San Francisco

Überblick

Sehenswürdigkeiten in San Francisco

San Francisco ist magnetischer Anziehungspunkt für viele Kalifornienbesucher. Die Liste der Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps in San Francisco ist lang. Must Sees sind definitiv das Wahrzeichen San Franciscos – nämlich die Golden Gate Bridge im Viertel der Golden Gate Bridge und Presidio –, die Gefängnisinsel Alcatraz in sowie das weltberühmte Restaurant- und Touristenviertel Fisherman’s Wharf mit dem berühmten Shoppingcenter Pier 39.

Ein weiteres Highlight ist die kurvenreichste Straße der Welt – die Lombard Street –, die nur aufwärts befahren werden darf.

Abseits der Urlaubermassen und trotzdem mitten drin im Herzen der Stadt gibt es unzählige Geheimtipps, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Zahlreiche Shoppingmöglichkeiten erwarten Sie in Downtown/South of Market; hier lockt bspw. das Asian Art Museum viele Kulturinteressierte an.

Im Golden Gate Park im Stadtteil Haight-Ashbury kann man den Alltag wunderbar hinter sich lassen: Schöne Gartenanlagen und Liegewiesen laden dazu ein, die Seele baumeln zu lassen.

Wer lieber auf Promi-Jagd gehen möchte, kann dies im Marina-Viertel tun. Dort stehen die Villen bekannter Persönlichkeiten wie bspw. die des Musiker Lars Ulrich der Band Metallica.

San Francisco ist das perfekte Reiseziel für ausgedehnte Ausflüge und Touren. Mieten Sie sich fürs Sightseeing unbedingt einen Wagen und erkunden Sie die Stadt und das Umland oder machen Sie einen Ausflug mit der Fähre direkt übers Wasser auf die andere Seite der Bucht nach Sausalito oder Tiburon.

Ausgehen in San Francisco

Wer San Franciscos Nachtleben nicht kennt, hat etwas verpasst: Denn gerade die Vielseitigkeit und Lebendigkeit der Großstadt spiegeln sich in den unendlich scheinenden Möglichkeiten, die Nacht zum Tag zu machen: in den pompösen Clubs, den schrägen Cafés und den originellen Kneipen.

In einer lebendigen Stadt wie San Francisco kommt garantiert keine Langeweile auf: Feste und Events sind hier an der Tagesordnung.

Wer mal wieder ausgiebig shoppen gehen möchte, für den bietet das Einkaufsparadies San Francisco die besten Voraussetzungen: Von klassischen Souvenirs bis hin zum Extravaganten – in San Francisco finden sich Möglichkeiten zum Einkaufen für jeden Geschmack und Geldbeutel. Während sich Edelmarken aus dem In- und Ausland um den Union Square gruppieren, findet man Souvenirs und T-Shirts in Chinatown am billigsten.

Wetter in San Francisco

Der Sommer in San Francisco ist zwar nicht so heiß wie in anderen Regionen vergleichbarer geografischer Breite, dafür nahezu regenfrei. Die Höchsttemperatur des Jahres liegt bei ca. 25 Grad Celsius und wird im September und Oktober erreicht. Das Klima in den Wintermonates ist mit über 10 Grad Celsius vergleichsweise mild, aber auch niederschlagsreich.

Unterkünfte in San Francisco

Ob Motel, Hostel oder Hotel: Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in San Francisco viele. Da San Francisco nach New York die zweitteuerste Stadt der USA ist, darf man sich über hohe Hotelpreise nicht ärgern. Wer sich für ein Hotel etwas außerhalb der Stadtgrenze entscheidet, kann den ein oder anderen Dollar sparen.

Restaurants in San Francisco

Die Gastronomie in Kalifornien ist die bekömmlichste in ganz Amerika. Die Merkmale der „California Cuisine“ sind vor allem leichte Kost und frische Zutaten, die immer wieder zu neuen, kreativen Gerichten miteinander kombiniert werden. Fans traditioneller Speisen kommen ebenfalls auf Ihre Kosten: In San Francisco gibt es Restaurants, Cafés und Bistros mit Speisen aus den Küchen fast aller Länder. Lassen Sie es nicht entgehen, typisch kalifornische Spezialitäten zu probieren!

Wissenswertes über San Francisco

Die Amerikanische Landeswährung ist der US-Dollar. Eine Preisliste gängiger Waren und Dienstleistungen finden Sie im MARCO POLO Online-Reiseführer.

Ohne schicke Extras geht es durch die Straßen von San Francisco und zwar mit den Fixed Gear Bikes, auch Fixies oder Eingangrad genannt. Dies ist nur einer der Trends in San Francisco, unbedingt ausprobieren!

Wer nicht unangenehm auffallen möchte, sollte einige Regeln beachten: Stürzen Sie sich in Gaststätten nicht einfach auf einen Tisch, sondern warten Sie darauf, bis Sie zu einem freien Tisch geleitet werden.

Wer seinen Aufenthalt in San Francisco plant, hat vorab einige Fragen zu klären: Wie komme ich vom Flughafen in die Innenstadt? Wo kann ich ein Auto mieten? Welche Dokumente benötige ich zur Einreise? Und benötige ich in San Francisco eine Reisekrankenversicherung? Antworten auf diese und weitere Fragen sowie praktische Tipps finden Sie im MARCO POLO Online-Reiseführer.

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Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

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Mai
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Hortensienblüte in der Lombard Street.
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Beginn der Sommerferien in den USA: Die Preise steigen und die Stadt kann überfüllt sein.
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Oktober
sehr gut
20°C
November
gut
18°C
Dezember
mittel
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Montag / 06.04.2020
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Anreise

11h 25min
Frankfurt am Main
San Francisco
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Auftakt

Entdecke San Francisco!

So tolerant, innovativ, künstlerisch, geschäftstüchtig und technisch versiert die Bewohner San Franciscos auch sein mögen – wer ihre Heimatstadt flapsig-cool „Frisco“ nennt, darf sich nicht wundern, finstere Blicke zu ernten. Denn eins haben die Bewohner trotz allen Fortschritts noch nicht über Bord geworfen: den Stolz auf ihre Stadt, die seit ihrer kommunalen Unabhängigkeit im Jahr 1850 dramatischen Ereignissen wie Kriegen, Erdbeben und im Rathaus erschossenen Lokalpolitikern trotzig die Stirn bietet. Obendrein ist San Francisco kein kleines Kaff, sondern die viertgrößte Stadt Kaliforniens und nach New York die amerikanische Großstadt mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte. Und wunderschön ist sie obendrein: mit ihren Steilstraßen, viktorianischen Holzhäusern und den Cable Cars, die über ihre modernen Kollegen, hybridbetriebene Busse, nur milde lächeln können.

Die Stadt dehnt sich über 122 km2 und rund 50 Hügel, die oft so steil sind, dass Autos hier nur noch quer zum Abhang parken dürfen. Doch jeder Aufstieg wird fast immer mit einer freien Aussicht auf die im weichen kalifornischen Licht dunkelblau schimmernde Bucht belohnt – wenn nicht gerade im Sommer der Nebel in die Stadt kriecht. Einen guten Überblick über die Stadt hat man auch vom Coit Tower: Im Süden sind die sich zusammendrängenden Hochhäuser des Zentrums zu sehen, im Westen strahlt die rostrote Golden Gate Bridge im Sonnenlicht und östlich die aus glänzendem Stahl gebaute Bay Bridge, die über die Bucht in die East Bay, nach Berkeley und Oakland führt.

