
Reiseführer Qatar - Bahrain - Kuweit
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Luxus und eine Prise Exotik: in Qatar, Bahrain und Kuwait sind die schönsten und teuersten Hotels der Welt versammelt, entspannt man beim Golfen und Baden. Orientalisches Flair gibt es in wohl ausgewogener Dosierung: im Wasserpfeifen-Café, beim Bummel im Souk und beim Offroad-Ausflug in die Wüste. Bislang nur wenige Touristen, eine exklusive, stets entspannte Atmosphäre von Sicherheit und Sauberkeit sind wichtige Trümpfe der drei kleinen Scheichtümer am Arabischen Golf. Und auch zu besichtigen gibt es einiges: altarabische Forts, grandiose Moscheen, restaurierte Kaufmannspaläste und großartige Museen.
Landeanflug auf Kuwait: Im Dunkeln tauchen die ersten Lichter auf. Ein Glitzern und Funkeln erhellt die Stadt, wie man es in Europa nicht gewohnt ist. Illuminiert sind Parks, Shoppingkomplexe, die mehrspurigen, von Palmen umgebenen Stadtautobahnen. Auf dem hochmodernen Flughafen werden einheimische Geschäftsleute im Businessanzug von Männern in weißen, bodenlangen Dishdashas mit Umarmung begrüßt.
Geschichte
Ca. 4000 v. Chr.
Erste Besiedlung in Qatar und Bahrain sowie an der Nordküste der Bucht von Kuwait
2500-1600 v. Chr.
Blütezeit der Dilmun-Kultur in Bahrain und Kuwait
Ab 600 v. Chr.
Griechen siedeln in Bahrain (Tylos). Alexander der Große errichtet im 4.Jh. eine Siedlung auf der heute zu Kuwait gehörenden Insel Failaka
632
Mohammeds (geb. 570) Tod; die Islamisierung der Arabischen Halbinsel ist weitgehend abgeschlossen
Ab 1507
Portugiesen erobern die Ostküste der Arabischen Halbinsel
Ab 1602
Perser vertreiben die Portugiesen und übernehmen die Macht
18.Jh.
Beginn der Herrschaft der Al-Sabah-Familie in Kuwait (1756), der Al-Thani-Familie in Qatar (1768) und der Al-Khalifa-Familie in Bahrain (1783)
19.Jh.
Bedrohung der Golfregion durch Perser und vor allem Osmanen; Bahrain (1861), Kuwait (1899) und Qatar (1916) werden britisches Protektorat
1932
Bahrain beginnt mit der Erdölförderung, 1946 folgt Kuwait, 1949 Qatar
1961
Kuwait wird von Großbritannien unabhängig, 1971 folgen Qatar und Bahrain
1990/91
Zweiter Golfkrieg: Irak überfällt Kuwait
2002
Sheikh Hamad erklärt Bahrain zur Demokratie und sich selbst zum König
2008
Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft den Premierminister von Qatar, Sheikh Hamad al-Thani, und den König von Bahrain, Sheikh Hamad al-Khalifa
Tatsächlich nutzen immer mehr Besucher vor ihrem Weiterflug nach Asien die Möglichkeit, ein neues exotisches Reiseziel kennenzulernen. Und das kleine, traditionsreiche Emirat Kuwait, nur halb so groß wie die Schweiz, verführt zum Staunen. Umgeben von Geröll- und Sandwüste, Pipelines und Ölbohrtürmen, wurde nach dem Golfkrieg mit Kuwait City eine supermoderne Stadt wieder aufgebaut, in der jedoch die Minarette nicht fehlen dürfen. Geld spielt kaum eine Rolle. Und so ist im „Arabien à la carte“ alles Gold, was glänzt - schließlich gibt es genug ausländische Arbeitskräfte, die rund um die Uhr die Glasfassaden der edlen Hochhausbauten wienern und mit der Schere die welken Blätter in den Blumenrabatten abschneiden.
Nur wenige Minuten Autofahrt sind es in die Vergangenheit: In den Souks feilschen Frauen mit Schleier oder Gesichtsmaske, werden Tücher in allen Farben, Haushaltswaren und Parfümöle verkauft, aus offenen Säcken Anissamen und Chilischoten abgewogen. Und im Hafen der Stadt liegen nach wie vor die alten, hölzernen Dhaus vor Anker, fahren die Fischer frühmorgens aufs Meer hinaus.
Den Spagat zwischen Vergangenheit und Moderne beherrscht man auch im Emirat Qatar, das als sandige Halbinsel südlich von Kuwait und Bahrain in den Arabischen Golf ragt. Nur noch wenige Jahre, so rechnet man, dann wird Qatar zur neuen Luxusdestination Arabiens. Dafür entwarf man einen gewaltigen „Tourism Masterplan“, der Milliardeninvestitionen vorsieht. In der Hauptstadt Doha schießen exklusive Hochhäuser wie Pilze aus dem Boden, entstehen neue Resorts und Hotels. Gigantisch ist auch das Projekt „The Pearl of the Gulf“, eine 4 km² große, künstliche Insel mit Luxushotels, Villen und Apartments, Yachthäfen und Palmenstränden.
