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Südafrika

Check-in

Die wichtigste Lektion zuerst: Südafrika lässt sich nicht in einem Satz beschreiben. Seine Vielfalt ist abenteuerlich, die Unterschiede machen nachdenklich. Nelson Mandela, der Übervater der noch relativ jungen Demokratie, hat oft von seiner Regenbogennation gesprochen. So umstritten das harmonische Bild heute ist, so sehr passt es doch: Viele einzelne Farben ergeben ein beeindruckendes Spektrum.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Die Insel vor der Table Bay ist das eindrucksvollste Zeichen für die Härte, mit der das Apartheidsregime gegen seine Gegner vorgegangen ist. Nelson Mandela verbrachte hier den Großteil seiner Haft…
Dieser älteste Teil des Hafens wurde nach der englischen Königin Victoria und ihrem zweiten Sohn Alfred benannt, der 1860 den Grundstein für das neue Hafenbecken legte. Aber die Namen werden so gut…
Das Vergnügungsparadies taucht wie eine Oase in der Wüste inmitten einer trockenen Buschlandschaft auf. In den drei Hotels mit Schwimmbädern und Sportanlagen werden die Gäste verwöhnt. Auf einem…
Eine der Hauptattraktionen des Kaps ist die berühmte "Garden Route" entlang der Südküste, die von Mossel Bay bis zur Mündung des Storms River führt.
In fünf Minuten erreicht die Gondel der Seilbahn den Gipfel des Tafelbergs, 1086 m über der Stadt. Es führen auch mehrere Wanderwege hinauf, z. B. die Platteklip Gorge, die an der Talstation…
District Six ist der Name eines Stadtteils mit kaum fassbarer Geschichte. Das Museum wurde zusammen mit ehemaligen Bewohnern des Stadtteils gestaltet, die persönliche Erinnerungsstücke zur Verfü…
Das Kap liegt an der südlichen Spitze der Kaphalbinsel, umgeben von einem Naturschutzgebiet. Es ist, entgegen landläufiger Meinung, nicht die Südspitze Afrikas. Als Bartholomeu Diaz das Kap zum…
Die Weinfarm im Constantia-Tal ist das älteste Weingut Südafrikas und das einzige mit angeschlossenem Museum zur Geschichte des Kaps im Allgemeinen und des Weinanbaus im Speziellen. Es werden auch F…
Das Herz der Winelands: Um den wunderschönen, historischen Stadtkern verlaufen Alleen, die von 300 Jahre alten Eichen gesäumt sind. Daher hat Stellenbosch seinen Afrikaans-Spitznamen: Eikestad. Ü…
Bereits Ende des 19. Jhs. beschloss die Regierung, die Jagd auf dem Gebiet zwischen den Flüssen Sabie und Crocodile zu verbieten. So entstand der weltberühmte, 20.000 km2 große Wildpark mit der gr…
Der Park ist eines der Schmuckstücke Kapstadts. Entworfen im Jahr 1895, zählt er heute zu den schönsten Parkanlagen der Welt. Die Artenvielfalt ist überwältigend: Über ein Drittel aller in Sü…
Der mitten in der Stadt gelegene Park ist die bezaubernde Oase, in der Touristen spazieren gehen und Kapstädter ihre Mittagspause auf der Wiese liegend verbringen. Die von mächtigen Eichen gesäumte…
Wann immer hohe Staatsgäste in Kapstadt zu Gast sind und ein Weingut besuchen wollen: Sie kommen hierher. Das Anwesen liegt vor den Toren von Somerset West, ca. 15 km von Stellenbosch, und ist zum…
Dieses Naturschutzgebiet verdankt seinen Namen den großartigen Sandsteinfelsen, die im Licht der Sonne golden schimmern und in denen Adler nisten.
In diesem schwarzen Vorort leben mehr als 2 Mio. Menschen. Weltbekannt wurde Soweto durch die blutig beendeten Schülerunruhen von 1976. Sehenswert sind das Hector Pieterson Museum und das Mandela…

