Kalifornien

Überblick

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Kalifornien ist das Traumziel am Pazifik, Amerikas schönster Mix aus grandioser Natur, coolen Städten und sympathisch skurrilen Menschen. Nach dem „Westward, Ho“, dem legendären Zug nach Westen, entdeckten die Pioniere in dieser Region ihr gelobtes Land. Trotz großer Mühen wurde für viele hier der amerikanische Traum Wirklichkeit. Bis heute hat dieser Landstrich zwischen Sierra Nevada und Pazifik nichts von seiner Faszination eingebüßt.

Anders als damals lässt sich die Landschaft jedoch heute bequem mit dem Auto durchfahren und genießen. Der Golden State ist das ideale Ziel für Individualisten, die auf eigene Faust die Natur erleben wollen, ohne auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation verzichten zu müssen. Ein Superlativ reiht sich hier an den anderen. Die Berge im Nordosten, bepackt mit ewigem Eis, gehören zu den höchsten des Kontinents. Death Valley im Südosten markiert nicht nur den tiefsten Punkt der USA, sondern auch den heißesten. An der Pazifikküste wachsen Bäume höher in den Himmel als ihre Artgenossen. Manche, wie die Sequoias in der Sierra Nevada im Osten, gehören dabei zu den ältesten auf der ganzen Welt.

Kaum ein Teil Amerikas ist so gepriesen worden wie der nach Alaska und Texas drittgrößte Staat der USA. Von allem gibt es mehr als genug: mächtige Wasserfälle im Yosemite National Park und kleine, malerische Städtchen an der Küste, raue Wüstenlandschaften und fruchtbare Täler, echte Wale im Ozean und künstliche Micky-Mäuse in Disneyland. Auf einer Fläche etwas größer als Deutschland leben viel weniger Menschen. Von den 38 Mio. Einwohnern konzentriert sich allein mehr als die Hälfte um Los Angeles.

Zwischen Oregon im Norden und Mexiko im Süden bleibt viel Platz für einsame Bergketten, unberührte Wälder und menschenleere Wüste. Das alles wird noch gekrönt: Der Vorrat an Sonne, Sand und Strand ist schier endlos. Wo die Natur so verschwenderisch ist, sind es auch die Menschen: Man hat Zeit. Der kalifornische Lebensstil ist betont locker und entspannt. Das Bild einer froh gelaunten Freizeitgesellschaft – hier kommt es dem Klischee am nächsten: Beachboys fahren mit dem Surfbrett im Auto zum Strand und tanzen auf den Wellen.

Kalifornien verzauberte schon vor gut 150 Jahren. Der Goldrausch lockte 300 000 Menschen aus allen Winkeln der Welt an. Zwar fanden die wenigsten das begehrte Edelmetall, doch das neue Land bot allen eine Chance – zuerst beim Bau der Eisenbahn, später im Ölgeschäft und dann vor allem in der Landwirtschaft. Die heranwachsende Filmindustrie, die sich zu Beginn des 20. Jhs. in Los Angeles niederließ, machte den amerikanischen Traum made in California der ganzen Welt zugänglich. Nun basteln Hightechbranchen an der Zukunft. Kalifornien verfügt über die sechststärkste Wirtschaft der Welt. Jedoch hat das Modell eines verschwenderischen, liebens- und lebenswerten Lebens auch seine Schattenseiten. Die dem Auto huldigenden Kalifornier produzierten wuchernde Metropolen, die vor Aktivität strotzen, aber die Natur bedrohen. Kalifornien, politisch liberal und ökologisch sensibel, hat sich zwangsläufig zum Schrittmacher für umweltpolitische Neuerungen entwickelt. Die ernsthaften Ansätze für eine Stromproduktion mit Sonnen- und Windenergie weisen den Weg in die Zukunft der alternativen Brennstoffe.

Energie wird auch in den kommenden Jahren ein wichtiges Schlagwort bleiben, da die Bevölkerung stetig wächst. Mexikaner, die legal oder illegal einwandern, verändern die Bevölkerungsstruktur. Mittlerweile gelten fast 35 Prozent aller Kalifornier als hispanics (so die offizielle Bezeichnung). Dies lässt die Zeit der Anglo-Amerikaner fast wie eine Zwischenära erscheinen. Denn kolonialpolitisch gehörten Baja (das untere) California und Alta (das obere) California zu Mexiko und wurden mit ihm 1821 von Spanien in die Unabhängigkeit entlassen. Die aus dem Osten an den Pazifik drängenden Amerikaner betrieben die Abspaltung des Nordteils. 1846 gründeten Siedler im Schatten des mexikanisch-amerikanischen Kriegs die California Republic, die wegen des Bären auf der Fahne auch als Bear Flag Republic in die Geschichtsbücher eingegangen ist. 1850, als mit dem Goldrausch das Interesse Washingtons am Land im fernen Westen erwacht war, wurde das junge Kalifornien der 31. Staat der USA.

Trotz der heute großen Anzahl an hispanics kommt man als Besucher mit Englisch mühelos durch. Doch für eine Reise sollte man die Distanzen und die kulturellen Eigenheiten der Regionen bedenken. Eigentlich wäre jede der drei Regionen, in die man Kalifornien nach geografischen und touristischen Kriterien aufteilt, und jede der Metropolen eine eigene Reise wert. Wer jedoch die Vielfalt des Lands auf einer Rundfahrt kennenlernen möchte, kann sich eine Reise mit echten Höhepunkten zusammenstellen: Im ruhigen, teils noch richtig einsamen Nordkalifornien warten stille Buchten am Pazifik und urweltliche Redwoodwälder, dazu die faszinierenden Vulkangipfel von von Mount Shasta und Cascade Range. In Zentralkalifornien dürfen Sie die Fahrt entlang der atemberaubenden Steilküste auf dem Highway 1 zwischen San Francisco und Los Angeles nicht verpassen sowie jenseits des Central Valley die hochalpine Bergwelt der Sierra Nevada mit ihren 3000 Jahre alten Mammutbäumen, berühmten Naturparks wie Yosemite und Geisterstädten aus der Goldgräberzeit.

