Hongkong - Macau

Überblick

Willkommen in Hongkong und Macau

Hongkong und Macau erscheinen vielen Besuchern auf den ersten Blick als sehr verwestlicht, doch bei genauerem Hinsehen hält dieser Eindruck nicht stand. Zwar blieb auch nach Hongkongs „Heimkehr“ 1997 einiges aus britischer Zeit bestehen: die Währung, die Zweisprachigkeit, das Rechtssystem, die visumfreie Einreise und die Grenze zum neuen Mutter- und alten Vaterland. Auch Straßen wie Queen’s Road oder Prince Edward Road tragen noch ihre alten Namen. Doch nur eine Minderheit der Einwohner spricht leidlich gut Englisch. Die Hochhäuser sind Eigenbau, errichtet mit Hilfe von traditionellen Bambusgerüsten. Noch immer wird Familiensolidarität großgeschrieben. Die Stadt und ihre Menschen sind modern und technikbegeistert, aber was nicht altchinesisch ist, sollte man darum noch nicht für westlich halten.

Streift man durch den Hochhausdschungel, erstaunt vor allem das hohe Maß an sozialer Ordnung. Die propere U-Bahn ist ebenso sicher wie graffitifrei. Fahre auch hinaus auf die Inseln, wandere über die Berge, entdecke die Strände. Genieße die Meeresfrüchte und all die anderen Köstlichkeiten der hiesigen Küche. Zwei Tage Hongkong sind immer schrecklich. Bleib eine Woche, und du wirst noch eine zweite anhängen wollen. Hast du aber wirklich nur einen halben Tag Zeit, fahre auf den Peak. Das Prachtpanorama zeigt, was die Stadt und ihre Menschen leisten mussten und geleistet haben. Dies ist Hongkongs größtes Wunder. Seidenblusen kaufen kann man auch zu Hause.

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Anreise

10h 55min
Frankfurt am Main
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Ankommen und drauf einlassen 

Erst mal erlebt man die Stadt vor allem als Herausforderung. Das Gedränge auf den Wegen, der Automief in den Straßenschluchten, der von den himmelstrebenden Fassaden widerhallende Lärm der Busse, Betonmischer und Presslufthämmer in dieser ewig hektischen Metropole ... Mancher Besucher ist nach zwei Tagen Shopping und einer Stadtrundfahrt erleichtert, wieder abreisen zu können. Okay, man versäumt dann weder Paläste noch berühmte Museen oder lauschige Plätze. Hongkongs Rekorde lesen sich eher nüchtern: Die Stadt ist die mit den weltweit meisten Hochhäusern (und den meisten Touristen), Asiens drittgrößte Finanzmetropole, hat die höchsten Ladenmieten der Welt und den sechstgrößten Containerhafen. Die Wahrheit aber ist: Hongkong selbst ist eine einzige Attraktion mit seinem Wechsel von Bergen und Wasser, seinen Wolkenkratzern, seinen Küchengenüssen.

Das Erbe der Kolonialzeit

Es grenzt schon an ein Wunder, dass dieses Kapitalistendorado am Rücken des chinesischen Riesen überhaupt funktionieren konnte – auf einem verzwickten Terrain, das für alles taugt, nur nicht für eine Millionenmetropole. Denn für eine Erfolgsstory fehlten zunächst alle Voraussetzungen. Als die Briten die Insel 1841 als Kriegsbeute besetzten, planten sie hier einen Stützpunkt, aber keine Großstadt. Schon bald zeigte sich: Es mangelte an bebaubaren Flächen und an Umland zur Versorgung der sich rasch entwickelnden Stadt. Darum wurde 1860 die Halbinsel Kowloon einverleibt, 1898 das angrenzende Festland und weitere Inseln – die „New Territories“. Hongkong wuchs auf das Zehnfache. Später im Bürgerkrieg (1947–49) schwappte eine riesige Flüchtlingswelle aus China herein. Bald verschwanden die Berghänge unter Slums. Sozialsiedlungen mussten gebaut werden – nur wo? Schon im 19. Jh. hatte man begonnen, Neuland aufzuschütten. Seitdem sind ganze Buchten verschwunden und Berge abgetragen worden. Vor allem wurden neue Städte in den ländlichen New Territories errichtet. Dort lebt heute fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung von 7,5 Mio. Menschen. Eine Herausforderung war auch der Verkehr. Zum Territorium gehören 263 Inseln, und selbst das große Stück Festland ist extrem zerklüftet. Erst die U-Bahn und diverse Tunnel brachten eine deutliche Verbesserung. Schneller erledigte sich da die Arbeitslosigkeit – im Geldverdienen war man ja geübt. In den 1990ern wanderte jedoch fast die gesamte Industrie über die Grenze nach China ab. Viele Hongkonger pendeln seitdem nach Shenzhen zur Arbeit.

Eine Stadt voller Dynamik - und lebendiger Traditionen 

Heute präsentiert sich das Territorium als ein Ort unwahrscheinlicher Kontraste. Supermoderne Technik und chinesische Tradition, Großstadt und einsame Berge, Lärm und Stille – hier findet sich alles eng beieinander. Da liegen neben dem Eingang zum hippen Club in einem kleinen Blechschrein Orangen als Opfergaben. Und gleich hinter dem letzten Hochhaus, gebaut mithilfe von traditionellen Bambusgerüsten, beginnt subtropisches Dickicht, in dem tagsüber prächtige Schmetterlinge flattern und nachts die Grillen zirpen. Auch einiges aus britischer Zeit ist geblieben: die Währung und alte Straßennamen wie Queen’s Road etwa. Doch nur eine Minderheit der Einwohner spricht leidlich gut Englisch. Auf Streifzügen durch den Hochhausdschungel erstaunt das hohe Maß an sozialer Ordnung. So ist die U-Bahn ebenso sicher wie graffitifrei. Am meisten Eindruck macht aber die Dynamik der Stadt – und ihre Konsumbegeisterung. Sie ist eine Genussmetropole geworden. Auswärts zu essen, gehört zum Alltag.

Nebenan: das Las Vegas Asiens

Mit Leidenschaft gepflegt werden die Pferdewetten – und das Glücksspiel in Macau. Überhaupt, Macau! Dieser älteste europäische Außenposten in Fernost gehört bei einer Hongkongreise einfach mit ins Programm. Hier sind die Zeugen der jahrhundertelangen portugiesischen Präsenz viel zahlreicher und lebendiger als das um einiges jüngere britische Erbe in Hongkong. Auch wenn es heute vor allem die gigantischen Glücksspielpaläste sind, die die meisten Touristen nach Macau locken. Sie haben der Stadt den Ruf des asiatischen Las Vegas verschafft.

Geh auf Entdeckungstour!

Aber fahr unbedingt auch hinaus auf die Inseln, wandere über die Berge, entdecke die Strände. Probier die Meeresfrüchte und all die anderen Köstlichkeiten der lokalen Küche. Zwei Tage Hongkong sind oft schrecklich. Besser bleibt man eine Woche. Wenn du aber wirklich nur einen halben Tag Zeit hast, dann fahr hinauf auf den Peak. Das Prachtpanorama zeigt, was die Stadt und ihre Menschen leisten mussten und geleistet haben. Das ist Hongkongs größtes Wunder.

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Statue Square: Das Zentrum vom Zentrum, markiert durch das historische Legco Building, die Hongkong-Zentrale der HSBC und das elegante Mandarin Oriental. Im Süden hält die Straßenbahn, im Untergrund treffen sich vier U-Bahn-Linien, und mit dem Prince’s Building an der Westseite des Platzes beginnt das Netz von Fußgängerbrücken, das einen Großteil vom Central District erschließt und nordwärts zum Riesenturm des International Finance Centre mit Shoppingmall und Hafenblick sowie weiter zu den Fähranlegern führt.

