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Menorca

Check-in

Wohin du auch schaust: Traumbuchten mit klarem, türkisfarbenem Wasser, darüber ein strahlend blauer Himmel, Gestein in sanften Farben von Beige bis Rot, duftende Pinienwälder und hügelige Weiden. Ob es die phantastische Natur ist, die den Geist der Insulaner entspannt und zu ihrer relaxten Haltung verführt?

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Der Blick in der Umgebung des Leuchtturms, der sich auf dem Nordkap erhebt, ist traumhaft. Über gewaltige Abstürze hinweg schauen Besucher links auf das Felseiland Illa des Porros, rechts aufs Cap…
Ein markanter, schwarz-weiß geringelter Leuchtturm, bizarre Steinformationen in schwarzem Schiefer und seine große Abgeschiedenheit charakterisieren dieses Kap, das großartige Ausblicke über die…
Wie ein Igel mit Antennen und Spitzen besetzt, buckelt der Monte Toro (El Toro) seine 357 m aus der sonst nur leicht hügeligen Landschaft. Die höchste Erhebung der Insel bietet nicht nur einen…
In der Begründung für die Schaffung des Biosphärenreservats wird das zweitgrößte Feuchtgebiet der Balearen - das größte ist die Albufera Gran auf Mallorca - als Herzstück beschrieben. 1995 lö…
In dieser Bucht findet man ein 100 m langes Strandhalbrund mit feinem weißem Sand und anschließendem Pinienhain.
Klares, türkisfarbenes Wasser, eingefasst in einen Ring aus grauem Kalkstein, im Hintergrund der Sandstreifen und ein kleines Feuchtbiotop, in dem früher Schildkröten lebten: Menorcas Vision vom…
Obwohl etwas größer als Maó, legt Ciutadella einen gemächlicheren Lebensrhythmus an den Tag als die quirlige Konkurrenzmetropole. Die Menschen scheinen hier mehr Zeit zu haben als im geschäftigen…
Schön ist es, sich durch Maós Flanierstraßen treiben zu lassen, noch schöner ist es, die Stadt vom Wasser aus zu erleben. Lass dir die einstündige Hafenrundfahrt in Maó nicht entgehen.…
Bootstouren mit den Rutas Marítimas de la Cruz führen zu entlegenen Stränden und Badebuchten, die über Land oft kaum erreichbar sind. Das kleine Schiff fährt Teile der West- und Südküste ab,…

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Entspanntes Zusammensein

Auf Menorca heißt es gern a poc a poc, was so viel bedeutet wie „langsam, langsam …“ Die Einheimischen lassen sich Zeit für die schönen Dinge des Lebens, für Freunde und Familie, gutes Essen und Trinken, Genuss in der Natur und verträumtes Nichtstun. Beim Autofahren, bei der Bestellung im Restaurant oder beim Einkaufen – überall geht es gemächlich zu. Momente der Muße haben sich die Menorquiner auch in der Stadt geschaffen: Noch die ödeste Straße belebt eine Bistro-Bar, in der sich die Leute zwischendurch auf eine pomada (Gin mit Limo) treffen und die Neuigkeiten des Tages austauschen. Zum Lebensgefühl der Menorquiner gehört auch ein erfrischendes Bad im Meer, am liebsten täglich. Zu Recht gilt deshalb Menorca als die Lieblich-Stille unter den Schwesterinseln. Weiter vom spanischen Festland entfernt, wurde sie später erschlossen als Mallorca. So konnte sich die Insel viele Nebenwirkungen des Massentourismus ersparen – wie Bettenburgen und Ballermann. Wer nach Menorca kommt, schätzt idyllische Buchten und romantische Altstädte und interessiert sich für Relikte aus grauer Vorzeit.

Der raue Norden mit Felsen und Fjorden ...

