Malta

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Willkommen auf Malta

Malta gleicht einem üppigen Buffet. Hier können Sie sich das ganze Jahr über einen Urlaub nach eigenem Geschmack zusammenstellen. Die Entfernungen auf Malta und der Schwesterinsel Gozo sind gering genug, um die Inselrepublik in einer einzigen Woche gut kennenzulernen. Sie können tauchen und surfen, schwimmen und golfen, Ihr Englisch aufmöbeln, auf kulinarische Weltreise gehen oder Wellnessurlaub machen. Die Nightlife-Szene macht Malta zudem zum angesagten Party-Island.

Malta ist kein kleines, verträumtes Eiland, sondern fast so dicht besiedelt wie das Ruhrgebiet. Doch trotz der unaufhaltsamen Verstädterung sind die Orte nicht ohne Reiz, dafür sorgen die zahlreichen historischen Baudenkmäler und die maltesische Bauweise. Wenn Sie die Städte verlassen, können Sie auch auf Malta grüne Oasen entdecken und die Natur auf einfachen Wanderungen oder Mountainbiketouren in aller Ruhe genießen.

Und Gozo ist ohnehin überwiegend ländlich geprägt. Die Insel ist weitaus dünner besiedelt. Grüne, niedrige Tafelberge bestimmen das Landschaftsbild der kleinen Insel im Norden Maltas. Hier finden Sie eher die Romantik, die Sie sich von einer mediterranen Insel versprechen.

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Entdecken Sie Malta!

Malta gleicht einem üppigen Buffet. Hier können Sie sich das ganze Jahr über einen Urlaub nach eigenem Geschmack zusammenstellen. Die Entfernungen auf Malta und der Schwesterinsel Gozo sind gering genug, um die Inselrepublik in einer einzigen Woche gut kennenzulernen. Sie können tauchen und surfen, schwimmen und golfen, Ihr Englisch aufmöbeln, auf kulinarische Weltreise gehen oder Wellnessurlaub machen. Die Nightlife-Szene macht Malta zudem zum angesagten Party-Island.

Malta ist kein kleines, verträumtes Eiland, sondern fast so dicht besiedelt wie das Ruhrgebiet. Doch trotz der unaufhaltsamen Verstädterung sind die Orte nicht ohne Reiz, dafür sorgen die zahlreichen historischen Baudenkmäler und die maltesische Bauweise. Wenn Sie die Städte verlassen, können Sie auch auf Malta grüne Oasen entdecken und die Natur auf einfachen Wanderungen oder Mountainbiketouren in aller Ruhe genießen.

Und Gozo ist ohnehin überwiegend ländlich geprägt. Die Insel ist weitaus dünner besiedelt. Grüne, niedrige Tafelberge bestimmen das Landschaftsbild der kleinen Insel im Norden Maltas. Hier finden Sie eher die Romantik, die Sie sich von einer mediterranen Insel versprechen.

Eine besondere Urlaubsspezialität Maltas sind Zeitreisen. In steinzeitlichen Tempeln wandeln Sie zwischen Mauern aus bis zu 50 Tonnen schweren Steinblöcken durch die 5000 Jahre alte Glaubenswelt der ersten Malteser. Im Hypogäum steigen Sie in ein geheimnisvolles unterirdisches Labyrinth aus grauer Vorzeit hinab. 4000 Jahre alte Karrenspuren im Fels geben Rätsel auf, dunkle Katakomben erinnern an die Zeit des frühen Christentums. Über das Kopfsteinpflaster der stillen mittelalterlichen Stadt Mdina rollen Pferdekutschen. Bei einem Cappuccino in der Hauptstadt Valletta fühlen Sie sich in die Zeit der Renaissance oder des Barock versetzt, während vielleicht gleich nebenan in mächtigen Kasematten Ausstellungen moderner Kunst eröffnet werden. Zwischendurch locken unzählige Restaurants mit Gaumenfreuden aus aller Welt, die insbesondere verschiedene Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten anbieten. Und leckere Eiskreationen sind den Einheimischen eine Herzensangelegenheit.

Maltas Vielfalt ist wahrhaft unglaublich. Immerhin ist die Inselrepublik das kleinste Mitgliedsland der Europäischen Union, selbst Luxemburg ist noch achtmal größer. Auf nur 316 km2 leben über 400 000 Menschen. Sie sprechen ihre eigene Sprache, das Malti. Es hört sich an wie ein arabischer Dialekt, durchsetzt mit italienischen und englischen Begriffen, wird aber mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Der christliche Gott der durchweg katholischen Malteser heißt in der Landessprache „Allah“, Jesus trägt hier den Beinamen „Sultan“.

Die Malteser sind eben ein eigenwilliges Volk, das sich in Europa als kleiner David gegen die mächtigen Goliaths durch Bewahrung seiner Traditionen behaupten will. Wie erfolgreich sie das trotz mangelnder natürlicher Ressourcen tun, ist bewundernswert. Die Erträge aus Landwirtschaft und Fischerei reichen nicht einmal zur Eigenversorgung aus, Bodenschätze gibt es nicht. Selbst das Trinkwasser muss mithilfe von Entsalzungsanlagen aus dem Meer ergänzt werden. Zudem fehlen große Industrieanlagen.

Doch Malta geht es trotzdem gut, seitdem es 1964 die britische Herrschaft abgestreift hat. Durch eine wirtschaftsfreundliche Steuerpolitik und gut qualifiziertes Personal hat die Inselrepublik zahlreiche ausländische Firmen angelockt, darunter schon früh den Spielzeughersteller Playmobil, den Schuhfabrikanten Lloyds und das Optikunternehmen Rodenstock. Seit 2002 wartet Lufthansa Technik auf Malta nicht nur viele der eigenen Maschinen, sondern auch die anderer Airlines. Und da Reeder aus aller Welt ihre Schiffe wegen günstiger Bedingungen nach Malta ausgeflaggt haben, steht Maltas Handelsflotte nach Panama, Liberia, Griechenland und den Bahamas an fünfter Stelle der Weltrangliste. Auch neue Technologie weiß man zu nutzen: Malta hat zahlreiche Online-Wettunternehmen auf die Insel locken können, eine ganze neue IT-City ist in Zusammenarbeit mit arabischen Investoren im Werden.

Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus. An Ausländer sind die Malteser ja schon lange gewohnt. Meist kamen sie ungebeten und wollten nehmen statt geben: Erst die Araber, dann die Normannen, die Kreuzritter vom Orden des hl. Johannes, die Franzosen und schließlich die Briten. Touristen sind da sicherlich lieber gesehen, schaffen sie doch Arbeit und bringen Geld ins Land, ohne ihm die Freiheit zu nehmen. Etwa 1,3 Mio. kommen pro Jahr, lassen rund eine Milliarde Euro im Land. Das ganze Jahr über sind es Kulturbeflissene, die die vielen Sehenswürdigkeiten kennenlernen wollen. Im Sommerhalbjahr senken zudem über 50 000 Sprachschüler gewaltig das Durchschnittsalter auf den Inseln und machen Malta zu einer der angesagtesten Partyregionen im Mittelmeerraum. Im August kommen zudem viele Italiener zum Kurzurlaub vom 95 km nahen Sizilien herüber, und im Winter sorgen vor allem britische Rentner dafür, dass anders als in spanischen oder griechischen Urlaubsregionen kein Hotel schließen muss.

Zum reinen Strandurlaub fliegen nur wenige nach Malta. Dort, wo die meisten Hotels stehen, gibt es nämlich kaum Sandstrände. Also sonnen sich viele Urlauber auf glatten Felsvorsprüngen und Betonterrassen, gehen mit Badeschuhen ins Wasser oder klettern über Leitern hinein. Dabei haben Malta und Gozo durchaus einige gute Sandstrände zu bieten. Der ganze Norden Maltas von der Gnejna Bay an der West- bis zur Mellieha Bay an der Ostküste ist zwischen Steilufern mit langen, oft goldgelben Sandstränden gespickt. Gozo bietet die Ramla Bay mit breitem, rötlichem Sand. Und der zwischen Malta und Gozo gelegene Inselzwerg Comino wartet mit einer blauen Lagune auf, deren Wasserfarben unübertroffen sind.

Als Tauchdestination ist Malta jedoch ein bekanntes Topziel im Mittelmeer. Über 40 Tauchschulen bieten ihre vielsprachigen Dienste an. Das Wasser ist besonders klar, die Sichtweite beträgt oft über 30 m. Ein großer Fischreichtum, Höhlenlabyrinthe und Riffe locken ebenso wie vor der Küste gesunkene Schiffs- und Flugzeugwracks.

Die Malteser haben ohnehin eine ganz eigene Beziehung zu ihren Küsten und lassen sich dort auch vom Fremdenverkehr nicht aus der Ruhe bringen. Sie schätzen das Meer vor allem am Wochenende. Dann stehen schon am frühen Morgen Hunderte von einheimischen Anglern an den Felsufern der Insel. Unzählige kleine Boote laufen zum Hobby-Fischfang aus. Die flachen, felsigen Ufer direkt vor den Städten und in freier Natur sind auch der beliebteste Picknickplatz der Einheimischen. Beladen mit großen Holzkohlegrills, Getränkekisten und Campingstühlen ziehen Großfamilien und Freunde ans Meer, stellen den Ghettoblaster aufs Gestein und genießen das Zusammensein – oft bis in den späten Abend hinein am kleinen Lagerfeuer.

Praktische Hinweise

Anreise

Nach Malta fliegen u. a. Air Malta, Condor, Germanwings, Airberlin, TUIfly und Lufthansa. Die Flugzeit beträgt 2,5 bis 3 Stunden. Alle Flüge kommen auf dem hochmodernen Luqa International Airport an. Der Linienbus 8 verbindet den Flughafen (5.30–20 Uhr) alle 20–30 Minuten mit dem zentralen Busbahnhof in Valletta (Fahrpreis ca. 0,50 Euro). Von dort gelangt man per Bus weiter in alle Inselorte und zum Fährhafen Cirkewwa (für die Überfahrt nach Gozo). Preiswert ist auch ein Transfer mit dem Minibus, der bereits im Voraus telefonisch sowie per Internet oder auch an einem Schalter in der Gepäckausgabehalle bei Malta Transfer79646481www.maltatransfer.comPreis z. B. nach Buggiba ca. 8 Euro, nach Cirkewwa ca. 10 Euro gebucht werden kann. Am Taxischalter in der Ankunftshalle können Sie auch ein Taxi zum Festpreis buchen (Kosten z. B. nach Valletta 16 Euro, Sliema 21 Euro, Buggiba 30 Euro, Cirkewwa 34 Euro). Bei der Touristeninformation (am Ausgang zu den Bussen der Reiseveranstalter links) erhalten Sie aktuelle Veranstaltungskalender!

Per Schiff nach Malta und Gozo reisen? Auch das ist von Italien aus möglich, denn schnelle Katamarane, die auch Autos bis zu einer Höhe von 2,20 m transportieren, verbinden Malta im Sommer bis zu 17-mal, im Winter 3- bis 4-mal wöchentlich mit den sizilianischen Häfen Pozzallo oder Catania. Auskunft erhalten Sie über Virtu FerriesXatt il-Ghassara tal-GhenebTa' Xbiex Terrace2269022www.virtuferries.com.

Auskunft
Tourist Information

Die Touristeninfo in Valletta ist während der Bauzeiten am Opernhaus provisorisch im Tourismusministerium untergebracht. Merchants Street229Valletta22915440

Gozo Information Office

67 South Street Valletta21227313

Fremdenverkehrsamt Malta

In Deutschland:

069 285890www.urlaubmalta.com

In Österreich:

01 5853770wien@urlaubmalta.com

In der Schweiz:

013 503983switzerland@urlaubmalta.com

Banken

Landeswährung ist seit 2008 der Euro. Die Münzen zeigen das Malteserkreuz und einen Altar aus dem prähistorischen Tempel von Mnajdra. Bargeldautomaten sind in allen größeren Orten zahlreich vorhanden.

