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Amrum - Föhr

Check-in

„Wie Träume liegen die Inseln im Nebel auf dem Meer“ – so beschrieb der Dichter Theodor Storm den Blick auf die Halligen. Ganz anders bei klarer Luft, dann erscheinen sie gestochen scharf, zum Greifen nah. So dicht beieinander liegen die Inseln und sind doch so verschieden: Nordstrand – fast noch Festland, Pellworm – die Häuser hinterm Deich, die Halligen – winzig zum Teil, verloren im Meer, Amrum – Dünen, breiter Strand, Föhr – blühende Wiesen, bildhübsche Friesendörfer.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Friesisch-gemütliches Café mit schöner Terrasse. 1872 wurde hier, so wird behauptet, der erste "Pharisäer" getrunken.
Wer sich ein wenig für (Heimat-)Geschichte interessiert, muss unbedingt einen Blick ins Friesenmuseum werfen.
Das klingende Highlight und die eigentliche Attraktion dieser Kirche ist die Arp-Schnitger-Orgel – das einzige erhaltene Instrument des berühmten Orgelbauers in Schleswig-Holstein. Bei den regelm…
Der an manchen Stellen fast 1500 m breite Kniepsand hat in Norddorf Normalmaß: nur wenige Schritte und man ist am Meer.
Das Museum zeigt eine beeindruckende Sammlung nordeuropäischer Malerei von 1830 bis 1930 zum Thema Meer und Küste.
Das Wahrzeichen der Insel ist einschließlich der Düne 66 m hoch. 1875 wurde er in Betrieb genommen. Vom Rundbalkon bietet sich ein herrlicher Blick auf die Insel.
Dieser entzückende Ort ist ein wenig die Kleinausgabe von Keitum.
Nieblum ist mit seinen vielen alten Häusern und dem "Friesendom" Stankt Johannis aus dem 13. Jh. wohl das schönste der elf Dörfer auf Föhr.
Der Parkplatz „Deichparkplatz Dunsum“ ist Ausgangspunkt für Wattwanderungen. Es gibt verschiedene Touren. Diese müssen vorher telefonisch vereinbart werden. Vor längeren Wattwanderungen ohne…
St. Laurentii ist die Gemeindekirche für alle Dörfer im Inselwesten. Der romanische Granitbau wurde Anfang des 13. Jh. mit Backsteinen erweitert. Drinnen sind der geschnitzte Altar von 1430 und die…

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Mittendrin: Urlaub im Weltnaturerbe Wattenmeer

Viele Touristen sind genauso glühende Lokalpatrioten wie die Insulaner selbst und lassen auf „ihre“ Insel nichts kommen: Föhr-Fans schwören auf einen gemütlichen Dorfbummel, verträumte Stunden im Café mit Meerblick und eine Radtour oder einen ausgiebigen Marsch durch die Marsch. Eingefleischte Amrum-Urlauber lieben die Dünenlandschaft „ihrer“ Insel – für sie geht nichts über einen Strandtag auf dem Kniepsand oder einen langen Spaziergang am Flutsaum. Pellworm- und Nordstrand- Liebhaber freuen sich aufs Wattwandern und aufs Radfahren am Deich und durch die Felder, während für Hallig- Freunde das unmittelbare Erleben der Natur auf der Urlaubsagenda an erster Stelle steht. Einig aber sind sich alle Inselurlauber in einem: Ferien ohne Wattenmeer, ohne Nordsee sind keine Ferien. Das – zumindest auf Föhr und Amrum – vielfältige kulturelle Angebot ist eine willkommene Abwechslung bei so viel Naturerlebnis.

Die Urgewalt des Meeres

Für Abwechslung geologischer Art sorgt seit Urzeiten die Nordsee. Erst seit rund 500 Jahren besitzen die Inseln und Halligen ihre heutige Gestalt. Wind und Meer modellieren weiter an ihrer Form, genauso wie sie das Wattenmeer selbst unablässig umgestalten. Was u. a. daran zu beobachten ist, dass ein- bis zweimal im Jahr die Pricken – junge Birken, die die Fahrrinnen für die Fähren und Ausflugsschiffe markieren – umgesetzt werden müssen. Die Geestrücken von Föhr, Amrum und Sylt bestehen aus Geröll und Gestein, das eiszeitliche Gletscher vor sich herschoben – der allmähliche Anstieg des Meeresspiegels schuf dann die drei Inseln, die seit ca. 2000 Jahren vom Festland getrennt sind. 1362 entstand durch die katastrophale Marcellusflut die Insel Strand. 1634 schlug die Burchardiflut zu und zerriss sie – das Ergebnis sind Pellworm und Nordstrand. Beide Inseln liegen großenteils unter dem Meeresspiegel – ohne Deiche würden das Meer sie verschlingen. Auch Föhr und Amrum sähen ohne teilweise Eindeichung ganz alt aus.

