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USA Südstaaten

Check-in

Was ist bloß aus Scarlett O’Hara geworden? „A pickup truck is her limousine, and her favorite dress is her faded blue jeans“, besingt Country-Megastar Garth Brooks die Südstaatenschönheit von heute. Das verwöhnte Biest aus „Vom Winde verweht“ würde sich wohl glatt im Grab umdrehen.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Der berühmte blaue Dunst entsteht, wenn die auf den zu 90 Prozent bewaldeten Nationalpark fallenden Niederschläge verdampfen und sich mit den von der üppigen Vegetation produzierten Naturölen und…
Dieses Viertel ist das Herz von New Orleans und lässt sich durchaus ziellos erwandern, denn es ist kleiner und kompakter, als es auf den ersten Blick scheint. Schmiedeeiserne Balkongitter, von…
Mit insgesamt 40 Mio. Liter fassenden Aquarien und Meerwasserbecken ist das Georgia Aquarium das größte der Welt. Über 100 000 Meeresbewohnerbevölkern die gigantischen Tanks, thematische…
Wie die Royal Street ist auch die BourbonStreet den Großteil des Tages für Autos gesperrt. Sie ist die Amüsiermeile voller Bars, Jazzclubs und Nachtlokale.
Es rockt innerlich? Dann nichts wie hin! Graceland, das Anwesen des King of Rock ’n’ Roll, ist etwas für Fans. Täglich werden Besucher aus aller Welt durch das Haus gelotst, vorbei an Elvis…
Sicher eine der spirituell stärksten Erfahrungen auf einer Reise durch den Süden: Archiv, Bibliothek, Geburtshaus, das Grab mit der Aufschrift „Free at last” und die Ebenezer Baptist Church, in…
Im Themenpark des berühmten Hollywoodstudios können Besucher durch vertraute Filmkulissen spazieren. Rundfahrten und Shows mit zahlreichen Höhepunkten: der Absturz mit der Straßenbahn aus King…
Das Herz von Walt Disney World ist besonders auch für jüngere Kinder attraktiv. Main Street USA, die idealisierte amerikanische Kleinstadthauptstraße, dient hier als Schauplatz der mindestens…
Dass das Viertel mit seinen 800 Gebäuden in den Dekors und den Farben der 1920er- und 1930er-Jahre stehen blieb, hat die streitbare Barbara Capitman erreicht, die berühmt wurde, als sie sich in den…
Als Horchposten für den Funkverkehr im 150 km entfernten Kuba ist die südlichste bewohnte Key-Insel heute v.a. ein Fluchtpunkt für Müßiggänger und Zivilisationsflüchtlinge aus dem Norden.…
Experten haben beim Strandspaziergang auf Sanibel & Captiva Island schon bis zu 400 Muschelarten gezählt. 40% der Inseln stehen unter Naturschutz. Bowman's Beach ist einer der schönsten Strände.…
Bis zu 400 Muschelarten haben Experten beim Strandspaziergang auf Sanibel & Captiva Island schon gezählt. 40 Prozent der durch eine Brücke miteinander verbundenen Inseln stehen unter Naturschutz.…
Als Walt Disney 1963 als Gegenstück zu Disneyland in Kalifornien einen zweiten Vergnügungspark plante, sollte dieser weit über einen Entertainmentkomplex hinausgehen. Die Wissenschaft für…
Am berühmten Raketenbahnhof Cape Canaveral auf der gleichnamigen Insel vor Titusville öffnet Florida das Tor zur Zukunft. Hier heben Satelliten und Raumfähren der Nasa mit Dampf in den Himmel ab.…
Ozeanriesen vor Wolkenkratzern: Miami bietet eine einmalig eindrucksvolle Perspektive - v.a. nachts vom Metromover aus.