Einkaufen

Wer nur einen Tag in Hongkong ist und nichts Bestimmtes sucht, macht sich mit einem Marktbummel in Stanley wohl die schönste Freude. Das größte Warenangebot auf engem Raum bieten die Stadtteile Causeway Bay und Mong Kok. Luxuswaren konzentrieren sich im Central District. Zu meiden sind die Läden in Tsim Sha Tsui im Bereich der Nathan Road: teuer, touristisch und oft unsolide. Schnäppchen bei billigen bis höchstens mittelpreisigen Waren lassen sich auf dem Temple-Street-Nachtmarkt machen.

Am Abend

Um das nächtliche Hafenpanorama im Neongeglitzer zu bestaunen, geht’s an die Südspitze von Kowloon, am besten um 20 Uhr zur Lasershow. Ein Muss auf der Hongkong-Seite ist das Kneipenviertel Lan Kwai Fong mit den angrenzenden Straßen; von dort ist es über den Central Escalator nicht mehr weit zum Restaurant- und Kneipenviertel SoHo. Ein exotischeres Erlebnis verschafft der Temple-Street-Nachtmarkt, zu dem man von Lan Kwai Fong aus ab Station Central per U-Bahn rasch und ohne Umsteigen gelangt.

Praktische Hinweise

Anreise nach Hongkong

Aus Deutschland fliegt Lufthansa ab Frankfurt und München direkt nach Hongkong, ab Frankfurt auch Cathay Pacific; ferner gibt es Direktflüge mit der Swiss ab Zürich. Über Dubai mit Emirates oder über Shanghai mit China Eastern kommt man schon für unter 700 Euro hin und zurück. Auch Flüge über Istanbul mit Turkish Airlines sind beliebt. Generell ist für einen Nonstop-Flug aus Europa mit 11 bis über 12 Stunden Flugzeit zu rechnen. Alle Flüge landen auf dem Flughafen Chek Lap Kok. Wer nicht zu einem dringenden Termin anreist, sollte für die Fahrt zur Innenstadt die Flughafenbusse dem Airport Express vorziehen, denn sie fahren über drei Hochbrücken mit teils spektakulärer Aussicht. Außerdem erreicht man mit den Bussen viele Ziele ohne Umsteigen.

Flughafenbahn (Airport Express): Die Fahrt bis zur Endstation im Central District kostet 100 $, bis zur Haltestelle Kowloon 90 $ (Fahrzeit 23 bzw. 19 Minuten). Von den Bahnhöfen verkehren Busse zu den größeren Hotels. Die Weiterfahrt per U-Bahn (Umsteigestationen Tsing Yi und Hong Kong) sowie mit speziellen Shuttlebussen, die von den Stationen Kowloon und Hong Kong aus auf mehreren Linien insgesamt an die 50 Hotels ansteuern, ist gratis.

Busse: Unter der Bezeichnung „Airbus“ verkehren klimatisierte Omnibusse direkt zu mehreren Hotels. Linie A11 fährt für 40 $ über Causeway Bay in 70 Minuten bis North Point, Linie A21 zum Bahnhof Kowloon (MTR Hung Hom, 33 $, 65 Minuten). Das Fahrgeld ist abgezählt einzuwerfen. Außerdem verkehren komfortable Hotelbusse zu mehreren größeren Hotels; Tickets sind an der Schaltern C07 und C08 im Terminal 2 erhältlich.

Taxi: Grüne Wagen fahren nur in die New Territories, blaue nur auf Lantau. Rechnen Sie mit 350 $ bis Central und Causeway Bay, mit 280 $ bis Tsim Sha Tsui (inkl. Brücken- und Tunnelgebühren).

Durchgehende Züge aus China enden im Bahnhof Kowloon/Hung Hom, wo die Pass- und Zollformalitäten erledigt werden. Von dort braucht ein Taxi nur fünf Minuten zu den Kowlooner Hotels und fünf bis 15 Minuten auf die Insel. Für die Fahrt zur Insel sind die Tunnelbusse, die am Bahnhof halten, viel billiger, doch oft überfüllt und mit viel Gepäck kaum benutzbar.

Kreuzfahrtschiffe legen am Ocean Terminal an, Fähren aus China am China Ferry Terminal. Von dessen Tiefgeschoss aus verkehren Taxis und Busse.

Anreise nach Macau

Düsengetriebene Katamarane und Tragflächenboote der Reederei Turbojetwww.turbojet.com.hk28593333pro Strecke 134 $ ab Hongkong, 142 Ptcs/$ ab Macau (Economy, inkl. Ausreisegebühr)7 Uhr bis Mitternacht alle 15 MinutenFahrzeit 60 Minuten verkehren rund um die Uhr vom Macau Ferry Terminal aus. An Wochenenden und nach Einbruch der Dunkelheit gelten höhere Tarife. Größeres Gepäck (ab 10 kg) kostet extra.

Von 7 bis 22.30 Uhr fährt First Ferry (www.nwff.com.hk) zu ähnlichen Preisen alle halbe Stunde ab China Ferry Terminal.

Als dritte Alternative fährt Cotai Jet (www.cotaijet.com.mo) zum sogenannten Taipa Temporary Terminal; von dort ist der Weg zu den Las-Vegas-Kasinos von Cotai dann nicht mehr so weit. Ab Macau Ferry Terminal von 9 bis 23 Uhr alle halbe Stunde, sonst stündlich bis zweistündlich; die Preise sind die gleichen wie bei Turbojet.

Gebucht werden die Fähren an den Anlegern, in Reisebüros und einigen U-Bahn-Stationen sowie übers Internet. An Werktagen sind fast immer Plätze frei, an Wochenenden ist Vorausbuchung nötig. Der Aufpreis für die 1. Klasse lohnt nicht.

In Macau fahren die Busse 3, 3A und 10A ab Fährhafen ins Zentrum und passieren diverse Hotels. Größere Hotels sowie die Kasinohotelkomplexe auf Cotai bieten kostenlose Pendelbusse. Eine ähnliche Anbindung besteht beim Flughafen. Taxis ab Fähranleger ins Zentrum kosten um 25 Ptcs.

Nach Macau gibt es keine Direktflüge aus Europa. Sie können vom Hongkonger Flughafen nach Macau gelangen, ohne zuvor nach Hongkong einzureisen; Angebote gibt es von Turbojet und von Cotai Jet. Ganz Eilige nehmen den Hubschrauber20189898www.skyshuttlehk.com2900 $ pro Richtung9–23 Uhr alle halbe StundeFlugzeit 15 Minuten. Abflug und Landung an den Fährterminals, doch nicht ab China Ferry Terminal und nicht ab Taipa Temporary Terminal

Auskunft vor der Reise
Hong Kong Tourism Board (HKTB)

069 9591290frawwo@hktb.comwww.discoverhongkong.com/german

Fremdenverkehrsbüro Macau

0611 2676730www.macau-info.de englisch: www.macautourism.gov.mo

Auskunft in Hongkong
Hong Kong Tourism Board (HKTB)

25081234

Visitor Information:

tgl. 8–20 Uhr

tgl. 9–21 Uhr

Das HKTB verfügt über ausgezeichnetes Infomaterial.

