© RPBaiao, shutterstock

Reiseführer
Nepal - Das Tiefland

MARCO POLO Reiseführer

Nepal

17.95 €

Mehr

Ist erwähnt in Reiseführer:

Elefanten, Nashörner, Tiger: Das fruchtbare Tiefland ist ein Paradies für Tierfreunde. Und dank des subtropischen Klimas perfekt zum Aufwärmen in den Wintermonaten.

Wenn du an Nepal denkst, dann steigen zunächst einmal die himmelhohen Berge des Himalaja vor deinem inneren Auge auf. Doch da gibt es auch noch diesen gerade mal höchstens 40 km breiten, dafür aber 800 km langen Streifen, der an der Grenze zu Indien entlangläuft und den nördlichen Teil der Indus-Ganges-Ebene bildet. Rund die Hälfte aller Nepalesen lebt hier. Das Terai ist das Stromland der Gebirgsflüsse, die Kornkammer des Landes: Immerhin 17 Prozent der nepalesischen Landfläche macht das fruchtbare Tiefland aus, das geprägt ist von regelmäßigen Überschwemmungen und Fluss-, Savannen- und Graslandschaften. Touristisch wird das Terai eher vernachlässigt, dabei sind hier mit Lumbini, dem Geburtsort Buddhas, und den Nationalparks Bardia und Chitwan mit ihrem Tierreichtum durchaus lohnende Ziele zu finden.

Nepal - Das Tiefland Sehenswertes & Restaurants

Janakpur
Geographical
Janakpur
World Peace Pagoda
Touristenattraktionen
Lumbini Sanskritik
Chitwan-Nationalpark
Botanische Gärten & Parks
Subarnapur
Lumbini
Geographical
Lumbini
Koshi Tappu Wildlife Reserve
Botanische Gärten & Parks
Bairawa
Lumbini Park
Botanische Gärten & Parks
Lumbini Sanskritik
Hotel Rama
Restaurants
Janakpur
Rooftop Restaurant
Restaurants
Janakpur
Simraungadh
Geographical
Simraungadh
Raniwas Temple
Architektonische Highlights
Simraungadh
Laxminiamai Mandir
Architektonische Highlights
Simraungadh
Shiv Temple
Architektonische Highlights
Simraungadh
Md Sabir Watch
Einkaufsfilialen
Simraungadh
Uchidiha
Geographical
Simraungadh

    Geographical

    Touristenattraktionen

    Geographical

    Touristenattraktionen

    Botanische Gärten & Parks

    Restaurants

    Architektonische Highlights

    Einkaufsfilialen


  • Janakpur

    Geographical
    • © Sati Devi Mukhiya, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Pufferküsser aufgepasst

    Im Südosten Nepals liegt Janakpur (180 000 Ew.), wohl die faszinierendste Stadt des Terai. Näher an Indien, sowohl geografisch als auch kulturell, kommst Du in Nepal nirgends. An hinduistischen Feiertagen scheint es hier mehr Pilger als Einwohner zu geben – ein farbenfrohes Spektakel, das an Vollmondnächte in Varanasi erinnert. Hauptziel der Pilger ist der reich verzierte Janaki Mandir, ein im Mogulstil gebauter Palast, der mit seiner Liebe zum Detail verzaubert. Setz dich in einen der Innenhöfe und schau dem bunten Treiben zu. Auf dem Platz vor dem Mandir tobt derweil das Marktgeschehen. Es gibt aber noch mehr zu sehen in Janakpur. Über 120 vor allem hinduistische Tempel kannst du hier entdecken. Auf jeden Fall solltest du dir den Ram Mandir anschauen, der ebenfalls Rama gewidmet ist, aber auch kleine, Shiva, Hanuman und Durga geweihte Nebentempel hat. Neben der an naive Malerei erinnernden berühmten Maithili-Kunst werden auch Keramik, Schirmdrucke und Nähereien in der Künstlerkooperative Janakpur Women’s Development Center JWDC angeboten. Vor allem während eines der vielen hinduistischen Feste platzt die Stadt aus allen Nähten und die ohnehin rar gesäten Unterkünfte mit westlichem Standard sind ausgebucht. Du solltest deine Unterkunft folglich auf jeden Fall vorausbuchen. Was zieht die Pilger nach Janakpur? Es gilt als die im Epos Ramayama erwähnte antike Stadt Mithila, wo Sita, die Inkarnation der Göttin Lakshmi und tragische weibliche Hauptfigur des Epos, Rama, die Inkarnation Vishnus, getroffen haben soll. Gehörst du zu den Eisenbahnfans, kommst du in Janakpur auf jeden Fall auf deine Kosten. Zwar ist die einst einzige Eisenbahn Nepals inzwischen eingestellt, am alten Bahnhof stehen jedoch ein paar Waggons und eine Lok. Olfaktorisch ist die Stadt eine Herausforderung: Die Kanalisation wird nicht fertig.

