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Kanada Ost

Check-in

Kanada ist sexy geworden in den letzten Jahren: Es hat coole Metropolen und wilde Natur und tolle Erlebnisse zu bieten. Und die Kanadier sind Vorbilder in vielen Dingen: Sie haben Nationalparks überall in ihrem Riesenland geschaffen, haben ausgezeichnete Schulen und innovative Firmen. Zudem ist die Freundlichkeit und Höflichkeit der Kanadier sprichwörtlich. Alles gute Argumente für eine Reise, oder?

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Exzellente kanadische Kunst und europäische Highlights in einem sehenswerten Bau von Moshe Safdie.
Gepflasterte, winkelige Gassen, steinerne Stadttore und trutzige Bastionen – die mittelalterlich wirkende Altstadt von Québec City entzückt die zahllosen US-amerikanischen Touristen mit ihrem…
Spektakuläre Architektur von Douglas Cardinal am Nordufer des Ottawa River. Es ist das meistbesuchte Museum Kanadas und beherbergt ausgezeichnete und didaktisch gut präsentierte Sammlungen zu den…
Stadtgeschichte mal anders: Nach einer spektakulären multimedialen Einführung durchwandert man unter der Place Royale ein unterirdisches Labyrinth alter Gemäuer, vorbei am ersten Friedhof der Stadt…
Der gewaltige, gut 90 m hohe, rostrote Felsen ist das Wahrzeichen der Halbinsel und ragt ganz im Osten nahe dem Ort Percé aus der Brandung. Bei Ebbe können Sie auf eine Sandbank gehen und die im…
Wahrzeichen der auf steiler Klippe thronenden Haute Ville ist das prächtige, 1924 fertiggestellte Hotel Le Château Frontenac, unter dessen Kupferdächern schon Präsidenten und Könige schliefen.…
Auf einer schmalen Uferterrasse am St.Lawrence liegt die Basse Ville, wo Samuelde Champlain das erste kleine Fort derFranzosen errichtete. In den alten Häusern an der Rue de Petit-Champlain und um…
Absolutes Highlight aber ist eine Bootsfahrt auf dem Western Brook Pond, einem 15 km langen Inlandsfjord, führt an 600 m hohen Klippen vorüber. 45 Minuten Fußweg sind es zum See – und oft sind…

Reisezeit

Januar
mäßig
-5°C
Februar
mäßig
-5°C
März
mittel
2°C
April
gut
10°C
Mai
sehr gut
18°C
Juni
sehr gut
23°C
Juli
gut
26°C
August
gut
25°C
Im Osten Kanadas ganz besonders schön: Der Indian Summer
September
sehr gut
19°C
Im Osten Kanadas ganz besonders schön: Der Indian Summer
Oktober
sehr gut
13°C
November
mittel
5°C
Im Winter kann es zu heftigen Schneestürmen kommen
Dezember
mäßig
-3°C

Die beste Reisezeit für Kanada Ost sind die Monate Mai, Juni, September und Oktober. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 18° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur in den kältesten Monaten bei lediglich -5° Celsius bei durchschnittlich 11 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 11° Celsius und die Nachttemperatur bei 3° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 10 Tagen. Die regenreichsten Monate sind November und Dezember.

Mehr zu Klima und Reisezeit

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Entdecke den Osten Kanadas

Jede Menge zu entdecken

Die Niagarafälle und der farbenprächtige Indian Summer stehen ganz oben auf der Liste der Attraktionen Ostkanadas. Zu Recht. Zwei absolute Highlights. Doch daneben gibt es in diesem riesigen Land noch viel mehr zu entdecken: einen der höchsten Türme der Welt in Toronto, junge Szeneläden in Montréal, feine Hummerlokale am Atlantik. Auch Aktivurlauber finden im Outdoorland Kanada ihr Paradies: auf Kanutouren durch die stille Seenlandschaft des Algonquin Park, bei Fahrten zu den Leuchttürmen von Nova Scotia, beim Eisberggucken auf Neufundland oder bei einer Strandwanderung zum höchsten Tidenhub der Welt.

