Florida

Überblick

Entdecke Florida!

Der American Way of Life ist ein Mythenmix aus Freiheit und Freizeit, Sonne und Sand, Optimismus und Offenheit, schnellem Geld und schnellem Genuss. Nirgendwo in den USA erlebst du diese unbekümmerte Lebensart so ausgeprägt wie in Florida, dem Sunshine State.

Auf demselben Breitengrad wie Nordafrika aalt sich Florida zufrieden unter meist blauem Himmel. Die Stimmung entspricht den Aussichten: überwiegend heiter. Obwohl nur knapp halb so groß wie Deutschland, gehört der US-Bundesstaat mit seiner Küstenlinie von 3000 km Länge (wenn man alle Inseln berücksichtigt, sind es sogar 13 600 km) zu den populärsten Reisezielen der Welt. 2012 zählte Florida 89,3 Mio. Besucher. Davon kamen 10,2 Mio. aus Übersee. Mit mehr als 300 000 Urlaubern ist Florida bei Deutschen besonders beliebt, die damit hinter den Briten auf dem zweiten Rang liegen. Die meisten Gäste favorisieren den Winter, wenn die Sonne hier ununterbrochen scheint und die Quecksilbersäule auf Temperaturen steigen lässt, wie es sie in Europa und im Norden der USA nur im Sommer gibt.

Nicht nur smaragdgrünes Meer und weiße Strände gehören zu den natürlichen Attraktionen Floridas: Alligatoren und die vom Aussterben bedrohten Floridakrokodile leben in freier Wildbahn, Silberreiher, Pelikane und Seeadler bevölkern Mangrovenwälder und die Brackwassergebiete, aquariumsbunte Fische schwärmen durch die Unterwasserlandschaften der Riffe vor den Keys. Auch der Mensch setzt spektakuläre Akzente. An der Ostküste starten turmhohe Raketen vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral und befördern Raumschiffe und Satelliten in die Erdumlaufbahn. Und in Orlando locken gigantische Freizeitparks. Sie entführen in das phantastische Comicuniversum Walt Disneys oder in imaginäre Filmwelten wie die von Harry Potter. Der 27. Staat der USA lebt den American way of life im großen Stil, mit gut ausgebautem Straßennetz, weshalb Sie ihn mit allem Komfort erkunden können. Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie überall: Es gibt rund 370000 Hotelzimmer in mehr als 6000 Hotels und Motels. Und bei jedem Abstecher landeinwärts reist für Sie die Gewissheit mit: Kein Ort liegt weiter als 90 km vom Meer entfernt.

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mittel
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November
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Dezember
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24°C
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Wetter & Klima

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Sonntag / 29.03.2020
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Anreise

10h 30min
Frankfurt am Main
Florida
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Auftakt

Entdecken Sie Florida!

Das moderne Florida trübt den Blick dafür, dass dies die erste von Europäern entdeckte Region Nordamerikas war. Außer dem Namen Florida und einigen Hinterlassenschaften in St. Augustine, der ältesten Siedlung in den USA, ist vom spanischen Kolonialerbe, das 1513 mit Juan Ponce de Leóns Entdeckung begann, nicht viel geblieben. So wirkt es wie eine Ironie der Geschichte, dass der Süden einige Jahrhunderte später doch noch hispanisiert wurde. Denn Miami und Umgebung sind längst politisches und wirtschaftliches Exil für Kubaner, Nicaraguaner und Salvadorianer, die zusammen mit Französisch sprechenden Schwarzen aus Haiti mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Greater Miami stellen.

Das Florida von heute ist ein starkes Kontrastprogramm zu den historischen Ereignissen, die die Region erlebt hat. Die Vision, die sich Industrielle, Bauunternehmer und Spekulanten seit der Wende zum 20. Jh. für die Halbinsel ausmalen, macht vieles vergessen: den Sezessionskrieg 1861–1865, die Rassentrennung, die Diskriminierung der Indianer. Männer wie der Milliardär Henry Flagler mit ihren Eisenbahnlinien und staatlichen Hotels begründeten die Tourismusindustrie. Investoren profitierten davon, dass die American Medical Association 1885 den Südzipfel von St. Petersburg, Pinellas Point, zum gesündesten Fleck der USA ausrief. Der Run begann. Die luxuriösen Hotels lockten reiche Amerikaner aus dem Norden. Glühbirnenerfinder Thomas A. Edison und Autokonstrukteur Henry Ford überwinterten hier. Florida wurde zum Ziel einer zugvogelartigen Bewegung, der sich Jahr um Jahr mehr Gäste anschlossen. Ganze Orte entstanden auf dem Reißbrett und wurden, wie Palm Beach und Boca Grande, zum Synonym für herrlichen Strandurlaub. Zu den Urlaubern gesellten sich zum Glück auch Naturschützer. Schon die US-Präsidenten Theodore Roosevelt und Harry Truman trieben die Einrichtung von Schutzgebieten voran. Für die Floridabesucher, die nach ihnen kamen, blieb ein einzigartiger, wenn auch streng regulierter Naturraum: Freizeitskipper schippern auf nun beschilderten Wasserwegen durch Floridas Inselwelt.

