Südengland

Überblick

Entdecke Südengland!

In Kent begeistern die weißen Steilküsten, prachtvolle Parkanlagen und herrliche Obstbaumhaine die Besucher. Auch Sussex und Surrey sind ein einziger Garten voller Bauernhöfe und Schafe, so schön, dass inzwischen viele Londoner ihren Wohnsitz in die Grafschaften südlich und westlich der Hauptstadt verlegt haben. Prominente zieht es schon seit Langem in dieses Idyll. Paul McCartney zählt ebenso zu ihnen wie Eric Clapton und Madonna.

Doch auch die sanft geschwungenen Hügel und die üppigen Wiesen in Dorset, die dramatische Klippenlandschaft in Devon, die verschwiegenen Buchten und Strände in Cornwall begeistern immer wieder aufs Neue. Begeisterung auch deshalb, weil so vieles in Südengland unerwartet und daher das Erstaunen umso größer ist. Wer stellt sich schon vor, dass dort Palmen wachsen und im Dezember das Wetter auf den vor Cornwall gelegenen Scilly-Inseln so warm ist, dass zu dieser Jahreszeit die Narzissen für den Export auf den Kontinent geerntet werden?

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Reisezeit Südengland

Januar
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Februar
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März
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10°C
Für Naturliebhaber: Die Blütezeit ist in Englands Süden besonders schön
April
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12°C
Mai
sehr gut
15°C
Zur Sommersonnwende nach Stonehenge
Juni
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Juli
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August
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September
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Oktober
sehr gut
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November
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Zur Wintersonnwende nach Stonehenge
Dezember
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Samstag / 04.04.2020
Vormittags
9 °C
Nachmittags
13 °C
Abends
8 °C
Sonntag / 05.04.2020
Vormittags
10 °C
Nachmittags
16 °C
Abends
12 °C
Montag / 06.04.2020
Vormittags
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Nachmittags
15 °C
Abends
8 °C
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Anreise

10h 12min
8h 40min
5h 30min
Frankfurt am Main
Südengland
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Auftakt

Entdecken Sie Cornwall & Südengland!

Das Beste an diesem Landstrich ist die wunderbare Natur. Das Geld des gesamten Empire und die Kunst der Gärtner haben in Jahrhunderten die Landschaft auf das Perfekteste geformt. Gestört wurde dieser Gestaltungsdrang kaum, hat doch das Land zum letzten Mal 1066 eine Invasion erlebt, und die industrielle Revolution, die ja immerhin von der Insel ausging, hat hier eigentlich nicht stattgefunden. Auf die Natur hat sich das gut ausgewirkt. Ohne Übertreibung kann man deshalb sagen, dass Südengland eine der vollendetsten gewachsenen Landschaften Europas ist. Und das trifft ausnahmslos auf alle Grafschaften des Südens zu.

Nicht zuletzt das Wetter versetzt die Besucher Cornwalls und Südenglands immer wieder in Erstaunen. Im Winter sinken die Temperaturen ganz selten einmal unter den Nullpunkt. Bereits im März ist es für gewöhnlich so warm, dass Krokusse und Tulpenbäume in voller Blüte stehen. Es regnet zwar nicht gerade selten - aber meist sind es nur einzelne Schauer, die die Wetterstatistik in die Höhe treiben, selten komplette Regentage. Dennoch: Wer im Urlaub 14 Tage Sonne pur erwartet, dürfte enttäuscht werden. Man sollte sich immer bewusst machen: Ohne Regen wären die traumhaften Wiesen und Pflanzenmeere Südenglands nur halb so schön.

Unmittelbar hinter der Natur rangiert die Tradition. Zu sehen und mitzuerleben, wie das Inselvolk zwischen Kent und Cornwall seine Rituale pflegt, macht Riesenspaß. Dabei bedarf es durchaus nicht eines dicken Bankkontos, um das Lebensgefühl der Einheimischen mitzuerleben. Es geht auch ganz ohne Geld: beim Kricketspiel, das überall am Sonntagnachmittag auf den Dorfwiesen Südenglands gespielt wird, beim Polo in Ham (Surrey), wo in den Pausen die Zuschauer mit dem Sektglas in der Hand auf das Spielfeld gehen und die von den Pferdehufen aufgewühlten Grasnarben flach treten, oder beim Grasbowling, wo ältere Damen und Herren, traditionell in Weiß und Grau gekleidet, mit viel Spaß eine ruhige Kugel schieben.

Traditionen und Geschichte gehören eng zusammen. Das ist ein weiterer Punkt, der den Landstrich so attraktiv macht. Geschichte ist hier nicht weit entfernte Vergangenheit, sondern reicht direkt in die Gegenwart hinein. Immer wieder bestätigen Besucher, dass zum Beispiel die Besichtigung von Windsor Castle ein ganz besonderes Gefühl vermittelt, das man woanders kaum erleben kann. Hat hier doch nicht etwa in längst vergangener Zeit einmal eine Königin residiert. Nein, die Queen verbringt hier nach wie vor ihre Zeit. Schloss Windsor ist der Ort, wo sich die königliche Familie am Wochenende trifft. Ein ähnliches Gefühl, nur noch viel unmittelbarer, überkommt die Besucher der südenglischen Landhäuser, denn dort haben sie tatsächlich eine Chance, die Lords samt Nachfahren zu treffen: in Knole Palace, dem größten Privathaus Englands, in Petworth House auf den Ländereien des Herzogs von Norfolk oder in St. Michael's Mount in Cornwall.

Südengland setzt dem Unternehmungsgeist seiner Gäste keine Grenzen. Was immer ihre Interessen sein mögen - hier können sie ihnen nachgehen: Sport, Literatur, Autos, Biertrinken, Vogelbeobachtung, Kinofilme … Es gibt vortreffliche Wandermöglichkeiten entlang der Küste von Cornwall, Devon und Sussex. Im gesamten Süden ist in den vergangenen Jahren ein großes Netz an Fahrradwegen entstanden. Buchstäblich überall gibt es eine hervorragende Auswahl von Golfplätzen. Auch für Pferdefans ist der Süden Englands ein ideales Gebiet. Wer seine Sportleidenschaft indes lieber im feuchten Element austobt, wird gleichfalls kaum eine bessere Region in Großbritannien finden. Entlang der Nordküste von Cornwall und Devon können Boogie Boarders und Surfer nach Herzenslust auf atlantischen Brechern reiten. Auch für Segler und Rennbootenthusiasten herrschen an der englischen Südküste ideale Bedingungen. Wer es hingegen etwas ruhiger mag, erholt sich beim Süßwasserangeln oder beim Forellenfischen in Bude oder Penryn.

