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USA Südwest

Check-in

Rote Canyons, alte indianische Siedlungen, blühende Kakteen und glitzernde Spielkasinos: Keine amerikanische Region unterscheidet sich so von Europa wie die Wüstenstaaten des Südwestens. Vor beeindruckenden Kulissen gibt es eine Fülle von Angeboten für einen aktiven Urlaub: ein Ausritt am Fuß der Rocky Mountains, eine Biketour in die Wüste, ein Raftingtrip durch einen einsamen Canyon. Alles kein Problem und schnell organisiert. Und als Lohn für den Schweiß wartet ein eiskalter Margaritacocktail auf der Terrasse der nächsten Bar.

Seit John Ford 1939 den Westernklassiker "Ringo" im Monument Valley drehte, ist der amerikanische Südwesten fest in der Kinomythologie verankert. Die roten Felsmonolithen, die Canyons und einsamen Wüsten gaben immer die perfekte Kulisse für die Filmhelden ab, die auf der Suche nach Freiheit und Abenteuer die amerikanischen Landschaften durchstreiften. Die legendärste Fern(weh)straße der Welt ist die Route 66. Auf ihr treckten in den 1930ern Zehntausende sehnsuchtsvoll in Richtung Kalifornien. Billy the Kid und Butch Cassidy trieben - kaum 100 Jahre her - im Südwesten ihr (Un-)Wesen, und Goldgräber stampften über Nacht Boomtowns aus dem steinigen Boden. Doch auch ohne Pioniersagas und Highwaynostalgie kann die Region als Traumziel mühelos bestehen: Spektakuläre Naturwunder wie der Grand Canyon und viele weitere Schluchten und Nationalparks, ein trockenes, fast immer sonniges Klima und eine hervorragende Infrastruktur machen den Südwesten zu einem idealen Urlaubsrevier.

Vier Staaten zählen zum klassischen Südwesten: Arizona und New Mexico im Süden, Colorado und Utah im Norden. Ein Gebiet, gut viermal so groß wie Deutschland, in dem aber nur etwa 16 Mio. Menschen leben. Als Ausgangspunkt für Touren eignet sich besonders gut die bizarre Spielerstadt Las Vegas, die allerdings bereits im Nachbarstaat Nevada liegt.

Kernstück der Region ist das Colorado Plateau, ein gewaltiger Gesteinsblock, der vor 10 Mio. Jahren als Folge der Kontinentalverschiebungen angehoben wurde. Flüsse, Wind und Wetter haben spektakuläre Canyons in das Gestein geschnitzt. Im Norden Arizonas und in Südutah sind diese monumentalen Naturdenkmäler heute in zahlreichen Nationalparks geschützt: Grand Canyon, Zion, Bryce Canyon, Capitol Reef, Canyonlands und nicht zuletzt der märchenhafte Arches National Park mit seinen bizarren Felsbögen.

Südlich des Colorado Plateaus schließen die großen Wüsten der Sonora Desert an, die von den kargen Landschaften Zentralarizonas bis weit nach Osten zu den weißen Gipsdünen des White Sands National Monument reichen. Vor allem in der Region um Tucson zeigt sich die Wüste von ihrer schönsten Seite: Gewitterstürme im Sommer und der Winterregen bringen genug Feuchtigkeit, um eine einzigartige Flora mit großen Kakteenwäldern gedeihen zu lassen. Dass es dabei Richtung Süden immer öder und heißer wird, stimmt nur bedingt. Hier und dort sind in die weiten Ebenen Bergketten eingestreut, die mit angenehm frischen Temperaturen erfreuen.

Nicht nur die Natur fasziniert im Südwesten. Die Menschen der Region bilden ein vielfältiges Mosaik aus drei extrem unterschiedlichen Kulturen: Schon vor 1000 Jahren florierten hier die Hochkulturen der Anasazi- und Hohokam-Indianer, die Mais anpflanzten und steinerne Städte in die Klippen der Canyons bauten. Ihre Traditionen setzen sich in den Pueblo-Stämmen am Rio Grande und bei den Hopi-Indianern Arizonas fort. Die ersten Weißen kamen ab 1540 in die Region - spanische Glücksritter und Missionare, die im Auftrag von Krone und Kirche das Land entlang des Rio Grande eroberten. Die Hauptstadt ihres Reichs "Nuevo México" wurde 1610 Santa Fe - eine der ältesten weißen Siedlungen Amerikas. Auch wenn die conquistadores schließlich weichen mussten, das spanisch-mexikanische Flair ist besonders in New Mexico noch deutlich zu spüren.

