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Moskau

Check-in

Während der Geschäftsmann im Geländewagen mit Vollgas durch die City schlittert, steht die Babuschka selbst im tiefsten Winter mit eisernem Willen vor der U-Bahn und verkauft Eingemachtes, um ihre schmale Rente aufzubessern. Eine Szene, wie sie typischer für die Stadt nicht sein könnte: Moskau steht für knallharte Gegensätze.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Die wieder aufgebaute, leuchtend weiße Kathedrale, deren goldene Kuppeln weithin das Stadtbild prägen, ist inzwischen die wichtigste Kirche Russlands. Weihnachts- und Ostermessen werden hier vom…
Vom einem Ende des Roten Platzes her leuchten die bunt verspielten Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale, die als Symbol Moskaus, ja Russlands schlechthin gilt. Zar Iwan der Schreckliche ließ…
Der Rote Platz ist der Vorhof des Kreml und heute so etwas wie die gute Stube Russlands. Das Gelände war ursprünglich der Markt- und Versammlungsplatz und wurde auch der "Brandplatz" genannt, weil…
So viele Cafés, Souvenirläden, Straßenmusikanten und fliegende Händler wie am Alten Arbat gibt es nirgendwo in ganz Moskau. Nehmen Sie sich Zeit, um ganz einzutauchen. Links und rechts der Fußgä…
Als Fürst Juri Dolgoruki 1147 Freunde zu einem Gelage nach Moskau einlud, weil es sich hier angeblich besonders gut feiern ließ, gab es noch keinen Kreml, sondern nur eine kleine Siedlung auf einem…
1893 gebaut und noch immer das größte und schönste aller russischen Kaufhäuser direkt gegenüber dem Kreml am Roten Platz gelegen. Neben teuren Filialen bekannter Namen gibt es doch auch günstige…
Wie der Prado in Madrid, der Louvre in Paris oder die Eremitage in Sankt Petersburg ist allein die Tretjakow-Galerie schon ein hinreichender Grund, Moskau zu besuchen. Von mittelalterlichen Ikonen bis…
Ein ganzer Tag reicht kaum für einen Rundgang durch das Puschkin-Museum. Die Sammlung ist mit über 500.000 Exponaten die zweitgrößte des Landes nach der Petersburger Eremitage. Zugrunde liegt ihr…
Das Fünf-Sterne-Hotel bezaubert durch das Jugendstilambiente im Frühstückssaal mit Springbrunnen, Harfenspielerin und Intarsien-Glaskuppel. Die schönen Mosaike im Inneren und an der Fassade…
Das "Bolschoi" ist weltweit der Inbegriff russischer Kultur. Im Bolschoi kommen sowohl klassisches Ballet und Oper als auch bisweilen sehr umstrittene Experimental-Inszenierungen auf die Bühne. Die…
Schon der Eingang zum WWZ symbolisiert sowjetische Schaffenskraft. Dort steht das Denkmal der Raumfahrt, eine Hommage an den russischen Sputnik: Die Rakete saust auf einem Feuerschweif aus poliertem…
Moskaus neues, hippes Ich hat einen Namen: Sarjadje. Der futuristische Park bietet nicht nur eine malerische Aussicht auf Kreml, Moskwa und Erlöserkathedrale. Sondern er zeugt davon, dass die sonst…
Moskau, Stadt auf sieben Hügeln, ist heute eine pulsierende Metropole: Luxuslimousinen rauschen an glitzernden Bürotürmen vorbei, überdimensionale Reklametafeln werben für teure Lifestyle-…

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Entdecke Moskau

Ein neues Lebensgefühl

Durch die Stadt weht dazu ein hipper Wind, es macht sich ein neues Lebensgefühl breit – vor allem bei den Jungen. Sie tanzen zu DJ-Sets in alten Fabriken, trinken Cocktails auf Dachterrassen an der Moskwa oder essen georgisch an den Patriarchenteichen. Und fahren auch mal Longboard im Gorki-Park. Die Szene ist dynamisch, ständig öffnen neue Klubs, Bars oder Restaurants mit neuen Konzepten. Die Wirtschaft kriselt, aber Moskau lebt weiter. Nachts leuchtet der Kreml. Zuckerbäckerbauten, Stuckfassaden und Zwiebeltürme strahlen. Die Glastürme der Moscow City funkeln in der Abendsonne, und schillernde Hotelfassaden erleuchten den Moskauer Sternenhimmel. An Strom wird hier nicht gespart, was soll der Geiz auch. Die Hauptstadt Russlands ist ein Planet für sich, ein Universum, das niemals schläft. Durch die Straßen wälzt sich dichter Verkehr, selbst weit nach Mitternacht. Grelle Leuchtreklamen sollen Gäste in Geschäfte, Klubs und Bars locken. Moskau ist Stadt der Studenten und Künstler, Gral des Nachtlebens, Zentrum der Macht und der Geschäftswelt. Mit circa 15 Mio. Einwohnern im Großraum, inoffiziell weit mehr, ist Moskau die mit Abstand größte Metropole Europas. Und laut der Financial Times Osteuropas Zukunftsstadt Nummer 1 mit Infrastruktur für innovative Ideen, steigender Lebenserwartung und einer Lebensqualität auf zentraleuropäischem Niveau.

