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USA Ost

Check-in

USA: eine Buchstabenkombination, die Assoziationen weckt - seien sie tagespolitischer, historischer oder landschaftlicher Natur. Für viele Millionen von Auswanderern waren die USA das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten". Optimismus und Zukunftszugewandtheit, Technologiegläubigkeit, grenzenlose Freiheit und reichlich Platz für Träumer und Spinner.

Die USA lassen sich nicht so leicht in den Griff kriegen. Sie sind zur gleichen Zeit modern und rückständig, progressiv und reaktionär, liberal und erzkonservativ. Sie sind alles Mögliche für alle möglichen Leute. Nur eines sind sie mit Sicherheit nicht: langweilig! Jedes Klischee hat hier auch einen Gegenpart. Eine miserable Allgemeinbildung - die meisten Nobelpreisträger. Die schlechteste Luft - die schärfsten Umweltgesetze. Hatz auf Homosexuelle - Anerkennung der Schwulenehe. Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. Vor allem im Osten der USA. Denn Nordamerika ist nicht - natürlich nicht - automatisch gleich Nordamerika.

Der amerikanische Traum wurde im Westen verwirklicht - aber erst, nachdem ihn der Osten geträumt hatte. Was Amerika heute ist, wurde hier zum ersten Mal angedacht, ausprobiert und durchexerziert, im Guten wie im Schlechten. Es begann in der Nordostecke des Lands, auf einem Areal nur halb so groß wie Deutschland.

In Neuengland stand die Wiege der Nation. Die Puritaner, protestantische Fundamentalisten aus England, prägten mit ihrer Ideologie der Auserwähltheit und göttlichen Vorsehung das amerikanische Wertesystem. Ihre Universitäten, bis heute die besten des Lands, wurden zu Brutkästen einer kritisch denkenden, nach Unabhängigkeit rufenden Generation. Sie machten Neuengland zum liberalen Vorzimmer Amerikas: In Vermont regieren sozialistische Bürgermeister, in Massachusetts werden Windenergiefarmen erbaut, und Maine verurteilte als erster amerikanischer Staat das Vorgehen Washingtons im Irak.

Auch der Süden träumte - erst von der Unabhängigkeit, dann vom friedlichen Miteinander von Weiß und Schwarz. Ein erbittert geführter Bürgerkrieg (1861-65) riss das Land fast auseinander, danach spaltete die Rassenfrage die amerikanische Gesellschaft. Seit der Bürgerrechtsbewegung der 1960er-Jahre sind die Schatten der Vergangenheit kürzer geworden. Ganz verschwunden sind sie nicht, doch Amerika - rettungslos optimistisch - arbeitet daran. So werden in Georgia schwarze Politiker und Polizeichefs an die Macht gehievt, finanzieren in Florida schwarze Millionäre Luxushotels. Noch vor 30 Jahren wäre dies undenkbar gewesen. Der unerschütterliche Glaube daran, dass alles nur besser werden kann, wird hier tagtäglich aufs Neue umgesetzt. Und hapert es am Glauben, ist Gott das Allheilmittel. Oder Elvis. Nirgends sonst ist Amerika so fromm wie im Bible Belt zwischen North Carolina und Louisiana, nirgends sonst so musikalisch wie am Mississippi zwischen New Orleans und den Großen Seen. Dass Amerika schlussendlich mit dem aus Hawaii stammenden Barack Obama den ersten afroamerikanischen Präsidenten kürte, war damit nur eine Frage der Zeit.

Bei seinem Amtsantritt Ende 2008 sahen sich die USA mit der längsten Rezession der Nachkriegszeit konfrontiert: Kreditmarkt, Immobilienmarkt, Automobilindustrie und ein steil ansteigender Ölpreis hatten das Land in die schlimmste Finanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise gestürzt. Die Arbeitslosigkeit stieg zeitweise weit über 10 Prozent. Nur Stimuluspakete in Milliardenhöhe aus Washington vermochten die taumelnde US-Wirtschaft zu retten. Im Sommer 2010 wurde die Krise angesichts steigender Zahlen offiziell für beendet erklärt. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung ist jedoch seither beschädigt und befeuerte bereits populistische Strömungen wie die erzkonservative Tea-Party-Bewegung und die auch in anderen Ländern aktive Occupy-Bewegung. In einem seit 2010 wieder von den Republikanern kontrollierten und seitdem noch tiefer entzweiten Kongress bleiben Wirtschaftsfragen wie z. B. die Anhebung der Schuldengrenze akut.

