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Slowenien

Check-in

Berge, Seen, das Meer und grüne Landschaften: Slowenien ist landschaftlich und kulturell vielfältig, und das macht das kleine Land zu einem Lieblingsziel. Am gleichen Tag lassen sich Burgen, Tropfsteinhöhlen und mittelalterliche Städte erkunden – ohne lange Fahrzeiten!

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Eine lange, schmale Landzunge, Häuser in warmen Farbtönen, Straßencafés, ein schlanker Campanile, und auf dem kreisrunden Hauptplatz drehen Skater ihre Runden um das Denkmal eines Geigers - Pirans…
Gleich mehrere Brücken spannen sich so elegant über das Flüsschen Ljubljanica, dass du sie unbedingt genauer unter die Lupe nehmen musst. Fang mit der Drillingsbrücke Tromostovje am Prešeren-…
Die Höhlenburg beim kleinen Dorf Predjama wurde schon im 12. Jahrhundert mit großem Aufwand in den Fels geschlagen. Die Höhle selbst war bereits in der Altsteinzeit bewohnt. Durch das verwinkelte…
Die perfekte Location für einen Abenteuerurlaub? Das ist das Tal der Soča, das an den Nationalpark Triglav angrenzt: Ein smaragdgrüner Fluss, der sich durch senkrechte Felsschluchten windet. Den…
Das Höhlensystem in der Nähe des Dorfs Matavun, nordöstlich, zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe: Es ist von außerordentlicher Schönheit und Wildheit und dokumentiert anschaulich das Entstehen sowie…
Ein Must für Bergfans sind die Hochalmen der Velika Planina, der großen Ebene: Die ist für eine der größten Hirtensiedlungen Europas berühmt. Dutzende Hütten mit typischen Holzschindeldächern…
Das Tal von Bohinj ist für seinen hübschen Gletschersee und die unberührte Natur in der Umgebung bekannt.
Tanzende Pferde, die anmutig zu Kapriolen ansetzen? Da stockt Pferdefans der Atem! Die Vorführungen der Lipizzaner, stilecht zu Walzermusik, sind das Highlight einer Gestütbesichtigung. Der gefü…
Die Höhlen sind der zweitgrößte, für Touristen erschlossene Tropfsteinhöhlenkomplex der Welt. Im Inneren der Erde befindet sich ein über 20 km langes System aus Tunneln und Gängen. Die…
Bled (6000 Ew.) gehört zu den Highlights in Slowenien: ein See mit romantischer Inselkirche, coolen Badeplätzen und traumhafter Bergkulisse. Hier will man bleiben! Ist Bled nun ein Sommer- oder…

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Entdecke Slowenien

Nimm dir von allem etwas

Erinnerst du dich an das Merkspiel: „Ich packe meinen Koffer ...“? Wenn du nach Slowenien fährst, muss du nicht viel in deine Reisetasche packen. Eines aber darf nicht fehlen: Badezeug! Du kannst in klare Gletscherseen eintauchen, an der Adriaküste chillen oder in den heißen Thermalquellen in Ostslowenien stundenlang herumdümpeln. Feste Schuhe? Unbedingt. Als Gipfelstürmer kannst du gezackte Bergspitzen wie den Triglav mit seinen „drei Köpfen“ in den Julischen Alpen bezwingen; du kannst durch verschlafene Weinberge im Osten spazieren, Ritter in einer Burg spielen oder Tropfsteinhöhlen im Karst erkunden – gut 10 000 soll es geben, rund zwei Dutzend warten auf Besuch. Und dein Handy für Fotos hast du ja ohnehin dabei. Es gibt nämlich Klassiker, die du sehen musst! Bled mit seiner Kircheninsel im eisblauen Alpensee gehört dazu. Die Höhlen von Postojna, wo du mit der Höhlenbahn einfährst, ebenso. Das Küstenstädtchen Piran? Gönn dir das Italien-Feeling! Und natürlich die Hauptstadt Ljubljana, die längst hipper als Prag ist, wie Szenekenner schwärmen – mit angesagten Kneipen, Shops, Museen. Abwechslung? Auf alle Fälle! Und das Beste: Um die spannendsten Orte in Slowenien zu entdecken, musst du nicht ewig im Auto sitzen. Das ganze Land ist gerade mal halb so groß wie die Schweiz. Überschaubar ist auch die Adriaküste mit ihren knapp 47 km Länge. Das alles ist perfekt für einen entschleunigten Roadtrip. Die richtige Kulisse für das, was dir gut tut, findest du überall: steile Alpenwände zum Hinaufkraxeln, aufgelassene Bahntrassen zum Radeln oder ein gemütliches Abendessen in einer Seilbahngondel. Viele Tourismuskonzepte sind innovativ, was sicherlich dazu beiträgt, dass jedes Jahr 6 Mio. Urlauber Slowenien für sich entdecken.