Reich trotz Wirtschaftskrise

Drei Viertel des russischen Kapitals strömen an der Moskwa zusammen. Doch die Dauerwirtschaftskrise, westliche Sanktionen (seit 2014) und teure neue Infrastruktur auf der annektierten Krim haben selbst in Moskau ihre Spuren hinterlassen: In den glänzenden Hochhäusern von Moscow City, eigentlich als neuer Finanzdistrikt geplant, stehen viele Büros leer. Statt auf westliche Technologie und Produkte setzt Russland auf eigene Waren, nur teilweise mit Erfolg. Der Pracht des historischen Moskaus tut die Krise bislang keinen Abbruch. Der Reichtum aus einem Sechstel der Erde wird nach wie vor in dieser Stadt angehäuft. Moskau war schon immer das Herz Russlands, selbst als die Hauptstadt rund zwei Jahrhunderte lang vorübergehend St. Petersburg hieß. Seit knapp neun Jahrhunderten wird rund um den Kreml gebaut, gekämpft und gedichtet. In dieser Zeit wurde ein ganzes Weltreich erobert, Kulturschätze wurden gesammelt und Revolutionen geschmiedet. All das ist am Roten Platz zu sehen.

Das Herz der Macht

Hier schlägt der Puls des russischen Staats. Auf dem engen Quadratkilometer zwischen Kreml und Ex-KGB-Zentrale liegen Parlament, Verfassungsgericht und Präsidentenadministration, Lenin im Mausoleum sowie die Basilius-Kathedrale, das Bolschoi-Theater und das Kaufhaus GUM. Bei Tag und Nacht flanieren sie vor den Kremlmauern: wettergegerbte Sibirier, bärtige Kaukasier, stolze Kirgisen, neugierige Japaner und Chinesen, westeuropäische Touristen, indische Turbanträger, Klischee-Russen mit Goldkettchen und Handtäschchen, Schulkindergruppen, Polizisten, Studenten, Barbies beim Schaulaufen und Rentnerinnen, die über all dies schimpfen. In Moskau trifft Asien auf Europa.

Gourmet-Hotspot des Ostens

Das solltest du ausnutzen: Denn die russische Hauptstadt vereint eine weltweit einzigartige Vielfalt exotischer Küchen. Für Plow, Chatschapuri und Lagman musst du nicht nach Taschkent, Tiflis oder Bischkek reisen. Russische Küchenchefs setzen auf regionale Küche mit Buchweizen und Roter Bete. Das Lebensmittelembargo gab der Hauptstadt ihre nationale Küche zurück – wenn auch ungewollt. An den Patriarchenteichen entsteht das neue kulinarische Zentrum der Stadt. Der Vorbeigehende fühlt sich an Paris oder Berlin erinnert, die Cafés sind voll mit jungen Leuten. Derweil experimentiert Moskau mit den ausgefallensten Gastrokonzepten. Im True Cost zahlst du erst Eintritt und schlemmst dann für wenig Geld. In den vielen Anticafés wird nach Zeit, nicht nach Kaffees abgerechnet.

Grün ist schick

Das neue grüne Bewusstsein in der russischen Metropole wächst. Den Anfang machte der Gorki-Park vor ein paar Jahren, als die Vernunft über den Kommerz siegte. Aus halb verwahrlosten Parks mit rostigen Karussells und Billigbier wurden Oasen, die Moskau ein überraschend grünes Antlitz geben – mit großen Liegewiesen, Restaurantterrassen, Tanzkursen und regelmäßigen Open-Air- Events. Dazu kommen Leihstationen für Fahrräder und Roller, auf denen Moskowiter die Promenade langfahren. Moskau ist im Umbruch. Wo früher vor lauter Blechlawinen für Fußgänger wie Radfahrer kein Durchkommen war, werden heute Gehwege verbreitert und Radwege gebaut. Jahr für Jahr kommen im Stadtzentrum ein paar Kilometer an Fußgängerzonen hinzu.

