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Neuengland

Check-in

Neuengland! Das klingt anders als das, was man sonst aus Amerika gewohnt ist. Unaufdringlich und leise stellt sich der äußerste Nordosten der USA mit hübschen alten Städtchen, Kunst und Kultur und fortschrittlich gesinnten Menschen vor. Etwa halb so groß wie Deutschland, fasziniert die Region auch durch ihre menschenleere Wildnis in den endlosen Wäldern von Maine oder den rauen White Mountains. Und vor den herrlichen Küsten kreuzen Windjammer und stoßen Wale Atemfontänen aus. Kultur und Natur - Neuengland bringt beides unter einen Hut. Gepflegt und ohne große Umstände. New Englandly eben.

Unter den vielen Gesichtern Amerikas befinden sich nur wenige, bei denen man europäische Kulturtradition spürt. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat sich vollständig von Europa abgenabelt.

Das gilt vor allem für Neuengland, die Region im äußersten Nordosten der USA. Doch gerade dort, wo sich die heutige Supermacht einst zuerst von Europa lossagte, ist das Flair der Gründerzeit nie ganz verschwunden, ist Amerika der Alten Welt am nächsten. Massachusetts, Rhode Island, Connecticut, Vermont, New Hampshire, Maine: Zwischen den Dünenlandschaften von Cape Cod und den Klippen von Maine, den bewaldeten Höhen von Vermont und dem Großstadttrubel von Boston lebt „Good Old England„ auf eine stoische Weise weiter.

Neuengland ist dabei mehr als nur ein fein herausgeputztes Freilichtmuseum. Die Region war der Motor jener 13 Kolonien, die sich 1776 von der britischen Krone lossagten und in einem langen, zähen Krieg Unabhängigkeit und Demokratie erstritten. Und der Geburtshelfer einer Nation, die später zur Supermacht wurde.

Ohne Neuenglands Bildungsindustrie, eine der besten der Welt, und ohne die in Neuengland angestoßene Industrialisierung Amerikas wäre dieser sagenhafte Aufstieg nie möglichgewesen. Es waren Connecticut und Massachusetts, wo Postkutschen und Revolver gebaut wurden, mit denen der Wilde Westen erschlossen wurde. Es war in Hartford und nicht in Detroit, wo die ersten Autos entstanden, die Amerika mobil machen sollten. Es waren Textilfabriken in New Hampshire und Rhode Island, die das Garn spannen, mit dem die Nation eingekleidet wurde. Und es waren Atom-U-Boote aus Connecticut, die im Kalten Krieg das militärische Gleichgewicht mit den Sowjets hielten.

Zwar brummt der Motor Amerikas heute im Sonnengürtel des Landes, doch das Energiezentrum von einst steht mit Erfindungen wie dem Internet und Venture Capital bereits mitten im dritten Jahrtausend. Dabei sieht es auf den ersten Blick so aus, als sei in den putzsauberen Städten und Dörfern die Uhr stehen geblieben. Der Eindruck täuscht. Der Geist der wertkonservativen, strebsamen und sparsamen Puritaner hat das amerikanische Wertesystem grundlegend geprägt. Die von ihnen schon früh mit Colleges und Universitäten gepflegte Kultur des kritischen Denkens mündete später in eine glückliche Ehe von Traditionsbewusstsein und progressiver Umwelt- und Sozialpolitik.

Neuengland ist eine Region mit ausgeprägtem „Wir„-Gefühl. Noch immer bauen die Neuengländer Holzhäuser, und zwar am liebsten im Stil der vergangenen Jahrhunderte. Dabei konservieren sie lieber anstatt abzureißen und kümmern sich um den Erhalt und Ausbau von Museen, Konzerthäusern und Theatern. Als traditionelle Erholungslandschaft reicher Städter aus Boston oder New York (das nicht zu Neuengland gehört) hat diese Region nie ihren ursprünglichen Charakter eingebüßt. Shoppingmeilen und Motelalleen bestätigen eher die Ausnahme von der Regel.

