Budapest

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Willkommen in Budapest

Was für ein Panorama! Von der Fischerbastei schweift der Blick über die Donau und ihre Brücken auf die ungarische Hauptstadt. Budapests Pracht macht die Stadt zu dem, was sie sein will und sein soll: zu einer Metapher für das Selbstverständnis eines kleinen, aber dennoch großen Landes. Schon die Lage ist einzigartig: Der Stadtteil Buda liegt auf den Höhen der Budaer Berge, ihm gegenüber – jenseits der Donau – erstreckt sich das flache Pest, und an beiden Ufern reihen sich architektonische Schmuckstücke aneinander: am Pester Ufer das Parlament und viele prächtige Bürgerhäuser, am Budaer Ufer der gewaltige Burgpalast und der Gellértberg mit seiner Zitadelle. Zehn Brücken überspannen die Donau, und sie tragen viel zum Charme der Hauptstadt bei.

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10h 23min
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Auftakt

Entdecken Sie Budapest!

Budapest ist auch gut 25 Jahre nach der Wende eine Stadt im Um- und Aufbruch. Sie ringt um Authentizität, Modernität und mehr Lebensqualität. Glänzender wird die Stadt mit jedem Jahr. Dafür steht beispielsweise das Projekt „Neues Stadtzentrum“: Vom Szabadság tér bis zum Kálvin tér zieht sich nun die neue verkehrsberuhigte „Pester Hauptstraße“, und der Platz Március 15. tér an der Elisabethbrücke wurde sehr schön neu gestaltet. Bei Redaktionsschluss standen zudem die Wiedereröffnung der Pester Redoute und der prächtigen Liszt-Ferenc-Musikakademie am Liszt Ferenc tér auf dem Programm.

1,7 Mio. Menschen leben in der Hauptstadt. Schon diese Zahl steht für ihre Bedeutung. Debrecen, Ungarns zweitgrößte Stadt, bringt es nur auf 207 000 Einwohner. 17 Prozent aller Einwohner Ungarns leben in Budapest. Auf Berlin übertragen hieße das, die Stadt hätte nicht 3,4 Mio. Einwohner, sondern fast 14 Mio. Budapest ist die Inkarnation des ungarischen Nationalstolzes, ist der Kopf, das Herz und die Seele des Landes. Die Budapester sind eine besondere „Spezies“.

Ein Beispiel ist Ilona: Die 33-jährige Kreditfachfrau hat den Sprung von der Provinz in die Hauptstadt geschafft. Sie verdient mit 200 000 Forint netto überdurchschnittlich gut und besitzt eine Eigentumswohnung. Wohnungseigentum ist für die Budapester, wie für alle Ungarn, das A und O. Ilonas Wohnung ist nur 40 m2 groß, und trotzdem verschlingen der Kredit und die Nebenkosten mehr als die Hälfte des Einkommens. Bei dem, was übrig bleibt, ist an den Kauf eines Autos nicht zu denken. Zur Arbeit geht es mit Bus und Bahn – auch das hat Ilona mit den meisten Budapestern gemeinsam. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind die wichtigsten Fortbewegungsmittel und während des Berufsverkehrs regelrecht belagert.

Nirgendwo sonst im Land wird so gut verdient wie in Budapest. Den Arbeitnehmern eröffnet ihre Arbeit aber kaum Chancen auf Wohlstand – bei Lebenshaltungskosten, die weitgehend auf Westniveau liegen, ermöglichen die Löhne nur ein bescheidenes Dasein. Der Alltag ist für die meisten Budapester hart, und dennoch sind sie die größten Fans ihrer Stadt. Denn in Budapest spielt die Musik: Die Märkte haben ein Angebot, das es so nur in Budapest gibt, internationale Musikgrößen treten nur in der Hauptstadt auf, und nur hier laufen die großen Filme an, finden die großen Sportereignisse und Festivals statt.

In den Sommermonaten ist Budapest ein einziges Open-Air-Eldorado. Donauufer und Margareteninsel, Stadtwäldchen, Parks und Budaer Berge: Budapester machen die Stadt in jeder freien Minute zu ihrem Tummelplatz. Sie gehen raus – und sie gehen aus. Das gilt auch für Familien: Lájos und Lydia wohnen mit ihren zwei Kindern in einem Plattenbauhochhaus auf der Budaer Seite. Das Budget ist knapp, aber an Erlebnissen mit den Kindern wird nicht gespart. Zoo, Zirkus, Kindereisenbahn, Skaten auf der Margareteninsel, Ausflüge in die Shoppingcenter und in die Budaer Berge – die Familie hat sich in Budapest einen bunten Lebens- und Erlebnisraum abgesteckt.

Auch Essengehen gehört trotz knapper Kassen zum Leben wie die Luft zum Atmen. Bevorzugte Ziele sind die vielen preiswerten Restaurants. Die lassen in puncto Service und Sauberkeit zwar viele Wünsche offen, aber sie sind beliebte Treffpunkte. Man kann es sich dort bei ungarischer Kost stundenlang gut gehen lassen. Jugendliche finden McDonald's und Burger King schick, aber die meisten jungen Budapester sind weit weniger vom Familienleben abgenabelt als Gleichaltrige in westlichen Ländern. Das gemeinsame Essen mit der Familie ist heilig.

Eine Vertreterin der älteren Generation ist Mártha: Sie wurde in Budapest geboren und ist der Stadt ihr Leben lang treu geblieben. Für die 83-Jährige ist eine Tasse Kaffee im Hotel Astoria der pure Luxus. Dort trifft sie sich mit ihren Freundinnen – und das, sagt Mártha, muss sein, auch wenn die 80 000 Forint Rente das eigentlich nicht erlauben. Eine weitere Freude sind die Besuche im Thermalbad. Rentner können öffentliche Verkehrsmittel kostenlos benutzen, das macht mobil. Und therapeutische Anwendungen gibt's auf Krankenschein. Vor allem für ältere Menschen sind Budapests Thermalbäder mehr als nur Heilbäder, sie sind Kontaktbörse und Unterhaltung.

Aus allem das Beste machen, darin sind alle Budapester geübt. Vor allem aber verbindet sie eines: Budapester sind – Budapester. Gesegnet mit dem unerschütterlichen Selbstbewusstsein, tempo- und tonangebend zu sein. Wochentags bevölkern sie ihren städtischen Kosmos, freitags beginnt in den Sommermonaten der Exodus. Bevorzugte Ziele sind der nahe gelegene Velence-See, der Balaton (Plattensee) und das Donauknie. Zu den Stadtflüchtern gehören Budapester, die sich in den sozialistischen Jahren ein Ferienhäuschen zulegen konnten, oder die Freunde und Verwandte besuchen. Oder sie haben Ferienschecks im Gepäck, eine Art Urlaubsgeld von Betrieben. Budapester sind Großstädter einer etwas anderen, typisch ungarischen Art. Wichtiger als das Ich ist das Wir, familiäre Bande sind eine tragende Säule des Lebens. Familienmitglieder halten zusammen, feiern gemeinsam Geburtstage, Ostern und Weihnachten, sind die wichtigsten Unterstützer in der Not. Soziale Beziehungen prägen den Alltag in jedem Alter: In den Studentenwohnheimen werden Freundschaften fürs Leben geschlossen, es wird zusammen gefeiert und gekocht. Teure Kino- und Clubbesuche sind zwar die Ausnahme, aber reichlich Spaß ist trotzdem garantiert.

