Mauritius

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Willkommen auf Mauritius!

Wer nach Mauritius fliegt, sucht Sonne und Strand – und findet ein bezauberndes Fleckchen Welt, das sich auf kleinstem Raum topografisch wie kulturell unentwegt verändert: Vom Strand in den Regenwald zu gelangen, dauert nur eine Stunde, vom Tamilentempel bis zur christlichen Wallfahrtsstätte sind es keine fünf Minuten Weg. In der Hauptstadt Port Louis herrscht, zumindest tagsüber, quirliges Leben, aber nur wenige Kilometer entfernt sind bunte Dörfer zu entdecken, die aus einer längst vergangenen Zeit zu stammen scheinen. Und überall heißen einen die Mauritier aufs Herzlichste willkommen. Mark Twain sagte einmal, Gott habe zuerst Mauritius erschaffen und nach diesem Vorbild dann das Paradies.

„Diamant des Indischen Ozeans“ wird Mauritius in den Hochglanzbroschüren der Reiseveranstalter häufig genannt. Die Insel ist ein traumhaftes Ziel für Sonnenanbeter, die in puncto Unterkunft, Verpflegung und Service Wert auf ein gewisses Niveau legen. Sonne, Palmen, weiße Sandstrände, zum Baden einladendes warmes Meerwasser, türkisfarbene Buchten und ansprechende Hotelanlagen mit großen Swimmingpools – das alles und noch viel mehr verspricht (und hält!) das im Tropengürtel und im wärmsten unserer Weltmeere gelegene Eiland.

Noch vor 25 Jahren galt Mauritius als ein luxuriöses, abgelegenes Exklusivurlaubsziel, das nur wenigen Privilegierten offenstand. Die Luxushotels mit legendärem Service, traumhaften Wellnessbereichen und weitläufigen Golfanlagen gehören weiterhin zu den weltbesten. Wer das Besondere sucht, wird nicht enttäuscht werden. Mittlerweile haben jedoch so gut wie alle Reiseveranstalter die Insel im Programm und bieten gute, preiswerte Alternativen zu den Tophotels an: Ein Aufenthalt am Indischen Ozean muss nicht unbedingt teuer sein. Sonnenanbeter fühlen sich hier ebenso wohl wie Aktivurlauber und Sportfans. Vom Globetrotter bis zum Filmstar ist alles vertreten, für jeden Anspruch findet sich das passende Angebot. Auch wenn die Besucherzahlen stetig zunehmen und sich immer mehr Hotels entlang der Strände ausbreiten, hat die abgelegene Insel ihren Zauber bewahrt.

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11h 20min
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Entdecken Sie Mauritius!

Wer nach Mauritius fliegt, sucht Sonne und Strand – und findet ein bezauberndes Fleckchen Welt, das sich auf kleinstem Raum topografisch wie kulturell unentwegt verändert: Vom Strand in den Regenwald zu gelangen, dauert nur eine Stunde, vom Tamilentempel bis zur christlichen Wallfahrtsstätte sind es keine fünf Minuten Weg. In der Hauptstadt Port Louis herrscht, zumindest tagsüber, quirliges Leben, aber nur wenige Kilometer entfernt sind bunte Dörfer zu entdecken, die aus einer längst vergangenen Zeit zu stammen scheinen. Und überall heißen einen die Mauritier aufs Herzlichste willkommen. Mark Twain sagte einmal, Gott habe zuerst Mauritius erschaffen und nach diesem Vorbild dann das Paradies.

„Diamant des Indischen Ozeans“ wird Mauritius in den Hochglanzbroschüren der Reiseveranstalter häufig genannt. Die Insel ist ein traumhaftes Ziel für Sonnenanbeter, die in puncto Unterkunft, Verpflegung und Service Wert auf ein gewisses Niveau legen. Sonne, Palmen, weiße Sandstrände, zum Baden einladendes warmes Meerwasser, türkisfarbene Buchten und ansprechende Hotelanlagen mit großen Swimmingpools – das alles und noch viel mehr verspricht (und hält!) das im Tropengürtel und im wärmsten unserer Weltmeere gelegene Eiland.

Noch vor 25 Jahren galt Mauritius als ein luxuriöses, abgelegenes Exklusivurlaubsziel, das nur wenigen Privilegierten offenstand. Die Luxushotels mit legendärem Service, traumhaften Wellnessbereichen und weitläufigen Golfanlagen gehören weiterhin zu den weltbesten. Wer das Besondere sucht, wird nicht enttäuscht werden. Mittlerweile haben jedoch so gut wie alle Reiseveranstalter die Insel im Programm und bieten gute, preiswerte Alternativen zu den Tophotels an: Ein Aufenthalt am Indischen Ozean muss nicht unbedingt teuer sein. Sonnenanbeter fühlen sich hier ebenso wohl wie Aktivurlauber und Sportfans. Vom Globetrotter bis zum Filmstar ist alles vertreten, für jeden Anspruch findet sich das passende Angebot. Auch wenn die Besucherzahlen stetig zunehmen und sich immer mehr Hotels entlang der Strände ausbreiten, hat die abgelegene Insel ihren Zauber bewahrt.

Als portugiesische Seefahrer die Insel, die mit 1865 km2 kaum größer als Berlin ist, im 16. Jh. entdeckten, fanden sie dort lediglich einige Vogelarten, dichten tropischen Urwald und eine große, von einem Korallenriff gesäumte Lagune vor. Nach erfolglosen Besiedlungsversuchen durch die Niederländer, denen tropische Stürme und Piraten das Leben schwer machten, ließen sich die Franzosen hier mitsamt afrikanischen und madagassischen Sklaven nieder. Anfang des 19. Jhs. eroberten die Briten die Kolonie und lockten mehr als eine Million indische Vertragsarbeiter ins Land. Hinzu kamen chinesische Fachkräfte. Kein Wunder also, dass sich die Bevölkerung der heutigen Republik Mauritius aus vielen ethnischen Gruppen zusammensetzt. Die Menschen aller Hautfarben tolerieren sich jedoch mitsamt ihren unterschiedlichen Bräuchen und Religionen. Sie sind stolz auf ihre Insel und deren kulturelle Vielfalt. Auch die offiziell nicht anerkannte Landessprache Créole, die fast alle der 1,2 Mio. Mauritier im Alltag sprechen, ist ein wichtiger Bestandteil für den Aufbau einer nationalen Identität.

