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Oberbayern

Check-in

Was verbinden Sie mit Oberbayern? Dramatische Berglandschaften und stille Täler, auf deren Weiden glückliche Kühe grasen? Oder haben Sie Bilder von mit Putten und reichem Ornament geschmückten Kirchen und bizarren Traumschlössern im Kopf? Hören Sie einen Bergbauern juchzend jodeln oder einen sarkastischen Spruch des Kabarettisten Gerhard Polt, wenn Sie an Oberbayern denken? Sehen Sie ein Bilderbuchdorf mit Zwiebelturmkirche oder die schwebende Architektur des Buchheim-Museums? Nichts wäre falsch, denn all das ist Oberbayern: eine stark in den Traditionen verwurzelte Region, die sich den Fortschritt und die Moderne auf die blau-weiße Fahne geschrieben hat und die der politische Ehrgeiz vorantreibt, alle anderen zu übertreffen.

Denn Oberbayern ist der Primus unter den bayerischen Regierungsbezirken und steht sogar im gesamtdeutschen Vergleich in der ersten Reihe. Die niedrigste Arbeitslosenquote, das höchste Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt, der beste Freizeitwert, die meisten Touristen ... die Aufzählung könnte endlos so weitergehen. Für die „saubere“ wirtschaftliche Entwicklung war u. a. Edmund Stoiber verantwortlich, Ministerpräsident von 1993 bis 2007. Er verordnete seinen Bayern den Sprung ins 21. Jahrhundert und förderte alles, was nach Hightech, Biotech oder Cluster klang. Umso erstaunlicher ist, dass man noch 2013 in vielen oberbayerischen Gemeinden mit Internetverbindungen zurechtkommen muss, die völlig antiquiert sind, falls sie überhaupt existieren. Ganz einfach – der gute Wille wurde marktschreierisch verkündet, die Mühlen der Umsetzung aber mahlen sehr langsam. Reisende geraten folglich immer wieder in Funklöcher, oder sie finden in der Ferienwohnung keinen DSL-Anschluss vor – von WLAN ganz zu schweigen.

Aber ist das nicht auch sympathisch, dieses Verharren in einem Lebensstil, den weniger Bits und Bytes als Hahn und Kuh strukturieren? Viele Urlauber suchen genau das, und finden es hier nicht als folkloristische Inszenierung, sondern als gelebten Alltag. Auch Oberbayern, die ihren Lebensunterhalt als Bankmanager oder Luftfahrtingenieure verdienen, pflegen die überlieferten Traditionen, erneuern die Lüftlmalereien am Haus, folgen den Fronleichnamsprozessionen und treffen sich am Stammtisch. Althergebrachtes und Moderne widersprechen sich nicht, sondern werden genuss- und lustvoll miteinander kombiniert. Das gilt in besonderem Maß für die oberbayrische Küche, die Alfons Schuhbeck zur Sternereife verfeinert hat. Aber auch der Volksmusik beschert das Wiederaufleben von Hausmusikabenden eine Renaissance. Manchmal wird sie dabei frech neu interpretiert, wie es die Chiemgauer Band La Brass Banda mit einem Crossover von Bayern bis Balkan erfolgreich vormacht. Typische Vertreter des neuen Oberbayern sind auch die Huberbuam, Thomas und Alexander Huber, Weltklassekletterer mit Hang zu Kamikaze-Aktionen an den Sechs- bis Achttausendern dieser Welt. Trotz internationaler Popularität würden die beiden ihre Wurzeln in den heimatlichen Chiemgauer Bergen nie aufgeben.

Oberbayern ist traditionsverbunden – und damit seit jeher ein Sehnsuchtsort. Die bayerischen Könige und der Adel unterhielten im 19. Jh. Jagden und Berghütten; Literaten und Künstler suchten um 1900 Inspiration im Blauen Land, an Chiemsee und Starnberger See; und auch heute zieht sich so mancher stressgeplagte Schauspieler, Manager und Politiker ins Oberbayerische zurück. Die Eliten waren Wegbereiter für den Pauschaltourismus: Ab 1933 unterhielt das Reisebüro Carl Degener eine wöchentliche Bahnverbindung von Berlin nach Ruhpolding und legte damit den Grundstein für die touristische Erschließung Oberbayerns. Heute kommen jährlich knapp 13 Mio. Menschen, um zwischen Donau und Alpen zu wandern, Rad zu fahren, Kirchen und Königsschlösser zu bewundern oder sich einfach nur zu erholen.