San Francisco ist eine einzige Freilichtbühne mit vielen Sehenswürdigkeiten. Doch wer zu Fuß durch die Stadt läuft, merkt sehr schnell, dass hier eine besondere Atmosphäre herrscht. Deshalb spaziere mit offenen Augen durch die Stadt, öffne alle Sinne und lass das alltägliche Leben und die verschiedenen Charaktere auf dich wirken.

Zwar verkündet jetzt an immer mehr Haltestellen eine digitale Anzeige die voraussichtliche Ankunft des nächsten Busses beziehungsweise der nächsten Bahn. Doch die Verspätungsrekorde eliminieren die Displays leider immer noch nicht: Oftmals wartet man eine halbe Stunde, dann kommen gleich drei Busse auf einmal. Gerade das aber macht den Charme von San Francisco aus: Die Stadt funktioniert nicht perfekt, sondern hat ein gewisses Eigenleben entwickelt, in dem letztendlich doch alles fließt – du brauchst einfach etwas Zeit und Geduld.

Noch immer zehrt die Stadt vom Image der kreativ-politischen Beat-Generation um Jack Kerouac und Allen Ginsberg der 1950er-Jahre und vom legendären „Sommer der Liebe“, dessen 50. Jahrestag 2017 gefeiert wird. 1967 zelebrierten in der Geburtsstunde der Hippie-Bewegung Zehntausende von Blumenkindern, Aussteigern und Musikern Liebe, Freiheit und Einigkeit – Drogen- und Sex-Exzesse inklusive. Noch heute wohnen in San Francisco viele Freidenker und pflegen alternative Lebensstile. Das Hippieviertel kennen viele Auswärtige als Haight-Ashbury, doch hier sagt man noch immer The Haight – auch wenn die Straßenkreuzung Haight und Ashbury Street die Magie der früheren Jahrzehnte verloren hat. Denn längst hocken keine Blumenkinder mehr auf den Bürgersteigen.

Apropos Bürgersteige: Selbst im toleranten San Francisco platzt Einwohnern und Geschäftsleuten mal der Kragen. So sehr sorgten beispielsweise jugendliche „Lebenskünstler“ mit scharfen Hunden auf der Haight Street für Unruhe bei Ladenbesitzern und Anwohnern, dass diese beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Das Ergebnis: Im November 2010 sprach sich die Mehrzahl der San Franciscans trotz des erbitterten Widerstands der meisten Stadträte für ein Gesetz aus, das das Herumlungern auf Bürgersteigen zwischen 7 und 23 Uhr verbietet.

Eine noch schrägere Geschichte: Um gegen die vielen Schwarzfahrer vorzugehen, waren Mitte 2010 in Bussen und Bahnen verstärkt Kontrolleure am Start. Allerdings dachten daraufhin etliche illegale Zuwanderer, dass es sich dabei um Kontrollen der US-Einwanderungsbehörde handelte und beklagten sich über den ihnen eingejagten Schrecken im Rathaus. Das Ende vom Lied: eine offizielle Entschuldigung der Verkehrsbetriebe für ihr Vorgehen!

Trotz allen Fortschritts konnte San Francisco ein Stück Lebensstil der 69er-Generation herüberretten: das Gefühl, dass man in San Francisco immer tolerant und progressiv ist. Jeder Zehnte bekennt sich offen zu seiner Homosexualität. Bürgermeister Gavin Newsom erlaubte Anfang 2004 gesetzeswidrig mehr als 4000 schwulen und lesbischen Paaren die Heirat – und seitdem stritten Stadt, Staat und deren Einwohner verbissen um eine Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs 2013 wurde der Streit final beigelegt und gleichgeschlechtlichen Ehen sind in Kalifornien rechtlich anerkannt.

In San Francisco versammeln sich etwa 1000 verschiedene Volksgruppen, die alle authentisch essen und leben wollen. Jeder Stadtteil steht oft auch für eine bestimmte Volksgruppe: In Chinatown, das sich in Teilen über die drei Hügel Telegraph Hill, Russian Hill und Nob Hill erstreckt, ist alles komplett in Chinesisch ausgeschildert; nur einen Block weiter nördlich, im italienischen North-Beach-Viertel, findet man die köstlichste Pizza der Stadt; der Mission District im Nordwesten wird von den Latinos dominiert, während im Castro-Bezirk stolz die Regenbogenfahnen der LGTB Community wehen.

Anything goes: In San Francisco geht alles. Veränderungen werden schnell akzeptiert und Schwierigkeiten mühelos in Herausforderungen umgewandelt. Diese Haltung hat ihren Ursprung in den Goldgräbertagen des 19. Jhs. Und auch das Erdbebenrisiko hat die kollektive Psyche des Neuerfindens geprägt. In den Jahren 1906 und 1989 rumpelte es besonders gewaltig, die Stadt musste in Teilen neu aufgebaut werden. Zurzeit geht man davon aus, dass mit einer rund 63-prozentigen Wahrscheinlichkeit bis zum Jahr 2036 wieder ein big one kommt.

Der Geist der ständigen Veränderung zeigt sich auch im Stadtbild: Noch 1960 war San Francisco hauptsächlich eine Hafenstadt, bewohnt zu rund 70 Prozent von weißen Mittelklassearbeitern. 20 Jahre später waren die Hafenanlagen halb verfallen, in der Innenstadt schossen Wolkenkratzer von Banken und Dienstleistungsunternehmen empor. Günstige Arbeiterhotels im Zentrum wurden dem Erdboden gleichgemacht und an deren Stelle die Messe- und Kulturtempel Moscone und Yerba Buena Center errichtet. Auch die nach dem Erdbeben von 1989 stark lädierten Stadtautobahnen wurden nach heftigen Debatten größtenteils abgerissen. Kein Verlust: Einheimische wie Touristen joggen und flanieren jetzt von Fisherman's Wharf zum Ferry Building und genießen die spektakuläre Aussicht auf Stadt und Bucht.

Der Wandel geht weiter: Die Börse von San Francisco beherbergt heute ein Fitnessstudio, in der Mission Police Station wohnt und arbeitet ein Architekt, der mithalf, die einst artig weiße Außenwand der Station in ein buntes Sammelsurium aus politischen Protestplakaten zu verwandeln. Mitte der 1990er-Jahre entwickelte sich South of Market (SoMa) zum Epizentrum der Dot-Com-Revolution. Die Wohnungspreise nicht nur der für San Francisco typischen, viktorianischen Häuser explodierten: Wo früher mexikanische Familien, Althippies und Rentner wohnten, zogen vom Lockruf des schnellen Geldes angetriebene Jungunternehmer, Grafikdesigner und Programmierer ein.

Trotz der 2001 geplatzten Internetblase sprießen im SoMa heute erfolgreich neue Start-ups wie Twitter und Dogster, eine Art Facebook für Hunde. Im Silicon Valley tüfteln Firmen wie Google, Yahoo, Facebook und YouTube am Web 2.0, während Apple immer schneller immer neue iPads, iPods, iPhones und Macs entwickelt. Nach starken Einbrüchen im Tourismussektor aufgrund der Anschläge vom September 2001 strömen auch die Besucher längst wieder kräftig in die Stadt, in der beinahe wöchentlich TV-Serien und Kinofilme gedreht werden.