Wer den gesamten Osten bereist, wird seine ganze Vielfalt und Widersprüchlichkeit auf 2,2 Mio. km2 erleben - denn hier sind beispielsweise die meisten amerikanischen Dialekte zu Hause. Neuengland wird Sie in vielem an Europa erinnern: Die Entfernungen sind kurz, die Städte alt und die Menschen belesen. Boston, noch immer die Grand Old Lady der Ostküste, Provincetown, die liberalste Stadt nördlich von Key West, und die unwegsamen, bis zu 2000 m hohen White Mountains mit den schönsten Etappen des von Georgia heraufziehenden Appalachian Trail setzen hier die Highlights. New York, New York, von jeher anziehend und abstoßend zugleich, ist Amerika unter dem Vergrößerungsglas. Das brodelnde Völkergemisch in den Straßenschluchten stimuliert, das Tempo der Stadt macht schwindelig. Nebenan in Pennsylvania bestellen gottesfürchtige Amische ihre Äcker mit von Pferden gezogenem Pflug: unglaublich, aber wahr, amerikanische Echtzeit eben.

Das Herz der Nation wiederum wirkt fast schläfrig: Washington repräsentiert - etwas angestrengt wie einstmals Bonn - mit weiten Avenuen, Parks und viel Marmor. Kein Wolkenkratzer stört die in Neoklassizismus erstarrte Ernsthaftigkeit, und von den Machtkämpfen hinter den Kulissen erfährt man nur aus der "New York Times". Richtig geliebt werden andere Städte. Wie Charleston und Savannah, die legendären Southern Belles in Georgia und South Carolina, Südstaatenschönheiten, deren Häuser Veranden mit schmiedeeisernen Balkongittern besitzen und deren Straßen von alten Eichen gesäumt werden, schwer mit Spanischem Moos behangen. Oder Key West, Amerikas südlichster Punkt und letzte Station vor Havanna, wo New York nur noch undeutliche Erinnerung ist. Und New Orleans erst, Amerikas unamerikanischste Stadt, die berüchtigt ist für ihre losen Sitten und wilden Partys.

In New Orleans mündet der Mississippi in den Golf von Mexiko. Der "Old Man River" ist für die Amerikaner, was Vater Rhein für die Deutschen ist: ein das Nationalgefühl prägendes Symbol. An seinen Ufern liegen vergessene Weiler, aber auch Memphis und St. Louis, die die uramerikanischen Musikstile Blues, Jazz und Rock 'n' Roll entscheidend prägten. Am Ende führt der Mississippi geradewegs ins Herz der USA, in "America's Heartland" am Südrand der Großen Seen. Hier warten weitere Highlights auf einen Besuch, allen voran Chicago, das Kunstmekka, und die Niagara Falls, die meistfotografierten Wasserfälle der Welt.

