Schweiz

Überblick

Regionen in der Schweiz

Die Nordwestschweiz mit der Region Basel vereint ein herausragendes Angebot aus Kunst, Theater und Musik. Sehenswert ist auch die Landschaft im Dreiländereck zwischen Rhein, Südschwarzwald, Aargau, Jura und Vogesen. Genf ist im Schweizer Wirtschaftsleben von zentraler Bedeutung, wie man unschwer an der Uhrenfabrikation, der Schmuckwarenherstellung sowie der Nähmaschinen- und Motorindustrie erkennen kann. Lausanne, die Hauptstadt des Waadtlands und nach Genf die zweitgrößte Stadt der Romandie, bietet mit der Place St.-Francois einen zentralen Treffpunkt, vor allem für die Jugend.

Die Zentralschweiz kombiniert die Seenlandschaft mit der Altstadt und einem unglaublichen Blick auf die Alpen. Genießen Sie die Atmosphäre am Vierwaldstätter See, am Zürichsee, am Zuger, am Thuner oder Brienzer See. In der Stadt Bern, die aufgrund Ihres Wappentiers auch Bärenstadt genannt wird, lohnt ein Besuch des Paul Klee Zentrums sowie natürlich des Bärenparks. Wer mit der Bahn nach Luzern anreist, wird mit einem tollen Blick auf den Vierwaldstätter See empfangen. Zürich am Zürichsee ist die größte Stadt der Schweiz. Einen Spaziergang durch die weltberühmte Bahnhofstraße sollten Sie sich nicht entgehen lassen: Neben Edelboutiquen finden sich auch Kaufhäuser für den kleinen Geldbeutel.

Frühaufsteher kommen in Tessin auf ihre Kosten, denn dort ist es morgens am schönsten: Wenn der Nebel aus den Tälern fortzieht, wird sichtbar, wie atemberaubend dieser südliche Kanton in der Schweiz ist. Im Dreieck zwischen Locarno, der Kantonshauptstadt Bellinzona und Lugano findet man auch einige Auswanderer, die sich hier niedergelassen haben.

Im zweisprachigen Kanton Wallis ragen 47 Gipfel in den Himmel, die über 4.000 Meter hoch sind, darunter die Dufourspitze, mit 4.634 Metern der höchste Berg der Schweiz. Der autofreie Ferienort Zermatt ist berühmt für das Matterhorn, das jährlich Tausende Skifahrer auf die Skipisten lockt.

Sehenswürdigkeiten in der Schweiz

Die Schweiz bietet für Touristen jede Menge Abwechslung. Sie interessieren sich für die Schweizer Geschichte? Dann sollten Sie es nicht versäumen, das Landesmuseum in Zürich, das meist besuchte historische Museum der Schweiz, zu besichtigen.

In Basel lässt die Fondation Beyeler die Herzen von Kunstliebhabern höher schlagen. Das beliebte Kunstmuseum beherbergt herausragende Werke der klassischen Moderne.

Die Wehranlagen von Bellinzona wurden von der UNESCO im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärt. Die Wehranlage besteht aus den drei Burgen Castelgrande, Castello di Montebello und Castello di Sasso Corbaro sowie aus der Stadtmauer und der Murata-Wehrmauer.

Im Hinterland von Locarno lockt das Verzascatal mit seinen wilden Wasserfällen, tiefen Schluchten und blaugrünen Bergbächen jedes Jahr viele Besucher an.

Ausgehen in der Schweiz

Ausgehen können Sie in der Schweiz nicht nur in den großen Städten Genf, Basel, Zürich, Lausanne und Bern, sondern auch in vielen kleinen Gemeinden der Schweiz. Vor allem am Wochenende ist in den Clubs und Bars Partystimmung angesagt.

Wer es kulturell etwas anspruchvoller mag, ist mit zahlreichen Theateraufführungen gut bedient. Zudem finden das ganze Jahr über interessante Events in der Schweiz statt.

Sportliche Aktivitäten kommen in der Schweiz ebenfalls nicht zu kurz: Aufgrund der Lage ist Wintersport in der Schweiz sehr beliebt. Sportarten wie Ski Alpin, Snowboarden und Langlauf werden hier großgeschrieben.

Im Sommer eignet sich die Schweiz hingegen hervorragend zum Wandern und Mountainbiken. Aufgrund der vielen Seen kommen auch viele Touristen zum Windsurfen und Segeln in die Schweiz.

Unterkünfte in der Schweiz

Übernachtungen in der Schweiz sind in der Regel etwas teurer, es gibt jedoch auch Unterkünfte für den schmalen Geldbeutel: Neben Hotels, Ferienwohungen und Chalets eignen sich auch Jugendherbergen sehr gut als Übernachtungsmöglichkeit. Mit Mitgliedsausweis ist die Übernachtung in einer Schweizer Jugendherberge 6 Franken billiger.

Wissenswertes über die Schweiz

Wenn Sie Ihren Schweiz-Urlaub planen, sollten Sie folgende Hinweise beachten: Wer mit dem PKW in den Schweiz-Urlaub fährt muss beachten, dass eine Autobahnvignette erforderlich ist. Diese gibt es für 40 Franken an Postämtern, Grenzübergängen und Tankstellen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt innerorts bei 50 km/h, auf Landstraßen bei 80 km/h und auf Autobahnen bei 120 km/h. Verstöße werden streng geahndet: Wer auf der Autobahn mit mehr als 120 km/h erwischt wird, muss mit Führerscheinentzug rechnen. Dies gilt auch für Alkohol am Steuer: Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Da die Schweizer sehr genau darauf achten, dass die Touristen auch nur als Touristen kommen, sollte man seinen Personalausweis oder Reisepass immer bei sich tragen. Reisen in die Schweiz sowie Routen innerhalb der Schweiz können mit dem Routenplaner Schweiz schnell und einfach geplant werden.

Wetter in der Schweiz

Das Wetter in der Schweiz kann sich von Region zu Region sehr unterscheiden: Während nördlich der Alpen eher mitteleuropäisches Klima herrscht, findet man südlich der Alpen eher mediterranes Klima vor. Die Winter fallen dadurch im Süden deutlich milder aus als im Norden der Schweiz. Die Temperaturen sind in erster Linie abhängig von der Höhenlage: Im Flachland der Nordseite liegen die durchschnittlichen Temperaturen im wärmsten Monat (Juli) bei ca. 17 Grad Celsius, im südlichen Flachland hingegen bei ca. 20 Grad Celsius. Besonders am Alpennordrand kommt es häufig zu Niederschlägen. Von Herbst bis Frühjahr ist in den Schweizer Alpen mit Föhn zu rechnen, der starke Stürme mit Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h erzeugen kann.

