Köln

Überblick

Willkommen in Köln - der Kultur-, Kunst- und Medienstadt am Rhein

Die Millionenstadt Köln liegt am Rhein und ist die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Eine Städtereise lohnt sich wegen der ausgeprägten Kultur- und Kunstszene sowie einiger bedeutender Baudenkmäler aus über 2000 Jahren Geschichte. Besonders der Dom zieht jedes Jahr Millionen Besucher in seinen Bann. Viele Gäste verbringen auch zu Karneval einen kurzen Urlaub in der Rheinmetropole und feiern auf dem berühmten Rosenmontagszug.

Welches Wetter erwartet mich in Köln?

Köln hat sehr wechselhaftes Wetter mit relativ mildem Klima. Die optimale Reisezeit für Köln sind die Sommermonate, wenn die Biergärten und Straßencafés geöffnet sind. Für Karnevalfans sind natürlich die närrischen Tage die beste Reisezeit für Köln.

Welcher Stadtteil eignet sich für meine Reise nach Köln?

Die Altstadt liegt idyllisch zwischen Rheinufer und Dom und kann mit vielen Kneipen, Restaurants, dem Römisch-Germanischen Museum und dem Schokoladenmuseum ganz in der Nähe aufwarten. Wem während einer Städtereise trendige Bars und Nachtleben wichtig sind, ist im Zentrum rund um den Kölner Ring, z. B. im Friesenviertel oder im Belgischen Viertel, gut aufgehoben. Um urige kölsche Atmosphäre zu finden, sollte man die Südstadt erkunden. In diesem Stadtteil kann z. B. eine Brauhaustour unternehmen.

Familien Singles Verliebte Nachtschwärmer Aktivurlauber
Altstadt
Südstadt
Ring/Zentrum
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Köln?

Zu den Must-Sees gehört der weltberühmte Dom. Direkt daneben kannst du mit dem Römisch-Germanischen Museum, der Altstadt und dem Schokoladenmuseum weitere Highlights und Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen. Verpasse beim Sightseeing nicht die Flohmärkte in Nippes, und auch der Zoo und die Kölner Philharmonie gehören zu den Attraktionen der Stadt. Viele Gäste besuchen beim Urlaub in Köln auch die Liebesschlösser auf der Hohenzollernbrücke und das 4711-Haus mit dem berühmten Eau de Cologne.

Checkliste: Daran solltest du vor deiner Köln-Reise denken
Papiere

Für Köln benötigst du selbstverständlich nur deinen Personalausweis.

Impfungen

Es sind keine Impfungen erforderlich.

Geld

Die meisten Restaurants und Geschäfte akzeptieren EC- und Kreditkarte.

Versicherungen

Denke  bei der Urlaubsvorbereitung und Reiseplanung eventuell an eine Reiseversicherung.

Sonstiges

Für Karnevalbesucher: Eine große Auswahl an Kostümen finden sich auch in den vielen einschlägigen Geschäften in Köln.

Was muss ich bei der Anreise beachten?
Flugzeug

Der Flughafen Köln Bonn liegt südlich der Stadt. Der Transfer mit dem Bus, der nach Köln-Porz und dann weiter ins Zentrum fährt, dauert nur 40 Minuten. ICE und weitere Züge halten ebenfalls am Flughafen und bringen Besucher innerhalb weniger Minuten zum Hauptbahnhof.

Taxi

An Silvester nach 22 Uhr und zu Karneval ist es nicht immer einfach, ein Taxi zu bekommen.

Auto

Mit dem Auto über die Autobahn A 3 bis zum Kölner Ring und von dort Richtung Innenstadt.

Bahn

Die Anreise nach Köln mit der Bahn ist äußerst bequem. Der ICE benötigt beispielsweise von Frankfurt nur gut eine Stunde.

Checkliste: Was gibt es vor Ort in Köln zu beachten?
Wasser

Das Leitungswasser ist von hervorragender Qualität.

Essen & Trinken

Wissenswertes für Köln-Besucher: dass ein Halver Hahn kein Hähnchen, sondern ein Käsebrot ist.

Trinkgeld

5 - 10% sind gern gesehen.

Saison

Besonders zu Karneval und Messezeiten reserviert man besser frühzeitig eine Unterkunft.

Das solltest du vermeiden/Bloß nicht

Bestelle in Köln lieber kein Altbier, auch wenn es keine offiziellen Verbote dieser Düsseldorfer Bierspezialität gibt. Zu den Do´s and Dont´s gehört, an Karneval Kölle Alaaf zu rufen - auf keinen Fall das Düsseldorfer Helau.

Insider-Wissen/Empfehlung

Das Päffgen gilt unter vielen Einheimischen als das beste Brauhaus der Stadt.

Sicherheit

Für Köln müssen keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Sonstiges

Bützchen sind Küsschen auf die Wange und werden vor allem zu Karneval verteilt. Wichtige Infos über das Stadtviertel erhält man auch in den Kölsch-Kneipen.

Bilder

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Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

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Sortierung:

Reisezeit Köln

Januar
schlecht
4°C
Der weltbekannte Kölner Karneval lockt jährlich mehr als eine Millionen Besucher in die Stadt.
Februar
sehr gut
6°C
Der weltbekannte Kölner Karneval lockt jährlich mehr als eine Millionen Besucher in die Stadt.
März
sehr gut
10°C
April
mittel
14°C
Mai
gut
19°C
Juni
sehr gut
22°C
In den Sommermonaten staut sich mitunter die Hitze in der Stadt.
Juli
gut
24°C
In den Sommermonaten staut sich mitunter die Hitze in der Stadt.
August
mittel
24°C
September
gut
20°C
Oktober
gut
14°C
November
schlecht
9°C
Stimmungsvolle Atmosphäre bei den Kölner Weihnachtsmärkten.
Dezember
gut
5°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Donnerstag / 17.10.2019
Vormittags
-
Nachmittags
-
Abends
15 °C
Freitag / 18.10.2019
Vormittags
15 °C
Nachmittags
16 °C
Abends
14 °C
Samstag / 19.10.2019
Vormittags
14 °C
Nachmittags
15 °C
Abends
14 °C
Mehr Wetterinfos

Anreise

2h 3min
1h 5min
50min
Frankfurt am Main
Köln
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Auftakt

Entdecke Köln!

Die Hohenzollernbrücke ist so gebaut, dass man bei der Ankunft das Gefühl hat, der Zug fahre genau auf den Dom zu. Aus dem Abteilfenster fällt der Blick auf die Schokoladenseite: auf den Rhein mit der weißen Flotte der Ausflugsdampfer, die Brücken, die schmalbrüstigen Häuser der Altstadt, den mächtigen romanischen Bau von Groß St. Martin.

Früher wollte Köln immer gerne eine Millionenmetropole sein und zählte deswegen auch die Studenten mit Zweitwohnsitz offiziell zu ihren Einwohnern. Heute haben die Stadtoberen solche statistischen Tricks nicht mehr nötig, denn durch stetigen Zuzug kam Köln 2010 tatsächlich auf mehr als 1 Mio. Einwohner mit Erstwohnsitz. Diesen Zuwachs hat die Stadt vor allem ihrer Bedeutung als regionales Branchenzentrum für die Firmen der Informationstechnologie zu verdanken: 2008 zog Microsoft mit seiner NRW-Niederlassung von Neuss in den Kölner Rheinauhafen – eine wichtige Signalwirkung. So zählte die örtliche IHK 2010 im Großraum Köln bereits 11 000 IT-Firmen mit rund 100 000 Mitarbeitern. Diese „Netzwerker am Rhein“ stellen eine Wachstumsbranche dar, ebenso ihre Kollegen in der „Kreativwirtschaft“, die sich mit ihren Designer-Büros und Medienfirmen vornehmlich im Stadtteil Ehrenfeld tummeln. WDR und RTL zählen als die größten TV-Sender nach wie vor zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Stadt. Zehn Fernseh- und Rundfunksender haben ihren Sitz in Köln. Rund 15 000 Menschen arbeiten in 800 Firmen der Medienbranche.

