
Reiseführer Nizza - Antibes, Cannes, Monaco

- Reiseführer
- Europa
- Frankreich
- Nizza - Antibes, Cannes, Monaco
Nizza ist bunt wie ein Regenbogen: blau die Bucht, rot die Dächer, ockergelb die Häuser und kunterbunt die Märkte. Das mediterrane Licht lässt die Farben intensiver leuchten als anderswo – und das an über 300 Sonnentagen im Jahr. Marktbesuche, Wellenrauschen auf den Kieseln, laue Abende in den Altstadtbars – in Nizza schwebt man durch den Tag.
Tradition und Moderne
Nizza ist weltoffen, jung und dynamisch. Rund 343 000 Menschen leben hier; die Hälfte von ihnen sind unter 40.Das Leben in der Stadt ist ein buntes Gemisch aus Einheimischen, Zugezogenen und Touristen, aus Flaneuren und Joggern, Familien und Studenten. Kontrastreich ist das Angebot, mit dem Nizza dich überraschen wird: Restaurants im traditionellen provenzalischen Stil neben moderner, experimenteller Küche; Museen mit Werken aus vergangenen Epochen neben junger, innovativer Kunst; schicke Strandbars neben öffentlichen Stränden mit bunten Sonnenschirmen. Und auch wirtschaftlich ist die Region um Nizza von Bedeutung: Sie lebt in erster Linie vom Tourismus. Außerdem ist Nizza Universitäts- und Kongressstadt und mit dem Techpark Sophia Antipolis – das mit über 2500 Unternehmen als das Silicon Valley Frankreichs gilt – ist die Informationstechnologie der Hauptwirtschaftszweig des Departements.
Ein Klima zum Verlieben
Morgens Küste, mittags Berge – warum eigentlich nicht? Die Seealpen ragen direkt hinter Nizza in den Himmel; vor der Küste leuchtet in hellem Türkis das Meer. Nizza liegt in einer Region, die von der Natur großzügig bedacht ist. Unschlagbar ist das Klima hier im südöstlichsten Zipfel Frankreichs: warme Sommer und milde Winter mit einer Durchschnittstemperatur von zehn Grad, ohne dass es dabei trist und grau wäre. Die Pflanzen machen einfach keine Pause: Mimosen, Orangen und Zitronen im Winter; Oleander, üppige, rosafarbene Bougainvilleen und Lavendel im Sommer – in Nizza blüht es immer!
Geschichte
350 vor Chr.
Gründung der Stadt Nikaïa, benannt nach der griechischen Siegesgöttin Nike
1388
Die Grafschaft Nizza wird Teil des Herzogtums Savoyen
1860
Volksentscheid: Nizzas Einwohner entscheiden sich für den Anschluss an Frankreich
1944
Befreiung Nizzas von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg
1965
Jacques Médecin wird fünf Mal in Folge zum Bürgermeister Nizzas gewählt und dominiert bis 1990 das politische Leben
2000
In Nizza treffen sich die Staats- und Regierungschefs zum EU-Gipfel. Am 11.Dez. beschließen sie den Vertrag von Nizza, der Änderungen des EU-Vertrags enthält
2016
Bei einem Attentat auf der Promenade des Anglais am 14.Juli werden 86 Menschen getötet
2019
Inbetriebnahme einer dritten Straßenbahnlinie: Das innerstädtische Tram-Netz ist fertig
2020
Bei den Kommunalwahlen wird Bürgermeister Christian Estrosi, ein Republikaner wie z. B. Nicolas Sarkozy, in seinem Amt bestätigt
Nizzas Schicksalsjahr
Aber drehen wir die Uhr noch einmal zurück: Im 4.Jh. v. Chr. kamen die Griechen und legten am Fuß der Colline du Château ihren Handelsstützpunkt Nikaïa an. Drei Jahrhunderte später gründeten die Römer in den Hügeln ihre Siedlung Cemenelum – dort, wo heute das Stadtviertel Cimiez liegt. Sie wurde neun Jahrhunderte später zugunsten von Nikaïa aufgegeben. Im 10.Jh. übernahmen die Grafen der Provence die Stadt. Ab dem 14.Jh. war Nizza im Besitz von Savoyen und blieb es, mit wenigen Unterbrechungen, nahezu fünf Jahrhunderte lang. Bis 1860 – da musste die Bevölkerung ein für alle Mal abstimmen, zu wem sie gehören wollte: Beschlossen wurde die Angliederung Nizzas an Frankreich.
