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Chicago

Check-in

Düster, unheimlich und erdrückend erscheint die Stadt auf historischen Bildern. Sicher, es hat die legendären Schlachthöfe gegeben, aber heute stehen dort nur noch Ruinen. Die berüchtigten Gangster wie John Dillinger und Al Capone sind längst tot, und die Kriminalitätsrate liegt unter der vieler anderer Städte. Was für eine Überraschung, wenn man zum ersten Mal in diese Metropole kommt und alle Vorurteile von der Wirklichkeit verdrängt sieht.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Ein Korallenriff mitten in Chicago: Haie, Barrakudas und andere, farbenprächtige Fische schwimmen in den Wasserlandschaften des derzeit größten überdachten Aquariums der USA. Das künstliche Meer…
Die Gesellschaft bietet mehr als 60 geführte Touren an, die sich alle mit der einzigartigen Architektur von Chicago befassen. Fachkundige guides kennen die Geschichte der Gebäude bis ins Detail und…
Mit 110 Stockwerken und 430 m Höhe gehört der Turm noch immer zu den eindrucksvollsten Wolkenkratzern. Von 1973 bis 1996 war der Willis Tower (ehemals Sears Tower) das höchste Gebäude der Welt.…
Weitläufiger Park im Norden des Grant Park mit kunstvoll angelegten Gärten und einem großen Freilichttheater. Die Skulptur "Cloud Gate", im Volksmund nur bean (Bohne) genannt, vereint die…
Zwei Bronzelöwen des amerikanischen Bildhauers Edward L. Kemeys bewachen den Haupteingang des renommierten Art Institute, das anlässlich der Weltausstellung 1893 errichtet wurde und in den folgenden…
Naturgeschichte im Überfluss: Nur ein Bruchteil der über 20 Mio. Objekte, die sich im Besitz des Field Museums befinden, ist in dem klassizistischen Prachtbau des Architekten Daniel Burnham…
Seit 1933 eine weltberühmte Institution in Chicago, heute Vorbild für alle anderen interaktiven Museen der Welt: Das Museum of Science and Industry mit seinen über 2000 Ausstellungen und Prä…
Die North Michigan Avenue, zwischen der Brücke über den Chicago River und der Oak Street auch als „Magnificent Mile“ („großartige Meile“) bekannt, markiert das eleganteste Viertel von…

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Entdecke Chicago

Was bleibt ist das extreme Klima, der Wind heult durch die Straßenschluchten: Windy City, ein Beiname, der nicht jedem gefällt. Und das Rattern der Hochbahn, ein Markenzeichen der Stadt. Doch Chicago am Lake Michigan zeigt sich kraftvoll und beeindruckend, eine ausufernde und laute Großstadt – doch gleichzeitig auch weltoffen und kosmopolitisch. Chicago hat die höchsten Wolkenkratzer und längsten Shoppingmeilen, die eindrucksvollste Skyline, die geschäftigste Innenstadt, aber auch unendlich viele Museen, Theater und Kleinkunstbühnen, Diskotheken und Blueslokale, Strände, Parks und Radwege, dazu erstklassige Hotels und Restaurants. Chicago zieht sich 30 Meilen an dem mit vielen Stränden gesäumten Lake Michigan entlang und bietet gut 2,7 Mio. Bürgern ein Zuhause – in der „Chicagoland” genannten Metropolregion mit den Vororten im Umland, leben gut 9,5 Mio Menschen.

Vom Zwiebelfeld zur Metropole

Im 17. Jh. waren Louis Jolliet und Pater Jacques Marquette die ersten weißen Männer am Ufer des Lake Michigan, dort, wo später Chicago entstehen sollte. Damals gab es nur ein paar Indianerhütten und Wälder, in denen wilde Zwiebeln in Hülle und Fülle wuchsen. Deshalb nannten die Chippewa den Ort auch „Shegahg“, das Land der wilden Zwiebeln. Später kamen amerikanische Siedler, und Chicago wuchs zu einer Stadt mit 40 000 Ew. heran. Die Lebensbedingungen waren schlecht, es gab viel Armut. Mit dem Ausbau der Eisenbahn und der Eröffnung des Illinois & Michigan Canal änderte sich die Situation. Chicago wurde zum größten Viehverladebahnhof und zum berühmt-berüchtigten Schlachthof der Nation, zum Verkehrsknotenpunkt und Handelszentrum. Nichts schien diesen Boom aufhalten zu können, bis es am 9. Oktober 1871 zu einer Katastrophe kam. Eine Kuh soll in einem Stall eine Laterne umgestoßen haben. Das Strohfeuer breitete sich rasend schnell aus. Beim Großen Feuer von Chicago mussten über zweihundert Menschen ihr Leben lassen, über 90 000 Menschen verloren ihr Heim und ihre Habe.