So vielfältig wie die Bevölkerung, so abwechslungsreich ist auch die Landschaft der tropischen Insel. Durch Vulkanausbrüche entstand sie vor etwa sieben bis acht Millionen Jahren im Meer. Noch immer ragen die Kegel der vor langer Zeit erloschenen Feuerberge in den Himmel. Durch das Absacken des Lavabodens entstand das Korallenriff, das fast um die ganze Insel verläuft und eine flache, maximal vier Meter tiefe Lagune begrenzt. Ihr 24 bis 27 Grad warmes, strömungsarmes Wasser bietet schier unbegrenzte Badefreuden und exzellente Verhältnisse für Freunde aller Wassersportarten. Hohe Wellen und Haie werden durch das Riff abgehalten, die Großfische jenseits des Korallengürtels sind zu Jagdobjekten für leidenschaftliche Sportfischer geworden. Das ganze Jahr über liegen die Lufttemperaturen tagsüber zwischen 24 und 30 Grad, die Sonne verwöhnt die grüne Insel, sodass eine einzigartige Vegetation gedeihen kann.

Trotz des tropischen Gewächshausklimas konnte sich das in die Unabhängigkeit entlassene Mauritius ohne die Hilfe einer Kolonialmacht nur schwer ernähren. Die Regierung suchte nach Alternativen zum Zuckerrohr, das auf 80 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche angebaut wird. Sie schuf 1970 eine Freihandelszone und lockte so Investoren an, die vor allem aus der Textilbranche kamen und hier bis heute modische Kleidung produzieren. Gleichzeitig wurde der Fremdenverkehr ausgebaut und die Insel gut vermarktet.

Durch den Tourismus veränderte sich das Gesicht der Insel, ihr Charme jedoch blieb unbeeinträchtigt. Entlang der schönsten Strandabschnitte öffneten immer mehr Hotels ihre Pforten und ruhige Fischerorte mauserten sich zu Ferienzentren. Obwohl diese Entwicklung nicht allen Mauritiern Vorteile bringt, treten sie Fremden mit großer Freundlichkeit entgegen.

Die Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung – vor allem in der Zuckerindustrie – ist ungewiss. Die mauritische Regierung versucht, sich durch die Fächerung des Angebots an Industrie- und Landwirtschaftsprodukten den Herausforderungen des 21. Jhs. zu stellen, und verstärkt insbesondere die Bemühungen im IT-Sektor. Zeugnis davon gibt das Cybercity genannte Hightech-Gewerbegebiet von Port Louis. Glitzernde Hochhäuser und schicke Hotels können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mauritius stark von der Weltkonjunktur und vor allem vom europäischen Markt abhängig ist. Trotz aller Vorteile des modernen Lebens sind soziale Sicherheit oder Arbeitslosengeld noch Fremdwörter und die Mehrzahl der Einwohner kann von dem in der Werbung präsentierten Lebensstil nur träumen. Viele versuchen, sich als Kleinunternehmer zu betätigen, bieten Dienstleistungen an, vermieten ein paar Zimmer oder Apartments an Touristen und versuchen damit, sich eine Scheibe vom Wohlstand abzuschneiden. Es wäre deshalb mittlerweile einfach, sich an Ort und Stelle eine Unterkunft zu suchen. Allerdings erhält man ohne Hotelbuchung bei der Ankunft am Flughafen kein Einreisevisum.

Mauritius bietet viel mehr als Strandurlaub. Es lohnt sich, mit dem Mietauto auf eine Entdeckungsfahrt zu gehen oder die Menschen hautnah im Bus zu erleben. Mit dem Rad oder zu Fuß lässt sich den kleineren Schönheiten der Insel am nächsten kommen: Dabei atmet man den Duft der Bougainvilleen ein, spürt die salzige Meeresbrise, hört das Rauschen des Zuckerrohrs oder lauscht dem Gesang eines Vogels. In abgelegenen Flusstälern und in den Höhen der Berge ist die Vielfalt der einheimischen Pflanzenwelt zu entdecken. Im tiefen Dickicht der Urwälder leben die letzten Vertreter einer einst artenreichen Vogelwelt auf der Insel, darunter der sehr seltene Mauritius-Turmfalke (Kestrel) und die bildschöne Rosataube namens Pink Pigeon. Häufiger sieht man jedoch von den Menschen eingeführte Tierarten wie Javahirsche, Affen oder Wildschweine. In den Gärten wächst eine üppige ewige Blütenpracht. Und am Korallenriff sowie rund um viele der vorgelagerten Inseln gedeiht örtlich eine bunte Unterwasserflora und -fauna. Denjenigen, die mit gespitzten Ohren und offenen Augen auf Mauritius unterwegs sind, offenbart die Insel ihren ganzen Zauber.

Praktische Hinweise

Anreise

Air Mauritius (069 24001999) fliegt die Insel von Deutschland, Österreich und der Schweiz in 10–11 Std. direkt an. Weitere Direktflüge: Thomas Cook (01803 400290) und LTU (0211 9418333). Umsteigeverbindungen gibt es u. a. mit Air France, British Airways und Emirates. Ein Flug kostet ca. 650–1250 Euro, Pauschalangebote lohnen sich oft. Der internationale Flughafen liegt bei Mahébourg.

Auskunft
Mauritius InformationsbüroMauritius Tourism Promotion Authority

c/o Aviareps MangumSonnenstraße9089 236621834mauritius@aviarepsmangum.com

Mauritius Tourism Information Service (MTIS)

Kirchweg5803201 3884118info@prw.ch

Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA)

Air Mauritius Centre2101545www.mauritius.net

Auto

Auf Mauritius herrscht Linksverkehr. Im Kreisverkehr gilt rechts vor links. Die Geschwindigkeitsbegrenzung beträgt 50 km/h in Orten, sonst 80 km/h, auf der Autobahn 110 km/h. Der Motorway zwischen dem Flughafen im Süden und Grand Baie im Norden ist gut ausgebaut. Der Rest des etwa 1600 km langen Streckennetzes besteht vor allem aus schmalen, kurvenreichen Landstraßen.

Bootsvermietungen

In Mauritius werden Motorboote nur mit Skipper vermietet. Sie können das Meer also nicht auf eigene Faust erkunden. Mit kleinen Seglern und Kajaks, die von den Hotels vermietet werden, dürfen Sie innerhalb des Riffs jedoch allein unterwegs sein.

Busse

Öffentliche Busse fahren fast jeden Ort an, sind die preiswerteste Art, zu reisen, und vermitteln Einblicke in das Leben der Bevölkerung. Jede Stadt hat einen zentralen Busbahnhof. In den Stadtbezirken verkehren die Busse von 5.30 bis 20 Uhr, auf dem Land von 6.30 bis 18.30 Uhr. Fahrscheine gibt es nur beim Schaffner.

