Dänemark

Überblick

Willkommen in Dänemark

Die Badestrände an Nord- und Ostsee machen Dänemark zu einem idealen Ziel für genussvolle Sommerurlaube mit abwechslungsreichen Strandtagen. Doch auch stundenlange Strandspaziergänge in Frühjahr, Herbst oder Winter garantieren Abschalten vom Stress und natürliche Wellness.

Die meisten Dänemarkurlauber fahren nach Jütland, wenn sie das nordische Königreich besuchen. Die Gäste hier suchen Erholung an einem der kilometerlangen Strände von Nord- und Ostsee, lassen sich im Sommer von der Sonne bescheinen, baden. Tanken im Herbst und Winter bei Wind und Sturm sauerstoffreiche Salzluft. Platz für einsame Spaziergänge findet sich immer.

Allein an der Westküste ziehen sich über 400 km Strände und Dünen von der Ferieninsel Rømø im Wattenmeer bis hoch hinauf an die Nordspitze Grenen bei der einstigen Künstlerkolonie Skagen, deren nordisches Licht bis heute berühmt ist. Auch die großen Kultur- und Shoppingmetropolen liegen nahe am Meer: Aarhus am Kattegat und Aalborg am Limfjord, dem größten Fjord des Landes.

Historisch ganz besonders reich ist die Hauptstadtinsel Seeland. Nirgendwo sonst im Land gibt es so viele Schlösser und Herrenhöfe wie hier und auf dem benachbarten Fünen. Und neben der Hauptstadt Kopenhagen liegt mit Roskilde auch der frühere Königssitz auf Seeland.

Dänemark ist königs- bzw. königinnentreu und steht fest zu seiner künstlerisch begabten Regentin Margrethe II. Für Fans der Royals gilt im Übrigen: Wenn über dem Königsschloss Amalienborg in Kopenhagen die älteste Flagge der Welt weht – der am 15. Juni 1219 in der Schlacht von Reval vom Himmel gefallene Dannebrog –, sind Margrethe II. und ihr Mann Henrik zu Hause. Sommerliche Besucher der dänischen Hauptstadt suchen die rot-weiße Nationalflagge aber meist vergeblich: Denn im Juli und August halten sich Königin und Prinzgemahl wahlweise in der königlichen Sommerresidenz Marselisborg in Aarhus oder auf der königlichen Yacht „Dannebrog“ zur traditionellen Sommerreise durch die Provinzen des Landes auf.

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Reisezeit Dänemark

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Februar
mäßig
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März
mittel
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April
mittel
10°C
In der Regel stabil gutes Wetter, Wassertemperaturen allerdings noch nicht badetauglich.
Mai
gut
16°C
Juni
gut
20°C
Juli
sehr gut
21°C
August
gut
21°C
September
mittel
18°C
Herbst und Winter sind meist stürmisch und ungemütlich.
Oktober
mäßig
12°C
November
mäßig
7°C
Dezember
mäßig
4°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Samstag / 31.10.2020
Vormittags
10 °C
Nachmittags
13 °C
Abends
12 °C
Sonntag / 01.11.2020
Vormittags
10 °C
Nachmittags
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Abends
12 °C
Montag / 02.11.2020
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15 °C
Nachmittags
13 °C
Abends
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Anreise

9h 51min
9h 24min
1h 25min
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Dänemark
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Jütland: viele Touristen und weite Strände

Gleich hinter der Grenze beginnt Jütland, der kontinentale Teil Dänemarks. Schon hier wird dir klar, was dieses Land so einzigartig macht. Es beginnt eine innere Entschleunigung. Selbst der Verkehr auf den Autobahnen fließt ruhiger. Trotz der Touristenströme in der Saison sucht man überfüllte Strände vergebens. Der Nationalpark Wattenmeer und die vorgelagerten Inseln schaffen eine Bilderbuchatmosphäre. Das offene Marschland und die endlosen Küstenstreifen, oft dünengegürtet, die sich mal feinsandig und mal üppig grün präsentieren, machen diese Region so faszinierend. So unterschiedlich wie die Küsten präsentieren sich auch Jütlands Städte. Aarhus und Aalborg sind kleine, moderne Metropolen, aber in Sachen Kultur und Shopping ganz groß. Anders zeigen sich Ribe mit seinen mittelalterlichen Gassen und die Messestadt Herning, die ebenfalls ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat. Esbjerg, Hanstholm und Hirtshals verbinden Dänemark mit der weiten Welt jenseits der Nordsee.

Fünen, ein Garten voller Märchenschlösser

Über den Lillebelt erreicht man Fünen und seine faszinierende Inselwelt. Fünen ist der Garten Dänemarks, und in diesem Garten stehen die schönsten Gutshöfe und Schlösser des Landes. Eine Fahrt durch Fünen ist eine Zeitreise durch die Jahrhunderte. Eben noch fühlst du dich wie ein raubeiniger Wikinger oder verfolgst das bewegte Leben von Hans Christian Andersen, und im nächsten Moment bist du mitten in der Neuzeit angekommen, feierst heiße Strandpartys oder shoppst in exklusiven Boutiquen. Auch Fünens Strände könnten unterschiedlicher nicht sein. Mal werden sie von Seglern, Surfern oder Kajakfahrern dominiert, mal sind sie einsam, steinig und naturbelassen. Mal ist der Sand so weiß und fein, dass man auch irgendwo in der Südsee hätte stranden können, dann wieder blickt man auf die spektakulärsten Brücken Europas. 