So konnte der Wirtschaftsdezernent schon vor Jahren verkünden: Bis zum Jahr 2030 müsse sich Köln wegen einer Überalterung keine Sorgen machen. Positiv für die demografische Entwicklung sei die Ansiedlung junger Westdeutscher unter 30 Jahren, die hier an der Entwicklung von Apps für Mobiltelefone arbeiten oder als Redakteure bei den Privatsendern und Online-Diensten. Die Beschäftigten in diesen Branchen sorgen auch sonst für eine wirtschaftliche Belebung, denn sie sind konsumfreudig und gehen gerne aus: So prägen sie die Atmosphäre der modernen, weltoffenen Großstadt auf den Partymeilen der club culture und in der übrigen Kneipenszene, die sich hinter jener in Berlin nicht zu verstecken braucht. Sie sind gern gesehene Kunden in Fitnessstudios, bei Sportausrüstern und in Biosupermärkten.

Die Kehrseite: Der Kölner Wohnungsmarkt ist nichts für junge Familien mit kleinen Kindern; im Zentrum und in den attraktiven Vororten sind die Mieten neben jenen in München und Düsseldorf bundesweit am höchsten. In einer Leserumfrage von Focus Online über die Lebensqualität in deutschen Städten belegte Köln deswegen – und wegen des Verkehrs – nur einen mittleren Platz: Im Berufspendlerverkehr den Kölner Autobahnring zu frequentieren, ist tatsächlich nur etwas für Masochisten.

Dennoch bleibt Köln attraktiv. Mehr als 40 internationale Messen finden jährlich in Köln-Deutz statt. Mit 16 Hochschulen und fünf Forschungszentren ist die Metropole zudem ein Zentrum für Bildung, Forschung und Wissenschaft. Die Forschungsstätten sind Schwerpunkte für die Schlüsseltechnologien des 21. Jhs.: Multimedia, Kommunikations- und Softwaretechnologie, Medizin, Biotechnologie, Solar- und Umweltforschung. 62 000 Studenten sind an der Kölner Universität eingeschrieben; sie ist neben jener in München die größte in Deutschland.

Auch der Karneval ist ein Wirtschaftsfaktor, der u. a. Mützensticker und Musiker, Kostümschneider und Kellner ernährt. Rund 100 Karnevalsgesellschaften veranstalten zwischen Neujahr und Aschermittwoch etwa 500 Bälle und Sitzungen. An den tollen Tagen zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag gibt es nur zwei Möglichkeiten: Man meidet die Stadt, oder man feiert mit! Allerdings mus man wissen, wo und wie, denn die vielen Fernsehübertragungen haben in den letzten Jahren einer fragwürdigen Kommerzialisierung des Karnevals Vorschub geleistet. In den typischen Touristenfallen werdenBesucher Opfer gastronomischen Nepps, und plumpe Altherrenwitze und Rumtata-Gedröhne als Kulisse für ein Massenbesäufnis sind gewiss nicht jedermanns Sache. Das hat mit urkölschem Brauchtum allerdings auch nichts (mehr) zu tun. Bei den kleineren Gesellschaften hingegen kann man aber immer noch einen wirklich schönen und urtümlichen Volkskarneval erleben.

Auch wenn heute nur ein Drittel der Einwohner gebürtige Kölner sind: Die mediterrane Leben-und-leben-lassen-Atmosphäre beeinflusst auch die Zugereisten. In Brauhäusern und Biergärten stellt man denn auch fest: Rheinländer sind zwar unkompliziert und kontaktfreudig, beschränken diese Kontakte aber auf Flüchtiges. Große Namen und sozialer Status machen in dieser Bürgerstadt keinen Eindruck. Promis sind einfach nur „Lück wie ich un du“ (Lück = Leute). Auch sonst ist das Verhältnis der Kölner zur Obrigkeit und zu anderen Autoritäten eher unbefangen. Treffen sie auf Mitmenschen mit Neigung zu gespreiztem Gehabe, demonstrieren sie gern ihre Vorliebe für Erdverbundenes und Schnörkelloses: „Mach nit esu en Jedöns!“ Das Einzige, was die Kölner sich an metaphysischer Anwandlung leisten, ist die Überzeugung „Et kütt wie et kütt“ (Es kommt wie es kommt). Sie lässt sie die Widrigkeiten des Lebens mit stoischem Gleichmut ertragen.

Und so lebten auch schon die Urkölner nach der Devise „Seid nett zueinander“. Das waren die Ubier, die der römische Statthalter 38 v. Chr. am linken Rheinufer ansiedelte. Als handfeste Pragmatiker zogen sie es vor, mit den Römern Handel zu treiben statt Kriege zu führen. Eine Geisteshaltung, die sich durchsetzte: Egal, wer in den folgenden 2000 Jahren die Stadt regierte, die Bürger wussten immer hinter dem Rücken der weltlichen wie der geistlichen Obrigkeit ihre eigenen Interessen zu wahren. Aus diesem Gemauschel entstand seit dem Mittelalter der sprichwörtliche „kölsche Klüngel“. Das Wort bedeutet Knäuel – für den Außenstehenden ist der Klüngel etwas undurchsichtig Verwobenes. Dessen moderne Ausdrucksform brachte Konrad Adenauer in seiner Zeit als Kölner Oberbürgermeister (1917 bis 1933 und 1945) auf die Formel: „Man kennt sich, man hilft sich“. Allerdings hat der Klüngel auch seine anrüchigen Seiten. Wie in Köln die Verfilzung von Politik, Wirtschaft und dem Funktionärswesen bei Sport- und Karnevalsvereinen funktioniert, haben Ute und Erwin K. Scheuch in ihrem Buch „Cliquen, Klüngel und Karrieren“ anschaulich beschrieben. Es gilt noch 20 Jahre nach seinem Erscheinen als Standardwerk der Soziologie, vor allem, weil sich in Köln an den Klüngelstrukturen bis heute nichts geändert hat. Und dieses ewige Maggeln und Mauscheln mündet leider nicht immer nur in folkloristische Possen.

Im März 2009 stürzte in der Severinstraße das Historische Archiv ein; zwei Menschen kamen dabei zu Tode. Als knapp ein Jahr nach dem Einsturz die Staatsanwaltschaft einen „Anfangsverdacht“ äußerte, beim U-Bahnbau könnten Bauprotokolle manipuliert worden sein, und stabilisierende Eisenteile seien nicht eingebaut, sondern womöglich an Schrotthändler verschoben worden, schrieb die im benachbarten Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ gallig: „Kritiker des kölschen Klüngels haben einen Anlass mehr, sich schadenfroh die Hände zu reiben“. Als der Europäische Gerichtshof feststellte, beim Neubau der Kölner Messehallen sei gegen das EU-Vergaberecht verstoßen worden, ließen die ertappen Klüngelbrüder im Rathaus keinerlei Unrechtsbewusstsein erkennen: Sie hätten sich den Verzicht auf eine europaweite Ausschreibung vorher „in Berlin“ absegnen lassen.

Die wunderschönen romanischen Kirchen sind Zeugnisse des einstmals „hillige Kölle“, aber die selbstbewussten, freisinnigen Bürger verstanden es durchaus, ihre Frömmigkeit mit den vitalen Interessen des Diesseits zu verbinden. 1288 verbannten sie den Erzbischof, der auch Kurfürst war, aus ihren Mauern – Köln war nun de facto freie Reichsstadt. Später fielen die Bewohner nicht mehr durch allzu großen umstürzlerischen Elan auf. Im Kölnischen Stadtmuseum befindet sich ein Bild mit einer Szene der Revolution von 1848: Die Kölner Revolutionäre hatten ihre Barrikade mit Bedacht direkt neben einer Weinkneipe errichtet. Der Legende nach soll Stunden später ein preußischer Schutzmann das Lokal betreten und den Zechern zugerufen haben: „Ihr könnt die Barrikade wieder abbauen; die Revolution ist vorbei!“

In dieser Zeit tauchten im Hänneschen-Theater auch erstmals die Figuren Tünnes und Schäl auf. Sie veranschaulichen die beiden Seiten des kölschen Wesens: Tünnes verkörpert den pfiffig-bäuerlichen Einschlag; er ist ein Trieb- und Sinnenmensch. Schäl ist der Kulturbürger. Köln war allerdings nie eine feudale Residenzstadt mit breiten Boulevards, sondern immer eine Stadt der Kaufleute und Handwerker mit verwinkelten Straßen und Gassen. Heute ist es eine multi-kulturelle Stadt mit Menschen, die ihre Wurzeln in 184 verschiedenen Nationen haben. Diese kulturelle Vielfalt ist im Alltag überall in der Gastronomie und im Einzelhandel deutlich sichtbar – man kann in Köln afrikanisches Palmöl kaufen und arabisches Henna-Pulver, persische Safranfäden und japanisches Bier. Es gibt in Buchheim einen buddhistischen Tempel und in Ehrenfeld eine fast fertig gebaute neue große Moschee. Das tolerante Nebeneinander fasst der Kölner gerne in die Formel „Jede Jeck es anders“. Doch das gilt leider nur bedingt. Denn als der Schriftsteller Günter Wallraff undercover als dunkelhäutiger Afrikaner zurechtgeschminkt eine kölsche Kneipe testete, wurde er dort übel angepöbelt.