Vieles, das in Restaurants auf den Tisch kommt, stammt aus den Flüssen der Umgebung und den Gewässern vor der südenglischen Küste. Auf der Insel setzt man seit jeher auf lokale Produkte - lange bevor sich der Trend zu Biolebensmitteln in Deutschland ausgebreitet hat. Selbst ein ausgiebig frittierter Schellfisch aus einem Fish-and-Chips-Shop lag nicht selten Stunden zuvor noch an einem Hafen der näheren Umgebung. Eine wahre Freude ist Südengland für alle, die sich gesund ernähren möchten: Biologische Lebensmittel gibt es nicht nur in den kleinen Bauernläden auf dem Land, sondern inzwischen auch in allen großen Supermarktketten wie Sainsbury's, Tesco oder Waitrose. Restaurants sind heutzutage selbst in den hintersten Ecken des Landes auf Allergiker und Vegetarier eingestellt. Meist haben sie entsprechende Gerichte in den Karten markiert. Lokale für junges Publikum bieten meist auch vegane Kost, teure Restaurants haben mitunter eine eigene Karte für Vegetarier. Und falls nicht: Einfach fragen - da Gäste mit besonderen Essgewohnheiten in England nichts Seltenes sind, wird sich der Koch gern etwas einfallen lassen.

Was aber macht Cornwall und Südengland für Literaturfreunde so anziehend? Eine Liste der Schriftsteller von Weltruf, die in diesem Landstrich gelebt haben, beantwortet die Frage schon von selbst. Sie beginnt mit Jane Austen, geht weiter mit John le Carré und Agatha Christie, führt über Charles Dickens, Arthur Conan Doyle und Daphne du Maurier bis zu Rosamunde Pilcher und Virginia Woolf.

So sehr die Leute im Süden Englands am Alten hängen und zurückblicken - sie schauen auch vorwärts. Zur Jahrtausendwende wurden viele Vorhaben angegangen, die Südenglands Besuchern zugute kamen. Hunderte Millionen Pfund wurden für das Anlegen neuer Fahrradwege bereitgestellt. In Bath wurden die historischen Badeanlagen weiter rekonstruiert und ein neues Bad errichtet.

Die südenglischen Pubs mit ihrem Charme, mit deftigem Essen und großer Bierauswahl - das trotz des Siegeszugs des Dezimalsystems weiterhin in Pints (0,568 l) gemessen wird, da, so ein Stammgast, ein Pint genau jene Menge Bier sei, bei deren Genuss man sich in Ruhe überlegen könne, ob es noch ein weiteres Pint sein dürfe - sind eindeutig die gemütlichsten im gesamten Inselreich und für sich genommen schon Grund genug, diesen Landstrich zu besuchen.

Praktische Hinweise

Anreise
Auto

Der Eurotunnel verbindet die französische Autobahn A16 in Calais per Autozug direkt mit der englischen M20 nahe Folkstone. Fahrtdauer 35 Min | Preis ca. 100 Euro, 60 Euro für Nachtfahrten | Onlinebuchung unter www.eurotunnel.com

Bahn

Der Eurostar fährt von Brüssel und von Paris direkt nach London-St.-Pancras (Fahrtzeit rund 2 Std.). Von Deutschland aus gibt es Anbindungen ab Frankfurt, Aachen und Köln. Die Deutsche Bahn bietet bei rechtzeitiger Buchung Kontingente mit Sonderpreisen ab 50 Euro für die Fahrt im Eurostar (www.bahn.de). Ein Brit-Rail-Pass kann das Bahnfahren auf der Britischen Insel günstiger machen, er muss vorab in Deutschland bestellt werden (www.visitbritainshop.com).

Ferry

Wichtigste und kürzeste Fährverbindung ist Calais-Dover: P&O Ferries | www.poferries.com, DFDS/LD | www.dfdsseaways.de. Alternativ: Dünkirchen-Dover mit DFDS | www.norfolkline.com; Oostende-Ramsgate mit Transeuropa Ferries | www.transeuropaferries.com; Dieppe-Newhaven und Le Havre-Portsmouth mit LD Lines | www.ldlines.com; Caen/Cherbourg/St. Malo-Portsmouth mit Brittany Ferries | www.brittanyferries.com; Cherbourg-Portsmouth mit Condor Ferries | www.condorferries.co.uk; Hook van Holland-Harwich mit Stena Line | www.stenaline.de. Preise sind je nach Uhr- und Jahreszeit sehr unterschiedlich. Ein Standardticket kostet ab ca. 20 Euro, Onlinebuchung für alle Strecken, auch Eurotunnel: www.directferries.de und www.aferry.de

Flugzeug

Alle größeren Flughäfen bieten Direktflüge nach London, meist mit Germanwings (www.germanwings.com), British Airways (www.britishairways.com), Lufthansa (www.lufthansa.de) oder Air Berlin (www.airberlin.de). Der Londoner Flughafen Heathrow ist mit der U-Bahn, dem Bus oder dem Heathrow Express zu erreichen. Der Gatwick Express wiederum verkehrt ständig zwischen Flughafen und Victoria Station. Billigflieger landen in Stansted. Von dort bringt Sie der Zug in 45 Minuten in Londons City. Oder Sie fahren per Überlandbus ab einem der Flughäfen weiter (www.nationalexpress.com). Einzelne Billigflieger bieten ab Deutschland zudem Direktverbindungen nach Bristol und Southampton an: Easyjet ab Berlin, Salzburg und Genf (www.easyjet.com), Flybe unter anderem ab Hannover, Düsseldorf, Frankfurt, Salzburg (www.flybe.com)

Auskunft vor der Reise
VisitBritain

Dorotheenstr. 54 | 10117 Berlin | www.visitbritain.de, www.visitengland.de

aus Österreich: www.visitbritain.at

aus der Schweiz: www.visitbritain.ch

Onlineshop: Hier bekommen Sie z. B. verschiedene Pässe für Verkehrsmittel und diverse Sehenswürdigkeiten: www.visitbritainshop.com

Auto

Vorsicht mit dem Linksfahren insbesondere beim Kreisverkehr (round-about): Im Kreisverkehr hat stets derjenige Vorfahrt, der von rechts kommt. Folgen Sie dem Kreisverkehr im Uhrzeigersinn und betätigen Sie den linken Blinker, wenn Sie sich der Ausfahrt nähern, über die Sie den Kreisverkehr verlassen wollen. Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften 30 Meilen/48 km/h, auf Landstraßen 60 Meilen/97 km/h, auf Autobahnen 70 Meilen/113 km/h.

