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Peru - Bolivien

Check-in

Du kannst dich nicht entscheiden, ob du surfen, Berge erklimmen oder in Urwaldlodges chillen willst? Dann bist du in Peru und Bolivien richtig. Hier gibt‘s alles: Costa (Küste), Sierra (Berge) und Selva (Regenwald) und eine Vielfalt an Tieren, Pflanzen, Menschen, Sprachen und Gerichten!

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Die gewaltige Zitadelle, erbaut im 8.–9. Jh. n. Chr. und erst 1843 wiederentdeckt, liegt strategisch günstig auf einem 3000 m hohen Bergplateau, hoch über dem Utcubamba-Tal. Neue Erkenntnisse…
Die Scharrbilder im Boden der Pampa Colorada entdeckten 1926 zwei amerikanische Archäologen, bekannt aber wurden sie durch die Deutsche Maria Reiche, die ihr Leben der Erforschung der Linien widmete…
Calientes, dem Ausgangspunkt für Machu-Picchu-Besuche, dauert von Ollantaytambo im Heiligen Tal ca. 90 Minuten, die Zugfahrt selbst ist ein Erlebnis. Aus dem Hochtal der Anden geht es in den mit…
Mit 1,7 Mio. ha ist der Nationalpark Manu halb so groß wie die Schweiz und dabei das wohl artenreichste Regenwaldreservat der Erde: Allein 200 Baumarten kommen hier pro Hektar vor – in ganz Europa…
Eine Autostunde von La Paz und nur 20 km vom Ufer des Tititacasees entfernt liegt die Ruinenstätte Tiwanaku (oder Tiahuanaco; ca. 600 v. Chr.–200 n. Chr.). Die präkolumbische Stadt gilt als Wiege…
Knapp drei Fahrstunden (118 km) von Santa Cruz entfernt, breitet sich auf 2000 m Höhe die Felsfestung Samaipata aus, eine Anlage aus der Inkazeit. Zum Gelände gehört ein Museum. Das Dorf Samaipata…
Die schönste Stadt Boliviens und der Verfassung nach die Hauptstadt. Mit ihren restaurierten Kolonialbauten und weißen Kirchen breitet sich Sucre auf einer sonnigen Andenterrasse in 2790 m Höhe aus…
Sonnenbrille und schützende Kleidung braucht, wer sich das „weiße Meer”, die mit 12 000 km² größte Salzfläche der Erde, ansehen will. Der Salar de Uyuni (3660 m hoch), versalzter Rest eines…
Als die Spanier 1533 in Cuzco einritten, waren sie vom Glanz der Stadt überwältigt: Den zentralen „Platz der Freude” (Huacaypata), heute Plaza de Armas, umspannte eine 250 m lange Goldkette.…
Von den legendären dunkelhäutigen Uros, die sich selbst Kotsuña (Seemenschen) nannten und die die Inka nie unterwerfen konnten, blieben Siedlungen auf rund 40 schwimmenden Inseln, auf denen heute…

Reisezeit

Januar
mittel
25°C
Februar
mittel
26°C
März
mittel
26°C
April
sehr gut
24°C
Mai
sehr gut
21°C
Juni
sehr gut
19°C
Juli
gut
17°C
August
gut
17°C
September
sehr gut
17°C
Oktober
sehr gut
19°C
November
mittel
20°C
Dezember
mittel
23°C

Die beste Reisezeit für Peru - Bolivien sind die Monate April, Mai, Juni, September und Oktober. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 20° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Februar, März und April mit durchschnittlich 7 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur in den kältesten Monaten bei lediglich 17° Celsius bei durchschnittlich 1 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 21° Celsius und die Nachttemperatur bei 16° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 1 Tagen. Der regenreichste Monat ist der August.

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Entdecke Peru & Bolivien

Kein Wunder daher: Peru ist gerade in aller Munde! Hier sind die derzeit angesagten Superfoods Maca, Quinoa und Chia zu Hause. Hier hängen die saftigsten Mangos an den Bäumen, hier wachsen die leckersten Avocados, hier produziert der Regenwald so exotische Früchte wie Camu Camu oder Lucuma. Noch nie gehört? Unbedingt probieren! Und wusstest du schon, dass es in Peru gut 4000 Sorten von Kartoffeln, Süßkartoffeln und anderen Knollen gibt? Als ob das nicht schon beeindruckend genug wäre, tummeln sich dank des Humboldtstroms im Pazifik vor der peruanischen Küste Fische und anderes Meeresgetier in unglaublicher Vielfalt. Kein Wunder also, die Touristen mittlerweile allein schon des guten Essens wegen kommen.