Holländer, Walfänger und Auswanderer

Von der Mitte des 17. Jhs. bis ins frühe 19. Jh. war die Seefahrt die Haupterwerbsquelle der bis dahin bettelarmen Insulaner, vor allem der Walfang. Zu verdanken war das den Holländern. Die brauchten gute Seeleute und Harpuniere, um im nördlichen Eismeer Wale und Robben zu jagen, und fanden sie auf den Nordfriesischen Inseln. Über alle Meere fuhren die Inselfriesen in dieser Zeit und verdienten so viel, dass die Historiker vom „goldenen Zeitalter“ sprechen. Die enge Beziehung zu den Holländern dokumentieren noch heute die blau-weiß gekachelten Wände in den alten Friesenhäusern.

Anfang des 19. Jhs. brachten die Napoleonischen Kriege die Handelsschifffahrt zum Erliegen, viele Inselfriesen gerieten in wirtschaftliche Not und wanderten nach Amerika aus. Als dann die Inseln nach dem deutsch-dänischen Krieg 1864 an Preußen fielen, folgten ihnen noch mehr Insulaner, von denen viele in New York hängen blieben. Deswegen haben etliche Inselfriesen bis heute eine enge, auch familiäre Verbindung mit dem Big Apple.

Von Deichschafen und Badegästen

Landwirtschaft spielt – sieht man von Amrum ab – auf den Inseln seit der Eindeichung eine wichtige Rolle, Hauptdarsteller dabei ist das Schaf. Es liefert Fleisch und Wolle und ist auch im Inselschutz tätig: Auf den Deichen hält es das Gras kurz und tritt den Boden fest. Ab Anfang des 19. Jhs. erschlossen sich die findigen Inselfriesen allmählich eine neue Einkommensquelle: den „Badebetrieb“. Zuerst kamen Maler und Schriftsteller, ließen sich von den Wellen der Nordsee und dem weiten Himmel über den Inseln inspirieren. Bald erkannten Ärzte den Wert des insularen Nordseeklimas für die Gesundheit – Föhr errichtete 1819 in Wyk das erste Badehaus. Mitte des 19. Jhs. machte Dänemarks König Christian VIII. mehrmals Sommerurlaub in Wyk, was der neuen Branche einen Schub gab.

Bloss nicht wie Sylt werden

Heute sind aus Fremdenzimmern, die einst nach dem Motto „Kuh raus, Kurgast rein“ entstanden, längst Ferienapartments und -häuser geworden. Hotels werden renoviert oder neu gebaut, weil immer mehr Gäste Kurzurlaub machen, ganzjährig angelockt durch spezielle Angebote, kulturelle und sportliche Events. Und so sind die Inseln auf gutem Weg, Sylt als „Lieblingsinsel der Deutschen“ den Rang abzulaufen: Abgeschreckt von deren Menschenmassen und Autoschlangen im Sommer wenden sich immer mehr Stammgäste und potenzielle Ferienhauskäufer Föhr und Amrum zu. Man spricht schon von einer drohenden „Syltifizierung“. Ob es so weit kommt, darf bezweifelt werden. Noch jedenfalls findest du auch auf Föhr und Amrum Natur pur und Ruhe, so viel du willst.

Gut zu wissen

Anreise

Bahn

Föhr und Amrum: Von März bis Oktober und in den Winterferien sind Kurswagen der Bahn aus vielen deutschen Städten bis Dagebüll-Mole unterwegs, wo die Fähren zu den beiden Inseln ablegen. Ab Niebüll verkehrt zudem die „Marschenbahn“ der NEG – auch außerhalb der o. g. Saison – bis Dagebüll.