Um 1820 drangen die ersten US-Amerikaner von Osten her in die Region vor. Pelzhändler überquerten auf der Suche nach Biberfellen die Rocky Mountains, 1821 erkundete der Händler William Becknell einen Pfad vom Mississippi bis nach Nuevo México: den später berüchtigten Santa Fe Trail. Die Angloamerikaner wurden die neuen Herren des Südwestens, und die Zeit des Wilden Westens begann: Revolverhelden nahmen den Goldgräbern ihre Funde ab, Banditen überfielen die Postkutschen, Viehdiebe machten den Ranchern das Leben schwer.

1860-86 unterwarf die Kavallerie in blutigen Kriegen die letzten freien Indianerstämme und drängte die Ureinwohner der USA in Reservate - eine Zeit bitterer Erinnerungen für die Navajos und Apachen. Nach langer Unterdrückung der indianischen Kultur hat erst in den letzten Jahrzehnten ein Umdenken stattgefunden. Der Umgang mit den Indianern wird heute von einer spürbaren Sensibilität und deutlichem Respekt vor ihren Traditionen, Symbolen und Sprachen geprägt. Besondere Steuern, tribal taxes, kommen den weitgehend autonomen Siedlungsgebieten der "Uramerikaner" zugute, die dort zunehmend in eigener Regie touristische Projekte wie Hotels und Kasinos betreiben.

Die weißen Bewohner des Südwestens haben inzwischen mit Klimaanlagen, Pools und Golfplätzen der wüstenreichen Natur ein Schnippchen geschlagen. Ohne moderne Technik, ohne Staudämme und Bewässerungsanlagen wäre in der sonnendurchglühten Region kaum ein Leben möglich. Doch so lässt es sich angenehm aushalten: Der Südwesten weist neben Florida die höchsten Zuwanderungsraten der ganzen USA auf. Mit Lebensqualität, sonnigem Wetter und großem Freizeitangebot locken viele Firmen ihre Angestellten. Es sind vor allem Computer- und Elektronikbetriebe, die in der klaren Wüstenluft ideale Bedingungen zur Chipherstellung finden. Aber auch viele Versicherungen, Banken und andere Unternehmen haben in den letzten Jahren ihre Hauptquartiere nach Arizona oder Colorado verlegt.

Doch der ungeheure Boom vor allem der Metropolen hat Folgen, und die Eingriffe in die Natur beginnen sich zu rächen. An manchen Tagen herrscht über Phoenix Smog wie im verrufenen Los Angeles, und sogar im Grand Canyon wird die sonst grenzenlose Fernsicht durch Luftverschmutzung getrübt. Auch die Wasservorräte neigen sich dem Ende zu: Der Colorado River, die Lebensader der Region, ist der meistgenutzte Fluss Amerikas - und zuzeiten fast ausgetrocknet.