Macau Tourist Information Bureau

28572287tgl. 9–22 Uhr

Schalter A06, Ankunftsebene 5, Terminal 1

Zimmervermittlung

Im Flughafen (nur für ankommende Passagiere)

Auskunft in Macau
Macau Government Tourist Office

tgl. 9–18 Uhr83971120

– weitere Schalter (z. T. mit Zimmervermittlung) u. a. im Macau-Fährterminal, im Taipa-Fährterminal und im Flughafen

28333000

Banken & Geldwechsel

tgl. 7–22.30 Uhr

Am einfachsten ist die Bargeldbeschaffung per Girokarte aus Automaten. Die Gebühr wird je nach den Konditionen Ihrer Bank bzw. Karte 0–5 Euro pro Buchung betragen. Wechseln Sie anderswo Bargeld oder lösen Sie Reiseschecks ein, so können die Gebühren erheblicher sein als die Kursunterschiede. Mit Kreditkarten zahlen können Sie in allen Hotels sowie in den meisten Restaurants.

Diplomatische Vertretungen
Deutschland

21058788www.hongkong.diplo.deMo–Fr 8.30–11.30 Uhrtelefonisch Mo–Do bis 16 Uhr, Fr bis 13 Uhr

Österreich

25228086www.aussenministerium.at/hongkongMo–Fr 9–12 Uhr, telefonisch bis 16.30 Uhr

Schweiz

25227147www.eda.admin.ch/hongkongMo–Fr 9–12 Uhr

Einreise

Ein Reisepass ist erforderlich. Man erhält ein Visum bei der Einreise (Deutsche, Österreicher und Schweizer: bis zu 90 Tage). Für Bürger der Schengenstaaten ist der Aufenthalt in Macau bis zu 90 Tagen visumfrei. Den Pass brauchen Sie auch für Fahrten zwischen Hongkong und Macau. Normalerweise geht die Abfertigung sehr schnell, allerdings müssen Sie noch ein kleines Formular ausfüllen. Sie sollten spätestens 15 Minuten vor Abfahrt der Fähre (bzw. Abflug des Helikopters) am Ausreiseschalter anstehen.

Gesundheit

Für Hongkong sind keine Impfungen vorgeschrieben. Nicht abgekochtes Leitungswasser sollten Sie nicht in größeren Mengen trinken. Krankenhäuser mit Notfallaufnahme rund um die Uhr sind das Queen Mary HospitalPokfulam Road102Hong Kong Island28553838 und das Queen Elizabeth HospitalGascoigne Road30Kowloon29588888. St. John Ambulance25766555. Die Konsulate benennen auch deutschsprachige Ärzte. Medikamente werden von Ärzten und Krankenhäusern direkt ausgegeben. Arzneimittel erhalten Sie auch bei einigen Watson’s-Filialen, z. B. Melbourne PlazaQueen’s Road Central33, Cameron Road11.

Internetcafés & WLAN

Alle besseren Hotels und Einkaufszentren stellen drahtlose Internetzugänge (WiFi bzw. WLAN) bereit, allerdings selten gratis. Frei benutzbare Internetterminals stehen im 2. OG der China Hong Kong City (China Ferry Terminal). Dort und an vielen anderen Orten kommt man auch per WLAN ins Internet – darunter gratis in den meisten Regierungsgebäuden, z. B. im Foyer der City Hall.

Alle Regierungs-Hotspots findet man über www.gov.hk/en/theme/wifi/location/index.htm, andere über www.ofta.gov.hk/en/consumer_interest/main.html (Menüpunkt „Search for Registered WiFi Access Points“).

Beim Kaffeetrinken durchs Netz reisen kann man in den Filialen von Pacific Coffee, z. B. International Finance Centre, Ebene 1, Shop 1022, Nathan Road132.

Notruf

Feuerwehr, Krankenwagen, Überfall: 999(ohne Münzen)

Poilzei-Tel. für Touristen (auch für Taxi-Beschwerden): 25277111

Öffentliche Verkehrsmittel
In Hongkong

Mass Transit Railway, kurz: MTR, heißt Hongkongs U- und S-Bahn-Gesellschaft. Sie betreibt zehn Linien. Der Einzelfahrschein aus Automaten kostet ab 3,50 $ (meist mindestens 4 $). Die zwei Grenzhaltestellen Lo Wu und Lok Ma Chau dürfen nur mit Reisedokumenten angefahren werden. www.mtr.com.hk

Busse: Es gibt verschiedene Gesellschaften. Die Linien durch die Hafentunnels sind an roten, dreistelligen Nummern zu erkennen. Über die wichtigsten Linien informieren Faltblätter des Hong Kong Tourism Board. Das Fahrgeld (meist 4–10 $) ist beim Einsteigen abgezählt einzuwerfen. In einigen Bussen zeigt ein Display den Namen der nächsten Haltestelle an.

Betriebsschluss ist gegen 24 Uhr, einige Busse fahren auch nachts. Minibusse mit grünem Streifen (Maxicabs) verkehren wie die großen Busse, solche mit rotem Streifen halten dagegen wie ein Taxi bei Bedarf – ohne Kantonesischkenntnisse und Vertrautheit mit der Route landet man mit ihnen nie dort, wohin man will.

Straßenbahn: Sehr billig. Man zahlt beim Aussteigen (2,30 $, kein Wechselgeld). Stationen werden nicht ausgerufen.

Light Rail Transit: eine moderne Straßenbahn im Westen der New Territories.

Peak Tram: Lösen Sie gleich eine Rückfahrkarte, falls Sie nicht abwärts laufen (einfache Fahrt 28 $, hin und zurück 40 $). Wer rechts sitzt, hat den besseren Blick. Verzichten Sie auf den teureren Peak Tram Sky Pass, der das Eintrittsgeld für eine Aussichtsterrasse enthält, die keinesfalls das optimale Panorama bietet.

Fähren: Die letzte Star Ferry legt um 23.30 Uhr ab. Die meisten Fähren zu den Inseln verkehren von den Piers in Central. Am Wochenende gelten erhöhte Tarife. Die teureren Schnellfähren sind touristisch unattraktiv. Auskunft: 21318181, 28156063, 22722022

Das Zauberwort für bequemes Reisen in Hongkong lautet: Octopus-Card. Sie kostet 100 $ – das ist das gespeicherte Guthaben – plus 50 $ Pfand, gilt in fast allen Verkehrsmitteln und ist schon ab Flughafen einsetzbar. Am Flughafen (oder in U-Bahn-Stationen) können Sie sie auch wieder zurückgeben und erhalten den Restbetrag plus Pfand bar ausbezahlt abzüglich einer kleinen Bearbeitungsgebühr. Beim Passieren einer Sperre (z. B. in einer MTR-Station) oder beim Besteigen eines Busses legt man die Karte auf eine Sensorfläche, und mit einem Piepton wird das Fahrgeld abgezogen. Nachladen können Sie um 50 oder 100 $ an Automaten in den U-Bahn-Stationen oder in Seven-Eleven-Läden. Der Octopus-Vorteil: Sie müssen beim Busfahren nicht ständig große Mengen Kleingeld parat haben und gehen in Bahnhöfen durch die Sperre, ohne einen neuen Fahrschein lösen zu müssen. Die MTR gewährt zudem einen Rabatt. Abzuraten ist vom Airport Express Travel Pass, den es zu 220 oder 300 $ gibt; zählt man die Airport-Express-Fahrten ab, bleibt mehr übrig, als man je verfahren wird.