    • © Sati Devi Mukhiya, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Pufferküsser aufgepasst

    Im Südosten Nepals liegt Janakpur (180 000 Ew.), wohl die faszinierendste Stadt des Terai. Näher an Indien, sowohl geografisch als auch kulturell, kommst Du in Nepal nirgends. An hinduistischen Feiertagen scheint es hier mehr Pilger als Einwohner zu geben – ein farbenfrohes Spektakel, das an Vollmondnächte in Varanasi erinnert. Hauptziel der Pilger ist der reich verzierte Janaki Mandir, ein im Mogulstil gebauter Palast, der mit seiner Liebe zum Detail verzaubert. Setz dich in einen der Innenhöfe und schau dem bunten Treiben zu. Auf dem Platz vor dem Mandir tobt derweil das Marktgeschehen. Es gibt aber noch mehr zu sehen in Janakpur. Über 120 vor allem hinduistische Tempel kannst du hier entdecken. Auf jeden Fall solltest du dir den Ram Mandir anschauen, der ebenfalls Rama gewidmet ist, aber auch kleine, Shiva, Hanuman und Durga geweihte Nebentempel hat. Neben der an naive Malerei erinnernden berühmten Maithili-Kunst werden auch Keramik, Schirmdrucke und Nähereien in der Künstlerkooperative Janakpur Women’s Development Center JWDC angeboten. Vor allem während eines der vielen hinduistischen Feste platzt die Stadt aus allen Nähten und die ohnehin rar gesäten Unterkünfte mit westlichem Standard sind ausgebucht. Du solltest deine Unterkunft folglich auf jeden Fall vorausbuchen. Was zieht die Pilger nach Janakpur? Es gilt als die im Epos Ramayama erwähnte antike Stadt Mithila, wo Sita, die Inkarnation der Göttin Lakshmi und tragische weibliche Hauptfigur des Epos, Rama, die Inkarnation Vishnus, getroffen haben soll. Gehörst du zu den Eisenbahnfans, kommst du in Janakpur auf jeden Fall auf deine Kosten. Zwar ist die einst einzige Eisenbahn Nepals inzwischen eingestellt, am alten Bahnhof stehen jedoch ein paar Waggons und eine Lok. Olfaktorisch ist die Stadt eine Herausforderung: Die Kanalisation wird nicht fertig.


  • World Peace Pagoda

    Touristenattraktionen
    • © Aleksandar Todorovic, Shutterstock

    Der rund 15 m hohe Vishwa Shanti Stupa, der Weltfriedens-Stupa, und ein Kloster liegen auf dem Kamm Anadu Danda in Min Thumki auf der anderen Seite des Phewa-Sees. Um den Bau des Stupas entbrannte ein stiller, fast zwanzigjähriger Kampf. Min Bahadur Gurung, der 1973 mit dem Bau begann, wanderte dafür sogar ins Gefängnis. Er und sein Sohn gaben den Kampf nie auf, hatten aber erst nach dem Ende des Panchayat- Systems 1990 Erfolg. 1992 wurde der neue Grundstein gelegt – nun mit dem Segen der Regierung und dem frommen Wunsch, der buddhistische Stupa möge Toleranz und Tourismus fördern.

