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Bodensee

Check-in

Also steht man da an Deck und schaut. Die Fähre brummt von Meersburg nach Konstanz, die Sonne steht hoch am Himmel, und das Wasser glitzert so grell, dass man gar nicht herabsehen mag. Also schaut man in die Ferne. Es kann nicht schaden, sich dabei an der Reling festzuhalten. Nicht weil das Schiff so schaukelt, sondern weil das, was sich da vor dem Passagier ausbreitet, umwerfend schön ist: die im Westen und Süden aufragenden Alpengipfel und über Friedrichshafen der Zeppelin.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Die mittelalterliche Lindauer Altstadt liegt auf einer Insel im Bodensee, auf die eine Brücke und ein Bahndamm führen. An der Hafeneinfahrt begrüßen der Neue Leuchtturm und der Löwe die Schiffe.…
Mit rund 1,2 Mio. Besuchern im Jahr ist die Mainau die größte und bekannteste Tourismusattraktion am Bodensee. 1853 erwarb sie Großherzog Friedrich I. als Sommersitz und gründete den Rosengarten,…
Der abends leuchtende Kubus steht gegenüber vom Hafen. Viele der jährlich 70.000 Besucher kommen gar nicht wegen seines Inhalts, sondern wegen der Verpackung: Das 1997 eröffnete Ausstellungshaus…
In der ehemaligen Benediktinerabtei befindet sich die bedeutende Stiftsbibliothek mit mehr als 150.000 Bänden, die bis ins 5. Jh. zurückdatieren. Darunter befinden sich wahre Kostbarkeiten, die im…
Das Viertel im Herzen der Altstadt rund um die zweitürmigen Stiftskirche St. Gallus und Otmar (Ersterer, ein irischer Mönch, soll 612 dort eine Einsiedelei gegründet haben, aus der die Stadt…
Direkt neben dem Flughafen Friedrichshafen vermittelt das 2009 eröffnete Museum in Form eines Hangars Einblick in 100 Jahre Luft- und Raumfahrtgeschichte. Claude Dornier gilt als einer der Pioniere…
Die Pfahlbauten sind die Hauptattraktion in Unteruhldingen. Im ältesten Freilichtmuseum Europas wurden zwanzig Häuser in Pfahlbauweise aus der Zeit zwischen etwa 4000 und 850 v. Chr. nachgebaut.
Die Schlucht, eine der größten Europas, ist durch Wanderwege gut erschlossen. Vom Ort aus ist der Weg in einer Stunde zu schaffen. Er führt an schroffen Felswänden und einem tosenden Bergbach…
In Konstanz ist im Unterschied zu vielen anderen Orten nahezu das gesamte Seeufer öffentlich zugänglich. Von der Innenstadt führt der Weg über die alte Rheinbrücke immer am Ufer entlang vorbei am…
Zu einem der Klassiker unter den Ausflügen in die Berge zählt eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Säntis (2500 m), der südlich von Arbon liegt. In 10 Min. schwebt man in der Panoramakabine von der…
Während der Eintritt zum großen Seenachtfest (seenacht fest2020.de) im August in Konstanz an der Abendkasse 21 Euro kostet, betrittst du das gleiche Wasser-Land-Luft-Spektakel am gleichen Abend auf…

Reisezeit

Januar
mäßig
2°C
Februar
mäßig
4°C
März
mittel
9°C
April
mittel
14°C
Mai
gut
19°C
Juni
sehr gut
22°C
Juli
sehr gut
24°C
August
sehr gut
23°C
September
gut
20°C
Oktober
mittel
13°C
November
mäßig
7°C
Dezember
mäßig
3°C

Die beste Reisezeit für Bodensee sind die Monate Juni, Juli und August. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 23° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Juni und Juli mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 2° Celsius bei 10 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 13° Celsius und die Nachttemperatur bei 5° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 11 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Juni und Juli.