Bunte Küche und mehr

Im Lauf der Zeit haben viele Einwanderer ihre Spuren in der Küche hinterlassen. Die Spanier brachten u.a. Oliven und Wein nach Peru, außerdem Hühner, Schafe und Ziegen, Schweine und Kühe. Nach den Spaniern kamen die Chinesen – sie hatten eines der wohl wichtigsten Lebensmittel im Gepäck: den Reis. Heute findest du außerdem Pizza, Sushi, kubanische Kochbananen und andere lateinamerikanische Gerichte auf den Speisekarten. In Peru und Bolivien finden aber nicht nur Feinschmecker ihr Glück. Die beiden Andennationen sind auch wie geschaffen für Abenteurer, Bildungsreisende, Naturfans und Sportfans. Ob auf eigene Faust, mit einer Reiseagentur oder als länderübergreifende Studienreise – unvergesslich wird deine Reise definitiv. Die höchste Großstadt der Welt (La Paz), der größte Hochlandsee (der Titicacasee), die legendäre Inkametropole Cuzco und die verwunschene Bergfestung Machu Picchu sind nur die bekanntesten Highlights. Nach einem Besuch der Chimú-Metropole Chan Chan, der Moche-Pyramiden von Túcume, der Linien von Nazca oder des Tempels Chavín bei Huaraz wirst du dich fühlen wie Indiana Jones im Entdeckerfieber.

Land der Kontraste

Was viele nicht wissen: Weite Teile Perus sind alles andere als eine von der Natur reich beschenkte Region: Die Küste ist eine Wüste, der die Menschen nur mit künstlicher Bewässerung Grün entlocken. Die Anden, die beide Länder mit mächtigen Kordilleren und eisgekrönten Gipfeln durchziehen, werden während der Trockenzeit kahl und braun. Nur in den Tälern zum Amazonastiefland hin und in den Regenwäldern östlich der Anden wuchert üppiges Grün. Kontraste werden dir auch in den Lebensverhältnissen der Menschen begegnen: Alte Kolonialvillen in Lima, einfache Lehmhäuser im eisigen Hochland, schicke Cafés in Arequipa und Kinder, die Bonbons auf den Straßen verkaufen, um mit den paar Münzen ihre Familien zu unterstützen. Die Armut ist in beiden Ländern – in Bolivien noch stärker als in Peru – weit verbreitet, ein Erbe selbstsüchtiger Regierungen von der Kolonialzeit bis heute. Auch den Eliten ist das eigene Wohlergehen oftmals wichtiger als die Bildung und Gesundheit ärmerer Mitbürger.

Bolivien - so bunt wie die Wiphala-Flagge

In Bolivien, dem Land Südamerikas mit dem höchsten Anteil an indigener Bevölkerung, war die Hoffnung auf ein menschenwürdigeres Leben der Ärmeren 2006 mit dem Regierungsanstritt von Evo Morales, ehemals Anführer der Kokabauern und erster indigener Präsident des Landes, gestiegen. Armuts- und Korruptionsbekämpfung blieben Morales‘ wichtigste Ziele, auch nach seiner zweifachen Wiederwahl 2009 und 2014. Nach seiner umstrittenen, weil verfassungswidrigen vierten Präsidentschaftskandidatur trat Morales im November 2019 zurück und verließ das Land. Er lebt zzt. im Exil in Argentinien. Nach wie vor ist Evo Morales in der Bevölkerung sehr populär. Seine größte Errungenschaft ist wohl die Integration der indigenen Bevölkerungsmehrheit, die heute selbstbewusster denn je alte Traditionen pflegt. Die Wiphala, knallbunte Flagge der indigenen Bevölkerung, ist heute als Emblem der Nationalflagge gleichgestellt. Wirtschaftlich geht es dank des Exports von Erdgas und anderen Rohstoffen bergauf, aber Kritiker bemängeln, dass eine Diversifizierung der Wirtschaft dabei auf der Strecke bleibt.