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Entdecke die Südstaaten

Zwischen alt und neu

Die Zeiten haben sich geändert. Scarletts moderne Schwestern tragen bequeme Klamotten, sind finanziell unabhängig und bei Wahlen eine umworbene Zielgruppe. Sie heiraten auch nicht gleich den Nachbarsjungen. Erst mal kommt der Spaß – in verwaschenen Jeans, Pick-up-Trucks und auf Countryrock-Konzerten. Von den Bergen der Carolinas bis nach Key West, von Nashville bis zu den Sumpflandschaften Louisianas: Alte Klischees und Stereotype werden dir gar nicht oder nur in abgewandelter Form begegnen. Auch wenn an manchen Schulen die biblische Erschaffung der Welt gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie auf dem Lehrplan steht: Selbst die konservativen Ecken des „Old South“ haben zu Mainstream- Amerika aufgeschlossen.

Filmreife Optik

So ganz von der Vergangenheit verabschiedet hat sich der Süden allerdings nicht. Savannah steht weiterhin für Eleganz und Südstaatenidylle. New Orleans bleibt „The Big Easy“, die Stadt des Jazz und der lockeren Sitten. Die southern mansions versprühen nach wie vor „Vom Winde verweht“-Atmosphäre und über allem hängt auch weiterhin diese schwüle, vom Duft der Magnolien geschwängerte Hitze, die einen schon im Film „Grüne Tomaten“ (1991) mitschwitzen ließ.

Vom Bürgerkrieg zu den Bürgerrechten

Der Abschied von der Vergangenheit begann 1865, im Jahr der Niederlage der Südstaaten im Bürgerkrieg. Vorbei war die Zeit der rauschenden Bälle auf den Baumwollplantagen und vorbei war die Sklaverei. Die Rassentrennung aber sollte Alltag bleiben – bis zum civil rights movement. Mit der Bürgerrechtsbewegung erlebten die Südstaaten in den 1950er- und 1960er-Jahren Protestmärsche, Sitins und Demonstrationen, die oft blutig endeten. Doch Bürgerrechtler wie Martin Luther King jr. engagierten sich nicht umsonst: 1965 wurde das Wahlrecht für Schwarze eingeführt. Seitdem sind Schatten der Vergangenheit kürzer geworden. Aufgelöst haben sie sich aber nicht. Doch wo Schatten ist, da ist auch Licht: Die Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern vereint Bürger aller Hautfarben in der Protestbewegung Black Lives Matter. Es gibt schwarze Gouverneure, Bürgermeister und Richter, Polizeipräsidentinnen und Senatorinnen. Und wegen der beschönigenden Darstellung der Sklaverei in „Vom Winde verweht“ haben amerikanische Streamingdienste den Hollywoodklassiker mit Warnhinweisen versehen.

Ein Urlaubspaket voller Kontraste

Der Tourismus bringt den Wandel auf seine Weise voran. Die Vielfalt des Südens ist nämlich nicht nur überwältigend, sondern auch überaus attraktiv. Hier sind die meisten Dialekte der USA zu hören – von den von afrikanischen Sklaven abstammenden Gullah auf den Sea Islands vor Beaufort bis zu den Französisch sprechenden Cajuns. Bluegrass, Blues und Dixieland, Rock ‘n‘ Roll und Countrymusic traten von Memphis, Nashville und New Orleans aus ihre Siegeszüge an. Hier gibt es die höchsten Berge des Ostens und die besten Strände der Nation. Reise von den bezaubernden, vor den Carolinas im Atlantik ankernden Urlaubsparadiesen der Outer Banks zu den Bären der schroffen, dicht bewaldeten Appalachen. Und von dort aus durch fruchtbares Tiefland dem sich zum Golf von Mexiko hinabwindenden Mississippi entgegen. Oder nimm einfach gleich die famosen Strände des Südens in Angriff. Dann beginnst du am besten in Florida und „arbeitest“ dich von Key West, dem südlichsten Ort der kontinentalen USA, genüsslich hinauf bis nach New Orleans, der feierlaunigen Stadt im Mississippidelta.

Unterwegs werden sich zu den landschaftlichen Kontrasten – mal kaum sichtund spürbar, mal unüberseh- und hörbar – tiefe kulturelle und soziale Unterschiede gesellen. Hier der Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral und das US Space and Rocket Center von Huntsville, dort Voodoo und Aberglaube jeglicher Art. Hier lebensfrohes Miteinander von Menschen unterschiedlichster sexueller Orientierungen und dort wertkonservative, auf Hergebrachtem beharrende Gemeinschaften. Der Süden bringt all das unter einen Hut. Mal spielend und voller Charme, mal mühsam und ergreifend. Langweilig wird es nie!