Kulturelle Toleranz

Engländer und Franzosen waren die wichtigsten weißen Siedlergruppen, doch auch Deutsche, Italiener, Ukrainer – und in den letzten Jahrzehnten vermehrt Immigranten aus Asien und der Karibik – kamen hinzu. Kanada setzt auf kulturelle Toleranz. Es will kein „Schmelztiegel der Nationen“ wie die USA sein, sondern eine multikulturelle Gesellschaft und versucht, auch die Rechte seiner Ureinwohner, der First Nations, ernst zu nehmen.

Alles ist größer, weiter, wilder

Aus europäischer Sicht sind die Ausmaße dieses Landes schwer zu fassen. Kanada ist mit fast 10 Mio. km2 Fläche das zweitgrößte Land der Erde. Vom Atlantik bis zum Pazifik misst es über 5500 km und umspannt sechs Zeitzonen. Die Osthälfte des Landes ist so groß wie ganz Westeuropa vom Nordkap bis Gibraltar. Allein in die Provinz Québec – mit 1,5 Mio. km2 die größte Provinz Kanadas – würde Deutschland gut viermal hineinpassen, in die nächstkleinere Provinz Ontario (1,1 Mio. km2) immerhin dreimal. Dabei leben nur etwa 37 Mio. Menschen in Kanada – zwei Drittel davon im Osten. Dies bedeutet statistisch eine Bevölkerungsdichte von nur vier Einwohnern je Quadratkilometer – in Mitteleuropa sind es fast hundertmal mehr. Hinzu kommt, dass die meisten Kanadier in einem nur 300 km schmalen Streifen an der südlichen Grenze zu den USA wohnen. Während die oft von Bildern bekannten Rocky Mountains weit im Westen Kanadas liegen, sind es im Osten vor allem die dramatischen Küstenlandschaften und die großen Seenplatten, die beeindrucken. Draußen am Atlantik ragen die steilen Klippen von Labrador und Neufundland aus dem Meer. Die Menschen dort leben in winzigen Fischerdörfern entlang der oft sturmumtosten Küste, vor der im Frühjahr Eisberge vorüberziehen. Oft fährt man hier – sofern es überhaupt Straßen gibt – stundenlang bis zum nächsten Ort. Milder ist das Klima in den Atlantikprovinzen Nova Scotia, Prince Edward Island und New Brunswick. Blitzsaubere Hafenstädtchen liegen dort an der buchtenreichen Felsenküste. Die dicht bewaldeten Bergzüge im Hinterland gehören zum uralten Appalachengebirge, das die Gletscher der Eiszeiten zum sanften Mittelgebirge abgeschliffen haben. Und das von Kartoffeläckern überzogene Prince Edward Island rühmt sich der schönsten und wärmsten Meeresstrände des Landes.

St. Lawrence, das große Einfallstor nach Kanada

Nach Westen hin schließt sich das fruchtbare St.-Lawrence-Tiefland an, früher die Route der Entdecker und Pelzhändler. Dort, in den Provinzen Québec und Ontario, schlägt das wirtschaftliche Herz der Industrienation. Québec City, Montréal, Toronto – wie Perlen reihen sich die Großstädte Kanadas am St. Lawrence und am Lake Ontario aneinander, glänzen mit postmoderner Architektur und buntem Völkergemisch. Nicht zu vergessen die elegante Bundeshauptstadt Ottawa mit ihren zahlreichen Museen und manikürten Parks. Und natürlich die schäumenden Niagarafälle, Ostkanadas weltberühmte Attraktion. Nördlich der Städte und der sattgrünen Farmen des Tieflands beginnt das stille Reich der Granitkuppen und Wälder des Kanadischen Schilds. Wie ein riesiges Hufeisen legt sich das von den Gletschern rundgehobelte, uralte Gestein um die Hudson Bay – eine Region der Seen, der ungebändigten Flüsse und tiefen Wälder, die bis an den Rand der Arktis reicht. So ist der Norden Ontarios und Québecs ein beliebtes Ziel für Angler, Kanufahrer und Wildnisfans.