Vorsicht beim Parken: Eine gelbe oder rote durchgezogene Linie am Straßenrand bedeutet Parkverbot zu bestimmten Zeiten, die doppelte Linie absolutes Halteverbot. Bei einer gestrichelten Linie können Sie kurz anhalten.

Telefonieren beim Fahren ist in England verboten. Pannenhilfe bekommen Sie durch AA Automobilclub (Tel. 0800 887766), RAC Royal Automobile Club (Tel. 0844 2 733783).

Diplomatische Vertretungen
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

23 Belgrave Square | London SW1 | Tel. 020 78241300 | www.london.diplo.de

Botschaft der Republik Österreich

18 Belgrave Mews | London SW1 | Tel. 020 73443250

Schweizer Botschaft

16 Montagu Place | London W1 | Tel. 020 76166000

Einreise

Bürger der Europäischen Union benötigen einen Personalausweis, Schweizer Bürger die Identitätskarte.

Eintrittspreise

Freien Eintritt gewähren ausschließlich die staatlichen Topmuseen und Galerien (www.nationalmuseums.org.uk/free-admission). Viele Museen, Ausstellungen und Gotteshäuser verlangen ein hohes Eintrittsgeld. Etwa £ 5 sind für Schlösser, Herrenhäuser und Gärten zu entrichten, oft mehr. Familienkarten reduzieren den Preis etwas. Schnell bezahlt macht sich der English Heritage Overseas Visitors Pass (ab £ 21,50), der wahlweise sieben oder 14 Tage Gratiszugang zu 400 Sehenswürdigkeiten gewährt, darunter viele Burgen (www.english-heritage.org.uk). Auch der National Trust bietet einen ähnlichen Pass für seine Sehenswürdigkeiten an (ab £ 22 | www.nationaltrust.org.uk). Beide Pässe sind nur online außerhalb Englands erhältlich (www.visitbritainshop.com). Bei einem langen Urlaub oder mehreren Aufenthalten in England kann sich bei beiden Organisationen aber auch eine Jahresmitgliedschaft lohnen, die ebenfalls kostenlosen Eintritt ermöglicht.

Geld & Kreditkarten

Banken sind Mo-Fr von 9.30-15.30 Uhr geöffnet, in Städten oft auch samstags. Ansonsten decken Sie sich am besten mit einer EC- oder Kreditkarte an Automaten mit Devisen ein (achten Sie aufs "Maestro"-Symbol). Kunden der Deutschen Bank heben gebührenfrei an den Automaten von Barclays Geld ab, einzelne Direktbanken bieten diesen Service an Automaten mit dem Visa-Symbol. Die Wechselstuben der Kaufhauskette Marks & Spencer bieten Devisentausch ohne Gebühren an. Fast überall können Sie auch mit Kredit- oder Maestrokarte bezahlen. Achtung: Britische Kreditkarten verfügen über Chip und Geheimzahl - in kleinen Geschäften gibt es manchmal Probleme mit den deutschen Magnetstreifen-Karten.

Großbritannien ist nicht Mitglied der Europäischen Währungsunion. Die Währungseinheit ist das Pfund Sterling £, bestehend aus 100 pence (p). Es gibt 5-, 10-, 20- und 50-Pfundscheine und Münzen von 1, 2, 5, 10, 20, 50 p und £ 1 und £ 2.

Achtung: Im Vereinigten Königreich dürfen unterschiedliche Banken eigene Banknoten herausgeben. Das führt dazu, dass unterschiedliche Motive im Umlauf sind, aus Schottland solche der Royal Bank of Scotland, der Bank of Scotland, der Clydesdale Bank und von Lloyds TSB; aus Nordirland (das auch zum Vereinigten Königreich gehört) kommen Noten der Ulster Bank, Bank of Ireland, First Trust und Northern Bank hinzu. In England selbst gibt zwar nur die Bank of England Banknoten heraus, jedoch kann man auch mit solchen aus Schottland und Nordirland zahlen. Und noch mal Achtung: Auch auf den Inseln Jersey, Guernsey und der Isle of Man gibt es eigene Scheine - diese jedoch werden im Rest des Vereinigten Königreichs nicht akzeptiert.

Gesundheit

In den Zentren des Nationalen Gesundheitssystems (NHS) und bei den Allgemeinen Ärzten (GP) werden Sie kostenfrei behandelt. Notruf: 999 (kostenlos). Die Apotheken (pharmacy), die oftmals Bestandteil von Drogerien sind, haben während der üblichen Geschäftszeiten geöffnet.

Internetzugang & WLAN

Internetcafés gibt es auf der Insel in allen Städten. Eine Liste finden Sie unter www.myhotspots.co.uk.

Hotspots sind in Großstädten weit verbreitet, auf dem Land und in kleineren Orten nur vereinzelt. Viele sind beim landesweit größten WLAN-Netzwerk The Cloud (www.thecloud.co.uk) oder unter btopenzone.hotspot-directory.com gelistet. WLAN wird in Großbritannien übrigens WIFI genannt. In den Filialen der meisten Coffeeshop- und Fastfood-Ketten kann man surfen. Mobilfunkunternehmen bieten zudem UMTS-Sticks an, auch mit Prepaid-Tarifen.

Masse & Gewichte

1 inch = 2,54 cm

1 foot = 12 inches = 30,48 cm

1 yard = 3 feet = 91,4 cm

1 mile = 1,61 km

1 acre = 4047 m2

1 pint = 0,57 l

1 quart = 2 pints = 1,14 l

1 gallon = 4 quarts = 4,5 l

1 ounce = 28,35 g

1 pound = 16 ounces = 453,6 g

32° Fahrenheit = 0° C

68° Fahrenheit = 20° C

Medien

Die nationalen Zeitungen - es wird zwischen seriösen (Financial Times, Guardian, Times) und Boulevardzeitungen (Sun, Mirror) unterschieden - sind informativ und preiswert. Praktisch für einen Besuch sind vor allem die Stadtmagazine wie TimeOut in London oder Venue in Bristol und Bath. Wer Gutes tun will, kauft ein Exemplar der Obdachlosenzeitschrift Big Issue, die in jeder halbwegs größeren Stadt auf der Straße vertrieben wird.

