© Samuel Borges Photography/shutterstock

Kapverdische Inseln

Check-in

Hektisch geht es hier selten zu, das Motto heißt Gelassenheit. Auf den Kapverden schwimmt man mit dem Strom des Lebens, Hauptsache, der Kopf bleibt über Wasser. Lässt einen die Strömung auf der einen Seite nicht vorbei, dann nimmt man eben die andere. Oder die Mitte. Und zwar ohne sich dabei aufzuregen. Es gilt also: mitschwimmen!

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Hier nahm die Besiedlung des Archipels ihren Anfang. Sofort nach ihrer Entdeckung beanspruchte Portugal die Kapverdischen Inseln als Kolonie, innerhalb eines Jahres funktionierte der erste militä…
Mindelo ist nach Praia die zweitgrößte Stadt der Kapverden. Die 4 km weite Bucht eines versunkenen Vulkankraters schützt den recht großen und dennoch pittoresken Ort. Im Osten thront die Festung…
Der gigantische Schildvulkan Pico do Fogo, kurz Pico genannt und das Wahrzeichen der Insel, spuckte 1785 aus dem Hauptkegel an der Spitze zum letzten Mal Feuer. Die Wanderung zum rund 500 m breiten…
9 km zieht sich der Hausstrand der Inselvon der Ponta do Sinó bis zur Ponta Preta. Hotels, Strandbars und Beachclubs sorgen für Urlaubsfeeling, Surf- und Tauchstationen bieten Wassersportmö…
Der grünste Ort auf Kap Verde: Auf jedem Zentimeter Boden gedeihen hier Gemüse oder Zuckerrohr, dazwischen Kokospalmen, haushohe Papayapflanzen und Bananenstauden. Riesige Mango- und Brotfruchtbä…
Die Wüste reicht bis ans Meer, bizarr geformte Felsen bilden eine beeindruckende Kulisse. Eine Grotte spendet Schatten. Sehr windig, aber toll zum Spazieren gehen.Am westlichsten Punkt Boavistas, der…
Auf der alten Pflasterstraße zwischen Porto Novo und Ribeira Grande liegt eine aufsehenerregende Engstelle. Rechts und links der Fahrbahn fallen die Felsen schwindelerregend fast senkrecht in die…
Die Hauptstadt der Insel (8100 Ew.) liegt auf einem 70 m hohen Plateau an der Westküste. Um 1500 wurde sie als zweite Ortschaft auf den Kapverden gegründet. Portugiesische Adelsfamilien erhielten…
Einer der schönsten Plätze des Archipels: Bizarr ausgewaschene Gesteinsformationen bieten im Tosen der Brandung einen spektakulären Anblick. Von Tarrafal aus fährst du in Richtung Praia Branca,…
Die einzige größere Sandwüste auf den Kapverden erstreckt sich von Estancia de Baixo einige Kilometer in nordöstliche Richtung. Vor einer Bergkette wellen sich weiße, feinsandige Berge und Täler…

Reisezeit

Januar
gut
24°C
Februar
gut
23°C
März
gut
23°C
April
sehr gut
25°C
Mai
sehr gut
26°C
Höhere Preise und mehr Touristen in der Hauptsaisons
Juni
mittel
27°C
Höhere Preise und mehr Touristen in der Hauptsaisons
Juli
mittel
28°C
Regenzeit, allerdings mit sehr geringen Niederschlägen
August
gut
29°C
Regenzeit, allerdings mit sehr geringen Niederschlägen
September
gut
30°C
Regenzeit, allerdings mit sehr geringen Niederschlägen
Oktober
gut
28°C
November
sehr gut
27°C
Dezember
gut
25°C

Die beste Reisezeit für Kapverdische Inseln sind die Monate April, Mai und November. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 26° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind März, April und Mai mit durchschnittlich 10 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur in den kältesten Monaten bei lediglich 23° Celsius bei durchschnittlich 1 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 26° Celsius und die Nachttemperatur bei 22° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 2 Tagen. Der regenreichste Monat ist der September.