Vom Kajakfahren bis zum Musicalbesuch

Abenteuer kann man hier viele erleben: ob bei einer Kajakfahrt auf den Flüssen Québecs, beim Wandern auf dem Cabot Trail in Nova Scotia oder mit einem Kanu im Algonquin Park. Man braucht jedoch nicht ständig an die Grenzen der Belastbarkeit zu gehen: Ein Musical in Toronto, ein Plausch im Bistro in Montréal, ein Shoppingbummel in einer der eleganten Malls gehören ebenso zu einer Kanadareise dazu. Auch eine kurze Paddeltour auf einem See in Ontario vermittelt das Gefühl von Freiheit und Weite. Wenn dann das Lagerfeuer knistert und im Abendrot ein Elch im Riedgras des flachen Sees äst, wird der Urlaub zum Traumurlaub.

Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Air Canada und Lufthansa bieten in Kooperation tägliche Nonstopflüge ab Frankfurt und mehrmals pro Woche ab München nach Toronto und Montréal an (Flugzeit ca. 8 Stunden). Neufundland ist mit Air Canada via London am schnellsten zu erreichen. Charter-Airlines wie Air Berlin, Condor und Air Transat steuern Toronto und Halifax an. Von dort bestehen gute Anschlussverbindungen zu allen anderen Städten Ostkanadas.

Die großen Mietwagenfirmen Avis, Hertz und National/Alamo sind an allen Flughäfen vertreten. Auch Taxis und Airportbusse zur Innenstadt sind überall verfügbar. Falls Sie ein Wohnmobil reserviert haben, holt der Vermieter Sie meist vom Flughafen ab. Oder, noch besser, Sie fahren erst einmal in die Stadt und übernehmen das Fahrzeug am nächsten Morgen - ausgeschlafen für die erste Fahrt mit dem ungewohnten Gefährt.

Auskunft

Auf der deutschsprachigen Website www.canada.travel informiert das Kanadische Fremdenverkehrsamt sehr ausführlich über das Land, Attraktionen und Aktivitäten. Dazu gibt es Gewinnspiele und viele Reiseideen.

Hier finden Sie auch Links zu den einzelnen Provinzen, von denen einige wie etwa Ontario und Nova Scotia eigene Vertretungen in Deutschland haben. Sie verschicken, falls gewünscht, auch Infobroschüren und Karten für die jeweilige Region.

Ontario Informationen

Tel. (*) 01805 526232 (0,14 Euro/Min. - max. 0,42 Euro/Min. aus dem Mobilfunknetz) | info@infokanada.de

Nova Scotia Tourism

Schwarzbachstr 32 | 40822 Mettmann | Tel. 02104 797454 | novascotia@travelmarketing.de

Info-Websites zu Kanada

www.kanada.de, www.parkscanada.ca, weatheroffice.ec.gc.ca, www.bonjourquebec.com, de.ontariotravel.net, www.novascotia.com/deutsch

In Kanada selbst finden Sie überall gut ausgeschilderte Info Centres und Visitors Bureaus, die Ihnen mit Landkarten und detaillierten Tipps weiterhelfen.

Auto

Der nationale Führerschein ist für Reisen bis zu drei Monaten ausreichend. In allen Provinzen besteht Anschnallpflicht. Das Straßennetz ist in gutem Zustand, doch im Norden der Provinzen nur sehr weitmaschig ausgebaut.

Höchstgeschwindigkeit sind auf den Fernstraßen meist 80 oder 100 km/h, in Ortschaften 50 km/h, auf Autobahnen 110 km/h. Verkehrsregeln gelten wie in Europa, es gibt jedoch einige Besonderheiten: An Ampeln darf man auch bei Rot rechts abbiegen (nicht in Montréal), auf mehrspurigen Straßen ist das Rechtsüberholen erlaubt, Schulbusse mit eingeschalteter Warnblinkanlage dürfen aber auf keinen Fall passiert werden, auch nicht aus der Gegenrichtung.

Der kanadische Automobilclub CAA hilft auch Mitgliedern ausländischer Clubs (Ausweis mitnehmen; Notrufnummer: Tel. 800 2224357).

