrierung unter esta.cbp.dhs.gov/esta. Weitere Informationen auch auf den Websites de.usembassy.gov/de und dhs.gov.

Geld & Kreditkarten

Währung ist der amerikanische Dollar (= 100 Cents). Es gibt Banknoten (bills) zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 $ sowie Münzen (coins) zu 1 ¢ (penny), 5 ¢ (nickel), 10 ¢ (dime), 25 ¢ (quarter) und selten1 $. Vorsicht: Alle Scheine sind gleich groß, von gleicher Farbe und unterscheiden sich nur im Aufdruck. Aktuelle Umrechnungskurse bei xe.com.

Das beste Zahlungsmittel: eine Kreditkarte (Mastercard, Visa). Damit kann man auch kleine Beträge an Tankstellen und in Läden bezahlen. Dazu etwas US-Bargeld für die Ankunft. Weiteres Bargeld kann man mit der ECoder der Kreditkarte an vielen Bankautomaten ziehen.

Euro-Bargeld ist nur an Flughäfen und – allerdings zu schlechtem Kurs – in großen Hotels zu wechseln; auch US-Banken bieten meist keine Wechseldienste an.

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung in den USA ist sehr gut, aber teuer. Eine Auslandskrankenversicherung ist deshalb unerlässlich! Im akuten Fall fährt man entweder zur Notaufnahme (emergency room) eines Krankenhauses, fordert einen Notarzt (paramedics) an oder geht bei leichten Fällen zur nächsten Arztpraxis (day clinic). Medikamente gibt es in der pharmacy, Schmerzmittel und rezeptfreie Mittel bekommt man auch in den drugstores.

Inlandsflüge

Viele Fluggesellschaften (United, American, Delta etc.) bieten vergünstigte „Visit USA“-Tarife für Inlandsflüge an. Diese Tickets müssen bereits im Voraus von Europa aus gebucht werden. Am preiswertesten ist es meist, Inlandsflüge bereits mit dem Transatlantikticket zu kombinieren. Ebenfalls sehr günstig sind Inlandsflüge oft bei Regional- und Lowcost-Fluggesellschaften wie Southwest Airlines, Frontier oder Scenic Airlines, zu buchen über das Internet.

Handy, Internet & WLAN

Triband- und Quadhandys aus Europa funktionieren auch in den USA, aber nur in besiedelten Regionen und teils mit happigem Roaming-Aufpreis (bis 1,50 Euro/Min.). Mobilfunkanbieter bieten Sondertarife oder Zubuchoptionen für Daten an. Ansonsten nutzt man das in fast allen Coffeeshops und Ketten wie Starbucks oder McDonald’s kostenlos verfügbare WLAN (genannt Wifi), über das man dann mit WhatsApp oder Telegram telefonieren kann.

Günstig für Anrufe von Telefonzellen und im Hotel sind die an Tankstellen und kleinen Märkten erhältlichen prepaid phone cards. Für eine längere Reise kann man vor Ort bei Netzbetreibern wie AT&T oder t-mobile auch eine amerikanische Prepaid- Sim-Karte kaufen.

Vorwahl nach Deutschland: 01149; nach Österreich 01143; in die Schweiz 01141. Danach die Ortsvorwahl ohne die Null, dann die Nummer. Vorwahl in die USA: 001.

Alle Telefonnummern in den USA sind zehnstellig, eine dreistellige Vorwahl (area code) plus eine siebenstellige Nummer. Dies gilt für das Festnetz wie auch für Handynummern, die keine gesonderten Netzkennziffern haben. Für Ferngespräche muss man zusätzlich 1 vorweg wählen.

Ortsgespräche aus der Telefonzelle kosten 50 ¢–1 $, bei Ferngesprächen gibt nach dem Wählen eine Computerstimme die Gebühr an. Vorsicht: Im Hotel werden zum Teil horrende Aufschläge berechnet! Bei allen Telefonproblemen hilft der operator 0 weiter. Gebührenfreie Nummern, über die man Hotels oder Flüge reservieren kann, beginnen mit der Vorwahl 800, 866, 877 oder 888.