Langsam reisen, mehr genießen 

Peru ist fast viermal so groß wie Deutschland, Bolivien gut dreimal. Wer darum nicht tagelang mit dem Bus unterwegs sein will, steigt besser ins Flugzeug. Meist sind es Flüge von einem klimatischen Extrem ins andere. Spätestens auf dem 4000 m hohen Altiplano wird dein Körper dich von ganz alleine dazu auffordern, das Reisetempo zu drosseln. Nur wenige Kilometer östlich wartet dann das andere Extrem: die dampfend heiße, schwüle Welt des Amazonas-Regenwalds. Der Nationalpark Manu in Peru z. B. liegt zwar nur einen Luftsprung von der Inkametropole Cuzco entfernt, aber eben 3000 m tiefer. Und noch ein Rat: Wenn du die Hauptstadt richtig genießen willst, dann komm in den ersten Monaten des Jahres nach Lima, wenn der Himmel blau und der Pazifik warm sind. Im europäischen Sommer hingegen ist dort Winter, und die Stadt erinnert mit dickem Nebel und Nieselregen zu dieser Jahreszeit an Hamburg im November.

Praktische Hinweise

Anreise

Zurzeit bietet nur Condor Direktflüge von Frankfurt nach Lima an, allerdings nur von März bis September (ab ca. 850 Euro). Die Lufthansa plant, ab 2013 erneut Direktflüge nach Lima anzubieten. Bei Redaktionsschluss gabe es nur die Verbindungen über Bogotá (weiter mit Avianca) oder Caracas (weiter mit Taca) nach Lima. Eine weitere Variante ab Frankfurt/M. ist die Route über São Paulo. Non-Stop wird Limas Aeropuerto Internacional Jorge Chávez von Amsterdam (mit Air France/KLM) und Madrid (mit Iberia und LAN) angesteuert - stets mit Zubringerflügen ab deutschen Flughäfen. Ein weiterer Lima-Anbieter ab Deutschland ist British Airways, mit London-Zubringer und Wechsel auf American Airlines in Miami. US-Arlines bedienen Lima mit Zwischenstopp in einer US-Stadt (meist Atlanta, Houston oder Miami). Die Preise für Flüge mit Zwischenstopp beginnen bei ca. 1100 Euro. Die Flugdauer von Frankfurt nach Lima beträgt mindestens 14 Std.

Nach Bolivien gibt es zzt. keine Direktflüge ab Deutschland. Ab Madrid fliegt die bolivianische Airline Aerosur nach Santa Cruz de la Sierra (Flugdauer ca. 12 Stunden, Hin- und Rückflug ab ca. 1200 Euro), außerdem von den USA aus (z. B. Miami-La Paz), wiederum mit Zubringerflügen ab Deutschland. Alternativ ist die Anreise nach Santa Cruz auch über São Paulo mit der brasilianischen Airline TAM möglich. Sogenannte Gabelflüge (z. B. Hinflug nach Lima und Rückflug von La Paz) verkaufen die Fluggesellschaften American Airlines, LAN und KLM (in Kooperation mit TACA).

Während die peruanische Flughafensteuer von rund US$ 30 für internationale Flüge bereits im Ticketpreis enthalten ist, müssen die in Bolivien fälligen US$ 25 separat bezahlt werden.

Auskunft

Informationsmaterial verschicken die peruanische Botschaft in Berlin (Mohrenstr. 42, 5. Etage | 10117 Berlin | Tel. 0302064103 | www.botschaft-peru.de) und die jeweiligen Generalkonsulate. Auch die Botschaften in Österreich (Mahlerstr. 7/22 | 1010 Wien | Tel. 017134377) und der Schweiz (Thunstr. 36 | 3005 Bern | Tel. 013518555) versenden Prospektmaterial. Auch Boliviens Tourismusinformation ist der Botschaft in Berlin (Wichmannstr. 6 | Tel. 030 2639150 | www.bolivia.de) angegliedert. Infobüros vor Ort finden Sie in den Ortskapiteln.