Hunderttausende Budapester sind am wichtigsten Nationalfeiertag, dem Stephanstag am 20. August, auf den Straßen, Plätzen und Brücken unterwegs. Geschichte ist in Budapest und in den Köpfen der Budapester allgegenwärtig. Die Geschichtsschreibung des Landes beginnt 896 mit der „Landnahme“ der sieben Magyarenstämme unter der Führung des Fürsten Árpád. Eine herausragende Stellung nimmt der erste ungarische König Stephan ein, der im Jahr 1000 gekrönt wurde. An ihn erinnert die Stephanskrone im Budapester Parlament. Nachdem die Mongolen 1241/42 das Land überrannt hatten, baute König Béla IV. auf dem Burgberg eine erste Burg. König Matthias (1458–90) ließ sie im Renaissancestil ausbauen. Dieser goldenen Ära folgte die 160 Jahre anhaltende Besetzung durch die Türken (1526–1668). Als der Kampf gegen die Besatzer erfolgreich endete, waren Buda und Pest vollkommen zerstört.

1941 trat Ungarn an der Seite Deutschlands in den Zweiten Weltkrieg gegen die Sowjetunion ein. Während der von den ungarischen Pfeilkreuzlern unterstützten Terrorherrschaft der Nazis wurde das Budapester jüdische Viertel zum Ghetto und für Tausende zum Grab. Am Ende des Krieges lagen weite Teile der Stadt in Trümmern. 1947 kam die Kommunistische Partei an die Macht. Proteste von Budapester Studenten gaben 1956 den Anstoß zum Widerstand gegen das Regime; der Aufstand der „Konterrevolutionäre“ wurde blutig niedergeschlagen. Jahrzehnte später, in der Nacht zum 11. September 1989, öffnete Ungarn seine Grenze und ermöglichte rund 100 000 DDR-Bürgern – darunter vielen, die in einem Budapester Lager untergebracht waren –, die Flucht. Am 23. Oktober, dem 33. Jahrestag des Aufstands von 1956, wurde von einem Fenster des Budapester Parlaments aus die Republik Ungarn ausgerufen. Damit war die sozialistische Volksrepublik Geschichte.

In den letzten zwanzig Jahren waren die Scheinwerfer in Budapest vor allem auf die blühenden Stadtlandschaften gerichtet: auf die wunderbar restaurierten Glanzlichter des historischen Budapest, auf die gewaltigen internationalen Investitionen in Shoppingcenter und Luxusimmobilien, auf Großprojekte wie das Millenniumsviertel an der Lagymányosi-Brücke. Ausgeblendet blieben die Schattenseiten des Fortschritts. Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Finanznot der öffentlichen Haushalte und die sozialen Spannungen verschärft. Selbst im liberalen Budapest hat das Wort „international“ keinen guten Klang mehr. Es steht für die internationalen Konzerne hinter den massiv gestiegenen Rechnungen für Strom und Gas, für die Banken, bei denen viele Wohnungseigentümer in der Kreide stehen – bedroht von der Gefahr, das Dach über dem Kopf zu verlieren –, und es steht für die vielen Bestechungsskandale im Zusammenhang mit der Privatisierung ehemals staatlicher Unternehmen. Als wirtschaftliches und politisches Zentrum des Landes ist Budapest eine Art Brennglas, das alle Probleme bündelt.

In der Hauptstadt wird Bilanz gezogen. Die wichtigste Frage lautet: Was haben die vergangenen zwanzig Jahre den „normalen“ Ungarn gebracht? Budapest besinnt sich mehr denn je auf die schwierigen Lebensbedingungen der meisten Menschen und auf die ureigene ungarische Identität der Stadt. Das Budapest von morgen soll ein anderes sein. Wie es aussehen soll? Die Antwort steht noch aus.

Die Schönheit der Stadt ist von alledem unberührt. Wenn die Scheinwerfer die Sehenswürdigkeiten an der Donau allabendlich in ein magisch-schönes Licht rücken, kann sich niemand diesem Zauber entziehen. Budapest-Besucher erwartet eine Stadt-am-Fluss-Magie der besonderen Art, eine Metropole, die mehr ist als die Summe ihrer Schokoladenseiten.

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Vörösmarty tér: Der Vörösmarty-Platz in Pest ist ein idealer Ausgangspunkt, um in die Stadt hineinzuschnuppern. Der Prachtbau an der Stirnseite beherbergt das legendäre Café Gerbeaud. Ein Highlight nördlich des Platzes ist die St.-Stephans-Basilika, südlich erstreckt sich die Einkaufsmeile Váci utca. Prachtvoll ist das Panorama vom nahe gelegenen Vigadó tér/Donaukorso: Der Blick über den Fluss reicht vom Gellértberg über den Burgberg bis zur Kettenbrücke. Zum Vörösmarty tér fährt die U-Bahn 1 (Földalatti).

Einkaufen

Ein Shoppingdorado ist die Váci utca mit ihren Nebenstraßen. Internationale Mode- und Schuhlabels sind präsent, aber auch kleine ungarische Läden. Am Vörösmarty tér liegen neue Einkaufszentren, nach rechts geht's in die kleine Deák Ferenc utca (Fashion Street). Was Budapest an internationalen Luxusmarken bietet, sehen Sie an der Prachtmeile Andrássy út . Größter Einkaufs­tempel ist das Westend City Center .

Am Abend

Vor allem im Sommer ist der Liszt Ferenc tér der Magnet für die Budapester Szene. Eine zweite Abendmeile ist die Ráday utca mit ihrem bunten Angebot; erfolgreiche junge Leute treffen sich z. B. im Soul Café. Ein abendlicher Streifzug durchs jüdische Viertel führt zu alternativen Szenespots wie dem Szimpla kert oder dem Szóda. In lauen Sommernächten zieht es die Hauptstädter an die Donau; Szenetreff Nr. 1 ist auf der Budaer Seite das das Clubschiff A38.

Praktische Hinweise

Anreise

Die ungarischen Autobahnen sind mautpflichtig. Vignetten (Matrica) gibt es an der Grenze und an Tankstellen zu kaufen. Sie kosten für zehn Tage 2975 Ft. und für 31 Tage 4780 Ft. Die Quittung ist aufzubewahren. www.autobahn.hu

Von Norden und Westen kommt man über die Autobahn M 1 nach Budapest. In der Stadt mit dem Auto unterwegs zu sein ist u. a. wegen der Parkplatznot kein Vergnügen. Es ist ratsam, den Wagen in der Hotelgarage oder auf einem bewachten Parkplatz stehen zu lassen.

Die Zugverbindungen sind schneller und besser geworden (z. B. mit SparNight ab Berlin, Dresden und Frankfurt am Main). Zwischen München und Budapest verkehren Railjet-Züge (Fahrtdauer ca. 7,5 Std., einfache Fahrt ab 39 Euro). Zugauskunft: www.bahn.de. Internationale Zugauskunft Budapest: 1 4444499

Busverbindungen gibt es von vielen Städten (www.touring.de). Der internationale Busbahnhof ist NépligetÜllői út131U-Bahn3:Népliget.