    • 32914 Lumbini Sanskritik
    • © Aleksandar Todorovic, Shutterstock

    Der rund 15 m hohe Vishwa Shanti Stupa, der Weltfriedens-Stupa, und ein Kloster liegen auf dem Kamm Anadu Danda in Min Thumki auf der anderen Seite des Phewa-Sees. Um den Bau des Stupas entbrannte ein stiller, fast zwanzigjähriger Kampf. Min Bahadur Gurung, der 1973 mit dem Bau begann, wanderte dafür sogar ins Gefängnis. Er und sein Sohn gaben den Kampf nie auf, hatten aber erst nach dem Ende des Panchayat- Systems 1990 Erfolg. 1992 wurde der neue Grundstein gelegt – nun mit dem Segen der Regierung und dem frommen Wunsch, der buddhistische Stupa möge Toleranz und Tourismus fördern.

    • 32914 Lumbini Sanskritik

  • Chitwan-Nationalpark

    Botanische Gärten & Parks
    • © natalia_maroz, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Chillen im Dschungel

    Quizfrage: Du siehst einen Mann im Chitwan National Park im Zickzack über eine Wiese rasen. Warum? Weil er von einem Nashorn verfolgt wird. Und weil ein Rhinozeros (Rhino) nicht gut sehen, aber umso besser riechen kann, ist der Zickzackkurs ratsam, während du dich vor einem Tiger möglichst groß machen und ihm nie den Rücken zuwenden solltest. Theoretisch ist ein Elefantenritt die traditionelle und sicherste Methode, den Chitwan National Park zu besichtigen. Da Elefantenreiten jedoch in letzter Zeit zu Recht kritisch hinterfragt wird, empfiehlt sich eine Kombi aus Bootstour und Wanderung. Aus konservatorischen und Sicherheitsgründen solltest du nur mit einem Führer durch die Natur streifen! Der Park ist mit 1431 km2 riesig und liegt 175 km südwestlich von Kathmandu. Was gibt es zu sehen? Neben den vom Aussterben bedrohten Panzernashörnern, Tigern und Leoparden leben hier 35 Arten von Säugetieren, darunter Lippenbären, Rhesus- und Langurenaffen, Wildschweine, wilde Büffel (Gaur), Rotwild, außerdem die seltenen Gavial-Krokodile sowie Termiten, Schlangen, Schmetterlinge, 450 Vogelarten und Pfauen, die hier ihre Urheimat haben. Im Narayani-Fluss tummelt sich der seltene Süßwasserdelfin. Die beste Zeit für die Tierbeobachtung ist im Mai und Juni, allerdings musst du dann auch feuchte Hitze und Gewitterstürme in Kauf nehmen. Im Winter ist das Klima mit durchschnittlich 20 Grad am angenehmsten, nachts kann es jedoch zuweilen recht frisch werden. Chitwan war früher ein Geheimtipp unter Großwildjägern. Die Besiedelung des Terai führte in den 1950er-Jahren zu einem drastischen Rückgang von Tier und Wald. Doch einige ökologische Nischen konnten erhalten werden, darunter der Nationalpark – zum Verdruss vieler Dorfbewohner, denen wichtiger Lebensraum entzogen wurde: Der Zugang zu den Früchten des Waldes, zu Brennholz und einer bestimmten Grassorte, die sie für ihre Hausdächer brauchen, wird ihnen verwehrt, dafür dürfen Fremde, die Touristen, hinein. Zusätzlich frisst das nun geschützte Wild die Feldfrüchte. Um den Konflikt zu entschärfen, ist es den Anwohnern einmal pro Jahr erlaubt, im Park Gras zu schneiden. Du kannst das Naturreservat per Flugzeug, Auto, Bus, Fahrrad oder/und Schlauchboot (Raft) erreichen. Ein Pauschalarrangement (Übernachtung, Vollpension, Parkgebühren, Touren und lokaler Transport) ist meist der bessere Deal, da die Anreise kompliziert ist, und die Pakete zusätzlich geführte Wanderungen, Kanu- und Jeeptouren sowie Aufführungen von Volkstänzen beinhalten. Sie sind meist flexibel gestaltet und kosten nicht viel mehr als ein Individualarrangement. Übernachtungsmöglichkeit gibt es im idyllisch am Parkrand gelegenen Dorf Sauraha, das sich in den letzten Jahren zu einer für nepalesische Verhältnisse recht hippen Partydestination entwickelt hat. In den Bars am Flussufer des Narayani läuft gedämpft Ambience und Trance, während es kühle Drinks zum meist spektakulären Sonnenuntergang gibt. Nach 21 Uhr übernimmt aber auch hier der Dschungel und es chillen nur noch die Tiere.

