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Las Vegas

Check-in

Las Vegas ist eigentlich keine Stadt, sondern die Verkörperung des amerikanischen Traums vom schnellen Glück, eine neonbunte Fata Morgana in der Wüste. Las Vegas lebt vom Traum und von der Sucht der Menschen nach schnellem Reichtum. Nur deshalb konnte inmitten der öden, glutheißen Steinwüste im Süden Nevadas eine Großstadt aus dem Sand wachsen, die Weltmetropole des Spiels. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr inszeniert sich die Spielerstadt als glitzernde Phantasiewelt, in der für die Besucher der Alltag in unwirkliche Ferne rückt.

Raum und Zeit werden in der Neonoase Las Vegas bedeutungslos. Die Kasinoparadiese in der Downtown und am Las Vegas Boulevard, dem legendären „Strip“, entführen in klimaanlagengekühlte Kunstwelten. Hier finden Sie sich staunend im alten Rom wieder, dort spazieren Sie durch New York, Venedig, Paris, durch eine altägyptisch anmutende Pyramide oder durch mittelalterliche Märchenschlösser. Und selbst zu Zeiten der Rezession werden immer neue und spektakuläre Kasinopaläste gebaut, immer aufwendigere Shows und Illusionen geboten.

Fast 40 Millionen Besucher überfluten jährlich die glitzernde Metropole mitten in der Mojavewüste – allerdings hat die Immobilien- und Finanzkrise der letzten Jahre die Aufenthaltsdauer der Besucher etwas beschnitten, und sie zeigen sich nicht mehr so spendabel an den Spieltischen. Die meisten bleiben heute drei bis vier Nächte – und diese Zeit braucht man auch, will man als Urlauber die Stadt in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernen.

Nicht wenige Besucher, vor allem die Amerikaner, kommen regelmäßig wieder, gönnen sich ein paar Tage Auszeit vom normalen Leben, fordern das Glück heraus, zocken, gewinnen, verlieren, besuchen die aufwendigen Shows, verbringen die Nächte in heißen Clubs und wahrhaft coolen Bars. Oder sie entspannen in Pools und Spa-Bädern, gehen gut essen und lassen sich einfach beflimmern von den unzähligen Neonlichtern und LED-Schirmen auf dem Strip und in Downtown.

Las Vegas bietet billig gemachten Nepp ebenso wie niveauvolle Unterhaltung. Die mit modernster Technik auf die Bühne gebrachten Shows, wie sie vor allem der Cirque du Soleil präsentiert, sind ein Erlebnis, das alle Sinne anspricht. Wilde Achterbahnen und weiße Tiger und Löwen sorgen für Exotik und Action. Eine Reihe von Museen und Galerien, zum Teil in den Kasinos selbst, stellen Werke weltweit bekannter Künstler aus. Und viele der heute vorzüglichen Restaurants der City inspirieren zugleich Augen wie Gaumen.

Las Vegas war lange die am schnellsten wachsende Stadt der USA mit heute gut 2 Mio. Einwohnern. Angelockt von guten Verdienstmöglichkeiten in der Kasinoindustrie entschieden sich in den 1990er-Jahren und bis etwa 2008 jährlich rund 80 000 Menschen, ins Clark County (Las Vegas und unmittelbare Umgebung) zu ziehen. Der amerikanische Traum von Taxifahrern, die Millionen machen, und Hotelportiers, die sich goldene Nasen und große Villen verdienen, wurde hier schon mal Wirklichkeit. Die Rezession von 2008 versetzte der Boomtown einen kräftigen Dämpfer: Häuser- und Grundstückspreise fielen um 50 Prozent, die Arbeitslosenquote stieg auf unerhörte 15 Prozent. Tausende zogen weg – und ließen ihre Häuser und unbezahlten Hypotheken zurück. Doch schon seit 2012 geht es wieder bergauf.

Ironie des Schicksals: Die Stadtgründer der heutigen Glitzerwelt waren Mormonen. Etwa um 1830 entdeckten mexikanische Händler eine kleine Oase mit artesischen Quellen am Fuß der Spring Mountains. Aus ihrer Zeit stammt der Name Las Vegas, „die Auen“. 1855 legten dann Mormonen ein kleines Fort an zum Schutz ihrer Planwagentrecks auf dem Weg zum Pazifik. Erst 1905 wurde jedoch das eigentliche Las Vegas gegründet: Aus einem Arbeitercamp der ersten Bahnlinie in der Region entstand ein Westernstädtchen, in dem entlang der staubigen Fremont Street vor dem Bahnhof Saloons und Spielhöllen florierten – zunächst noch illegal.