Manchmal scheint es, als ob sich die Stadt mehr und mehr zu einer Art Vergnügungspark entwickelt, aus dem abends die Angestellten verschwinden, um ihn über Nacht den Besuchern zu überlassen. Doch bei alledem ist und bleibt San Francisco eine der schönsten Städte der Welt, deren Bewohner dieser und auch allen zukünftigen Krisen trotzen werden.

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Mit vielen Cafes, Restaurants und Läden in der Umgebung ist der Union Square ein idealer Startpunkt. Mit der Cable Car sind Sie schnell am Fisherman's Wharf, die historische F-Linie bringt Sie zum Ferry Building und zu Pier 39. Am Union Square halten auch die Muni-Linien 2, 3, 30, 38, 45, 91, Ihr Auto parken Sie in der Tiefgarage unter dem Platz.

Einkaufen

Das Westfield Centre an der Market Street ist das Shoppingmekka schlechthin; mit über 150 Läden, Cafés, Restaurants und Kino. Günstige Verkehrsanbindung: Fast alle Muni-Straßenbahnen, Bart-Schnellbahnen des Stadtgebiets, zahlreiche Busse und die Cable Cars PH/PM Powell & Hyde/Mason halten nur wenige Meter entfernt.

Am Abend

Einen Strand suchen Sie im Stadtviertel North Beach zwar vergeblich, doch zwischen Down- und Chinatown brodelt das Nachtleben: Aus Bars erschallt Livemusik, italienische Restaurantbesitzer preisen lautstark ihre Lokale an, und Kunstfans flanieren mit dem Weinglas in der Hand durch Galerien. Der Muni-Bus (30Stockton) bringt Sie mitten ins Geschehen – das Auto lassen Sie nicht nur wegen etwaiger alkoholischer Getränke stehen: Die Parkplatzsuche ist hier ein aussichtsloses Unterfangen.

Praktische Hinweise

Anreise & Ankunft

Linienflüge aus dem Ausland und Charterflüge landen auf dem San Francisco International Airport (SFO) 25 km südlich von Downtown. Sie haben mehrere Möglichkeiten, in die Innenstadt zu gelangen.

Busse: Die Super Shuttle fahren etwa alle 20 Min. rund um die Uhr in die Innenstadt und halten dort an jedem gewünschten Ziel. Das kann jedoch dauern, weil bis zu neun Personen an Bord sein können. Preis: $ 17. Der öffentliche SamTrans-Bus hat Verbindung zum Transbay Terminal an der Ecke Howard und Main St. in Downtown: die Route KX. Jedoch ist nur Handgepäck erlaubt. Preis: $ 5 bzw. $ 2,50.

Taxis: Der Fahrpreis nach Downtown beträgt circa $ 40.

Leihwagen: Die Blue Line des vollautomatischen, kostenlosen AirTrains bringt Sie 24 Stunden am Tag in 15 Minuten vom Terminal zum Leihwagenzentrum.

Bart-Schnellbahn: Auch die Bahn verbindet den Flughafen mit der Innenstadt. Für derzeit rund $ 8,10 kommen Sie vom Terminal direkt in die Innenstadt. Aktuelle Fahrpläne und iPhone-App unter: www.bart.gov.

Die Fernverkehrsbusse von Greyhound/Trailways kommen am Transbay Terminal an der Ecke Howard und Main St. an.

Von Süden: Auf US Highway 101 oder Interstate I-280, auf I-5 zur I-580 und I-80, auf Route 1 direkt. Von Osten: I-580 oder I-80 zur Bay Bridge. Von Norden: Auf US 101 zur Golden Gate Bridge.

Auskunft vor der Reise
Discover America

Die offizielle Reise- und Tourismus-Website der USA lässt fast keine Fragen offen, interaktive Karten inklusive: www.discoveramerica.com/de.

Auskunft Vor Ort
San Francisco Visitor Information Center

Das Büro befindet sich auf der unteren Ebene der Hallidie Plaza an der Ecke Powell St. und Market St. (Market Street90094102San Francisco0415 3912000www.sfvisitor.org).

Visit USA Committee Germany E.V.

Ein nichtstaatlicher Zusammenschluss von Reise- und Fremdenverkehrsexperten, der auf seiner Website www.vusa-germany.de zahlreiche Kontaktinformationen von Fluglinien, Hotelketten, Reiseveranstaltern, Mietwagenanbietern, US-Bundesstaaten, -Regionen und -Städten sowie aktuelle Einreisebestimmungen aufführt.

Auto

Autoverleiher sind am Flughafen und mit mehreren Büros in der Stadt vertreten. Sie benötigen Führerschein und Kreditkarte. Auch wer mit Voucher bezahlt, muss eine Kreditkarte als Sicherheit hinterlegen. Verkehrsregeln: Anschnallpflicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,8. Bei Rot darf nach einem Stopp vor der Ampel rechts abgebogen werden. Cable Cars haben immer Vorfahrt, Fußgänger auch.

An Bushaltestellen und Hydranten ist das Parken streng verboten. Den Rest regeln farbige Markierungen am Bordstein. Rot: Halteverbot. Gelb: Ladezone. Gelb und Schwarz: Ladezone nur für Lkw. Grün: 10 Min. Parken. Weiß: 5 Min. Parken während der Geschäftszeit. Weil die ohnehin schon hohen Parkgebühren stetig ansteigen, akzeptieren viele Parkuhren inzwischen Kreditkarten.

Hotels verlangen fürs Parken oft bis zu $ 40, $ 50 pro Nacht – hier lohnt es sich, selbst nach bewachten Parkplätzen oder einem Parkplatz auf der Straße zu fahnden. Eine Hilfe kann sanfrancisco.bestparking.com sein. Obacht: Steht Ihr Fahrzeug in Stoßzeiten dem Bus oder einer frühmorgendlichen Straßenreinigung im Weg, drohen Strafzettel bzw. Abschleppwagen. Schilder am Straßenrand beachten!

Diplomatische Vertretungen
Deutsches Generalkonsulat

Jackson St.19600415 7751061www.germany.info/Vertretung/usa/de/03__Konsulate/San__Francisco/00/__Start.html

Österreichisches Konsulat

California St.5800415 7659576www.austrianconsulatesf.org

Schweizerisches Generalkonsulat

Montgomery Street4560415 7882272www.eda.admin.ch/sf

Einreise

Einreisende brauchen einen maschinenlesbaren Pass (auch Minderjährige) und müssen sich vor der Einreise online registrieren: https://esta.cbp.dhs.gov. Dabei wird eine Einreisegebühr von $ 14 fällig, die nur mit Kreditkarte bezahlt werden kann. Wer keine Kreditkarte besitzt, kann die Gebühr auch von Dritten bezahlen lassen. Bleiben Sie mehr als drei Monate, ist ein Visum erforderlich. Informieren Sie sich unbedingt über den aktuellen Stand der Einreisebestimmungen, so im Internet unter www.dhs.gov.

Geld

1 Dollar = 100 Cent. Scheine (bills) gibt's in den Werten 1, 2, 5, 10, 20, 100 Dollar. Münzen (coins) in den Werten: penny (1 Cent), nickel (5 Cent), dime (10 Cent), quarter (25 Cent), buck (1 Dollar).

Populärstes Zahlungsmittel: Kreditkarten (American Express, Mastercard, Visa). Ebenfalls möglich: Bargeldabhebung vom Geldautomaten per EC-Karte. Wer ein Konto bei der Deutschen Bank hat, kann mit seiner Girobankkarte an allen Bankautomaten der Bank of America ohne Aufschlag Geld abheben. Travellercheques als Zahlungsmittel werden überall akzeptiert, und man bekommt Bares als Wechselgeld zurück. Europäisches Bargeld wird am Flughafen, in Hotels und in großen Banken gewechselt, aber zu schlechtem Kurs. Viele kleinere Läden akzeptieren keine Geldscheine über $ 20. Also klein tauschen!