Diplomatische Vertretungen
Honorarkonsulat Deutschland

Royal RoadSt. Antoine2837500

Honorarkonsulat Schweiz

Jules Koenig Street2Port Louis2088763

Honorarkonsulat Österreich

c/o MSC House Old Quay D RoadPort Louis2026808

Ein- & Ausreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für bis zu dreimonatige Aufenthalte einen Reisepass, der über das Reiseende hinaus gültig sein muss. Kinder benötigen einen eigenen Kinderreisepass. Für Flüge zwischen Mauritius und der Insel Rodrigues muss ein gültiger Reisepass mitgeführt werden. Wer aus Cholera- oder Gelbfiebergebieten einreist, muss Impfbescheinigungen vorlegen.

Fotografieren

Es ist generell verboten, am Flughafen, im Hafen und rund um Kasernen zu fotografieren. Zudem ist Fotomaterial teurer als in Deutschland.

Geld & Banken

Rupien (1 Rupie = 100 Cents) tauscht man am günstigsten am Flughafen ein, nicht bereits in Deutschland. Bargeld und Reiseschecks werden akzeptiert. Die Wechselkurse in den Hotels sind oft ungünstig. Banken gibt es in allen größeren Orten (Mo–Do 9.15–15.15, Fr 9.15–17 Uhr). An Automaten kann man mit gängigen Kreditkarten – die auch Hotels und größere Läden akzeptieren – Bargeld ziehen.

Gesundheit

Auf Mauritius gibt es keine epidemischen Tropenkrankheiten, auch vor giftigen Tieren müssen Sie sich nicht fürchten. Die Insel ist praktisch malariafrei. Hoher Sonnenschutz ist unabdingbar. Leitungswasser sollte man nicht trinken. Mückenschutz ist ratsam. Wegen Seeigeln und scharfer Korallen sollten Sie im seichten Wasser Badeschuhe tragen. Auch kleine Wunden müssen sofort desinfiziert werden. Seeigelstachel sollte ein Arzt entfernen. Bei Verdauungsproblemen wirkt ein Löffel schwarze Papayakerne anregend.

Die meisten Hotels arbeiten mit Vertragsärzten zusammen. Eine Auslandskrankenversicherung ist zu empfehlen. Das Angebot an Medikamenten in den Apotheken (Pharmacy) entspricht europäischem Standard. Müssen Sie in ein Krankenhaus, haben Sie die Wahl zwischen staatlichen, die auch Touristen kostenlos behandeln, und Privatkliniken, in denen Sie bar bezahlen müssen. In schweren Krankheitsfällen sind unbedingt die Privatkliniken anzuraten. Es besteht ein Einfuhrverbot für einige Medikamente. Nehmen Sie unbedingt ein ärztliches Rezept mit und lassen Sie Ihre Medikamente in der Originalverpackung. Bei der mauritischen Botschaft in Berlin können Sie eine Liste der verbotenen pharmazeutischen Produkte erfragen.

Kliniken

Clinique DarnéRue Georges GilbertFloréal6012300www.cliniquedarne.com; Clinique du NordRoyal RoadBaie du Tombeau2472532www.cliniquedunord.com

Impfungen

Für Einreisende aus Europa sind zwar keine Impfungen vorgeschrieben, Polio-, Diphtherie-, Mumps-, Masern-, Röteln-, Tetanus- und Hepatitis-A-Impfungen sollte man jedoch auffrischen bzw. vornehmen lassen. Aktuelle Hinweise finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de bei „Reise- und Sicherheitshinweise“.

Internet

Unter www.airmauritius.com informiert die Fluggesellschaft über Verbindungen zur Insel und über Hubschrauberrundflüge dort, außerdem gibt es erste Informationen zu Land und Leuten. Die offiziellen Sites des Fremdenverkehrsamts sind www.my-mauritius.de und www.tourism-mauritius.mu. Für Touristen ist die Sammlung www.mauritius.net ideal, deren englischsprachige Links von Sehenswürdigkeiten und einem Veranstaltungskalender bis zu Buchungsmöglichkeiten reichen. Ewas unternehmensbezogener ist die deutsche Site www.info-mauritius.com. Bei der Auswahl einer Unterkunft sind www.inselmauritius.de und www.mauritius-ferien.de (dt.) sowie www.mauritius.com (engl.) hilfreich. Auf deutsche Webadressen verweist www.mauritius-links.de. Die Handelskammer berichtet detailliert unter www.mcci.org über alle denkbaren Aspekte der Insel, Schwerpunkt sind Wirtschaft und Gesellschaft. Aktuelle Meldungen entnehmen Sie den Tageszeitungen unter www.lexpress.mu, www.lemauricien.com und www.lematinal.com. Über das Wetter informiert www.mauritius-weather.net, Wind- und Wellenmeldungen für Surfer verbreitet www.windguru.cz.

Internetcafés

Die meisten Hotels stellen ihren Gästen einen Internetanschluss gegen Gebühr zur Verfügung. Viele Häuser bieten auch WLAN (Wifi) an. Cybercafés gibt es u. a. Cybercafé in Port LouisTelecom TowerEdith Clavell Street2037277, Cybercafé in CurepipeImpasse Pot de Terre6761863, Cybercafé in Quatre BornesOrchard Centre4240575 und Cybercafé in Grand BaieCentre Commercial Super U.

Kleidung

Es empfiehlt sich, leichte Strand- und Straßenkleidung mitzunehmen. In der Stadt und bei Besuchen in Restaurants sollte man keine Badekleidung tragen. Als unhöflich gilt es, wenn sich Männer dort mit offenem Hemd zeigen. Von Juni bis September können abends leichte Pullover nötig werden. Regenschirm bzw. -mantel gehören bei jeder Tropenreise ins Gepäck. Das Tragen einer Krawatte wird nicht einmal in Luxushotels erwartet.

Klima

Hauptsaison ist zwischen November und April. Dann herrscht zwar Regenzeit, doch halten die Niederschläge selten lange an. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 90 Prozent. Die Tagestemperaturen betragen im Durchschnitt 30 Grad. Die Wassertemperaturen erreichen ca. 27 Grad. An der windgeschützten Westküste liegen die Durchschnittstemperaturen drei bis vier Grad höher, im zentralen Hochland um fünf Grad niedriger. Im mauritischen Winter (Mai bis Oktober) ist es etwa sieben Grad kälter als im Sommer.

Kriminalität

Mauritius ist ein sicheres Reiseland. Dennoch wird Touristen empfohlen, einsame Strände und ärmere Wohngebiete vor allem nach Einbruch der Dunkelheit zu meiden, da auch hier kriminelle Übergriffe vorkommen können. Vor Taschendieben wird besonders bei größeren Menschenansammlungen gewarnt. Sollten Sie hohe Geldbeträge wechseln, seien Sie beim Verlassen der Bank vorsichtig.