1931 sollte zum Schicksalsjahr für Las Vegas werden. Der Staat Nevada legalisierte das Glücksspiel (offiziell, um Steuergelder für Schulen einzunehmen). Zugleich begann die US-Bundesregierung mit dem Bau des Hoover Dam am nahen Colorado River. 5000 Arbeiter lebten bald im Camp vor den Toren der Stadt – und bescherten Las Vegas mitten in der Weltwirtschaftskrise einen ersten Boom. Rasant schossen immer neue Kasinos aus dem Wüstensand, und die Bevölkerung stieg bis 1940 auf 8500 Einwohner. Der Zweite Weltkrieg brachte Soldaten und die Rüstungsindustrie, aber auch Gefahren: Zehn Jahre lang fanden nur knapp 120 km von der Stadt entfernt überirdische Atomtests statt – für die Kasinogäste damals eine Attraktion.

Wie hätte der Mob (die amerikanische Mafia) dieses lukrative Städtchen einfach links liegen lassen können? Um die Kasinoprofite entbrannte ein Bandenkrieg zwischen den Nachfolgern von Al Capone und Lucky Luciano, den Mafiaclans aus Chicago und New York. Der berühmt-berüchtigte Benjamin („Bugsy“) Siegel eröffnete 1946 mit Stargast Frank Sinatra das Flamingo, das erste pompöse Edelkasino auf dem noch fast unbebauten „Strip“, damals die Ausfallstraße nach Los Angeles. Das Flamingo erwies sich zunächst allerdings als totale Pleite, und „Bugsy“ wurde von einem Killer erledigt.

Mitte der 1950er-Jahre begann die Zeit des glamourösen Entertainments, für das Las Vegas so bekannt ist, die Ära von Elvis Presley und dem Rat Pack mit Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr. Nun kontrollierte auch eine Kommission das Glücksspiel und vergab Lizenzen. Der Staat sagte dem organisierten Verbrechen den Kampf an. Jahrzehntelang ermittelte das FBI gegen die Verbrechersyndikate. In den 1970ern flogen mehrere Hintermänner auf, die verdeckt Zinsen aus Kasinoeinnahmen kassierten. Einige Politiker gerieten in Verdacht, mit dem Mob gemeinsame Sache gemacht zu haben. Und noch in den 1980ern gehen eine Reihe von Morden eindeutig auf das Konto der Mafia.

Downtown, in der Fremont Street, lässt sich noch erahnen, wie es wohl im alten Vegas war, als das Hauptvergnügen im verruchten Glücksspiel bestand, dabei trinken und rauchen, hinterher bezahlter Besuch bei einer Dame. Seither hat Las Vegas seine Unterhaltungspalette erweitert. Zwar kommen noch immer die meisten zum Spielen, wird hier weit mehr getrunken und gepafft, gibt es mehr und offenere (obwohl verbotene) Prostitution als in anderen amerikanischen Städten. Aber auch Urlauber, die diesen Lastern nicht frönen, kommen auf ihre Kosten.

Immer prächtiger, immer phantasievoller wurden die Kasinos. 1973 war das MGM mit 2100 Zimmern das größte Hotel der Welt. 1990 wurde es das Excalibur mit 4032 Zimmern, bis ihm 1994 das MGM Grand mit über 5000 Zimmern den Rang streitig machte. Fast jährlich erweiterte sich seitdem das eine oder andere der Riesenkasinos um einen neuen Turm für tausend weitere Gäste. Mehr als 150 000 Zimmer gibt es heute in der Stadt. Dabei gehören die meisten Hotelriesen zu großen Konsortien, die mehrere solcher Kasinos ihr Eigen nennen.

