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Schweiz

Check-in

Die Schweiz klingt. Klong, klong, klong. Das Schellen der kupfernen Kuhglocken scheint vom Himmel zu kommen, der in der frühen Morgensonne leuchtet. Am Abend sollen die mächtigen Tiere auf der Alm ankommen, hoch oben über dem Dorf. Seit Hunderten von Jahren wird der Almauftrieb so gefeiert. Das Dorf, der Himmel, die Berge, die Alm, die Tradition: Das ist die Schweiz.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Im teilweise autofreien Zentrum mit seinen schmalen Gassen, die von Arkaden gesäumt werden, hat man ein Gefühl von hochsympathischer Lebensart. Lugano ließ frühe Reisende im 19. Jh. begeistert…
Nach einem Brand in der für Opernaufführungen umgebauten Barfüsser-Klosterkirche im Niederdorf beschloss man, beim Bellevue ein neues Haus zu bauen. Man beauftragte die Wiener Architekten Fellner…
Für viele ist es der schönste Ort des Tessins: Das lang gestreckte, kleine und dank seiner stolzen Architektur doch stattliche Morcote (650 Ew.). Es klebt im Windschatten des üppig bewaldeten…
Auf einmal steht er da, wie gemalt auf einem schroffen Felssporn: ein Steinbock! Vor allem im Frühsommer und im Herbst, wenn der Schnee fast schon in die Täler reicht, sind die Bündner Wappentiere…
In Europa ganz oben, „Top of Europe“, so wirbt die Jungfraubahn für die Fahrt zum höchsten Bahnhof Europas auf dem Jungfraujoch, 3454 m über dem Meer (der Gipfel ist nur 21 m höher). Die…
Unten schießt der Rhein donnernd durch die enge Schlucht aus schroffem Gestein. Die Gischt spritzt auf die engen Terrassen, durch die sich einst die Säumer mit ihren Waren kämpfen mussten. Heute f…
Wenige Kilometer von Lauterbrunnen fährt ein Aufzug im Berginnern hoch auf ein Plateau, das durch Tunnel und über Treppen den Zugang auf ein phänomenales Naturspektakel freigibt. Der Trümmelbach…
Die markanten Doppeltürme sind das Wahrzeichen Zürichs: Klettern Sie hoch und werfen Sie einen Blick über die Altstadt! Hierher solle die Stadtheiligen Felix und Regula nach ihrer nthauptung…
Parco Scherrer , der wahr gewordene Traum des reichen Textilunternehmers Arthur Scherrer (1881–1956) – ein leidenschaftlicher Reisender und Sammler. Alles, was ihm auf der Welt gefiel, ließ er in…
Rund 40 Prozent der Tessiner Merlottrauben werden im Mendrisiotto zu Wein verarbeitet. Gelagert werden die edlen Tropfen seit Menschengedenken in den Felsenkellern an den Ausläufern des Monte…
Hier tötete Sir Arthur Conan Doyle den größten Detektiv aller Zeiten: Sherlock Holmes stürzte mit seinem Erzfeind Moriarty den 120 m tiefen Reichenbachfall hinab. Der Aufschrei seiner Fans war so…
Braun markierte Wanderwege führen über Tal- oder Terrassenwege zwischen Wimmis und Weissenburg durch das Niedersimmental und von Boltigen nach Zweisimmen durch das Obersimmental an insgesamt 39…
Die rechtsufrige Quaianlage vom Bellevue-Platz bis zu der augenfällig in den See ragenden Landzunge, dem Zürichhorn, wird auch als Kunstmeile bezeichnet. Diverse Skulpturen und Reliefs sind auf…
Beeindruckend stürzt sich der Giessbach in 14 Stufen rund 400 m in den Brienzersee. Man kann in 45 min. zur obersten der drei Brücken wandern und dort zuschauen, wie sich das Wasser in einen 6 m…
Viermal ein Traum in tiefem Blau und den für Marc Chagall so typische Farbtupfern, dazu je einmal Grün und Gelb: Die fünf von ihm gestalteten Kirchenfenster und eine Rosette sind die vielleicht sch…

Reisezeit

Januar
sehr gut
2°C
Februar
sehr gut
5°C
März
sehr gut
10°C
April
sehr gut
15°C
Mai
sehr gut
19°C
Juni
sehr gut
23°C
Juli
sehr gut
25°C
August
sehr gut
24°C
September
sehr gut
20°C
Oktober
sehr gut
14°C
November
sehr gut
7°C
Dezember
sehr gut
3°C

Die beste Reisezeit für Schweiz sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 14° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Mai, Juni, Juli und August mit durchschnittlich 7 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 2° Celsius bei 11 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 14° Celsius und die Nachttemperatur bei 5° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 11 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Juni, Juli und August.