Allerdings werden viele Umweltschutzmaßnahmen im Spannungsfeld politischer und wirtschaftlicher Interessen zu Makulatur. Deutlich wurde dies während der Ölpest im Golf von Mexiko im Sommer 2010. Am 20. April löste eine Explosion auf der Ölplattform „Deep Horizon“ vor der Küste Louisianas die schlimmste Umweltkatastrophe der Geschichte aus. Als das Bohrloch am 9. September endgültig für verschlossen erklärt werden konnte, waren Schätzungen zufolge 780 Mio. Liter Rohöl ausgeflossen. Kurz darauf wurde Entwarnung gegeben und die Strände eröffneten wieder. Alles rechtzeitig zur Touristensaison? Denn schließlich beschert Floridas Tourismusbranche dem Staat jährlich weit über 60 Mrd. $ Einnahmen. Unabhängige Medien berichten, dass jeder Sturm noch immer Zehntausende tote Fische an die Strände des Florida Panhandle spült, weil das im Meer verbliebene Öl in riesigen, fast 40 km langen Wolken aus Ölpartikeln und Methangas durch den Golf driftet und alles Leben tötet. Wie lange noch, wird die Zukunft zeigen.

Dessen ungeachtet wächst Florida ungestüm weiter. Ein Höhepunkt dieser rasanten Entwicklung ist die rund um Orlando gebaute Ferienwelt mit Disney World als Mittelpunkt einer Vielzahl von Vergnügungsparks, die Florida zu einem Gebiet mit Ganzjahrestourismus und zum idealen Reiseziel für Familien mit Kindern gemacht hat.

Die letzten 100 Jahre haben den Staat mit seinen 19,3 Mio. Einwohnern nicht nur zum viertbevölkerungsreichsten US-Bundesstaat, sondern auch zu einem wohlhabenden und kosmopolitischen Zentrum gemacht. Eine Ausnahme bildet dabei nur der Nordwesten, der sogenannte Panhandle. Seine Bewohner sind als Patrioten bekannt und als konservative Waffennarren berüchtigt.

Florida ist über 170 300 km2 groß: Von Pensacola nach Key West erstreckt sich der Staat über eine Entfernung von rund 1342 km. Die Halbinsel, die von den geschmolzenen Eismassen der Eiszeit geformt wurde, bekam ihre charakteristische Landschaft vor etwa 6000 Jahren. Zahlreiche Flüsse und rund 30 000 kleine und große Seen prägen die Natur, deren höchster Punkt sich gerade einmal 103 m über den Meeresspiegel erhebt.

Je nach Jahreszeit bewegen sich die Touristenströme in unterschiedliche Richtungen. Die sogenannte Redneck Riviera rund um Pensacola ist ein Sommerferienziel und vor allem bei alteingesessenen Südstaatlern (rednecks) populär, denen die mondänen Abschnitte, etwa der als Goldküste bekannte Abschnitt zwischen Fort Pierce und Fort Lauderdale, nur wenig behagen. Die Westküste am Golf von Mexiko ist Anlaufpunkt für Pensionäre und junge Familien, die sich zwischen Cedar Key und Marco Island niedergelassen haben. Auch die Nordostküste zwischen Jacksonville und Cape Canaveral ist bei Familien beliebt.

Besucher aus Europa zieht es vor allem nach Zentralflorida zu den Vergnügungsparks und Attraktionen in Orlando, nach Miami, der exotischen Metropole des Landes, in das Naturschutzgebiet der Everglades sowie auf die Florida Keys. Auf den American Way of Life treffen Sie hier überall, genauso wie Sie dem alten, „echten“ Florida begegnen können. Wer es entdecken will, darf bei seiner Reise nie vergessen: Es lohnt sich, genau hinzusehen. Denn der Sunshine State ist mehr als die Summe seiner Klischees.

Praktische Hinweise

Anreise

Lufthansa fliegt täglich direkt Frankfurt–Miami. Andere Fluggesellschaften bieten Verbindungen mit Zwischenlandungen nach Miami, Fort Lauderdale, Fort Myers, Orlando und Tampa an. Die Flugzeit liegt zwischen neun und vierzehn Stunden.

Auskunft

Über die Servicenummer 0700 84748872 können Sie u. a. eine Liste mit Veranstaltern, Hotels und Mietwagenagenturen anfordern. Auskunft in Florida: Visit FloridaP.O. Box 1100Tallahassee1 850 4885607www.visitflorida.com

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Interstates 70 Meilen/h, auf Highways 55–65 Meilen/h, in der Stadt 30–35 Meilen/h. Für einige Straßen und Brücken wird Maut (toll) verlangt. Besonderheiten bei den Verkehrsregeln: An ampelgeregelten Kreuzungen dürfen Sie bei Rot rechts abbiegen (Ausnahmen sind ausgeschildert). Eine Kreuzung mit Stoppzeichen an allen Einmündungen regelt die Vorfahrt nach dem Prinzip: Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Auf mehrspurigen Straßen ist Rechtsüberholen gestattet. Wenn Schulbusse mit Warnblinklicht am Straßenrand halten, muss der Verkehr in beiden (!) Richtungen stoppen.

Die Maßeinheit für Benzin ist gallon; bleifrei = unleaded.

Bei Pannen hilft die AAA (American Automobile Association)1 800 2224357. Für Mitglieder von ADAC, TCS oder ÖAMTC ist der Service kostenlos.

Camping & Jugendherbergen

Schöne Campingplätze finden Sie in den State Parks. Nähere Informationen gibt es unter www.floridastateparks.org. Jugendherbergsbetten in AYH Youth Hostelswww.hiusa.org müssen im Voraus reserviert werden.