Busse

Linienbusse verbinden die Inselhauptstadt Valletta mit allen Ortschaften. Von Sliema und St Paul's Bay aus fahren Busse zu den touristisch wichtigsten Orten der Insel. Sie verkehren werktags zwischen etwa 5.30 und 19–23 Uhr (je nach Ort) in dichten Abständen; sonntags seltener. Freitags und samstags gibt es Nachtbusse zwischen St Julian's und vielen Inselorten. Buspässe erhalten Sie für 1, 3, 5 und 7 Tage zum Preis von 3,50–14 Euro. Buslinienverzeichnisse gibt es in manchen Bussen, bei der Touristeninfo und unter www.atp.com.mt, Fahrkarten und Buspässe bekommen Sie beim Fahrer.

Camping

Einen modernen Campingplatz finden Sie an der Nordküste Maltas, wo Sie auch Zelte und Campingausrüstung mieten können: L'Ahrax tal-Mellieha21521105www.maltacampsite.comab 15 Euro pro Stellplatz, voll eingerichtetes Mietzelt ab 30 Euro pro Nacht.

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft

22604000www.valletta.diplo.de

Österreichische Botschaft

23279000valletta-ob@bmaa.gv.at

Schweizerisches Generalkonsulat

Valletta21244159valletta@honorarvertretung.ch

Einreise

Da die Republik Malta Mitgliedsland der EU ist, genügt für die Einreise ein gültiger Personalausweis, Kinder bis zu 12 Jahren benötigen einen Kinderpass.

Ermäßigungen

Jugendliche und Studenten sowie Senioren ab 60 bzw. 65 Jahren zahlen auf Malta und Gozo oft ermäßigte Eintrittspreise. Darum ist es ratsam, den Personalausweis oder Studentenausweis immer mitzuführen!

Fährverkehr

Zwischen Cirkewwa im Norden Maltas und Mgarr auf Gozo werden im Sommer täglich 33 Überfahrten rund um die Uhr angeboten, Nov.–Mai nur ca. 22 Fahrten 5.45–23.30 Uhr (Fahrzeit ca. 30 Min.). Hin- und Rückfahrt kosten 4,70 Euro, für Kinder (3–12 Jahre) und für Fahrräder 1,20 Euro und für Autos inklusive Fahrer 16 Euro.

Für die Fahrt von Malta nach Gozo benötigen Sie kein Ticket; diese werden nur am Fährterminal auf Gozo verkauft und beinhalten automatisch Hin- und Rückfahrt. Info: Gozo Channel Company22109000www.gozochannel.com.

Kleine Boote pendeln während der Saison den ganzen Tag über zwischen Mgarr, Comino und Cirkewwa. Zwischen Sliema und Valletta gibt es eine Personenfähre. Wassertaxis verkehren zwischen der Valletta Sea Front, Vittoriosa und Senglea. Wer mag, kann als „Taxi“ auch eine traditionelle dghajsa mieten und damit eine ganz private, romantische Hafenrundfahrt unternehmen. Informationen über 21806921www.maltesewatertaxis.com

Gesundheit & Ärztliche Versorgung

Die ärztliche Versorgung ist auf beiden Inseln generell gut. Obwohl die European Health Card akzeptiert wird, ist eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung empfehlenswert. Apotheken sind Mo–Sa 8.30–13 und 16–19 Uhr geöffnet. Über Notdienste informieren die Zeitungen.

Besondere Vorsorgemaßnahmen sind nicht notwendig. Da jedoch viele Badestellen felsig sind, empfehlen sich Badeschuhe als Schutz vor Seeigeln. Das Leitungswasser in Malta ist zum Zähneputzen geeignet, aber wenig schmackhaft.

Inlandsflüge

Mit Wasserflugzeugen besteht eine Verbindung vom Flughafen, von Sliema und vom Grand Harbour in Valletta nach Mgarr auf Gozo, wo die Maschinen den Hafen ansteuern. Geflogen wird mit einer einmotorigen DeHavilland DHC-3 Turbine Single Otter, die maximal 14 Passagiere transportieren kann. Flugzeit 10–15 Min., Flugpreis einfach ca. 45 Euro, hin und zurück ca. 80 Euro, Kinder (3–11 Jahre) erhalten ca. 25 Prozent Ermäßigung. Harbourair21228302www.harbourairmalta.com

Jugendherbergen

Die fünf maltesischen Jugendherbergen sind selbst für sehr anspruchslose Urlauber fast unzumutbar. Sie können besser in privaten Hostels übernachten, zu finden unter www.hostels.com/mt.

Mietfahrzeuge

Dank der starken Konkurrenz der Mietwagenfirmen auf Malta sind die Tarife niedrig. Das Mindestmietalter beträgt 25 Jahre, der nationale Führerschein genügt. Ein Preisbeispiel: Kleinwagen Typ Peugeot 106 ab ca. 24 Euro/Tag, ca. 140 Euro/Woche. Empfehlenswert ist eine Vollkaskoversicherung. Achtung: Es muss bei jedem noch so kleinen Unfall unbedingt die Polizei gerufen werden!

Auf Malta herrscht Linksverkehr. Trotzdem hat derjenige Vorfahrt, der von rechts kommt. Im Kreisverkehr haben, wenn nicht anders angegeben, die Fahrzeuge im Kreis Vorfahrt. Die Promillegrenze beträgt 0,8. Als Höchstgeschwindigkeit erlaubt ist in Ortschaften: 50 km/h, auf Landstraßen: 80 km/h. Die Verkehrsdisziplin auf Malta ist gering. Die Hauptstraßen sind gut ausgebaut, jedoch sind kleine Nebenstraßen oft voller Schlaglöcher.