Der Winter naht
Die ersten, die kamen und sich in die Côte d’Azur verliebten, waren Engländer und Russen auf der Flucht vor den kalten Wintermonaten. Mit ihnen kamen Geld und Adel in die Stadt: Paläste, Kirchen, Promenaden – die Gäste aus dem Norden verwandelten das kleine Hafenstädtchen in eine mondäne Stadt, berühmt über die Grenzen Frankreichs hinaus. Russische Adelsfamilien und wohlhabende Geschäftsleute verewigten sich durch den Bau herrschaftlicher Residenzen. Seite an Seite stehen sie heute mit barocken Bauwerken und Palästen im Belle-Époque- und Art-déco-Stil. Bedenkt man, dass Nizza im Jahr 1860 kaum mehr als 40 000 Ew. zählte, ist es umso erstaunlicher, welcher architektonische Reichtum im 19.Jh. hier entstanden ist.
Nizzas Wahrzeichen
Auch die Promenade des Anglais ist, wie der Name schon verrät, einem Engländer zu verdanken: Lewis Way beschloss, den schmalen Kiesweg in einen befestigten Gehweg umzubauen, und so wurde die Promenade ab Mitte des 19.Jhs. ein Ort des Sehens und Gesehenwerdens. Die „Prom“ ist bis heute das Wahrzeichen Nizzas. Doch es sind nicht mehr nur Fußgänger, die die Promenade der Engländer bevölkern: Auf sechs Fahrspuren drängt sich oft dichter Autoverkehr entlang der Küste. Am 14.Juli 2016 wurde die Unbeschwertheit der Promenade tief erschüttert. Seit dem Attentat, bei dem 86 Menschen ihr Leben verloren, trägt sie den inoffiziellen Beinamen Promenade des Anges, „Promenade der Engel“. Das Leben ist inzwischen dorthin zurückgekehrt, aber der Gedanke an den Anschlag wird für immer mit der Promenade verbunden sein. Doch dieses Leben spielt sich natürlich nicht nur auf Nizzas Prachtstraße ab: Auch in der Altstadt, rund um die Place Masséna und die Avenue Jean Médecin oder im alten Hafenviertel Quartier du Port, dem In-Viertel der Stadt, steht Nizza selten still.
Jazz und bunte Bilder
Und überall wird gejazzt: Das erste internationale Jazzfestival fand 1948 statt und der Jazz prägt bis heute die Musikszene der ganzen Region. Ständig werden neue Formationen gegründet. Besonders stolz ist Nizza auch auf seine Museen und Galerien. Vor allem Werke aus dem 20.Jh. erwarten dich in den Kunstmuseen. Henri Matisse’ und Marc Chagalls Phantasien in Blau, Gelb, Grün, Ben Vautiers Schreibschrift, die Farben der Naiven: Nizza ist bunt wie ein Regenbogen!
In bester Gesellschaft
Monaco, Antibes und Cannes sind in weniger als 30 Minuten zu erreichen. Doch so dicht die wichtigsten Städte der Côte d’Azur beisammen liegen, so unterschiedlich sind sie in ihrem Charakter. Monaco bedeutet Glamour, Reichtum und weist neben Fürstenpalast und Spielcasino auch so manche Bausünde auf, die in den Himmel ragt; Antibes’ idyllische Altstadtgassen sind festungsähnlich umgeben von der alten Stadtmauer – hier riecht es nach Südfrankreich; Cannes versprüht mit Palmen, der Promenade Croisette und imposanten Hotelfassaden Festspielflair. Kurz: Entweder oder gilt nicht – du musst überall hin!
Nizza - Antibes, Cannes, Monaco Highlights
Aktuelles Wetter
Wissenswertes
Aktuelles Wetter
Wissenswertes
MARCO POLO Reiseführer
Nizza, Antibes, Cannes, Monaco
Buch, 8. Auflage · 15.95 €Zwischen Glamour und Antike: Mit dem MARCO POLO Reiseführer Nizza, Antibes, Cannes und Monaco erkunden Blaues Meer, rote Dächer, ockergelbe Fassaden und kunterbunte Märkte – Nizza ist so farbenfroh wie der Sommer. Kein Wunder bei über 300 Sonnentagen im Jahr! Lass dich vom Flair der Stadt verzaubern und genieße mit MARCO POLO genau den Urlaub, den du dir wünschst!
Nichts verpassen an der Côte d‘Azur mit den MARCO POLO Insider-Tipps
Du willst Nizza sehen, aber auch Monaco, Cannes oder Antibes? Kein Problem! Die Nachbarstädte sind in weniger als dreißig Minuten zu erreichen und dein MARCO POLO Reiseführer verrät dir, welche Highlights dich dort erwarten.
Flaniere in Cannes zwischen Palmen und den Liegen der Nobelhotels am Strand entlang. Unternimm eine Stippvisite ins Fürstentum und besuche die Grimaldis in Monaco. Oder nimm dir eine Auszeit vom Großstadttreiben und shoppe Kräuter, Honig und duftende Seifen auf dem Marché Provenc¸al in Antibes. Egal wofür du dich entscheidest, mit dem MARCO POLO Reiseführer Nizza erlebst du unvergessliche Momente und machst deine Reise zum Traumurlaub!

Nizza - Antibes, Cannes, Monaco in Buch & Film