Obwohl die Insel relativ klein ist, hat sie zwei grundverschiedene Seiten. Die Tramuntana im Norden kennzeichnen tief ins Landesinnere gefräste Fjorde. Hier herrscht dunkles Gestein vor, das weiten Teilen der Küstenlinie einen rauen Charakter verleiht. Hier leben von jeher weniger Menschen als im Zentrum und an der Südküste. Zahlreiche Inselsagen spielen an Schauplätzen entlang der windgepeitschten Nordküste. Andererseits stößt du in den nordwestlichen Teilen der Insel auch auf große Weideflächen. Goldgelbe Kornfelder und Blumen verwandeln die Landschaft im Frühjahr und Herbst in ein Farbspektakel. Die Vegetation reicht oft bis hinunter zur Küste, klammert sich immer enger an den felsigen Boden. Nur die äußersten Landzipfel, die Kaps, sind völlig kahl. Hier schäumt an stürmischen Herbst- oder Frühjahrstagen die Gischt bisweilen haushoch auf und überzieht den dunklen Küstenfels mit einem weißen Niederschlag aus Salz.

... und der milde Süden mit Stränden und Buchten

Ganz anders der Migjorn, die Region im „Südwind“: mit einer geschlosseneren Küste, kleinen Buchten, bewaldeten Tälern und Schluchten. Der Südteil Menorcas ist eine gewaltige Kalktafel von 50–60 m Höhe, die durch den Verlauf der barrancs, der Abflussschneisen, aufgebrochen wird. Hier zeigt die Insel ihr sonniges Gesicht, wirkt die Architektur leichter, hier wachsen Pinien und Kiefern gerade in den Himmel, weitgehend verschont von den starken Winden, die meist im Winter über den Inselnorden hinwegfegen. Im Süden liegt die Mehrzahl der Strände; demzufolge zieht es hierher auch die meisten Touristen. Gegensätzlich wie Nord- und Südküste sind auch die beiden anderen Enden der Insel. Hier das britisch geprägte, pflichteifrige Maó im Osten und dort das lässigere, spanische Ciutadella im Westen. Die Konkurrenz der Städte entstand mit der Besatzung durch die Briten: Diese verlegten Anfang des 18. Jhs. die Hauptstadt von Ciutadella nach Maó, weil sich dort der bessere Naturhafen befand. Für Ciutadella bedeutete das, dass der dort ansässige, bis dato herrschende Adel und Klerus von allen wichtigen Entscheidungen abgeschnitten wurde. So kommt es, dass bis heute der echte Ciutadeller nur ungern nach Maó fährt.

Ganz weit zurück ...

Menorcas Wurzeln reichen tief in die Geschichte. Schon vor über 6500 Jahren sollen Menschen die Insel bewohnt haben. Die ersten Besiedler kamen wahrscheinlich mit Schilfbooten über das Meer. Auf einigen Wandzeichnungen der Höhlen Menorcas sind Schiffstypen zu sehen, die stark an entsprechende Abbildungen auf Kreta erinnern. Bis zu 4000 Jahre alt sind die ältesten Spuren, monumentale Steinbauten. Später nutzten Phönizier, Griechen, Karthager und Römer die strategische Lage der Insel, die Byzantiner machten sie sich untertan, schließlich die Araber.

... und nach vorne schauen

Heute sind gut 60 Prozent der Menorquiner im Tourismus beschäftigt. Allerdings setzt sich die Inselregierung für dessen sanfte Variante ein. Sie begreift das Prädikat „Biosphärenreservat“ nicht nur als Marketingschachzug, sondern will ein vernünftiges Maß an Tourismus mit einer weitgehend unzerstörten Natur in Einklang bringen. Dazu passt auch das Motto: Ets Menorca, no frissis! – Du bist auf Menorca, nimm dir Zeit und hetz dich nicht! Auch Menorca blieb natürlich nicht vom Coronavirus verschont. Doch die Insel kam noch relativ glimpflich davon. Die Balearen gehörten neben den Kanaren zu den vom Coronavirus am wenigsten betroffenen Provinzen Spaniens. Einschneidend war die Pandemie dennoch: Volle drei Monate mussten sich die Menorquiner 2020 einem für ganz Spanien ausgerufenen Notstand unterwerfen. Die radikale Ausgangs- und Kontaktsperre wurde militärisch gesichert – das hatte es seit dem Spanischen Bürgerkrieg 1936 nicht gegeben …

Gut zu wissen

Anreise

Nur rund zwei Flugstunden trennen Menorca von allen wichtigen Flughäfen Mitteleuropas. Die günstigsten Angebote findet man im Charter mit oder ohne Pauschalofferte sowie im Rahmen von Sonderangeboten der großen Reiseveranstalter, etwa bei „1–2-Fly“-Flüge. Aber auch Linienflüge, u. a. mit Condor (Direktflug), mit Iberia oder – weitaus günstiger – mit deren Billigableger Vueling (mit Zwischenstopp in Barcelona) verkehren zum Aeroport de Menorca (5 km südwestlich von Maó). Von dort fahren Busse; die meisten Reiseveranstalter verfügen aber über ein eigenes Transfernetz zwischen Flughafen und den Unterkünften.

