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Tansania

Check-in

Ngorongoro – der größte Krater der Welt. Kilimandscharo – der höchste Berg Afrikas, mit Schnee bedeckt. Die Serengeti – in der Geparden, Gazellen und Gnus grasen. Sansibar – ein Inselparadies mit Sultanspalästen. Und alles in einem Land, einem Meltingpot der Kulturen mit überwältigender Gastfreundlichkeit und Spuren deutscher Geschichte!

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Nirgendwosonst in Afrika leben so viele Tiere auf so engem Raum wie im Krater des erloschenen Ngorongoro-Vulkans, dem größten der Riesenkrater am östlichen Rand der Serengeti.
Für viele Tansanier ist es der schönste Park ihrer Heimat, und auch die meisten Urlauber sind von Tarangire überwältigt.
Aus der Nähe wirkt der größte freistehende Berg der Welt noch imposanter als aus der Ferne. Kein Wunder, dass jedes Jahr Tausende den Versuch unternehmen, bis zum 5895 m hohen Gipfel vorzudringen.
Nelken, Muskatnuss, Pfeffer, Vanille und andere exotische Gewürze machten Sansibar einst reich. Die Ernten wurden in alle Welt verschifft – und die Plantagen existieren bis heute.
Die Serengeti ist der Inbegriff eines afrikanischen Nationalparks: Auf der Fläche Schleswig-Holsteins tummeln sich aktuellen Zählungen zufolge 2 Mio. Gnus, 900 000 Thompson-Gazellen und 300 000…
Wer durch Bagamoyos Altstadt mit ihren verwunschenen Ruinen läuft, fühlt sich um mehrere Jahrhunderte zurückversetzt in die Zeit des Sklavenhandels, mit dem die Stadt groß geworden ist.
Du hast genug von Staub und Stau? Dann fliehe auf die kleine Ausflugsinsel, gerade einmal 30 Minuten mit dem Boot von der Halbinsel Mazaki entfernt – und betrachte die Wolkenkratzer von Daressalaam…
Die Stone Town selbst ist ein einzigartiges Architekturdenkmal, das zum Weltkulturerbe zählt. Lasse dich beim Besuch ziellos treiben: Mehr als 2000 fast durchgehend weiß gekalkte Steingebäude sä…
Zahlreiche Tauchschulen in Nungwi vermieten Equipment und bieten Kurse und Exkursionen an, etwa zum herrlichen Korallenatoll Mnemba vor Sansibars Ostküste.
Das Resort im Süden der Insel erfüllt alle Ansprüche an einen luxuriösen Urlaub der Extraklasse. Am hauseigenem Strand gibt es Massagen mit Meerblick auch auf Nicht-Gäste. Einsam gelegen hat das…

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Zwischen Afrika und Orient

Weite Strände und exotische Gewürzfelder liegen auf der paradiesischen Inselgruppe vor Afrikas Ostküste nur wenige Kilometer auseinander. Tansania ist ein buntes Mosaik aus Ethnien, Sprachen und Traditionen. Dazu zählen eines der letzten Nomadenvölker der Welt, die Massai. Ebenso die Suaheli, deren kulturelles Erbe aus Arabien, Europa und Afrika stammt. Fast 130 Volksgruppen leben im Land und es grenzt fast an ein Wunder, dass diese Vielfalt keine politische Instabilität erzeugt – wie es in den Nachbarländern oft der Fall ist. Nationalsprache ist Suaheli – ein Idiom, das aus der Begegnung der Küstenbewohner mit arabischen Seefahrern entstanden ist. Mit Englisch, der Sprache der britischen Kolonialherren, kommst du in Tansania aber meist durch. Dass wir letztlich alle vom afrikanischen Kontinent stammen, kannst du dir in der Olduvai-Schlucht im Norden des Landes beweisen lassen: Hier wurden einige der ältesten Überreste der Vorfahren des Menschen ausgegraben. Nicht immer ist man mit den Menschen in Tansania so freundlich umgegangen wie heute: In Bagamoyo, einst die Hauptstadt Deutsch-Ostafrikas, wurden Hunderttausende als Sklaven in die ganze Welt verschifft.

