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Kanada West

Check-in

Kanada besitzt zwei große Vorzüge: viel Platz und viel Natur. Tatsächlich ist es für Outdoorfans nicht schwer, hier Träume zu erleben, eine Bärenfamilie am Ufer eines Fjords zu beobachten, die Stille am weiten Yukon River zu genießen, bei Cowboys in der Weite der Prärie zu campieren oder beim Rafting einen wilden Fluss zu reiten.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Während der Expo 86 war der von Stararchitekt Ed Zeidler mit einem schneeweißen Zeltdach überbaute Pier der Pavillon Kanadas. Heute lässt es sich hier herrlich flanieren, den Kreuzfahrtschiffen…
Doch trotz modernem Boom, pflegt die Stadt ihr Cowboy-Image und richtet seit 100 Jahren im Juli das größte Rodeo der Welt aus, die Calgary Stampede.
Die eindrucksvollsten Fundstücke von Dinosauriern, die vor rund 65 Mio. Jahren diese Region bevölkerten, sind im Royal Tyrrell Museum ausgestellt. Perfekt inszeniert wird die Urzeit zum Leben…
Der 1806 von Simon Fraser gegründete Pelzhandelsposten wurde zu einem hervorragenden Museumsdorf restauriert. Wer die Zeit der Trapper wirklich hautnah erleben möchte, kann im Sommer sogar die Nacht…
Vancouver, die schönste Stadt Kanadas: Spiegelnde Glastürme prägen das Bild der Innenstadt, gepflegte Gärten das der Außenbezirke. Hier lässt es sich aushalten! Die Grundstückspreise sind…
Die Goldgräberzeit lebt fort in dieser fast verlassenen Geisterstadt, die um 1900 als „Paris des nordens“ gefeiert wurde.
Über 700 km führt diese Wildnisstraße von Dawson City durch weithin menschenleere Tundraregionen nordwärts über den Polarkreis bis zur Inuit-Siedlung Inuvik im Mackenzie-Delta und seit 2017…

Reisezeit

Januar
mäßig
6°C
Februar
mäßig
8°C
März
mittel
11°C
April
mittel
14°C
Mai
gut
18°C
Juni
sehr gut
21°C
Juli
gut
23°C
August
gut
23°C
September
sehr gut
19°C
Oktober
gut
14°C
November
mäßig
9°C
Dezember
mäßig
7°C

Die beste Reisezeit für Kanada West sind die Monate Juni und September. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 20° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 9 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 6° Celsius bei 17 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 14° Celsius und die Nachttemperatur bei 6° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 11 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Dezember.

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Natur im Überfluss

Unendliche Weite regiert, und fast jede Wanderung wird mit einem Panorama über eine Landschaft ohne Straßen oder Häuser belohnt. Im Westen Kanadas ist die Natur noch weitgehend ursprünglich. Als Erstes gilt es, sich an die Dimensionen Kanadas zu gewöhnen. Eine Fahrt zum nächsten, 50 km entfernten Laden ist nicht der Rede wert. Allein in die Provinz British Columbia, die nur 4,6 Mio. Einwohner hat, würde Deutschland fast dreimal hineinpassen. Besonders für eine erste Reise nach Kanada ist der Westen ideal. An der fjordreichen Pazifikküste steigen die gletschergekrönten Coast Mountains mit ihren uralten, geheimnisvollen Regenwäldern aus dem dunklen Wasser, der Heimat von Walen und Königslachsen. Dahinter, im Schatten der Berge, erstrecken sich sonnige, wald- und seenreiche, immer wieder von Bergketten unterbrochene Hochplateaus bis zu den Rocky Mountains. Das Felsengebirge beheimatet die schönsten Nationalparks des Lands – Banff und Jasper –, verbunden durch den Icefields Parkway, eine spektakuläre Panoramastraße.