Reisezeit

Urlaubszeit der Südafrikaner
Januar
gut
26°C
Februar
sehr gut
25°C
März
sehr gut
24°C
April
gut
22°C
Mai
gut
19°C
Safarizeit: Vor Beginn der Blütezeit sind die Chancen auf Tiersichtungen am höchsten
Juni
gut
17°C
Safarizeit: Vor Beginn der Blütezeit sind die Chancen auf Tiersichtungen am höchsten
Juli
sehr gut
17°C
August
sehr gut
20°C
Blütezeit in der Halbwüste Namaqualand
September
sehr gut
23°C
Blütezeit in der Halbwüste Namaqualand
Oktober
sehr gut
25°C
November
gut
25°C
Urlaubszeit der Südafrikaner
Dezember
gut
26°C

Die beste Reisezeit für Südafrika sind die Monate Februar, März, Juli, August, September und Oktober. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 22° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der August mit durchschnittlich 10 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur in den kältesten Monaten bei lediglich 17° Celsius bei durchschnittlich 1 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 22° Celsius und die Nachttemperatur bei 10° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 6 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Januar.

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Schmelztiegel der Kulturen und Sprachen 

Die Vielfalt spiegelt sich schon in den Landessprachen. Südafrika hat gleich elf davon: Zulu, Xhosa, Afrikaans, Northern Sotho, Sesotho, Tswana, Tsonga, Swati, Ndebele, Venda und Englisch. Und dann sind da noch unzählige inoffizielle Sprachen und Dialekte. Klingt kompliziert, ist es auch. Wer sich als Tourist ein paar Pluspunkte sammeln will, sollte daher neben dem obligatorischen „Howzit?“ auch mal ein „Sawubona!“ (Zulu) oder „Dumelang!“ (Tswana) zur Begrüßung von sich geben, je nach Region, durch die man gerade reist. Apropos Reisen – das geht ganz hervorragend. Von Nord nach Süd, von Ost nach West oder andersherum, mit dem Flugzeug, in Luxuszügen oder als Roadtrip mit dem Auto oder Motorrad. Am besten zwischen Oktober und April. Dann ist Sommer in der südlichen Hemisphäre und Afrikas Südzipfel strahlt in den schönsten Farben. Es schadet nicht, sich vorher bei einem Glas südafrikanischem (!) Wein schon mal grob zu überlegen, was man sehen und erleben will. Vielleicht braucht man dafür auch zwei Gläser, da die Auswahl beeindruckend ist … und die Entfernungen doch ziemlich groß sind.

Lass die Uhr besser zu Hause!

Allein beim Klassiker aller Roadtrips – von Johannesburg nach Kapstadt durch die Halbwüste Karoo – stehen am Ende mindestens 1400 km auf dem Tacho, Küstenfreunde können sich auf über 3000 km entlang des Atlantischen und des Indischen Ozeans austoben. Und selbst beim Elefanten- und Löwenspotting in einem der Nationalparks ist Ausdauer gefragt. Der Kruger-Park z. B. ist so groß wie Hessen, und ein paar Dutzend Kilometer von einem Camp zum nächsten werden leicht zu Stunden, wenn sich die Wildtiere zum Fotoshooting auf der Straße positionieren. Das alte Sprichwort „There is no hurry in Africa“ (keine Eile in Afrika) gilt auch im Süden des Kontinents. Sobald man sich darauf einlässt, erlebt man in diesen nicht-durchgetakteten Momenten wunderbare Dinge: die Sonne auf der Haut, das Lächeln von Passanten und spontane Unterhaltungen. Das obligatorische „How are you?“ ist ernst gemeint. In nahezu jeder Situation ist ein kleiner Austausch willkommen. Das vereint alle Bevölkerungsgruppen.