Gemütliche Hauptstadt und Inseln für Entdecker 

Im Osten Dänemarks liegen die Hauptstadtinsel Seeland und die drei Inseln Møn, Falster und Lolland. Wer hier seinen Urlaub verbringt, der liebt die Abwechslung. Die bunte und grüne Hauptstadt Kopenhagen glänzt in königlicher Pracht und strahlt doch eine gewisse Gemütlichkeit aus. Sie ist mehr als nur der Vergnügungspark Tivoli: mal modern und von Hightech geprägt und dann wieder im adligen Rokoko oder ganz klassizistisch. Die Inseln haben alles im Überfluss, doch man bekommt es ganz sanft dosiert. Überall stehen alte Kirchen, Herrenhäuser und Schlösser, die man nicht auf Anhieb sieht. Gibst du dich dieser herrlichen Natur hin, dann entdeckst du an jeder Ecke ein Highlight. Es ist wie an Møns Klint: Alle schauen auf den Kreidefelsen und übersehen dabei so manchen prähistorischen Fund am Strand. Auf Seeland und Møn, Falster und Lolland wirst du viele schöne Dinge erst auf den zweiten Blick entdecken.

Aktiv sein - mitten in der Natur

Und was hat Dänemark noch zu bieten? Sportlich zumindest eine ganze Menge! Du solltest dein Fahrrad mitnehmen – oder du leihst dir eins vor Ort. Mehr als 12 000 km Radwege führen durchs Land, vorbei an traumhaften Küsten und mitten durch Städte und Dörfer. Allein die dänische Westküste besitzt über 400 km Strände, die meisten mit Bademöglichkeiten. Sollte es doch mal regnen, dann gehst du eben in eins der Spaßbäder oder in ein öffentliches Schwimmbad, denn die sind in Dänemark noch flächendeckend vorhanden. Du kannst auch Heide und Wälder erwandern, mit dem Kajak über den Limfjord paddeln und im Meer oder an einem klaren Bach angeln.

Nicht nur Pølser und Smørrebrød

In Dänemark sind sogar die Imbisswagen ansehnlich: Da schmeckt der Pølser so gut wie ein saftiges Steak! Du möchtest im Urlaub nicht selber kochen? Dann solltest du in einen urigen Kro oder in ein exquisites Restaurant mit Michelinstern einkehren. Überall lauert die Versuchung. In den Fußgängerzonen die kleinen Cafés, am Strand die berühmten Softeisbuden und in den Häfen die Räucherei oder der Fischimbiss.

Endlich mal runterkommen 

Egal für welche Urlaubsform und welche Region du dich entscheidest – du wirst den Alltag hinter dir lassen. in Dänemark dominiert die Hygge, diese besondere Art der Gelassenheit. Ein Tag am Strand scheint endlos zu sein. Das Gefühl wirkt noch lange nach, wenn du barfuß an einem einsamen Strand läufst, Robbenkolonien in einer Bucht beobachtest, den rauen Wind im Gesicht spürst, die klare, sauerstoffreiche Meeresluft einatmest, am Horizont ein Schiff entdeckst und sich diese Kontraste für immer einprägen. Spätestens dann weißt du, warum die Dänen eins der glücklichsten Völker der Welt sind.

Praktische Hinweise

Anreise

Die meisten Besucher kommen über die A 7. Für die ostdänischen Inseln empfiehlt sich die Anreise über Puttgarden. Der Belt wird per Fähre überquert, die einfache Fahrt mit dem PKW kostet 64 Euro.

Von Deutschland fahren täglich mehrere Züge ab Hamburg nach Jütland und Fünen. Nach Kopenhagen geht es über die Vogelfluglinie (Puttgarden-Rødby) sowie über die Große-Belt-Verbindung, Auskünfte bei Bahn, Reisebüro oder unter www.bahn.de. Es verkehren auch ICE-Züge von Berlin und Hamburg über Puttgarden nach Kopenhagen sowie von Hamburg über Flensburg nach Aarhus. Eine Rückfahrkarte von Hamburg nach Kopenhagen kostet etwa 150 Euro.

Lufthansa und SAS fliegen mehrmals täglich von Deutschland und Österreich nach Kopenhagen, Hin- und Rückflug ab 120 Euro.

Auskunft
VisitDenmark

Postfach 7017402201701805 326463www.visitdenmark.com

Auto

Ein Muss ist das Fahren mit Abblendlicht, auch am Tag. Auf Landstraßen sind höchstens 80 km/h erlaubt, auf den meisten Autobahnen 130 km/h. Besonders in ländlichen Gebieten sind viele Tankstellen ohne Personal, gezahlt wird an Automaten mit ec- oder Kreditkarte bzw. Geldscheinen. Das klappt nicht immer – achten Sie auf genügend Reserve, um notfalls eine andere Tankstelle erreichen zu können. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Es gibt einen deutschsprachigen Pannendienst, 79424285.