Nordstrand und Pellworm: Bahn bis Husum; vom Bahnhof fährt mehrmals täglich der Bus nach Nordstrand und dort bis zum Anleger Strucklahnungshörn (im Bahnticket inbegriffen) zur Fähre nach Pellworm.

Langeneß, Hooge: Bahn bis Bredstedt, von dort mit dem Bus bis zum Fährhafen Schlüttsiel. Auch zwischen Schlüttsiel und Dagebüll-Mole fährt ein Bus.

Auto

Amrum, Föhr, Langeneß, Hooge, Oland: A 7 bis Flensburg-Handewitt, dann auf der B 199 über Leck nach Dagebüll. Die letzten 13 km führen durch die Köge. In Schlüttsiel legt die Fähre nach Hooge, Langeneß und Amrum ab. Von Dagebüll geht es per Fähre nach Föhr und Amrum. Festlandsstation des privaten Lorendamms nach Oland ist ebenfalls Dagebüll. Nordstrand erreicht man von Husum über Hattstedt (B 5) oder über Schobüll in etwa 20 Min.

Kurz vor dem Fähranleger in Dagebüll liegt der Inselparkplatz mit 2500 Stellplätzen, dem Parkcenter mit Bistro und Fahrkartenausgabe und kostenlosem Shuttlebus zur Fähre. Reservierung nicht möglich! 1.–7. Tag 7,50 Euro/24 Std., 8.–12. Tag 6,50 Euro/24 Std., 13.–30. Tag kostenlos; Garagenplatz zzgl. 1,50 Euro/Tag | inselparkplatz.de

Auskunft vor Ort

Föhr: Inselweites Servicetelefon | Tel. 04681 3 00 | foehr.de

Auskunftsstellen: W.D.R.-Gebäude am Hafen | Föhr to Huus (Hafenstr. 44, direkt hinterm Strand) mit Souvenirshop; im Aquaföhr (Stockmannsweg 1); im Dörpshus (Poststrat 2 | Nieblum); im Haus des Gastes (Klaf 2 | Utersum)

Amrum: Amrum-Touristik im W.D.R.- Gebäude am Fähranleger (Wittdün | Tel. 04682 9 40 30 | amrum.de); im Haus des Gastes (Hööwjaat 1 a | Nebel); an der Hüttmanwiese (Ual Saarepswai 7 | Norddorf)

Auskunft für Pellworm: Touristinformation Uthlandestr. 2 | Tel. 04844 1 89 40 | pellworm.de

Auskunft für Nordstrand: Kurverwaltung | Schulweg 4 | Tel. 04842 454 | nordstrand.de

Auskunft für Hooge: Touristikbüro | Hanswarft 1 | Tel. 04849 91 00 | hooge.de

Auskunft für Langeneß/Oland: Tourismusbüro | Ketelswarf 1 | Tel. 04684 2 17 | langeness.de

Geld

Amrum und Föhr sind mit Geldautomaten recht gut ausgestattet. Pellworm hat zwei, Nordstrand nur einen. Auf Hooge und Langeneß kann man während der Banköffnungszeiten am EC-Cash-Terminal Bargeld abheben. Auf Gröde gibt es keine Zahlstelle, auf Oland nur eine Poststelle. Achtung: Trotz Corona muss man in vielen Lokalen und Läden bar bezahlen statt mit EC-Karte. Es empfiehlt sich also, immer genug Bargeld dabeizuhaben. Kreditkarten werden selten akzeptiert.

Fährverbindungen

Die Wyker Dampfschiffs-Reederei, kurz W.D.R., betreibt die Fährlinien Dagebüll–Föhr–Amrum und Schlüttsiel– Hooge–Langeneß–Amrum. Von Dagebüll nach Föhr (50 Min.) und Amrum (90 Min., über Föhr 2 Std.) gibt es im Sommer bis zu 14 bzw. acht Abfahrten täglich, von Schlüttsiel nach Hooge (1 Std. 15 Min.) und Langeneß (1 Std. 45 Min.) täglich zwei, nach Amrum (2 Std. 45 Min.) eine.