B & B, Ferienwohnungen

Blockhütten am Meer oder in den Wäldern, viktorianische Villen als B-&-B-Frühstückspensionen, City-Apartments und gemütliche Landsitze zum Haustausch: Die Auswahl an Unterkünften jenseits der regulären Hotels ist vielfältig. Sehr leicht und kurzfristig sind B-&-B-Unterkünfte zu bekommen, die oft auch die Infozentren der Orte vermitteln. Zu finden auch unter Websites wie: www.bbcanada.com oder www.canadianbandbguide.ca.

Beliebt sind auch Ferienhäuser oder Wohnungen für eine Woche oder länger, wie sie vor allem in der Muskoka-Seenregion nördlich von Toronto oder am Meer in den Atlantikprovinzen vermietet werden. Zu finden auf Websites wie www.cottagesincanada.com oder www.vrbo.com/vacation-rentals/canada. Und wenn Sie Ihr eigenes Haus in Europa Kanadiern zum Tausch anbieten wollen, werden Sie auf folgenden Seiten fündig: www.homeexchange.com oder www.homelink.org/canada.

Bus & Bahn

Greyhound und mehrere regionale Buslinien (z. B. Voyageur) verbinden alle größeren Orte miteinander. Auskunft (auch zur Netzkarte Discovery Pass) im Reisebüro oder unter www.greyhound.ca.

Per Zug ist Kanada besonders schön auf der legendären Trans-Kanada-Route von Montréal nach Vancouver zu erleben (mehrere Monate vorab reservieren!). Weitere Linien führen von Montréal auf die Gaspé-Halbinsel und nach Halifax. Die Bahngesellschaft VIA-Rail bietet einen Canrailpass für ihr gesamtes Netz und einen Corridorpass für Québec und Ontario. 2010 wurden alle Langstreckenzüge renoviert. Buchung aller Bahnfahrten bei den Vertretungen von VIA-Rail. Für Deutschland: CRD International | Stadthausbrücke 1-3 | 20355 Hamburg | Tel. 040 30061670 | www.viarail.ca, www.crd.de/viarail

Für Österreich: Canadareisen.at | Buchberggasse 34 | A-3400 Klosterneuburg | Tel. 02243 25994 | www.canadareisen.at

Camping & Jugendherberge

Die öffentlichen Campingplätze sind die schönsten: An Seen und in Nationalparks gelegen und mit Feuerstelle, Holzbänken, Wasserpumpe und Plumpsklo einfach ausgestattet, kostet die Nacht dort 10-30 $. Private, luxuriös ausgerüstete Plätze finden Sie am Rand der Städte und außerhalb der Parks (Preise ca. 15-45 $). Wildes Campen ist (außer in den Parks) nicht verboten, wird aber in besiedelten Gebieten nicht gern gesehen.

Die Häuser der Canadian Hostelling Association (Adressverzeichnis: www.hihostels.ca) kosten pro Nacht ab 15 $, manchmal verfügbare Einzel- und Doppelzimmer ab 40 $. In Großstädten können Rucksackreisende auch in den Heimen von YMCA (für Männer) und YWCA (für Frauen) absteigen, auf dem Land gibt es manchmal kleine home hostels.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

1 Waverley St. | Ottawa | ON K2P 0T8 | Tel. 613 2321101 | www.ottawa.diplo.de

Österreichische Botschaft

445 Wilbrod St. | Ottawa | ON K1N 6M7 | Tel. 613 7891444 | www.austro.org

Schweizer Botschaft

5 Marlborough Ave. | Ottawa | ON K1N 8E6 | Tel. 613 2351837 | www.eda.admin.ch/canada

In Notfällen können Sie sich auch an die Generalkonsulate in Montréal oder Toronto wenden.

Einreise

Für Deutsche, Österreicher und Schweizer genügt ein gültiger Reisepass zur Einreise. Auch Abstecher in die USA, etwa nach Detroit oder auf die amerikanische Seite der Niagarafälle, sind ohne US-Visum möglich (maschinenlesbarer Pass nötig, nach Oktober 2006 ausgestellte Pässe mit biometrischen Daten).