Die Natur jedoch hat noch mehr zu bieten: subarktische Vegetation in den White Mountains, Tropenflora in Florida. Krokodile und Alligatoren in den Everglades, Wale vor Neuengland. Dazwischen: endlose Strände und das Wanderermekka der Appalachen, dessen schönste Abschnitte Nationalparks schützen. Wer gerne Auto fährt, mag sich den Luxus gönnen, einmal drei Klimazonen an einem Tag zu durchfahren. Das Beste, die Menschen, würde er dabei allerdings verpassen. Und das wäre schade.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Das Tal der Franconia Notch bietet den Blick auf einen dramatisch geformten Einschnitt in die White Mountains.
Der berühmte blaue Dunst entsteht, wenn die auf den zu 90 Prozent bewaldeten Nationalpark fallenden Niederschläge verdampfen und sich mit den von der üppigen Vegetation produzierten Naturölen und…
Im einzigen Nationalpark Neuenglands treffen Land und Meer in besonders reizvollen Kontrasten aufeinander.
Die High Line in Chelsea ist eine ehemalige Hochbahntrasse. Der fantastische Park auf Stelzen symbolisiert das neue, grüne New York. Hier können Besucher mit Sicht auf den Hudson River entspannt…
Eines der eindrucksvollsten Naturwunder an den Großen Seen liegt rund 50 km westlich von Traverse City: Auf gut 60 km Länge ziehen sich am Ufer des Lake Michigan gewaltige Wanderdünen hin, die die…
443 m bis zur Spitze des Blitzableiters, 102 Stockwerke, aus Granitstahl erbaut: Das Empire State Building ist eines der Wahrzeichen New Yorks. Nachts wird es farbig angestrahlt, am Nationalfeiertag,…
George Washington (1732-1799), Gründer und erster Präsident der USA, sollte eigentlich auch einen griechischen Säulentempel bekommen mit einem ägyptischen Obelisken in der Mitte. Doch wurde das…
Dieses Viertel ist das Herz von New Orleans und lässt sich durchaus ziellos erwandern, denn es ist kleiner und kompakter, als es auf den ersten Blick scheint. Schmiedeeiserne Balkongitter, von…
Mit insgesamt 40 Mio. Liter fassenden Aquarien und Meerwasserbecken ist das Georgia Aquarium das größte der Welt. Über 100 000 Meeresbewohnerbevölkern die gigantischen Tanks, thematische…
Dieser durch eine rote Linie auf dem Gehweg markierte, 4 km lange Pfad führt zu allen Stätten, die in der Amerikanischen Revolution eine Rolle spielten. Ausgangspunkt ist der Common, der Stadtpark,…
Das Kapitol, Sitz des amerikanischen Kongresses, sollte nach den Entwürfen des Stadtplaners Pierre Charles L'Enfant nicht nur den politischen Mittelpunkt der Nation, sondern auch den geografischen…
Ein Korallenriff mitten in Chicago: Haie, Barrakudas und andere, farbenprächtige Fische schwimmen in den Wasserlandschaften des derzeit größten überdachten Aquariums der USA. Das künstliche Meer…
Wie die Royal Street ist auch die BourbonStreet den Großteil des Tages für Autos gesperrt. Sie ist die Amüsiermeile voller Bars, Jazzclubs und Nachtlokale.
Dieser vergleichsweise bescheidene Säulenbau ist die Zentrale der Macht der USA. Hier wohnten alle Präsidenten nach George Washington. Im West Wing, dem Westflügel, arbeitet der Stab des Prä…
In dieser Outlet-Mall mit mehr als 200 Geschäften können Sie tolle Schnäppchen erstehen. Zu den besten Adressen gehören Hugo Boss, Le Creuset, Kenneth Cole und das New Yorker Edelkaufhaus Saks…

Reisezeit

Januar
sehr gut
7°C
Februar
sehr gut
8°C
März
sehr gut
13°C
April
sehr gut
18°C
Mai
sehr gut
24°C
Juni
sehr gut
29°C
Juli
sehr gut
31°C
August
sehr gut
29°C
September
sehr gut
26°C
Oktober
sehr gut
20°C
November
sehr gut
14°C
Dezember
sehr gut
8°C

Die beste Reisezeit für USA Ost sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 19° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Juni und Juli mit durchschnittlich 9 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 7° Celsius bei 7 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 19° Celsius und die Nachttemperatur bei 9° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 7 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Februar und März.

Mehr zu Klima und Reisezeit

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Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Boston, New York, Philadelphia, Atlanta, Orlando, Miami und Chicago sind die wichtigsten Flughäfen für Flüge aus Europa. Alle großen Airlines, darunter beispielsweise Lufthansa, Delta Airways, British Airways und United Airlines, fliegen diese täglich an.

Die Flugpreise variieren relativ stark je nach Reisezeit und Wochentagen. Generell lässt sich davon ausgehen, dass innerhalb der Woche und außerhalb der Hauptreisezeiten wie Weihnachten, Ostern, Sommer- und Herbstferien gültige Tickets erheblich preiswerter sein können. Verbindungsflüge innerhalb der USA lassen sich in der Regel günstiger von daheim aus buchen.

Auskunft

Es gibt leider kein für die gesamten USA zuständiges Fremdenverkehrsamt. Jeder Bundesstaat, jede touristisch interessante Stadt oder Region unterhält in Europa eine eigene Präsenz. Inzwischen gibt es jedoch die zentrale Service-Nr. Tel. 0700 84748872 (12 Cent/Minute), unter der Sie konkrete Auskunftsstellen in Deutschland genannt bekommen. Unter www.vusa-germany.de gibt es ausführliche Infos über jeden einzelnen der Bundesstaaten im Osten der USA.