Bilder

Bildergalerie starten

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Ansicht:
Alle Sehenswürdigkeiten Alle Hotels & Übernachtungsmöglichkeiten Alle Restaurants Alle Aktivitäten

Beliebte Regionen in Schweiz

Sortierung:

Beliebte Städte in Schweiz

Sortierung:

Reisezeit Schweiz

Januar
sehr gut
2°C
Februar
sehr gut
5°C
März
sehr gut
10°C
April
sehr gut
15°C
Mai
sehr gut
19°C
Juni
sehr gut
23°C
Juli
sehr gut
25°C
August
sehr gut
24°C
September
sehr gut
20°C
Oktober
sehr gut
14°C
November
sehr gut
7°C
Dezember
sehr gut
3°C
MARCO POLO Reiseführer
MARCO POLO Länderkarte Schweiz 1:303 000
MARCO POLO Länderkarte Schweiz 1:303 000
11,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Regionalkarte Schweiz Blatt 1 Schweiz - westlicher Teil 1:200 000
MARCO POLO Regionalkarte Schweiz Blatt 1 Schweiz - westlicher Teil 1:200 000
9,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Länderkarte Alpen 1:800 000
MARCO POLO Länderkarte Alpen 1:800 000
11,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Regionalkarte Schweiz Blatt 2 Schweiz - östlicher Teil 1:200 000
MARCO POLO Regionalkarte Schweiz Blatt 2 Schweiz - östlicher Teil 1:200 000
9,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Reiseführer Schweiz
MARCO POLO Reiseführer Schweiz
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Reiseführer Zürich
MARCO POLO Reiseführer Zürich
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Cityplan Basel 1:15 000
MARCO POLO Cityplan Basel 1:15 000
6,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Reiseführer Tessin
MARCO POLO Reiseführer Tessin
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Cityplan Zürich 1:15 000
MARCO POLO Cityplan Zürich 1:15 000
6,99 €
≫ Jetzt kaufen

Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Montag / 24.02.2020
Vormittags
4 °C
Nachmittags
7 °C
Abends
3 °C
Dienstag / 25.02.2020
Vormittags
4 °C
Nachmittags
1 °C
Abends
0 °C
Mittwoch / 26.02.2020
Vormittags
-
Nachmittags
-
Abends
-
Mehr Wetterinfos

Anreise

4h 22min
4h 1min
50min
Frankfurt am Main
Schweiz
Route planen
In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Auftakt

Entdecken Sie die Schweiz!

Vier Amtssprachen für knapp acht Millionen Einwohner - das ist typisch Schweiz. Es gibt wohl kaum ein anderes europäisches Land, das auf geringem Raum über eine so vielseitige Sprachkultur verfügt. Für etwa zwei Drittel aller Schweizer ist Deutsch, genau genommen Schweizerdeutsch, die Muttersprache. Getrennt durch den sogenannten "Röstigraben" - die Sprachgrenze zwischen deutscher und französischer Schweiz entlang Delémont, Biel (Bienne), Freiburg (Fribourg) und mitten durch das Wallis -, leben in der Romandie rund 20 Prozent der Schweizer mit Französisch als Muttersprache. Im Tessin leben die gut sechs Prozent Schweizerinnen und Schweizer, die Italienisch sprechen, und in Graubünden gehört "Rumantsch Grischun" für ein halbes Prozent der Schweizer zu ihrer Kultur.

Bei Letzterer handelt es sich um eine Schriftsprache, die erst in den 1980er-Jahren aus den fünf vorherrschenden Dialekten entwickelt wurde und an Schulen unterrichtet wird. Gerade noch 60000 Schweizer sprechen eine der rätoromanischen Sprachen. Trotzdem können sie täglich auf Rätoromanisch die Nachrichten anschauen.

Eine eigene tägliche Sendung für 60000 Schweizerinnen und Schweizer im nationalen Fernsehen - besser lässt sich nicht demonstrieren, dass den Schweizern lokale Eigenständigkeit und Minderheiten am Herzen liegen. Auch die politische Organisation der "Confoederatio Helvetica", aus der sich das Landeskürzel CH ableitet, ist dezentral und sehr auf Basisdemokratie bedacht: Die 26 Kantone verfügen über 26 Verfassungen, deren Bandbreite reicht von Bestimmungen für das Sammeln von Pilzen bis zur Steuerhöhe. Die Unterschiede bei Letzterer reichen mittlerweile so weit, dass Einwohner eines Kantons mit den höchsten Steuersätzen etwa fünf Mal so viel Steuern bezahlen müssen wie Einwohner im steuergünstigsten Kanton der Schweiz. Dieser Steuerwettbewerb stößt logischerweise nicht nur auf Sympathie, denn mittlerweile haben einige Kantone ihre Steuern so weit gesenkt, um wohlhabende In- und Ausländer sowie ausländische Unternehmenszentralen anzuziehen, dass sie trotz Zuzugs selbst in finanzielle Nöte geraten. Ein anderer unangenehmer Nebeneffekt ist, dass in Niedrigsteuer-Kantonen wie beispielsweise Zug die Mieten stark ansteigen - so stark, dass Einheimische immer häufiger wegziehen, weil ihnen die Mieten zu hoch werden. Last but noch least empfinden Schweizer die Steuerprivilegien für reiche Ausländer als ungerecht.

Das Schweizer Parlament, die Vereinigte Bundesversammlung, setzt sich aus Stände- und Nationalrat zusammen. Alle 200 Nationalräte und 46 Ständeräte werden direkt vom Volk gewählt, diese wählen wiederum alle vier Jahre den siebenköpfigen Bundesrat. Dieser entspricht in seiner Funktion etwa der deutschen Bundesregierung. Im Gegensatz zu Deutschland oder Österreich kennt die Schweiz weder ein einzelnes Staatsoberhaupt noch einen Regierungschef. Zwar wird jährlich aus den Reihen der Bundesräte ein Schweizer Bundespräsident - und in den vergangenen Jahren auch immer häufiger eine Bundespräsidentin - gewählt, doch grundsätzlich nehmen die einzelnen Bundesräte die Regierungsgeschäfte gleichberechtigt wahr. Es gilt heute als ungeschriebenes Gesetz, dass immer der Bundesrat zum Präsident gewählt wird, dessen letzte Amtszeit am längsten zurückliegt.

Zusätzlich haben Schweizer per Referendum die Möglichkeit, über die von National- und Ständerat beschlossenen Gesetzesvorlagen direkt abzustimmen. Sie können auch selber aktiv werden, indem sie mit einer Volksinitiative Gesetzesänderungen verlangen. So hat die Bevölkerung erst 2013 per Volksabstimmung gegen überzogene Millionenvergütungen für Spitzenmanager votiert. Über die Höhe der Gehälter sollen die Aktionäre nun jährlich neu entscheiden. Im Durchschnitt wird jeder Schweizer vier Mal pro Jahr an die Wahlurne gerufen, um über ein neues Schulhaus, die Einführung von flächendeckendem Tempo 30 in einem Wohngebiet, den Bau eines neuen Naturschwimmbads oder über die Frage zu entscheiden, ob - bei derzeit drei Minaretten in der Schweiz - weitere Minarette gebaut werden dürfen. Zur ältesten Form der direkten Demokratie zählt die sogenannte "Landsgemeinde": Hier treffen sich die Bürger eines Kantons auf einem zentralen Platz und stimmen per Handzeichen über Haushalt oder Steuersatz ab. Diese Form der Abstimmung gibt es nur noch in der Innerschweiz, und zwar in den beiden Kantonen Appenzell-Innerrhoden und Glarus. Die symbolträchtigen Bilder der Menschenmenge, in der allesamt die Hand heben, werden immer wieder gerne im Fernsehen übertragen.

Fast acht Millionen Einwohner, von denen mehr als 1,8 Millionen keinen Schweizer Pass haben - auch das ist die Schweiz. Die Alpenrepublik ist ein Einwanderungsland par excellence. 2011 standen an erster Stelle die Italiener mit 16,3 Prozent Anteil an der ausländischen Bevölkerung, gefolgt von den deutschen (14,9 Prozent), portugiesischen (12 Prozent), serbischen (6,9 Prozent) und französischen (5,4 Prozent) Staatsbürgern. Gerade gut gebildete Ausländer - dazu zählen insbesondere die deutschen Einwanderer - sind auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt willkommen. Wer einmal in einem Schweizer Krankenhaus - oder Spital, wie man in der Schweiz sagt - behandelt wird, macht nicht selten die Erfahrung, dass er von einem deutschen Krankenpfleger oder einer deutschen Ärztin untersucht wird. Ähnliches gilt für die Tourismusbranche: Das Putzpersonal in den Hotels oder Restaurants hat jede erdenkliche Nationalität, selten sind Schweizer oder Schweizerinnen darunter, als Köche oder Servicekräfte in Restaurants und Wellnessbereichen stellen Hoteldirektoren gerne Deutsche ein - das Hotelmanagement kommt aber fast immer aus der Schweiz.