So manches Bauprojekt wurde allerdings in Zeiten der Rezession erst mal gestoppt. Doch nicht nur die anhaltende Finanzkrise gefährdet die Entwicklung der Stadt. Las Vegas wird – wie der gesamte Südwesten der USA – von einer anhaltenden Dürre bedroht. Am Hoover Dam, der den größten künstlichen See Amerikas, den Lake Mead, staut, stehen die Abflusskanäle leer. Der See selbst ist bereits um die Hälfte reduziert, über 30 Jahre lag der Wasserspiegel nicht so tief wie heute. Mit der Schneeschmelze 2011 brachte der Colorado zwar wieder etwas mehr Wasser aus den Rockies, der seit über zehn Jahren anhaltende Dürretrend ist damit aber noch nicht gestoppt.

Dabei muss der Fluss immer mehr Menschen mit Wasser und Energie versorgen. Nur ein kleiner Prozentsatz wird in das verschwenderische Las Vegas gepumpt, der Löwenanteil des Colorado-Wassers dient der Landwirtschaft zur Fruchtbarmachung trockenen Wüstenbodens in Arizona, Südkalifornien und Nevada. Jetzt läuten die Alarmglocken: Fällt der Wasserstand noch weiter, muss der Hoover Dam seine Turbinen und damit die Stromversorgung abstellen. Eine Katastrophe für alle angrenzenden Bundesstaaten.

In Las Vegas hat mittlerweile ein Umdenken begonnen: Es herrscht „Dürrealarm“ mit strengen Auflagen für die Bewässerung von Rasenflächen, das Waschen von Autos und den Betrieb von Zierbrunnen. Neubauten dürfen nur noch ein begrenztes Maß an Grünflächen aufweisen, der Bau neuer Swimmingpools ist verboten. Noch bleiben die Touristen weitgehend von den Beschränkungen verschont. Auf dem Strip und Downtown wird (mit Ausnahmegenehmigung) weiterhin hemmungslos geprasst, planschen Tausende täglich in dem kostbaren Nass, flimmern die Lichter Tag und Nacht.

Keiner will die Gefahren wahrhaben – oder besser gesagt, hierher kommt man nicht, um apokalyptischen Reden zu lauschen. Und die meisten, die sich der Sin City, der Stadt der Sünden, mit skeptischem Stirnrunzeln nähern, erliegen am Ende doch der Verführungskraft der phantastischen Glitzerwelt. Denn Las Vegas ist einzigartig. Es ist wie ein kitschiger, surrealer Film, in dem der Besucher mitspielen darf – einige Dollars muss er Fortuna dafür aber schon opfern.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Von Polo Ralph Lauren bis Nike, Gap, Levi's, Tommy Hilfiger und Timberland sind alle amerikanischen Marken in dieser Discountmall vertreten. Wer am Strip wohnt: Ein Bummel hier ist gut mit einem…
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Die vier Blocks lange Fußgängerzone ist eine preiswerte Alternative zum Strip mit Straßencafés, Geschäften und den vielfältigen Möglichkeiten ihres elektronischen Baldachins, der die Straße an…
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Diese Dependenz des New Yorker Supper Clubs ist auch in Las Vegas ein Treff der Reichen und Schönen. Hohe LED-Wände umgeben die Tanzfläche, dazu schaut man in der "Boom Box" aus riesigen…
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Für einen teuren, aber sensationellen Abend: Superstars treten abwechselnd mit eigenen aufwendigen Shows auf der großen Konzertbühne Colosseum auf.
Hier reihen sich die Kasinohotels aneinander. Die schönsten sind das venezianisch gestylte Venetian mit Markusplatz und Gondelkanälen, das Paris Las Vegas samt Eiffelturm, das ganz modern gestaltete…
Das größte Riesenrad der Welt, der High Roller mit 167 m Höhe und einem spektakulären Blick über die Stadt. Die ideale Zeit für die Gondelfahrt ist Sonnenuntergang, wenn die Lichter der Hotels…
Dieses Event im November lockt nicht nur Sportler an: Es gibt Rockkonzerte, Läufer im Elvis-Kostüm und Pasta-Partys.