Notruf

Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen: Tel. 112

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Busse von National Express steuern jede Ecke des Landes an. Günstig sind day returns. Buchen Sie sieben Tage vorher, sparen Sie noch einmal Geld (Victoria Coach Station | 164 Buckingham Palace Road | London | Tel. 08717 818178 | www.nationalexpress.com). Zu empfehlen ist der National Express BritXplorer Pass. Die günstigsten Busverbindungen von London in viele Städte Südenglands bietet Megabus (www.megabus.co.uk). Das Bahnnetz ist dicht. Intercityzüge verbinden die größten Städte. Die Preise sind den deutschen vergleichbar und können bei früher Buchung reduziert werden. Geld sparen Sie meist auch mit dem Kauf eines Bahnpasses vor Reiseantritt über VisitBritain (www.visitbritain.de). www.traveline.org.uk gibt Fahrplanauskunft für alle Verkehrsmittel, ebenso die Trainline (www.thetrainline.com) mit Online-Ticketverkauf.

Öffnungszeiten

Geschäfte sind meist Mo-Sa von 9.30-17.30 Uhr geöffnet, in den Haupteinkaufsstraßen der Städte auch am Sonntag von ca. 10.30-16 Uhr.

Post

Südenglands Postämter sind Mo-Fr 9-17.30, Sa bis 12.30 Uhr geöffnet. Oftmals befinden sie sich in Schreibwaren- oder Lebensmittelläden. Für Briefe nach Europa müssen Sie blaue "Europe"-Marken für £ 1 kaufen.

Strom

Die Netzspannung beträgt 240 Volt. Denken Sie an den Adapter (dreipolig), weil europäische Stecker nicht in englische Steckdosen passen.

Taxis

Taxifahren mit den berühmten schwarzen Cabs ist teurer als in Deutschland, vor allem nach 22 Uhr. Sogenannte Minicabs sind wesentlich günstiger, können aber nur telefonisch bestellt werden.

Telefon & Handy

Für die Telefonzellen brauchen Sie Münzen (20 p, 50 p, £ 1) oder Kreditkarten. Telefonkarten sind nicht mehr in Gebrauch. Führende Mobilfunkgesellschaften sind Vodafone, T-Mobile, Orange und O2. Wer länger vor Ort ist und sich etwa mit Mitreisenden verständigen will, kann sich auch eine britische Prepaid-SIM-Karte kaufen ("Pay as you go") - günstig u. a. bei Virgin Mobile oder der Supermarktkette Tesco.

Vorwahl nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz 0041; Vorwahl nach England 0044.

Trinkgeld

Generell wie in Deutschland und vielen Ländern nach Belieben ca. 10 Prozent. In Touristenhochburgen wie London schlagen Restaurants mitunter selbst eine sogenannte Servicecharge von 10-15 Prozent auf den Rechnungsbetrag auf. Dort kann man sich weiteres Trinkgeld ("tip") getrost sparen. In Pubs wird generell kein Trinkgeld gegeben, sofern man sich (wie üblich) sein Getränk selbst am Tresen holt und auch gleich dort bezahlt.

Unterkunft
Bed & Breakfast (B & B)

Eher kleine Pensionen als ein freies Zimmer im Privathaus. Sie bieten mitunter ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die Hotels und sind eine gute Möglichkeit, Land und Leute kennen zu lernen. Buchbar in der Tourist Information vor Ort oder oftmals auch im Internet.

Ferienwohnungen

Ferienwohnungen, die meist wochenweise zu mieten sind, sind verhältnismäßig teuer, jedoch preiswerter als die meisten B & Bs. Zu den führenden Anbietern gehören Hoseasons Country Cottages (Tel. 0844 8471356 | www.hoseasons.co.uk). Der National Trust vermietet historische Häuser und Cottages (PO Box 536 | Melksham, Wiltshire | SN128 SX | Tel. 0844 8002070 | www.nationaltrustcottages.co.uk). Der Landmark Trust vermietet denkmalgeschützte Häuser (Shottesbrooke | Maidenhead, Berkshire | SL63SW | Tel. 01628 825925 | www.landmarktrust.org.uk). Wer es exklusiv haben möchte, sollte Hideaways ausprobieren: Tel. 01747 828170 | www.hideaways.co.uk

Hotels

Britische Hotels hatten viele Jahre den Ruf, klein, alt und nicht immer sauber zu sein. Unter dem Druck ausländischer Ketten ändert sich dies derzeit gewaltig. Großbritannien ist auch das Land mit einem extremen Preiskampf unter Billighotels, von dem Sie profitieren können: Motelketten wie Travelodge, Holiday Inn Express oder PremierInn sind einfach, aber sauber, günstig und haben Hunderte Häuser auch in besten Innenstadtlagen (www.hiexpress.co.uk, www.travelodge.co.uk, www.premierinn.co.uk).

Jugendherbergen

Youth hostels sind für jedes Alter offen und sehr populär. Der Jugendherbergsausweis ist in den Herbergen erhältlich. Adresse: Youth Hostels Association | Trevelyan House | Dimple Road | Matlock, Derbyshire | DE43YH | Tel. 01629 592700 | www.yha.org.uk

Zeit

In Großbritannien herrscht die Greenwich Mean Time (GMT), die Uhren gehen im Vergleich zur MEZ eine Stunde nach.

Zoll

Waren für den persönlichen Bedarf (u. a. 800 Zigaretten, 90 l Wein) sind bei der Ein- und Ausreise innerhalb der EU frei. Für Schweizer Bürger gelten hingegen enge Mengenbeschränkungen, u. a. 200 Zigaretten oder 50 Zigarren, 2 l Wein, 1 l Spirituosen. Vorsicht: Diese Mengen gelten erst für Reisende ab 17 Jahren!

Was kostet wie viel?