In Macau

Über 50 Buslinien sorgen für gute Verbindungen. Mehrere Busse zu den Inseln halten am Hotel Lisboa, fast alle nach „Barra“ (beim Museu Marítimo) berühren das Zentrum. Stadttour 3,20 Ptcs, nach Taipa 4,20 Ptcs, nach Coloane-Dorf 5 Ptcs, zum Strand Hac Sa 6,40 Ptcs

Öffnungszeiten

In Tsim Sha Tsui und Causeway Bay öffnen die Läden meist von 10 bis 21 Uhr, z. T. bis 22 Uhr, auch am Wochenende, in Central nur gegen ca. 19.30 Uhr. Fachgeschäfte bleiben So vielfach geschlossen. Die Öffnungszeiten in Macau sind ähnlich. In den Einkaufspassagen der Kasinopaläste schließen die Läden spätestens um 23 Uhr.

Post

Hong Kong Island: HauptpostMo–Sa 8–18, So 9–17 Uhr; Tsim Sha TsuiMiddle Road10Mo–Sa 9–18, So 9–14 Uhr

Preise & Währung

Der Hongkong-Dollar, hier generell mit „$“ abgekürzt, ist an den US-Dollar gekoppelt mit einem Spielraum von 7,75 bis 7,85 : 1. Entsprechend schwankt sein Wert gegenüber anderen Währungen. Die Banknoten, von drei verschiedenen Banken herausgegeben, sind zwar gleich groß, doch verschieden gestaltet.

Die Preise in Macau, in Patacas (Ptcs) berechnet, liegen im Schnitt etwas niedriger als in Hongkong. In Macau können Sie mit Hongkong-Dollar zahlen; der Kurs zur Pataca liegt nahe bei 1 : 1. Achten Sie darauf, auch Hongkong-Dollar als Wechselgeld zu bekommen.

Reisezeit & Klima

Ideal ist die Zeit ab Mitte Oktober bis Ende Dezember, wenn es fast ständig warm und trocken ist. Im Februar/März kann das Wetter nasskalt sein. Die Sommer sind schwülheiß und belastend für den Kreislauf. Taifunsaison ist von August bis Oktober. Bei Warnsignal 8 schließen Schulen, Büros und Geschäfte, der Fähr- und Flugverkehr wird eingestellt, später auch der Bus- und Bahnverkehr.

Reklamationen

Wurden Sie beim Einkaufen betrogen, kann das Consumer Council helfen: 29292222www.consumer.org.hk

Rundfahrten

Hafenrundfahrten mit der Star FerryBüros an den Anlegern61186201www.starferry.com.hkDauer 1 Std. kosten ab 55 $. Watertours1023A, 10. Stock, Star HouseSalisbury Rd329263868www.watertours.com.hk bietet Touren zur Tsing-Ma-Brücke zu 230 $ an.

Die Duk Lingwww.dukling.com.hk, als letzte Segeldschunke Hongkongs gepriesen, ist das gemütlichste Verkehrsmittel für eine Fahrt durch den Victoria Harbour. Wer nicht gleich das ganze Schiff chartern will, geht zum HKTB-Büro25081234Fahrpreis 100 $Pass mitnehmen, je zwei Touren Do–Nachmittag und Sa–Mittag an der Star Ferry in Tsim Sha Tsui.

„Hop-on-hop-off“-Touren bieten Rickshaw Sightseeing Bus21368888www.rickshawbus.comTageskarte 50 $ab 10 Uhr alle 30 Minuten ab Star-Ferry-Pier in Central mit zwei Routen auf der Insel sowie Big Bus27232108www.bigbustours.com320 $ für 24 Std., 380 $ für 48 Std.ab 10 Uhr ab Star Ferry in Central bzw. Ostende der Avenue of Stars in Kowloon mit drei Routen – davon eine durch Kowloon, eine nach Stanley – und Audioguides auf Deutsch. Sinnvolle Touren in die New Territories bietet Gray Line Tours23687111www.grayline.com.hk an.

Sport & Strände

Golf: Einziger öffentlicher 18-Loch-Platz ist der Kau Sai Chau Public Golf Course2791338018-Loch-Runde ab 520 $, zu erreichen per Fähre ab Sai Kung.

Schwimmen: Hongkong hat viele Strände; die meisten sind jedoch klein und ohne Südseeatmosphäre. Vorteile: 42 Strände werden von der Stadt betreut und beaufsichtigt. Sie bieten gratis zu benutzende Duschen, Umkleideräume, Toiletten, Badeinseln und andere Annehmlichkeiten, manche sind durch Netze gegen Haie gesichert; zudem werden sie laufend gereinigt und auf die Wasserqualität hin überprüft. Dies gilt allerdings nur während der offiziellen Badesaison (April–Oktober). Freilich sind die Strände auch sonst zugänglich. Da es keine starken Strömungen und wenig Brandung gibt, können auch Kinder sicher baden.

Strom

In Hongkong/Macau hat das Stromnetz wie in Mitteleuropa 220 Volt/50 Hertz. Es gibt verschiedene Steckerformate. Wenn Hotels keine Multiformat-Steckdosen haben, verleihen sie gewöhnlich Adapter (in Elektroläden auch billig zu kaufen).

Taxi

Alle Taxis sind registriert und fahren mit Taxameter (Fahrpreis-Minimum 20 $ innerstädtisch). Fahrten durch einen der Tunnels kosten die doppelte Tunnelgebühr, da der Fahrer wieder zurückkehren muss. Die grünen Taxis in den New Territories fahren nicht in die Stadt. Eine doppelte gelbe Linie am Straßenrand bedeutet absolutes Halteverbot – auch für Taxis. Eine einfache gelbe Linie untersagt das Halten zu den Hauptverkehrszeiten. Die meisten Taxifahrer verstehen kein Englisch. Lassen Sie sich ihr Ziel auf Chinesisch aufschreiben, sofern es in diesem Buch nicht verzeichnet ist, und führen Sie auch den chinesischen Namen Ihres Hotels mit. Entsprechendes gilt für Macau.

Telefon & Handy

Ihr Mobiltelefon wählt sich automatisch in eins der Hongkonger Netze ein. Mobil nach Hause zu telefonieren ist mit 1–2 Euro pro Minute nicht allzu teuer. Teurer wird es, wenn Sie angerufen werden. Bleiben Sie länger, könnte sich der Kauf einer Hongkonger SIM-Karte oder einer weltweiten Guthabenkarte wie Travelsim (new.travelsimshop.com) lohnen. Wer ohne Mobiltelefon reist, telefoniert international am billigsten mit Telefonkarten, die die oft auch nachts geöffneten Ladenketten Circle K und 7-Eleven verkaufen. Das Telefonieren vom Hotelzimmer aus ist oft recht teuer. Innerhalb Hongkongs sind Anrufe im Festnetz gratis, am Münztelefon zahlt man 1 $. 0049, 0043, 0041. 008520, 008530

Theater- & Konzertkassen

Kartenreservierung für fast alle Veranstaltungen bietet Cityline21115333tgl. 10–20 Uhr. Karten für Veranstaltungen im Cultural Centre und in der City Hall erhalten Sie auch an den dortigen Vorverkaufs- und Abendkassen. Über Veranstaltungen in den städtischen Theatern und Sälen informiert Urbtix21115999urbtix.cityline.com.hkmit Onlineverkauf. Karten für Veranstaltungen in Macau gibt’s über 28555555www.macauticket.com.

Trinkgeld

Restaurants und Bars berechnen meist Inklusivpreise. Man lässt aber vom Wechselgeld, das meist auf einem kleinen Tablett gereicht wird, 5–10 Prozent des Betrags als Trinkgeld zurückgehen. Bei Taxis ist es üblich, den Betrag aufzurunden.