    • © natalia_maroz, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Chillen im Dschungel

    Quizfrage: Du siehst einen Mann im Chitwan National Park im Zickzack über eine Wiese rasen. Warum? Weil er von einem Nashorn verfolgt wird. Und weil ein Rhinozeros (Rhino) nicht gut sehen, aber umso besser riechen kann, ist der Zickzackkurs ratsam, während du dich vor einem Tiger möglichst groß machen und ihm nie den Rücken zuwenden solltest. Theoretisch ist ein Elefantenritt die traditionelle und sicherste Methode, den Chitwan National Park zu besichtigen. Da Elefantenreiten jedoch in letzter Zeit zu Recht kritisch hinterfragt wird, empfiehlt sich eine Kombi aus Bootstour und Wanderung. Aus konservatorischen und Sicherheitsgründen solltest du nur mit einem Führer durch die Natur streifen! Der Park ist mit 1431 km2 riesig und liegt 175 km südwestlich von Kathmandu. Was gibt es zu sehen? Neben den vom Aussterben bedrohten Panzernashörnern, Tigern und Leoparden leben hier 35 Arten von Säugetieren, darunter Lippenbären, Rhesus- und Langurenaffen, Wildschweine, wilde Büffel (Gaur), Rotwild, außerdem die seltenen Gavial-Krokodile sowie Termiten, Schlangen, Schmetterlinge, 450 Vogelarten und Pfauen, die hier ihre Urheimat haben. Im Narayani-Fluss tummelt sich der seltene Süßwasserdelfin. Die beste Zeit für die Tierbeobachtung ist im Mai und Juni, allerdings musst du dann auch feuchte Hitze und Gewitterstürme in Kauf nehmen. Im Winter ist das Klima mit durchschnittlich 20 Grad am angenehmsten, nachts kann es jedoch zuweilen recht frisch werden. Chitwan war früher ein Geheimtipp unter Großwildjägern. Die Besiedelung des Terai führte in den 1950er-Jahren zu einem drastischen Rückgang von Tier und Wald. Doch einige ökologische Nischen konnten erhalten werden, darunter der Nationalpark – zum Verdruss vieler Dorfbewohner, denen wichtiger Lebensraum entzogen wurde: Der Zugang zu den Früchten des Waldes, zu Brennholz und einer bestimmten Grassorte, die sie für ihre Hausdächer brauchen, wird ihnen verwehrt, dafür dürfen Fremde, die Touristen, hinein. Zusätzlich frisst das nun geschützte Wild die Feldfrüchte. Um den Konflikt zu entschärfen, ist es den Anwohnern einmal pro Jahr erlaubt, im Park Gras zu schneiden. Du kannst das Naturreservat per Flugzeug, Auto, Bus, Fahrrad oder/und Schlauchboot (Raft) erreichen. Ein Pauschalarrangement (Übernachtung, Vollpension, Parkgebühren, Touren und lokaler Transport) ist meist der bessere Deal, da die Anreise kompliziert ist, und die Pakete zusätzlich geführte Wanderungen, Kanu- und Jeeptouren sowie Aufführungen von Volkstänzen beinhalten. Sie sind meist flexibel gestaltet und kosten nicht viel mehr als ein Individualarrangement. Übernachtungsmöglichkeit gibt es im idyllisch am Parkrand gelegenen Dorf Sauraha, das sich in den letzten Jahren zu einer für nepalesische Verhältnisse recht hippen Partydestination entwickelt hat. In den Bars am Flussufer des Narayani läuft gedämpft Ambience und Trance, während es kühle Drinks zum meist spektakulären Sonnenuntergang gibt. Nach 21 Uhr übernimmt aber auch hier der Dschungel und es chillen nur noch die Tiere.