Dennoch, im weiten, dünn besiedelten Hinterland sind die Probleme der Großstädte weit entfernt. Dort hat der Südwesten seine Reize bewahrt. Gehen Sie in den atemberaubend schönen Canyonlandschaften und auf den einsamen Höhen der Rockies auf Entdeckungsreise - und Sie werden neben der beeindruckenden Natur gute Highways, saubere Motels und herrlich gelegene Campingplätze finden.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Tief im Kalkgestein der Guadalupe Mountains im Südosten New Mexicos liegen die schönsten, seit 3 Mio. Jahren gewachsenen Tropfsteinhöhlen der Welt. Eine spektakuläre Attraktion sind…
Die besten Galerien befinden sich entlang der Canyon Road. V.a. Malerei und Kunst mit Southwestmotiven sind hier zu finden, aber auch moderne Skulpturen, Glasarbeiten und Keramik.
Las Vegas, heißt es, sei das Tor zum Grand Canyon. Ein Europäer kann diesen Spruch kaum geprägt haben, denn die Entfernung ist für europäische Verhältnisse gewaltig. Bustouren dauern lange, doch…
Die Wüste lebt: Nirgendwo ist das besser zu sehen als in diesem Freilichtmuseum, das Flora und Fauna der amerikanischen Wüsten zeigt.
Den schönsten Blick hat man im Dead Horse Point State Park. Gut 700 m über dem Zusammenfluss von Colorado und Green River eröffnet sich ein weites Panorama. Es gibt einen Picknick- und einen…
Fast 450 km lang ist der Grand Canyon, 16 km breit und bis zu 1,5 km tief - ein imposantes Naturwunder. Besonders im Morgen- und Abendlicht wird der Blick in die gewaltige Schlucht mit ihren braun-rot…
Das elegante, auf ca. 2400 m Höhe gelegene und an drei Seiten von Bergen umgebene Aspen erinnert mit seinen viktorianischen Ziegelhäusern noch an seine Vergangenheit als Silberbergbaustädtchen.…
Neben dem Grand Canyon wohl der schönste Nationalpark im Südwesten: eine märchenhafte Welt aus roten und weißen Felssäulen und bizarren Steinformationen. Im Visitor Center gibt es Wanderkarten.…
Zahllose Western und Werbespots machten die mächtigen Monolithen und Tafelberge des Wüstentals zwischen Utah und Arizona weltberühmt. Das Tal liegt im Navajo-Reservat und weit verstreut leben…
Rund 50 km westlich von Durango finden sich die eindrucksvollsten Zeugnisse früher indianischer Kulturen. Seit dem 6. Jh. lebten hier die Anasazi, die um 1200 große Klippenbauten errichteten. Mehr…
Das von den Spaniern 1609 gegründete Santa Fe gilt als älteste Hauptstadt der USA. Zunächst war es das Zentrum der spanischen Kolonialmacht, dann wurde es zum Handelsknoten am Ende des Santa Fe…
Besucht man den Arches National Park, ist die rund 5 km lange Wanderung zum Delicate Arch ein absolutes Muss. Das schönste Farbenspiel gibt es hier am Spätnachmittag.

Reisezeit

Januar
sehr gut
18°C
Februar
sehr gut
21°C
März
sehr gut
24°C
April
sehr gut
29°C
Mai
sehr gut
34°C
Juni
sehr gut
39°C
Juli
sehr gut
41°C
August
sehr gut
39°C
September
sehr gut
37°C
Oktober
sehr gut
31°C
November
sehr gut
24°C
Dezember
sehr gut
20°C

Die beste Reisezeit für USA Südwest sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 30° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juni mit durchschnittlich 14 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 18° Celsius bei 3 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 30° Celsius und die Nachttemperatur bei 12° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 2 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Januar, Februar, Juli, August und Dezember.

Mehr zu Klima und Reisezeit

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Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Verschiedene Fluggesellschaften wie United Airlines, American, Delta und andere amerikanische Airlines bieten gute Umsteigeverbindungen in den Südwesten. Die reine Flugzeit z. B. nach Phoenix beträgt etwa 12 Stunden. Daneben gibt es Charterflüge, z. B. mit Condor nach Las Vegas. In der Hochsaison im Sommer zahlen Sie etwa 900-1400, in der Nebensaison rund 600-900 Euro.

Die wichtigsten Einreiseflughäfen für den Südwesten sind Phoenix, Las Vegas, Denver und Albuquerque. Dort finden Sie auch alle großen Mietwagenfirmen sowie Wohnmobilvermieter. Taxis und Airportbusse zur Innenstadt sind überall verfügbar.

Auskunft

Die Verkehrsämter bieten oft sehr gute Websites, teils sogar auf Deutsch mit Videos, Blogs und mobilen Apps zum Download an. Sie können sich aber auch vorab von den Verkehrsämtern Reiseinformationen zusenden lassen. Während des Urlaubs helfen die Visitors Centers der größeren Städte und - in den kleinen Orten - die Chambers of Commerce weiter.

Auch auf der offiziellen Tourismus-Website der USA www.discoveramerica.com/de finden Sie viele Ideen für eine gelungene Reise, allgemeine Tipps und sogar Videos zu den einzelnen Staaten und Aktivitäten. Schön: die interaktive Karte der USA mit vielen Detailinfos zu Städten und Parks.