Die klassischen nationalen Airlines wie Lufthansa, Austrian und Malév bieten zahlreiche Budapest-Verbindungen an. Bei den preiswerteren Airlines gibt es Angebote ab Berlin von Easyjet (www.easyjet.com), unter anderem ab Berlin, Hannover, Köln/Bonn und Frankfurt von Germanwings (www.germanwings.com), ab Dortmund von Wizzair (www.wizzair.com).

Am südöstlichen Stadtrand liegt der Liszt Ferenc International Airport (ehemals Ferihegy) mit seinen Terminals 2A und 2B (Terminal 1 seit 2012 geschlossen). In die Stadt kommen Sie am günstigsten mit dem Schnellbus 200E bis zur Endhaltestelle der U-Bahn 2, Kőbánya-Kispest. Von dort geht es ins Stadtzentrum. Am besten kaufen Sie sich gleich eine Mehrtageskarte oder beim BudapestInfo Pont die Budapest Card, die zur freien Nutzung des Nahverkehrs berechtigt.

Günstig sind auch die Airport-Minibusse (1 2968555www.airportshuttle.hu), die Sie zu jeder Adresse in Budapest fahren (einfache Fahrt erste Person 3200 Ft.). Eine Taxifahrt in die Stadt kostet – je nach Zone, die angefahren wird – zwischen 3600 und 4100 Ft.

Von Mai bis Ende September verkehren auf der Donau zweimal wöchentlich Tragflächenboote auf der Strecke Wien–Budapest (Fahrtdauer 5,5 Std., einfache Fahrt ca. 99 Euro). www.mahartpassnave.hu

Auskunft vor der Reise
Ungarisches Tourismusamt

030 2431460www.ungarn-tourismus.de

01 5852012www.ungarn-tourismus.at

Informationen und News vermittelt auch www.budapest.com. Der Ungarn-Guide für Hotels, Restaurants usw. ist www.travelport.hu.

Auskunft in Budapest
Budapester Tourismusamt

www.tourinform.hu

01 4388080U-Bahn1, 2, 3:Deák tér

U-Bahn1:Oktogon

Bus 200E

Auto

Höchstgeschwindigkeiten in Ungarn: innerorts 50, außerorts 90, auf Autobahnen 130 km/h. Außerorts muss auch tagsüber das Abblendlicht eingeschaltet sein. Es gilt Alkoholverbot (0 Promille), und es besteht Anschnallpflicht auf allen Sitzen. Die Benutzung des Mobiltelefons ist nur mit Freisprechanlage erlaubt. Sicherheitswesten sind mitzuführen (für jeden Sitzplatz im Auto).

Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden muss die Polizei benachrichtigt werden. Auch bei Unfällen mit Sachschaden ist es ratsam, die Polizei (107) zu rufen. Hat der Fahrer eines Wagens mit ungarischem Kennzeichen den Unfall verursacht, muss er ihn der eigenen Versicherung oder der internationalen Versicherung Hungária Biztosító melden. Ist ein Ausländer schuld, muss die Hungária Biztosító informiert werden.

Hungária BiztosítóGalvani út4401 4211421Mo–Fr 8–20 Uhr

– Pannen- und Notfalldienst: Magyar Autóklub MAK: 188

– Notruf des Ungarischen Autoklubs Gelbe Engel (Sárga angyal): 188

– Internationale Notdienstzentrale: 1 3451744

– Notruf für Mitglieder des ADAC/ÖAMTC: 1 3451717Mitte Juni–Mitte Sept. 8–20 Uhr

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft

Úri utca64–6601 4883500www.budapest.diplo.deBus16, 16A, 116

Österreichische Botschaft

Benczúr utca1601 4797010www.austrian-embassy.huU-Bahn1:Bajza utca

Schweizer Botschaft

Stefánia út10701 4607040www.eda.admin.ch/budapestTrolleybus75

Einreise

Für die Einreise nach Ungarn genügt für Deutsche, Österreicher und Schweizer der Personalausweis. Seit Ungarns Beitritt zum Schengen-Abkommen gibt es an den Grenzen bei Einreise aus einem Schengen-Land keine regelmäßigen Personenkontrollen mehr.

Geld & Banken

Geldumtausch ist möglich in Banken, Reisebüros, Wechselstuben und an Umtauschautomaten (bei Banken). Banken sind meist Mo–Do 8–16 und Fr 8–15 Uhr geöffnet. Auch mit den gebräuchlichsten Kreditkarten ist Geld zu bekommen (Banken, Automaten).

Zahlungsmittel in Ungarn ist der Forint (Ft., HUF). Es gibt Münzen im Wert von 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Ft. sowie Scheine zu 500, 1000, 2000, 5000, 10 000 und 20 000 Ft.

Internetzugang

Internetcafés sind vor allem im Stadtzentrum auf der Pester Seite zu finden. Sehr viel größer ist die Dichte jedoch bei WLAN-Hotspots (www.hotspotter.hu).

Kartenvorverkauf

Ticket ExpressDálszínház utca10030 3030999www.eventim.huMo–Fr 10–18 UhrU-Bahn1:Opera

Medien

Internationale Tagespresse gibt es an Kiosken in der Innenstadt (Vörösmarty tér, Váci utca) und in den großen Hotels. Aktuelle Programmhinweise finden Sie in der deutschsprachigen Wochenzeitung „Budapester Zeitung“ (www.budapester.hu). Online informiert über das Tagesgeschehen der „Pester Lloyd“ (www.pesterlloyd.net). Überall sind die Satellitenkanäle zu empfangen.

Notruf

Ambulanz: 104 (Notfallambulanz gratis, falls ein medizinischer Eingriff unmittelbar erforderlich ist)

Polizei: 107, Hotline: 1 4388080

Feuerwehr: 105

Öffentliche Verkehrsmittel

Die schönste U-Bahn-Linie ist die 1896 eröffnete Földalatti (Linie 1). Es gibt zwei weitere Linien der U-Bahn (Metro) – die 2 und die 3 (Nr. 4 ist im Bau) – sowie ein dichtes Netz an Straßenbahnen, Bussen und Trolleybussen. Zum Burgberg führt (vom Clark Ádám tér) eine Standseilbahn (Sikló).

Am nördlichen rechten Donauufer (Richtung Donauknie) und am südlichen linken Ufer fahren Vorortbahnen (HÉV), ebenso (im Osten) Richtung Gödöllő. In die Budapester Hügel geht es per Zahnradbahn (Fogaskerekűvasút), ab Városmajor auf der Budaer Seite); über sie gelangt man auch zur Kindereisenbahn (Gyermekvasút).

Fahrscheine sind zumeist nur vor der Fahrt zu lösen (Metrostationen, Automaten, Tabakläden) – am besten bei Metrostationen, da dort alle Kartentypen zu kaufen sind. Die Fahrscheine müssen am Automaten im Fahrzeug entwertet werden oder, bei den U-Bahnen, vor der Rolltreppe oder am Bahnsteig. Die Karte ist unbedingt bis zum Verlassen des Bahnhofs aufzubewahren, da die Kontrolleure meist an den Ausgängen stehen.

Ein Einzelfahrschein (350 Ft.) gilt für die gesamte Strecke der Linie, beim Umsteigen ist ein neuer zu benutzen. Günstiger und einfacher ist aber der Kauf einer 24- bzw. 72-Stunden-Karte oder eines Wochentickets (1650/4150/4950 Ft., gültig für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Budapest).