Buntes Volk, buntes Land

Um mal in nicht-chronologischer Reihenfolge ein paar Beispiele zu nennen: Die Ndebele formen zwar die kleinste Gruppe, stehen mit ihren kunterbunten geometrischen Wandmalereien und dem aufwendigen Perlenschmuck aber so stereotyp für Südafrika wie die Bayern für Deutschland. Auf Platz zwei der Foto-Hitliste: die stolzen Zulu aus dem Nordosten. Sie tragen traditionell Tierfellteile als Schmuck, glauben an Schicksalslenkung durch die Geister der Vorfahren und verehren König Shaka als Urvater aller Zulus. Die Hauptstadt der Provinz Kwazulu- Natal ist Durban – dort wiederum leben die meisten Inder außerhalb Indiens. In den Weihnachts- und Osterferien ist Durban rappelvoll, das tropische Klima lockt Urlauber zu Zehntausenden an den warmen Ozean. Ganz anders die Teile des Nord- und Ostkaps, die in der Halbwüste Karoo liegen: Trocken, karg, unendlich weit, überspannt von tiefblauem Himmel. Mangels Menschen gibt es dort kaum Lichtverschmutzung, und die Sterne glitzern, als gäbe es was zu gewinnen.

Eine Nation sucht sich selbst

Im Freistaat – wie auch in den Nordprovinzen – regnet es nur im Sommer, dann ist plötzlich alles grün. Im Namaqualand an der Westküste bricht jedes Jahr von August bis Oktober die große Blüte aus. Die meisten Bewohner dieser Region sind sogenannte Coloureds, Nachfahren u. a. der Buschmänner, die heute politisch korrekt Khoisan genannt werden. Als Folge der Apartheid arbeiten sie meist auf Farmen, sofern sie überhaupt einen Job haben. Aber sie sprechen genauso Afrikaans wie die Farmer, denen das Land ihrer Vorfahren heute gehört. Ab 1835 zogen die ersten europäischen Siedler vom Kap, meist Niederländer und Deutsche, mit ihren Ochsenkarren ins Landesinnere und ließen sich dort im Nirgendwo nieder. Heute noch sind sie ein naturverbundener, eher konservativer, aber gastfreundlicher Menschenschlag mit großem Familiensinn. Übrigens leicht erkennbar an den immer barfuß laufenden Kindern ... Während der Apartheid verfolgte die Buren-Regierung eine knallharte Segregationspolitik. Wer nicht weiß war, wurde systematisch benachteiligt und ausgebeutet. Das kam in der Welt schlecht an. Der Druck von außen und innen durch den Freiheitskampf der heutigen Regierungspartei ANC ließ das System schließlich kollabieren, und Nelson Mandela wurde der erste demokratisch gewählte Präsident. Mehr als zwanzig Jahre nach dem großen Befreiungsschlag ist Südafrika immer noch dabei sich zu finden. Aber es tut dies auf die all seinen Kulturen eigene, fröhliche und freundliche Art – mit Witz und viel Optimismus. Eine sympathische Mischung!

Gut zu wissen

Anreise

South African Airways (flysaa.com) fliegt fast täglich von Frankfurt/M. und München nach Johannesburg oder Kapstadt. Die Flugzeit nach Johannesburg beträgt 10, nach Kapstadt 12 Stunden. Ein Ticket für Hin- und Rückflug bekommt man meist für unter 1000 Euro. Auch Lufthansa (lufthansa.de) fliegt täglich von Frankfurt, in den südafrikanischen Sommermonaten sogar nonstop von München nach Kapstadt. Qatar (qatarairways.com) und Emirates (emirates.com) bieten oft günstigere Verbindungen. Für Besucher aus der Schweiz bietet die Swiss (swiss.com) bzw. Edelweiss Air (flyedelweiss.com) Flüge nach Johannesburg und Kapstadt an. Österreicher haben seit 2018 die Möglichkeit, mit Austrian Airlines (austrian.com) direkt von Wien nach Kapstadt zu fliegen. Für Flüge innerhalb Südafrikas eignen sich die meist preiswerteren kleinen Fluggesellschaften wie Mango (flymango.com) oder Safair (flysafair.co.za). Und wer eine Rundreise in Erwägung zieht: Über Kapstadt und Johannesburg werden fast alle afrikanischen Hauptstädte angeflogen, daneben auch Afrikas Urlaubsmetropolen Sansibar und Mauritius.

