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Stuttgart

Check-in

Stuttgart hat’s, das gewisse Etwas. Und damit ist nicht nur das lebendige Kulturleben gemeint, die vielen Shoppingadressen, das (Mode-)Design made in Stuttgart oder die berühmten Autos, die hier produziert werden. Es ist das Lebensgefühl, das zwischen Höhen und Talkessel herrscht, zwischen rotem Dächermeer und grünen Hügeln. Es spiegelt sich im bunten, multikulturellen Leben in den Stadtvierteln, in den vielfältigen Küchen aller Standards, in den gut besuchten Bars, Clubs und Lounges. Eine Fähigkeit zum Genießen, die – trotz aller schwäbischer Erdverbundenheit – fast schon so etwas wie Leichtigkeit hervorruft.

Mit Betonung auf fast: Denn im Streit um „Stuttgart 21“ zeigten sie sich dann doch, die unlockeren Seiten der Bürgerseelen im Talkessel, und zwar auf beiden Seiten. Befürworter und Gegner des milliardenschweren Bauprojekts im Herzen der Stadt, bei dem der Bahnhof unter die Erde verlegt werden soll, verfochten ihre Sache mit fast religiösem Eifer. Im Verlauf der Auseinandersetzungen traf die Medienerfindung vom „Wutbürger“ auf alle zu, ob sie nun die Gleise tiefer legen oder „oben bleiben“ wollten, wie es der Schlachtruf der Gegner forderte. Innerhalb weniger Jahre fügte damit die schwäbische Landeshauptstadt ihrem Image noch eine weitere Facette hinzu: Korrigierte sie ihren drögen, spießigen Ruf durch die fröhlichen, entspannten und weltoffenen Feiern während der Fußball-WM 2006 und der EM 2008, so wurde sie ab 2010 zur Keimzelle einer neuen, bürgerlichen Protestkultur. Mit Erstaunen registrierte die Weltpresse: Diese Stadt ist weder bieder, noch werden hier die Bürgersteige ständig wahlweise gefegt oder hochgeklappt. Kein Wunder, dass bei Wirtschaftsexperten und Kulturkennern, bei Szenegängern und Architekturfreunden „Schduagerd“ schon lange auf der Hitliste steht.

Beim Schlendern durch die City oder einem Bummel durch die Kneipen werden Sie schnell erkennen: Stuttgart passt in keinen Rahmen. Auf den ersten Blick ein typisches, klar umrissenes Gesicht zu finden, ist nicht einfach. Lassen Sie sich Zeit, die Vielfalt – und auch die Gegensätze – zu entdecken: Schlendern Sie allein durchs verträumte Lapidarium mit seinen steinernen Zeitzeugen, oder ziehen Sie mit Zehntausenden während der „Langen Nacht der Museen“ durch die Stadt; begegnen Sie Franziska Walser und Edgar Selge auf der Bühne des Schauspiels Stuttgart oder bestaunen Sie die Primaballerinen des Balletts; reisen Sie im Württembergischen Landesmuseum durch die Vergangenheit, oder lassen Sie sich in der Neuen Staatsgalerie von Joseph Beuys provozieren; spazieren Sie durch die Weinberge rund um die Stadt, oder reihen Sie sich ein in den Strom der Shopper im Zentrum.

Stuttgart hat mit seinen etwas mehr als 585 000 Einwohnern stetig an Selbstbewusstsein gewonnen. Die Statistiker registrieren einen ständigen Aufwärtstrend bei den Übernachtungen: 2012 waren es rund 3,1 Mio. Das Thema „Stuttgart 21“, das mit dem Fortschreiten des Bahnhofsumbaus die Tagesordnung zumindest nicht mehr beherrscht, hat der Stadt dabei nicht geschadet, sondern sie nur bekannter gemacht. Ebenso wie die Tatsache, dass im Mai 2011 mit Winfried Kretschmann der erste grüne Ministerpräsident in der Geschichte der Bundesrepublik in die Villa Reitzenstein, den Regierungssitz des Landes, einzog.