- Deutschsprachige Internetseiten: Tourismusministerium Peru: www.peru.info; Agenturservice: www.peruline.de | www.bolivialine.de; Tourismusministerium Bolivien: www.gbtbolivia.com; nachhaltige Reiseveranstalter: www.forumandersrei sen.de

- Englischsprachige Seiten: Tourismusinfo Peru: www.andeantravelweb.com; Reisemagazin: www.rumbosperu.com; Portal für andine Kultur: www.mundo andino.com; Bolivien-Portal: www.boli viaweb.com

- Spanischsprachige Seiten: Suchmaschine für Infos zu Peru: www.adonde.com; das Neueste auf einen Klick: www.elco mercio.pe; Themen der Zeit: www.yachay.com.pe; Museen und Kunst in Bolivien: www.bolivianet.com

Busse

Der Bus ist das Hauptverkehrsmittel in Peru und Bolivien. In vielen Städten gibt es einen zentralen Busbahnhof (Terminal de Buses, Terminal Terrestre) oder eine Konzentration von Busunternehmen in einem bestimmten Stadtbezirk. Die Qualität der Busse und damit auch die Fahrpreise schwanken beträchtlich. Die Hauptstrecken werden von supermodernen Doppeldeckerbussen bedient, die nicht nur über Liegesitze, AC, Chemieklo, Bordverpflegung, Hilfspersonal, Mahlzeiten, Video, Gepäckservice und in einigen Fällen sogar über WLAN verfügen, sondern auch ein Höchstmaß an Sicherheit bieten. Busse dieser Kategorie empfehlen sich besonders für Nachtfahrten. Die Strecke Lima-Arequipa (ca. 1000 km, 14 Std.) kostet mit dem Komfortbus ab 150 S/. (ca. 43 Euro). Das peruanische Busunternehmen Oltursa (Tel. 017085000 | www.oltursa.pe) liefert Bustickets in größeren Städten und Touristenzentren ohne Aufpreis ins Hotel. In der Regel bekommt man seinen Fahrschein am nächsten Tag von einem Boten gebracht. Für Lima funktioniert dies auch bei Cruz del Sur (Tel. 013115050 | www.cruzdelsur.com.pe).

Diplomatische Vertretungen

in Peru:

Deutsche Botschaft

Av. Arequipa 4202-4210 | Miraflores, Lima 18 | Tel. 01 2125016 | www.lima.di plo.de

Österreichische Botschaft

Av. República de Colombia 643 | San Isidro, Lima 27 | Tel. 014420503 | www.bmeia.gv.at/botschaft/lima.html

Schweizer Botschaft

Av. Salaverry 3240 | San Isidro, Lima 27 | Tel. 01 2640305 | www.eda.admin.ch/lima

in Bolivien:

Deutsche Botschaft

Av. Arce 2395 | La Paz | Tel. 02 2440066 | www.la-paz.diplo.de

Österreichisches Honorarkonsulat

Calle Montevideo 130, Edificio Requima, Piso 6 | La Paz | Tel. 02 2442094 | austro ko@acelerate.com

Schweizer Botschaft

Calle 13, Ecke 14 de Septiembre | Obrajes, La Paz | Tel. 02 2751225 | www.eda.ad min.ch/lapaz

Einreise

Der Reisepass muss für Bolivien und Peru bei der Einreise noch mindestens ein halbes Jahr gültig sein. Deutsche, Österreicher und Schweizer können in beiden Ländern ohne Visum jeweils bis zu 90 Tage bleiben. Unbedingt bei der Einreise Aufenthaltsdauer auf dem Einreisezettel (Tarjeta Internacional de Embarque/Desembarque) eintragen, um einer willkürlichen Verkürzung durch die Beamten vorzubeugen.

Geld & Währung

Die Währung von Peru ist der Nuevo Sol (S/.), für Bolivien der Boliviano (Bs), jeweils unterteilt in 100 Centimes bzw. 100 Centavos. Im September 2012 gab es für einen Euro 3,20 S/. bzw. 8,62 Bs. Das Preisniveau beider Länder gleicht in den feinen Vierteln der Hauptstädte etwa dem europäischen, auf dem Land liegt es weit darunter.