Veranstaltungshinweise

Vorabinfos bietet www.discoverhongkong.com („Events & Festivals“ bzw. „Feste und Veranstaltungen“, auch interaktiver Kalender). Infos für Party- und Kneipengänger liefert www.bcmagazine.net. In Hongkong liegt das wöchentlich erscheinende „HK Magazine“ vielerorts gratis aus. Prospekte zu Kulturveranstaltungen gibt’s im Cultural Centre und in der City Hall.

Zeit

Der MEZ sieben Stunden, bei Sommerzeit sechs Stunden voraus.

Zoll

Zollfrei eingeführt werden dürfen u. a. 1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 30 % und 19 Zigaretten. Bei Einreise nach Macau sind es u. a. 1 l Wein/Spirituosen mit einem Alkoholgehalt bis 30 %, 1 l Spirituosen mit höherem Alkoholgehalt und 200 Zigaretten. Bei der Rückkehr in die EU gelten dieselben Tabak-Freigrenzen wie in Macau, ferner sind 1 l Spirituosen von über 22 % oder 2 l mit weniger Alkoholgehalt zollfrei, dazu 4 l Wein. Flugreisende dürfen darüber hinaus Einkäufe bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro mitbringen. www.zoll.de

Was kostet wie viel?

Bier, Wein

6,50 Euro für ein Bier vom Fass oder ein Glas Wein

Mittagessen

4,50 Euro für eine chinesische Nudelsuppe

Abendessen

20-30 Euro in einem chinesischen Mittelklasserestaurant

Peak Tram

5,90 Euro für eine Fahrt auf den Peak und zurück

Busfahrt

70 Cent für eine Stadtfahrt in Macau

Fähre

37 Euro nach Macau und zurück tagsüber

Low Budg€t

Sehenswertes

Straßenbahn: Für 2,30 $ fährt man so weit, wie man will, bis der Wagen kehrtmacht.

Star Ferry: Zwischen Tsim Sha Tsui (Kowloon) und dem Central District schippern Sie auf dem unteren Deck der Fährboote für nur 2 $ über den Hafen.

Museen: In den großen staatlichen Häusern (darunter das Museum of History, das Science Museum, das Museum of Art und das Space Museum) ist der Eintritt mittwochs frei.

Central Escalator: Ob rauf oder runter – die Benutzung dieses ungewöhnlichen Verkehrsmittels ist gratis.

Essen & Trinken

Volksküche: Mit Nudelsuppen, Reissuppen oder Yangzhou-Bratreis wird man schon für weniger als 80 $ satt. Eine gute Adresse ist Tsim Chai KeeWellington Street98Shop B – das beste von mehreren ähnlichen Lokalen in der Straße, es ist identifizierbar am breiten Schaufenster.

Mittagstisch: Der Tipp für alle Preislagen – montags bis freitags werden damit selbst Gourmetlokale erschwinglich. Wichtig: vor 13 Uhr da sein – dann beginnt in den Büros die Mittagspause, und es wird voll.

City SuperHarbour City, Zone A: Ein Garküchenmarkt mit Hafenblick im klimatisierten Shoppingtempel – Gericht aussuchen, Nummer merken, an der Kasse zahlen, dann bestellen.

Einkaufen

Apliu-Street-Flohmarkttgl. ab mittags: Viel alter Krempel, aber superbillig für fabrikneuen Kleinkram wie Taschenlampen, Nagelknipser, Lupen, Spielzeugautos, Ferngläser …

Fa Yuen Streetzwischen Prince Edward Road und Mong Kok Roadtagsüber: Niedrige Preise und Atmosphäre wie vor zwanzig Jahren: T-Shirts, Haushaltswaren, Spielzeug, Unterwäsche, Strickwaren, Kinderkleidung, Strümpfe, Taschen, Frottee, Obst, künstliche Blumen ...

The LanesLi Yuen Street East & Westtagsüber: Zwei Gässchen, wie man sie mitten in Central nie vermuten würde – Stände mit Kleidung, Schuhen, Modeschmuck, Taschen, Stoffen und anderem Kram zu Billigstpreisen, sofern Sie ordentlich feilschen.

Am Abend

Nutzen Sie die Happy Hour! Die Zeiten, da man noch zwei Getränke zum Preis von einem bekam, sind in den meisten Bars zwar vorbei, aber wenigstens gibt’s einen Rabatt. Viele Lokale lassen die „glückliche Stunde“ schon mit der Ladenöffnung beginnen. Oft gilt sie dann bis 21 Uhr, dauert also deutlich länger als bloß eine Stunde.

Ladies’ Night: Die meisten Diskotheken der Stadt bieten an einem Wochentag (oft Mittwoch) Gratiseintritt, Gratissekt oder Ähnliches „for the fairer sex“.

Übernachten

Wichtigster Tipp für alle, die länger als zwei, drei Tage bleiben: nach reduzierten Wochentarifen fragen!

New Lucky House: In dem Gebäude an der Ecke zur Nathan Road gibt es gleich eine ganze Reihe angenehmer Etagenpensionen mit Zimmern (inklusive Bad, teils auch klimatisiert) ab 300 $, z. B. Ocean Guest House23850125 oder Hakkas Guest House27713656. Jordan Road5

Star Guest HouseCameron Road2127238951 und Lee Garden Guest HouseCameron Road34-36a23672284: Beide Herbergen in Tsim Sha Tsui sind ein Stück besser als andere. Alle 55 Zimmer haben Fenster, Telefon, TV und gratis Klimatisierung. Doppelzimmer 500 $. www.starguesthouse.com.hk

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

Januar/Februar

Chinesisches Neujahrsfest (drei Tage)

März/April

Karfreitag bis Ostermontag

April

Ching-Ming-Fest

Juni

Drachenbootfest

1. Juli/2. Juli

Gründungstag der SVR Hongkong

3. Augustmontag

Befreiungstag

September

Tag nach dem Mittherbstfest

Oktober

Chung-Yeung-Fest

25./26. Dezember

Weihnachten

Allgemein

Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der folgende Montag arbeitsfrei.

Chinesische Feste
1.I. Chinesisches Neujahrsfest

Ein so wichtiges Familienfest wie für uns Weihnachten. Fast alle Läden und Restaurants schließen für zwei Tage oder länger. Toll ist die Festdekoration von Kaufhäusern und Banken und vorm Fest der Blumenmarkt im Victoria Park. Am zweiten Tag gibt’s eine Neujahrsparade, am Abend ein Feuerwerk überm Hafen. Private Knallerei ist verboten. Die Festsaison endet am 15. Tag mit dem Laternenfest zur Feier des ersten Vollmonds.

4. oder 5. April: Ching-Ming-Fest

Totengedenkfest: Die Familien fegen die Gräber der Ahnen und bringen ihnen auf dem Friedhof Speise- und Trankopfer dar.

23.III. Geburtstag der Tin Hau

Am Geburtstag der Tin Hau kommen geschmückte Schiffe zum Tin-Hau-Tempel am Südende der Clear-Water-Bay-Halbinsel. Dort bringen die Schiffer ihrer Schutzpatronin Dankopfer dar, erfreuen sie mit Löwentänzen und lassen ihre Bootsschreine neu weihen. Sonderfähren ab North Point

8.IV. Geburtstag des Tam Kung sowie Buddhas Geburtstag

Feiern für Tam Kung, den Herrn des Wetters, an seinem Haupttempel in Shau Kei Wan (MTRShau Kei Wan, Nordende der Main Street) In buddhistischen Tempeln werden die Buddhafiguren gewaschen.