Dass die Zahl der in der Schweiz lebenden Deutschen aufgrund des Freizügigkeitsabkommens mittlerweile so hoch ist, empfindet übrigens nicht jeder als Gewinn. Schweizer finden Verhalten und Sprache ihrer hochdeutsch sprechenden Nachbarn gelegentlich als befremdlich. Das fängt beim saloppen Hallo zur Begrüßung Unbekannter an, geht weiter über - aus Schweizer Perspektive - zu schnelles Sprechen bis hin zur deutsch-direkten Art im täglichen Umgang. Gerade Letztere verträgt nicht jeder Schweizer. Im Gegensatz dazu ist für Deutsche die Schweizer Angewohnheit seltsam, sich für alles und jedes umfangreich und ausführlich zu entschuldigen, auch wenn sie gar nicht Verursacher des Ungemachs sind oder es sich nur um eine Petitesse handelt. Doch diese besondere Form der Höflichkeit gehört genauso zur Schweiz wie die angenehme Hilfsbereitschaft und der Perfektionismus ihrer Einwohner.

Kulturelle Eigenheiten, Statistiken und politische Verhältnisse können jedoch nicht verdeutlichen, wie schön das Land und seine Natur sind: Ein Sonnenuntergang am Vierwaldstätter See, der Blick auf das Matterhorn. Der illustre Weg aus der mondänen Glitzerwelt von St. Moritz über den Malojapass in die ärmste Ecke der Schweiz bei Stampa kurz vor der italienischen Grenze. Die Rebberge bei Lausanne, der Jura mit seinen Freiberger Pferden. Das Emmental mit seinen mächtigen Bauernhöfen. Genf mit seinem zauberhaften Umland oder Zürich mit seiner kulturellen Vielfalt. Biel/Bienne, die zweisprachige Stadt mit den Enten und Schwänen an der Uferpromenade. St. Gallen und seine Stiftsbibliothek (und natürlich der Bratwurst!), Davos und sein "Zauberberg". Das Tessin, das schon so italienisch ist und doch mit Italien nicht viel am Hut hat. Die Schweiz ist wie ein andauernder Blick in ein Kaleidoskop. Bunt klicken die Rauten und Kreise zu immer neuen Bildern zusammen. Ständig entsteht ein neues Gesamtbild, das sich beim nächsten Drehen wieder verändert. Und noch einen weiteren Vorteil hat die Schweiz für ihre Besucher: ihre Kleinheit. In welchem Land gibt es so viele unterschiedliche Naturschönheiten auf engem Raum? In zweieinhalb Bahnstunden kommen Sie von Zürich im Norden ins mediterrane Lugano. Wer in Bern in den Zug steigt, dem liegt drei Stunden später am Jungfraujoch die Welt aus 3500 Metern Höhe zu Füßen.

Der Alpenstaat ist mehr als "einfach ein großer, buckliger, massiver Felsen mit einer dünnen Grashaut", wie Mark Twain einst witzelte. Im Gegenteil: Nicht nur die Bergwelt der Alpen ist bezaubernd. Wer einmal abseits der Touristenströme im Jura Langlaufen oder Schneeschuhwandern war und die mittelalterliche Städtchen wie St. Ursanne und Porrentruy erkundet hat, wird sein Herz auf für die vermeintlich weniger spektakulären Regionen öffnen. Egal wo Sie Ihren Urlaub verbringen - die Schweiz ist überall schön.

Praktische Hinweise

Anreise
Flugzeug

Per Linienflug erreicht man die internationalen Flughäfen Zürich-Kloten und Genf-Cointrin, von wo im 7- bis 20-Minuten-Takt Züge in die Innenstadt fahren, sowie den französisch-schweizerischen Euro-Airport Basel-Mulhouse. Lugano und Bern haben kleine Flughäfen, die auch einige internationale Destinationen bedienen.

Bahn

Die großen Verbindungen in die Schweiz führen von Deutschland aus über Frankfurt und Karlsruhe, über München und Lindau oder über Stuttgart und Singen bis nach Zürich und weiter nach Bern in die Schweiz hinein. Die ICE-Züge aus Nord- und Westdeutschland fahren im Stundentakt bis Basel bzw. Zürich. Von Österreich aus führt die Hauptbahnlinie über das St. Galler Rheintal auf Schweizer Staatsgebiet.

Auto

Die Hauptrouten führen durch das Rheintal über Basel, über Stuttgart, Singen und Konstanz nach Zürich oder von München aus über Wangen im Allgäu und das österreichische Bregenz über St. Gallen in die Schweiz. Es besteht auch die Möglichkeit, mit Autofähren über den Bodensee, der die Grenze zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich bildet, ins Land zu gelangen. Von Österreich kommt man nördlich über Bregenz oder über Feldkirch und Schaan in Liechtenstein oder über Landeck und Tösens in die Schweiz hinein. Autoreisezüge nach Lörrach, an der Grenze zur Schweiz bei Basel, fahren von Hamburg und Hildesheim aus.

Auskunft vor der Reise
Schweiz Tourismus

- Rossmarkt 23 | 60311 Frankfurt/Main

- Schwindgasse 20 | 1040 Wien

Gebührenfreie Auskunft: Tel. 00800 10020029 | www.myswitzerland.com

Auskunft in der Schweiz
Schweiz Tourismus

Postfach 695 | Tödistr. 7 | 8027 Zürich | Tel. 0800 10020029 | www.myswitzerland.com

Schweizer Tourismus-Verband

Postfach 8275 | Finkenhubelweg 11 | 3001 Bern | Tel. 0313074747 | www.swisstourfed.ch

Auto

In der Schweiz liegt die Höchstgeschwindigkeit innerorts bei 50, auf Landstraßen bei 80 und auf Autobahnen bei 120 km/h (im Juli/Aug. in vielen Kantonen aus Umweltschutzgründen sogar nur bei 100 bzw. 80 km/h). Verstöße werden streng geahndet. Wer mehr als 20 km/h zu schnell fährt, muss mit Führerscheinentzug rechnen. Das gilt auch für Alkohol am Steuer (Promillegrenze: 0,5). Es besteht Anschnallpflicht. Auf den grün ausgeschilderten Autobahnen ist eine Vignette hinter der Windschutzscheibe Pflicht, die es für 40 Franken an Grenzübergängen, Postämtern und Tankstellen sowie beim Automobil-Club der Schweiz (ACS | Tel. 0313283111), beim Touring-Club der Schweiz (TCS | Tel. 0224172220) und beim Verkehrsclub der Schweiz (VCS | Tel. 0848611611) gibt. In den Geschäftsstellen dieser Klubs gibt es auch die Parkscheiben, ohne die man in den meisten Innenstädten (blaue Zonen) kaum noch parken darf. Tel. Pannendienst: 140.

Autofähren gibt es auf dem Bodensee, dem Zürichsee, dem Vierwaldstätter See und dem Lago Maggiore.