Diplomatische Vertretungen
Deutsches Generalkonsulat

Mo–Fr 8.30–11.30 UhrNorth Biscayne Boulevard1001 305 3580290short.travel/frd5

Österreichisches Konsulat

Mo–Fr 9–17 UhrHollywood Boulevard2445Hollywood1 945 9251100www.austrianconsulatemiami.com

Schweizer Konsulat

Mo–Fr 9–14 UhrBrickell Bay Drive825Miami1 305 3776700www.eda.admin.ch/eda/de

Einreise

Erforderlich ist der rote, maschinenlesbare Europa-Reisepass. Für neu ausgestellte Pässe sind ab Ende Oktober 2005 auch biometrische Daten vorgeschrieben, sonst ist ein Visum wie bei einem Aufenthalt über drei Monate erforderlich. Nach Oktober 2006 ausgestellte Reisepässe müssen als sogenannte E-Passports zusätzlich über biometrische Daten in Chipform verfügen. Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Seit Januar 2009 ist außerdem das elektronische Reisegenehmigungsverfahren ESTA Pflicht, das spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt online beantragt werden muss (https://esta.cbp.dhs.gov).

Geld, Banken & Kreditkarten

Banken (meist Mo–Do 10–15, Fr 10–17 Uhr) wechseln zwar kein Geld, lösen aber Reiseschecks ein und zahlen Bargeld über Kreditkarten aus. Wechselstuben gibt es auf Flughäfen und in Hotels. Das populärste Zahlungsmittel sind Kreditkarten. Mit europäischen Karten kann es – u. a. beim Tanken – zu Problemen kommen, wenn aus Sicherheitsgründen eine Postleitzahlabfrage verlangt wird. Akzeptiert werden auch Reiseschecks von American Express1 800 5284800 oder Visa1 800 8472911. Auch mit der ec-Karte können Sie an Automaten, die Maestro akzeptieren, Geld abheben.

Gesundheit

Die Notaufnahmen (emergency rooms, ER) der Krankenhäuser sind verpflichtet, alle Patienten zu behandeln. Von Ausländern verlangt man stets eine Kreditkarte. Schließen Sie unbedingt vorher eine Auslandskrankenversicherung ab!

Masseinheiten

1 mile = 1,61 km

1 gallon = 3,787 l

1 pound = 453,59 g

77 Grad Fahrenheit = 25 Grad Celsius

95 Grad Fahrenheit = 35 Grad Celsius

Damengrößen (Kleider): 4 = 34; 6 = 36; 8 = 38; 10 = 40; 12 = 42 etc.

Herrengrößen: 36 = 46; 38 = 48; 40 = 50 etc.

Mietwagen

Floridas Mietwagen sind günstig (ab 160 $ pro Woche, inkl. aller Kilometer = unlimited mileage). Telefonische Reservierung (innerhalb der USA kostenlos):

Avis1 800 3311212

Budget1 800 5270700

Dollar1 800 8004000

Hertz1 800 6543131

National1 800 3284567

Angebote in Europa schließen oft die in den USA teure Schadensversicherung (CDW) und zusätzlichen Haftpflichtschutz mit ein. Manche Verleiher bestehen auf einem Mindestalter von 25 Jahren.

Notruf

Kostenlose Rufnummer für Polizei und medizinische Notfälle: 911

Post

Postämter sind Mo–Fr 8.30–17, teils auch Sa 8.30–12 Uhr geöffnet. Ein Brief oder eine Postkarte nach Europa kostet 1,10 $.

Preise

In der Regel werden in den USA die Preise ohne Steuer genannt. Es kommen also noch 6 Prozent sales tax hinzu sowie bei Hotels und Restaurants eine unterschiedlich hohe tourist impact tax.

Strom

110 Volt/60 Hertz. Kleingeräte (Föhn, Rasierapparat) funktionieren mit Steckdosenadaptern.

Telefon & Handy

Zusätzlich zum Selbstwähldienst gibt es die Vermittlung (operator, zu erreichen über die 0). Sie stellt inneramerikanische R-Gespräche her und hilft beim Telefonieren mit US-Telefonkreditkarten. In Telefonzellen kostet ein Gespräch ca. 0,25 $, Hotels verlangen mehr. Beide sind teurer als die Tarife von Telefonkarten, die es an Kiosken, Tankstellen und in Supermärkten gibt (Preise pro Minute vergleichen!). Mithilfe einer Gratisnummer und eines Kartencodes können Sie von Privatanschlüssen auf diese Art bargeldlos telefonieren. In Münzfernsprechern sollte man diese Karten wegen der hohen zusätzlichen Vermittlungsgebühr nur bei Ferngesprächen benutzen.

In Amerika funktionieren nur deutsche Tri-Band-Handys.

Ferngespräche USA-intern: Vor der Vorwahl (area code) muss immer die 1 gewählt werden, gebührenfrei: area code 800 oder 888.

Gespräche nach Deutschland: Direktwahl 01149 (Österreich 01143, Schweiz 01141), dann die Ortsvorwahl ohne 0 und die Nummer. R-Gespräche und T-Card-Anrufe (bei der Telekom kostenlos zu erfragen) unter: 0800 2920049.

Vorwahl in die USA: 001

Trinkgeld

Kellner erwarten 15–20 Prozent vom Rechnungsbetrag. Nur in Touristenzentren ist das Trinkgeld (gratuity, tip) oft schon im Preis enthalten. Hotelgepäckträger (bell boys) rechnen mit mindestens 1 $ pro Gepäckstück.