  • Lumbini

    Geographical
    • © Alexandra Lande, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mit dem Rad zu Buddha – überirdisch!

    Hier hat eine der großen Weltreligionen ihren Ursprung: der Buddhismus. Siddharta Gautama, der historische Buddha, wurde im Jahr 563 vor unserer Zeitrechnung als Fürstensohn im heutigen Lumbini geboren. Während Buddhas Geburtsjahr immer noch umstritten ist, gelten Geburtsort und Herkunft als wissenschaftlich gesichert. Ohne den neu entfachten Hype wäre das etwa 210 km von Pokhara entfernt liegende Lumbini heute im wahrsten Sinne ein gottverlassener Ort in einer der ärmsten Gegenden des Terai. Er hat eine bewegte Geschichte, in der er mehrere Male entdeckt – und wieder vergessen wurde. Bis schließlich 1978 ein Masterplan des japanischen Architekten Kenzo Tange Lumbini wieder auf die Pilgerroute setzte: Ein fast 8 km2 großes Areal ist heute eine Art Disneyland für Buddhafreaks. Das hat seinen Charme, gleitet aber in der Extravaganz der Tempelbauten zuweilen in religiösen Kitsch ab. Der Lumbini Park besteht zu etwa gleichen Teilen aus dem Heiligen Garten, der Klosterzone mit Tempeln von buddhistischen Gemeinschaften aus aller Welt und dem neuen Lumbini-Dorf. Ein Ort der Ruhe und Kontemplation ist der Heilige Garten mit dem Maya-Devi-Tempel, der Ashokhasäule und einem Heiligen Hain. Hier treffen sich Buddhisten aus aller Welt zur Meditation. Der Weg zum nördlichen Ende des Religionsparks mit dem Lumbini Museum, das Buddhas Leben und Wirken nacherzählt, führt durch eine lose Ansammlung buddhistischer Tempel. Da ist der verschnörkelt-verspielte vietnamesische, der golden glänzende aus Myanmar und der an Angkor Wat erinnernde kambodschanische. Der chinesische Tempel strahlt strenge kaiserliche Eleganz aus, während der deutsche Beitrag tief in die Kitschkiste greift. Die Klosterzone wird von einem langen Kanal in die Theravada-Zone im Osten und die Mahayana-Zone im Westen unterteilt, die beiden Hauptrichtungen des Buddhismus vertretend. Am Übergang zur Klosterzone brennt eine ewige Flamme. Jenseits der Hauptstraße thront der strahlend weiße Weltfriedensstupa. Als scharfer Kontrast hierzu ist der eigentliche Ort Lumbini eine eher staubige Angelegenheit. Die meisten Besucher kommen sowieso nur auf einem Tagesausflug hierher und übernachten im nahen Butwal oder Bhairahawa. Touristische Infrastruktur abseits der Hotels findet sich kaum. Seit 1998 gehört Lumbini zum Unesco-Weltkulturerbe. Du erreichst es von Pokhara aus in einer etwa achtstündigen Busfahrt mit Umsteigen in Bhairahawa. Fühlst du dich fit genug , ist die 200 km lange (!) Radtour von Pokhara über Waling, Tansen und Butwal eine (nicht nur) landschaftlich atemberaubende Alternative.