Mehr zu Klima und Reisezeit

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Der Klang der Schweiz

Klong. Erst klingelt es leise, dann immer lauter und schneller. Klongklongklong. Die Maschine des Schweizer Künstlers Jean Tinguely spuckt Töne aus, unaufhörlich. Klong Klong. Die Glocken der Wallfahrtskirche Madonna del Sasso über Locarno schlagen zur Mittagsstunde so laut, dass man sie bis zum See hin hört. Klongklong. Der Ton, mit dem der Computer meldet, dass im 26,6 km langen Teilchenbeschleuniger unter Genf ein neuer Versuch begonnen hat. Klong klong klong. Die älteste Schweizer Uhr im Uhrenmuseum von La Chaux-de-Fonds im Jura. Kunst, Kirche, Uhren, Vielfalt und Innovation: Auch das ist die Schweiz. Die Schweiz klingt. Überall anders, überall ähnlich.

Willensnation Schweiz

Dabei ist die Schweiz vor allem eine gewagte Idee: „Einer für alle, alle für einen“. So steht es im Wappen, und das steckte hinter dem Schwur, den die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden in ihrem Kampf gegen die mächtigen Habsburger leisteten. Am 1. August 1291 soll das gewesen sein. Historiker zweifeln daran, aber das hindert die Schweizer nicht, an diesem Datum bis heute den Nationalfeiertag mit Feuerwerk und Volksfesten zu feiern. Vieles hat sich verändert: Aus drei Kantonen sind 26 geworden, als letzter kam 1979 das Jura hinzu. Vieles ist gleich geblieben: Die Macht liegt bei den Bürgern, dann den Gemeinden, dann den Kantonen. Die Schweiz hat keinen Regierungschef, alle grundlegenden Entscheidungen trifft das Volk in Abstimmungen. Der Bund wird misstrauisch beäugt, Europa sowieso.

In Vielfalt vereint

Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass die Schweiz überhaupt existiert. Schließlich werden auf einer Fläche, kaum größer als Baden-Württemberg, vier Landessprachen gesprochen: Deutsch (in Schweizer Mundart, gesprochen von 73 Prozent der oft mehrsprachigen Schweizer), Französisch (23 Prozent), Italienisch (6 Prozent) und Rätoromanisch (0,7 Prozent). Das Landesgebiet wird von Europas höchstem Gebirgszug, den Alpen, durchschnitten. Seen und reißende Flüsse tun ihr Übriges, um die 8,4 Mio. Einwohner des Landes voneinander zu trennen. Die Schweiz hat zudem kaum natürliche Ressourcen, die Schweizer waren arme Bauern, Söldner, Gastarbeiter. Und was taten sie? Bauten (und bauen) Tunnel, Brücken und Passstraßen, setzten auf Dienstleistung wie die Bankenbranche und geniale Erfindungen wie den Klettverschluss, die Quarzuhr oder das künstliche Hüftgelenk. Die Schweizer erfanden die Neutralitätspolitik und den Minderheitenschutz und überbrückten Sprachbarrieren im Zweifel salomonisch mit Latein. Confoederatio Helvetica, CH, steht auf den Kennzeichen der Schweizer Autos. Und wenn wieder einmal Roger Federer einen Grand Slam gewinnt oder die Nati, wie die Fußballnationalmannschaft liebevoll genannt wird, aufläuft, dann schwenken alle Schweizer die vielleicht berühmteste Fahne der Welt und jubeln wie aus einer Kehle: Schweiz, Suisse, Svizzera, Svizra!

