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Kanada Ost

Check-in

Kanada ist sexy geworden in den letzten Jahren: Es hat coole Metropolen und wilde Natur und tolle Erlebnisse zu bieten. Und die Kanadier sind Vorbilder in vielen Dingen: Sie haben Nationalparks überall in ihrem Riesenland geschaffen, haben ausgezeichnete Schulen und innovative Firmen. Zudem ist die Freundlichkeit und Höflichkeit der Kanadier sprichwörtlich. Alles gute Argumente für eine Reise, oder?

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Exzellente kanadische Kunst und europäische Highlights in einem sehenswerten Bau von Moshe Safdie.
Gepflasterte, winkelige Gassen, steinerne Stadttore und trutzige Bastionen – die mittelalterlich wirkende Altstadt von Québec City entzückt die zahllosen US-amerikanischen Touristen mit ihrem…
Spektakuläre Architektur von Douglas Cardinal am Nordufer des Ottawa River. Es ist das meistbesuchte Museum Kanadas und beherbergt ausgezeichnete und didaktisch gut präsentierte Sammlungen zu den…
Stadtgeschichte mal anders: Nach einer spektakulären multimedialen Einführung durchwandert man unter der Place Royale ein unterirdisches Labyrinth alter Gemäuer, vorbei am ersten Friedhof der Stadt…
Der gewaltige, gut 90 m hohe, rostrote Felsen ist das Wahrzeichen der Halbinsel und ragt ganz im Osten nahe dem Ort Percé aus der Brandung. Bei Ebbe kannst du auf eine Sandbank gehen und die im…
Wahrzeichen der auf steiler Klippe thronenden Haute Ville ist das prächtige, 1924 fertiggestellte Hotel Le Château Frontenac, unter dessen Kupferdächern schon Präsidenten und Könige schliefen.…
Auf einer schmalen Uferterrasse am St.Lawrence liegt die Basse Ville, wo Samuelde Champlain das erste kleine Fort derFranzosen errichtete. In den alten Häusern an der Rue de Petit-Champlain und um…
Absolutes Highlight aber ist eine Bootsfahrt auf dem Western Brook Pond, einem 15 km langen Inlandsfjord, führt an 600 m hohen Klippen vorüber. 45 Minuten Fußweg sind es zum See – und oft sind…

Reisezeit

Januar
mäßig
-5°C
Februar
mäßig
-5°C
März
mittel
2°C
April
gut
10°C
Mai
sehr gut
18°C
Juni
sehr gut
23°C
Juli
gut
26°C
August
gut
25°C
Im Osten Kanadas ganz besonders schön: Der Indian Summer
September
sehr gut
19°C
Im Osten Kanadas ganz besonders schön: Der Indian Summer
Oktober
sehr gut
13°C
November
mittel
5°C
Im Winter kann es zu heftigen Schneestürmen kommen
Dezember
mäßig
-3°C

Die beste Reisezeit für Kanada Ost sind die Monate Mai, Juni, September und Oktober. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 18° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur in den kältesten Monaten bei lediglich -5° Celsius bei durchschnittlich 11 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 11° Celsius und die Nachttemperatur bei 3° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 10 Tagen. Die regenreichsten Monate sind November und Dezember.

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Jede Menge zu entdecken

Die Niagarafälle und der farbenprächtige Indian Summer stehen ganz oben auf der Liste der Attraktionen Ostkanadas. Zu Recht. Zwei absolute Highlights. Doch daneben gibt es in diesem riesigen Land noch viel mehr zu entdecken: einen der höchsten Türme der Welt in Toronto, junge Szeneläden in Montréal, feine Hummerlokale am Atlantik. Auch Aktivurlauber finden im Outdoorland Kanada ihr Paradies: auf Kanutouren durch die stille Seenlandschaft des Algonquin Park, bei Fahrten zu den Leuchttürmen von Nova Scotia, beim Eisberggucken auf Neufundland oder bei einer Strandwanderung zum höchsten Tidenhub der Welt.