Mit dem Auto geht die Anreise über Frankreich am besten auf der Autobahn A7 Dijon–Lyon–Nîmes durchs Rhonetal, dann auf der A9 nach Perpignan, bei Figueres über die Grenze nach Spanien und zur Fähre ab Barcelona oder València. Autobahnen in Frankreich und Spanien sind gebührenpflichtig.

Fähren gehen ab Barcelona und València mehrmals wöchentlich, im Sommer häufiger, Zielhafen ist Maó bzw. Ciutadella (ca. 8 Std.). Man kann freilich auch die vielen Flüge zur Nachbarinsel Mallorca nutzen und per Fähre nach Menorca übersetzen. Mit Mallorca ist Menorca durch die Fährverbindungen Maó–Palma verbunden (6–7 Std. | Trasmediterránea-Acciona (Maó | Moll Comercial | Tel. 9 02 45 46 45 | trasmediterranea.es). Weitere Verbindungen: Alcúdia–Ciutadella per Schnellboot mit Autobeförderung durch Baleària (Tel. 9 02 16 01 80 | balearia.com). Reservierungen sind in der Sommersaison (Mai–Okt.) vor allem für Fahrten mit Pkw vom Festland her zu empfehlen.

Auskunft vor Ort

Hilfe und Informationen geben nicht nur die beiden Tourismusbüros in Maó (Oficina de Información Turística | Plaça Constitució 22 | Tel. 9 71 35 59 52) und Ciutadella (Plaça d‘es Born 15 | Tel. 9 71 48 41 55), sondern auch der Infostand am Flughafen (Ankunftshalle | nur im Sommer), das Büro am Hafen von Maó (Moll de Llevant 2 | Tel. 9 71 35 59 52) sowie ein mobiles Hilfsbüro, das im Sommer jeweils für einen Tag die wichtigsten Ferienorte anfährt.

Banken & Kreditkarten

Banken und Sparkassen sind für gewöhnlich nur 9–13 bzw. 14 Uhr geöffnet. Geldautomaten sind zahlreich vorhanden. Kreditkarten werden von fast allen Boutiquen, Hotels und Restaurants akzeptiert. Kartenanbieter mit einem umfangreichen Netzwerk auf der Insel sind Visa, Mastercard und Eurocard; American Express und Diners Club sind dagegen nicht sehr verbreitet.

Busse

Das öffentliche Nahverkehrsnetz wird von drei Unternehmen bedient: TMSA (Tel. 9 71 36 04 75 | tmsa.es), Autos Fornells (Mobil 6 86 93 92 46 | autofornells.com) und Torres (Tel. 9 71 38 64 61 | bus.e-torres.net). Das Liniennetz und die Busfahrpläne findest du unter menorca.tib.org.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Honorarkonsulat

C/ des Negres 32 | Maó | Tel. 9 71 36 16 68 | Mo–Fr 13–14 Uhr | mahon@hk-diplo.de

Österreichisches Honorarkonsulat

Av. Jaume III 29 (entresuelo) | Palma de Mallorca | Tel. 9 71 42 51 46 | Mo/Di, Do/Fr 11–13 Uhr

Konsularcenter der schweizerischen Botschaft

Gran Via Carlos III 94 | 08028 Barcelona | Tel. 9 34 09 06 50 | Mo–Fr 9–12.30 Uhr

Einreisebestimmungen

Ein Personalausweis ist – auch wenn bei der Einreise aus Schengen-Ländern nicht mehr kontrolliert wird – gegebenenfalls notwendig bei Polizeikontrollen (für Autofahrer), bei der Anzeige eines Diebstahls usw.; ein Reisepass tut es auch.