Ein Fünftel unter Naturschutz

Das heutige Tansania ist mit einer Fläche von 945 000 km2 fast dreimal so groß wie Deutschland. Mehr als ein Fünftel dieses Gebiets steht unter Naturschutz. Das Selous-Reservat ist das größte Schutzgebiet Afrikas und mit seinen 44 800 km2 in etwa so groß wie die Schweiz. Das Kontrastprogramm zur Natur wartet in den Städten, vor allem in Tansanias größter Metropole Daressalaam. Aus Radios am Straßenrand scheppert Musik, der Imam ruft zum Gebet und Bettler bitten um ein paar Schillinge. Daressalaam ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. Die Menschen verdienen dort im Schnitt weniger als 50 Euro im Monat. Wer – wie die meisten – keine Arbeit hat, muss erfinderisch sein, vor allem auf dem Land. Mehr als vier Fünftel der 58 Mio. Tansanier sind Kleinbauern, die für ihren Eigenbedarf anbauen und deren Ernte wegen des Klimawandels immer unberechenbarer ist. Trotzdem geht es dem Land heute besser als zu Zeiten des Ujamaa-Sozialismus von Gründungspräsident Julius Nyerere, als Regale in den Geschäften oft monatelang leer standen und die Menschen nur dank geschmuggelter Waren aus Kenia überlebten.

Bevölkerungswachstum frisst Wrtschaftswachstum auf

Wie viele andere afrikanische Länder, so erlebt auch Tansania seit einigen Jahren ein rapides Wirtschaftswachstum. Das Bruttosozialprodukt steigt im Durchschnitt um fünf Prozent pro Jahr, doch die Mittelschicht wächst nur langsam. Das hohe Bevölkerungswachstum – jede Frau in Tansania gebärt im Schnitt fünf Kinder – zehrt den Wachstumsvorteil auf. Die Regierung hofft auf Einnahmen aus Gas- und Uranvorkommen. Und auch Kleinunternehmer verdienen heute mehr Geld als früher. Fast jeder besitzt heute ein Handy – und bietet seine Produkte oder Dienstleistungen auch im Internet an und informiert sich über die aktuellen Marktpreise für Zwiebeln oder Mais. Die Armut sinkt aber nur langsam. Eines der Hauptprobleme des Landes ist Korruption. Als bekannt wurde, dass unter der Regierung von Jakaya Kikwete 124 Mio. $ veruntreut wurden, die eigentlich für den Aufbau des Stromnetzes gedacht waren, drehten selbst die treuherzigsten Geberländer für eine Weile ihre Geldhähne zu. Bisher kassierte die Regierung jedes Jahr mehr als 1 Mrd. $ Entwicklungshilfe.

Junge Nation

Erst 1961 wurde das ehemalige Deutsch-Ostafrika von Großbritannien unabhängig, drei Jahre später schlossen sich Tanganyika (so die historische Bezeichnung des Festlands) und die Inselgruppe Sansibar zur Republik Tansania zusammen. Die dortige Unabhängigkeitsbewegung hat dennoch wenig Rückhalt in der Bevölkerung. Eine der größten Herausforderungen Tansanias ist der Erhalt seiner Natur. Viele der 310 Säugetierarten, mehr als 1100 Vogelspezies und 10 000 Pflanzen sind durch das Bevölkerungswachstum stark gefährdet. Der Viktoriasee ist fast leer gefischt und an der Küste wird zunehmend mit Dynamit „geangelt“. Dabei zerstören die Fischer aber auch die Nahrungsgrundlage der Wassertiere, die Korallenriffs. In der Steppe gefährden Dürreperioden und Überschwemmungen die Lebensgrundlage der Massai. Umstrittene Straßen- oder Dammbauprojekte zur Modernisierung Tansanias gefährden die Natur weiter. Umso wichtiger sind die Initiativen, die Umweltschutz und die lokale Bevölkerung in nachhaltigen Tourismus einbeziehen. Es lohnt sich, darauf zu achten, ob ökologische und soziale Standards eingehalten werden.