Ganz schön pfiffig!

Es gibt aber auch ruhige Orte, die sich erst etwas einfallen lassen müssen, um Gäste anzulocken. So ist in Lendava der „slowenische Eiffelturm“ mitten in einem Weinberg gewachsen, und im verschlafenen Hopfendorf Žalec blubbert nun ein öffentlicher Bierbrunnen auf dem Marktplatz. Enge Schluchten werden mit Ziplines überspannt, Skigebiete im Sommer zu Bikeparks umfunktioniert. Und selbst die Thermalbäder haben mit rasanten Rutschen aufgerüstet. Alles nur Fun? Nein! Über die erbitterten Schlachten an der Soča, die die Italiener Isonzo nennen, schwieg man sich lange aus. Nun verbindet ein „Friedensweg“, an alten Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg vorbei, beide Länder. Auch so geht moderner Tourismus. Slowenien ist grün, mehr als die Hälfte der Landesfläche ist Wald. Und die Slowenen lieben die Natur. An den Wochenenden hält sie nichts in der Stadt, sie strömen zum Wandern oder Skifahren in die Berge oder um den Verwandten bei der Weinlese zu helfen. Urwälder rund um Kočevje im Südosten, in denen Bären leben, oder die Julischen Alpen mit dem Nationalpark Triglav sind besondere Orte, die einen naturverbundenen Urlaub ermöglichen. Dass man es ernst meint in Sachen Nachhaltigkeit, zeigt das Label „Slovenia Green“, das nur an ausgewählte Hotels oder Orte vergeben wird. Ljubljana ist das grüne Zugpferd Sloweniens: Die charmante Hauptstadt wurde 2016 von der EU-Kommission zur „Green City“ Europas gekürt – nachdem die Autos aus der Innenstadt verbannt, Bike-Sharing und viele andere „grüne“ Konzepte ausgefeilt wurden.

Balkan reloaded

Und Jugoslawien? Das war einmal. Slowenien streifte die sozialistische Vergangenheit rasch ab, trat der EU bei und führte den Euro ein. Dafür wurde es in den Medien immer wieder als „Musterländle“ gelobt. Also alles gut gemacht? Nun ja. In der Politik wurde das Modell „ewige Liebe“ eher von „Lebensabschnittspartnern“ abgelöst: Viele kleine Parteien finden sich immer wieder zusammen, um sich dann alsbald wieder zu trennen. Apropos Trennen: Zwischen Staat und Kirche – die Slowenen sind mehrheitlich katholisch – wurde ein Strich gezogen. Jeder macht sein Ding. Was von Jugoslawien geblieben ist? Ab und zu zofft man sich mit dem Nachbarn Kroatien, etwa um die Bucht von Piran, deren Grenzverlauf seit 30 Jahren immer wieder Fragen aufwirft. Geblieben ist auch die Liebe zum Balkan-Food: Die besten Ćevapčići gibt‘s natürlich in Slowenien ... Doch nicht nur Jugoslawien hat seine Spuren hinterlassen. Slowenien wird von Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien eingerahmt, die alle irgendwie mitgemischt haben: In Istrien findest du spitze Kirchtürme, die daran erinnern, dass hier Venedig das Sagen hatte. Noch viel früher kreuzten sich hier Römerstraßen: Das siehst du bis heute, nicht nur im Museum. In der Touristinformation Celje kannst du römisches Pflaster im Foyer bewundern. Nostalgische Kurbäder wie Rogaška Slatina erinnern an das Österreichisch-Ungarische Kaiserreich, die leckeren Strudel, Palatschinken und Mehlspeisen ohnehin. Überhaupt ist das slowenische Lebensgefühl irgendwo mittendrin: mitteleuropäisch, aber mit mediterranem Einschlag. Dazu gehört ein südliches Lebensgefühl mit Espressoschlürfen, gutem Essen und Wein, den viele selbst keltern – so lässt es sich aushalten!

