Südafrika

Überblick

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Südafrika ist ein Reiseland, das Besuchern Vieles bietet: Spaziergänge an den endlosen Stränden des Indischen Ozeans oder Wanderungen an der Küste der Garden Route, Ballonfahrten über die Steppe oder den Besuch in einem der vielen Wildparks, Tauchen mit Haien oder Walbeobachtungen aus nächster Nähe. Das Land ist riesig. Allein zwischen Johannesburg und Kapstadt beträgt die Entfernung ungefähr 1600 km. Dazwischen liegt die Inlandsteppe Karoo. Die Küste erstreckt sich über 3000 km entlang des Atlantiks und des Indischen Ozeans.

Du kannst in Luxuszügen oder auf dem Motorrad durch das Land reisen, am besten aber doch mit einem Auto über die sehr guten Straßen. Auf der Fahrt kommst du an riesigen Schafsfarmen vorbei. Immer mehr Landwirte öffnen ihre Häuser für Touristen. Es ist ein Erlebnis, die Gastfreundschaft der überwiegend burischen Farmerfamilien kennenzulernen. An der Strecke liegt Kimberley, wo in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. der größte Diamantenrausch aller Zeiten stattfand. In den Wild- und Naturparks gibt es eine unglaubliche Artenvielfalt, und besonders der Besuch des Kruger National Parks ist unvergesslich. Er gehört zu den größten Wildschutzgebieten der Welt.

Das sonnige, aber gemäßigte Klima macht den Südzipfel Afrikas das ganze Jahr über zu einem idealen Reiseland. Für Besucher aus der nördlichen Hemisphäre sind die Monate Oktober bis April besonders verlockend, denn wenn dort die Tage kürzer werden, Kälte und Dunkelheit die Stimmung dämpfen, beginnt im Süden Afrikas der Sommer.

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Urlaubszeit der Südafrikaner
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Februar
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April
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Mai
gut
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Safarizeit: Vor Beginn der Blütezeit sind die Chancen auf Tiersichtungen am höchsten
Juni
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Safarizeit: Vor Beginn der Blütezeit sind die Chancen auf Tiersichtungen am höchsten
Juli
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August
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Blütezeit in der Halbwüste Namaqualand
Oktober
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November
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25°C
Urlaubszeit der Südafrikaner
Dezember
gut
26°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Sonntag / 07.06.2020
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23 °C
Abends
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Montag / 08.06.2020
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Nachmittags
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Dienstag / 09.06.2020
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Nachmittags
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Anreise

10h 45min
Frankfurt am Main
Südafrika
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Auftakt

Entdecken Sie Südafrika!

Wer nach der langen Fahrt von Johannesburg nach Kapstadt auf der Höhe der letzten Bergkette steht, die das Kap gewissermaßen vom Landesinnern abschirmt, muss glauben, den Garten Eden erreicht zu haben: So weit das Auge reicht erstrecken sich Wein- und Obstanbaugebiete sowie Getreidefelder, die im Winter sattgrün leuchten. In der Ferne am Meer liegt Kapstadt – klar erkennbar das Wahrzeichen, der Tafelberg. Erlesene Weine werden Ihnen auf Weingütern in einer Landschaft wie aus dem Bilderbuch angeboten. Entlang der Atlantikküste nach Namibia ist die Natur noch vielfach unberührt. Das Blumenparadies Namaqualand verwandelt sich von August bis Oktober in ein Blumenmeer. Je weiter Sie von Kapstadt entlang des Indischen Ozeans gen Norden kommen, desto wärmer wird das Wasser. Den ersten Teil der Strecke bildet die berühmte Garden Route mit Knysna und Plettenberg Bay. Südafrikas unterschiedliche Kulturen begegnen Ihnen besonders in den großen Städten. In Durban, der Metropole von KwaZulu-Natal, dem Gebiet der Zulu, dem stolzesten und größten Stamm Südafrikas. Aber auch südafrikanische Inder, die 20 Prozent der Einwohner stellen, prägen des Straßenbild. Der Ferienort ist wegen seines tropischen Klimas beliebt. Vom Trubel nicht allzu weit entfernt liegen das Tal der Tausend Hügel in wahrhaft ergreifender Schönheit und die Drakensberge mit dem höchsten Berg Mont aux Sources (3299 m). Ein grandioses Panorama erwartet Sie im Royal National Park. Besonders schön sind die Strände zwischen Mtubatuba und der Grenze zu Mosambik. Im Kontrast zu dem immergrünen, vom Regen verwöhnten KwaZulu-Natal steht der Freistaat. Hier – wie auch in den Nordprovinzen – regnet es nur im Sommer, dann sieht das Land saftig grün aus. Im Winter wirkt es ziemlich trostlos: braun, trocken und staubig. Allerdings ist eben dann auch der afrikanische Eindruck am stärksten. Tagsüber scheint die Sonne vom blauen Himmel, abends können die Temperaturen um bis zu 20 Grad sinken – in Gefrierpunktnähe oder sogar darunter.

Die größten Städte Tshwane und Johannesburg werden wohl eines Tages zusammenwachsen, aber sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Johannesburg ist die glitzernde und schnelle Finanzmetropole, Tshwane ruhig und beschaulich, eine Beamtenstadt. Wie in allen Städten und Dörfern erinnern die Townships, Slums am Rand der reichen (früher nur weißen) Wohngebiete, an die Jahrzehnte der Apartheid. Viele der Hütten haben seit 1994 Wasser und Strom bekommen. Außerdem baut die Regierung, die für dieses Programm von der Uno ausgezeichnet wurde, jedes Jahr Tausende neuer Häuser.