Südkalifornien schließlich lockt mit seinen Badestränden, Vergnügungsparks und wildromantischen Wüsten und ist dank seiner südlichen Lage rund ums Jahr gut zu bereisen. Das Binnenland zeigt sich zur Zeit der Wüstenblüte im März und April von seiner schönsten Seite. Die schon von den Beach Boys besungene Surferszene an den Stränden zwischen San Diego und Los Angeles wiederum genießt das lockere Leben vor allem im Hochsommer und Herbst, wenn der Pazifik warm genug ist zum Baden. Und der Winter ist die schönste Zeit zum Golfen in Palm Springs oder für Wanderungen im sonst glühend heißen Tal des Todes.

Nicht zu vergessen: die stimulierenden Super-Metropolen San Francisco und Los Angeles. Sie liegen nahe genug beieinander, um sie auf einer einzigen Reise kennenzulernen, doch weit genug voneinander entfernt, um ihre unterschiedlichen Charaktere zu wahren: Die innovative Stadt am Golden Gate gibt sich eher europäisch und kultiviert, ist stolz darauf die Wiege von Internet und iPad zu sein. Die Entertainmentkapitale eine Tagesreise weiter südlich hingegen versteht sich als Drehscheibe für Extrovertiertes, Show und Glamour.

All dies bedeutet: Kalifornien bietet mehr als jede andere Region in Amerika. Doch wer viel sehen will, legt dabei große Entfernungen zurück. Um Kalifornien wirklich zu erleben, müssen Sie sich schon etwas Zeit nehmen.

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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Mittwoch / 01.04.2020
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16 °C
Abends
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Donnerstag / 02.04.2020
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Freitag / 03.04.2020
Vormittags
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Anreise

11h 25min
Frankfurt am Main
Kalifornien
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Praktische Hinweise

Anreise

Lufthansa fliegt in Kooperation mit United Airlines täglich nonstop von Frankfurt und München jeweils nach San Francisco und nach Los Angeles. Flugdauer: rund elf Stunden. Preis je nach Saison ca. 600–1300 Euro. Bei den meisten anderen Verbindungen müssen Sie umsteigen.

Los Angeles

Flüge aus Europa und von der Ostküste der USA landen auf dem Los Angeles International Airport (LAX). Die Busse der Mietwagenfirmen fahren vor der Gepäckausgabe ab und bringen Sie zu den Anmietstationen außerhalb des Flughafengeländes. Die beste Busverbindung in die Stadt: Super-Shuttle, deren Kleinbusse als Sammeltaxi zu allen gewünschten Adressen der Stadt fahren (www.supershuttle.com). Einstieg: Verkehrsinsel vor dem Gebäude. Hotels in Flughafennähe bieten meist eigene Shuttlebusse. Für eine wegen der weiten Entfernungen teure Taxifahrt vereinbart man am besten einen Festpreis (flat fee). Anhaltspunkt: ein Taxi nach Hollywood kostet mindestens 35 $.

San Francisco

Flüge aus Europa und von der Ostküste landen auf dem San Francisco International Airport (SFO). Wegen der Nähe zur Stadt und der mangelnden (und teuren) Parkmöglichkeiten ist es ratsam, einen Wagen erst anzumieten, wenn man Ausflüge machen oder weiterreisen will.

Mehrere Kleinbus-Sammeltaxis wie z. B. Super-Shuttle (www.supershuttle.com) fahren an den Verkehrsinseln vor den Terminals ab und steuern für ca. 17–25 $ Fahrpreis jedes gewünschte Ziel im Stadtgebiet an. Das Taxi nach Downtown kostet ca. 35 $, die schnelle U-Bahn-Verbindung mit Bart (www.bart.gov) nur 8,25 $, ist jedoch wie die Stadtbusse von SamTrans etwas umständlich mit Gepäck.

Auskunft
California Tourism

– c/o Touristikdienst Truber, Postfach 105663809Stockstadt/Main06027 402820

infopaket@visitcalifornia.de

www.vusa-germany.de

www.discoveramerica.com

www.parks.ca.gov

Selbst in den kleineren Orten Kaliforniens halten Visitor Centers Informationsmaterial für die Region bereit. Bei der Anreise per Auto geben gut ausgestattete Welcome Centers in den Großstädten und nahe der Staatsgrenzen Auskunft. www.visitcwc.com

Auto

Straßen sind in den USA eingeteilt in County Routes, State- und US-Highways bis zu Interstate-Autobahnen, von denen einige gebührenpflichtig sind. Die Höchstgeschwindigkeiten liegen zwischen 55 Meilen/h (88 km/h) und 70 Meilen/h (112 km/h). Verkehrsregeln und -zeichen in den USA entsprechen weitgehend den deutschen.

Besonderheiten: An Kreuzungen darf man bei Rot rechts abbiegen; der 3-way- oder 4-way-stop, eine Kreuzung mit Stoppzeichen aus allen Richtungen, regelt die Vorfahrt nach dem Prinzip: Wer zuerst kommt, fährt zuerst (in der Reihenfolge der Ankunft an der Stopplinie); auf mehrspurigen Straßen ist rechts überholen gestattet; halten Schulbusse am Straßenrand mit Warnblinklicht, muss der Verkehr in beiden Richtungen stoppen.