Rinderherden zwischen Ölpumpen 

Noch weiter östlich, jenseits der Rockies, liegt das Ranchland Albertas, wo vor 60 Mio. Jahren Dinosaurier lebten, wie die reichen Fossilienfunde am Red Deer River belegen. Heute weiden hier große Rinderherden – in skurril anzusehender Koexistenz mit Ölpumpen, die das schwarze Gold Albertas fördern. Mit den riesigen Vorkommen von Teersanden um Fort McMurray im Norden Albertas besitzt Kanada sogar nach Saudi-Arabien die zweitgrößten Ölreserven der Welt. Dort und auf den großen Weizenfeldern im Süden der Region wird deutlich, dass hier die Wirtschaft bis heute stark von der Landwirtschaft und den reichlich vorhandenen Rohstoffen abhängt. Die Nachfrage nach Rohstoffen ließ die Westprovinzen Kanadas in den letzten Jahrzehnten boomen, doch neuerdings bremsen der niedrige Ölpreis und der wachsende Widerstand in der Bevölkerung gegen Pipelines die Energiewirtschaft.

Die Territorien des Nordens

Im weiten Norden schließlich dehnen sich die spärlich begrünten Bergzüge und Hochtäler des Yukon und der Northwest Territories aus, vor gut 100 Jahren Schauplätze des größten Goldrauschs der Geschichte – und seither wieder vergessen. Ähnlich vielfältig wie die Landschaftsformen sind auch die klimatischen Gegensätze: An der Pazifikküste herrscht feuchtes, mildes Meeresklima. Im Binnenland Kanadas dagegen Kontinentalklima mit heißen Sommern und bitterkalten Wintern. Hoch im arktischen Norden dauert der Sommer kaum zwei Monate, während im Süden, auf dem gleichen Breitengrad wie Franken, im Okanagan Valley von British Columbia Wein und Pfirsiche gedeihen. Doch sogar die extreme Hitze des Sommers in den Prärien Albertas und die polare Kälte in der winterlichen Arktis sind durch die geringe Luftfeuchtigkeit gut verträglich.

Urbanes Flair, wenn auch nur ein wenig

Metropolen sind dünn gesät, aber sehenswert. So gilt das meerumschlungene Vancouver als eine der schönsten Städte de Welt. Zu Recht. Doch nur der Süden, die Region entlang der Grenze zu den USA, ist in Westkanada durch Highways und Siedlungen erschlossen. Im fruchtbaren Tal des Fraser River, in den warmen Tälern um Kelowna und Kamloops und in den beiden Metropolen Albertas leben rund 80 Prozent der Bevölkerung. Die Berge und der Norden sind fast menschenleer. Fast, denn neben den Orten der Siedler gibt es überall auch die First Nations, die Ureinwohner. In ihren alten Stammesgebieten leben die Indianer und Inuit in kleinen Dörfern. Vor allem entlang der West Coast sind ihre Totempfähle und Plankenhäuser noch vielfach zu bewundern. Heute kümmern sie sich mit wachsendem Selbstbewusstsein um ihre Rechte, die auf ihre Besiedelung vor mehr als 10000 Jahren zurückgehen. Viel später erst, vor kaum 200 Jahren, segelten die ersten weißen Entdecker die West Coast entlang und begannen mit dem Pelzhandel. Erst Ende des 19. Jhs. kamen dann die wirklichen Siedler: Rancher aus England, Bauern aus der Ukraine, Deutschland und Skandinavien. Gerade einmal 130 Jahre ist es her, dass die ersten Städte entstanden und die erste Eisenbahn von Montréal gen Westen dampfte.

Reichtum aus dem Land

Wirtschaftlich sind sich die Kanadier im Westen treu geblieben. Bergbau, Ranchwirtschaft und Fischerei, neuerdings auch der Anbau von Wein sind die wichtigsten Wirtschaftszweige im Süden der Provinzen. Im Norden regiert die Forstwirtschaft, die derzeit reichlich Arbeit damit hat, die toten Bäume zu fällen, in denen der Borkenkäfer wütet. Doch noch immer gibt es riesige, völlig unberührte und unbesiedelte Landschaften – reichlich Platz für alle Wildnisfans.