Die Küstenstädte besitzen eine reiche Vergangenheit. Überseehandel, vor allem mit China, und Walfang produzierten hier die ersten Millionäre der USA. Heute pflegt man mit viel Geschmack die alten Piers, Lagerhäuser und Straßenzüge. Das Bild allerdings, das sich spontan bei Neuengland aufdrängt, besteht aus den Dörfern im Landesinneren - mit weißen Holzkirchen, stattlichen Wohnhäusern, dem General Store für die Dinge des täglichen Bedarfs, dem Town Hall genannten Rathaus und dem zentralen Green, einem Rasen mit Schatten spendenden Bäumen in der Mitte. Der Charme dieser Ortschaften wird noch gesteigert, wenn Ahorn, Birken, Eichen und Hickory den sogenannten Indian Summer beginnen. Die Siedler nannten so die kurze Wärmeperiode nach dem ersten Frost, in der sie noch einmal mit Indianerüberfällen rechnen mussten. Heute allerdings steht der Indian Summer nur für einen prachtvollen Farbenrausch: Nirgendwo sonst auf der Welt produziert der Rückgang des Chlorophylls in den Blättern und die Ausbreitung der übrigen Farbpigmente eine solche Farbenpracht wie in Neuengland. Touristisch ist dies die fünfte Jahreszeit: Die Hotels sind trotz verdoppelter Zimmerpreise voll.

Erst vor 10000 Jahren gab die letzte Eiszeit dem Gebiet den letzten Schliff. Die Höhenzüge der White und Green Mountains und der Taconic Range überragen eine Region, die vom 600 km langen Connecticut River von Nord nach Süd halbiert und an der zerlappten Küste von tiefen Buchten und Abertausenden Inseln und Schären zerschnitten wird.

Dort, wo 1614 mit der Namensgebung durch einen britischen Kapitän und 1620 mit der Landung der Mayflower mit ihren Pilgervätern die Neue Welt begann, leben heute mehr als 14 Mio. Menschen. Zu ihnen gehören jene, die sich als die einzig wahren, angestammten Yankees betrachten. Yankees halten die traditionellen Werte Neuenglands hoch: Fleiß, praktische Veranlagung, Bescheidenheit und die Begabung, aus allem das Beste zu machen. Längst verstehen sich auch die Nachkommen katholischer Einwanderer aus Irland, Italien und dem französischsprachigen Teil Kanadas sowie Skandinavier und Juden aus Osteuropa auf diesen Yankeestolz, der in den einzelnen Neuenglandstaaten in unterschiedlichen Nuancen existiert. Zum Beispiel bei den Connecticut Yankees, die sich einst als Handelskaufleute einen Namen machten und heute noch landesweit die meisten Patente pro Kopf der Bevölkerung besitzen. Oder bei den Maine Yankees, denen man nachsagt, dass sie kein Wort zu viel in den Mund nehmen. Oder bei den Massachusetts Yankees, bei denen die Abstammung von der „richtigen„ Familie angeblich noch immer die Türen öffnet.