Seit 2012 verkehren außerdem zwischen der Rákóczi-Brücke im Süden, der Innenstadt und Újpest im Norden regelmäßig Linienschiffe (Linien D11, 12), im Sommer auch am Wochenende zur Margareteninsel und nach Óbuda (Linie D13).

Fahrpläne und weitere Infos zum Nahverkehr: www.bkv.hu

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Leider ändern sich Öffnungszeiten in Budapest ziemlich oft. Ungarn sind daran gewöhnt, plötzlich vor verschlossenen Türen zu stehen, und nehmen es gelassen. Die Eintrittspreise werden zumeist zum 1. Januar angehoben. Sie liegen aber im Allgemeinen (noch) unter dem westeuropäischen Niveau.

Post

Postämter sind im Allgemeinen Mo–Fr 8–18 und Sa 8–12 Uhr geöffnet. Das Porto für Standardbriefe und Postkarten in europäische Länder kostet 235 Ft.

Reisezeit

Frühjahr und Herbst sind die besten Zeiten für eine Reise nach Budapest. Im Sommer ist die Stadt oft überlaufen, und es wird sehr heiß. Aktuelle Infos: www.budapestinfo.hu

Stadtbesichtigungen & Schiffstouren

In Hotels, Reise- und Tourismusbüros können Sie Stadtrundfahrten (városnézés) bei Tag und Nacht, Besichtigungen des Parlaments oder der Burg und Ausflüge buchen. Rundfahrten, auch im offenen Bus, bietet Buda Tours01 3747070www.budatours.hu. Bei einer Hop-on-Hop-off-Tour (rote Busse) kann man an 25 Haltestellen nach Belieben ein- und aussteigen, beispielsweise an der Oper. Hop-on-Hop-off gibt es auch zu Wasser, Zustieg z. B. am Vigadó tér (Pier 11). Ein weiterer Anbieter ist EuramaApáczai Csere János utca12–14Hotel Intercontinental01 3276690www.eurama.hu.

Zu Fuß können Sie Budapest bei Tag und bei Nacht erleben mit Absolute Walking Tours (www.absolutetours.com). Oder Sie erkunden die Stadt bei einer Segway-Tour – die große Tour dauert etwa 2,5 Std., eine Minitour 1,5 Std. (www.citysegwaytours.com). Discover Budapest Tour CenterLázár utca1601 2693843

Radtouren veranstaltet Yellow Zebra Bike ToursVI.Lázár utca16www.yellowzebrabikes.com. Thementouren wie eine Lifestyle- oder eine Bädertour bietet BudapestbikeWesselényi utca18www.budapestbike.hu.

Rundfahrten per Schiff: Duna Bella/Dunai Legenda01 2664190www.legenda.hu. Angeboten werden auch Donaufahrten wie Budapest by Night und Fahrten ins Donauknie (Anleger Vigadó tér) (www.mahartpassnave.hu).

Straßennamen

2011 beschloss die nationalkonservative Stadtverwaltung von Budapest, mehrere Plätze, Straßen, Metrostationen und Brücken umzubenennen. Dieser Prozess war bei Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen.

Taxi

Taxis haben gelbe Nummernschilder und müssen mit Taxameter ausgestattet sein. Die Tarife schwanken; gesetzlich festgelegte Höchsttarife: 300 Ft. Grundgebühr und 240 Ft. pro Kilometer in der Zeit von 6–22 Uhr. Budataxi: 1 2333333 City Taxi: 1 2111111 Főtaxi: 1 2222222 Zóna Taxi: 1 3655555

Telefon & Handy

Öffentliche Fernsprecher funktionieren meist mit Telefonkarten (erhältlich in Postämtern und Zeitungskiosken).

Die Teilnehmernummern in Budapest sind siebenstellig, die Ortsvorwahl lautet 1. Für ein Ortsgespräch wählen Sie vom Festnetz in Budapest nur die Teilnehmernummer. Vom Festnetz innerhalb Ungarns (Ferngespräch) sowie vom ungarischen Handy aus wählt man 06 plus Ortsvorwahl – für Budapest also 061 –, dann die Teilnehmernummer. Die Landesvorwahl für Ungarn ist 0036; nach Budapest wählen Sie vom Festnetz im Ausland 00361, dann die Teilnehmernummer.

Ungarische Handynummern sind ebenfalls siebenstellig und haben normalerweise die Vorwahl 20, 30 oder 70. Um sie anzuwählen, muss von einem ungarischen Anschluss (Handy oder Festnetz) aus immer eine 06 vorangestellt werden (Beispiel: 0620, dann die siebenstellige Rufnummer). Für Gäste, die länger bleiben oder öfter nach Ungarn kommen, lohnt sich der Kauf eines ungarischen Handys (z. B. bei Tesco, ca. 10 000 Ft.).

Nach Deutschland wählen Sie 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041, dann jeweils die Ortsvorwahl ohne die Null, dann die Teilnehmernummer.

Trinkgeld & Servicegebühr

In Restaurants ist ein Trinkgeld in Höhe von 10–15 Prozent üblich. Dass ein Trinkgeld nur freiwillig gegeben wird, gilt in Ungarn nicht. Restaurants dürfen (für Imbissstuben gilt das nicht) eine Servicegebühr von bis zu 15 Prozent erheben.

Vergünstigungen

EU-Bürger, die Rentner sind (ab 65 Jahre), können öffentliche Verkehrsmittel (Busse, Bahn) landesweit kostenlos benutzen.

Die Budapest Card (erhältlich z. B. am Flughafen, beim Budapester Tourismusamt, in Reisebüros und Hotels) berechtigt zur unbeschränkten Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und bietet eine Fülle weiterer Vorteile und Rabatte. Sie kostet zwischen 4500 Ft. (24 Stunden) und 8900 Ft. (72 Stunden). Weitere Infos und Onlinebuchung: www.budapestinfo.hu

Zeit

In Budapest gilt wie in ganz Ungarn die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) bzw. Sommerzeit (MESZ).

Zoll

Waren für den persönlichen Bedarf können zwischen Deutschland, Österreich und Ungarn frei ein- und ausgeführt werden, z. B. 10 l Spirituosen, 90 l Wein oder 800 Zigaretten pro Person. www.zoll.de

Was kostet wie viel?

Cappuccino

1,10-1,90 Euro für eine Tasse

Lunchmenü

ca. 3,50-8 Euro für ein Lunchmenü im Restaurant

Bier

1,30-2 Euro für ein Glas (0,5 l)

Pick-Salami

ca. 1,50 Euro für 100 g Salami

Taxi

90 Cent pro gefahrenen km

Souvenir

9 Euro für eine Flasche Unicum-Kräuterlikör (0,5 l)

Low Budg€t

Sehenswertes

EU-Bürger können gegen Vorlage der Ausweispapiere das Parlament ermäßigt besichtigen.

Rentner (ab 65 Jahre) können alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos benutzen. Bei Kontrollen muss der Ausweis vorgezeigt werden.