Hin- und Rückfahrt Dagebüll–Föhr kosten für Erwachsene 14,40 Euro, nach Amrum 20,20 Euro, von Schlüttsiel zu den Halligen 15,80 Euro, Kinder (6–14 Jahre) jeweils die Hälfte. PKW werden nach Länge abgerechnet (so kostet z. B. ein VW Golf nach Föhr und zurück ca. 97 Euro, nach Amrum ca. 112 Euro). Wenn du eine Rundreise machen oder einen Zwischenstopp einlegen möchtest, wird es billiger, wenn du es vor Reiseantritt so buchst. Wyker Dampfschiffs- Reederei (W.D.R.) | Am Fähranleger 1 | Wyk | KFZ-Buchungen online auf faehre.de oder unter Tel. 04681 8 00 (tgl. 8–18 Uhr)

Die Neue Pellwormer Dampfschifffahrts- GmbH ist für die Fährverbindung zwischen Nordstrand (Strucklahnungshörn) und Pellworm zuständig (35 Min.). Im Sommer verkehrt die Fähre fünf- bis sechsmal täglich. Für Hin- und Rückfahrt zahlen Erwachsene 13,50 Euro, Kinder (6–14 Jahre) die Hälfte – inkl. Bustransfer vom Anleger auf Pellworm bis zum Kurzentrum und wieder zurück –, ein PKW (4300 mm Länge wie VW Golf) kostet 98,90 Euro. Neue Pellwormer Dampfschifffahrts- GmbH | Am Tiefwasseranleger 1 | Pellworm | Tel. 04844 7 53 | KFZ-Buchungen unter faehre-pellworm.de

Die KFZ-Plätze auf den Fähren sind im Sommer, zum Jahreswechsel und in den Ferienzeiten oft schon früh ausgebucht. Also rechtzeitig reservieren! Bei Sturm und Eisgang verkehren die Fähren nicht. Bei starkem Ostwind und/oder Nipptide (starkem Niedrigwasser) kann es ab und an sein, dass die Schiffe – vor allem vor Amrum – auf Grund laufen. Sobald die Flut kommt, geht’s weiter … Bei „Land unter“ werden die Halligen nicht angelaufen.

Internet & WLAN

Die Netzabdeckung ist auf den Inseln und Halligen überall gut. WLAN gibt es auf den Fähren der W.D.R., in vielen Hotels und Ferienhäusern und in einigen Gaststätten – vor allem in solchen für ein jüngeres Publikum. Und auch auf einem Teil des Sandwalls in Wyk kann man Hotspots nutzen.

Kleidung

Auch in den Sommerurlaub solltest du Pullover, Strickjacke und Regenjacke mitnehmen – ein Schauer kommt so schnell, wie er wieder verschwindet. Unverzichtbar sind auch Sonnenbrille, -hut und -creme mit hohem LSF.

Klima

Der Golfstrom und das nicht sehr tiefe Wattenmeer sorgen für ein relativ mildes Klima. Im Vergleich zum Festland gibt es mehr Sonnenstunden, und im Winter ist es wärmer. Ein wenig Wind weht immer, das ist der Grund dafür, dass ganztägiger Regen selten ist, ebenso wie komplett schwül-heiße Tage. Auch wenn die ganz Harten zu Weihnachten oder Neujahr in die Nordsee hüpfen: Badesaison ist für „Otto Normalschwimmer“ von Mitte Juni bis Mitte September. Die Nordsee wird zwar kaum einmal wärmer als 18 Grad, kann aber dort, wo das Wasser besonders flach ist, durchaus schon mal über 20 Grad erreichen.

Kurabgabe

Mit Gästekarte bekommst du fast überall Ermäßigungen; die Preisangaben in diesem Reiseführer gelten alle für Gästekarteninhaber. Wer auf den Inseln nächtigt, zahlt die Abgabe ohnehin mit der Unterkunft und bekommt die Karte vom Gastgeber. Die Abgabe schwankt je nach Gemeinde und Saison und beträgt maximal 2,60 Euro pro Tag und Person, mitreisende Kinder bis 18 Jahre frei.

