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Schweizer Pässe nur für Radfahrer geöffnet
Seit 2018 gibt es die "Ride the Alps"-Initiative, deren Ziel es ist, jedes Jahr Schweizer Passstraßen an bestimmten Tagen nur für Radfahrer zu öffnen. Trotz Sponsorenprobleme in der Vergangenheit ist die Begeisterung ungebrochen und "Ride the Alps" wird auch 2024 wieder steigen: Zwischen Mai und Oktober werden dann verschiedene Pässe an speziellen Terminen für die autofreie Fahrt reserviert – ein Veloerlebnis, wie man es in den Alpen wahrlich nur selten bekommt.
MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 14.03.2024
Schweizer Pässe nur für Radfahrer geöffnet
© stefanschurr, iStock
Seit 2018 gibt es die "Ride the Alps"-Initiative, deren Ziel es ist, jedes Jahr Schweizer Passstraßen an bestimmten Tagen nur für Radfahrer zu öffnen. Trotz Sponsorenprobleme in der Vergangenheit ist die Begeisterung ungebrochen und "Ride the Alps" wird auch 2024 wieder steigen: Zwischen Mai und Oktober werden dann verschiedene Pässe an speziellen Terminen für die autofreie Fahrt reserviert – ein Veloerlebnis, wie man es in den Alpen wahrlich nur selten bekommt.
MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 14.03.2024
Fünf Termine gibt es zwischen Mai und Oktober 2024, die sich Rennradler, aber auch Mountainbiker schon mal vormerken sollten. Dann nämlich werden wie auch die Jahre zuvor bestimmte Schweizer Pässe für den Autoverkehr gesperrt und so ganz neu erlebbar – ohne Autolärm, Abgase oder gefährlich nahe vorbeizischende Raser. Die einzelnen Aufstiege im Überblick:
Moosalp:
Los geht's am 10. Mai auf dem Moosalp-Pass. Der Aufstieg beginnt in Stalden im Mattertal und gilt als der am wenigsten schwierige auf dem Programm. Auf den knapp 15 Kilometern bekommen es Radsportler dennoch mit einem durchschnittlichen Gefälle von 7,7% zu tun – auf 1175 Höhenmetern kein Selbstläufer. Bergauf durch Almwiesen und Wälder schlängelt sich die Straße und fordert Radler mit ihrem steiler werdendem Gelände und Haarnadelkurven. Am Pass belohnt das Panorama mit majestätischen Gipfeln wie der Mischabelgruppe, dem Dom sowie der markanten Weisshorngruppe.
Sanetsch:
Die nächste Station ist der Sanetsch-Aufstieg am 21. Juni, der als einer der schönsten und anspruchsvollsten im Wallis gilt. Mit einem Pass auf über 2200 Metern Höhenunterschied verlangt er den Radelnden einiges ab. Vom Start auf Höhe des Rhonetals aus geht es zunächst durch die Weinberge der Gemeinde Savièse, dann die Lärchen- und Fichtenwälder der Gemeinde Conthey, bevor man auf alpine Weiden gelangt und sich schließlich vor dem wunderschönen Tsanfleuron-Gletscher befindet.
Moiry:
Wer bis hierhin noch nicht genug hat, für den geht es am 22. Juni weiter zum Moiry-Pass, dessen Anstieg in Grimentz beginnt und bei 7 bis 11% Gefälle bergauf durch Almwiesen und Wälder führt. Auf 2349 Metern Höhe schließlich wird man durch ein malerisches Panorama mit Gipfeln wie der Dent Blanche und dem Weisshorn belohnt.
Tseuzier:
Der Aufstieg zum Tseuzier-Staudamm am 23. Juni beginnt in Sitten und erstreckt sich über 25 Kilometer. Entlang der Route wurden Wegweiser aufgestellt, die den Weg zum Staudamm weisen. Dieser führt von den Weinbergen des Mittelwallis durch die Combe de Voos bis zum idyllischen Dorf Botyre. Durch den Wald von Liène geht es weiter bis zum Höhepunkt der Strecke, dem Tseuzier-See, der mit seinem klaren Wasser verzaubert und zum Verweilen einlädt. Hier zeigen sich die Schweizer Alpen von ihrer schönsten Seite.
Nufenen:
Hier heißt es nun endgültig in die Pedale treten: Der Aufstieg im Conches-Tal führt auf 2478 Höhenmeter und damit zum höchsten Pass der Schweiz. Ab Ulrichen wird's das erste Mal richtig anstrengend, nach den Serpentinen aber eröffnet sich eine Verschnaufpause mit Blick auf den Gipfel. Der steilste Teil des Aufstiegs folgt dann vorbei am höchstgelegenen Windpark Europas. Schließlich markiert der See auf dem Gipfel die Grenze zwischen Wallis und Tessin.
Weitere Infos zu den autofreien Passstrassen-Tagen werden noch bekanntgegeben und gibt es unter www.ridethealps.ch.