Maßeinheiten

Kilometer und Meilen, Kilogramm und englische Pfund werden noch immer parallel verwendet, obwohl bereits 1994 offiziell das Dezimalsystem eingeführt worden ist.

Medien

Es gibt drei Fernsehsender, die abwechselnd in Französisch, Englisch und Hindi ausstrahlen. Die großen Hotels haben eigene Videokanäle bzw. Satelliten-TV. Deutschsprachige Zeitungen sind nur verspätet und in den größeren Hotels erhältlich.

Mietwagen

Mietwagen gibt es ab 50 Euro am Tag zzgl. 15 Prozent Steuern und Versicherung. Mindestalter: 21 Jahre. Im Dezember und Januar empfiehlt es sich, rechtzeitig zu reservieren.

Motorroller

Roller können Sie mittlerweile fast überall mieten und damit die Insel erkunden. Sie sollten jedoch nicht nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs sein und sich zudem nicht ängstlich verhalten, wenn Sie im Verkehrsgetümmel in den Städten unterwegs sind. Verlassen Sie sich beim Abbiegen nicht allein auf den Blinker, sondern strecken Sie auch die Hand aus oder besser noch: Der Beifahrer macht das. Wollen Sie z. B. nach links abbiegen, dann strecken Sie den rechten Arm nach oben, leicht nach links geneigt. Beim Rechtsabbiegen wird der rechte Arm nach rechts ausgestreckt.

Notruf

Polizei999, Krankenwagen114, Feuerwehr995

Öffnungszeiten

Geschäfte öffnen von Mo bis Sa zwischen 9 und 10 Uhr und schließen je nach Region unterschiedlich, für unsere Verhältnisse aber überall früh. In Port Louis wird um 17 Uhr, in Curepipe und anderen Städten um 18 Uhr Feierabend gemacht. Do aber schließen die Läden schon um 12 Uhr, in Port Louis Sa ebenfalls um 12 Uhr. In den meisten Supermärkten kann von 7.30 bis 19 Uhr eingekauft werden. Märkte finden offiziell von 6 bis 18 Uhr statt, doch vor 8 Uhr haben nur wenige Stände geöffnet.

Post

Große Postämter gibt es am Hafen in Port Louis und in Curepipe neben dem Markt. Aber fast jedes Dorf hat ein Post Office. Öffnungszeiten: Mo–Fr 8–11 und 12–16, Sa 9–11 Uhr. Eine Postkarte nach Europa kostet je nach Größe bis zu 55 Cent, ein Brief 1 Euro.

Sprache

Obwohl Kreolisch die Sprache ist, die alle Mauritier beherrschen und die untereinander gesprochen wird, ist die offizielle Staatssprache Englisch, sodass Besucher damit unterwegs sowie im Hotel gut zurechtkommen. Auch Französisch wird viel gesprochen.

Strandhändler

Strandhändler finden Sie überall dort, wo auch Touristen sind. Gehen Sie davon aus, dass die Preise überhöht sind. Was als „lokale Handwerksartikel“ angeboten wird, ist oft billige Importware. Sehen Sie sich zunächst in den Geschäften um, damit Sie das Preisniveau ungefähr einschätzen können. Danach sind Sie dazu in der Lage, besser mit dem Strandhändler über den Preis zu verhandeln.

Strom

220/230 V Wechselstrom, englische Stecker. Adapter kann man auf der Insel kaufen bzw. im Hotel bekommen.

Taxi

Taxis haben selten Taxameter. Man muss den Fahrpeis vor der Fahrt aushandeln und sollte pro Kilometer nicht mehr als 1 Euro zahlen. Die Fahrt vom Flughafen nach Port Louis kostet etwa 45 Euro. Taxis können Sie auch für den ganzen Tag mieten.

Telefon & Handy

Vorwahlen: Deutschland 02049, Schweiz 02041 und Österreich 02043. Vorwahl Mauritius 00230.

Ein Dreiminutengespräch nach Deutschland kostet ca. 6 Euro aus einem Postamt oder einer Telefonzelle. Telefonkarten sind bei Mauritius Telecom bzw. in Geschäften erhältlich. Für Ortsgespräche aus einer Telefonzelle zahlt man 3 Rupien pro Minute. Vom Hotel aus können Sie meist direkt wählen: ca. 9 Euro je Minute. Handys der Netze D1, D2 und E-plus funktionieren auf der Insel. Auf angenommene Anrufe wird meist eine hohe Roaming-in-Gebühr erhoben.

Trinkgeld

Das Bedienungsgeld und 15 Prozent Steuern sind meist in den Preisen enthalten; dennoch ist ein Trinkgeld von bis zu 10 Prozent üblich. Kofferträger bekommen pro Gepäckstück 20 Rupien, dem Zimmermädchen geben Sie pro Tag 25 Rupien. Bei Taxifahrern runden Sie die Summe einfach auf.

Zeit

Die Zeitverschiebung zwischen Mitteleuropa und Mauritius beträgt plus drei Stunden, während der Sommerzeit in Europa sind es plus zwei Stunden.

Zoll

Ankunft auf Mauritius: Besucher ab 16 Jahren dürfen 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen und 2 l Wein oder Bier sowie 25 ml Eau de Toilette zollfrei einführen. Die Einfuhr von Waffen, Betäubungsmitteln, pornografischem Material, Zigarettenpapier, Obst, Gemüse, Fleisch und Pflanzen ist verboten.

Ankunft in der EU: Zollfrei einführen darf man 1 l Spirituosen, 2 l Wein, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 500 g Kaffee, 50 g Parfum, dazu sonstige Waren (außer geschützte Tiere) im Gesamtwert von 430 Euro.

Was kostet wie viel?

Snack

Ca. 25 Cent für drei samoussa (Teigtaschen) auf der Straße

Kaffee

Ca. 2,50 Euro für eine Tasse im Hotel

Wein

Ca. 4 Euro für eine 0,25-l-Karaffe

Ananas

Ca. 1 Euro pro Stück auf dem Markt

Benzin

Ca. 1 Euro für 1 l Super

Taxi

10 Euro pro Stunde

Events, Feste & mehr

Feste Feiertage
1. und 2. Januar

Neujahr

1. Februar

Tag der Sklavenbefreiung

12. März

Tag der Republik und Unabhängigkeit

1. Mai

Tag der Arbeit

9. September

Père-Laval-Tag

1. November

Allerheiligen

2. November

Gedenktag für die ersten indischen Immigranten (1835)

25. Dezember

Weihnachten

Feste und Veranstaltungen
Januar/Februar

Die ersten Tage im neuen Jahr sind von Familienfeiern geprägt. In kleinen Ortschaften kann es durchaus passieren, dass Urlauber von der Straße weg dazu eingeladen werden.