Tee

3 Euro für ein Kännchen

Benzin

1,60 Euro für 1 L Super

Snack

4 Euro für ein Sandwichpack

Becher

5 Euro mit Queen-Porträt

Bier

3,50 Euro für ein Pint

Busfahrt

2 Euro für eine Stadtfahrt

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

New Year's Day

März/April

Karfreitag (Good Friday), Ostermontag (Easter Monday)

Erster Montag im Mai

May Day Holiday

Letzter Montag im Mai

Spring Bank Holiday

Letzter Montag im August

Summer Bank Holiday

25. Dezember

Christmas Day

26. Dezember

Boxing Day

Feste & Veranstaltungen
Februar/März

Das Pancake Race ist vielerorts ein alter Brauch zu Aschermittwoch: Teilnehmer laufen mit Pfannkuchen in der Pfanne durch die Straßen. U. a. in Reading und Olney

Mai

1. Mai: Vielerorts wird der Frühling mit uralten Riten gefeiert. Zu den größten Veranstaltungen gehört das Sweeps Festival, das in vielen Städten Südenglands gefeiert wird, z. B. in Rochester, Hastings, Bristol oder Whitstable

Brighton Festival: Kunst, Oper, Literatur, Musik. www. brightonfestival.org

Bath: Bath International Music Festival. Folk, Jazz, Oper und klassische Musik; Gratiskonzert im Royal Victoria Park. www.bathmusicfest.org.uk

Mai-August

Glyndebourne: Opernfestival mit Picknick (in Abendgarderobe!) in der Pause. www.glyndebourne.com

Minack: Freilichttheater in spektakulärer Klippenlage in Porthcurno bei Penzance. www.minack.com

Juni

Ascot: Royal Ascot-Pferderennen mit besonders modischen Einlagen am Damentag. www.ascot.co.uk

Epsom: Derby. Weltberühmtes Pferderennen. www.epsomderby.co.uk

Somerset: Glastonbury Festival; das beliebteste Rockfestival. www. glastonburyfestivals.co.uk

Kent: Sommerkonzerte in Leeds Castle bei Maidstone. www.leeds-castle.com

Sussex: South of England Agricultural Show, Ardingly, Haywards Heath (Mitte Juni). www.seas.org.uk

Stonehenge: Druidenzeremonien zur Sonnenwendfeier

Juli

Royal Regatta in Henley: internationale Ruderwettkämpfe. www.hrr.co.uk

Winchester Hat Fair: drei Tage Straßentheater. www.hatfair.co.uk

August

Pferderennen in Goodwood: die schönste Rennstrecke. www. goodwood.co.uk

Cowes Week: größtes Segelevent vor der Isle of Wight. www.cowesweek.co.uk

Brighton: Gay Pride. Große Parade in Südenglands Schwulenhochburg. www.brightonpride.org

Bristol: Balloon Fiesta. Fest mit Heißluftballons. www.bristolballoonfiesta.co.uk

Newquay: Boardmasters. Internationales Surf-, Skate- und Musikfestival am Fistral Beach. www.relentlessboardmasters.com

Isle of Wight: Scooter Rallye. Am letzten August-Wochenende treffen sich auf der Isle of Wight Tausende Motorrollerfahrer aus ganz Europa

November

Oldtimer-Rallye (1. So): Frühmorgens starten die Oldtimer beim Hyde Park in London. Es geht nicht um Geschwindigkeit: Ziel ist es, in Brighton anzukommen. www.lbvcr.com

Guy Fawkes Night (5. Nov.): Freudenfeuer und Feuerwerk in Erinnerung an den Gunpowder Plot im 16. Jh. Besonders stimmungsvoll ist das Fest in Ottery St. Mary, Devon. www.otterytourism.org.uk

Bath Christmas Market (Ende Nov.-Anfang Dez.): Der schönste Weihnachtsmarkt in Südengland. www.bathchristmasmarket.co.uk

Im Trend

Spurensuche
Mordlust

Auf den Spuren von Agatha Christie wandeln die Urlauber in Cornwall und Südengland. Allerdings stehen dort nicht nur die Krimiklassiker hoch im Kurs, sondern auch die knallharten Ermittler der heutigen Zeit. Mit ClueDunnit (www.cluedunnit.co.uk) gehen Sie ein ganzes Wochenende - oder nur einen Abend - auf Mördersuche. Auch bei The Killing Game (www.killinggame.co.uk) geht es blutig zur Sache. Als Kulisse dienen meist stimmungsvolle Herrenhäuser.

Adrenalin
Sport

Der Sprung von der Klippe flößt Respekt ein, gehört beim Coasteering aber auf jeden Fall dazu. Entdecken Sie den Trendsport in Newquay mit den Hot Rock Coasteers (15 b Tolcarne Road) oder an mehreren Standorten in Devon und Cornwall mit EBO Adventure (www.fremingtonadventure.com). Die Eco-Coasteerer schenken der Natur besondere Aufmerksamkeit. Einen Blick auf die Natur sollten Sie auch beim Zorbing wagen. Aus der Gummiblase sehen Sie zum Beispiel den Hügel Devil's Dyke bei Brighton vorbeirollen (über Orb360, www.orb360.co.uk).

Abgefahren
Bullimania

Der VW-Bus ist das Trendmobil in UK. Bei O'Connors Campers (Old Road, Okehampton) können Sie liebevoll restaurierte Bullis fürs Camping mieten. Alternative Anbieter sind VW Camper Van Rental (Johns Road, Wareham) und Forever Campervans (1 The Borough, Montacute). Vielleicht ist der nächste Stopp ja das Festival Brighton Breeze (www.brightonbreeze.co.uk), wo sich Bullifans jährlich treffen, um ihre Schmuckstücke vorzuführen.

Strandbad-Kultur
Aufschwung

Die einst stolzen englischen Seebäder wurden seit der Entdeckung der Billigfluglinien ziemlich vernachlässigt. Wo früher geurlaubt wurde, reihte sich an der Promenade nur mehr Chippie an Spielsalon. Vor allem der Südosten des Landes bekam das zu spüren. Dem wollen die Orte nun mit gezielten Kulturprojekten gegensteuern. So besitzt Hastings seit dem Frühjahr 2012 die extrem angesagte Jerwood Gallery (Rock-a-Nore Road), in Eastbourne steht das zeitgenössische Kunstmuseum Towner Eastbourne (Devonshire Park, College Road) und für Margate entwarf der Stararchitekt und Schöpfer der Berliner Museumsinsel David Chipperfield die Turner Contemporary Gallery (The Rendezvous).

Ausgekocht
Kulinarisch

Auch in England sind Kochshows der Renner - und zwar als Wettkochen. Der "Master Chef"-Halbfinalist Lee Groves ist nicht nur Küchenchef des Seagrass Restaurant (Fish Street) in St. Ives, sondern auch Mitorganisator der Cookery Challenges, bei der drei Teams gegeneinander anschnippeln, brutzeln und blanchieren (über Lanyon Holiday Cottages, lanyon-holiday-cottages.co.uk). Auch im Cornish Pasty-Machen gab es schon einen internationalen Wettbewerb. Dafür, dass die lokale Spezialität gut wegkam, hat die Cornish Pasty Organisation (www.cornishpastyassociation.co.uk) gesorgt. Wer vor dem großen Wettstreit noch ein paar Lehrstunden mit Muscheln, Tintenfisch und Krebsen nehmen will, wendet sich an Rick Steins vielfach ausgezeichnete Seafood School (Riverside, www.rickstein.com) in Padstow.