Die ganzjährig geöffneten Alpenpässe sind Bernina, Brünig, Forclaz, Jaun und Pillon. Alle anderen Pässe sind meist Mai-Oktober befahrbar. Am Pass hat das bergaufwärts fahrende Fahrzeug Vorfahrt. Alpentunnel mit spezieller Verladung auf Autozüge befinden sich an Albula, Furka, Lötschberg, Simplon sowie zwischen Klosters und dem Unterengadin. Über Wetterlage und Straßenzustand besonders auch in den Bergen informiert eine automatische Ansage unter (*) Tel. 162. Sie kann auch vom Ausland angewählt werden (Vorwahl von Deutschland und Österreich: Tel. 0041/1). Günstiger ist der Blick auf www.meteoschweiz.ch. Auf keinen Fall sollte man im Winter ohne einen Satz Schneeketten im Kofferraum durch die Schweiz reisen.

Camping

Schweizer Campingplätze gehören zu den schönsten Europas. Drei Viertel der über 600 Plätze liegen an See- oder Flussufern. Auskunft und Übersicht: www.camping.ch und www.swisscamps.ch. Wildes Campen ist verboten!

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft

Willadingweg 83 | 3006 Bern | Tel. 0313594111 | Tel. für dringende Notfälle: 0793579373

Österreichische Botschaft

Kirchenfeldstr. 77/79 | 3000 Bern 6 | Tel. 0313565252 | Tel. für dringende Notfälle: 0795983353

Einreise

Genauer als alle anderen europäischen Staaten achten die Schweizer darauf, dass Touristen auch nur als Touristen kommen. Deshalb Personalausweis oder Reisepass immer bei sich tragen! Kinder brauchen einen Kinderausweis (ab 10 Jahren mit Lichtbild).

Eintritt

Teuer ist der Museumseintritt: 10-25 Franken. Deshalb kann es sich für Museumsfans bei einem längeren oder wiederholten Schweizurlaub lohnen, einen Schweizer Museumspass für 155 Franken (gültig ein Jahr) zu kaufen. Für Familien gibt es Rabatte (www.museumspass.ch). Bei Museen lohnt es sich, auf Aktionen zu achten, einige haben z. B. am ersten Sonntag eines Monats freien Eintritt.

Auch der Eintritt in Zoos ist vergleichsweise teuer: 15-20 Euro.

Der Eintritt in sogenannte Spaßbäder liegt bei 20 Euro, teilweise darüber. Eine Alternative im Sommer sind die Freibäder, sie kosten etwa ca. 4,80 Euro (6 Franken) Eintritt, oder die Badestellen an Flüssen und Seen, die gar nichts kosten.

Gästekarten

Lohnenswert können für Urlauber Gästekarten (z. B. www.baselcard.ch) sein, die einzelne Städte wie Basel, Genf und Zürich verkaufen. Mit diesen können Sie beispielsweise für 20-25 Euro drei Tage den öffentlichen Personennahverkehr benutzen, dazu gehört in Zürich auch die kleine Schiffrundfahrt auf dem Zürichsee, zusätzlich haben Sie freien Eintritt in Museen, und im Falle Basels ist auch der Zooeintritt inklusive.

Gesundheit

Gesetzliche Krankenversicherte müssen im Urlaub bei Arztbesuchen oder Krankenhausaufenthalten die Europäische Krankenversicherungskarte vorlegen. In der Regel werden dann die Behandlungskosten über die schweizerische Krankenversicherung mit der deutschen abgerechnet. Stationäre Aufenthalte müssen vorab von der deutschen Krankenversicherung genehmigt werden. Wichtig: In der Schweiz ist der Zahnarzt nicht in der Grundversorgung enthalten, daher muss ein Versicherter vor Ort diese Kosten selbst bezahlen. Da die Regelungen des Urlaubslands für die deutsche Krankenversicherung maßgeblich sind, werden die Zahnarztkosten auch später nicht übernommen. Allein aus diesem Grund lohnt es sich, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Bei Privatversicherten fällt die Kostenübernahme je nach Tarif sehr unterschiedlich aus.

Internet & WLAN

Internetcafés finden Sie in allen größeren Städten, etwa in Bern das Weblane (Kramgasse 47 | www.weblane.ch), in Luzern das Café Parterre (Mythenstr. 7 | www.parterre.ch) mit WLAN-Gratiszugang oder in Zürich das E-Café (Uraniastr. 3 | www.cafe.ch). Preise für eine Stunde Internetzugang: 8-18 Franken.

WLAN ist in der Schweiz sehr verbreitet, aber nicht kostenfrei wie beispielsweise in Deutschland. Mit einer Prepaidkarte der Swisscom bezahlen Sie 4 Franken/Std. (ohne Karte 10 Franken/Std.). Allein die Swisscom verfügt mittlerweile über 1700 Hotspots an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen, Krankenhäusern etc. Die SBB-Bahnhöfe in allen größeren Städte bieten Hotspots an, so Aarau, Basel, Bern, Biel, Brig, Chur, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, St. Gallen, Schaffhausen, Sitten und Zürich.

Jugendherbergen

In den 52 Schweizer Jugendherbergen stehen ca. 7000 Betten bereit. Mit einem Mitgliedsausweis ist die Übernachtung etwa 6 Franken billiger. Die Mitgliedschaft kann man auch online beantragen. Eine Übernachtung mit Frühstück kostet je nach Saison 28-42 Franken. Liste der Herbergen bei: Schweizer Jugendherbergen | Schaffhauserstr. 14 | 8042 Zürich | Tel. 0443601414 | www.youthhostels.ch

Klima

Klimatisch ist die Schweiz ein Europa im Kleinen. Es gibt nördliche Polarluft, atlantische Winde, eisiges Kontinentalklima und südliche Wärme vom Mittelmeer. Die Bergwelt sorgt für rasche Witterungsumschwünge auf kleinem Raum. Besonders am Alpennordrand kommt es häufig zu Niederschlägen. Die geschützten Bergtäler bleiben nicht selten von Wind und Regen verschont, wenn das Wetter auf den Berggipfeln noch wütet.

Eine Besonderheit ist der Föhn. Er entsteht, wenn ein Tiefdruckgebiet über Frankreich warme Luft von Süden an die Alpen heranführt. Über den Bergen entsteht dann eine Wolkenwand, die sich auf ihrem Weg ins Tal auflöst. Besonders in den nördlichen Alpentälern kommt es dann häufig zu plötzlichen Temperaturanstiegen um bis zu zehn Grad, was Menschen mit Herz- und Kreislaufbeschwerden belasten kann. Die Luft in den Hochtälern, besonders im Engadin, hat Heilwirkung.

Notruf

Sanitätsnotruf: Tel. 144

Polizei: Tel. 117

Notruf Rettungshelikopter: Tel. 1414

Wer die Ferien oft in den Schweizer Bergen verbringt, hat die Möglichkeit, bei der Rettungsflugwacht (Rega) mit mindestens 30 Franken jährlich Gönnerstatus zu erlangen. Gönner werden im Notfall vom Rettungshelikopter gratis transportiert (www.rega.ch).

Post

Öffnungszeiten zumeist Mo-Fr 7.30-12 u. 14-18, Sa 8-11 Uhr. Porto ins Ausland (A-Post garantiert die Zustellung innerhalb eines Tags, B-Post dauert 2-3 Tage): bis 20 g A-Post 1,40; B-Post 1,30; bis 50 g A-Post 2,60; B-Post 2,20; bis 100 g A-Post 3,70; B-Post 2,90 Franken.

Preise & Währung

Schweizer Geld besteht aus Münzen zu 5, 10, 20 und 50 Rappen (100 Rappen sind ein Franken), 1, 2 und 5 Franken. Darüber hinaus gibt es Noten zu 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 Franken.