IV. Monat: Bun-(Semmel-)Fest von Cheung Chau

Das Bun-(Semmel-)Fest zu Ehren des Nordkaisers (Hauptgott der Insel) dauert drei Tage. Ein Orakel bestimmt das Datum. Vorm Tempel wird jede Menge „Götterunterhaltung“ geboten; spektakulär ist die Prozession, bei der bunt herausgeputzte Kinder, von verborgenen Gestellen gehalten, auf den Händen anderer Kinder zu schweben scheinen. An drei 20 m hohen Türmen sind Glück bringende rosa Semmeln angebracht, Priester verteilen sie am letzten Abend.

5.V. Drachenbootfest (Tuen-Ng-Fest)

Man verspeist in Blätter gewickelten Klebreis und veranstaltet prächtige Drachenbootrennen. Eine oder mehrere Wochen später folgen internationale Rennen in Sha Tin.

15.VIII. Mittherbstfest (Mondfest)

Bunte Laternen leuchten, man betrachtet den Mond und verzehrt „Mondkuchen“, ein gehaltvolles Gebäck. Toll sind die Tänze der aus glimmenden Weihrauchstäbchen bestehenden Feuerdrachen, die sich an drei Abenden durch die Gassen bei der Wun Sha Street winden.

9.IX. Doppelter Neunter (Chung-Yeung-Fest)

Man opfert an den Gräbern der Ahnen und macht Ausflüge in die Berge des Umlands.

Festivals & Sport
Februar/März

Arts Festival: Abwechslungsreiches Programm mit Auftritten hochklassiger Künstler aus aller Welt. Musik, Ballett und Theater. www.hk.artsfestival.org

November

Macau Grand Prix: Eines der klassischen Autorennen. www.macau.grandprix.gov.mo

Im Trend

Tea Time
Alt trifft neu

In Hongkong trifft Tee auf moderne Komponenten. Gemischt mit Fruchtmilch, Saft oder Geleekügelchen macht sich der aromatische Aufguss fit für die Zukunft. In den Teehäusern von Xiang Zong Linz. B. Pioneer CentreNathan Road750 wird der sogenannte Bubble oder Pearl Tea im coolen Ambiente serviert. Auch im Saint's Alp Teahouseim The WestwoodBelcher's Street8 haben Sie die Chance, den ungewöhnlichen Drink, der ursprünglich aus Taiwan stammt, zu probieren.

Jung und wild
Mode

Hongkong ist ganz verrückt nach frischen Modetrends. Entsprechend wichtig sind Nachwuchsdesignerwettbewerbe, wie der der Hong Kong Fashion Weekwww.hktdc.com. Dort wurden bereits Talente wie Mountain Yammountainyam.com und Eva Cheng Yee Wah aevacheng.blogspot.com die mit ihrer traditionellen chinesischen Scherenschnitttechnik überzeugte, entdeckt und gefördert. Die passenden Accessoires macht TakaAberdeen Street16A– aus natürlichen Materialien

Skyline-Surfing
Action

Ähnlich wie beim Wakeboarding geht es beim Wakeskaten aufs Brett und damit aufs Wasser. Vor der Megastadt macht das allein schon wegen der Aussicht besonderen Spaß. Anfänger starten in der Tai Tam Bay www.wakeboard.com.hk oder nehmen ein paar Stunden bei Wake-Lehrer Dewey, der auch einen Shop besitzt Po Chong Wan, Shum Wan Rd17www.wakeboarding.com.hk. Die Wakeskate-Ausrüstung und die passenden Outfits finden Sie bei Island WakeCannon Street3www.islandwake.com.

Kunst-Plätzchen
Klein, aber fein

Nicht in den etablierten Museen wollen die jungen Kunstschaffenden ihre Werke sehen, sondern in angesagten Art Lounges und Minigalerien, die in der Kunstszene hoch im Kurs stehen – so wie das Para SitePo Yan Street4www.para-site.org.hk die kleinste Galerie der Stadt. Der Platz ist stark begrenzt und deswegen umso umworbener. Hier hat unter anderem schon Joo Choon-Lin ihren Schokobären gezeigt. Viel mehr Raum hat dagegen 1a spaceUnit 14, Cattle Depot Artist VillageMa Tau Kok Road63www.oneaspace.org.hk. Das Künstlerkollektiv hat sich eines alten Industrieviertels angenommen – und veranstaltet dort Kunsthappenings, Performances und Ausstellungen. Überhaupt keinen festen Sitz hat Living Room Craft Fairwww.facebook.com/group.php?gid=67867131022. Der Kunstmarkt wandert von einer Location zur nächsten.

Gartenstadt
Grünzeug

Auch in der Megacity grünt es. Die Stadtbewohner entdecken ihre Lust an der Natur und bauen ihr eigenes Obst und Gemüse an. Bei Hong Kong Flower WorldTai Kong Po232Kam Tinwww.flowerworldhk.com kann man sich dafür sein eigenes Fleckchen Land mieten. Auch seinen grünen Daumen kann man dort bei Workshops zu Themen wie Strauchrückschnitt oder richtiges Düngen noch verbessern. Beim Gärtnern auf die Sprünge hilft auch ein Besuch der Simply Organic-FarmHo Pui113Pat Heung deren knackfrische Bio-Erzeugnisse man im gleichnamigen ShopCanal Road West21www.organic-farm.com in der City erstehen kann.

Bloss nicht

Auf Billigangebote hereinfallen

Sie wollen eine Kamera kaufen, stellen Preisvergleiche an, entscheiden sich für ein extra günstiges Angebot und bemerken später, dass die Garantie nur in Hongkong gilt oder man Ihnen statt des lichtstarken Objektivs ein lichtschwächeres untergejubelt hat. Lassen Sie sich auf auffallende Billigangebote am besten gar nicht erst ein. Niemand wird Ihnen etwas unter Selbstkostenpreis überlassen. Skepsis allein genügt nicht, denn mit welchem Trick ein Händler arbeitet, ist nicht von vornherein durchschaubar. Daher sollten Sie teure Einkäufe auch keinesfalls auf den letzten Tag verschieben.

Eintagesfahrten über die Grenze machen

Kurztrips über die Grenze nach Shenzhen, Kanton und Macau bringen in den meisten Fällen mehr Stress als Freude. Der Effekt steht in schlechtem Verhältnis zu Kosten und Aufwand. Kanton ist durchaus eine Reise wert, wird aber erst ab einer Übernachtung richtig schön. Dies gilt ebenfalls für Macau, ein meist unterschätztes Ziel, dessen Atmosphäre zu erschnuppern mehr Muße erfordert, als der übliche Tagesausflug ermöglicht.

Den Schlepperinnen folgen

Betroffen sind nur Männer, vor allem einzelne: Vor einschlägigen Wan-Chai-Bars gehen Damen auf Kundenfang. Ein Plakat verspricht echt billiges Bier. So kommt es dann auch, nur kostet die kurze Plauderei mit der leicht geschürzten Kellnerin ein Vielfaches, oder der Drink für die Gesellschafterin, die sich an den Tisch setzt, lässt die Kasse klingeln. Protest nützt nichts: Die wahren Tarife sind versteckt ausgehängt, der Geneppte muss blechen.

Schnellfähren benutzen

Die neuen Fähren zu den anderen Inseln sind zweifellos für Pendler richtig, aber touristisch unattraktiv: Sie haben kein Sonnendeck und sind teurer. Man kann nicht einmal richtig aus dem Fenster sehen. Wenn es irgend geht, nehmen Sie die großen, langsameren alten Fähren. Sie bieten am Heck vom offenen oberen Deck aus ein fotogenes Hongkong-Panorama.

