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Paris war schon immer eine Metropole der Superlative, schneller, schöner, größer, glänzender als andere. Es genügt schon, an einem Dezemberabend den dann von mehreren Hunderttausend Glühbirnen erleuchteten, 2,5 km langen Prachtboulevard Champs-Élysées entlangzuschlendern oder in dem quirligen Studenten- und Vergnügungsviertel Saint-Germaindes- Prés von einem Straßencafé aus das bunte Treiben zu beobachten, um den Zauber dieser Stadt zu spüren.
Links und rechts der Seine
Paris besteht insgesamt aus 20 Bezirken, Arrondissements genannt, die schneckenförmig um das 1.Arrondissement im Herzen der Stadt angeordnet sind. Mit der Nummer eines Arrondissements verbinden die Pariser ganz bestimmte Klischees. So steht das 16.Arrondissement zum Beispiel für das Bürgertum, während das 11.die Coolness repräsentiert. In welchem Bezirk du dich gerade befindest, steht praktischerweise auf den Straßenschildern. Welches Klischee den einzelnen Vierteln zuzuordnen ist, wirst du schnell selbst erkennen. Mit gut 105 km² umfasst Paris weniger als ein Achtel der Fläche von Berlin. Viele Entfernungen lassen sich daher bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Seine teilt die Stadt in rive gauche im Süden und rive droite im Norden. Eine gesellschaftliche Trennlinie verläuft zwischen den gutbürgerlichen Bezirken im Westen und den weniger wohlhabenden Stadtteilen im Osten.
Aus der Vogelperspektive
Einen ersten Überblick kannst du dir beispielsweise von der Aussichtsplattform in der sechsten Etage des Centre Georges Pompidou verschaffen. Du bist hier mitten im Zentrum von Paris und hoch genug, um das ganze Häusermeer zu überblicken. Die Stadt liegt wie ein offenes Geschichtsbuch unter dir. Zu deinen Füßen treibt das knallige Mobile des Strawinsky-Brunnens ein Wasserspiel an. Weiter oben rücken die Türme der berühmten Kathedrale Notre-Dame in dein Blickfeld. Sie steht auf der Île de la Cité, der eigentlichen Keimzelle der Stadt, auf der sich im 3.Jh. v. Chr. die Parisii ansiedelten. Ein bisschen weiter vorne sind die trutzigen Türme des ehemaligen Gefängnisses Conciergerie zu erkennen. Noch weiter vorn, leicht rechts, erstreckt sich der riesige Komplex des Louvre, des einstigen Königsschlosses, das heute das größte Museum der Welt beherbergt. Rechts hinten funkelt die goldene Kuppel des Invalidendoms, in dem Napoleon seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Nicht weit davon entfernt ragt das Symbol der Stadt, der Eiffelturm, in die Höhe. Ganz rechts endlich, weit im Westen, erheben sich die Wolkenkratzer von La Défense, der größten Bürostadt Europas. Schau noch weiter nach rechts, nach Norden: Dort krönt die blendend weiße Kirche Sacré-Coeur den höchsten Punkt des einstigen Künstlerhügels Montmartre.
Geschichte
3.Jh. v. Chr.