Auskunft vor Ort

South African Tourism

– Friedensstr. 6 | 60311 Frankfurt am Main | Tel. 0800 1 18 91 18 | southafrica.net

– 1 Bayerngasse | 1030 Wien | Tel. 01 4 70 45 11 | vienna@satour.com

Es gibt kein Büro mehr in der Schweiz

Autoverkehr

Einige Autobahnstrecken, z.B. um Johannesburg und fast die ganze Strecke von Johannesburg bis zum Kruger National Park, sind mautpflichtig. Die Strecken sind durch ein weißes T auf blauem Grund gekennzeichnet. Etwas verwirrend ist für Besucher aus Europa die Verkehrsregelung an Kreuzungen mit vier Stoppschildern. Es fährt immer das Auto zuerst, das zuerst ankommt. Bei gleichzeitigem Ankommen verständigt man sich durch Handzeichen. Verwirrend selbst für geübte Autofahrer können auch die mehrspurigen Kreisverkehre sein. Hier gilt: Wer rechts abbiegt, fährt am rechten Streifen ein; wer nach links will, fährt link ein; geradeaus führen beide Spuren. Vorrang hat immer, wer sich schon im Kreisel befindet. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 60 km/ h, auf Landstraßen 100 km/ h und auf der Autobahn 120 km/ h. Wer bei zu schnellem Fahren erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen. Es herrscht Linksverkehr. Die Promillegrenze liegt bei 0,05 im Blut.

Übernachten

Hotels gibt es in jeder Preiskategorie. Mit den internationalen Hotelketten konkurrieren auch einige südafrikanische, etwa die Protea-Hotels. Zudem gibt es, der englischen Tradition folgend, viele Bed & Breakfast-Gästehäuser in Südafrika. Oft werden sie von den Besitzern geführt, die ihren Gästen gern jede Auskunft geben und bei der Planung helfen. Auch die Übernachtungsmöglichkeiten für Backpacker sind in Südafrika sehr gut. Viele Häuser bieten neben Schlafsälen auch Doppelzimmer mit privaten Bädern. Die „Bibel“ für diese Art des Reisens ist der Führer „Coast to Coast“, den es in jedem Backpacker kostenlos gibt (coasttocoast.co.za). Wegen des milden Klimas ist Südafrika auch ein ideales Land für Camper. Campingplätze sind in allen Städten vorhanden, an vielen Stränden, in Naturparks und Wildschutzgebieten. Oft werden dort auch Hütten oder Bungalows angeboten.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Botschaft

201 Florence Ribeiro Avenue | 0181 Pretoria | Tel. 01 24 27 89 00 | southafrica.diplo.de

Österreichische Botschaft

454 A Fehrsen Street | 0181 Pretoria | Tel. 01 24 52 91 55 | bmeia.gv.at/oebpretoria

Schweizer Konsulat

225 Veale Street | 0181 Pretoria | Tel. 01 24 52 06 60 | eda.admin.ch

Einreise

Besucher aus Deutschland, der Schweiz und Österreich brauchen kein Visum, wenn sie nicht länger als drei Monate in Südafrika bleiben wollen. Dann genügt der Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig sein und mindestens zwei ungestempelte Seiten haben muss.

Südafrikas Behörden haben vor Jahren strenge Auflagen für die Ein- und Ausreise mit Kindern erlassen. Neben dem Pass benötigten Minderjährige eine Geburtsurkunde und eine beglaubigte Übersetzung davon ins Englische. Reist das Kind mit nur einem Elternteil, war die Einverständniserklärung des anderen Elternteils nötig. Das ist laut Gesetz heute nicht mehr notwendig, wird von der Regierung aber nach wie vor „empfohlen“. Vor Abreise sollte man sich deshalb bei der südafrikanischen Botschaft informieren!