Dass die Schwabenmetropole, was Attraktivität und Lebensqualität angeht, auf der Städte-Beliebtheitsskala ganz vorn rangiert, ist auch der innovativen Kulturszene zu verdanken. „Was brauchen wir Kunst, wir brauchen Kartoffeln“, lautete früher eine schwäbische Redensart – die in den Finanzkrisen der letzten Jahre, zumindest in abgewandelter Form, plötzlich wieder an Bedeutung gewann: Die schmerzhaften Kürzungen der sonst für Kulturelles so offenen Stadt sorgten bundesweit für Schlagzeilen. Doch heute wie damals setzen und setzten sich Kunstliebhaber und Kulturmanager, Stifter und Bühnentalente durch – fast ohne Promis und Protz, aber mit Ideenreichtum, Engagement und internationaler Teamarbeit. Für den Kauf berühmter Kunstschätze wurden zusätzliche Kassen geöffnet und Stiftungen ins Leben gerufen. Das Stuttgarter Ballett brachte es zu Weltruhm, die Staatsoper wurde mehrfach zum besten Opernhaus im deutschsprachigen Raum gekürt, die Stadt verfügt über eine der vielfältigsten Kleintheaterszenen in Deutschland. Nicht zu vergessen: die Museenlandschaft, die von der Neuen Staatsgalerie in den 1980ern bis hin zu Mercedes-Benz Museum, Porsche-Museum und Kunstmuseum im Jahr 2005 immer auch mit ihren Bauten für Furore sorgte. Und zwischen der Internationalen Bachakademie und den Ludwigsburger Schlossfestspielen schlug hier mit den ersten Auftritten der „Fantastischen Vier“ die Geburtsstunde des deutschen Hip-Hop. Der Musicalboom dagegen ist abgeebbt, sorgt aber immer noch für ordentliche Besucherzahlen.

Bei aller Innovation: Stuttgart ist der Tradition immer treu geblieben, und vielleicht macht gerade diese Verbindung den – selbst in Krisenzeiten relativ beständigen – wirtschaftlichen Erfolg der Landeshauptstadt aus. Kaum eine andere Region hat es geschafft, ein so solides Fundament zu legen. Sicherlich ist es kein Zufall, dass weltweit erfolgreiche Unternehmen wie Daimler, Porsche oder Bosch hier ihren Ursprung haben. Erfolgreich auch die Taktik, dass Wirtschaft und Wissenschaft stark aufeinander zugegangen sind. Stuttgart kann zwei Universitäten, sechs Akademien und Fachhochschulen und eine Reihe außeruniversitärer Forschungseinrichtungen vorweisen. Und auch für die Verlagslandschaft ist Stuttgart ein wichtiger Standort. 130 Verlage haben ihren Sitz im Zentrum und 250 in der Region; Holtzbrinck, Klett, Motor-Presse und Mairdumont sind nur die größten und bekanntesten. Und: Von den Thienemann-Verlagsräumen in einer Seitenstraße aus eroberten der Räuber Hotzenplotz, Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer die Kinderzimmer.

Nicht überall stößt der Erfolgscocktail aus klassischen Industrien, neuen Wachstumsbranchen wie Informations- und Kommunikationstechnologien, neuen Medien und Umwelttechnik auf Gegenliebe. Einige warfen den Stadtvätern in der Vergangenheit vor, sich im Rennen um internationale Anerkennung vor allem bei großen Bauprojekten wie „Stuttgart 21“ oder dem Messeneubau beim Flughafen zu verschätzen und viel zu schnell die Bagger anrücken zu lassen, um Altes, Wertvolles unwiederbringlich zu zerstören. Wie das „Stuttgart der Zukunft“ aussieht, ist nicht abzusehen, denn neben der Bahnhofsbaustelle wird es bis voraussichtlich 2020 mindestens neun weitere Großbaustellen geben. Außerdem gestaltet mit Fritz Kuhn seit Januar 2013 zum ersten Mal ein grüner Oberbürgermeister die Politik in der Landeshauptstadt.