Fast 2000 Jahre lang orientierten sich die Kölner kulturell am linken Rheinufer, an den Fundamenten der römischen und mittelalterlichen Stadt. Deren Ausgrabungen hat man jüngst stolz als Archäologische Zone zusammengefasst – dazu gehören u. a. die Reste eines mittelalterlichen jüdischen Hospitals unter dem Rathaus und eines römischen Abwasserkanals. Die rechte Uferseite galt dagegen als „Schäl Sick“, als schielende Seite, weil man den Pferden, die einst die Lastkähne am Ufer stromaufwärts zogen, zur Flussseite hin Scheuklappen anlegte, was bei ihnen auf Dauer zu Schielen führte. Für die Römer lebten auf der Schäl Sick die Barbaren, und auch im 20. Jh. beurteilte man das rechte Rheinufer nicht schmeichelhafter. „In Köln-Deutz fängt der Bolschewismus an“, sagte OB Konrad Adenauer. Erst in unseren Tagen erfahren die rechtsrheinischen Vororte Deutz und Kalk eine urbane Aufwertung, durch die Mehrzweckhalle „Lanxess Arena“, das Technische Rathaus, den Neubau des Polizeipräsidiums und durch den ICE-Bahnhof Köln-Deutz. Schon jetzt erinnert nur noch der Name der Schäl-Sick-Bar im Hyatt Regency an frühere Zeiten. Wer sich auf der Terrasse dieses Hotels einen Kaffee gönnt, hat übrigens eine Postkartenaussicht aufs Rheinpanorama. Das eindrucksvolle Motiv mit Dom, Museum Ludwig, Rheingarten und Stapelhaus ist typisch kölsch.

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Dom: Mit der U 5, 16 oder 18 geht es zur Haltestelle Dom/Hbf., mit dem Auto ins Parkhaus am Dom (Einfahrten: Trankgasse oder Ende der Unterführung Am Domhof/Kurt-Hackenberg-Platz) oder ins Parkhaus Dom/Rhein (Einfahrt Große Neugasse). Hier sind Sie direkt in der Altstadt und im Shoppingviertel, das am Wallrafplatz/Hohe Straße beginnt. Über die Marzellenstraße erreichen Sie in 7 Min. zu Fuß das Eigelsteinviertel, und über die Hohenzollernbrücke brauchen Sie vom Dom ca. 10 Min. bis ans Deutzer Rheinufer.

Einkaufen

Starten Sie Ihren Shopping-Bummel am besten am Neumarkt: Hier beginnt die Schildergasse, die mit 17 000 Passanten pro Stunde als Nr. 1 der Einkaufsstraßen in Europa gilt, noch vor der Londoner Oxford Street. Nach Norden hin gehen die überdachte Neumarkt-Galerie und die Neumarkt-Passage ab – ideal bei Schlechtwetter. Auf der Mittelstraße Richtung Westen liegen Boutiquen, im Umkreis eines halben Kilometers finden Sie hier vom Designerladen bis zum Sportartikelspezialisten wirklich alles.

Am Abend

Steuern Sie zuerst den Friesenplatz an, um in die Nacht zu starten. Von hier aus sind es jeweils nur ein paar Schritte zu den Szenelokalen im Belgischen Viertel und zu Fuß etwa 10 bis 12 Min. (oder zwei U-Bahnstationen bis Zülpicher Platz) bis zu den Studentenkneipen im „Kwartier lateng“ zwischen Rathenauplatz únd Luxemburger Straße. Schicke und im Trend liegende Cocktail- und Tapasbars oder Sushi-Imbisse säumen die Friesenstraße, Diskoclubs finden Sie auf dem Ring in der Nähe des Friesenplatzes.

Praktische Hinweise

Anreise

Staus drohen im Berufsverkehr, bei Großveranstaltungen und manchen Messen. Park-and-ride-Plätze sind ausgeschildert. An den Karnevalstagen sind Alkoholkontrollen an der Tagesordnung und in der Innenstadt und entlang der Vorortumzüge zahlreiche Straßen gesperrt. In den Innenstadt-Bereich zwischen Rhein und Innerer Kanalstraße dürfen nur Autos mit grüner Umweltplakette hineinfahren.

Unbedingt beachten: Manche ICE-Züge halten nur in Köln-Hbf., und manche fahren vom Ruhrgebiet nur über Köln-Deutz nach Frankfurt/M. Taxistände gibt es an beiden Ausgängen des Hauptbahnhofs. Die U-Bahn-Station Dom/Hbf. liegt an der Domseite. In die Altstadt oder ins Eigelsteinviertel gelangen Sie in wenigen Minuten zu Fuß.

Der Konrad-Adenauer-Flughafen Köln-Bonn liegt ca. 15 km vom Kölner Stadtzentrum entfernt. Normalerweise dauert eine Taxifahrt zum Dom ca. 20 Minuten (Preis ca. 30 Euro). Die Linien S 13 und RE 8 fahren in ca. 20 Min. vom Hauptbahnhof zum Bahnhof Köln/Bonn-Flughafen. Preis: ca. 2,40 Euro. Vom Flughafen Düsseldorf gelangen Sie in 45 bis 60 Min. nach Köln. Taxi: ca. 75 Euro, S-Bahn ca. 10 Euro, IC 18,50 Euro.

Auskunft
Köln Tourismus Service Center

Direkt gegenüber dem Dom befindet sich das Service-Center mit Souvenirshop. Telefonische Hotelvermittlung Mo–Sa 8–20, So u. Feiertage 10–17 Uhr0221 22130400Vermittlungsgebühr pro Buchung 3 Euro bei persönl. Vermittlung im Servicecenter, telefonisch kostenlos. Öffnungszeiten des Service-Center am Dom: Mo–Sa 9–20, So u. Feiertage 10–17 Uhr0221 22130400info@koelntourismus.dewww.koelntourismus.de.

Tageskalender mit den wichtigsten Veranstaltungen in den Sparten Konzert, Kino, Theater, Literatur, Kunst und Party finden Sie unter: www.koelner.de; Wetter: www.wetterbote/koeln; offizielle Seite der Stadtverwaltung: www.stadt-koeln.de; Kartenbestellungen: www.koeln-ticket.de; Ausstellungen: www.koeln-galerien.de, www.museenkoeln.de; Messen: www.koeln-messe.de; Karneval: www.koelnerkarneval.de

Bußgelder

Seit 2011 gilt in Köln eine neue strenge Bußgeldordnung, die für mehr Sauberkeit in der Stadt sorgen soll. Wenn Sie Ihren Hund auf Spiel- oder Bolzplätze lassen, kostet das jetzt bis zu 250 Euro Strafgeld. Für Hundehaufen auf dem Bürgersteig kassiert die Stadt Köln mindestens 100 Euro und für einen ausgespuckten Kaugummi 35 Euro. Einweggrills sind auf öffentlichen Grünflächen verboten (Bußgeld bei Zuwiderhandlung: 300 Euro).

Fahrradverleih
Kölner Fahrradverleihservice

Ein Fahrrad zu leihen kostet pro Std. 2 Euro, pro Tag 10 Euro. Täglich findet um 13.30 Uhr eine dreistündige Stadtrundfahrt mit Führung (15 Euro inkl. Rad) statt. Fremdsprachige Radführungen nach Voranmeldung. 0171 6298796www.koelnerfahrradverleih.deBahnen und BusseHeumarkt

Karneval

Haben Sie in der Karnevalswoche in Köln zu tun, dann stellen Sie sich auf einen Ausnahmezustand ein. Alle Ämter und Behörden sind geschlossen oder haben an den „Brauchstumstagen“ nur Notbesetzung. Wenn Sie sich in den Trubel des Straßen- und Kneipenkarnevals stürzen wollen, lassen Sie Kreditkarten und wertvollen Schmuck im Hotelsafe und nehmen Sie zum Bezahlen keine 100-Euro-Scheine mit. Karten für Bälle und Sitzungen gibt's ab dem 2. Januar immer im „Kaatebus“ (Kartenbus) des Festkomitees auf dem Neumarkt. Für den vierstündigen Vorbeimarsch des Rosenmontagszugs sollten Sie warm genug angezogen sein. Am 6 km langen Zugweg haben sich bis zu 1,5 Mio. Zuschauer aufgestellt: Sie sollten also rechtzeitig da sein, um in der Menge noch einen guten Platz mit freier Sicht zu erwischen.