Gesundheit

Besuchern des Kruger National Parks, der angrenzenden Wildschutzgebiete, der Wildreservate in Limpopo, Mpumalanga und Natal wird Malariaprophylaxe empfohlen.

Das südafrikanische Gesundheitssystem hat einen vergleichsweise hohen Standard. In fast allen größeren Orten gibt es hervorragende private Krankenhäuser. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholversicherung abzuschließen. Sowohl bei Ärzten als auch in Kliniken muss die Rechnung vorab selbst bezahlt werden, bevor man sich die Ausgaben von der heimischen Versicherung später wieder zurückholen kann. Ausnahme sind längere Krankenhausaufenthalte. Ärzte stehen im Telefonbuch unter Medical Practitioners. Apotheke heißt Chemist oder Pharmacy.

Internetzugang & WLAN

WLAN und Internetzugang kann in Südafrika für Überraschungen sorgen. In der Regel ist ein Internetzugang in Hotels und Gästehäusern Standard, aber ob und wie gut der dann funktioniert, ist eine andere Sache. Es ist ratsam, sich eine lokale Sim-Karte zu besorgen und ein passendes Datenpaket zu kaufen.

Mehrwertsteuer

Für bewegliche Waren, die insgesamt mehr als 250 Rand gekostet haben, kannst du die Mehrwertsteuer von 15 Prozent zurückerhalten. Dazu muss aber eine tax invoice vorliegen, also eine Rechnung, auf der die Steuer ausgewiesen ist. Bei Beträgen über 5000 Rand müssen zusätzlich Name und Adresse angegeben sein. Am Flughafen (im VAT Refund Office) werden die Waren und Rechnungen präsentiert, es dauert aber Tage bis Wochen, bis das Geld angewiesen ist. Zeit einplanen und vorab informieren: taxrefunds.co.za.

Mietwagen

In Südafrika darf kein Auto ohne die Haftpflichtversicherung (Third Party) gefahren werden. Die ist bei Mietwagen aber immer enthalten. Es sind alle großen Mietwagenfirmen, (Avis, Hertz, Europcar etc.) vertreten. Bei Städtereisen sollte man auch einen Blick auf lokale Vermieter werfen, die bieten meist günstigere Kleinwagen an. Da schon bei Kratzern und Schrammen hohe Kosten entstehen können, lohnt sich eine zusätzliche Versicherung zum Standardschutz (super waiver) fast immer!

Öffnungszeiten

Die Geschäfte in Südafrika sind meist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Lebensmittelgeschäfte sind täglich geöffnet, genauso wie die Shops in großen Einkaufszentren. Die Uhrzeiten, zu denen man auch in Supermärkten Alkohol erhält, variieren je nach Region und der sich ständig ändernden Gesetzeslage. Kernzeiten für den Alkoholverkauf sind Mo–Fr 9–17 Uhr.

Post

Postkarten nach Europa kosten 7,25, ein Brief bis 10 g 8,40 Rand. Luftpostaufkleber nicht vergessen. Dann braucht die Post fünf bis 14 Tage. Es ist nicht ratsam, sich im Urlaub etwas nachschicken zu lassen: Auf Briefe oder Pakete aus Europa kann man schon mal mehrere Monate warten. Schalterstunden der Post: Mo–Fr 8–16.30, Sa 8–12 Uhr

Geld & Währung

Die südafrikanische Währung ist der Rand. Ein Euro entspricht etwa 15 Rand, ein Rand sind 7 Eurocent. Es kann bis zu 20 Prozent günstiger sein, in Südafrika Geld zu wechseln. Am besten hebt man einfach Geld ab - mit der Visa-/Mastercard oder der EC-Karte, wenn der Automat das Maestro- Zeichen hat. Einige Geldautomaten können für Anfänger etwas verwirrend sein. Die der Bank ABSA bieten Bargeldbehebung in mehreren Sprachen, auch auf Deutsch, an. Alle Kreditkarten werden akzeptiert und sind das gängige Zahlungsmittel.