Gesundheit

Saint Francis Memorial Hospital (Hyde St.9003536000), San Francisco Medical Society (5610850), um auch deutschsprachige Ärzte bzw. San Francisco Dental Society (9287337), um Zahnärzte zu erfragen.

Die Notaufnahmeabteilungen der Krankenhäuser, mit Emergency Room außen deutlich beschildert, helfen bei akuten Notfällen weiter. Übliche Praxis: Das Personal verlangt vor der Behandlung eine Kreditkarte. Die meisten akzeptieren Mastercard und Visa. Schließen Sie aber in jedem Fall eine Reisekrankenversicherung ab.

Internetcafés & Wlan

San Francisco gilt als die amerikanische Internethauptstadt – eine kostenlose WLAN-Internetanbindung für die ganze Stadt kommt nicht richtig in die Gänge. Dafür ist der Internetzugang im Flughafen und den allermeisten Cafés kostenlos. Hotels kassieren oft noch eine Tagesgebühr. Wer sich die sparen will, sollte im Apple Store (Stockton Street1) oder an den Terminals der Public LibraryLarkin St.100 online gehen. Die beliebtesten Internetcafés der Stadt mit Gratis-WLAN:

The QuetzalPolk Street1234, eigene Kaffeerösterei, leckeres Frühstück.

@maximo's7th Street180, mehr Touristen, aber leckere Smoothies und Salate.

Camille's Sidewalk CafeMission Streeet30One Market Plaza, gute Sandwiches und Wraps.

Maße & Gewichte

1 inch = 2,54 cm, 1 foot = 30,48 cm, 1 mile = 1,6 km, 1 acre = 0,4 ha, 1 gallon = 3,79 l, 1 pint = 0,47 l, 1 pound = 453,6 g

Faustregel zum Umrechnen der Temperaturen: °C = °F minus 30 geteilt durch 2. Das bedeutet: 0 °C = 32 °F, 10 °C = 50 °F, 20 °C = 68 °F, 30 °C = 86 °F, 40 °C = 104 °F

Bekleidung: Bei Damen entspricht US-Größe 4 der deutschen 34, 6 = 36, 8 = 38 etc., für Herren: 36 = 46, 38 = 48 etc.

Notruf

Notfälle aller Art: 911

Krankenwagen: 0415 9313900

Polizei: 0415 5530123

Oder: 0 für den Operator

Öffentliche Verkehrsmittel

San Francisco ist stolz auf sein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz. Das System besteht aus vier Teilen:

Cable Car: Die Cable Cars fahren auf drei Routen: Powell–Hyde, Powell–Mason und California Street.

Muni Bus: Busse stellen das beste öffentliche Verkehrsmittel der Innenstadt dar. Fragen Sie den Busfahrer nach der geeigneten Haltestelle. Weiße Schrift auf schwarzem Grund auf dem Schild vorne am Bus: Local Service – hält an jeder Haltestelle. Rot auf Weiß: Express – nur zur Rushhour und hält nicht überall. Weiß auf Grün: Limited – hält nicht überall.

Muni Metro: Teils unterirdisch, teils oberirdisch verlaufende Straßenbahn, deren Linien zunächst alle die Market St. hinunterfahren, sich dann aber in Richtung Südwesten trennen. Sie sparen bares Geld mit einem Muni Pass, der 1/3/7 Tage oder einen Monat gilt. Pässe gibt es in der Flughafen-Eingangshalle und vielen Verkaufsstellen (Info: 0415 311www.sfmta.com/cms/mfares/passvend.htm).

Bart: Eine Schnellbahn zwischen Daly City und Oakland, die San Francisco mit East Bay und dem Flughafen verbindet.

Öffnungszeiten

In San Francisco gibt es fast keine Einschränkungen der Öffnungszeiten, viele Geschäfte sind sogar an den wichtigsten offiziellen Feiertagen nicht geschlossen.

Post

Postämter haben Mo–Fr 9–17 Uhr geöffnet, größere auch Sa 8.30–12 Uhr. Das Porto für Luftpostbriefe und Postkarten nach Europa beträgt 98 Cent.

Sicherheit

Wie jede amerikanische Stadt hat San Francisco bestimmte Viertel und Straßenzüge, die Sie am besten meiden sollten. Sparen Sie sich einen Ausflug ins Tenderloin-Viertel nördlich des Civic Centers. Ebenfalls sollten Sie Teile des Western Addition zwischen Van Ness Avenue und Fillmore St. meiden. Dort befinden sich die housing projects, vergitterte Wohnanlagen, die immer wieder für sozialen Brennstoff in der Stadt sorgen.

Stadtrundtouren
Auf zwei bis sechs Rädern

Die 3,5 Stunden lange Rundfahrt von All San Francisco Tourswww.allsanfranciscotours.com$ 46 bringt Sie zu den wichtigsten Attraktionen der Stadt. Eine „Hop-on-hop-off“-Tour in einem Doppeldeckerbus ($ 28) erlaubt Ihnen das Aussteigen und Erkunden im eigenen Tempo. Eine solche Tour mit einer zwei Tage gültigen Fahrkarte ($ 39) bietet auch Extranomical Adventureswww.extranomical.com an.

Ausgefallen: die sechsrädrigen Amphibienfahrzeuge von Ride the Duckssanfrancisco.ridetheducks.com$ 32, von denen aus Sie North Beach, Downtown und Fisherman's Wharf zu Lande und zu Wasser erkunden. Persönlich geht es bei Mr. Toads Tourswww.mrtoadstours.comab $ 36 zu – das Familienunternehmen setzt Oldtimer ein.

Wollen Sie selbst ans Steuer? Dann ist vielleicht ein dreirädriges GoCarwww.gocartours.comab $ 49 etwas für Sie. In grellgelben, straßentauglichen Cabrio-Blechkisten fahren ein oder zwei Personen GPS-geleitet sogar mit deutscher Ansage durch die Stadt. Wem vier oder drei Räder noch zuviel sind, stellt sich drei Stunden lang auf einen futuristischen Segway-Rollerwww.citysegwaytours.com$ 70 und macht damit die Gegend um Fisherman's Wharf und North Beach unsicher.

Für Fußgänger

Kostenlose Insider-Touren? Die San Francisco City Guides sind ortsansässige Stadtliebhaber, die Ihnen Art-déco-Gebäude in der Marina, Wandmalereien in der Mission oder Erdbebengeschichten in der Innenstadt vorstellen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aktuelle Tourinfos gibt's unter www.sfcityguides.org.

Gleich zwei Spaziergänge widmen sich den viktorianischen Gebäuden der Stadt: Die Haight-Ashbury Walking Tourwww.haightashburytour.com$ 20 und der Victorian Home Walkwww.victorianwalk.com$ 25. Letzere führt Sie sogar in Stadtviertel, die für Tourbusse verboten sind.

Grusel und Geschichte kombinieren die San Francisco Ghost Huntwww.sfghosthunt.com$ 20, bei der Sie in alten Hotels und vor viktorianischen Häusern auf Geisterjagd gehen. Die SF Vampire Tourwww.sfvampiretour.com$ 20 auf dem Nob Hill beruht zu 85 Prozent auf Fakten, was hinter den restlichen 15 Prozent steckt, müssen Sie selbst herausfinden.

