Irland

Überblick

Willkommen in Irland!

Was Irland so liebenswert macht, sind neben den kontaktfreudigen Menschen die Naturschönheiten. Die Insel besitzt ungezählte prähistorische und mittelalterliche Kulturschätze: mystische Kraftorte, an denen Druidensteine in den Himmel ragen, frühzeitliche Grabkammern und Ruinen namenloser Burgen aus der Normannenzeit. Zu den herausragenden vorgeschichtlichen Zeugnissen gehören Dun Aengus, ein Steinfort auf den Aran-Inseln, sowie eine rund 5000 Jahre alte Grabkammer in Newgrange in der Grafschaft Meath. Die frühe Christianisierung hinterließ ihre Spuren mit Hochkreuzen, Rundtürmen und Klosteranlagen. So entstand um 1000 n. Chr. die Klostersiedlung in Glendalough (Grafschaft Wicklow), aus dem 8. Jh. stammt das Gallarus Oratory, ein Gebetshaus auf der Dingle-Halbinsel.

An den schönsten Stellen des Landes erbauten britische Adlige einst ihre mansion houses, herrliche Landsitze, die im Lauf der Zeit mit der sie umgebenden Landschaft gleichsam zusammenwuchsen. Typisch sind ihre von Efeu und Wein umrankten Eingangsportale, ihre hohen Sprossenfenster, ihre bruchsteingemauerten Stallungen und turmgekrönten Wächterhäuschen sowie ihre Wintergärten in viktorianischem Stil. Viele der Herrenhäuser, Burgen und Schlösser haben heute ihre Tore einem zahlenden Publikum geöffnet, dienen als Restaurants oder Hotels. Originalgetreu ist meist das Interieur: mannshohe offene Kamine, holzgetäfelte Bibliotheken, sanft geschwungene Freitreppen sowie mit Antiquitäten ausgestattete Zimmer.

Eine Reise nach Irland konfrontiert auch mit einem anderen Zeitbegriff. „Als Gott die Zeit machte, hat er genug davon gemacht“, schrieb bereits Heinrich Böll in seinem „Irischen Tagebuch“. Was nichts anderes heißen soll, als dass man Gelassenheit üben sollte. Zum Beispiel, wenn der Schiffsverkehr auf eine kleine Insel erst am nächsten Tag wieder aufgenommen wird oder wenn es regnet und der geplante Ausflug buchstäblich ins Wasser fällt. Besonders schön ist Irland im Frühjahr: Dann leuchten riesige Rhododendronbüsche, ausgedehnte Fuchsienhaine und sattgrüne Wiesen. Vogelkolonien brüten an den Steilküsten, der Zauber des Lichts entzieht sich jeder Beschreibung. Die Westküste zieht die meisten Besucher an. Im Süden beeindruckt der Ring of Kerry, eine atemraubende Straße am Meer, sicher eine der schönsten Routen Irlands. Die Küste im mittleren Westen zeigt sich rau mit ihren Kliffen und Bergen aus Granit und Quarz. Im Osten gibt es Dünenstrände und mit Heide bewachsene Hochplateaus. Der Nordwesten wiederum ist Gaeltacht-Gebiet – Gaeltacht bezeichnet jene Regionen, in denen irisches Gälisch die offizielle Sprache ist: Wo Sie auf die karge Schönheit der Hochmoore und der unerschlossenen Bergwelt treffen, heißt es: Failte go Eireann – Willkommen in Irland.

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Die Wintermonate eignen sich aufgrund der Temperaturen und des Niederschlags eher für einen Städtetrip
Januar
mäßig
8°C
Februar
mittel
8°C
St. Patrick's Day
März
gut
10°C
April
gut
12°C
Mai
sehr gut
15°C
Juni
sehr gut
18°C
Juli
sehr gut
20°C
August
sehr gut
19°C
September
gut
17°C
Oktober
gut
14°C
Die Wintermonate eignen sich aufgrund der Temperaturen und des Niederschlags eher für einen Städtetrip
November
mittel
10°C
Die Wintermonate eignen sich aufgrund der Temperaturen und des Niederschlags eher für einen Städtetrip
Dezember
mäßig
8°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Montag / 24.02.2020
Vormittags
10 °C
Nachmittags
8 °C
Abends
4 °C
Dienstag / 25.02.2020
Vormittags
4 °C
Nachmittags
4 °C
Abends
2 °C
Mittwoch / 26.02.2020
Vormittags
3 °C
Nachmittags
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Abends
2 °C
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Anreise

17h 2min
1d 4h 16min
2h 5min
Frankfurt am Main
Irland
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Auftakt

Entdecken Sie Irland!

So mancher Smalltalk beginnt in Irland mit dem Standardthema Wetter. Die Bemerkung „Isn't it a nice day today“ ist nicht nur der perfekte Einstieg für die stets zu einem Gespräch aufgelegen Einheimischen, sondern zeigt auch ihre ziemliche Robustheit in puncto Wetter. Wenn selbst an einem düsteren, wolkenverhangenen Morgen von einem herrlichen Tag gesprochen, wundert es einen nicht, dass auf der Grünen Insel die Schulkinder der mitunter grimmigen Kälte der Wintermonate unverdrossen Kniestrümpfe und Röcke entgegensetzen. Das wechselhafte Wetter, so heißt es pragmatisch, habe viel Gutes, und im Pub regne es schließlich auch nicht.

Eindrucksvoll ist bereits das Vokabular, mit dem auf der Insel zwischen der Größe der Regentropfen und dem dazu wehenden Wind differenziert wird. Der Wetterbericht kennt Dutzende von Bezeichnungen für Regen. „Fein zerstäubter Nieselregen“, für den es im Gälischen sogar eine eigene Bezeichnung gibt, ist jedenfalls mit verantwortlich dafür, dass Irland so herrlich grün ist. Wie ein moosgrüner Stein liegt die Insel vor der Nordwestküste Europas im Meer. Windumtoste Küsten, karge Hochebenen und üppige Vegetation bilden eine einmalige Naturlandschaft. Wer auf zum Teil holprigen und engen Straßen über die Insel fährt, stellt fest, dass die viel besungenen forty shades of green (40 Grün-Schattierungen) alles andere als ein Klischee sind. Der rasche Wechsel von Regen und Sonne sorgt zudem für die vielen Regenbögen.