Gut zu wissen

Anreise

Die reine Flugzeit von Berlin nach Ljubljana z. B. beträgt ca. 1,5 Stunden. Der Flughafen befindet sich 26 km nördlich von Ljubljana. Dort wartet ein Airport-Shuttlebus, der dich direkt zum Bus- und Hauptbahnhof in die Innenstadt von Ljubljana bringt. Alternativ kannst du auch direkt nach Kranj, Bled oder Bohinj fahren (arriva.si). Ein Sammeltaxi musst du vorher buchen (ab 9 Euro | goopti.com).

Wer mit dem Auto anreist, fährt am besten über München–Salzburg–Villach via Bled nach Ljubljana. Von Wien aus führt die Strecke über Graz nach Maribor. Für Österreich und Slowenien braucht man eine Vignette, nicht vergessen!

Von Frankfurt/Main über München kommst du mit dem Zug ohne Umsteigen nach Bled, Kranj und Ljubljana (bahn.de). Ziemlich bequem geht das auch im Schlaf- oder Liegewagen ab München (6,5 Stunden | oebb.at), der im Sommer auch in Postojna stoppt. Mit Umstieg in Ljubljana kommst du nach Koper, Maribor und in andere slowenische Städte. Nett zur Urlaubskasse sind Fernbusse (flixbus.de | eurolines.de). Ab München bist du in 5,5 Stunden in der Innenstadt von Ljubljana.

Auskunft vor der Reise

Slowenisches Fremdenverkehrsamt

Maximiliansplatz 12 a | 80333 München | Tel. 089 29 16 12 02

Slowenisches Tourismusbüro

Opernring 1/R/4/447 | 1010 Wien | Tel. 01 7 15 40 10

Auskunft vor Ort

Slovenski Turist Info Centar (STIC) 

Krekov trg 10 | 1000 Ljubljana | Tel. 00386 1 5 89 85 50 | visitljubljana.si, slovenia.info

Auto & Mietwagen

Am Flughafen und in allen größeren Städten kannst du problemlos ein Auto mieten. Dazu benötigst du eine Kreditkarte, die mit einer Kaution belastet wird (keine EC-Karte). Für jüngere Fahrer unter 25 Jahren werden manchmal Extragebühren fällig. Schau auf billiger-mietwagen.de nach, dort kannst du Preise vergleichen.

Auf slowenischen Autobahnen darf man 130 km/h fahren, auf Schnellstraßen gelten 100 km/h. Auf Landstraßen sind 90 km/h erlaubt, innerhalb von Ortschaften 50 km/h. Für die Fahrt auf der Autobahn und der Schnellstraße in Istrien brauchst du eine Vignette. Diese gilt auf Autobahnen (grüne Schilder) und Fernstraßen (blau markierte Schilder). Falls du keine hast und erwischt wirst, kann es ziemlich teuer werden! (dars.si/tolling) Schalte das Abblendlicht an, ganzjährig! Die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Prešernova cesta 27 | 1000 Ljubljana | Tel. 01 4 79 03 00 | laibach.diplo.de

Österreichische Botschaft

Prěsernova cesta 23 | 1000 Ljubljana | Tel. 01 4 79 07 00 | aussenministerium.at/laibach

Schweizerische Botschaft

Trg Republike 3/VI | 1000 Ljubljana | Tel. 01 2 00 86 40 | eda.admin.ch/ljubljana

Einreise/Zoll

Trotz EU-Freizügigkeit: Personalausweis nicht vergessen! Kinder brauchen einen eigenen Kinderreisepass (s. Website auswaertiges-amt.de). Als EU-Bürger darfst du so viel Waren nach/aus Slowenien ein- und ausführen, wie du möchtest. Abstriche musst du bei Alkohol (90 l Wein) und Zigaretten (800 Stück pro Erw.) machen. Für Schweizer gelten andere Mengen.