Mehr hoch als breit

Die Schweiz ist klein, aber groß. Schon ein paar Kilometer weiter kann es ganz anders aussehen als da, wo man gerade ist. Die Schweiz in ein paar Stunden zu durchqueren, ist kein Problem. Die Schweiz über Jahre kennenzulernen und immer noch Neues zu entdecken, ebenso wenig. Deshalb: Nimm dir Zeit, auch mal eine Nacht länger als geplant – es lohnt sich immer. Wander ein Stück, nimm den Postbus oder einen Bummelzug. Die Landschaft ist eine der schönsten Europas. Natürlich die Berge: 3350 von ihnen sind höher als 2000 m. Die Dufourspitze ist mit 4634 m der höchste von ihnen, das Matterhorn (4478 m) mit seiner unverwechselbaren Form der berühmteste. Zu Füßen der Berge, zwischen Jurabogen und Alpen, leben die meisten Schweizer in den großen Städten entlang der Flüsse Rhein, Rhône, Aare oder Reuss. Längst haben die Siedlungsräume Stadtgrenzen überschritten, haben sich die „Agglo“ genannten Wohnstädte auf der ehemals grünen Wiese ausgebreitet.

Land zum verlieben

Die größte Stadt der Schweiz ist Zürich mit knapp 400 000 Einwohnern, gefolgt von Genf, Basel, Lausanne und Bern. In Lugano, der größten Stadt im Tessin, leben knapp 70 000 Menschen. Und wer braucht schon einen Meereszugang, wenn der Lago Maggiore oder der Luganer See, aber auch der mit seinen 580 km2 größte See der Schweiz, der Genfer See, mediterranes Feeling versprühen? 1500 Seen hat die Schweiz, und in mindestens einen von ihnen musst du im Urlaub mal reinspringen – sonst hast du was verpasst. „Die Schweiz? Aber ich liebe sie!“, soll Thomas Mann 1923 gesagt haben. Und vielleicht verlierst auch du dein Herz irgendwo zwischen Bergen und Seen, Städten und Weilern, Natur und Kultur. Hör genau hin, wenn das passiert – es macht laut und vernehmlich „Klong“.

Gut zu wissen

Anreise

Zürich und Genf sind die großen internationalen Drehkreuze der Schweiz. Billigfluglinien steuern außerdem auch Basel und Bern an. Wer von der Westschweiz ins Tessin will, kann mit dem Flug ab Genf nach Lugano Zeit sparen.

ICEs fahren direkt nach Basel, Zürich und ins Berner Oberland (Endstation Interlaken). In Basel aufpassen, es gibt zwei Bahnhöfe: Ab Basel Badischer Bahnhof gehen die Züge nach Schaffhausen ab, für den Rest der Schweiz erst im Bahnhof Basel SBB umsteigen! Aus Österreich fahren unter anderem Railjets durch Vorarlberg nach Zürich.

Die Hauptrouten führen durch das Rheintal nach Basel, über Stuttgart und am Bodensee vorbei nach Zürich oder von München und Innsbruck durch Österreich (Bregenz) nach St. Gallen. Von Österreich alternativ über Feldkirch und Liechtenstein oder über Landeck und Tösens. Alle Strecken sind vor allem in der Hauptsaison extrem ausgelastet, gerade an den Grenzübergängen staut es sich. Praktisch jede Schweizer Stadt ist auch mit dem Fernbus zu erreichen. Der größte von ihnen, Flixbus (flixbus.de), fährt mehr als 40 Orte in der Schweiz an.

Auskunft vor der Reise

Schweiz-Tourismus

Rossmarkt 23 | 60311 Frankfurt/Main | (*) Tel. 0800 10 02 00 29 | myswitzerland.com

Auto

In der Schweiz geht es langsamer voran: Auf Landstraßen darf man höchstens 80, auf Autobahnen nicht mehr als 120 km/h fahren – innerorts gilt Tempo 50, an vielen Stellen auch Tempo 30. Auf keinen Fall zu schnell fahren! Es wird viel geblitzt, die Strafen sind hoch, und schnell wird der Führerschein eingezogen. Die Promillegrenze liegt bei 0,5; liegst du drüber, ist schnell der Lappen weg.

Unbedingt brauchst du eine Vignette, ohne die man nicht auf der Autobahn Zu den Hauptinhalten springenHilfe zur Barrierefreiheit Feedback zur Barrierefreiheit Zu Ehren von Anton Wilhelm Amo fahren darf: Für 40 Franken bekommst du diese an Grenzübergängen, Tankstellen und bei jedem Postamt und auch vorab bei heimischen Automobilclubs. Nimm außerdem unbedingt eine Parkscheibe mit: In blau markierten Parkbuchten darf man nur mit diesen parken, maximal eine Stunde. Im Winter auf meteo.schweiz.ch über die Wetterlage informieren! In einem Schweizer Kofferraum liegt dann auch immer ein Satz Schneeketten.