Geschichtsstunde am Bau 

Und während du so durch Moskau schlenderst, kannst du – mit etwas Übung – die Geschichte von den Wänden ablesen. Zar Alexander I. ließ Moskau streng nach Plan wiederaufbauen. Deswegen sind fast alle Paläste im Zentrum relativ jung: Sie wurden nach 1812 gebaut. Außer dem Kreml und einigen Kirchen ist vom mittelalterlichen Moskau wenig geblieben. Mit dem Wirtschaftsaufschwung im 19. Jh. entstanden bürgerliche Stadtviertel mit regelmäßigen Straßenzügen und Jugendstilbauten. Stalin holte dann im 20. Jh. zum radikalen Rundumschlag aus. Mit seiner „Umstrukturierung“ hinterließ er das, was heute als Stalinbarock gilt: den Zuckerbäckerstil der Sieben Schwestern genannten Gebäude. Nach seinem Tod ging die Hauptstadt mit neuen Plattenbauvierteln vor allem in die Breite.

Hip & luftig

Sinnbild für Moskaus neues Lebensgefühl ist der futuristische, 13 ha große Sarjadje- Park, der den sowjetischen Betonklotz des Hotel Rossija ersetzte. Sarjadje veränderte das Bild von Russland in der Welt, wie es der Blogger Ilja Warlamow treffend formulierte: hip, luftig und grün. Und Sarjadje ist nur ein Teil der Vision von Moskau als einer Smart City. Die Stadt wird sich weiter verändern. Die Metro wird erweitert, bis 2030 sind neue, futuristische Wohnprojekte, Wolkenkratzer und Kreativlabors in alten Fabriken geplant.

Ade, Sowjetunion!

Ihren Ausgang nahmen die Veränderungen mit der Perestroika, auch wenn sich die anfängliche Euphorie bald legte. Erst als Sieger über den roten Stern gefeiert, fiel der neue Mann im Kreml, Boris Jelzin, nach seinem Machtantritt 1985 schnell in Ungnade. Die Moskauer verehrten ihn, weil er die anderen Parteibonzen kritisierte und manchmal mit dem Trolleybus fuhr. Doch bis heute wird Jelzin von vielen dafür verantwortlich gemacht, dass Russland durch seine Reformen verarmte, während ein paar Oligarchen Milliarden machten. Sein Nachfolger Wladimir Putin stabilisierte Russland und gewann damit den Rückhalt eines großen Teils der Bevölkerung für sich. Unter Putin, Medwedew und danach wieder Putin arbeitet Russland an seiner Position als globale Wirtschaftsmacht. Selbst die international kritisierte Krim-Annexion hat zumindest im Inland seine Machtstellung nicht erschüttern können. Und während die Opposition um Alexej Nawalny auf zu wenig Meinungsfreiheit und zu viel Korruption hinweist, genießen viele Moskauer das Mittelschicht-Leben. Sie fahren im Urlaub in den Westen, schmieden Studienpläne für die Kinder und bevölkern die zahllosen Cafés und Bars der Hauptstadt.

Moskauer Nächte

Selbst wenn du dir manchmal wünschen wirst, der grimmige Onkel am Eingang hätte dich doch nicht durchgelassen: Das Nachtleben in Moskau ist einfach eine Attraktion für sich. Neben Trashbars à la Kamschatka und Co., die du dir schwerlich mit weniger als ein paar Hundert Gramm Wodka schöntrinken kannst, zappelt Moskaus Szene bis zum Morgengrauen und länger an allen möglichen Orten und Lagen ab: z. B. auf dem alten Arma-Fabrikgelände im Gazgolder, auf dem Dach der hippen Strelka-Bar oder im mainstreamigen Gipsy an der Moskwa- Promenade mit Kremlblick. Fest etablierte Szenen gibt es nicht wirklich, fang also gar nicht erst an, danach zu suchen! Das liegt vielleicht auch an der Stadtverwaltung, die in den vergangenen Jahren mehrere Szeneklubs dichtmachte. Doch langweilig wird Moskau nie. Dafür sorgen jede Saison ein paar neue Klubs.

Augen auf und durch 

Moskau ist wie ein Fallschirmsprung: Zuerst fliegt alles an einem vorbei. Doch man gewöhnt sich schnell daran und bewegt sich bald freihändig im U-Bahn-Menschenstrom, ohne sich verzweifelt an der Faltkarte in den Händen festzuklammern. Und wenn du heute durch die lebhaften Straßen der russischen Metropole spazierst, wenn du noble Geschäfte, elegante Häuserfassaden und frisch renovierte Prachtmuseen passierst, die üppige Warenwelt der Märkte siehst, wenn du vorbeiläufst am ganzen Bling-Bling und den Hipster-Oasen, dann wirst du kaum glauben, dass diese Stadt Anfang der 1990er-Jahre noch grau, trist und bedrückend war. Moskau blüht auf – in jeder Hinsicht, trotz aller Probleme. Und öffnet sich seinen Gästen aus aller Welt. Aber mach dir doch selbst ein Bild!