Bei Pannen hilft die AAA (American Automobile Association). Für Mitglieder des ADAC, TCS und ÖAMTC mit Mitgliedsausweis ist der Service (1800 2224357) kostenlos.

Camping & Jugendherbergen

Die schönsten Campingplätze liegen in den State Parks. Reservierungen sind sieben Monate vorab möglich (Gebühr: 8 $) über Reserve America (1800 4447275www.reserveamerica.com). Viele Details über die einzelnen Parks sind im Internet auf der Seite des Department of Parks and Recreation einzusehen: www.parks.ca.gov.

AYH Youth Hostels sollten im Voraus reserviert werden. Die Häuser liegen häufig an ausgesprochen malerischen Orten. Auch für Familien zu empfehlen. Verzeichnis im Buchhandel oder unter www.hiusa.org.

Diplomatische Vertretungen
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

1 415 7751061

1 323 9302703www.germany.info

Schweizer Generalkonsulat

1 415 7882272www.eda.admin.ch/sf

1 310 5751145www.eda.admin.ch/sf

Österreichisches Honorar- und Generalkonsulat

1 415 7659576

1 310 4449310

www.austrianconsulatesf.org

Einreise

Für Deutsche, Schweizer und Österreicher ist für eine Reise von bis zu drei Monaten kein Visum nötig. Erforderlich ist jedoch der rote, maschinenlesbare Reisepass. Für neu ausgestellte Pässe sind seit Oktober 2006 auch biometrische Daten erforderlich. Neu ausgestellte Kinderpässe erfordern zudem ein Visum – besser gleich einen regulären Pass beantragen! Vor der Reise muss sich jeder im Internet registrieren, dabei wird eine per Kreditkarte zu bezahlende Gebühr (14 $) fällig. Diese Registrierung gilt dann zwei Jahre lang für alle Reisen. Info: https://esta.cbp.dhs.gov. Weitere Infos: german.germany.usembassy.gov, www.dhs.gov

FKK

Öffentliches Nacktbaden ist im prüden Amerika verboten. Es gibt nur wenige privat geführte FKK-Strände.

Geld

Euro-Bargeld ist nur an Flughäfen und in großen Hotels zu wechseln; auch US-Banken (werktags 10–15 Uhr geöffnet) bieten meist keine Wechseldienste an. Populärste Zahlungsmittel sind Kreditkarten (am weitesten verbreitet: Visa, Mastercard/Eurocard). Bargeld bekommen Sie mit EC-Karte und (vierstelliger) PIN an den meisten Geldautomaten, erkundigen Sie sich aber vorab bei Ihrer Bank nach Ihrem Limit. Reiseschecks werden als Zahlungsmittel überall angenommen – Sie bekommen Bares als Wechselgeld zurück.

1 Dollar = 100 Cent. Scheine (bills) gibt es in den Werten 1, 5, 10, 20, 100 Dollar. Münzen (coins) gibt es in den Werten: penny (1 Cent), nickel (5 Cent), dime (10 Cent), quarter (25 Cent), buck (1 Dollar).

Gesundheit

Die Notaufnahmeabteilungen der Krankenhäuser, mit Emergency Room außen deutlich beschildert, helfen bei akuten Notfällen weiter. Übliche Praxis: Das Personal verlangt vor der Behandlung eine Kreditkarte. Die meisten akzeptieren Mastercard und Visa. Schließen Sie in jedem Fall eine Reisekrankenversicherung ab.

Inlandsreiseverkehr

Die Eisenbahngesellschaft Amtrak bietet für 7–21 Tage einen California Rail Pass (deutsch.amtrak.com). Greyhound (www.greyhound.com) ist die Überlandbuslinie mit dem dichtesten Netz. Auskünfte erteilen die Reisebüros.

Internet & Wlan

Als Geburtsland des Internets ist Kalifornien natürlich perfekt vernetzt. Der Internetzugang im Hotel kostet meist 8–15 $ pro Tag, oft steht aber ein kostenlos zu nutzender Computer in der Hotellobby. Für den eigenen Laptop finden Sie in vielen Hotels und Internetcafés WLAN (WiFi, wireless network), teils kostenlos, teils erhält man gegen Gebühr das Password beim Personal. Für 2–3 $ pro 10 Minuten sind zur E-Mail-Abfrage auch Webcomputer in Coffeeshops oder Büroläden wie Kinko's zu nutzen.

Klima

Die Sommer in Kalifornien sind trocken. Der Winter bringt den ersehnten Regen und in höheren Lagen Schnee. In San Francisco sind die Hochsommermonate wegen des häufigen Nebels kühler als die angenehmeren Monate Mai/Juni und September. Am wärmsten ist der September, wenn die Quecksilbersäule auf über 20 Grad ansteigt. Das mildere Südkalifornien verzeichnet im Winter Spitzentemperaturen zwischen 10 und 18 Grad, von Juli bis September 23 Grad und mehr. Extremwerte in der Wüste: über 50 Grad.

Masse & Gewichte

1 inch = 2,54 cm

1 foot = 30,48 cm

1 yard = 91,44 cm

1 mile = 1,6 km

1 pint = 0,47 l

1 gallon = 3,79 l

1 pound = 453,6 g

Temperaturen lassen sich so umrechnen: Fahrenheit minus 32 mal 5 dividiert durch 9 ergibt Celsius: 0 °C = 32 °F, 10 °C = 50 °F, 20 °C = 68 °F, 30 °C = 86 °F, 40 °C = 104 °F

Kleidergrößen: Bei der Damenkonfektion entspricht US-Größe 4 der deutschen 34, 6 = 36, 8 = 38, 10 = 40, 12 = 42, 14 = 44. Bei den Herren ist die US-Größe: 36 = 46, 38 = 48, 40 = 50, 42 = 52, 44 = 54

Mietwagen
PKW

Mietwagen sind erfahrungsgemäß am preisgünstigsten, wenn man sie von Deutschland aus reserviert. Zudem sind dann Einwegmieten meist ohne Aufpreis möglich. Sehr günstige Tarife für ein- und mehrwöchige Rundreisen bieten für die USA Vermittler wie Auto Europe0800 5600333www.autoeurope.de. Ein Preisvergleich lohnt sich. Niederlassungen der Autovermieter befinden sich an allen großen Flughäfen.