Experimentierfeld für Architekten 

Das Unglück wurde aber auch zur Bewährungsprobe für die Bürger. Ein nie erwartetes Wirtschaftswunder ließ die Stadt in neuem Glanz erstrahlen. International anerkannte Architekten nutzten die Gunst der Stunde und planten die höchsten und kühnsten Gebäude. Innerhalb weniger Jahre bauten sie ein neues Chicago auf. Der Wasserturm, eines der wenigen Gebäude, die den Brand unbeschadet überstanden hatten, wurde zum Symbol für den Lebenswillen der Stadt und ihrer Bürger. So entwickelte sich Chicago nach dem Feuer zu einem Experimentierfeld für kreative und avantgardistische Architekten und Künstler. An der Ecke La Salle und Monroe Street errichtete William Le Baron Jenney 1885 eine zehnstöckige Konstruktion aus Stahlrahmen und Steinen, ein für die damalige Zeit revolutionäres Unternehmen. Das Experiment gelang: Das Home Insurance Building war stabiler als alle anderen Häuser, und der Begriff des Wolkenkratzers war geboren.

Höhen und Tiefen

Neue Akzente setzte auch die World’s Columbia Exposition, eine gewaltige Weltausstellung, die 1893 stattfand und auf ideale Weise das Wirtschaftswunder dokumentierte, das Chicago nach dem großen Feuer zu einem neuen Boom verhalf. Die Stadt wuchs zur „Skyscaper City“ heran, mit waghalsigen Wolkenkratzern, kühnen Skulpturen und weitläufigen Parks am Michigansee. Bereits im ersten Jahrzehnt des 20. Jhs. kletterte die Einwohnerzahl über die 2-Mio.-Grenze, nahm der Handel einen beinahe beängstigenden Aufschwung. Elektrische Eisenbahnen verkehrten auf hochgelegten Schienen, ein riesiger Bahnhof wurde eröffnet, und die Filmindustrie entdeckte die Stadt. Die kulturelle Szene explodierte, und die Theateraufführungen und Konzerte konnten sich mit den besten in Europa messen. Zehntausende Farbiger aus dem Süden kamen nach Chicago. Ihre Musik brachten sie mit und verwandelten die Metropole am Michigansee in die „Blues City“. Erst am Schwarzen Freitag des Jahres 1929 läuteten der Börsenkrach und die Weltwirtschaftskrise das Ende des allgemeinen Wohlstands ein – nicht nur in Chicago, sondern in ganz Amerika. Im Zuge der Prohibition in den 1930er-Jahren machte vor allem die organisierte Kriminalität unaufhörlich Profit. Auch Gangsterbosse wie Al Capone und John Dillinger machten sich mit ihren Banden Chicago zur Heimat.

Aus dem Stillstand zum neuen Aufbruch

Die 1960er-Jahre – in Kalifornien eine Ära des Aufbruchs – brachten eine gewisse Stagnation. Chicago hatte Probleme: In den Schwarzenvierteln der City gab es Unruhen, und die Bürger zogen in die Vorstädte. Erst am Ende des Jahrzehnts konzentrierte man sich wieder auf die Innenstadt: Das John Hancock Center entstand, damals mit hundert Stockwerken das fünfthöchste Gebäude auf der Welt. Wie ein gewaltiges Raumschiff ruht das asymmetrische James R. Thompson Center aus Stahl und Glas an der Lake Street. Die Meinungen über dieses 1985 gebaute und vom deutschen Architekten Helmut Jahn entworfene Traumgebilde gehen auch heute noch auseinander, aber alle erkennen den Mut und die Kreativität des Bayern an, der auch im modernen Nebenbau des Board of Trade einen gläsernen, lichtdurchfluteten Innenhof schuf. Die Skyline mit ihren schlanken Wolkenkratzern ist faszinierend, besonders während einer Bootsfahrt vom See oder vom Chicago River aus gesehen, und innerhalb des Loop liegt die Innenstadt, ein durch die Schienen der Hochbahn gebildeter Ring, der sich über fünfunddreißig Blocks erstreckt. Hier spielt das geschäftliche Leben von Chicago die Hauptrolle. Hier liegt der gewaltige, bis zur Spitze 527 m hohe Willis Tower, in dem allein 16 000 Menschen arbeiten, eine Stadt innerhalb der Stadt. Hier verläuft die State Street mit der sieben Blocks langen, gleichnamigen Einkaufsmeile. Und am Seeufer lockt der Millennium Park mit Kunst, Kultur, außergewöhnlicher Architektur, attraktiven weitläufigen Parks und Gartenanlagen.