Bankschalter sind Mo-Fr 8.30-12.15 u. 13.15-16.30 Uhr geöffnet. Auf Bahnhöfen und Flughäfen haben die Wechselstuben länger und am Wochenende geöffnet.

Die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt zulässig. Obwohl die Schweiz nicht EU-Mitglied ist, wird der Euro vielerorts akzeptiert. Häufig gibt es auch schon eine doppelte Preisauszeichnung in Franken und Euro. Wer allerdings in der Schweiz mit Euro bezahlt, wird im Zweifel immer einen eher schlechten Wechselkurs erhalten.

Sanfter Tourismus

In der Schweiz ist "grünes Reisen" bis fast in den hintersten Winkel möglich, denn das Land verfügt über ein vorbildlich ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Züge, Straßenbahnen ("das Tram"), aber auch Postautos (Busse) und Seilbahnen bringen Sie fast überall hin und hinauf.

Darüber hinaus lässt sich natürlich die Natur an sich zum Reisethema machen: Besuchen Sie z. B. den über 100 Jahre alten Nationalpark in Graubünden (www.nationalpark.ch). Den Naturschutz in der Schweiz an sich hat sich die Organisation Pro Natura (www.pro-natura.ch) zur Aufgabe gemacht. Die Organisation mit über 100000 Mitgliedern betreut über 600 Naturschutzgebiete und ein Dutzend Naturschutzzentren in der ganzen Schweiz.

Swiss card & Swiss Pass

Mit dem "Swiss Pass" von Swiss Travel System (STS) genießen Sie an 4, 8, 15, 22 Tagen oder einen Monat lang (266-590 Franken in der 2. Klasse) freie Fahrt auf 26000 Bahn-, Bus- und Schiffskilometern und mit den Straßenbahnen und Bussen in 41 Städten in der Schweiz. Außerdem erhalten Sie 50 Prozent Ermäßigung auf fast allen Bergbahnen und haben freien Eintritt in über 400 Museen.

Mit dem "Swiss Flexi Pass" erhalten Sie die gleichen Leistungen wie beim Swiss Pass an 3, 4, 5 oder 6 frei wählbaren Tagen innerhalb eines Monats (254-405 Franken in der 2. Klasse). Bei zwei gemeinsam Reisenden erhalten Sie auf beide Pässe 15 Prozent Ermäßigung.

Die "Swiss Card" (186 Franken, 2. Klasse) umfasst eine Hin- und Rückfahrt vom Grenz- oder Flughafenbahnhof zu Ihrem Zielort in der Schweiz. Mit der kostenlosen "STS-Familienkarte" reisen Kinder unter 16 Jahren kostenfrei in Begleitung von einem Elternteil, der im Besitz eines STS-Fahrausweises ist. Auskunft: www.swisstravelsystem.com und www.sbb.ch

Telefon & Handy

Wer in die Schweiz telefonieren will, muss 0041 und die Rufnummer wählen. Ortsvorwahlen sind fester Bestandteil der Rufnummer. Aus der Schweiz ins Ausland: 0049 für Deutschland bzw. 0043 für Österreich. Für Telefonzellen braucht man eine Taxcard, die es bei der Post und an Kiosken gibt.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Mobilfunkprovider nach den Auslandspreisen. In der Schweiz gibt es drei Anbieter: Swisscom, Orange und Sunrise. Swisscom hat die beste Abdeckung. Auskünfte über SIM-Karte, Preise und Abdeckung: Tel. 0800 800800 (in der Schweiz) und Tel. 0041 622861212 (aus dem Ausland). Mit einer Schweizer Prepaidkarte entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe: Für 19,90 bekommen Sie bei der Swisscom eine Prepaid-SIM-Karte mit 20 Franken Startguthaben. Dazu müssen Sie sich in einem beliebigen Swisscom-Shop vor Ort mit Ihrem Ausweis registrieren.

Zoll

Pro Person dürfen in die Schweiz z. B. folgende Waren im Gesamtwert von 300 Franken eingeführt werden: 500 g Fleisch (kein Huhn!); 1 kg Butter, Sahne, Schmand, Kaffee (zusammengerechnet); 2 l Alkohol bis 15 und 1 l über 15 Prozent; 200 Zigaretten, 250 g Tabak. Ausgeführt werden dürfen Geschenke im Wert von 300 Euro (Flugreisende 430 Euro) sowie z. B. 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen über 22 Prozent Alkoholgehalt oder 2 l Sekt und 2 l Wein. www.ezv.admin.ch

Was kostet wie viel?

Kaffee

4 Euro für eine "Schale" am Tresen

Souvenir

75 Euro für eine Swatch-Uhr

Wein

5,80 Euro für ein Glas (1 dl)

Schokolade

1,70 Euro für eine Tafel (100 g)

Benzin

1,50 Euro für 1 l Super

Busfahrt

3 Euro einfache Fahrt

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahrstag

März/April

Karfreitag

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai

Auffahrt: Christi Himmelfahrt

Mai/Juni

Pfingstmontag

1. August

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Allgemein

Katholische Feiertage wie Fronleichnam, Allerheiligen oder Berchtoldstag (2. Januar) kommen in einigen Kantonen hinzu.

Feste & Lokale Veranstaltungen
Januar

Urnäscher Silvesterchläuse: Etwas nach der Zeit, dafür kostümiert, feiern die Appenzeller ihren Jahreswechsel am 13. Januar.

Vogel Gryff: Als Auftakt zur Fasnacht zeigen die Basler Zünfte ihre Tänze am 13., 20. oder 27. Januar.

Februar/März

Fasnacht: Hier wird noch Brauchtum gepflegt. Am schönsten im Walliser Lötschental, in Luzern oder in Basel - die Stadt am Rheinknie wartet mit dem Morgestraich auf: Am Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr früh verwandelt sich die ganze Stadt in ein Getümmel von Masken, Pfeifen und Trommeln.

Chalandamarz: Mit Schellen und Peitschen verjagen die Engadiner am 1. März die Dämonen des Winters.

Engadiner Skimarathon: Am 2. Märzwochenende laufen gut 10000 Langläufer über die eisigen Oberengadiner Seen.

April

Zürcher Sechseläuten: Am ersten Montag nach dem 16. April treiben die Handwerkerzünfte den Winter aus.

Mai

Kuhkämpfe: Ende Mai gehen in Aproz die "Kampfkühe" aufeinander los (bis Ende Juli auch in anderen Walliser Dörfern).

Juli

Imfluss: 14 Tage (bis Anfang August)(inter-)nationale (Pop-)Musik auf dem Kulturfloß in Basel. www.imfluss.ch

August

Streetparade Zürich: Technoparty mit 500000 Ravern. www.streetparade.ch

Marché-Concours: Nationales Pferdefest in Saignelégier im Jura

September

Knabenschießen: Größtes Zürcher Volksfest (erste Woche). 13- bis 17-jährige Jungen und Mädchen ermitteln mit dem Sturmgewehr ihren Schützenkönig.

Oktober

Olma: Ostschweizer Land- und Milchwirtschaftsausstellung in St. Gallen

November

Zibelemärit: Am 4. Montag ist "tout Bern" morgens auf dem Zwiebelmarkt.

Festivals
April

Fumetto: Einwöchiges Comic-Festival in Luzern. www.fumetto.ch

Mai

Literaturtage: Das bedeutendste Schweizer Festival für Literatur findet in Solothurn statt. www.literatur.ch

Juli

Jazzfestival: In Montreux treten internationale Jazz- und Popmusikgrößen auf. www.montreuxjazz.com

Paléo-Festival: In Nyon am Genfer See spielen Rockstars beim größten Open-Air-Festival der Schweiz. yeah.paleo.ch

August

Filmfestival Locarno: hoch angesehene interntionale Filmtage. www.pardolive.ch

September

Jazzfestival Willisau: Im Luzerner Hinterland treffen sich illustre Jazzer (www.jazzfestivalwillisau.ch).