Geld & Devisen

Landeswährung ist der kanadische Dollar (= 100 Cents). Es gibt Banknoten zu 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar sowie Münzen zu 1 ¢ (penny), 5 ¢ (nickel), 10 ¢ (dime), 25 ¢ (quarter), 1 $ und 2 $.

Banken sind meist von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Sie lösen Reiseschecks (ausgestellt auf kan $ oder US-$) ein, wechseln aber keine europäischen Währungen. Lediglich an den Flughäfen und in größeren Hotels kann man (zu schlechtem Kurs) ausländische Währungen in Dollar tauschen.

Die Reisekasse sollten Sie auf mehrere Zahlungsmittel verteilen: ca. 100 $ Bargeld für die Ankunft, eine Kreditkarte für den Großteil der täglichen Ausgaben (Visa- oder Mastercard werden überall an Tankstellen, Restaurants etc. akzeptiert) sowie eine EC-Karte, mit der Sie an den meisten Geldautomaten zu günstigem Wechselkurs Bargeld ziehen können. Zur Sicherheit können Sie noch einige Hundert Dollar in Reiseschecks mitnehmen (sie werden überall in Läden und Restaurants akzeptiert, man bekommt als Wechselgeld Bares zurück).

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung in Kanada ist sehr gut - aber teuer. Ein Tag im Hospital kann 1000 $ und mehr kosten. Daher sollten Sie unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Medikamente erhalten Sie in der pharmacy und im drugstore.

Inlandsflüge & Fähren

Air Canada und manche Regionalfluglinien bieten bis zu 40 Prozent verbilligte Tarife für innerkanadische Strecken. Diese Tickets müssen Sie aber bereits vor der Reise in Europa kaufen.

Die meist im Stundentakt verkehrenden Fähren über den St. Lawrence in Québec und nach P. E. I. brauchen Sie nicht vorab zu buchen. Unbedingt zu empfehlen ist dagegen eine möglichst frühzeitige Reservierung für die Autofähren von Sydney/Nova Scotia nach Neufundland und im Sommer von Tobermory nach Manitoulin Island über den Lake Huron (Buchung im Reisebüro und bei allen Kanada-Veranstaltern; Info auch unter www.marine-atlantic.ca und www.ontarioferries.com).

Internet & Wlan

Kanada ist bestens vernetzt. In Hotels kostet der Highspeed-Internetzugang meist ab 10-15 $ pro Tag. Günstiger sind mit 1-3 $ pro 15 Min. die Webcomputer in Coffeeshops wie The Second Cup oder auch in den meisten Waschsalons. In allen öffentlichen Bibliotheken Kanadas können Sie kostenlos oder für geringe Gebühr im Web surfen und Ihre Mails abrufen.

Mit dem eigenen Laptop, internetfähigem Smartphone oder iPad finden Sie in zahlreichen Hotels, Cafés und auch auf öffentlichen Plätzen WLAN (wireless network). Vielfach sind die Netze ebenfalls kostenlos und frei zugänglich, oder man erhält gegen Gebühr das Passwort beim Personal.

Kleidergrössen

Zwar hat Kanada schon vor Jahren auf das metrische Maß umgestellt, doch gerade bei Kleidung und Schuhen findet man häufig die amerikanischen Größen - nicht zuletzt, weil viele Produkte aus den USA kommen.

T-Shirts und Holzfällerhemden gibt es meist nur in small, medium, large und X-large.

Bei Konfektionskleidung heißt es genauer aufpassen. Bei Damen entspricht die US-Größe 6 der deutschen 36 (6 = 36, 8 = 38, 10 = 40, 12 = 42 usw.), bei Herren: 36 = 46, 38 = 48, 40 = 50, 42 = 52, 44 = 54 usw.

Klima & Reisezeit

Abgesehen von der Atlantikküste und dem St.-Lawrence-Tal herrscht in Ostkanada extremes Kontinentalklima, das kalte Winter und heiße Sommer verspricht. Beste Reisezeit (und Hochsaison) ist Mitte Juni bis Ende August. Doch Mai und September sind oft genauso schön - mit sonnigen Tagen und kühlen Nächten. Und im Herbst lockt noch die flammende Laubfärbung des Indian Summer. Zum Motorschlittenfahren und Langlaufen sind Februar/März am besten.