    • Lumbini
    • © Alexandra Lande, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mit dem Rad zu Buddha – überirdisch!

    Hier hat eine der großen Weltreligionen ihren Ursprung: der Buddhismus. Siddharta Gautama, der historische Buddha, wurde im Jahr 563 vor unserer Zeitrechnung als Fürstensohn im heutigen Lumbini geboren. Während Buddhas Geburtsjahr immer noch umstritten ist, gelten Geburtsort und Herkunft als wissenschaftlich gesichert. Ohne den neu entfachten Hype wäre das etwa 210 km von Pokhara entfernt liegende Lumbini heute im wahrsten Sinne ein gottverlassener Ort in einer der ärmsten Gegenden des Terai. Er hat eine bewegte Geschichte, in der er mehrere Male entdeckt – und wieder vergessen wurde. Bis schließlich 1978 ein Masterplan des japanischen Architekten Kenzo Tange Lumbini wieder auf die Pilgerroute setzte: Ein fast 8 km2 großes Areal ist heute eine Art Disneyland für Buddhafreaks. Das hat seinen Charme, gleitet aber in der Extravaganz der Tempelbauten zuweilen in religiösen Kitsch ab. Der Lumbini Park besteht zu etwa gleichen Teilen aus dem Heiligen Garten, der Klosterzone mit Tempeln von buddhistischen Gemeinschaften aus aller Welt und dem neuen Lumbini-Dorf. Ein Ort der Ruhe und Kontemplation ist der Heilige Garten mit dem Maya-Devi-Tempel, der Ashokhasäule und einem Heiligen Hain. Hier treffen sich Buddhisten aus aller Welt zur Meditation. Der Weg zum nördlichen Ende des Religionsparks mit dem Lumbini Museum, das Buddhas Leben und Wirken nacherzählt, führt durch eine lose Ansammlung buddhistischer Tempel. Da ist der verschnörkelt-verspielte vietnamesische, der golden glänzende aus Myanmar und der an Angkor Wat erinnernde kambodschanische. Der chinesische Tempel strahlt strenge kaiserliche Eleganz aus, während der deutsche Beitrag tief in die Kitschkiste greift. Die Klosterzone wird von einem langen Kanal in die Theravada-Zone im Osten und die Mahayana-Zone im Westen unterteilt, die beiden Hauptrichtungen des Buddhismus vertretend. Am Übergang zur Klosterzone brennt eine ewige Flamme. Jenseits der Hauptstraße thront der strahlend weiße Weltfriedensstupa. Als scharfer Kontrast hierzu ist der eigentliche Ort Lumbini eine eher staubige Angelegenheit. Die meisten Besucher kommen sowieso nur auf einem Tagesausflug hierher und übernachten im nahen Butwal oder Bhairahawa. Touristische Infrastruktur abseits der Hotels findet sich kaum. Seit 1998 gehört Lumbini zum Unesco-Weltkulturerbe. Du erreichst es von Pokhara aus in einer etwa achtstündigen Busfahrt mit Umsteigen in Bhairahawa. Fühlst du dich fit genug , ist die 200 km lange (!) Radtour von Pokhara über Waling, Tansen und Butwal eine (nicht nur) landschaftlich atemberaubende Alternative.

    • Lumbini

  • Koshi Tappu Wildlife Reserve

    Botanische Gärten & Parks
    • © ThulungPhoto.com, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Bummel über den Markt