Strom

Für amerikanische Steckdosen benötigen Sie einen Adapter. Zudem muss Ihr Gerät auf 110 Volt/60 Hertz umstellbar sein.

Taxi

Preise: $ 3,10 Grundgebühr und $ 2,25 für jede Meile. Die Fahrer erwarten ein Trinkgeld. Telefonbestellungen: Arrow Cab0415 6483181, Desoto Cab Co0415 9701300, Veteran's Cab0415 5521300, Yellow Cab0415 3333333

Telefon & Handy

Ortsgespräche kosten 50 Cent. Bei Ferngesprächen suchen Sie sich besser Telefone mit Kreditkartenbezahlung. Am günstigsten kommen Sie mit prepaid phone cards weg, die Sie in Drugstores, Tankstellen und Supermärkten bekommen. Bei Ferngesprächen wählen Sie: 1 + area code (dreistellige Vorwahl) + siebenstellige Nummer. Aus USA Vorwahl nach Deutschland: 01149, Österreich: 01143, Schweiz: 01141; danach die Ortsnetzkennzahl ohne 0 und die Nummer. Wenn Sie ein Triple-Band-Handy besitzen, das die amerikanische Frequenz (1900 MHz) unterstützt, sollten Sie sich eine prepaid Globalsim SIM card für Ihr Handy kaufen. Das ist günstiger als die teuren Roaminggebühren deutscher Mobilfunkunternehmen.

Um die in diesem Band aufgeführten Telefonnummern von außerhalb der USA zu erreichen, wählen Sie die Vorwahlen für die USA und San Francisco: 001415, gefolgt von der siebenstelligen Nummer.

Trinkgeld

Alle Leute, die Dienstleistungen erbringen, leben fast ausschließlich von ihrem Trinkgeld (tip): Barkeeper: $ 1 pro Drink, Hotelpagen: $ 2–5, Kellner: 15–20 Prozent, Portiers: mindestens $ 1 pro Gepäckstück, Valets (Autoparker): $ 1–2 für das Parken/Holen des Wagens, Zimmermädchen: $ 2–5 pro Tag.

Zeit

San Francisco liegt in der Pacific Time Zone: mitteleuropäische Zeit – 9 Stunden. Beginn und Ende der Sommerzeit variieren, derzeit reicht sie vom letzten März bis zum ersten Novembersonntag.

Zoll

Zollfrei bei US-Einreise: 1 l Alkohol über 22 Prozent, 200 Zigaretten und Geschenke bis zu $ 100. Einfuhrverbot herrscht für Gemüse, Obst, Fleisch und Milch.

In die EU zollfrei einführen dürfen Sie: 1 l Alkohol über 22 Prozent oder 2 l Wein, 200 Zigaretten, 50 g Parfüm oder 250 g Eau de Toilette und sonstige Waren im Wert von 430 Euro.

Was kostet wie viel?

Snack

5,50 Euro für ein Sandwich

Wein

5–7 Euro für ein Glas

Caffè Latte

2,80 Euro für einen mittelgroßen Becher

Postkarte

0,90 Euro für Postkarte und Porto

Jeans

30–35 Euro für eine Levi's 501

Cable Car

4,30 Euro für eine einfache Fahrt

Low Budg€t

Sehenswertes

An bestimmten Tagen verlangen die meisten Museen keinen Eintritt – am ersten Dienstag im Monat geht's z.B. kostenlos in den Palace of the Legion of Honor. Mit dem Citypasswww.citypass.com$ 69 können Sie in alle Museen und Attraktionen und fahren eine Woche lang Bus, Bahn und Cable Car.

Sie stehen vor dem De-Young-Museum, doch haben keine Zeit für einen Besuch? Dann fahren Sie wenigstens mit dem Aufzug auf den Turm hinauf und genießen Sie die kostenlose Aussicht.

Viele nutzen nur den Stadtplan der überall ausliegenden Touristenprospekte – dabei gibt's darin oft Coupons, die Museumseintritte und das Essen in Restaurants verbilligen.

Steht Ihnen der Sinn nach einer Gospelmesse? Dann besuchen Sie die Glide Church CelebrationEllis Street3300415 6746000So 9 und 11 Uhr – mitreißend und offen für alle.

Essen & Trinken

Phat Philly24th Street3388tgl.Muni14Mission: Warum nach Philadelphia reisen, wenn man in San Francisco eine Auswahl von 15 Philly Cheesesteaks hat? Täglich frisches, nie gefrorenes Rindfleisch aus natürlicher Zucht. Nehmen Sie das California Cheesesteak!

Ein Dutzend Dim-Sum-Köstlichkeiten selbst nach Mitternacht? In der Dim Sum BarO'Farrell St.620tgl.Muni38Geary gibt's das chinesische Mittagsmahl den ganzen Tag lang – und dazu preisgünstig.

Big Nate's BBQFolsom Street1665tgl.Muni12Folsom/Pacific: Hier grillt Chef Nate Thurmond, früherer Basketballstar der Golden State Warriors, persönlich. Riesige Portionen, das Fleisch zergeht auf der Zunge.

Einkaufen

Wer sich dem Chaos von Ross Dress for LessMarket Street799MuniFMarket erfolgreich stellt, wird mit echten Tiefpreisschnäppchen belohnt – das Geschäft bietet Marken wie Calvin Klein, Polo und Hilfiger zu Dumpingpreisen.

Bei DSW Shoe WarehousePowell Street111Muni, Cable CarPHPowell & Hyde gibt's Designerschuhe zu kleinen Preisen – sowohl für Männer als auch Frauen. Die Modellvielfalt gleicht die manchmal eingeschränkte Größenauswahl aus.

Eine coole Kette für Secondhand-Kleidung ist Out of the ClosetPolk Street1498Cable CarCCalifornia, betrieben von der Aids Healthcare Foundation.

Aldi kennen Sie? Dann Vorhang auf für die etwas aufgeräumtere Variante Trader Joe'sBay Street401MuniFMarket, ebenfalls in Besitz der Albrecht-Familie.

Am Abend

Seit 1896 wird in der Anchor Steam BreweryMariposa Street17050415 8638350Muni19Polk das einzige landesweit vertriebene Dampfbier der USA gebraut. In einer zweistündigen, kostenlosen Tour besichtigen Sie die Brauerei und probieren verschiedene Biersorten. Unbedingt lange vorher reservieren!