Stadtbesichtigung für rund 1,20 Euro: Mit der Straßenbahnlinie 2 erleben Sie Budapests schönste Seiten im Alltag (möglichst nicht während des Berufsverkehrs, dann ist es zu voll). Am besten ist ein Sitzplatz zur Donau hin. Die Linie 2 fährt in gut 20 Minuten (am Pester Donaukai entlang) vom Pester Brückenkopf der Margaretenbrücke zur Endstation beim Palast der Künste.

Essen & Trinken

In der Zentralen MarkthalleVámház körút1–3Straßenbahn2, 47, 49 bekommen Sie im 1. Stock für 2 Euro herzhafte oder süße lángos (Fladen aus Hefe-Kartoffel-Teig, z. B. mit saurer Sahne und Käse) – köstlich!

Nicht weit vom Liszt Ferenc tér bietet das Napos OldalVI.Jókai utca7-8So geschl.U-Bahn1:Oktogon vegetarische Snacks und Kuchen für knapp 1 bis 3 Euro.

Im FőzelékfalóNagymező utca18So geschl.U-Bahn1:Opera kann man zwischen vielen Gemüsegerichten (2–4 Euro) wählen. Auch Fleischgerichte, Suppen, Salate und Süßes.

Einkaufen

Liebhaber von Kristall und Handarbeit wie Stickereien (z. B. Tischwäsche) kaufen in Budapest noch günstig ein, beispielsweise Kristall bei Ajka Kristály, Stickereien im Népművészeti Bolt.

Obst, Gemüse und andere Lebensmittel können Sie günstig und frisch in den alten Stadtteilmarkthallen kaufen, z. B. am Klauzál tér , am Hunyadi tér und in der Hold utca .

Am Abend

In der Oper gibt es für den hinteren 3. Rang Karten zu Preisen von 2-5 Euro.

Im Operettentheater sind in der 5. Kategorie – die Bühne kann nicht vollständig eingesehen werden – günstige Karten zu haben (Preise je nach Aufführung 2-5 Euro).

Übernachten

Zum Sziget-Festival sind die Plätze im BánkiPodmaniczky utca8020 7762264www.hostels.hu31Zi.U-Bahn3:Nyugati pályaudvar besonders begehrt (pro Person im Doppelzimmer 15 Euro, während des Festivals 17 Euro). Die vier Etagen (in einem Studentenwohnheim) sind nur im Juli und August geöffnet.

Einfache, recht kleine Zimmer in guter Lage bietet das Hotel MedoszJókai tér901 3743000www.medoszhotel.hu70Zi.Straßenbahn4, 6U-Bahn1:Oktogon. Schüler bis 18 Jahre, begleitende Eltern und Rentner bekommen 10 Prozent Rabatt. Doppelzimmer 49-69 Euro (inkl. Frühstücksbuffet).

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage
1. Januar

Neujahr

15. März

Tag der bürgerlichen Revolution von 1848 (Nationalfeiertag)

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Pfingstmontag

20. August

St.-Stephans-Tag (Nationalfeiertag)

23. Oktober

Tag der Republik, Gedenken an den Aufstand 1956 (Nationalfeiertag)

1. November

Allerheiligen

25./26. Dezember

Weihnachten

Feste und Festivals
Januar

Ein Topevent ist das Neujahrs-Galakonzert am 1. Januar (wechselnde Veranstaltungsorte). www.hungariakoncert.hu

März

Budapester Frühlingsfestival mit Konzerten, Opern-, Operetten- und Theateraufführungen. An diesem größten Kunstfestival Ungarns beteiligen sich die nationale Künstlerelite und internationale Größen der Kulturszene. Zahlreiche Events, Musik von großer Klassik bis zu Jazz und Folklore. Meist in der zweiten Monatshälfte. www.festivalcity.hu

Juni

Mitte Juni werden eine Woche lang der Donaukarneval und zum Abschluss das Brückenfest mit dem Donau-Wasserkarneval gefeiert. Das Fest am Donauufer zwischen Ketten- und Margaretenbrücke endet mit einem Feuerwerk. www.dunaart.com

Juli/August

Nyáresti Koncertek: Das berühmte „100-köpfige“ Zigeunerorchester und die Budapest Klezmer Band treten im Dominikanerhof hinter dem Hotel Hilton im Burgviertel auf. www.argosart.hu

Vajdahunyadvári Nyári Zenei Fesztivál: Sehr stimmungsvolle Klezmer-, Klassik- und Jazzkonzerte im Innenhof der Vajdahunyad-Burg im Stadtwäldchen. www.vajdahunyad.hu

In der Barockkirche St. Anna werden Orgelkonzerte gegeben, die speziell für diese Orgel arrangiert wurden (mit Werken von Mozart, Schubert, Liszt). www.hungariakoncert.hu

Bis Mitte August werden Mi 20.30 Uhr Konzerte auf der Freilichtbühne des Zoos gegeben (Jazz, leichte Muse). www.zoobudapest.com

Ein Megaevent ist das an Woodstock erinnernde Sziget-Festival auf der Óbuda-Insel, die nördlich der Margareteninsel liegt. www.szigetfestival.com

Formel 1: Anfang August auf dem Hungaroring östlich von Budapest. Frühzeitig Zimmer buchen! www.hungaroring.hu

Am 20. Aug., dem St.-Stephans-Nationalfeiertag, feiert Budapest ein Straßenfest. Zum abendlichen Feuerwerk strömen Hunderttausende.

August/September

Jüdisches Sommerfestival mit internationalen Künstlern und Musik von Klassik bis Klezmer. Auch die Budapest Klezmer Band mit ihrem besonderen Mix aus traditionellem Klezmer, Latin-Rhythmen und Jazz tritt hier auf. Besonders schön sind Konzerte in der Synagoge in der Dohány utca. www.jewishfestival.hu

Oktober

Spar Budapest International Marathon: Der Herbst ist in Budapest die Marathonzeit. Schon im September wird ein Halbmarathon angeboten. www.budapestmarathon.com

Internationales Harfenfestival: Es zählt zu den besten der Welt. Im prachtvollen Rahmen von Schloss Gödöllő. www.kiralyikastely.hu

Dezember

Vor allem in und nahe der Andrássy út ist die schönste Weihnachtsbeleuchtung zu sehen, dazu am Vörösmarty tér ein Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk.

Am 30. Dezember findet das Festkonzert des 100-köpfigen Zigeunerorchesters in der Kongresshalle statt (auch mit Dinner zu buchen). www.argosart.hu

Silvester : Am 31. Dez. feiert halb Budapest auf der Straße. An mehreren Stellen gibt es Bühnen mit kostenloser Livemusik, und mit Spielzeugtröten wird fröhlicher Lärm veranstaltet.

Im Trend

In Bewegung
Moderner Tanz

Die Ungarn haben ihr Faible für klassische Volkstänze in farbenfrohen Kostümen bewahrt. Doch auch zeitgenössische Tänze werden gern vorgeführt und ausprobiert. Beispielsweise auf der Bühne des Trafó Kortárs Művészetek HázaLiliom utca41www.trafo.hu und im Fonó Budai ZeneházSztregova utca3www.fono.hu, wo Folklore modern interpretiert wird. Unbedingt sehenswert ist das alljährliche Tanzfestival Szóló Duówww.szoloduo.com das Anfang Januar die ganze Stadt zum Tanzen bringt.