Mehr zu Klima und Reisezeit

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Entdecke die Kapverdischen Inseln

Zeit + Ruhe = Entspannung 

Am weißen Sandstrand liegen bunte Fischerboote, tiefblau schimmert der Ozean, eine frische Brise mildert die stechende Sonne. Der Dorfplatz und die engen Kopfsteinpflastergassen wirken verlassen, nur ein paar Kinder tollen herum. Auf dem Gemüsemarkt, dem Zentrum jeden Orts, herrscht lebhaftes Durcheinander. Lautes Rufen, lachende Gesichter, Berge leuchtender Früchte. Am Straßenrand hocken Frauen vor Schüsseln voll silbrig glänzender Fische, eine Gruppe von Männern sitzt im Schatten eines Baums und spielt Karten. Gemächlich geht es zu – und ganz entspannt; man hat Zeit, man hat Ruhe, und Geduld hat man auch. Die ruhige Gelassenheit der Kapverdier ist bewundernswert, umso mehr weil das Leben hier so hart ist, dass zwei Drittel der Bevölkerung im Ausland leben.

Jede Insel ist anders

Cabo Verde – das grüne Kap – trägt einen irreführenden Namen. Denn die Inselgruppe im Atlantik, 600 km vor der Westküste Afrikas, ist alles andere als grün. Der 4033 km2 große Archipel aus 15 Inseln liegt in den Ausläufern der Sahelzone und leidet unter extremer Hitze und Trockenheit. Nur auf fünf der neun bewohnten Inseln gibt es, falls der jährliche Regen nicht ausbleibt, genügend Wasser für die Landwirtschaft. Die vier anderen Inseln sind knochentrocken, braune Wüsten, deren vereinzelte Berge die Wolken, die der stete Nordostwind heranträgt, nicht aufhalten können. Man unterscheidet zwischen den Inseln über dem Wind (Barlavento) und denen unter dem Wind (Sotavento). Nach der geografischen Lage unterteilt, sind es drei flache, wüstenhafte Ostinseln, und jeweils drei von verschieden hohen Gebirgen geprägte Nord- bzw. Südinseln. Jede Inselgruppe und jede Insel ist anders. Auf den Ostinseln Sal, Boavista und Maio findet man herrliche weiße Sandstrände und die besten Voraussetzungen für viele Wassersportarten. Im Norden bilden Santo Antão und São Nicolau mit grandiosen Gebirgspanoramen sowie São Vicente mit der Hafenmetropole Mindelo eine Inselgruppe. Zum südlichen Teil des Archipels zählen die Hauptstadtinsel Santiago, Fogo mit dem fast 3000 m hohen Vulkan und das abgeschiedene Brava. Von Oktober bis Juli fegt der Nordostpassat über die Inseln – eine angenehm kühlende Brise in der allgegenwärtigen Hitze. Windsurfer wähnen sich auf den flachen Ostinseln dann im Paradies. Stärker noch profitieren die Gebirgsinseln im Norden vom Passatwind: Ihre Berge halten die Wolken auf, die er über den Atlantik heranträgt. Durch die Feuchtigkeit ist die Nordostseite dieser Inseln grün und fruchtbar.

Weiß und schwarz wird bunt

Die bis 1461 unbewohnten Inseln wurden von Seefahrern im Auftrag des portugiesischen Königs entdeckt. Als Überseekolonie Portugals wurde Cabo Verde innerhalb weniger Jahrzehnte zum Drehkreuz des Sklavenhandels zwischen Afrika, Europa und Amerika. Auf Santiago trafen weiße Auswanderer aus Europa auf einen wachsenden Strom schwarzer Sklaven aus Afrika. Die gemeinsamen Kinder waren die erste Generation eines neuen Volks: der Kreolen. Gene, Traditionen, Bräuche und Sitten zweier Kontinente brachten eine Bevölkerung hervor, die ebenso viele verschiedene Hauttöne aufweist wie Eigenarten in Kultur und Lebensart. Die kreolische Kultur ist bunt und lebensfroh, in ihrer gefühlvollen Musik, ihren Tänzen, ihren Gepflogenheiten. Ob bei Karnevalsumzügen mit Tänzerinnen in prunkvollen Federkostümen, bei Prozessionen und feierlichen Gottesdiensten oder familiären Anlässen – Lebensfreude ist angesagt. Lass dich anstecken und nimm teil, wenn es nicht eine private Veranstaltung ist: Geh hin und hör zu, wenn jemand eine Gitarre hervorholt, tanz mit, wenn getanzt wird ... alle freuen sich!