Geld & Währung

In Slowenien zahlst du mit dem Euro. Kartenzahlung ist weit verbreitet, in manchen Restaurants oder Privatunterkünften kann es aber immer noch sein, dass du bar zahlen musst. Geld abheben geht problemlos mit der ECoder Kreditkarte. Die Höhe der Gebühren hängt von deiner Hausbank ab. Falls du deine Geldkarten verloren hast, lass sie telefonisch sperren (Tel. 0049 116 116).

Gesundheit

Viele Ärzte sprechen Englisch oder Deutsch. Die Europäische Gesundheitskarte (EHIC), die du auf der Rückseite der deutschen Krankenversicherungs- Chipkarte findest, wird in Slowenien anerkannt. Ein guter Sonnenschutz im Sommer ist wichtig, vor allem in den Bergen und am Meer! Eine private Auslandskrankenversicherung, die es für wenige Euro gibt, kann im Notfall beim Rücktransport einspringen.

Haustiere

Hunde brauchen bei der Einreise nach Slowenien einen EU-Heimtierausweis mit einer aktuellen Tollwutimpfung und müssen mit Mikrochip gekennzeichnet sein. Erkundige dich vorher beim Hotel oder Zimmervermieter, ob du deinen Hund mitbringen darfst. Einen offiziellen Hundestrand findest du bei der alten Delamaris-Fabrik in Izola.

Internet

Einen Kaffee schlürfen und dabei surfen? Das geht meist problemlos dank WLAN, das die meisten Cafés anbieten. Auch in Unterkünften gehört WLAN längst zum Standard. In Ljubljanas Innenstadt ist eine Stunde pro Tag kostenlos. Einfach anmelden: wifreeljubljana.si.

Naturgefahren

Wenn du in den Julischen Alpen unterwegs bist, solltest du dich unbedingt vorher über die Wetterlage informieren: Plötzliche Wetterumschwünge haben es in sich! Erfahrene Bergsteiger schwören auf den Zwiebel- Look, also auf das Tragen von mehreren Schichten Kleidung.

Klima und Reisezeit

Frühjahr und Herbst sind perfekt für Städtetrips, Wanderungen und Radtouren. Ende April/Anfang Mai haben die Slowenen drei Feiertage, dann ist überall viel los. Der Sommer, von Juni bis September, gehört den Wasserratten – dann wird an der Adriaküste und in den Alpenseen gebadet. Im Juli und August ist Hauptsaison, was man nicht nur an den Übernachtungspreisen merkt: Dann ist an der Küste, aber auch in Bled und der Höhle von Postojna ziemlich viel los. Die Thermalbäder im Osten Sloweniens haben ganzjährig Saison, im Sommer öffnen auch die Außenpools mit ihren Rutschen. Der Winter gehört in den Julischen Alpen und ihren Ausläufern den Skifahrern. Ljubljana und andere Städte glitzern in der Adventszeit wunderbar romantisch, und in der Höhle von Postojna findest du in der Weihnachtszeit sogar eine „lebendige Krippe“!

Sprache

In Slowenien wird Slowenisch gesprochen. Das ist eine südslawische Sprache, die Bosnisch/Kroatisch/Serbisch recht ähnlich ist. In Istrien verstehen viele Menschen Italienisch, im Prekmurje Ungarisch. Der Teufel steckt jedoch bekanntlich im Detail: Es gibt 46 Mundarten im Slowenischen, hinzu kommen sechs grammatikalische Fälle und der Dual. Das ist die Zweizahl, also wenn von einem Paar Schuhen, zwei Beinen oder den Eltern die Rede ist. Ganz schön viel Wortformen! Ein kleiner Trost: Viele Slowenen verstehen Englisch und Deutsch.

