Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Auf Autobahnen rasenFür deutsche Besucher ist es unvorstellbar, dass Autobahnen von Fußgängern und Hunden überquert werden. In Südafrika sollte man sich aber darauf einstellen. Besonders auf Pferde, Kühe oder Schafe, die am Grünstreifen an der Autobahn grasen, solltest du achten. Also: Bleifuß zu Hause lassen!
Bettlern vom Auto aus etwas gebenAn vielen Ampeln in den Städten fragen Bettler nach etwas zu essen oder Geld. Auch wenn‘s schwerfällt: Geld zu geben verstärkt das Betteln nur. Wer wirklich helfen will, sollte an eine der vielen Obdachlosen- Organisationen spenden.
Tiere fütternEins sind Südafrikas Wildparks nun wirklich nicht: ein Streichelzoo. Entsprechend reagieren Wildhüter und Polizei auf Besucher, die ihren Lunch mit den Big Five teilen wollen. Aber auch streunende Paviane sollten nicht gefüttert werden. Denn sie stehlen mit Vorliebe alles, was nicht niet- und nagelfest ist.
DrängelnNach guter englischer Sitte steht man geduldig Schlange in Südafrika. Ganz gleich, wo oder worauf die Menschen warten. Wer sich vordrängelt, wird schnell als Touri enttarnt.
Auf den Zebrastreifen vertrauenZebras gehören in die Savanne, nicht auf die Straße – nach dem Motto fahren die meisten Südafrikaner. Als Fußgänger sollte man also auf keinen Fall davon ausgehen, dass Autofahrer vor dem Zebrastreifen anhalten. Besser eine Ampel suchen – vor der haben die Südafrikaner mehr Respekt.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Kruger Park25 Euro Eintritt pro Person
Kaffee1,50 Euro für eine Tasse Kaffee
Cola0,70 Euro für eine Dose
Benzinca. 1,30 Euro für einen Liter
Sonnencremeca. 7 Euro für eine Tube
Steak13 Euro für ein 500-g-Steak

Feiertage & Festivals

1. Januar

  • Neujahrstag

21. März

  • Tag der Menschenrechte

März/April

  • Cape Town Intern. Jazz Festival

27. April

  • Tag der Freiheit

1. Mai

  • Tag der Arbeit

16. Juni

  • Tag der Jugend

18. Juli

  • Intern. Nelson-Mandela-Tag

9. August

  • Nationaler Frauentag

24. September

  • Tag des Nationalerbes

16. Dezember

  • Tag der Versöhnung

25./26. Dezember

  • 1./2. Weihnachtstag

Allgemein

  • Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der folgende Montag der Feiertag.

Vorbereitung

Strom

Adapter Typ D

Adapter Typ M

Zeit

+ 1 Stunde Zeitverschiebung

im europäischen Winter; während der europäischen Sommerzeit herrscht Zeitgleichheit.

Ankommen

Anreise

Lufthansa (lufthansa.de) fliegt täglich von Frankfurt/M., in den südafrikanischen Sommermonaten sogar nonstop, von München nach Kapstadt. Die Flugzeit nach Johannesburg beträgt 11, nach Kapstadt 12 Stunden. Qatar (qatarairways.com), Emirates (emirates.com) und Turkish Airlines (turkishairlines.com) haben oft günstigere Verbindungen. Für Besucher aus der Schweiz bietet die Swiss (swiss.com) bzw. Edelweiss Air (flyedelweiss.com) Flüge nach Johannesburg und Kapstadt an. Österreicher müssen einmal umsteigen. Für Flüge innerhalb Südafrikas eignen sich die meist preiswerteren kleinen Fluggesellschaften wie LIFT (lift.co.za) oder Safair (flysafair.co.za). Airlink (flyairlink.com) fliegt außerdem viele kleinere Flughäfen an, darunter auch den Skukuza Airport im Kruger-Nationalpark. Wer eine Rundreise in Erwägung zieht: Über Kapstadt und Johannesburg werden fast alle afrikanischen Hauptstädte angeflogen, daneben auch Afrikas Urlaubsmetropolen Sansibar und Mauritius.

Einreise

Besucher aus Deutschland, der Schweiz und Österreich brauchen kein Visum, wenn sie nicht länger als drei Monate in Südafrika bleiben wollen. Dann genügt der Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig sein und mindestens zwei ungestempelte Seiten haben muss. Südafrikas Behörden haben strenge Auflagen für die Ein- und Ausreise mit Kindern erlassen. Neben dem Pass benötigten Minderjährige eine Geburtsurkunde und eine beglaubigte Übersetzung davon ins Englische. Reist das Kind mit nur einem Elternteil, war die Einverständniserklärung des anderen Elternteils nötig. Das ist laut Gesetz heute nicht mehr notwendig, wird von der Regierung aber nach wie vor „empfohlen“. Einreise- und Zollbestimmungen können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundige dich daher vorab zusätzlich bei den konsularischen Vertretungen Südafrikas oder beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de).