Denn schön ist es, dieses Oberbayern: Von der Schotterebene um München steigt das Land in sanft gewellten, von eiszeitlichen Gletschern aufgetürmten Höhenzügen allmählich an. Blau glitzernde Seen schmiegen sich zwischen die Moränenhügel oder liegen eingebettet am Fuß der Münchner Hausberge, wie der nördliche, selten die 2000 m übersteigende Voralpenriegel vom legendären oberbayerischen Wanderpapst Walter Pause genannt wurde. Dann wechselt die Szenerie schnell ins Schroffe; steil streben Gebirgsflanken und Felswände der nördlichen Kalkalpen über die von Flüssen eingegrabenen Täler empor. Von den Ammergauer Alpen im Westen über das Wetterstein- und Karwendelgebirge bis zu den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen im Osten türmen sich Felspyramiden und gerundete Gipfelkuppen. Im südlichen und weitaus größeren Teil Oberbayerns sind es die Kontraste zwischen der Weite und der dramatischen Höhe, zwischen rauschendem Wildfluss und stillem Bergsee, die berühren. Das Oberbayern nördlich von München, dessen Ausdehnung bis zu Donau und Altmühl reicht, ist eine Region von stillerem, undramatischem Reiz, ein Paradies für Genussradler und Kunstfreunde.

Was so idyllisch wirkt, ist aber nicht unberührte, sondern von alters her wirtschaftlich genutzte Natur. Nachhaltige Nutzung durch Jäger, Fischer und Bauern stand dabei neben ungebremstem Raubbau: Im 16. Jh. wurden die Wälder rund um Reichenhall so rücksichtslos als Brennmaterial fürs Solekochen abgeholzt, dass nichts mehr übrig blieb und die Salzsieder nach Traunstein umzogen, wo sie den Kahlschlag fortsetzten. Die Landschaft bei Penzberg, Miesbach und Hausham im Herzen des Oberlands war im 19./20. Jh. vom Bergbau geprägt, dessen Spuren heute noch sichtbar sind und dessen Abraumhalden sich mühelos in extraterrestrische Drehorte für Fernsehserien wie „Raumschiff Orion“ verwandelten. In den 1950er-Jahren wurde ein malerisches Tal im Karwendel geflutet und dabei das Dorf Fall versenkt, damit das im Sylvensteinsee gestaute Isarwasser Turbinen antreiben und Energie liefern kann. Auch der Tourismus trägt seinen Teil bei. Bergbahnen, Skilifte, planierte und mit Kunstschnee beschneite Abfahrten domestizierten die Landschaft. Und weil Natur an sich inzwischen nicht mehr spannend genug ist, wird sie „aufgewertet“: Dabei sind die vielen neu angelegten Klettersteige noch umweltverträglich, gemessen an adrenalinsteigernden Attraktionen wie dem 7 m über einen 1300 m tiefen Abgrund ragenden „Riesen-Fernrohr“ im Karwendel oder den beiden schwindelerregend ins Leere laufenden Stahlarmen der Aussichtsplattform Alpspix auf der Alpspitze. Irgendwo in deren Nachbarschaft sollte auch ein Flying Fox installiert werden. Am Drahtseil hängend und durch Gurtzeug gesichert, hätten Wagemutige in rasanter Fahrt vom Berggipfel zum 1 km entfernten Zielpunkt sausen können. Nach massiven Protesten von Naturschützern wurden die Planungen jedoch eingestellt.

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen ist auch in Oberbayern nicht selbstverständlich. Aber der von engagierten Umweltschützern und idealistischen Landwirten initiierte Ökotrend findet immer mehr Nachahmer. Ob Tegernseer Milchbauern genossenschaftlich eine Käserei gründen, für deren Bioqualität sie geradestehen, ob sich die Werdenfelser dafür starkmachen, dass die Wolle ihrer Schafe verarbeitet und nicht, was billiger wäre, entsorgt wird, ob Hotels und Pensionen auf Niedrigenergiehäuser umrüsten – zahllose Initiativen und Projekte verdienen Unterstützung. Als Gast und Reisender sollten Sie diese Chance wahrnehmen und aus Ihrem Urlaub in Oberbayern eine runde, grüne Sache machen!