Viele Banken in Peru und Bolvien betreiben Geldautomaten, an denen man z. B. mit einer VISA- oder MasterCard - günstiger mit EC-Karte (in größeren Städten) und PIN-Nummer - Bargeld in Landeswährung abheben kann. Zeitraubender ist die Barauszahlung auf Kreditkarte in den Banken (Pass!) oder der Eintausch von Travellerschecks. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18 (Peru, einige auch Sa 9-13) und Mo-Fr 9-18, Sa 9-13 Uhr (Bolivien). Travellerschecks kann man meist nur in Banken und zu einem schlechten Kurs einlösen, dafür sind sie sicherer als Bankkarten, mit denen bei Diebstahl mehr Schaden angerichtet werden kann. In Peru sind Reiseschecks in US$ von American Express in Filialen von Scotiabank und Interbank einlösbar, in Bolivien bei der Banco Bisa. Kreditkarten werden in allen größeren Städten akzeptiert. Auf dem Land sollte man ausreichend Bargeld (in kleinen Scheinen) dabeihaben.

Gesundheit

Obwohl Peru und Bolivien zzt. keine Impfungen bei der Einreise verlangen, ist es sinnvoll, sich gegen Gelbfieber immunisieren zu lassen. Falls man zwischen dem peruanischen und bolivianischen Amazonasgebiet hin- und herreist, können die Behörden den Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangen und evtl. eine solche vor Ort anordnen. Ansonsten benötigt man offiziell keine Impfungen. Urwaldgebiete sollte man nicht ohne Malariaprophylaxe besuchen. Das Auswärtige Amt (www.auswaertiges-amt.de) empfiehlt Impfungen gegen Polio, Tetanus, Diphterie und Hepatitis A. In die Reiseapotheke gehören Tabletten gegen Durchfall und Insektenschutz. Gegen die Symptome der Höhenkrankheit soroche (Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit) helfen Aspirin oder das Medikament Diamox. Auch Kokatee (Mate de Coca) lindert die Beschwerden. In schweren Fällen muss die betroffene Person schnell in tiefere Lagen gebracht werden. Empfehlenswert ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung.

Inlandsflüge

In Peru verkehren Lan Peru, Star Perú, Taca, Peruvian Airlines und LC Perú, in Bolivien Aerosur, Aerocon, BoA und Transporte Aéreo Militares TAM. Der einfache Flug Lima-Cuzco kostet z.B. mit Lan Peru um 230 US $, mit Star Perú hingegen nur 140 US $. Für den Flug La Paz-Santa Cruz zahlt man mit Aerosur 123 US $, mit BoA etwa 100 US $. Während in Peru die Flughafensteuer für Inlandsflüge (ca. 6 US $) bei einigen Flughäfen (z.B. Cuzco, Arequipa) im Ticketpreis enthalten ist, sind die ebenfalls 6 US $ in Bolivien separat zu entrichten.

Internetzugang & wlan

Internetcafés sind stark verbreitet. Eine Stunde Internetsurfen kostet in Peru 1,50-3 S/., in Bolivien ist es mit ebenfalls 1,50-3 Bs noch erheblich billiger. Meist kann man auch Fotos von der Kamera herunterladen und CDs brennen. WLAN-Zonen (vor Ort amerikanisch Zonas WIFI oder Internet inalámbrico genannt) gibt es auf Flughäfen, in Shoppingcentern, Cafés, Restaurants und Hotels. WiFi-Hot-Spots: www.wificafespots.com

Klima & Reisezeit

An der Küste, vor allem auf der Höhe von Lima, kommt es im peruanischen Winter (Mai-Nov.) zum garúa, dem dichten Küstennebel, und das Wasser ist zu kühl zum Baden. In den Anden herrscht April/Mai und Sept./Okt. klares, sonniges Wetter für Bergtouren - bei kalten Nächten. Die beste Reisezeit für das Amazonasgebiet sind die relativ trockenen Monate Juni/Juli; am stärksten regnet es dort Dez.- März bei bis zu 36 Grad. In La Paz regnet es Dez.-Feb. täglich. Die übrige Zeit ist regenfrei und sonnig.

Mietwagen

Voraussetzung sind in beiden Ländern der nationale Führerschein, ein Mindestalter von 21-25 Jahren (je nach Wagentyp und Verleihfirma) und eine Kreditkarte. Ein Wagen der preisgünstigsten Kategorie (z.B. Toyota Yaris) kostet z.B. bei Budget Car Rental in Peru (www.bud getperu.com) ab/bis Flughafen pro Tag ca. 46 Euro und pro Woche 267 Euro inkl. 200 Freikilometer pro Tag. Mietern unter 25 Jahren wird evtl. eine Zusatzgebühr berechnet. Benzin wird in Peru in Gallonen (gallones, 3,78 l) und in Bolivien in Liter berechnet. Anfang 2013 kostete ein Liter Super in Peru umgerechnet rund 1,25 Euro, in La Paz nur 0,50 Euro.