Mitfahrzentrale

ADM-Mitfahrzentrale: 0221 19440; Citynetz Mitfahrzentrale: 01805 194444 (12 ct./Min.) www.citynetz-mitfahrzentrale.de

Notdienste

Nachtapotheken: Apotheken-Notdienst: 11880

Ärztl. Notdienst: 11880

Zahnärztlicher Notdienst: Medeco Zahnklinik KölnLudwigstraße10221 272650tgl. 7–22 Uhr.

Notrufe

Polizei: Tel. 110; Feuerwehr: Tel. 112

Öffentliche Verkehrsmittel

Angesichts permanenter Staus auf dem Kölner Autobahnring und der Parkplatzprobleme in den Innenstädten sind Sie innerhalb der Region Köln-Bonn-Düsseldorf mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser bedient. Die Tickets im regionalen Verkehrsverbund gelten bis Düsseldorf, Mönchengladbach oder Wuppertal (Tarifzone 5, s. u.).

Sie zahlen bis zu Ihrem Ziel, z. B. Königswinter oder Zons, immer denselben Tarif, egal, ob Sie den DB-Regionalexpress, die S-Bahn, die Bahnen und Busse der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) oder der Stadtwerke Bonn (SWB) oder den Regionalverkehr Köln GmbH benutzen (nach Bonn fährt die DB aber doppelt so schnell wie die KVB): Von Köln Hbf. dauert eine Fahrt mit dem RE nach Bonn 23 Min. und nach Düsseldorf 30 Min. Tickets bekommen Sie an den Schaltern am Hauptbahnhof, in den Fahrgastzentren (z. B. am Neumarkt), an den Automaten in den U-Bahn-Stationen und in den Bahnen. Ein Kurzticket für drei Stationen kostet 1,70 Euro, das Normalticket 2,50 Euro, das 4er-Ticket 9 Euro.

Mit dem normalen City-Ticket (2,50 Euro) können Sie 90 Minuten lang unterwegs sein und so oft umsteigen, wie Sie wollen. Nach Düsseldorf lösen Sie das Regio-Ticket Preisstufe 5 (9,90 Euro). Ein Tagesticket wäre zwar erheblich teurer (21,40 Euro), würde sich aber trotzdem lohnen, wenn Sie an diesem Tag anschließend in Köln bis 3 Uhr nachts noch öfter Bahn fahren wollen. Infos: www.kvb-koeln.de

Regionalverkehr Köln GmbH

Vom Hauptbahnhof/Breslauer Platz aus fahren Busse ins Kölner Umland. 16370www.rvk.de

Parken

Das Parkhaus am Dom kostet 0,60 Euro pro 20 Min., max. 18 Euro pro Tag (Abendtarif ab 19 Uhr 1 Euro/Std.). An anderen Stellen in der Innenstadt werden 1,50–1,80 Euro/Std. verlangt, das Parkhaus Agrippabad kostet 3 Euro/Std. Tipp: Statt das Parkhaus „Dom/Rhein“ anzusteuern, sollten Sie lieber direkt die Parkhäuser am Heumarkt oder am Gürzenich wählen. Achten Sie unbedingt auf die temporären Parkverbote, die schon am Vorabend vor Karnevalsumzügen und Straßenfesten erlassen werden: Der Abschleppwagen kommt schneller als Sie glauben. Und sich mit einer Knöllchen schreibenden Politesse auf einen Diskussion einzulassen ist auch in Köln zwecklos. Nicht nur bei Großveranstaltungen wird rigoros abgeschleppt, auch wenn Radwege und Feuerwehrzufahrten zugeparkt oder Fahrbahnen durch „Parken in zweiter Reihe“ blockiert werden. Dass Sie auch in Parkhäusern im Inneren Ihres Wagens nichts sichtbar liegen lassen, was Diebe anlocken könnte, versteht sich von selbst.

Rheinfahrten

Das „Müllemer Böötche“ fährt von der Hohenzollernbrücke nach Rodenkirchen. Seine Berühmtheit erlangte es, als Karl Berbuer 1936 in seinem noch immer beliebten Karnevalsschlager schwärmte: „Heidewitzka, Herr Kapitän, me'm Müllemer Böötche fahre mer so jän. Mer kann su schön em Dunkle schunkele, wenn üvver uns die Stääne (Sterne) funkele“. Wenn Sie Lust und Zeit haben, können Sie aber auch die Stadt verlassen und eine (ent)spannende Tagestour ins Siebengebirge unternehmen.

Bonner Personen-Schiffahrt

Ab der Bastei Linienfahrten nach Linz und zurück. Mo, Di, Mi, Mitte Juli–Mitte Sept, in der Hauptferienzeit Juli–Mitte Aug. auch Sa/So; Abfahrt 9.30, Rückkehr 18.45 Uhrca. 24 Euro0228 636363www.b-p-s.de

Dampfschiffahrt Colonia

Das vielbesungene „Müllemer Böötche“: Genießen Sie die einstündige Rundfahrt ab Hohenzollernbrücke-Zoo-Mülheim und zurück. April–Okt. 10–17.30 Uhr alle 45 Min. am Wochenende, in der Woche größere Zeitabstände7,30 Euro0221 2574225www.dampfschiffahrt-colonia.de

Fährbetrieb Hans Linden

Fähre von der Hohenzollernbrücke zur Messe/Rheinpark. April–Okt. 10 bis ca. 17.30 Uhr (je nach Wetterlage) und zu Messeterminenhin und zurück 3 Euro0221 384738

Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG

Ab Frankenwerft/Rheingarten (zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke) startet diese schöne einstündige Panoramafahrt mit den beiden Schiffen „MS Jan von Werth“ oder „MS Drachenfels“. Tgl. 7,80 Euro, Nachmittagsfahrt (2 Std.) tgl. 11,10 Euro, Abendfahrt Mi/Do 13 Euro, Sa mit Büfett 46,80 Euro; Tagesfahrt nach Zons 19,20 Euro genaue Termine unter 0221 2088318www.koeln-duesseldorfer.com

Kölntourist Personenschiffahrt

Ein Ausflug ab Konrad-Adenauer-Ufer: einstündige Fahrt nach Rodenkirchen. März–Okt. ab 10.15, Nov./Dez. ab 12 Uhr, letzte Fahrt im Sommer 17.40 Uhr7,30 Eurowww.koelntourist.net

Schwimmbäder & Eisstadion
Aqualand

Spaßbad mit Wasserrutsche, Karibik-Flair, Sauna, Solarium und Fitnessstudio. Mo–Do 9.30–23, Fr 9.30–24, Sa 9–24, So 9–23, Mo u. Mi ab 19 Uhr FKK2 Std. 9,90 Euro, Tageskarte 14,90 EuroMerianstraße10221 70280www.aqualand.deU18Chorweiler Zentrum

Claudius-Therme

Thermalbad im Rheinpark, Innen- und Außenbecken, physikalische Therapien (Fango etc.). Tgl. 9–24 Uhr2 Std. 14,50 Euro, Wochenend- u. Feiertagtarif 16,50 Euro, Tageskarte 27,50/29,50 EuroSachsenbergstraße10221 981440www.claudius-therme.deU-BahnenDeutzer Bahnhof, dann Bus 150

Lentpark

Seit Herbst 2011 nach Umbau mit Frei- und Hallenbad, Sauna und Eishalle wieder eröffnet. Kontakt: KölnBäder GmbH: 0221 1782462www.koelnbaeder.deU5, 18Reichenspergerplatz

Müngersdorfer Stadion

Kölns größtes Freibad punktet mit acht Becken und einem Zehnmeterturm. Mitte Mai–Sept. Mo–Fr 10–20, Sa/So 9–20, in den Schulferien ab 10 UhrAachener StraßeStadion0221 2791840www.koelnbaeder.deU1Stadion

Stadtbesichtigungen
AE-event

Verschiedene Event-Führungen (Brauhaus mit Bierprobe, Nachtwächter, romanische Kirchen etc.) auch „op kölsch“ und nach Voranmeldung in verschiedenen Fremdsprachen (ab 8 Pers.). Termine und Preise: www.ae-event.de/calendar. AE-event Agentur für Erlebnisevent und TourismusAachener Straße3520221 16829809kontakt@ae-event.de

CCS Busreisen GmbH

Stadtrundfahrten. Tgl. 10, 12, 14, April–Okt. auch Fr/Sa 16 Uhr11 Euro, ab Köln TourismusKardinal-Höffner-Platz10221 979257071www.ccs-busreisen.deBahnen und BusseDom/Hbf.