MARCO POLO Reiseführer

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12,99 €

Praktische Hinweise

Anreise

Nonstop-Charterflüge von Frankfurt nach Las Vegas bietet Condor (ca. 11 Std., 800–1500 Euro). Ähnlich teuer sind Umsteigeverbindungen, wie sie von Lufthansa/United Airlines angeboten werden. Günstigere Tarife bietet oft British Airways, die täglich nonstop über London nach Las Vegas verkehren – in der Nebensaison schon ab 700 Euro. Der McCarran International Airport (Kürzel: LAS) liegt nur rund 1,5 km vom südlichen Ende des Strip entfernt. Ein Taxi bringt Sie für $ 12–20 pro Fahrt vom Flughafen zum Strip, für $ 18–28 nach Downtown, eine Limousine für ähnliche Preise, allerdings pro Person. Dazu verkehren mehrere Shuttle-Busse (ca. 7–9 $) und auch die Stadtbusse Nr. 108/109 sowie der Express-Bus WAX vom Flughafen zum Strip (Ecke Tropicana Av.) und in die Downtown. Infos: www.mccarran.com

Auskunft

www.visitlasvegas.de: offizielle deutsche Website, sehr gut gemacht und mit vielen Details für die Reiseplanung.

Las Vegas Convention & Visitors Authority

Deutsche Vertretung: c/o Aviareps Tourism GmbHJosephspitalstr.1580331089 552533822www.visitlasvegas.de

Las Vegas Visitor Centers

Vor Ort hilft das große Info-Büro gegenüber dem Convention Center weiter (South Paradise Road31501 702 8927575www.lasvegas.com). Alle Fragen zu Attraktionen, Shows etc. beantworten auch die Hotel-Concierges. Bei Anreisende per Auto gibt es Info-Büros an der I-15 in Primm und Mesquite sowie an der US 93 in Boulder City.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Honorarkonsulat

W. Russell Road48151 702 8736717las-vegas@hk-diplo.de

Österreichisches Generalkonsulat

Wilshire Boulevard118591 310 4449310los-angeles-gk@bmeia.gv.at

Schweizer Konsulat

Casa De Elegante Ct.1861Las Vegas1 702 8857947lasvegas@honrep.ch

Einreise

Eu-Bürger und Schweizer brauchen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen einen gültigen, maschinenlesbaren Reisepass (auch Kinder) und müssen sich vor Einreise online registrieren: esta.cbp.dhs.gov (14 $). Alle Einreiseformalitäten werden am ersten US-Flughafen erledigt.

Geld & Kreditkarten

Die amerikanischen Geldscheine – 1, 5, 10, 20, 50 oder 100 Dollar – sehen sich sehr ähnlich. 1 Dollar (oft buck genannt) sind gleich 100 Cent.

Visa und Mastercard werden fast überall akzeptiert, selbst bei kleinen Summen; American Express seltener. Mit der EC-Karte können Sie an vielen Bankautomaten (ATM machines) Bargeld ziehen, aber fast nie bezahlen. Achtung: Geldautomaten in Hotels und Geschäften erheben oft hohe Gebühren. Bargeld brauchen Sie nur in kleineren Mengen, etwa als Trinkgeld sowie zum Bus- und Taxifahren.

Gesundheit

Schließen Sie auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung ab, Behandlungen in den USA sind teuer. Die Kosten für eine Notbehandlung müssen Sie trotzdem gleich bezahlen – am besten per Kreditkarte. Medikamente bekommen sie in der pharmacy, einfache Schmerzmittel etc. auch im drugstore. In Notfällen nennt Ihnen die Hotel-Concierge die nächste day-clinic oder ruft den Notarzt (paramedics).

Internet & WLAN

Alle Hotels stellen Internetanschluss zur Verfügung, teils gegen Gebühr. Gratis-Onlinezugang bieten Coffeeshops wie Starbucks – einfach an der Kasse fragen.

Größen & Maße

Damen: 10 = 38, 12 = 40, 14 = 42; Schuhe: 8 = 38 ½, 8 ½ = 39, 9 = 40, 10 = 41; Herren: 28 = 48, 30 = 50, 41 = 52, 43 = 54; Kragenweite: 39 = 16, 41 = 17; Schuhe: 9 ½ = 43, 10 = 44, 10 ½ = 45

Maßeinheiten: mile (1,6 km), foot (30 cm), inch (2,5 cm), gallon (3,78 l), quart (0,94 l), pound = lb (0,454 kg), ounce = oz (28,3 g)

Mietwagen (Rental Cars)

Es ist meist günstiger, Mietwagen von Europa aus zu mieten, dann sind die vor Ort teuren Versicherungen, Steuern und Gebühren bereits inklusive. Zur Anmietung genügt der nationale Führerschein. Im Falle einer Panne rufen Sie zunächst die Mietwagenfirma an.