Notruf & Notarzt

Die Telefonnummer112 gilt auf Malta und Gozo für Krankenwagen, Feuerwehr, Polizei und Notarzt.

Organisierte Ausflüge
Malta Movie Tours

Für Filmfans bietet Malta Movie Tours nach individueller Absprache Rundfahrten mit Chauffeur (bis zu 3 Personen | 160 Euro für 4 Std.) zu Drehorten berühmter Filme wie „München“ oder „Troja“ an. An Ort und Stelle werden dabei jeweils die dazu passenden Filmausschnitte gezeigt. Info: 21650486www.touringmalta.com

Inselrundfahrten

Halb- und ganztägige Touren mit dem Reisebus und staatlich lizenziertem Fremdenführer werden das ganze Jahr über in allen Hotels und von vielen Reisebüros angeboten. So gibt es Halbtagesausflüge nach Valletta mit dem Besuch von Co-Kathedrale, Museen und Malta Experience (ca. 32 Euro) oder nach Mdina mit Besuch der Dingli Cliffs und der San Anton's Gardens (ca. 25 Euro).

Ebenfalls auf dem Programm stehen Ganztagestouren nach Gozo (ca. 55 Euro), Ganztagsfahrten durch den Süden der Insel mit Besuch des Tempels von Hagar Qim und Marsaxlokk (ca. 52 Euro), Abendfahrten nach Mdina und organisierte Besuche von festas (ca. 20 Euro). Eintrittsgelder und bei Tagesausflügen auch das Mittagessen sind in den Preisen inbegriffen, Teilnehmer werden von ihren Hotels abholt und dorthin zurückgebracht.

Außer Bustouren gibt es auch wenig umweltfreundliche Jeeptouren (ganztags ca. 60 Euro) und zahlreiche Bootsausflüge bis hinüber nach Sizilien. Es lohnt sich, alle Preise zu vergleichen, da unter den Anbietern ein heftiger Wettbewerb herrscht.

Rauchen

In allen maltesischen Restaurants, Bars, Cafés, Hotels und Diskos sowie in allen öffentlichen Einrichtungen herrscht striktes Rauchverbot.

Reisezeit

Malta ist vor allem wegen seiner vielen historischen Sehenswürdigkeiten ein Ganzjahresziel. Hotels, Restaurants, Sprachschulen und Souvenirgeschäfte sind rund ums Jahr geöffnet. Das Mittelmeer übersteigt zwischen April und November die Bibbermarke von 18°C, Schnee fällt fast nie. Die Natur gibt sich im Frühjahr am farbenprächtigsten. Im Juli und August erlischt oft der Aktivitätsdrang der Urlauber, denn dann können die Höchsttemperaturen an manchen Tagen 35 °C und mehr erreichen.

Standardöffnungszeiten

Für fast alle staatlichen Museen und archäologischen Stätten gilt als Standardöffnungszeit täglich 9–17 Uhr. Stets aktuelle Angaben von Eintrittspreisen und Öffnungszeiten sind zu finden unter www.heritagemalta.org.

Strom

240 V Wechselstrom; ein dreipoliger Adapter ist erforderlich.

Taxi

Auf ganz Malta verkehren nur etwa 250 Taxis. Es gibt wenige Standplätze und keine zentrale Rufnummer. Am besten sollten Sie vom Hotel oder Restaurant aus bestellen. Taxameter werden ungern eingeschaltet, daher Fahrpreis vorher aushandeln. Weiße Taxis sind teurer als schwarze.

Telefon & Handy

Vorwahl für Gespräche nach 00356. Vorwahl von Malta nach 0049, nach 0043, in die 0041, dann Ortsvorwahl ohne 0.

Die Telefongesellschaft Maltacom plc unterhält Telefonämter am Flughafen und in größeren Orten. Hier und in vielen Geschäften können Sie Telefonkarten kaufen. Kartentelefone sind weit verbreitet, Münzfernsprecher weniger.

Für Auslandsgespräche aus dem maltesischen Festnetz gilt nachts zwischen 22 und 8 Uhr sowie am Wochenende ein ermäßigter Mondscheintarif. Informieren Sie sich über in Deutschland erhältliche calling cards fürs Ausland, mit denen Sie von Malta aus telefonieren können. Mit einer Prepaidkarte des Gastlands entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe.

Trinkgeld

In einigen Restaurants ist kein Bedienungsgeld im Rechnungsbetrag enthalten; in diesem Fall gibt man rund 10 Prozent, sonst wie bei uns.

Wlan

Ein kostenloser WLAN-Zugang (WiFi hot spot) ist auf vielen öffentlichen Plätzen eingerichtet, auch immer mehr Cafés und Bars bieten kostenlosen Internetzugang an. Hotels erheben dafür meist eine Gebühr.

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch dürfen von EU-Bürgern zollfrei ein- und ausgeführt werden (pro Erwachsenen bis zu 800 Zigaretten, 90 l Wein oder 10 l Spirituosen). Für Schweizer gelten: 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen/2 l Wein.

Was kostet wie viel?

Espresso

1 Euro für eine Tasse Espresso

Wein

Ab 6 Euro für eine Flasche Wein im Restaurant

Gebäck

3 Euro für ein Stück Torte im Café

Beach

10 Euro für einen Sonnenschirm und zwei Liegen

Taxi

1,40 Cent pro Kilometer

Benzin

1,35 Euro pro Liter Super bleifrei

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahrstag

10. Februar

Feast of St Paul's Shipwreck (Schiffbruch des Apostels Paulus)

19. März

St Joseph's Tag

31. März

Freedom Day (Freiheitstag zur Erinnerung an den Abzug der letzten britischen Soldaten 1979)

März/April

Karfreitag

1. Mai

Feast of St Joseph the Worker (Tag der Arbeit)

7. Juni

Sette Giugn (Gedenktag zum Aufstand gegen die Briten)

29. Juni

St Peter and Paul

15. August

Mariä Himmelfahrt

8. September

Our Ladies of Victory (Fest zum Ende der großen Belagerung)

21. September

Independence Day (Unabhängigkeitstag 1964)

8. Dezember

Mariä Empfängnis

13. Dezember

Tag der Republik, Erinnerung an die Erklärung zur Republik 1974

25. Dezember

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen
Februar/März

Von Weiberfastnacht bis Faschingsdienstag ist Karneval mit Umzügen, Tanzwettbewerben und Maskeraden in vielen Dörfern, vor allem aber in Valletta.