Domforum

Führungen durch den Dom und die berühmten zwölf romanischen Kirchen. Das halbjährlich erscheinende Programm mit genauen Monatsterminen „Kölner Kirchen im Blick“ gibt's kostenlos im Domforum oder unter www.domforum.de. Domkloster30221 92584730Bahnen und BusseDom/Hbf.

Flight Training Cologne

Für alle, die historische Flugzeuge mögen: Buchen Sie einen der Nostalgie-Rundflüge über Köln, Bonn oder dem Bergischen Land mit einer originalen Antonov (Terminkalender unter www.ft-cgn.de). 30 Min. kosten 80–158 Euro. Von März bis Ende Okt. Abflug ab Hangelar (bei Siegburg), ab Köln/Bonn nur nach Vereinbarung bei mindestens neun Gästen0151 16751076

LifeFlight

30-min. Rundflug von Bonn-Hangelar über Köln ab 156,25 Euro. Nach Überweisung per Vorkasse können Sie Ihr Ticket als PDF-Dokument ausdrucken. Geflogen wird meist samstags, ab 4 Pers. auch nach Vereinbarung. 0700 54333544www.lifeflight.de

Stattreisen

Erkundungen abseits der üblichen Touristenprogramme. Im Angebot sind Themenführungen wie „Klüngel und Knochen“ und Streifzüge durch einzelne Stadtviertel. Dauer ca. 2 Std.Kosten 9 Euro Termine u. Treffpunkte: www.stattreisen-koeln.de Büro: Bürgerstraße40221 738095

Taxi-Guide

Einstündige Taxifahrt mit dem Chauffeur als Fremdenführer: 40 Euro, 2 Std. ca. 5 Euro. Bestellung über Taxi-Ruf Köln. 0221 2882

Tour-Agentur

Die themenbezogenen „Erlebnistouren“ durch die Domstadt wie die Kölschtour (auf kölsch), Pilgertour, Friedhofstour, Literaturtour oder Kriminaltour bieten Ihnen Amüsantes und Mysteriöses. Gruppenführungen kosten zwischen 109 und 145 Euro. Tour-AgenturHohe Pforte220221 9327263info@tour-agentur.dewww.tour-agentur.de

Taxi

Grundpreis 2,65 Euro, 6–22 Uhr bis 5 km je km 1,65, jeder weitere km 1,40 Euro, 22–6 Uhr bis 5 km je km 1,75 Euro, jeder weitere km 1,50 Euro; Wartezeit pro Minute 0,40 Euro, Kreditkartenzahlung (Zuschlag) 1,00 Euro. Der Nachttarif gilt auch an Sonn- und Feiertagen (Stand: Redaktionsschluss). Bei Anruf aus dem Hotel oder Restaurant müssen Sie an normalen Tagen ca. 5–10 Minuten Wartezeit einkalkulieren. Lasttaxis für umfangreicheres Gepäck sollten Sie rechtzeitig vorbestellen. Heiligabend ab 19 Uhr, Silvester und an den Karnevalstagen jeweils ab 24 Uhr sind Taxis sehr schwer zu bekommen. 0221 2882

Telefon

Vorwahl von Köln: 0221

Theater- & Konzertkarten
Köln Musik Ticket-Shop

Mo–Fr 10–19, Sa 10–16 Uhr0221 20408160Roncalliplatzam Römisch-Germanischen MuseumBahnen und BusseDom/Hbf. Weitere Vorverkaufsstellen: www.koelnticket.de.

Trinkgeld

Sind Sie mit dem Service zufrieden, gönnen Sie dem Personal die üblichen zehn bis fünfzehn Prozent. Manche Taxifahrer haben sich die Unsitte angewöhnt, von sich aus aufzurunden. Die Köbesse im Brauhaus dürfen sich während der Arbeit nur zu alkoholfreien Drinks einladen lassen. Städtische Bedienstete dürfen grundsätzlich kein Trinkgeld annehmen, auch nicht die Museums- und Stadtführer.

Was kostet wie viel?

Kölsch

1,80 Euro für ein Glas (0,2 l)

Parken

2,10–3 Euro eine Stunde im Parkhaus

U-Bahn

1,90 Euro Kurzstrecke

Karneval

45 Euro Eintritt Karnevalssitzung

Kaffee

2,40–2,90 Euro für eine Tasse

Halve Hahn

4,90 Euro für eine Portion

Low Budg€t

Sehenswertes

Zu den Konzerten der Kölner Dommusikwww.koelner-dommusik.de am Dreikönigenschrein ist der Eintritt frei, ebenso zu den Orgelfeierstunden, die von Juni bis September jeden Dienstag um 20 Uhr im Dom stattfinden. Es wird am Ende des Konzerts lediglich eine Kollekte erhoben.

Keinen Eintritt bezahlen müssen Sie beim Besuch des Stattmuseums Köln-SülzGustavstraße110221 3100182www.koelnsalon-akteins.deDo/Fr 15–19, Sa 12–15 UhrU9Lindenburg. Der Künstlerverein Akt 1 e.V. organisiert hier Ausstellungen mit junger und frischer, aber durchaus schon museumswürdiger Kunst (daher der Name des „Museums“).

Essen & Trinken

In der teuren Altstadt ist die Kaffeebud om AldermaatAlter Markt58-60Bahnen und BusseHeumarkt eine Oase für Preisbewusste. Außer Kaffee gibt's noch Bockwurst, Gulaschsuppe und Snacks.

Günstig und gut Kaffee trinken können Sie auch im DomforumDomkloster30221 92584720www.domforum.deMo–Fr bis 18.30 Uhr, Sa/So bis 17 UhrBahnen und BusseDom/Hbf., das direkt gegenüber dem Dom liegt.

Einkaufen

Es muss ja nicht immer das allerneueste Tennisschläger- oder Jogginghosenmodell sein, dazu vielleicht noch von einer teuren Top-Marke. Sportklamotten zu Discountpreisen finden Sie bei MuskelkaterAachener Straße76www.muskelkatersport.deBahnen und BusseRudolfplatz.

Nippeskram, Porzellan, alte Bücher, Möbel und Raritäten: So kompakt wie in der Flohmarkthalle KölnMauritiussteinweg100www.flohmarkthalle-koeln.deBahnen und BusseNeumarkt werden Sie sonst selten schöne Stücke aus Omas Nachlass durchstöbern können.

Am Abend

Wer auf Punk-Rock steht und nur 6–7 Euro für ein Ticket ausgeben will, der ist im Sonic BallroomOscar-Jäger Straße1900221 5464445www.sonic-ballroom.deSo–Do bis 2 Uhr, Fr, Sa bis 5 UhrU3,4Leyendeckerstraße richtig.

Um ein Drittel billiger als in der Altstadt ist das Glas Kölsch im Trash ChicWiersbergstraße310221 4928855www.trash-chic.comTgl.U1, 9Kalk Kapelle.

Nicht nur für die Gäste des angeschlossenen Backpacker-Hostels ist die Green BarRheingasse34-360221 230247So–Do bis 1 Uhr, Fr/Sa bis 3 UhrBahnen und BusseHeumarkt Anlaufpunkt für ein günstiges Glas Bier.

Übernachten

Fünf einfache, aber freundlich und individuell eingerichtete Zimmer mit privater Waschgelegenheit, Etagenduschen und -toiletten bietet die Pension OttoRichard-Wagner-Straße180221 252977www.pensionotto.deBahnen und BusseRudolfplatz.