Camping

Wild zu campen ist in der Schweiz verboten! Dafür liegen die meisten der gut 600 Campingplätze wunderschön und sind top ausgestattet. Übersicht unter camping.ch | swisscamps.ch

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Willadingweg 83 | 3006 Bern | Tel. 03 13 59 41 11, für dringende Notfälle 07 93 57 93 73 | bern.diplo.de

Österreichische Botschaft

Kirchenfeldstr. 77/79 | 3005 Bern | Tel. 03 13 56 52 52, für dringende Notfälle 07 95 98 33 53 | bmeia.gv.at/oeb-bern

Einreise

Die Schweiz ist Teil des Schengen- Raums. Ein Personalausweis genügt zur Einreise, Kinder brauchen einen Kinderausweis (ab 10 J. mit Passfoto).

Eintrittspreise

Einzeleintritte in der Schweiz sind oft teuer: Ein Museum etwa verlangt zwischen 10 und 30 Franken für den Besuch. Manche Museen bieten vergünstigte Familienkarten an. In vielen Regionen gibt es Gästekarten, die freie Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr und Rabatte oder freien Eintritt in viele Sehenswürdigkeiten bieten. Oft lohnen sich diese Karten – erkundige dich in den örtlichen Touristeninformationen. In manchen Regionen, etwa im Jura oder in und um Montreux, bekommst du die Karte umsonst, wenn du vor Ort übernachtest.

Gesundheit

Wenn du im Urlaub zum Arzt musst, zahlt die deutsche Krankenkasse, wenn du deine deutsche Gesundheitskarte dabeihast. Eine stationäre Behandlung am besten vorab mit deiner Kasse klären.

Achtung: Den Zahnarzt zahlt die Krankenkasse nicht – denn die Schweizer müssen sich für ihre Zähne extra versichern. Wenn du Zahnprobleme hast, lohnt sich deshalb eine Auslandsreisekrankenversicherung, die deckt dann auch einen eventuellen Krankenrücktransport in die Heimat ab.

Internet & WLAN

WLAN ist in der Schweiz weit verbreitet und in den Städten oft kostenfrei. Die Schweizer Bundesbahnen haben an größeren Bahnhöfen Hotspots eingerichtet. Die meisten Hotspots unterhält die Swisscom – mehr als 1700 im ganzen Land. Infos unter swisscom.ch

Jugendherbergen

Die Schweizer Jugendherbergen haben einen hohen Standard und gleichen oft Hotels, auch von der Lage her – preislich sind sie dagegen konkurrenzlos günstig. Deswegen übernachten auch ältere Gäste gerne hier. Bring deinen Jugendherbergsausweis mit, dann ist die Übernachtung in den 52 offiziellen Herbergen günstiger (Liste unter youthhostels.ch). Außerdem gibt es vor allem in den Großstädten viele freie Hostels (z. B. swisshostels.ch).

Klima

Das Wetter in der Schweiz ist sehr kleinräumig: Gerade in den Bergen kann sich die Lage in kürzester Zeit abrupt ändern! Generell gilt: Nördlich der Alpen beeinflussen vor allem Luftströmungen vom Atlantik das Wetter, die feucht-milde Meeresluft kühlt im Sommer und wärmt im Winter. Die Temperaturen sind vor allem von der Höhenlage abhängig: Ab 1200 m fällt der Niederschlag im Winter als Schnee, auch im Sommer ist es deutlich kühler, sobald die Sonne untergeht.

Anders als der Rest der Schweiz wird das Klima im Tessin vom Mittelmeer beeinflusst, die Winter sind entsprechend milder.

Wenn warme Luft über die Alpen nach Norden „fällt“, gibt es den Föhn, einen starken, warmen Wind selbst in kalter Jahreszeit. In den Alpentälern, etwa im Wallis und im Engadin, fällt generell wenig Niederschlag, weil sie von den Gipfeln auf beiden Seiten meist von Wolken abgeschirmt sind.

Notrufe

– Ambulanz: 144

– Notruf: 112

– Rettungshubschrauber: 14 14

Gerade wenn du in den Bergen wanderst oder Skitouren unternimmst, lohnt sich die Fördermitgliedschaft bei der Rettungsflugwacht REGA (rega. ch). Die 30 Franken Jahresbeitrag beinhalten im Regelfall den Flug mit dem Rettungshubschrauber.