Safaris

Besuche in den Wildparks werden für jeden Geschmack und Geldbeutel angeboten. Relativ Preiswert kann man in den staatlichen Parks übernachten. Je nach Beliebtheit sollte man dort allerdings weit im Voraus buchen (sanparks.org). Das Angebot an Ausflügen in die südafrikanische Wildnis ist riesig. Deshalb sollte schon bei der Planung entschieden werden, was man eigentlich sehen möchte. Hier einige Empfehlungen. Klassiker für die Big Five: Kruger National Park oder Madikwe Game Reserve. Für Elefanten: Addo Elephant National Park. Für eine interessante Flora: West Coast National Park. Für herrliche Landschaft: Golden Gate Highlands National Park. In Kwazulu- Natal (KZN) leben die Big Five im Hluhluwe-iMfolozi Park, und für Fans der im Wasser gar nicht mehr so schwerfälligen Flusspferde ist der iSimangaliso Wetland Park das Maß aller Dinge.

Beste Zeit für den Besuch eines Wildparks ist der südafrikanische Winter (April bis September). Im Sommer, zur Regenzeit, zieht es die Tiere naturgemäß weniger an die Wasserlöcher, wo man sie gut beobachten kann. Auch sind die Bäume und Sträucher dann viel üppiger begrünt, sodass ihr weniger sehen könnt. Wenn ihr mit dem Auto einen öffentlichen Wildpark besucht, solltet ihr die vorgegebene Route aus Sicherheitsgründen nicht verlassen. Steigt auch nicht aus dem Auto aus und haltet die Fenster stets geschlossen – Leichtsinn kann gefährlich werden!

Strom

Adapter Typ D

Netzspannung 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Du brauchst einen Adapter. Den bieten aber alle Hotels an, bzw. ist er in jedem Supermarkt um die Ecke zu kaufen und auch in Europa im Onlinehandel erhältlich.

Telefon & Handy

Alle Telefonnummern in Südafrika sind zehnstellig, die Ortsvorwahl (inklusive der Null) ist fester Bestandteil der Nummer und muss auch bei Inlandsgesprächen immer mitgewählt werden. Nur bei Gesprächen aus dem Ausland lässt du nach der Landesvorwahl diese Null weg. An den Flughäfen kann man in den Läden der Mobilfunkanbieter (Vodacom, MTN, Cell C) Sim-Karten leihen und mit Guthaben aufladen. Falls die Registrierung zu kompliziert ist, versucht man es an kleineren Elektro-Kiosken in den Großstädten, die oft von Indern oder Pakistanis geführt werden. Dort fragt man nach einer schon vorregistrierten Rica-Card. Telefonguthaben kann man u. a. in Supermärkten und Tankstellen kaufen.

Vorwahl für Deutschland: 0049, für die Schweiz: 0041, für Österreich: 0043, für Südafrika: 0027.

Nationale Telefonauskunft: 10 23 Internat.

Telefonauskunft: 1 09 03

Trinkgeld

Generell wird in Südafrika 10 bis 15 Prozent Trinkgeld gegeben. Das gilt besonders in Restaurants, weil dort im Preis die Bedienung meist nicht eingeschlossen ist. In den letzten Jahren sind einige Restaurants, besonders in den Tourismusmetropolen, allerdings dazu übergegangen, 10 Prozent vom Betrag als Service gleich auf die Rechnung aufzuschlagen. Ihr solltet also das Kleingedruckte kontrollieren, bevor ihr über die Höhe des Trinkgelds entscheidet.

Zeitunterschied

+ 1 Stunde Zeitverschiebung

im europäischen Winter; während der europäischen Sommerzeit herrscht Zeitgleichheit.