Wohnmobil

Reservieren Sie Ihr Wohnmobil rechtzeitig, am besten schon von Deutschland aus. Doch auch kurzfristig kann man noch Glück haben und einen Camper bekommen. El Monte RV Rentals mit Filialen außerhalb von Los Angeles und San Francisco bietet RVs (recreation vehicle) von 700 $ pro Woche an aufwärts. Die Nebensaisonpreise liegen teils 40 Prozent niedriger. Buchung über die Reisebüros oder unter www.elmonterv.com.

Notruf

Die Notrufnummer für Polizei und medizinische Notfälle ist 911, von Münzfernsprechern kostenlos.

Post

Die meisten Postämter sind Mo–Fr 9–17, manche auch Sa 9–12 Uhr geöffnet. Briefmarken erhalten Sie auch in drugstores. Das Porto für Luftpostbrief und -postkarte nach Europa beträgt je 1,10 $.

Steuer

Die Verkaufssteuer beträgt je nach Region 7,5–10 Prozent. Achtung: Diese sales tax wird erst an der Kasse hinzugerechnet, ist also auf Speisekarten und Preisschildern noch nicht berücksichtigt. Im Hotel wird teils eine Übernachtungssteuer von einigen Prozent aufgeschlagen.

Strom

110 Volt/60 Hertz. Kleingeräte (Rasierapparat, Föhn) funktionieren auch mit dieser Spannung. Man benötigt jedoch Adapter für die Steckdosen.

Telefon & Handy

In öffentlichen Telefonzellen kostet ein Gespräch 25–50 Cent. Hotels verlangen bis zu 1 $ und mehr für eine Einheit. Ferngespräche inneramerikanisch: für Ferngespräche im Land die 1 vor der Vorwahl (area code) mitwählen, für Ortsgespräche die 1 weglassen. Der Operator (man wählt die Nummer 0) hilft beim R-Gespräch (collect call) innerhalb der USA und bei allen Fragen. Gebührenfrei: alle Nummern mit den Vorwahlen 800, 888, 866 und 877. Mietwagenfirmen, Fluggesellschaften und Hotelketten bieten diesen Service für Reservierungen an.

Vorwahl aus den USA nach Deutschland: 01149, Österreich: 01143, Schweiz: 01141; danach die Ortsnetzkennzahl ohne 0.

Tri- und Quad-Band-Handys funktionieren auch in Kalifornien – aber gegen einen Roaming-Aufpreis von bis zu 2 Euro pro Minute. Preiswerter sind für Anrufe von Telefonzellen und im Hotel die an Tankstellen und kleinen Märkten erhältlichen prepaid phone cards.

Trinkgeld

In den Restaurantpreisen ist kein Bedienungsgeld enthalten. Kellner bekommen daher 15–20 Prozent Trinkgeld (tip) vom Endpreis. In Hotels rechnen die Gepäckträger (bell boys) mit mindestens 1 $ pro Gepäckstück. Und vergessen Sie das Zimmermädchen nicht!

Zeit

Pacific Standard Time (PST): mitteleuropäische Zeit (MEZ) minus neun Stunden. Sommerzeit gilt von Mitte März bis Anfang November.

Zoll

Zollfrei sind die persönliche Ausrüstung, 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen und Geschenke im Wert bis 400 $. Die Einfuhr von Lebensmitteln ist beschränkt (keine Wurst, frisches Obst oder frische pflanzliche Produkte, auch nicht als Reiseproviant). Zurück in die EU dürfen Sie pro Person zollfrei einführen: 1 l Spirituosen oder 2 l Wein, 200 Zigaretten, 50 g Parfüm und sonstige Waren im Gesamtwert von 430 Euro.

Was kostet wie viel?

Soft Drink

0,70–2 Euro für 1 Flasche Cola

Bier

3–5 Euro für 1 Glas in der Bar

Burger

2,50–4 Euro für einen Hamburger im Fast-Food-Lokal

Jeans

30–45 Euro für eine Levi's

Benzin

3 Euro für 1 Gall. (3,78 l) bleifrei

Taxi

1,80 Euro pro Meile

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

New Year's Day

3. Montag im Januar

Martin Luther King Jr. Day

3. Montag im Februar

President's Day

31. März

Cesar Chavez Day

Letzter Mo im Mai

Memorial Day

4. Juli

Independence Day

1. Montag im September

Labor Day

11. November

Veteran's Day

4. Donnerstag/Freitag im November

Thanksgiving Day & Day after

25./26. Dezember

Christmas Day und Day after

Veranstaltungen
Januar

Die Tournament of Roses Parade in Pasadena ist mit ihren Blumenwagenumzügen Kaliforniens schönstes Neujahrsfest; anschließend folgt ein landesweit übertragenes College-Football-Spiel.

Februar

Die Chinatowns von San Francisco und L. A. feiern das chinesische Neujahrsfest mit Papierdrachen und Umzügen.

März

Snowfest in Tahoe City: Beim größten Winterkarneval Kaliforniens gibt es Schneeskulpturen, Paraden und ein Bad im eisigen Lake Tahoe.