Am Wochenende Ausflüge unternehmen

Bei schönem Wetter ergießt sich halb Hongkong ab Samstagmittag in sämtliche verfügbaren Verkehrsmittel, um ins Grüne zu fahren. Wer mitfährt, steht überall Schlange, hat am Strand womöglich das gleiche Gedränge wie in der Stadt und zahlt obendrein teure Wochenendzuschläge. Wandern Sie lieber in den Country Parks von Hong Kong Island. Für Fahrten nach Macau gilt Entsprechendes. Am Sonntagabend haben Sie zudem Probleme, von dort wieder zurückzukommen.

Stichworte

Bauhinia

Die purpurrote Blüte des Bauhiniabaums ist Hongkongs Stadtblume und ziert – in Weiß – die Stadtflagge. Gemeint ist dabei die nach einem Gouverneur „blakeana“ genannte Varietät, eine Zuchtform. Sie blüht von November bis März und findet sich vielfach in der Stadt an Promenaden und auf Plätzen.

Eine goldene Bauhiniablüte erhielt Hongkong zur „Heimkehr“ 1997 von China geschenkt; als mit Sockel 6 m große Bronzeplastik steht sie hafenseitig am Kongress- und Messezentrum in Wan Chai.

Bevölkerung

Mit fünf Prozent Ausländeranteil ist Hongkong weniger international als manche deutsche Kleinstadt. Die größte Minderheit (2,1 Prozent) sind Filipinos, vor allem Frauen, die als Haushaltshilfen arbeiten; es folgen Indonesier (0,8 Prozent) und knapp 19 000 Briten (0,3 Prozent). Für 85 Prozent der 7,1 Mio. Einwohner ist Kantonesisch Muttersprache.

Hongkonger haben nach den Japanern die zweithöchste Lebenserwartung der Welt: knapp 80 Jahre für männliche und 86 Jahre für weibliche Neugeborene. Fast die Hälfte aller Einwohner wohnt in Häusern des staatlichen Wohnungsbaus. Rund vier von zehn Erwerbstätigen arbeiten im Handel einschließlich Gastronomie; die zweitgrößte Berufsgruppe (20 Prozent) ist in Banken und Versicherungen tätig.

Country Parks

Wer Hongkong nicht kennt, mag es kaum glauben: Es gibt so viel Grün, dass tagelange Bergwanderungen möglich sind. Zu verdanken ist dies den 24 Country Parks, Landschaftsschutzgebieten, die ab 1976 zur Sicherung der Wasserreserven ausgewiesen wurden. Sie verteilen sich auf Hong Kong Island, Lantau und das Festland, machen fast 50 Prozent der Landfläche aus und bestehen aus teils bewaldetem, teils grasbewachsenem Bergland. Den Wanderer erfreuen markierte Wege, Zeltplätze, Unterstände, Grillplätze, Infotafeln und Besucherzentren, die praktischen Rat und Einblick in Flora und Fauna geben. Vier Hauptwanderwege (Trails) führen zu den schönsten Stellen; einzelne Etappen sind per Bus erreichbar. Wegen möglicher Begegnungen mit Schlangen nur mit festem Schuhwerk wandern!

Nähere Informationen gibt es unter www.gov.hk/en/residents/culture/trail sowie unter www.afcd.gov.hk/eindex.html; die besten amtlichen Landkarten dazu erhält man in der Publications Sales Unit, 4/F, Murray Building, Garden Road, Central, Tel. 25 37 19 10.

Fengshui

„Wind und Wasser“ bedeutet der chinesische Begriff. Gemeint sind die geheimen Einflüsse, die von der Umgebung auf ein Gebäude oder ein Grab einwirken und, wenn sie schlecht sind, zu Armut, Krankheit und Kinderlosigkeit führen. Damit das nicht passiert, wird beim Hausbau ein Fengshui-Meister zu Rate gezogen, der dann mit einem speziellen Kompass anrückt. Allerdings hat kein Fengshui-Experte je ein Bauprojekt verhindert. Obenan steht immer die Rendite. Korrigiert wird im Detail: ein Eingang versetzt, die Fassadengestaltung geändert oder draußen ein Spiegel angebracht, um böse Einflüsse wegzureflektieren.

Um die Bedeutung des Fengshui zu illustrieren, wird gern auf einen Wohnblock an der Repulse Bay verwiesen. Dieser hat – unter Verzicht auf mehrere Eigentumswohnungen – ein großes Loch, damit, wie es heißt, dem dortigen Bergdrachen die Sicht aufs Meer nicht versperrt werde. Allerdings wird man den Verdacht nicht los, dass es sich vor allem um einen Marketingeinfall handelte.

Glücksspiel und Pferdewetten

Jeder Lottospieler kennt den Kitzel, der sich einstellt, wenn man Fortuna herausfordert. Die Glücksgöttin ist in Hongkong und Macau zwar unbekannt, aber das schmälert nicht die Leidenschaft, wenn es gilt, mit wenig Einsatz einen Haufen Geld einzustreichen. In Hongkong gibt es dafür nur zwei legale Möglichkeiten: beim Pferderennen zu wetten oder Mahjongg zu spielen. Die Begeisterung für den Rennsport ist überhaupt nur dadurch zu erklären, dass man darauf Wetten abschließen kann. Den Hong Kong Jockey Club machten die ständig sprudelnden Einnahmen zur finanzkräftigsten Wohltätigkeitsinstitution. Richtig ausleben kann man seine Spielleidenschaft aber erst in Macau. Vor allem dank der Neureichen vom chinesischen Festland – viele davon durch Korruption zu Geld gekommene Amtsträger – hat sich die einstige portugiesische Überseeprovinz zum größten Spielerparadies der Erde entwickelt. Mahjongg dagegen wird vorwiegend zu Hause gespielt. Man braucht immer vier Leute. Es gibt spezielle Mahjongg-Tische, die gerade die richtige Größe und für jeden Spieler eine Schublade für Gewinne und Einsätze haben, denn Mahjongg ohne Gewinnreiz wäre Kinderkram. Noch etwas ernsthafter geht es in den Mahjongg-Salons zu. Um hohe Einsätze wird aber auch dort nicht gespielt. Sonst nämlich müssten die Gewinne versteuert werden.

Kantonesisch

Nirgends hat es dieser südchinesische Dialekt so weit gebracht wie hier: Er ist nicht nur Hauptumgangssprache, sondern auch zweite Amtssprache neben dem Englischen. Der Unterschied zur chinesischen Hochsprache ist mindestens so groß wie zwischen Deutsch und Niederländisch oder zwischen Spanisch und Portugiesisch. Im schriftlichen Ausdruck setzt zwar das Hochchinesische den Standard, doch viele Boulevardzeitungen verwenden im populären Slang kantonesische Sonderzeichen, die anderen Chinesen unverständlich sind. Bis in die 1990er-Jahre wurde die Hochsprache nicht einmal auf der Schule unterrichtet. Heute kommt ein Hongkonger mit Kundenkontakt – z. B. im Einzelhandel oder in der Gastronomie – ohne Hochchinesisch allerdings nicht mehr aus. In der U-Bahn erfolgen die Ansagen dreisprachig: erst kantonesisch, dann hochchinesisch, dann englisch.