Banken, Preise & Geld

Öffnungszeiten der Banken und Sparkassen in der Regel Mo–Fr 10–16, Do 10–18 Uhr. Das Preisniveau in Dänemark ist etwas höher als in Deutschland. Spirituosen sind um etwa 20 Prozent teurer. Nahrungsmittel kosten kaum mehr als bei uns. Offizielles Zahlungsmittel ist die Dänische Krone, meist können Sie aber problemlos mit Euro bezahlen. Gängige Kreditkarten werden im Allgemeinen akzeptiert, es werden jedoch häufig Gebühren erhoben.

Brücken

Alle Brücken sind kostenlos – bis auf die von Kopenhagen nach Schweden (www.oeresundsbron.com) und die von Fünen nach Seeland (www.storebaelt.dk). Eine Fahrt kostet etwa 31 Euro.

Camping

Eine Karte, auf der alle 480 Campingplätze des Landes verzeichnet sind, verschickt VisitDenmark. Viele Plätze haben sich auf Familien spezialisiert.

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft

Stockholmsgade57Kopenhagen35459900www.kopenhagen.diplo.de

Österreichische Botschaft

Sølundsvej1Kopenhagen39294141

Schweizer Botschaft

Amaliegade14Kopenhagen33141796www.eda.admin.ch/copenhagen

Einreise

Vorgeschrieben sind entweder Personalausweis oder Reisepass, die am Tag der Einreise nach Dänemark mindestens noch drei Monate gültig sein müssen.

Fähren

Nahezu alle bewohnten Inseln des Königreichs sind mit Fähren zu erreichen.Außerhalb der Hochsaison gehen die Preise teilweise um bis zu 50 Prozent zurück. Über die Websites der fünf Reedereien, www.alsfaergen.dk, www.bornholmerfaergen.dk, www.fanoefaergen.dk, www.langelandsfaergen.dk und www.samsoefaergen.dk, können Sie einen Großteil der aktuellen Routen, Preise und Fahrtzeiten abrufen.

Ferienhäuser

Es gibt mehr als 200 000 Ferienhäuser in Dänemark, etwa 50 000 werden vermietet. Es ist alles im Angebot: Luxus, gehobene Mittelklasse mit Sauna, Mittelklasse mit einfachem Komfort und das profane Ferienhaus, ausgestattet mit den alten Möbeln von Oma. Die größten Anbieter in Deutschland sind Novasol, Sonne und Strand, Dansommer, Dancenter und Feriepartner Danmark, ein Zusammenschluss von 21 regionalen Touristinformationen.

Gesundheit

Touristen haben in Krankenhäusern Anspruch auf kostenlose Behandlung. Ein eventuell nötiger Rücktransport ins Heimatland erfolgt auf eigene Kosten. Ansonsten gilt, dass die meisten Deutschen über ihre gesetzliche Krankenkasse ein Anrecht auf kostenlose ärztliche Behandlung und Rückerstattung von Arzt-, Zahnarzt- und Medikamentenkosten haben. Die Europäische Krankenversicherungskarte, die Ihnen Ihre Krankenkasse ausstellt, muss üblicherweise bei ärztlicher Behandlung oder beim Kauf von Medikamenten vorgezeigt werden.

Notruf

Polizei, Feuerwehr, Notarzt: 112

Öffnungszeiten

Das dänische Ladenschlussgesetz überlässt es dem einzelnen Inhaber, wann er öffnen möchte, deshalb können die Zeiten (in der Regel Mo–Fr 9 oder 10–17.30 oder 18, Do oder Fr bis 19 oder 20, Sa bis 12 oder 16 Uhr) variieren.

Post

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9 oder 10–17 oder 18, Sa 9 oder 10–12 oder 14 Uhr. Auf dem Land bzw. in kleineren Orten verkaufen oft die örtlichen Supermärkte Briefmarken (frimærker), Brief und Postkarte kosten jeweils 8,50 Kronen.

Strom

230 Volt. Stecker passen in die Steckdosen, die etwas anders aussehen als die deutschen, aber sich technisch nicht unterscheiden.

Telefon & Handy

Münzapparate geben das Geld, das einmal eingeworfen wurde, nicht wieder heraus, unabhängig davon, ob eine Verbindung zustande kommt oder nicht. Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass der Angerufenene die Kosten des Anrufs übernimmt. Die entsprechende Funktion heißt Modtageren betaler. Die Vorwahl nach Deutschland lautet 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041, nach Dänemark 0045. Die Verbindung mit dem Handy ist nirgends in Dänemark ein Problem.

Trinkgeld

Das Trinkgeld ist in den Preisen bereits enthalten (als mitberechneter Aufschlag) und wird auf der Rechnung ausgewiesen. Es ist deshalb in Dänemark allgemein nicht üblich, Trinkgeld zu geben. Wer es trotzdem tut, macht natürlich nichts verkehrt.

Unterkunft

Ein Doppelzimmer in einem guten Hotel ist selten unter 110 Euro zu haben. An Wochenenden gelten oft Sonderpreise (www.danischehotels.de). Dansk Kroferiewww.krohotel.dk bietet das ganze Jahr über mit einem Rabattsystem Nachlässe von bis zu 40 Prozent. In den letzten Jahren ist auch Bed-&-Breakfast immer bekannter geworden. Es gibt beinahe überall im Land ansprechende Angebote (www.schloesser-herrensitze.dk).