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

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Reisezeit

Januar
sehr gut
2°C
Februar
sehr gut
4°C
März
sehr gut
9°C
April
sehr gut
13°C
Mai
sehr gut
17°C
Juni
sehr gut
21°C
Juli
sehr gut
23°C
August
sehr gut
22°C
September
sehr gut
19°C
Oktober
sehr gut
13°C
November
sehr gut
7°C
Dezember
sehr gut
3°C

Die beste Reisezeit für Oberbayern sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 13° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 7 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 2° Celsius bei 16 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 13° Celsius und die Nachttemperatur bei 3° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 16 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Juni.

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Praktische Hinweise

Anreise

Neben dem Franz-Joseph-Strauss-Flughafen (www.munich-airport.de) nördlich von München sind der Salzburger (www.salzburg-airport.com) und der Augsburger (www.augsburg-airport.com) Flughafen günstige Ziele für Flugreisende.

Von München fahren Regionalzüge alle größeren Orte Oberbayerns an. Mit dem Bayernticket und anderen Sondertarifen können Einzelreisende, Familien oder kleine Gruppen (max. 5 Pers.) die Region günstig bereisen (22 Euro plus 4 Euro für jede weitere Pers.). Auskunft zu den Regionalverbindungen: www.bayern-fahrplan.de. Über den regionalen Busverkehr informiert www.rvo-bus.de.

Mit dem Auto erreichen Sie die oberbayerischen Ferienziele von Norden über die A 9 von Nürnberg nach München. Von Osten führen die A 8 von Salzburg, von Süden die A 12 von Kufstein, von Westen die A 96 von Konstanz sowie die A 8 von Stuttgart nach Oberbayern. Auf der A 95 gelangen Sie von München in Richtung Garmisch-Partenkirchen.

Auskunft

www.tourismus-oberbayern-münchen.de: alle touristischen Infos zu Freizeit, Unterkunft und Sport. Links führen zu Unterregionen und Orten. Eine interaktive Karte erleichtert das Auffinden spezieller Interessensangebote.

Radolfzeller Straße1581243089 8292180www.oberbayern-tourismus.de

Deutscher Alpenverein, Sektion München

Sektion MünchenBayerstr.2180335089 5517000

Fahrradmitnahme & -Verleih

In welchen Zügen Sie Ihr Fahrrad mitnehmen können und wie viel das kostet, erfahren Sie auf www.bayern-fahrplan.de. Der Verleih-Kooperationspartner der Bahn, www.callabike-interaktiv.de, unterhält nur in München eine Vermietstation. In allen touristischen Orten gibt es die Möglichkeit, Fahrräder bei der Tourist-Info oder bei Fahrradgeschäften zu mieten. Verleihstationen von E-Bikes listet www.movelo.com auf.

Geld & Kreditkarten

In allen größeren Orten befinden sich Geldautomaten, an denen Sie mit Geld- oder Kreditkarte abheben können. In größeren Hotels, Restaurants und Tankstellen werden alle gängigen Kreditkarten akzeptiert. Führen Sie zur Sicherheit aber auch stets ausreichend Bargeld mit, falls die Übertragungsleitung nicht funktioniert oder die Karte nicht angenommen wird, was vor allem in kleineren Gastronomiebetrieben durchaus der Fall sein kann.

Gesundheit

Wichtig für die ganze Familie: Da das östliche Oberbayern als FSME-Risikogebiet gilt, ist es empfehlenswert, sich gegen die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis impfen zu lassen, wenn man in diese Region fährt (Infos auf www.zecken.de). Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen gegen Zecken sind langärmelige Hemden bzw. Blusen und lange Hosen, wenn man in der freien Natur, vor allem in hohem Gras und Unterholz, unterwegs ist. Die Impfung schützt nicht vor der ebenfalls von Zecken übertragenen Borreliose – wenn Sie gebissen werden, sollten Sie auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen.

Grenzübertritt

Manche Wanderwege, darunter auch die im Kapitel „Ausflüge & Touren“ beschriebene Autotour, führen ins Nachbarland Österreich. Auch wenn kaum noch Grenzkontrollen stattfinden, sollten Sie stets einen Personalausweis dabeihaben.