Wer nach Neuengland fährt, mag sich für all das nicht gleich interessieren, besonders nicht, wenn er Einsamkeit, raues Klima, leere Strände, frischen Hummer und das Farbenfurioso des Indian Summer sucht. Aber jeder spürt, dass ohne die Menschen, die hier leben, ohne den guten alten Neuenglandgeist, ohne dieses Bewusstsein, dass Holz schöner ist als Plastik, Zurückhaltung wohltuender als Marktschreierei und langfristige Investitionen besser sind als schnelle Profite, die bloße Natur nichts anderes wäre als ein nördliches Disneyland. Nichts läge Neuengland, dem Landstrich, der von seinen Fans gern das bessere Amerika genannt wird, ferner. Ein Besuch Neuenglands ist eine Reise in eine andere Zeit, die - vielleicht - den USA den Weg in eine bessere Zukunft weist.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Das Tal der Franconia Notch bietet den Blick auf einen dramatisch geformten Einschnitt in die White Mountains.
Im einzigen Nationalpark Neuenglands treffen Land und Meer in besonders reizvollen Kontrasten aufeinander.
Dieser durch eine rote Linie auf dem Gehweg markierte, 4 km lange Pfad führt zu allen Stätten, die in der Amerikanischen Revolution eine Rolle spielten. Ausgangspunkt ist der Common, der Stadtpark,…
Im Peabody, einem der besten Museen der Ostküste, sind vor allem Schätze aus dem Chinahandel der Stadt zu sehen, darunter filigran verzierte Stoßzähne. Zum 1799 gegründeten Museum gehören 24…
Wie ein krummer Kleiderhaken ragt die Halbinsel vor Massachusetts rund 100 km weit in den Atlantik hinaus.
Eine Verfilmung des „Großen Gatsby“ könnte gut vor der Kulisse von Newport spielen. Das alte Seebad in Rhode Island, ca. 40 km südlich von Bedford gelegen, verkörpert das Flair der eleganten…
1998 investierten diese auch 140 Mio. Dollar in den Bau des nahe gelegenen Mashantucket Pequot Museum. Das den Ureinwohnern Nordamerikas gewidmete Museum besticht durch spannende Ausstellungen und…
Ein Bostoner Kaufmann namens Mayhew kaufte 1660 die 330 km2 große Insel. Seine Söhne missionierten die Wampanoag-Indianer, deren Nachfahren noch heute in Gay Head am Westende der Insel leben.
Nantucket, etwa halb so groß wie die Nachbarinsel Martha’s Vineyard,aber doppelt so weit vom Festland entfernt, bedeutet in der Indianersprache „weit entfernte Insel“.
Auf der 13 km langen Mt. Washington Auto Road geht es in engen Serpentinen auf den Gipfel.
Das größte und modernste Skigebiet östlich der Rocky Mountains (700 Ew.) ist wegen seiner schwierigen Buckelpisten bei Hardcore-Skifansals Beast of the East berühmt-berüchtigt. Die Killington Ski…
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Praktische Hinweise

Anreise

Lufthansa fliegt täglich von Frankfurt, Düsseldorf und München nonstop nach New York und von Frankfurt nach Boston. Dazu kommt ein großes Angebot anderer internationaler Fluggesellschaften. Die Flugzeit beträgt 8 bis 10 Stunden.

Die meisten Auslandsflüge landen auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen in Queens, etliche auch auf dem Flughafen von Newark/New Jersey. Der kürzeste Weg nach Neuengland führt über die Autobahn I-95. Wer in Boston landet und dort ein paar Tage bleiben möchte, sollte seinen Mietwagen erst bei Fahrtbeginn buchen: Parkplätze sind hier knapp und teuer.

Discover New England

Die deutsche Repräsentanz der Interessenvertretung der sechs Neuenglandstaaten hilft mit Broschüren, Landkarten und Hotelverzeichnissen bei der Reiseplanung. c/o Buss Consulting, Postfach 1213, 82302 Starnberg | Tel. 08151/739774 | Fax 739785 | www.discovernewengland.org.

Auskunft vor Ort

Discover New England

1250 Waterbury Rd., Stowe, VT 05672 | Tel. 802/253-2500 | Fax 2539064 | www.discovernewengland.org

Connecticut Commission on Culture & Tourism

One Financial Plaza, 755 Main St., Hartford | CT 06103 | Tel. 1/860-256-2800 | www.ctvisit.com

Maine Office of Tourism

State House Station 59, Augusta, ME 04333-0059 | Tel. 207/287-5711 | www.visitmaine.com