Grüne Parks, lebhafte Wohnviertel und Kultur

Außerhalb des Loop atmet die Stadt durch, wirkt sie freier und großzügiger. Der Blick weitet sich, besonders auf der prachtvollen Michigan Avenue. Auf der einen Seite erheben sich die Wolkenkratzer des Loop, auf der anderen öffnet sich die Straße zum Grant Park und zum uferlos scheinenden Lake Michigan. Jenseits des Chicago River liegen beschaulichere Wohnviertel wie Streeterville, Old Town oder Lincoln Park, warten teure Boutiquen, exklusive Hotels und Restaurants auf Kunden. An der Universität in Hyde Park im Süden hat Ex-US-Präsident Barack Obama lange Zeit gelehrt und hier mit seiner Familie gelebt. Aus vielen Musikklubs und Lokalen dringt Musik nach draußen. Der Blues, der Memphis und New Orleans vor vielen Jahren verlassen hat, ist in Chicago heimisch geworden. Chicago und Kultur – passt das zusammen? Besuche ein Konzert des phantastischen Chicago Symphony Orchestra. Oder – Englischkenntnisse vorausgesetzt – schau dir eine Theatervorführung der sechzig professionellen Theatergruppen an. Berühmt ist die Stadt auch für ihre Museen und Galerien. Etwas Zeit solltest du mitbringen, nicht nur für die großen drei: In dem Prachtbau des Museum of Science and Industry kannst du die Wunder von Wissenschaft und Technik nicht nur bestaunen, sondern auch mit ihnen experimentieren. Das Field Museum of Natural History gehört mit über 500 fest angestellten und noch einmal genauso vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern zu den größten und gleichzeitig bestbesuchten kulturellen Einrichtungen weltweit. Und in dem bescheiden The Art Institute of Chicago genannten Kunstmuseum an der Michigan Avenue findest du eine überragende Sammlung großer Meister wie Rembrandt, El Greco und vor allem Impressionisten wie Auguste Renoir, Edouard Manet und Claude Monet. Zwei Bronzelöwen des amerikanischen Bildhauers Edward L. Kemey flankieren den Eingang und blicken auf den Beginn der legendären Route 66 an der Kreuzung Michigan Avenue und Jackson Street, die erst am Pier von Santa Monica am fernen Pazifik endet. „Interaktiv“ heißt das Zauberwort. Aus dem „hands up“ (Hände hoch) der Gangster-Ära wurde ein „hands on“ (Hände drauf). In den Museen von Chicago darfst du (fast) alles anfassen und wirst auf spielerische Weise an die Geheimnisse von Wissenschaft und Technik herangeführt.

Lass dir Zeit

In ein paar Tagen ist diese Stadt nicht zu schaffen. Deshalb solltest du gleich gar nicht damit starten, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen. Ein Blick vom Hancock Observatory, die Mittagspause vor dem James R. Thompson Center, der Besuch des Museum of Science and Industry, am Abend gemütlich in einen Bluesclub – so könnte ein perfekter Chicago-Tag aussehen. Die Stadt sehen, hören, riechen und schmecken, mit dem Fahrrad am Ufer des Lake Michigan, unter der ratternden Hochbahn im Loop, am Hotdog-Stand beim Chicago River, im Karussell auf dem Navy Pier – erlebe Chicago mit allen Sinnen! The Windy City. Die energische Stadt mit den breiten Schultern. Glitzernd und grundehrlich. Amerikanisch. Auf Fortschritt gepolt und dem übrigen Amerika oft einen Schritt voraus. Frank Lloyd Wright, der große Architekt, sagte: „Irgendwann wird Chicago die letzte schöne Großstadt der Welt sein.“

Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Linienflüge ab Frankfurt kosten je nach Saisonzeit und Airline 500- 1200 Euro. Alle internationalen Flüge enden auf dem O'Hare International Airport (ca. 25 km nordwestlich der Innenstadt). Die Blue Line der U-Bahn/El (tagsüber alle 10, abends alle 30 Min., Dauer 45 Min., 5 Dollar) verbindet den Flughafen mit der City. Eine Taxifahrt kostet ca.40 Dollar, die Wagen werden zugewiesen. Sie können das Taxi mit anderen Fahrgästen teilen, dann wird es billiger (shared ride). Der Airport Express bringt Sie für 25-30 Dollar ins Stadtzentrum (tgl. 4-23.30 Uhr).