Wechselhaft war auch während der letzten Jahre die Wirtschaftslage. Bis zum EU-Beitritt 1973 galt Irland als Armenhaus Europas, seit Mitte der 1990er-Jahre erlebte das Land einen Wirtschaftsboom, der ihm zum Beinamen „keltischer Tiger“ verhalf und zu einem der reichsten Länder der EU werden ließt. Seit 2008 geht es wieder rasant auf Talfahrt. Anfang 2011 half nur noch eine Milliardenspritze der EU. Von der Weltwirtschaftskrise ist Irland in besonders starkem Maße betroffen, u. a. durch den Zusammenbruch der lokalen Bauwirtschaft sowie durch einen drastischen Rückgang an Exporten. Die Arbeitslosigkeit steigt, und immer mehr Bevölkerungsgruppen sind von Armut bedroht. Einen absoluten Tiefpunkt erreichte die öffentliche Stimmung, als eine Untersuchungskommission aufdeckte, dass Priester und Bischöfe der römisch-katholischen Kirche über Jahrzehnte hinweg Kinder und Jugendliche misshandelt und sexuell missbraucht hatten. Zehntausende von Fällen kamen ans Tageslicht – für die mehrheitlich katholische Bevölkerung ein Schock.

Ein weiterer, schon lange schwelender und immer wieder ausbrechender Konfliktherd liegt in Nordirland. Nach der Teilung des Landes (1921) begannen die blutigen Unruhen, und die Anschläge der IRA (Irish Republican Army) dehnten sich auf London und das europäische Festland aus. Erst 1998 schien sich mit dem Karfreitagsabkommen, das für Nordirland Autonomie und im Gegenzug eine Entwaffung der IRA vorsah, eine friedliche Lösung abzuzeichnen. 2005 entschied sich die Führung der IRA für die Einstellung des bewaffneten Kampfes. Doch der Frieden in Nordirland ist noch eine zarte Pflanze.

Als Therapie gegen deprimierende Nachrichten müssen, wie seit jeher, die Gespräche im Pub herhalten. Hier steht der mit Tattoos übersäte Bauarbeiter genauso am Tresen wie der Bankangestellte im gebügelten Designerhemd. Näher kommt man sich auch beim Sport: Besonders gern wird Golf gespielt – ein Sport, dem auf der Insel nichts Elitäres anhaftet – und pitch and putt, eine Miniversion des Golf. Hunderte von Plätzen gibt es in Irland. Die meisten bestechen durch ihre üppig grüne Vegetation, manche beeindrucken auch durch ihre Traumlage mit Blick auf das tosende Meer und raue Klippen.

Eine generations- und schichtenübergreifende Leidenschaft ist das Wetten. Windhundrennen (greyhound races) sind für so manchen Dubliner die liebste Freizeitgestaltung. Zu den abendlichen Veranstaltungen auf der Hunderennbahn von Shelbourne Park drängen sich Alt und Jung, Männer im Cordanzug und Schiebermütze, Jugendliche in weiten Jogginghosen und schick herausgeputzte Frauen in Begleitung ihrer Freundinnen. Noch vor wenigen Jahrzehnten galten Pferderennen und -wetten als Domäne wohlhabender Bevölkerungsgruppen, Hunderennen verband man damals mit dem Arbeitermilieu. Noch eine andere Tradition hat Bestand: Lieblingsvergnügen vieler auf dem Land lebender Frauen ist nach wie vor Bingo.

Was Irland so liebenswert macht, sind neben den kontaktfreudigen Menschen die Naturschönheiten. Die Insel besitzt ungezählte prähistorische und mittelalterliche Kulturschätze: mystische Kraftorte, an denen Druidensteine in den Himmel ragen, frühzeitliche Grabkammern und Ruinen namenloser Burgen aus der Normannenzeit. Zu den herausragenden vorgeschichtlichen Zeugnissen gehören Dun Aengus, ein Steinfort auf den Aran-Inseln, sowie eine rund 5000 Jahre alte Grabkammer in Newgrange in der Grafschaft Meath. Jedes Jahr am 21. Dezember offenbart sich hier ein magisches Lichtspiel, wenn durch eine geschickt angebrachte Öffnung Sonnenstrahlen in das Innere der Anlage fallen. Die frühe Christianisierung hinterließ ihre Spuren mit Hochkreuzen, Rundtürmen und Klosteranlagen. So entstand um 1000 n. Chr. die Klostersiedlung in Glendalough (Grafschaft Wicklow), aus dem 8. Jh. stammt das Gallarus Oratory, ein Gebetshaus auf der Dingle-Halbinsel.

An den schönsten Stellen des Landes erbauten britische Adlige einst ihre mansion houses, herrliche Landsitze, die im Lauf der Zeit mit der sie umgebenden Landschaft gleichsam zusammenwuchsen. Typisch sind ihre von Efeu und Wein umrankten Eingangsportale, ihre hohen Sprossenfenster, ihre bruchsteingemauerten Stallungen und turmgekrönten Wächterhäuschen sowie ihre Wintergärten in viktorianischem Stil. Viele der Herrenhäuser, Burgen und Schlösser haben heute ihre Tore einem zahlenden Publikum geöffnet, dienen als Restaurants oder Hotels. Originalgetreu ist meist das Interieur: mannshohe offene Kamine, holzgetäfelte Bibliotheken, sanft geschwungene Freitreppen sowie mit Antiquitäten ausgestattete Zimmer.

Eine Reise nach Irland konfrontiert auch mit einem anderen Zeitbegriff. „Als Gott die Zeit machte, hat er genug davon gemacht“, schrieb bereits Heinrich Böll in seinem „Irischen Tagebuch“. Was nichts anderes heißen soll, als dass man Gelassenheit üben sollte. Zum Beispiel, wenn der Schiffsverkehr auf eine kleine Insel erst am nächsten Tag wieder aufgenommen wird oder wenn es regnet und der geplante Ausflug buchstäblich ins Wasser fällt. Besonders schön ist Irland im Frühjahr: Dann leuchten riesige Rhododendronbüsche, ausgedehnte Fuchsienhaine und sattgrüne Wiesen. Vogelkolonien brüten an den Steilküsten, der Zauber des Lichts entzieht sich jeder Beschreibung. Die Westküste zieht die meisten Besucher an. Im Süden beeindruckt der Ring of Kerry, eine atemraubende Straße am Meer, sicher eine der schönsten Routen Irlands. Die Küste im mittleren Westen zeigt sich rau mit ihren Kliffen und Bergen aus Granit und Quarz. Im Osten gibt es Dünenstrände und mit Heide bewachsene Hochplateaus. Der Nordwesten wiederum ist Gaeltacht-Gebiet – Gaeltacht bezeichnet jene Regionen, in denen irisches Gälisch die offizielle Sprache ist: Wo Sie auf die karge Schönheit der Hochmoore und der unerschlossenen Bergwelt treffen, heißt es: Failte go Eireann – Willkommen in Irland.