Massachusetts Office of Travel and Tourism

10 Park Plaza, Suite 4510, Boston, MA 02116 | Tel. 617/973-8500 | Fax 973/8525 | www.usamass.com

NH Department of Resources and Economic Development

172 Pembroke Rd., Concord, NH 03302-1856 | Tel. 603/271-2666 | Fax 271/6870 | www.visitnh.gov

Rhode Island Tourism Division

315 Iron Horse Way, Suite 101, Providence, RI 02908 | Tel. 1/800-250-7384 | Fax 401/273-8270 | www.visitrhodeisland.com

Vermont Department of Tourism & Marketing

National Life Bldg., 6th Floor, Montpelier, VT 05620-0501 | Tel. 802/828-3237 | www.travel-vermont.com

Auto

Amerikas Straßen sind klassifiziert (County Routes, State Highways, US Highways, Interstates). Die Höchstgeschwindigkeit in New Hampshire, Maine und Vermont beträgt 65 Meilen/h (104 km/h) auf Interstates, 50 Meilen/h (80 km/h) auf Highways; in Connecticut, Massachusetts, Rhode Island und New York (Long Island) auf den meisten Straßen 55 Meilen/h (88 km/h). Der 3-way- oder 4-way-stop, eine Kreuzung mit Stoppzeichen aus allen Richtungen, regelt die Vorfahrt nach dem Prinzip: Wer zuerst kommt, fährt zuerst.

Banken, Geld & Kreditkarten

US-Banken (meist Mo-Do 10-15, Fr 10-17) arbeiten nicht als Wechselstuben. Sie lösen Reiseschecks ein und zahlen Bargeld an Kreditkarteninhaber aus. Populärstes Zahlungsmittel sind Kreditkarten. Travellerschecks werden akzeptiert. An den meisten Geldautomaten können Sie mit ec-Karte abheben, was viel billiger ist als mit Kreditkarte.

Diplomatische Vertretungen

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

3 Copley Place, Suite 500, Boston | Tel. 617/369-4934

Konsulat der Republik Österreich

15 School St., 3rd Floor, Boston | Tel. 617/227-3131

Schweizer Generalkonsulat

633 Third Ave., 30th Floor, New York | Tel. 212/599-5700

Einreise

Die visumfreie Einreise (Visa Waiver Program) ist nur bei Aufenthalten bis zu 90 Tagen möglich. Folgende Bedingungen müssen zudem erfüllt werden: Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens für die Dauer des geplanten Aufenthaltes gültig sein. Der Reisepass muss außerdem maschinenlesbar sein. Jedes Familienmitglied, auch Kleinkinder und Babys, benötigen einen eigenen Reisepass. Seit 2005 müssen die Pässe mit digitalen Fotos versehen sein (biometrische Pässe). Davor ausgestellte Pässe werden akzeptiert, solange sie maschinenlesbar sind. Seit Januar 2009 ist darüber hinaus für alle USA-Reisenden die Online-Registrierung ESTA zwingend erforderlich. Sie muss bis spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt online beantragt werden. Eine deutsche Version des ESTA-Genehmigungsverfahrens finden Sie unter http://esta.usa.de. Weitere Informationen gibt es unter http://german.germany.usembassy.gov/germany-ger/visa/esta-faqs.html. Viele Besucher müssen sich zudem per Fingerabdruck und Digitalfoto am Einreiseflughafen in das US-VISIT-System eintragen. Diese Prozedur dauert nur 15 Sekunden und wird während der Sichtung der Reisedokumente vorgenommen. Aktuelle Infos auch unter www.us-botschaft.de.

FKK

Amerika ist prüde, öffentliches Nacktbaden verboten. Es gibt FKK-Strände - abgeteilt und im Besitz privater Vereinigungen.