Gesundheit

Apotheken (farmacias) sind mit einem grünen Kreuz gekennzeichnet. Nach Geschäftsschluss ist der nächste Notdienst im Aushang genannt. Im Krankheitsfall gilt die deutsche bzw. europäische Krankenversicherungskarte resp. eine Ersatzbescheinigung. Oft müssen ärztliche Leistungen dennoch bar bezahlt werden; dann unbedingt vom Arzt (auch für teure Medikamente) eine Quittung (recibo oficial) ausstellen lassen, die die meisten deutschen Krankenkassen durch anteilige Kostenübernahme anerkennen.

In den Feriengebieten sind spezielle centros médicos auf die Bedürfnisse, Verständigungsprobleme und die häufigsten Urlaubserkrankungen von Feriengästen vorbereitet. Krankenwagen (Tel. 0 61) sind Tag und Nacht erreichbar.

Internet & WLAN

Die Inselregierung hat in allen größeren Orten WLAN-Zugänge eingerichtet, bei denen die ersten 30 Minuten kostenlos sind. Viele Lokale (meist Cafés) und Hotels (fast immer im Aufenthaltsbereich) weisen eine kleine, lokal begrenzte WLAN-Zone auf. Meistens muss man jedoch an der Rezeption oder beim Lokalbesitzer den entsprechenden Zugangscode erfragen. Zum Beispiel mit diesen Worten: „Cual es la clave de la red inalambrica?“. Häufiger als auf dem spanischen Festland werden für die Nutzung allerdings Gebühren verlangt (3–6 Euro pro Tag). Informationen geben die Reiseleitung oder der Portier.

Mietwagen

Autos kannst du am Flughafen und in allen größeren Touristenorten mieten. Der günstigste Anbieter weit und breit ist Tramuntana (Tel. 6 50 65 70 45 | tramuntanarentacar.es), bei dem du einen Mietwagen auf Wochenbasis schon für 15 Euro pro Tag bekommst (ein Tag kostet ab 35 Euro). Auch der Service ist unschlagbar: Das Auto wird ohne Aufpreis an jeden Inselort gebracht; für einen zweiten Fahrer muss nichts extra bezahlt werden, bei der Tankbefüllung gibt es keine faulen Tricks. Super, Diesel und Bleifrei (sin plomo) und auch Bleifrei Super oder Extra (98 Oktan) sind an elf Tankstellen zu haben: in Maó (3), Ciutadella (3), Alaior (2), Sant Lluís, Es Mercadal und an der Landstraße Maó–Fornells.

Post

Das Porto für Briefe und Postkarten ins übrige Europa betrug bei Redaktionsschluss 1,45 Euro. Briefmarken gibt’s bei der Post und in den mit den Nationalfarben gekennzeichneten Tabakläden; Poststellen sind nur vormittags (in Maó ganztägig) geöffnet. Hauptpostämter: Alaior (C/ Forn 1), Es Castell (C/ Llevant), Ciutadella (Plaça d‘es Born 5), Maó (C/ Bonaire 15).

Preise

Die Preise sind durchweg höher als etwa auf Mallorca oder den Kanaren und entsprechen hochpreisigen deutschen Reisezielen. In der Hochsaison wird – je nach Hotelkategorie – eine Touristensteuer in Höhe von 2 bis 4 Euro pro Person und Nacht fällig. Für fast alle Inselmuseen gilt: Studenten und Senioren erhalten Rabatt.

Sprache

Deutsch spricht fast niemand auf Menorca. Dafür kommt man mit Englisch gut oder noch besser natürlich mit Spanisch (castellano) weiter. Der Dialekt menorquí weist aber einige Unterschiede zum Katalanischen auf.

Strom

Adapter Typ C

Die Netzspannung beträgt in Hotels und Hostals überall 230 Volt. Probleme gibt es nur ganz selten bei älteren Installationen mit den Steckdosen; Adapter für diese Fälle findet man aber in jedem Elektrogeschäft.