Kulturelle Toleranz

Engländer und Franzosen waren die wichtigsten weißen Siedlergruppen, doch auch Deutsche, Italiener, Ukrainer – und in den letzten Jahrzehnten vermehrt Immigranten aus Asien und der Karibik – kamen hinzu. Kanada setzt auf kulturelle Toleranz. Es will kein „Schmelztiegel der Nationen“ wie die USA sein, sondern eine multikulturelle Gesellschaft und versucht, auch die Rechte seiner Ureinwohner, der First Nations, ernst zu nehmen.

Alles ist größer, weiter, wilder

Aus europäischer Sicht sind die Ausmaße dieses Landes schwer zu fassen. Kanada ist mit fast 10 Mio. km2 Fläche das zweitgrößte Land der Erde. Vom Atlantik bis zum Pazifik misst es über 5500 km und umspannt sechs Zeitzonen. Die Osthälfte des Landes ist so groß wie ganz Westeuropa vom Nordkap bis Gibraltar. Allein in die Provinz Québec – mit 1,5 Mio. km2 die größte Provinz Kanadas – würde Deutschland gut viermal hineinpassen, in die nächstkleinere Provinz Ontario (1,1 Mio. km2) immerhin dreimal. Dabei leben nur etwa 37 Mio. Menschen in Kanada – zwei Drittel davon im Osten. Dies bedeutet statistisch eine Bevölkerungsdichte von nur vier Einwohnern je Quadratkilometer – in Mitteleuropa sind es fast hundertmal mehr. Hinzu kommt, dass die meisten Kanadier in einem nur 300 km schmalen Streifen an der südlichen Grenze zu den USA wohnen. Während die oft von Bildern bekannten Rocky Mountains weit im Westen Kanadas liegen, sind es im Osten vor allem die dramatischen Küstenlandschaften und die großen Seenplatten, die beeindrucken. Draußen am Atlantik ragen die steilen Klippen von Labrador und Neufundland aus dem Meer. Die Menschen dort leben in winzigen Fischerdörfern entlang der oft sturmumtosten Küste, vor der im Frühjahr Eisberge vorüberziehen. Oft fährt man hier – sofern es überhaupt Straßen gibt – stundenlang bis zum nächsten Ort. Milder ist das Klima in den Atlantikprovinzen Nova Scotia, Prince Edward Island und New Brunswick. Blitzsaubere Hafenstädtchen liegen dort an der buchtenreichen Felsenküste. Die dicht bewaldeten Bergzüge im Hinterland gehören zum uralten Appalachengebirge, das die Gletscher der Eiszeiten zum sanften Mittelgebirge abgeschliffen haben. Und das von Kartoffeläckern überzogene Prince Edward Island rühmt sich der schönsten und wärmsten Meeresstrände des Landes.

St. Lawrence, das große Einfallstor nach Kanada

Nach Westen hin schließt sich das fruchtbare St.-Lawrence-Tiefland an, früher die Route der Entdecker und Pelzhändler. Dort, in den Provinzen Québec und Ontario, schlägt das wirtschaftliche Herz der Industrienation. Québec City, Montréal, Toronto – wie Perlen reihen sich die Großstädte Kanadas am St. Lawrence und am Lake Ontario aneinander, glänzen mit postmoderner Architektur und buntem Völkergemisch. Nicht zu vergessen die elegante Bundeshauptstadt Ottawa mit ihren zahlreichen Museen und manikürten Parks. Und natürlich die schäumenden Niagarafälle, Ostkanadas weltberühmte Attraktion. Nördlich der Städte und der sattgrünen Farmen des Tieflands beginnt das stille Reich der Granitkuppen und Wälder des Kanadischen Schilds. Wie ein riesiges Hufeisen legt sich das von den Gletschern rundgehobelte, uralte Gestein um die Hudson Bay – eine Region der Seen, der ungebändigten Flüsse und tiefen Wälder, die bis an den Rand der Arktis reicht. So ist der Norden Ontarios und Québecs ein beliebtes Ziel für Angler, Kanufahrer und Wildnisfans.