Strände

Die slowenische Küste ist kurz, da wird jeder Meter genutzt: Baden kannst du an Stränden aus grobem Fels, Kies oder Beton. In Ankaran wird am Kap Debeli Rtič gebadet, in Koper im Strandbad Žusterna. In Izola ist der Leuchtturm (Svetilnik) angesagt oder südlich der Stadt die flach abfallende Badstelle von Simonov zaliv. An der Steilküste bei Strunjan findest du naturbelassene Badebuchten. In der Fiesa- Bucht bei Piran gibt‘s grüne Liegewiesen. Den einzigen „richtigen“ Sandstrand findest du in Portorož, wo es im Hochsommer rappelvoll wird. Mondän ist dort der Meduza-Hotelstrand, der teurer ist; dafür gibt‘s Liegen, Schirme und Handtücher.

Die Wassertemperatur im Sommer liegt bei 22–25 Grad Celsius. Die Strände in Slowenien sind öffentlich, Strandbäder und Liegestühle kosten jedoch etwas.

Notfallnummern

Die kostenlose Euro-Notrufnummer 112 gilt auch in Slowenien. Diese Nummer solltest du als Urlauber in Slowenien auch anrufen, falls du denkst, du hättest dich mit dem Corona- Virus angesteckt.

Bei einer Autopanne kannst du den AMZS rufen: Tel. 1987, vom Mobiltelefon: +386 1 530 53 53.

ADAC-Notruf: 0049 89 22 22 22

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit den Überlandbussen kommt man in Slowenien gut voran. Das ist vor allem im Sommer eine gute Alternative zum Auto, um sich die Parkplatzsuche zu ersparen. Hop-on-Hop-off-Busse klappern im Juli/Aug. an manchen Tagen die Alpen-Highlights wie den See von Bohinj, Bled und den Nationalpark Triglav ab. Mit dem Zug dauert es meist länger, da viele Verbindungen über Ljubljana führen. Für Bahnfahrten sind nur einige wenige Strecken zu empfehlen, etwa die von Ljubljana nach Kranj (30 Min.).

Ladenöffnungszeiten

Im Supermarkt kannst du werktags 8–19 Uhr einkaufen, in größeren Läden häufig länger und zusätzlich am Sonntagvormittag. Ab 21 Uhr bekommst du keinen Alkohol mehr im Geschäft, nur noch in Restaurants, Kneipen und Cafés. Essen gehen kannst du in vielen Restaurants durchgehend von 11–23 Uhr. Ein kleines, günstiges Mittagessen (malica) wird oft nur bis 12.30 Uhr serviert. Sonntags sind manche Restaurants geschlossen. Am Montag haben die meisten Museen zu.

Post

Briefmarken bekommst du in den Postämtern (Pošta) oder an den Tabakkiosken, auf eine Postkarte ins EU-Ausland musst du zurzeit eine 1-Euro- Marke kleben.

Polizeikontrolle

Wenn dich die slowenische Polizei im Auto anhält, bleib cool – und vor allem sitzen. Bloß nicht aussteigen, wenn du nicht aufgefordert wirst, denn das ist nicht erlaubt.

Strom

Steckdosen Typ A

220 Volt, ein Steckdosenadapter ist nicht notwendig.

Telefon

Wenn du dein Handy-Volumen schonen willst, kannst du dir am Kiosk eine Telefonkarte besorgen. Vorwahlen: nach Slowenien 00386, nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041.

Trinkgeld

Wenn du mit dem Service zufrieden bist, gilt in Slowenien, was anderswo auch üblich ist: Gib im Restaurant fünf bis zehn Prozent Trinkgeld, das ist vollkommen in Ordnung. Im Taxi kannst du aufrunden.

Übernachten

Sozialistische Hoteltristesse war gestern: Längst schon sind die alten Ungetüme in moderne, elegante, serviceorientierte Hotels umgewandelt worden – und gehören fast ausschließlich in die Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie. Das gilt vor allem für die Touristenzentren Ljubljana, Bled, Kranjska Gora und die Adriaküste. Hinzugekommen sind noble Schlosshotels für Gäste mit dem entsprechenden Geldbeutel. Thermalbäder bieten oft mehrere Hotel-Kategorien an: von topmodernen Wellnesshotels bis zu Mittelklassehotels. Ohnehin gibt es in Thermennähe viele Privatzimmer oder Pensionen, die in der Regel günstiger sind. Die Unterkünfte findest du online (booking.com oder airbnb.com). Vor Ort solltest du auf die Schilder „Sobe“ und „Apartmaji“ achten, wenn du eine günstige Hotelalternative suchst. Hostels gibt es vor allem in den Touristen-Hotspots.