Mietwagen

Mindestmietalter: 21, oft 25 Jahre. Der nationale Führerschein genügt. Auto oder Camper sollten Sie einige Monate vorab buchen. Das ist oft billiger und sicherer, da besonders Wohnmobile im Sommer häufig ausgebucht sind.

Notruf

911 oder operator: 0 wählen.

Öffnungszeiten

Läden sind meist Mo-Sa 9.30-18 Uhr geöffnet, große Malls Mo-Sa 10-21, So 12-17 Uhr und Lebensmittelsupermärkte oft auch abends und am Wochenende, in Großstädten sogar rund um die Uhr. Viele Museen sind montags geschlossen.

Post

Postämter haben Mo-Fr 9-18 und Sa 8-12 Uhr geöffnet. Porto für Luftpostbriefe oder -karten nach Europa: 1,80 $. Aus den Großstädten ist eine Karte etwa 5 Tage unterwegs, aus dem Hinterland 8 bis 9 Tage.

Steuern

Eine Mehrwertsteuer (GST) von 5 Prozent gilt in ganz Kanada. Hinzu kommen regionale Steuern, die wie etwa in Québec wie die GST erst an der Kasse auf den Kaufpreis hinzugerechnet werden. In Ontario und den Atlantikprovinzen sind alle Steuern zu einer Steuer (HST) von 12-15 Prozent zusammengefasst.

Strom

Netzspannung 110 Volt, 60 Hertz. Steckdosenadapter für den (umschaltbaren!) Fön oder Rasierapparat vorab zu Hause besorgen.

Telefon & Handy

Alle Telefonnummern in Kanada sind siebenstellig, dazu kommt für Ferngespräche und in Großstädten mit mehreren Vorwahlen noch eine dreistellige Vorwahl (area code).

Ortsgespräche aus der Telefonzelle kosten 0,25-0,35 $, bei Ferngesprächen gibt nach dem Wählen eine Computerstimme die Gebühr an. Vorsicht: Im Hotel werden oft horrende Aufschläge berechnet! Bei allen Telefonproblemen hilft der operator (0 wählen) weiter, er vermittelt auch R-Gespräche (collect calls). Gebührenfreie Nummern beginnen mit der Vorwahl 800, 866, 877 oder 888; über sie kann man z. B. Hotels oder Touren reservieren.

Vorwahl nach Deutschland: 01149, nach Österreich: 01143, in die Schweiz: 01141. Danach die Ortsvorwahl ohne die erste Null. Vorwahl nach Kanada: 001.

Tri- oder Quad-Band-Handys aus Europa funktionieren auch in Kanada - aber meist nur in den Städten und im Süden der Provinzen (Roaming-Aufpreis bis 2 Euro). Achtung: Bei Smartphones sollten Sie unbedingt die Roaming-Funktion des Internetzugangs ausschalten, sonst können hohe Kosten anfallen.

Preiswerter sind für Sprachanrufe aus der Zelle oder dem Hotel die prepaid phone cards, vor Ort erhältlich an Kiosken und in kleinen Märkten. Bei längerem Aufenthalt lohnt sich für das (entsperrte!) Handy eine Sim-Karte kanadischer GSM-Netzanbieter wie Fido oder Rogers.

Trinkgeld

Im Restaurant ist das Bedienungsgeld nicht inklusive. Lassen Sie daher rund 15-18 Prozent des Rechnungsbetrags als tip auf dem Tisch liegen. Der Kofferträger im Hotel bekommt etwa 1-2 $ pro Gepäckstück.

Zeitzonen

In der Atlantic Standard Time, die für Nova Scotia, P. E. I. und New Brunswick gilt, beträgt der Unterschied zur MEZ -5 Stunden, in Neufundland MEZ -4,5 Stunden. In den Provinzen Québec und Ontario gilt die Eastern Standard Time mit MEZ -6 Stunden. Sommerzeit: vom ersten Aprilsonntag bis zum letzten Oktobersonntag.