Der LA Marathon in Los Angeles, begleitet von über 100 Livemusikgruppen an der Strecke, ist der erste große Marathon des Jahres. www.lamarathon.com

April

San Francisco International Film Festival: kommerzielles Kino und Avantgardefilme. www.sffs.org

Am Earth Day, dem 22. April, organisieren viele Ökoorganisationen und Städte Aktionen rund um den Umweltschutz. www.earthday.org

Wildwest in Kalifornien: Seit knapp 100 Jahren reiten die Cowboys beim Clovis Rodeo im Central Valley auf wilden Stieren und Broncos.

Mai

Am 5. Mai, dem Cinco de Mayo feiern die mexikanischen Einwanderer mit Paraden und Mariachi-Musik ihr kulturelles Erbe – besonders farbenfroh in L. A.

Sacramento Music Festival: Die Downtown und Old Sacramento werden zur Freilichtbühne für Jazz, Blues und Zydeco.

Grand Kinetic Championship: verrücktes 3-Tage-Rennen mit selbst gebauten und angetriebenen Fahrzeugen an Nordkaliforniens Küste. kineticgrandchampionship.com

Juni

Cotton Candy und Country Music: Ende des Monats können Sie beim San Diego County Fair einen traditionellen amerikanischen Jahrmarkt erleben.

Ende des Monats feiern in San Francisco und West Hollywood die Schwulen und Lesben Amerikas mit tollen Paraden und Kostümen ihren Pride Day.

Juli

Der Unabhängigkeitstag am 4. Juli wird überall mit Paraden, Feuerwerk und Musik gefeiert.

Beim US Open of Surfing in Huntington Beach bei Los Angeles treten Ende des Monats die besten Surfer der Welt an – vor 500 000 Fans.

August

Mit Paraden und Kulinarischem würdigt die Old Spanish Days Fiesta die Gründer von Santa Barbara.

County Fair in Ferndale, ein nostalgischer Jahrmarkt. www.humboldtcountyfair.org

September

Das Sausalito Art Festival präsentiert Künstler aus aller Welt.

Die Creme der internationalen Jazzszene spielt auf dem Monterey Jazz Festival.

Die Oldtimer-Fans treffen sich in San Bernardino zum Route 66 Rendezvouswww.route-66.org.

Oktober

Zu Halloween ziehen die Kids in schrillen Kostümen durch die Nachbarschaft.

Dezember

In Yachthäfen wie Newport Beach schmücken bunte Lichter die Boote zu den Christmas Boat Parades.

Im Trend

Minimize me
Small-Plate-Cuisine

Vielfältig und kalorienbewusst: Kein Problem dank der Neuerfindung der Tapas. Gegrillte Wassermelone oder Sesam-Spaghettini mit koreanischem Kimchi werden in Venice im schicken Superba serviert SuperbaRose Avenue533Los Angelessuperbasnackbar.com, Mini-Tacos mit Angusrind gibt's in San Franciscos CircaChestnut Street2001www.circasf.com und und Polenta-Fritten, Thunfisch-Tacos und Mini-Burger mit Basilikum-Aioli im Andalu16th Street3198andalu.org.

Zurück zur Natur
Selbstversorger

In den Hinterhöfen der Städte wird es grün. Überall auf leeren Grundstücken entstehen in denen die Anwohner gemeinsam Beete anlegen Gemüse züchten. Amyitis bringt Neulingen das urbane Gärtnern in Workshops bei amyitis.wordpress.com. Star der Szene ist Novella Carpenter ghosttownfarm.wordpress.com. Die Autorin von „Farm City, the Education of an Urban Famer“ hält regelmäßig Vorträge zum Thema, beispielsweise auf den www.greenfestivals.org.

California Fashion
Go local

Nicht aus Paris, sondern aus Oakland stammt Designerin Cari Borja www.cariborja.com, die mit ihren verspielten Designs weltweit Fans findet. Ihre Kreationen gibt es bei Red BirdDomingo Avenue2918Berkeley. Sacramento ist die Heimat von Mika Pascuals Must-have-Entwürfen für Exquisitely Eclecticwww.exquisitelyeclectic.webs.com. Bei Colleen Quen8th Street131San Franciscowww.colleenquencouture.com sind Seide, Brokat und Chiffon die Arbeitsmaterialien für edle Roben.

Filmreife Workouts
Mit Spaß beim Sport

Einfach nur schwitzen ist den körperbewussten Kaliforniern nicht genug. Bei CrunchSunset Boulevard8000www.crunch.com in L. A. (auch in anderen Städten) sorgen Kurse wie Power Yoga, Powerwave Battle Roping und Washboard Abs für Idealmaße. Dazu wird nach dem Bodyshred-Programm der Fitnesskönigin Jillian Michaels trainiert. Noch mehr Mut erfordert das Workout bei Hollywood Aerial ArtsWest 102nd Street3838www.hollywoodaerialarts.com in Inglewood, denn dort werden die Bauchmuskeln am Trapez geformt. Bei Höhenangst führt der Weg zur Debbie Allen Dance AcademySanta Rosalia Drive3791Los Angeleswww.debbieallendanceacademy.com. Dort steht Clowning auf dem Programm. Der coole Tanz macht auch Tanzmuffeln Spaß.

Nebensache Kunst
Feiern statt fachsimpeln

Wer den Weg in die Galerie oder ins Museum scheut, kommt in San Francisco dank cooler Events trotzdem auf seine Kunst-Kosten. Perfekt sind die Partys der Minna GalleryMinna Street111www.111minnagallery.com. DJs, Drinks und Filme helfen, den ersten Schritt zu machen. Leicht macht es einem auch die Galerie des alternativen Buchladens Adobe Books24th Street3130www.adobebackroomgallery.com. Seit 2013 werden in neuen Räumen im Mission District experimentelle Performances und Ausstellungen gezeigt. Performances und Livemusik gibt es häufig auch in der Galerie Intersection of the ArtsMission Street925theintersection.or.