Entspannt vor allem für Familien mit Kindern sind die rund 850 Ferienbauernhöfe (turistična kmetija), die es in ganz Slowenien gibt. Gäste werden dort mit eigenem Wein, Gemüse aus dem eigenen Garten oder selbst gekochter Marmelade verwöhnt (turisticnekmetije.si/de).

Wer in den Alpen als Fernwanderer mit Rucksack unterwegs ist, findet viele Berghütten: In gut 180 Schutzhütten und Biwaks kannst du Rast machen (slovenia.info).

Originell sind Unterkünfte in alten Weinfässern (z. B. in Ptuj), nachhaltig Weinberghäuschen (zidanice.si) inmitten von Rebstöcken. Auch Glamping in luxuriösen Zelten, Lodges oder Baumhäuser werden angeboten. Einzigartig sind in Ljubljana das Hostel Celica (hostelcelica.com), wo du in alten Gefängniszellen übernachtest, oder das Kapselhotel The Fuzzy Log (uhcollection.si/the-fuzzy-log) im Hotel Central nach japanischem Vorbild. Weitere Anregungen für Übernachtungen online unter: slovenia.info.

Für Erwachsene wird eine Kurtaxe fällig, die je nach Region und Saison bis zu 3 Euro pro Person und Nacht betragen kann.

Fahrräder & E-Roller

In vielen Städten kannst du dir Fahrräder, E-Bikes oder einen Elektrotretroller auf der Straße leihen. Ljubljana hat ein prima Bike-Sharing-System, bei dem die erste Stunde immer kostenlos ist (die zweite kostet 1 Euro): Die Fahrräder gibt es an über 60 Stationen in der ganzen Stadt. Du musst dich nur online anmelden, der Betrag wird von deiner Kreditkarte abgebucht (bicikelj.si). Ein E-Bike macht in Alpenstädtchen Sinn, etwa in Bled, um nicht gleich aus der Puste zu kommen. Falls du mit Kindern unterwegs bist: Unter 15 Jahren besteht Helmpflicht!

Beim Slowenischen Tourist Information Center (STIC) bekommst du für 8 Euro/Tag ein Fahrrad (Krekov trg 10 | visitljubljana.com). Falls dein E-Bike keinen Saft mehr hat, findest du hier Ladestationen: chargemap.com

Elektromobil

Das winzige Elektrovehikel Kavalir fährt dich kostenlos durch die Altstadt von Ljubljana (Tel. 03 1 66 63 31). Auch in Maribor, Ptuj und Kranj gibt es ähnliche Angebote. Einfach stoppen oder anrufen!

Events, Feste & mehr

Feiertage

1./2. Januar

Neujahr

8. Februar

Prešeren-Tag (Kulturtag)

März/April

Ostern mit Ostermontag

27. April

Tag des antifaschistischen Widerstandes

1./2. Mai

Tag der Arbeit

25. Juni

Nationalfeiertag

15. August

Mariä Himmelfahrt

31. Oktober

Reformationstag

1. November

Allerheiligen

25. Dezember

Weihnachten

26. Dezember

Unabhängigkeitstag

Veranstaltungen

Februar

Zlatna lisica (Maribor): Ski-Alpin- Weltcup der Damen

Februar/ März

Zottelfelle, grimmige Masken – so vertreiben die kurenti in Ptuj an Fasching (So–Di) die Wintergeister

März–Oktober

Odprta kuhna (Ljubljana): Streetfood- Festival jeden Freitag; odprtakuhna.si

Juni

Kino Otok (Izola): Internat. Independent-Filmfestival; isolacinema.org

Festival Lent (Maribor): Open-Air-Festival mit Theater, Musik, Folklore, Kleinkunst; festival-lent.si

Juli

Ana Desetnica: Hippes Straßentheater- Festival in Ljubljana

Juni–September

Die künstlerische Boheme trifft sich in Ljubljana zur Grafik-Biennale (mglc-lj.si) – aber nur in ungeraden Jahren

Festival Ljubljana (Ljubljana): Klassik, Weltmusik, Ballett im Kreuzherrenstift (Križanke); ljubljanafestival.si

August

Musikabende im Minoritenkloster in Piran (jeden Fr); portorož.si

Erasmus-Ritterturnier: Vor dem Höhlenschloss Predjama (Luegg) bei Postojna treten Ritter zum Kampf an.