Mondkalender

Chinas traditionelle Feste richten sich fast ausnahmslos nach einem Mondkalender mit dem Jahr zu 354 oder 355 Tagen. Eigentlich ist er ein Mond-Sonnen-Kalender, denn der Jahresbeginn wird alle 33 bis 35 Monate durch Einfügen eines Schaltmonats an das Sonnenjahr angepasst. Daher beginnt Chinas Mondjahr stets mit dem ersten Neumond nach dem 21. Januar. Generell ist zu Neumond und Vollmond in vielen Tempeln mehr los als sonst. Auch am Straßenrand wird dann Opfergeld in roten Blecheimern verbrannt.

Opiumkrieg

Wenn die Engländer nicht schon vor 200 Jahren solche Teeliebhaber gewesen wären, gäbe es Hongkong heute womöglich gar nicht. Der Tee nämlich kam aus China. Der Handel aber war eine Einbahnstraße: Das Reich der Mitte kaufte nichts von den Briten – bis die den Einfall mit dem Rauschgiftschmuggel hatten. Das Geschäft mit dem indischen Opium florierte. Immer mehr Chinesen wurden süchtig, und mehr Silber floss aus China ab, als durch den Teeexport hereinkam. Da schickte der Kaiser einen unbestechlichen Beamten nach Kanton: Lin Zexu. 1839 ließ dieser sämtliches Opium, das in Kanton lagerte, vernichten. Großbritannien fasste die Aktion als Kriegserklärung auf: Der Erste Opiumkrieg begann. 1842, im Frieden von Nanking, musste China vier weitere Häfen für den Überseehandel öffnen und der britischen Krone die Insel Hongkong abtreten – „auf ewig“. 18 Jahre später, beim zweiten Opiumkrieg, kam dann Kowloon hinzu (bis zur Boundary Street); die New Territories folgten 1898 als Pachtgebiet.

Orakel und Wahrsagekunst

Die einfachste und billigste Form des Orakels ist oft in Tempeln zu beobachten: Dabei hält der Fragende zwei nierenförmige Hölzer in den Händen und bewegt sie vor dem Altar zunächst auf und ab, wobei im Stillen die Frage an die jeweilige Gottheit formuliert wird, dann wirft er sie auf den Boden. Je nachdem, ob sie nun mit ihrer runden oder mit ihrer flachen Seite nach unten liegen bleiben, bedeutet dies „ja“, „nein“ oder „unentschieden“. Für etwas komplexere Fragen dient das Stäbchenorakel. Dazu schüttelt man eine Dose mit nummerierten Stäbchen, bis eins herausfällt; der Tempelwahrsager schaut dann unter der Nummer dieses Stäbchens in einem Buch nach und deutet den darin stehenden Spruch gemäß dem Anliegen, den der Gläubige vorträgt. Manchmal an einen Tempel angeschlossen, aber auch unabhängig davon, sind Physiognomen tätig, die die Zukunft aus dem Gesicht lesen, oder Chiromanten, die sie aus den Handlinien bestimmen. Auch dressierte Vögel werden für Orakel eingesetzt; sie ziehen aus einem aufgefächerten Stapel Papier mit Orakelsprüchen eins hervor.

Religion

Christen diverser Konfessionen stellen etwa 8 Prozent der Bevölkerung, Moslems (Chinesen, Indonesier, Pakistaner) etwas über 1 Prozent. Am stärksten verbreitet ist die hier noch sehr lebendige chinesische Volksreligion. Die Gläubigen verehren buddhistische und taoistische Gottheiten nebeneinander, denn es kommt nur auf deren Fähigkeit an, Bitten zu erhören und zu helfen.

Die etwa 200 Tempel, die es in Hongkong gibt, stammen meist aus dem 19. Jh. Es sind kleine Gebäude mit oft nur einem Raum. Erst nach 1950 entstanden einige größere Tempelkomplexe. Gläubige kommen, um zu beten oder ein Orakel zu befragen. Mit einem Opfer (Weihrauch, Obst, Geld) unterstreichen sie eine Bitte an die Gottheit oder danken ihr.

Jeder Tempel hat mindestens eine Hauptgottheit; sie steht hinter einem Altartisch mit Weihrauchgefäßen, Vasen, Leuchtern und Opfergaben in einem meist vergoldeten Schrein. Links und rechts werden oft weitere Gottheiten verehrt. In manchen Tempeln sind Sänften erhalten, auf denen das Götterbild früher auf Prozessionen getragen wurde. An der Decke hängen Weihrauchspiralen; ein Papier in der Mitte verzeichnet den Wunsch des Spenders. Aus buntem Papier gefertigte möblierte Häuser, Sänften, Autos und Dienerschaft sind Totenbeigaben, die durch Verbrennen einem Verstorbenen ins Jenseits nachgesandt werden.

Die populärsten Tempelgötter: Guanyin (kantonesisch: Kwun Yum), die weibliche Bodhisattva der Barmherzigkeit; Guan Yu (Kwun Kung), Kriegsgott und Schutzpatron vieler Gewerbe – sein Schrein steht in zahlreichen Läden und Restaurants; Tian Hou (Tin Hau, „Himmelskaiserin“), die Schutzherrin der Seefahrer – allein dieser Göttin sind in Hongkong etwa 25 Tempel geweiht. Am häufigsten aber wird wohl der Gott des Reichtums, der Pforten und der Erde verehrt; sein kleiner Holz- oder Blechschrein ist vielfach unten neben den Eingängen angebracht.

Einen Eindruck vom Ahnenkult erhalten Sie bei den Totengedenkfesten, beim Besuch eines Ahnentempels, wie es sie noch in den Sippendörfern gibt, oder in den Totengedenkhallen mit käuflichen Stellplätzen für die Ahnentafeln, zum Beispiel im Man-Mo-Tempel. Beim Tempelbesuch sollten Sie linksherum durch die Gebäude gehen und am Ende eine kleine Geldspende hinterlassen.

SAR/SVR

Zu einer „Special Administrative Region“, deutsch: Sonderverwaltungsregion (SVR) wurde die Exkolonie 1997 mit der „Heimkehr“, also der Übergabe des Territoriums an die Volksrepublik China. Rechtliche Grundlage war das britisch-chinesische Abkommen von 1984, das Hongkongs Sonderstatus bis 2047 festschreibt. Eine analoge Regelung besteht für die SVR Macau: Die einstige portugiesische Überseeprovinz ging im Dezember 1999 zurück an China.

Bücher & Filme

Noble House

Der wohl bekannteste Hongkong-Roman, von James Clavell, handelt vom Intrigenspiel um wirtschaftliche Macht (1981)

Alle Herrlichkeit auf Erden

Die west-östliche Liebesgeschichte (1952) von Han Suyin spielt in Hongkongs schwieriger Nachkriegszeit 1949

Suzie Wong

Richard Mason schrieb die Geschichte jener Schönheit vom Wan-Chai-Kiez, der die Verfilmung (1960, Regisseur Richard Quine, mit William Holden und Nancy Kwan) zu Weltruhm verhalf

Bilder aus Hong Kong

Die Vielfalt und die Widersprüche des modernen Hongkong wurden in diesem 1997 erschienenen Buch eingefangen von Karl Johaentges (Fotos) sowie Erich und Marieanne Follath (Text)

Der Mann mit dem goldenen Colt

In westlichen Filmen lieferte Hongkong den beliebtesten Drehort für Fernostexotik. Chinesen hatten darin allenfalls Nebenrollen, so in diesem James-Bond-Film (1974, Regie: Guy Hamilton, mit Roger Moore)

Chungking Express

Ein echter Hongkong-Film, der auch im Westen in die Kinos kam. Er erzählt zwei Liebesgeschichten, die im Polizeimilieu der Stadt spielen (1994, Regie: Wong Kar-wai)

Fakten

Strom
220 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
00:11 Uhr
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