Lucerne Festival: Klassikfestival in Luzern, weltweit gerühmt. www.lucernefestival.ch

Im Trend

Wellenritt
Aktiv

Auch ohne Meerzugang schlagen sich die Schweizer perfekt bei rasanten Stunts auf dem Wasser. Der Neuenburger See ist ideal, um Wasserski- und Wakeboardtechnik zu perfektionieren. Dort gibt es einen Skilift fürs Wasser. Tricks lernt man mit Alphasurf (Rue du four 32, Estavayer-le-Lac). Alpen- und Stadtpanorama gibt es vor Zürich: Brettern Sie mit dem Wassersportzentrum Tiefenbrunnen (Bellerivestr. 264) über den Zürichsee, und genießen Sie beides.

Neues Leben
Im Quartier

Wo früher geschuftet wurde, entstehen heute die angesagtesten Viertel des Landes. So wie im Sulzerareal (www.sulzerareal.com). In dem ehemaligen Industriegelände Winterthurs wachsen Wohnungen und Cafés, Grünanlagen und Büros aus dem Boden. Zürichs Sihlcity (www.sihlcity.ch) ist heute die Anlaufstelle für Wellnessfreunde, Shoppingqueens und Entertainmentfans. In der ehemaligen Papierfabrik gibt es fast alles. Das Selveareal (Thun, www.selve-thun.ch) war erst Metallwerk, dann Partyareal und wird nun zu einem modernen Viertel.

Hingucker
Kulinarik

Schweizer Köche haben nichts zu verstecken und gewährend deshalb Einblick in ihr Reich. So wie bei Bonvivant (Zwingerstr. 10, Basel), wo täglich nur ein Menü zur Auswahl steht. Durch eine Scheibe sehen Sie seine Zubereitung. Auch die Osteria Vista (Hafenstr. 4, Lachen) lässt sich in die Töpfe gucken. Verpassen Sie aber nicht den Ausblick auf den Zürichsee. Im Restaurant Luce (im Radisson Blu Hotel, Inseliquai 12, Luzern) werden mediterrane Leckereien in der Showküche vor Ihren Augen zubereitet.

Swiss made
Mode

Bei Schweizer Design denken die Meisten an Architektur oder Taschenmesser, Uhren und Möbel. Aber aus dem Alpenland kommt auch spannende Mode. So wie das Tessiner Label Bias (Via Teatro, Bellinzona, www.biasateliers.ch). Christina und Michele Biaggi stellen Liebhaberstücke aus Leder her - Bilderrahmen und Schuhe, Taschen und Gürtel. Noch mehr Schweizer Accessoires, aber auch internationale Mode und Schuhe, gibt es bei Gangart (Holderplatz 6, Winterthur, www.gangart-mode.ch). Die beiden Geschäftsführerinnen haben auch das Trendlabel kleinbasel (www.kleinbasel.net) im Sortiment. Die Modelinie von Tanja Klein ist typisch schweizerisch - schnörkellos, aber mit Witz. Die größte Auswahl gibt es im Baseler Laden (Schneidergasse 24).

Gute Nacht!
Übernachten

Luxuriöse Hotels gibt es zuhauf in der Schweiz, doch auch, wer es etwas ausgefallener liebt, kommt dort auf seine Kosten. Sie können ganz naturverbunden im Kornfeld schlafen (Cornfield Open Air Hotel, Nennigkofen, www.mais-hotel.ch) oder aber in einer modern anmutenden Röhre (Swiss-Tubes, Gwatt, www.swisstubes.ch) - perfekt für Familien und kleine Gruppen. Urig wird es im Fasshotel (Trasadingen, www.fasshotel.ch). Geschlafen wird in einem 15000 l fassenden Weinfass, das Platz für bis zu sechs Personen bietet. Wer möchte, kann sogar in einem Fass baden. Nicht nur Kinderträume werden bei einer Übernachtung im alten Bauwagen auf 1340 m Höhe wahr (Anmeldung unter Tel. 081 6812340). Das Wägeli samt externer Toilette steht bei Stierva.

Bloss nicht

Züri Metzgete für Schlachtplatte halten

Eine Schlachtplatte heißt auf Schweizerdeutsch zwar Metzgete, doch die Züri Metzgete hat mit Blutwürsten, Schweinshaxen, Speck und Innereien nichts zu tun. Die Züri Metzgete ist nämlich das einzige Weltcup-Radrennen der Schweiz, das jeden Sommer in der Umgebung von Zürich stattfindet.

Fränkli sagen

Es stimmt ja: Die Schweizer lieben Verkleinerungsformen. Eine Kasse wird schnell mal zum "Kässeli". Oder eine Sitzbank zum "Bänkli". Aber ein Einfrankenstück wird nie zu einem "Fränkli"; wenn schon, dann zu einem "Eifränkler", "Schtutz" oder "Schtei". Und "Räppli" sind kein Kleingeld, sondern entsprechen dem deutschen Konfetti.

Falsch grüßen

Zur Begrüßung sagt man "Grüezi" (nicht Grützi). "Hallo", "Salli", "Ahoi" und "Tschüs" gelten eher als salopp, sind aber okay unter Freunden - bei Fremden und formalen Anlässen wirken "Guten Tag" und "Adieu" besser.

Schneeketten vergessen

Wenn Sie im Winter in die Schweiz reisen, sollten Sie unbedingt Schneeketten im Kofferraum haben. Wenn Sie ohne fahren, gehen Sie das Risiko ein, dass es nach starkem Schneefall selbst in den Tälern unmöglich für Sie wird weiterzufahren.

Wild zelten

Die Behörden haben ein Auge darauf: Wer sein Zelt in der freien Landschaft aufstellt, muss mit einer Strafe rechnen. Auch Wohnmobile dürfen nicht einfach am Straßenrand abgestellt werden. Auf eigens ausgewiesenen Parkplätzen ist eine Übernachtung lediglich auf dem Weg zum Campingplatz erlaubt.

Zu schnell fahren & falsch parken

1-5 km/h über der Höchstgeschwindigkeit innerorts kosten etwa 32 Euro, 6-10 km/h knapp 100 Euro und 11-15 km/h etwa 200 Euro. Falschparken beginnt bei ca. 25 Euro. Die Grenzen sind nach oben offen und reichen bis zur Beschlagnahmung des Autos ...

Schwyzerdütsch sprechen

Sehr oft kommt die Frage: "Ist es okay, wenn ich Schweizerdeutsch spreche?" Wer es nicht versteht, sollte dies höflich, aber klar sagen. Versuche Deutscher, Schweizerdeutsch zu sprechen, wirken auf das Gegenüber dagegen meist peinlich.

Falsche scherze machen

Wer die Schweiz, auch im Spaß, als 17. Bundesland bezeichnet, erntet meist keine Sympathie. Neuralgische Themen wie Schwarzgeld und Minarettverbot sollten Besucher beim ersten Smalltalk vermeiden.

Stichworte

Alpaufzug & Alpabtrieb

In der Schweiz findet sich noch unverfälschtes Brauchtum, z. B. die Alpaufzüge und -abtriebe im Juni und September im Appenzeller Land und im Berner Oberland, aber auch in den Fribourger Alpen. Der für die Qualität der Milchprodukte und des Fleisches wichtige Aufenthalt auf der Alp wird an seinem Anfang und Ende gefeiert. Dies umso mehr, als der sommerliche Aufenthalt auch für viele Bauern und ihre Familien immer noch etwas Besonderes darstellt.