Fremdenverkehrsamt Arizona

Luisenstr. 4 | 30159 Hannover | Tel. 8998900 | info@kaus.info

Fremdenverkehrsamt Colorado und Utah

c/o Get it Across Marketing | Neumarkt 33 | 50667 Köln | Tel. 0221 47671212 | info@getitacross.de | www.goutah.de, www.colorado.com/deutsch, www.visitutah.com

Las Vegas Visitors Authority

c/o Aviareps Tourism | Josephspitalstr. 15 | 80331 München | Tel. 089 552533822 | www.visitlasvegas.de

Fremdenverkehrsamt New Mexico

c/o Mangum Hills Balfour | Maximilianstr. 54 | 80538 München | Tel. 089 232326515 | www.newmexico.org

Auto

Das Straßennetz im Südwesten ist sehr gut ausgebaut. Die Höchstgeschwindigkeit wird von den einzelnen Staaten festgesetzt: in Orten 25-35 Meilen/h (35-50 km/h), auf Landstraßen oft 55 Meilen/h (88 km/h), auf Autobahnen 65-75 Meilen/h (105-120 km/h).

Die Verkehrsregeln gleichen denen in Europa. Ausnahmen: Auf Autobahnen darf man auch rechts überholen und an Ampeln auch bei Rot nach rechts abbiegen. Schulbusse mit blinkender Warnanlage dürfen überhaupt nicht passiert werden - auch nicht aus der Gegenrichtung! An den sogenannten 3-way- oder 4-way-stops muss jedes Fahrzeug halten. Wer zuerst gehalten hat, darf zuerst weiterfahren. Bei Pannen wendet man sich immer zuerst an den Autovermieter.

Bus & Bahn

Nur die größeren Orte sind per Bus und Bahn gut zu erreichen. Auskunft über die Netzkarten von Amtrak (USA Railpass/Far West Rail Pass) für großflächige Reisen gibt es bei den Reisebüros oder unter www.greyhound.com, deutsch.amtrak.com.

Camping

Eine Tour durch den Südwesten ist ideal mit Wohnmobil oder Zelt. Die öffentlichen Campingplätze (10-25 $ pro Nacht) sind dabei meist die schönsten: Einfach ausgestattet mit Feuerstelle, Holzbänken, Wasserstellen und Plumpsklo, liegen sie oft naturnah an Seen in National oder State Parks. Reservierungen für die Parks und National Forests ermöglicht (gegen geringe Gebühr) die Website www.reserveamerica.com. Buchung von State Parks ist meist über die jeweilige Website des Einzelstaats möglich, z. B. für Utah unter stateparks.utah.gov. Private Plätze mit Duschen, kleinem Laden und oft sogar eigenem Pool finden Sie am Rand der Städte und außerhalb der Parks (15-35 $). Wildes Campen ist zwar - außer in den Parks - nicht verboten, wird aber in der Nähe von Orten nicht gern gesehen.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Generalkonsulat

6222 Wilshire Blvd., Suite 500 | Los Angeles | Tel. 323 9302703 | www.germany.info/losangeles

Österreichisches Generalkonsulat

11859 Wilshire Blvd., Suite 501 | Los Angeles | Tel. 310 4449310 | www.austria-la.org

Schweizer Generalkonsulat

11766 Wilshire Blvd., Suite 1400 | Los Angeles | Tel. 310 5751145 | www.eda.admin.ch/la

Einreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen gültigen, maschinenlesbaren Reisepass, aber für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum. Für neu ausgestellte Pässe sind biometrische Daten notwendig. Neu ausgestellte Kinderpässe erfordern zudem ein Visum - besser ist es, für Kinder einen regulären Pass zu beantragen. Vor Reisebeginn müssen Sie sich im Internet für die Einreise registrieren und 14 $ Gebühr per Kreditkarte bezahlen: esta.cbp.dhs.gov/esta.

Detaillierte Informationen zu Visa- und Einreisebestimmungen finden Sie unter german.germany.usembassy.gov.

Geld & Kreditkarten

Währung ist der amerikanische Dollar (= 100 Cents). Es gibt Banknoten (bills) zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 $ sowie Münzen (coins) zu 1 ¢ (penny), 5 ¢ (nickel), 10 ¢ (dime), 25 ¢ (quarter) und 1 $. Vorsicht: Alle Scheine sind gleich groß, von gleicher Farbe und unterscheiden sich nur im Aufdruck.

Banken sind meist 10-15 Uhr geöffnet, sie wechseln aber meist keine ausländischen Währungen. Bargeld in US-Dollar ziehen Sie am besten mit der EC-Karte am Automaten.