Re-Fashion
Originelle Zweitverwertung

Es muss nicht immer brandneu sein! Für viele Dinge und Materialien von Textilien über PVC bis hin zu Papier findet sich oftmals eine zweite Nutzung mit Pfiff. So gibt es z. B. Brillen aus altem Vinyl und Filmstreifen bei Orange OpticaKirály utca38www.tipton.hu während Karton DesignSzent István utca102Törökbálintwww.kartondesign.com vor den Toren der Stadt aus Pappe Möbel kreiert.

Schmückend
Individuell und handgefertigt

Die Bewohner Budapests schmücken sich mit Außergewöhnlichem. Hoch im Kurs stehen die tragbaren Kunstwerke von Goldschmiedin www.martaedocs.hu und die ungewöhnlichen Designs von www.kiralyfanni.com . www.reginakaintz.com setzt bei ihren Stücken vielfach auf Stahldraht – in Kombination mit Edelsteinen. Die Top-Einkaufsadresse für Fans der kleinen Schmuckmanufakturen ist die MagmaPetőfi Sándor utca11www.magma.hu.

Architektonisch
Zeitgenössische Hingucker

Budapest besticht immer mehr mit modernen Bauwerken. Einen guten Überblick verschafft eine Führung mit Human DesignHollán Ernő utca49www.human-design.net. Im Rahmen Ihrer Stadttour besuchen Sie u. a. die Papp-László-Arena, den Palast der Künste und sehenswerte Bürogebäude wie das -Hauptquartier in der Dózsa György utca oder das Ensemble am Eiffel tér . Der Farkasréti-Friedhof (Farkasréti temető) ist wegen Béla Bartóks Grab einen Besuch wert, aber auch wegen der Begräbniskapelle von Imre Makovecz. Ihr Inneres stellt einen menschlichen Brustkorb dar, Holzstreben ziehen sich wie Rippen an der Decke entlang. Das CET Budapestwww.cet-budapest.hu zwischen Petőfi- und Freiheitsbrücke gibt der Kultur eine neue Heimat und ist durch seine abstrakte Form ein Hingucker.

Zweitnutzung
Party im Bad und in der Kunstfakultät

In den Thermalbädern der Stadt geht es rund: Dort steigen außerhalb der Sommersaison mehrmals im Monat Electropartys mit großem Flirtfaktorwww.cinetrip.hu Auch auf dem alten Fabrikgelände MillenárisKis Rókus utca16-20www.millenaris.hu bläst ein frischer Wind. In den Industrieräumen finden Konzerte und Kunstausstellungen statt. Partystimmung und Konzerte gibt es auch auf dem ehemaligen Gelände der Kunstfakultät der ELTE-Universität am Stadtwäldchen. Im Dürer kertAjtósi Dürer sor19-21www.durerkert.com geht es im Stil einer „Ruinenkneipe“ entspannt zu: Es gibt einen Biergarten und drinnen Livemusik und Disko.

Bloss nicht

Ohne Preiskontrolle bestellen

Es kommt leider häufiger vor, dass Kellner sehr teure Empfehlungen geben. Außerdem sind die Preise für offene Weine oft nicht für ein Glas, sondern nur für 1 dl angegeben. Auf der Rechnung steht dann ein entsprechend höherer Preis, weil das servierte Glas Wein mehr als die Grundmenge von 1 dl enthält. Bestellen Sie darum nichts, ohne in der Karte nachgeschaut zu haben, was der empfohlene Wein oder das empfohlene Gericht kostet.

Auf der Straße Geld tauschen

Tauschen Sie kein Geld bei „fliegenden Händlern“. Geldtausch auf der Straße ist illegal, und Sie werden mit Sicherheit betrogen und womöglich beim Zücken Ihrer Geldbörse auch noch bestohlen. Übrigens sollten Sie aus Sicherheitsgründen möglichst nur Geldautomaten in einer Bank nutzen.

Falschen Polizisten auf den Leim gehen

Es kommt selten vor, aber Sie können auf sogenannte Scheinpolizisten treffen. Dabei ist nur eines wichtig: Auf der Straße dürfen Ihre Papiere überprüft werden, nicht aber Ihr Portemonnaie!

Das Auto unbewacht abstellen

Ohne elektronische Wegfahrsperre und Alarmanlage ist das Diebstahlrisiko nicht zu kalkulieren. Wer mit dem eigenen Auto anreist, sollte es für die Dauer seines Aufenthalts auf einem sicheren Parkplatz abstellen.

Beim Geldwechsel vom Kurs abkommen

Wer außerhalb einer Bank Geld wechselt, sollte genau prüfen, ob der angegebene Kurs auch tatsächlich gezahlt wird. Nicht selten wird mit einem Kurs gelockt, der erst ab einer hohen Summe (z. B. 1000 Euro) gezahlt wird. Fragen Sie deshalb in Wechselstuben sicherheitshalber, ob der ausgehängte Kurs für die Summe gilt, die Sie wechseln möchten.

Auf falsche Rechnungen hereinfallen

Es ist dringend anzuraten, jede Rechnung genau zu überprüfen und, wenn mit einem großen Schein bezahlt wird, diesen so lange auf dem Tisch liegen zu lassen, bis das Wechselgeld herausgegeben wurde.

Zufallsbekanntschaften einladen

Vorsicht vor „zufälligen“ Damenbekanntschaften im Stadtzentrum. Es kann nämlich sein, dass die Damen Lockvögel sind und Ihnen im empfohlenen Restaurant oder in einer Bar eine astronomische Rechnung präsentiert wird. Die Speisekarte zeigt den Preis dann meist gar nicht oder nicht eindeutig an – trotzdem lässt man Sie nicht hinaus, bevor Sie gezahlt haben.

Stichworte

Donau

Die Donau hält für Budapest-Besucher eine Fülle von Erlebnissen bereit. Man kann beispielsweise von Wien mit dem Tragflächenboot oder im Rahmen einer Flusskreuzfahrt anreisen, per Schiff Ausflüge ins Donauknie unternehmen oder Sightseeingtouren buchen. Wer ausgehen möchte, kann in einem Schiffsrestaurant essen, zum Jazzkonzert an Bord gehen oder in lauen Sommernächten zu DJ-Musik auf einem Schiffsdeck tanzen.

Für den 20. August, den St.-Stephans-Nationalfeiertag, reißen sich die Menschen um die Schiffstickets, um das Feuerwerk über der Stadt vom Wasser aus bewundern zu können. Eine Karte bekommt nur, wer sehr früh reserviert.

Heilige Krone

Die Stephanskrone, Heilige Krone genannt, hat den Rang einer nationalen Reliquie und ist Teil des ungarischen Staatswappens. Stephan (997–1038) war der erste ungarische König, hat aber die im Parlament präsentierte Krone nicht getragen. Wann genau das 2,5 kg schwere Ausstellungsstück entstand, liegt im Dunkeln. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte die Krone in den USA, doch sie wurde auf Geheiß von Präsident Carter 1978 an Ungarn zurückgegeben. Im Rahmen eines Staatsakts zog sie am 1. Januar 2000, begleitet von Tausenden Zuschauern, ins Parlament um. Die Stephanskrone wurde in den letzten Jahren mehr und mehr zum Symbol für das christlich-magyarische Selbstverständnis der Ungarn, für nationale Einheit und Größe. Stephan, der Ungarn mit allen Mitteln zum Katholizismus bekehrte, ging 2011 auch in die ungarische Verfassung ein – als offizieller Staatsgründer.