Internet & WLAN

Oberbayern ist in manchen Regionen sehr schlecht versorgt; Internetverbindungen sind langsam oder kommen nur schwer zustande. WLAN können Sie in allen größeren Touristenorten und Hotels erwarten; Internetcafés gibt es dort ebenfalls. Aber schon ein Tal weiter ist die Welt auch ohne Web in Ordnung.

Klima & Reisezeit

Oberbayern ist das ganze Jahr über besuchenswert: Wanderer und Radfahrer wählen das Sommerhalbjahr vom späten Frühjahr bis Spätherbst; Wintersportler können ab Ende Dezember bis Mitte April mit stabilen Schneeverhältnissen rechnen. Autofahrer sollten im Winter an Schneeketten denken. Den Lawinenlagebericht089 92141210 erfahren Tourengeher und Schneeschuhwanderer unter Tel. Warnungen sollten Sie unbedingt beachten. Gleiches gilt für Sturmwarnungen auf den oberbayerischen Seen (Sirene und Leuchtsignal).

Notruf

Polizei110

Notarzt und Feuerwehr112

Bergrettung112

Alpines Notsignal: sechsmal innerhalb einer Minute ein hör- oder sichtbares Zeichen absetzen und das Signal nach einer Minute Pause wiederholen. Antwortsignal wird dreimal pro Minute gesendet.

Oberbayern Card

Mit der Karte bekommen Sie bei vielen Attraktionen Preisermäßigungen, oft auch kostenlosen Eintritt oder Führungen (48 Stunden gültig29,90 Eurowww.urlaubs-spar-card.de).

Öffentliche Verkehrsmittel

Oberbayern ist durch Bahn, Bus und Wander- bzw. Skibusse gut erschlossen. Fahrpläne auf www.bayern-fahrplan.de, www.rvo-bus.de sowie auf den Websites der Tourismusinformationen zu finden und liegen in den Touristinfos aus.

Öffnungszeiten

In ländlichen Regionen können Öffnungszeiten von Post, Banken und Geschäften etwas eingeschränkt sein; häufig schließen Läden bereits um 18 Uhr (Mittagspause 12–14 Uhr), samstags sogar um 12 Uhr. Auch die Touristinfos haben nicht durchgehend geöffnet. Restaurants sind, wenn nicht anders erwähnt, täglich geöffnet.

Telefon & Handy

In öffentlichen Telefonzellen können Sie nur mit Telefonkarte telefonieren (erhältlich in Schreibwarengeschäften und Poststellen). Die Funkabdeckung ist weitgehend gewährleistet; in abgelegenen Tälern mag es durchaus Verbindungsprobleme geben.

Unterkunft

Urlauber können in Oberbayern zwischen allen Kategorien wählen – vom günstigen Privatzimmer bis zur Suite im Luxuswellnesshotel, vom Campingplatz oder von der bäuerlichen Pension bis zum Ferienbauernhof mit Rundumbetreuung. Buchungsmöglichkeiten finden Sie auf den Webseites der jeweiligen Tourismusämter. Wer flexibel ist, kann außerhalb der Schulferien deutlich günstiger unterkommen. Viele Vermieter nehmen Gäste nur mit einem Mindestaufenthalt von drei oder vier Tagen auf.

Wander- & Radkarten

Die oberbayerischen Wandergebiete bildet das Kartenwerk der Kompass-Wanderkarten (www.kompass.de) im Maßstab 1:50 000, einige Blätter auch 1:25 000, ab. Wander- und Fahrradwege sind darin deutlich markiert. Im Beiheft finden sich Beschreibungen der wichtigsten Orte und Sehenswürdigkeiten. Die Kompass-Radwanderkarten im Maßstab 1:70 000 gibt es auch für Radwanderregionen des nördlichen Oberbayern wie das Altmühltal; sie eignen sich auch für die GPS-Navigation. Wander- und Radwanderführer aus dem Kompass-Verlag helfen bei der Routenplanung.

Das Kartenwerk des Deutschen Alpenvereins (www.dav.de) deckt im Maßstab 1:50 000 die alpinen Regionen ab und ist bei anspruchsvollen Berg- und Klettertouren zu empfehlen.