Praktische Hinweise

Anreise

Die Fähren ab Cherbourg oder Roscoff fahren auf direktem Weg nach Irland (Rosslare): Fahrtdauer ca. 20 Std., Preise: 400–900 Euro für einen Pkw mit zwei Personen (retour) inkl. Kabinenkosten (www.irish-ferries.de). Brittany Ferries (www.brittanyferries.ie) verkehrt von April–Okt. wöchentlich von Roscoff nach Cork (15 Std.).

Der Landweg über Großbritannien führt durch den Eurotunnel (Pkw inkl. Insassen 91–279 Euro), dann mit der Fähre nach Irland (z. B. Holyhead-Dun Laoghaire ab 320 Euro retour). Sie können auch mit Fähren von Belgien bzw. Frankreich aus fahren: z. B. von Ostende oder Calais nach Dover (Dauer 1,5–3 Std.), dann mit dem Auto an die Westküste, dort von Fishguard oder Pembroke nach Rosslare oder von oder Holyhead nach Dun Laoghaire (Dauer: 2–4 Std., Preise: Pkw inkl. 2 Personen für beide Fähren ab 450 Euro retour). www.irlandfaehre.de

Preiswert fliegt Ryanair (www.ryanair.com) von Hahn (Hunsrück) nach Dublin und Kerry, von Berlin und Köln/Bonn nach Dublin und von Weeze (Niederrhein) nach Kerry. Tuifly (www.tuifly.com) und German Wings (www.germanwings.com) verkehren von Köln/Bonn nach Dublin. Aer Lingus (www.aerlingus.com) bietet Direktflüge von München nach Cork und von fünf deutschen Flughäfen sowie von Wien, Genf und Zürich aus nach Dublin, von dort inländische Anschlüsse mit Aer Arann (www.aerarann.com). Condor (www.condor.de) fliegt von Berlin nach Dublin. Lufthansa (www.lufthansa.com) verkehrt von Frankfurt nach Dublin: Swiss (www.swiss.com) von Zürich nach Dublin. Sondertarife für Hin- und Rückflug ab 100 Euro.

Vom Dubliner Flughafen ins Dubliner Zentrum brauchen die Linienbusse Nr. 41, 16 A und 46 X (2,20 Euro) mit vielen Stopps ca. 25–45 Min., Expressbuse Nr. 747 und Nr. 748 (6 Euro, Airlink) ca. 20–30 Min.; nachts fahren die Busse 33 N und 41 N ins Zentrum und zu den Bahnhöfen (4 Euro). Taxi vom Flughafen ins Zentrum: 17–20 Euro, ca. 15–25 Min.

Auskunft
Irland Information Tourism Ireland

DeutschlandGutleutstraße3260329069 66800950www.discoverireland.com/de

ÖsterreichRotenturmstraße16-18101001 501596000www.entdeckeirland.at

Schweiz044 2104153www.discoverireland.ch

Gute Informationen vor Reiseantritt bieten neben der offiziellen Website des Fremdenverkehrsamts www.discoverireland.com auch die Websites www.gruene-insel.de und www. irish-net.de.

Auto

In Irland herrscht Linksverkehr. Kreisverkehr hat Vorfahrt. Die Höchstgeschwindigkeit in Orten ist 50 km/h, auf Landstraßen 100 km/h. Regionale Landstraßen sind teilweise sehr schmal. Die Promillegrenze liegt bei 0,8. In Irland benötigen EU-Bürger nur den nationalen oder EU-Führerschein. Bußgelder (z. B. bei Alkohol am Steuer, Tempoüberschreitung, falschem Parken) sind sehr hoch, ein Überschreiten der Promillegrenze kostet ab 1270 Euro. Auf Kreuzungen gemalte gelbe Gitter bedeuten: Kreuzung frei halten!

Banken & Kreditkarten

Öffnungszeiten der Banken: Mo–Fr 10–12.30, 13.30–15 Uhr bzw. bis 17 Uhr. Geld erhalten Sie an allen Geldautomaten mit der EC-Karte oder der Kreditkarte. Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert.

Camping

In Irland gibt es mehr als 200 offiziell anerkannte Campingplätze. Die Broschüre „Caravan & Camping Parks“ ist erhältlich bei der Irischen Fremdenverkehrszentrale. Die Broschüre „Caravan, Camping & Motorhome Guide“ bekommen Sie bei der Irland Information (www.discoverireland.com/de). Kleincamper, auch bunk camper genannt, weil sie zwei oder vier Etagenbetten besitzen, ohne Bad, Dusche und WC, jedoch mit Kochecke und Kühlschrank, vermietet Bunk Camperswww.bunkcampers.comSommer: pro Tag 90 Euro mit zwei, 120 Euro mit vier Betten.

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft

01 2693011www.dublin.diplo.de

Österreichische Botschaft

01 2694577

Schweizer Botschaft

01 2186382www.eda.admin.ch/dublin

Einreise

Es genügt der gültige Reisepass oder Personalausweis.

Ermäßigungen für Touristen

Ein kostenloser Discount Pass mit Ermäßigungen für 90 Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen lässt sich im Internet bei www.cultureheritageireland.com ausdrucken. Der Ireland's Visitor Attractions Guide (6,99 Eurowww.heritageisland.com), erhältlich im Internet, bietet einen Discount Pass mit verbilligtem Zugang (oft 2 für 1) zu 89 Sehenswürdigkeiten. Die Heritage Card (www.heritageireland.ie) verschafft für 21 Euro Zugang zu 96 Heritage Sites. Das Irland Gutscheinheft erhalten Sie kostenlos bei der Irland Information. Es gewährt Ermäßigungen (oft 2 für 1) zu 76 Sehenswürdigkeiten und bei zahlreichen Aktivitäten.

Gesundheit

Apotheken (chemist shops, pharmacies) sind häufig einer Drogerie angeschlossen. Der Apothekennotdienst in Städten wechselt, eine Angabe der jeweils diensthabenden Apotheke befindet sich im Schaufenster von Drogerien. Bürger von EU-Staaten erhalten von ihrer gesetzlichen Krankenkasse die EHIC (Europäische Krankenversicherungskarte) oder eine Ersatzbescheinigung, mit der man sich in Krankenhäusern und bei niedergelassenen Ärzten behandeln lassen kann. Arztpraxis: doctor, general practitioner oder surgery. Zahnarzt: dentist.

Jugendherbergen

Von den 26 staatlich betriebenen Jugendherbergen, zusammengeschlossen in der Irish Youth Hostel Association (An Óige), sind die Hälfte ganzjährig geöffnet. Für Besucher gibt es keine Altersbegrenzung. Die Übernachtung kostet zwischen 15 und 30 Euro. Ein Verzeichnis erhalten Sie bei der Irish Youth Hostel AssociationMountjoy Street61Dublin 701 8304555www.anoige.ie.