Nobel wohnt es sich in gut 20 Schlössern und Herrenhäusern, die Zimmer vermieten, Auskunft: www.bedandbreakfast.dk. Über Jugendherbergen informiert www.danhostel.dk.

Wetter

Im Sommer scheint die Sonne über Dänemark genauso häufig wie über Bayern. An der Westküste nimmt der dauernde Wind der Sonne ihre aggressive Note. Doch der Wind täuscht über die wahre Strahlkraft der Sonne.

Zoll

Für Spirituosen, Wein, Bier und Tabak gilt für EU-Bürger: Die eingeführte Menge darf den persönlichen Bedarf nicht übersteigen (u. a. 10 l Spirituosen, 90 l Wein, 800 Zigaretten). Wesentlich engere Beschränkungen gelten für Reisende aus Nicht-EU-Ländern.

Was kostet wie viel?

Imbiss

3,50 Euro für einen Pølser

Fahrrad

8-15 Euro Miete pro Tag

Bier

6-8 Euro für ein Kleines in der Bierbar

Kaffee

4,50-5,50 Euro für eine Tasse

Souvenir

ab 12 Euro für einen Weihnachtswichtel (Julenisse)

Kaminholz

5-9 Euro für den 10-kg-Sack

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

März/April

Gründonnerstag, Karfreitag, Ostermontag

April/Mai

Buß- und Bettag (4. Freitag nach Ostern)

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag

5. Juni

Verfassungstag

25./26. Dezember

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen
Mai/Juni

Um Pfingsten: Karneval in Aalborg. 100 000 Menschen ziehen durch die Straßen, begleitet und euphorisiert von Sambabands (www.karnevaliaalborg.dk).

Karneval in Kopenhagen. Ein buntes Volksfest im Fœlledparken.

Anfang Juni: Roskilde Dyrskue. Seelands größte Tierschau mit Bauernmarkt. Wie in alten Zeiten werden Pferde per Handschlag gekauft, vom Zwerghuhn bis zum Mastochsen ist alles zu haben.

3. Wochenende: Regatta Rund Fünen. 120 historische Segelschiffe umsegeln in drei Tagen die Insel (www.c-f-r.dk – das steht für Classic Fyn Rundt).

Mitte bis Ende Juni: Wikingerspiele in Lindholm Høje bei Aalborg, prächtiges Theater und Historienspiel zugleich (www.lindholmvikingespil.dk).

23. Juni: Skt. Hans Aften. Die große Feuerparty findet überall in Dänemark zur Feier der Sommersonnenwende statt. An den Stränden werden große Reisighaufen entzündet.

Juli

Anfang Juli: Roskilde Festival. Das größte Rock- und Popfestival Dänemarks wird jedes Jahr von etwa 70 000 Menschen besucht (www.roskilde-festival.dk).

1. Wochenende: Ringreiten und Sønderjysk Tattoo in Aabenraa. Das Tattoo von Brundlund Slot ist das einzige professionelle Tattoo, an dem ausschließlich Militärkapellen teilnehmen. Gleichzeitig findet auf Brundlund eines der größten Ringreiterturniere Jütlands statt.

August

1. Wochenende: Rund um Kopenhagens neu erschlossenen Hafen präsentieren sich Vereine, Verbände und Kulturschaffende beim Volksfest Kulturhavnwww.kulturhavn.dk

3. Dienstag: Klostermarkt in Løgumkloster/Westjütland. Pferde- und Flohmarkt, der jedes Jahr mehr als 50 000 Menschen anzieht.

Ende August: Europäisches Mittelalterfest in Horsens/Ostjütland. Zauberer, Musiker, Ritter und Mönche verwandeln das Fest in einen großen Jahrmarkt.

Ende August: Copenhagen Cooking Beim zehntägigen Gourmetfestival (www.copenhagencooking.com) erleben Liebhaber einer ideenreichen nordischen, aber auch internationalen Küche die neuesten Trends und Tricks dänischer Köche. Im Fokus von Nordeuropas größtem Kochevent stehen die besten Restaurants der dänischen Hauptstadt, z. B. das Noma.

September

Anfang September: Drachenfestival auf Rømø/Westjütland. Am Strand von Lakolk steigt das größte Drachenfestival Dänemarks. Hunderte von selbst gebauten Drachen streiten um den Titel des Drachenkönigs, Profis zeigen, was man mit Drachen alles machen kann.

Am 3. Sonntag im September öffnen mehr als 60 Bauernhöfe in ganz Dänemark ihre Ställe für Besucher. Rund 65 000 Neugierige kommen Jahr für Jahr (www.aabentlandbrug.dk).

Oktober

Mitte Oktober: Im Rahmen der Kulturnacht öffnen Museen und andere Kulturinstitutionen von Kopenhagen, Aarhus, Aalborg und Esbjerg zum kostenlosen Besuch (www.kulturnatten.com).

November/Dezember

Die Adventswochen sind die Zeit der Weihnachtsmärkte. Besonders romantisch ist Jul i Tivoli – Kopenhagens Vergnügungspark erscheint ab Mitte November im Glanz Tausender Lampen und ganz ohne Rummel. Weihnachten wie früher im Schein von Gaslaternen und Fachwerk erlebt man beim Jul i Den Gamle By im Freilichtmuseum in Aarhus, ebenfalls ab Mitte November (beide bis 30. Dez. außer 24./25. Dez.). Beliebt ist auch der Weihnachtsmarkt Julebyen in Tønder (Mitte Nov.–23. Dez.).