Zum Vorbild geworden

Auf den Kapverden lebt nur etwa ein Drittel der Kapverdier – der Rest hat seinen Wohnsitz im Ausland, vor allem in den USA, Portugal, Frankreich und Westafrika. Grund dafür waren immer wieder Dürre- und Hungerkatastrophen, bei denen oft Tausende verhungerten. Auch 500 Jahre koloniale Ausbeutung durch Portugal ließen Wohlstand nur für wenige zu, die Mehrheit litt unter Hunger, Not und Unterdrückung. Erst 1975, nach der Nelkenrevolution in Portugal, erlangte das Land seine politische Unabhängigkeit. Wegbereiter war der kapverdische Freiheitskämpfer Amílcar Cabral, der bis heute als Nationalheld gilt. Seit 1991 ist das Land eine pluralistisch-parlamentarische Republik mit einem demokratischen Mehrparteiensystem. Es gelang eine politische und wirtschaftliche Wende, die es dem Land erlaubt, Hunger und Armut zu trotzen. Von großer Bedeutung ist dabei der Tourismus. Die Inseln Sal und Boavista locken sonnenhungrige Europäer, und auch auf den für Individualtouristen attraktiven Gebirgsinseln wächst die touristische Infrastruktur. Heute gilt Kap Verde unter den Ländern Afrikas in demokratischer, politischer und gesellschaftlicher Hinsicht als Vorbild.

Gut zu wissen

Anreise

Auf den Kapverden gibt es vier internationale Flughäfen: auf den Inseln Sal (SID), Boavista (BVC), Santiago (RAI) und São Vicente (VXE). Ab Deutschland beträgt die reine Flugzeit auf die Kapverden etwa sechs, ab Lissabon dreieinhalb bis vier Stunden.

Direktflüge ab Deutschland nach Sal und Boavista gibt es mit TUIfly (tuifly.de). Abflughäfen sind Frankfurt/Main, München, Stuttgart, Köln/Bonn, Düsseldorf, Hannover und Hamburg. Über Lissabon fliegt die portgiesische TAP (flytap.com). Mehrmals wöchentlich werden von Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München mit Zwischenlandung in der portugiesischen Hauptstadt die Inseln Sal, Boavista, Santiago und São Vicente angeflogen. Die kapverdische Fluggesellschaft Cabo Verde Airlines (caboverdeairlines.com) fliegt mehrmals in der Woche von Lissabon nach Sal und Santiago.

Zeit

– 2 Stunden Zeitverschiebung

Im Sommer sind es dank MESZ – 3 Stunden.

Strom

Adapter Typ C

Gleicher Steckertyp wie in Deutschland und Österreich.

Einreise

2019 wurde die Visapflicht abgeschafft, nun wird die sogenannte Flughafensteuer erhoben. Auf der Website der Regierung ease.gov.cv musst du dich bis spätestens fünf Tage vor der Anreise registrieren. Dafür benötigst du folgende Informationen: Identität, Reisedaten, Kontakt und das erste Hotel der Reise. Die Gebühr von 3400 ECV (30,83 Euro) muss mit Kreditkarte bezahlt werden.

Impfungen sind für Reisende aus Europa nicht vorgeschrieben. 

Klima

Das tropisch-trockene Klima macht die Kapverden zu einem idealen Ganzjahresreiseziel: Im Durchschnitt gibt es 350 Sonnentage im Jahr bei Temperaturen zwischen 21 und 29 Grad. Die kühlsten und windigsten Monate sind Januar und Februar, besonders heiß ist es im August und September. In dieser Zeit kann es häufig zu heftigen tropischen Regenfällen kommen. Der Passatwind weht dafür von Juli bis Oktober weniger stark. Der Unterschied zwischen Tagesund Nachttemperaturen ist gering  – etwa 5 Grad. Die Wassertemperatur schwankt übers Jahr und liegt zwischen 22 und 27 Grad. 