Ein großer Teil der Industrie hat sich rund um Stuttgart angesiedelt. Ihre Fließbänder zogen seit den 1960er-Jahren viele Ausländer an: Menschen aus rund 180 Nationen leben hier. Fast 40 Prozent der Stuttgarter haben einen Migrationshintergrund, es werden 100 verschiedene Sprachen gesprochen, teils hat das gelernte Deutsch einen schwäbischen Akzent angenommen. Die „Reig’schmeckten“ und Fremden haben das Bild der Stadt und der Schwaben nachhaltig – zum Besseren – verändert. „Das Zweiflerische, Querköpfige, Kritische und Praktische im Wesen des Stuttgarters vermischte sich mit der Großzügigkeit, dem Wagemut, der Urbanität und der Musenfreundlichkeit vieler Neubürger“, erklärte der heimische Schriftsteller Thaddäus Troll. Heute würde man sagen: gelebte Integration. Eher weniger verändert hat sich die Metropole selbst, in vielen Stadtteilen ist und bleibt sie ein Meer aus roten Dachziegeln – und eine Großstadt im Grünen: Schlossgarten,Bärenseen oder der Wald rund um den Bopser, auf dessen Höhe der Fernsehturm thront. Von den Hügeln aus, der Uhlandshöhe etwa, dem Haigst, dem Bismarckturm oder der Karlshöhe, fallen nicht nur die Schönheiten wie Neues Schloss oder Königsbau auf, der die klassizistische Fassade für die modernen Königsbau-Passagen abgibt. Auch die Betonwunden, die nach dem Krieg im zerstörten Stuttgart, aber auch in den 1960er- und 1970er-Jahren, geschlagen wurden, sind deutlich zu sehen. Vor allem in den vergangenen drei Jahrzehnten nutzten namhafte Architekten wie James Stirling mit seiner Neuen Staatsgalerie oder Hascher & Jehle mit dem Glaskubus des Kunstmuseums die Fläche für mutige Bauten.

Die idyllische Lage hat es der Stadt auf ihrem Weg in die Zukunft nicht einfach gemacht. Eingeengt zwischen Buckeln und Bergen, nur in Richtung Osten offen, konnte sich Stuttgart nur schlecht ausbreiten. „Aus einem Kessel kann man eben nicht herausgucken“, hieß es. Historisches Zentrum ist das Gebiet um das Alte Schloss, dort, wo im sumpfigen Gelände um die Mitte des 10. Jhs. ein „Stutengarten“, ein Gestüt, stand. Die Siedlung erhielt im 13. Jh. das Stadtrecht, sie wurde Sitz der Grafen von Württemberg, und der Aufschwung zur offiziellen Haupt- und Residenzstadt begann. Er setzte sich fort, als Stuttgart in der ersten Hälfte des 19. Jhs. zur Industriestadt aufstieg. An das vergleichsweise kleine Zentrum grenzen die Nobelterrassen rund um den Killesberg im Norden, die eher von Arbeiterwohnungen geprägten Straßen im Osten und die beliebten Wohnviertel im Westen und Süden. Vor allem ehemals unabhängige Gemeinden wie Bad Cannstatt, Wangen, Vaihingen und Weilimdorf haben ihr Selbstbewusstsein behalten. Der Neckar, der östlich der Innenstadt vorbeifließt, ist in seinem unattraktiven Betonbett ein Stiefkind Stuttgarts. Erst flussabwärts, in Bad Cannstatt oder Münster kann man nette Stellen am Fluss finden.