Zoll

Bei der Einreise nach Südafrika darfst du u. a. 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten und Waren im Wert von 5000 Rand bei dir haben, ohne dass du dafür Zoll bezahlen musst. Bei der Rückkehr in die EU dafst du u. a. zollfrei einführen: 200 Zigaretten, 4 l nicht-schäumenden Wein, 1 l Spirituosen und Waren im Wert bis zu 430 Euro, in die Schweiz bis zu 300 Franken.

Besser du riskierst nicht die Ausfuhr geschützter Pflanzen und Tiere sowie deren Produkte; das ist streng verboten. Die Einfuhr von Samen und Pflanzen ist ebenfalls nicht gestattet. Nähere Informationen dazu findest du unter zoll.de.

Klima & Reisezeit

Regen- und Trockenzeit sind in Südafrika nicht einheitlich. Während Johannesburg unter Sommerregen ächzt, friert Kapstadt im Winterregen. Winter ist hier zwischen Juni und August, die beste Reisezeit von November bis März.

Taxi

Taxis mit festen Fahrpreisen (metered taxis) gibt es fast überall in den Städten. Eine günstige und sichere Alternative sind Uber und Taxify, die zumindest in Durban, Kapstadt, Johannesburg, Pretoria und Port Elizabeth vertreten sind. Verzichten sollte man auf eine Fahrt im überfüllten Minibus- Taxi.

Öffentliche Verkehrsmittel

Eine günstige und vergleichsweise sichere Möglichkeit, in den großen Städten voranzukommen.

Das Transportmittel Nummer eins ist nach wie vor das „Mini-Taxi“, ein kleiner Bus für 12 bis 15 Passagiere. Die Kleinbusse fahren auf allen Strecken und halten überall auf Wunsch an. In den letzten Jahren hat sich in Johannesburg auch das Bussystem REA VAYA (reavaya.org.za) etabliert, z. B. für Fahrten aus der Innenstadt nach Soweto. In Kapstadt ist die städtische Buslinie MyCiti sehr zu empfehlen. Zur Bezahlung muss eine myconnect- Karte für 30 Rand gekauft (am Flughafen, am Kiosk oder an einer Tankstelle) und aufgeladen werden (besonders einfach geht das an den Bankautomaten der ABSA-Bank). Mehr Informationen gibt es unter myciti.org.za.

Sprache

Südafrika hat elf Amtssprachen und viele weitere Dialekte und Regionalsprachen. Am häufigsten hört man isiZulu, isiXhosa, Afrikaans und Englisch. Alle wichtigen Schilder und Informationen sind auf Englisch vorhanden.

Notfallnummern

Polizei: 1 01 11

Krankenwagen/Feuerwehr: 1 01 77

Notruf vom Mobiltelefon: 112

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahrstag

21. März

Tag der Menschenrechte

27. April

Tag der Freiheit

1. Mai

Tag der Arbeit

16. Juni

Tag der Jugend

9. August

Nationaler Frauentag

24. September

Tag des Nationalerbes

16. Dezember

Tag der Versöhnung

25./26. Dezember

1./2. Weihnachtstag

Allgemein

Falls einer dieser Feiertage auf einen Sonntag fällt, ist der folgende Montag der Feiertag.

Veranstaltungen

Januar

Kaapse Klopse (Kapstadt): Straßenkarneval am Tag nach Neujahr 

Sun Met (Kapstadt): wichtigstes Pferderennen des Landes, sunmet.co.za

März/ April

Cape Town International Jazz Festival (Kapstadt), capetownjazzfest.com

Cape Town Cycle Tour (Kapstadt), capetowncycletour.com

Klein Karoo National Arts Festival (Oudtshoorn), kknk.co.za

April/ Mai

AfrikaBurn (Tankwa Karoo National Park): Südafrikas Antwort auf das Burning Man Festival, afrikaburn.com