Internet

www.yankeemagazine.com Reportagen, Berichte und Hotel- und Restaurantgeschichten aus Neuengland

www.thephoenix.com Online-Präsenz der Bostoner Stadtzeitung „The Boston Phoenix„ mit aktuellen Informationen aus allen öffentlichen Bereichen - weit über Boston hinaus

www.outdoors.com Website des Appalachian Mountain Club - neben praktischen Hiking-Infos jede Menge Updates und Links zu den Umweltschutzaktivitäten des Klubs

www.gorp.com Detaillierte Informationen zu Outdoor-Aktivitäten in Neuengland

Internetcafés & Wlan

Hotels, Cafés, Bahnhöfe, Flughäfen und Shopping Malls bieten häufig einen kostenlosen oder preiswerten Wireless Service an. In der Regel macht ein kleines Schild im Schaufenster oder in der Tür darauf aufmerksam. Internetcafés für low tech-Touristen halten sich jedoch erstaunlich wacker. Verschiedene Websites listen mit Onlineterminals ausgerüstete Cafés und Hotels in den sechs Neuenglandstaaten auf, wie z.B. www.cybercafés.com und www.travelpost.com. Onlinezugänge bieten auch die öffentlichen Büchereien (libraries) und Kopierläden. In dringenden Fällen gestatten Betreiber von Inns und B & Bs dem Gast die Nutzung ihres Internetanschlusses.

Klima

Ein alter Wahlspruch lautet: Wenn dir das Wetter in Neuengland nicht gefällt, warte fünf Minuten, es ändert sich bestimmt. Die Temperaturen reichen von Minusgraden im Januar und Februar bis zu über 30 Grad im Sommer. Der Winter ist schneereich, der Frühling beginnt eher spät. Die Sommer in den Küstenlandstrichen sind schwül, im höher liegenden Hinterland angenehm warm. Der Herbst bietet warme Tage (bis Oktober um die 20 Grad), aber kalte Nächte.

Maße und Gewichte

Längenmaße: 1 mile = 1,6 km, 1 yard = 0,9 m, 1 foot = 30 cm, 1 inch = 2,5 cm; Flüssigkeiten: 1 cup = 0,24 l, 1 pint = 0,47 l, 1 quart = 0,95 l, 1 gallon = 3,8 l; Gewichte: 1 ounce (oz) = 28,35 g, 1 pound (lb) = 0,453 kg

Die Temperatur wird in Fahrenheit angegeben. In Celsius wird nach folgender Formel umgerechnet: Fahrenheit minus 32 mal 5 geteilt durch 9. Also sind beispielsweise 68 Grad Fahrenheit 20 Grad Celsius.

Kleidergrößen: Bei Damen entspricht US-Größe 4 der deutschen 34, 6 = 36, 8 = 38, 10 = 40, 12 = 42, 14 = 44. Bei den Herren ist US-Größe 36 = 46, 38 = 48, 40 = 50, 42 = 52, 44 = 54 usw.

Mietwagen

Rental Cars sind am preisgünstigsten, wenn sie von Deutschland aus reserviert werden. Geben Sie den Wagen nicht am Ausgangspunkt ab, berechnen einige Firmen horrende Rückführungsgebühren. Gebührenfreie telefonische Reservierungen: Avis (Tel. 1/800-331-1212), Budget (Tel. 1/800-527-0700), Dollar (Tel. 1/800-421-6868), Hertz (Tel. 1/800-654-3131), National (Tel. 1/800-328-4567).

Die Mietwagengesellschaften haben zwar Schalter in den Ankunftshallen der Flughäfen in Boston und New York, die Abholstellen befinden sich jedoch außerhalb der Flughafengebäude und werden von dort aus von mit den Namen der Mietwagengesellschaften deutlich ausgezeichneten Shuttlebussen angefahren.