Gut zu wissen

Anreise

Urlauber, die in den Süden reisen, kommen am Nyerere International Airport in Daressalaam an. Swiss Air fliegt fünf Mal wöchentlich ab Zürich (mit Zwischenlandung in Nairobi), Turkish Airlines und KLM täglich (über den Kilimanjaro International Airport).

Wer dagegen in den Norden will, bucht besser einen Flug zum Kilimanjaro International Airport zwischen Moshi und Arusha. Condor fliegt den Airport einmal wöchentlich an (Direktflug), Ethiopian Airlines (über Addis Abeba) und KLM täglich (über Amsterdam). Precision Air und Air Kenia verbinden den Kilimanjaro Airport mit Nairobi.

Sansibars winzigen Flughafen fliegt Condor direkt an, daneben auch Ethiopian Airlines, Emirates und KLM. Oman Air fliegt günstig über Muscat nach Sansibar (omanair.com). Außerdem bieten Turkish Airlines (über Istanbul) und Qatar Airways (über Doha) Flüge an.

Die Preise für Flugtickets kosten 500 bis 1100 Euro, in der Hauptsaison bis 1400 Euro. Von Deutschland aus dauert der Flug neun bis zehn Stunden.

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Vereinten Republik Tansania

Eschenallee 11 | 14050 Berlin | Tel. 030 3 03 08 00 | tanzania-gov.de

Deutsche Botschaft

Garden Av./Mirambo Street | Daressalaam | Tel. 022 2 11 74 09 | daressalam.diplo.de

Deutscher Honorarkonsul

Ulf Kusserow | Ngaramtoni ya Chini (hinter der International School) | Arusha | Tel. 0742 66 08 12, 0754 78 96 03

Deutscher Honorarkonsul

Tobias Dietzold | Sansibar Mazizini (neben dem Parlament) | Sansibar | Tel. 0774 70 07 18

Österreichisches Honorarkonsulat

Slipway Road, Plot 1864 | Msasani | Daressalaam | Tel. 022 2 60 14 92 | austrianconsulate@bol.co.tz

Schweizer Botschaft

Kinondoni Road, Plot 79 | Daressalaam | Tel. 031 3 24 18 26 | eda.admin.ch/daressalaam

Einreisebestimmungen

Besucher benötigen ein Visum. Es wird bei der Einreise am Flughafen ausgestellt, ist drei Monate gültig und kostet 50 Dollar. Voraussetzung ist ein sechs Monate gültiger Reisepass sowie das Rückreiseticket. Du hast keine Lust, nach der Ankunft erstmal am Visaschalter Schlange zu stehen? Dann beantrag das Visum vor Reiseantritt online (tanzania-visas.com).

Geld & Kreditkarten

Landeswährung ist der Tansanische Schilling (abgekürzt TSh). Geldscheine sind gestaffelt nach 500, 1000, 2000, 5000 und 10 000 TSh. Im Umlauf sind außerdem Münzen zu 50, 100, 200 und 500 TSh. Vor allem in den touristischen Gebieten des Landes hat sich jedoch eine zweite Währung etabliert: der US-Dollar. Der Eintritt in Nationalparks (außer Ngorongoro-Area) muss mit Kreditkarte (Visa, Master Card) gezahlt werden. Noten mit einem Ausgabedatum vor 2003 werden (auch von Banken) nicht akzeptiert, sicher ist man mit Dollarnoten ab 2006.

Neben dem US-Dollar ist auch der Euro im Land weit verbreitet. Beide Währungen werden problemlos in Wechselstuben (foreign exchange bureaus) gewechselt. Geldautomaten gibt es in den größeren Städten. Die meisten nehmen auch EC-Karten an, sind allerdings hin und wieder außer Betrieb. Wenn alle Stricke reißen, lass dir Geld per Western Union schicken. Das Zahlen mit Kreditkarte ist im Alltag nur selten möglich, häufig wird dabei eine Gebühr von fünf bis zehn Prozent erhoben.