Ritterlich gastfreundlich 

Was sonst ist noch typisch Süden? Die altmodische Ritterlichkeit hat überdauert. Herren halten Damen die Tür auf – die Leute im Norden, so sagen sie, bekämen das erst in teuren Benimmkursen eingebläut. Spontane Tänzchen mit Wildfremden wie beim „Rendez-vous des Cajuns“ im Liberty Theater in Eunice (Louisiana), wo du schnell nette Bekanntschaften machst, gehen immer. Und last but not least ist da auch noch die Gastfreundschaft, die legendäre southern hospitality. Irgendwo wird immer ein Barbecue mit scharf gewürzter Südstaatenküche veranstaltet. Einladungen zu solchen cook-outs solltest du unbedingt annehmen. Nur denk dran: Dies ist Coca-Cola-Land, wer eine Pepsi möchte, erntet Stirnrunzeln.

Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Flüge von Europa in den Süden der USA dauern rund zehn Stunden. Ein- bis zweimaliges Umsteigen kann die Reisezeit allerdings leicht auf 16 Stunden verlängern. Wegen der Konkurrenz der Airlines auf der Nordatlantikstrecke sind Hin- und Rückflugtickets um 500 Euro schon fast normal. Einreise- und Zollformalitäten sind stets am ersten Flughafen im Land zu erledigen. Am Zielflughafen bei der Gepäckausgabe die Gepäckabschnitte bereithalten, sie werden gern kontrolliert.

Auskunft

USA: www.discoveramerica.com, neue Webseite der 2012 in Brand USA umbenannten Corporation for Travel Promotion - u. a. Listen der offiziellen Tourismusministerien und Fremdenverkehrsämter.

Florida und Florida Keys/Key West: Mikulla Goldmann PR | Bavariaring 38 | 80336 München | Tel. 089 4521860 | www.mikullagoldmann.de; Georgia: Georgia Tourism Wolfgang Streitbörger | Horstheider Weg 106 a | 33613 Bielefeld | Tel. 0521 9860425 | www.georgia.org; Louisiana/New Orleans/North Carolina: Wiechmann Tourism Service | Scheidswaldstraße 73 | 60385 Frankfurt/Main | Tel. 069 255380 | www.wiechmann.de; Miami: Kocherscheidt Kommunikation | Pickhuben 5 | 20457 Hamburg | Tel. 040 360062890 | www.k-kom.com; Memphis und Mississippi: Wolfgang Streitbörger | Adresse s. Georgia | Tel. 0521 9860420 | www.memphis-mississippi.de; South Carolina: ESTM Edeltraud Sommer | Tel. 06172 921604 | SouthCarolina@es-tm.com

Daneben gibt es viele mehr oder weniger unabhängige, themenorientierte Infoseiten. Outdoorfans können sich bei www.gorp.com über Wander-, Biking- und Paddelmöglichkeiten informieren. Die Küche der Südstaaten hat www.southernfood.about.com zum Thema. Historisch und kulturell Interessierte werden auf Seiten wie www.discoverblackheritage.com und www.welcometobontemps.com fündig. Zimmer sind oft preiswerter, wenn Sie sie online direkt beim Hotel oder aber auf Reservierungsseiten wie www.hotels.ca, www.hotwire.com oder www.expedia.com buchen.

Auto

Das Straßennetz ist gut ausgebaut. Es gibt jeweils besondere Schilder für Country-Straßen, State- und US-Highways sowie für die großen Interstate-Autobahnen. Anschnallen ist Pflicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,0. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Landstraßen meist 55 Meilen/h (88 km/h), in Orten 35 Meilen/h (50 km/h). Nur auf Autobahnen gelten als Höchstgeschwindigkeit meist 65 oder 75 Meilen/h (105 oder 130 km/h).