Parisii auf der Île de la Cité
360
Das gallorömische Lutetia wird in Paris umbenannt
1257
Gründung der Universität La Sorbonne
1163-1345
Bau von Notre-Dame
14.Juli 1789
Sturm auf die Bastille, Beginn der Französischen Revolution
1871
Proklamation des Deutschen Kaiserreichs in Versailles
1889
Die Weltausstellung beschert Paris den Eiffelturm
1940–44
Deutsche Besatzung
2015
Mehrere Terroranschläge erschüttern die Stadt
2016
Paris wird mit 130 Anrainergemeinden zur „Métropole du Grand Paris“
2019
Notre-Dame in Flammen
2024
Paris begeistert die Welt mit Olympischen Spielen, deren Wettbewerbe überall in der Stadt ausgetragen werden
bis 2030
Fertigstellung des Grand Paris Express mit vier neuen Metrolinien
Das Herz des Zentralismus
Seit vielen Jahrhunderten ist Paris lebendiger politischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt Frankreichs und eine der großen Metropolen dieser Welt. Zumeist Sitz des Königs und der Regierung, war die Stadt mit ihren zahlreichen Hochschulen seit dem Mittelalter ein geistiges Zentrum Europas, Schaffensstätte unzähliger Künstler, Schriftsteller und Architekten und immer auch Quell der Unruhe, von Aufständen. Paris war Schauplatz vieler Revolutionen. Die eine, große, von 1789 wurde mit ihrer Losung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ sogar zum Symbol des Kampfs gegen die Unterdrückung, obwohl die erkämpften Rechte vor allem dem Bürgertum, nicht aber den unteren Volksschichten zugutekamen. Die Französische Revolution wurde dennoch zum Fanal für die Freiheitsbewegungen vieler Länder. Streiks und Demonstrationen halten die französische Regierung noch heute regelmäßig in Atem. Jüngst inspirierte die Bürgerbewegung der sogenannten Gelbwesten Protestmärsche und -versammlungen rund um den Globus.
Von Schickimicki bis Street-Art
Was macht nun eigentlich das besondere Flair aus? Für die einen sind es die großen Boulevards, auf denen es sich wunderbar flanieren lässt. Andere bummeln durch die Rue du Faubourg Saint-Honoré mit ihren Luxusboutiquen oder kaufen in weltberühmten Kaufhäusern wie den Galeries Lafayette oder Printemps ein, die sich besonders im Dezember mit ungewöhnlichen Dekorationen inszenieren. Wieder andere erkunden die schier unglaubliche Vielzahl der Museen von Weltruf, schlendern an der Seine entlang, sitzen in einem Straßencafé oder in einem der vielen Parks, picknicken am Canal Saint-Martin oder lassen sich einfach treiben. Auch das alte, das kleinstädtische, oft dörfliche, ungeschminkte Paris gibt es noch immer. Hübsche Gassen, windschiefe, niedrige Häuser mit kleinen Cafés oder gemütlichen Restaurants, Geschäfte mit ihren bunten Auslagen, vor denen geplauscht wird, die Hektik, wenn frische Ware angeliefert wird, oder die faszinierenden Märkte mit ihren bunten Lebensmittelauslagen aus Obst, Gemüse, vielerlei Käse, Wurst, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten, Pasteten und Gebäck, deren Händler ihre Ware oft lauthals anpreisen. Dieses volkstümliche, einfache Paris findest du im Nordosten der Stadt. In Belleville zum Beispiel, wo viele Immigranten, aber auch Künstler und junge Familien leben, da der Wohnraum noch bezahlbar ist. Kunst gibt es hier kostenlos und unter freiem Himmel: Die Rue Denoyez ist der Spot für Graffiti- und Street-Artkünstler, die Farbe in das Grau des ehemaligen Arbeiterviertels bringen. Versteckt hinter den modernen Häuserblöcken lassen Gässchen wie die Villa de l’Ermitage und die Cité Leroy mit ihren winzigen Häusern erahnen, wie es hier im 19.Jh. aussah. Auch der innerstädtische Hügel Butte aux Cailles hat teilweise den Charme des Alten bewahrt und zieht mit seinen Bistros und günstigen Restaurants das junge Paris an.
Einst Künstlermetropole
Es ist kein Zufall, dass wichtige Strömungen der Malerei wie Impressionismus oder Kubismus gerade hier ihren Anfang nahmen. Maler wie Auguste Renoir, Vincent van Gogh und Pablo Picasso, Schriftsteller wie Heinrich Heine, Voltaire, Victor Hugo, Honoré de Balzac, Charles Baudelaire, Marcel Proust, Ernest Hemingway und Jean-Paul Sartre lebten und arbeiteten hier. Die Künstler trafen sich in heute berühmten Cafés und Brasserien links der Seine, rive gauche. Dort, rund um die Universität Sorbonne, liegt seit jeher das geistige Zentrum der Stadt. Die meisten dieser Treffpunkte wie das Café de Flore oder das Existenzialistendomizil Les Deux Magots im Viertel Saint-Germain-des-Prés und die Closerie des Lilas im einstigen Künstlerviertel Montparnasse existieren immer noch. Doch heute sind diese Lokale willkommene Ruhezonen vor allem für Touristen und Gutbetuchte. Für arme Poeten und brotlose Künstler sind sie längst zu teuer geworden, so wie die gesamte, an Attraktionen so reiche Metropole.