Fähren

Die Fähre von São Vicente nach Santo Antão verkehrt zuverlässig mehrmals täglich (Fahrtdauer ca. 1 Std.), die Fähre von Fogo nach Brava mehrmals wöchentlich (ca. 30 Min.). Es gibt immer wieder Vorhaben, weitere Inseln mit Fähren anzufahren. Schiffspassagen nach São Nicolau z. B. gibt es manchmal monatelang sehr zuverlässig, dann allerdings auch wieder lange Zeit nicht. cvinterilhas.cv

Inlandsflüge

Außer Santo Antão und Brava werden alle Inseln mit ATR-Propellermaschinen angeflogen. Die kanarische Airline Binter (binter.cv) sowie Cabo Verde Airlines (caboverdeairlines.com) bieten Inlandsflüge an. 

Mietwagen

Auf fast allen Inseln stehen Mietwagen zur Verfügung. Doch Straßen, Umgebung und Verkehrsgewohnheiten sind ungewohnt, der zeitliche und finanzielle Aufwand (hohe Kaution) ist erheblich. Zum Preis eines Mietfahrzeugs lässt sich meist auch ein Taxi oder ein aluguer mit ortskundigem Fahrer mieten. 

Öffentliche Verkehrsmittel

Aluguers, meist vollgepackte Kleinbusse, fahren zwischen den größeren Orten sowie zwischen Dörfern und nächstgrößeren Städten. Frag, wo und wann die Sammeltaxis losfahren, oder halt einfach eines auf freier Strecke an. Auf allen Strecken gelten vom Staat festgelegte Fixpreise, meist in Höhe von wenigen Hundert Escudos. In Mindelo und Praia verkehren auch Linienbusse im Stadtgebiet und in den Vororten. Ideal für eine Stadtrundfahrt: In Mindelo machen alle Linien eine volta, das bedeutet, du kannst an deinem Ausgangspunkt wieder aussteigen. Am meisten zu sehen gibt es in der Linie 10. In der Hauptstadt Praia nimmst du die 4, 5, 6, 8 oder 9. Selbst wenn der Fahrer (und manchmal DJ!) für die Rückfahrt berechtigterweise noch mal kassiert, bist du mit unter 100 CVE dabei! 

Taxi

Die Fahrt von den Flughäfen São Vicente, Praia und Sal ins Stadtzentrum bzw. zum Hauptort der Insel kostet tagsüber rund 1000 CVE, Alternativen dazu gibt es nahezu keine. Abends und nachts wird ein geringfügiger Zuschlag erhoben. Innerhalb der Städte gelten festgelegte Einheitspreise. So kostet z.B. in Mindelo eine Fahrt im Stadtgebiet am Tag 150 CVE, nachts 200 CVE, in Praia je nach Entfernung 150–200 CVE, nachts 200–300 CVE.

Adressen

Auch in größeren Orten tragen nicht alle Straßen einen Namen. Besitzt die Straße einen, dann haben deren Häuser meist auch Hausnummern, allerdings nicht immer. Oft bestehen Adressen nur aus dem Ortsteil oder einem nahen Bezugspunkt. 

Auskunft vor Ort

Die offizielle Touristeninformation bietet nur online Infos: turismo.cv. Die Betreiber der Unterkünfte wissen meist am besten über aktuelle Entwicklungen Bescheid. In Praia, Tarrafal (Santiago), Mindelo und Porto Novo können die örtlichen Infokioske mit einigen Informationen aushelfen. 

Fotografieren

Wie überall gilt: Menschen vor dem Fotografieren mit Worten oder Gesten um Erlaubnis fragen. Vor allem Frauen finden es überhaupt nicht lustig, ungefragt geknipst zu werden! 