Vom Kajakfahren bis zum Musicalbesuch

Abenteuer kann man hier viele erleben: ob bei einer Kajakfahrt auf den Flüssen Québecs, beim Wandern auf dem Cabot Trail in Nova Scotia oder mit einem Kanu im Algonquin Park. Man braucht jedoch nicht ständig an die Grenzen der Belastbarkeit zu gehen: Ein Musical in Toronto, ein Plausch im Bistro in Montréal, ein Shoppingbummel in einer der eleganten Malls gehören ebenso zu einer Kanadareise dazu. Auch eine kurze Paddeltour auf einem See in Ontario vermittelt das Gefühl von Freiheit und Weite. Wenn dann das Lagerfeuer knistert und im Abendrot ein Elch im Riedgras des flachen Sees äst, wird der Urlaub zum Traumurlaub.

Gut zu wissen

Anreise

Air Canada und Lufthansa bieten in Kooperation tägliche Nonstop-Flüge ab Frankfurt und München nach Toronto und Montréal an (Flugzeit ca. 8 Stunden). Neufundland ist mit Air Canada via London am schnellsten zu erreichen, ebenso wie Halifax, das im Sommer auch von der Chartergesellschaft Condor angeflogen wird.

Von Flughafen Toronto (YYZ) verkehrt eine Schnellbahn in die City, überall sonst sind Taxis und Airportbusse in die Innenstadt verfügbar. Auch die großen Mietwagenfirmen Avis, Hertz und Alamo/National sind an allen Flughäfen vertreten.

Zeit

– 4,5 bis 6 Stunden Zeitverschiebung

In der Atlantic Standard Time, die für Nova Scotia, Prince Edward Island und New Brunswick gilt, beträgt der Unterschied zur MEZ –5 Stunden, in Neufundland MEZ –4,5 Stunden. In den Provinzen Québec und Ontario gilt die Eastern Standard Time mit MEZ –6 Stunden. Sommerzeit: vom zweiten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im November. 

Auskunft

Auf der deutschsprachigen Website keepexploring.de informiert Destination Canada, das Kanadische Fremdenverkehrsamt, mit vielen Links über Regionen, Attraktionen und Aktivitäten.

Einzelne Provinzen haben ebenfalls deutsche Websites:

Nova Scotia: novascotia.com/de

Ontario: ontariotravel.net/ger/home

Einreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen zur Einreise nach Kanada einen gültigen maschinenlesbaren Reisepass sowie eine Electronic Travel Authorization (ETA, gültig für 5 Jahre) – erhältlich für 7$ unter canada.ca/eta. Abstecher in die USA, etwa nach Detroit oder auf die amerikanische Seite der Niagarafälle, sind ohne US-Visum möglich. Achtung: Kinder dürfen nicht im Pass der Eltern eingetragen sein, sondern brauchen für die USA einen eigenen Reisepass.

Strom

Adapter Typ A und B

Netzspannung 110 Volt, 60 Hertz. Steckdosenadapter für Handy/Tablet und den (umschaltbaren!) Föhn oder Rasierapparat vorab zu Hause besorgen. 

Klima & Reisezeit

Abgesehen von der Atlantikküste und dem St.-Lawrence-Tal herrscht in Ostkanada extremes Kontinentalklima, was kalte Winter und heiße Sommer verspricht. Beste Reisezeit (und Hochsaison) ist von Mitte Juni bis Ende August. Doch Mai und September sind oft genauso schön – mit sonnigen Tagen und kühlen Nächten. Zu Anfang Oktober lockt die flammende Laubfärbung des Indian Summer. 

Handy

Tri- oder Quad-Band-Handys aus Europa funktionieren in den Städten und im Süden der Provinzen gut (teils hohe Roaming-Gebüren), im Hinterland Kanadas ist das Netz oft sehr weitmaschig. Eine Nachfrage vorab lohnt sich: Mobilfunkanbieter bieten vielfach Urlaubssondertarife oder Zubuchoptionen für Daten an.