Gesundheit

Für Reisende aus Europa sind derzeit keine Impfungen vorgeschrieben. Du solltest aber gegen Tetanus, Polio, Diphtherie, Typhus und Hepatitis geimpft sein. Wer aus einem Gelbfiebergebiet (z. B. Nachbarländer) einreist, muss eine gültige Gelbfieberimpfung vorweisen. Malaria ist in Tansania insbesondere während oder kurz nach der Regenzeit verbreitet: unbedingt eine Prophylaxe mit einem Tropenmediziner besprechen! Ins Gepäck gehört eine Reiseapotheke mit Verbandszeug, Insektenschutz, Mittel gegen Durchfall, Schmerzen und Entzündungen sowie ggf. persönlicher Medizin.

Auch eine Lebensmittelvergiftung wird oft von Fieber begleitet. Halten die hohen Temperaturen an, gehst du am besten ins Krankenhaus statt zum Arzt. Nur dort sind alle Instrumente vorhanden, um Patienten auf die üblichen Viren oder Parasiten zu testen. In Dar empfiehlt sich die IST-Clinic (Ruvu Street | Tel. 022 2 60 13 07 | istclinic.com) und das Aga Khan Hospital (Barack Obama Av. | Tel. 022 2 11 51 51 | agakhanhospitals.org). Bei Notfällen und auf Safari helfen die Flying Doctors: Der medizinische Notdienst kommt per Flugzeug, für den Notfall steht eine 24-Stunden-Hotline zur Verfügung. Für ca. 12 Euro kann man eine zweiwöchige Mitgliedschaft erwerben (amrefgermany.de).

Internetzugang & WLAN

Viele Hotels bieten Internetanschluss, in den Ballungszentren gibt es außerdem zahlreiche Internetcafés (Preise 500–2000 TSh/Std.). Im europäischen Vergleich sind die Verbindungen jedoch sehr langsam. Deshalb empfiehlt es sich, gleich nach Ankunft am Flughafen eine lokale SIM-Karte mit mobilem Internet zu kaufen.

Kleidung

In Tansania gilt: Kleider machen Leute. An der Küste solltest du abseits des Strands stets eine saubere Hose, saubere Schuhe und ein frisches T-Shirt (besser: Hemd) anziehen. Frauen sollten an der Küste – außer am Strand – immer ihre Schultern bedeckt halten und keine kurzen Hosen oder Miniröcke tragen. Nackt baden, auch nur oben ohne, ist in Tansania verboten. Auf Safari und im heißeren Binnenland bietet sich helle, dünne Kleidung aus Baumwolle oder Leinen an. Außerdem eine Kopfbedeckung und Sonnenbrille. Wenn du Zeit im Hochland oder in den Bergen verbringen willst, nimm einen Pullover und ein Halstuch mit. Besonders im Norden, in den Hochländern rund um Moshi, Arusha, den Ngorongoro-Krater sowie in der Serengeti kühlt es in der Nacht deutlich ab.

Klima & Reisezeit

Im Nordosten Tansanias gibt es zwei Regenzeiten: Große Regenzeit von März bis Mai. Anfang November bis Anfang Dezember folgt eine kleine Regenzeit (aufgrund des Klimawandels verschieben sich die Regenzeiten immer häufiger).

Von Dezember bis März ist es im Norden heiß und trocken, was vorteilhaft ist für eine Safari: Die Tiere sammeln sich dann an den wenigen Wasserlöchern und sind gut zu beobachten.

Von Juni bis August ist in der nördlichen Serengeti Hochsaison – dann wandern die großen Tierherden. Gute Monate für eine Kili-Besteigung sind Januar und Februar sowie September. Auf Sansibar und an der Küste herrscht ganzjährig ein tropisches Klima mit hohen Temperaturen, im April, Mai und Juni regnet es aber heftig. Viele Hotels haben dann geschlossen. Klimatisch am angenehmsten sind hier die Monate Juli bis September.