Bloss nicht

Wichtige Dinge falsch einschätzen

Zu viel Sonne kann Ihnen leicht die Urlaubsfreude verderben. Vorsicht besonders in den vielen Gebieten, die 1000 m und mehr über dem Meeresspiegel liegen, und erst recht in der sengenden Hitze des Death Valley. Auch eine falsch berechnete Distanz kann Verdruss bringen. Die Reise lässt sich genauer einschätzen, wenn Sie stets daran denken, dass eine Meile 1,6 km entspricht und der Verkehr in Amerika langsamer fließt als in Deutschland.

Dem Jetlag nachgeben

Die Zeitverschiebung von neun Stunden zwischen Deutschland und Kalifornien kompensiert man innerhalb von drei Tagen. Nach der Ankunft empfiehlt es sich, mit einem Spaziergang und frischer Luft gegen die übliche Bettschwere anzukämpfen und erst gegen 21 Uhr ins Bett zu gehen. Dem Jetlag beugen Flugerfahrene schon während der Reise vor: mit größeren Mengen Mineralwasser.

Den Verkehr unterschätzen

Fahren Sie während der Rushhour in Los Angeles auf keinem freeway. Von 8 bis 10 Uhr und von 16 bis 18 Uhr sind die Autobahnen ein einziger Stau. Außerdem ist es ratsam, nicht an einem nebligen Tag nach Malibu oder bei Smog auf den Mulholland Drive oberhalb von Hollywood zu fahren.

Leichtsinnig sein

Meiden Sie möglichst nachts die Stadtteile, die für ihre Kriminalität berüchtigt sind (Los Angeles: South Central L. A., Watts, Teile von West Hollywood und Venice Beach; San Francisco: alle Parks, Tenderloin und das Viertel nahe Candlestick Park).

Wanderwege verlassen

Denken Sie daran, dass Sie sich in der weiten Natur schnell verirren können. Bleiben Sie auf den vorgeschriebenen Wegen, und vergessen Sie nicht, Namen, Uhrzeit und geschätzte Zielzeit am Startpunkt (trailhead) zu hinterlassen. So geben Sie den zuständigen Rangern die Möglichkeit, nach Ihnen zu suchen, falls Sie nicht rechtzeitig aus der Wildnis zurückgekehrt sind.

Den Pass im Hotel lassen

Nicht weil er dort geklaut würde, sondern weil Sie häufig das Dokument brauchen: Mal fragt die Dame an der Kasse beim Einlösen von Reiseschecks nach der „ID“ (identification), mal der Barmann in der Kneipe, mal der Tankwart beim Kauf von Zigaretten oder Alkohol. Ohne „ID“ geht nichts.

Alkohol am Steuer

Die gesetzliche Promillegrenze liegt bei 0,8. Trotzdem sollten Autofahrer absolut abstinent bleiben: Sonst zahlt beim Unfall die Versicherung nicht, und die Mietfirma könnte den kompletten Wagenwert von Ihrer Kreditkarte abziehen!

Stichworte

Bio Food

Das Zauberwort heißt organic, am besten sogar certified organic, also Bioware mit Prüfstempel. Kalifornien ist schon seit den Hippie-Tagen Vorreiter der heute immer stärker anschwellenden Ökowelle. Viele Städte richten wöchentliche Bauernmärkte aus, farmer's markets, zu denen oft nur certified farmers zugelassen sind. Einer der größten Nordkaliforniens findet im Sommer jeden Samstag auf der Plaza im Uni-Städtchen Arcata bei Eureka statt. Weitere Märkte finden sie hier: www.cafarmersmarkets.com.

Im health food store, einer Art Reformhaus, kaufen die Kalifornier ihr ökologisch angebautes Müsli. Aber auch die regulären Supermärkte bieten immer mehr Ökoware an. Dazu gibt es mittlerweile große Bioketten wie Whole Foods oder Trader Joe's (www.traderjoes.com), die vom Biowein bis zum Sushi aus nachhaltigem Fang nur ökologisch korrekte Produkte anbieten. Hier kommen die Besitzer der Kette allerdings aus Europa: Trader Joe's gehört zu Aldi!

California Crazy

Schön ist, was gefällt: Nach diesem Motto bauen die Kalifornier am liebsten. Ein typisch kalifornischer Stil entstand erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Diner und Coffeeshops riesige Fenster und kühn hervorkragende Dächer erhielten und drinnen pralle, ketchuprote Sitzbänke, die im grellen Neonlicht glänzten. „Googie“ wurde dieser Stil genannt, und phantasievoll ging es weiter. Das Hamburger-Restaurant in Form eines Hamburgers, die Immobilienfirma Sphinx in einem als Sphinx geformten Haus, ein Dinosauriermuseum in einem riesigen Dinosauriermodell – Kalifornien hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem architektonischen Freistilparadies entwickelt, in das sich nahtlos auch die abenteuerlichen Wohnhäuser aus redwood an der Küste Nordkaliforniens einfügen. Der Fachbegriff für die groteskesten Auswüchse: California Crazy.

Die Wolkenkratzer Kaliforniens sind übrigens alle jüngeren Datums. Erst seit erdbebensicher gebaut werden kann, wird hier auch hoch gebaut. Wie hoch, das zeigt die neue Downtown von Los Angeles, die seit etwa zehn Jahren einen Bauboom erlebt.