Auch die Pension JansenRichard-Wagner-Str.180221 251875www.pensionjansen.deBahnen und BusseRudolfplatz liegt im Belgischen Viertel mit seinen zahlreichen Szenekneipen und -restaurants.

Nach dem britischen „Bed and Breakfast“-Prinzip können Sie auch in Privaträumen nächtigen. Adressen vermittelt die Homestay Agengy KölnSteinfeldergasse330221 1306900www.homestay-agency.deU-BahnenAppellhofplatz.

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

März/April

Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai

Christi Himmelfahrt

Mai/Juni

Pfingstmontag, Fronleichnam

3. Oktober

Tag der Deutschen Einheit

1. November

Allerheiligen

25. und 26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen
Januar

Volkssitzung der KG Alt Köllen in einem Zelt auf dem Neumarkt Mitte Januar. So bunt ist sonst kaum eine Kostümsitzung. www.alt-koellen.de

Alternativ-kabarettistisch und durchaus bissig und satirisch geht es auf der Stunksitzung zu. Seit 1984 ist sie der Gegenpol zum etablierten Karneval der Bürgergesellschaften. www.stunksitzung.de

Februar

Straßenkarneval: Die größten Umzüge sind die Schull- un Veedelszöch am Karnevalssonntag in der Innenstadt und der Rosenmontagszug.

März

Lit.Cologne: Lesungen und Rezitationen im Literaturhaus im Mediapark, in Buchhandlungen, Theatern, Kleinkunstbühnen und Kneipen beim internationalen Literaturfest. www.litcologne.de

April

Art Cologne: 180 Galerien zeigen moderne Kunst in der Koelnmesse. 0221 8210www.artcologne.de

Mai

Hänneschen-Kirmes: Schminkaktion für Kinder, dazu Karnevalbands auf dem Eisenmarkt. www.haenneschen.de

Juni

Mülheimer Gottestracht: An Fronleichnam fährt eine Prozessionsflotte von Mülheim auf dem Rhein Richtung Dom.

Edelweißpiratenfestival: An einem Sonntag Mitte Juni großes Live-Musikfestival im Friedenspark mit Reggae, Folk, Kölsch-Rock etc. www.edelweisspiratenfestival.de

Juli

Sommer Köln: Openairkonzerte, Theater, Filme, Kinderprogramm. www.sommerkoeln.de

Christopher Street Day: Bunt-schrille Parade der Lesben und Schwulen

Kölner Lichter: Großes Feuerwerk mit Musik auf 6 km Länge am Rheinufer. www.koelner-lichter.de

August

c/o pop: Das Festival für elektronische Musik findet fünf Tage lang in diversen Kölner Clubs statt. www.c-o-pop.de

September

In Jahren mit gerader Zahl Digital- und Projektionstechnik auf der Photokina, bei ungeraden Jahreszahlen die Fahrrad- und Motorradmesse Intermot0221 8210.

Oktober

Der Preis des Winterfavoriten auf der Rennbahn Weidenpecher Park zählt zu den Höhepunkten der Galoppsaison. www.koeln-galopp.de

Internationales Köln Comedy Festival: 120 Veranstaltungen voller Spaß. www.koeln-comedy.de

November

Elfter im Elften: Eröffnung der Karnevalssession auf Heumarkt/Alter Markt.

Dezember

Weihnachtsmarktbuden auf dem Neumarkt, Roncalliplatz, Alter Markt und am Rudolfplatz.

Silvester: Der schönste Blick aufs Feuerwerk: von der Deutzer Brücke.

Im Trend

Miam Miam
Exotik ist in

Kölns Gastronomen haben die Exotik entdeckt. Caipirinha-Lachs steht im GoldschlägerHans-Böckler-Platz1-3 auf der Speisekarte. Einen zuckrigen Hingucker, zum Beispiel in Form eines essbaren Pin-ups, gibt es bei Madame MiammiamAntwerpener Straße39 . Im Osman 30Im Mediapark8 serviert der Chefkoch Adlerfisch und Erbsenflan, während die Gäste den Fernblick aus dem Kölnturm genießen.

Spielplatz
Sportsgeist

Die Stadt wird zum Golfplatz. Wo immer es auch geht – auf Hochhausdächern, freiem Gelände oder gar am Flussufer – locht die Crossgolf-Community Bälle ein www.crossgolf.com. Die Traceure machen ebenfalls vor nichts halt – Mauern oder Brücken werden beim Parkour kunstvoll überwunden www.parkourone.de. In den Straßen zu Hause bzw. am Nike CourtHansemannstr. und der Anlage vom GEW Energy DomeWiddersdorfer Str. sind die Kölner Streetballer.

Kunst-Stadt
Kunst in Köln

Der Verein Colorrevolutionwww.goodlack-art.de möchte Kölns tristen Fassaden Leben einhauchen und lädt in Zusammenarbeit mit der Stadt internationale Künstler ein, ihre Werke im öffentlichen Raum zu platzieren . Sie ist zwar nicht im öffentlichen Raum, trotzdem gibt die 30worksAntwerpener Straße42www.30works.de einen Überblick über das Neueste in Sachen Streetart. Das Künstlerkollektiv Lichtfaktorwww.lichtfaktor.eu kreiert Bilder und Videos aus Licht. In Zusammenarbeit mit Roland Kaiser entwickelt Angie Hiesl den mehrteiligen Projektzyklus Urban-City www.angiehiesl.de.

Shop till you Drop
Liebhaber-Boutiquen

Das Belgische Viertel ist nicht nur für seine Galerien und Clubs bekannt, sondern immer mehr auch für die coolen Fashionläden, die sich in dem Stadtteil angesiedelt haben. Bei Erdbeeren im WinterAntwerpener Straße18www.erdbeeren-im-winter.de bieten Jungdesigner aus Köln und der ganzen Welt ihre Kleider zum Kauf an. Nina Hempel und Moni Wallberg verkaufen in ihrem Laden Blauer MontagLimburger Straße6www.blauer-montag.com eigene Designs ebenso wie Kreationen anderer aufstrebender Modeschöpfer. Damit die Shoppingbeute lange schön bleibt, empfielt sich der Besuch von RockOn.de CleanicumBrüsseler Straße74-76www.rockon.de einer Kombi aus Waschsalon und Streetwareboutique. Die Veranstaltung Le Bloc Mode und Designwww.lebloc.de im Belgischen Viertel besteht aus Liveacts und Modenschauen und hat jede Menge Flair .

Nightlife
WG-Party oder Wasser-Lodge?

Aus dem Alter für WGs sind Sie raus? Sobald Sie in der Kölner WohngemeinschaftRichard-Wagner-Straße39www.die-wohngemeinschaft.net zu Gast waren, werden Sie umdenken. Die Konzept-Café-Bar besteht aus vier ganz unterschiedlichen Zimmern inklusive Blümchentapete, DJ und Tischtennisplatte. Bunt und laut kommt die Disko-Bar EdelpinkBrabanter Straße9 daher. Besucher müssen auf Überraschungen gefasst sein! Wie eine andere Welt erscheint die puristische Ucon LodgeVon-Werth-Str.48-50www.ucon-lodge.de. Wasser in sämtlichen Aggregatszuständen ist das Thema der coolen Location .

Bloss nicht

Den Köbes mit „Herr Ober“ rufen

Bestenfalls werden Sie dann überhaupt nicht bedient. Egal, ob der Brauhauskellner im blauen Wams Albert oder Peter heißt: Man ruft ihn einfach nur „Köbes“.

Im Brauhaus Tee bestellen

Darauf bekommen Sie zu hören: „Mer sin en Brauhaus un kein Sanatorium!“ Ähnlich unwirsch reagiert der Köbes, wenn Sie nach Glühwein fragen. Am schlimmsten: Altbier verlangen. Diese Sorte trinkt man nur in Düsseldorf – und da hört der kölsche Humor dann endgültig auf.

Helau rufen

Das macht man nur in Düsseldorf und Mainz. Die Kölner rufen „Kölle Alaaf“. Das kommt von „Cöllen al aff“, d.h. Köln über alles und wurde erstmals 1733 im Karneval als Lob- und Trinkspruch ausgerufen. Apropos trinken: Wundern Sie sich nicht, am Rosenmontag wird in den Kneipen nach jedem Kölsch sofort bar kassiert.