Im Trend

Bierbraukunst
Klein aber fein

Bier wird zur Feinschmeckersache. Der Trend geht zur Mikrobrauerei und zu besonderen Geschmackserlebnissen. Das Thisted BryghusBryggerivej10Thisted hat für jeden Anlass das passende Bier. Im Frühjahr gibt es Osterbier, zu Neujahr knallt der Kronkorken des Biers. Die Zungen der Kenner verwöhnt John Serritzlev vom Slagelse BryghusKongstedvej9Slagelse mit unfiltrierten Bierspezialitäten. Spezielle limitierte Abfüllungen mit Künstleretikett werden sehr geschätzt.

Windiger Sport
Bahn frei!

Blokart hat in Dänemark ideale Bedingungen gefunden. Die weiten Strände sind perfekt für den Sport mit den dreirädrigen Strandseglern. Im Süden von Rømø flitzen neben den leichten Seglern auch Kite Buggys über den Strand. Informationen bietet das Danish Blokart Performanse Teamwww.dsfs.dk und www.kitebuggy.dk. An Rømøs Sønderstrand liegt die Strandsegelschulewww.strandsegelschule.wordpress.com, die Kurse auf Deutsch anbietet.

Elvis lebt
Der King ist zurück

Die Dänen entdecken den King of Rock neu: 6000 Stücke aus dem Umfeld von Elvis Presley finden in Randers seit 2011 den passenden Rahmen. Dort hat Henrik Knudsen seinem Idol mit Graceland IIGraceland Randers Vej3www.elvispresley.dk ein neues Zuhause geschaffen. Wenn Michael Poulsen, der Frontmann der Bandwww.volbeat.dk, die Bühne betritt, könnte man meinen, Elvis Enkel stehe da. Der Musiker trägt Tolle und ist auch stimmlich nah am Original, auch wenn er Metal und den 50s-Sound mischt.

Camping 2.0
Gambas auf dem Gaskocher?

Dass Luxus und Naturliebe sich nicht ausschließen müssen, beweisen die dänischen Style-Camper. Wer hier sein Zelt aufschlägt, muss auf Wellnessanwendung, Designmöbel und Gourmetküche nicht verzichten. Der Hvidbjerg Strand FerieparkHvidbjerg Strandvej27Blåvand lockt Urlauber von der Isomatte direkt in seine sieben Saunen und Dampfbäder. Fünf Sterne hat auch der Campingplatz KlimHavvejen167Fjerritslev im nördlichen Jütland erhalten. Bei Top CampStrandvejen418Hennewww.hennestrandcamping.dk am Strand von Henne gehören WLAN und ein Bad für Vierbeiner zur Grundausstattung. Im Haupthaus warten außerdem Möbel von Philippe Starck und Tom Stepp.

Welteroberung
Mode aus dem Königreich

Gerade die kleinen Labels beweisen, dass Dänemark sich mit seinem großen Designnachbarn Schweden mehr als messen kann. Sexy, verrückt und verspielt sorgt die dänische Mode für Abwechslung im Königreich. Pudelmütze, Wollpulli und luftiger Minirock – die Designerinnen von Baum und PferdgartenVognmagergade2Københavnwww.baumundpferdgarten.dk lieben es experimentell und radikal. Die Designs von Multitalent Henrik VibskovKrystalgade6Københavnwww.henrikvibskov.com sind über die Landesgrenzen bekannt. Seine verrückten Ideen spiegeln sich in seiner Modekollektion wieder, bei der schon mal Kilt, Bergschuhe mit bunten Schuhbändern und Trenchcoat kombiniert werden. Das Luxuslabel Noirwww.noir.dk macht aus Dessous und Kleidern gewagte Kreationen.

Bloss nicht

Überall mit Euro zahlen wollen

Der Euro setzt sich durch – und auch viele Geschäfte in Dänemark akzeptieren das neue Geld als Zweitwährung, insbesondere in Großstädten oder Tourismuszentren. Müssen muss aber kein Kaufmann, denn noch gilt die Dänische Krone als die wahre Währung.

Das Vertrauensprinzip missbrauchen

Dänen sind ehrliche Menschen. An Straßenrändern werden Obst, Gemüse, Kaminholz usw. angeboten – eine kleine Blechdose steht fürs Bezahlen bereit. Kontrolliert wird nicht, es gilt das Vertrauensprinzip, das auch in Garderoben von Museen oder bei nicht abgeschlossenen Auto- oder Haustüren Anwendung findet.

Mit mehr als einer Rute angeln

Das gilt als ähnlich unfein wie das Drängeln im Supermarkt. Wer es dennoch tut, muss damit rechnen, als großspurig oder ignorant zu gelten.

Die deutsche Fahne hissen

Andere Flaggen als die dänische zu hissen ist nicht nur gesetzlich verboten, sondern – insbesondere im Fall von Schwarz-Rot-Gold – ein Fauxpas, der nicht zuletzt wegen der jüngeren deutsch-dänischen Vergangenheit vermieden werden sollte.

Den Strand mit Sandburgen übersäen

Das Bauen von Sandburgen ist in Dänemark ein unbekanntes Phänomen – und gilt als Erkennungszeichen für Urlauber aus Deutschland. Denn die egalitären Dänen schrecken vor dem territorialen Anspruch zurück, der mit dem Burgenbauen verbunden ist.