Öffnungszeiten

Die Öffnungs- und Küchenzeiten der Restaurants variieren: Die Küchenzeiten liegen mittags maximal zwischen 11.30 und 14 Uhr, abends zwischen 17 und 22 Uhr. Nur wenige Lokale sind durchgehend geöffnet. Das gilt für alle Inseln, auf Föhr ist die Situation besser. In der Vor- und Nachsaison werden die Küchenzeiten oftmals flexibel gehandhabt, und auch die in diesem Band angegebenen Ruhetage beziehen sich meist auf diese Zeit. Zwischen Mitte Mai und Mitte Sept. ist dagegen fast überall jeden Tag Betrieb. Oftmals öffnen Restaurants und Geschäfte wieder vom (ca.) 20. Dez. bis 6. Jan. und zur Biike. Dann und in der Sommersaison ist der Andrang groß, und es empfiehlt sich, einen Tisch zu reservieren.

Viele Geschäfte sind während der Hochsaison, in der Weihnachtszeit und zur Biike oft auch sonntags geöffnet. Im Rest des Jahres lassen einige Läden am Montag und/oder am Mittwochnachmittag ihre Türen verschlossen.

Schiffsausflüge

Von April bis Oktober bringen dich Ausflugsschiffe regelmäßig zu den Inseln in und den Orten am Wattenmeer. Außerdem werden Krabbenfangfahrten, Ausflüge zu den Seehundsbänken, Insel-Hopping- Touren usw. angeboten: Die Schiffe der Adler-Reederei (adlerschiffe.de) legen in Strucklahnungshörn (Nordstrand) ab, in Pellworm starten die „Nordfriesland“ (faehrepellworm.de) und die „Gebrüder“ (Gebrüder Hellmann | Tel. 04844 320). Die historischen Ewer „Ronja“ (pfahlewer.de) und „Labor Sanitas“ (laborsanitas.de) sowie die „Hauke Haien“ (wattenmeerfahrten.de) fahren u. a. ab Wyk, die „Eilun“ (eilun.de) ab Wittdün. Es gibt auch eine Art Linienverkehr zwischen den Inseln: Der Katamaran „Rüm Hart“ fährt Mo–Sa (Juni–Sept. auch So) um 10.15 Uhr von Wyk nach Wittdün. Auch Dagebüll, Sylt, Hooge und Langeneß steuert das schnelle Schiff an. Ab Wittdün fährt die „Adler Cat“ sogar nach Helgoland. Auf den Inseln hat man 3–5 Stunden Aufenthalt. Fahrpläne unter adler-schiffe.de.

Wattwanderungen

Es ist Niedrigwasser, und du willst nur mal eben ein paar Meter vom Strand oder vom Deich ins Watt hineingehen. Sei vorsichtig, denn die Flut kommt still und leise! Vor der Küste, im weiten Meer – denn auf dessen Boden läufst du ja gerade herum – unterschätzt man Entfernungen leicht. Man geht und sucht im Schlick nach Muscheln – und findet sich plötzlich hundert Meter vom Strand entfernt oder zwischen zwei Prielen wieder.

Mietwagen

Man soll ja auf den Inseln nicht mit dem Auto fahren. Zu Recht und unbedingt. Aber wer z. B. mit dem Zug anreist und seine Ferienwohnung mit Getränkekisten & Co. versorgen muss, kann sich auf Föhr für den Großeinkauf einen Wagen (ab 40 Euro/24 Std.) mieten: Autovermietung Föhr (Gartenstr. 19 | Wyk | Tel. 04681 58 00 72 | autovermietung-foehr.de), Alkersumer Autovermietung (Kirchweg 13 | Alkersum | Tel. 04681 89 81 | mitbrarenfahren.de), FöhrCar.de (Klaf 2 | Utersum | Tel. 04683 9 63 85 56 | föhrcar.de).

Auch auf Amrum und Pellworm kannst du dir über die Touristinfos für 39 Euro ein kleines E-Auto mieten; Ladestationen gibt es ausreichend.

Camping

– Föhr: Es gibt keinen Camping-, aber einen sehr schönen Wohnmobilstellplatz in Utersum (wohnmobile-foehr.de), nur 300 m vom Strand entfernt. – Amrum: Der Campingplatz Amrum (amrum-camping.de) mitten in den Dünen vermietet auch Wohnwagen und hat eine FKK-Abteilung.

– Pellworm: Auf dem kleinen Platz Wattenmeercamping Pellworm (wattenmeerhaus-pellworm.de) ist das Frühstück im Café Rosengarten zubuchbar.