Geld

Die Landeswährung ist der Kapverdische Escudo (CVE). Er ist zu einem festen Wechselkurs an den Euro gebunden (1 Euro = 110,265 CVE). Vermehrt wird auch der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert, allerdings zum Kurs 1 Euro = 100 CVE. An Geldautomaten gilt ein Limit von 20 000 CVE (ca. 181 Euro) pro Abhebung, bei den meisten Karten ist nur eine Auszahlung pro Tag gestattet. Mit Reisepass und Kreditkarte kann man notfalls gegen hohe Gebühren in der Bank (Mo–Fr 8–15 Uhr) einen größeren Betrag bekommen. Dort wartet man allerdings leider manchmal den halben Tag. Wenn du an diesem „Volkssport“ nicht teilnehmen möchtest, dann kauf dir die nächste Flasche Wasser in einem der größeren Supermärkte (Praia: Kalu & Angela, Mindelo: Fragata) und bezahl mit einem großen Euroschein. Das anfängliche Zögern der Kassiererin musst du aussitzen. Doch dann kommt Bewegung in die Sache und, schwupps, ist dein Einkauf bezahlt und du bekommst das Wechselgeld in lokalen Escudos. 

Internet & WLAN

Mit einer lokalen SIM-Karte kann man günstig auf mobiles Internet zurückgreifen. Bei Verwendung der europäischen Karte können die Roaminggebühren schnell in die Höhe schießen. Gratis-WLAN findet man an öffentlichen Plätzen sowie in vielen Cafés, Restaurants und Unterkünften. 

Lärm

Auf jeden Fall ins Reisegepäck gehören Ohrenstöpsel. Der Straßenlärm kann spätabends oder frühmorgens sehr lästig sein, besonders in den Ortszentren. Nächtliches Hundegebell ist die Regel, nicht die Ausnahme. 

Medien

Radiohören ist weit verbreitet  – etwa 80 Prozent der Bewohner hören täglich zu. Gesendet wird auf Portugiesisch, bei regionalen Sendern auch auf Kriolu.

Die beiden nationalen Zeitungen „A Semana“ und „Expresso das Ilhas“ erscheinen wöchentlich auf Portugiesisch. Internationale Presseerzeugnisse sind nur an den internationalen Flughäfen erhältlich.

Öffnungszeiten

Die meisten Geschäfte sind montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 und von 15 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet plus/minus eine halbe Stunde. An Sonn- und Feiertagen ist geschlossen. 

Post

In allen größeren Ortschaften findest du eine rot beschilderte Poststelle (Correios de Cabo Verde). Dort kaufst du Briefmarken, kannst telefonieren und deine Post abgeben. Das Porto für Postkarten und Briefe nach Europa kostet 60 CVE. Die Öffnungszeiten (in der Regel Mo–Fr 9–13 und 15–17 Uhr) können variieren.

Schwimmen

FKK ist bei den Kapverdiern unbekannt und nicht gestattet. Strömungen und heftige Brandung machen an vielen Orten das Baden lebensgefährlich. Schwimm niemals ganz allein und achte an ausgewiesenen Badestränden auf die Beflaggung: grün  = Schwimmen ungefährlich, gelb  = Schwimmen mit Einschränkungen gestattet, rot = Schwimmen verboten. 

Sprache

Die Amtssprache von Kap Verde ist Portugiesisch, im Alltag sprechen die Menschen kapverdisches Kreol (kriolu). Der Unterschied zwischen den Inseln unter dem Wind (Sotavento) und über dem Wind (Barlavento) ist dabei auch für Besucher zu hören. Auf Santo Antão und São Vicente wird viel Französisch gesprochen, auf Fogo und Brava kommt man mit Englisch weiter. 

Telefon & Handy

Viele europäische Anbieter haben mittlerweile einen Roamingvertrag mit einer der kapverdischen Telekommunikationsgesellschaften (CV Móvel, Unitel T+). Allerdings sind die anfallenden Kosten nicht wie in der EU gedeckelt und können stark nach oben schnellen. Eine einheimische SIM-Karte kann deshalb hilfreich sein, zum einen für die Telefonie, zum anderen für mobiles Internet. Die Vorwahl von Kap Verde ist +238, gefolgt von der siebenstelligen Teilnehmernummer. Bei Gesprächen nach Deutschland wählst du +49 vor der Ortsnetzkennzahl ohne die Null, nach Österreich +43 und in die Schweiz +41. 