Zoll

Bei der Einreise nach Südafrika darfst du u. a. 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten und Waren im Wert von 5000 Rand bei dir haben, ohne Zoll zahlen zu müssen. Bei Rückkehr in die EU darfst du u. a. zollfrei einführen: 200 Zigaretten, 4 l nicht-schäumenden Wein, 1 l Spirituosen und Waren im Wert bis zu 430 Euro, in die Schweiz bis zu 150 Franken. Besser du riskierst nicht die Ausfuhr geschützter Pflanzen und Tiere sowie deren Produkte; das ist streng verboten. Auch die Einfuhr von Samen und Pflanzen ist nicht gestattet. Der Zoll informiert über aktuell geltende Bestimmungen bei Wiedereinreise (zoll.de, bmf.gv.at, bazg. admin.ch).

Klima & Reisezeit

Regen- und Trockenzeit sind in Südafrika nicht einheitlich. Während Johannesburg unter Sommerregen ächzt, friert Kapstadt im Winterregen. Winter ist hier Juni bis August, die beste Reisezeit von November bis März.

Weiterkommen

Auto

Einige Autobahnen, z. B. um Johannesburg und fast die ganze Strecke von Johannesburg bis zum Kruger National Park, sind mautpflichtig. Die Strecken sind durch ein weißes T auf blauem Grund gekennzeichnet. Etwas verwirrend ist für Besucher aus Europa die Verkehrsregelung an Kreuzungen mit vier Stoppschildern. Es fährt immer das Auto zuerst, das zuerst ankommt. Bei gleichzeitigem Ankommen verständigt man sich durch Handzeichen. Bei mehrspurigen Kreisverkehren gilt: Wer rechts abbiegt, fährt am rechten Streifen ein; wer nach links will, fährt links ein; geradeaus führen beide Spuren. Vorrang hat immer, wer sich schon im Kreisel befindet – außer an Minikreisverkehren, auf die man in Johannesburg und Pretoria trifft. Hier wird abwechselnd gefahren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 60, auf Landstraßen 100, auf Autobahnen 120 km/ h. Wer bei zu schnellem Fahren erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen. Es herrscht Linksverkehr. Promillegrenze: bei 0,05.

Mietwagen

Es sind alle großen Firmen (Avis, Hertz, Europcar etc.) vertreten. Bei Städtereisen sollte man auch lokale Vermieter beachten, die bieten meist günstigere Kleinwagen an. Da schon bei Kratzern hohe Kosten entstehen können, lohnt sich eine Zusatzversicherung zum Standardschutz (super waiver).

Taxis

Taxis mit festen Fahrpreisen (metered taxis) gibt es fast überall in den Städten. Eine günstige und sichere Alternative sind Uber und Bolt, die zumindest in Durban, Kapstadt, Johannesburg, Pretoria und Gqeberha (Port Elizabeth) vertreten sind.

Öffentliche Verkehrsmittel

Eine günstige und sichere Möglichkeit, in den großen Städten voranzukommen. Transportmittel Nummer eins ist nach wie vor das „Mini-Taxi“, ein kleiner Bus für 12 bis 15 Passagiere. Die Kleinbusse fahren auf allen Strecken und halten überall auf Wunsch an. In den letzten Jahren hat sich in Johannesburg auch das Bussystem REA VAYA (reavaya.org.za) etabliert, z. B. für Fahrten aus der Innenstadt nach Soweto. In Kapstadt ist die städtische Buslinie MyCiti zu empfehlen, die dich auch zu den Stränden nördlich der Stadt bringt. Zur Bezahlung muss eine myconnect-Karte für 40 Rand gekauft (am Flughafen, Kiosk oder Tankstelle) und aufgeladen werden (besonders einfach geht‘s an den Bankautomaten der ABSA-Bank). Info: myciti.org.za.