Bestes Zahlungsmittel in ganz Amerika ist eine Kreditkarte (Mastercard, Visa), mit der Sie auch kleine Beträge an Tankstellen und in Läden begleichen, sowie etwas US-Bargeld für die Ankunft.

Weiteres Bargeld können sie mit EC-Karte und Pin an vielen Bankautomaten ziehen. Reiseschecks in US-Dollar werden überall in Läden und Restaurants akzeptiert.

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung in den USA ist gut, aber teuer. Daher sollten Sie für die Reise unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Medikamente erhalten Sie in der pharmacy, Schmerzmittel und rezeptfreie Mittel bekommen Sie auch in den drugstores, die in den größeren Städten oft rund um die Uhr geöffnet sind.

Inlandsflüge

Viele Fluggesellschaften (United, American, Delta etc.) bieten vergünstigte "Visit USA"-Tarife für Inlandsflüge an. Diese Tickets müssen bereits im Voraus von Europa aus gebucht werden. Am preiswertesten ist es meist, Inlandsflüge bereits mit dem Transatlantikticket zu kombinieren. Ebenfalls sehr günstig sind Inlandsflüge oft bei Regional- und Lowcost-Fluggesellschaften wie Southwest Airlines, Frontier oder Scenic Airlines, zu buchen über das Internet.

Internet & Wlan

Die Südweststaaten sind bestens vernetzt. Viele Hotels haben Ethernetanschluss im Zimmer oder Wlan (WiFi). Kosten: 10-12 $/Tag, oft gibt es auch einen Gratis-Internetzugang in der Lobby. Für schnelles Surfen und zur Mail-Abfrage bieten sich coffee shops und Ketten wie Starbucks an oder Büroläden wie Kinko's (2-3 $/10 Min).

Klima & Reisezeit

Der gesamte Südwesten wird von sonnenreichem, trockenem Kontinentalklima beherrscht, doch den gewaltigen Dimensionen der Region entsprechend gibt es ähnlich ausgeprägte Klimaunterschiede wie zwischen Nordafrika und den Alpen. Die beste Reisezeit für die Rocky Mountains in Colorado ist der Sommer - dann haben allerdings auch die Amerikaner Schulferien. In den wüstenhaften Süden, nach Arizona, reist man am besten im Frühjahr oder im Herbst.

Auch im Winter ist bei Tagestemperaturen um 15-25 Grad Celsius eine Tour durch Südarizona durchaus angenehm. Da jedoch anders als in Europa eine Klimabarriere wie die Alpen in Nordamerika fehlt, sind die Winter in den Rockies meist weitaus kälter als bei uns. Aber auch viel trockener - eine gute Voraussetzung für den legendären Pulverschnee in den Bergen von Utah und Colorado.

Masseinheiten

1 inch = 2,54 cm, 1 foot = 30,48 cm, 1 mile = 1,61 km, 1 pint = 0,5 l, 1 gallon = 3,79 l, 1 pound = 453,6 g

33° F = 0° C, 50° F = 10° C, 68° F = 20° C, 77° F = 25° C, 95° F = 35° C

Bekleidungsgrößen Damen:

6 = 36, 8 = 38, 10 = 40, 12 = 42 etc.

Bekleidungsgrößen Herren:

36 = 46, 38 = 48, 40 = 50 etc.

Mietwagen & Wohnmobile

Mindestmietalter: 21-25 Jahre. Zur Anmiete genügt der nationale Führerschein, bei kleineren Firmen wird manchmal auch der internationale Führerschein verlangt. Leihwagen sind schon ab 250 $ pro Woche zu bekommen, doch Versicherungen und Steuern erhöhen den Preis. Daher ist es fast immer billiger und sicherer, Wagen oder Wohnmobil schon von zu Hause aus zu reservieren, wo im Preis meist eine unbegrenzte Kilometerzahl enthalten ist.

Notruf

Gebührenfreie Notrufnummer: Tel. 911. Auch der operator 0 leitet Anrufe je nach Notlage an Polizei, Feuerwehr oder Notarzt weiter.

Öffnungszeiten

Läden sind meist Mo-Sa 9.30-18 Uhr geöffnet, die großen Shoppingmalls 10-21 und So 12-17 Uhr. Drugstores und Supermärkte in den größeren Orten haben auch abends und an Wochenenden geöffnet, teilweise sogar rund um die Uhr. Viele Kettenrestaurants, Tankstellen und truckstops (meist mit Laden und coffee shop) sind ebenfalls 24 Stunden geöffnet, und die Museen meist Di-Sa 9-17, So 13-17 Uhr.