Juni

Comrades Marathon (Pietermaritzburg und Durban), comrades.com

Juni/ Juli

National Arts Festival (Grahamstown), nationalartsfestival.co.za

Juli

Knysna Oyster Festival (Knysna), oysterfestival.co.za

Bastille Day Festival (Franschhoek): Straßenfest, bei dem der Ort sein französisches Erbe feiert, franschhoekbastille.co.za

August/ September

Cape Town Fashion Week (Kapstadt)

Reed Dance (Swasiland): Kulturevent, bei dem Jungfrauen um die Gunst des Königs tanzen

Whale Festival (Hermanus), hermanuswhalefestival.co.za

Oktober/ November

Jacaranda Festival (Pretoria): Straßenfest unter den lila blühenden Bäumen, jacarandafestival.com

November–April

Kirstenbosch Summer Sunset Concerts (Kapstadt): Konzerte im Botanischen Garten, sanbi.org/gardens/kirstenbosch

Bloss nicht!

Auf Autobahnen rasen

Für deutsche Besucher ist es unvorstellbar, dass Autobahnen von Fußgängern und Hunden überquert werden. In Südafrika sollte man sich aber darauf einstellen. Besonders auf Pferde, Kühe oder Schafe, die am Grünstreifen an der Autobahn grasen, solltest du achten. Also: Bleifuß zu Hause lassen!

Bettlern vom Auto aus etwas geben

An vielen Ampeln in den Städten fragen Bettler nach etwas zu essen oder Geld. Auch wenn‘s schwerfällt: Geld zu geben verstärkt das Betteln nur. Wer wirklich helfen will, sollte an eine der vielen Obdachlosen- Organisationen spenden.

Tiere füttern

Eins sind Südafrikas Wildparks nun wirklich nicht: ein Streichelzoo. Entsprechend reagieren Wildhüter und Polizei auf Besucher, die ihren Lunch mit den Big Five teilen wollen. Aber auch streunende Paviane sollten nicht gefüttert werden. Denn sie stehlen mit Vorliebe alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Drängeln

Nach guter englischer Sitte steht man geduldig Schlange in Südafrika. Ganz gleich, wo oder worauf die Menschen warten. Wer sich vordrängelt, wird schnell als Touri enttarnt.

Auf den Zebrastreifen vertrauen

Zebras gehören in die Savanne, nicht auf die Straße – nach dem Motto fahren die meisten Südafrikaner. Als Fußgänger sollte man also auf keinen Fall davon ausgehen, dass Autofahrer vor dem Zebrastreifen anhalten. Besser eine Ampel suchen – vor der haben die Südafrikaner mehr Respekt.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Farbenblind (Born a crime, 2017)

Trevor Noah ist Südafrikas Comedy-Superstar. Als unehelicher Sohn eines Schweizers und einer Xhosa war er das, was es in der Apartheid offiziell nicht gab – ein Mischling. Das ist die Geschichte seiner spannenden Kindheit

Good Morning, Mr. Mandela (2016)

Mit diesen Worten begrüßte Zelda la Grange fast 20 Jahre täglich ihren Boss. In diesem Buch hat die ehemalige Sekretärin Nelson Mandelas ihre Erinnerungen festgehalten

Filme

Mandela - der lange Weg zur Freiheit (2013)

Die verfilmte Lebensgeschichte Nelson Mandelas zeigt den Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit in emotionalen Bildern. Mandela starb in dem Monat, als der Film herauskam

Tsotsi (2005)

Das bedeutet „Gangster“ im Township- Slang: Davids Geschichte spielt im Johannesburger Untergrund, wo ein Mord keine große Sache und die Zukunft schon vor der Einschulung verspielt ist. Bis plötzlich ein Baby in einem entführten Auto liegt …

14-26 °C
9 h/Tag

Fakten

Einwohner 60.142.978
Fläche 1.221.037 km²
Sprache Englisch
Währung südafrikanischer Rand
Strom 220 - 230 V, 50 Hz
Regierungssystem Republik
Hauptstadt Kapstadt
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 00:31 Uhr
Zeitverschiebung 1 h (zu MEZ)

Anreise

10h 45min
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