Günstig für Anrufe vom Münztelefon und aus dem Hotel ist eine prepaid long distance phone card, vor Ort erhältlich an Tankstellen und Grocery-Märkten. Bei längerem Aufenthalt lohnt es sich, für das (entsperrte!) Handy eine kanadische SIM-Karte zu kaufen.

Telefonnummern

Alle Telefonnummern in Kanada sind 10-stellig, eine 3-stellige Vorwahl (area code) plus eine siebenstellige Nummer. Für Ferngespräche muss man zusätzlich eine 1 vorab wählen. Telefonzellen gibt es fast nur noch an Flughäfen, in Malls und Hotels. Ortsgespräche vom Münzfernsprecher kosten 1–2 $, bei Ferngesprächen wird nach dem Wählen die Gebühr angesagt. Vorsicht: Im Hotel werden oft horrende Aufschläge berechnet! Bei allen Telefonproblemen hilft der operator (0 wählen) weiter. Gebührenfreie Nummern beginnen mit der Vorwahl 800, 866, 877 oder 888.

Vorwahl nach Deutschland: 01 149, nach Österreich: 01 143, in die Schweiz: 01 141. Danach die Ortsvorwahl ohne die erste Null. Vorwahl nach Kanada: 001. 

Zoll

Pflanzen und frische Lebensmittel dürfen nicht eingeführt werden. Erlaubt sind 200 Zigaretten sowie 1,1 l Spirituosen. Dazu Geschenke im Wert bis zu 60 $ pro Empfänger. In die EU zollfrei eingeführt werden dürfen: 1 l Alkohol über 22 Prozent, 200 Zigaretten, 50 g Parfüm oder 250 g Eau de Toilette und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro (Schweiz 300 Franken). 

Autofahren

Das Mindestalter zum Mieten eines Fahrzeugs ist 21, oft auch 25 Jahre. Der nationale Führerschein reicht für Reisen bis zu drei Monaten aus. In allen Provinzen besteht Anschnallpflicht. Das Straßennetz ist in gutem Zustand, doch im Norden der Provinzen nur sehr weitmaschig ausgebaut.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf den Fernstraßen meist 80km/h oder 100km/h, in Ortschaften 50 km/h, auf Autobahnen 110 km/h.

Die Verkehrsregeln sind ähnlich wie in Europa, es gibt jedoch einige Besonderheiten: An Ampeln darf man auch bei Rot rechts abbiegen (nicht in Montréal), auf mehrspurigen Straßen ist das Rechtsüberholen erlaubt, Schulbusse mit eingeschalteter Warnblinkanlage dürfen aber auf keinen Fall passiert werden, noch nicht einmal aus der Gegenrichtung! Die Promillegrenze liegt bei 0,8. 

Mietwagen

Mietwagen oder Camper bucht man am besten schon einige Monate vorab im Reisebüro. Dies ist meist billiger und sicherer als die Suche vor Ort, da dann Steuern und Versicherungen im Preis inklusive sind. Auch sind Wohnmobile zur Hochsaison häufig ausgebucht. Bei Einwegstrecken fallen oft hohe Rückführgebühren an.

Achtung: Bei Pannen oder Unfällen sollte man sich umgehend mit der Vermietungsfirma in Verbindung setzen, die dann Reparatur oder Ersatzwagen organisiert. 

Inlandsflüge & Fähren

Inlandsstrecken kann man oft günstig bereits im Transatlantikticket mitbuchen. Daneben bieten Air Canada und Regionalfluglinien häufig bei Internet-Sales verbilligte Tarife für innerkanadische Strecken.

Die meist im Stundentakt verkehrenden Fähren über den St. Lawrence in Québec und nach P. E. I. braucht man nicht vorab zu buchen. Unbedingt zu empfehlen ist dagegen eine möglichst frühzeitige Reservierung für die Autofähren von Sydney/Nova Scotia nach Neufundland und im Sommer von Tobermory nach Manitoulin Island über den Lake Huron: marineatlantic.ca und ontarioferries.com 

Bus & Bahn

Regionale Buslinien wie Greyhound, Megabus und Maritime Bus verbinden alle größeren Orte miteinander. Auskunft über Preise und Fahrpläne auf den Websites der Firmen.