Zeit

In Florida gilt Eastern Standard Time (MEZ –6 h), westlich der Linie Chattahoochee–Apalachicola Central Standard Time (MEZ –7 h). Sommerzeit ist vom zweiten März- bis zum ersten Novembersonntag.

Zoll

Bei Einreise in die USA sind zollfrei: 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren. Viele, vor allem frische Lebensmittel dürfen nicht eingeführt werden. In die EU zollfrei eingeführt werden dürfen: 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 50 g Parfüm oder 250 g Eau de Toilette und andere Artikel (ausgenommen Gold) im Gesamtwert von 430 Euro, bzw. 100 Franken für die Schweiz.

Die Einfuhr von Korallen und Alligatorleder (Gürtel, Taschen) nach Europa ist verboten.

Was kostet wie viel?

Espresso

3,50 Dollar in schönem Ambiente

Wein

13 Dollar ein Glas im Barton G.

Snack

11 Dollar Geflügelsalat im Bistro

Benzin

3,45 Dollar pro Gallone bleifrei

T-Shirt

24 Dollar mit dem rosafarbenen Florida-Flamingo

Taxi

32 Dollar von Miami Airport nach Miami Beach

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

New Year's Day

letzter Montag im Mai

Memorial Day

4. Juli

Independence Day

erster Montag im September

Labor Day

vierter Donnerstag im November

Thanksgiving

25. Dezember

Christmas Day

weitere Feiertage
dritter Montag im Januar

Martin Luther King Jr. Day

12. Februar

Abraham Lincoln's Birthday

dritter Montag im Februar

President's Day

Februar

Faschingsdienstag in der Panhandle-Region (Mardi Gras)

März/April

Karfreitag

zweiter Montag im Oktober

Columbus Day

erster Dienstag im November

Election Day

11. November

Veterans' Day

Feste & Veranstaltungen
Januar

Art Deco Weekend: Fest auf den Straßen und Plätzen im Art Deco District von Miami Beach mit Bands und Straßenkünstlern

Gasparilla Pirate Fest: aufwendige Straßenpartys in Tampa mit Umzügen und Feuerwerk zu Ehren des Piraten José Gaspar

Orange Bowl: traditionelles College-Footballendspiel mit großer Parade in Miami

Februar

Daytona 500: Höhepunkt der Rennsaison im Daytona International Speedway

Miami Film Festival im Gusman Theatre

Miami International Boat Show/Strictly Sail: Die mit über 1700 Ausstellern größte Bootsmesse der Welt findet in Miami Beach statt.

März

Bike Week: Für eine (laute) Woche fallen Zehntausende Biker aus allen Teilen der USA in Daytona Beach ein und stellen ihre besten Stücke zur Schau.

Calle Ocho Festival: Eine Woche lang feiern und tanzen ca. 1 Mio. Besucher in Miamis Stadtteil Little Havana zu Livemusik beim karibischen Karneval.

Spring Break: viel Wirbel beim jährlichen Studententreffen in Panama City Beach

April

Conch Republic Independence Celebration: einwöchige Party auf der Duval Street von Key West

Miami Fashion Week: Am Strand von South Beach zeigen internationale Modedesigner ihre neuesten Kreationen.

Siesta Fiesta: Essen, Musik und Handwerk auf der Sarasota vorgelagerten Insel Siesta Key am Golf von Mexiko

Sidewalk Art Festival: 200 Künstler stellen in Cedar Key aus.

Mai

Sunfest: fünf Tage lang Jazzkonzerte am Strand von West Palm Beach mit Kunstausstellungen

Juli

Hemingway Days: Eine Woche lang werden in Key West Leben und Werk des Literaten Ernest Hemingway gefeiert.

Underwater Music Festival: Event in Big Pine Key, das nur Taucher anspricht, denn die Musik erklingt unter Wasser.

September

Oktoberfest: Falls jemand Heimweh hat: In Orlando wird bayerische Gemütlichkeit auf Amerikanisch zelebriert.

Oktober

Fantasy Fest: Key West feiert die Geisternacht Halloween Ende Oktober eine Woche lang mit Karneval und ausgelassenen Partys.

November

Florida Seafood Festival: Austern und eine Parade verbreiten Karnevalsstimmung in Apalachicola.

Dezember

Christmas with Mickey: In Walt Disney World feiern Sie mit den Zeichentrickhelden unterm Weihnachtsbaum.

Winterfest Boat Parade auf dem Intracoastal Waterway von Fort Lauderdale

Art Basel Miami Beach: Ableger der Schweizer Art Basel in South Beach mit Ausstellungen und Partys

Im Trend

Greener!
Golf für Umweltbewusste

Die Golfresorts werden immer grüner: Wasser sparen, Biotope einrichten und heimische Gewächse anpflanzen gehört dazu. Vorreiter ist das Amelia Island Plantation ResortAmelia Islandwww.villasofameliaisland.com mit seinen Solar-Golfcarts. Der Grande Pines Golf ClubInternational Golf Club Road6351Orlandowww.marriottvacationclub.com fühlt sich ebenso in der Ökopflicht wie der The Ritz-Carlton Golf ClubCentral Florida Parkway4012Orlandowww.ritzcarlton.com. Hier spielt man mit gutem Gewissen!