In Kapstadt, das die Südafrikaner liebevoll Mothercity (Mutterstadt) nennen, hat die europäische Besiedlung begonnen: Als der portugiesische Seefahrer Bartholomëu Diaz Ende des 15. Jhs. ans „Kap der Stürme“ kam, lebten hier „Hottentotten“ und „Buschmänner“, die heute politisch korrekt Khoisan-Völker genannt werden. Die ersten Siedler in der Region um Kapstadt waren die Buren aus Holland und Deutschland. Ab 1688 kamen die wegen ihres Glaubens aus Frankreich vertriebenen Hugenotten. Sie begründeten die südafrikanische Weintradition. Als die Engländer, begierig, ihr Kolonialreich auszudehnen, ans Kap kamen und eine – vergleichsweise – liberale Menschenrechtspolitik einführten, suchten viele Buren 1835 im Landesinnern Raum. Nach einem erbitterten „Freiheitskrieg“ – so die Buren bis heute – erklärte Großbritannien 1899 den Kapstaat zur Kronkolonie. Bis Anfang des 20. Jhs. bekämpften sich die Briten und Buren in schrecklichen Kriegen, bis 1910 die Südafrikanische Union gegründet wurde. Ab 1948 geriet das Land ins internationale Abseits. Zunehmend beunruhigt verfolgte die Welt die Einführung der Apartheid. Es war ein Weg in die Sackgasse, aus der erst Frederik Willem de Klerk, der 1989 die Regierung übernahm, das Land führte. Er entließ den Freiheitskämpfer Nelson Mandela nach fast 30 Jahren Haft, setzte alle Apartheidgesetze außer Kraft und schaffte damit die Voraussetzungen für eine friedliche, demokratische Lösung. Nach den ersten freien Wahlen 1994 wurde Mandela Staatspräsident. Südafrika wird seitdem auch das Land des Regenbogens genannt, denn es besitzt ein unvergleichlich farbiges Spektrum von Kulturen und Religionen. Südafrika hat elf offizielle Landessprachen, die der Bevölkerungsgruppen Zulu, Xhosa, Afrikaans, Northern Sotho, Sesotho, Tswana, Tsonga, Swati, Ndebele, Venda und Englisch, das heute die Lingua franca ist und vor allem in Großstädten gesprochen wird. Es gibt zwei politische Hauptstädte: Pretoria, heute Stadtteil der Gemeinde Tshwane, ist Regierungssitz, und in Kapstadt tagt das Parlament.

Südafrika wirbt mit dem Slogan „Eine Welt in einem Land“ – und es gibt eigentlich keinen Besucher, der dem nicht zustimmt.

Praktische Hinweise

Anreise

South African Airways (www.flysaa.com) fliegt fast täglich von Frankfurt nach Johannesburg oder Kapstadt. Die Flugzeit nach Johannesburg beträgt zehn, nach Kapstadt zwölf Stunden. Ein Ticket für Hin- und Rückflug können Sie für unter 1000 Euro bekommen. Auch Lufthansa (www.lufthansa.de) fliegt täglich von Frankfurt. Fragen Sie nach Sondertarifen. British Airways (www.british-airways.com) und Emirates (www.emirates.com) bieten sie oft an. Am preiswertesten ist der Flug im südafrikanischen Winter zwischen Ende April und Ende Juni. Auch im August und September gibt es günstige Flüge. Am meisten zahlen Sie zwischen Dezember und April und müssen dann weit im Voraus buchen. Für Flüge innerhalb Südafrikas bieten sich die meist preiswerteren privaten Fluggesellschaften an.

Auskunft
South African Tourism

Friedensstraße660311Frankfurt/M.069 9291290www.southafricantourism.de

Es gibt keine Büros mehr in Österreich oder in der Schweiz.

Auto

In Südafrika darf kein Auto ohne die Haftpflichtversicherung Third Party gefahren werden, die nur Personenschäden deckt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h und auf der Autobahn 120 km/h. Wer beim zu schnellen Fahren erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen. Es herrscht Linksverkehr. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Rund 84 000 km Straße sind befestigt, weitere 163 000 km ohne festen Belag. Einige Autobahnstrecken, zum Beispiel um Johannesburg und Durban und fast die ganze Strecke von Johannesburg bis zum Kruger Park, sind mautpflichtig; am besten zahlen Sie per Kreditkarte. Die Strecken sind durch ein weißes T auf blauem Grund gekennzeichnet. Verwirrend ist für Besucher aus Europa die Regelung an Kreuzungen mit vier Stoppschildern. Rechts vor links gilt nur, wenn zwei Autos gleichzeitig heranfahren. Ansonsten fährt das Auto zuerst, das zuerst ankommt. Die anderen folgen nach dem gleichen Prinzip. Im ganzen Land ist der Automobilclub AA vertreten.

Backpackers

Die Übernachtungsmöglichkeiten für Backpackers sind in Südafrika sehr gut. Viele Häuser bieten neben Schlafsälen auch Doppelzimmer mit privaten Bädern. Sie sind eine wirkliche Alternative auch für Koffer-Touristen – und viel billiger als selbst ein B & B. Die Bibel für diese Art des Reisens ist der Führer „Coast to Coast“, den es in jedem Backpacker kostenlos gibt (www.coasttocoasat.co.za).

Bahn

Die normalen Zugverbindungen sind nicht empfehlenswert, denn sie sind meist langsam und unbequem. Die meisten Urlauber nutzen deswegen die Luxuszüge.

Eine Fahrt im Zug Blue Train012 3348459www.bluetrain.co.za ist unvergesslich. Von Kapstadt nach Pretoria, mit nur einem Stopp in Johannesburg, dauert die Reise rund 24 Stunden. Der Zug fährt montags, mittwochs und freitags in beide Richtungen. Die Preise liegen für eine einfache Fahrt zwischen 10 930 und 18 750 Rand pro Person, je nach Jahreszeit und danach, ob man eine Kabine teilt.