31. März

Freiheitstag mit traditionellen Bootsrennen am Nachmittag im Grand Harbour

März/April

Karfreitag in 14 Dörfern aufwendige Prozessionen, am frühen Morgen des Ostersonntags prächtige Prozessionen mit lebensgroßer Christus-Figur in Vittoriosa, Senglea und Cospicua

29./30 April

Feuerwerksfestival über dem Grand Harbour, am besten zu beobachten von der Barriera Wharf in Valletta aus

Anfang Juni

Mediterranes Volksliederfestival in den Argotti Gardens in Floriana mit Gastspielen ausländischer Gruppen

28./29. Juni

Mnarja-Fest. Am Abend des 28. Juni Musik, Gesang und Illumination in den Buskett Gardens, am nächsten Nachmittag traditionelle Pferderennen in Rabat

Mitte Juni–Mitte Juli

Victoria International Arts Festival auf Gozo mit klassischer Musik, Tango, Jazz

1. Sonntag im Juli

Festas mit Feuerwerk in Birkirkara, Fleur de Lys, Hamrun, Luqa, Rabat und Sliema

2. Julihälfte

Malta Jazz Festivalwww.maltajazzfestival.org an drei Tagen an der Valletta Waterfront

15. August

Feste in vielen Orten, so in Mgarr, Mosta, Gudja und Qrendi

8. September

Great Siege Regatta mit den traditionellen Ruderbooten und Volksfest am Grand Harbour

Ende September

Notte Biancawww.nottebiancamalta.com in einer Samstagnacht in ganz Valletta. Konzerte aller Art auf Straßen, Plätzen, in Palästen und Museen

Anfang November

Internationales Chorfestival in Valletta mit Teilnehmern aus vielen Ländern. www.interkultur.org

Ende Oktober/November

Mediterranea Festivalwww.mediterranea.com.mt auf Gozo. Konzerte, Folklore, Ballett, auch Führungen in Weinkellern und Käsereien

Im Trend

Mit Meerblick
Flaniermeile

Wo früher Lagerhallen den Blick aufs Meer versperrten, setzen Investoren jetzt auf mondäne Uferpromenaden. Bereits verwirklicht: die Vittoriosa Waterfront an der nun die Yachten der Schönen und Reichen liegen. Abends tummelt man sich hier zwischen Cafés, Restaurants und dem Casino di Venezia. Auch für die Smart Citywww.smartcity.ae auf dem Gelände von Fort Ricasoli gab es grünes Licht. Die ersten Gebäude des Business- und IT-Parks mit Uferpromenade und künstlichen Wasserfällen wurden bereits eröffnet.

Publikum gesucht
Kunststätte

Es muss nicht immer ein Museum sein, auch Restaurants können zum Kunstraum werden. Maler und Fotografen wie präsentieren ihre Werke im Restaurant Nuvo Art and DineTriq iz-Zonqor104 in Marsaskala. „Essen trifft Kunst“ ist auch das Motto in der Weinbar Il-FornTriq it-Tramuntana27Vittoriosa. Das Il-Bottegin ta' San MartinOld Bakery Street185aValletta ist Atelier, Begegnungsstätte und Ausstellungsraum in einem. Nebenbei gibt's Unterricht im Kunstschnitzen.

Auf Tastingtour
Inselweine

Maltas Winzer wollen ihre Inselweine bekannt machen und organisieren Weintouren. Im Weingut MeridianaTa' Qali lagern die Weine zwölf Monate in französischen Eichenfässern, erst dann darf man sie probieren. Der erste Riserva der Insel stammt aus der Marsovin WineryWills StreetMarsa. Bei Emmanuel DelicataPaola lernen Besucher alles über den richtigen Umgang mit Wein – im Gewölbekeller aus dem 17. Jh.

Statt Hotel
Apartments

Auf Malta schläft es sich bestens in den eigenen vier Wänden. Auf Luxus muss man trotzdem nicht verzichten. Das Maison La ValletteSt Patrick StreetValletta ist ein luxuriöses Stadthaus mit goldenem Leuchter über und einer Ahnengalerie hinter dem Himmelbett. Das Interieur ist eine Mischung aus maltesischem Barock und Designobjekten. Im historischen Flair von Zabbar, einem unverbauten Örtchen im Süden der Insel, verzaubert ein altes Steinhaus. Dort begrüßen einen schon am Eingang steinerne Löwen, im Haus selbst fühlt man sich wie in einer Burg House of CharacterBiccieni Alley14-15 Auch das Cas-Gwent HouseSt Elija Street4 ist ganz im typisch maltesischen Stadthausstil gehalten. Besonders schön ist der Hinterhof des 1850 erbauten Gebäudes mitten in St Julian's.

Klettereldorado
Bergauf, bergab

Gerade einmal 253 Meter misst Maltas höchster Punkt. Nichtsdestotrotz ist die Insel zusammen mit ihren Nachbarn Gozo und Comino und ihren mehr als 1300 Kletterrouten ein wahres Kletterparadies. Einen Überblick über Maltas Kletterstrecken gibt www.malta-outdoor.de/klettern. www.climb-europe.com organisiert Kletterurlaube auf Malta und Gozo. Anfänger können das Team des www.climbmalta.com auf ihren wöchentlichen Touren begleiten und dort das nötige Equipment leihen. Auf Gozo erreicht man alle sechs Klettergebiete innerhalb von 15 Minuten. Triq Indrija7Victoria hilft beim Entdecken der besten Routen.