Taxi

Taxis bekommt man selbst in kleineren Ortschaften, zumeist an einem ausgewiesenen Taxistandplatz. Der Grundpreis beträgt 3 Euro, pro gefahrenen km kostet es 2 Euro. Sollte am Ort kein Taxi bereitstehen, hilft die Zentrale weiter, in Maó unter Tel. 9 71 36 71 11, in Ciutadella unter Tel. 9 71 48 22 22. taxismenorca.com

Telefon & Handy

Die Vorwahl für Spanien lautet 0034, dann folgt die neunstellige Rufnummer. Vorwahl für Deutschland 0049, für Österreich 0043 und für die Schweiz 0041. Das Handy lässt sich überall problemlos nutzen, für EU-Urlauber werden keine Roaminggebühren mehr berechnet. Du zahlst also für deine Telefonate nicht mehr als in der Heimat.

Trinkgeld

Als Faustregel gilt: 5–10 Prozent des Rechnungsbetrags sind für Kellner im Restaurant angemessen. Aber auch Dienstmädchen, Portiers, Taxifahrer, Platzanweiser und Fremdenführer freuen sich über ein Trinkgeld.

Zoll

EU-Bürger können Waren zum persönlichen Gebrauch (pro Erwachsenem 800 Zigaretten, 90 l Wein, 10 l Spirituosen) innerhalb der EU zollfrei ein- und ausführen. Schweizer Bürger unterliegen viel strengeren Regeln. Sie dürfen höchstens 250 Zigaretten, 5 l alkoholische Getränke unter 18 Prozent und 1 l alkoholische Getränke über 18 Prozent mitnehmen. Weitere Informationen: zoll.de.

Klima & Reisezeit

Hauptreisezeit sind die Monate Mitte Juni bis Mitte September, im Juli und August ist es besonders voll. Dann sind die Hotels und Aktivagenturen gut gebucht, und selbst vor abgelegenen Stränden bilden sich Autokolonnen. Wer immer es einrichten kann, bucht Frühjahr (April/Mai) oder Herbst (Oktober), um Menorca von seiner besten Seite zu erleben: mit gutem Wetter, aber ohne Besucherandrang. Im Winter (November bis März), wenn das Wetter kühl und windig sein kann, sind kaum Touristen auf der Insel. Wer keine Sonnengarantie braucht, kann aber in Maó oder Ciutadella einen angenehmen Urlaub verbringen.

Mieträder

Willst du ein Fahrrad leihen, geht das in fast allen Feriengebieten, ein Motorrad nur in Ciutadella und Maó. Fahrräder vom Mountainbike übers Trekkingrad bis zum Straßenrennrad verleiht Bike Menorca in Maó (Av. Francesc Femenías 44 | bikemenorca.com). Sowohl in Maó als auch in Ciutadella ist Velos Joan (velosjoan.com) vertreten.

Verkehrsregeln

Die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften ist gestaffelt: Sie beträgt auf Straßen mit einer Fahrspur für beide Richtungen 20 km/ h, auf Straßen mit jeweils einer Fahrbahn für jede Richtung 30 km/ h, auf Straßen mit zwei oder mehr Fahrspuren pro Richtung 50 km/ h.

Auf Landstraßen gilt 80 km/ h bzw., wenn diese mit einem mindestens 1,5 m breiten Randstreifen versehen sind, 100 km/ h. Anschnallpflicht gilt auch für den Beifahrer und Mitreisende im Fond (wenn dort Gurte vorhanden sind). Für Mofas und Motorräder besteht Helmpflicht. Autofahrer müssen zwei reflektierende Westen und zwei Warndreiecke für den Pannenfall mitführen; die Benutzung des Handys ohne Freisprecheinrichtung ist dem Fahrer streng verboten.

Mit Alkoholkontrollen ist häufig zu rechnen; die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Öffnungszeiten

Geschäfte haben in der Regel Mo–Fr 9–13.30 und 17–20 Uhr geöffnet, am Samstag nur vormittags. Die meisten Restaurants sind in der Hochsaison täglich durchgehend ab der Mittagszeit geöffnet, also von ca. 12–22 oder 23 Uhr. Die in diesem Band angegebenen Öffnungszeiten beziehen sich, falls nichts anderes angegeben ist, immer auf die Hochsaison. In der Nebensaison schließen nicht nur viele Hotels, sondern auch Restaurants oder öffnen nicht täglich. Check also unbedingt vorher telefonisch oder auf der Website die aktuellen Öffnungszeiten.