Notruf & Notarzt

Die Notrufnummer 911 (Polizei und Notarzt) kann von Münzfernsprechern kostenlos angewählt werden. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser (emergency rooms) müssen Patienten behandeln, auch wenn sie nicht in den USA krankenversichert sind. Das Personal verlangt vor der Behandlung eine Kreditkarte. Am besten schließen Sie eine Reisekrankenversicherung ab.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Eisenbahngesellschaft Amtrak verbindet New York und Boston. Auskunft - auch über die Bahnpässe, mit denen man günstiger reisen kann - bei den Vertretungen von Amtrak: Jetair in Deutschland, Austria Reiseservice in Wien sowie Kuoni und SSR-Reisen in Zürich. Greyhound verbindet viele Städte mit Überlandbuslinien (Auskunft in Reisebüros).

Post

Postämter sind Mo-Fr 9-17, manche auch Sa 9-12 Uhr geöffnet. Briefmarken gibt es auch in Apotheken (pharmacy). Postkarten und Luftpostbriefe nach Europa kosten 80 Cent.

Preise und Währung

Der amerikanische Dollar hat 100 Cent. Scheine (bills) gibt es in den Stückelungen 1, 2, 5, 10, 20, 100 Dollar, Münzen (coins) in den Stückelungen 1, 5, 10, 25, 50 Cent.

Die Preisspannen in Restaurants und Hotels sind oft größer als in Europa. So können Veranstaltungen, Feiertage und Saisonwechsel die Übernachtungspreise verdoppeln. Auch innerhalb der Saison bieten Hotels oft Zimmer verschiedenster Preisklassen an. Fragen Sie also selbst im Fünf-Sterne-Hotel nach dem best price! Fürs Essen sollten Sie 30 bis 50 Dollar pro Tag (ohne Alkohol und Steuern) veranschlagen.

Strom

Netzspannung: 110 Volt/60 Hertz. Kleingeräte (Föhn, Rasierapparat) funktionieren auch mit dieser Spannung. Für diese Geräte brauchen Sie Adapter für US-Steckdosen (aus Deutschland mitbringen).

Telefon & Handy

Alle Telefonnummern in den USA sind 7-stellig. Bei Ortsgesprächen wählen Sie nur die Nummer. Davor kommen für Ferngespräche zunächst eine 1 und anschließend eine 3-stellige Vorwahl, der area code.

Ortsgespräche aus der Telefonzelle kosten 25-30 Cent, bei Ferngesprächen gibt nach dem Wählen eine Computerstimme die Gebühr an. Vorsicht: In Hotels horrende Aufschläge, auch für Faxe! Preiswerter telefonieren Sie mit einer Telefonkarte, die es für 5, 10, 20 $ usw. an Kiosken und in Gemischtwarenläden (z.B. in den delis) zu kaufen gibt.

Achtung: Nur Triband- bzw. Mehrbandhandys funktionieren in den USA. Fragen Sie Ihren Provider in Deutschland, ob Ihr Handy die in den USA verwendete 1900-MHz-Frequenz unterstützt - und falls ja, ob damit auch die gebührenfreien Nummern mit der Vorwahl 1-800 angewählt werden können. Telefonkarten fürs Handy (prepaid phone cards) - das in den USA cell phone oder mobile phone heißt - gibt es im Supermarkt zu kaufen. Vorwahl nach Deutschland: 011-49; nach Österreich: 011-43; in die Schweiz: 011-41; Vorwahl in die USA: 001.

Trinkgeld

Restaurantpreise sind ohne Bedienungsgeld. Daher 15 Prozent tip!

Zeit

Eastern Standard Time: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) - 6 h. Sommerzeit (+ 1 h): 1. Sonntag im April bis letzter Sonntag im Oktober.