Post

Das Porto für Luftpostbriefe und Postkarten nach Europa beträgt 1,15 $. Von größeren Städten aus müssen Sie damit rechnen, dass eine Karte etwa 5-6 Tage nach Europa braucht, aus dem Hinterland etwa 8-10 Tage. Postämter haben meist Mo-Fr 9-17 Uhr offen, größere Postämter auch Sa 9-12 Uhr.

Steuern

Je nach Staat wird auf alle Einkäufe eine sales tax von 4 bis 7 Prozent aufgeschlagen. Dazu erheben einzelne Städte eigene Steuern, und im Hotel wird teilweise eine Übernachtungssteuer von einigen Prozent veranschlagt. Achtung: Alle Steuern werden erst beim Kauf berechnet, sind also z. B. auf der Speisekarte oder auf dem Preisschild im Laden noch nicht berücksichtigt.

Strom

110 Volt, 60 Hertz. Einen Adapter für den (umschaltbaren!) Fön oder Rasierapparat besorgen Sie sich am besten schon vor Ihrer Reise.

Telefon & Handy

Vorwahl nach Deutschland: 01149; nach Österreich 01143; in die Schweiz 01141. Danach die Ortsvorwahl ohne die Null, dann die Nummer. Vorwahl in die USA: 001.

Alle Telefonnummern in den USA sind siebenstellig. Dazu kommt für Ferngespräche noch eine dreistellige Vorwahl, der area code. Bei Ortsgesprächen wählen Sie nur die Nummer, bei Ferngesprächen eine 1 sowie die Vorwahl vor der Nummer. Ortsgespräche aus der Telefonzelle kosten 25-50 ¢, bei Ferngesprächen gibt nach dem Wählen eine Computerstimme die Gebühr an. Vorsicht: Im Hotel werden oft horrende Aufschläge berechnet!

Triband- und Quad-Handys aus Europa funktionieren auch im Südwesten, aber nur in den Städten und gegen Aufpreis von bis zu 2 Euro je Minute. Preiswerter sind für Anrufe aus Telefonzellen oder im Hotel die an Kiosken und in kleinen Märkten erhältlichen prepaid phone cards. Für eine längere Reise können Sie vor Ort bei Netzbetreibern (z. B. AT&T, t-mobile) auch eine amerikanische Prepaid-Karte kaufen.

Bei allen Telefonproblemen hilft der operator 0 weiter, er vermittelt auch R-Gespräche (collect calls). Eine andere Besonderheit sind die gebührenfreien Nummern mit der Vorwahl 800, 866, 877 oder 888, über die Sie Hotels oder Mietwagen reservieren können.

Trinkgeld

Trinkgelder sind im Südwesten wie überall in den USA üblich. In städtischen Restaurants werden 15 Prozent des Rechnungsbetrags erwartet, in einfachen Lokalen etwas weniger, in Spitzenrestaurants sollten es - so Sie zufrieden waren - sogar 20 Prozent sein. Barkeeper bekommen in der Regel 1-2 $ pro Bestellung, die Kofferträger am Flughafen und im Hotel rund 1 $ je Gepäckstück, und für das Zimmermädchen lässt man bei der Abreise pro Aufenthaltstag rund 2 $ liegen.

Zeitzonen

Arizona, Utah, New Mexico und Colorado haben Mountain Standard Time, die genau acht Stunden hinter der mitteleuropäischen Zeit zurückliegt (MEZ -8 h). In Las Vegas ist der Zeitunterschied eine Stunde größer, dort gilt wie in Nevada und in Kalifornien die Pacific Standard Time (MEZ -9 h). Wie in Europa wird die Uhr zur Sommerzeit um eine Stunde vorgestellt - Arizona aber bleibt (mit Ausnahme der Navajo-Reservation) auf Normalzeit, sodass dort im Sommer dieselbe Zeit wie in Kalifornien herrscht. Die Sommerzeit beginnt am zweiten Sonntag im März und endet am ersten Novembersonntag.

Zoll

Pflanzen, Obst, Wurst und andere frische Lebensmittel dürfen in die USA generell nicht eingeführt werden. Erlaubt sind aber pro Erwachsenem 1,1 l Alkohol, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 2 kg Tabak und Geschenke im Wert von bis zu 400 Dollar.