Bloss nicht

Maltesische Folklore

Eine lebendige maltesische Folklore gibt es nicht. Weil Urlauber aber Folkloreabende aus anderen Mittelmeerländern gewohnt sind, werden sie auch auf Malta veranstaltet. Geboten werden Ihnen dabei vor allem angelsächsische Tanzmusik, ergänzt durch eine maltesische Tanzgruppe in bunten, phantasievollen Kostümen, die eine Art frei erfundenes, volkstümelndes Ballett tanzt. Das kann zwar amüsant sein, ist jedoch auf keinen Fall authentisch.

Exotische Souvenirs kaufen

Maltesische Fischer sind nicht zimperlich, wenn ihnen die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten ins Netz gehen. Sie lassen sie in der Sonne vertrocknen und verkaufen ihren Panzer auf dem Markt. Der Import von Schildkrötenpanzern in die deutschsprachigen Länder ist aber ebenso verboten wie auch die Einfuhr anderer vom Washingtoner Artenschutzabkommen geschützter Tiere. Also, Hände weg auch von Elfenbein, ausgestopften Fischen und Vögeln.

Feste auf eigene Faust besuchen

Zu allen maltesischen Festen bieten Hotels und Reisebüros organisierte Busausflüge an. Die Teilnahme lohnt, da so die Rückfahrt am Abend gesichert ist. Wenn Sie ein Fest auf eigene Faust besuchen, sollten Sie bedenken, dass Sie nach 21 Uhr nur selten ein Taxi finden und auf keinen Fall einen Linienbus für den Heimweg.

Auto fahren bei Dunkelheit

Maltas Straßen sind schon bei Tag schlecht genug. Bei Dunkelheit jedoch sind sie katastrophal unsicher. Fast immer fehlen an den Straßenrändern Fahrbahnmarkierungen und Begrenzungspfähle, und die Wegweiser sind nur schwer zu erkennen. Auch blenden entgegenkommende Autos entweder nicht ab oder fahren sogar ganz ohne Licht. Große Vorsicht ist also angebracht!

Auf Drogen einlassen

Der Besitz von Haschisch und Drogen wird wie fast überall auch auf Malta und Gozo streng bestraft. Der Tatsache, dass Malta eines der Haupttransitländer für Drogen aus Nordafrika nach Europa ist, begegnet die maltesische Regierung mit drastischen Strafen. Hier reichen schon 3 g Cannabis vollkommen aus, um den Besitzer für sechs Monate hinter Gitter zu bringen; Gnade kennen maltesische Richter auf diesem Gebiet absolut nicht.

Oben ohne baden

In weniger katholischen Ländern wären die vielen Felsvorsprünge und kleinen Buchten, die Malta zu bieten hat, ideale Plätze für ein hüllenloses Bad, doch hier schwimmt man, wie es dem Papst gefällt.

Stichworte

Busse

Bis zum Sommer 2011 wurden auf Malta über 500 Oldtimer-Busse im Linienverkehr eingesetzt. Sie waren zwar fotogen, aber wenig umweltfreundlich. Seither besitzt der britische Arriva-Konzern, eine 100-prozentige Tochter der Deutsche Bahn AG, auf 10 Jahre das Monopol für den Linienbusverkehr. Sogar Gelenkbusse kommen jetzt auf den Hauptrouten zum Einsatz.

Der gesamte Fuhrpark umfasst 264 klimatisierte Busse, die umwelttechnisch dem Euro-5-Standard entsprechen. Die Umstruktierung soll auch die Anzahl der Passagiere wieder erhöhen, die sich in den letzten 30 Jahren halbiert hatte. Streckenführung, Fahrplan und Online-Tickets unter www.arriva.com.mt.

Fauna & Flora

Die Tierwelt auf Malta und Gozo ist ausgesprochen artenarm. Es gibt weder giftige noch gefährliche Tiere – die größten frei lebenden Säugetiere der Inseln sind Kaninchen und Igel. Häufig zu sehen sind Eidechsen, Mauergeckos sowie diverse Zugvögel. Nur etwa ein Dutzend Vogelarten lebt ständig hier, darunter Maltas Nationalvogel, die blau gefiederte Blaumerle.

Die Landschaft wird weitgehend geprägt durch Garigue. In ihr gedeihen Thymian und Rosmarin, Heidekraut und der Mastixstrauch, Wolfsmilch- und Zwiebelgewächse. Im Frühjahr blühen Feldblumen wie der Klatschmohn. Die früher großen Olivenhaine mussten unter britischer Herrschaft Baumwollplantagen Platz machen, die jedoch inzwischen längst aufgegeben wurden. Jetzt pflanzen die Bauern wieder vermehrt Olivenbäume an. Gelegentlich finden Sie auch Johannisbrotbäume. Die Aleppokiefern führten erst die Johanniter ein, später kamen Agaven, Kaktusfeigen, Oleander und Eukalyptusbäume hinzu. Auch Urlauber können sich an der Wiederaufforstung Maltas beteiligen und Baumpatenschaften übernehmen (www.projectgaia.org). Im Norden Maltas werden heute auch Tomaten, Zwiebeln, Kürbisse, etwas Getreide und viele Kartoffeln angebaut. Wein wächst vor allem in der Gegend um Mdina und Rabat, Orangen gedeihen in den Buskett Gardens.

Inquisition

Die Inquisition, im 12. Jh. zur Auffindung und Bestrafung von Ketzern eingesetzt, wurde im Mittelalter oft missbraucht. In Spanien diente sie dem Königshaus zur Beugung des Adels, in Deutschland führte sie seit 1484 zahlreiche Hexenprozesse, die für die Opfer meist den Feuertod bedeuteten. Aus Malta sind solche Fälle kaum bekannt. Hier hatten die Inquisitoren vor allem die Aufgabe, die Interessen des Papstes beim Großmeister des Ritterordens zu vertreten, außerdem oblag ihnen die Vergabe der kirchlichen Druckerlaubnis.