    Der kleinste Park im Terai gilt als Paradies für Vogelbeobachter. Das selten besuchte Naturschutzgebiet ist Rastplatz für fast 500 Arten von Wasservögeln. Weiterhin kannst du hier die letzte Herde wilder Wasserbüffel (arnaa), Rotwildarten, blaue Bullen (nilgai), Wildschweine, Gavial-Krokodile, Axishirsche (chital) und, mit ganz viel Glück, Gangesdelfine sehen. Tiger und Nashörner gibt es hier aber nicht. Der Sapta-Koshi-Fluss teilt den Park in einen Ost und Westteil. Der Westen ist nicht zugänglich, im Osten werden Touren mit Bootsfahrt und Trekking angeboten. Schau dich auch in den umliegenden Dörfer um. Vor allem auf den Märkten in Prakashpur und Madhuwan findet sich ein Querschnitt von allem, was im Terai wächst, gedeiht und hergestellt wird. Du kannst den Park per Auto oder per Flugzeug (nach Biratnagar, 55 km südöstlich) erreichen. Besuch ihn am besten bei einer geführten Tour, die in Kathmandu von fast allen Veranstaltern angeboten wird.

    • © ThulungPhoto.com, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Bummel über den Markt

    Der kleinste Park im Terai gilt als Paradies für Vogelbeobachter. Das selten besuchte Naturschutzgebiet ist Rastplatz für fast 500 Arten von Wasservögeln. Weiterhin kannst du hier die letzte Herde wilder Wasserbüffel (arnaa), Rotwildarten, blaue Bullen (nilgai), Wildschweine, Gavial-Krokodile, Axishirsche (chital) und, mit ganz viel Glück, Gangesdelfine sehen. Tiger und Nashörner gibt es hier aber nicht. Der Sapta-Koshi-Fluss teilt den Park in einen Ost und Westteil. Der Westen ist nicht zugänglich, im Osten werden Touren mit Bootsfahrt und Trekking angeboten. Schau dich auch in den umliegenden Dörfer um. Vor allem auf den Märkten in Prakashpur und Madhuwan findet sich ein Querschnitt von allem, was im Terai wächst, gedeiht und hergestellt wird. Du kannst den Park per Auto oder per Flugzeug (nach Biratnagar, 55 km südöstlich) erreichen. Besuch ihn am besten bei einer geführten Tour, die in Kathmandu von fast allen Veranstaltern angeboten wird.


  • Lumbini Park

    Botanische Gärten & Parks
    • © Damian Pankowiec, Shutterstock

    Der Lumbini Park (Eintritt frei) besteht zu etwa gleichen Teilen aus dem Heiligen Garten, der Klosterzone mit Tempeln von buddhistischen Gemeinschaften aus aller Welt und dem neuen Lumbini-Dorf.

    • © Damian Pankowiec, Shutterstock

    Der Lumbini Park (Eintritt frei) besteht zu etwa gleichen Teilen aus dem Heiligen Garten, der Klosterzone mit Tempeln von buddhistischen Gemeinschaften aus aller Welt und dem neuen Lumbini-Dorf.


  • Hotel Rama

    Restaurants
    • indisch

    Das Hotelrestaurant hat den Charme einer Bahnhofshalle, bietet aber ausgezeichnetes nordindisches Essen.

    Das Hotelrestaurant hat den Charme einer Bahnhofshalle, bietet aber ausgezeichnetes nordindisches Essen.


  • Rooftop Restaurant

    Restaurants
    • international

    Leckeres aus Lehm Ein kulinarisches Kleinod! Dachterrasse mit Blick auf die Pilgerströme und ausgezeichnetes nepalesisches und indisches Essen. Abends Tandoori-Gerichte.

    Leckeres aus Lehm Ein kulinarisches Kleinod! Dachterrasse mit Blick auf die Pilgerströme und ausgezeichnetes nepalesisches und indisches Essen. Abends Tandoori-Gerichte.


  • Simraungadh

    Geographical

    Simraungadh liegt im Distrikt Bara, welches direkt an der Grenze zu Indien liegt. Die Stadt wurde 2014 durch das Zusammenlegen mehrerer Gemeinden gegründet.

    • Simraungadh

    Simraungadh liegt im Distrikt Bara, welches direkt an der Grenze zu Indien liegt. Die Stadt wurde 2014 durch das Zusammenlegen mehrerer Gemeinden gegründet.

    • Simraungadh

  • Raniwas Temple

    Architektonische Highlights

    In dem prächtigen Hindutempel befindet sich eine Statue von Ram Janaki. Der Tempel wurde 1933 erbaut.