Hinterhofszene

Easy going à la Budapest findet in den Sommermonaten in Hinterhöfen statt. Die Hinterhofkneipe Nr. 1 ist der ­Szimpla kert. Er ist, wie einige andere, eine feste Größe. Andere existieren nur einen Sommer lang. Wo welcher Hof gerade zur Kneipe geworden ist? Den Weg weist nur das Szenegeflüster. In jedem Sommer tauchen neue Kultadressen auf. Gemeinsam ist allen Hinterhofkneipen das coole Ambiente mit mal mehr, mal weniger Ruinenappeal. Man sitzt draußen, die Szene ist jung, locker und oft auch kunstinteressiert. Die Preise sind zumeist durchschnittlich bis günstig.

Höhlenzauber

Auf der Budaer Seite besitzt Budapest eine einzigartige „Unterwelt“. Die gewaltigen Höhlenlabyrinthe entstanden durch Gebirgserhebungen und die Einwirkung von Thermalwasser, das auf seinem Weg im Untergrund ungezählte Gänge und Hallen ausgewaschen hat. Vier Höhlenareale sind zu besichtigen: Das touristisch am besten erschlossene Höhlensystem ist das Labyrinth im Burgberg. Eine weitere Attraktion, das Felsenkrankenhaus, liegt ebenfalls im Burgviertel. Nordwestlich der Margaretenbrücke sind im II. Bezirk zwei Höhlen zugänglich, die mit faszinierenden Tropfstein- und Mineralienformationen aufwarten: die Pálvölgyi-Höhle und die Szemlőhegyi-Höhle. Es werden in Budapests Tiefen auch immer wieder neue Höhlen entdeckt. 2008 stellten Forscher einen bemerkenswerten Fund vor: einen 25 m hohen, kuppelförmigen Raum. Schon 2003 war eine Forschergruppe auf einen fast 54 m tiefen, mit 300 000 l Thermalwasser gefüllten See gestoßen. Er ist Ungarns tiefstes Gewässer.

Jazz meets Blues & Klezmer

Jazz, Pop, Soul: Kati Rácz ist ein stimmgewaltiger Star der Jazzszene, und das Publikum liegt ihr zu Füßen. Zusammen sind sie und ihre Band Kati Rácz és a Flush. Die angesagten Budapester Clubs reißen sich um Künstler wie sie. „Meine Musik“, sagt Kati Rácz, „ist städtisch oder besser: budapesterisch.“ Das Budapesterische bringen Künstler wie Rácz und Ferenc Jávori, Chef der Budapest Klezmer Band, auch über ihre Wurzeln in die Musik ein. Kati Rácz hat einen Roma-Vater und eine jüdische Mutter. Roma-Wurzeln, jüdische Wurzeln – das hat Rácz mit vielen Künstlern in dieser Szene gemeinsam. Dieser Herkunft entspringt ein Sound, der begeistert, denn er bedient sich der unterschiedlichsten Traditionen. Die Budapest Klezmer Band hat mit ihrem Sound in besonderer Weise Maßstäbe gesetzt. Jávori bezeichnet seine Musik aus traditionell jüdischem Klezmer, Latin-Rhythmen und Jazz als „Blues des 21. Jahrhunderts“. Die Budapester Jazz- und Klezmerszene ist lebendiger denn je. Man sollte sie sich nicht entgehen lassen.

Jugendstil

Budapest zeichnet sich durch einen vielfältigen architektonischen Stilmix aus. Herausragend ist der ungarische Jugendstil, der maßgeblich von dem Architekten Ödön Lechner (1845–1914) geprägt wurde. Lechner schuf auf der Basis der ungarischen Volkskunst sowie der indischen und persischen Formensprache einen faszinierenden Baustil mit geschwungenen Linien, Tier- und Blumenornamenten. Eine Schlüsselrolle kam dabei der Manufaktur Zsolnay zu, in der farbenprächtige Majoliken entstanden. Sie prägen z. B. die Kuppel des Kunstgewerbemuseums, des prächtigsten Baus, den Lechner und sein Kollege Gyula Pártos (1845–1916) hinterlassen haben. Die meisten Jugendstilgebäude liegen in der Innenstadt (Belváros und Lipótváros) und beim Stadtwäldchen. Dazu gehören das Hotel Gresham Palace am Széchenyi István tér (früher Roosevelt tér) sowie die ehemalige Postsparkasse (Magyar Király Takarék Pénztár) in der Hold utca. Ein Jugendstiljuwel im Budapester Zoo ist das Elefantenhaus. Nahe dem Stadtwäldchen, in der Straße Városligeti fasor, stehen die Jugendstilvillen Eger (Nr. 24) und Vidor (Nr. 33).

Kaffeehaustradition

Kaffeehäuser sind ein Stück schönster Budapest-Tradition. Ende des 19. und Anfang des 20. Jhs. waren sie die Treffpunkte der Eliten des Landes: der Schriftsteller und Maler, der Universitätsintelligenz, der Journalisten. Mit dem Zweiten Weltkrieg kam für die Kaffeehäuser das Aus. Seit der Wende von 1989 ist es um die kávéház-Tradition wieder bestens bestellt. Die großen alten Namen wie New York, Centrál, Művész und Gresham sind wieder da und erstrahlen in neuem Glanz.

Musiktitanen

Ungarns Musikklassiker sind in Budapest überall präsent, allen voran Ferenc (Franz) Liszt (1811–86). Liszt wurde 1875 der erste Präsident der Budapester Musikakademie. Selbstbewusstsein und Nationalgefühl standen ab 1867, nach dem Ausgleich mit Österreich, in Budapest in voller Blüte – und dieses Hochgefühl trieb auch die musikalischen Großmeister des Landes um. Sie machten sich auf die Suche nach ihren musikalischen Wurzeln. So führte Liszt an der Musikakademie eine Klasse zum Studium des ungarischen Volkslieds ein.

Den Volksliedern widmeten sich zwei Musikgenies mit besonderer Passion: Béla Bartók (1881–1945) und Zoltán Kodály (1882–1967). Ab 1906 unternahmen beide ausgedehnte Reisen und zeichneten uralte ungarische Lieder auf. Die Melodien flossen in die Kompositionen der Meister ein, trugen zu deren Einzigartigkeit bei und setzten magyarischen Liedtraditionen ein ewiges Denkmal. In der Andrássy út 89, wo Zoltán Kodály von 1924 bis zu seinem Tod lebte, befindet sich eine Gedenkstätte (Kodály Zoltán Emlékmuzeum). Béla Bartók bewohnte eine Villa in den Budaer Bergen, in der Csalán út 29. Sie ist heute die Bartók-Gedenkstätte (Bartók Béla Emlékhaz).