Inlandsflüge enden auf dem kleineren Midway Airport (ca. 16 km südwestlich der Stadt). Verbindungen: Orange Line der U-Bahn/El (alle 7-15 Min.), Taxi (ca. 25 bzw. 13 Dollar bei shared ride), Shuttlebus (20-25 Dollar, tgl. 5.15-22.30 Uhr).

Bahn

Die Eisenbahn ist in den USA wenig populär. Wer dennoch auf die Züge von Amtrak schwört, sollte sich einen preiswerten Rail Pass (15, 30 oder 45 Tage Gültigkeit) in einem Reisebüro außerhalb der USA besorgen. www.amtrak.com

Bus

Busreisen: Greyhound unterhält ein weit verzweigtes Netz in den USA. www.greyhound.com

Auto

Auto: Fünf Interstates verbinden Chicago mit anderen Städten. In der Stadt sollten Sie den Mietwagen in der Garage lassen.

Auskunft vor der Reise

Illinois Bureau of Tourism

Scheidswaldstr. 73 | 60385 Frankfurt/Main | Tel. 069 25538280 | www.discoverillinois.de, www.wiechmann.de

Auskunft in Chicago

Chicago Convention and Tourism Bureau

Chicago Cultural Center | Ende Mai-Aug. Mo-Do 9-19, Fr/Sa 9-18, So 10-18 Uhr | 78 E. Washington St. | Chicago | IL 60602 | Tel. 312 7442400 | www.choosechicago.com

Chicago Water Works Visitor Center

Ende Mai-Aug. Mo-Do 9-19, Fr/Sa 9-18, So 10-18 Uhr | 163 E. Pearson, Ecke Michigan Ave. | Tel. 312 7448783 | www.explorechicago.org

Banken & Geld

Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 9-15, 16 oder 17 Uhr

Währung ist der amerikanische Dollar (= 100 Cents). Münzen gibt es zu 1, 5, 10 und 25 Cents, seltener auch zu 50 Cents und 1 Dollar, Scheine zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar. Alle Scheine haben dieselbe Größe und Farbe.

Wechseln Sie schon zu Hause Geld, einen Teil in US-Dollar-Reiseschecks, die fast überall wie Bargeld akzeptiert werden. Umtausch in Chicagos Innenstadt: World's Money Exchange | 203 N. La Salle St. | Tel. 312 6412151.

Unbedingt zu empfehlen ist eine Kreditkarte (zum Bezahlen der Hotelrechnung oder des Mietwagens ist sie beinahe unerlässlich), möglichst Mastercard/Eurocard oder Visa. Mit den meisten Kreditkarten kann man an Geldautomaten (ATM) amerikanische Dollar abheben.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Generalkonsulat

676 N. Michigan Ave. | Chicago | Suite 3200 | Tel. 312 2020480 | germany.info

Generalkonsulat Österreich

31 E. 69th St. | New York | NY 10021 | Tel. 212 7376400 | www.bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft

72900 Cathedral Ave. | Washington, DC 2008 | Tel. 202 7457900 | www.eda.admin.ch

Einreise

Bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen genügt ein maschinenlesbarer Reisepass (mindestens bis Ende der Reise gültig). Sie müssen sich spätestens drei Tage vor Abflug online anmelden unter www.cbp.gov/xp/cgov/travel/id_visa/esta (Kosten: 14 Dollar) und außerdem ein Formular des Pilot Waver Program ausfüllen, das im Flugzeug verteilt wird.

Aus Sicherheitsgründen fotografiert der Immigration Officer jeden Besucher und nimmt Fingerabdrücke. Genaue Informationen zu den relativ häufig wechselnden Einreisebestimmungen finden Sie auch unter german.germany.usembassy.gov.

Gesundheit

Vor der Reise empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung. Es bestehen keine Versicherungsabkommen zwischen Deutschland, Österreich oder der Schweiz und den USA, und Sie müssen Ihre Rechnung sofort begleichen (auch mit Kreditkarte möglich). Wenden Sie sich im Krankheitsfall an die Ambulanz eines Krankenhauses oder an die Chicago Medical Society (Tel. 312 6702550). Informationen im Web: www.fit-for-travel.de

Go-Chicago card

Die unterschiedlich lang gültige GoChicago Card (1 Tag 79,99 Dollar, 2 Tage 115,99 Dollar, 3 Tage 149,99 Dollar, 5 Tage 179,99 Dollar) bietet bei 25 Sehenswürdigkeiten freien Eintritt. Man erhält sie z.B. im Shop des Chicago Cultural Center (78 E. Washington St.).

