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Vieles kann man Frankfurt nachsagen – eines sicher nicht: Dass es typisch deutsch sei. Mancher zitiert sogar New York. Tatsächlich hat die Mainmetropole einiges mit der großen Schwester am Hudson gemeinsam, angefangen von der einzigartigen Silhouette über das reiche Kulturangebot und das ausgedehnte Grün bis hin zur ethnischen Vielfalt ihrer Bewohner – auch wenn Frankfurt, der vielleicht wichtigste Unterschied, natürlich eine Metropole im Miniformat ist: Alles ist überschaubar, fast alles zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar.
Hochhaus trifft Fachwerk
Wer Frankfurt besucht, den erwartet eine spannende Mischung aus Alt und Neu, aus Tradition und Moderne. Das gilt für die Architektur der Stadt ebenso wie für ihre Atmosphäre. Hochhausskyline und Fachwerkidylle liegen dicht beieinander; Kaiserdom, der Römerberg mit dem namensgebenden Rathaus und den wiedererbauten Fachwerkhäusern der Ostzeile, die Schirn-Kunsthalle, die Paulskirche, in deren Mauern die deutsche Demokratie das Licht der Welt erblickte, und die wahlweise geliebte oder gehasste Neue Altstadt, ein komplett neues Quartier, das die städtischen Strukturen des Vorkriegs-Frankfurts nachempfinden will. Und, nicht zu vergessen, auch Museen für so gut wie jedes Interesse – vom berühmten Städel bis zu Museen für Film, Architektur, Kommunikation und Weltkulturen. Und mit einem kühnen Dreiecksgebäude in der Nähe des Doms, Aushängeschild der Postmoderne, schuf Hans Hollein dem Museum für Moderne Kunst ein markantes Domizil.
Viel City-Grün
Nur ein paar Schritte von der Einkaufsmeile Zeil mit ihren Glaspalästen sind es zu den historischen Wallanlagen; bereits im 19.Jh. wurden sie zu einem Ringpark umgestaltet, der heute mit Rad- und Spazierwegen nahtlos die Innenstadt umschließt. Palmengarten, Zoo und eine ganze Reihe von Parks bieten weiteres Grün. Wer sich noch weiter in die Randzonen wagt, findet den Grüngürtel, ein großes Landschaftsschutzgebiet, entdeckt wegweisende Siedlungsarchitektur der 1920er-Jahre auf ursprünglich römischem Baugrund oder eine von Europas seltenen Binnendünen.
Geschichte
794
„Franconofurd“ wird erstmals in einer Urkunde Karls des Großen erwähnt
1220
Frankfurt wird freie Reichsstadt
16.Jh.
Nach der Erfindung des Buchdrucks in Mainz wird in Frankfurt die wichtigste Buchmesse des Landes etabliert
1848
Die erste frei gewählte Nationalversammlung tritt in der Frankfurter Paulskirche zusammen
1914
Die von Bürgern gestiftete Universität eröffnet
1933–45
Während des Nationalsozialismus werden über 11 000 jüdische Frankfurter deportiert, viele über die Großmarkthalle. Eine Erinnerungsstätte dort macht dieses finstere Kapitel nachempfindbar
1944
Alliierte Luftangriffe zerstören einen Großteil der historischen Innenstadt
1972
Als erstes Hochhaus mit über 100 Metern überragt der (inzwischen abgerissene) AfE-Turm den Domturm
2020
Die Corona-Pandemie legt auch in Frankfurt das öffentliche Leben lahm
2026
Frankfurt ist für ein Jahr Weltdesignhauptstadt, mit Aktionen und Ausstellungen
Das große Dorf
Frankfurt bietet reichlich Abwechslung auf kleinem Raum – es ist zugleich Großstadt und Dorf, businessorientiert und genießerisch, bodenständig und weltoffen. Die halbe Erdkugel ist in „Mainhattan“ vertreten, rund 180 Nationen wurden gezählt, fast ein Drittel der Frankfurter haben keinen deutschen Pass. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung ist der höchste aller deutschen Großstädte. Das kommt im Übrigen auch Frankfurts enorm vielfältiger Küche zu Gute. Tolerant, weltoffen und modern, mit einer mehr als 1200 Jahre langen Geschichte ist Frankfurt heute das Zentrum einer der produktivsten und dynamischsten Regionen im Herzen Europas. Banken prägten und prägen das Bild der Stadt. Die Wiege der deutschen Jazzszene stand in den Ruinen der vom Krieg fast völlig zerstörten City. Auch der Techno hatte am Main ein wichtiges Zentrum innerhalb Europas – im 2022 eröffneten Museum Of Modern Electronic Music (MOMEM) kann man sich auf seine Spuren machen.