Zoll

Pflanzen und frische Lebensmittel dürfen nicht eingeführt werden. Erlaubt sind pro Erwachsenen 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 2 kg Tabak sowie 1 l Spirituosen und Geschenke für 100 $. In EU-Länder zollfrei eingeführt werden dürfen: 1 l Alkohol über 22 Prozent, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 50 g Parfüm oder 250 ml Eau de Toilette und andere Artikel (außer Gold) im Gesamtwert von 430 Euro. Weitere Infos: www.zoll.de

Feste und Events

Offizielle Feiertage

1. Januar

New Years Day (Neujahr)

15. Januar

Martin Luther King Jr's Birthday

Dritter Montag im Februar

President's Day

März/April

Easter Monday (Ostermontag)

Letzter Montag im Mai

Memorial Day (Heldengedenktag, Beginn der Sommersaison)

4. Juli

Independence Day (Unabhängigkeitstag)

Erster Montag im September

Labor Day (Tag der Arbeit, Ende der Sommersaison)

Zweiter Montag im Oktober

Columbus Day (Entdeckung Amerikas)

11. November

Veterans' Day (Tag der Kriegsveteranen)

Vierter Donnerstag im November

Thanksgiving (Erntedankfest)

25. Dezember

Christmas Day (Weihnachten)

12. Februar

Abraham Lincoln's Birthday (Vermont, Maine)

Erster Dienstag im März

Town Meeting Day (Vermont)

Letzter Montag im April

Fast Day (Katholischer Fastentag in New Hampshire, Maine)

Am Montag, der dem 19. April am nächsten liegt

Patriot's Day (Massachusetts, Maine)

20. Mai

Lafayette Day (Gedenktag zu Ehren des französischen Generals, Massachusetts)

Zweiter Montag im August

Victory Day (Rhode Island)

16. August

Bennington Battle Day (Vermont)

Feste und Veranstaltungen

Januar/Februar

Winterkarneval in Jackson (New Hampshire, www.jacksonnh.com) und Stowe (Vermont, www.stowecarnival.com) mit Eisskulptur- und Skiwettbewerben

April

Am dritten Montag des Monats treffen sich in Boston Hunderttausende aus aller Welt zum berühmten Boston Marathon (www.bostonmarathon.org).

Mai/Juni

Bis Mitte Juni zieht es in Maine die Elche aus den Wäldern auf die Straßen. Greenville feiert Moose Mania mit Elchbeobachtungstouren und Spaßwettbewerben auf dem Lake Moosehead.

Juni

Ende Juni in Boothbay Harbor (Maine): Windjammer Days mit einer Parade herrlicher alter Segelschiffe

Bis Ende August: Berkshire Theatre Festival in Stockbridge (Massachusetts)

Juli

Hummer, Livemusik und die schönsten historischen Segelschiffe der Ostküste: Am zweiten Wochenende feiert Rockland (Maine) die Schooner Days.

Ende Juli bis Anfang August: Die Bostoner Sinfoniker spielen in Lenox (Massachusetts) beim Tanglewood Music Festival, einem der berühmtesten Musikevents der USA (www.tanglewood.org).

August

Das Maine Lobster Festival zieht am ersten Wochenende Zehntausende hungriger Besucher nach Rockland (Maine). In Haddam feiern die Ureinwohner Connecticuts während der dritten Woche mit dem Native American Festival ihr Kulturerbe.

September

An das Vermont aus Omas Zeiten erinnert am zweiten Wochenende nach dem Labor Day mit Schafscherwettbewerben und manueller Käseherstellung die Tunbridge World Fair in Tunbridge.

Oktober

Halloween verhext ganz Salem (Massachusetts). Bei den Haunted Happenings werden Ende des Monats u.a. Führungen durch Spukhäuser angeboten.

Bloß nicht

Sentimental werden

Lassen Sie sich bei Städtenamen wie Berlin (in Connecticut und New Hampshire) oder Dresden (Maine) nicht von allzu großer Neugier und Sentimentalität leiten. In amerikanischen Städten mit deutschen Namen ist nichts vom historischen Hintergrund zu spüren. Deutsche Einwanderer haben sich sogar stärker assimiliert als die meisten anderen Nationalitäten.