Schlangenlinien
Carven mit Rädern

Drei Räder, ein Lenker und viel Schwung. So – nämlich in Schlangenlinien – bewegen sich die Trikker fort. First Coast TrikkesMayport Road510Atlantic Beachwww.firstcoasttrikkes.com verleiht die Geräte und bietet Einführungsstunden an. Trikkes gibt es auch bei Lisa's KajaksFort Piercewww.getoutsideanddosomething.com und Trikke TampaW Gandy Blvd.3311Tampa, die Trikke-Events und Ausflüge organisieren. Unter www.trikke-europe.com gibt es eine kleine Einweisung zur Vorbereitung.

North meets South
Latino-Hip-Hop

In Florida treffen Hip-Hop und Latino-Klänge aufeinander. Wie der Latin Rap klingt, zeigen Fly & Polzinowww.myspace.com/flyandpolzino aus Boca Raton. Clazeleowww.myspace.com/clazeleo haben die Exotik aus ihrer kubanischen Heimat mitgebracht. Beste Anlaufstelle für den Crossover ist das La CovachaNW 25th Street10730Miamiwww.lacovacha.com.

Tampa macht die Nacht
Ybor City

Miamis South Beachist legendär: Das Nachtleben brummt aber auch außerhalb der weltbekannten Metropole. In Tampas Ybor City wird gefeiert, als gäbe es kein Morgen. Am Wochenende wird das einst schmuddelige Stadtviertel rund um die 7th Avenue zur Fußgängerzone. Wo tagsüber Antiquitäten verkauft werden, drängen sich abends die Nachtschwärmer in den Bars, Bistros und Clubs. Livemusik und typische Südstaatenküche gibt es im Blues ShipEast 7th Avenue1910. Ybor City ist aber auch für seine Feste bekannt: Die italienischstämmigen Bewohner feiern im Frühjahr die Festa Italianawww.festaitalianatampa.com, die Knight Paradewww.knightparade.com findet im Februar statt. Oft genug enden die Paraden im legendären Gaspar's GrottoEast 7th Avenue1805. Weitere Feste unter www.ybor.org.

Sinnesfreuden
Hingucker

Miamizieht Kreative wie Genießer an. Kein Wunder also, dass hier Design und Kochkunst eine Beziehung eingehen, deren Ergebnis ein Fest für die Sinne ist. So hat Stardesigner Philippe Starck mit dem eleganten, Art-déco-inspirierten Interieur des Delano Hotel auch den funktional-schönen Stil der Umi Sushi & Sake BarDelano HotelCollins Avenue1685 unter Küchenchef Toshi Motoyama vorgegeben. TV-Köchin Paula Da Silva arbeitet in der halb offenen Küche des komplett durchgestylten 1500 Degreesim Eden Roc Renaissance Miami BeachCollins Avenue4525 von Morris Lapidus. Michelle Bernstein hat in der Küche des coolen Michy'sBiscayne Boulevard6927Miami das kulinarische Sagen.

Bloss nicht

Dinge falsch einschätzen

Oft werden in Florida die Entfernungen, die Intensität der Sonne und die Hartnäckigkeit der Insekten unterschätzt. Es empfiehlt sich deshalb, an Kopfbedeckung, Sonnen- und Insektenschutzmittel zu denken. Die Reise von Ort zu Ort lässt sich besser planen, wenn Sie beachten, dass eine Meile 1,6 km entspricht und der Verkehr bedeutend langsamer fließt als in Europa.

Nackt baden

Die einzigen Strände, an denen zumindest das Oben-ohne-Sonnenbaden geduldet wird, sind einige Strände in Miami Beach und in Key West. Sonst kann Ihnen beim Nacktbaden ein fettes Bußgeld drohen!

Gefahren im Meer unterschätzen

Achten Sie darauf, beim Tauchen den Korallenriffen nicht zu nahe zu kommen. Das Berühren und erst recht das Abbrechen stehen unter Strafe. Im Wasser droht eine weitere Gefahr. Als Portugiesische Galeeren bekannte Quallen (portuguese man-of-war), die wie violette Plastiktüten auf dem Wasser zu treiben scheinen, besitzen bis zu 50 m lange Tentakel. Ein Hautkontakt löst gefährliche Verbrennungen aus und kann zum Kreislaufschock führen. Bei Fieber oder Kopfschmerzen sollten Sie zum Arzt. Eine andere Gefahrenquelle: sich im Sand vergrabende Stachelrochen. Deren Stich mit dem Stachel ist äußerst schmerzhaft. Man sollte deshalb nicht im Wasser umherstaksen, sondern beim Gehen die Füße über den Boden schleifen, um dem Tier Gelegenheit zur Flucht zu geben.

Falsche Tickets kaufen

An Straßenecken und in Hallen der Motels in Orlando bieten fliegende Händler verbilligte Tickets für Disney World und Universal Studios an. Der Betrug: Die auf den Magnetstreifen erfassten und deshalb nicht ersichtlichen Eintrittsdaten sind längst verfallen.

Dem Jetlag nachgeben

Sie sollten sich nach der Ankunft in Florida nicht der Jetlag-Müdigkeit hingeben, sondern sich bis in den Abend hinein wachhalten. Als Jetlag bezeichnet man die Verzögerung, mit der sich der Körper auf den neuen Tag-Nacht-Rhythmus umstellt. An den Zeitunterschied von sechs Stunden gewöhnen Sie sich innerhalb von drei Tagen.

Mittags Tiere beobachten

Tierschutzgebiete wie die Everglades sollten Sie nicht um die Mittagszeit erforschen, denn Vögel und Alligatoren meiden die Hitze. Deshalb können Sie diese leichter am frühen Morgen oder späten Nachmittag beobachten.