Multikulti
Paris bestand schon immer aus einem bunten Gemisch von Menschen verschiedener Herkunft. Früher waren dies Bretonen, Auvergnaten, Elsässer und Basken, die auf der Suche nach einem besseren Leben kamen und die Stadt bereicherten, die Elsässer etwa mit ihren Brasserien. Später kamen Afrikaner, die heute an der Goutte d’Or täglich einen herrlich bunten Markt abhalten, oder die Chinesen, die um die Place d’Italie wohnen, dort ihre Märkte, Geschäfte und Restaurants eröffnet haben. Paris, eine Stadt, die in der Vergangenheit politisch Verfolgte, Revolutionäre wie Karl Marx oder Leo Trotzki, aber auch Flüchtlinge vor der Nazidiktatur aufgenommen hat, zeigt heute ein anderes Gesicht: Seit Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 hausen Tausende Migranten unter katastrophalen Bedingungen auf der Straße oder in notdürftig improvisierten Zeltlagern in Paris und den nahen Vorstädten.
Unerschwinglich
Die kapriziöse Schöne, die über Jahrhunderte Platz für alle gesellschaftlichen Schichten bot, ist zunehmend zu einer Kapitale der Wohlhabenden geworden. Ein Cappuccino kostet leicht mehr als 5 Euro, ein Abendessen mit Wein schnell 60 Euro und mehr. Eine gesetzliche Mietobergrenze soll zumindest den Wohnraum wieder erschwinglich machen. Dies verbessert jedoch nicht den schlechten Zustand vieler Bleiben. Hinter den edel verzierten Fassaden führen oft ehemalige Dienstbotenaufgänge zu schäbigen chambres de bonne (Dienstmädchenzimmern) unter dem Dach, in denen Studenten und weniger gut Betuchte hausen. Bemüht, die Wohnsituation zu verbessern und eine weitere Ghettoisierung zu vermeiden, kauft die Stadt Immobilien in den schicken Vierteln im Zentrum auf, um sie zu renovieren und Sozialwohnungen einzurichten.
Groß-Paris
Ehrgeizige Vorhaben sollen die Stadt wieder lebenswerter machen. Das aktuelle Großprojekt heißt Le Grand Paris. Die zu eng gewordene Museumsstadt hat ihre Arme geöffnet, um sich mit den Vorstädten zusammenzuschließen. Was Napoleon III. 1860 mit der Eingliederung von Montmartre, Belleville und neun anderen angrenzenden Gemeinden begann, wird nun weitergeführt: Seit 2016 formt Paris mit 130 Anrainerorten die Métropole du Grand Paris, in der rund 7 Mio. Menschen leben. Um nicht im Verkehrschaos zu ersticken, sind bedeutende Infrastrukturmaßnahmen verabschiedet worden. Bis 2030 sollen zu den 14 bestehenden Metrolinien vier weitere hinzukommen, um Paris mit den umliegenden Kommunen zu verbinden. Im Hochhausviertel La Défense wird derweilen fleißig weiter gebaut und auch am Rand der inneren Ringautobahn werden, zum Unmut vieler Pariser, Wolkenkratzer hochgezogen. Das erklärte Ziel ist kein geringeres, als den Rang als Welthauptstadt – neben Megacitys wie London, Tokio oder New York – zu verteidigen.
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Über die Region:
Paris fasziniert mit einer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Kunst und urbanem Leben. Die Stadt bietet ein breites Spektrum an kulturellen und architektonischen Eindrücken. Zu den touristischen Möglichkeiten zählen ein Besuch des Louvre mit weltberühmten Kunstwerken sowie ein Spaziergang entlang der Seine mit Blick auf die Île de la Cité.

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