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Entdecke den Bodensee

Der dort unermüdlich seine Runden dreht, damit man nicht vergisst, dass es Friedrichshafen auch noch gibt. Denn anders als Kons(ch)tanz oder Meersburg oder Stein am Rhein kann die Industriestadt nicht mit verwinkelten Altstädtchen locken, in denen Mittelalterlichkeit so wuselig zu entdecken ist, dass man sich wahrlich auf historischem Boden wähnt. Friedrichshafen hat’s eher mit der Luftfahrt – Dornier, Zeppelin, Maybach, alles einst buchstäblich aufstrebende Menschen, deren Erbe in eindrucksvollen Museen und modernen Unternehmen bewahrt wird.

Der Name des Sees

So unterschiedlich wie die Städte am Ufer sind auch die Menschen: Hier leben Badener und Bayern, Schwaben und Vorarlberger, Thurgauer und Sankt Galler. Etwas mehr als 273 km misst das Ufer, an dem sich diese Völkerscharen tummeln. Zusammenfassend nennt man sie Bodenseeanrainer, ein Ungetüm von Herkunftsbezeichnung, das leider das einzige ist, das sie nomenklatorisch vereint. Die ersten Anrainer zogen schon vor mehr als zehntausend Jahren ans Ufer. Vom steinzeitlichen Leben künden unter anderem die weltberühmten Pfahlbauten in Unteruhldingen. Später rückten die Römer an, denen das Uferleben den Weinbau verdankt. Sie nannten den See noch „lacus brigantinus“ – Bregenzer See. Im Mittelalter setzte sich das heute kleine, damals aber bedeutende Bodman in Szene, weil mancher Kaiser dort gerne Ferien machte. „Lacus podamicus“ hieß das Gewässer irgendwann, von wo der Weg zum Bodensee nicht mehr weit war.

Geschichte ist nicht immer lustig

Überhaupt, das Mittelalter: Damals war der See der Nabel der Welt. Die Benediktineräbte auf der Reichenau galten als so gelehrt, dass sie als Berater der Kaiser fungierten und die Geschicke Europas lenkten. Die prachtvollen Handschriften, die in der zugigen Schreibstube im Münster entstanden, waren Topseller an den Fürstenhöfen. Das Kloster St. Gallen wurde über Jahrhunderte hinweg als klerikaler Musterbetrieb bewundert, und in Konstanz fand 1414–18 das berühmte Konzil statt: Man wählte einen neuen und ausnahmsweise mal alleinigen Papst, füllte die Kassen der Zuhälter, schichtete den einen oder anderen Scheiterhaufen auf und freute sich am Ende, ein bisschen Ruhe in das Kirchenimperium gebracht zu haben. Zumindest vorübergehend. Das klingt böse, aber Vergangenheit ist nicht immer lustig. Das wissen nur wenige so gut wie der streitbare Schriftsteller Martin Walser, der am See sein Zuhause hat, oder der Künstler Peter Lenk, der auch kein Blatt vor seinem Mund und Feigenblätter vor seinen Skulpturen schon gar nicht duldet.

Die Sonne erwärmt die Bodenseeseele

Am See leben die Menschen anders als im Rest der anrainernden Republiken. Wir haben für diese Lebensart leider nur eine südeuropäische Vokabel – mediterran. Sie steht für Wärme und Lebensfreude. Sie strahlt aus den Anrainern mit dem Beginn des Frühlings. Dann hebt sich der Winternebel, und auf den Feldern blühen die Obstbäume. Alles, was Beine und Fahrräder hat, verlagert das Leben ins Freie. Diese Idylle hat natürlich ihren Preis, vornehmlich auf dem Immobilien- und dem Übernachtungsmarkt. Dafür liegt alles dicht beieinander, nur wenige Minuten trennen Surfkurs und Gipfelglück. Mancherorts ist die Hölle los ist – und gleich nebenan gar nichts. Denn hier liegen stille Natur- und Vogelschutzgebiete in direkter Nachbarschaft lebendiger Metropölchen.