Cavadee: Das hinduistische Fest ist das spektakulärste der Insel. Nach vielen Wochen des Fastens und Meditierens stechen sich die Tamilen am Tag der Prozession Nadeln durch Gesicht, Zunge, Brust und Rücken. Angestrengt tragen sie das bunt dekorierte cavadee. An zwei Seiten eines Bogens baumeln dabei Milchtöpfe, aus denen nichts verschüttet werden oder rinnen darf.

Chinesisches Neujahrsfest: Chinesische Familien schmücken das gesamte Haus mit der Glücksfarbe Rot. In den Pagoden werden Opfergaben aufgestellt, auf den Straßen finden Umzüge statt und Feuerwerkskörper knallen.

Februar

Id-al-Ada: Die Muslime gedenken Abrahams, der dazu bereit war, seinen Sohn Isaak zu opfern. Symbolisch werden nach den Gebeten in der Moschee Schafe geopfert.

Februar/März

Maha Shivaratree: Bei diesem größten Hindufest außerhalb Indiens zu Ehren des Gottes Shiva ziehen mehr als 300 000 weiß gekleidete Hindus zum heiligen Kratersee Grand Bassin, um dort rituelle Waschungen vorzunehmen und Opfer zu bringen.

März

Holi: Das hinduistische Fest zwei Wochen vor dem indischen Neujahr geht auf die Legende vom Prinzen Pralad zurück, der ein Freudenfest feierte, als seine böse Tante Holika im Feuer ums Leben kam. Die Menschen werfen Strohpuppen auf Scheiterhaufen und bespritzen sich gegenseitig mit Farbe.

März/April

Ugadi: Neujahrsfest der Nachkommen aus der indischen Region Andhra Pradesh. Beginn des neuen Mondkalenders; es wird gebetet und man fasst gute Vorsätze.

August/September

Ganesh Chaturthi: Das indische Fest findet zu Ehren des Geburtstags des elefantenköpfigen Gottes Ganesh statt.

September

Père-Laval-Tag: Am 9. September pilgern Einheimische aller Konfessionen zur Kirche Sainte Croix, der Grabstätte des Nationalheiligen, der sich aufopferungsvoll um Arme und Sklaven kümmerte.

Oktober/November

Divali: Das fröhlichste aller Hindufeste symbolisiert den Sieg des Guten über das Böse. Die Häuser werden opulent mit Kerzen, Öllampen und mittlerweile auch elektrischen Lichterketten dekoriert.

November/Dezember

Ganga Asnan: Hinduistisches Fest am Meeresufer. Da der Ganges in den Indischen Ozean mündet, soll ein Bad im Meer reinigen und neue Kraft geben.

Teemeedee: Ein tamilisches Fest, das das ganze Jahr über auf der Insel gefeiert wird, hauptsächlich jedoch von November bis Februar: Höhepunkt ist der Lauf über glühende Kohlen.

Im Trend

Schöner zu zweit
Wellness

Die Insel-Spas haben die Romantik entdeckt: Im Four Seasons Mauritius at AnahitaBeau Champ gibt es nicht nur himmlische Massagen, sondern auch Kurse, damit man selbst genauso magisch massieren kann. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Das wissen die Spa-Profis im Maradiva Villas Resort & SpaWolmar. Hier werden Sie und Ihr Schatz parallel behandelt. Luxuriös ist auch die Couple Suite des Heritage Le TelfairDomaine de Bel Ombre – samt Privatpool.

Seggae im Blut
Musik

Karibischer Reggae und mauritische Sega-Musik geben gemeinsam den Ton an. Der Seggae geht nicht nur ins Ohr, sondern auch in die Beine. Musiker wie Azaria Topize und seine Band Salawi oder die sechsköpfige Combo Otentikk Street Brotherswww.osbcrew.com sind regelmäßig live zu sehen. Ein Blick in die Tagespresse oder auf Plakate verrät, was aktuell los ist. Über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich ist Michael Lascar www.michael-lascar.ch

Nase im Wind
Kitesurfing

Wenn der Wind fürs Wellenreiten noch zu schwach ist, stehen die Kiter schon auf ihren Brettern. Mit Segel im Wind und dem Surfbrett unter den Füßen kreuzen die fortgeschrittenen Kitesurfer vor Manawa oder Chameaux. Wer den Extremsport noch lernen muss, besucht die Lagune beim Hotel Paladien Marina. Der meist leicht auflandige Wind macht abtreiben unmöglich und die Trainer von KitezoneCoastal RoadAnse La Raie erklären den Umgang mit der Ausrüstung. Kurse bieten auch Kitesurf Paradisenahe Hotel La PalmeraieBelle Mare und Air SwitchLe Morne an.

Unterwasserwelt
Taucherlebnisse

Künstler gibt es auf Mauritius viele, aber ein Unterwassermaler ist etwas Außergewöhnliches. Jean-Michel Langlois taucht mit Neugierigen ab und lässt der Kreativität mit wasserfestem Malzeug freien Lauf. Das entstehende Kunstwerk ist in jedem Fall ein tolles Souvenir: Blues Diving Centerim Hotel Belle Mare PlageBelle Mare Fahrten mit dem U-Boot gehören quasi schon zur Unterwassernorm. Etwas ganz Besonderes ist jedoch die Blue Safariwww.blue-safari.com. Dabei geht es ebenfalls im U-Boot in die Tiefe. Knapp 35 Meter unter null wird dann ein Mittagessen samt Dessert und anschließendem Kaffee serviert. Wer sich lieber die Füße nass macht, wendet sich an die Tauchschule Tamarino Ocean ProTamarin Bay . Die Tauchprofis zeigen die besten Spots an der Westküste der Insel und kennen die Unterwasserhöhlen und -schlote wie ihre Westentasche.

Gut kombiniert
Kulinarisch

Mauritius ist ein wahrer Schmelztiegel – das merkt man auch an der Küche. Zeitgenössische Einflüsse aus der ganzen Welt, lokale Zutaten und historische Verbindungen zeigen sich auf dem Teller. Beispielsweise im malerischen Domaine AnnaFlic en Flac , wo mauritische und französische Kochkunst aufeinandertreffen. Shrimps in Koriander-Limetten-Sauce, Tintenfisch mit Safran oder flambierte Rumbananen – im Hidden Reef RestaurantRoyal RoadPointe aux Canonniers ergänzen sich Nord und Süd, Ost und West aufs Schmackhafteste. Ungewöhnlich klingt auch das Vanillehuhn des Le Saint AubinRivière des Anguilles. Aber: Probieren lohnt sich!