Karrenspuren

In den rätselhaften Karrenspuren wie an der Clapham Junction wurden vor rund 3500 Jahren nach Ansicht mancher Archäologen auf hölzernen, etwa 2,40 m langen Schleifkarren bis zu 90 kg schwere Steine transportiert. Versuche haben ergeben, dass sie leicht von zwei Menschen zu ziehen waren. Mit den Steinen haben die Malteser der Bronzezeit wahrscheinlich wehrhafte Dörfer und Vorratssilos auf Hügelkuppen errichtet.

Luzzu & Dghajsa

Luzzi heißen die typischen, farbenfroh und fotogen in Rot, Blau und Gelb gestrichelten Fischerboote der Malteser, die vor allem im Sommer in nahezu allen Buchten zahlreich vertäut sind. Ihren Bug ziert auf beiden Seiten ein aufgesetztes Auge, das der altägyptischen oder phönizischen Mythologie entstammt, Böses abwehren, Wachsamkeit signalisieren und Glück bringen soll. Etwas größer als das luzzu ist die ganz ähnliche dhajsa. Beide Bootstypen haben zwar Mast und Segel, werden jedoch traditionell meist gerudert und inzwischen auch häufig von Motoren angetrieben.

Malta-music

Der alljährliche Eurovision Song Contest ist für die meisten Malteser das musikalische Großereignis des Jahres. Schon die nationalen Vorentscheidungen erlangen höchste Aufmerksamkeit, zur Fernsehübertragung von Halbfinale und Finale versammeln sich Menschenmassen zum Public Viewing auf öffentlichen Plätzen, in Parteilokalen und Diskos.

Von einer äußerst lebendigen maltesischen Pop- und Rock-Musikszene zeugt am besten der jährlich im Winter veranstaltete Malta Music Award, bei dem 19 Preise vergeben werden, u. a. in den Rubriken Hip-Hop und Heavy Metal (www.mmm.com.mt). Den ganzen Sommer über sind maltesische Bands in den vielen Clubs von St. Julian's und Paceville sowie in den großen Freiluft-Diskos von Rabat zu hören. Höhepunkt ist dabei die Malta Music Week im Juni, die im Isle-of-MTV-Konzert auf dem Il Fosso Square von Floriana endet, das später weltweit live im Netz des Musiksenders ausgestrahlt wird (www.isleofmtv.com).

Am anderen Ende der Kulturskala stehen die beiden Opernfestspiele der Inseln. Das eine findet im Manoel Theatre in Valletta, das andere in Rabat auf Gozo statt.

Meerwasserentsalzung

Angesichts der kahlen Landschaft und der Verstädterung stellt sich die Frage, womit die kleine Insel Malta ihren großen Trinkwasserbedarf deckt. Sie holt ihn sich zur Hälfte aus dem Meer. In drei modernen Anlagen, Reverse Osmosis Plants genannt, wird gereinigtes Meerwasser unter hohem Druck durch haarfeine Kunststoffmembranen gepresst, die für Salzkristalle jedoch nicht passierbar sind. Den übrigen Wasserbedarf kann Malta mit Brunnenbohrungen ins Grundwasser hinein decken, die langfristig jedoch zu einer gefährlichen Absenkung des Grundwasserspiegels führen werden – immerhin handelt es sich um etwa 15 Mio. Kubikmeter jährlich.

Megalithkultur

Weltweit einzigartig sind die steinernen Tempel aus der Jungsteinzeit. Ihre Erbauer gehörten einem rätselhaften Volk an, das vor etwa 6000 Jahren nach Malta übersetzte und sich mit der Urbevölkerung mischte. Im Lauf von etwa 1500 Jahren trugen sie an rund 40 Stellen gewaltige Steinblöcke zusammen. Das einzige uns bekannte Hilfsmittel, das sie dabei benutzten, waren Steinkugeln, auf denen sie die Kolosse rollten. Hier das nötige Rüstzeug zum Verständnis von Tempelbeschreibungen: Der Begriff Megalith leitet sich von den griechischen Wörtern megas (groß) und lithos (Stein) ab. Es gab große Steine (Monolithen), Konstruktionen aus zwei senkrechten Steinen, über die horizonal ein dritter Stein gelegt wurde (Trilithen) und einzelne, aufrecht stehende Steine (Orthostaten).

Ökologische Ansätze

Bisher werden erst einige wenige Felder, Äcker und Gärten auf Malta und Gozo für ökologischen Landbau genutzt. Eine Vorreiterrolle spielen dabei die Gaia Foundation (www.projectgaia.org), die auch das erste Bio-Olivenöl der Insel produziert, sowie die seit 1999 bestehende Malta Organic Agriculture Movement (www.moam.org.mt). Entsprechend gibt es bereits einige Öko-Läden und -Restaurants, die jedoch ohne die Unterstützung der in Malta lebenden Ausländer kaum existenzfähig wären.

Ritter

Der „Ritterliche Orden des Heiligen Johannes vom Spital in Jerusalem“, kurz Johanniter- und später Malteserorden genannt, wurde 1099 nach der Eroberung Jerusalems von den Teilnehmern am Ersten Kreuzzug gegründet. Ordensritter konnten nur Adlige werden, die zunächst eine zweijährige Probezeit als Novizen absolvierten, je zur Hälfte in der Krankenpflege und als Kämpfer auf einer Galeere. Der Orden war in mehrere Landsmannschaften, die sogenannten „Zungen“, unterteilt. So hatte der anführende Pilier der deutschen Zunge die Oberaufsicht über alle Festungsbauten, der Pilier der französischen Zunge leitete den Krankenpflegedienst, und derjenige der italienischen Zunge war der Admiral der Ordensflotte. Oberstes Leitungsgremium des Ordens bildete der „Rat der Sechzehn“, der aus den Piliers der Zungen, dem Prior der Ordenskirche und den obersten Verwaltungsbeamten der Zungen bestand. Der Großmeister des Ordens wurde jeweils auf Lebenszeit von einem Wahlmännergremium gewählt. Ihm schuldeten alle Ritter unbedingten Gehorsam. Er vertrat auch wie ein Landesfürst den Orden nach außen.