Weitere gute Websites zu den jeweiligen Bundesstaaten:

Florida: www.visitflorida.com, www.miamiherald.com

Florida Keys: www.fla-keys.com

Georgia: www.exploregeorgia.org

Illinois: www.enjoyillinois.com

Louisiana: www.louisianatravel.com

Maryland: www.visitmaryland.org

Massachusetts: www.massvacation.com

Neuengland: www.discovernewengland.org

Pennsylvania: www.visitpa.com

South Carolina: www.discoversouthcarolina.com

North Carolina: www.visitnc.com

Tennessee: www.tnvacation.com

Virginia: www.virginia.org

Washington D. C.: www.washington.org

Auto

Das amerikanische Straßennetz gehört zu den besten der Welt. Die Tempolimits betragen 55 Meilen/h (88 km/h) auf Landstraßen, 35 Meilen/h (50 km/h) in Ortschaften und 65-75 Meilen/h (105-120 km/h) auf Autobahnen (interstates) und werden vor allem in Ballungsgebieten streng kontrolliert.

Die Verkehrsregeln sind weitgehend identisch. Ausnahmen: An Ampeln darf bei Rot rechts abgebogen werden, und auf Autobahnen können Sie auch rechts überholen. An sogenannten 4-way-stops (Kreuzungen mit vier Stoppzeichen) hat derjenige Vorfahrt, der zuerst die Kreuzung erreicht. Unbedingt einzuhalten sind die Gebote rund um die gelben Schulbusse. Diese dürfen bei blinkender Warnanlage - auch vom entgegenkommenden Verkehr - nicht passiert werden.

In den Großstädten sind kostenfreie Parkplätze eine Rarität. Parkhäuser sollten Sie den von etlichen Ge- und Verbotsschildern gezierten Parkplätzen vorziehen, denn die Abschleppdienste sind allgegenwärtig und extrem teuer. Bei einer Panne können ADAC-Mitglieder mit kostenloser Hilfe der American Automobile Association (AAA) rechnen (Mitgliedsausweis!).

Banken, Geld & Kreditkarten

Banken sind Mo-Fr 9-15 Uhr und in den Großstädten oft auch samstagvormittags geöffnet. Dort können Sie Reiseschecks (ausgestellt auf US-Dollar) einlösen und - in Großstädten mit nennenswertem Tourismus - Fremdwährung gegen Dollar eintauschen. Gut vertreten sind auch Bankautomaten für EC- und Kreditkarten. Unterwegs sollten Sie Bargeld (für kleinere Einkäufe), Reiseschecks (als Reisekasse) und Kreditkarte (für Hotels und Restaurants, Mietwagen und zum Tanken) mit sich führen. Visa, Diners Club und Mastercard sind am gängigsten.

Die amerikanische Währung ist der Dollar (= 100 Cent). Es gibt Banknoten zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar sowie Münzen zu 1 (penny), 5 (nickel), 10 (dime), 25 (quarter) und 50 Cent.

Bus

Das klassische Transportmittel für Rucksackreisende sind die Busse des legendären Überlandunternehmens Greyhound. Deutschsprachige Auskünfte über Preise, Pässe und das Streckennetz gibt es online unter www.busspass.de sowie auf der Greyhoundhomepage www.greyhound.com. Links zu den Fahrplänen der regionalen Busgesellschaften unter www.usa.de.

Camping & Hostelling

Zahlreiche Campingplätze liegen häufig am Rand größerer wie kleinerer Städte oder entlang viel befahrener Highways und interstates. Die schönsten Plätze finden Sie aber in den National und State Parks. Sie sind in der Regel mit Waschräumen, Toiletten und einem Laden ausgerüstet und bieten - je nach Lage - Gelegenheit zum Schwimmen, Paddeln oder Wandern. Die Übernachtungspreise hängen von der Ausstattung des Campingplatzes ab und liegen bei 15-50 $. Ein gleich bleibendes Niveau garantieren die zur KOA-Kette (www.koa.com) gehörenden Plätze.