Klima & Reisezeit

Sonne, Sonne – trockenes Kontinentalklima beherrscht den gesamten Südwesten Amerikas. Doch dank der großen Dimensionen gibt es ähnlich ausgeprägte Klimaunterschiede wie zwischen Nordafrika und den Alpen. Die beste Reisezeit für die Rockies in Colorado ist der Sommer – dann haben allerdings auch die Amerikaner Schulferien. In den wüstenhaften Süden, nach Arizona, reist man am besten im Frühjahr oder im Herbst.

Masseinheiten

1 inch = 2,54 cm, 1 foot = 30,48 cm, 1 mile = 1,61 km

1 pint = 0,473 l, 1 gallon = 3,79 l, 1 pound = 453,6 g

33° F = 0° C, 50° F = 10° C, 68° F = 20° C, 77° F = 25° C, 95° F = 35° C

Bekleidungsgrößen Damen:6 = 36, 8 = 38, 10 = 40, 12 = 42 etc.

Bekleidungsgrößen Herren: 36 = 46, 38 = 48, 40 = 50 etc.

Mietwagen & Wohnmobile

Das Mindestalter, um ein Auto zu mieten, ist in den beisten Bundesstaaten 21 Jahre. Zur Anmietung genügt der nationale Führerschein, manchmal wird auch der internationale Führerschein verlangt.

Leihwagen sind ab 250 $ pro Woche zu bekommen, doch Versicherungen und Steuern erhöhen den Preis. Daher ist es fast immer billiger und sicherer, Wagen oder Wohnmobil schon von zu Hause aus zu reservieren, wo im Preis alle Steuern und unbegrenzte Kilometer enthalten sind.

Das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut. Die Höchstgeschwindigkeit wird von den einzelnen Staaten festgesetzt: in Orten erlaubt si 25–35 Meilen/h (35–50 km/h), auf Landstraßen oft 55 Meilen/h (88 km/h), auf Autobahnen 65–75 Meilen/h (105–120 km/h).

Die Verkehrsregeln gleichen denen in Europa. Ausnahmen: Auf Autobahnen darf man auch rechts überholen, an Ampeln auch bei Rot nach rechts abbiegen. Schulbusse mit blinkender Warnanlage dürfen überhaupt nicht passiert werden – auch nicht aus der Gegenrichtung! An den sogenannten 3-way- oder 4-way-stops muss jedes Fahrzeug halten. Wer zuerst gehalten hat, darf zuerst weiterfahren. Bei Pannen wendet man sich immer zuerst an den Autovermieter.

Notruf

Gebührenfreie Notrufnummer: Tel. 9 11. Auch der operator 0 leitet Anrufe je nach Notlage an Polizei, Feuerwehr oder Notarzt weiter.

Öffnungszeiten

Läden sind meist Mo–Sa 9.30–18 Uhr geöffnet, die großen Shoppingmalls 10–21 und So 12–17 Uhr. Drugstores und Supermärkte in den größeren Orten haben auch abends und an Wochenenden geöffnet, teilweise sogar rund um die Uhr. Viele Museen bleiben montags geschlossen.

Post

Das Porto für Luftpostbriefe und Postkarten nach Europa beträgt 1,15 $. Von größeren Städten aus muss man damit rechnen, dass eine Karte etwa 5–6 Tage nach Europa braucht, aus dem Hinterland etwa 8–10 Tage. Postämter haben meist Mo–Fr 9–17 Uhr offen, größere Postämter auch Sa 9–12 Uhr.

Steuern

Je nach Staat wird auf alle Einkäufe eine sales tax von 4 bis 7 Prozent, in Hotel teilweise eine Übernachtungssteuer von einigen Prozent aufgeschlagen. Achtung: Alle Steuern werden erst beim Kauf berechnet, sind also auf der Speisekarte oder auf dem Preisschild im Laden noch nicht berücksichtigt!