Frankfurts Promi Nummer 1
Neben den Tönen pflegt man auch das Wort. Den Ruf als Literaturstadt verdankt Frankfurt hauptsächlich „seinem“ Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe. Aber auch Heinrich Hoffmann, der Vater des „Struwwelpeter“ (1845/ 47) und Begründer der Psychiatrischen Heilanstalt Frankfurts, oder der Dichter und Verleger Friedrich Stoltze waren am Main zu Hause. Die Stadt richtet alljährlich im Oktober die weltgrößte Buchmesse aus, leistet sich ein Literaturhaus, eine Romanfabrik, einen Stadt(teil)schreiber und ein Literaturfest. Kultur wird großgeschrieben in Frankfurt. Neues paart sich (meist) problemlos mit Bekanntem, Intellektualität mit Bodenständigkeit. Die Frankfurter Schule um die Philosophen Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Jürgen Habermas ist legendär. Groß ist am Main aber auch die Lust am Feiern, am geselligen Entspannen in Cafés, Kneipen, Bars und Restaurants, beim Work-out oder beim traditionellen Sport. Auch mal passiv im Stadion, wo die Eintracht oder die kleineren Sportvereine zu Hause sind.
Business? Usual!
Aber es stimmt: Business ist der Motor der Stadt. Und zwar von Beginn an. Bald nachdem Karl der Große Franconofurt begründet und eine Synode einberufen hatte, machte die Siedlung als Handelsplatz von sich reden. Fürsten- und Reichsversammlungen brachten reichlich Interessenten nach Frankfurt, zahlreiche Könige und Kaiser erlebten hier ihre Krönung, und Mitte des 19.Jhs. feierte man in der Frankfurter Paulskirche die Geburt der deutschen Demokratie. Als heutige Finanzmetropole versammelt Frankfurt in beeindruckender Dichte alles, was Rang und Namen hat in der Wirtschaftswelt, von der Deutschen Bundesbank über die Europäische Zentralbank, für die eigens die neue t Osthafenbrücke über den Main gebaut wurde, und der – 2008 allerdings ins benachbarte Eschborn verzogenen – Deutschen Börse AG. Ein wichtiger Arbeitgeber ist auch der Frankfurter Flughafen, nach London-Heathrow und Paris-Roissy der drittgrößte Europas.
Frankfurt – eine Stadt der Kontraste und „Merkwürdigkeiten“, wie schon Johann Wolfgang von Goethe, der wohl berühmteste Sohn der Stadt, befand. Und so wird jeder Besucher in der Mainmetropole ein anderes persönliches Highlight finden – entdecke dein Frankfurt!
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MARCO POLO Reiseführer
Frankfurt
Buch, 17. Auflage · 17.95 €Metropole im Miniformat: Mit dem MARCO POLO Reiseführer Frankfurt am Main erkunden Eine einzigartige Silhouette, viel Kultur, viel Grün und eine große ethnische Vielfalt: Manche vergleichen die Mainmetropole sogar mit New York. Der Unterschied zur großen Schwester am Hudson: Frankfurt ist überschaubar. Hier erreichst du alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit dem Rad!
Ob Museumstour, Sightseeing-Urlaub oder Shopping-Trip – stell dir mit dem MARCO POLO Reiseführer genau die Städtereise zusammen, auf die du Lust hast!
Business trifft auf Kunst und Kultur: mit MARCO POLO unterwegs in einer Stadt der Kontraste In Frankfurt erwartet dich eine spannende Mischung aus Tradition und Moderne. Genieße den Blick auf die imposante Skyline, während du im Ruderboot über den Weiher im Palmengarten paddelst, oder bewundere weltberühmte Meisterwerke in einem der unzähligen Museen. Lass dir eine Portion Kartoffeln mit Eiern und Grüner Soße und dazu ein Glas Apfelwein schmecken, bevor du dich in den Trubel der Shoppingmeile an der Zeil wirfst.
Worauf auch immer du Lust hast: Mit dem komplett überarbeiteten Kartenmaterial hast du stets den Überblick. Ob Aktivurlaub oder entspannter Städtetrip – mit dem MARCO POLO Reiseführer Frankfurt am Main wird deine Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis!
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Frankfurt am Main verbindet moderne Urbanität mit historischer Substanz und ist ein bedeutendes Zentrum für Wirtschaft, Kultur und Architektur. Die Stadt bietet vielfältige Möglichkeiten – vom Besuch des Städel Museums mit seiner renommierten Kunstsammlung bis zum Spaziergang entlang des Mains mit Blick auf die Skyline und den Eisernen Steg.

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Über die Region:
Die Region zwischen Frankfurt und dem Taunus verbindet urbanes Leben mit naturnahen Erholungsräumen. In Frankfurt lassen sich Museen, moderne Architektur und historische Orte erkunden, während der Taunus mit Wäldern, Höhenzügen und Wegen vielfältige Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien bietet. Die Gegend eröffnet Raum für Kultur und Bewegung.

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