Ohne Ausweis losgehen

Zumindest wenn Sie mit Kreditkarte bezahlen wollen, denn dann müssen Sie sich oft aus Sicherheitsgründen zusätzlich ausweisen können.

Stichworte

Architektur

Florida hat der Welt einige architektonische Besonderheiten geschenkt. Zu ihnen zählt der Art Deco District in Miami Beach. Er zeigt mit seiner gradlinigen, farbigen Gestaltung, dass man in Florida seit dem ersten Boom modern und mutig zugleich dachte. Das gilt auch für die spanischen Bauidealen nachempfundenen Häuser von Addison Mizner, der Palm Beach prägte. Während aufkommende oder künstliche Patina diesen durch und durch amerikanischen Stilen eine interessante Note gibt, entstehen schon die Denkmäler der Zukunft – von virtuosen Wolkenkratzern in der Brickell Avenue von Miami bis zu phantasievollen Resorthotels in Disney World. Tradition hat sich im Norden gehalten. Holzhäuser mit Veranden künden vom beschaulichen Leben der Plantagenbesitzer.

Fauna & Flora

Immer mehr Arten der einheimischen Tierwelt (fast 100 Säugetier-, 500 Vogel- und 700 Fischarten) werden in Florida von der scheinbar unaufhaltsam vordringenden Zivilisation bedroht. Von Florida-Panther, Spitzkrokodil und Seekuh (manatee) gibt es nur noch wenige Dutzend Exemplare, trotz aller Rettungsversuche liegt ihre Sterbe- weiter über ihrer Reproduktionsquote. Zahlreichen Vogelarten, darunter Ibis, Adler und Storch, fehlt zunehmend der Lebensraum. Meeresschildkröten, die an der Ostküste an Land kommen, um ihre Eier zu legen, werden von großen Aufgeboten besorgter Tierschützer rund um die Uhr „bewacht“, Alligatoren erfolgreich in Farmen gezüchtet. Einheimische Wildtiere sind meist nur noch in den National und State Parks in freier Wildbahn zu sehen. Floridas Themenparks spielen eine zunehmend wichtigere Rolle beim Artenschutz: Zwar werden ihre Delphin-Shows immer wieder von Tierschützern kritisiert, zugleich sind ihre Manatizucht- und Resozialisierungsprogramme durchaus erfolgreich. Eine weitere Bedrohung der einheimischen Tierwelt geht von den von ihren Besitzern ausgesetzten Exoten aus: So genehmigte Florida im Jahr 2010 erstmals eine offizielle Jagdsaison für Anakondas und afrikanische Pythons.

Ausgedehnte Wälder bedecken fast 30 Prozent der Fläche Floridas. Diese und die 30 000 Seen, die Everglades und zahlreiche kleinere Sumpfgebiete haben eine extrem artenreiche Pflanzenwelt hervorgebracht. Im Norden dominieren Kiefernwälder und dichtes Zwergeichengesträuch, im Süden und an den Küsten riesige Sumpfgebiete, die in Meernähe in undurchdringliche Mangrovenwälder auslaufen.

Zentralflorida ist das Hauptanbaugebiet für Orangen: 2012 konnten Floridas Produzenten 154 Mio. Kisten füllen. Orangen- und Zitrusbäume wurden im Übrigen importiert, ebenso wie die meisten der mehreren Hundert Palmenarten, die hier gedeihen.

Gay Community

Florida mit seinen lebensfrohen Städten, allen voran Miami Beach und Key West, ist schon lange ein beliebtes Reiseziel der Schwulenszene. Das bunte, weltoffene Leben zog bald auch Trendsetter wie Madonna und Gianni Versace, die sich hier Zweitwohnsitze zulegten, und die experimentierfreudige „Jeunesse dorée“ der internationalen Fashion- und Musikszene an. Sie machte beispielsweise South Beach zu einem Gravitationszentrum der zwischen Europa und den USA pendelnden Topkünstler und -galeristen. Doch während Floridas Zentren tolerant und liberal sind, geht es in den ländlichen Gegenden, vor allem im kulturell den alten Südstaaten näherstehenden Panhandle, konservativer zu. So werden gleichgeschlechtliche Ehen und ähnliche Lebensgemeinschaften politisch nicht anerkannt, obgleich es Umfragen zufolge für eine gesetzliche Anerkennung durchaus eine Mehrheit gäbe.

Hurrikane

Mit welcher Urgewalt die Natur zu Werke geht, zeigt sich in Florida, wenn ein hurricane zuschlägt. Die tropischen Wirbelstürme bilden sich in der Regenzeit zwischen Juni und Oktober in Tiefdruckgebieten über dem warmen Wasser der Karibik und ziehen von dort nach Norden. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h schlagen die Stürme auf ihrem Weg eine breite Schneise der Zerstörung. Die meisten Menschen verunglücken in der meterhohen Flutwelle, die den Sturm begleitet. Überall an der Küste gibt es Schutzunterkünfte und Evakuierungsstraßen in Richtung Inland. Warnungen werden frühzeitig über Fernsehen und Radio verbreitet.