Erdbeben

Die Westküste sitzt auf dem Ring of Fire, einer Vulkan- und Erdbebenzone rund um den Pazifik. Die Reibung der tektonischen Platten am Rand des Kontinents verursacht ruckartige Bewegungen, die sich als Erdbeben an der Oberfläche bemerkbar machen. Die bisher schwersten Beben an Kaliforniens bekanntester Reibungslinie, dem San-Andreas-Graben, ereigneten sich 1857 in Los Angeles sowie 1906 und 1989 in San Francisco, mittelschwere Beben in Long Beach (1933) und im Norden von Los Angeles (1994). Geologen sind allerdings der Ansicht, dass die ganz große Katastrophe, The Big One, noch aussteht.

Fauna & Flora

Auch wenn Grizzlybär und Kalifornischer Kondor aus der freien Natur verschwunden sind, bietet Kalifornien noch immer vielen bedrohten Tieren Lebensraum. Die Heimat von unter anderem 123 Amphibien und Reptilien, 260 Vogelarten und 27 000 verschiedenen Insekten gestattet entlang der Küste den Blick auf Wale, Seelöwen, Seehunde sowie Seeotter. An Land entdeckt man – mit etwas Glück – Wiesel, Luchse, Graufüchse, Waschbären, Elche, in höheren Lagen Bergziegen, Murmeltiere und Schwarzbären.

Die hervorstechenden Pflanzen Kaliforniens sind die redwoods (mit mehr als 100 m die höchsten Bäume der Welt), sequoias (Mammutbäume, mit bis zu 30 m Umfang die an Masse größten Lebewesen der Welt), Palmen, Kakteen und Yuccapflanzen wie die Joshua trees, nach denen ein ganzer Nationalpark in Südkalifornien benannt wurde. Wilde Blumen blühen von Frühling bis Herbst in allen Farben. In den Bergen wachsen Begonien, Zwiebeln, Astern und Schafgarbe, in der Wüste widerstandsfähige Sträucher wie der Kreosotbusch mit olivgrünen Blättern und gelben Blüten.

Hollywood

Als sich die ersten Filmfirmen in Hollywood niederließen, schufen sie die Basis für eine Industrie, die längst weltumspannend über das Kinogeschäft hinausreicht. Das US-Fernsehen begann in den 1950er-Jahren damit, die großen Studiogelände, die in der Stummfilmzeit entstanden waren, als Produktionsstätten für den wachsenden Bedarf an TV-Serien zu nutzen. Heute ist das Fernsehen der größte Zweig der kalifornischen Unterhaltungsindustrie. Durch die wachsende wirtschaftliche Verflechtung von Unternehmen zogen ab Anfang der 1970er-Jahre auch die großen Schallplattenfirmen an die Westküste. Die Bedeutung des Entertainmentbusiness für Los Angeles lässt sich nicht nur an der jährlichen Verleihung von Oscars, Grammys, Emmys und anderen Auszeichnungen für Unterhaltungskünstler ablesen. Mit rund 250 000 Beschäftigten und ungezählten Nachwuchstalenten, die auf ihre Chance hoffen, prägt das Showgeschäft den Lebensstil. Sichtbar wird er vor allem an den Superreichen, die sich in Beverly Hills und Malibu hinter hohen Mauern wahre Traumhäuser gebaut haben.

Indianer

Die Ureinwohner Amerikas kamen vor etwa 12 000 bis 25 000 Jahren über die Beringstraße aus Asien ins Land. Sie lebten westlich der Rocky Mountains verstreut in kleinen Dörfern – insgesamt wohl eine halbe Million Menschen. Da sie keine Schriftsprache und kaum entwickelte Handwerkstechniken besaßen, haben sie außer in Höhlenmalereien und einigen meisterlich geflochtenen Körben, die heute in Museen bewahrt werden, wenig Hinweise auf ihre Kultur hinterlassen. Die ersten Europäer, die per Schiff an Kaliforniens Küsten landeten, wurden freundlich begrüßt. Die Miwoks etwa adelten Sir Francis Drake, als er an Land ging, mit einer Krone aus Federn.

In der Nähe der spanischen Missionen wurden von 1770 an die Küstenstämme durch Krankheiten wie Masern, Windpocken und Syphilis dezimiert. Die aus dem Osten heranrückenden Siedler drängten die Indianer des Inlands gegen manchen Widerstand zurück. In den Bergen Nordostkaliforniens kämpften die Modocs einen mehrjährigen, vergeblichen Guerillakrieg gegen US-Truppen. 1870 waren fast 90 Prozent der Ureinwohner ausgelöscht, die Überlebenden in kleine Reservationen auf minderwertigem Land eingewiesen. Ihre Nachkommen leben noch heute dort, viele – wie die Cahuila bei Palm Springs, die Paiute-Shoshonen in Owens Valley und die Hupa an der Nordküste – sehr zurückgezogen. Zahlreiche der rund 400 000 kalifornischen Indianer wohnen heute aber auch in den Großstädten.

Nachhaltigkeit

Sustainability, also Nachhaltigkeit, ist das neue Schlagwort der Ökofreunde in Kalifornien. Während sich die Bundesregierung in Washington beim Umweltschutz eher zögerlich zeigt, haben der Staat und auch viele Städte Kaliforniens eigene Ökoinitiativen gestartet. So verbot San Francisco als erste Stadt Amerikas Plastiktüten, und seit 2011 sind die Taxis der Stadt Hybridfahrzeuge oder fahren mit Biokraftstoff. Viele Restaurants servieren Fisch nur aus nachhaltigem Fang, Wissenschaftler des Monterey Bay Aquarium geben dafür eine ständig kontrollierte Liste heraus. Öffentliche Gebäude und auch Hotels werden immer häufiger nach sogenannten LEED standards gebaut. LEED steht für Leadership in Energy and Environmental Design, das besonders strikte Regelwerk des US Green Building Council, www.usgbc.org.