Daneben gibt es ca. 80 unabhängige Hostels (ab 12 Euro), die verzeichnet sind im Guide to independent Holiday Hostels, erhältlich bei Independent Hostels. Online können Sie buchen auf www.hostels-ireland.com.

Klima & Reisezeit

Im Winter fällt das Thermometer selten unter 0 °C, übersteigt jedoch auch kaum 25 °C im Sommer. Mit Regen muss man immer rechnen, besonders im Westen. Mai und Juni sind die sonnigsten Monate. Im Juli und August ist touristische Hochsaison.

Masse & Gewichte

Trotz der Umstellung auf das Dezimalsystem stößt man immer wieder auf folgende Maße und Gewichte:

1 foot (12 inches): 30,5 cm

1 gallon (8 pints): 4,48 l

1 inch: 2,54 cm

1 mile: 1,609 km

1 pint: 0,56 l

1 pound: 453 g

1 yard (3 feet): 91,4 cm

Mietwagen

Wegen des Linksverkehrs ist in irischen Autos das Steuerrad rechts angebracht. Wer einen Wagen mieten will, muss mindestens 21 Jahre alt sein, bei höheren Wagenkategorien auch 23 oder 25 Jahre. Der nationale Führerschein genügt. Ein Auto kostet ab 35 Euro pro Tag. Es empfiehlt sich, das Auto (mit Vollkasko) bereits vor der Abreise zu reservieren. Auf dem Weg vom Flughafen Dublin in die City sollte man die M 50 wegen der umständlichen Maut meiden und stattdessen eine der anderen Straßen wählen.

Notruf

Notruf landesweit: 999 oder 112

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus Éireann (www.buseireann.ie) bietet den Open-road-Pass (z. B. 3 aus 6 Tagen 54 Euro; 4 aus 8 Tagen 69 Euro; 5 aus 10 Tagen 84  Euro). In Dublin und anderen großen Städten gibt es ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz, Dublin Area Rapid Transport (DART) verkehrt entlang der Küste. Iarnród Éireann (www.irishrail.ie) bietet Zugfahrten und in Verbindung mit Busreisen das Irish Explorer Bus & Rail Ticket (8 von 15 aufeinander folgenden Tagen kosten 245 Euro).

Für Senioren wird sogar ein kostenloses Ticket angeboten: Die Golden Trekker Card erlaubt Reisenden ab 66 Jahren für vier zusammenhängende Tage Bahnreisen mit Irish Rail, und zwar dreimal pro Jahr. Sie muss mindestens drei Tage vor Anreise beantragt werden und kann so z. B. während einer zweiwöchigen Reise in drei verschiedenen Zeitabschnitten eingesetzt werden (069 66800950www.discoverireland.com/goldentrekker).

Preise

Obwohl die Rezession auch in Irland dazu geführt hat, dass zahlungskräftige Kunden weniger wurden und infolgedessen die Preise nachgaben, ist das Preisniveau auf der Insel nach wie vor sehr hoch. Besonders Dublin ist teuer. Selbst beim „Italiener“ um die Ecke zahlen Sie für einfache Pizza- oder Pastagerichte teilweise an die 20 Euro, ein Süppchen mit Brot kostet in einem Restaurant an die 10 Euro – in dieser Hinsicht ist Irland also kein Paradies für Urlauber. Bei den Preisen für Lebensmittel liegt Irland europaweit an zweiter Stelle (nach Dänemark). Auch die Übernachtungspreise sind für den europäischen Durchschnitt hoch angesetzt. Sorgfältige Reiseplanung ist also wichtig.

Sprache

Im Westen, Nordwesten und auf Inseln wird neben Englisch noch Gälisch gesprochen, die Sprache der Kelten. Straßenschilder sind zweisprachig.

Strom

Spannung: 220 Volt. Da britische Stecker benutzt werden, sollten Sie einen Adapter mitnehmen.

Telefon & Handy

Vorwahl nach Irland: 00353. Deutschland: 0049. Österreich 0043. Schweiz 0041. Kartentelefone sind weit verbreitet, Karten kosten 10, 15 oder 20 Euro und sind bei der Post erhältlich.

Handy: Mit einer irischen Prepaid-Karte entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe. Günstige lokale SIM-Karten werden von O2 (www.o2.ie) und Meteor (www.meteor.ie) ab 15 Euro angeboten. Immer günstig sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: Noch vor der Abreise abschalten, das ist nur im Heimatland möglich! In Irland benötigt man ein Handy (mobile phone) mit GSM-Standard. Ein Steuerungssystem schaltet Mobiltelefone in öffentlichen Gebäuden (auch Theatern) aus.

Trinkgeld

Bei Taxifahrern rundet man auf, im Restaurant sollten Sie rund 10 Prozent (falls nicht auf der Rechnung) Trinkgeld geben, im Pub 10 Prozent (nicht am Tresen). Zimmermädchen bekommen pro Tag 1 Euro. An der Tankstelle mit Bedienung rundet man ebenfalls auf.

Unterkunft

In Irlands Unterkünften entspricht die Qualität des Gebotenen leider oft nicht dem Preis. Verzeichnisse von Bed-&-breakfast-Häusern sowie Ferienhäusern und -wohnungen versendet das Irische Fremdenverkehrsamt. Die preiswerteste Form der Übernachtung sind die Bed-&-breakfast-Häuser (B & Bs). Der Preis pro Person schwankt in der Stadt zwischen 40 und 55 Euro, je nach Komfort: www.bandbireland.com.

Ferienwohnungen können Sie in der Hochsaison ab 300 Euro, Ferienhäuser ab 600 Euro pro Woche mieten. Auskunft und Buchung bei: Irish Cottage Holiday HomesBracken CourtBracken Road01 2052777www.irishcottageholidays.com.

Die Websites www.hiddenhr.com und www.irelandsbluebook.com führen Sie zu kleinen, aber feinen Übernachtungshäusern. Ein Verzeichnis von exklusiven Hotels, die in ehemaligen Schlössern, Burgen und Herrenhäusern untergebracht sind, ist erhältlich bei Ireland's Blue BookMountain Street Crescent7/8Dublin 201 6769914www.irelandsbluebook.com und unter www. manorhousehotels.com (alle ). Eine Auswahl von Landhotels finden Sie bei www.irishcountryhotels.com. Eine Suchmaschine für Hotels (mit Sonderangeboten): www.hotelsireland.com.

Ferien auf dem Bauernhof: Irish Farmhouse HolidaysMichael Street2Limerick061 400700www.irishfarmholidays.com. Rund 20 Bauernhöfe bieten Urlaub gegen Mithilfe auf dem Bauernhof. Wer an WWOOF (Willing Workers on Organic Farms) interessiert ist, wendet sich direkt an einen der beteiligten Farmer: www.irishorganic.ie. Ungewöhnliche Unterkünfte wie einen Leuchtturm oder eine Burg vermittelt The Irish Landmark TrustEustace Street25Dublin 201 6704733www.irishlandmark.com.