Fast alle Hotels verfügen über kostenlose Parkplätze, praktisch ist der valet service. Sie fahren vor, übergeben Ihren Autoschlüssel an die freundlichen Jungs und nehmen ein Ticket entgegen. Bei der Abfahrt ist dann ein Trinkgeld von 2–3 $ fällig, bei Hilfe mit Gepäck 5 $.

Notruf

911 ist die kostenlose Notrufnummer. Der operator 0 leitet weiter zu Polizei, Feuerwehr oder Notarzt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus: Der Doppeldecker The Deuce (24 Std.) und die schicken, klimaanlagengekühlten RTC-Busse des Strip & Downtown Express (9–24 Uhr) bringen Sie den Strip rauf und runter und bis zur Downtown. Eine Fahrt kostet 6 $ (bitte passend, kein Wechselgeld!), die Tageskarte 8 $ für das ganze RTC-Busnetz, der 3-Tages-Pass 20 $. Weitere Infos: www.rtcsnv.com

Monorail: Die umweltfreundliche elektrische Hochbahn verbindet die Kasinos auf der Ostseite des Strip und führt zum Convention Center. Fahrt $ 5, Tageskarte $ 12www.lvmonorail.com Außerdem verkehren zwei kostenlose Monorails auf der Strecke Mandalay Bay–Luxor–Excalibur und Mirage–TI.

Steuern

Preise sind immer als Nettopreise ausgezeichnet. Steuern werden erst beim Bezahlen addiert, für Hotelzimmer in Las Vegas 12 Prozent, für Waren 8,1 Prozent.

Strom

Netzspannung 110 Volt/60 Hertz. Steckdosenadapter vor der Reise besorgen!

Telefon & Handy

Ortsgespräche vom Münztelefon kosten 25–50 Cent. Die Nummern 1 800, 1 866, 1 877 und 1 888 sind innerhalb der USA gebührenfrei. Die meisten können (gegen Gebühr!) auch von Deutschland aus angewählt werden. Hotels erheben auch für die Wahl dieser Nummern häufig 1–2 $ Gebühren. Am besten fahren Sie mit einer prepaid phone card, die man sowohl in Telefonzellen als auch vom Hotel aus benutzen kann. Sie erhalten sie an Automaten sowie in Drogerien wie Walgreens oder 7-Eleven.

Die Vorwahl nach Deutschland ist 01149 (Österreich 01143, Schweiz 01141), danach Ortsvorwahl ohne 0, dann die Rufnummer. Die Vorwahl in die USA ist 001, dann area code – für Las Vegas 702 oder 725 – sowie die 7-stellige Rufnummer. Innerhalb der USA wählen Sie vor dem area code noch eine 1. Der operator 0 hilft bei allen Telefonproblemen und vermittelt R-Gespräche (collect calls).

Europäische Tri- und Quadband-Handys funktionieren auch in Las Vegas, allerdings mit 1–2 $ Roaming-Aufschlag pro Minute. Handy heißt in den USA übrigens cell phone oder mobile phone.

Trinkgeld (Tip)

In den Restaurantpreisen ist das Geld für Bedienung nicht enthalten. Der tip (oft die Haupteinnahmequelle der Kellner) beträgt 15–20 Prozent der Nettosumme (ohne Steuer). Barkeeper und Kellnerinnen in Kasinos bekommen 1–2 $ pro Drink, Gepäckträger 1–2 $ pro Gepäckstück, Zimmermädchen 1–2 $ pro Tag. Sollten Sie beim Spielen gewinnen, denken Sie an ein Trinkgeld für den dealer.

Zeitzone

In Las Vegas gilt die Pacific Standard Time, wie in Kalifornien. Es ist also 9 Stunden früher als in Mitteleuropa. Sommerzeit gilt vom zweiten Märzsonntag bis zum ersten Novembersonntag.

Zoll

Zollfrei einführen können Sie alle Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie 200 Zigaretten, 1,1 l Spirituosen und Geschenke für 100 $. Die Einfuhr frischer Lebensmittel sowie von Pflanzen und Samen ist verboten. Bei der Rückkehr in die EU dürfen Sie 200 Zigaretten oder 50 Zigarren einführen, 50 ml Parfüm und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro. Weitere Infos: www.zoll.de.