Anrainer in Feierlaune

Insgesamt gibt es etwa 4 Mio. Anrainer. Gelegentlich werden dir rund um den See Schilder begegnen, auf denen von einer „Vierländer-Region“ die Rede ist. Neben Österreich, der Schweiz und Deutschland zählt noch das uferlose Liechtenstein dazu. Und wie sich das für eine gute Nachbarschaft gehört, werden fleißig Animositäten gepflegt. Man ächzt zum Beispiel in D wortreich unter den derzeit kaufkräftigen Nachbarn aus CH, weil sie den Konstanzern alle Parkplätze wegschnappen und wegen ihrer Ausfuhrpapiere so nervige Schlangen an den Kassen erzeugen. Außerdem wäre plötzlich alles so teuer. Die Schweizer wiederum wundern sich über das Ächzen, wo sie doch so viel Kohle ins Nachbarland schaufeln und so weiter ... Am Ende ziehen sie aber an einem Strang. Und kümmern sich um Gewässer- und Umweltschutz sowie um einen gemeinsamen Kulturraum. Denn ein weiterer Reichtum der Menschen am See ist das riesige Angebot an Museen, Theatern, Ausstellungen, Konzerten und Festen: Irgendwo ist immer was los. Oder du setzt dich in aller Ruhe in eine Strandbar, einen kühlen Weißwein im Glas, und staunst über den Sonnenuntergang, der da hinten zwischen den Hügeln abbrennt. Er taucht das Land in ein ganz eigenes Licht, lässt das Seewasser glühen und macht die Menschen leicht. Also sitzt man da und trinkt und schaut.

Gut zu wissen

Anreise

Der Bodensee ist aus allen Richtungen über Autobahnen gut erreichbar. Aus Deutschland erschließt die A81 den Westen, östlich in Richtung Lindau kommt die A 96. Auf Schweizer Seite erschließen die Autobahnen 13, 1, 7 und 4 die Region.

Die Anreise mit der Bahn erweist sich als umständlich, da keine Seestadt über einen ICE-Halt verfügt. Man erreicht das Wasser deswegen nur mit Bummelzügen. Auch rund um den See geht’s auf Schienen nur langsam voran: Von Konstanz nach Lindau z. B. benötigt die Bahn fast 2 Stunden.
Preislich unschlagbar, komfortabel inklusive WLAN an Bord und eine echte Alternative zur Bahn, die den See etwas links liegen lässt: Die Bodensee-Städte sind mittlerweile bestens ins europaweite Busnetz eingeflochten. Zum Beispiel Konstanz, Friedrichshafen, Lindau, aber auch Bregenz werden täglich mehrmals von den knallgrünen Flixbus-Linern (flixbus.de) angesteuert. Ebenso Zürich und andere Schweizer Städte.

Friedrichshafen wird von der Lufthansa via Frankfurt angeflogen und hat zudem einige Direktverbindungen zu anderen deutschen Städten. Nächster internationaler Flughafen ist Zürich (Bahnverbindung nach Konstanz).

Auskunft

Internationale Bodensee Tourismus GmbH | Hafenstr. 6 | 78462 Konstanz | Tel. 07531 90 94 30 | bodensee.eu

Auf bodenseeferien.de sind mit wenigen Mausklicks Informationen zu einzelnen Gemeinden und besonderen Interessengebieten abrufbar; auf bodenseemuseen.org werden alle Museen der Region präsentiert.

Klima & Reisezeit

Die Urlaubssaison beginnt am Bodensee an den Pfingsttagen, bei schönem Wetter schon an Ostern. Je nach Wetter dauert sie bis Oktober. Am See ist es generell wärmer als an den meisten anderen Orten Deutschlands. Allerdings kann es auch mal länger regnen. Im Herbst und Winter hat der Bodensee eine eigene Atmosphäre, geprägt von Nebel und Ruhe. Stürme können unangenehm stark werden und vor allem auf dem Obersee spürbare Wellen erzeugen. Im Winter ist dicker Dauerschnee selten.

Zoll

In der Grenzregion Bodensee muss man an den Übergängen wie auch im Hinterland mit überraschenden Personenkontrollen rechnen. Auch wenn zwischen den EU-Staaten Deutschland und Österreich die Grenzstellen nicht mehr besetzt sind, sollte der Personalausweis in der Tasche sein. Das Nicht- EU-Mitglied Schweiz gehört zwar zum Schengen-Raum, doch abgeschafft sind nur die Personenkontrollen an der Grenze. Der Warenverkehr wird vom Zoll weiter beobachtet.