WLAN

Viele Shoppingzentren, Restaurants und Hotels bieten kostenlosen WLAN-Zugang, dreimal mehr als in Deutschland. Internetcafés finden Sie in allen größeren Städten: www.cybercafes.com.

Zeit

In Irland gilt die Westeuropäische Zeit, es ist also das ganze Jahr über eine Stunde früher als auf dem europäischen Festland.

Zoll

Innerhalb der Europäischen Union können EU-Bürger über 17 Jahren alle Waren des persönlichen Gebrauchs frei ein- und ausführen, z. B. 800 Zigaretten, 90 l Wein und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten erheblich reduzierte Freimengen, z. B. höchstens 200 Zigaretten, 2 l alkoholische Getränke unter 15 Prozent und 1 l alkoholische Getränke über 15 Prozent.

Was kostet wie viel?

Guinness

Ab 4 Euro für ein pint

Cream Tea

Ab 4,50 Euro für Scones und Tee

Kaffee

Ab 3–3,50 Euro für eine Tasse

Busticket

11,70 Euro für eine Fahrt von Dublin nach Cork

Benzin

Ca. 1,50 Euro für einen Liter Super (Plus Unleaded)

Lunch

9–12 Euro für einen Lunch im Pub

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage
1. Januar

Neujahr

17. März

St. Patrick's Day (Nationalfeiertag)

März/April

Ostermontag

1. Montag im Mai

May Day

1. Montag im Juni

gesetzl. Feiertag

1. Montag im August

gesetzl. Feiertag

letzter Montag im Oktober

gesetzl. Feiertag

25. Dezember

Weihnachten

26. Dezember

St. Stephen's Day

Festivals
Januar

Temple Bar Traditional Festival of Irish Music: Fünf Tage lang treffen sich Ende Januar in Dublin Folkmusiker mit Fiddle, Bodhrán und Banjo. www.templebartrad.com

März

St. Patrick's Festival, Mitte März: Rund um den Nationalfeiertag St. Patrick's Day feiert ganz Dublin fünf Tage lang auf der Straße mit Umzügen, Tanz, Artistik, Unterhaltung. www.stpatricksfestival.ie

Juni

Bloomsday, 16. Juni: ein Tag im Leben des Leopold Bloom im Jahre 1904, von James Joyce in seinem Roman „Ulysses“ in aller Ausführlichkeit beschrieben. Er wiederholt sich für seine Anhänger in Vorträgen, Spaziergängen und Kneipenbesuchen. Dublinwww.jamesjoyce.ie

Juli

Galway Arts Festival, zweite Monatshälfte: zwei Wochen Kunst und Theater, Tanz und Musik, Comedy, Literatur und Film. 091 509700www.galwayartsfestival.ie

August

Kilkenny Arts Festival, zehn Tage Mitte August: Kunst- und Musikfestival vom Konzert in der Kathedrale bis zum Straßentheater. 056 7752175www.kilkennyarts.ie

Fleadh Cheoil na hEireann, zweite Monatshälfte: Drei Tage lang wird irische Volksmusik gespielt – in Pubs, Hotels und Schulen, sogar auf der Straße, jedes Jahr an einem anderen Ort. www.comhaltas.com

Dublin Horse Show, fünf Tage im August stehen Pferde im Mittelpunkt: mit Dressur- und Springvorführungen, Pferdeshow und bedeutsamem Pferdemarkt. www.dublinhorseshow.com

Puck Fair, Mitte des Monats: authentisches Volksfest mit viel Musik, Viehmesse und 100 000 Besuchern. Hier dreht sich alles um einen Ziegenbock (puck). 066 9762366KillorglinKerrywww.puckfair.ie

Rose of Tralee International Festival, fünf Tage im August: ein Schönheitswettbewerb für junge Irinnen mit zahlreichen Open-Air-Konzerten. 066 7121322Traleewww.roseoftralee.ie

September

Galway Oyster Festival: viertägiges Gourmetfestival Ende September mit frischem Fisch, viel Guinness und Austern. www.galwayoysterfest.com

DublinTheatre Festival Ende Sept.–Mitte Okt.: klassisches Programm und experimentelles Theater. www.dublintheatrefestival.com

Oktober

Kinsale Gourmet Festival, drei Tage kulinarische Events in Kinsale. www.kinsalerestaurants.com

Guinness Jazz Festival, vier Tage Ende Oktober in Cork: seit Jahrzehnten eine fast legendäre Veranstaltung mit Jazzgrößen aus aller Welt, Sessions und Rhythmen an fast jeder Ecke der Stadt. www.corkjazzfestival.com

Wexford Festival Opera, zweite Oktoberhälfte: Seit 60 Jahren zeigt die kleine Stadt jedes Jahr vergessene und wenig bekannte Opern. Wexfordwww.wexfordopera.com

Im Trend

Meer Wellness
Wirkstoffbombe

Seegras ist die natürliche Wellnesszutat der Insel. Der Anteil von Jod in der Pflanze ist in manchen Fällen 20 000-mal höher als im Meerwasser und hat dadurch eine besonders hohe Wirkkraft. Die Gesundheitsfarm MonartThe StillEnniscorthywww.monart.ie packt Wellnessgäste bei derin einen Mix aus Kräutern und Seegras. Im Temple Country Retreat and SpaHorseleapMoatewww.templespa.ie ist das mit zerkleinertem Seegras der letzte Schrei.

Fußball auf Gälisch
Irischer Nationalsport

bewegt sich zwischen Tradition und Trend. Zehntausende sind dabei, wenn der Ball im Croke Park StadiumJones RoadDublin gekickt und geworfen wird. Der Sport vereint die Geschwindigkeit von Fußball mit der Härte von Rugby. Gefördert wird der Spaß von der www.gaa.ie Alles Wissenswerte über den Sport erfahren Sie im GAA MuseumSt Joseph's AvenueDublinwww.gaa.ie im Croke Park.

Movie Mania
Eldorado für Cineasten

In keiner Stadt Europas gehen die Menschen im Schnitt häufiger ins Kino als in Dublin. Der neueste Trend: Indie-Filme made in Ireland. Die FilmbaseCurved StreetDublin unterstützt Filmemacher mit Material, Studios und speziellen Kursen, und auch das Irish Film InstituteEustace Street6Dublinwww.irishfilm.ie trägt mit kleinen und großen Filmproduktionen und zwei Kinosälen zum aktuellen Trend bei. Neu ist Irlands erstes mobiles Kino Cinemobilewww.cinemobile.net das in einem Truck die Insel durchquert.