Glauben, jeder Däne könne Deutsch

Auch wenn die meisten Dänen Deutsch in der Schule lernen bzw. gelernt haben: Nicht jeder kann oder möchte die fremde Sprache auch anwenden. Wer also als Urlauber im Geschäft oder Restaurant als selbstverständlich erwartet, in seiner Muttersprache verstanden zu werden, wird auf Unverständnis stoßen. Höflichkeit ist Trumpf – oder ein Versuch in Englisch.

Dänen gleich duzen

Wie im übrigen Skandinavien hat sich auch in Dänemark das Du als gebräuchliche Ansprache durchgesetzt. Doch wer im deutsch geführten Gespräch mit einem Dänen oder einer Dänin gleich ins Du verfällt, wird nicht selten als unhöflich betrachtet. Denn die Dänen wissen, dass auf Deutsch offiziell das förmlichere Sie gilt. Spricht man Englisch – oder sogar Dänisch – mit seinem Gegenüber, ist dies natürlich etwas ganz anderes. Also: Unbedingt in den ersten Sätzen eines Dialogs schnell „fühlen“, wie vertraut und persönlich die Atmosphäre ist.

Stichworte

Andersen, Hans Christian

Der Mann der Märchen und der Fabeln, dessen Vater in Odense Schuhmacher war und der später alles tat, um nie wieder in kleinen Verhältnissen leben zu müssen, steht in dem Ruf eines Nationalhelden. König Christian IV. wurde der Baumeister Kopenhagens, sein Astronom Tycho Brahe holte die Sterne vom Himmel, aber der bürgerliche Hans Christian Andersen war der wahre Zauberer. Denn er verwandelte Elend in Reichtum, Traurigkeit in Fröhlichkeit, Angst in Zuversicht.

Andersen (1805–75) war ein gern gesehener Gast bei den Adligen Dänemarks; monatelang lebte er auf ihren Schlössern und Herrenhäusern und schrieb in dieser herrschaftlichen Geborgenheit. Weltbekannte Märchen wie „Des Kaisers neue Kleider“, „Das hässliche Entlein“ oder „Die Schneekönigin“ entstanden. Frau und Kinder hat er nicht gehabt. Alles, was er hatte, waren seine Märchen, seine Fabeln, seine Geschichten. Hans Christian Andersen war sicher einsam – wäre er es nicht gewesen, er hätte nicht so eindringlich von Hoffnung und der Möglichkeit einer besseren Zukunft fabulieren können.

Blixen, Karen

Die große alte Dame der dänischen Literatur des 20. Jhs. lebte bis zu ihrem Tod 1962 zurückgezogen auf ihrem Landsitz Rungstedlund nördlich von Kopenhagen. Im Park hinter dem Haus liegt sie unter einer Eiche begraben. Ihr erster Mann, ein Adliger, war Schwede. Mit ihm ging sie nach Afrika, bewirtschaftete eine Kaffeefarm, verliebte sich in einen anderen Mann, ließ sich scheiden, machte Bankrott, kehrte nach 17 Jahren Afrika nach Dänemark zurück und schrieb den Roman einer überwältigenden Liebe: „Afrika, dunkel lockende Welt“. Die Verfilmung wurde unter dem Titel „Jenseits von Afrika“ ein Welterfolg. In ihren späten Jahren in Dänemark wurde sie zu der publizistischen Instanz des Landes, eine Grande Dame de Lettres, fordernd, hart urteilend, hart arbeitend. Rungstedlund, das Haus ihrer Eltern, ist heute ein bezauberndes Museum, in dem man die Luft zu atmen meint, die schon die große Karen Blixen inspirierte.

Bornholm

Nirgends in Dänemark scheint öfter die Sonne. Bornholm ist das Mekka der Familien mit Kindern: Der Verkehr ist noch ruhiger als sonst in Dänemark, viele Strände sind kinderfreundlich. Auf Bornholm gilt eine besondere Regel: Zu keinem Zeitpunkt sollen sich mehr Touristen auf der Insel aufhalten, als es Einwohner gibt.

Ausführliche Informationen zu dieser Insel finden Sie im MARCO POLO Reiseführer „Bornholm“ oder im Internet unter www.bornholm.info.

Demokratie

Dänemark ist eine Monarchie. Aber die demokratischen Traditionen reichen, aller Königstreue zum Trotz, bis weit in das 19. Jh. zurück. Es ist diese lange Tradition, die auch das Klima im Kleinen bestimmt. In Dänemark gibt es den Begriff der nærdemokratie, der Demokratie im engsten Umfeld. Da wird über eine neue Straße ebenso heiß debattiert wie über die Aufnahme von Flüchtlingen – und immer wirkt es auf Außenstehende so, als würde trotz aller Leidenschaft nie eine gewisse Grenze überschritten. Der andere wird nie zum Feind. Das mag hin und wieder etwas Quälendes haben, aber es garantiert ein ungeheuer wichtiges Gut: sozialen Frieden (www.folketinget.dk, www.ft.dk).