Innerhalb der EU muss die eingeführte Warenmenge dem Eigenbedarf entsprechen, der Warenwert darf 300 Franken nicht überschreiten. Von der Schweiz nach Deutschland darf man zollfrei einführen z. B. 5 l Wein oder 1 l Spirituosen bzw. alkoholische Getränke über 18 % Vol., 250 Zigaretten.

Auto

In Österreich sind Autobahnen und Schnellstraßen gebührenpflichtig. Die Vignette („Pickerl“) ist in Vorarlberg auf der Rheintal-Autobahn (A 14) und der Arlberg-Schnellstraße (S 16) Pflicht. Für Urlauber gibt es eine Zehntagesvignette (9,20 Euro), eine Zweimonatsvignette (26,80 Euro) und die Jahresvignette (89,20 Euro). Höchstgeschwindigkeiten: innerorts 50 km/ h, Landstraße 100km/h, Autobahn 130 km/h (22–5 Uhr 110 km/h). Promillegrenze: 0,5.

Die Autobahnen in der Schweiz sind gebührenpflichtig. Die Vignette gilt ein Jahr und kostet 40 Franken. Wer nur wenig in die Schweiz will, kann auf die Landstraßen ausweichen. Höchstgeschwindigkeiten: innerorts 50km/h, Landstraße 80km/h, Autobahn 120 km/h. Promillegrenze: 0,5.
Die Vignetten kannst du an den Grenzen, an Tankstellen und bei Automobilclubs kaufen.

Autofähren

Die Bodensee-Schiffsbetriebe (bsb.de) fahren auf der Linie Friedrichshafen–Romanshorn. Für die Strecke von 12,5 km benötigt die Fähre 45 Minuten (ganzjährig im Stundentakt, nachts kein Betrieb).

Die Fährlinie Konstanz–Meersburg wird von den Konstanzer Stadtwerken (stadtwerke-konstanz.de) betrieben: Die 4,5 km lange Überfahrt dauert etwa eine Viertelstunde. Bis zu sechs Fähren pendeln hin und her. In Spitzenzeiten fahren sie im Dauerbetrieb und sogar nachts durchgehend im Stundentakt. Auf der Tabor“ kann man zudem dem Kapitän durch den verglasten Führerstand über die Schulter schauen.

Öffentliche Verkehrsmittel

70 öffentliche Transportunternehmen mit einem Streckennetz von insgesamt 7000 km bieten das Bodensee-Ticket an. Es gilt für Bus, Bahn und Fähre, auch grenzüberschreitend. Das erschlossene Gebiet reicht vom Rheinfall bis an den Arlberg, von Aulendorf bis Bad Ragaz und ist in vier Zonen aufgeteilt. Die Tageskarte kann für eine Zone (18,50 Euro) oder für alle Zonen (26 Euro) gelöst werden. bodensee-ticket.com

Telefon

Die nationalen Vorwahlen lauten: Deutschland +49 | Schweiz +41 | Österreich +43. In der Schweiz gibt es keine Ortsvorwahlen, d.h., es muss immer die ganze, in der Regel neunstellige Nummer gewählt werden.

Erlebnis- & Vorteilskarten

Mit der Bodensee-Erlebniskarte stehen dir die Türen von über 160 Attraktionen und Sehenswürdigkeiten am See offen – ohne dafür noch einmal zu zahlen. Die Karte ist durchaus empfehlenswert, denn bei den z. T. hohen Eintrittspreisen hat sie sich bereits nach ein paar Ausflügen gerechnet. Es gibt eine Karte für die Sommersaison (April–Okt.) und eine „Winterkarte“ für die übrige Zeit.

Dann wird’s ein bisschen kompliziert, denn die Sommer-Erlebniskarte gibt es in drei Ausführungen: für Landratten ohne Schifffahrt, für Seebären inklusive der Weißen Flotte und für Sparfüchse, bei der allerdings einige große Attraktionen nur einen Preisabschlag von 30 Prozent einräumen. Der Haken: Die Insel Mainau als Topziel macht nicht mit und gewährt nur bei der Sparfuchsversion den üblichen Abschlag. Grund für das komplizierte System sind Streitigkeiten der Tourismusbetriebe.