Kaum teurer, dafür mit einem Dach über dem Kopf übernachten Sie in den Herbergen des amerikanischen Zweigs von Hostelling International (8401 Colesville Rd. | Silver Spring, MD | Tel. 301 4951240 | www.hiusa.org). Die Preise liegen hier zwischen 15 und 45 $ für ein Bett im Schlafsaal oder in einem Mehrbettzimmer.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

2300 M Street NW | Suite 300 | Washington D. C. | Tel. 202 2984000 | www.germany.info

Österreichische Botschaft

3524 International Court NW | Washington D. C. | Tel. 202 8956700 | www.austria.org

Schweizer Botschaft

2900 Cathedral Ave. NW | Washington D. C. | Tel. 202 7457900 | www.eda.admin.ch

Einreise

EU-Staatsbürgern genügt für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen der rote, maschinenlesbare Europapass, gültig mindestens bis zur gebuchten Ausreise. Seit Oktober 2005 werden Reisepässe mit digitalem Foto ausgestellt. Vorher ausgestellte Pässe ohne digitales Fotos werden akzeptiert, solange sie maschinenlesbar sind. Familien benötigen für jedes einzelne Familienmitglied (auch für Babys) einen eigenen Pass.

Seit 2009 gilt darüber hinaus das elektronische Reisegenehmigungsverfahren Esta, ein automatisiertes System zur Überprüfung der Einreiseberechtigung. Diese Onlineregistrierung ist zwingend für alle visafrei Einreisenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und muss bis spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt online beantragt werden. Eine Esta-Genehmigung berechtigt allerdings noch nicht zum Eintritt. Die endgültige Entscheidung trifft der Zollbeamte. Eine deutsche Version des Esta-Genehmigungsverfahrens gibt es unter esta.cbp.dhs.gov. Weitere Informationen finden sich online unter german.germany.usembassy.gov/visa

Gesundheit

Besondere Impfungen sind für die USA nicht vorgeschrieben. Verschreibungspflichtige Medikamente für den persönlichen Gebrauch dürfen eingeführt werden. Das Gesundheitswesen in den USA ist gut, aber teuer (Auslandskrankenversicherung abschließen!). Vor Ort können Medikamente in der pharmacy und im drugstore gekauft werden.

Internetcafés & Wlan

Internetcafés sind in den USA inzwischen eine aussterbende Art. Cafés, Restaurants, Flughäfen, Hotels, Bahnhöfe, Büchereien und die meisten anderen, öffentlich frequentierten Orte gehen immer mehr davon aus, dass man mit dem eigenen, WLAN-fähigen Laptop unterwegs ist und bieten deshalb wireless an. In der Regel weist ein kleiner Sticker im Schaufenster darauf hin. Hat man Glück, ist die Benutzung gratis (free).

Klima & Reisezeit

Die gewaltigen Dimensionen des Lands bringen extreme Klimaunterschiede mit sich. Neuengland genießt warme Sommer, kalte, schneereiche Winter und im Herbst den wegen seiner Laubfärbung berühmten Indian Summer. Hier ist wegen der Schneeschmelze einzig vom Frühjahr als Reisezeit abzuraten. New York City hingegen ist ein Ziel für jede Jahreszeit, allerdings kann der Hochsommer in der Stadt drückend schwül werden. Das ganze Jahr hindurch finden Sie auch in den Südstaaten und im Mississippi-Tal ein angenehmes Klima, wobei es in den Küstenniederungen und am Golf von Mexiko schwül-heiß werden kann. Frühjahr und Herbst sind hier die empfehlenswerten Reisezeiten. Das Gebiet der Großen Seen sollten Sie wegen des ausgeprägten Kontinentalklimas am besten während der Sommermonate bereisen, wohingegen für Florida der Winter die Hauptreisezeit ist.

Masse & Gewichte

1 inch = 2,54 cm, 1 foot = 30,48 cm, 1 mile = 1,61 km, 1 pint = 0,5 l, 1 gallon = 3,79 l, 1 pound = 453,6 g

33° F = 0° C, 50° F = 10° C, 68° F = 20° C, 95° F = 35° C

Bekleidungsgrößen Damen:

6 = 36, 8 = 38, 10 = 40, 12 = 42 etc.

Bekleidungsgrößen Herren:

36 = 46, 38 = 48, 40 = 50 etc.

Mehrwertsteuer

Achtung beim Shoppen: An der Kasse wird stets zusätzlich die Mehrwertsteuer (sales tax) aufgeschlagen. Sie variiert von Bundesstaat zu Bundesstaat und kann bis zu 7 Prozent betragen.