Die Verkehrsregeln gleichen denen in Europa. Es gibt jedoch einige Besonderheiten: An Ampeln darf man (wenn nicht ausdrücklich verboten) auch bei Rot nach rechts abbiegen, auf Autobahnen auch rechts überholen. Schulbusse, die zum Ein- oder Aussteigen anhalten, dürfen dagegen überhaupt nicht passiert werden, auch nicht aus der Gegenrichtung. Außerdem gibt es sogenannte 3-way- oder 4-way-stops, Kreuzungen mit Stoppschildern, an denen jedes Fahrzeug halten muss. Wer zuerst gehalten hat, darf zuerst weiterfahren. Der US-Automobilclub AAA hilft auch den Mitgliedern ausländischer Clubs (Ausweis mitnehmen!). Praktisch sind tripticks: zu einem Heft gebundene Karten mit Routenführung.

Banken, Geld & Kreditkarten

Banken haben meist von 10 bis 15 Uhr geöffnet (freitags bis 17.30 Uhr), Drive-Thru-Schalter häufig ewas länger. Sie lösen Reiseschecks (ausgestellt auf US-Dollar) ein, doch nur die größeren Banken wechseln auch ausländische Währungen. In den Wechselstuben von Großstädten und auf internationalen Flughäfen sowie in größeren Hotels können Sie (oft allerdings zu schlechtem Kurs) europäische Währungen in Dollar umtauschen. Kreditkarten werden praktisch überall angenommen, auch von den ATM (automatic teller machines), den amerikanischen Geldautomaten.

Camping

Die schönsten Campingplätze sind meist die öffentlichen: Sie liegen naturnah an Seen und in Nationalparks; eine Übernachtung kostet zwischen 10 und 35 Dollar. Private, oft recht luxuriöse Plätze mit heißen Duschen, Pool und einem Laden finden Sie am Rand der Städte und der Parks (Preise etwa 20-50 Dollar). Wildes Campen ist (außer in den Parks) nicht verboten, wird aber nicht immer gern gesehen.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

2300 M Street NW, Suite 300 | Washington, D.C. | Tel. 202 2984000 | www.germany.info

Österreichische Botschaft

3524 International Court NW | Washington, D.C. | Tel. 202 8956700 | www.austria.org

Schweizer Botschaft

2900 Cathedral Avenue | Washington, D.C. | Tel. 202 7457900 | www.eda.admin.ch/washington

Einreise

Für die Einreise in die USA benötigen Sie einen mindestens für die Dauer des geplanten Aufenthalts gültigen Reisepass. Deutsche, Österreicher und Schweizer können visumsfrei einreisen, müssen sich jedoch spätestens 72 Stunden vor Abflug auf der Website des Electronic System for Travel Authorization (ESTA) (https://esta.cbp.dhs.gov) anmelden, um eine gebührenpflichtige elektronische Einreiseerlaubnis zu erhalten. Diese gilt für beliebig viele Einreisen innerhalb von zwei Jahren. Auch Kinder benötigen einen Reisepass (mit Foto). Für die Anträge der Einwanderungs-/Zollbehörde, die im Flieger ausgefüllt werden müssen, sollten Sie Informationen wie Ihre Reisepass- und Flugnummer vor der Abreise in eine Checkliste eintragen und während der Reise leicht erreichbar bei sich tragen. So ersparen Sie sich unnötigen Stress im Flieger vor der Landung. Neben besagten Nummern gehören dazu auch die komplette Adresse der ersten Unterkunft in den USA und ein Ausdruck des ESTA-Antrags.

Die maximale Aufenthaltsdauer ohne Visum in den USA beträgt 90 Tage. Das Datum, an dem die USA spätestens wieder verlassen werden müssen, wird in den Reisepass eingestempelt. Nähere Informationen finden Sie z. B. auf der Website des Auswärtigen Amts (www.auswaertiges-amt.de).

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung in den USA ist im Allgemeinen sehr gut - aber auch sehr teuer. Daher ist es ratsam, für die Reise eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Medikamente erhalten Sie in der pharmacy sowie im drugstore, beide sind häufig auch rund um die Uhr geöffnet.

Inlandsflüge

Alle großen US-amerikanischen Fluggesellschaften bieten Rabatte für Inlandsflüge an. Entscheidend ist dabei, dass man lange im Voraus bucht (mindestens 14 Tage vorher, möglichst schon im Heimatland) sowie ein Hin- und Rückflugticket kauft.