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1. Jan.

New Year's Day

4. Juli

Independence Day

4. Donnerstag im Nov.

Thanksgiving

25. Dez.

Christmas

Behörden und Schulen sind geschlossen, Geschäfte und die meisten Museen aber sind geöffnet am:

3. Montag im Jan.

Martin Luther King Day

3. Montag im Feb.

President's Day

letzter Montag im Mai

Memorial Day

1. Montag im Sept.

Labor Day

2. Montag im Okt.

Columbus Day

letzter Freitag im Okt.

Nevada Day

11. Nov.

Veteran's Day

Feste und Festivals

Februar

Chinese New Year: Löwen und Drachen, Tanz, Akrobatik und asiatisches Essen. Chinatown PlazaSpring Mountain Road4255www.lvchinatown.com

Mardi Gras: Am Faschingswochenende Parade und Straßenfest in der Fremont Street und eine große Party im Orleans Casino

März

St. Patrick's Day: Parade und Blockparty am 17. März, dem Namenstag des irischen Schutzheiligen St. Patrick; grüne Kleidung – wenigstens ein grüner Hut –, und schon gehören Sie dazu. www.vegasexperience.com

April

City of Lights Festival: großes Jazzfestival mit Blick auf den erleuchteten Strip. Hills Parkwww.yourjazz.com

Mai

Helldorado Days: Las Vegas feiert Mitte Mai seine Wildwest-Geschichte mit Rodeo, großer Parade und Schießereien. www.elkshelldorado.com

Frühling und Herbst

NHRA Nationals: Das ultimative Erlebnis für Autofans – Drag-Rennen, Hotrods und Stockcars auf dem Las Vegas Speedway. www.lvms.com

Mai/Juni

Jazz in the Park: kostenlose Jazzkonzerte im Clark County AmphitheatreS Grand Central Parkway500www.clarkcountynv.gov/depts/parks

Juni

Reggae in the Desert: karibische Rhythmen, Getränke und Essen. www.reggaeinthedesert.com

World Series of Poker Wo sonst als in Las Vegas sollte die Weltmeisterschaft im Pokerspielen stattfinden: stets Juni bis Oktober im Rio Casino. www.wsop.com

Electric Daisy Carnival: Drei Tage lang wird Mitte des Monats das riesige Areal des Las Vegas Motor Speedway zur Festivalbühne der elektronischen Musik – mit Feuerwerk, Kunstinstallationen und 200000 Fans. Las Vegas Boulevard North7000electricdaisycarnival.com

Juli

Independence Day: Am 4. Juli gibt sich die City ganz patriotisch. Flaggen überall, dazu mehrere Feuerwerke und Paraden in Boulder City und Summerlin.

September

Barrett Jackson Car Auction: Die schönsten Oldtimer Amerikas werden alljährlich im Mandalay Bay präsentiert, wo sie unter den Hammer kommen. www.barrett-jackson.com

Oktober

Halloween: Spukhäuser und Gespensterpartys – in Las Vegas immer etwas Besonderes. Eine der besten Kostümpartys steigt traditionell im Hard Rock Hotel. www.hardrockhotel.com

PGA Tournament: jährlicher Golfwettbewerb. www.pgatour.com

Shakespeare in the Park: Open-Air-Shakespeare-Stücke. Henderson Pavillonwww.hendersonlive.com

November

Der Rock 'n' Roll Marathon Mitte des Monats lockt nicht nur Sportler an: Es gibt Rockkonzerte, Läufer im Elvis-Kostüm und Pasta-Partys. runrocknroll.competitor.com/las-vegas

Dezember

National Finals Rodeo: Zehn Tage lang wird Las Vegas zur Cowboystadt. www.nfrexperience.com

New Years Eve: Silvesterfeier mit Pauken, Trompeten und Feuerwerk

Bloss nicht

Die Stadt verlassen, ohne gespielt zu haben

Sie müssen ja nicht gleich zum high roller werden, aber in Las Vegas durch die Kasinos zu gehen und nicht zu spielen, macht nur halb so viel Spaß. Und: Wenn das alle tun würden, gäbe es Las Vegas nicht.