Bloss nicht

Top Sights an Wochenenden ansteuern

Fahren Sie lieber an den Wochentagen. Denken Sie daran, dass Bath nur 80 Minuten Zugfahrt von London entfernt liegt und Ihnen nichts die römischen Bäder mehr entfremdet als ein Spaziergang zwischen Touristenscharen. Dasselbe gilt für Stonehenge, das man sehr früh am Morgen oder sehr spät am Abend besuchen sollte, will man dessen verträumten Charme auf sich wirken lassen.

Strände unbesehen nutzen

Die südlichen und südöstlichen Strände sind nicht immer sehr sauber. Auf den Steinen findet sich Teer, und auf der Oberfläche des zudem nicht sehr warmen Wassers mag so mancher Abfall dümpeln. Die Behörden markieren Bäder, deren Wasserqualität einwandfrei ist, mit einer blauen Flagge. Für weitere Einzelheiten konsultieren Sie The Good Beach Guide (in fast allen englischen Buchhandlungen) oder die Internetseiten www.goodbeachguide.co.uk und www.blueflag.org.

Alle Seebäder abklappern

Von den einst eleganten Orten haben einige ihren alten Glanz verloren. Wahrscheinlich werden Sie manche Badeorte etwas deprimierend finden, es sei denn, Sie haben eine Schwäche für roten Backstein, abblätternde Fassaden und Vergnügungsparks. Vermeiden Sie einen Besuch außerhalb der Saison; dann ist nämlich (fast) alles geschlossen. Im Hochsommer dagegen drängeln Tausende von Familienurlaubern durch die Straßen. Ruhe und Entspannung finden Sie in den kleinen Buchten von Lyme Regis, Bridport, der Insel Wight, Purbeck und Cornwall.

Zentral parken

Im Sommer ist Autofahren ein Wahnsinn in Bournemouth, förmlich untersagt in St. Ives, Clovelly, Polperro und Mousehole. Die kleinen Häfen Devons und Cornwalls besichtigt man also zu Fuß. Bedenken Sie auch, dass es fast unmöglich ist, einen Parkplatz im Zentrum von Bath, Rye, Lewes und Chichester zu finden. Nehmen Sie einen Dauerparkplatz weiter vom Zentrum entfernt, der ist billiger. Falschparker werden fast immer geschnappt und kräftig zur Kasse gebeten.

Vordrängeln

In England ist alles wohl geordnet: Wer zuletzt kommt, stellt sich hinten an - egal, ob auf dem Postamt, an der Bushaltestelle oder im Restaurant. Niemals sollten Sie sich vordrängeln, Sie würden sonst umgehend zur Rede gestellt.

Aggressiv auftreten

Die Engländer legen Wert auf Höflichkeit und Zurückhaltung. Sie drängeln sich in Geschäften und Restaurants nicht vor, sagen möglichst oft "sorry" und "excuse me" und schätzen Bescheidenheit mehr als laute Töne.

Stichworte

Artus

Gab es König Artus wirklich? Er wird mit verschiedenen südenglischen Orten in Verbindung gebracht, z. B. Tintagel in Cornwall, wo Archäologen Reste eines fürstlichen Hofs aus dem 5.-6. Jh. fanden. In dieser Epoche soll Artus als Anführer der Kelten gegen die angelsächsischen Eindringlinge gekämpft haben. In der Burg von Tintagel lag ein komfortabler Palast, dessen Bewohner Luxusgüter des Mittelmeerraums wie Öl und Wein genossen. Reiche Zinnvorkommen in der Gegend machten es möglich. Auch der mystische Ort Glastonbury galt lange als Sitz des Artus". Und in der Großen Aula von Winchester hängt ein der Ritterrunde zugeschriebener round table - doch dieser stammt vermutlich aus dem 14. Jh., als der Artuskult am englischen Hof gepflegt wurde.

Baustile

Außer bekannten Begriffen wie gotisch hört man in England andere Namen, die teils die Regierungszeiten der Könige bezeichnen. So heißt die romanische Architektur der Insel meist normannisch, Fachwerkbauten aus dem 15. und 16. Jh. werden als Tudor bezeichnet, entsprechend der Regierungszeit der gleichnamigen Dynastie. Jacobean nennt man Bauwerke aus der Regierungszeit von James I. (1603-25). Viele Häuser aus dem 19. Jh. sind dagegen Regency, aus der Regentschaft des späteren Georgs IV. oder viktorianisch, gebaut in der Zeit der Herrschaft von Queen Victoria.

Cheddar

So heißt ein großes Dorf in Somerset, wo man einen reifen, festen, meist zylindrisch geformten Käse herstellt. Der Cheddar cheese ist seit der Zeit der Tudors außerordentlich beliebt und für England ungefähr das, was für Frankreich der Camembert ist. Es gibt Abwandlungen dieses Hartkäses aus anderen Regionen, etwa den Gloucester oder Leicester. Beliebtester Gorgonzola-Konkurrent der Insel ist der Stilton, ein Blauschimmelkäse aus Kuhmilch.

Cornic

Nach dem Abzug der römischen Legionen im Jahr 407 drängten die Neuankömmlinge (die Angeln) die keltische Bevölkerung nach Westen ab - nach Wales und Cornwall. "Cornic" wird der Dialekt der nach Cornwall geflüchteten Kelten genannt. Das älteste Manuskript in Cornic stammt aus dem 10. Jh., und der schönste erhaltene Text ist ein Mysterienspiel aus dem 16. Jh., das den Titel "Bewnans Meryasek" (Das Leben des heiligen Meriasek) trägt. Solche Spiele wurden seinerzeit im Freien aufgeführt. Im östlichen Teil des Herzogtums nahmen die gebildeten Leute sehr schnell die englische Sprache an, während im westlichen Teil der Halbinsel die meisten Familien (vorwiegend Fischer und Bergleute) noch bis ins 17. Jh. ausschließlich "Kernewek" sprachen. Der letzte Mensch, der diese Sprache praktizierte, war nicht, wie bislang angenommen, Dolly Pentreath aus Mousehole († 1777), sondern John Davey aus Zennor († 1891). Heute wird Cornic wieder unterrichtet, und in Cornwall gibt es auch Rundfunkprogramme in dieser Sprache.