    • Bam Nahar Rd, 44400 Simraungadh

    In dem prächtigen Hindutempel befindet sich eine Statue von Ram Janaki. Der Tempel wurde 1933 erbaut.

    • Bam Nahar Rd, 44400 Simraungadh

  • Laxminiamai Mandir

    Architektonische Highlights

    Der Laxminiamai Mandir Hindutempel ist von seiner Architektur her unauffällig, aber wie auf dem Land üblich, sehr farbenfroh gestaltet.

    • 44400 Simraungadh

    Der Laxminiamai Mandir Hindutempel ist von seiner Architektur her unauffällig, aber wie auf dem Land üblich, sehr farbenfroh gestaltet.

    • 44400 Simraungadh

  • Shiv Temple

    Architektonische Highlights

    Der Tempel sticht durch seine auffällige rosa Farbe sofort im Ortsbild heraus.

    • 44400 Simraungadh

    Der Tempel sticht durch seine auffällige rosa Farbe sofort im Ortsbild heraus.

    • 44400 Simraungadh

  • Md Sabir Watch

    Einkaufsfilialen

    Uhren in allen Formen und Farben werden in diesem gemütlichen Geschäft angeboten. Des Weiteren stehen noch verschiedene Taschen, Münzen und Sonnenbrillen zum Verkauf.

    • 44400 Simraungadh

    Uhren in allen Formen und Farben werden in diesem gemütlichen Geschäft angeboten. Des Weiteren stehen noch verschiedene Taschen, Münzen und Sonnenbrillen zum Verkauf.

    • 44400 Simraungadh

  • Uchidiha

    Geographical

    Uchidiha ist eine Gemeinde in der heutigen Stadt Simraungadh.

    • 44400 Simraungadh

    Uchidiha ist eine Gemeinde in der heutigen Stadt Simraungadh.

    • 44400 Simraungadh

MARCO POLO Reiseführer
Nepal

Buch, 12. Auflage · 17.95 €

Urlaub ab der ersten Seite: Marco Polo Reiseführer Nepal Ob Aktiv-Urlaub oder Entspannung pur, ob kurze Alltagsflucht oder langer Traumurlaub: Dein MARCO POLO Reiseführer ist der ideale Begleiter, wenn du die Welt erkundest.

  • Das Beste zuerst: die MARCO POLO Top-Highlights und die MARCO POLO Bucketlist für die unvergesslichen Urlaubserlebnisse
  • Der Urlaubsplaner für den passenden Einstieg und sprechende Karten mit Tipps und Reisehacks für jede Region
  • MARCO POLO Best Of Tipps: konkrete Ideen für einen nachhaltigen Urlaub, typische Urlaubserlebnisse, die Reise mit Kindern und kleines Budget
  • MARCO POLO Insider-Tipps für Sightseeing-Highlights, Restaurants, Shops und Sport-Locations – auch abseits der bekannten Touristenpfade!
  • Erkundungstouren zu den spannendsten Ausflugszielen – schnell und unkompliziert, inklusive Faltplan zum Ausklappen
  • Marco Polo Erlebnistouren: Ausflüge für Neugierige, Genießer und für Familien – mit Karte oder App!

Weniger suchen, mehr entdecken: Alles, was du für deine Reise brauchst!

Stell dir genau die Reise zusammen, auf die du gerade Lust hast! Dein MARCO POLO Reiseführer bietet eine Fülle von Tipps und Empfehlungen, mit denen du deine Reise individuell und flexibel gestalten kannst. Erlebe unvergessliche Momente und entdecke die Welt mit MARCO POLO – in deinem eigenen Rhythmus!

ERLEBE LOS!

Mehr Info
Gesponsert | In der Buchhandlung kaufen oder hier bestellen.
Affiliate-Hinweis: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
Gesponsert | In der Buchhandlung kaufen oder hier bestellen.
Affiliate-Hinweis: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.