Post

Die Schweizer Post kennt A-Post (Prioritaire) und die langsamere B-Post (Economy). Postkarten und Standardbriefe ins europäische Ausland kosten 1,50 (A) bzw. 1,40 Franken (B).

Währung

Schweizer Währung ist der Franken (Franc Suisse bzw. Franco svizzero), unterteilt in 100 Rappen (Centimes bzw. Centesimi). Münzen gibt es zu 5, 2 und 1 Franken sowie zu 5, 10, 20 und 50 Rappen; Scheine zu 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 Franken. Zurzeit sind parallel alte und neue Franken-Scheine im Umlauf, beide sind gültig. Der Euro wird nur in grenznahen Regionen akzeptiert und dann zu schlechten Wechselkursen. Dafür können selbst kleine Summen mit der EC-Karte (Maestro) bezahlt werden.

Telefon & Handy

Die Schweiz ist nicht Mitglied der EU – für Roaminggebühren gelten deshalb, anders als in den EU-Mitgliedsstaaten, keine Obergrenzen. Erkundige dich vor Abreise bei deinem Mobilfunkanbieter nach der Höhe der Gebühren.

Die Vorwahl vom Ausland in die Schweiz ist die 0041, nach Deutschland telefonierst du mit der 0049, nach Österreich mit der 0043. Innerhalb der Schweiz musst du stets die vollständige Nummer wählen, also inklusive der Null am Anfang.

Das Schweizer Mobilnetz ist gut ausgebaut, in den Städten auch schon im Mobilfunkstandard 5G. Gerade in den Bergen oder auf dem Land gibt es aber Funklöcher. Deshalb bei Wanderungen oder auf Skitouren nicht aufs Handy verlassen – das in der Schweiz übrigens „Natel“ genannt wird.

Zoll

Pro Person darf man Waren im Gesamtwert von 300 Franken in die Schweiz einführen. Dabei dürfen einige Obergrenzen nicht überschritten werden, z. B. 5 l alkoholische Getränke bis 18 Volumenprozent, 1 l darüber, 250 Zigaretten bzw. 250 g Tabak und 1 kg Fleisch. Ausführen darf man Geschenke bis zu einem Warenwert von 300 Euro (bei Flugreisen 430 Euro), außerdem 4 l Wein bzw. 1 l Spirituosen oder 16 l Bier. Details: zoll.de | ezv.admin.ch

Pässe & Tunnel

Bernina, Brünig, Forclaz, Jaun und Pillon sind die ganzjährig geöffneten Alpenpässe. Alle anderen sind nur saisonal geöffnet, meist von Mai bis Oktober. Vorfahrt am Pass hat immer das bergauf fahrende Fahrzeug! Alpentunnel mit „Autoverlad“ (so heißt der Umstieg auf Autozüge in der Schweiz) befinden sich an Albula, Furka, Lötschberg, Simplon und zwischen Klosters und dem Unterengadin.

Bahn & Panoramazüge

Die Schweiz hat eines der besten Schienennetze der Welt. Kein Wunder, dass jeder Schweizer im Jahr durchschnittlich 2144 km mit dem Zug zurücklegt. Der öffentliche Nahverkehr erreicht praktisch jedes Dorf; wo die Bahn nicht hinkommt, fährt der Postbus.

Wer nur ab und zu mit Bus und Bahn unterwegs ist, zahlt mit der Half Fare Card für 120 Franken pro Monat im Zug und Postbus nur die Hälfte und bekommt Sonderpreise im Nahverkehr, auf vielen Fähren, Berg- und Seilbahnen. Kinder zahlen im Zug stets die Hälfte des Erwachsenentarifs. Mit der kostenlosen Swiss Family Card fahren Kinder in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern gratis – auch im städtischen Nahverkehr.

Wenn du viel unterwegs bist, lohnt sich der Swiss Travel Pass: 3 aufeinanderfolgende Tage Freifahrt in der 2. Klasse kosten 232 Franken, 4 Tage 281, 8 Tage 418 und 15 Tage 513 Franken. Verspätungen sind in der Schweiz übrigens selten, man muss – anders als in Deutschland – keine Pufferzeiten einplanen.