Internetzugang & Wlan

Dass McDonald's und die Coffeeshopkette Starbucks freies WLAN in ihren Lokalitäten anbieten, ist den meisten bekannt. Gute Chancen auf WLAN haben Sie auch in unabhängigen Cafés, Shopping Malls, Kaufhäusern, Büchereien und in den Lobbys großer Bürotürme. Zudem bieten immer mehr Hotels ihren Gästen Gratis-WLAN. Auch die Besucherzentren der Nationalparks und nationalen Gedenkstätten sind oft "connected". Weniger bekannt ist hingegen, dass auch viele Autowerkstätten und Truckstops ihre Kunden mit einem kostenlosen WLAN-Zugang bei Laune halten: US-Trucker sind die vielleicht am besten verbundenen Amerikaner, dicht gefolgt von den Autofahrern. Eine gute Orientierung ermöglicht vorab das Verzeichnis The Wi-Fi-Free Spot Directory (www.wififreespot.com). Hier finden sich, nach US-Bundesstaaten gelistet, mehrere Tausend WLAN-Hotspots.

Jugendherbergen

Die Nacht in einem Haus der American Youth Hostels (AYH) kostet 30-60 Dollar. Ein Adressverzeichnis für Jugendherbergen ist im Buchhandel erhältlich (International Hostelling) sowie unter www.hiusa.org. Auskunft über die preisgünstigen Heime der YMCA (für Männer) und der YWCA (für Frauen) erhalten Sie unter www.ymca.net und www.ywca.org.

Klima & Reisezeit

In den Südstaaten der USA herrscht schon subtropisches bis tropisches Klima. Das bedeutet: Es gibt sehr heiße, lange Sommer mit einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit. Von Mai bis September ist durchgängig mit solchem Wetter zu rechnen. Sehr schön ist in den Appalachen der Herbst, auch Indian Summer genannt, wenn sich die Blätter verfärben, es noch warm, aber nicht mehr schwül ist, also im Oktober und November. Der Winter kann extreme Schneefälle bringen, besonders in den nördlicheren Südstaaten und den Bergregionen. Im südlichen Georgia, entlang der Golfküste und in Florida schneit es aber nicht. Stattdessen regnet es dort. Der Frühling kommt blitzschnell im März/April. Nur in Südflorida ist im Winter beständig schönes Wetter ohne Regen und bei nicht allzu heißen Temperaturen zu erwarten. Mit Ausnahme von Florida sind die angenehmsten Reisezeiten der Frühsommer und Herbst. Die aktuelle Wettervorhersage für Ihre Urlaubsregion finden Sie unter www.weatherusa.net.

Masse & Gewichte

Auf den Straßen spult man Meilen (= 1,6 km) herunter, kauft Benzin in Gallonen (= 3,79 l) und schwitzt bei Fahrenheit-Temperaturen: (0 °C = 32 °F, 15 °C = 59 °F, 20 °C = 68 °F).

Mietwagen

Um ein Auto zu mieten, genügt der nationale Führerschein. Leihwagen sind vor allem in Florida recht günstig (ab etwa 40 Dollar pro Tag, 280 pro Woche). Fast immer sind die gefahrenen Kilometer inklusive (unlimited mileage). Eine Vollkaskoversicherung (loss/damage waiver) wird separat mit mindestens 18 Dollar pro Tag berechnet, das Mindestmietalter beträgt 21 Jahre. Neben den großen Mietwagenfirmen gibt es viele kleinere Anbieter. Dort sollten Sie den Wagen vorher auf Defekte untersuchen und sich diese bestätigen lassen. Es ist meist preisgünstiger, das Fahrzeug schon von zu Hause aus zu reservieren und es dort wieder abzugeben, wo man es abgeholt hat, da sonst hohe Rückführgebühren fällig werden. Wer sich erst vor Ort um einen Mietwagen kümmern will, findet auf Breezenet (www.bnm.com) die aktuellen Sonderangebote der großen und auch kleineren Mietwagengesellschaften aufgelistet. Weitere Websites mit Rabatten auf Mietwagen: www.hotwire.com, www.priceline.com und www.orbitz.com.