Das Gewässer, an dem Stuttgart in Wahrheit liegt, ist der Nesenbach – der längst in den Untergrund verbannt wurde und praktisch nicht mehr sichtbar ist. Eigentlich ein gutes Bild für die Schwabenmetropole: Sie mag manchmal eine herbe Schönheit sein, wer aber versucht, hinter ihre Kulissen zu schauen, und ihr neugierig und ohne Vorbehalte begegnet, dem zeigt sie ihr wahres Gesicht. Und das ist offen, freundlich, charmant und, manchmal, von fast mediterraner Leichtigkeit.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Einen gemütlichen Spaziergang vom Schloss Solitude entfernt, liegen die malerischen Bärenseen mit dem Bärenschlössle.
Das "StadtPalais – Museum für Stuttgart" ist mehr als ein Museum für Stadtgeschichte. Es ist ein offenes, lebendiges Haus in dem Geschichte(n) analog und digital erzählt und gelebt werden
In Deutschlands einzigem und Europas größtem zoologisch-botanischen Garten sind mehr als 9000 Tiere und zahllose Pflanzen aus aller Welt zu Hause, von der Seidenspinne bis zum Krokodil. Hier blühen…
Der größte Musentempel der Stadt trumpft nicht nur mit seinen bedeutenden Kunstausstellungen auf. Die Neue Staatsgalerie nach Plänen des Architekten James Stirling gilt auch als ein Hauptwerk…
Als Musterhäuser für die Werkbundausstellung "Die Wohnung" 1927 gebaut, gehört die Siedlung heute zu den Aushängeschildern moderner Architektur. 16 Künstler aus fünf europäischen Ländern…
Gilt als eine der besten Küchen in Deutschland. Mit herrlichem Blick über den Talkessel kommen nur Gerichte aus Topf und Pfanne, bei denen die ökologische Herkunft garantiert ist.
Die Stuttgarter gehen "zum Breuninger". Alles und noch mehr ist zu haben, wenngleich die Orientierung im vierstöckigen Kaufhaus mit der markanten Glaskuppel selbst alteingesessenen Stuttgartern nicht…
Die Galerie der Stadt Stuttgart war von 1961 an im Kunstgebäude am Schlossplatz untergebracht. 2005 zogen die Werke in den auf der anderen Seite des Platzes liegenden "Würfel", den kubischen Neubau…
"Rennen und Rekorde" heißt eine der Ebenen im Mercedes-Benz-Museum: Mehr als 40 Rennwagen sind im futuristischen Doppelhelix-Gebäude, das 2006 eingeweiht wurde, ausgestellt. Unter den Exponaten auf…
Kultur satt findet sich in der ehemaligen Rheinstahlhalle. Ob Jazz, Literatur, Rock und Pop, Kabarett, Comedy, Politdiskussionen oder zahlreiche Festivals, der geschmackvoll renovierte…
Öl aus Italien, Oliven aus Griechenland, Tee aus Indien oder Honig aus der Türkei - im Jugendstilbau neben Altem Schloss und der Stiftskirche bieten mehr als 40 Stände Obst, Gemüse und andere Gen…
Angeblich entdeckte Herzog Carl Eugen auf einem seiner Jagdausflüge den Standort für das Jagd- und Lustschloss. 1764-69 entstand der Rokoko-Prunkbau, dessen exotische Gärten einst der Vater…
Unbestritten ist der Platz mit seinen Baumreihen, Brunnen und Blumenfeldern einer der schönsten Orte Stuttgarts. Hier hat sich die Stadtgeschichte versammelt - vom Alten und dem Neuen Schloss, dem…
Im Herbst 2006 wurde das lang erwartete Weißenhofmuseum im Haus Le Corbusier eröffnet. Besucher können sich in die Geschichte der Sieldung vertiefen und in den rekonstruierten Räumen der…
Sie ist die Grande Dame der Stuttgarter Kulturszene. Seit Mitte der 1990er Jahre wurde das Haus sechsmal als beste Oper in Deutschland ausgezeichnet, auch der Chor gilt als einer der besten im Land.…