Per Zug ist Kanada besonders schön auf der legendären Trans-Kanada-Route von Toronto nach Vancouver zu erleben (mehrere Monate vorab reservieren!). Weitere Linien führen von Montréal auf die Gaspé-Halbinsel und nach Halifax. Die Bahngesellschaft VIA-Rail (viarail.ca) bietet einen Canrailpass für ihr gesamtes Netz und einen Corridorpass für Québec und Ontario.

Buchung und Info bei den Vertretungen von VIA-Rail für Deutschland/ Schweiz: CRD International | Große Elbstr. 68 | 22767 Hamburg | Tel. 040 30061670 | crd.de

Für Österreich: Canadareisen.at | Buchberggasse 34 | 3400 Klosterneuburg | Tel. 02243 25994 | canadareisen.at 

B&B/Ferienhäuser

Blockhütten in den Wäldern, B&Bs, Apartments und gemütliche Landsitze: Die Auswahl an Unterkünften jenseits der regulären Hotels ist vielfältig. B-&-B-Unterkünfte sind gut auf airbnb.de oder auf bbcanada.com zu buchen.

Eine gute Auswahl an Ferienhäusern oder Apartments findet man auf Websites wie cottagesincanada.com oder vrbo.com. 

Camping & Hostels

Die öffentlichen Campingplätze sind die schönsten: An Seen und in Naturparks gelegen und mit Feuerstelle, Holzbänken, Wasserpumpe und Plumpsklo einfach ausgestattet, kostet die Nacht dort 10–40 $. Private, luxuriös ausgerüstete Plätze findet man am Rand der Städte und der Parks (Preise ca. 20–70 $). Campingplätze in Nationalparks kann man vorab reservieren unter reservation.pc.gc.ca.

Die Websites hihostels.ca und hostelworld.com geben Auskunft über Jugendherbergen, die allerdings in Kanada nicht sehr dicht gesät sind. 

Geld & Kreditkarten

Landeswährung ist der kanadische Dollar (= 100 Cents). Es gibt Banknoten zu 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar sowie Münzen zu 1¢ (penny), 5¢ (nickel), 10¢ (dime), 25¢ (quarter), 1$ und 2$.

Europäische Währungen kann man (zu schlechtem Kurs) meist nur an den Flughäfen und in größeren Hotels in Dollar tauschen, nicht in Banken. Günstiger ist es, mit der EC-Karte Bargeld zu ziehen, was an den meisten Geldautomaten der größeren Banken möglich ist. Aktueller Umtauschkurs und Währungsrechner: xe.com

Die Reisekasse verteilt man am besten auf mehrere Zahlungsmittel: ca. 100 $ Bargeld für die Ankunft, eine Kreditkarte für den Großteil der täglichen Ausgaben (Visa- oder Mastercard werden überall an Tankstellen, Restaurants etc. akzeptiert) sowie eine EC-Karte. Zur Sicherheit kann man noch einige Hundert Dollar in Reiseschecks mitnehmen.

Internet & WLAN

Kanada ist bestens vernetzt. In Hotels und Motels ist der Internetzugang oft frei, nur Luxushotels verlangen Gebühren für ultraschnelles Internet. Oft gibt es einen kostenlos zu nutzenden Computer in der Lobby. Für den eigenen Laptop findet man in vielen Coffeeshops WLAN (in Kanada heißt es Wifi), teils kostenlos, teils bekommt man gegen Gebühr das Passwort beim Personal. 

Trinkgeld

Im Restaurant ist das Bedienungsgeld nicht inklusive. Man gibt daher rund 15–18 Prozent des Rechnungsbetrags als tip. Der Kofferträger im Hotel bekommt etwa 1-2 $ pro Gepäckstück.

Öffnungszeiten

Läden sind meist Mo–Sa 9.30–18 Uhr geöffnet, die großen Malls Mo–Sa 10–21, So 12–17 Uhr, Lebensmittelsupermärkte oft auch abends und am Wochenende. Viele Museen bleiben montags geschlossen. 