Die Karte für Landratten kostet für 3, 7 oder 14 Tage: 41, 56 und 67 Euro, die Seebärenversion 74, 99 und 144 Euro und die Sparfuchsvariante 61, 84 und 134 Euro. Die Winterkarte ist nur für die ganze Saison erhältlich, beinhaltet aber auch nur 60 Attraktionen, Kostenpunkt 39 Euro. Erhältlich sind die Karten bei den Touristinfos und bei vielen Attraktionen, bei Hotels, Ferienwohnungsvermietern oder online: boden see.eu/de/darum-buchen/bek
Neu im Kartendschungel ist die Echt-Bodensee-Card, die du bei teilnehmenden Gastgebern erhältst und die ebenfalls ein ÖPNV-Angebot sowie zahlreiche Vergünstigungen inkludiert. echt-bodensee.de

Die Ostschweiz hat mit der Oskar-Karte ein ähnliches Produkt entwickelt. Es gibt sie ab zwei Übernachtungen in einer der teilnehmenden Unterkünfte, sie kostet 10 Franken pro Tag und bietet zahlreiche Inklusivleistungen wie Personennahverkehr, Museen, Schifffahrt etc. oskar-ferien.ch

Preise & Währung

Der Bodensee ist ein relativ teures Reiseziel, allerdings variieren die Preise sehr stark. Wer seinen Kaffee direkt am See trinken möchte, muss tiefer in die Tasche greifen als im Hinterland. Die Preise in der Schweiz sind noch ein ganzes Stück höher.

In der Schweiz kannst du eigentlich überall mit Euro bezahlen (es kann aber passieren, dass man nur Scheine nimmt und du das Wechselgeld in Franken erhältst), ebenso nimmt man im deutschen und österreichischen Grenzgebiet allerorts Franken.

Camping

Die Ausstattung der über 60 Campingplätze rund um den See reicht von einfach bis komfortabel. Einen Überblick kannst du dir unter bodenseeferien.de verschaffen. Ein Buchtipp für „Landyachting“-Kapitäne ist der Wohnmobil-Tourguide „Die schönsten Routen am Bodensee“ von Gaby Gölz. Besonders umweltfreundlich sind die mit dem Label „Ecocamping“ ausgezeichneten Plätze. Die Idee für den ökologisch orientierten Betrieb eines Campingplatzes ging von einem kleinen Unternehmen in Konstanz aus. Inzwischen gibt es zehn zertifizierte Plätze am Bodensee. ecocamping.net

Notrufe

Deutschland: Polizei110 | Feuerwehr 112

Österreich: Polizei133 | Feuerwehr 122 | Rettung144

Schweiz: Polizei117 | Feuerwehr118 | Rettung144

Events, Feste & mehr

Nationale Feiertage

1. August

Nationalfeiertag Schweiz 

3. Oktober

Tag der deutschen Einheit

26. Oktober

Staatsfeiertag Österreich

Veranstaltungen

April

Mit dem Markusfest auf der Reichenau beginnen drei Inselfeiertage. reichenau-tourismus.de

Mai

Internationales Bodenseefestival: Klassische Musik, Kunst und Film über vier Wochen an vielen Orten rund um den See. bodenseefetival.de

Juni

Ab Lindau umrunden Hunderte Segelboote den See auf der Regatta Rund um in ca. 24 Stunden. lsc.de

Bei der Langen Nacht der Bodenseegärten öffnen private und öffentliche Gärtner ihre grünen Oasen, es gibt Konzerte, Verköstigungen etc. (Zweiter Teil im Sept.). bodenseegaerten.eu

Juni/Juli

Konstanzer Flohmarkt: Es kommen bis zu 60 000 Besucher. flohmarkt-konstanz.de

Juli

Seehasenfest in Friedrichshafen: viertägiges Heimatfest in der Monatsmitte mit Feuerwerk. seehasenfest.de

Bregenzer Festspiele: Beim zehntägigen Kulturufer Friedrichshafen gibt es ab Monatsende in zwei Zirkuszelten Musik und Theater. kulturufer.de

August

Seenachtfest/Fantastical Konstanz/Kreuzlingen am 2. Samstag mit Feuerwerk

Slow up: An einem Sonntag gehören 30 km Straßen Radlern. slowup.ch

September

Drei Tage Bodensee-Weinfest in Meersburg.