Gut zu wissen

Anreise

Air Canada und Lufthansa bieten in Zusammenarbeit tägliche Nonstop- Flüge von Frankfurt nach Vancouver und Calgary an sowie im Sommer auch von München nach Vancouver. Mit Umsteigeverbindungen sind – auch mit anderen europäischen Airlines wie Iceland Air – weitere Ziele wie Edmonton oder Whitehorse zu erreichen.

Man kann auch über den Osten Kanadas einreisen. Allerdings sind Direktflüge (ca. 11 Std. Flugdauer) zu empfehlen, da sich einige Stunden Aufenthalt zum Umsteigen bei der langen Reisezeit und dem Zeitunterschied von neun Stunden doch bemerkbar machen können.

Zur Hauptreisezeit im Juli und August sind die Flugzeuge häufig ausgebucht. Daher empfiehlt es sich, die Transatlantikstrecke möglichst frühzeitig – also mehrere Monate vorab – zu reservieren (dies gilt übrigens auch für Wohnmobile und für die Fähre der Inside Passage entlang der West Coast).

Zeit

Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt in British Columbia und im Yukon Territory –9, in Alberta –8 Stunden. Zeitzonengrenze ist weitgehend der Grat der Rocky Mountains. Sommerzeit gilt – anders als in Europa – vom zweiten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im November.

Auskunft

keepexploring.de ist die deutsche Website von Destination Canada, dem 145 Stanley Park in Vancouver kanadischen Fremdenverkehrsamt. Informationen auf Deutsch mit Videos, Facebook-Account und vielen Links für Reisedetails zu Orten und Regionen. Die einzelnen Provinzen und Territorien geben auf ihren Websites weitere Detailinfos und Tourenvorschläge, meist ebenfalls in deutscher Übersetzung:

Alberta: travelalberta.de

British Columbia: HelloBC.de

Yukon: travelyukon.de

Einreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen zur Einreise nach Kanada einen gültigen maschinenlesbaren Reisepass sowie seit 2016 auch eine für fünf Jahre gültige Electronic Travel Authorization (ETA) – erhältlich für 7 $ unter canada.ca/eta.

Abstecher in die USA, etwa nach Seattle oder Alaska, sind auf dem Landweg ohne ein US-Visum möglich. Achtung: Kinder dürfen nicht im Pass der Eltern eingetragen sein, sondern brauchen einen eigenen Reisepass.

Handy

Tri- oder Quad-Band-Handys aus Europa funktionieren meist nur in den Städten und im Süden der Provinzen (teils hohe Roaming-Gebühren), im Hinterland von Kanada ist das Netz oft erstaunlich weitmaschig. Eine Nachfrage vorab lohnt sich: Mobilfunkanbieter bieten vielfach Urlaubssondertarife oder Zubuchoptionen für Daten an.

Günstig für Anrufe aus der Zelle und dem Hotel ist eine prepaid long distance phone card, vor Ort erhältlich an fast allen Tankstellen und in Grocery-Märkten. Bei längerem Aufenthalt lohnt es sich, für das (entsperrte!) Handy eine kanadische SIM-Karte zu kaufen.

Klima & Reisezeit

Abgesehen von den Küstenregionen in British Columbia herrscht in Westkanada extremes Kontinentalklima, das kalte, schneesichere Winter und trockene, oft heiße Sommer verspricht. Beste Reisezeit (und Hochsaison) ist von Mitte Juni bis Ende August. Doch der September ist oft genauso schön. Ab Ende des Monats färben sich im Indian Summer die Blätter der Birken und Pappeln. Zum Skifahren in den Rockies sind Februar und März am besten.

Zoll

Pflanzen und frische Lebensmittel dürfen nicht eingeführt werden. Erlaubt sind pro Person 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 400 g Tabak sowie 1,1 l Spirituosen. Dazu Geschenke bis zu einem Wert von 60 $ pro Empfänger.