Bei der Rückreise in die EU können Urlauber Waren mit einem Gesamtwert von 430 Euro zollfrei einführen (Reisende unter 15 Jahren bis 175 Euro).

Die Obergrenzen für Tabak und Spirituosen pro Erwachsenen bleiben bestehen: 1 l Alkohol über 22 Prozent; 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak. Zusätzlich erlaubt: 4 l nicht schäumende Weine und 16 l Bier. Die Freimengen gelten wie bisher pro Person und dürfen nicht addiert werden. Reist ein Paar, dann sind beispielsweise zwei außerhalb der EU zum Preis von je 400 Euro gekaufte Digitalkameras zollfrei. Bringt das Paar dagegen nur eine Digitalkamera mit, die aber mehr als 430 Euro kostet, dann ist an der Grenze Zoll fällig. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.zoll.de.

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1. Jan.

Neujahr

3. Mo im Jan.

Martin Luther King Jr. Day

3. Mo im Feb.

President's Day

4. Mo im Mai

Memorial Day

4. Juli

Independence Day

24. Juli

Pioneer Day (UT)

1. Mo im Aug.

Colorado Day (CO)

1. Mo im Sept.

Labor Day

2. Mo im Okt.

Columbus Day

11. Nov.

Veterans' Day

4. Do im Nov.

Thanksgiving

25. Dez.

Christmas

Feste & Veranstaltungen

Februar

Tucson (AZ): Fiesta de los vaqueros, Reiterspiele und große Parade erinnern Mitte Februar an die mexikanische Stadtgründung. www.tucsonrodeo.com

März

Phoenix (AZ): Zu Monatsanfang richtet das Heard Museum den Indian Fair and Market aus, seit 1958 der beste Markt für Indianerkunst.

März/April

In vielen Pueblos am Rio Grande wird Ostern mit farbenprächtigen Ritualtänzen gefeiert.

Mai

Fiestas, Mariachi-Bands und Paraden finden in großer Zahl zum mexikanischen Unabhängigkeitstag, dem Cinco de Mayo, in Arizona und New Mexico (am Wochenende, der dem 5. Mai am nächsten ist) statt.

Kingman (AZ): Beim Fun Run auf der alten Route 66 gibt es Anfang Mai Hunderte von polierten Oldtimern zu bewundern. www.azrt66.com

Tombstone (AZ): Ende des Monats treffen sich alle Revolverhelden zu den Wyatt Earp Days.

Juni

Telluride (CO): Bluegrass Festival, vier Tage lang fiedeln Mitte des Monats die besten Countrygeiger Amerikas (www.bluegrass.com).

San Juan Feast Day am 24. Juni mit Ritualtänzen in den Pueblos Cochiti, Taos und Acoma (NM)

Aspen (CO): Ende Juni-Mitte August geben beim Aspen Music Festival einige der weltbesten jungen Musiker klassische Konzerte. www.aspenmusicfestival.com

Juli

Viel Patriotismus zeigen die kleinen Westernorte wie Prescott (AZ), Durango oder Aspen (CO) am amerikanischen Nationalfeiertag (4. Juli).

Das von Robert Redford gegründete Sundance Institute Outdoor Film Festival zeigt Mitte Juli-Ende August Independentfilme in Salt Lake City (UT), Park City und Sundance Village. www.sundance.org/festival

August

Gallup (NM): Anfang August Intertribal Indian Ceremonial, eines der größten Indianerfeste des Südwestens.

Santa Fe (NM): Monatsmitte Indian Market, der älteste Markt für Indianerkunst in den USA. www.swaia.org

September

Window Rock (NM): Navajo Nation Fair, Powwow am Monatsanfang mit Rodeo und Miss-Navajo-Wahl. www.navajonationfair.com

Bonneville Salt Flats (UT): World of Speed Races, Autorennen in der Salzwüste bei Salt Lake City. www.saltflats.com

Taos (NM): Feast of San Geronimo, Ritualtänze und Pfahlklettern im Taos Pueblo (Monatsende)

Oktober

Albuquerque (NM): International Balloon Fiesta, ein Himmel voller verrückter Heißluftballons zu Monatsanfang. www.balloonfiesta.com

Moab (UT): Am Monatsende zeigen die besten Mountainbiker ihr Können beim Annual Moab Ho-Down.