Opera/Shakespeare in the Park: Von Mai bis September finden in zahlreichen Stadtparks kostenlose Opern- und Schauspielaufführungen statt. Aktuelle Spielpläne unter: www.sfshakes.com. Tickets zum halben Preis gibt's im Kartenhäuschen am Union Square für denselben Tag. Muni Cable CarPHPowell & Hyde

Übernachten

Selbst im Mutterland des Kapitalismus gibt es gemeinnützige Hostels, die es sich zum Ziel gesetzt haben, zur interkulturellen Verständigung und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt beizutragen. Belohnt wird man für die eher schlichte Unterbringung mit günstigen Preisen – und im Fall des Fisherman's Wharf Hostel mit einer einmaligen Lage im Fort Mason direkt am Wasser. Die drei Hostels (www.sfhostels.com):

San Francisco City Center HostelEllis Street6850415 4745721Gruppenzimmer ab $ 25, Einzelzimmer ab $ 79Muni38Geary

DowntownMason Street3120415 7885604Gruppenzimmer ab $ 27, Einzelzimmer ab $ 69Muni38Geary

Fisherman's WharfBuilding 2400415 7717277Gruppenzimmer ab $ 26, Einzelzimmer ab $ 65Muni30Stockton

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

New Year's Day (Neujahr)

3. Montag im Januar

Martin Luther King Jr. Day

3. Montag im Februar

President's Day

letzter Montag im Mai

Memorial Day

4. Juli

Independence Day

1. Montag im September

Labor Day (Tag der Arbeit)

2. Montag im Oktober

Columbus Day

11. November

Veteran's Day

4. Donnerstag im November

Thanksgiving Day (Erntedankfest)

24./25. Dezember

Christmas

Veranstaltungen
Januar

Berlin and Beyondwww.goethe.de/sanfrancisco: deutsche Filme mit amerikanischen Untertiteln im grandiosen Castro-Theater

Februar

Chinesisches Neujahrsfestwww.chineseparade.com: eine Riesenparade in Chinatown mit tanzenden Drachen, Kapellen, Schönheitsköniginnen und ganz viel Feuerwerk

März

Am 17. März ist St. Patrick's Daywww.sfstpatricksdayparade.com, der Nationalfeiertag der Iren: grün gefärbtes Bier und Parade auf der Market Street

April

Kirschblütenfest: Mitte April wird das sonst eher schnöde Japantown in Pastellfarben getaucht und mit Paraden und Kunst verschönert.

San Francisco International Film Festivalwww.sffs.org: kommerzielle und avantgardistische Neuproduktionen

Mai

Cinco de Mayo: Der Mission District feiert am 5. Mai den Tag der Unabhängigkeit Mexikos.

Am 3. Sonntag: Beim Bay-to-Breakerswww.baytobreakers.com laufen rund 100000 Teilnehmer 12,5 km vom Embarcadero zum Pazifik – viele in Kostümen, einige sogar nackt.

Juni

Lesbian and Gay Freedom Day: eine Institution in San Francisco, der farbenfrohe Umzug beginnt am Ferry Building und führt zur City Hall.

Juli

Mitte Juli Cable Car Bell-Ringing Competitionwww.sfmta.com: Am Union Square wird der beste Ein-Ton-Melodien-Läuter gekürt.

San Francisco Marathonwww.thesfmarathon.com: atemraubende 42195 m mit Läufern aus aller Welt.

August

AfroSolo Arts Festivalwww.afrosolo.org: In verschiedenen Galerien, Museen und Bühnen der Stadt stellen lokale Künstler aus.

Nihonmachi Street Fairwww.nihonmachistreetfair.org: Gefeiert wird mit authentischen Speisen, Musik und einer Misswahl beim Straßenfest in Japantown.

September

Folsom Street Fairwww.folsomstreetfair.com: nicht für jeden Geschmack, aber typisch für San Francisco – viel Leder und nackte Haut im SoMa

San Francisco Blues Festivalwww.sfblues.com: Das älteste Bluesfestival in Amerika findet in Fort Mason statt.

Oktober

Columbus Daywww.sfcolumbusday.org: Anfang Oktober startet eine große italienische Parade mit Speis und Trank.

Jazz Festivalwww.sfjazz.com: ein Muss für alle Jazzfans vom September bis November (ganzjährig Extrakonzerte)

Fleet Weekwww.fleetweek.us: ein buntes Spektakel mit Navy-Schiffstouren und den weltberühmten Blue Angels-Kunstfliegern

November

An vielen Orten Weihnachtsbaumlichter-Entzünden, der größte Baum steht am Union Square (www.unionsquare.com).

Im Trend

Augenblick-Accessoires
Hauptsache auffallen

Wer diese Stücke trägt, der hat auf jeden Fall ein Gesprächsthema. San Franciscos Designer setzen auf Hingucker. So wie Stephanie Kim von Dekkoriwww.dekkori.com, die ganz normale Pumps zu sexy Fußkunstwerken pimpt. Das gelingt ihr mit Bändern, Ledergamaschen oder Metall. Für das Kind im Erwachsenen ist der Schmuck von Emiko Oye3rd Street201SF Museum of Craft + Design , denn er ist komplett aus Lego gemacht. Mit den Ketten von LitterUnion Street2152 schmückt man nicht das Dekolleté, sondern den Schenkel.

Fixed-Gear-Bikes
Minimalismus auf zwei Rädern

Ohne schicke Extras geht es durch die Straßen von San Francisco. Die Fixed-Gear-Bikes verzichten auf Gangschaltung und Co. Wie man so ein Fixie selbst zusammenbaut, verrät The Bike KitchenFlorida Street650. Bei Mission BikeValencia Street766 wird das Rad nach den eigenen Wünschen zusammengestellt . Eine weitere gute Anlaufstelle ist Box Dog Bikes14th Street494.

Pop-up-Eateries
Heute hier, morgen da

Die besten Köche geben gerne Gastspiele in fremden Restaurants oder eröffnen ihre eigenen Pop-up-Restaurants. So wie Alexander Marsh alias der „Jetset-Chef“. Wann sein Lokal wieder die Pforten öffnet, steht auf www.thejetsetchef.com. Auf Tour ist auch Eskender Asegeb mit seiner afrikanisch-mediterranen Küche www.radioafricakitchen.com. Tommy Halvorson gastiert derzeit an einer festen Adresse. Seit 2011 kocht er jeden Freitag im The CornerMission Street2199www.eatrestaurantblog.com.

Künstlermeile
Mission District

Lateinamerika im Kleinen, so wurde „The Mission“ früher genannt. An einigen Stellen blitzt diese Vergangenheit noch auf. Auf dem Markt, der Yuccawurzeln anbietet, oder an den Empanadas in den Bäckereiauslagen. Heute ist das Viertel nicht mehr nur die Heimat vieler süd- und mittelamerikanischer Zuwanderer, sondern auch der Kunstszene. In den Coffee Shops wie dem Ritual Coffee RoasterValencia Street1026www.ritualroasters.com sitzt die Avantgarde bei Cappuccino und Latte zusammen, an den Wänden hängen wechselnde Werke. Die Pariser Kadist Art FoundationFolsom Street240www.kadist-sf.org hat gleich um die Ecke eine Zweigstelle eröffnet. Hier gibt sie jungen Künstlern Raum zur Entfaltung. Auch ein Kunstmagazin wird hier produziert. An die Latino-Historie erinnern auch die zahlreichen Graffiti rund um die 24th Street www.missionmuralismo.com. Was aktuell im Viertel los ist, erfahren Sie unter www.missionlocal.com.

Green City
Ausgleich

Schon bei der Ankunft geht es los: Im Flughafen können Sie Ihre CO2-Bilanz an einem Kiosk verbessern. Unter www.flysfo.com berechnen Sie, wie viel es kostet, die Umweltbelastung durch Ihren Flug wieder auszugleichen. Die Summe kann direkt an Umweltschutzorganisation gespendet werden – und Sie erhalten eine Urkunde. Auch die Hotels, Läden und Lokale spielen mit. Sie stellen Ladestationen für E-Bikes und -Autos auf, beispielsweise am Rathaus Dr. Carlton B. Goodlett Place1. Die nächste Station finden Sie mithilfe der Google-Umkreissuche mit dem Begriff „Electric Vehicle Charging Station“.