Internet & Wlan/Wifi

Informationen über Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants: www.discoverillinois.org | www.choosechicago.com | chicago.metromix.com | chicago.citysearch.com | www.chicagoist.com

WLAN (in den USA: WiFi) gibt es in den meisten großen Hotels (oft kostenlos, ggf. Zugangscode erfragen), im Coffee Shop Starbuck's mit seinen vielen Filialen, in zahlreichen Restaurants und McDonald's-Filialen und kostenlos auch in der Harold Washington Library (400 S. State St.), im Millennium Park (55 N. Michigan Ave.), auf der Daley Plaza (50 W. Washington St.) und im Cultural Center (78 E. Washington St.) sowie in den meisten Büchereien. Die Pläne, die gesamte Innenstadt mit WiFi auszustatten, wurden vorerst auf Eis gelegt.

Konfektionsgrössen

Die amerikanischen Größen sind jeweils zuerst aufgeführt.

Damen

Kleider, Kostüme: 10=38, 12=40, 14=42, 16=44, 18=46, 20=48

Schuhe: 51/2=36, 6=37, 7=38, 71/2=39, 81/2=40, 9=41

Herren

Anzüge: 36=46, 38=48, 40=50, 42=52, 44=54, 46=56, 48=58

Hemden: 14=36, 141/2=37, 15=38, 151/2=39/40, 16=41, 161/2=42, 17=43

Schuhe: 61/2=39, 71/2=40, 81/2=41, 9=42, 10=43, 101/2= 44, 11=45

Masse & Gewichte

1 inch = 2,54 cm

1 foot = 30,48 cm

1 mile (1 Meile) = 1,609 km

1 US-Gallone = 3,787 l

1 ounce = 28 g

1 pound = 0,4555 kg

Temperaturen

Umrechnungsformel von Fahrenheit in Celsius: Fahrenheit minus 32 mal 5 geteilt durch 9 (z. B. 85 °F minus 32 = 53, 53 mal 5 = 265, 265 geteilt durch 9 = 29,4 °C).

Medien

Die bekannteste Zeitung ist die Chicago Tribune. Die Chicago SunTimes ist ein besseres Boulevardblatt. Überregional bieten sich USA Today und die New York Times an. Europäische Publikationen finden Sie am Flughafen und in Spezialshops. Über aktuelle Veranstaltungen in der Stadt informiert der kostenlose Chicago Reader.

Mietwagen

Die großen Firmen findet man in der Innenstadt und am Flughafen. Tel. kostenlos in den USA: Alamo 1888 8266893 | Avis 18006 333469 | Budget 1800 2187992 | Hertz 1800 6543131 | National 1888 8266890

Sie brauchen den Führerschein Ihres Heimatlands und müssen in der Regel 21 Jahre alt sein. Unverzichtbar sind Kreditkarte oder Kaution, denn manche Firmen vermieten nicht gegen Bargeld. Unbedingt nach Sonderangeboten erkundigen! Gibt man den Wagen in einer anderen Stadt zurück, fällt eine beträchtliche drop-off charge an.

Notruf

Polizei, Feuerwehr und Ambulanz: Tel. 911

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Busse und Bahnen (El-Hochbahn und U-Bahn) der Chicago Transit Authority (CTA) bilden ein dichtes Netz. Die einfache Fahrt kostet 2,25 Dollar ohne Umsteigen. An Automaten werden aufladbare Magnetkarten ausgegeben. Preisgünstig fährt man mit 1-, 3-, 7- oder 30-Day Passes (ab 10 Dollar), die es an einigen Stationen und in den Visitors Service Centers gibt. Tel. 312 8367000 | www.transitchicago.com

Außerhalb des Stadtgebiets verkehren Vorortbusse. Tel. 312 8367000 | www.pacebus.com

Die Züge der Metra Railroad verbinden Chicago mit den meisten Vororten (zahlreiche Bahnhöfe, z. B. Union Station zwischen Adams und Canal St.). Tel. 312 3226777 | www.metrarail.com

Parken

Parkplätze sind selten und teuer. Für einen Parkplatz am Straßenrand müssen Sie an einem nahen Automaten ein Ticket ziehen und hinter die Windschutzscheibe legen. Parkhäuser verlangen horrende Preise! In der Parkgarage des Millennium Parks (noch relativ günstig) zahlen Sie ca. 24 Dollar für die ersten drei Stunden. Wer gegen die Parkregeln verstößt, wird sofort abgeschleppt. Bessere Restaurants bieten "Valet Parking" an - ein Bediensteter parkt Ihren Wagen während des Besuchs (kostet ab 15 Dollar aufwärts).