Vor Ort

Auskunft vor Ort

South African Tourism

Brüsseler Str. 1–3 | 60327 Frankfurt/M. | southafrica.net/de

Südafrikanische Botschaft

Tourismusinformation | Sandgasse 33 | 1190 Wien | Tel. 01 320 64 93 | suedafrika-botschaft.at

Übernachten

Hotels gibt‘s in jeder Preiskategorie. Mit den internationalen Ketten konkurrieren auch südafrikanische, etwa die Protea-Hotels. Zudem gibt es, der englischen Tradition folgend, viele Bed & Breakfast-Gästehäuser. Oft werden sie von den Besitzern geführt, die ihren Gästen gern Auskunft geben und bei der Planung helfen. Auch die Übernachtungsmöglichkeiten für Backpacker sind sehr gut. Viele Häuser bieten neben Schlafsälen auch Doppelzimmer mit Privatbädern. Wegen des milden Klimas ist Südafrika auch ein ideales Land für Camper. Plätze sind in allen Städten vorhanden, an vielen Stränden, in Naturparks und Wildschutzgebieten. Oft werden dort auch Hütten oder Bungalows angeboten. Schnäppchen bekommt man häufig bei Privatanbietern, die Services von AirBnB oder booking.com z. B. sind in den Städten weit verbreitet.

Internet & WLAN

WLAN und Internetzugang kann in Südafrika für Überraschungen sorgen. In der Regel ist ein Internetzugang in Hotels und Gästehäusern Standard, aber ob und wie gut der dann funktioniert, ist eine andere Sache. Es ist ratsam, sich eine lokale Sim-Karte zu besorgen und ein passendes Datenpaket zu kaufen. Kartenkauf, Registrierung und Aufladung erledigst du am besten direkt über die Läden der Anbieter, z. B. Vodacom, MTN, Cell C.

Mehrwertsteuer

Für bewegliche Waren, die insgesamt mehr als 250 Rand gekostet haben, kannst du die Mehrwertsteuer von 15 Prozent zurückerhalten. Dazu muss aber eine tax invoice vorliegen, also eine Rechnung, auf der die Steuer ausgewiesen ist. Bei Beträgen über 5000 Rand müssen zusätzlich Name und Adresse angegeben sein. Am Flughafen (im VAT Refund Office) werden die Waren und Rechnungen präsentiert, es dauert aber Tage bis Wochen, bis das Geld angewiesen ist. Zeit einplanen und vorab informieren: taxrefunds.co.za.

Öffnungszeiten

Die Geschäfte in Südafrika sind meist Mo–Fr 9–17 und Sa 9–13 Uhr geöffnet. Lebensmittelgeschäfte haben täglich geöffnet, genauso wie die Shops in den großen Einkaufszentren. Die Uhrzeiten, zu denen man auch in Supermärkten Alkohol erhält, variieren je nach Region und der sich ständig ändernden Gesetzeslage. Kernzeiten für den Alkoholverkauf sind Mo–Fr 9–17 Uhr.

Post

Postkarten nach Europa kosten 12,75, ein Brief bis 50 g 14,90 Rand. Luftpostaufkleber nicht vergessen. Dann braucht die Post fünf bis 14 Tage. Es ist nicht ratsam, sich im Urlaub etwas nachschicken zu lassen: Auf Briefe oder Pakete aus Europa kann man schon mal mehrere Monate warten. Schalterstunden der Post: Mo–Fr 8–16.30, Sa 8–12 Uhr.

Geld & Währung

Die südafrikanische Währung ist der Rand. Ein Euro entspricht etwa 19 Rand, ein Rand sind 5 Eurocent. Es kann bis zu 20 Prozent günstiger sein, in Südafrika Geld zu wechseln. Am besten hebt man einfach Geld ab – mit der Visa-/Mastercard oder der Debitkarte, wenn der Automat das Maestro-Zeichen hat. Einige Geldautomaten können für Anfänger etwas verwirrend sein. Die der Bank ABSA bieten Bargeldbehebung in mehreren Sprachen, auch auf Deutsch, an. Alle Kreditkarten werden akzeptiert und sind gängiges Zahlungsmittel in Läden und Restaurants.

Safaris

Besuche in den Wildparks werden für jeden Geschmack und Geldbeutel angeboten. Relativ preiswert übernachtet man in den staatlichen Parks. Je nach Beliebtheit sollte man dort aber weit im Voraus buchen (sanparks.org). Das Angebot an Ausflügen in die Wildnis ist riesig. Deshalb sollte schon bei der Planung entschieden werden, was man sehen möchte. Hier einige Empfehlungen. Klassiker für die Big Five: Kruger National Park oder Madikwe Game Reserve. Für Elefanten: Addo Elephant National Park. Für eine interessante Flora: West Coast National Park. Für herrliche Landschaft: Golden Gate Highlands National Park. In Kwa-Zulu-Natal (KZN) leben die Big Five im Hluhluwe-iMfolozi Park, und für Fans von Flusspferden ist der iSimangaliso Wetland Park das Maß aller Dinge.