County Show

Typische Sommerereignisse sind die County Shows (auch Agricultural Shows genannt). Nirgendwo hat man einen besseren Einblick in die englische Lebensweise. Ihr Ursprung als Agrarjahrmärkte ist an den Wettbewerben zu erkennen: Prämiert werden die besten Zuchtbullen, die schönsten Himbeeren und die längsten Porreestangen. In Zelten zeigen Imker ihre Honigsorten, Blumenzüchter ihre Rosen. Drum herum gibt es einen großen Rummel mit Clown und Karussell, Blaskapelle und Reitturnier sowie Stände, die alle nur erdenklichen Produkte für das ländliche Leben verkaufen, von Gartenmöbeln und Werkzeug bis zu Wachsjacken und hausgemachtem Senf.

Derby

So nennt sich ein berühmtes Pferderennen, das gegen Frühjahrsende in Epsom stattfindet. Derby ist zugleich der Name des Lords, der dieses Wettrennen 1780 ins Leben rief und mit einem großzügigen Preis dotierte. Das Derbyrennen vollzieht sich auf flachem Gelände über 2400 m. Es lockt jedes Jahr Zocker, Pferdezüchter, Jockeys, Neugierige, Abenteurer und die gehobene britische Gesellschaft gleichermaßen an. Trotzdem wäre es falsch zu behaupten, jene würden sich mit Letzterer mischen. Hier bleibt ein jeder in seiner Box!

Dickens, Hardy und die anderen

Charles Dickens, dem wir "David Copperfield", "Oliver Twist" und "Die Pickwickier" verdanken, wurde 1812 in Portsmouth geboren, verbrachte aber seine Kindheit v. a. in Chatham bei Rochester. Ein Dickens Birthplace Museum steht heute in Portsmouth. Thomas Hardy, der Verfasser von "Tess von d'Urbervilles", wurde 1840 in Upper Bockhampton (nahe Dorchester) geboren, in einem Cottage, das man besichtigen kann. In seiner Geburtsgegend ist er so berühmt, dass man ein Bier nach ihm benannt hat. Eine weitere Schriftstellerin des Südens ist Jane Austen (1775-1817). Geboren in Hampshire, lebte sie später in Southampton, wo sie sich auf die Beschreibung der bürgerlichen Gesellschaft ihrer Heimat verlegte. Sie wurde in der Kathedrale von Winchester bestattet. Unserer Zeit näher sind William Golding ("Herr der Fliegen"), geboren in Cornwall, und der aus Dorset stammende John Le Carré ("Der Spion, der aus der Kälte kam").

Gärten

Die Briten haben sich zu wahren Meistern der Gartenkunst und des Anlegens von Irrgärten, den sogenannten mazes, entwickelt. Um 1720 erfanden sie die pittoresken englischen Landschaftsgärten. Darin vermieden die Gartenarchitekten bewusst alles, was zur Gestaltung klassischer "französischer" Gärten gehört. Lieber kultivierten sie Asymmetrie, scheinbare Unordnung und launische Ideen. Auf diese Weise sind zauberhafte Wandelgänge entstanden, Baumserpentinen, überraschende Einfriedungen, begrünte Nischen, Wasserbecken, Seen und sanfte Talmulden als Übergang in die umgebende Landschaft. Das maze ist ebenso Bestandteil des englischen Gartens wie die Tempelchen, Gartenlauben und Grotten.

Solche Irrgärten oder Gartenlabyrinthe gibt es noch in Hampton Court (bei London) und in Longleat House unweit von Bath. Hever Castle (nahe Tunbridge Wells) bietet sicherlich das schönste und besterhaltene maze Englands. Großer Beliebtheit erfreuen sich die im Spätsommer kurzfristig angelegten Labyrinthe in Maisfeldern. "Maize maze" nennt man die Attraktion, die zur Erntezeit wieder verschwindet.

Königshaus

Politisch gesehen hält in England de facto der Premierminister das Zepter in der Hand - doch gilt hier streng genommen noch immer die Monarchie. Die Königin oder der König ist Staatsoberhaupt, übt die Hoheitsrechte jedoch inzwischen nur noch gemäß den Vorgaben von Parlament und Regierung aus. Sitz des Monarchen ist Buckingham Palace in London. Am Wochenende reist die königliche Familie in der Regel vor die Tore der Hauptstadt nach Schloss Windsor. Zu den weiteren Anwesen zählen Holyrood Palace und Balmoral Castle in Schottland sowie Sandringham House in der Grafschaft Norfolk.

Kricket

Der Sommersport der Briten seit 1728. Kricket wird in flachem Gelände gespielt. Die in makelloses Weiß gekleideten Spieler bedienen sich eines 95 cm langen Holzschlegels sowie eines kleinen, lederbezogenen Balls. Die hoch entwickelten Spielregeln sind außerordentlich kompliziert. In groben Zügen verläuft das Spiel folgendermaßen: Ein bowler wirft den Ball und versucht, das gegnerische wicket, ein Gerüst aus drei stumps (Pfosten) und zwei bails (Stangen), zu treffen und zum Einsturz zu bringen. Dazu benötigt er die Hilfe von neun fielders (die hinter dem verlorenen Ball herlaufen) und einem wicketkeeper (Torhüter), den man gleich an seiner Ausstaffierung erkennt. Dieser Mannschaft von elf Spielern stehen aus der elfköpfigen gegnerischen Mannschaft vor allem zwei batsmen (Schläger) mit Beinschützern gegenüber, deren Aufgabe es ist, den geworfenen Ball abzuwehren und möglichst weit wegzuschlagen. Während der Gegner schnellstens hinter diesem Ball herläuft, legt der Schläger eine möglichst große Strecke zwischen den beiden Toren zurück. Zu Länderspielen, die bei einer täglichen Spieldauer von 6 Stunden sich über 5 ganze Tage erstrecken, nimmt man gerne ein Picknick und die Zeitung mit. Für Mittagessen und Afternoon Tea unterbrechen die Spieler das Geschehen.

Mode

So vielfältig das Land, so vielfältig die Mode: Während in Englands Städten neue internationale Trends gesetzt werden, pflegt man auf dem Land die Tradition. Die Modedesignerin Vivienne Westwood ist wohl das beste Beispiel für extravagante britische Mode. Auf der Straße wird man ihre Kreationen jedoch eher nicht sehen. Junge Labels wie Duffer aus London oder Jack Wills aus Devon pflegen den Spagat zwischen Modernem und Traditionellem und sind deswegen vor allem bei jüngeren Käufern beliebt. Auf dem Land bleibt man im Alltag seit Jahrzehnten Karohemden und Barbour-Wachsjacken treu. Generell gilt in der Stadt wie auf dem Dorf: In der Freizeit so leger wie man mag, im Geschäftsalltag (noch dazu im Finanzsektor) unbedingt mit Anzug (kein brauner) und Krawatte, beziehungsweise Kostüm.