Mietwagen

Zur Automiete genügt der nationale Führerschein. Kleinere Firmen - und Streifenpolizisten in ländlichen Gegenden - verlangen manchmal auch den internationalen Führerschein. In der Regel ist es günstiger, den Wagen bereits im Reisebüro von zu Hause aus zu buchen, Steuern und Versicherungen sind dann inklusive. Beim Mieten vor Ort wird die Vollkaskoversicherung (loss/damage waiver) zusätzlich mit mindestens 20 $ pro Tag berechnet. Mietwagen werden in den Kategorien small, midsize und full size angeboten, die Preise pro Tag beginnen bei 26 $ bzw. 187 $ pro Woche. Das Mindestmietalter ist 21, in manchen Staaten 25 Jahre. Wollen Sie den Wagen an einem anderen Ort abgeben, müssen Sie mit einer drop-off-charge, mit der die Firma ihre Rückführkosten ausgleicht, rechnen.

Wer den Traum von der großen Freiheit ein Stückchen weiterträumt, geht mit dem Wohnmobil auf die Reise. Bei der Buchung dieser rollenden Wohn-/Schlafzimmer sollte man jedoch mehrere Punkte beachten. Beispielsweise buche man stets eine Kategorie größer, um einen "Hüttenkoller" zu vermeiden. Und angesichts der gewaltigen Entfernungen sollten Sie ruhig unbegrenzte Meilen buchen. Das ist zunächst zwar teurer, rentiert sich aber im Endeffekt immer und verhindert auch die lästige und letztlich sinnlose Meilenrechnerei. Denn spontane Umwege oder Abstecher wird man unterwegs ohnehin früher oder später unternehmen.

Notruf

Fast überall in den USA gilt gebührenfrei von jedem Telefon die Notrufnummer 911. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an den Operator: 0 wählen.

Post

Postämter haben Mo-Fr 9-17 Uhr geöffnet, größere auch Sa 8.30-12 Uhr. Ein Luftpostbrief nach Europa kostet 84, eine Postkarte 50 Cent.

Strom

Die Netzspannung beträgt 110 V, für alle mitgebrachten Elektroartikel ohne automatische Umschaltung ist ein Adapter nötig.

Telefon & Handy

Alle Telefonnummern in den USA sind siebenstellig. Für Ferngespräche wird die dreistellige Vorwahl (area code) des Orts vorgewählt. Bei Ortsgesprächen wählen Sie nur die Nummer, bei Ferngesprächen innerhalb eines Vorwahlbereichs lediglich eine 1 vor der Nummer. Vorwahl nach Deutschland: 01149, in die Schweiz: 01141, nach Österreich: 01143, danach die Ortsvorwahl ohne die 0 und dann die Rufnummer. Vorwahl in die USA: 001.

Ortsgespräche aus der Telefonzelle kosten 25-35 Cent und sind zeitlich unbegrenzt. Bei Ferngesprächen teilt eine Computerstimme die Gebühr für die ersten drei Minuten mit. Für Telefonate vom Hotelzimmer aus werden horrende Gebühren berechnet! Preiswerter ist es mit einer Telefonkreditkarte (z. B. AT&T Telephone Card), die europäische Kreditkarteninhaber kostenlos beantragen können. Die Gespräche werden dann direkt über die Kreditkarte abgerechnet. Sie können beim Operator, wählbar unter 0, auch ein collect call (R-Gespräch) beantragen. Zudem gibt es in den USA die kostenlosen Nummern mit der Vorwahl 800, 866, 877 oder 888, über die Sie Hotels oder Mietwagen reservieren können.

Wer mobil telefonieren möchte, sollte sich bei seinem Netzbetreiber nach Roamingabkommen mit amerikanischen Partnern erkundigen. Wegen unterschiedlicher Standards funktionieren eventuell ältere Handymodelle nicht.

Trinkgeld

Trinkgeld heißt auf Amerikanisch tip und ist nicht im Preis enthalten. In Restaurants lässt man daher 15 Prozent des Rechnungsbetrags vor Steuern auf dem Tisch liegen. Zimmermädchen bekommen mindestens 1 $ pro Tag bzw. 5 $ pro Woche. Gepäckträger rechnen mit 1 $ pro Gepäckstück, Taxifahrer mit 15 Prozent der zu zahlenden Fahrkosten.