Umwege erlauben

Die Taxiinnung geht zwar rigoros gegen schwarze Schafe vor, aber manche Chauffeure glauben trotzdem, Ihnen das halbe Rheinland zeigen zu müssen. Um herauszufinden, ob Sie sich auskennen, fragt der Fahrer jovial: „Na, wieder mal in Köln?“ Antworten Sie dann bloß nicht: „Ich bin zum ersten Mal hier“.

Unbekümmert parken

Die Politessen machen selbst in den Vororten bis 23 Uhr Jagd auf Falschparker. Wenn Sie Radwege oder Feuerwehrzufahrten zuparken oder Ihren Wagen auf Behindertenparkplätzen abstellen, dann können Sie ihn in der Mauritiusgarage oder beim Colonia Abschleppdienst auslösen und je nach Dauer der Unterstellung mindestens 110 Euro berappen.

Dieben Gelegenheit geben

Wie in jeder Großstadt sollten Sie sich in Acht nehmen, vor allem im Hauptbahnhof und rund um den Dom: Hier tummeln sich Taschendiebe und Trickbetrüger. Auch auf Weihnachtsmärkten und bei Großveranstaltungen haben Langfinger Hochkonjunktur.

Nachts am Rhein

Die Rheinuferpromenade ist nördlich der Hohenzollernbrücke nachts nicht gerade die sicherste Gegend für einen Spaziergang.

Unverbindliches missverstehen

„Besuchen Sie mich mal!“ Das ist zwar eine sehr nette Aussage und freut einen natürlich, aber denken Sie daran: Eine solche Einladung aus dem Mund eines Rheinländers ist nicht unbedingt ernst gemeint.

Stichworte

Alternativer Karneval

Im Mittelalter stellten die Narren die strenge Feudalordnung symbolisch auf den Kopf und nahmen sich alle möglichen Freiheiten heraus; die Funken und Garden des 19. Jhs. veralberten mit Ordensverleihungen die Preußen und deren Militarismus. Später ging dieser anarchisch-subversive Charakter im Bürgerkarneval fast völlig verloren. Anders feierten jedoch schon um 1930 die Künstler mit ihren Lumpen- und Scheunenbällen: Dort erschien man nicht im Frack wie bei den Sitzungen der etablierten Bürgergesellschaften, sondern im Lumpenkostüm. Aus diesem Künstlerkarneval bildeten sich die Ahl Säu (Alte Säue), die inoffiziell dem Rosenmontagszug voranmarschieren. Statt müder Witze böse satirische Attacken auf die Obrigkeit und den offiziellen Fastelovend: Das ist seit 1984 das Prinzip der alternativen „Stunksitzung“. Deren Bissigkeit hat bei vielen Jüngeren erst die Begeisterung für die fünfte Jahreszeit geweckt. Alle 40 Vorstellungen sind schon Wochen vorher ausverkauft! Dadurch ließen sich auch andere zu alternativen Sitzungen inspirieren: Der Verein „Humba e. V.“ veranstaltet eine Party mit Sambabands, der Kabarettist Jürgen Becker ist Mitgestalter der „Ziegenbartsitzung“ für Kinder.

Auch der Straßenkarneval erfährt eine Bereicherung durch die Alternativszene. Ein Wintergeist, in hochdeutscher Übersetzung mit Namen Erbsenbär, ist Maskottchen des Vereins Ähzebär und Co, der am Karnevalssamstag bei Einbruch der Dunkelheit den Geisterzug durch die Stadt ziehen lässt. Gegen Mitternacht verbrennt man den Ähzebär.

Comedy

Die Stunksitzung erweist sich immer wieder als Sprungbrett für eine Kabarett- oder Comedykarriere. Der Ex-Stunker Jürgen Becker präsentiert etwa im WDR-Fernsehen die „Mitternachtsspitzen“. Wilfried Schmickler, der mit Becker in der Alternativ-Truppe „3Gestirn“ auftrat, ist Träger des „Deutschen Kleinkunstpreises 2009“. Der Comedy-Nachwuchs tritt zwar nach wie vor auf den beiden Festivals „Köln Comedy Cup“ (Juli) und „Köln Comedy Festival“ (Oktober) auf, doch heute gelingt nur wenigen der Sprung ins TV-Geschäft. Nach Abflauen des Comedybooms drängen die Kabarettisten wieder mehr ins Rampenlicht: Aus dem benachbarten Bonn reisen Norbert Alich und Rainer Pause regelmäßig zu Auftritten im Kölner „Senftöpfchen“ an, und im WDR haben sie eine eigene Sendung („Fritz und Hermann“). Pause tritt auch gelegentlich mit Martin Stankowski in Kölner Beerdigungsinstituten auf und erläutert dort auf humorige Weise lokale Begräbniskulte („Tod im Rheinland“).

Eau de Cologne

1794 ließ ein französischer Besatzungsgeneral alle Gebäude durchnummerieren. Das Haus von Wilhelm Mülhens in der Glockengasse bekam die Nummer 4711. Eine Hausnummer, die übrigens heute noch gilt! Betreten Sie ruhig den Laden und erfrischen Sie sich am Kölnisch-Wasser-Brunnen. Das Destillat aus Alkohol und Blütenölen wurde bereits 1709 in Köln hergestellt, 1792 bekam Wilhelm Mülhens das Geheimrezept als Hochzeitsgeschenk überreicht. Die Essenz galt ursprünglich als Wunderwasser, das gegen Kopfschmerzen, Herzrasen und sogar die Pest helfen sollte. Als Napoleon 1810 eine Offenlegung aller Arzneirezepturen einforderte, konnte Mülhens das Geheimnis nur wahren, indem er die Mixtur als Duftwasser zu Erfrischungszwecken anbot.

Kölner Viertel

Das Bläck Fööss-Lied „… dat Schönste wat mer han… is unser Veedel“ wird bisweilen sogar bei offiziellen Gedenkveranstaltungen gesungen. Kaum ein anderes Lied bringt die emotionalen Befindlichkeiten der kölschen Seele so präzise auf den Punkt. Die starke Identifikation mit dem Stadtteil, d.h. mit der unmittelbaren Lebensumgebung, bietet für den Kölner einen Ruhepol und mentalen Orientierungsrahmen in einer für ihn sonst unüberschaubaren und stürmischen Welt. Das gilt für ein Villenviertel wie Marienburg ebenso wie für einen ruhigen Vorort wie Dellbrück oder das multi-kulturelle Eigelsteinviertel.

Kölner Wirtschaft

Kölns volkswirtschaftliches Potenzial steckt in seiner Bedeutung als Autostadt: 1929 lockte der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer den Konzernchef Henry Ford mit der Produktion seiner Autos für den deutschen Markt von Berlin an den Rhein. Adenauer bot Ford ein 170 000 m2 großes Grundstück im Vorort Niehl an, wo noch heute der Ford Fiesta vom Band läuft. Mit 17 000 Mitarbeitern sind die Ford-Werke neben der Stadtverwaltung der größte Arbeitgeber der Stadt. Toyota Deutschland ist dagegen seit 1971 in Köln-Marsdorf ansässig. 1000 Mitarbeiter kümmern sich von dort aus um den Vertrieb.

In Köln-Porz befindet sich immer noch der Hauptsitz des Motorenherstellers Deutz AG; die Adresse ist gleichzeitig Forschungs- und Entwicklungsstandort für Kompaktmotoren. In Kalk befindet sich das Logistikzentrum des Konzerns mit 80 000 Einzelteilen in den Regalen, und im Stadtteil Deutz werden heute immer noch Motoren hergestellt – wie seit 1869, als Nikolaus Otto, der Erfinder des Verbrennungsmotors, und sein Partner Eugen Langen die erste Motorenfabrik der Welt in Betrieb nahmen. Gottlieb Daimler war dort technischer Direktor, bevor er sich selbständig machte. Der Erfindergeist in den Ingenieurabteilungen des Konzerns verhalf der Stadt im goldenen Industriezeitalter zu einer enormen wirtschaftlichen Blüte: Ab 1893 wurden in Deutz auch Lokomotiven gebaut. 1903 verließ das weltweit erste Feuerwehrauto mit einem Verbrennungsmotor das Werk. In den 1920er-Jahren startete die Serienproduktion von Traktoren.