Post

Postämter haben Mo–Fr 9–18 und Sa 8–12 Uhr geöffnet, dazu findet man Poststationen häufig auch in Drugstores. Porto für Luftpostbriefe oder -karten nach Europa: 2,50 $. Aus den Großstädten ist eine Karte etwa fünf Tage unterwegs, aus dem Hinterland acht Tage. 

Kleidergrößen

T-Shirts und Holzfällerhemden gibt es meist nur in small, medium, large und X-large. 

Bei anderer Kleidung heißt es genauer aufpassen. Bei Damen entspricht die US-Größe 6 der deutschen 36 (6 = 36, 8 = 38, 10 = 40, 12 = 42 usw.), bei Herren: 36 = 46, 38 = 48, 40 = 50, 42 = 52, 44 = 54 usw. 

Alkohol/Marihuana

Die Altersgrenze für Alkohol ist in den meisten Provinzen 19, in Québec 18 Jahre. In Supermärkten wird teils Bier und Wein verkauft, härteren Alkohol gibt es nur in speziellen Liquor Stores. Dieselben Altersgrenzen und ähnliche Beschränkungen im Verkauf gelten auch für den privaten Konsum von Marihuana, der seit 2018 in Kanada erlaubt ist. Andere Drogen sind in Kanada weiterhin strikt verboten. 

Rauchen

Ist verpönt – und horrend teuer. In allen öffentlichen Gebäuden, Flughäfen und Lokalen ist Rauchen verboten. 

Notruf

911 oder operator: 0

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung ist sehr gut, aber teuer. Als Ausländer ist man beim Arzt oder im Krankenhaus grundsätzlich Privatpatient. Daher ist eine Auslandskrankenversicherung unbedingt anzuraten. Medikamente gibt es in der pharmacy und im drugstore.

Diplomatische Vertretungen

In Notfällen kann man sich auch an die Generalkonsulate in Montréal oder Toronto wenden.

Deutsche Botschaft

1 Waverley St. | Ottawa | ON K2P 0T8 | Tel. 613 2321101 | canada.diplo.de

Österreichisches Botschaft

445 Wilbrod St. | Ottawa | ON K1N 6M7 | Tel. 613 7891444 | austro.org

Schweizer Botschaft

5 Marlborough Ave. | Ottawa | ON K1N 8E6 | Tel. 613 2351837 | eda.admin.ch/ottawa

Steuern

Eine Mehrwertsteuer (GST) von 5 Prozent gilt in ganz Kanada. Hinzu kommen Hotelsteuern und regionale Abgaben. Alle Steuern werden erst an der Kasse auf den Kaufpreis berechnet! In Ontario und den Atlantikprovinzen sind alle Steuern zu einer Steuer (HST) von 12–15 Prozent zusammengefasst.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

New Year’s Day, Jour de l’An

März/April

Karfreitag, Ostermontag

Montag vor dem 25. Mai

Victoria Day, Jour de la Reine

24. Juni

Fête de la Saint-Jean-Baptiste (Nationalfeiertag in Québec)

1. Juli

Canada Day, Fête du Canada

1. Montag im August

Provinzfeiertag (außer Québec und Neufundland)

1. Montag im September

Labour Day, Fête du Travail

2. Montag im Oktober

Thanksgiving, Action de Grâce

11. November

Remembrance Day, Jour du Souvenir

25./26. Dezember

Christmas, Noël

Veranstaltungen

Februar

Carnaval du Québec: Bootsrennen auf dem teils zugefrorenen St. Lawrence, carnaval.qc.ca

Mai

Canadian Tulip Festival (Ottawa), tulipfestival.ca

Juni

Grand Prix du Canada (Montréal), gpcanada.ca

Pride Week (Toronto), pridetoronto.com

Festival International de Jazz (Montréal): Über tausend Künstler aus aller Welt, montrealjazzfest.com 