– Nordstrand: Der Platz Margarethenruh (camping-nordstrand.de) liegt nahe bei Engel-Mühle. Der Platz im Elisabeth-Sophien-Koog (nordstrandcamping.de) vermietet auch Wohnwagen, und man kann in knuffigen, sogar relativ komfortablen „Campingfässern“ nächtigen.

Inselrundfahrten

– Föhr: Eine gute Möglichkeit, die Insel kennenzulernen, ist eine maximal 2,5-stündige Rundfahrt durch fast alle Dörfer und zu vielen Sehenswürdigkeiten mit dem Friesenexpress (März Do, Sa 13.30, Anfang–Mitte Nov. u. 27. Dez.–4. Jan. tgl. 13.30, April–Okt. tgl. 10.15 u. 13.30 Uhr | Fahrt 15 Euro | ab Parkplatz am Aquaföhr | foehr.xyz).

– Amrum: Mit Paul und Paula (April– Okt., Abfahrtszeiten auf den Hinweistafeln in den Inseldörfern | Fahrt 12,50 Euro | ab Wittdün 3-mal tgl., ab Nebel und Norddorf Di, Do, Sa, So einmal tgl. | amrumer-inselbahn.de), den blau-weißen Inselbahnen, siehst du jeden Inselort. Paul ist ein als Lok „verkleidetes“ Auto mit zwei Waggons, das dich in 70 Minuten mit 25 km/h über Amrum kutschiert. Und es gibt Paula: einen roten Doppeldeckerbus, der/die ein klein wenig schneller ist.

– Pellworm: 1,5-stündige Rundfahrt mit dem Bus (April–Okt. tgl. 13.45 Uhr | Fahrt 9 Euro); Start und Ziel ist das Schifffahrtsmuseum im alten Hafen.

Kinderbetreuung

– Föhr: Märchenstunden am Strand, Gute-Nacht-Geschichten auf dem Sandwall, Basteln mit Meeresfunden, kindgerechte Wattführungen und, und, und: Alle Angebote der Kurverwaltungen sind im Veranstaltungskalender „Was ist los auf Föhr?“ aufgeführt. Eine Anlaufstelle dafür ist der Treffpunkt Urlauberseelsorge (Sandwall 38 | Wyk | treffpunkt-wyk.de). Für Kids von 5 bis 14 Jahren ist die Kinder-Uni Föhr (Ende Juni–Anf. Sept. | kinderuni-foehr.de) mit ihren Vorlesungen und Expeditionen superspannend. Themen waren bisher u. a. „Die wilde Erde: Über Wetter und Stürme“, „Was ist los auf unserem Biohof?“, „Was geht ab an Bord?“, „Müll im Meer“.

– Amrum: Das Lollypop in Norddorf am Strand, die Räuberhöhle in Nebel, die Schatzkiste im Amrum-Badeland – in den Veranstaltungsräumen der Amrum- Touristik werden Kinder ab 3 Jahren regelmäßig professionell betreut, können basteln oder die Zirkusschule besuchen. Alle Veranstaltungen in „Amrum aktuell“.

– Pellworm: In der Pellwormer Kinnerstuv (April–Okt. Di, Do 15–18 Uhr | 2 Euro/Std. zzgl. Materialkosten | Wattenmeerhaus) können Kinder von 3 bis 12 Jahren drinnen und draußen spielen, basteln und feiern. Infos in „Pellworm heute“.

– Nordstrand: Es gibt viele Angebote der Kurverwaltung, wie Kinderwattwanderungen, Spiel- und Bastelnachmittage. Termine im Veranstaltungskalender.

Drachen

Jede Insel hat eigene Bestimmungen für die Nutzung von Lenkdrachen, die es bei der jeweiligen Tourismusinfo gibt. Die Strand- und Deichabschnitte, an denen du deinen Drachen steigen lassen darfst, sind extra ausgewiesen. In Brut- und Schutzgebieten dürfen grundsätzlich nur Vögel fliegen.

Events, Feste & mehr

Veranstaltungen

1. Januar

Neujahrsschwimmen (Wyk): Hartgesottene tauchen in die kalte Nordsee, während die Zuschauer Punsch trinken.

21. Februar

Biike-Brennen: Uralter Friesenbrauch und immaterielles Weltkulturerbe, bei dem der Winter mit Feuern ausgetrieben wird.