Strände

Entlang der 216 km langen Küstenlinie gibt es mehr als 80 Strände. Die längsten befinden sich im Süden, doch auch im Norden finden sich Traumbuchten. Nur in Ferienorten findest du am Strand Einrichtungen wie Rettungsdienst, Toiletten und Duschen. Im Gegensatz zu den anderen Baleareninseln hat Menorca keine FKK-Strände, oben ohne wird aber geduldet. In kleinen, versteckten Buchten sonnen sich viele ganz hüllenlos. Auch wenn das Wasser still und „harmlos“ erscheint, solltest du die teilweise starken Meeresströmungen insbesondere an den größeren Stränden nicht unterschätzen und die Warnbojen beachten. Alles Wichtige zu Menorcas Stränden findest du unter platgesdebalears.com und menorca.es. An bewachten Stränden wird die aktuelle Badesituation mit farbigen Wimpeln angezeigt. Grün bedeutet: Baden ist uneingeschränkt möglich, Gelb: Baden ist gefährlich, Rot: Baden ist verboten.

Unterkünfte

Fünfsternehotels, Apartments, Pensionen oder Bed & Breakfast – auf Menorca ist die ganze Palette an Unterkünften vertreten. Die meisten größeren Hotels befinden sich an der West- und Südküste, auch Maó und Ciutadella bieten eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Sehr beliebt sind Fincas. Du kannst sie über fewo-direkt.de, fincaferien.de oder casamundo.de buchen.

Camping

Über Erlaubnis/ Verbot befindet die jeweilige Gemeinde oder der jeweilige Grundstücksbesitzer. Von wildem Zelten ist abzuraten. In den Naturschutzgebieten ist Campen verboten! Zwei Campingplätze gibt es: S‘Atalaia (Mai– Okt. | Ferreries–Cala Galdana, km 4 | Tel. 9 71 37 42 32 | campingsatalaia.com), 3 km von der Küste entfernt, in einem Pinienhain zwischen Ferreries und Cala Galdana, und Son Bou (April– Okt. | Ctra. de San Jaume, km 3,5 | Tel. 9 71 37 27 27 | campingsonbou.com) mit vielen Sportmöglichkeiten.

Notfallnummern

Sammelnummer für Notfälle aller Art (Polizei, Feuer, Ambulanz, Unfall): 112. Den Service gibt es auch in deutscher Sprache. Bei Verlust der Bankoder Kreditkarte können deutsche Benutzer sie unter der Nummer 0049 11 61 16 sperren lassen – außerdem müssen sie bei der Polizei Anzeige erstatten. Reisende aus Österreich und der Schweiz müssen sich bei ihrer Bank nach der für sie gültigen Sperrnummer erkundigen.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Cap d’any (Neujahr)

6. Januar

Tres Reis (Hl. Drei Könige)

17. Januar

Festa de Sant Antoni

1. März

Dia de les Illes Balears (Tag der Balearen)

März/April

Dijous Sant (Gründonnerstag)

Divendres Sant (Karfreitag)

1. Mai

Festa de Treball (Tag der Arbeit)

15. August

L’Assumpció (Mariä Himmelfahrt)

2. Oktober

Dia de l’Hispanitat (Entdeckung Amerikas)

1. November

Tots Sants (Allerheiligen)

6. Dezember

Dia de la Constitució (Verfassungstag)

8. Dezember

La Immaculada Concepció (Mariä Empfängnis)

25./26. Dezember

Nadal (Weihnachten)

Veranstaltungen

März/ April

Setmana Santa: In der Karwoche und am Ostersonntag singen Chöre überall auf der Insel.

Mai

8.: Festa de la Verge del Toro (Monte Toro): Die Schutzpatronin der Insel wird auf Menorcas höchstem Berg geehrt.

Juni

Diumenge des Be (an vielen Orten der Insel): Die Johannisfeier fällt mit dem „Sonntag des Schafs“ zusammen – dazu gehören Schafsprozessionen.

23./ 24.: Festes de Sant Joan (Ciutadella): Höhepunkte der größten Inselfiesta sind Reiterprozessionen (caragols), Konzerte und Feuerwerk.