Die beste Zeit für den Besuch eines Wildparks ist der südafrikanische Winter (April bis September). Denn im Sommer, zur Regenzeit, zieht es die Tiere naturgemäß weniger an die Wasserlöcher, wo man sie gut beobachten kann. Auch sind die Bäume und Sträucher dann viel üppiger begrünt, sodass ihr weniger sehen könnt. Wenn ihr mit dem Auto einen öffentlichen Wildpark besucht, solltet ihr die vorgegebene Route aus Sicherheitsgründen nicht verlassen. Steigt auch nicht aus dem Auto aus und haltet die Fenster stets geschlossen – Leichtsinn kann gefährlich werden!

Telefon & Handy

Alle Telefonnummern in Südafrika sind zehnstellig, die Ortsvorwahl (inklusive der Null) ist fester Bestandteil der Nummer und muss auch bei Inlandsgesprächen immer mitgewählt werden. Nur bei Gesprächen aus dem Ausland lässt du nach der Landesvorwahl diese Null weg. An den Flughäfen kann man in den Läden der Mobilfunkanbieter (Vodacom, MTN, Cell C) Sim-Karten für wenige Rand kaufen und mit Guthaben aufladen. Falls die Registrierung zu kompliziert ist, versucht man es an kleineren Elektrokiosken in den Großstädten in den Großstädten, die oft von Indern oder Pakistanis geführt werden. Dort fragt man nach einer schon vorregistrierten Rica-Card. Telefonguthaben kann man u. a. in Supermärkten und Tankstellen kaufen.

Vorwahl für Deutschland: 0049, für die Schweiz: 0041, für Österreich: 0043, für Südafrika: 0027.

Nationale Telefonauskunft: 10 23

Internat. Telefonauskunft: 1 09 03

Trinkgeld

Generell wird in Südafrika 10 bis 15 Prozent Trinkgeld gegeben. Das gilt besonders in Restaurants, weil dort die Bedienung im Preis meist nicht eingeschlossen ist. In den letzten Jahren sind einige Restaurants, besonders in den Tourismusmetropolen, allerdings dazu übergegangen, 10 Prozent vom Betrag als Service automatisch auf die Rechnung aufzuschlagen. Ihr solltet also besser das Kleingedruckte kontrollieren, bevor ihr über die Höhe des Trinkgelds entscheidet.

Sprache

Südafrika hat zwölf Amtssprachen und viele weitere Dialekte und Regionalsprachen. Am häufigsten hört man isiZulu, isiXhosa, Afrikaans und Englisch. Alle wichtigen Schilder und Informationen sind auf Englisch vorhanden.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Botschaft

201 Florence Ribeiro Avenue | 0181 Pretoria | Tel. 01 24 27 89 00 | southafrica.diplo.de)

Österreichische Botschaft

454 A Fehrsen Street | 0181 Pretoria | Tel. 01 24 52 91 55 | bmeia.gv.at/oeb-pretoria

Schweizer Konsulat

225 Veale Street | 0181 Pretoria | Tel. 01 24 52 06 60 | eda.admin.ch

Gesundheit

Besuchern des Kruger National Parks, der angrenzenden Wildschutzgebiete, der Wildreservate in Limpopo, Mpumalanga und Natal wird Malariaprophylaxe empfohlen. Südafrika setzt nicht länger auf strenge Covidmaßnahmen. Ebola ist kein Thema. Um den gelegentlichen Cholera-Ausbrüchen zu entgehen, sollte man eine Grundhygiene einhalten und Wasser nur aus Flaschen trinken.

Das südafrikanische Gesundheitssystem hat einen vergleichsweise hohen Standard. In größeren Orten gibt es hervorragende private Krankenhäuser. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption abzuschließen. Sowohl bei Ärzten als auch in Kliniken muss die Rechnung vorab bezahlt werden, bevor man sich die Ausgaben von der heimischen Versicherung später wieder zurückholen kann. Ausnahme sind längere Krankenhausaufenthalte. Ärzte stehen im Telefonbuch unter Medical Practitioners. Apotheke heißt Chemist oder Pharmacy.

Notfallnummern

Polizei: 1 01 11

Krankenwagen/Feuerwehr: 1 01 77

Notruf vom Mobiltelefon: 112

  1. Vorbereitung
  2. Ankommen
  3. Weiterkommen
  4. Vor Ort
  5. Notfälle und Sicherheit