Notruf

In Peru: 105 (Polizei), 116 (Ambulanz) bzw. 012432190 (Touristenpolizei Lima). In Notfällen hilft auch der 24-Std.-Telefondienst für Touristen: 01 5748000 (gratis von allen Provinzen). In Bolivien ist der Notruf 110 (Polizei), 118 (Ambulanz) bzw. 800140071 (Gratisnummer der Touristenpolizei La Paz). Notfallnummer der deutschen Botschaft in Lima: Handy 997576200, bzw. in La Paz: 71527279, des Deutschen Auswärtigen Amts für deutsche Staatsangehörige im Ausland: 0049 3018172000 (Hilfsmaßnahmen werden in Rechnung gestellt).

Post

Luftpostkarten und -briefe bis 20 g kosten nach Europa umgerechnet 1,83 Euro (Peru) bzw 0,95 Euro (Bolivien); sie sind 7-14 Tage unterwegs. Öffnungszeiten in Bolivien: Mo-Fr 8-20, Sa 8-18 Uhr; in Peru: Mo-Sa 8-20 Uhr

Sicherheit

Soziale und politische Spannungen können unvermutet explodieren (aktuelle Sicherheitshinweise zu den Ländern erhalten Sie unter www.auswaertiges-amt.de). Krisenherde sollte man meiden. Vorsicht ist bei Wertsachen geboten. Also aufs Gepäck achten, Elendsviertel und nächtliche Spaziergänge meiden. Bei Polizeikontrollen sollte man sich mit der beglaubigten Kopie des Passes ausweisen können. Auf keinen Fall irgendwelche Päckchen für andere transportieren: Es könnte sich um Drogen handeln und eine langjährige Haftstrafe nach sich ziehen.

Strom

In beiden Ländern ist eine Stromspannung von 220 Volt verbreitet, zum Teil gibt es noch 110 Volt (z. B. in La Paz). Sie benötigen einen US-Stecker-Adapter.

Taxi

Taxameter gibt es weder in Peru noch in Bolivien, der Preis ist Verhandlungsgeschick. Die Fahrt vom Flughafen nach Miraflores in Lima/Peru kostet je nach Taxikategorie 60-150 S/. (Exklusiv-Taxi, sicherste Kategorie), bzw. 17-42 Euro. Nehmen Sie ein angemeldetes Taxi, erkennbar an den auf beiden Seiten aufgemalten Nummern und dem innen sichtbar angebrachten Ausweis. Preiswerter fährt man in Bolivien mit dem Taxi.

Telefon & Handy

Die großen Telefongesellschaften heißen Telefónica Perú (www.telefonica.com.pe) und Entel (www.entel.bo). Beide verkaufen Telefonkarten für öffentliche Telefone, mit denen man auch Überseegespräche führen kann. In Peru und Bolivien telefoniert man am günstigsten von den Telefonshops, die Locutorios heißen (3 Min. nach Europa ca. 0,70-1 Euro). Auch viele Internetcafés verfügen über Telefonkabinen und/oder bieten kostenlose VOIP-Gespräche (z.B. über Skype) an.

Handys funktionieren in Peru und Bolivien nur, wenn sie mit Triband-Technologie ausgerüstet sind. Mit Prepaidkarten, die man in Supermärkten, Tankstellen und Kiosken kaufen kann, können Sie günstige Ortsgespräche führen.

Vorwahlen: nach Bolivien 00591, nach Peru 0051, von Peru oder Bolivien nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041

Trinkgeld

Nicht üblich ist Trinkgeld bei Taxifahrten. In Restaurants der oberen Preisklasse wird in beiden Ländern oft ein Servicezuschlag von 10 Prozent auf die Rechnung erhoben. In einfachen Restaurants bleibt es dem Gast überlassen, ob er den Service mit einem Extra-Obulus belohnt.

Zeit

Peru ist zur europäischen Zeit (MEZ) 6, zur europäischen Sommerzeit (MESZ) 7 Std. zurück. In Bolivien ist der Zeitunterschied zur MEZ minus 5 Std., zur MESZ minus 6 Std.