Strom

Adapter Typ A | Adapter Typ B

Netzspannung: 110 Volt, 60 Hertz. Laptop, Handy etc. laden meist auch mit dieser Spannung.

Trinkgeld

Trinkgelder sind im Südwesten wie überall in den USA üblich, fallen meist jedoch etwas höher aus als bei uns. In städtischen Restaurants werden 15–18 Prozent des Rechnungsbetrags erwartet, in einfachen Lokalen etwas weniger, in Spitzenrestaurants sollten es – so man zufrieden war – sogar 20 Prozent sein. Barkeeper bekommen in der Regel 1–2 $ pro Bestellung, die Kofferträger am Flughafen und im Hotel rund 1 $ je Gepäckstück, und für das Zimmermädchen lässt man pro Aufenthaltstag rund 2 $ liegen.

Zeitzonen

Je nach Bundesstaat – 8 bzw. – 9 Stunden Zeitverschiebung

Arizona, Utah, New Mexico und Colorado haben Mountain Standard Time, die genau acht Stunden hinter der mitteleuropäischen Zeit zurückliegt (MEZ –8 h). In Las Vegas ist der Zeitunterschied eine Stunde größer, dort gilt wie in Nevada und in Kalifornien die Pacific Standard Time (MEZ –9 h). Vom zweiten Sonntag im März bis zum ersten Novembersonntag ist Sommerzeit – Arizona bleibt aber (mit Ausnahme der Navajo-Reservation) auf Normalzeit.

Zoll (Einreise)

Pflanzen, Obst, Wurst und andere frische Lebensmittel dürfen in die USA generell nicht eingeführt werden. Erlaubt sind aber pro Erwachsenem 1,1 l Alkohol, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 2 kg Tabak und Geschenke im Wert von bis zu 100 Dollar. de.usembassy.gov/de/faqs/einfuhr

Zoll (Ausreise)

Bei der Rückreise dürfen in die EU zollfrei eingeführt werden: 1 l Spirituosen oder 2 l Wein, 200 Zigaretten, 50 g Parfüm oder 250 g Eau de Toilette und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro. Auskunft: zoll.de

Alkohol/ Marihuana

Die strikt kontrollierte Altersgrenze für Alkohol und den Besuch von Bars ist 21 Jahre. Dieselbe Grenze gilt auch für den privaten Konsum von Marihuana, der seit einigen Jahren in Staaten wie Colorado erlaubt ist. Andere Drogen sind weiterhin streng verboten.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

New Year’s Day

3. Montag im Januar

Martin Luther King Jr. Day

3. Montag im Februar

President's Day

4. Montag im Mai

Memorial Day

4. Juli

Independence Day

24. Juli

Pioneer Day (UT)

1. Montag im August

Colorado Day (CO)

1. Montag im September

Labor Day

11. November

Columbus Day

4. Donnerstag/ Freitag im November

Thanksgiving/ Black Friday

25. Dezember

Christmas

Veranstaltungen

Januar

Sundance Film Festival (Park City, UT). sundance.org/festival/

Februar

Fiesta de los vaqueros (Tucson, AZ): mexikanische Reiterspiele und große Parade. tucsonrodeo.com

Mai

Cinco de Mayo: vielerorts Paraden zum Unabhängigkeitstag Mexikos

Fun Run (Kingman, AZ): Oldtimertreff auf der Route 66. azrt66.com

Juni

Bluegrass Festival (Telluride, CO) der besten Countrygeiger. bluegrass.com

San Juan Feast Day: Ritualtänze in Cochiti, Taos und Acoma (NM)

Juli

Aspen Music Festival (Aspen, CO): Klassik pur. aspenmusicfestival.com

Independance Day: Paraden und Patriotismus zum Nationalfeiertag (4. Juli) vor allem in Westernorten wie Prescott (AZ), Durango oder Aspen (CO)