Dezember

Christmas Parades. Besonders schön in Santa Fe (NM), Salt Lake City (UT) und in kleinen Orten wie Telluride oder Aspen

Bloss nicht

Bier im Auto trinken

Die Versuchung ist groß, auf dem einsamen Highway durch die Wüste ein kühles Bud zu zischen. Tun Sie es nicht! Alkohol im Auto ist strikt verboten. Schon eine angebrochene Whiskeyflasche auf dem Rücksitz kann bei zufälligen Kontrollen zur Anzeige führen. Offene Flaschen müssen in den Kofferraum!

Diebe herausfordern

Natürlich sollten Sie auf dem Parkplatz im Nationalpark nicht unbedingt die Kamera offen auf dem Sitz liegen lassen - Gelegenheit macht auch in den USA Diebe. Ebenso sollten Sie sich nicht nachts in den dunklen Ecken der Großstädte herumtreiben. Doch im Allgemeinen ist der Südwesten ein recht sicheres Reiseziel, und die Leute sind ehrlich.

Mit zwei Händen essen

Wer mit Messer und Gabel isst, wird sofort als europäischer Tourist erkannt. Die Amerikaner schneiden nur das Fleisch mit beiden Händen, dann kommt die Gabel in die rechte Hand, und es wird gegessen. Angeblich ein Überbleibsel aus dem Wilden Westen: Mit der freien Hand konnte man so den Colt unter dem Tisch bereithalten.

Den Pass im Hotel lassen

Nicht weil er dort geklaut würde, sondern weil man ihn immer wieder braucht: Mal fragt die Dame an der Kasse beim Einlösen von Reiseschecks nach der "ID" (identification), mal der Barmann in der Kneipe, mal der Tankwart beim Kauf von Zigaretten oder Alkohol. Ohne "ID" geht nichts.

Ohne Wasser wandern

Viele Erstbesucher in der Wüste unterschätzen die Hitze. Im Hochsommer herrschen in Arizona und New Mexico Temperaturen um 40 Grad Celsius. Wer dann nicht genügend Wasser dabeihat, riskiert einen Hitzschlag. Als Faustregel für Wandertouren gilt: eine Gallone (knapp vier Liter) Wasser pro Tag. Dann haben Sie auch eine Reserve, um sich etwas feuchtes Nass über den Kopf zu schütten. Und denken Sie daran: Beim Hiking in den Canyons kommt das härteste Stück Weg meist am Schluss - dann muss man nämlich wieder bergauf.

Im Reservat aufdringlich fotografieren

Die Tänze in den Pueblodörfern sind keine folkloristischen Vorführungen, sondern religiöse Zeremonien. Als Tourist sollte man sich im Hintergrund halten und nur mit ausdrücklicher Genehmigung fotografieren. Applaus ist übrigens ebenfalls nicht angebracht.

Kakteenableger mitnehmen

Hüten Sie sich, einen Kakteenableger in der Sonora-Wüste auszugraben - wilde Kakteen zu klauen ist in Arizona per Gesetz verboten. Doch in vielen Gärtnereien werden Minikakteen verkauft - fertig verpackt und vom Zoll für den Export freigegeben.

Bücher & Filme

Der Skelett-Mann

Tony Hillermans Krimis spielen meist im Reservat in Arizona mit Spannung und Hintergrundinfos über die Navajos (2006)

Die Monkey Wrench Gang

Ein moderner Klassiker von Edward Abbey über die militante Ökobewegung im Südwesten (1975)

Gesucht: Billy the Kid

Hörspieltipp für Westernliebhaber: Autor Frank Gustavus erzählt auf zwei CDs stimmungsvoll das kurze, wilde Leben des Revolverhelden (2006)

Leaving Las Vegas

Nicolas Cage spielt in einer oscargekrönten Rolle einen alkoholsüchtigen Drehbuchautor in Las Vegas (1995)

Thelma & Louise

Susan Sarandon und Geena Davis gehen in einem modernen Roadmovie auf einen Abenteuertrip der anderen Art (1991)

Ocean's Eleven

Las Vegas ist die glamouröse Kulisse für diesen kultigen Gaunerfilm in Starbesetzung mit George Clooney, Brad Pitt und Julia Roberts (2001)

19-39 °C
14 h/Tag

Fakten

Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 18:08 Uhr

Anreise

12h
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