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Reiseführer
Vogtland

Ist erwähnt in Reiseführer:

Über das „achte Weltwunder“ in den klingenden Musik- und stillen Bäderwinkel reisen

Die sanftwellige Landschaft hält manche Perle bereit: im thüringischen Teil den Landschaftspark von Greiz mit einem eigenwillig geformten See und im sächsischen die Vogtländische Schweiz mit den Tälern der Weißen Elster und der Trieb.

Flüsse und Bäche haben sich im Vogtland meist tief in die Täler eingeschnitten, gewaltige Brücken waren erforderlich, sie zu überspannen. Zwischen Greiz und Mylau schwingt sich die größte aus Ziegelsteinen erbaute Eisenbahnbrücke der Welt über das Tal der Göltzsch, die lange Zeit den Beinamen „das achte Weltwunder“ trug. Im Musikwinkel mit Klingenthal, Markneukirchen, Schöneck und weiteren anderthalb Dutzend Ortschaften können Gäste Instrumentenbauern in ihren Werkstätten über die Schulter schauen. Ihre Fingerfertigkeit stellten sie mit spielbaren Miniaturgeigen unter Beweis, von denen mehrere auf einer Handfläche Platz finden. Zu sehen sind sie im Markneukirchener Musikinstrumentenmuseum.

An warmen Sommertagen kommen Tausende an die Stauseen Pirk und Pöhl. Wassersportler tummeln sich auf und im Wasser, der Wind bläht die weißen Segel der Jollen, auch am Ufer wird tüchtig Sport getrieben, kleine Fahrgastschiffe kreuzen auf der blauen Fläche, aber es gibt auch viele Ecken, in denen blumengeschmückte Wiesen eine beschauliche Atmosphäre verbreiten.

Im Winter dagegen, wenn der Schnee stiebt, locken die verschneiten Hänge des Aschberggebietes und die dunklen Fichtenwälder um Schöneck, Schnarrtanne und Beerheide mit weißer Pracht. Wer sich im Sommer beim Baden und im Winter beim Skifahren erkältet, kann gleich weiterfahren in den stillen Bäderwinkel nach Bad Elster oder Bad Brambach, den beiden traditionsreichen sächsischen Staatsbädern, die unzähligen Kranken schon Linderung oder Heilung brachten.