Architektur

Schweizer Architekten genießen weltweit einen exzellenten Ruf. Zu den berühmtesten gehören Peter Zumthor, der die Therme Vals schuf, und das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron, die das Stadion ("Vogelnest) für die Olympischen Spiele 2008 in Peking gestalteten. Der Tessiner Mario Botta entwarf das Tinguely-Museum in Basel; sicherlich nicht sein größtes, aber eines seiner schönsten Werke ist die Kirche auf dem Monte Tamaro im Tessin. Nicht zuletzt Le Corbusier (1887-1965): Der in La Chaux-de-Fonds geborene Architekt erlangte mit seinen Bauten und Möbeln Weltruhm - und ziert heute die Zehn-Franken-Note.

Bahnland

Die Schweiz verfügt über eines der dichtesten Bahnnetze der Welt. Wann immer die schönsten Zugfahrten der Welt aufgezählt werden, gehört zum Beispiel der Glacier-Express dazu. Für die 270 km von Zermatt über Brig, Andermatt, Chur nach Davos oder St. Moritz braucht der schleichende Express mehr als 7,5 Stunden. Dafür bekommt man aber, besonders im Winter, einzigartige Bilder zu sehen. Bei der Fahrt überwindet der Zug 2500 Höhenmeter, von denen er einige Steigungen nur mithilfe von Zahnrädern nehmen kann. Auf der Strecke liegen 291 Brücken und 91 Tunnel, hinter denen sich immer wieder neue Landschaften auftun. Informationen unter www.glacierexpress.ch.

Wem das noch nicht reicht, der reist von Chur aus mit der Rhätischen Bahn über die berühmte Albulastrecke ins Engadin. Weiter geht die Reise von St. Moritz bzw. Pontresina aus mit dem bahntechnisch eindrucksvollen Bernina-Express über den gleichnamigen, 2200 m hohen Pass, durch das reizvolle Poschiavo-Tal über diverse Kunstbauten bis hinunter ins nur noch 438 m hoch gelegene Tirano im italienischen Veltlin. Alles über die "kleine Rote", wie die Rhätische Bahn genannt wird, finden Sie unter www.rhb.ch.

Bernhardiner

Das Hospiz der Augustiner Chorherren auf dem Großen Sankt Bernhard ist die Heimat des berühmtesten Hundes der Alpen: des Bernhardiners. Ursprünglich gezüchtet, um Lawinenopfer aufzuspüren, sind diese Hunde heute dafür viel zu schwer und werden nicht mehr zur Verschüttetensuche eingesetzt. Der berühmteste Bernhardiner hieß übrigens Barry. Er starb 1814 und ist heute im Berner Naturhistorischen Museum ausgestellt. Barry soll mehr als 40 Menschen das Leben gerettet haben.

Flora & Fauna

Die Schweiz ist Natur pur. Auf engem Raum gibt es hier einen Artenreichtum wie selten in Mitteleuropa. Die Pflanzenwelt teilt man in fünf Vegetationsstufen ein: Bis zu einer Höhe von 600 m gedeihen Nutzpflanzen. Der Mischwald, den man auch Bergwald nennt, besteht bis in eine Höhe von 1200 m vornehmlich aus Buchen, Föhren und Tannen. Steigt man noch höher, bis ca. 2000 m, beginnt die Region der Arven (Zirbelkiefern) und des Lärchenwalds. Darüber fängt die Mattenzone mit vereinzeltem Buschwerk und Krüppelkiefern an. Über 2500 m breitet sich die Zone des ewigen Schnees aus. Auf den Almweiden gedeihen im Sommer Blumen wie Alpenanemone, Alpenrose, Eisenhut, Enzian und Männertreu. Noch höher ist das streng geschützte, genügsame Edelweiß zu finden.

Auch die Tierwelt ist recht vielfältig. Viele Arten stehen unter Schutz. In den alpinen Zonen findet man Murmeltiere, Luchse, Gämsen und Steinböcke, in Wäldern und auf Wiesen Damwild, Füchse, Hasen und Wildschweine. Aber auch so seltene Tiere wie die Aspisviper, der Feuersalamander und die Zauneidechse finden in der Schweizer Natur ihr Biotop. Und 2008 kehrte der bereits ausgerottete Biber zurück.

Zu den heimischen Vögeln zählen bunte Arten wie Distelfink und Eisvogel, Eulen und Käuze leben in den Wäldern; Steinadler, Alpendohlen und sogar Bartgeier fliegen im Hochgebirge. In und um die vielen Seen tummeln sich diverse Arten von Kröten, Fröschen, Molchen, Zikaden und Libellen. In den großen Seen schwimmen reichlich Fische, vor allem Egli (Flussbarsche), Felchen, Forellen und Hechte. Angeln ist erlaubt und sogar gebührenfrei. Einzelheiten über Fischgewässer unter www.fischerportal.ch

Heidi

Das herzige, kraushaarige Kind Heidi wurde zum Markenzeichen der Schweizer Alpenwelt. Gelungen ist dies einer Frau mit nur zwei Büchern: Die Zürcher Stadtschreibergemahlin Johanna Spyri schrieb 1880 im Alter von 53 Jahren nacheinander die beiden Bücher "Heidis Lehr- und Wanderjahre" und "Heidi kann brauchen, was es gelernt hat". Für die damalige Zeit wurden die Bücher quasi über Nacht Bestseller und kamen - was bis heute noch eine kleine Sensation ist - übersetzt aus dem deutschsprachigen auf den amerikanischen Markt. Die weltweit bekannten Kinderbücher wurden mehrfach verfilmt.

Helvetia & Helvetier

Diese weibliche Repräsentationsfigur der Schweiz ist auf der Vorderseite eines "Zweifränklers" (Zwei-Franken-Münze), des "Einfränklers" (Ein-FrankenMünze) und der Fünfzig-Rappen-Münze abgebildet. Sie findet sich ebenfalls auf Briefmarken und dem "Goldvreneli" (Goldmünze) und ist ein beliebtes Denkmal- und Postkartenmotiv. Helvetia ist keine reale Figur, sondern eine allegorische Frauenfigur, die erstmals im 17. Jh. auftauchte. Im 19. Jh. - in der heißen Gründungsphase des Schweizerischen Bundesstaats - hatte sie eine wichtige identitätsstiftende Funktion. Das schönste Helvetia-Denkmal befindet sich in Basel. Dort sitzt die Skulptur "Helvetia auf der Reise" der Basler Bildhauerin Bettina Eichin nachdenklich rheinabwärts blickend auf einem Brückenkopf der Mittleren Rheinbrücke, neben ihr liegen Mantel, Schild, Speer und Koffer.

Die Helvetier waren dagegen ein sehr reales keltisches Volk. Sie lebten auf Schweizer Gebiet, aber auch im südwestdeutschen Raum. Später gingen sie im Stamm der Alemannen auf und übernahmen auch deren Sprache. Gemeinsamkeiten zwischen südwestdeutschen Dialekten und Schweizerdeutsch sind heute noch deutlich.

Kuhglocken

Sie gehören zur Schweiz wie der Käse. Man hört sie überall und - was mancher als störend empfindet - auch frühmorgens durch das geschlossene Fenster eines hoch gelegenen Hotels. Dabei hat die Eidgenossenschaft höchstrichterlich entschieden, dass Kuhglockengeläut nicht als gesundheitsschädlich einzustufen ist. Ein genervter Waadtländer hatte die Klage beim obersten Gerichtshof angestrengt. Die Richter empfahlen lediglich, den Kühen Glocken bis maximal Größe acht umzubinden. Immerhin, es gibt auch doppelt so große.