Zoll

Pflanzen und frische Lebensmittel dürfen nicht eingeführt werden. Erlaubt sind 200 Zigaretten sowie 1,1 l Spirituosen. Dazu Geschenke bis zu 60 $ pro Empfänger. In die EU zollfrei eingeführt werden dürfen: 1 l Alkohol über 22 Prozent, 200 Zigaretten, 50 g Parfüm oder 250 g Eau de Toilette und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro.

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1. Jan.

Neujahr

März/April

Karfreitag

März/April

Ostermontag

Montag vor dem 25. Mai

Victoria Day, Jour de la Reine

24. Juni

Johannistag (Nationalfeiertag in Québec)

1. Juli

Canada Day, Fête du Canada (Nationalfeiertag)

1. Montag im August

Provinzfeiertag (außer Québec und Neufundland)

1. Montag im September

Labour Day, Fête du Travail (Tag der Arbeit)

2. Montag im Oktober

Thanksgiving, Action de Grâce (Erntedankfest)

11. November

Remembrance Day (Volkstrauertrag)

25./26. Dezember

Christmas, Noël (Weihnachten)

Feste und Festivals

Februar

Québec City: Carnaval du Québec. Große Kostümparade und Bootsrennen auf dem teils zugefrorenen St. Lawrence. www.carnaval.qc.ca

Ottawa: Winterlude. Drei Wochenenden lang Schlittschuhfest mit Eisskulpturen und Schlittenhunderennen

Mai

Ottawa: Canadian Tulip Festival. Konzerte, Paraden und Blütenpracht

Juni

Montréal: Grand Prix du Canada. Am 2. Wochenende Formel-1-Rennen in der Heimat von Jacques Villeneuve; zum Festival International de Jazz Ende des Monats bis Anfang Juli kommen mehr als tausend Künstler aus aller Welt. www.montrealjazzfest.com

Toronto: Pride Week. Drei farbenprächtige Kostümparaden am letzten Wochenende sind die Höhepunkte des großen Schwulenfests. www.pridetoronto.com

Juli

Canada Day am 1. Juli: in ganz Kanada Picknicks, Paraden und Straßenfeste

Antigonish: Highland Games - in der 2. Woche feiern die Schotten Nova Scotias mit Dudelsackmusik und Baumstammwerfen.

Shediac: Fünf Tage dreht sich Mitte des Monats beim Lobster Festival alles um das Krustentier. www.shediaclobsterfestival.ca

Montréal: 14 Tage lang sind beim Lachfestival Juste pour Rire die besten Komiker und Pantomimen der Welt zu erleben. www.hahaha.com

Québec City: Festival d'Été. Zwei Wochen lang Theater und Konzerte, das größte französischsprachige Kulturereignis in Nordamerika

Toronto: Bei der Caribana wird ab Mitte Juli für drei Wochen das karibische Lebensgefühl gefeiert - samt Parade.

August

Manitoulin Island: Wikwemikong Cultural Festival mit Powwow-Tänzen der Ojibwa und Gastgruppen anderer Stämme. www.wikwemikongheritage.org

Caraquet: Die Frankokanadier der Atlantikprovinzen feiern in der 1. Monatshälfte beim Festival Acadien ihre reiche Geschichte.

Toronto: Canadian National Exhibition. Kanadas größter Jahrmarkt findet in der 2. Monatshälfte statt

September

Toronto: Beim International Film Festival zur Mitte des Monats werden alljährlich ca. 300 Filme aus 50 Ländern der Welt vorgestellt. tiff.net

St. Catharines: Niagara Grape and Wine Festival. Mitte des Monats Erntefest mit Weinprobe und Parade. www.niagarawinefestival.com

Oktober

Kitchener: Oktoberfest. Die deutschen Einwanderer richten in der 2. Woche das größte Bierereignis Nordamerikas aus - selbstverständlich mit Original-Blasmusik aus Bayern und Wahl der Miss Oktoberfest. www.oktoberfest.ca

Bloss nicht

In Québec Englisch sprechen

In den Städten Montréal und Québec City hört man überall Englisch. Im Hinterland Québecs aber, besonders im Herzland der Separatisten um Chicoutimi und den Lac Saint-Jean, ist Englisch eine ungeliebte Fremdsprache. Geben Sie sich erst als Europäer zu erkennen, sind Sie in allen Sprachen willkommen.