Post

Postämter: 100 W. Randolph St. (Mo-Fr 8-17.30 Uhr) | 222 Merchandise Mart (Mo-Fr 10-17.30 Uhr) | 211 S. Clark St. (Mo-Fr 7-18 Uhr) | 5 S. Wasbah Ave. (Mo-Fr 12-17 Uhr)

Reisezeit

Nach Chicago fliegt man am besten im Frühjahr oder Herbst. Die Sommer können nämlich sehr warm, die Winter erbärmlich kalt werden. Vom Lake Michigan weht sehr häufig ein kalter Wind herüber, deshalb sollte man immer wetterfeste Kleidung mitbringen.

Spirituosen, Bier & Wein

Alkohol (auch Bier) darf man erst mit 21 trinken. Sollte man Ihnen Ihr Alter nicht ansehen, sollten Sie Pass oder Führerschein dabeihaben. Keine offenen Flaschen oder Dosen im Wagen mitführen, die Polizei greift sofort ein. Alkohol kauft man in Supermärkten und Liquor Stores.

Sport

Im Lake Michigan kann man Lachse und Forellen fangen; Lizenzen gibt es in Angelgeschäften. Ab Burnham Park Harbor werden auch Angeltouren per Boot angeboten.

Mit dem Fahrrad können Sie die 40 km langen "Bike Routes" am Ufer des Lake Michigan erkunden. Bicycle Station (Miete ab 9 Dollar/Std. | Millennium Park | www.bikechicago.com)

Segelboote werden auch mit Skipper vermietet: Chicago Sailing Club (Miete ab 55 Dollar/Std., 2 Std. Minimum zzgl. Steuern | Belmont Harbor | Tel. 773 8717245 | www.chicagosailing.com)

Steuern

In Chicago gilt eine sales tax (Verkaufssteuer) von 9,25 Prozent auf den ausgezeichneten Preis. Die hotel room tax beträgt 16,4 Prozent.

Strom

Netzspannung: 110 Volt. Für Steckdosen brauchen Sie einen Adapter, der in Kaufhäusern erhältlich ist.

Taxi

Basispreis 2,25 Dollar für die erste 1/9-Meile, 50 Cent für jede weitere Person, pro 1/9-Meile werden 20 Cent abgerechnet; Benzinzuschlag 50 Cent. Einige Firmen: Yellow Cab (Tel. 312 8294222) | Flash Cab (Tel. 773 5614444) | Checker Cab (Tel. 312 2432537)

Telefon & Handy

Von den USA nach Deutschland: 01149 (dann Vorwahl ohne 0 und die Teilnehmernummer); nach Österreich: 01143; in die Schweiz: 01141; Vorwahl in die USA: 001. Ortsgespräche kosten 50 Cent. Nummern, die mit 1-800, 1-877 oder 1-888 beginnen, sind gebührenfrei. Telefonnummern in den USA bestehen aus einer dreistelligen Vorwahl (area code) und der siebenstelligen Nummer. Bei Ferngesprächen eine 1 vor dem area code wählen, bei Ortsgesprächen lässt man die Vorwahl weg. Bei Problemen hilft der Operator (Tel. 0).

Festnetz: In vielen Läden kann man preiswerte calling cards (Telefonkarten, ab 5 Dollar) kaufen.

Anrufe nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz sind nur mit Tri- oder Quad-Band-Handys (funktionieren auch innerhalb der USA) möglich, die Gebühren sind allerdings hoch. Cell Phones (Handys) können Sie z. B. bei Mietwagenfirmen mieten. Empfehlenswert ist der Kauf eines Prepaid-Handys (im Supermarkt oder bei Walmart) oder der Kauf einer (Prepaid-)SIM-Karte (z. B. bei T-Mobile), die man nach Belieben auffüllen kann. Wer über Internetzugang verfügt, kann zudem (nahezu) kostenlos per Skype international telefonieren.

Tickets

Karten für die meisten Veranstaltungen können Sie mit Kreditkarte bestellen bei Ticketmaster (Tel. 800 6538000 u. 800 7453000 | www.ticketmaster.com) oder bei Gold Coast Tickets (Tel. 312 6446446). Am Tag der Veranstaltung gibt es Tickets zum halben Preis bei den Hot Tix Ticket Centers (www.hottix.org). Sie müssen in einer der Filialen abgeholt werden: 108 N. State St., Historic Water Tower Visitor Information Center, 72 E. Randolph St.