Färöer

Die aus 18 Inseln bestehende Gruppe der Färöer (dänisch Færøerne, färöisch Føroyar, Schafinseln) mit einer Fläche von knapp 1400 km2 liegen etwa 600 km westlich der norwegischen Küste im Atlantik. Auf den seit 1948 autonomen Inseln leben 48 000 Menschen, Haupterwerbsquelle ist der Fischfang. Langjährige Bemühungen um die Unabhängigkeit erhielten 2001 einen Rückschlag: Eine geplante Volksbefragung wurde aufgegeben, als Dänemarks Ministerpräsident Rasmussen drohte, die finanzielle Unterstützung von jährlich 1,2 Mrd. Kronen zu streichen; www.faeroeislands.com.

Fischfang

In Zeiten der EU-Fangquoten und zurückgehender Bestände weltweit ist Fisch längst nicht mehr die Grundlage des nationalen Wohlstands. Aber der Fischfang ist ein nationales Symbol. Dänemark war einmal eine Nation aus Bauern und Fischern. Und noch immer sind viele Traditionen, die aus dem Fischfang herrühren, lebendig oder werden zumindest gepflegt. Der EU-Quote folgen, Trawler stilllegen, aufgeben? Ein ausgestreckter Mittelfinger auf dem Segel symbolisiert die ganz persönliche Einstellung der immer weniger werdenden hauptberuflichen dänischen Fischer zur Europäischen Union ...

Grönland

Grönland (www.greenland.com) tat sich lange Jahrzehnte schwer mit seinem Status als einstige Kolonie mit ein wenig vom Mutterland Dänemark zuerkannter Selbständigkeit. Das Land, das die Inuit Kallalit Nunaat (Land der Menschen) nennen ist mit 2,2 Mio. km2 nicht nur die größte Insel der Welt. Fast komplett von Inlandeis und Gletschern bedeckt, ist es auch einer der größten Wasserspeicher des Planeten. Nur 57 000 Einwohner leben auf Grönland, 50 000 Inuit und 7000 Dänen. Die meisten davon im Süden und in der Hauptstadt Nuuk. Besaß Grönland schon seit 1979 ein eigenes Parlament (Landsting) mit eigener Regierung (Landsstyre), gewährte Dänemark dem nordischen Eiland im Sommer 2009 nach einer Volksabstimmung eine weitgehende Autonomie. Grönland wird zukünftig schrittweise mehr und mehr auf eigenen Beinen stehen können, nur die Außen- und Verteidigungspolitik werden noch in Kopenhagen geregelt. Unter anderem sollen die Grönländer über die vermuteten Rohstoffvorkommen und Bodenstoffe wie Öl, Gas oder Gold selbst bestimmen. Außerdem wird Grönländisch zur offiziellen Landessprache. Grönlands Freiheit hat aber auch einen Preis: Mit steigenden Einnahmen aus den Rohstoffen fließt weniger Geld aus Kopenhagen auf die Insel.

Grünes Dänemark

Als Tausende Umweltpolitiker Ende 2009 in der dänischen Hauptstadt zusammenkamen, wollte Kopenhagen eigentlich mit dem Abschluss eines neuen Klimaabkommens in die internationalen Geschichtsbücher eingehen. Eine Einigung kam nicht zustande – Kopenhagen wurde zum Symbol des (vorübergehenden) Scheiterns der Weltgemeinschaft in Sachen CO2-Reduktion. Was nicht heißt, dass Dänemark seine grüne Vorreiterrolle verloren hätte. Denn mit Windradbauern wie Vestas verfügt das Land über zukunftsweisendes Know-how. Dazu besitzt das Königreich mit den schon heute CO2-neutralen „Energieinseln“ wie Samsø und Ærø echte Vorzeigeobjekte. Insgesamt werden heute schon etwa 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt, in Deutschland sind es etwa 10 Prozent. Auch weniger spektakuläre Maßnahmen tragen dazu bei, dass der Anteil der Erneuerbaren immer größer wird, während der Verbrauch fossiler Energieträger zurückgeht. Kopenhagen etwa will Welt-Fahrradstadt werden: Spätestens 2015 soll die Hälfte aller innerstädtischen Fahrten zu Arbeit, Studium oder Shopping mit dem Zweirad unternommen werden. Grün ist aber auch der Urlaubseinkauf auf einem Ökobauernhof oder einfach beim nächst gelegenen Bauern, der – auch das typisch dänisch – sein Gemüse oder Obst im Direktverkauf an einem kleinen Stand am Straßenrand anbietet.

Kunst & Kultur

Dänemark ist reich an Kunst und Kunstgeschichte. Zu den frühesten Kunstfunden zählt zählt der um 1500 v. Chr. entstandene Sonnenwagen von Trundholm. Weithin sichtbare Zeichen mittelalterlicher Sakralkunst sind die zahlreichen Kirchen. Die meist weiß gekalkten Gotteshäuser warten im Innern oft mit gut erhaltenen Kalkmalereien auf. In jüngerer Zeit sorgten vor allem die Skagenmaler um Peder Severin Krøyer (1851–1909) und Michael Ancher (1849–1927), die im Norden Jütlands um 1900 eine in ganz Europa bekannte Künstlerkolonie bildeten, für Aufsehen. Ihre wichtigsten Werke sind heute in Skagen sowie in der Hirschsprungschen Sammlung in Kopenhagen zu sehen. Auch Kunstmuseen wie Louisiana in Humlebæk, Arken in Ishøj im Süden der dänischen Hauptstadt oder das neue ARoS in Aarhus gehören zur internationalen Spitze. Dänemarks bekanntester Schriftsteller ist ohne Frage Peter Høeg – weltbekannt seit „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ und zuletzt aktuell mit „Die Kinder der Elefantenhüter. Hochkarätige Opern- und Ballettaufführungen können Sie vor allem am Königlichen Theater in Kopenhagen mit seinen vielen Bühnen genießen.