Nationalismus

Auf dem Budapester Burgberg thront der Turul in majestätischer Größe. Dieses ungarische Fabelwesen, eine Mischung aus Adler und Falke, liefert Stoff für schöne Geschichten – und wird zugleich für rechtsradikale Geschichtsdeutungen und Rassismus instrumentalisiert. In den 1940er-Jahren mutierte er zum Kampfvogel der ungarischen Faschisten, der Pfeilkreuzler. Heute sammeln sich Ungarns Rechtsradikale in der Jobbik-Partei, die bei den Parlamentswahlen 2010 fast 17 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Auch die rot-weiße Árpád-Flagge, die Flagge des ersten ungarischen Herrscherhauses, wird von den Rechten für ihre Zwecke vereinnahmt und ist Teil eines gespenstischen „Trianon-Kults“. In Trianon, einem Lustschloss in Versailles, wurde 1920 der Erste Weltkrieg mit einem Friedensvertrag beendet, durch den Ungarn zwei Drittel seines Territoriums und 3,2 Mio. Einwohner an Nachbarländer verlor. Mit Turul, Árpád-Flagge und dem Rückgriff auf Trianon werden die einstige Größe und eine über die Landesgrenzen hinausreichende magyarische Nation beschworen. Nationalismus bestimmt auch die Politik der seit 2010 regierenden Fidesz-Partei. Eine der ersten Aktionen war die Einführung eines alljährlichen Trianon-Gedenkens im Budapester Parlament.

Schlagfertigkeit

Die Geheimwaffe der Budapester ist ihr Witz. Über den schreiben Aranka Urgin und Kálman Vargha in der Anthologie „Budapester Cocktail“: „Wie die Gemütlichkeit zu den Wienern gehört der Witz zu den Budapestern.“ Ein Budapester hat immer einen Witz parat – um sich damit in allen Lebenssituationen, und seien sie noch so aussichtslos, über Wasser zu halten. Geschlagen gibt er sich erst, wenn ihm kein Witz mehr einfällt. Auf diesen Tag warten viele Nichtbudapester schon lange. Denn die Hauptstädter werden zwar wegen ihrer Cleverness bewundert, gelten aber auch als arrogant und versnobt. Dass sich ein Budapester geschlagen geben muss, würde daher so manchem eine klammheimliche Freude bereiten.

Sinti und Roma

„Zigeunerkönig“ wurde János Bihari (1764–1825) genannt. Der Geiger war ein Rom, ein Angehöriger der Volksgruppe der Roma. Er wurde im 18. Jh. zum Star und spielte mit seiner Kapelle in den elegantesten Budapester Restaurants. Franz Liszt war einer seiner großen Fans. János Bihari folgten andere Geigenvirtuosen, die es mit ihren Orchestern zu Ruhm und Anerkennung brachten. Heute gibt es kaum noch Restaurants, die eine Roma-Kapelle beschäftigen, und es ist zu Recht vom Aussterben einer kulturellen Institution die Rede.

Sinti und Roma haben es in Ungarn schwerer denn je. Diskriminierung und Ausgrenzung sind allgegenwärtig, und die Arbeitslosenrate ist hoch. In Budapest leben viele Sinti und Roma im östlichen Teil des XIII. Bezirks (Józsefváros). Dort befindet sich auch das Roma-Parlament, eine Bürgerinitiative mit Sozialarbeitern, einem Gemeindezentrum und einer Kunstausstellung. Die Armut ist unübersehbar.

Sprache

Der Inselcharakter Ungarns drückt sich nirgendwo deutlicher aus als in der Sprache, die mit keiner anderen vergleichbar ist. Sie gehört zur finno-ugrischen Sprachfamilie, doch Gemeinsamkeiten mit dem Finnischen sind nur noch in der Sprachgeschichte auszumachen.

Budapest-Besucher kommen mit Englisch und Deutsch ohne größere Probleme weiter. Schwierig ist allerdings die Verständigung bei öffentlichen Unternehmen und im öffentlichen Nahverkehr. Wichtig zu wissen: Namen werden in umgekehrter Reihenfolge geschrieben – zuerst kommt der Nachname, dann der Vorname. Das gilt auch für Daten: zuerst das Jahr, dann der Monat, dann der Tag.

Thermal- und Wellnessbäder

Mit zwölf Thermalbädern ist Budapest ein attraktiver Kurort. Ob zu Heilzwecken oder aus Vergnügen – ins Bad zu gehen gehört zur Lebensart der Hauptstadtbewohner. Die Architektur der Bäder schlägt einen Bogen von der Türkenzeit bis zur Gegenwart. Architektonische Highlights sind beispielsweise die stilvollen osmanischen Heilbäder Király und Rudas, der neobarocke Prunk des Széchenyi-Bads und die Jugendstilpracht des Gellért-Bads.

Umweltschutz

Über 20 000 Autowracks sollen angeblich auf Budapests Straßen stehen. Die Budapester sind an Smogalarm gewöhnt, im Sommer wie im Winter, aber Staat und Bürger haben eines gemeinsam: In der Praxis wird dem Natur- und Umweltschutz wenig Beachtung geschenkt. Gesetzliche Vorschriften wie Abgaskontrollen werden ausgesprochen lasch gehandhabt. Das kommt vielen gelegen, denn es spart Geld. EU-Vorschriften werden durchaus in nationale Gesetze gegossen, aber zwischen dem, was auf dem Papier steht, und der Realität liegen oft Welten. An grüner Politik fehlt es in Budapest noch ebenso wie an Umweltbewusstsein und an städtischem Grün. Zum Vergleich: Berlin hat z. B. 6,4 Prozent öffentliche Grünflächen, Budapest nur 2,4 Prozent. Rar sind vor allem schöne grüne Spielflächen für Kinder.

Verkehrschaos

Defensive Autofahrer haben in Budapest schlechte Karten. Die Hauptstädter stehen auf dem Gaspedal und bremsen oft nur ab, wenn sie dazu genötigt werden. Die vielen Staus und der Zustand vieler Straßen laden nicht gerade dazu ein, in Budapest mit dem Auto unterwegs zu sein. Es gibt auch viel zu wenige Parkhäuser und Tiefgaragen. Wer seine Nerven schonen und vor allem Zeit gewinnen will, nutzt besser die guten öffentlichen Verkehrsmittel.

Bücher & Filme

Roman eines Schicksallosen

Das Meisterwerk des Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész (1975). Unter dem Titel Fateless verfilmte Lajos Koltai 2005 die Geschichte des jüdischen Jungen Györ­gy Köves, der wie Kertész in die Hölle von Auschwitz verschleppt wird.

Verbesserte Ausgabe

Péter Esterházy, ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, legte 2004 dieses erschütternde Werk zur Tätigkeit seines Vaters für die kommunistische Geheimpolizei nach 1956 vor.

Gloomy Sunday

Anfang der 1930er-Jahre schrieb der Pianist Resző Seress das Lied vom traurigen Sonntag. Es spielt eine zentrale Rolle in dem Film Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday mit Joachim Król, Ben Becker und Sebastian Koch, der im von Nazi-Deutschland besetzten Budapest spielt (1999; Regie: Rolf Schübel). Die Restaurants, in denen Seress lebte und arbeitete, gibt es noch: (KispipaAkácfa utca38 und KulacsOsváth utca11.

Untitled Bosnian War Love Story

2010 drehte Angelina Jolie für den ersten Film, bei dem sie Regie führte, in Budapest. Als Kulisse für das Werk über den Bosnienkrieg dienten heruntergekommene Straßenzüge im VII. Bezirk.

Evita

Szenen für diesen Film (1996) mit Madonna wurden in der Alkotmány utca (nahe dem Parlament) gedreht.

Fakten

Einwohner
1.752.286
Fläche
52.514 ha
Sprache
Ungarisch
Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
10:56 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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