Entfernungen unterschätzen

Täuschen Sie sich bloß nicht bei den riesigen Dimensionen von Kanada! Besonders im weiten Norden kann ein Fingerbreit auf der Landkarte eine elend lange Tagestour auf scheinbar endlosen Schotterstraßen bedeuten.

Wildniswanderungen ohne Meldung machen

Ob es nur ein Tag, eine Woche oder gar ein ganzer Monat ist, den Sie auf einer Wanderung oder Kanutour in der unberührten Wildnis verbringen wollen: Hinterlassen Sie immer eine kurze Notiz über Ihre Route und die voraussichtliche Zeit der Rückkehr. Beim Kanuvermieter, beim Buschpiloten, der Sie ins Hinterland fliegt, oder beim warden im Nationalpark. Auch jede Polizeistation (RCMP) nimmt solche Meldungen entgegen. Falls tatsächlich mal etwas schiefgehen sollte, kann so ein Suchtrupp losgeschickt werden. Vergessen Sie aber bitte nicht, sich zurückzumelden, wenn Sie wohlbehalten wieder angekommen sind.

An Schulen rasen

Die Verkehrszeichen sind eindeutig: Bei Schulen darf nur 30 km/h gefahren werden. Halten Sie sich daran - nirgendwo sind die Mounties strenger. Juli und August sind Ferien, doch in allen anderen Monaten darf vor Schulen nur im Schneckentempo gefahren werden. Achtung bei Schulbussen mit Warnblinkern. Sie dürfen sie - auch aus der Gegenrichtung - nicht überholen!

Den Mückenschutz vergessen

Wandern Sie bloß nicht leicht bekleidet ohne Moskitomittel im kanadischen Busch - die Mücken haben nur auf Sie gewartet! Ein Fläschchen Off, Muskol oder Cutter bewahrt Sie vor der Gier der Blutsauger.

Rauchen

Das Qualmen in Kanada ist (außer vielleicht in Québec) mittlerweile völlig verpönt - und auch horrend teuer. Rauchen ist generell in allen öffentlichen Gebäuden, Flughäfen und Lokalen verboten. Nur in der hintersten Ecke findet man manchmal noch eine smoking section.

Alkoholisiert Auto fahren

Zwar liegt die Promillegrenze bei 0,8, aber bei einem Unfall wird die Versicherung alle Zahlungen verweigern. Außerdem kennt die Polizei keine Gnade, die Strafen sind drakonisch.

Bücher & Filme

Schatten auf dem Fels

Willa Cather schildert packend die harten Zeiten der französischen Kolonisten in Neufrankreich (2009).

Solomon Gursky war hier

Eine kanadisch-jüdische Familiensaga (1989) aus der Feder des anerkannt besten Satirikers im Lande: Mordecai Richler

Der lange Weg

Joseph Boyden erzählt die Geschichte eines jungen Cree-Indianers, der aus dem Ersten Weltkrieg zurückkommt und durch die Geschichten seiner Tante Niska wieder ins Leben findet (2006)

Die Insel

Autor Alistair Macleod ist in den 1930er-Jahren auf Cape Breton Island aufgewachsen. In packenden Kurzgeschichten (2003) erzählt er von der Insel und ihren Menschen

Kanada - Der Osten

Moderner Bildband (1997) des Fotografen Karl-Heinz Raach und des Autors dieses Reiseführers, Karl Teuschl

Schiffsmeldungen

Ein Fischerhafen in Neufundland spielt Kulisse für diesen Film (2001) von Lasse Hallström über das verkorkste Leben des Dan Quoyle. Auch die Buchvorlage von E. Annie Proulx ist lesenswert

Black Robe - Am Fluss der Irokesen

Film von Bruce Beresford von 1991 über die frühen Tage der Jesuiten im Osten Kanadas. Düster und teilweise brutal, aber sehr authentisch und anrührend

-1-5 °C
2 h/Tag

Fakten

Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 08:25 Uhr

Anreise

8h
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