Kunst

Zu den berümtesten Schweizer Künstlern zählt der Zürcher Maler Johann Heinrich Füssli (1741-1825). Viele seiner Werke sind im Zürcher Kunsthaus zu sehen.

Die Maler Ferdinand Hodler (1853-1918) und Arnold Böcklin (1827-1901) sowie der Schriftsteller Gottfried Keller (1819-90) zählen zu den bekanntesten Schweizer Künstlern des 19. Jhs. Hodler wie auch Böcklin gehörten der Stilrichtung des Symbolismus an - sie wollten nicht die Realität detailgetreu abbilden, sondern die Seele einer Landschaft darstellen. Keller, der zunächst als Landschaftsmaler sein Glück versuchte, schrieb dann mit "Der grüne Heinrich" die Lebensgeschichte eines jungen Mannes bis zu dessen Tod - und schuf einen Bestseller.

Einer der namhaftesten Künstler des 20. Jhs. ist der Bildhauer Alberto Giacometti (1901-66), der für seine überlangen, dunklen Skulpturen aus Metall bekannt ist. Die deutsch-schweizerische Surrealistin Meret Oppenheim (1913-85) wurde bekannt durch ihre pelzbezogene Kaffeetasse. Ein eigenes Museum hat der Freiburger Bildhauer, Maler und Aktionskünstler Jean Tinguely (1925-91), der für seine kinetische Kunst Berühmtheit erlangte - live zu bewundern mit dem Tinguely-Brunnen in Basel.

Gegenwärtig zählen die Sankt Galler Videokünstlerin Pipilotti Rist, der Appenzeller Bildhauer und Aktionskünstler Roman Signer und das Künstlerduo Fischli/Weiss (David Weiss starb 2012) zu den Topstars der internationalen Kunstszene.

Literatur

Zu den berühmtesten Schriftstellern der Schweiz gehören Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch. Dürrenmatt, 1921 in Konolfingen im Emmental geboren und 1990 in Neuenburg gestorben, wurde weltbekannt mit Theaterstücken wie "Der Besuch der alten Dame" und "Die Physiker". Ebenfalls zu den Klassikern zählt Max Frisch aus Zürich (1911-91). Seine Theaterstücke wie "Andorra" sowie seine Romane "Stiller" und "Homo Faber" wurden internationale Erfolge. Und auch Hermann Hesse (1877-1962), von Geburt Schwabe, verbrachte einen Großteil seines Lebens in Basel, Bern und im Tessin. Für sein Gesamtwerk bekam der Schriftsteller 1946 den Literaturnobelpreis. Hesse - übrigens auch ein begabter Maler - war mehr als die Hälfte seines Lebens Schweizer Staatsbürger und starb in Montagnola bei Lugano.

Preisniveau

Die Schweiz ist für Deutsche mittlerweile ein teures Reiseland. Essen zu gehen kostet locker um 50 Prozent mehr als daheim. Selbst für eine Portion Pommes frites bezahlen Sie im Freibad 6 Franken. Wer etwa eine Ferienwohnung mietet, darf immerhin Lebensmittel bis zu einem Wert von 300 Franken importieren. Einheimische Käsesorten wie Gruyère, Kaffee, Elektronikartikel und Kleidung sind in der Schweiz dagegen oft günstiger. Während der Schlussverkäufe lassen sich gute Schnäppchen machen. Hier zahlt sich die in der Schweiz deutlich niedrigere Mehrwertsteuer von nur 8 Prozent aus.

Sprache

Schweizer sprechen Schweizerdeutsch ("Schwyzerdütsch"). Das kann je nach Herkunftsregion sehr unterschiedlich ausfallen. Nicht verwechseln sollte man das Schweizerdeutsch mit dem Schweizer Hochdeutsch, das zwar im Großen und Ganzen mit dem deutschen Hochdeutsch übereinstimmt, aber eben nicht ganz. So heißt es beispielsweise "parkieren" und "grillieren" statt "parken" und "grillen" oder "Entscheid" statt "Entscheidung", und wenn ein Schweizer "verunfallt", hatte er leider einen Unfall.

Bücher & Filme

Hunkeler und die goldene Hand (2008)

Hansjörg Schneiders Kriminalromane erzählen vom Alltag der Schweiz und des raubeinigen Kommissärs Hunkeler, von seinen Kollegen "Hunki" genannt. Die Krimis, die in Basel spielen, wurden auch verfilmt

Die Herbstzeitlosen

Ein Schweizer Publikumshit der Regisseurin Bettina Oberli: Die 80-jährige Mutter des Dorfpfarrers hat sich in den Kopf gesetzt, eine Lingerie-Boutique auf dem Land zu eröffnen (2006)

Kinder der Landstraße

Der vielfach ausgezeichnete Film von Urs Egger und Johannes Bösiger beruht auf historischen Fakten und behandelt das Schicksal einer jenischen Familie, deren Kinder auf Anordnung eines Hilfswerks von ihren Eltern getrennt wurden (1992)

Der Verdingbub

Markus Imboden verfilmte die Geschichte zweier Kinder, die gemäß staatlicher Anordnung als billige Arbeitskraft (= Verdingkind) auf Bauernhöfen arbeiten mussten. Ein Thema, dem sich die Schweiz in Ausstellungen und Dokumentationen in den vergangenen Jahren häufig widmete (2011)

Fünfzig Mal Mund auf in der Schweiz

Hier stellt Marco-Polo-Autorin Geraldine Friedrich die 50 wichtigsten Speisen, Getränke und Lebensmittel der Schweiz kurz, knackig und sortiert nach Regionen vor (2012)

Asterix bei den Schweizern

nimmt herrlich politisch unkorrekt sämtliche eidgenössische Eigenheiten aufs Korn, vom Käsefondue über Nummernkonten bis zur Sauberkeit (1986)

Fakten

Einwohner
8.466.017
Fläche
41.285 km²
Sprache
Deutsch
Währung
Schweizer Franken
Strom
230 V, 50 Hz
Regierungssystem
föderale Republik
Hauptstadt
Bern
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
09:44 Uhr
Zeitverschiebung
keine
MARCO POLO Produkte
MARCO POLO Länderkarte Schweiz 1:303 000
MARCO POLO Länderkarte Schweiz 1:303 000
11,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Regionalkarte Schweiz Blatt 1 Schweiz - westlicher Teil 1:200 000
MARCO POLO Regionalkarte Schweiz Blatt 1 Schweiz - westlicher Teil 1:200 000
9,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Länderkarte Alpen 1:800 000
MARCO POLO Länderkarte Alpen 1:800 000
11,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Regionalkarte Schweiz Blatt 2 Schweiz - östlicher Teil 1:200 000
MARCO POLO Regionalkarte Schweiz Blatt 2 Schweiz - östlicher Teil 1:200 000
9,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Reiseführer Schweiz
MARCO POLO Reiseführer Schweiz
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Reiseführer Zürich
MARCO POLO Reiseführer Zürich
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Cityplan Basel 1:15 000
MARCO POLO Cityplan Basel 1:15 000
6,99 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Reiseführer Tessin
MARCO POLO Reiseführer Tessin
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Cityplan Zürich 1:15 000
MARCO POLO Cityplan Zürich 1:15 000
6,99 €
≫ Jetzt kaufen

News

Keine Nachrichten verfügbar.

Reportagen

Nach oben