Zeitzonen

Neuengland, Ostküste und Florida haben Eastern Time (MEZ -6 Stunden). Für das Mississippi-Tal und von Chicago aus westwärts gilt hingegen die Central Time (MEZ -7 Stunden). Sommerzeit: 2. Märzsonntag bis 1. Novembersonntag.

Zoll

Pflanzen, Wurst, Obst und andere frische Lebensmittel dürfen nicht in die USA eingeführt werden. Erlaubt sind pro Erwachsenen 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 2 kg Tabak sowie 1,1 l Spirituosen, dazu Geschenke bis zu einem Wert von 100 $. In die EU und die Schweiz zollfrei mitgebracht werden dürfen: 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren, 50 g Parfüm oder 250 g Eau de Toilette und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro/300 Franken. www.zoll.de, www.ezv.admin.ch

Events, Feste & mehr

Nationale Feiertage

1. Jan.

Neujahr

15. Jan.

Martin Luther King Birthday

3. Montag im Feb.

President's Day

März/April

Ostermontag

4. Montag im Mai

Memorial Day (Sommersaisonbeginn)

4. Juli

Independence Day

1. Montag im Sept.

Labor Day (Sommersaisonende)

2. Montag im Okt.

Columbus Day

11. Nov.

Veterans' Day

4. Donnerstag im Nov.

Thanksgiving

25. Dez.

Christmas

Feste & Events

Januar

Das Orange Bowl Festival in Miami ist mit Paraden und Konzerten der Höhepunkt der Footballsaison.

In Neuengland, Cleveland und Chicago wird der Winter mit ausgelassenem Winterkarneval verkürzt. Ende Januar/Anfang Februar feiern alle Chinatowns mit Feuerwerk und Umzügen das Chinese New Year.

Februar

Black History Month: den Afroamerikanern gewidmete Veranstaltungen in Washington; weitere Events dazu im gesamten Süden.

New Orleans feiert Amerikas berühmtesten Karneval, den Mardi Gras.

In Florida findet das legendäre Stockcarrennen Daytona 500 statt.

März

St. Patrick's Day (17. März): Alle Irischstämmigen gedenken ihres Schutzpatrons mit Umzügen und viel Kilkenny-Bier, vor allem in Boston, Chicago und Savannah.

Calle Ocho Festival (Monatsmitte): kubanische Lebensart in Little Havana, Miami

April

Boston Marathon (3. Montag): Amerikas berühmtester Marathon.

In Lafayette gibt's Cajun-Musik auf dem Festival International de la Louisiane (4. Woche).

Kirschblütenfest in Washington D. C.

Mai

Bis in den Juni hinein dauert das New Orleans Jazz and Heritage Festival, das den Jazz und die zahlreichen, meist karibischen Kulturen der Stadt feiert.

Juni

In Charleston findet eines der größten Theaterfestivals, das Spoleto Festival USA, statt und in Lenox in den Berkshire Hills das bis September dauernde Tanglewood Music Festival.

Juli

Anlässlich des Independence Day überall Paraden und Feuerwerke.

Zur Tall Ships Chicago kommen Windjammer aus aller Welt, und Becket feiert das renommierte Jacob's Pillar Dance Festival.

August

Chicago Jazz Festival Ende des Monats. Elvis International Tribute Week in Memphis (Monatsmitte).

Hummergenuss total in allen Fischerhäfen beim Lobster Festival in Maine.

In Virginia bei den Manassas Reenactments (Monatsende) stellen Tausende von Kostümierten hier ausgetragene Schlachten nach.

September

Harvest Celebrations gibt's in vielen Städten Neuenglands.

Zydeco Music Festival (1. Woche) in Plaisance

Oktober

Fall Foliage Festivals zur Laubfärbung, vor allem in Vermont, New Hampshire, Maine, Massachusetts und Connecticut.

Bierselige Oktoberfeste und Halloween landesweit

November

In Key West gibt's viel Musik und Cuba libre beim Cuban-American Heritage Festival (1. Woche).

Dezember

Zahllose Weihnachtsveranstaltungen - schön exotisch sind im Süden das Creole Christmas in New Orleans und das Festival of Lights in Natchitoches.