Wer den Traum von der großen Freiheit noch ein Stück weiterträumt, geht mit dem Wohnmobil auf die Reise. Bei der Buchung dieser rollenden Wohn-/Schlafzimmer empfiehlt es sich, mehrere Punkte zu beachten. Beispielsweise sollten Sie stets eine Kategorie größer wählen, um "Hüttenkoller" zu vermeiden, und angesichts der gewaltigen Entfernungen ruhig unbegrenzte Meilen buchen. Das ist zunächst zwar teurer, rentiert sich aber meist immer und verhindert auch die stressige Meilen-Rechnerei. Und man kann spontane Abstecher unternehmen.

Notruf

Fast überall in den Südstaaten gilt die gebührenfreie Notrufnummer 911. Nur auf dem Land gibt es andere, am Münztelefon vermerkte Notrufe für Polizei, Feuerwehr und Notarzt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Vor allem Alleinreisende unterwegs in den USA überlegen häufig, ob Busse und Züge nicht eine preiswerte Alternative zum Mietwagen sind. Solange man in den Städten bleibt, mag die Rechnung aufgehen: Das öffentliche Verkehrsnetz ist relativ dicht. Lange Wartezeiten, Umsteigerei sowie Abfahrten bzw. Ankünfte mitten in der Nacht und in verlassenen Stadtbezirken müssen dabei jedoch in Kauf genommen werden. Zu den großen Sehenswürdigkeiten außerhalb der Städte, allen voran die Nationalparks, fahren für gewöhnlich allerdings weder Busse noch Züge.

Post

Postämter haben Mo-Fr von 9 bis 17 Uhr geöffnet, größere auch Sa von 8.30 bis 12 Uhr. Das Porto für Luftpostbriefe nach Europa beträgt 60, für Postkarten 55 Cent.

Preise & Währung

Währung ist der amerikanische Dollar (= 100 Cents). Es gibt Banknoten (bills) zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar sowie Münzen (coins) zu 1 ¢ (penny), 5 ¢ (nickel), 10 ¢ (dime), 25 ¢ (quarter) und 50 ¢ (half dollar). Vorsicht: Alle Dollarnoten sind gleich groß, von gleicher grünlich grauer Farbe und unterscheiden sich nur im Aufdruck! In den meisten Bundesstaaten wird auf Einkäufe und Verzehr eine Steuer (4-7 Prozent) erhoben. Diese sales tax taucht erst auf der Rechnung auf!

Sicherheit

Die USA sind ein sicheres Reiseland. Das bedeutet, dass Sie jene Umsicht walten lassen sollten, die Sie aus europäischen Großstädten gewohnt sind. Nachts verlassene Straßenzüge, Parks und Viertel sollten Sie ebenso meiden wie überflüssiges Hantieren mit Wertgegenständen wie Laptops und Smartphones. Landet man beim Verlassen einer Interstate in einer zweifelhaft wirkenden Gegend, sollte man schnellstmöglich die Auffahrt zurück auf den Freeway suchen.

Strom

Die Netzspannung beträgt 110 V, ein Adapter ist notwendig.

Telefon & Handy

Alle Telefonnummern in den USA sind siebenstellig, für Ferngespräche kommt eine dreistellige Vorwahl dazu, der area code. Bei Ortsgesprächen wählen Sie nur die Nummer, bei Ferngesprächen innerhalb eines Vorwahlbereichs lediglich eine "1" vor der Nummer. Die Vorwahl für Deutschland lautet: 01149; für Österreich: 01143; für die Schweiz: 01141, Vorwahl in die USA: 001.

Ortsgespräche kosten 25-50 Cent, bei Ferngesprächen nennt nach dem Wählen eine Computerstimme die Gebühr. Wer kein Kleingeld hat, bekommt an jeder Tankstelle eine Telefonkarte zu fünf, zehn oder 20 Dollar. Um mobil zu telefonieren, ist ein Tri- oder Quadband-Handy nötig. Sie sollten sich bei Ihrem Netzbetreiber erkundigen, mit welchen Anbietern Roamingabkommen bestehen. Meist fallen hohe Gebühren an. Daher ist es sinnvoll, sich in den USA eine SIM-Karte zu kaufen.

Zeitzonen

Eastern Time Zone (MEZ -6 Stunden) und Central Time Zone (MEZ -7 Stunden). Sommerzeit gilt 2015 vom 8. März bis zum 1. November.