Zollfrei sind bei der Rückkehr in die EU: 1 l Spirituosen über 22 Prozent, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 50 g Parfüm oder 250 g Eau de Toilette und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro (Schweiz 300 Franken).

Strom

Adapter Typ A + B

Steckdosenadapter für Handy/Tablet und für den (umschaltbaren!) Föhn oder Rasierapparat am besten schon vorab zu Hause besorgen. Die Netzspannung beträgt 110 V bei einer Frequenz von 60 Hz.

Mietwagen

Die großen Mietwagenfirmen Alamo, Avis und Hertz sind an allen Flughäfen vertreten. Bei einer Wohnmobilreise empfiehlt es sich, die erste Nacht im Hotel in der Stadt zu verbringen. Dort wird man dann am nächsten Morgen vom Vermieter abgeholt – fit und ausgeschlafen für die erste Fahrt mit dem vielleicht ungewohnten Gefährt.

Das Mindestalter zum Mieten eines Fahrzeugs ist 21, oft auch 25 Jahre. Der nationale Führerschein genügt. Den Mietwagen oder Camper sollte man schon einige Monate vorab im Reisebüro buchen. Dies ist meist billiger und sicherer als die Suche vor Ort, da dann Steuern und Versicherungen im Preis inklusive sind. Auch sind Wohnmobile zur Hochsaison häufig ausgebucht. Bei Einwegstrecken fallen oft hohe Rückführgebühren an.

Autofahren

Der nationale Führerschein ist für Reisen bis zu drei Monaten ausreichend (Yukon Territory: 1 Monat). In allen Provinzen besteht Anschnallpflicht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Fernstraßen 80 oder 100 km/h, in Ortschaften 50 km/h, auf Autobahnen 110 km/h.

Besonderheiten bei den Verkehrsregeln: Man darf an Ampeln auch bei Rot rechts abbiegen und auf mehrspurigen Straßen rechts überholen. Keinesfalls darf man aber Schulbusse mit eingeschalteten Warnblinkern passieren – auch nicht aus der Gegenrichtung! Im Yukon Territory muss man tagsüber mit Licht fahren.

Bei Pannen und auch Unfällen sollte man sich umgehend mit der Vermietfirma in Verbindung setzen, die dann Reparatur oder Ersatzwagen organisiert.

Öffentliche Verkehrsmittel

Fernbusse wie Greyhound sind in Westkanada nicht unterwegs. Nur regionale Buslinien wie Brewster, Red Arrow Express, Pacific Coach Lines verbinden einige der wichtigsten Orte miteinander.

Per Bahn lässt sich Kanada auf der legendären Trans-Kanada-Route von Toronto über Jasper nach Vancouver sowie mit dem Ausflugszug Rocky Mountaineer von Calgary über Banff nach Vancouver erleben (lange vorab reservieren, rockymountaineer.com). Die Bahngesellschaft VIA-Rail (viarail.ca) bietet einen Canrailpass für ihr gesamtes Netz.

Buchung und Info bei den Vertretungen von VIA-Rail für Deutschland/Schweiz: CRD International | Große Elbstraße 68 | 22767 Hamburg | Tel. 040 30 06 16 70 | crd.de, für Österreich: Canadareisen.at | Buchberggasse 34 | 3400 Klosterneuburg | Tel. 02243 2 59 94 | canadareisen.at

Inlandsflüge

Ratsam ist es, Inlandsflüge mit Air Canada bereits mit dem Transatlantikticket zu buchen, denn oft sind kostenlose Stopover möglich. Ansonsten sind bei Regionallinien wie Air North oder Westjet die Onlinepreise fast immer die günstigsten.

Fähren

Die zumeist im Stundentakt verkehrenden Fähren zwischen Vancouver Island und dem Festland kann, muss man aber nicht vorab buchen. An Wochenenden im Sommer kommt es hier allerdings öfters zu Wartezeiten. Eine frühzeitige Reservierung ist jedoch für die 15-stündige Fahrt zwischen Port Hardy und Prince Rupert durch die Inside Passage angeraten (im Reisebüro und bei allen Kanada-Veranstaltern möglich).