Zoll

Nur Gegenstände des persönlichen Bedarfs dürfen eingeführt werden. Nicht ausgeführt werden dürfen Kulturgüter. Verboten ist nach der UN-Drogenkonvention auch die Ausfuhr von Kokablättern und Kokatee. In die EU dürfen eingeführt werden: Geschenke im Wert bis zu 430 Euro, 200 Zigaretten (oder 100 Zigarillos, bzw. 50 Zigarren) und 1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von über 22 Vol.%.). Verboten ist die Einfuhr von Souvenirs, die aus geschützten Tieren oder Pflanzen hergestellt wurden. www.zoll.de

Events, Feste & mehr

Feiertage in Peru

1. Jan.

Año Nuevo (Neujahr)

März/April

Jueves Santo (Gründonnerstag); Viernes Santo (Karfreitag)

1. Mai

Día del Trabajo (Tag der Arbeit)

29. Juni

Día de San Pedro y San Pablo (Peter und Paul)

28. Juli

Fiestas Patrias (Unabhängigkeitstag)

30. Aug.

Santa Rosa de Lima (Tag der Stadtheiligen von Lima)

8. Okt.

Batalla de Angamos (Gedenktag der Schlacht von Angamos)

1. Nov.

Día de Todos los Santos (Allerheiligen)

8. Dez.

Día de la Inmaculada Concepción (Tag der unbefleckten Empfängnis)

25. Dez.

Navidad (Weihnachten)

Feiertage in Bolivien

1. Jan.

Año Nuevo (Neujahr)

22. Jan.

Nacimiento del Nuevo Estado Plurinacional de Bolivia (Gründungstag des Neuen Vielvölkerstaats Bolivien)

Feb./März

Carnaval (Karneval)

März/April

Viernes Santo (Karfreitag)

1. Mai

Día del Trabajo (Tag der Arbeit)

Mai/Juni

Corpus Cristi (Fronleichnam)

6. Aug.

Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag)

2. Nov.

Día de Todos los Difuntos (Allerseelen)

25. Dez.

Navidad (Weihnachten)

Feste & Veranstaltungen

Januar

Concurso Nacional de Marinera: Großes Tanzfestival in Trujillo (Nordperu) in der letzten Januarwoche, bei dem sich alles um den flamencoartigen Nationaltanz Marinera dreht

Februar

Marienfeste (2.) in Puno auf der peruanischen Seite des Titicacasees und in Copacabana auf der bolivianischen Seite

Karneval in Oruro (Bol.), beginnt am Do vor dem Karnevalswochenende; Höhepunkt ist der Corso de Domingo de Carnaval (So). Die peruanischen Karnevalshochburgen sind Ayacucho und Cajamarca.

März/April

Karfreitagsprozession in Copacabana (Bolivien) am Titicacasee

Osterprozessionen am Sonntag in Arequipa, Ayacucho und Cuzco (Peru)

Juni

Fest des Schutzheiligen Johannes (23./24.): in der Amazonasregion mit rituellen Waschungen und vielen Partys

Inti Raymi (24.-29.): Sonnenwendfeier der Inka; in Sacsayhuamán (Peru) in historischen Kostümen

August

Patronatsfest für die Virgen de Copacabana (5.-6.): berühmtes Wallfahrtsfest für die Schwarze Madonna von Copacabana (Bolivien)

September

Fest der Tagundnachtgleiche (21.): in und um die Ruinenstätte Tiwanaku und in ganz Bolivien

Oktober

Patronatstag von San Francisco (4.): in Peru in allen Kolonialstädten mit Franziskanerkirchen und -klöstern

November

Allerheiligen/Allerseelen (1./2.): In bolivianischen Landgemeinden legen Angehörige u. a. Alkohol und gebackene Brotfiguren aufs Grab.

Folklorefest in Puno (Peru) zum Gedenken an den ersten Inka Manco Capac, der hier - von der Sonneninsel im Titicacasee kommend - an Land ging.