Medien

Der Präsident hat die Meinungsfreiheit in den letzten Jahren stark eingeschränkt. Zahlreiche Journalisten werden bedroht oder sind verschwunden. Auch einige ausländische Journalisten wurden bereits inhaftiert. Der Guardian ist die führende englischsprachige Zeitung Tansanias und geht die Regierung immerhin etwas schärfer an. Der Citizen (gehört zur Aga-Khan-Mediengruppe) ist unabhängig, während die Daily News eine Regierungszeitung und deshalb als einzige fast überall im Land erhältlich ist. Wichtigstes Medium für die meisten Tansanier ist nach wie vor das Radio: das staatliche Radio Tanzania spielt einheimische Musik. Nachrichten hört man am besten auf dem BBC World Service. Das Fernsehprogramm findet vor allem auf Suaheli statt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der öffentliche Verkehr in Tansania ist gut vernetzt. Mit dem Dalla-Dalla erreichst du auch entlegene Gegenden. Auf den wichtigen Hauptrouten verkehren komfortable Überlandbusse. Es gibt zudem zwei Bahnlinien: Die Central-Line, die von Dar aus nach Kigoma (Tanganyika-See und Gombe-Park) mit Abzweigen etwa nach Mwanza (Viktoriasee) fährt und die Tazara-Line von Dar nach Sambia.

Sicherheit

Die Sicherheit in den Städten hat in den letzten Jahren abgenommen. In Arusha und Daressalaam gibt es Taschendiebe oder Betrüger, die es gezielt auf Urlauber abgesehen haben, vor allem dort, wo viele Sehenswürdigkeiten sind. Wenn es dunkel ist oder du dich unwohl fühlst: Nimm immer ein Taxi oder ein anderes Fahrzeug, auch für kurze Wege. Wenn du niemanden zum Klauen verführst, wird dir nichts passieren. Trag keine Handtasche bei dir, auch nicht schräg über der Schulter. Besser sind Laufgürtel, die du unter der Hose tragen kannst, oder Plastikbeutel aus dem Supermarkt. Wertsachen und Geld solltest du im Hotel einschließen und ein paar kleine Scheine immer locker in der Hosentasche tragen. Niemals auf der Straße Geld tauschen! Einen Polizei- oder Krankenhausnotruf gibt es in Tansania nicht. Es ist ratsam, für den Notfall die Nummer des Hotels im Handy zu speichern.

Strom

Adapter Typ G

220 Volt. Adapter sind im Land erhältlich. Die Versorgung ist sehr unregelmäßig, längere Abschaltungen sind nicht selten.

Trinkgeld

Spar nicht mit dem Trinkgeld – in Tansania ist es auch üblich, Menschen, die einem beim Einparken oder beim Koffertragen helfen, etwas Kleingeld zuzustecken. In Restaurants ist oft eine service charge in der Rechnung enthalten, ansonsten kannst du den Betrag einfach aufrunden. Bei Safaris, Bergtouren oder für Fahrer sind großzügige Trinkgelder vom Gast fest eingeplant. Wenn deine Reise organisiert ist, sprich am besten vorher mit dem Veranstalter.

Übernachten

Von der Absteige bis zur Luxusherberge – es gibt alles. Das Preisniveau ist insgesamt jedoch sehr hoch. Eine Ausnahme sind die landestypischen Budget-Unterkünfte: In den Städten sind dies Gästehäuser (oft mit Gemeinschaftsbad, ohne warmes Wasser), z. B. von kirchlichen Einrichtungen, in den Parks bescheidene Rest Houses (oft für Selbstversorger), an der Küste Bandas (Holz- oder Lehmhütten mit Strohdach). Mittelklasseunterkünfte – ob Hotel oder Lodge – bieten meist heißes Wasser, Ventilator und Klimaanlage. Die gehobenen Unterkünfte sind meist mit All-inclusive- Angeboten (Vollpension, Safaris) verbunden.

In vielen Parks gibt es Camps: Du schläfst mitten in der Natur in luxuriösen Zelten, die vollständig möbliert sind und ein vollausgestattetes Bad mit europäischer Toilette besitzen. Neben festen Camps gibt es auch so genannte flycamps – mobile Camps, die teils nur für eine Safari errichtet werden.