Bloss nicht

Falsche Souvenirs sammeln

Muscheln, Korallen und Schildkröten gehören ins Meer und nicht als Staubfänger ins Regal! Wer sie sammelt oder kauft, ist mitverantwortlich für die Zerstörung einer fragilen und einzigartigen Unterwasserwelt. Tot oder lebendig, aus anderen Ländern oder von hier, gezüchtet oder nicht – lassen Sie die Finger davon. So manches Souvenir wird am Zoll beschlagnahmt, weil die Einfuhr verboten ist.

Heimische Verhältnisse erwarten

Trotz Schnellstraßen und Verkehrsampeln ist Mauritius nicht Europa. Besonders nachts heißt es, sich nicht nur auf den Linksverkehr zu konzentrieren: Schlaglöcher, unbeleuchtete Fahrräder, betrunkene Landarbeiter, schlafende Hunde – die Straßen der Insel sind zu jeder Tageszeit belebt. Übrigens: Den Besuch im großen Hotel sollten Sie anmelden, sonst riskieren Sie ein Eintrittsverbot durch den Pförtner.

Oben ohne um jeden Preis

An öffentlichen Stränden, an denen die einheimischen Frauen den Sari sogar im Wasser anbehalten, empfindet die Bevölkerung knappe Bademode oder gar Oben-ohne-Sonnen als Affront. Nacktbaden ist verboten, an den Poolanlagen der großen Hotels wird zumindest oben ohne geduldet. Das Bikinioberteil sollte aber höchstens dort abgelegt werden, wo Urlauber unter sich sind.

Preise kaputt machen

Der Preisunterschied zwischen dem Leben im Hotel und dem in den Dörfern ist gewaltig. Für eine Übernachtung mit Halbpension in einem Doppelzimmer zahlen Urlauber oft mehr, als ein Mauritier im Monat verdient. Für manche der selbst ernannten Führer ist das Grund genug, ihre Tarife einem „westlichen“ Standard anzupassen. Sie sollten deshalb immer vorab die Preise verabreden und sich im Hotel über die gängigen Tarife (z. B. für Taxis) informieren – das erspart Ihnen böse Überraschungen. Bei Führungen durch Tempelanlagen wird eine Spende erwartet. Wer nicht mindestens 20 Rupien gibt, wird Missmut ernten.

Nachlässig sein

Sollten Sie eine private Unterkunft gemietet haben, dann ist anzuraten, die Türen oder Fenster zu schließen, wenn Sie schlafen gehen oder sich aus dem Haus begeben. Lassen Sie Ihre Wertsachen und Geld nicht herumliegen.

Zu viel Haut zeigen

Schon auf der Straße und in Restaurants gilt es als unhöflich, in allzu knapper Freizeitmode herumzulaufen. In Tempeln, mehr noch aber in Moscheen, wird vom Besucher erwartet, lange Hosen und langärmelige Hemden zu tragen. Die Schuhe allerdings muss man am Eingang ausziehen.

Stichworte

Blaue Mauritius

Ein Irrtum führte dazu, dass die 1847 gedruckten Briefmarken „orange Mauritius“ und „blaue Mauritius“ als äußerst seltene und wertvolle Sammlerstücke Weltruhm erlangten. Mauritius war die erste Kolonie, die Briefmarken herausbrachte (Deutschland druckte im Jahr 1849 erste Postwertzeichen). Der Graveur Joseph Barnard stach „Post Office“ neben das Bild der britischen Königin Victoria in die Kupferplatte und druckte 500 Stück. Mit den neuen Marken zierte Lady Gomm, die Gemahlin des damaligen britischen Gouverneurs von Mauritius, 150 der 350 Einladungen zu einem Ball. Kurz darauf wurde bemerkt, dass der Aufdruck hätte „Post Paid“ lauten müssen. Heute ist die Existenz von 13 orangefarbenen One-Penny- sowie zwölf blauen Two-Pence-Marken bekannt. 1993 erstand eine mauritische Interessengemeinschaft je ein Exemplar für zusammen 1,5 Mio. Euro. Die kostbaren Originale sind im Blue Penny Museum in Port Louis ausgestellt.

Blauer Marlin

Das Meer rund um Mauritius wird bereits wenige Kilometer hinter dem Korallenriff sehr tief und ist dadurch ein ideales Revier für Hochseeangler. Am häufigsten wird der Blaue Marlin (Speerfisch) gejagt, der hier nicht selten über 500 kg wiegt. Die Hauptsaison beginnt im November und endet im März. Entsprechende Ausrüster findet man überall entlang der Küste.

Dodo

Der Ende des 17. Jhs. ausgestorbene Vogel ist heute präsenter denn je: Exemplare in allen erdenklichen Formen und Farben, als Stofftiere und auf Kaffeetassen stehen in den Souvenirläden. Restaurants und Bars sind nach ihm benannt und auch ganz offiziell kommt er zu Ehren: als Wappenvogel der Insel.

Der zur Familie der Tauben gehörende Dodo (Raphus cucullatus), der auf Deutsch Dronte heißt, war etwas größer als ein Truthahn, hatte kurze Beine, einen dicken, überaus plumpen Körper und auf einem langen Hals einen runden Kopf mit federlosem Gesicht und großem Hakenschnabel. Anstelle von Flügeln wuchsen ihm kurze Stummel und statt eines Schwanzes besaß er einen dünnen Busch Federn. Fliegen konnte er nicht, seine Eier brütete er auf dem Boden aus – beides wurde ihm zum Verhängnis. Obwohl das Fleisch nicht sonderlich schmackhaft gewesen sein soll, schätzten schon die frühen holländischen Seefahrer den Vogel als Abwechslung auf ihrer eintönigen Speisekarte. Es ist allerdings auch überliefert, dass Matrosen das Tier aus purer Freude erschlugen. Doch mehr noch dürften vom Menschen eingeführte Tiere wie Ratten, Schweine, Ziegen und Affen zum Aussterben des Vogels beigetragen haben. Im Naturhistorischen Museum in Port Louis ist die Rekonstruktion eines Dodos ausgestellt.

Filaos

Nicht Kokospalmen, wie es der Klischeevorstellung von den Tropen entspräche, säumen die weißen Sandstrände von Mauritius, sondern Filaos – auch Kasuarinen genannt. Im 18. Jh. wurden diese Bäume aus Australien eingeführt. Heute ziehen sich die dichten Haine fast überall an den Küsten entlang. Wie die Kokospalme gedeihen auch die Filaos im leicht salzigen Boden des Strandes. Grund für ihre rasche Ausbreitung ist jedoch, dass ihre Stämme und Äste flexibel genug sind, um den schweren Wirbelstürmen, den Zyklonen, nachzugeben. Ihrem Aussehen nach erinnern die Bäume an die europäische Lärche, tatsächlich aber handelt es sich bei den „Nadeln“ um Verlängerungen der Zweige, die ähnlich wie Schachtelhalme ineinandergesteckt sind.