September

Kuhball (Bohinj): Almabtrieb mit Folklorefest; bohinj.si

Oktober

Festival Stare trte (Maribor): Weinlese der weltältesten Rebe mit Volksfest; staratrta.si

Dezember

Bei der Live-Weihnachtskrippe treten in der Höhle von Postojna 500 Akteure auf

Bloss nicht!

Nur deutsche Ortsnamen verwenden

Den meisten wird‘s egal sein, ob du Maribor oder Marburg sagst. Es gibt aber auch Slowenen, die frühere deutsche oder italienische Ortsnamen mit der Fremdherrschaft und einer Zeit verbinden, in der das Slowenische unterdrückt wurde. Versuch‘s daher mit slowenischen Ortsnamen!

Ohne Licht fahren

Die Sonne scheint? Vergiss dennoch nicht, das Abblendlicht einzuschalten. Das ist ganzjährig Pflicht und wurde eingeführt, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren. Falls du angehalten wirst, versteht die Polizei keinen Spaß. Und erst recht nicht, wenn du ohne Aufforderung aus dem Auto steigst!

Mit Flip-Flops in die Berge

Sicher gibt es Slowenen, die in Sandalen auf die höchsten Alpengipfel klettern. Mach es ihnen nicht nach! Nimm viel Trinkwasser, die entsprechende Ausrüstung und auf höheren Gipfeln auch Helm, Karabiner mit Sicherungsleinen und evtl. sogar ein Steigeisen mit. Die Alpen sind schroff und steil, das Wetter launisch.

Den Streit mit Kroatien ansprechen

Die meisten Slowenen fahren nach Kroatien, wenn sie ans Meer fahren. Klar, die Küste ist länger und es gibt mehr Badeplätze. Das Meer ist aber auch ein heikles Thema: Die Bucht von Piran sorgt seit 1991, als beide Länder unabhängig wurden, für Zank. Halt dich raus, wenn‘s um das Thema geht, die EU soll‘s richten ...

Selbst gebrannten Schnaps trinken

Jeder in Slowenien kennt jemanden, der Schnaps in der eigenen Garage brennt. Gesellig wie die Slowenen sind, entkommst du als Gast dem heimischen Selbstgebrannten kaum. Aber: Nicht jeder hat das Brennen drauf, manchmal schmeckt es einfach nur nach Spiritus. Halt dich lieber zurück – dein Kopf wird‘s dir danken!

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Die Weltbürgerin. Roman über Alma Karlin

Milan Deklava greift die Geschichte der Alma Karlin auf: Die junge Frau aus Celje, körperlich eingeschränkt, lernte in London acht Sprachen und bereiste in den Zwischenkriegsjahren die Welt – alleine! (2017)

Meines Vaters Land

Shooting-Star Goran Vojnović erzählt die Geschichte eines jungen Slowenen, der herausfindet, dass sein Vater nicht tot, sondern ein serbischer Kriegsverbrecher ist. Die Spurensuche beginnt … (2006)

Grün wie ich dich liebe grün

Literatur-Newcomerin Ana Schnabl schreibt über Kiffer, psychisch Kranke und heftige Gefühle, Scham, Sorgen, Ekel und Ängste im modernen Slowenien. (2020)

Filme

Rudar (The Miner)

Drama um einen Bergarbeiter, der einen stillgelegten Stollen prüfen soll. Unter Tage entdeckt er ein Massengrab aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, aber niemand will sich damit auseinandersetzen. (2017, Regie: Hanna Slak)

4-7 °C
3 h/Tag
12 °C

Fakten

Einwohner 2.066.880
Fläche 20.273 km²
Sprache Slowenisch
Währung Euro
Strom 230 V, 50 Hz
Regierungssystem Parlamentarische Republik
Hauptstadt Ljubljana
Ortszeit 22:30 Uhr
Zeitverschiebung keine

Anreise

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