Ähnlich lebt das goldene Zeitalter der Dampflokomotive und der Luxusreisen bei der Rovos Rail012 3158242www.rovosrail.com wieder auf. Die Fahrten in Südafrika kosten zwischen 12 000 und 24 000 Rand pro Person.

Der große Unterschied zwischen den beiden Zugfahrten ist, dass Rovos Rail doppelt so lange braucht: 48 Stunden. Es ist eine gemütliche und erholsame Art zu reisen. Die langsamere Geschwindigkeit macht es auch möglich, die Fenster während der Fahrt zu öffnen. In beiden Nächten bleibt der Zug einige Stunden stehen, um einen ruhigen Schlaf für die Passagiere sicherzustellen.

Bed & Breakfast

Der englischen Tradition folgend gibt es viele Bed & Breakfast-Gästehäuser in Südafrika. Oft werden sie von den Besitzern geführt, die ihren Gästen gern jede Auskunft geben und bei der Planung der weiteren Reiseroute helfen. Sehr gute B & Bs werden von der Organisation Portfolio Collection in einer umfangreichen Broschüre vorgestellt. Kataloge gibt es in südafrikanischen Reisebüros. Zentrale Reservierungen können Sie unter 021 6894042www.portfoliocollection.com tätigen.

Bus

Durch die Fußballweltmeisterschaft hat zumindest in den Austragungsstädten das öffentliche Transportsystem davon profitiert. Das Transportmittel Nummer eins ist nach wie vor das „Mini-Taxi“, ein kleiner Bus für zwölf bis 15 Passagiere. Sie fahren auf allen Strecken und halten überall auf Wunsch an. In den letzten Jahren ist es durch Subventionen gelungen, die Busunternehmer dazu zu bringen, neue und sicherere Wagen zu kaufen.

Camping

Wegen seines Klimas ist Südafrika ein ideales Land für Camper. Campingplätze sind in allen Städten vorhanden, an vielen Stränden, in Naturparks und Wildschutzgebieten. Oft werden dort auch Hütten oder Bungalows angeboten (Auskunft: 033 3261370www.caravanparks.co.za). Campingcars können Sie zum Beispiel bei der Verleihfirma Around About Carwww.aroundaboutcar.com mieten.

Diplomatische Vertretungen
Deutsches Generalkonsulat

Safmarine House8001Cape Town021 4053000

Österreichische Botschaft

Duncan Street1109Pretoria011 4211440

Schweizer Konsulat

Thibault Sq.18001Cape Town021 4183665

Einreise

Besucher aus Deutschland, der Schweiz und Österreich brauchen kein Visum, wenn sie nicht länger als drei Monate in Südafrika bleiben wollen. Dann genügt zur Einreise der Reisepass, der noch mindestens 30 Tage über die Reise hinaus gültig sein und mindestens zwei ungestempelte Seiten haben muss.

Gesundheit

Besuchern des Kruger Parks, der angrenzenden Wildschutzgebiete der Wildreservate in Limpopo, Mpumalanga und Natal wird eine Malariaprophylaxe empfohlen. Es reicht, wenn Sie damit in Südafrika beginnen. Die Tabletten gibt es rezeptfrei in jeder Apotheke. Es sind keine Impfungen nötig.

Das südafrikanische Gesundheitssystem hat einen hohen Standard. In fast allen größeren Orten gibt es hervorragende private Krankenhäuser. Europäische Krankenscheine werden nicht akzeptiert. Es empfiehlt sich dringend, eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholversicherung abzuschließen. Ärzte stehen im Telefonbuch unter Medical Practitioners. Apotheke heißt Chemist oder Pharmacy.

Internet

Allgemeine Informationen: www.suedafrika.net, www.southafrica.info und www.sa-venues.com. Website der südafrikanischen Botschaft: www.suedafrika.org. Für Übernachtungen aller Art: www.portfoliocollection.com. Veranstaltungen, Ticketreservierung: www.computicket.com. Über Wildparks informieren www.sanparks.org und www.iafrica.com.

Mehrwertsteuer

Bei einem Einkauf von über 250 Rand wird die Mehrwertsteuer von 14 Prozent erstattet. Beim Kauf eine Tax Invoice verlangen und diese am Flughafen oder im Büro von Waterfront Tourism (nur in Kapstadt) vorlegen.

Mietwagen

Mietwagen sind in Südafrika preiswerter als in Deutschland. Sie können in allen Städten Autos mieten, aber besser ist es, von Deutschland aus zu buchen. Das Mindestalter, um ein Auto zu mieten, beträgt 23 Jahre. Ein internationaler Führerschein ist erforderlich. In der Hauptsaison kostet ein Mittelklassewagen für 14 Tage mit einer täglichen Kilometerbeschränkung von 200 km etwa 250 Euro. Die großen Vermieter sind Avis (www.avis.co.za), Budget (www.budget.co.za) und Hertz (www.hertz.co.za).

Öffnungszeiten

Die Geschäfte in Südafrika sind meist montags bis freitags von 8.30 bis 17 Uhr, samstags von 9.30 bis 13 Uhr geöffnet. Die großen Einkaufszentren der Städte sind an sieben Tagen in der Woche geöffnet, meistens samstags bis 17 Uhr und sonntags bis 13 Uhr. Die Waterfront in Kapstadt hat an 365 Tagen im Jahr von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Schalterstunden der Post: Mo–Fr 8.30–16.30, Sa 8–12 Uhr

Post

Postkarten nach Europa kosten 4,40 Rand, ein Brief bis 10 g 5,75 Rand. Luftpostaufkleber nicht vergessen. Dann braucht die Post fünf bis sieben Tage.