Donkey Walk
Auf dem Rücken der Esel

Irlands Glück liegt auf dem Rücken der zähen und liebenswerten Esel. Mit ihnen wurde früher Torf transportiert. Heute tauscht man den Torf gegen Reisegepäck und erkundet mit den wuscheligen, manchmal etwas sturen Grautieren in aller Gemütlichkeit die versteckten Schönheiten der Insel. Unterkunft bieten dabei urige Gasthäuser. Rund ums An Sibin Riding CentreMountshannonDerryoran East Whitegatewww.irishhorseriding.com laden Wald- und Heideflächen zum Eselwandern ein. Das Slieve Aughty Riding CentreLoughreawww.riding-centre.com bietet Touren von einer Übernachtungsstation zur nächsten an. Allgemeine Infos und Buchungen von Deutschland aus gibt's bei www.reitferien-in-irland.de

Gourmetboom
Neue Kochkurse

Im Ausland haben die Iren die Haute Cuisine kennengelernt. Jetzt boomt die feine Küche auf der Grünen Insel, und Gourmetreisen und Kochkurse stehen hoch im Kurs. Die bekannteste Kochschule ist die Ballymaloe Cookery SchoolShanagarryCorkwww.cookingisfun.ie mit angeschlossener Biofarm. Auf der idyllischen Heir Island ist die kleinste Schule gelegen. Je zwei Personen lernen über zwei Tage in der Island Cottage Cookery SchoolSkibbereenCorkwww.islandcottage.com Küchengeheimnisse kennen. Die Pangur Bán Cookery SchoolLetterfrackGalwaywww.pangurban.com in Connemara liegt spektakulär zwischen dem Atlantik und den Twelve-Bens-Bergen.

Bloss nicht

Curiosity missverstehen

„Curious“ sein heißt neugierig sein, und diese Spielart des persönlichen Interesses an anderen Menschen ist eine von den redseligen Iren gern gepflegte Eigenschaft. Darauf sollte man nicht abweisend reagieren, denn Neugierde bedeutet in diesem Land nichts Negatives, sondern signalisiert Aufgeschlossenheit gegenüber Wohlergehen und Anteilnahme an Sorgen – auch bei Fremden.

Zu sorglos sein

Irland ist ein sicheres Pflaster; Ausnahmen sind einige Bezirke und Straßen im Norden von Dublin. In den Nachtstunden sollten Besucher vermeiden, nördlich der O'Connell Street, Gardiner Street und Mountjoy Square unterwegs zu sein, den bevorzugten Treffs von Drogenabhängigen und Jugendgangs. Übermäßiger Alkoholgenuss, besonders an Wochenenden, kann ebenfalls dazu führen, dass sich in einigen eher einfachen Dubliner Pubs die Atmosphäre unangenehm aufheizt. In diesem Fall räumt man besser das Feld.

Ohne Regenkleidung nach Irland

Die Iren halten es für ein Vorurteil, doch wir wissen es besser: Mit Regen sollte man immer rechnen, auch wenn es gelegentlich trockene Tage gibt. Daher ist es ratsam, stets eine Regenjacke dabeizuhaben.

Als Feinschmecker nach Kinsale

Kinsale ist zweifellos ein hübsches Hafenstädtchen, aber die kulinarische Hauptstadt Irlands, wie es sich selbst nennt, ist der Ort ganz bestimmt nicht. Nur wegen der Restaurants und des Essens lohnt sich die Reise also nicht. Während die Erbsen kaum gesalzen sind, sind es die Preise dafür häufig umso mehr.

Halteverbot ignorieren

Die gelbe Linie am Straßenrand bedeutet: Parken verboten. Parkt einer gar an einer doppelten gelben Linie, heißt das, er ignoriert das absolute Halteverbot. Und das bedeutet auch: Das Auto wird abgeschleppt, bevor der Halter vom Fish-&-chips-Essen zurück ist. Dann beginnt erst der Ärger. Das Depot liegt weit draußen, ist nur mit dem Taxi zu finden, und das Bußgeld ist richtig saftig. Wenn man Glück hat und überhaupt während der Öffnungszeiten erscheint.

Eine Runde aussetzen

Iren sind gesellige Leute, Iren lieben ihre Pubs. Kein Wunder, dass es dort gang und gäbe ist, sich sein Bier nicht allein am Tresen oder am Tisch zu bestellen, sondern gleich auch für die, mit denen man gerade im Gespräch ist. Dabei gilt die eiserne Regel: Wenn man eingeladen war, revanchiert man sich. In einer größeren Runde müssen Sie daher aufpassen, wann Sie an der Reihe sind, die Getränke zu bezahlen.

Stichworte

Bevölkerung

Spätestens seit der großen Hungersnot 1845 war das Armenhaus Europas ein klassisches Emigrationsland. Von den 1990er-Jahren bis etwa 2007 kehrten wegen des Wirtschaftsbooms viele Iren in ihre Heimat zurück. Irland ist eine junge Nation, das Durchschnittsalter der 4,4 Mio. Einwohner liegt bei 35 Jahren. 10 Prozent der Bevölkerung sind Migranten, die Hälfte von ihnen ist afrikanischer oder asiatischer Abstammung. Die Republik Irland gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas, auf einen km2 kommen gerade einmal 60 Menschen. Ein Drittel der Einwohner lebt im Großraum Dublin, sodass große Gebiete wie menschenleer wirken. 60 Prozent aller Iren leben in den Städten.

Gälisch

Als Gaeltacht-Gebiete werden die Regionen im Westen Irlands bezeichnet, in denen die irische Sprache Gälisch noch heute gesprochen wird und in denen die traditionellen Sitten und Gebräuche erhalten geblieben sind. Vermutlich kam die Sprache, ein Zweig der keltischen Sprachfamilie, im 1. Jh. v. Chr. nach Irland. Im 19. Jh. wurde sie von den Briten durch Englisch ersetzt. Offiziell ist Irland heute zweisprachig. Etwa fünf bis zehn Prozent der Iren beherrschen die Sprache ihrer Ahnen. Gegenwärtig erlebt das Gälische einen enormen Aufwind. Auch unter gebildeten Städtern gilt es als erstrebenswert, gälische Kultur zu fördern. Besonders rührig ist der Verein „Seachtain na Gaeilge“. Er veranstaltet Lesungen und Musikabende in gälischer Sprache und alljährlich im März ein zehntägiges Festival (www.snag.ie), bei dem sich alles um gälisches Brauchtum dreht.