NationalParks

Neun der 59 amerikanischen Nationalparks befinden sich in Kalifornien: Channel Islands, Death Valley, Joshua Tree, Kings Canyon, Lassen Volcanic, Pinnacles, Redwood, Sequoia und Yosemite. In diesen Naturschutzgebieten überleben viele der 260 Vogelarten, über 100 Reptilien und Amphibien sowie Wale, Seelöwen, Graufüchse und Schwarzbären, beschützt von einem gewaltigen Heer von Förstern, rangers genannt. Die Territorien dienen dem Artenschutz und ermöglichen über 280 Mio. Besuchern im Jahr (Gesamt-USA), das Wunder Natur und die geologische Entwicklung der Erde aus der Nähe zu betrachten.

Je stärker sich der Naturschutzgedanke durchsetzte, desto mehr Gebiete wurden unter Schutz gestellt (National Monument), als hegenswertes Waldareal (National Forest) oder als Erholungszonen (National Recreation Area) der privaten Nutzung entzogen. Mit einem America the Beautiful Annual Pass für 80 $ erhalten Passinhaber plus Auto und drei Passagiere freien Eintritt für ein Jahr in allen Parks und anderen bundesstaatlichen Schutzgebieten. Weitere Infos unter www.nps.gov.

Politik & Gesetze

Die föderative Ordnung garantiert den 50 Bundesstaaten der USA Gestaltungsspielräume, besonders im Erziehungswesen und im Strafrecht. Kalifornien beispielsweise vollstreckt inzwischen wieder die Todesstrafe, räumt Frauen das Recht auf Abtreibung ein, belegt den Besitz von bis zu 25 g Marihuana mit einer Geldbuße von bis zu 500 $ und reglementiert den Alkoholverkauf (Mindestalter 21 Jahre, Ausschankverbot zwischen 2 und 6 Uhr).

Oberster Repräsentant des Staats ist derzeit Gouverneur Jerry Brown, der zusammen mit den Politikern zweier Gesetzgebungskammern regiert. Die Wahlbevölkerung greift – ähnlich wie in der Schweiz – per Volksabstimmung, genannt Referendum, in die Politik ein.

Silicon Valley

Die Wortschöpfung für die massierte Ansiedlung von Computer- und Chipherstellern im Santa Clara Valley dokumentiert Kaliforniens Innovationskraft. Das 40 km lange Tal mit fast 1000 Firmen wurde während des Zweiten Weltkriegs von Absolventen amerikanischer Elite-Universitäten, Banken und staatlichen Stellen zu einem Zentrum der Elektronikindustrie aufgebaut. Heute befinden sich hier auch die wichtigsten Firmen für Laser- und Gentechnologie sowie Telekommunikation und Internet.

Smog

Los Angeles, die Stadt der freeways und der Autos, ist für ihren Smog berüchtigt: Seit Jahren warnt die American Lung Association vor der schlechtesten Luft der USA. Doch das eine bedingt das andere. Mit den strengsten Umweltgesetzen der Nation versucht Kalifornien u. a. die Luftverschmutzung in L. A. in den Griff zu bekommen. So konnte der Smogpegel um 75 Prozent gesenkt werden. Man sieht nun häufiger Hybrid- und Elektroautos und an so manchen Parkplätzen auch Steckdosen zum Auftanken für die schadstofffreien Flitzer. Und von den Aussichtspunkten am Mulholland Drive oder vom Getty Museum aus zeigt sich L. A. nun häufiger in verblüffend klarer Panoramasicht.

Wasserknappheit

Immer öfter wird den Menschen im Süden für ein paar Stunden das Wasser abgedreht. Allein Greater Los Angeles und San Diego, in die Wüste gebaut und ungebremst wuchernd, benötigen drei Viertel der kalifornischen Trinkwasservorräte. Wie lange die Angelenos noch sorglos ihre Rasen sprengen können, ist seit Jahren ein Streitthema. Das kostbare Nass wird vom größten Pipelinesystem der Welt herangeschafft: Der Colorado-River-Aquädukt allein liefert 3,8 Mio. m3 Wasser täglich! Los Angeles erhält sein Wasser aus der 400 km entfernten Sierra Nevada, aus dem Lake Havasu, der auch San Diego beliefert, und aus dem 700 km entfernten Sacramento Valley.

Bücher & Filme

American Graffiti

Kultfilm von 1973 über die Rock-'n'-Roll-Generation der Sixties; gedreht in Modesto, der Heimatstadt des Regisseurs George Lucas.

Stadtgeschichten

Armistead Maupin erzählt in seiner Buchserie humorvoll vom Leben in San Francisco.

LA Confidential – Stadt der Teufel

Ein Thriller von James Elleroy aus der korrupten Szene von Polizei und Politik im L. A. der 1940er-Jahre, verfilmt mit Russell Crowe und Kim Basinger (1997).

Surferboy

Anschaulich und packend erzählt Kevin McAleer in seinem 2007 erschienenen Roman von den Surfern in Kalifornien (2007).

Sideways

Charmant widmet sich der Oscar-gekrönte Film der amerikanischen Weinkultur. Als Kulisse dient das Rebenland um Santa Barbara (2005).

Chinatown

Roman Polanskis Klassiker von 1974, in dem Jack Nicholson als Privatdetektiv einem Wasserskandal im Owens Valley nachspürt.

Aviator

Ein Stück kalifornische Geschichte: Leonardo di Caprio spielte 2005 das Leben des exzentrischen Flugpioniers und Milliardärs Howard Hughes nach.

Fakten

Einwohner
30.971.320
Fläche
423 km²
Strom
120 V, 60 Hz
Hauptstadt
Sacramento
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
17:30 Uhr
Zeitverschiebung
-9 h (zu MESZ)
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