Praktische Hinweise

Anreise

Die Züge aus Berlin und Warschau kommen am Weißrussischen Bahnhof (Belorusski Woksal) an. Die Fahrt von Berlin dauert in etwa 28 Stunden und kostet hin und zurück im Schlafwagen 160 Euro (www.gleisnost.de). Das notwendige Transitvisum für Weißrussland können Sie für 30 Euro aufwärts erhalten (www.pro-visa.net, www.vostok.de).

Reisebusse brauchen für die Strecke Berlin–Moskau rund 36 Stunden. Die Fahrt für Hin- und Rückweg kostet insgesamt nur etwa 170 Euro (www.touring.de). Zusätzlich fallen jedoch noch die Gebühren für das weißrussische Transitvisum an.

Hin- und Rückflug nach Moskau sind schon für unter 100 Euro zu haben. Nach nur 2,5 bis 3,5 Stunden landen Sie. Alle drei Passagierflughäfen sind gründlich modernisiert worden und haben eine gute Schienenanbindung. Nach 40 Min. Fahrzeit im „Aeroexpress“ sind Sie im Zentrum. Die einfache Fahrt kostet 320, Business-Class-Tickets 550 Rubel. Von Domodedowo aus kommen Sie am Pawelezker, von Wnukowo aus am Kiewer und von Scheremetjewo aus am Belarusski Bahnhof an. Von dort aus geht es gut mit der Metro weiter. Bei viel Gepäck empfiehlt sich ein Taxi (Kosten ca. 50 Euro). Bestellen Sie es in der Ankunftshalle am Serviceschalter. Aufgrund der Dauerstaus müssen Sie mit der doppelten oder dreifachen Fahrtzeit ins Zentrum rechnen. Nicht viel schneller, aber deutlich billiger sind die Linientaxen „Marschrutka“, die für etwa 120 Rubel (3 Euro) bis zur nächsten Metrostation fahren. Wenn Sie die Möglichkeit haben, vorab schon ein Taxi zu buchen, können Sie sich von der Firma Martekswww.zz.ru für etwa 1100 Rubel (knapp 30 Euro) abholen lassen. Die Marteks-Fahrer warten dann mit einem Namensschild im Ankunftsbereich und sprechen meist Englisch oder Deutsch.

Auskunft vor der Reise

Russlandinfo

Eisenacher Straße1110777030 7860000www.russlandinfo.de

Russische Botschaft in Deutschland

Unter den Linden63–6510117030 2291110www.russische-botschaft.de

Generalkonsulate Russlands in Deutschland

BonnWaldstraße42531770228 38679www.ruskonsulatbonn.de

Frankfurt am MainEschenheimer Anlage33/3460318069 59674www.ruskonsulatfrankfurt.de

HamburgAm Feenteich2022085040 2295201www.generalkonsulat-rus-hamburg.de

LeipzigTurmgutstraße1041550341 5851876www.ruskonsulatleipzig.de

MünchenMaria-Theresia-Straße1781675089 592503www.ruskonsmchn.mid.ru

Alle fünf Generalkonsulate haben an den russischen Feiertagen generell geschlossen.

Russische Botschaft in Österreich

Reisnerstraße45–47103001 7121229www.rusemb.at

Russisches Konsulat

Bürgelsteinstraße250200662 624184

Russische Botschaft in der Schweiz

Brunnadernrain373006031 3520566www.switzerland.mid.ru

Die Konsularabteilungen der russischen Botschaften haben ausschließlich vormittags geöffnet.

Auskunft in Moskau

Ein neu eingerichtetes Callcenter für Touristen aus dem Westen erteilt für alle Lebenslagen kompetent Auskünfte auf Englisch (oder aber auch Russisch). Die Hotline kann unter Umständen auch als Notrufnummer sehr hilfreich sein. 88002200001 und 88002200002.

Banken & Geldwechsel

Im Zentrum der Stadt gibt es an jeder Ecke Wechselstuben und Geldautomaten (bankomat), oftmals auch in den Geschäften. An den Geldautomaten können Sie sowohl Dollar als auch Rubel abheben. Die Gebühr hierfür liegt zwischen 3,50 und 5 Euro – aber Vorsicht, es kann auch deutlich mehr werden. Aber auch internationale Kredit- und Geldkarten werden in vielen Geschäften und den meisten Hotels akzeptiert.