Infos in Kanada: Tel. 250 3 86 34 31 oder 1 88 82 23 37 79 | bcferries.com

Camping & Hostels

Die öffentlichen Campingplätze sind die schönsten. Naturnah, an Seen und in Nationalparks gelegen und mit Feuerstelle, Holzbänken und Wasserpumpe einfach ausgestattet, kostet die Nacht dort 10–40 $. Private, oft recht luxuriös ausgerüstete Plätze liegen meist am Rand der Städte und außerhalb der Parks (zu ca. 20–70 $). Wildes Campen ist – außer in den Parks – nicht verboten, wird aber in besiedelten Gebieten nicht gern gesehen.

Campingplätze in Nationalparks kann man vorab reservieren unter reservation.pc.gc.ca, andere Parks in B.C. unter discovercamping.ca. Die Website hihostels.ca gibt Auskunft über Jugendherbergen, die allerdings in Kanada nicht sehr dicht gesät sind. Mehrere schön gelegene hostels stehen aber in den Parks der Rockies.

Geld & Kreditkarten

Landeswährung ist der kanadische Dollar (= 100 Cents). Es gibt Banknoten zu 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar sowie Münzen zu 1 Cent (penny), 5 Cent (nickel), 10 Cent (dime), 25 Cent (quarter), 1 und 2 Dollar.

Den aktuellen Umtauschkurs und einen Währungsrechner gibt es z.B. auf xe.com

Europäische Währungen kann man (zu schlechtem Kurs) meist nur an den Flughäfen und in größeren Hotels in Dollar tauschen, nicht in Banken.

Die Reisekasse sollte auf mehrere Zahlungsmittel verteilt sein: etwas Bargeld für die Ankunft, eine Kreditkarte für die meisten der täglichen Ausgaben (Visa- oder Mastercard werden überall an Tankstellen, Restaurants etc. akzeptiert) sowie eine EC-Karte, mit der man an den meisten Geldautomaten zu günstigem Wechselkurs Bargeld ziehen kann. Zur Sicherheit kann man noch einige Hundert Dollar in Reiseschecks mitnehmen (sie werden überall in Läden und Restaurants angenommen, man bekommt als Wechselgeld Bares zurück).

Internet & WLAN

Kanada ist exzellent vernetzt. In Hotels ist der Highspeed-Internetzugang oft frei, nur Luxushotels verlangen Gebühren für ultraschnelles Internet. Oft gibt es einen kostenlos zu nutzenden Computer in der Lobby. Für den eigenen Laptop bieten viele Coffeeshops WLAN (in Kanada heißt es Wifi) an, teils kostenlos, teils erhält man gegen Gebühr das Passwort beim Personal. Auch in den meisten visitor centres und in allen öffentlichen Bibliotheken lässt sich kostenlos im Web surfen.

Öffnungszeiten

Läden sind meist Mo–Sa 9.30–18 Uhr geöffnet, die großen Shoppingmalls 10–21 Uhr und So 12–17 Uhr. Lebensmittelsupermärkte sind oft auch abends und an den Wochenenden offen, in Großstädten sogar rund um die Uhr. Viele Museen bleiben montags geschlossen.

Post

Postämter haben meist Mo–Fr 9–17.30 und Sa 8–12 Uhr geöffnet, dazu findet man Poststationen häufig auch in drugstores. Porto für Briefe oder Postkarten nach Europa: 2,50 $. Aus den Großstädten ist eine Karte etwa fünf Tage unterwegs, aus dem Hinterland neun Tage.

Rauchen

Ist verpönt – und horrend teuer. In allen öffentlichen Gebäuden, Flughäfen und Lokalen ist Rauchen verboten.

Steuern

Eine Mehrwertsteuer (GST) von 5 % gilt in ganz Kanada. Hinzu kommen Hotelsteuern und regionale Steuern wie etwa in British Columbia (7 %). Alle Steuern werden erst beim Kauf an der Kasse hinzugerechnet.