August

Intertribal Indian Ceremonial (Gallup, NM): größtes Indianerfest der Region. gallupceremonial.com

Indian Market (Santa Fe, NM): ältester US-Markt für Indianerkunst. swaia.org

September

Navajo Nation Fair (Window Rock, NM): Powwow mit Rodeo. northernnavajonationfair.org

World of Speed (Bonneville Salt Flats, UT): Salzwüstenrennen. saltflats.com

Oktober

International Balloon Fiesta (Albuquerque, NM): ein Himmel voller Heißluftballons. balloonfiesta.com

Moab Ho-Down (Moab, UT): Treff der Mountainbiker. moabhodown.com

Dezember

Christmas Parades im ganzen Land

Bloss nicht!

Im Auto Bier trinken

Die Versuchung ist groß, auf dem einsamen Highway ein kühles Bud zu zischen. Besser nicht! Schon eine angebrochene Flasche auf dem Rücksitz kann zur Anzeige führen. Offene Flaschen müssen in den Kofferraum!

Mit zwei Händen essen

Wer mit Messer und Gabel isst, wird sofort als europäischer Tourist erkannt. Die Amerikaner schneiden nur das Fleisch mit beiden Händen, dann kommt die Gabel in die rechte Hand, und es wird gegessen. Angeblich ein Überbleibsel aus dem Wilden Westen: Mit der freien Hand konnte man so den Colt unter dem Tisch bereithalten.

Ohne Wasser wandern

Im Hochsommer herrschen in Arizona und New Mexico Temperaturen um 40 Grad Celsius. Wer dann nicht genügend Wasser dabeihat, riskiert einen Hitzschlag. Als Faustregel für Wandertouren gilt: drei bis vier Liter Wasser pro Tag. Beim Hiking in den Canyons kommt das härteste Stück Weg meist am Schluss – dann muss man nämlich wieder bergauf.

Im Reservat aufdringlich fotografieren

Die Tänze in den Pueblodörfern sind keine folkloristischen Vorführungen, sondern religiöse Zeremonien. Als Tourist sollte man sich im Hintergrund halten und nur mit ausdrücklicher Genehmigung fotografieren. Applaus ist ebenfalls nicht angebracht.

Kakteenableger mitnehmen

Einen Kakteenableger in der Sonora-Wüste auszugraben geht gar nicht – wilde Kakteen zu klauen ist in Arizona per Gesetz verboten. Doch in vielen Gärtnereien werden Minikakteen verkauft – fertig verpackt und vom Zoll für den Export freigegeben.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Wer die Vergangenheit stiehlt

Tony Hillermans spannende Krimis wie dieser (2017 dt. Ausgabe) spielen im Navajo-Reservat in Arizona mit einem indianischen Polizisten als Hauptfigur und viel Hintergrundinfos.

Filme

Der Rückkehrer 

Leonardo di Caprio spielt in diesem Historiendrama (2016) einen Pelzjäger in den Rockies des frühen 19. Jhs.. Realistisch wird gezeigt, wie hart das Leben der Pioniere im Wilden Westen wohl tatsächlich war, gesetzlos, schmutzig und gnadenlos.

Hangover

Las Vegas ist die Kulisse für diesen kultigen Kassenschlager (2008). Eine Komödie, die die Story einer Junggesellenparty erzählt, auf der so ziemlich alles schiefläuft. Und das in mittlerweile drei Fortsetzungen.

Thelma & Louise

Ein oscargekrönter Filmklassiker von 1991: Zwei Frauen – Geena Davis und Susan Sarandon – fliehen in einem turbulenten Roadmovie durch das episch schöne Canyonland des Wilden Westens. Tolle Musik, eine gute Story – und ein fulminantes Ende.

14-34 °C
12 h/Tag

Fakten

Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 21:54 Uhr

Anreise

12h
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