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

HauptstelleMosfilmowskaja uliza569379500www.moskau.diplo.de, Visa- und KonsularabteilungLeninskij Prospekt95a9334311

Botschaft der Republik Österreich

HauptstelleStarokonjuschenny pereulok 17806066www.aussenministerium.at/moskau, Visa- und KonsularabteilungBolschoj Lewschinski pereulok79561660

Botschaft der Schweiz

HauptstelleOgorodnoj Slobody pereulok2/52583830www.eda.admin.ch/moscow, Visa- und KonsularabteilungPretschistenskaja nabereschnaja316413889

Einreise

Es besteht Visumpflicht. Visa sind gegen Vorlage einer formgerechten Einladung oder einer Buchungsbestätigung und eines nach Reiseende noch sechs Monate gültigen Reisepasses bei den russischen Konsulaten erhältlich. Die Visabeschaffung wird von Reisebüros übernommen. In Moskau müssen Sie sich innerhalb von drei Arbeitstagen registrieren; meist machen das Hotel oder Gastgeber. Bei Einreise wird eine Migrationskarte ausgefüllt und abgestempelt, die Sie bei der Ausreise dann wieder abgeben müssen.

Gesundheit

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

European Medical CenterSpiridonewskij pereulok59336655www.emcmos.ru24 Std. BereitschaftMetro7Puschkinskaja

Zahnärztliche Hilfe

German Dental CenterWolotschajewskaja uliza2/17374466www.gdmc.ruMo–Sa 9–21 UhrMetroPloschadj Iljitscha

Apotheken

Apotheken sind in Moskau im Zentrum auf Schritt und Tritt zu finden. Viele Medikamente bekommen Sie rezeptfrei.

Internet

www.goethe.de: Das Moskauer Goethe-Institut informiert über kulturelle Ereignisse; www.themoscowtimes.com: Website der gleichnamigen englischsprachigen Tageszeitung; www.afisha.ru: russische Website des monatlich erscheinenden Veranstaltungsmagazins; www.passportmagazine.ru: englischsprachige Online-Ausgabe des gleichnamigen Magazins mit allerlei Tipps und Adressen; www.moscow-life.com: recht aktuelle Infos auf Englisch von „sleep“ und „shop“ bis „drink“ und „party“.

Internetcafés & Wlan

Viele Cafés und Restaurants sind inzwischen mit WLAN ausgestattet – in Moskau meist WiFi genannt. Reine Internetcafés kommen darum aus der Mode.

Time Online

Wunderbar zum Kaffeetrinken, Smalltalken und Mails kontrollieren; 63 schnelle PCs sind vorhanden. 24 Std. geöffnetManeschnaja Ploschad1Galerie Ochotnyj Rjadwww.timeonline.ruMetro2Ochotnyj Rjad. Weitere Filiale: Komsomolskaja Ploschad 3Metro5Komsomolskaja

Kartenvorverkauf

Theater- und Konzertkarten bekommen Sie über das Servicebüro in Ihrem Hotel. Recht gute Chancen auf Eintrittskarten haben Sie aber auch eine halbe Stunde vor der Vorstellung vor den Theatern, wo Privatleute überzählige Tickets verkaufen.

Mietwagen

Die bekannten internationalen Anbieter sind an den Flughäfen und wichtigsten Bahnhöfen vertreten. Russische Firmen sind oft aber deutlich billiger, meist ab 25 Euro/Tag. Alles darunter ist russische Autoromantik. RealRentACarwww.realrentacar.ru bietet Ladas z. B. schon für ca. 17 Euro/Tag an. Die Abgabestation ist bei kleinen Vermietern meist wieder nur in Moskau. Mindestalter ab 21 Jahre, Kaution zwischen 200 und 800 Euro. Weitere russische Anbieter: www.Arenda-a.com, www.deltarent.ru

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Metro (www.mosmetro.ru) ist von 6–1 Uhr das schnellste Verkehrsmittel. Im Berufsverkehr (7–9 und 18–20 Uhr) ist sie allerdings immer hoffnungslos überfüllt. An der Kasse im Vorraum der Stationen kaufen Sie Magnetkarten (Einzelfahrt 28 Rubel), die an den Schranken an eine Kontaktfläche gehalten werden. Sobald das grüne Licht aufleuchtet, gehen Sie bitte zügig durch die Tore, sonst könnte Ihnen die Sperre an die Beine schlagen. Mit einem Ticket dürfen Sie beliebig lange fahren, solange Sie die Metro nicht verlassen. Es gibt auch 10er-Karten zu kaufen. Moskauer Busse verkehren von 5–2 Uhr. Im Bus und in der Straßenbahn erhalten Sie die Fahrkarten (für 25 Rubel) direkt beim Fahrer oder Schaffner.