Zeit

+2 Stunden Zeitverschiebung

während der europäischen Sommerzeit: +1 Stunde

Zoll

Die Ausfuhr von Muscheln, Elfenbein, Schildkrötenpanzern und jeder Art von Wildtier ist gemäß dem Washingtoner Artenschutzabkommen verboten. Für historische Gegenstände musst du eine Ausfuhrgenehmigung vorlegen. Verboten ist auch die Ausfuhr von Landeswährung (Schilling). Fremdwährung (Euro, Dollar) darf in beliebiger Höhe nach Tansania eingeführt werden. Zollfrei sind bei der Wiedereinreise in die EU u. a. folgende Waren: 200 Zigaretten; 1 l Spirituosen mit mehr als 22 Prozent Alkoholgehalt; 500 g Kaffee; 50 g Parfüm. Mitbringen darfst du außerdem Waren im Wert von 430 Euro pro Person. Nähere Informationen unter zoll.de

Taxi/Uber

Die Fahrt vom Flughafen nach Daressalaam kostet mit dem Taxi etwa 15 Euro. In Daressalaam, Arusha und Sansibar kannst du auch den Fahrdienst Uber nutzen, der ist etwas günstiger.

Mietwagen

In Tansania herrscht Linksverkehr. Das Tempolimit auf Landstraßen beträgt 80 km/h, in Städten 50 km/h und in den Nationalparks 30 km/h. Die Straßenverhältnisse sind ähnlich desolat wie das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer. Nachtfahrten solltest du vermeiden: Elefanten haben keine Rücklichter und andere Verkehrsteilnehmer oft auch nicht. Autos werden in Tansania oft mit Fahrer vermietet, was den Urlaub (auch Reparaturen etc.) deutlich einfacher macht. Viele Hotels und Nebenstraßen sind ohne Fahrer und Swahilikenntnisse kaum zu finden. Es ist zunehmend auch möglich, selbst zu fahren. Allerdings schließen alle seriösen Autovermietungen die Serengeti für Selbstfahrer aus.

Flüge & Fähren

Seit einigen Jahren gibt es auch in Tansania günstige Inlandsflüge. Die bedeutendste Gesellschaft ist Fast Jet (fastjet.com), die fast jeden größeren tansanischen Flughafen ansteuert (Dar, Kilimandscharo, Mbeya, Mwanza, Kigoma). Eine kleinere Airline ist Coastal Aviation (coastal.co.tz). Sie verbindet die Nationalparks untereinander, mit den überregionalen Flughäfen und auch mit Sansibar. Wer von Daressalaam nach Sansibar reist, nimmt am besten einen Katamaran (azammarines.com): Die Überfahrt kostet gerade einmal 35 Dollar, dauert nicht länger als 90 Minuten, du sparst dir den Stau zum Flughafen und übers Meer nach Stone Town zu gleiten ist einfach göttlich. Die Tickets müssen am Vortag am Hafen abgeholt werden.

Sprache

Offizielle Sprache ist in Tansania neben Kiswahili auch Englisch, wird aber nur von einer Minderheit gesprochen. Deshalb sollten sich Individualreisende am besten einen Guide suchen.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Mapinduzi Day, Jahrestag der Revolution auf Sansibar

März/April

Karfreitag; Ostermontag

26. April

Union Day, Gründung Tansanias aus Tanganyika und Sansibar

7. April

Todestag des ersten sansibarischen Präsidenten Scheich Karume

1. Mai

Tag der Arbeit

7. Juli

Saba Saba: Tag der Kleinbauern

8. August

Nane Nane: Tag der Bauern

14. Oktober

Todestag von Julius Nyerere

9. Dezember

Unabhängigkeitstag

25./26. Dezember

Weihnachten

muslimische Feiertage

Die muslimischen Feste Idd al Fitr (Ende der Fastenzeit Ramadan) und Idd al Hadsch (Opferungsfest) richten sich nach dem Mondkalender und sind ebenfalls Feiertage.