Mitte Nov.: Beginn der Stierkampfsaison in La Paz (Bolivien)

Bloss nicht

Zu viel vornehmen

Riesige Entfernungen, extreme Höhen, Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle, die zu Fuß über enge und steile Gassen erobert sein wollen, oder stundenlange Anfahrten auf einspurigen Serpentinen über Schwindel erregenden Abgründen: Für Peru und Bolivien braucht man eine gute Kondition - selbst, wenn man pauschal reist, und ganz besonders, wer auf eigene Faust unterwegs ist. Also: Sie sollten sich entweder weniger vornehmen oder mehr Zeit lassen.

Zu viel Gepäck mitnehmen

Raus aus dem Flugzeug, dem Bus oder dem Zug und rein ins Hotel - dieses Spiel wird sich mindestens ein dutzendmal wiederholen. Wer will sich da mit gigantischen Überseekoffern beschweren? Paarweise das Nötigste gepackt, das reicht völlig aus - zumal Sie Ihre Sachen fast überall vom Zimmermädchen oder dem Reinigungsservice des Hotels über Nacht waschen lassen können. Wollsachen wie Pullover kauft man ohnehin besser vor Ort.

Die Geduld verlieren

Es kann der Strom ausfallen, das Flugzeug Verspätung haben, der Bus auf der Strecke liegen bleiben, eine Straße gesperrt sein, ein orientierungsloser Taxifahrer am Steuer sitzen oder das Museum zu den offiziellen Öffnungszeiten geschlossen sein. Empörung oder gar Beschimpfungen des Personals helfen da nicht weiter - Geduld, Improvisation und Flexibilität sind gefragt.

Drogen nehmen

In Peru und Bolivien kennt man kein Pardon beim Konsum von Kokain oder Marihuana. Die Gefängnisse sind unbequem, und den Botschaften sind die Hände gebunden. Mehr als die Angehörigen daheim zu informieren können sie kaum tun. Lehnen Sie grundsätzlich das Mitnehmen von Briefen oder Päckchen ab, deren Inhalt Sie nicht kennen.

In dunklen Gassen spazieren gehen

Wenn Einheimische Ihnen von einem Besuch bestimmter Viertel in den Städten oder touristischen Gebieten abraten, hören Sie auf sie. Tagsüber arbeiten die Diebe oft im Team (einer lenkt ab, der andere klaut). Nachts sollten Sie sich besonders vor Betrunkenen in Acht nehmen. Dann heißt es: Ruhe bewahren, um die Situation zu entschärfen.

In die Geldkartenfalle tappen

Die Alarmglocken sollten läuten, wenn man von einem "Touristen" angesprochen wird: Er könnte ein Betrüger sein und Komplizen haben. Lassen Sie sich nichts aufquatschen, schon gar keine günstige Taxifahrt zu zweit - sie könnte zum nächsten Bankautomaten führen, wo man Sie dann zwingt, Geld abzuheben. Die Betrüger gehen geschickt und brutal vor; darum unbedingt gleich alle Anmachversuche abblocken!

Bücher & Filme

Machu Picchu, Die legendäre Entdeckungsreise im Land der Inka

Das Buch vom Entdecker Hiram Bingham persönlich, 2007 in deutscher Übersetzung erschienen, ist eine gute Einstimmung.

Der Geschichtenerzähler

Mario Vargas Llosa setzt sich in diesem Buch mit dem Verschwinden der Amazonasvölker und ihrer Kulturen auseinander.

Meine Reise nach Peru

Der autobiografische Reisebericht der französischen Frauenrechtlerin und Sozialistin Flora Tristán (1803-44) bietet wunderbare Einblicke in das postkoloniale Peru des 19. Jhs.

Devil's Miner - der Berg des Teufels

Der Film (USA/Deutschland, 2004) gibt Einblicke in die harte Wirklichkeit der Kinderarbeit in den Minen des Cerro Rico von Potosí.

Sturz ins Leere

Berührender Film (GB 2003), der den Überlebenskampf von Joe Simpson nach einem Sturz in eine Gletscherspalte am Siula Grande (6356 m) in Peru festhält.

Aguirre, der Zorn Gottes/Fitzcarraldo

Klassiker nicht nur für Klaus-Kinski-Fans sind diese beiden Filme (1972 bzw. 1981) von Werner Herzog, die das Aufeinanderprallen der Kulturen von Alter und Neuer Welt zum Thema haben.

16-20 °C
4 h/Tag

Fakten

Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 21:45 Uhr

Anreise

18h 45min
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

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