Bloss nicht

Auto parken ohne

Ohne – das heißt, ein Auto abstellen, ohne den Gang einzulegen, ohne die Handbremse zu ziehen und ohne die Räder so einzuschlagen, dass sie zum Kantstein weisen (Reifen bergab nach rechts, bergauf nach links). Die Polizei verteilt gnadenlos Strafzettel, wenn die Räder nicht eingeschlagen sind.

Selber läuten

Die Glockenseile der Cable Cars sind nur für gripman und conductor. Wenn Sie aussteigen wollen, rufen Sie laut und deutlich: „Next stop, please!“

Rauchen

Die Gesundheitswelle ist an der Westküste noch höher geschwappt als an der Ostküste. In Restaurants und Bars ist das Rauchen rigoros verboten.

Den Ausweis vergessen

Wer ohne Altersnachweis in Bars und Clubs will, hat Pech gehabt. Doch auch beim Kreditkartenkauf wird fast immer nach der ID, also nach Pass oder Ausweis gefragt.

Zum Tisch stürzen

Selbst in einfachen Gaststätten steht ein Hinweisschild hinter dem Eingang, das auffordert: Please wait to be seated. Ein host oder eine hostess führen alle Gäste zu den freien Tischen, wenn diese gesäubert und frisch gedeckt sind. In manchen Restaurants wird Ihnen angeboten, zu einem Drink an der Bar Platz zu nehmen. Den zahlen Sie dann auch dort, bevor es an den Tisch geht.

Heldentum an den Tag legen

Sollten Sie einmal überfallen werden: Leisten Sie auf keinen Fall Widerstand! Diejenigen, die Sie bedrohen, sind oft geübte Kämpfer, die teils auch vor Gewalttaten nicht zurückschrecken. Vorsichtsmaßnahme: Die Handtasche quer über die Brust nehmen oder einen Rucksack bzw. eine Gürteltasche tragen. Zeigen Sie Wertsachen nicht demonstrativ, und verzichten Sie lieber auf einen Abendspaziergang durch San Franciscos Parks.

Die Schuhwahl zu locker nehmen

Klar, die Amerikaner sind entspannt. Doch in vielen Clubs und Bars checkt der Türsteher das Schuhwerk – besser, Sie haben feste Lederschuhe im Gepäck.

Beim Trinkgeld knauserig sein

In Deutschland rundet man das Trinkgeld oft auf einen glatten Betrag auf, in den USA sind 15 Prozent des Rechnungsbetrags Standard. Bedienungen verdienen oft nur einen Hungerlohn und sind nur selten über den Arbeitgeber krankenversichert. Bei besonders gutem oder schlechtem Service entsprechend mehr oder weniger geben.

Stichworte

Beatniks

„Gestern traf ich in Berkeley einen interessanten, bärtigen Typen, der auf den Katzennamen Snyder hört. Er studiert Orientalistik, und in ein paar Monaten verlässt er die Bay Area, um ein Zen-Mönch zu werden – stell dir vor, ein echter Mönch! Er ist ein lakonischer Dickkopf, glaubt an indianische Religionen, aber er ist ein Warmblüter mit einem lustigen Bart, dünn, blond, fährt ein Fahrrad in Berkeley und trägt rote Cordhosen … interessante Person.“

Das schrieb Allen Ginsberg am 9. September 1955 an einen Freund in New York über den Autor Gary Snyder. Ginsberg besuchte die Bay Area und blieb. Nur einen Monat später organisierte Ginsberg ein historisches Treffen sechs ausgesuchter Poeten in der Six Gallery. Dort las er zum ersten Mal sein berühmtes Gedicht Howl – die „San Francisco Beat Generation“ war geboren.

Kurze Zeit später gesellten sich zu den Westküstenprotagonisten die Ostküstenbeatniks Jack Kerouac, William Burroughs und Gregory Corso. Die Beatwerke sollten die Wirklichkeit ungeschönt – fast rau – auf den Punkt bringen. Den Gedanken wurde freier Lauf gelassen; in den Bars und Cafés im North Beach trafen sich die Poeten, um die Werke mehr oder weniger improvisiert vorzutragen.

Care, not Cash

In keiner US-Stadt gibt es so viele Obdachlose wie in San Francisco. Egal, ob diese selbst- oder fremdverschuldet auf die Straße gekommen sind – die Stadt will dabei helfen, sie zu resozialisieren. Zahlreiche Organisationen springen mit Nahrung, Kleidung und medizinischer Versorgung ein. Zu raten ist: Geben Sie kein Geld. Lassen Sie sich lieber die Reste eines üppigen Essens einpacken und spenden Sie dieses.

Dot-Com 2.0?

Der große Dot-Com-Crash von 2000–02, bei dem der Technologieaktienindex NASDAQ von 5000 auf schließlich rund 1000 Punkte abstürzte, scheint in grauer Vorzeit zu liegen. Das Internet ist wieder ein Millionengeschäft. So buhlte San Francisco etwa um den Online-Kurznachrichtendienst Twitter, der nur mit dem Versprechen, sechs Jahre lang keine Gehaltssteuern zahlen zu müssen, mit rund 350 Mitarbeitern in der Stadt blieb. Dadurch gehen der Stadtkasse geschätzte 22 Mio. Dollar durch die Lappen. Online-Spieleentwickler Zynga (FarmVille, Mafia Wars) schloss 2010 einen siebenjährigen Mietvertrag über Büroräume für 2000 Mitarbeiter ab, die die Hälfte der Transamerica-Pyramide füllen würden. Doch das sind zwei große Ausnahmen – die Mehrzahl der rund 23 000 (!) Start-up-Unternehmen in San Francisco und dem Silicon Valley lagern wie Apple und Co. die Ausführung ihrer Ideen in Billiglohnländer aus.

Grüne Welle

San Francisco ist ein Vorreiter in Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Mülltrennung und Recycling. Plastiktüten, die in Bäumen und Sträuchern herumwehen oder über die Kanalisation in den Pazifik gespült werden? Per Gesetz verboten – viele Supermärkte belohnen das Mitbringen eigener Taschen sogar mit einer Gutschrift auf der Rechnung.

Und der öffentliche Nahverkehr setzt verstärkt auf Elektrobusse und Straßenbahnen, deren Energie in einem Wasserkraftwerk im Yosemite National Park gewonnen wird. Busse mit Verbrennungsmotoren bekommen seit 2007 nur noch Biodiesel in den Tank. Den können auch Privatleute über die People's Fuel Cooperative beziehen, die diesen aus Pflanzenöl herstellen, das sie von ortsansässigen Restaurants bekommen.

Wem selbst das noch zu umweltschädlich ist, geht in San Francisco zu Fuß oder nutzt das Fahrrad. Nach städtischen Verkehrszählungen stieg die Zahl der Fahrradfahrer zwischen 2006 und 2011 um 58 Prozent. 2009 fuhren 3,2 Prozent aller Berufstätigen mit dem Rad zur Arbeit. Keine riesige Zahl, doch immer noch mehr als fünfmal so groß wie in den gesamten USA.

Oh, und alle San Franciscians, die im Winter weniger Gas zum Heizen verbrauchen, können sich schon mal über eine Belohnung in Form einer $ 25-Einweg-Kreditkarte freuen.

Kultur-Party

Social Networking einmal anders: Coole San Franciscans gehen jetzt auch abends ins Museum – um einen Cocktail zu schlürfen und eine Musik-, Gedicht- oder Tanzperformance zu erleben. Bis zu 3000 Gäste finden sich etwa freitags im De Young Museum ein; ähnlich geht es donnerstags in der California Academy of Sciences zu. Auch im Asian Art Museum, im San Francisco MoMa, im Exploratorium und im Fort Mason Center finden abendliche Events statt.