Zoll

Gegenstände für den persönlichen Bedarf sind zollfrei. Pflanzen, Wurst, Obst und andere frische Lebensmittel dürfen nicht eingeführt werden. Erlaubt sind pro Erwachsenen 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 2 kg Tabak sowie 1 l Spirituosen, außerdem Geschenke bis zu einem Wert von 100 Dollar.

Nach Deutschland und Östereich dürfen zollfrei eingeführt werden: 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 50 ml Parfüm oder 250 ml Eau de Toilette und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro. Für die Schweiz gelten erheblich niedrigere Freigrenzen.

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1. Jan.

New Year's Day (Neujahr)

3. Montag im Jan.

Martin Luther King jr. Day

3. Montag im Feb.

President's Day

Letzter Montag im Mai

Memorial Day

4. Juli

Independence Day

1. Montag im Sept.

Labor Day

2. Montag im Okt.

Columbus Day

11. Nov.

Veterans Day

4. Donnerstag im Nov.

Thanksgiving

24./25. Dez.

Christmas Eve/Christmas Day

Feste

Januar

Grand American Coon Hunt: Amerikas beste Jagdhunde treten bei der Waschbärenjagd in Orangeburg (South Carolina) an.

In Miami ist das achttägige Orange Bowl Festival mit Paraden und Konzerten der Höhepunkt der Footballsaison.

Februar

Black History Month im ganzen Süden, mit Open-Air-Konzerten, Gedenk- und Theaterveranstaltungen

Daytona 500, das legendäre Stockcar-Rennen in Daytona

Vierte Woche: Mardi Gras in New Orleans, der berühmteste Karneval in Nordamerika. Bunte Mardi-Gras-Events auch in Mobile, Biloxi und Natchez

März

Zweite bis dritte Woche: In Greensboro (North Carolina) wird die Schlacht von Guilford Courthouse nachgespielt.

Dritte Woche: Irischstämmige Amerikaner feiern in Savannah einen der größten St.-Patrick's-Day-Umzüge in den USA.

April

Cajunmusik auf dem Festival International de la Louisiane in Lafayette Ende des Monats

Inman Park Festival: schrille Umzüge und Atlantas größter Flohmarkt

Annual Columbia International Festival: hochkarätige Filme in Columbia

April/Mai

Jazz, Blues und Rock auf dem New Orleans Jazz and Heritage Festival

Mai/Juni

Hang Gliding Spectacular in Nags Head (South Carolina): internationales Meeting der Drachenflieger

In Charleston findet das Spoleto Festival USA statt, eines der größten Theaterfestivals der Welt

Juni

International Country Music Fair in Nashville, ein Treffen der Top-Acts des Genres

Ausgelassene Straßenpartys während des Pridefest Key West

Juli

Schottische Weisen und Wettkämpfe bei den Annual Grandfather Mountain Highland Games bei Asheville

August

Erste bis vierte Woche: Bluegrass und Folk werden auf dem Mountain Dance and Folk Festival in Asheville gespielt; Mitte August: Stelldichein der Rock-and-Roll-Legenden während der Elvis International Tribute Week in Memphis

September

Erste Woche: In Plaisance (Louisiana) feiern die schwarzen Cajuns auf dem Zydeco Music Festival ihre Kultur.

Oktober

In vielen Gemeinden wird das deutsche Oktoberfest gefeiert.

Knallbunte Ballons am Himmel, beim Great Mississippi River Balloon Race in Natchez

Tolle Liveacts aus Rock und Country auf dem Bayfest in Mobile

Dezember

Weihnachten ist in den Subtropen ein buntes Spektakel. Highlights sind das New Orleans Christmas, zu dem das French Quarter exotisch-üppig geschmückt wird, und das Festival of Lights, bei dem die Altstadt von Natchitoches (Louisiana)eine üppige Weihnachtsdeko bekommt.

Bloss nicht

Hände schütteln

Hi, how are you? Nice to meet you. Das sagt Ihnen einer zur Begrüßung. Sie freuen sich, strecken die Hand aus - und greifen ins Leere. Politiker schütteln sich die Hand, Vertragspartner und alte Freunde. Leute, die einander flüchtig kennenlernen, nicht. Es reicht völlig, seinen (Vor-)Namen zu nennen und I'm doing fine. oder My pleasure! zu murmeln.