Bernina-Express (berninaexpress.ch): einfache Fahrt St. Moritz–Tirano (2. Kl.) 48 Franken. Glacier-Express (glacierex press.ch): einfache Fahrt St. Moritz– Zermatt (2. Kl.) 195 Franken

Carsharing

An den meisten Schweizer Bahnhöfen und verteilt in größeren Städten stehen Mobility-Fahrzeuge (mobility.ch), einfach zu erkennen an ihrer roten Farbe. Der Preis rechnet sich nach Stunde und Kilometern. Auch Urlauber können die Autos nutzen: Deutsche, die eine Flinkster-Karte (flinkster.de) besitzen, können über das Flinkster- Portal Mobility-Autos buchen

Haustiere

Du willst deinem Hund oder deiner Katze die Berge zeigen? Kein Problem, solange du den gültigen EU-Heimtierausweis dabeihast. Darin muss auf jeden Fall eine Tollwutimpfung verzeichnet sein, die mindestens 30 Tage und längstens ein Jahr vor der Reise erfolgt ist. Außerdem muss dein Haustier mit einem Mikrochip oder einer lesbaren Tätowierung gekennzeichnet sein. Eine praktische Onlinehilfe gibt es hier: short.travel/swz7

Öffentliche Verkehrsmittel

Egal ob in der Stadt oder auf dem Dorf: Der ÖPNV in der Schweiz ist praktisch überall vorbildlich und fährt im Takt. Außer Bus und Tram (so heißt hier die Straßenbahn) kannst du oft auch Boote oder Seilbahnen mit dem normalen Fahrschein benutzen. Nicht vergessen, den Ermäßigungstarif zu wählen, wenn du eine entsprechende Bahnkarte hast (s. „Bahn“). Und auf der Website der SBB (sbb.ch) findest du alle Fahrpläne der Schweiz, bis hin zur letzten Milchkanne auf der Alm.

Öffnungszeiten

In der Schweiz gibt es sie noch, die Mittagspause: Üblicherweise sind Geschäfte von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18.30 Uhr geöffnet – zumindest auf dem Land. In den Großstädten und in Einkaufszentren ist hingegen oft durchgehend offen, dann auch bis 19 Uhr, Samstage inklusive. In Ferienorten sind viele Geschäfte (nicht alle!) auch am Sonntag offen. Dafür schließen gerade in den Skisportorten Läden und Hotels in den Zwischensaisons auch für mehrere Wochen oder gar Monate.

Strom

Schweizer Stecker haben drei Stifte, Eurostecker mit zwei Stiften können aber verwendet werden. Die runden Schuko-Stecker lassen sich dagegen in den flachen Steckdosen meist nicht benutzen.

Trinkgeld

… ist in der Schweiz in der Regel inbegriffen. Wenn du dich gut bedient fühlst, leg dennoch ruhig was drauf: je nach Rechnungssumme einen bis einige Franken.

Zeitungen

Die bedeutendsten Zeitungen in der Schweiz sind die liberal-konservative „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) und der ebenfalls in Zürich erscheinende „Tages- Anzeiger“ (linksliberal). Die alternative „Schweizer Wochenzeitung“ (WOZ) greift kritische Themen auf, die man anderswo kaum findet.

Ein Reisemagazin mit Ausflugsideen jenseits ausgetretener Pfade in der Schweiz ist „Transhelvetica“ (transhel vetica.ch), es erscheint 6-mal jährlich. Wanderfreunde finden in den Magazinen „Schweiz“ (wandermagazin.ch) und „Wandern.ch“ (wandern.ch) viele Touren für Sommer und Winter.

Naturgefahren

Auch im Sommer nur mit festem Schuhwerk, Trinkwasser und Regenjacke loswandern. Im Winter abseits der Pisten nie ohne Lawinensuchgerät losziehen. Und sag vorher jemandem Bescheid, wohin du gehst und wann du zurückkommst: Nur dann kommt dich auch jemand suchen. Unbedingt Wetterwarnungen beachten: meteo schweiz.admin.ch/home.html?tab=alarm

Trinkwasser

Das Wasser aus fast allen der unzähligen Schweizer Brunnen, auch aus denen in den Städten, kannst du bedenkenlos trinken. Wo das nicht erlaubt ist, steht ein Warnhinweis. Also auch beim Stadtbummel immer eine leere Flasche dabeihaben!