Öffnungszeiten

Einheitliche Öffnungszeiten gibt es nicht. Lebensmittelläden haben meist von 8–21 Uhr geöffnet, andere Geschäfte von 10–21 Uhr, Boutiquen machen oft erst um 11 Uhr auf. Kaufhäuser, Einkaufszentren, Boutiquen und Kioske schließen meist um 22 Uhr oder sind 24 Std. lang geöffnet. Märkte: Mo–Sa 8–19, So 8–16 Uhr

Preise

Die Preise für Grundnahrungsmittel sind vergleichsweise niedrig, da die Moskauer mit einem Durchschnittseinkommen von etwa 500 Euro auskommen müssen. Alles andere ist aber meist mindestens so teuer wie in Westeuropa.

Reisewetter

Wegen des Kontinentalklimas können die Winter mit bis zu minus 30 Grad sehr kalt werden. Die angenehmsten Monate sind Juni bis August mit mildem bis warmem Wetter. Unangenehm feuchtkalt können die Übergangsmonate sein.

Schrift

Das russische Alphabet geht auf den Apostel Kyrill (826–886) zurück. Unter Peter dem Großen und nach der Revolution wurde es vereinfacht und umfasst heute 33 Schriftzeichen. Viele gleichen den lateinischen, andere den griechischen Buchstaben. Sie können leichter buchstabieren, als Sie meinen (s. Kasten S. 122).

Sicherheit

Moskau ist nicht so unsicher, wie es scheint. Wenn man sich im Zentrum aufhält, ist es nicht gefährlicher als in jeder anderen europäischen Großstadt.

Stadtrundfahrt

Bei einer Pauschalreise ist bei den meisten Reiseanbietern eine Stadtrundfahrt, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen inklusive. Individualreisende können vergleichbare Besichtigungstouren in der Regel über das Servicebüro des Hotels buchen. Reservierungen sind aber auch über die Websites www.go-to.ru und www.capitaltours.ru (nur auf Englisch und für Gruppen im Bus) möglich.

Strom

In der Regel beträgt die Netzspannung 220 Volt; ein Spannungsadapter ist deshalb nicht notwendig. Selten gibt es noch Steckdosen, die nicht den EU-Standards entsprechen. Für solche Fälle ist es sinnvoll, Steckdosenadapter bereit zu haben.

Taxi

Die offiziellen Taxis sind oft knallgelb, aber nur selten frei. Wenn Sie am Straßenrand winken, halten aber auch viele Privatfahrer an, die mit Taxidiensten ihren Lebensunterhalt verdienen. Vor dem Einsteigen sollten Sie mit dem Fahrer Fahrtziel und Preis vereinbaren – und verzichten, falls er nicht allein im Auto sitzt. Für 10 Euro ist jedes Ziel im Zentrum erreichbar. Versicherungsschutz gibt es in den Privatwagen natürlich nicht, es ist aber besser, als nachts allein nach Hause zu laufen. Einige Hotels bieten einen Taxiservice an. Oft ist wegen der Staus die Metro schneller. Eine Alternative sind tagsüber die Linientaxis. Für 20 bis 70 Rubel fahren die Marschrutka bestimmte Routen, halten aber auf Wunsch überall an. Bestellung Offizielles Taxi (auch englischsprachig): 9408888

Telefon & Handy

Seit 2007 wird Moskau in zwei Vorwahlzonen eingeteilt. Für alle alten Telefonanschlüsse gilt 495, für neue 499. Wenn Sie die Vorwahl nicht kennen, versuchen Sie erst die 495, bei Misserfolg die 499. Vom russischen Festnetz aus wählen Sie noch die 8 vorweg und warten das Freizeichen ab. Wenn Sie mit Ihrem eigenen Handy innerhalb Moskaus telefonieren, wählen Sie 495 bzw. 499. In machen Handynetzen müssen Sie die 7 durch eine 8 ersetzen. Die Vorwahl für Deutschland ist also +49 oder 8-1049. Entsprechend Schweiz +41 bzw. 8-1041 und Österreich +43 und 8-1043. Es gibt automatisches Roaming für alle westeuropäischen Netze. Aber Vorsicht: Es kann teuer werden. Wenn Sie einige Tage bleiben, besorgen Sie sich in einem der vielen Mobil-Center eine Prepaid-Sim-Karte eines russischen Anbieters. In Hotels mit westlichem Standard gibt es Businesscenter mit Telefon, Fax und Internetanschluss. Vom Zentralen TelegrafenamtTwerskaja724 Std. geöffnet können auch Faxe und Telegramme verschickt werden.