Um eine derartige Organisation zu finanzieren, schreckten die Ritter nicht davor zurück, auf Kaperfahrt zu gehen, wenn gerade die Schenkungen europäischer Fürstenhäuser und die Einkünfte, die aus der Nutzung der Besitztümer überall in Europa erzielt wurden, nicht ausreichten.

Steinbrüche

Fast ganz Malta besteht aus Kalkstein mit eingelagerten Schichten aus Ton und Mergel. Es gibt zwei Arten von Kalkstein: Korallenkalk und Globigerinenkalk. Globigerinen sind uralte, auch heute noch vorkommende, bis zu 5 cm große Meerestiere mit einer kalkhaltigen Hülle, welche nach dem Tod der Tiere auf den Meeresboden absinkt. Über Jahrhunderttausende bildeten sie den Kalkstein, der heute auf Malta das wichtigste Baumaterial darstellt. Er ist leicht abzubauen und wird unter Sonneneinstrahlung hart.

Nur Fassaden in Seenähe sind auf Malta häufig aus dem sehr viel schwerer zu verarbeitenden Korallenkalk hergestellt. Beide Steinarten werden im Tagebau gewonnen. Vor allem in Zentralmalta finden Sie daher tiefe Gruben, auf deren Grund der Kalkstein gelöst und zerschnitten wird.

Turmuhren

Maltas Kirchturmuhren sind unzuverlässig. Teils sind sie nur aufgemalt, häufig gehen sie völlig falsch. Hat eine Kirche zwei Türme und damit auch zwei Kirchturmuhren, gibt meist nur eine die richtige Zeit an. Mit all den gar nicht oder falsch gehenden Uhren wollen die Malteser den Teufel verwirren, damit er nicht rechtzeitig zur heiligen Messe erscheinen und die Gläubigen ablenken kann.

Umweltschutz

Ein Umweltbewusstsein erwacht in Malta erst langsam, unterstützt von zahlreichen EU-Vorgaben, an die sich das Land halten muss. Immerhin gibt es zumindest eine Müllverwertungsanlage, in der die in grauen Plastiksäcken gesammelten Wertstoffe dem Recycling zugeführt werden können. Für den zahlreich anfallenden Bauschutt sind die außer Betrieb genommenen Steinbrüche ein idealer Aufnahmeplatz. Über 80 Prozent der Abwässer Maltas werden bereits drei öffentlichen Kläranlagen und kleineren Anlagen einiger Hotels zugeführt, bis Ende des Jahrzehnts soll die Quote endlich 100 Prozent erreichen.

Zur Stromerzeugung wird bisher fast ausschließlich Erdöl verwendet. Spätestens 2013 soll Malta durch eine Unterwasserleitung nach Sizilien mit dem europäischen Stromnetz verbunden werden. Und bis 2020 will Malta zumindest 10 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen decken, vor allem aus Photovoltaikanlagen.

Vogeljagd

Die Jagd auf Zugvögel mit Schusswaffen und Fangnetzen war bisher ein maltesischer Volkssport. In der Vergangenheit sind über 16 000 Vogeljäger dieser grausamen Freizeitbeschäftigung nachgegangen. Noch immer sieht man überall in der Landschaft steinerne Unterstände für Schützen und Steinhaufen für die Käfige der Lockvögel.

Maltas EU-Beitritt und die gute Arbeit von Birdlife Malta (www.birdlifemalta.org) haben vieles verändert. Das Fallenstellen ist ebenso wie die Frühjahrsjagd verboten, die Herbstjagd nur noch auf 32 der insgesamt bis zu 384 Malta besuchenden Zugvogelarten beschränkt. Trotzdem jagen viele Malteser illegal weiter, schießen vor allem Greifvögel und Reiher als Trophäe für ihre heimische Präparatesammlung.

Bücher & Filme

Der Kaplan von Malta

Der einzige maltesische Roman, der je ins Deutsche übersetzt wurde, ist nur noch auf Malta selbst erhältlich. Nicholas Monsarrats Buch spielt während des Zweiten Weltkriegs auf der Insel.

Das Sakrament

Der historische Bestseller von Tim Willocks, im Malta des 16. Jahrhunderts angesiedelt, ist über 700 Seiten stark – auch als Hörbuch auf 21 CDs erschienen.

Die Chronik der Unsterblichen 07. Der Gejagte

Malta für Fantasy-Fans von Wolfgang Hohlbein.

Der Graf von Monte Christo

Der Abenteuerroman von Alexandre Dumas, verfilmt auf Malta mit Gérard Depardieu und Ornella Muti (2000).

www.maltapoetry.com

Maltesische Poesie, zu lesen im Original.

München

In Steven Spielbergs 2005 gedrehtem Thriller mit Eric Bana und Daniel Craig in den Hauptrollen ist die Insel auch in zahlreichen Außenaufnahmen zu sehen. So mancher Ort wuchs im Film zur Metropole heran: So wurde aus Rabat sogar Rom und Athen.

Der Untergang der Pamir

Havariert ist die Viermastbark nahe den Azoren, doch gedreht wurde auf Malta: zweiteiliger Fernsehfilm von Wolfgang Petersen (2005).

Popeye

Vom Robert-Altman-Klassiker (1979) stehen im Nordwesten Maltas noch die Kulissen.

Fakten

Einwohner
465.292
Fläche
316 km²
Sprache
Maltesisch
Währung
Euro
Strom
230 V, 50 Hz
Regierungssystem
Republik
Hauptstadt
Valletta
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
10:08 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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