Monarchie

Königin Margrethe II., die seit 1972 amtiert, und ihr Prinzgemahl Henrik, ein Franzose von Adel, sind sehr beliebt. Nur Kronprinz Frederik und seine australische Frau Mary lassen noch mehr Herzen höher schlagen. Wo sonst kann es sich eine Königin leisten, öffentlich zu rauchen und Witze zu reißen und überhaupt so menschlich zu sein wie die gewöhnlichen Sterblichen? Die dänische Monarchie, so viel ist jedenfalls sicher, sitzt fester im Sattel als je zuvor. Sie gibt sich volkstümlich – und sie ist es auch. Da hat das Volk auch nichts dagegen, wenn dieser Luxus ein paar Hundert Millionen Kronen pro Jahr kostet (www.kongehuset.dk).

Tunnel unterm Belt

Wo heute noch der Urlaub mit einer Fährfahrt beginnt, geht es in wenigen Jahren schon ohne Unterbrechung nach Dänemark: 2018 soll ein Tunnel zwischen Puttgarden und Rødby Deutschland und Dänemark verbinden. Das verkürzt die Fahrzeit von derzeit 45 auf 15 Minuten. Damit dauert beispielsweise die Zugfahrt von Hamburg nach Kopenhagen statt heute 4,5 Stunden nur noch drei Stunden. Und die dänische und die deutsche Seite der Region wachsen zu einer großen Ferienregion zusammen – hoffentlich. Rund 4,5 Mrd. Euro soll der Baukosten. Ein Infocenter in Rødby informiert über Projekt und Fortschritte: Femern Infocenter Rødbyhavn | Vestre Kaj 50 c | Di und Do 13–16 Uhr und nach Absprache (www.femern.dk, www.femern.de).

Wikinger

Es war um das Jahr 1000, als die Wikinger ihre Blütezeit erlebten. Ein wildes, starkes Seefahrervolk, hemmungslos, räuberisch, rücksichtslos. So will es jedenfalls die Legende. In Wahrheit waren die Wikinger sicher auch das, aber sie waren noch viel mehr: Handelsleute, Weltreisende, Kulturschaffende, Entdecker. Von Skandinavien aus erkundeten sie mit ihren schlanken, schnellen, hochseetüchtigen Schiffen die Meere, erschlossen Handelswege in Europa, besiedelten die Inselgruppe der Färöer und Island. Eine Expedition unter Erich dem Roten landete 982 auf Grönland, Leif Eriksson erreichte um das Jahr 1000 die nordamerikanische Küste im heutigen Neufundland. Die Faszination vieler Dänen für ihre Vorfahren ist also durchaus verständlich. Beinahe überall im Land hat man ihre Festungen ausgegraben oder ihre Schiffe rekonstruiert und lebt in Wikingersiedlungen nach, wie es wohl vor 1000 Jahren gewesen sein mag. Der Mythos der Wikinger ist aber nicht nur eine dänische Angelegenheit. Die Wikinger verbinden den gesamten Norden. So gesehen sind die Wikinger so aktuell wie vor 1000 Jahren. Informationen über alles, was mit Wikingern zu tun hat, finden Sie unter www.ribesvikinger.dk.

Bücher & Filme

Nordkraft

Nordische Großstadtatmosphäre, Einblicke in die (Un-)Tiefen der dänischen Provinzmetropolen und ihrer Einwohner und ein anderes Bild vom heutigen Dänemark fesseln an Jakob Ejersbos Aalborgroman, als Buch und Film international ein Bestseller.

Hundsköpfe

Buch des Jahres in seiner Heimat: Morten Ramslands Jahrzehnte umspannende Familiengeschichte, die 2006 auf Deutsch auch die Kritiker hierzulande begeisterte.

Reise durch Dänemark

Appetit auf Ferien im Königreich macht dieser Bildband von Reinhard Ilg (Text) und Fina und Horst Herzig.

Die Bank | Das Erbe | Der Totschlag

In seiner Filmtrilogie (Bænken, 2000; Arven, 2003; Drabet, 2005) zeigt der dänische Meisterregisseur Per Fly einen Querschnitt durch die dänische Gesellschaft. Im Mittelpunkt seiner sehenswerten Filme stehen zunächst Außenseiter und Verlierer, dann die Oberklasse und zuletzt die Mittelschicht. Alle Filme gewannen bei den renommierten Nordischen Filmtagen in Lübeck den NDR-Förderpreis. Und „Der Totschlag“ war 2006 sogar auf der Berlinale vertreten.

Fakten

Einwohner
5.827.463
Fläche
42.925 km²
Sprache
Dänisch
Währung
dänische Krone
Strom
230 V, 50 Hz
Regierungssystem
Konstitutionelle Monarchie
Hauptstadt
Kopenhagen
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
11:53 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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