Veranstaltungen

Januar

Idd al-Moulid: Geburtstag des Propheten Mohammed (Stone Town)

Februar

Sauti za Busara: Musikfestival, (Stone Town), busaramusic.org

März

Nyama Choma: Grillfestival (Arusha)

Kilimanjaro Marathon: (Moshi), kilimanjaromarathon.com

April

Tag der tansanischen Vereinigung: (ganz Tansania)

Dar Jazz Event: (Daressalaam), darjazzevent.com

Mai

Eid Mubarak: Fastenbrechen (Sansibar)

Juli

Festival of the Dhow Countries: (Sansibar)

Zanzibar International Film Festival: (Stone Town), ziff.or.tz

Mwaka Kogwa Festival: persische Neujahrsfeier (Makunduchi, Sansibar)  

September

Tanzacat Regatta: von Msasani nach Stone Town, hobie.co.za/events

Bagamoyo Arts Festival: (Bagamoyo), bagamoyo.com

Oktober/ November

Diwali: Lichtfest der Hindugemeinde, (Daressalaam)

November

East African Safari Classic Rallye: von Mombasa nach Tansania, eastafricansafarirally.com

Dezember

Swahili Fashion Week: (Daressalaam), swahilifashionweek.com

Bloss nicht!

Auf flycatcher eingehen

„Fliegenfänger“ nennt man jene Männer, die Touristen ansprechen und ihnen günstige Safaris, Ausflüge oder Tickets besorgen wollen. Worauf das Ganze hinausläuft: Man will dein Geld. Mach nur Deals mit ausgewiesenen Tour Companies und lehne höflich, aber bestimmt ein Gespräch ab.

In der Öffentlichkeit knutschen

Jeder öffentliche Austausch von Zärtlichkeiten – auch Händchen halten! – ist in Tansania (erst recht auf den Inseln) absolut verpönt. Besonders öffentliches Küssen wird ungern gesehen, Homosexualität ist sogar verboten.

Ungeduldig werden

Höflichkeit, Freundlichkeit und Geduld sind unerlässlich. Auch wenn du nur nach dem Weg fragst, solltest du dein Gegenüber begrüßen. Der Umgang mit Autoritäten verlangt Feingefühl: bleib höflich und ruhig!

Bei der Hymne sitzen bleiben

Wenn die Nationalhymne erklingt (und das passiert vor jeder öffentlichen Aufführung, sei es Konzert, Kinofilm etc.), gilt für jeden: aufstehen und innehalten, bis die Musik zu Ende ist.

Mit großen Scheinen reisen

Ob bei Bustickets, im Markt oder in der Garküche: Du solltest immer genug Kleingeld haben und dich nicht ärgern, wenn du zu wenig Wechselgeld bekommst. Beim nächsten Kauf bekommst du vielleicht 100 Schillinge geschenkt.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Die Kinder der Regenmacher

Im Hauptwerk von Aniceti Kitereza, einem wichtigen tansanischen Schriftsteller, geht es um die Liebe und das Leben eines kinderlosen Paares auf dem Land (1999).

Eine Frage der Zeit

Drei deutsche Werftarbeiter reisen nach Deutsch-Ostafrika, um im Auftrag des Kaisers ein Dampfschiff in Einzelteile zu zerlegen und auf dem Tanganyika-See wieder aufzubauen. Drama von Alex Capus nach einer wahren Geschichte (2007).

Filme

Darwins Nightmare

Dokumentarfilm über den Viktoriasee und seine Fischindustrie, eine gigantische Ökokatastrophe. Schonungslos zeigt der österreichische Autor Hubert Sauper die Globalisierungseffekte und die sozioökonomischen Auswirkungen auf das Ufer des Sees (2004).

Serengeti

Für eine unbeschwerte Einstimmung auf den Urlaub: Kinodokumentation über das Leben der Tiere in Tansanias bekanntestem Naturpark, in monumentalen, ergreifend schönen Bildern (2011).

19-30 °C
9 h/Tag
25 °C

Fakten

Einwohner 57.310.019
Fläche 947.303 km²
Sprache Swahili
Währung Tansania-Schilling
Strom 230 V, 50 Hz
Regierungssystem Präsidialsystem mit Premierminister und Unionsregierung für Tansania, eigene Regierung für Sansibar mit Teilautonomie unter Leitung eines Präsidenten
Hauptstadt Dodoma
Ortszeit 20:09 Uhr
Zeitverschiebung 1 h (zu MESZ)

Anreise

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