Trinkgeld

In Restaurants und Taxis gibt man 15-20 Prozent der Rechnungssumme, ein Gepäckträger bekommt 1 Dollar pro Koffer, der Zimmerservice sollte ca. 1 Dollar pro Nacht erhalten. Jede Dienstleistung sollte mit einem "Tip" belohnt werden.

Zeit

MEZ minus sieben Stunden. Zur Sommerzeit ("Daylight Savings Time", zweiter März- bis erster Novembersonntag) werden die Uhren eine Stunde vorgestellt.

Zoll

Einfuhr in die USA: Erlaubt sind 1 l Spirituosen, 200 Zigaretten und 100 Zigarren und Geschenke bis 100 Dollar. Zollfrei in die EU: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen über und 2 l Spirituosen unter 22 Prozent, 50 g Parfum und 250 g Eau de Toilette sowie Souvenirs für 430 Euro (ww.zoll.de). Sonderregelungen für die Schweiz: www.ezv.admin.ch/zollinfo_privat

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Jan.

New Year's Day

Dritter Mo im Jan.

Martin Luther King Jr. Day

Dritter Mo im Feb

President's Day

Letzter Mo im Mai

Memorial Day

4. Juli

Independence Day

Erster Mo im Sept.

Labor Day

Zweiter Mo im Okt.

Columbus Day

11. Nov.

Veterans Day

Letzter Do im Nov.

Thanksgiving

25. Dez.

Christmas Day

Feste & Festivals

Februar

African-American History Month: Veranstaltungen, Vorträge und Shows zur afrikanisch-amerikanischen Geschichte im Chicago Cultural Center, im Museum of Science and Industry und im DuSable Museum of African-American History

März

St. Patrick Day's Parade: Am Samstag, der dem 17. März am nächsten liegt, lassen es die Iren ordentlich krachen: Der irische Nationalfeiertag wird mit einem lauten Umzug auf dem Columbus Drive gefeiert.

März-September

Neighbourhood Festivals: ethnisch gefärbte Stadtteilfeste, z. B. "Neighborhoods of the World at Navy Pier" (Musik, Tanz, Essen) im Frühjahr, das "Cinco de Mayo Festival" im Mai mit lateinamerikanischen Gruppen und das "African/Caribbean International Festival of Life" (Musik, Kunst) im Juli

Juni

Printer's Row Lit Fest: Die Printer's Row (Dearborn Street zwischen Congress und Polk) ist für ihre guten Buchhandlungen bekannt. In der ersten Juniwoche werden neue und antiquarische Bücher auf offener Straße angeboten, und auf sieben Bühnen lesen Bestsellerautoren und junge Talente aus ihren Werken.

Chicago Blues Festival: Am ersten Juniwochenende feiert die "Stadt des Blues" ihre Musik. Das Festival gehört zu den bedeutendsten Musikveranstaltungen in den Staaten.

Chicago Gospel Music Festival: Konzerte mit den besten Gospelkünstlern des Landes

Juni/Juli

Taste of Chicago: Die besten Restaurants der Stadt bieten Kostproben an. Ende Juni/Anfang Juli wird im Grant Park zehn Tage lang aus allen Töpfen genascht.

Artworks on Michigan Avenue: traditionelles Kunstfestival, seit über 20 Jahren immer Anfang Juli

August

Northhalsted Market Days: großes Fest auf der Halsted Street zwischen Belmont Avenue und Addison Street. Livemusik auf drei Bühnen, viele Stände mit Kunsthandwerk und Speisen

Chicago Air & Water Show: Riesenspektakel mit Flugzeugen und Booten aus mehreren Jahrzehnten

September

The Grant Park Jazz Festival: traditioneller Treff für Liebhaber des Jazz. Bekannte Künstler und Talente aus der Region spielen im Grant Park (ab Ende Aug.).

Chicago Gourmet: Fünfzig Spitzenköche bieten kulinarische Kostproben aus ihren Restaurants, dazu Wein von über dreihundert Weinkellereien. Vorsicht: lange Schlangen vor den Pavillons!

November

Magnificent Mile Lights Festival: Die Amerikaner lieben Paraden und bunte Lichter. Bei diesem Event am Samstag vor Thanksgiving bekommen sie beides: Beleuchtete Disneyfiguren treffen den Weihnachtsmann auf der "Mag Mile", und die Ladenbesitzer verschenken Schokolade.