Reisezeit

Januar
mäßig
3°C
Februar
mäßig
5°C
März
mittel
10°C
Frühlingsfest
April
gut
14°C
Mai
sehr gut
19°C
Juni
sehr gut
22°C
Juli
gut
24°C
August
gut
24°C
Cannstatter Wasen
September
sehr gut
20°C
Oktober
mittel
14°C
Weihnachtsmarkt
November
mittel
8°C
Weihnachtsmarkt
Dezember
mittel
4°C

Die beste Reisezeit für Stuttgart sind die Monate Mai, Juni und September. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 20° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Juni und Juli mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 3° Celsius bei 16 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 14° Celsius und die Nachttemperatur bei 5° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 14 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Januar.

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Praktische Hinweise

Anreise

Nach Stuttgart führen Autobahnen und Bundesstraßen aus allen Himmelsrichtungen, darunter sind die A 8 München–Karlsruhe, die A 81 Singen–Heilbronn, die B 27 Tübingen–Ludwigsburg, die B 10 Göppingen–Pforzheim und die B 14 Böblingen–Waiblingen. Mit Fernbussen ist Stuttgart ebenfalls von allen größeren Städten zu erreichen, Haltestellen sind in Obertürkheim, Zuffenhausen, Vaihingen und an der Messe beim Flughafen.

Über das Bahnnetz (ICE, IC) ist Stuttgart direkt mit allen großen deutschen, österreichischen und Schweizer Städten verbunden. Auf der Schiene wird der Reisende direkt ins Stadtzentrum gebracht. Vom Hauptbahnhof aus fahren auch die meisten S-Bahn-Linien in die Stadtteile.

Der Flughafen liegt etwa 13 km vom Stadtzentrum entfernt. Am schnellsten geht es nach der Ankunft mit den S-Bahnlinien S 2 und 3 in die Stadt. Die Züge fahren vom Untergeschoss aus regelmäßig bis in die Nacht hinein. 3,70 EuroFahrzeit 27 Minutenwww.flughafen-stuttgart.de, www.ssb-ag.de

Auskunft

i-Punkt

Hier werden Hotelzimmer vermittelt, Rundfahrten und Ausflüge geplant. Es gibt einen Vorverkauf (auch als Schnäppchenbörse) von Eintrittskarten für Kultur- und Sportveranstaltungen. Technisch auf dem allerneuesten Stand und äußerst informativ sind die interaktiven Informationstafeln, die sich an zwei Seitenwänden entlangziehen: Auf den Touchscreens finden Sie Unmengen von Informationen und Tipps für Ihren Stuttgart-Aufenthalt. Der i-Punkt, der auch eine Filiale am FlughafenTerminal 3, Ebene 20711 2228100 hat, ist zudem der Treffpunkt für die meisten Stadtführungen. Mo–Fr 9–20, Sa 9–18, So 11–18 UhrKönigstr.1 adirekt gegenüber dem Hauptbahnhof0711 22280www.stuttgart-tourist.de

Fahrräder

Call a bike069 42727722www.callabike.de15 Euro/24 Std., Pedelec 22,50 Euro/24 Std.): hat Fahrräder an 44 Verleihstationen in der ganzen Stadt, darunter auch Pedelecs mit elektrischem Hilfsmotor – für das hügelige Stuttgart ein willkommener Extraservice. Nach einer einmaligen Anmeldung können Sie die Räder rund um die Uhr ausleihen, die erste halbe Stunde ist bei konventionellen Rädern kostenfrei, danach kostet die Minute 0,08 Euro.