Toiletten

Aufgrund dünner Abwasserrohre und wenig Wasserdruck muss an vielen Orten das Klopapier in den dafür vorgesehenen Eimer geworfen werden. 

Trinkgeld

In Restaurants sind fünf bis zehn Prozent Trinkgeld angemessen, wenn man mit dem Service zufrieden war. Gegen ein kleines Trinkgeld sind dir an Häfen und auf Flughäfen Gepäckträger zu Diensten.

Trinkwasser

Leitungswasser ist zum Trinken nicht geeignet, und auch zum Zähneputzen sollte man auf Wasser in Flaschen zurückgreifen. Achte in Restaurants darauf, dass die servierten Wasserflaschen noch original verschlossen sind. 

Unterkunft

Auf den touristisch erschlossenen Ostinseln gibt es Großhotels mit europäischen Normen. Auf den Gebirgsinseln überwiegen kleinere Pensionen (pensão/residêncial) oder Privatzimmer unterschiedlicher Standards. 

Zoll

Devisen dürfen bis zu einer Grenze von 1000 000 CVE (9091 Euro) einund ausgeführt werden. Kapverdisches Bargeld darf das Land nicht verlassen. In die EU zollfrei einführen darf man 1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 l alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 Volumenprozent oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren und 4 l nicht schäumende Weine und 16 l Bier. Außerdem sind andere Waren bis zu einem Wert von 430 Euro erlaubt (zoll.de). 

Diplomatische Vertretungen

Die für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständigen Botschaften befinden sich in Dakar (Senegal).

Deutsche Botschaft 

20, Av. Pasteur | B. P. 2100 | Dakar | Senegal |Tel. +221 338894884 | dakar.diplo.de

Botschaft der Republik Österreich 

18, Rue Émile Zola | B.P. 3247 | Dakar | Senegal | Tel. +221 338494000 | dakar-ob@bmeia.gv.at.

Schweizerische Botschaft 

Rue René Ndiaye angle Rue Seydou Nourou Tall | B.P. 1772 | Dakar | Senegal | Tel. +221 338230590 | eda.admin.ch/dakar 

Krankheit & Unfall

Apotheken und Krankenstationen (centro de saúde), wo rund um die Uhr eine Krankenschwester oder ein -pfleger erreichbar ist, gibt es auf jeder Insel. Staatliche Hospitäler befinden sich auf Santiago, São Vicente, Santo Antão, Fogo und Sal. Dort muss man mit langen Wartezeiten rechnen. Eine günstige Alternative für Urlauber bieten Privatkliniken niedergelassener Ärzte, dort ist auch die Verständigung einfacher. Die gesetzlichen Krankenversicherungen in Europa übernehmen die Behandlungskosten in der Regel nicht, der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung ist daher ratsam. Apotheken sind an einem grünen Kreuz zu erkennen und führen in der Regel die gängigsten Medikamente. Nichtsdestotrotz sollte man eine Reiseapotheke mit Lotion oder Salbe gegen Sonnenbrand, Mückenschutz, Schmerzmittel sowie Magen-Darm-Tabletten dabeihaben. 

Notfallnummern

Polizei Tel. 132

Krankenhaus Tel. 130

Feuerwehr Tel. 131

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahr

20. Januar

Tag der Nationalhelden

März/April

Karfreitag

1. Mai

Tag der Arbeit

24. Juni

São João

5. Juli

Tag der Unabhängigkeit

15. August

Mariä Himmelfahrt

12. September

Nationalfeiertag

1. November

Allerheiligen

25. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen

Februar 

Karneval (alle Inseln, speziell São Vicente, São Nicolau)

März/April

Grito Rock Praia (Santiago): Musikfestival. Facebook

April

Kriol Jazz Festival (Santiago)