Kolonialvillen

Leider stehen nur noch wenige der eleganten Landhäuser, die reiche Familien Anfang des 19. Jhs. errichten ließen. Als Baumaterial wurden Edelhölzer verwendet, rundum verlief eine überdachte Veranda, auf die Türen aus jedem Zimmer führten. Deren Öffnung ermöglichte eine so gute Durchlüftung, dass die Hitze selbst im Hochsommer erträglich blieb. Um die Brandgefahr zu verringern, wurde die Küche in einem separaten Steinhaus untergebracht. Einen Eindruck von der früheren Pracht vermitteln die zu Museen umgestalteten Residenzen Eureka (1830) bei Moka und die 1872 erbaute Domaine des Aubineaux bei Curepipe. Eureka ist mit wertvollem Mobiliar aus dem 19. Jh. ausgestattet, in Les Aubineaux spürt man noch den gestalterischen Willen der 1999 verstorbenen Besitzerin Louise-Myriam Harel.

Die aus Stein erbauten Verwaltungs- und Repräsentanzgebäude aus der Kolonialzeit, denen Brände und Zyklone weniger zusetzen konnten, blieben in größerer Zahl erhalten. Beispiele sind das Regierungsgebäude, das Mauritius Institute sowie das Theater in Port Louis, das Marinemuseum in Mahébourg und das Collège Royal in Curepipe. Ihnen fehlen jedoch die Leichtigkeit und Verspieltheit der weiß leuchtenden Privatwohnsitze.

Mahé de Labourdonnais

Bertrand François Mahé de Labourdonnais kam 1699 in Saint-Malo zur Welt. Zunächst für die Handelsmarine tätig, wurde er 1735 Generalgouverneur der Maskarenen und sicherte in dieser Funktion die Herrschaft Frankreichs über den Indischen Ozean. Er gründete die Stadt Port Louis, ließ den Hafen erweitern, Straßen anlegen, baute das Regierungsgebäude und errichtete die erste große Zuckermühle sowie Forts zur Verteidigung der Insel. Durch Intrigen verlor er zehn Jahre später seinen Posten und verbrachte mehrere Jahre in Frankreich im Gefängnis. Zwar wurde er rehabilitiert, starb 1753 jedoch gebrochen und verarmt. Mit seinem Einsatz und seinen Visionen hat er den Grundstein für die Entwicklung der Insel gelegt.

Nationalblume

Die Trochetia Boutoniana (zu Deutsch: Ohrring) wächst nur an den Hängen des Morne Brabant. Der orangefarbene Nektar in den leuchtend roten Blüten der Pflanze riecht nach Vanille. Damit werden Geckos, Bienen und Vögel angelockt. Die Trochetia Boutoniana ist seit 1994 Nationalblume von Mauritius.

Paul und Virginie

Mit seinem Roman „Paul und Virginie“ hat der Franzose Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737–1814) nicht nur der Liebe, sondern auch dem tropischen Urwald von Mauritius ein Denkmal gesetzt. Zwei Naturkinder wachsen in einem abgelegenen Tal auf, sind zunächst Spielkameraden und entdecken in der Jugend ihre Liebe füreinander. Doch dann wird Virginie nach Frankreich geschickt. Vor Sehnsucht nach Paul vergehend, schifft sie sich auf der „St. Géran“ nach Mauritius ein, aber das Boot zerschellt an einem Riff vor der Insel. Das Mädchen ertrinkt in den Fluten – vor den Augen von Paul, der das Drama vom Ufer aus verfolgt. Er selbst stirbt schließlich an gebrochenem Herzen. Als hätten die beiden wirklich gelebt, kann man den Spuren des Paars über die Insel folgen. In Port Louis und Curepipe sind ihnen Denkmäler gewidmet, von der Kirche in Pamplemousses wird behauptet, Virginie und ihre Mutter hätten sie regelmäßig besucht, und im Botanischen Garten des Orts ist sogar das „Grab“ des Mädchens zu finden. An das Unglück der „St. Géran“, die tatsächlich am 17. April 1744 nahe der Île d’Ambre zerschellte, erinnert in Poudre d’Or ein Monument; Wrackteile sind im Museum in Mahébourg ausgestellt. Nach Paul und Virginie sind Hotels und Restaurants benannt, die Illustration des Buchs bekommt man als wertvolle alte Stiche und auf T-Shirts gedruckt. Der Roman aus dem Jahr 1788 wurde in 30 Sprachen übersetzt.

Route Royale

In jedem Ort auf Mauritius heißt die Hauptstraße Route Royale, was bisweilen mit Royal Street, häufiger mit Royal Road übersetzt wird. Dabei ist es durchaus üblich, dass in einer Stadt alle drei Varianten benutzt werden. An diesen Straßen liegen die Läden, Restaurants und Bars. Da es auf Mauritius kaum Hausnummern gibt, sind die Adressen sämtlicher wichtiger Geschäfte identisch. Für den Fremden bedeutet das, entweder mit aufmerksamem Blick die Straße auf- und abzufahren oder einen Einheimischen zu fragen. Da diese allerdings oft nicht die Namen der Nebenstraßen kennen, erfährt man häufig nur den Namen eines Geschäfts in der unmittelbaren Nachbarschaft. Entgegen dem Anschein (vor allem entlang der Nordwestküste gewinnt man schnell diesen Eindruck) ist die Route Royale keine durchgehende Straße, die die gesamte Insel durchzieht.

Seewoosagur Ramgoolam

Dem Namen Seewoosagur Ramgoolam begegnet man auf Mauritius überall. Der Flughafen, der Botanische Garten, das größte Krankenhaus und viele andere Einrichtungen tragen ihn, zudem heißt in fast jedem Ort eine Straße so. Ramgoolam kam 1900 als Sohn indischer Eltern auf Mauritius zur Welt. Nach einem Medizinstudium in Großbritannien kehrte er in seine Heimat zurück, kämpfte sehr bald für eine zunächst begrenzte Selbstverwaltung der Insel und ab 1948 als Vorsitzender der Arbeiterpartei für ihre Unabhängigkeit. 1968 war dieses Ziel erreicht: Erster Premierminister der Insel wurde Ramgoolam. Seine Regierungszeit dauerte bis 1982. Nachdem seine Partei die Mehrheit verlor, hatte er das Amt des Generalgouverneurs inne, welches mit dem unseres Bundespräsidenten vergleichbar ist. Ramgoolam starb 1985. Auf Mauritius nennt man ihn den „Vater der Nation und Architekten der Unabhängigkeit“.