Juli

Lobster Festival (Shediac), shediaclobsterfestival.ca

Elvis Festival (Collingwood), collingwoodfestival.com

Bluesfest (Ottawa), ottawabluesfest.ca

Juste pour Rire (Montréal): Festival der Comedy-Stars, hahaha.com

Festival d‘Été (Québec City): Französische Kultur in Nordamerika, feq.ca

Caribana (Toronto): Parade mit Karibik-Feeling, caribanatoronto.com

August

Veld Music Festival (Toronto), veldmusicfestival.com

Wikwemikong Cultural Festival (Manitoulin Island): Powwow-Tänze der Ojibwa, wikwemikongheritage.org

Festival Acadien (Caraquet): Fest der Frankokanadier, festivalacadien.ca

Canadian National Exhibition (Toronto): Riesen-Jahrmarkt, theex.com

September

International Film Festival (Toronto), tiff.net

Niagara Grape and Wine Festival (St. Catharines), niagarawinefestival.com

Oktober

Oktoberfest (Kitchener): Das größte Bierereignis Nordamerikas, oktoberfest.ca

Bloss nicht!

Den Mückenschutz vergessen

Wandern im kanadischen Busch kann schrecklich enden – die Mücken warten nur auf neue Opfer! Ein Fläschchen Off, Muskol oder Cutter bewahrt vor der Gier der Blutsauger. Wenigstens übertragen die surrenden Monster keine Krankheiten. 

Entfernungen unterschätzen

Täuscht euch bloß nicht bei den riesigen Dimensionen Kanadas! Besonders im weiten Norden kann ein Fingerbreit auf der Landkarte eine elend lange Tagestour auf scheinbar endlosen Schotterstraßen bedeuten. 

Alkoholisiert Auto fahren

Zwar liegt die Promillegrenze bei 0,8, aber bei einem Unfall wird die Versicherung alle Zahlungen verweigern. Außerdem kennt die Polizei keine Gnade, die Strafen sind drakonisch – auch bei unsicherem Fahren unter 0,8.

An Schulen rasen

Die Verkehrszeichen sind eindeutig: Vor Schulen darf nur 30 km/h gefahren werden. Und man hält sich besser daran – nirgendwo sind die Mounties strenger. Juli und August sind Ferien, doch sonst gilt vor Schulen absolutes Schneckentempo. Achtung auch bei Schulbussen mit roten Warnblinkern. Stopp, sie dürfen nicht passiert werden – auch aus der Gegenrichtung! 

Sorglos durchs Watt stiefeln

Dem Atlantik darf man nie den Rücken zukehren, heißt es. Stimmt, an Felsküsten können jederzeit freak waves auftreten. Achtung an der Bay of Fundy: Bei 15 m Gezeitenunterschied kommt die Flut mit Radfahrtempo – fatal für unvorsichtige Wattwanderer.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Schatten auf dem Fels 

Willa Cather schildert in ihrem 2009 erschiener Doku-Roman packend die harten Zeiten der französischen Kolonisten in Neufrankreich. Nonnen und Prostituierte, Siedler, Trapper und Sträflinge sind die Figuren – liebevoll gezeichnet, aber auch verstörend.

Der lange Weg

Der Autor Joseph Boyden ist selbst ein Ureinwohner Kanadas. Er erzählt die Geschichte eines jungen Cree-Indianers, der aus dem Krieg zurückkommt und durch die Geschichten seiner Tante Niska wieder ins Leben findet.

Film

Take This Waltz 

Die kanadische Indie-Regisseurin Sarah Polley zeichnet in ihrem Film von 2013 das Bild einer Dreiecksbeziehung in Toronto, kitschfrei und sehr poetisch.

Maudie 

Maud Dowley wächst in den 1930ern in einem abgelegenen Dorf in Nova Scotia auf. Trotz schwerer Arthritis und hartem Alltag wird sie eine begnadete naive Malerin. Der Film, der 2017 in Europa anlief, zeigt ein anrührendes Porträt. Ihr kleines Haus, das sie innen bemalte, steht heute in der Art Gallery of Nova Scotia in Halifax.

-10--3 °C
2 h/Tag

Fakten

Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 14:56 Uhr

Anreise

8h
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