Dezember

Stimmungsvolle Weihnachtsmärkte: z. B. die „Märlistadt“ in Stein am Rhein und die Hafenweihnacht in Lindau

 

Bloss nicht!

Baden und Schwaben verwechseln

Trotz eines Einigbundeslandes sind sich Badener und Schwaben nicht gerne einig. So spricht der Badener nie vom „Schwäbischen Meer“. Sein Nachbar schon. Ganz logisch ist es für den badischen Konstanzer dagegen, dass es auf Englisch „Lake Constance“ und auf Französisch „Lac du Constance“ heißt.

Die Sturmwarnungen ignorieren

Unwetter können heftig werden. Was auf dich zukommt, signalisieren die orangen Leuchten am Ufer. Eine Starkwindwarnung kündigt die Stärken 6–8 an: Das Licht blinkt ca. 40-mal pro Minute. Bei einer Sturmwarnung siehst du es ca. 90-mal, dann fegt eine stürmische 8 und mehr übers Wasser.

Auf dem Gas bleiben

Denn in der Schweiz langen sie bei Geschwindigkeitsübertretungen ordentlich zu. Wenn du innerorts 11 Stundenkilometer zu flott unterwegs bist, hast du rund 250 Euro auf der Rechnung. Rase lieber außerorts, dort kostet das gleiche Vergehen nur noch läppische 160 Euro.

Grimmig hinterm Steuer sitzen

Denn entlang der Straßen rund um den See wird geblitzt wie vor der Oscar-Verleihung. Und da wäre es doch schade, wenn du auf dem Foto kein fröhliches Gesicht machst. Einen Dresscode gibt es allerdings nicht.

Die Picknickdecke vergessen

Ob wandernd, mit dem Auto, radelnd oder paddelnd: Unverhofft entdeckst du ein schönes Eckchen am Ufer und bist womöglich nicht in der Lage, es dir dort gemütlich zu machen. Sehr ärgerlich! Auch eine Badehose im Ausflugsgepäck kann aus denselben Gründen niemals schaden.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Ein fliehendes Pferd

Zwei alte Schulfreunde begegnen sich nach Jahren in einem Strandbad am Bodensee wieder. Die beiden unterschiedlichen Typen haben ihre Frauen dabei, die Ereignisse – eine Art Paartanz überkreuz – nehmen ihren Lauf. Roman von Martin Walser; in der Verfilmung von Rainer Kaufmann brillieren Ulrich Tukur, Ulrich Noethen, Katja Riemann und Petra Schmidt-Schaller (2007, DVD

Geschichten vom Bodensee

Das Taschenbuch erlaubt einen ersten literarischen Blick über den See. Lyrik und Prosa von Walser, Hesse, Droste-Hülshoff und vielen anderen. Hg.: Johannes Winter (2012)

Filme

Ein fliehendes Pferd

Zwei alte Schulfreunde begegnen sich nach Jahren in einem Strandbad am Bodensee wieder. Die beiden unterschiedlichen Typen haben ihre Frauen dabei, die Ereignisse – eine Art Paartanz überkreuz – nehmen ihren Lauf. Roman von Martin Walser; in der Verfilmung von Rainer Kaufmann brillieren Ulrich Tukur, Ulrich Noethen, Katja Riemann und Petra Schmidt-Schaller (2007, DVD)

Sternenfänger

Eine Clique erlebt – 26 Folgen lang – am Bodensee einen Sommer zwischen Abschied von der Jugend und Aufbruch ins vermeintliche Leben. Das soapartige Gefühlschaos der jungen Protagonisten ist zeitlos repräsentativ. Wunderbar: eine blutjunge Nora Tschirner und ein noch völlig unramponierter Oliver Pocher (2002, DVD)

12-22 °C
8 h/Tag
16 °C

Fakten

Fläche 536 km²
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 18:30 Uhr

Anreise

2h 49min
3h 57min
50min
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