Santiago Music Expo (Santiago): Musikfestival. atlanticmusicexpo.com

April/Mai

Festa de Nhô Filipe (Fogo), Tage um den 1. Mai

Mai

Festival Manuel Gamboa (Santiago): 19. Mai

Juni

Festa de São João (alle Inseln, speziell Nhô San Jon in Porto Novo auf Santo Antão), 24. Juni

Juli 

Festa de Santa Isabel (Boavista), 4. Juli

Festival da Praia de Areia Grande (Santiago): Musikfestival

August

Festival Baía das Gatas (São Vicente), 1. Vollmond-Wochenende

Festival Praia d’Tedja (São Nicolau): Musikfestival

Festival Pedra de Lume (Sal): Musikfestival

Festival de Curraletes (Santo Antão): Musikfestival

September

Festival Internacional de Santa Maria (Sal), 15. September

Mindelact (São Vicente)

Oktober/November

Festival 7 Sóis, 7 Luas: Internationales Kulturfestival mit Veranstaltungen auf Santo Antão, Santiago, Fogo, Brava, Maio), festival7sois.eu

Bloss nicht!

Wasser verschwenden

Die Einheimischen sind es gewohnt, jeden Tropfen der kostbaren Flüssigkeit optimal zu nutzen, doch der Wasserverbrauch von Urlaubern beträgt mancherorts das Zwanzigfache. Also: Wasser sparen, wo immer es geht! 

Münzen verteilen

Bettelnde Kinder gibt es zum Glück nicht häufig. Ihnen eine Münze zuzustecken ist jedoch keine gute Idee: Man fördert damit bestehende Abhängigkeiten und die Idee, dass Betteln einfach und erfolgreich ist. 

Schildkrötenprodukte kaufen

Kauf keine Souvenirs oder andere Produkte, die von Schildkröten stammen. Sie haben immer eins der wenigen noch existierenden Tiere das Leben gekostet. Außerdem ist die Einfuhr nach Europa verboten. 

Europäische Pünktlichkeit erwarten

Kap Verde tickt in manchen Dingen anders als Europa. Zeit hat z.B. eine völlig andere Bedeutung. Eine Stunde früher oder später oder ein Tag mehr oder weniger  – das ist oft nicht so wichtig. Selbst Fährpläne sind nicht immer zuverlässig, sodass du Wartezeiten einplanen solltest. 

Die Sonne unterschätzen

Die Sonne entfaltet in diesen Breitengraden eine so intensive Strahlung, dass sie für blasse Haut eine echte Gefahr sein kann. Dazu kommt eine ständige Brise, die die Hitze mildert, die Sonnenbrandgefahr jedoch verstärkt.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Reise auf die Kapverden 

Der Untertitel „Geschichten fürs Handgepäck“ sagt´s schon: Kurzgeschichten, Reiseberichte, Reinschnuppern in kapverdische Literatur und andere Lesehäppchen (2010)

Das Testament des Herrn Napumuceno 

Erst Habenichts, dann betuchter Kaufmann, dann Gesellschaftsschreck: Herr Napumuceno ist der Klassiker der kapverdischen Literatur schlechthin (1989). Verfilmt mit Cesária Évora in einer Nebenrolle (1997, Regie: Francisco Manso) 

Filme

Kapverden, Inseln der Glückseligkeit 

Ein Surfprofi, ein deutscher Filmemacher mit kapverdischen Wurzeln, eine junge Musikerin, ein Guide und eine Streetworkerin erzählen in der „Grenzenlos – die Welt entdecken“-Folge vom Leben auf Sal, São Vicente und Santo Antão (SAT1, 2018)

Tanz auf dem Vulkan 

Die Regisseurin Maya Reichert schildert anhand von drei Lebensläufen auf Fogo, der Insel des Feuers, wie nah am Abgrund der Tanz des Lebens verläuft (2019) 

22-27 °C
8 h/Tag
26 °C

Fakten

Einwohner 546.388
Fläche 4.033 km²
Sprache Portugiesisch
Währung Kap-Verde-Escudo
Strom 220 V, 50 Hz
Regierungssystem Republik
Hauptstadt Praia
Ortszeit 16:23 Uhr
Zeitverschiebung -4 h (zu MESZ)

Anreise

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