Preise & Währung

Die südafrikanische Währung ist der Rand. Es kann bis zu 20 Prozent günstiger sein, in Südafrika Geld zu wechseln. Travellerschecks werden von fast allen Banken eingetauscht. An vielen Geldautomaten können Sie mit Ihrer EC-Karte Geld abheben, wenn sie das Maestro-Zeichen hat. Öffnungszeiten der Banken: Mo–Fr 9–15.30, Sa 9–11 Uhr. In kleinen Orten schließen die Geldinstitute manchmal über Mittag. Alle Kreditkarten werden akzeptiert. An Tankstellen muss jedoch bar bezahlt werden.

Safaris

Besuche in den Wildparks werden für jeden Geschmack und Geldbeutel angeboten. Preiswert können Sie in den staatlichen Parks () übernachten. Buchen Sie einen solchen Aufenthalt am besten ein Jahr im Voraus: National Parks (012 4289111reservations@parks.sa.co.za). KwaZulu-Natal verwaltet die staatlichen Parks in seinen Landesgrenzen selbst (033 8451002www.rhino.org.za). Beste Zeit für den Besuch eines Wildparks ist der südafrikanische Winter (April bis September). Im Sommer, zur Regenzeit, zieht es die Tiere nicht an die Wasserlöcher, wo man sie gut beobachten kann. Auch sind die Bäume und Sträucher viel üppiger, sodass Sie weniger sehen. Wenn Sie mit dem Auto einen öffentlichen Wildpark besuchen, sollten Sie die vorgegebene Route aus Sicherheitsgründen nicht verlassen. Steigen Sie auch nicht aus dem Auto aus und halten Sie die Fenster stets geschlossen.

Strom

Netzspannung 220 Volt Wechselstrom bei 50 Hertz. Häufig brauchen Sie einen Zwischenstecker, den es nur in Südafrika gibt. In Hotels wird ein Adapter angeboten.

Telefon & Handy

Telefonnummern sind zehnstellig, die ehemalige Ortsvorwahl muss immer mitgewählt werden.

An den Flughäfen des Landes werden Mobiltelefone vermietet. Wer sein Handy benutzen möchte, sollte vorher mit seinem Provider klären, ob es in Südafrika funktioniert. Dann kann man eine Simcard bei der Ankunft mieten, Preis 20 Rand am Tag und 5 Rand pro Minute. Es wird über die Kreditkarte abgerechnet. Oder in einem der Telefon Shops von Cell C (www.cellc.co.za), Vodacom (www.vodacom.co.za) oder MTN (www.mtn.co.za) einen Starterpack kaufen und dann kann man in Supermärkten, Shopping Malls oder Tankstellen Prepaidkarten kaufen. Es muss der Pass und das Flugticket vorgelegt werden!

Die Vorwahl für Deutschland lautet 0049, für die Schweiz 0041, für Österreich 0043; die Vorwahl für Südafrika ist 0027.

Wichtige Telefonnummern: Nationale Telefonauskunft 10 23 Internationale Telefonauskunft 1 0903 Polizei 1 0111 Krankenwagen und Feuerwehr 1 0177 Notfallnummer vom Festnetz 1 07 Notfallnummer vom Handy 1 12 Telefonnummer der nächsten Polizeistation 1 0111 Touristische und Sicherheitsinformation 08 31232345

Trinkgeld

Generell wird in Südafrika zwischen 10 und 15 Prozent Trinkgeld gegeben. Das gilt besonders in Restaurants, weil dort im Preis die Bedienung nicht eingeschlossen ist – meistens jedenfalls. In den letzten Jahren sind einige Restaurants, besonders in den Tourismusmetropolen, allerdings dazu übergegangen, 10 Prozent vom Betrag als Service gleich auf die Rechnung aufzuschlagen. Sie sollten also das Kleingedruckte unbedingt kontrollieren.

Zeitunterschied

Während der europäischen Sommerzeit, also im südafrikanischen Winter, herrscht Zeitgleichheit. Im europäischen Winter hingegen ist Südafrika uns eine Stunde voraus.

Zoll

Bei der Einreise nach Südafrika dürfen Sie unter anderem 1 l Spirituosen, 400 Zigaretten, außerdem Waren im Wert von 200 Rand bei sich haben, ohne dass Sie dafür Zoll bezahlen müssen. Bei Rückkehr in die Europäische Union dürfen Sie unter anderem zollfrei einführen: 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen und Waren im Wert bis zu 430 Euro, in die Schweiz bis zu 110 Euro. Riskieren Sie nicht die Ausfuhr geschützter Pflanzen und Tiere sowie deren Produkte; das ist streng verboten. Die Einfuhr von Samen und Pflanzen ist ebenfalls nicht gestattet. Nähere Informationen finden Sie unter www.zoll.de.

Was kostet wie viel?

Kruger Park

18 Euro Eintritt pro Person

Kaffee

1 Euro für eine Tasse Kaffee

Cola

65 Cent für eine Dose

Zeitung

1,20 Euro für eine Tageszeitung

Sonnencreme

ca. 5 Euro für eine Tube

Steak

9 Euro für ein 500-g-Steak

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage
1. Januar

Neujahrstag

21. März

Tag der Menschenrechte

27. April

Tag der Freiheit

16. Juni

Tag der Jugend

9. August

Nationaler Frauentag

24. September

Heritage-Tag

16. Dezember

Tag der Versöhnung

Allgemein

Falls einer dieser Feiertage auf einen Sonntag fällt, ist der folgende Montag der Feiertag.

Religiöse Feiertage
Allgemein

Rund drei Viertel aller Südafrikaner bekennen sich zum Christentum. Deshalb sind Weihnachten, Ostern und Himmelfahrt im ganzen Land Feiertage.