Indianer

Die Ureinwohner Floridas kamen vor etwa 12 000 Jahren über die Beringstraße aus Asien ins Land und siedelten sich an den Küsten an. Ähnlich wie die Inkas errichteten sie Tempelbauten auf künstlichen Hügeln. Was heute am stärksten an sie erinnert, sind die geografischen Begriffe ihrer Sprache. Viele Indianer vom Stamm der Apalachee und der Timucua starben an eingeschleppten Krankheiten. Sklavenhändler lockten rund 12 000 Ureinwohner in die Gefangenschaft. Schon Ende des 16. Jhs. war ihre Zahl auf ein Viertel geschrumpft. Auch die aus Georgia eingewanderten Indianer vom Stamm der Oconee Creek wurden verfolgt. Zuerst 1817/18 im Rahmen einer Strafexpedition des Armeegenerals und späteren US-Präsidenten Andrew Jackson, dann 1835, als sie sich weigerten, in das Indianerterritorium Oklahoma umzusiedeln. Hunderte flohen in die sumpfigen Gebiete im Süden. 1970 erhielten ihre Nachfahren 16 Mio. $ Entschädigung für Land, das ihnen unter Bruch alter Verträge weggenommen worden war. Zwei Stämme sind übrig geblieben: Die 600 Miccosukee leben heute in Reservaten am Nordrand des Everglades National Park, die 2000 Seminolen in fünf Reservaten – u. a. in Big Cypress, in Brighton am Lake Okeechobee und in Hollywood.

Intracoastal Waterway

Boote gehören in Florida zum Lebensstil. Wo es die Wasserwege gestatten, werden sie wie Autos als Verkehrsmittel benutzt (wer es sich leisten kann, verfügt über eine private Anlegestelle). Das System einer teils durch Kanäle ergänzten natürlichen Wasserstraße von New Jersey im Norden bis Texas umringt Florida vollständig. Die Wortschöpfung intracoastal (innere Küste) beschreibt das Phänomen nicht ganz korrekt. Die Nehrungen und Barrier Islands, hinter denen sich die Segel-, Motor- und Fischerboote geschützt vor Wetter und Strömung bewegen, sind der eigentlichen Küste vorgelagert. Zahllose Ziehbrücken verbinden sie mit dem Festland: Kreuzungen, an denen Boote Vorfahrt vor den Autos haben.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist nach dem Tourismus die wichtigste Einnahmequelle des Staats. Ein knappes Drittel der Oberfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Etwas mehr als 40 000 Farmen nehmen jährlich 5–6 Mrd.$ ein. Ihre Zahl ist allerdings seit Jahren rückläufig. Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe satteln deshalb auf ländlichen Tourismus um. Angesichts dieser Entwicklung lockerten viele Counties Anfang 2010 ihre für kleinere Farmen geltenden Bestimmungen, sodass diese künftig B & Bs, Mikrobrauereien und Weinbau, die auch außerhalb der Anbauzeiten geöffnet bleiben und sich auf organischen Gartenbau konzentrieren, betreiben dürfen.

Noch vor dem Zweiten Weltkrieg basierte Floridas Landwirtschaft fast ausschließlich auf Viehzucht und dem Anbau von Zitrusfrüchen, Zuckerrohr, Erdbeeren und Tomaten. Inzwischen stammen gut zwei Drittel aller von Amerikanern verzehrten Zitrusfrüchte, vor allem Orangen, aus dem Sunshine State. 95 Prozent der Orangenproduktion geht in die Herstellung von Orangensaft, dem „Nationalgetränk“ Floridas. Daneben führt der Staat in der Produktion von Tomaten, Bohnen und Gurken. Die Viehzucht notierte im Jahr 2009 rund 1,7 Mio. Stück Vieh. Floridas Milchwirtschaft erzeugte über 1 Mrd. Liter Milch, die Geflügelfarmen setzten 400 Mio.$ um.

Manatis

Sticker mit dem Aufruf Save the manatees zur Rettung der Seekühe kleben an vielen Autos. Tatsächlich sind die bis zu 3 m langen und teils über 500 kg schweren Säugetiere akut vom Aussterben bedroht. Früher waren sie entlang der Küste zwischen North Carolina und Texas anzutreffen. Weil sie fast blind sind und dicht unter der Wasseroberfläche schwimmen, haben Umweltverschmutzung und Schifffahrt ihr Schicksal inzwischen (fast) besiegelt: Allein 50 Tiere werden jährlich von Schiffsschrauben getötet. Die letzten Manatis leben vor allem in den Mündungen von Crystal und Homosassa River. Verletzte Manatis werden in dafür eingerichteten Aquarien, wie dem Miami Seaquarium, gepflegt und rehabilitiert.

Musik

Salsa, Merengue, Latinopop, -jazz und Reggaeton: Lateinamerikas unwiderstehliche Rhythmen finden vor allem in Miami Beach und den karibisch geprägten Vierteln Miamis ein begeistertes Publikum. Nach Vorreitern wie Tito Puente und Celia Cruz war es vor allem Gloria Estefan und ihre Miami Sound Machine, die Miamis Musikszene ins internationale Rampenlicht rückte. Jenseits von Salsa & Son verkörpert noch ein anderer Musiker den entspannten Lebensstil im Süden Floridas: Jimmy Buffett, inzwischen weit über 60 und noch immer aktiv, spielt sich bis heute mit Wohlfühlsongs wie „Margaritaville“ und „Cheeseburger in Paradise“ in die Herzen von Einheimischen und Touristen gleichermaßen. Seit ein paar Jahren macht im Raum Miami im Übrigen eine neue Independent-Szene von sich reden. Profitierend von der weltweiten Aufmerksamkeit, die Miamis kreative Klasse mit Veranstaltungen wie der Art Basel Miami Beach auf sich zieht, haben sich junge Musiker wie Rachel Goodrich, Jacob Jeffries und Flo Rida jenseits der Latinoszene erfolgreich etabliert.