Nebel

„Der kälteste Winter, den ich jemals erlebt habe, war der Sommer in San Francisco“, sagte einmal Mark Twain in gewohnt übertriebener Polemik. Ausgerechnet in den Sommermonaten überzieht die Stadt oft eine dicke Nebelschicht. Das liegt an der warmen Luft aus dem Inland, die auf die kalte Meeresluft trifft und so den Nebel über der San Francisco Bay erzeugt. Morgens ist es oft kühl und bewölkt, wenn die Sonne stark genug ist – sie frisst sich in der Regel bis 12 Uhr durch den Nebel –, gibt sich ein kurzes Stelldichein. Doch bereits ab 16, 17 Uhr wird es meist schon erheblich kühler, weil dann der Nebel wieder die Oberhand gewinnt. Der Anblick ist faszinierend: Innerhalb kürzester Zeit bewegen sich Nebelschwaden wie flüchtende Schafherden über die Stadt.

San-Francisco-Originale

Eine verrückte Stadt wie San Francisco zieht natürlich auch verrückte Typen an. Schon 1854 ernannte sich beispielsweise Joshua A. Norton hier zum Kaiser der USA. Einer von Nortons Erben ist Frank Chu, der seit einigen Jahren mit bizarren Protestplakaten durch die Innenstadt zieht. Darauf stehen täglich neu sinnlose Wortkombinationen wie „YETROJRENIUL“ oder „KITROGRUNIOL PODCASTS“. Chu protestiert nach eigenen Angaben damit gegen US-Präsidenten, die ihn „mit den 12 Galaxien um 20 Milliarden Dollar gebracht haben“. Ist Chu ein von allen geliebter Performance-Künstler oder hat er einfach nur eine Schraube locker? Die San Franciscans lieben ihn in jedem Fall und versorgen ihn mit Nahrung und Schuhwerk für seine Protestarbeit.

Sommerflair wie im Süden

Wenig Sonnenschein in San Francisco? Kein Problem, alles eine Sache der Einstellung. In die kleinen Innenstadtgassen wie Claude Lane, Maiden Lane und Belden Place passen trotzdem ein paar Tische und Stühle – schon freuen sich die Besucher von Cafés und Restaurants über südländisches Flair. Auch in der Nähe vom Westfield Centre am Mint Plaza neben der ehemaligen Münzprägeanstalt blüht das Straßenleben – es gibt neben Restaurants, Cafés und einem Nachtclub sogar einen wöchentlichen Farmer's Market.

Sport-Storys

AT&T Park, das Baseballstadion der San Francisco Giants, liegt so dicht an der Bucht, dass sich während eines Spiels dahinter Fans in Booten tummeln, um einen weit aus dem Stadion geschlagenen home run ball zu fangen. Wer im Stadion einen Baseball der Besucher schnappt, wird oft von missmutigen Giants-Anhängern mit einem lauten Throw it back! bedacht.

Unglaublich, aber wahr: Nach einem lausigen Saisonstart gewannen die ewig glücklosen Giants die World Series 2010 – 56 Jahre nach dem letzten Titelgewinn. An der „Welt“-Meisterschaft sind zwar nur 29 amerikanische Teams und eine kanadische Mannschaft beteiligt, der Freude der San Franciscans tat das jedoch keinen Abbruch. Tagelang herrschte Ausnahmezustand in der Stadt, der in einer Konfettiparade entlang der Market Street und einem mehrstündigen Empfang des Teams vor dem Rathaus gipfelte, zu dem Zehntausende von Fans strömten.

An der Parade nahm auch Baseball-Legende Willie Mays teil. Er hatte im Spiel der Giants gegen die Cleveland Indians 1954 Geschichte geschrieben – mit einer The Catch genannten Aktion: Aus schier unglaublichem Winkel fischte Mays den Ball aus der Luft, wurde dabei fest an die Außenwand des Stadions gedrückt und schaffte es dann noch, den Ball aus der Fangbewegung heraus flüssig wie ein griechischer Speerwerfer zurückzuwerfen. Verdächtig abwesend war hingegen Giants-Pitcher Barry Bonds. Der ehemalige Schlagmann hält zwar den Ligarekord von 762 home runs, allerdings wurde das Ende seiner Karriere von der Verstrickung in einen Dopingskandal überschattet.

Für die 49ers, das Footballteam von San Francisco, sieht es weniger gut aus. Lange vorbei sind die Jahre, in denen die Mannschaft mit Stars wie Joe Montana und O. J. Simpson insgesamt fünf Superbowl-Pokale gewann. Inzwischen laufen Vorbereitungen für einen Umzug in das rund 70 km südlich gelegene Santa Clara, wo zu diesem Zweck bis 2015 ein neues Stadion errichtet werden soll. Der derzeitige Spielort, das Candlestick-Park-Stadion, in dem übrigens die Beatles im Jahr 1966 ihr letztes Konzert gaben, wird dann vermutlich abgerissen.

Support the Locals

Ketten wie McDonald's, Wal-Mart oder Starbucks werden von den San Franciscans nicht unbedingt gern gesehen. Sie gehen lieber in Läden in der Nachbarschaft, die oft als Familienunternehmen geführt werden – auch wenn das ein paar Cents mehr kosten sollte. Hier vertreibt der Inhaber einen nicht nach einer Viertelstunde, um Platz für neue Kundschaft zu schaffen. Und obendrein tummelt sich in einem locally owned place das interessantere Publikum.

Bücher & Filme

Stadtgeschichten

In einer siebenteiligen Buchreihe beschreibt der bekennende Schwule Armistead Maupin das schillernde Leben einer Freundesgruppe in den 1970ern, 80ern und 2000ern.

Unterwegs – Jack Kerouac zog es in seinem autobiografischen Roman (1957) immer wieder nach SF, dessen Beatszene er lebhaft beschreibt.

Herb Caen

Der Kolumnist des San Francisco Chronicle schrieb von 1938 bis zu seinem Tod 1997 über The City und erfand die Begriffe Beatnik und Hippie. Auf www.sfgate.com/columnists/caen/archive sind seine Werke archiviert.

Die Straßen von San Francisco

Der Krimiklassiker (1972–77) schlechthin, eine herrliche Einstimmung.

The Rock

Wenn Sie ein explodierendes (!) Cable Car sehen wollen, sind Sie hier richtig: Michael Bay lässt es auch auf Alcatraz krachen (1996).

Vertigo

Alfred Hitchcocks Thriller von 1958 zeigt u.a. Fort Point, Mission Dolores, den Palace of Fine Arts und den Pacific Union Club.

Dirty Harry (1971), Flucht von Alcatraz (1979)

Wer ist der größere Star: Clint Eastwood oder San Francisco?

Milk

Preisgekröntes Kinodrama von 2008 über den schwulen Stadtrat Harvey Milk.

Bullitt

Legendär: Steve McQueens Verfolgungsjagd, in der er wie von Zauberhand vom Portrero Hill zum weit entfernten Russian Hill wechselt (1968).

Mrs. Doubtfire

Ecke Steiner St./Broadway steht das Haus, in dem Robin Williams' Filmfamilie lebte (1993).

Fakten

Einwohner
884.363
Fläche
600 km²
Strom
120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
23:52 Uhr
Zeitverschiebung
-9 h (zu MESZ)
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