Telefonnummern

Alle Telefonnummern in Kanada sind 7-stellig, eine 3-stellige Vorwahl (area code) plus eine siebenstellige Nummer. Für Ferngespräche muss man zusätzlich eine 1 vorab wählen. Bei allen Telefonproblemen hilft der operator („0“ wählen) weiter. Gebührenfreie Nummern (z. B. zur Reservierung von Hotels oder Touren) beginnen mit der Vorwahl 800, 866, 877 oder 888.

Vorwahl nach Deutschland: 01149. Nach Österreich: 01143. In die Schweiz: 01141. Danach die Ortsvorwahl ohne die erste Null und anschließend die Nummer wählen. Vorwahl nach Kanada: 001.

Telefonzellen gibt es fast nur noch an Flughäfen, in Malls und Hotels. Ortsgespräche kosten 1–2 $, bei Ferngesprächen wird nach dem Wählen die Gebühr angesagt.

Trinkgeld

Im Restaurant ist das Bedienungsgeld nicht inklusive. Man gibt daher 15–20 Prozent des Rechnungsbetrags als tip. Der Kofferträger im Hotel sollte 1–2 $ pro Gepäckstück bekommen.

Alkohol/Marihuana

Die Altersgrenze für Alkohol ist in British Columbia 19, in Alberta 18 Jahre. In Supermärkten wird zum Teil Bier und Wein verkauft, härteren Alkohol gibt es nur in speziellen liquor stores. Dieselben Altersgrenzen und ähnliche Beschränkungen im Verkauf gelten auch für den privaten Konsum von Marihuana, der seit 2018 in Kanada erlaubt ist. Andere Drogen sind in Kanada weiterhin strikt verboten.

Moskitos

Vor allem im Frühsommer können die surrenden Monster Wanderungen und den Campingurlaub vergällen. Zum Glück übertragen die Mücken aber keine Krankheiten und auch die beißenden black flies sind nur sehr lästig. Am besten helfen dagegen kanadische Mittel mit Deet-Zusatz wie Off, Cutter oder Muskol.

Notruf

911 oder operator: 0

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung ist in Kanada sehr gut, aber teuer. Daher sollte man für die Reise unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Medikamente erhält man in der pharmacy und im drugstore sowie einige auch in größeren Supermärkten.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Generalkonsulat

World Trade Centre, Suite 704 | 999 Canada Place | Vancouver | Tel. 604 6 84 83 77 | canada.diplo.de

Österreichisches Honorargeneralkonsulat

595 Howe St., Suite 1160 | Vancouver | Tel. 604 6 87 33 38 | austro.org

Schweizer Generalkonsulat

World Trade Center, Suite 790 | 999 Canada Place | Vancouver | Tel. 604 6 84 22 31 | eda.admin.ch/vancouver

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

New Year’s Day

März/April

Karfreitag, Ostermontag

Montag vor dem 25. Mai

Victoria Day

1. Juli

Canada Day (Nationalfeiertag)

1. Montag im August

Provinzfeiertag in British Columbia und Alberta

3. Montag im August

Discovery Day (im Yukon Territory)

1. Montag im September

Labour Day

2. Montag im Oktober

Thanksgiving

11. November

Remembrance Day

25./26. Dezember

Christmas

Feste & Festivals

Mai

Cloverdale Rodeo (Vancouver), cloverdalerodeo.com

Victoria Day Parade (Victoria), gvfs.ca

Juni

International Jazz Festival (Vancouver), coastaljazz.ca

Guy Weadick Days (High River): Rodeo und Planwagenrennen, highriverag.com

Juli

Banff Arts Festival (Banff): Klassische Konzerte junger Künstler

Calgary Stampede (Calgary): größtes Rodeo der Welt, calgarystampede.com

Marine Festival and Bathtub Race (Nanaimo): Über 100 hochgerüstete Badewannen machen sich Ende Juli auf nach Vancouver, bathtubbing.com

Vancouver Island Music Festival (Comox), islandmusicfest.com

Celebration of Light (Vancouver): Feuerwerksspektakel über der Bay, hondacelebrationoflight.com