Für Kölns Volkswirtschaft spielt also die Auto- und Motorenproduktion immer noch eine bedeutende Rolle, auch wenn die ökonomischen Entwicklungspotenziale für die Zukunft hauptsächlich im Dienstleistungssektor und in der Medienproduktion liegen. Aber auch andere Traditionsbetriebe sichern nach wie vor Arbeitsplätze in der Stadt: So hat etwa Pfeifer und Langen, Produzent des berühmten „Kölner Zuckers“, als drittgrößter deutscher Zuckerproduzent in Köln 850 Mitarbeiter. Einem der Firmengründer, nämlich Emil Pfeifer, war es 1851 als erstem gelungen, aus Rüben Zucker herzustellen – als Alternative zu den Importen von kolonialem Rohrzucker.

Kölsch-Rock

Die Stowaways waren Ende der 1960er-Jahre eine der unzähligen Kölner Beatbands mit englischen Texten, bis sie sich ab 1970 Bläck Fööss (nackte Füße) nannten und kölsch sangen. Mit ihren Rhythmen revolutionierten sie den Karneval, dessen musikalisches Repertoire bis dato nur aus Schunkelwalzer und Klatschmarsch bestanden hatte. Nach seinem Ausstieg gründete Tommy Engel 1992 mit Arno Steffen und Rolf Lammers das Trio LSE.

Als kölscher Tom Waits gilt Gerd Köster. Die Band Brings konnte 2001 mit „Supergeile Zick“ (Zick = Zeit) ihren bisher größten Erfolg verbuchen. Bundesweit bekannt wurde der kölsche Rock jedoch vor allem durch Wolfgang Niedecken und seine Band BAP. Anfang der 1980er-Jahre setzten sie der neuen deutschen Welle in schnörkellosem Rocksound ihr „Verdamp lang her“ entgegen. BAP ist übrigens eine phonetische Variante des rheinischen Pap für Papa. Von der Urformation ist nur noch Wolfgang Niedecken dabei. Seine politisch-kritischen Texte sind allerdings noch immer höchst aktuell.

Kölscher Humor

Den sprichwörtlichen kölschen Humor fand der Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll „in seiner offiziellen Erscheinungsform“ eher „Schrecken erregend“. Er meinte damit das eitle Gebaren der Narrenfunktionäre und die manchmal unerträgliche kölschtümelnde Selbstbesoffenheit anderer Würdenträger in der Stadt. „Auf der Straße“ allerdings erlebte Böll den urtümlichen Humor durchaus als einen Ausdruck „von Größe und Weisheit“. Der Bonner Kunsthistoriker Heinrich Lützeler schrieb sogar ein Buch über die „Philosophie des Kölner Humors“, in der er den Witz vom Humor unterscheidet.

Wenn man dieser Unterscheidung folgt, dann versteht man auch, was Böll meinte: Der Witz ist eine intellektuelle Konstruktion, dem es im Dunstkreis des Kölner Domes allerdings in der Regel meistens an Voltaire'scher Feinsinnigkeit mangelt – die Vorliebe fürs Derbe und Abgrenzende überwiegt stattdessen. Der Humor hingegen ist in den vitalen Tiefenschichten der Seele verankert und hat nichts mit den kalauernden Berufshumoristen zu tun. Der Böllsche „Mann der Straße“ weiß um die Schwächen und Unzulänglichkeiten, erst recht auch um die eigenen, so, wie es der heute noch populäre Kölner Josef Kardinal Frings einmal ausdrückte: Ihm sei nichts Menschliches fremd. Heinrich Lützeler: „Wer selbst des Verständnisses bedarf, pflegt auch mehr Verständnis für andere zu haben; wer nicht selbst ‚gut' ist, pflegt gütiger über andere zu urteilen… Tünnes und Schäl sind nicht vorbildlich. Sie passen nicht in das Lesebuch der Ideale, wohl aber in das Lesebuch des Lebens …“.

Kölscher Klüngel

Was man in Köln „Klüngel“ nennt, heißt auf neudeutsch „Netzwerkbildung“. Man formiert Seilschaften, gründet ein nach außen oft undurchsichtiges Netz von persönlichen Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil: Eine Hand wäscht die andere. In Köln ist diese Neigung aufgrund der historischen Entwicklung besonders stark ausgeprägt: Jahrhundertelang schottete man sich durch die Stadtmauer gegen unerwünschte Einflüsse von außen ab, blieb unter sich. Die mittelalterliche Malerzunft z. B. regelte die Aufteilung der Aufträge exklusiv unter ihren Mitgliedern – ein Handwerker von außen hatte keine Chance. So etablierten sich im Laufe der Jahrhunderte gewisse Spielregeln, nach denen man auch heute bei öffentlichen Angelegenheiten nicht immer preußisch-penibel den Dienstweg einhält, sondern im Vorfeld wichtiger Entscheidungen Schwierigkeiten lieber „privat“ aus dem Weg räumt – da nützt die Kontaktpflege im Karneval oder in anderen Vereinen.

Im normalen Alltag ist diese Art der Beziehungspflege harmlos, auf politischer Ebene bekommt sie jedoch rasch das, was man im Schwabenland „Geschmäckle“ nennt. Doch dieser Klüngel ist unausrottbar: Als ein Bürgermeister zurücktreten musste, weil er einen Beratervertrag mit der Sparkasse hatte, ohne dass eine Gegenleistung für das Geld ersichtlich war, erklärten Kölns Ober-Karnevalisten demonstrativ: „Der Jupp ist und bleibt einer von uns“.

In einem anderen Fall soll sich ein Staatsanwalt dafür interessiert haben, was ein ehemaliger Karnevalsprinz, im bürgerlichen Leben Bauunternehmer, und eine ehemalige Jungfrau im Dreigestirn, außerhalb des Karnevals Ratsherr, bei der Pinkelpause während einer Karnevalssitzung besprachen: Ob der Ex-Prinz auf dem Herrenklo etwa den Versuch unternommen habe, den Karnevalskollegen Jungfrau zu bestechen. Der Prinz wies den Verdacht entrüstet von sich: „Den konnte man doch nicht mehr bestechen. Der war schon zu besoffen.“

Medienstadt Köln

Die Kölner Kunsthochschule für Medien ist einzigartig in Deutschland, und fast ein Drittel des ARD-Programms kommt aus den WDR-Studios: die Kölner „Tatort“-Folgen oder der Seriendauerläufer „Lindenstraße“, dessen Handlung in München spielt. Auch manche Krimiszenen mit Münsteraner Ermittlern werden auf Kölner Straßen gedreht.

RTL hält mit Soaps und Serien dagegen, ebenso Vox, Super RTL und der Nachrichtenkanal Phoenix. Aus hiesigen Studios erfreut Stefan Raab seine „TV Total“-Fangemeinde auf Pro 7. Im Durchschnitt drehen an jedem Wochentag zwei TV-Teams auf Kölner Straßen – nicht immer zur Freude der Anwohner, die tagelang auf ihre Parkplätze verzichten müssen.

Bücher & Filme

Kölner Mythen

Carl Dietmar überprüft populäre Legenden auf ihren Wahrheitsgehalt. Ein vergnüglicher Streifzug durch die Stadtgeschichte

Kölsch-Kultur

Detlef Rick und Janus Fröhlich bieten in ihrem Buch eine kurzweilige Einführung in die lokale Bierkultur und ihr Ambiente

Im Flug durch die Zeit

Henriette Meynen und Werner Schäfke haben schöne Köln-Ansichten aus der Luft vom Mittelalter bis heute zusammengestellt

Edelweißpiraten

Niko von Glasows gefühlvoller und vielschichtiger Kinofilm von 2005 porträtiert eine jugendliche Widerstandsbewegung im Zweiten Weltkrieg

Tod und Teufel

Mit diesem historischen Krimi debütierte der Bestseller-Autor Frank Schätzing 1995. Die Story spielt 1260 und schildert ein Komplott gegen den Kölner Erzbischof

Korrupt

Bernd Imgrund ist intimer Kenner der Kölner Lokalpolitik und der Wirtschaft. Seine Schilderung über Klüngel und Geschäftemacherei ist als „Tatsachenroman“ etikettiert (2002)

Das Trio

In dieser Tragikomödie von Hermine Huntgeburth (1998) verstrickt sich Götz George als Kölner Ganove in eine bizarre Dreiecksgeschichte

Narren

Regisseur Tom Schreiber nutzte den Kölner Karneval als Kulisse für eine skurrile Mischung aus Komödie und Krimi (2003)

Fakten

Einwohner
1.080.394
Fläche
405 km²
Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
23:49 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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