National Parks

Florida kämpft derzeit mit zahlreichen Umweltproblemen. Drei Themen stehen dabei im Fokus: die Verdrängung einheimischer Tier- und Pflanzenarten durch eingeführte Arten, die Küstenerosion durch Bevölkerungsdruck und Bauwut sowie die Rettung der Everglades vor einem immer durstigeren Florida. Dem Schutz der verbliebenen Wildnis kommt daher größte Bedeutung zu. In Florida hat der Kongress insgesamt 7000 km2 in drei Arealen unter absoluten Schutz gestellt: die Nationalparks Biscayne, Dry Tortugas und Everglades. Daneben gibt es zwei kleinere, National Preserves genannte Schutzzonen: Im Big Cypress National Preserve und im Timucuan Ecological & Historic Preserve sind bestimmte Aktivitäten, u. a. Jagen und Fischen, erlaubt. Hier wie dort bemüht sich der National Park Service, eine dem Innenministerium unterstehende Regierungsbehörde, mittels Besucherzentren, Infotafeln und geführten Touren, den Besucher für die Probleme dieser gefährdeten Biotope zu sensibilisieren. Dabei beschreitet er vor allem im Everglades National Park einen Weg, dessen PR-Freundlichkeit und – angebliche – Verharmlosung der Probleme von Umweltschützern heftig kritisiert wird. Hinzu kommen rund 160 von Florida betriebene State Parks in allen Regionen des Staats. Bei diesen handelt es sich allerdings weniger um Schutzgebiete als um öffentliche, multifunktionale Erholungsgebiete.

Politik & Gesetze

Typisch für die Südstaaten mit ihrer Tradition der Plantagen und schwarzen Sklaven ist, dass sich die weiße Mehrheit jahrzehntelang gegen die Aufhebung der Rassentrennung wehrte. Die setzte sich erst in den 1960er-Jahren durch. Bis dahin durften Schwarze in Bussen nur hinten sitzen, gingen auf separate öffentliche Toiletten und waren in vielen Schulen und Restaurants nicht zugelassen.

Die föderative Ordnung der USA garantiert den 50 Bundesstaaten große Gestaltungsspielräume, besonders im Erziehungswesen – trotz seines Wohlstands liegt Florida bei der Ausstattung der Schulen am Ende der inneramerikanischen Skala – und im Strafrecht. Im Sunshine State wird beispielsweise die Todesstrafe vollstreckt. Mit einigen Gesetzen werden auch Reisende konfrontiert. In Florida ist man erst mit 21 Jahren volljährig. Wer jünger aussieht, sollte stets seinen Reisepass mit sich führen – und auch damit rechnen, beim Besuch von Nachtclubs nach einer visual ID gefragt zu werden.

Strände

Florida bietet rund 3000 km Strand und im Süden die Möglichkeit, das ganze Jahr über im wohltemperierten Ozean zu schwimmen. An der Küste des Panhandle ist das Meer am ruhigsten. Weil er zu 99 Prozent aus über Jahrmillionen hinweg poliertem und gebleichtem Quarzkristall besteht, gilt er weithin als der weißeste der Welt. Je weiter Sie nach Süden kommen, desto rauer wird das Meer. Den stärksten Seegang und damit gute Möglichkeiten zum Surfen finden Sie am Atlantik.

Seit der Ölkatastrophe 2010 ist der schöne Schein vom perfekten Strand an manchen Stellen trügerisch: So sieht es beispielsweise die Regierung von Florida nicht gern, wenn Urlauber zwischen Pensacola und Panama City am Strand im Sand buddeln, denn hier ist die Gefahr, dass man nur wenige Handbreit tiefer auf Ölklumpen stößt, noch immer sehr groß.

Bücher & Filme

Tourist Season/Striptease

Ökoterroristen wollen den Tourismus in Florida zum Erliegen bringen. Der beste Roman von Carl Hiassen, Starkolumnist des „Miami Herald“ (2001)

Die Leiche kam mir sehr vertraut vor

Rassenkrawalle, Bandenkriege, Drogenhandel. Geschichten aus Miami von der Pulitzer-Preisträgerin und langjährigen Polizeireporterin Edna Buchanan (1994)

Straits of Fortune

Ein Fitnesstrainer lässt sich für viel Geld dazu bewegen, eine vor Miami Beach ankernde Yacht zu versenken. Die Leiche an Bord macht die Sache jedoch kompliziert. Krimi von Anthony Gagliano im Milieu der Reichen und Schönen von South Beach (nur auf Englisch, 2007)

Out of Time – Sein Gegner ist die Zeit

Noir-Thriller von 2003 um einen Kleinstadtpolizisten im fiktiven Banyan Key (eigentlich: Boca Grande), der zwischen allen Stühlen sitzt; mit Denzel Washington und Eva Mendes

Monster

Die tragische Geschichte einer Prostituierten aus Daytona Beach, die zur Serienmörderin wird; mit Christina Ricci und Charlize Theron, die für die Rolle ihren ersten Oscar erhielt (2004)

Fakten

Einwohner
13.464.530
Strom
120 V, 60 Hz
Hauptstadt
Tallahassee
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
07:55 Uhr
Zeitverschiebung
-6 h (zu MESZ)
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