Trinkgeld

In Lokalen erwartet man ein Trinkgeld von 10 bis 15 Prozent. Garderoben in Lokalen und Theatern sind kostenlos, die Garderobieren, oft Rentnerinnen, freuen sich aber über einen kleinen Obulus.

Zeit

Die Moskauer Zeit ist Mitteleuropa im Sommer um zwei Stunden voraus, im Winter sogar um drei, da die Zeitumstellung 2011 abgeschafft wurde. In Moskau und St. Petersburg gilt seitdem ewige Sommerzeit, es wird aber diskutiert, zum alten System zurückzukehren oder die Winterzeit im Sommer beizubehalten.

Zeitungen

In Hotels liegt oft gratis die englischsprachige „Moscow Times“ aus. Freitags enthält sie einen Veranstaltungskalender mit allen Terminen für die folgende Woche. Zweimal im Monat erscheint außerdem die „Moskauer Deutsche Zeitung“, monatlich die englischsprachige „Where Moscow“. Deutsche Zeitungen bekommen Sie in vielen großen Hotels.

Zoll

Eine Zolldeklaration für Devisenimport muss nur noch ausgefüllt werden, wenn Sie mehr als 10 000 Dollar nach Russland einführen. Bei der Ausreise können Sie bis zu 3000 Dollar ohne Deklaration mitnehmen. Antiquitäten und Kunstgegenstände dürfen nur mit Genehmigung des Kultusministeriums ausgeführt werden. Bei Rückkehr in die EU dürfen Sie insgesamt Waren im Wert von 175 Euro, 50 g Parfüm, 250 g Kaviar, 200 Zigaretten (oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak) sowie 2 l Wein und 1 l Spirituosen zollfrei einführen.

Events, Feste & mehr

Feiertage

31. Dezember/1. Januar

Silvester/Neujahr, Megafete rund um den Roten Platz

7. Januar

Weihnachten, Mitternachtsmesse in allen Kirchen

23. Februar

Tag des Vaterlandsverteidigers

8. März

Internationaler Frauentag

März/April

Ostersonntag

1. Mai

Tag des Frühlings/der Arbeit

9. Mai

Tag des Sieges, Militärparade auf dem Roten Platz, Kriegsveteranentreffen und Tanz auf zentralen Plätzen

12. Juni

Tag Russlands – 1991 erklärte sich Russland für unabhängig

4. November

Tag der Volkseinheit, neu für die Oktoberrevolutionsfeiern, 1612 wurden polnische Truppen vertrieben

12. Dezember

Tag der Verfassung, nicht arbeitsfrei, 1993 Volksabstimmung über die Verfassung

Veranstaltungen

Januar

Täuferfest: Am 19. Januar Massen-Eisbaden mit Kirchensegen in vielen Parks

Am 25. Januar, dem Studententag, steigen Feten in allen Unis.

Ende Februar/Anfang März

Butterwochewww.masleniza.moskau.ru: Karneval wird hier vor der Fastenzeit gefeiert; mit Bliny-Festessen, Umzügen, Folklore und Troika-Fahrten in Kolomenskoje

März–April

Theaterfestival Goldene Maskewww.goldenmask.ru: Opern-, Ballett- und Schauspieltruppen aus ganz Russland spielen auf allen Bühnen der Hauptstadt.

April

Russian Fashion Weekwww.rfw.ru: Die Modemesse vereint russische und internationale Designer.

Mai

Art Moscowwww.art-moscow.ru: exklusive Kunstmesse ab Mitte Mai

Juni

Internationales Moskauer Filmfestivalwww.moscowfilmfestival.ru: besteht seit 1935 und wird von Jahr zu Jahr internationaler

Juli

Bierfest: Vorbild ist das Oktoberfest. Feuchtfröhliches Massenvergnügen im Sportstadion Luschniki

August

Internationales JazzfestivalKaretny Rjad32291160Metro2, 9Twerskaja, Tschechowskaja: am letzten Augustwochenende im Ermitage-Garten

September

Internationale Moskauer Buchmessewww.mibf.ru: Sie soll auf Dauer so wichtig wie die Frankfurter Buchmesse werden.

Dezember

Art-Manegewww.art-manege.ru: Eine Gemeinschaftsausstellung aller russischen Galerien, die Anfang Dezember stattfindet.