Veranstaltungen
Januar

Kapstadt: Coon Carnival, Straßenkarneval der coloureds vom 1. bis 7. Januar. Sie ziehen bunt gekleidet durch die Straßen, machen Musik und tanzen dazu.

Am letzten Samstag des Monats findet auf dem Kenilworth Race Course in Kapstadt das wichtigste und mondänste Pferderennen des Landes statt: das J & B Met.

März/April

Oudtshoorn: Klein Karoo National Arts Festival. Kulturfest mit Theateraufführungen und einem Kunstmarkt in der letzten Märzwoche.

Kapstadt: Cape Argus Cycle Tour: größtes Straßenrennen der Welt mit über 30.000 Teilnehmern. 2. Sonntag im März

April

Kapstadt: Nationale und internationale Musiker treffen sich beim Cape Town International Jazz Festival am ersten Wochenende im April.

Juni

Pietermaritzburg und Durban: Comrades Marathon. Jährlicher Lauf über die Distanz zwischen den beiden Städten am 16. Juni

Juni/Juli

Grahamstown: National Arts Festival. Zwei Wochen lang (letzte Juni– bis erste Juliwoche) verwandelt sich das verschlafene Universitätsstädtchen in eine Arena für Kunst.

Juli

Knysna: Knysna Oyster Festival. Austern stehen in der ersten Juliwoche im Mittelpunkt, wie z. B. beim Austernkochwettbewerb und beim Austernwettessen. Dazu gibt es viele Sportveranstaltungen

Franschhoek: Bastille Day. Am Sonntag, der dem 14. Juli am nächsten ist, erinnern die Weinfarmer und Restaurantbesitzer an die Gründer ihres Dorfs: ein Fest mit den besten Weinen und Speisen der Region.

August

Kapstadt: Die Cape Town Fashion Week in der zweiten Augustwoche ist ein Schaufenster südafrikanischer Mode.

September

Hermanus: Whale Festival. Zwischen Juni und November kommen Wale an die Küste des Indischen Ozeans, um sich zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen. Das Festival am letzten Septemberwochenende steht ganz im Zeichen der großen Meeressäugetiere.

Oktober

Pretoria: Jacaranda Festival. Wenn in der Innenstadt das zarte Lila der Blüten von 70 000 Jacaranda-Bäumen leuchtet, findet in der dritten Oktoberwoche ein Straßenfest mit Musikanten und einem großen Floh- und Bauernmarkt statt.

Stellenbosch: Food and Wine Festival: alle Weine aus dem Anbaugebiet um Stellenbosch; letzter Oktobermittwoch bis -samstag.

Dezember

Sun City/Lost City: 1-Million-Dollar-Golf-Turnier. Die weltbesten Spieler werden zu diesem Turnier eingeladen.

Im Trend

Ethno-Fantastic
Local Design in Jo'burg

Eine echte Meisterin des Schneiderns ist Nkhensani mit ihrem Label Stoned CherrieSiemert Road54. Die Designerin beweist, dass Afrika nicht gleichbedeutend ist mit Ethnomode. Auch Sun GoddessNelson Mandela Square vermischt ethnische Einflüsse mit modernen Schnitttechniken und Materialien. Bei Black Coffeeim Bamboo Centre9th Avenue wird traditionelle Stammeskleidung mit modernen Einflüssen gepaart. Klingt gewagt und ist preisgekrönt.

Auf der Leinwand
Kunst

Eigenwillig und ausgefallen: So lässt sich die Kunstszene des Landes beschreiben. Norman Catherine ist eine der bekanntesten kreativen Stimmen des Landes. Mit seinen Gemälden und Skulpturen feiert er auch außerhalb Südafrikas Erfolge www.normancatherine.co.za. Seine Kollegin Karen Lasserre vereint auf der Leinwand typisch afrikanische Themen in einem Farbenrausch www.lasserre.co.za Zeitgenössische Kunst aus dem Land zeigt die Fried Contemporary Art GalleryCharles Street430Pretoria.

Coffeelicious
Zum Wohlfühlen

Statt bei der Suche nach einem der Big Five können Sie Katzen auch beim Nachmittagstee spotten. Im Coffee CatsWillowfield RoadDurban gibt es zudem noch leckere Pies und Illy-Kaffee. Die Book LoungeRoeland Street71 in Kapstadt hält was sie verspricht. Dicke Schmöker und die besten Milkshakes der Stadt in äußerst entspannter Atmosphäre. Das Nzolo Brand CaféChurch Street48Kapstadt ist bunt-gemütlich und typisch afrikanisch. Perfekt zum Leutegucken und um die ursprüngliche Landesküche zu probieren.

Am Abgrund
Kloofing

Badehose, Bergschuhe, Helm und Sonnenschutz. Das ist die Grundausrüstung für Kloofer. Gesichert mit Gurt und Seil klettern sie die Schluchten zum kühlen Nass hinunter, um dann dem Flusslauf zu folgen – über Wasserfälle und Co. Der Favorit unter den Kloofs, so der südafrikanische Ausdruck für eine Schlucht, ist der Kamikaze Canyon. Wer sich vom Namen nicht abschrecken lässt, besucht das Ashanti in Kapstadt. In dem Hostel ist auch das Ashanti Travel CentreHof St11www.ashanti.co.za zu Hause, das Touren in den Canyon organisiert. Ein weiterer guter Ansprechpartner ist Abseilafricawww.abseilafrica.co.za in Kapstadts Long Street. Wer lieber ein Wahrzeichen erklimmt, besteigt mit Downhill AdventuresOverbeek BuildingOrange Streetwww.downhilladventures.com den Tafelberg.