Gärten

Das milde irische Klima, begünstigt durch den warmen Golfstrom und häufige kurze Regenschauer, hat für eine einzigartige Vegetation gesorgt. Zwar gleicht ganz Irland einem einzigen großen Landschaftsgarten, aber viele Iren haben ihre privaten Gärten zu Schmuckstücken gestaltet, die sie auch der Öffentlichkeit präsentieren. Neben verschwenderisch angelegten Cottage-Gärten, verwunschenen Klostergärten und Zen-Oasen gibt es berühmte Skulpturenparks und „geschmückte Gutshöfe“, sogenannte fermes ornées, die Landwirtschaft und Gartenbau vereinen. Auf ihnen leben vom Aussterben bedrohte Nutztiere, historische Gemüsesorten werden angepflanzt, etwa im Larchill Arcadian Garden im County Kildare (www.larchhill.ie). Eine ausführliche Beschreibung von öffentlich zugänglichen Gärten finden Sie auf der Website www.castlesgardensireland.com.

Aus Großbritannien schwappte die Begeisterung für mehrtägige organisierte Gartentouren herüber (z. B. über www.essenceofireland.ie). RTE One, der älteste Fernsehsender der Insel, produziert eine Gartensendung nach der anderen. In Deutschland erhältlich ist der schöne Bildband „Die Gärten von Irland“, in dem die britische Gartenfotografin Melanie Eclare gleich 20 außergewöhnliche Gärten und deren Besitzer vorstellt.

Hungersnot

The great famine, die größte Katastrophe der irischen Geschichte, ereignete sich 1845–1849. Schuld an der Misere war eine schreckliche Armut, hervorgerufen durch die Ausbeutung der Agrargüter durch englische Großgrundbesitzer. Den Iren blieb als Hauptnahrungsmittel nur die Kartoffel. Doch zwischen 1816 und 1842 hatte es schon über ein Dutzend kleinere und größere Kartoffelkrankheiten gegeben. Im Herbst 1845 wurde die Kartoffel erneut von einem Pilz befallen. In diesem und in den darauf folgenden Jahren wurden die Ernten, die die Lebensgrundlage der Menschen bildeten, komplett vernichtet. Eine Million der damals 8,5 Mio. Iren starben, ebenso viele mussten auswandern.

Katholische Kirche

Irland ist eine Hochburg des Katholizismus. 88 Prozent der Bevölkerung sind katholisch, in Erziehung und Bildung sowie im Sozialwesen ist die Kirche seit Jahrhunderten engagiert. Umso tiefer saß der Schock, als 2010 die ganze Tragweite eines Missbrauchsskandals öffentlich wurde. Von den 1930ern bis in die 1990er-Jahre wurden bis zu 14 500 Kindern und Jugendlichen Opfer von sexuellen Übergriffen katholischer Würdenträger. Vier Bischöfe mussten zurückgetreten, weil sie die Taten vertuscht hatten.

Zwar hat die Amtskirche damit an Glaubwürdigkeit verloren, umso mehr aber pilgern gläubige Iren nach Knock, einer irischen Version von Lourdes. Der kleine Ort im Westen in der Grafschaft Mayo ist für ca. 1,5 Mio. Pilger jährlich einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte, nachdem sich 1879 die Jungfrau Maria 15 Gläubigen gezeigt und die Gegend in strahlendes Licht getaucht haben soll. Heute besitzt Knock nicht nur eine große Basilika, sondern auch einen internationalen Flughafen (Knock Airport).

Literatur

Die Iren erzählen nicht nur gerne Geschichten, sie sind auch Meister darin, sie aufs Papier zu bringen. Irland als das Land der Dichter und Schriftsteller hat schon vier Literaturnobelpreisträger hervorgebracht: William Butler Yeats erhielt den Nobelpreis im Jahr 1923, Bernard Shaw 1925, Samuel Beckett 1969 und Seamus Heaney 1995. Andere irische Schriftsteller sind nicht weniger bekannt: Jonathan Swift, Sean O'Casey, Oscar Wilde, Brendan Behan, Flann O'Brien und James Joyce. Letzterer ist mit seinem 1918 veröffentlichten Dublin-Roman „Ulysses“ berühmt geworden, der bis heute als bahnbrechend für die moderne Literatur gilt. Gegenwärtig sammeln Anne Enright, John Banville und Colum McCann höchste Literaturpreise. Irische Romane und Dramen sind von Idealismus und Humanität geprägt, stilistisch liegt die Bandbreite zwischen einfühlsamer Poesie und teilweise subtiler Satire.

Moore

Ein Geruch von Torf liegt über den irischen Dörfern, aufsteigend aus den Mooren und Feuern. Noch zu Anfang des 19. Jhs. waren 15 Prozent der Inselfläche mit Torfmooren, bogs genannt, bedeckt. Neben dem industriellen Abbau durch die 1946 gegründete Bord na Mona, die Torfkraftwerke betreibt, wird traditionell von Hand gestochen. Viele Gebiete stehen mittlerweile unter Naturschutz, auch jene des 7 m tiefen und 10 000 Jahre alten Clara Bog in der Grafschaft Offaly.

Musik

Die Iren sind nicht nur große Geschichtenerzähler, sondern auch virtuose Musikanten. Tradtitionelle Instrumente sind Akkordeon, Blechflöte, Geige (fiddle), Bodhrán-Trommel, Violine, Querflöte und uilleann pipe, die irische Variante des Dudelsacks. Musiker treffen sich zu Sessions, in Irland auch seisiun genannt, bei denen ausgelassen gesungen, getanzt und musiziert wird. Legendären Status genießt die 1962 gegründete Band „The Dubliners“, im selben Jahr schlossen sich fünf Musiker zur bis heute erfolgreichen Folkband „The Chieftains“ zusammen. Seit 1976 gibt die Dubliner Rockband „U2“ mit dem Leadsänger Bono in der irischen Popmusik den Ton an. Weltweit verehrt wird der aus Belfast stammende Jazz-, Blues- und Countrysänger Van Morrison. Bob Geldorf mit den „Boomtown Rats“, die Folk-Punk-Band „The Pogues“, die Sängerinnen Sinéad O'Connor und Enya haben neben den Boybands „Boyzone“ und „Westlife“ die moderne Musikszene der Insel geprägt.

Nationalparks

In den sechs Nationalparks, die vom „National Parks and Wildlife Service“ (NPWS) verwaltet werden, sind viele seltene Tiere zu Hause, u. a. ausgewilderte Steinadler, sowie die größte Rotwildherde Irlands. Neben dem Killarney National Park, dem Connemara National Park, dem Ballycroy National Park, dem Burren National Park und dem Wicklow Mountains National Park ist der Glenveagh National Park (www.glenveaghnationalpark.ie) mit seinen Mooren, Seen und Wäldern auf über 160 km2 Fläche der größte und auch reizvollste Nationalpark des Landes. Er liegt in den Derryveagh Mountains im County Donegal. 1983 vermachte sein damaliger Besitzer McIlhenny dem irischen Staat die wunderschöne Seen- und Berglandschaft, die zum Wandern einlädt. Das Besucherzentrum des frei zugänglichen Parks liegt am Nordende des Lough Veagh.