Einen Tisch erobern

Stürmen Sie im Restaurant nicht gleich auf den nächstbesten Tisch zu. Warten Sie am Eingang auf die Hostess, die Ihnen einen Platz zuweisen wird. Aber fragen Sie ruhig, wenn Sie lieber woanders sitzen würden.

Ohne Pullover reisen

Man glaubt es nicht, aber gerade im Hochsommer dürfen Sie zum Bummeln Pullover oder Jacke nicht vergessen. In den Riesenkasinos wie etwa dem Venetian herrschen dann polare Temperaturen – und nach zwei Tagen haben Sie eine Erkältung.

Das Handy einschalten

Spieler-Etikette: Absolut tabu ist es, das Handy am Spieltisch klingeln zu lassen – oder sogar noch zu antworten.

Den Ausweis vergessen

Alkohol trinken und spielen ist erst ab 21 erlaubt. Kinder und Jugendliche unter 18 dürfen sich nicht einmal im Kasino aufhalten. Wer noch nicht 18 ist, muss nach 21 Uhr auf dem Strip in Begleitung eines Erwachsenen sein (abseits vom Strip nach 22 Uhr). Manche Bars verlangen grundsätzlich einen Ausweis.

Leichtsinnig sein

Auf dem Strip und in der Fremont Street Experience haben Sie nichts zu befürchten. Aber lustwandeln Sie nicht nachts allein durch abgelegene Straßen. Gehen Sie zu zweit oder in Gruppen, wenn Sie die belebten Gegenden verlassen, oder nehmen Sie ein Taxi.

Profis stören

Dealer sind sehr hilfsbereit und weihen Unwissende gern in die Regeln und Geheimnisse des Spielens ein. Aber stellen Sie lieber keine Anfängerfragen an einem mit angespannt schwitzenden high rollers bepackten Spieltisch.

Verdursten

Nehmen Sie unbedingt ausreichend Trinkwasser mit, wenn Sie einen Ausflug in die Umgebung machen. Besonders im Sommer wird es so heiß, dass man sehr schnell ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr dehydriert.

Alkohol auf der Straße trinken

Trinken auf der Straße ist in Amerika strikt verboten – Alkohol muss immer verpackt sein (meist in einer braunen Papiertüte). Ausnahme ist Las Vegas: Am Strip und in Downtown darf man ganz offen ein kaltes Bier zischen.

Bücher & Filme

Liberace

Michael Douglas in einer großartigen Rolle als der berühmteste Entertainer in Las Vegas (2013)

Leaving Las Vegas

Zwei Menschen, mit denen es das Leben bisher nicht gut meinte, verlieben sich in Las Vegas. Mit Nicolas Cage und Elisabeth Shue (1995)

Casino

Packendes Mafiadrama mit realem Hintergrund. Mit Robert de Niro und Sharon Stone (1995)

Ocean's Eleven

Raffinierter Raubzug ins Allerheiligste mehrerer Luxuskasinos. Mit G. Clooney, J. Roberts, B. Pitt, M. Damon und den Klitschkos (2001)

Hangover

Die Geschichte einer turbulenten Junggesellenparty; zahlreiche Szenen im Caesars Palace (2009)

Bill Moody, Moulin Rouge

Ein realitätsnaher Krimi über das kurze Leben des Moulin Rouge, des ersten Clubs in Las Vegas, das für Schwarze öffnete (2002)

Holly-Jane Rahlens, Mazel Tov in Las Vegas

Eine verzwickte deutsch-amerikanisch-jüdische Familiengeschichte um eine Heirat in Las Vegas (2002)

Mario Puzo, Las Vegas

Ein Buch über Mafiosi, Callgirls, Zuhälter und Spieler in Las Vegas, die der Traum vom großen Gewinn verbindet (2002)

Andy Bellin, Full House

Das Sachbuch, das sich streckenweise liest wie ein Roman, gibt Einblick in die Seele eines Pokerprofis, ins Bluffen und Tricksen (2002)

19-39 °C
14 h/Tag

Fakten

Einwohner 648.224
Fläche 348 km²
Strom 120 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 21:07 Uhr
Zeitverschiebung -9 h (zu MESZ)

Anreise

12h
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