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahrstag

März/April

Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai

Auffahrt: Christi Himmelfahrt

Mai/Juni

Pfingstmontag

1. August

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen

Januar

Urnäscher Sylvesterchlausen: Neujahr feiert Appenzell erst am 13. Jan.

Internationales Ballonfestival in Château d’Oex (festivaldeballons.ch)

Februar/März

Tschäggätä: Karneval im Lötschental (loetschental.ch)

Morgestraich: Start der Basler Fasnacht (baslerfasnacht.info)

Genfer Autosalon (salon-auto.ch)

April

Sechseläuten in Zürich (sechselaeuten.ch)

Mai

Solothurner Literaturtage (literatur.ch)

Juni

Art Basel (artbasel.com) Fête de l’Absinthe im Val de Traverse (absintheenfete.ch)

Juli

Montreux Jazzfestival (montreuxjazz.com)

Paléo: Pop- und Rockfestival open air in Nyon (yeah.paleo.ch)

August

Streetparade: Technoparty in Zürich (streetparade.ch)

Filmfestival Locarno (pardolive.ch)

September

Lucerne Festival: top besetztes Klassikfestival (lucernefestival.ch)

Oktober

Älplerfest in Lenk im Simmental (lenk-simmental.ch)

November

Zibelemärit: Zwiebelmarkt in Bern

Dezember

Fête de l’Escalade: 11. Dez. 1602: Eine Marktfrau vertreibt Savoyens Soldaten aus Genf – das wird gefeiert (1602.ch)

Bloss nicht!

Zu spät kommen

Pünktlich sein ist eine Schweizer Tugend – und pünktlich bedeutet pünktlich: In Schweizer Zügen entschuldigen sich die Schaffner auch für drei Minuten Verspätung. Und die meisten Schweizer finden: Das ist auch gut so!

Immer gleich Deutsch sprechen

Es stimmt: Die meisten Schweizer auch in der Romandie und im Tessin sprechen Deutsch. Aber wenn du ihnen – mit einem Buongiorno oder Bonjour – entgegenkommst, werden sie ihr Schuldeutsch viel lieber herauskramen.

Rechthaberisch sein

Selbst wenn sie recht haben, schweigen Schweizer lieber – und freuen sich, wenn Besucher es genauso machen und damit Höflichkeit beweisen.

Nur zweimal küssen

Wenn du einen Schweizer mit Wangenkuss begrüßt, denk dran: dreimal küssen! Wenn du nach dem zweiten Mal die Wange wegziehst, landet der dritte Kuss des Gegenübers womöglich mitten in deinem Gesicht. Kann peinlich werden.

Zu schnell fahren

Schon 5 Stundenkilometer mehr kosten 40 Franken, bei 15 sind es 250 Franken! Wenn du über 20 km/h zu schnell bist, folgen Anzeige und Führerscheinentzug.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Mein Nachbar Urs

Autor Alex Capus hat fünf Nachbarn, die Urs heißen – eigentlich sechs, aber der sechste will nicht, dass man über ihn schreibt. Besser (und lustiger) als mit den Ursens lässt sich die Schweiz nicht erklären. (2014)

Die schwarzen Brüder

Den Klassiker von Lisa Tetzner über die Tessiner Bauernkinder, die sich als Kaminfeger in Mailand durchschlagen mussten, hat Hannes Binder in eine moderne Graphic Novel übersetzt. (2015)

Alle Farben des Schnees

Die Deutsche Angelika Overath zieht nach Sent im Unterengadin und führt ein poetisches Tagebuch. (2010)

Lenz

Einer der spannenden Fälle des Zürcher Kommissars Eschenbach, in denen Michael Theurillat viel über die Schweiz verrät. (2018)

Filme

Heidi

Neu verfilmt – und wie (u. a. mit Bruno Ganz als Almöhi). Die Schweizer Geschichte schlechthin, erzählt auf neue, anrührende Weise. (2015)

-1-3 °C
2 h/Tag
7 °C

Fakten

Einwohner 8.466.017
Fläche 41.285 km²
Sprache Deutsch
Währung Schweizer Franken
Strom 230 V, 50 Hz
Regierungssystem föderale Republik
Hauptstadt Bern
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 02:48 Uhr
Zeitverschiebung keine

Anreise

4h 22min
4h 1min
50min
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