Bloss nicht

Alkohol in der Öffentlichkeit trinken

Der Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit ist verboten, und nicht nur das. Die Flasche Bier oder Wein muss in einer braunen Papiertüte verschwinden,damit niemand sieht, was man gerade erstanden hat. Die Sensibilität beim Thema Alkohol geht so weit, dass er in einigen Landkreisen nicht einmal im Kofferraum des Wagens mitgeführt werden darf.

Unhöflich sein

Morgens im B & B. Sie kommen nicht umhin, den Frühstückstisch mit Ihnen fremden Reisenden zu teilen. In den USA gehört es zum guten Ton, sich mit Vornamen vorzustellen und kurz zu sagen, woher man kommt. Eine Unterhaltung ergibt sich danach von selbst. Ein sich ausschweigender Tischgenosse wird als rude (unhöflich) angesehen.

Den Helden spielen

Während der letzten Jahre haben die Großstädte bemerkenswerte Erfolge in der Verbrechensbekämpfung erzielt. Dennoch sollten Sie sich im Falle eines Falles bloß nicht zwischen Gangster und Geldbörse stellen. Tun Sie, was von Ihnen verlangt wird, und vermeiden Sie alles, was die Situation zuspitzen könnte: Meiden Sie in Städten nachts menschenleere Gegenden, und bleiben Sie nach Blechschäden und Auffahrunfällen zunächst im Auto, um sich einen Überblick zu verschaffen. Gegebenenfalls geben Sie Gas und verständigen dann umgehend die Polizei.

Nacktbaden

Während man im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" viel und gern über Sex redet, tut man sich schwer mit zu viel nackter Haut in der Öffentlichkeit. Nackt baden und selbst "oben ohne" sind verpönt. Der nassen Badehose entledigt man(n) sich mangels Umkleidekabine bitte schön unterm Handtuch, und gemeinsames Saunieren findet nur in Badebekleidung statt.

Rauchen

Die Anti-Raucher-Kampagnen haben Amerika in eine einzige Nichtraucherzone verwandelt. Rauchen ist in Restaurants, Bars, Diskotheken und an allen öffentlichen Orten verboten. Zuwiderhandlungen können empfindliche Geldbußen zur Folge haben.

Immer alles besser wissen

Geben wir es ruhig zu: Wir bevorzugen Sauberkeit, Ordnung und gute Organisation, wir sind Getrenntentsorger und Benzinsparer und stolz auf unsere Allgemeinbildung. Gern vergleichen wir uns mit den Amerikanern. Die Chancen, unterwegs dem naiven Klischeeamerikaner zu begegnen, stehen zwar nicht schlecht, noch besser sind jedoch die Aussichten auf inspirierende Diskussionen mit toleranten, nüchtern argumentierenden Menschen, die neugierig auf Ihre Meinung sind und Ihre Ansichten durchaus teilen. In jedem Fall vermeiden Sie leidige Besserwisserattitüden.

Bücher & Filme

The Help

Skeeter, eine angehende Journalistin im Mississippi der frühen 1960er-Jahre, sticht mit Artikeln über schwarze Mägde in weißen Haushalten in ein Wespennest. Roman von Kathyrin Stockett (dt. "Gute Geister"), verfilmt 2011 mit Emma Stone

No Country for Old Men

Blutiger Thriller von Cormac McCarthy (2005): Sheriff Bells erfolgloser Kampf gegen die Drogenmafia, 2007 von den Coen-Brüdern verfilmt

Gottes Werk und Teufels Beitrag

John Irvings epischer Roman erzählt davon, wie der junge Homer Wells als Ziehsohn des Kinderarztes Wilbur Larch im Waisenhaus St. Clouds in Maine aufwächst

Rufmord - Jenseits der Moral

Politthriller um eine Senatorin (Joan Allen), deren Nominierung zur Vizepräsidentin eine Schlammschlacht um ihre moralische Eignung auslöst (2000)

Sex and the City

Power-Shopping und Bettgeschichten mit Carrie Bradshaw & Co. Kinofilm von 2008

Mississippi Burning

Zwei FBI-Agenten werden zur Aufklärung des Mords an drei Bürgerrechtlern nach Mississippi geschickt. Film von 1988 mit Gene Hackman

Picknick mit Bären

Auf dem Appalachian Trail trifft der beliebte Reiseschriftsteller Bill Bryson wilde Tiere und skurrile Typen (1999)

13-24 °C
8 h/Tag
21 °C

Fakten

Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 18:24 Uhr

Anreise

8h 40min
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