August

Squamish Days Logger Sports (Squamish): Wetthacken der Holzfäller, squamishdays.ca

Whoop-up Days (Lethbridge): Rodeo und Westernvolksfest, exhibitionpark.ca/whoop-up-days

Abbotsford International Airshow (bei Vancouver): neue Jets und alte Doppeldecker, abbotsfordairshow.com

Discovery Days (Dawson City), dawsoncity.ca/events

Edmonton Fringe Festival Alternatives Theater, fringetheatre.ca

Pacific National Exhibition (Vancouver): Jahrmarkt, Countrymusik, pne.ca

September

Langley Cruise-In (Langley): Parade der Oldtimer-Autos, langleycruise-in.com

Klondike International Outhouse Race (Dawson City): Kostümierte Goldgräber ziehen geschmückte Klohäuschen durch die Stadt, dawsoncity.ca/events

Bloss nicht!

Wildniswanderungen ohne Nachricht

Es hilft, vor Wildnistouren eine kurze Notiz über die geplante Route und Rückkehr zu hinterlassen. Beim Kanuvermieter, beim Buschpiloten vor dem Flug ins Hinterland oder beim park warden. Auch jede Polizeistation (RCMP) nimmt derartige Meldungen entgegen. Falls etwas schiefgehen sollte, kann ein Suchtrupp losgeschickt werden. Man darf aber nicht vergessen, sich zurückzumelden.

Alkoholisiert Autofahren

Zwar liegt die Promillegrenze bei 0,8, aber bei einem Unfall wird die Versicherung alle Zahlungen verweigern. Zudem kennt die Polizei keine Gnade, die Strafen sind drakonisch.

Entfernungen unterschätzen

Täusche dich bloß nicht bei den Dimensionen Kanadas. Besonders im weiten Norden kann ein Fingerbreit auf der Landkarte eine elend lange Tagestour auf Schotterstraßen bedeuten.

Bären erschrecken

Bären können sehr gut riechen, sehen aber schlecht. Wenn man sich also gegen den Wind anpirscht und der Bär einen erst in letzter Sekunde bemerkt, wird er angreifen. Es hilft also, beim Wandern laut zu reden oder zu singen. Auch ein Glöckchen am Hosenbein warnt den Bären vor und lässt Meister Petz genug Zeit, sich zurückzuziehen.

Moskitos füttern

Der schlimmste Fehler? Ohne Moskitomittel im kanadischen Busch auf Wandertour zu gehen. Ein Fläschchen Off, Muskol oder Cutter bewahrt vor der Gier der Blutsauger. Die surrenden Monster sind vor allem im Frühsommer aktiv – aber sie übertragen wenigstens keine Krankheiten.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

River

Idyllisch ist das Leben auf der kleinen Farm im Westen Kanadas, bis der charismatische River auftaucht und dunkle Ereignisse in Gang setzt. Autorin Donna Milner weiß die Spannung zu steigern. Ein gelungener 400-Seiten- Schmöker (2010 in Deutsch).

Unter dunklen Wassern

Wie und warum starb ihr Mann beim Absturz eines Wasserflugzeugs? Das versucht die Protagonistin Sonja herauszufinden. Eine spannende Lese- Reise durch British Columbia von Bernadette Calonego (2007).

Der Schwarm

Für seinen 1000-Seiten dicken Ökothriller mit Tiefseethema recherchierte Frank Schätzing viel an der Pazifikküste von Vancouver Island – und baute sie mehrfach in sein 2004 erschienenes Buch ein.

Filme

Forsaken

2015 kam der erste Film in die Kinos, der die beiden kanadischen Superstars Donald und Kiefer Sutherland zusammen zeigt. Vor der Kulisse der Prärie und der Berge in Alberta lebt die Zeit der Revolverhelden um 1870 wieder auf.

11-21 °C
7 h/Tag
13 °C

Fakten

Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 18:27 Uhr

Anreise

10h 10min
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