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Heilige Drei Könige

März/April

Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam

15. August

Mariä Himmelfahrt

3. Oktober

Tag der Deutschen Einheit

1. November

Allerheiligen

25./26. Dezember

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen

Januar/Februar

Zum Fasching machen die Burschen in der Karwendelregion rund um Mittenwald, Krün und Wallgau mit holzgeschnitzten Larven verkleidet als Maschkera die Dörfer unsicher, während die Mädchen als Gungln zum Tanz erscheinen. Höhepunkt ist der Unsinnige Donnerstag in Mittenwald.

März/April

Mitte März swingt Burghausen im Rahmen der Jazzwoche zu den Sounds internationaler Jazzgrößen.

Ein Schwertertanz zur Austreibung des Winters leitet am Ostermontag den Traunsteiner Georgi-Ritt ein. Danach ziehen prächtig geschmückte Reiter und Wagen zum Ettendorfer Kirchlein.

Mai/Juni

Der geschmückte Maibaum muss am 1. Mai auf dem Marktplatz stehen. Maibaumklau und -aufstellen sind in vielen Dörfern Anlass für feuchtfröhliche Feste.

Töpfer aus ganz Europa kommen zum Dießener Töpfermarkt, der an Christi Himmelfahrt am Ammersee stattfindet.

Fronleichnamsprozessionen werden überall in Oberbayern abgehalten, besonders malerisch ist die Bootsprozession am Staffelsee.

Johannisfeuer werden um die Sommersonnenwende am 21. Juni bevorzugt auf Berggipfeln entzündet. Sehenswert u. a. auf Brauneck und Wallberg.

Das stets in ungeraden Jahren stattfindende Neuburger Schlossfest in der ersten Juliwoche versetzt die Stadt mit Reiterspielen, Jahrmarkt und Festzug zurück in die Renaissance.

Ende Juni feiern die Hirschbergler in der Trachtenhütte das TrachtenwaldfestWallbergstraße10Kreuth.

Juli/August

Die Ritter sind los: ob bei der perfekten Show des Kaltenberger Ritterturniers (Juli) oder bei den traditionellen Ritterschauspielen in Kiefersfelden (August) auf einer historischen Bühne

Zu den hochkarätig besetzten Carl-Orff-Festspielen im Juni und Juli in Andechs werden die Werke des Komponisten im Florianstadl des Klosters aufgeführt.

Die Herrenchiemsee-Festspiele zu Ehren von Ludwig II. versuchen eine philosophisch-musikalische Annäherung an den „Kini“ – alleine die Aufführungsorte wie der Spiegelsaal machen den Besuch zu einem ästhetischen Vergnügen.

Eines der größten Reggaefestivals weltweit findet auf einer Wiese bei Übersee statt: Das Chiemsee-Reggae in der zweiten Augusthälfte holt viele große Namen der Szene nach Oberbayern.

September

Ende September beginnt in Oberbayern die Zeit der festlichen Almabtriebe. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Schafen: Beim Almabtrieb in Ohlstadt holen die Bauern ihre Bergschafe am dritten Septemberwochenende heim; danach werden die Tiere geschoren.

Berühmt ist auch der Almabtrieb am Königssee, bei dem die Rindviecher mit Booten übergesetzt werden.

November

Am Patronatstag Sankt Leonhards (6. Nov.) wallfahren die Bauern in feierlichen Prozessionen zu nahen Leonhardikapellen, so von Froschhausen nach Murnau. Berühmt sind auch die Leonhardifahrten von Kreuth und Bad Tölz.

Dezember

Weihnachtsmärkte sind besonders romantisch auf der Fraueninsel, wo Künstler und Kunsthandwerker ihre Werke am ersten und zweiten Adventswochenende zum Verkauf bieten. In Ingolstadt dauert der Weihnachtsmarkt die ganze Adventszeit über; er ist einer der ältesten Märkte Deutschlands.

Während die Menschen feiern, jagen die Perchten und andere vermummte Gestalten die Wintergeister. Schaurig-schön u. a. am 5. und 6. Dez. in Berchtesgaden!