Musik

England ist seit jeher bekannt für seine Chöre - und noch heute wird die lange Geschichte dieser Gesänge vor allem in den Kathedralen und kleineren Kirchen gepflegt, etwa in Salisbury und Canterbury. In den Gottesdiensten sonntags und auch in Proben unter der Woche können Sie oft Chöre von beeindruckender Qualität genießen.

Noch bekannter ist international längst die britische Pop- und Rockmusik. Seit den Beatles stammen viele der großen Künstler und Bands dieses Metiers von der Insel. Britische Popmusik geht ins Ohr, bleibt drin und wird deswegen vor allem von den kommerziellen Radiosendern so gern gespielt. Bekannte Musiksender in Südengland sind Magic (Großraum London), Heart (Südwestengland) und Radio One von der BBC (überall auf der Insel). Die Liste der erfolgreichen Künstler aus Südengland ist übrigens nahezu endlos: Die Eagles begannen einst in Bristol, Coldplay-Sänger Chris Martin stammt aus Exeter, Peter Gabriel aus Chobham in Surrey und Pink Floyd wurden - wie unzählige andere Bands - in der britischen Hauptstadt London gegründet.

National Trust

Herrenhäuser gibt es in England viele. Oft wohnen die Nachfahren der Herzöge und Grafen in den alten Gemäuern, was diesen Häusern einen ganz besonderen Reiz gibt. Die Häuser leben: Es riecht nach gebackenem Kuchen, in den Vasen sind frische Blumen arrangiert, und auf dem Schreibtisch sind garantiert Familienfotos zu bewundern.

Diese seltsame Konstruktion - privates Wohnhaus und dennoch geöffnet für jedermann - ist einem Gesetz aus den 30er-Jahren des 20. Jhs. zu verdanken. Darin wurde festgelegt, dass die Erben dieser Anwesen ihren Besitz dem 1895 gegründeten National Trust schenken, der im Gegenzug für die enorm angestiegenen Steuern und den Erhalt der Gebäude aufkommt. Dafür bekommen die Nachfahren das Recht, lebenslang in den Häusern zu wohnen. Mit dem Deal geben die ehemaligen Besitzer gleichzeitig ihre Zustimmung, dass zu festgesetzten Zeiten das Publikum durch ihre Häuser, Parks und Gärten flanieren darf. Das "Country House Scheme" hat sich bewährt. Heute ist der National Trust der größte private Grundbesitzer in Großbritannien. Über 200 Schlösser und Burgen, 50 Dörfer, über 100 Parks und bedeutende geschützte Landschaftsgebiete sind im Besitz der gemeinnützigen Stiftung.

Piers

Im 19. Jh. entstanden in englischen Seebädern über 100 Piers, lange gusseiserne Stege mit Holzdeck, die teils als Schiffslandebrücken benutzt wurden, aber hauptsächlich dem Urlaubsvergnügen dienten. Man flanierte in der frischen Brise, aß Eis oder Zuckerwatte, ließ sein Geld in Spielautomaten oder besuchte das über Sand und Wellen erbaute Varietétheater. Durch Stürme, Brände und die salzhaltige Luft verfielen zahlreiche Piers. Landesweit werden noch 55 gezählt, davon mehr als 20 an der Südküste, darunter Brightons Palace Pier. Der wird inzwischen schlicht als Brighton Pier bezeichnet, nachdem ein zweiter, der West Pier, 2003 abgebrannt ist. Manche sind herrlich verzierte Denkmäler. Für Seebäder, die wie Bournemouth oder Eastbourne etwas auf sich halten, ist der Pier das unerlässliche Zentrum des Urlaubsvergnügens.

Pub

Der Pub ist neben der Monarchie die wohl bekannteste britische Institution. Das Wort ist die Kurzform von public house und bezeichnet ein zumeist gemütliches Etablissement, in dem Bier und andere alkoholische Getränke ausgeschenkt werden. Doch geht es um mehr als den bloßen Getränkeumsatz: Im Pub schlägt das Herz des britischen Gesellschaftslebens, er ist ein Ort der Geselligkeit, an dem die regulars (Stammgäste) des Viertels auf ein Gläschen zusammenkommen und ihre Neuigkeiten austauschen. In einigen Pubs vertreiben sich die Gäste ihre Zeit auch mit Domino, Darts oder Snooker-Billard. Seit 2005 müssen britische Pubs nicht mehr um 23 Uhr schließen. Diese Liberalisierung hat nicht dazu geführt, dass man nun allerorts bis tief in die Nacht trinken kann, aber viele Lokale haben bis Mitternacht geöffnet.

Bücher & Filme

Jamaica Inn

Spannende Schmugglergeschichte von Daphne du Maurier (1936) im Cornwall des 19. Jhs. Der namensgebende Pub am Bodmin Moor existiert noch - die Inspiration hatte du Maurier, als sie sich auf dem Moor im Nebel verirrte und im angeblich von Gespenstern bewohnten Jamaica Inn Zuflucht suchte.

Reif für die Insel

Der amerikanische Journalist Bill Bryson ist mit einer Engländerin verheiratet und lebt seit Jahrzehnten auf der Insel. In seinem Buch schildert er humorvoll seine Erfahrungen - liebevoll, aber auch mit kritischer Distanz.

Stolz und Vorurteil

Verfilmung des Romans von Jane Austen (1813) von Joe Wright mit Keira Knightley in der Hauptrolle (2005). Elisabeth, mittellos, aber stolz, klug und schlagfertig gewinnt allen gesellschaftlichen Konventionen zum Trotz den reichen und ebenso stolzen Mr. Darcy für sich. Herrensitze wie Groombridge Place bei Tunbridge Wells und Wilton House bei Salisbury dienten als Kulisse.

Die Queen

Blick hinter die Kulissen in der königlichen Familie - eine Art Dokudrama von Stephen Frears über die Woche nach dem Tod von Prinzessin Diana, genau recherchiert und wunderbar gespielt, v. a. von Helen Mirren als Königin Elizabeth (2006).

Abbitte

Brillant gespielte Story über die Ereignisse in einem englischen Landhaus kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, als sich eine der Töchter in einen armen Mann verliebt. Regie führte Joe Wright (2007).

Fakten

Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
06:30 Uhr
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