Let me entertain you
Live und lustig

Kabarett und Comedyclubs, Livebühnen und Musikabende. In Südafrika wird Unterhaltung groß geschrieben. Erste Anlaufstelle in Kapstadt ist der Jou Ma Se-Comedy Club, der an wechselnden Locations gastiert. Auf der Bühne steht fast jede Nacht ein anderer Comedian, oft auch Clubgründer Kurt Schoonraad selbst www.kurt.co.za. Eine feste Adresse und Größe in Kapstadt ist das On BroadwayLong St44 mit seinen Kabarett-Shows samt Abendessen. In Johannesburg ist das BasslineHenry Nxumalo Street10 die angesagteste Musiklocation. In Blomfontein geht man dazu in den coolsten Pub des Orts. Im Die Mystic BoerKellner Street84 wird gejammt und gefeiert.

Bloss nicht

Auf Autobahnen zu schnell fahren

Für deutsche Besucher ist es unvorstellbar, dass Autobahnen von Fußgängern und Hunden überquert werden. Doch stellen Sie sich in Südafrika darauf ein, dass das vorkommen kann, und fahren Sie entsprechend vorausschauend. Achten Sie besonders auch auf Pferde, Kühe oder Schafe, die häufig auf dem Grünstreifen an der Autobahn grasen.

Bettlern vom Auto aus etwas geben

An vielen Ampeln in den Städten warten Bettler darauf, dass die Fahrzeuge anhalten müssen. Es kann riskant sein, das Fenster zu öffnen, um ihnen Geld zu geben. Häufig wird bei solchen Gelegenheiten rabiat zugegriffen, und Taschen sowie Schmuck gelangen blitzschnell in die bittenden Hände.

Tiere füttern

Das Füttern von Tieren ist in allen Wildparks generell verboten. Aber auch die Paviane, die oftmals in der Nähe von Straßen und Rastplätzen leben, sollten und dürfen nicht gefüttert werden. Sie haben ihre Scheu vor den Menschen völlig verloren, und wenn ein Auto hält, klettern sie durchaus aufs Dach. Wenn sich eine Tür öffnet, sitzen sie auch schon im Wagen und suchen nach Essbarem. Mit Vorliebe stehlen sie alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Schon manche Handtasche mit allen Papieren verschwand dadurch auf Nimmerwiedersehen.

Drängeln

Nach guter englischer Sitte steht man Schlange in Südafrika. Ganz gleich, wo oder worauf die Menschen warten, ob vor der Kinokasse, an der Bushaltestelle oder bei der Bank, es ist absolut unüblich, sich vorzudrängeln.

Tramper mitnehmen

Wegen des ungeregelten öffentlichen Personenverkehrs gibt es viele Leute, die als Anhalter am Straßenrand stehen. Die Einheimischen sind im Allgemeinen sehr hilfsbereit, und niemand muss lange warten, bis ein Auto hält. Aber Touristen sollten in dieser Hinsicht vorsichtig sein. Sie können nur schwer beurteilen, ob und in welcher Gegend es sicher ist, diesen oder jenen Fahrgast mitzunehmen.

Auf den Zebrastreifen vertrauen

So diszipliniert die Südafrikaner sind, wenn es darum geht, in der Schlange zu stehen, so undiszipliniert verhalten sie sich im Straßenverkehr. Als Fußgänger sollten Sie also, besonders in Kapstadt, auf keinen Fall davon ausgehen, dass Autofahrer anhalten, nur weil Sie die Straße auf dem Zebrastreifen überqueren wollen. Als Autofahrer wiederum sollten Sie nicht darauf vertrauen, dass Fußgänger an einer roten Ampel warten. Das zumindest tun die Autofahrer.

Stichworte

Aids

Die Zahl der Aidskranken im südlichen Afrika ist weiterhin hoch. In Südafrika sind 20 Prozent der Erwachsenen HIV-positiv. Die Prognose der durchschnittlichen Lebenserwartung liegt bei nur 36 Jahren. Es gibt schon 1 Mio. Aidswaisen. Aber es gibt auch Hoffnung: Die ANC-Regierung hat HIV verstärkt den Kampf angesagt.

Apartheid

Das Wort kommt aus der Sprache Afrikaans und bezeichnet die gesetzliche Trennung und ungleiche Rechtsstellung von Menschen wegen ihrer Hautfarbe. Mit dieser Rassendoktrin versuchten die Weißen, ihre Macht zu sichern und enthielten der zahlenmäßig stärkeren schwarzen Bevölkerung gleiche Rechte vor. Der 1912 gegründete African National Congress (ANC) hat jahrzehntelang die Herrschaft der weißen Minderheit bekämpft. Heute bildet er die stärkste Partei des Landes.

Bevölkerung

Südafrika hat knapp 50 Mio. Einwohner, davon sind 77 Prozent schwarz, 11 Prozent weiß, 9 Prozent farbig und 3 Prozent indisch. Dazu kommen geschätzte 4 Mio. Simbabwer, die illegal aus dem Nachbarland eingewandert sind. Elf offizielle Sprachen werden gesprochen. Zu den frühesten Bewohnern des Landes zählen die Khoisan-Stämme. Dazu gehörten die Khoikhoi, die völlig ausgerottet wurden, und die San. Die wenigen Nachfahren dieses Nomadenvolks leben heute wie ihre Urahnen in der Kalahari bzw. am Rand der Wüste. Höhlenmalereien zeugen von ihrer Geschichte.

Die angestammte Heimat der Zulu ist das Königreich Zululand in KwaZulu-Natal. Die Xhosa-Stämme sind seit dem 15. Jh. in der Gegend von Umtata nachgewiesen.