Bloss nicht

Schlecht ausgerüstet in die Berge

Eine kleine Spritztour mit der Seilbahn auf den Herzogstand und dort dann in Sandalen auf den Gipfel, nichts zu trinken dabei und keinen Wind- oder Sonnenschutz – das kann schlimm enden. Auch wenn der Berg harmlos erscheint und die Wanderung kurz – man sollte stets richtig ausgerüstet sein, d. h. zumindest mit festem Schuhwerk, Windjacke und Wasser. Und keinesfalls die eigene Fitness überschätzen!

Warnungen missachten

Auch wenn sich Ihnen der Sinn einer Unwetter- oder Lawinenwarnung nicht erschließt, weil die Sonne vom blauen Himmel strahlt und sich kein Lüftchen regt, sollten Sie sie ernst nehmen und den Segeltörn abbrechen oder auf die geplante Schneeschuhtour verzichten.

Die Andacht stören

Angesichts der Stuck- und Freskenorgien in den oberbayerischen Kirchen fällt es wirklich schwer, Erstaunen und Begeisterung zu kanalisieren. Dennoch: Vergessen Sie nicht, dass Sie ein Gotteshaus besuchen, in dem andere Menschen beten. Nehmen Sie bei Besichtigung und Fotografieren Rücksicht.

Naturschutz ignorieren

Enzian, Edelweiß und Frauenschuh sind leicht zu erkennen, und einen Steinadlerhorst oder Biberbau werden Sie kaum beschädigen, doch Sie können natürlich nicht alle Pflanzen und Tiere kennen, die auf der Liste der gefährdeten Arten stehen. Deshalb sollten Wanderer, Radfahrer und Tourengeher ihr Verhalten stets nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit ausrichten.

Hauptregel hierbei: nicht vom Weg abweichen. Besonders im Winter wird dabei Wild aufgescheucht, das durch die magere Zeit geschwächt ist. Je nach Region und Jahreszeit gelten die unterschiedlichsten Bestimmungen für den Schutz der Natur. Informieren Sie sich bei den Tourismusinformationen oder auf den Websites von Naturschutzinitiativen.

Starkbier unterschätzen

Bayerisches Bier ist kräftig, und auf das Starkbier trifft das erst recht zu. Die meisten Oberbayern sind an ihr Bier gewöhnt und vertragen es besser als ein „Zugroaster“, der dem flüssigen Brot das erste Mal zuspricht. Es ist durchaus nicht ehrenrührig, sich mit einer einzigen Maß (ein Liter) zu begnügen oder das Bier mit Limo verdünnt als Radler zu genießen.

Kuhweiden überqueren

Es klingt albern angesichts des trägen, friedlichen Viehs auf den Weiden, doch Kollisionen zwischen Kühen und Wanderern häufen sich. Wenn möglich sollte man solche Situationen vermeiden. Und wenn es nicht anders geht, dann die Weide ruhigen Schrittes überqueren und den Kälbchen nicht zu nahe kommen, denn dann könnte die Mutter rot sehen.

Bücher & Filme

Wege zum Märchenkönig

sucht und beschreibt der Journalist der Süddeutschen Zeitung Manfred Hummel in den bayerischen Alpen – ein lesenswertes Wanderbuch (2011)

Das Leben meiner Mutter

von Oskar Maria Graf ist nicht nur eine bayerische Dorfchronik, sondern auch ein Stück Sozialgeschichte (1940)

Wer früher stirbt ist länger tot

lautet die immer wieder unterhaltsame Erkenntnis von Marcus H. Rosenmüller am Wendelstein (Film von 2006)

Wiki und die starken Männer

lässt Bully Herbig in Wikingertracht auf den Walchensee los – gedreht 2009

Die Geschichte vom Brandner Kaspar

erzählt Joseph Vilsmaier mit Franz Xaver Kroetz auf der Scharnitzalm, wo der Kaspar mit dem Tod feilscht (Film 2008)

Die drei Musketiere

kämpfen nach dem Roman von Alexandre Dumas unter der Regie von P. W. S. Anderson in den Schlössern Herrenchiemsee und Oberschleißheim sowie auf der Burg in Burghausen in 3-D-Animation (2011)

0-7 °C
3 h/Tag

Fakten

Fläche 17.529 km²
Strom 230 V, 50 Hz
Hauptstadt München
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 11:28 Uhr

Anreise

4h 33min
5h 49min
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