Rauchen

Die Gesundheitskampagne hat auf der ganzen Linie gesiegt. Rauchen ist auf allen Inlandsflügen und in öffentlichen Gebäuden verboten. Viele Restaurants und sogar Bars haben Raucherzonen - im schlechteren, hinteren Teil des Lokals. Hotels verfügen über immer weniger Raucherzimmer. Manchen finden den Zigarettengeruch inzwischen so eklig, dass sie Raucher sogar auf offener Straße anblaffen. Für Zigaretten darf vielerorts nicht geworben werden. Rauchen Sie bloß nicht dort, wo es verboten ist und wo die Leute es nicht wünschen - z. B. im Restaurant.

Alles besser wissen

"Am deutschen Wesen soll die Welt genesen": Reisende wissen, dass dieser Satz nicht von ungefähr kommt. Halten Sie sich also zurück und sagen Sie Ihre Meinung nur, wenn sie gefragt ist - auch wenn dies bei Reizthemen wie Waffenbesitz, US-Außenpolitik, Recht auf Abtreibung und Todesstrafe schwerfallen mag.

Wortlos zu Fremden an den Tisch setzen

Morgens im B & B: Sie kommen nicht umhin, den Frühstückstisch mit zwei Ihnen fremden Ehepaaren zu teilen. In dieser Situation gehört es in den USA zum guten Ton, sich mit Vornamen vorzustellen und kurz zu sagen, woher man kommt. Eine Unterhaltung ergibt sich danach ganz von selbst. Ein sich ausschweigender Tischgenosse wird als rude, als unhöflich also, wahrgenommen.

Nackt in die Sauna

Trotz Pamela Anderson, Spring-Break-Partys und freizügiger TV-Shows: Im Alltag geht es in Amerika prüde zu. So werden Sie verstörte Blicke ernten, sollten Sie nach der gemischten Sauna fragen. Denn in den USA saunieren Männlein und Weiblein seit jeher getrennt - und zwar in Badeanzüge oder dicke Frotteetücher gehüllt. Das Ganze bei "arktischen" Temperaturen von um die 70 Grad.

Alkohol in der Öffentlichkeit trinken

Noch ein puritanisches Überbleibsel: Der Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit ist verboten. Nicht nur das, die Flasche Bier oder Wein muss auch in einer braunen Papiertüte verschwinden, damit niemand sieht, dass man gerade Alkohol erstanden hat. Und in einigen Landkreisen darf er nicht einmal im Kofferraum des Wagens mitgeführt werden.

Bücher & Filme

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

Der Roman von Mark Twain schildert in unerreichter Authentizität die Geschichte der Freundschaft zwischen einem heimatlosen Waisenjungen und einem entflohenen Sklaven

Their Eyes Were Watching God

Das Buch der bekanntesten afroamerikanischen Autorin der Harlem Renaissance, Zora Neale Hurston, erzählt vom Alltag schwarzer Frauen in einer Kleinstadt im Florida der 1930er-Jahre

Vom Winde verweht

Die Liebesgeschichte der verwöhnten Pflanzertochter Scarlett O'Hara und des draufgängerischen Außenseiters Rhett Butler spielt vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs und hatte großen Anteil an der Imagebildung des Alten Südens. Nicht nur der Roman von Margaret Mitchell, auch der Film (1939) war ein Welterfolg

In der Hitze der Nacht

Film aus dem Jahr 1967 über einen afroamerikanischen Polizisten aus Philadelphia, der in einer rassistischen Kleinstadt in Mississippi einen Mordfall aufklären soll. Mit Sidney Poitier und Rod Steiger

Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)

Als Paddelvergnügen geplant, entwickelt sich die Kanufahrt von vier Bürohengsten auf einem Fluss in den Appalachen zu einem Kampf gegen die Elemente und schießwütige Hinterwäldler. Mit Burt Reynolds und Jon Voight

6-16 °C
6 h/Tag

Fakten

Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 22:46 Uhr

Anreise

10h 24min
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