Bloss nicht

Oben ohne baden

Der Oak Street Beach am nördlichen Ende der Magnificent Mile und der North Avenue Beach sechs Blocks weiter nördlich gehören zu den beliebtesten Stränden am Lake Michigan. Aber auch wenn Chicago eine recht aufgeklärte Stadt ist: Baden Sie niemals oben ohne. Was in Europa erlaubt ist oder zumindest stillschweigend geduldet wird, ist im puritanischen Amerika noch lange nicht selbstverständlich. Sie wandern deshalb zwar nicht ins Gefängnis, fangen sich aber zumindest neugierige bis missbilligende Blicke ein. Empfindliche Bürger rufen möglicherweise sogar die Polizei.

In Touristenfallen tappen

Zu den größten Touristenfallen der Stadt gehört das Navy Pier. Schlimm genug, dass die meisten Attraktionen hohe Eintrittspreise verlangen, aber essen und trinken sollte man möglichst woanders. Wasser z. B. kostet auf dem Pier, aber auch im Hancock Building, im Willis Tower und in den Museen mehr als doppelt so viel wie in einem Supermarkt. Gleiches gilt für Ansichtskarten, die man am preiswertesten in einem Drugstore kauft. In den Museen sollten Sie sich nach den Tagen mit freiem Eintritt erkundigen, in Restaurants nach der Happy Hour (zwei Drinks für den Preis von einem, meist gibt es kostenlose Snacks) und in Kinos nach den Matineen.

Respektlos gegenüber der Polizei sein

Amerikanische Polizisten verstehen keinen Spaß und gehen wesentlich rücksichtsloser als ihre Kollegen in Europa vor, wenn sie einem Verdächtigen auf der Spur sind. Amerikaner wissen das, bleiben im Auto sitzen und lassen die Hände auf dem Lenkrad liegen, wenn sie angehalten werden. Auch dann, wenn sie nichts ausgefressen haben. Machen Sie es genauso. Auf der anderen Seite sind die Cops auch freundlich, wenn sie nach dem Weg gefragt werden, und sie helfen Ihnen, wenn Sie mit einer Panne festsitzen.

Durch dunkle Straßen gehen

Auch falls Sie bei Chicago noch immer an Al Capone und Rassenunruhen denken: Die Stadt ist nicht gefährlicher als Frankfurt, Zürich oder Wien. Wie in vielen anderen US-amerikanischen Städten kehrt das Leben in die Innenstadt zurück, und man ist sogar nachts, auch in der Hochbahn, sicher. Wer nicht die Rolex sichtbar am Handgelenk trägt oder mit Hundert-Dollar-Scheinen wedelt, hat kaum etwas zu befürchten. Natürlich sollten Sie besonders nachts dunkle Ecken, leere Bahnhöfe und Gassen meiden. Nehmen Sie ein Taxi! Wenn überhaupt, drohen Gefahren nur noch im Umfeld der großen Wohnblöcke, z. B. in den ehemaligen Slums von Cabrini Green (westlich der Orleans St.), und abseits des Hyde Parks.

Bücher & Filme

Chicago

Das 1926 uraufgeführte Musical von John Kander war auch in der Filmversion mit Renée Zellweger, Catherine Zeta-Jones und Richard Gere ein Erfolg. Mitreißende Songs entführen ins Chicago der 1920er-Jahre (2002)

Der Clou

Auch ohne Computertechnik fühlt man sich in dieser Gaunerkomödie von George Roy Hill mit Paul Newman und Robert Redford ins Chicago des Jahrs 1936 zurückversetzt (1973)

Die Unbestechlichen

Der Kriminalfilm ("The Untouchables") von Brian de Palma schildert den Kampf des Agenten Eliot Ness (Kevin Costner) und seiner Kollegen (Oscar für Sean Connery) gegen Al Capone (Robert de Niro), der schließlich wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis muss (1987)

Blues Brothers

In der Comedy-Kultsendung "Saturday Night Live" waren die Blues Brothers mit John Belushi und Dan Aykroyd ein Running Gag. Die Rollen der beiden Soul- und R&B-Musiker machten den Darstellern so viel Spaß, dass John Landis einen Spielfilm mit den schwarz gekleideten Brillenträgern drehte (1980)

Der Dschungel

In seinem ersten Roman ("The Jungle") prangert der sozialkritische Autor Upton Sinclair 1906 die Zustände in einer Chicagoer Fleischfabrik Anfang des 20. Jhs. an

Die Frauen

T. C. Boyle hat sich auf die ihm eigene respektlose und doch liebevolle Weise dem Leben des berühmten Architekten Frank Lloyd Wright gewidmet. Großartig! (2009)

0-9 °C
4 h/Tag
8 °C

Fakten

Einwohner 2.716.000
Fläche 606 km²
Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 04:51 Uhr
Zeitverschiebung -7 h (zu MEZ)

Anreise

9h 25min
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