Vom exklusiven Qatar in den Inselstaat Bahrain gelangt man per Flugzeug. Nur noch wenig Erdöl sichert das Auskommen des Landes. Dennoch leben die Menschen auch hier im Wohlstand: Das Erfolgsrezept Bahrains lautet heute Offshore Banking und Entertainment. Und Manama, die Hauptstadt des liberalen Bahrain, wird schon mal scherzhaft als „Wall Street mit Medina (Altstadt)“ bezeichnet. Aus dem angrenzenden Saudi-Arabien reisen an Wochenenden Tausende von Besuchern an, um gepflegt essen zu gehen, sich eine nette Show oder einen Discobesuch zu gönnen. Auf der ins Meer gebauten Dammverbindung bilden sich dann lange Staus. Bahrain begeistert europäische Besucher darüber hinaus mit seinen nach wie vor existenten alten Stadtvierteln. Ursprüngliches arabisches Leben, das an die Zeit vor dem Ölboom erinnert, findet man auf einigen von Bahrains vielen Inseln, bewohnt von Fischern und Bauern.
Viele Jahrhunderte lang war die wirtschaftliche Situation der drei Länder alles andere als rosig. Beduinenfamilien besaßen nur das Nötigste zum Leben: ein Zelt, ein paar Kamele und Ziegen, eine Lehmhütte in der Nähe eines Brunnens. Im Lauf der Zeit übernahm eine Familie die Führung, wurde ein Stamm sesshaft an einem Ort, an dem Grundwasser vorhanden war für einen Brunnen - eine Siedlung am Meer entstand. Auf diese Weise gründeten die Familien al-Kalifah, al-Sabah und al-Thani schließlich die Emirate Qatar, Bahrain und Kuwait. Das Leben wurde einfacher für die sesshaft gewordene Bevölkerung. Man lebte vom Bootsbau, vom Fischfang, der Perlentaucherei, von Kamelen, Ziegen, Dattelpalmen und ein wenig Feldbau in den Oasen.
Dann wurde Erdöl entdeckt und gefördert, und nichts blieb, wie es war. Die alten Stadtmauern fielen. Moderne, von Architekten aus dem Westen geplante Bauwerke wurden errichtet, Klimaanlagen ersetzten die alten Windtürme, getönte Scheiben die mashrabiyas, die hölzernen Erker und Fenstergitter, die es den einheimischen Frauen erlaubten, aus dem Fenster zu schauen, ohne selbst gesehen zu werden. Erdöl veränderte das gesamte Leben am Arabischen Golf, wurde Grundlage der politischen Unabhängigkeit, der wirtschaftlichen Entwicklung und der Bedeutung der Region für die Welt.
Der Bauboom und die starke Ausweitung des Dienstleistungsgewerbes erforderten ausreichend Arbeitskräfte. Diese kamen aus aller Welt; sogar der Handel wird heute - in diesen traditionell vom Handel geprägten Staaten - von Ausländern betrieben. Die Einheimischen profitieren aber auch hiervon, da zu jedem aktiven ausländischen Partner ein obligatorischer, passiver einheimischer Sponsor gehört. Die Verfügungsgewalt über die Einnahmen aus dem Erdölexport liegt in den Händen jener Familien, die schon vor der Erdölzeit die Geschicke des Landes bestimmten. Doch die Herrscherfamilien lassen ihre Untertanen großzügig am Wohlstand teilhaben: Mit den Öleinnahmen wird auch der Haushalt des Landes gespeist. Wasser, Strom und Gesundheitsversorgung sind kostenlos, Einkommensteuer, Mehrwertsteuer und Lohnsteuer unbekannt. Alte, Kranke, Behinderte und Witwen werden auf Staatskosten versorgt, und bei Heirat gibt es Geld, ein Haus oder beides.
Die Förderung des Tourismus ist die jüngste Entwicklung in den drei Emiraten. Grundlegender Schritt war die erleichterte Visapolitik: Seitdem Reisende die Einreise problemlos am Flughafen beantragen können, nehmen die Besucherzahlen aus Europa ständig zu. Mit einem Mal ist es angesagt, die exotischen Wüstenstaaten kennenzulernen, beispielsweise bei einem mehrtägigen Stopover auf dem Weg nach Fernost.
Beliebt bei Besuchern: baden an einem der vielen Strände, einkaufen in Souks und klimatisierten Shoppingkomplexen. Rund ums Jahr - nur von Juni bis September ist es zu heiß - herrscht ideales Klima für Badeurlaub, Wassersport und Golfen. Neben dem überall präsenten Luxus staunen die Gäste über die entspannte Atmosphäre. Die ausländischen Angestellten sind zuvorkommend und freundlich, nirgends wird man belästigt, und selbst nachts bleibt man am Strand wie in der Stadt unbehelligt. Ahlan wasahlan - Sie sind willkommen!
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