Nordirlandkonflikt

Die Wurzeln des Konflikts reichen bis ins 12. Jh. zurück, als Großbritannien begann, Irland zu erobern. Nach Jahrhunderten der Rechtlosigkeit und Unterdrückung, in denen protestantische englische Siedler die katholisch geprägten Iren verdrängten, kämpfte nach dem Ersten Weltkrieg die IRA (Irish Republican Army) gegen die britische Besatzung. Mit dem Ergebnis, dass Irland seit 1921 geteilt ist: in die eigenständige Republik Irland mit der Hauptstadt Dublin und in Nordirland (Hauptstadt: Belfast), das weiterhin zu Großbritannien gehört. Doch der innere Konflikt in Nordirland blieb bestehen: Katholische Nationalisten fühlen sich bis heute von der protestantischen Mehrheit unterdrückt und wollen sich mit der Republik Irland vereinigen, protestantische Unionisten möchten dagegen Teil des United Kingdom bleiben. 1969 eskalierte der Konflikt, in der nordirischen Stadt Derry lieferten sich Protestanten und Katholiken Straßenschlachten. Insbesondere in den 1970er-Jahren verübte die IRA zahlreiche Bombenanschläge, Tausende kamen ums Leben. 2005 schwörte die IRA der Gewalt ab, hielt die Waffenruhe aber bis heute nicht konsequent ein. Seit 1998 hat die Republik Irland auf ihre Forderung nach einer Wiedervereinigung mit Nordirland verzichtet. Gleichzeitig sind auch die Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland weggefallen. Es ist aber fraglich, ob der jahrhundertelange Kampf um Unabhängigkeit und Gleichberechtigung, der viel mehr als nur ein religiöser Konflikt ist, damit wirklich zu Ende ist.

Pferde

Irland ist ein Paradies für Pferdefreunde. Das liegt nicht nur daran, dass sich auf der Insel die schönsten Reitwege und Galoppstrecken finden lassen. Gleich drei äußerst beliebte Pferderassen stammen von der Insel: Irish Hunter sind eine Kreuzung aus Vollblutpferd und dem Irish Draught Horse, die robusten Irish Tinker (ursprünglich ein Arbeits- und Zugpferd der irischen nichtsesshaften Bevölkerung) gelten als hervorragende Jagd- und Vielseitigkeitspferde, und Connemara-Ponys sind besonders wendig. Pferdefans aus aller Welt pilgern alljährlich im Oktober in die Midlands. In Ballinasloe findet Europas ältester und größter Pferdemarkt statt – mit Volksfest und Reitturnier (ballisnasloeoctoberfair.com).

St. Patrick

Irlands Schutzpatron ist die wichtigste Figur des irischen Katholizismus. Der häufigste Name ist daher in Irland Patrick (Paddy). Der um 385 in Wales Geborene wurde um das Jahr 400 von Piraten auf die Grüne Insel verschleppt. Patrick floh nach Frankreich, erlangte dort die Priesterwürde und kehrte 432 als Missionar nach Irland zurück. Anhand eines dreiblättrigen Kleeblatts versinnbildlichte er den Iren die Dreifaltigkeit. Zum Wallfahrtsort wurde der Berg Croagh Patrick, auf dessen Gipfel der Heilige 441 angeblich 40 Tage fastete und alle Schlangen ins Meer trieb. Am 17. März 461 starb Patrick in Nordirland. Dieser Tag wird bis heute als irischer Nationalfeiertag St. Patrick's Day gewürdigt – mit ausgelassenen Feiern und Umzügen.

Wirtschaft

1973, beim Eintritt in die EG, war Irland das ärmste Land der Gemeinschaft. Nach 35 Mrd. Euro Zuschüssen und starker wirtschaftlicher Entwicklung gehörte das Land dann 2005 zu den reichsten Staaten – in der EU und weltweit. Doch der „keltische Tiger“ kam durch die weltweite Finanzkrise mächtig ins Wanken. Der durch sehr niedrige Zinsen ausgelöste Immobilienboom platzte, die Bankenkrise führte schnell zu einer Staatschuldenkrise. Das Land geriet 2008 in die Rezession, die Arbeitslosenquote stieg auf über 13 Prozent. Seitdem beherrscht die Wirtschaftskrise die Grüne Insel. Seit 2010 stuften die Ratingagenturen Irland immer weiter herab, 2011 wurde ein drohender Staatsbankrott nur mit einer Milliardenspritze der EU verhindert. Dass sich die Wirtschaft in absehbarer Zeit erholen wird, davon geht momentan niemand aus – trotz rigoroser Sparmaßnahmen auch bei Sozialleistungen sowie Steuererhöhungen.

Bücher & Filme

Irisches Tagebuch

Tausende folgten den Spuren von Heinrich Böll nach Achill Island, einer Insel vor der Westküste, wo Bölls Ferienhaus stand

Gebrauchsanweisung für Irland

Keiner versteht die Iren besser als der taz-Korrespondent Ralf Sotschek

McCarthy's Bar

Der britische Fernsehkomiker Pete McCarthy besucht die Heimat seiner Eltern

Ulysses

James Joyce berichtet minutiös über einen Tag (16. Juni 1904) im Leben des Leopold Bloom, Anzeigenakquisiteur einer Dubliner Tageszeitung – der Roman gilt als Jahrhundertwerk

Round Ireland in Low Gear

Köstlich: Der britische Reisejournalist Eric Newby erzählt von seinen Fahrradtouren „im ersten Gang“ durchs Land

Once

Der Independent-Film von John Carney (2007), eine Liebesgeschichte zwischen einem Straßenmusiker und einer Immigrantin, bekam einen Oscar für den besten Song

Die Asche meiner Mutter

Frank McCourts Kindheitserinnerungen an ein Leben in den Slums von Limerick, ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis, wurden im Jahr 2000 grandios verfilmt von Alan Parker

The Wind that shakes the Barley

Der Film erzählt vom irischen Unabhängigkeitskampf nach 1916. Ken Loach bekam dafür 2006 die Goldene Palme

Fakten

Einwohner
4.813.608
Fläche
70.273 km²
Sprache
Irisch
Währung
Euro
Strom
230 V, 50 Hz
Regierungssystem
Republik
Hauptstadt
Dublin
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
07:41 Uhr
Zeitverschiebung
-1 h (zu MEZ)
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