Sega

Sega ist eine Musik afrikanischen Ursprungs, die Ende des 18. Jhs. unter den Sklaven entstand – vielleicht, um sie während der Arbeit auf den Feldern zu singen, möglicherweise auch als Vergnügen in der knappen Freizeit. Bis in die 1980er-Jahre nahm sie außer den Kreolen kaum jemand ernst; heute gilt sie als mauritisches Kulturgut. Jedes größere Hotel organisiert Sega-Abende. Zwar darf die Authentizität dieser farbenfrohen Veranstaltungen bezweifelt werden, doch sie haben ihren Reiz. Die Stücke der Sega handeln von Liebe und Alltag, aber auf ironische Weise auch von aktuellen politischen Problemen. Der Tanz dazu, aufgeführt von mehreren Frauen und einem Mann, ist Ausdruck purer Erotik. Ursprünglich spielte man die Lieder mit einfachen Instrumenten, einer Triangel, der Maravane (einer mit Körnern gefüllten Büchse), der Bobre (einem über eine Kalebasse gespannten Stahlseil) und der Ravanne (einer flachen Trommel). Bei der modernen Sega, mitunter spöttisch „Séga-Salon“ genannt, benutzen die Musiker auch Akkordeon und Elektrogitarre. Seit einiger Zeit greifen indische Künstler die Musik auf. Kreolen versuchen bisweilen, den Rhythmus der Sega mit dem des Reggae zu verbinden und die Stücke für politische Botschaften zu nutzen. Ihre Musik nennen sie „Seggae“.

Sprache

Verwaltungssprache ist Englisch, die Oberschicht unterhält sich auf Französisch, untereinander benutzen die Mauritier Kreolisch. Hindi, Urdu, Marathi, Telegu und Kantonesisch sind Minderheitensprachen, werden aber auch an den Schulen gelehrt. Nur Kreolisch, das 95 Prozent der Mauritier sprechen, ignorieren die Autoritäten weiterhin. Der kreolische Wortschatz basiert auf dem Französischen, gespickt mit madagassischen, indischen und englischen Elementen. In den Medien gibt es Werbespots und täglich eine Nachrichtensendung auf Kreolisch, ansonsten dominiert Französisch. Indische Spielfilme laufen auf Hindi. Als Besucher der Insel kommen Sie mit Englisch zurecht, allerdings ziehen es die Mauritier vor, Französisch zu sprechen.

Zuckerrohr

Die Insel habe zwei Landschaften, sagt man auf Mauritius. Die eine sieht man vor, die andere nach der Zuckerrohrernte. Fährt man zwischen März und Juni durchs Land, ragen die hohen Pflanzen bisweilen wie Mauern neben der Fahrbahn empor. 80 Prozent der Landwirtschaftsfläche sind mit Zuckerrohr bebaut. Wie aus Pflanzenstängeln Saft gewonnen und zu Zucker verarbeitet wird, können sich Besucher an mehreren Orten erklären lassen: in der Freizeitanlage Domaine Les Pailles, wo eine alte Fabrik wiederaufgebaut wurde, im neuen, sehr informativen Zuckermuseum L’Aventure du Sucre bei Pamplemousses oder in den modernen Betrieben, in denen meist jemand abgestellt wird, um Gäste durch die Anlage zu führen.

Zurzeit befindet sich die Zuckerindustrie der Insel im Umbruch. Ein Abkommen mit der EU sicherte den Herstellern lange Zeit Preise deutlich über Weltmarktniveau. Doch bis 2015 soll das Privileg der Preisgarantie fallen. Künftig wollen die Zuckerproduzenten deshalb mehr mit den Nebenprodukten Melasse und Bagasse verdienen und diese in Bioraffinerien verarbeiten. Allein die Energieproduktion mit Bagasse soll sich bis 2015 auf 600 Gigawatt verdoppeln.

Zyklone

Zyklone sind Wirbelstürme, die zwischen Dezember und April auftreten können. Sie entstehen in Äquatornähe über dem Meer, wenn sich das Wasser für längere Zeit über 26 Grad erhitzt und dadurch besonders schnell verdunstet. Nahe dem Zentrum eines Zyklons erreicht der Sturm Geschwindigkeiten von 250 km/h, was zu Springfluten und gewaltigen Niederschlägen führt. An Land haben die Stürme verheerende Auswirkungen: Straßen werden überschwemmt, Hütten fortgeblasen, Bäume entwurzelt und Pflanzen auf den Feldern ausgerissen. In den mauritischen Medien wird schon Tage vorher in allen Landessprachen auf das kommende Unwetter hingewiesen. Dann gilt es, Hab und Gut zu sichern, Vorräte werden aufgestockt; wer in Blechhütten wohnt, findet sich in öffentlichen Gebäuden ein. Es dauert nur wenige Stunden, bis ein Zyklon die Insel überquert hat, aber er hinterlässt meist ein Bild des Schreckens, als hätte er tagelang gewütet.

Bücher & Filme

Paul und Virginie

Ein Paar geht an seiner eigenen Moral zugrunde – keine Geschichte auf Mauritius ist berühmter. Das Buch von Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre erschien 1788. Heute braucht es eine Vorliebe für Kitsch, um an dem Melodram Gefallen zu finden.

Sita und die Gewalt

Der preisgekrönte Roman von Lindsey Collen über eine Vergewaltigung wurde auf Mauritius verboten, im Buchhandel daheim ist das Buch hingegegen erhältlich.

Der Dodo auf Mauritius

Für diesen Bildband inszenierte der finnische Konzeptkünstler und Fotograf Harri Kallio mit Vogelmodellen aufwendig und liebevoll Idyllen einer Vogelwelt vor dem Auftauchen der ersten Menschen.

Mein Vater der Held

In der auf Mauritius gedrehten Komödie aus dem Jahr 1991 muss Gérard Depardieu in der Rolle eines Vaters auf Urlaub erkennen, dass seine Teenagertochter mehr Interesse an jungen Männern hat als an ihm.

Gor

(1987) – Jack Palance und Oliver Reed spielen die Hauptrollen in dieser hanebüchenen Geschichte eines Professors, der durch einen magischen Ring in eine andere Dimension gesendet wird. Immerhin die Kulisse stimmt.

Fakten

Einwohner
1.264.613
Fläche
2.040 km²
Sprache
Englisch
Währung
Mauritius-Rupie
Strom
230 V, 50 Hz
Regierungssystem
Parlamentarische Demokratie
Hauptstadt
Port Louis
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
11:07 Uhr
Zeitverschiebung
2 h (zu MESZ)
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