Afrikaaner heißen die Nachfahren holländischer und deutscher Siedler. Sie sprechen Afrikaans, eine Mischung aus Holländisch und Deutsch mit leichten französischen und malaiischen Anklängen. Die kleinste Bevölkerungsgruppe stellen die Inder. Sie sind überwiegend in KwaZulu-Natal zu Hause. Ihre Vorfahren kamen Mitte des 19. Jhs. für die Arbeit auf den Zuckerplantagen nach Südafrika.

Black Economic Empowerment

Schwarze Beteiligung an der noch immer überwiegend von Weißen gelenkten Wirtschaft Südafrikas ist eines der großen Ziele der Regierung. Gemäß BEE werden größere und kleinere Firmen aufgefordert, Südafrikaner nicht-weißer Hautfarbe in den Vorstand oder auch als Partner an Bord zu nehmen. Obwohl BEE nicht gesetzlich erzwungen werden kann, sind viele Firmen dazu bereit. Sicherlich auch, weil sie sonst keine Geschäfte mit der Regierung machen können.

Flora

Durch die verschiedenen Klimazonen in den Regionen gibt es einen üppigen Pflanzenreichtum mit knapp 23 000 Arten von Blütenpflanzen. Allein von der Nationalblume, der Protea, sind 400 Arten bekannt. Die Blumenpracht können Sie in den zahlreichen botanischen und Wildblumengärten des Landes bewundern. Der eindrucksvollste ist Kirstenbosch in Kapstadt (www.nbi.ac.za).

Auf der Welt gibt es sechs Blumenkönigreiche, in denen alle Mitglieder einer Pflanzenfamilie innerhalb der Grenzen eines Landes wachsen. Eines dieser Königreiche ist das Westkap, wo alle 6552 Arten der Fynbos-Familie gedeihen. Dazu gehören die Protea ebenso wie die Erika.

Homeland

Die Homelands waren während der Apartheid der Versuch der Regierung, zehn unabhängige Staaten für die schwarze Bevölkerung zu gründen und das übrige Land für Weiße freizuhalten. Homelands entstanden in den historischen Siedlungsgebieten der schwarzen Völker. Auf nur 13 Prozent der Landesfläche mussten 80 Prozent der Einwohner leben. Das Elend war groß. Heute gehören diese Gebiete wieder zu Südafrika, aber es wird dauern, bis das Erbe der Apartheid nicht mehr spürbar ist.

Kunst

Die ältesten Kunstwerke sind Höhlenzeichnungen der San, die zum Teil vor Tausenden von Jahren entstanden. Mit den Europäern kam auch deren Kunst. Der berühmteste Landschaftsmaler, europäischer Abstammung, Jan Hendrik Pierneef, lebte Anfang des 19. Jhs. Seine Bilder erzielen bei Auktionen Höchstpreise. Irma Stern zählt ebenfalls zu den herausragenden Künstlern des Landes. Die deutschstämmige Malerin ließ sich in den 1920er-Jahren in Kapstadt nieder. Ihr ist ein Museum gewidmet.

So vielfältig wie die Bevölkerung präsentiert sich die Kunst seit dem Ende der Apartheid. Der zeitgenössische Maler, der die höchsten Preise, auch international, erzielt, ist William Kentridge. Inzwischen haben sich aber auch etliche schwarze und farbige Künstler einen Namen gemacht. Das Leben der armen Bevölkerung in den riesigen Townships wird in den Arbeiten von Willie Bester und Vusi Khumalo thematisiert. Beide Künstler sind auch in Europa und Amerika erfolgreich.

Nelson Mandela

Nach 27 Jahren in Gefängnissen wurde der damals über 70-jährige Nelson Mandela 1990 in die Freiheit entlassen. Er war in den Jahren der Apartheid die Ikone der Freiheitsbewegung ANC. Unter seiner Führung schaffte Südafrika den friedlichen Wandel von einem Unrechtssystem zu einer Demokratie.

1993 erhielt Mandela zusammen mit dem letzten weißen Präsidenten des Landes, Frederik Willem de Klerk, den Friedensnobelpreis. Von 1994 bis 1999 war er Präsident des Landes, von allen Südafrikanern demokratisch gewählt. Nach einer Amtszeit zog er sich aus der Politik zurück und im Gegensatz zu den meisten afrikanischen Ländern hat Südafrika schon den dritten gewählten Präsidenten.

Sicherheit

Immer wieder hören Touristen Schreckensmeldungen über die Kriminalität in Südafrika, besonders aus den Großstädten. Dabei hat die Polizei in den letzten Jahren durch drastische Maßnahmen das Problem ziemlich gut in den Griff bekommen – in Kapstadt und Johannesburg wird zum Beispiel die Innenstadt mit Kameras überwacht. Wer sich an die Regeln hält, die auch für andere Länder mit großem Wohlstandsgefälle gelten, hat wenig zu befürchten. Wichtig ist: Kameras und Schmuck nie auffällig tragen, Vorsicht an Geldautomaten. Und auf keinen Fall abends zu einem Spaziergang durch einsame Straßen aufbrechen. Aus Sicherheitsgründen ist es erlaubt, nachts auf verkehrsarmen Straßen bei Rot über die Kreuzung zu fahren.

Sport

Südafrikaner lieben Sport – aktiv und passiv. Es wird gejoggt oder geschwommen, und man fährt mit dem Rad. Sport wird auch an Schulen groß geschrieben, und fast alle Jungen spielen Rugby und Kricket (und seit der WM im eigenen Land mehr und mehr Fußball), die Mädchen bevorzugen Hockey oder Volleyball.