Sich wortlos zu Fremden setzen

Früher oder später werden Sie in Neuengland auch in einem typischen B & B absteigen. Am nächsten Morgen kommen Sie möglicherweise nicht umhin, sich einen Tisch mit anderen, Ihnen fremden Gästen zu teilen. In dieser Situation gehört es in den USA zum guten Ton, sich kurz mit Vornamen vorzustellen und zu sagen, woher man kommt. Sich wortlos dazu zu setzen, wird als rude, als unhöflich, wahrgenommen. Eine Unterhaltung kommt danach automatisch in Gang.

Schnelle Wetterwechsel unterschätzen

Die White Mountains, aber auch die Green Mountains sind berüchtigt für ihre schnellen Wetterumschwünge. Wer dort bereits müde und verschwitzt in ein Unwetter bei rasch sinkenden Temperaturen gerät, sollte auf den rapiden Verlust von Körperwärme bzw. Unterkühlung vorbereitet sein. Bei den ersten Anzeichen (Müdigkeit, verlangsamtes Denken) sollten Sie sofort etwas Warmes überziehen.

Leichtsinnig sein

In Neuenglands Großstädten wie Boston, Hartford, New Haven, Bridgeport oder Providence sollten Sie nachts nicht durch fremde Stadtteile fahren. Mag auch auf dem Land Neuenglands gepflegter Eindruck zu einer gewissen Sorglosigkeit verleiten - in den Metropolen ist die Kriminalitätsrate wie fast überall in den USA ziemlich hoch. Und Touristen sind nun einmal die bevorzugten Opfer von Überfällen.

Die Gefahren des Waldes unterschätzen

So sehr der Wald in Neuengland europäischen Forstpflanzungen ähnelt, so wenig ist er damit zu vergleichen. Zecken, die die heimtückische Lymekrankheit übertragen können (mögliche Folge: Hirnhautentzündung), gehören zu den auch in Deutschland bekannten Gefahren beim Spaziergang durch den Wald. Tollwütige Waschbären sowie giftiger Efeu (poison ivy) bilden da schon unbekanntere Herausforderungen. Eine ständige Plage sind bei warmem Wetter Stechmücken. Spezielle Cremes und Lotionen lindern zumindest deren Attacken. Gegen die anderen Unannehmlichkeiten können Sie sich - wenn überhaupt - vor allem mit einer Kopfbedeckung und fester Kleidung schützen.

Bücher & Filme

Das Mädchen

Wie groß die Wälder im kleinen Neuengland sind, erfährt ein neunjähriges Mädchen, als es beim Spaziergang mit der Mutter verlorengeht. Der Rest ist Stephen King pur.

Walden oder Leben in den Wäldern

Das Büchlein von Henry David Thoreau über die Schönheit des einfachen Lebens in der Natur inspirierte Gandhi und die Hippies. Seit 160 Jahren ein Neuengland-Klassiker.

Der scharlachrote Buchstabe

In dem 1850 erstmals erschienenen Roman von Nathaniel Hawthorne geht es um Ehebruch und Doppelmoral zu Zeiten der glaubensstrengen Puritaner.

Good Will Hunting

Die Geschichte des vorbestraften Will Hunting, der sich als Mathematikgenie erweist, aber alle Eingliederungsversuche und lukrativen Angebote ausschlägt, spielt in Boston. Mit Matt Damon und Robin Williams (1997).

Mystic River

Die Wege dreier Jugendfreunde kreuzen sich 25 Jahre später auf tragische Weise, als die Tochter eines von ihnen ermordet wird. Schauplatz von Clint Eastwoods Film über Schuld und Sühne (2003) sind die Armenviertel South Bostons. Mit Sean Penn, Tim Robbins und Kevin Bacon.

Am goldenen See

Das Familiendrama (1981) über die Begegnung von Alter und Jugend wurde am Squam Lake in New Hampshire gedreht. Mit Henry Fonda, Katherine Hepburn und Jane Fonda.

Fakten

Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 11:40 Uhr

Anreise

8h 20min
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