29. Juni: Festa de Sant Pere (Maó): Fischerfest mit Segelregatten

Juli

15./ 16.: Festa del Carme (Maó, Ciutadella, Fornells): Schiffsprozessionen

24./ 25., Festa de Sant Jaume (Es Castell): Pferdeumzüge, Musik, Feuerwerk

Juli/ August

Ende Juli–Ende Aug.: Matins de l’orgue (Maó): Gratis-Orgelkonzerte in der Kirche Santa María; außerdem Festival de Música de Maó; festivaldemusicademao.com

9. Aug.–Anf. Sept.: Festival de Música d’Estiu (Ciutadella): Sommerfestival mit Musikern und Künstlern; noch spektakulärer im ehemaligen Steinbruch L’Hostal de Líthica etwas außerhalb (pedravivamenorca.com)

3. Wochenende: Festes de Sant Climent (Sant Climent): Wasserschlachten und Reiterumzüge

September/ Oktober

7.–9. Sept.: Festes de la Verge de Gràcia (Maó): Für die Schutzpatronin der Hauptstadt: Prozessionen, Reitervorführungen und ein Feuerwerk

Festival de Jazz (Maó und Ciutadella): mit internationalen Jazzgrößen

Bloss nicht!

Sich abzocken lassen

Alle Hotels bieten ihren Gästen Internet. Nachdem du den Zugangscode erfragt hast, wirst du für die Nutzung aber häufig abkassiert, zwischen 3 und 6 Euro pro Tag. Dieser Service sollte heutzutage kostenlos sein!

Quallen ignorieren

Speziell die Portugiesische Galeere kann schmerzhafte Nesselverbrennungen und sogar Schocks hervorrufen. Deshalb bitte auf die Beflaggung am Strand achten: Ist eine Fahne mit Medusahaupt gehisst, besser nicht ins Wasser gehen. Siehst du am Naturstrand eine angespülte Qualle, solltest du gleichfalls auf ein Bad im Meer verzichten.

Über Mauern klettern

Nicht jeder Menorquiner sieht gern Fremde über sein Grundstück laufen. Auf festen Wanderrouten solltest du immer darauf achten, nach dem Durchgang über Privatgrund alle Tore wieder zu schließen.

Sonntags in die Stadt

Tote Hose herrscht in Ciutadella oder Maó am Sonntag. Die Einheimischen sind am Strand, fast alle Sehenswürdigkeiten und Läden sind geschlossen. Willst du mediterranes Lebensgefühl erleben, komm an einem anderen Tag!

Nelkenfrauen trauen

Neben Hütchenspielern treten im Sommer auch „Nelkenfrauen“ in Aktion. Sie versuchen Urlaubern eine Blume anzustecken. Wenn diese die Geldbörse zücken, bedienen sich die „freundlichen“ Damen im Getümmel selbst.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Die Insel, das Land

Der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom huldigt „seiner“ Insel (2011). Seit vielen Jahren verbringt er die Sommermonate auf Menorca. Freu dich auf genaue und kluge Beobachtungen aus dem menorquinischen Alltag, auf liebevolle Porträts seiner Nachbarn und auf Betrachtungen zur Geschichte der Insel und der Natur!

Auf Wiedersehen im Himmel

Ein Klassiker der Balearen-Literatur (2007): Im Rahmen einer Familiensaga handelt der preisgekrönte, menorquinische Autor Pau Faner fast 200 Jahre Inselgeschichte ab – von 1800 bis zum Ende der Franco-Diktatur 1975. Unterhaltsame Lektüre voll magischem Realismus.

Filme

Isla Bonita

Eine Liebeserklärung an die Insel und ihr Lebensgefühl: Die 2016 auf Menorca gedrehte, locker-leichte Komödie von Fernando Colomo über einen Regisseur in der Midlifecrisis spielt vor der Kulisse großartiger Natur – flirrendes Sonnenlicht, kristallklares Wasser, betörendes Grün.

9-14 °C
4 h/Tag
15 °C

Fakten

Einwohner 94.885
Fläche 692 km²
Sprache Katalanisch
Strom 220 V, 50 Hz
Hauptstadt Mahon
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 21:34 Uhr

Anreise

2h 10min
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