Wenn eine der südafrikanischen Nationalmannschaften – ganz gleich in welcher Sportart – international erfolgreich ist, steht das Land geschlossen hinter ihr. Dass Sport vereint, hat schon Nelson Mandela erkannt. Er holte in den 1990er-Jahren die Rugby-Weltmeisterschaft nach Südafrika und unterstützte das Team des bis dahin hauptsächlich „weißen“ Sports. Unvergesslich für alle Südafrikaner ist der bewegende Moment, als Mandela im Trikot der Mannschaft dem Kapitän den Siegerpokal überreichte. Für die Einheit Südafrikas hat dieses Sportereignis mehr bewirkt als viele politische Aktionen. Dieses Gefühl der Gemeinsamkeit hatten die Menschen auch wieder bei der erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft 2010.

Städtenamen

Gleich zu Beginn des neuen Südafrika wurden Provinznamen geändert, z. B. wurde aus Transvaal Gauteng. Jetzt geschieht das auch bei einigen Städtenamen: Pietersburg heißt heute Polokwane. Auf Verkehrsschildern erscheinen im Moment noch alte und neue Namen. In den Städten wurde damit begonnen, die Straßen umzubenennen, besonders in Durban.

Township

Das ist die Bezeichnung für die Vorstädte. In der Zeit der Apartheid wurden die Wohngebiete nach Hautfarbe der Bewohner getrennt. Es gab weiße, farbige, indische und schwarze Stadtteile, wenngleich sich gerade in den Großstädten die Grenzen zunehmend verwischten. Township werden heute nur noch die vielfach riesigen Vororte genannt, in denen die armen Südafrikaner leben.

Wildlife

In den südafrikanischen Wildparks herrscht eine Artenvielfalt wie sonst kaum auf der Welt. In den staatlichen Parks können Besucher im eigenen geschlossenen Wagen fahren. Im offenen Geländewagen geht es hingegen durch die privaten Reservate, begleitet von einem kundigen Ranger. Das ist natürlich eine bessere Voraussetzung, um Tiere hautnah zu erleben. Abgesehen davon, dass die Unterbringung in privaten Parks in den meisten Fällen anspruchsvoller ist, sind die hohen Preise auch gerechtfertigt, weil es sehr teuer ist, privat Naturschutz zu leisten.

Der größte und schönste Park ist der Kruger National Park. Hier leben die Big Five (Elefant, Löwe, Büffel, Leopard und Nashorn) in großer Zahl; besonders die Büffelherden sind riesig. Man hat gute Chancen, sogar den scheuen Leoparden zu sehen. Das gilt erst recht für die privaten Parks, die seit einigen Jahren nicht mehr nur am Rand des Kruger National Parks liegen, sondern auch im Innern. Teilweise sind es Gebiete, die nach dem Ende der Apartheid an Stämme, die enteignet wurden, damit der Park vergrößert werden konnte, zurückgegeben wurden.

Südafrika war schon immer im Naturschutz vorbildlich, jetzt ist er sogar Teil der neuen Verfassung. In den letzten Jahren wurden die Transfrontier Parks eingerichtet, die länderübergreifend zwischen Südafrika und Namibia und Südafrika, Simbabwe und Mosambik liegen.

Wirtschaft

Der Bergbau zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen und bietet – neben der Landwirtschaft – die meisten Arbeitsplätze. Südafrika ist der größte Goldproduzent der Erde und deckt über 50 Prozent des weltweiten Bedarfs. Es gehört auch zu den größten Diamantenlieferanten. Jedes Jahr werden in den Meeren um das Kap 1,2 Mio. t Fisch gefangen, wovon 90 Prozent ins Ausland verkauft werden. Der Tourismus ist der drittgrößte Devisenbringer. In den letzten zwei Jahrzehnten sind sowohl die Investitionen wie auch die Gewinne stetig gestiegen. Viele Tausend Ausbildungs- und Arbeitsplätze wurden geschaffen.

In den letzten Jahren hat sich in Kapstadt eine florierende Filmindustrie entwickelt. Es werden Hollywoodfilme, aber auch deutsche Serien und internationale Werbefilme gedreht.

Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs und der erfolgreichen Finanzpolitik der Regierung gibt es immer noch viele Arbeitslose im Land. Ihr Anteil an der erwerbsfähigen Bevölkerung wird auf 30 Prozent geschätzt. Dagegen klappt die amtlich verordnete Affirmative Action, die bevorzugte Einstellung von historisch benachteiligten Südafrikanern bei gleicher Qualifikation, sehr gut.

Bücher & Filme

Der lange Weg zur Freiheit

In seiner Biografie beschreibt Nelson Mandela sein Leben, in dem jahrzehntelang der Kampf gegen die Apartheid bestimmend war

Roter Staub

Der Roman von Gillian Slovo, 2004 von Tom Hooper verfilmt, erzählt, wie sich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund vor der Wahrheitskommission wiedertreffen

Invictus

Clint Eastwood verfilmte 2009 die Geschichte des berühmten Rugbyweltmeisterschaftsendspiels mit Matt Damon in der Hauptrolle. Morgan Freeman spielt Nelson Mandela

Schande

Der Roman von Literaturnobelpreisträger John M. Coetzee wurde 2007 mit John Malkovich verfilmt. Er handelt von einer weißen Frau, die bereit ist, einen Teil der Schuld, die sie den Schwarzen gegenüber empfindet, abzutragen

Tsotsi

Die südafrikanische Produktion des Regisseurs Gavin Hood (2005) gewann einen Oscar für den besten ausländischen Film. Er zeigt Hoffnungslosigkeit in den Townships und die Kriminalität, die dort entsteht

Weißer Schatten

So heißt der neueste Krimi des südafrikanischen Erfolgsautors Deon Meyer: sehr spannend!

Fakten

Einwohner
57.725.600
Fläche
1.221.037 km²
Sprache
Englisch
Währung
südafrikanischer Rand
Strom
220 - 230 V, 50 Hz
Regierungssystem
Republik
Hauptstadt
Kapstadt
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
12:17 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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