April/ Mai

Ringelganstage auf den Halligen und Pellworm: Zehntausende Ringelgänse rasten jährlich auf den Salzwiesen der Halligen. ringelganstage.de

21. Juni

Sonnwendfeier (Amrum): Feuer am Strand, Musik, Grills und Drinks

Juli/ August

Hooger Schleusenfest (Hallig Hooge) mit der inoffiziellen deutschen Meisterschaft im Optimistensegeln

Pellwormer Hafenfest (Pellworm)

Jazz goes Föhr (Föhr): Fünf Tage Jazz vom Feinsten. jazzgoesfoehr.de

Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals (Föhr): In den Kirchen St. Johannis und St. Nicolai, im Museum Kunst der Westküste und sogar auf einer Fähre. shmf.de

August/ September

Wyker Hafenfest: Mit über 60 Ständen, Biergarten, Straßenkünstlern, Livemusik

Molenfest (Amrum): In Steenodde mit Musik und Papierbootregatta

Oktober

Jahrmarkt (Wyk): Vier Tage lang wird die Gründung des Hafens gefeiert.

Dezember

Weihnachtsmarkt (Wyk) im Friesenmuseum vom 6.–8. Dez.

Ütj to kenknen (Föhr): Verkleidete (Kenkner) ziehen von Haus zu Haus und wünschen singend ein gutes neues Jahr.

Silvesterparty (Wyk): Rund um Hafen und Sandwall, mit Buden und Musik.

Bloss nicht!

Möwen füttern

Hast du die Möwen erst mal angefüttert, umkreisen sie dich, und es kommen immer neue! Die großen Vögel sind dabei äußerst dreist, erschrecken beim Tiefflug vor allem Kinder – und sie kacken die Promenaden voll.

Rücksichtslos radeln

Die Inseln sind extrem fahrradfreundlich. Fahr darum nur auf ausgewiesenen Wegen und klingel Fußgänger nicht zur Seite. Auch Radler, die nebeneinander die Straße für sich einehmen, ziehen oft berechtigten Ärger auf sich.

Hunde von der Leine lassen

Es gilt so gut wie überall Leinenzwang! Die Inseln sind wichtige Brut- und Rückzugsgebiete für Vögel, auch am Strand. Schafe und Lämmer geraten, wenn ihnen ein frei laufender Hund begegnet, schnell in Panik und können sich deswegen verletzen. Fürs Hundetoben gibt es Freilaufflächen und Hundestrände.

Friesenwälle besteigen

Viele Grundstücke sind von niedrigen Feldsteinwällen eingefasst, u. a. als Windschutz. Biite nicht draufsetzen oder herumturnen. Es könnte sich ein Stein lockern und der instabile Wall beim nächsten stärkeren Regen einstürzen.

Plattdüütsch sprechen wollen

1. heißt das „Platt snacken“ und 2. muss man das können. Mit einem „Moin“ machst du nichts falsch, alle darüber hinausgehenden Versuche werden eher belächelt – es sei denn, du snackst de Spraak as de Lüüd op de Insels. Alln’s kloor?

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Inselstolz

Knud Knudsen ist Wattpostbote, Merle und Malin Dell Missier sind Schülerinnen, Katja Just ist von München auf die Hallig gezogen: 25 Inselbewohner erzählen von ihrem Leben mit und in der Nordsee. Georg Waldherr und Uwe Bahn haben’s aufgeschrieben (2013).

200 x Badesaison - Seebad Wyk auf Föhr 1819 bis 2019

Der Katalog zum 200. Jubiläum des Seebads Wyk ist ein dickes, reich bebildertes Schmökervergnügen geworden.

Filme

Einmal Hallig und zurück

Frustrierte Klatschreporterin (Anke Engelke) trifft auf kantig-kauzigen Vogelwart (Charly Hübner): Komödie von Hermine Huntgeburth vor dem ernsten Hintergrund der Umweltzerstörung – und natürlich mit Happy End (2016).

Mörder auf Amrum

Winter im Watt, Nebel in Nebel, die Insel schläft – und trotzdem gibt es gleich zehn Tote in 90 Minuten. Ein skurriler Inselkrimi von Markus Imboden mit Hinnerk Schönemann und Thomas Thieme (2010).

12-17 °C
8 h/Tag
13 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 22:08 Uhr

Anreise

8h 31min
9h 55min
1h 15min
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