Dezember/Januar

Festival Russischer Winter Mitte Dezember bis 7. Jan. Erleben Sie auf vielen Moskauer Bühnen Klassik und Folklore. Höhepunkt: das Silvesterkonzert im Konservatorium

Bloss nicht

Geld und Dokumente offen tragen

Die Zeit der extremen Massenarmut in Moskau ist vorbei, aber zeigen Sie trotzdem keine Geldbündel. Taschendiebe gibt es immer noch. Tragen Sie Geld und vor allem Dokumente nicht in Außentaschen. Und achten Sie im Gedränge der Metro auf Ihre Handtasche.

Auf Trickdiebe reinfallen

Besonders im Umkreis des Roten Platzes treiben Trickdiebe ihr Unwesen. Lassen Sie sich nicht darauf ein, wenn Ihnen plötzlich ein Passant ein „ eben“ am Boden „gefundenes“ Geldbündel in die Hand drücken will. Sie könnten schnell Opfer einer Erpressung werden.

Aus fremden Flaschen trinken

Wenn Sie schon mit fremden, aber lustigen Moskauern und Moskauerinnen ein Getränk nehmen, dann trinken Sie unbedingt nur aus dem eigenen Glas oder der eigenen Flasche. Lassen Sie sich keine Betäubungs- oder Schlafmittel ins Bier schütten.

Im Berufsverkehr Metro fahren

Die Metro ist meist das schnellste Verkehrsmittel. Aber in der Hauptverkehrszeit von 8 bis 10 und 18 bis 20 Uhr ist die U-Bahn hoffnungslos überfüllt. Wer Gedränge scheut, sollte in dieser Zeit auch die Unterführungen zwischen den Metrostationen im Zentrum meiden.

An Pfützen und unter Eiszapfen stehen

Bei Regen und Tauwetter bilden sich auf den Straßen oft große Pfützen, die von den Autos nicht umfahren werden können. Halten Sie Abstand! Und gehen Sie bei Tauwetter nicht dicht an Hauswänden entlang. Jedes Jahr werden einige Unvorsichtige von herabstürzenden Eiszapfen erschlagen. Nicht jede Gefahrenstelle ist gekennzeichnet. Halten Sie die Augen offen!

Auf hohen Absätzen spazieren gehen

Wenn Sie längere Wege vor sich haben, wählen Sie lieber bequeme Schuhe. Viele Moskauerinnen ziehen im Theater oder bei Empfängen die Highheels erst in der Garderobe an und deponieren die Straßenschuhe dort.

Taxi fahren, wenn der Fahrer nicht allein ist

Sie können immer ein offizielles Taxi per Telefon bestellen, aber auch ein Privatauto am Straßenrand heranwinken, wie es in Moskau üblich ist. Steigen Sie nur ein, wenn der Fahrer allein und dem Anschein nach nüchtern ist.

Hauptstraßen einfach so überqueren

Wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist, nutzen Sie Fußgängerunterführungen und Ampeln, selbst wenn es Umwege bedeutet. Moskauer fahren schnell und ohne Rücksicht auf Fußgänger.

Bücher & Filme

Wächter der Nacht

Der gespenstische Kampf zwischen Vampiren und den Kräften des Lichts vor der Großstadtkulisse zertrümmerter menschlicher Beziehungen war 2006 ein Blockbuster. Regie führte Timur Bakmambetow

Das heilige Buch der Werwölfe

Die Moskauer in Viktor Pelewins Roman können sich jederzeit in Ungeheuer verwandeln. Ein Zerrspiegel der Moskauer Gegenwart

Krieg und Frieden

Der Roman Leo Tolstois und auch dessen vierteilige Verfilmung von 2007 für das ZDF (Regie: Robert Dornhelm) stellen das aristokratische Moskau in der Zeit Napoleons sehr treffend dar

Der Tote im Salonwagen

Boris Akunins Detektiv Fandorin geht im Moskau um 1900 auf Mörderjagd und gerät bei der Suche nach den Hintermännern eines Attentats zwischen die Fronten von revolutionärem Terror und gewissenlosen Bürokraten

12

Zwölf Geschworene, eingesperrt in eine Turnhalle, sollen ein einstimmiges Urteil über einen des Mordes beschuldigten jungen Tschetschenen fällen. Doch als sie anfangen zu reden, kommt alles ganz anders. Regisseur Nikita Michalkow hat die besten russischen Schauspieler für die Neuverfilmung des Sidney-Lumet-Klassikers von 1957 versammelt. Dafür gab es 2008 eine Oscar-Nominierung

-10--5 °C
1 h/Tag

Fakten

Einwohner 12.692.466
Fläche 2.562 km²
Sprache Russisch
Strom 220 V, 50 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 06:53 Uhr
Zeitverschiebung 2 h (zu MEZ)

Anreise

1d 2h 19min
1d 6h 23min
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