Rent a bikeLautenschlagerstraße220711 42070833www.rentabike-stuttgart.deMo–Fr 12–19, Sa 10–14 UhrS1–6; U 5–7, 9, 14Hauptbahnhof verleiht Cityräder und auf Bestellung Tandems, Mountainbikes oder eine Rikscha zwischen 18 Euro (für 24 Std.) und 59 Euro (eine Woche). Verleihstation tipsntrips

Fundbüro

Zentrales FundbüroHauptstätter Straße660711 21689494;Fundservice Hauptbahnhofbei der Schließfachaufsicht0711 20922447; Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) AG Fundstelle in DegerlochSchöttlestraße20711 78853360

InternetCafés & WLAN

Nachdem mittlerweile viele Cafés und Kneipen (kostenlos) WLAN anbieten, hat sich die Zahl der Internetcafés deutlich reduziert. Im Cyber Caféin der Klett-Passage am Hauptbahnhofwww.klett-passage.deS1-6, U 5-7, 9, 12, 14, 15Hauptbahnhof können Sie online gehen oder weltweit telefonieren. In der Stadtbibliothek am Mailänder Platz nutzen Sie den WLAN-Zugang mit eigenen Geräten, Sie können aber auch auf einen der 140 Laptops zurückgreifen (Bibliotheksausweis erforderlich).

Kartenvorverkauf

Easy Ticket Service0711 2555555www.easyticket.de; Stuttgart Marketing Kartenvorverkauf0711 2228243www.stuttgart-tourist.de; Music CircusCharlottenplatz170711 221105www.musiccircus.de; Konzertkasse im SaturnKönigstraße261. OG, Königsbau-Passagen0711 120400

Kinoprogramm

Informationen unter: www.kino.de/kinoprogramm/stuttgart, www.innenstadt-kinos.de, www.stuttgarter-zeitung.de/stz/kino

Notrufe

Polizei110, Notarzt112

Ärztlicher Bereitschafts- und Notdienst0711 2628012

Zahnärztl. Notdienst0711 7877711

Apotheken-Notdienst0800 0022833lak-bw.notdienst-portal.de

Übersicht auf: www.rettungsdienst-stuttgart.de

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus und Stadtbahn

Das Preissystem bei den Stadtbahnen, wie die nicht nur im Untergrund verlaufende U-Bahn in Stuttgart heißt, ist in Tarifzonen aufgeteilt. Eine Kurzstreckenfahrt kostet 1,20 Euro, in der Stadtbahn kann man damit drei Stationen fahren, in der S-Bahn bis zur nächsten Haltestelle (oder maximal 5 km). Einzelfahrscheine je nach Anzahl der Zonen kosten zwischen 2,20 und 8,20 Euro. Für 15 Euro bekommen Sie ein Drei-Tages-Ticket für das gesamte Netz. Richtig weit, etwa bis Sigmaringen, Aalen oder Heilbronn, kommen Sie mit dem Metropoltagesticket für 20 Euro, das im VVS und den umliegenden acht Verkehrsverbünden gilt (www.metropolticket.de).

Für Nachtschwärmer gibt es den Nachtbus von Do auf Fr um 1.20, 2.30 und 3.40 Uhr, von Fr auf Sa und Sa auf So und vor Feiertagen um 1.20, 2, 2.30, 3.10 Uhr und 3. 40 Uhr, due Busse verkehren im erweiterten Stadtgebiet (www.vvs.de/nachtverkehr). Alle Busse starten am Schlossplatz in der Innenstadt. Freitag- und samtagsnachts geht es drei Mal stündlich mit der S-Bahn in die Region (2.23, 3.23, 4.23 Uhrwww.nachtaktiv.net).

Auskünfte: Verkehrsverbund Stuttgart (VVS)www.vvs.de0711 19449Mo–Fr 8–17.30 Uhr; SSB Stuttgarter Straßenbahnen0711 78853333; Regional Bus Stuttgart (RBS)0711 666070www.rbs-bus.de

Reisezeit

Von August bis Weihnachten reihen sich die Feste aneinander, die Theater gehen zwischen Ende Juli und Mitte September in die Sommerpause. Vorsicht zudem vor großen Messen. Dann sind die Hotels belegt und viele Preise klettern in die Höhe.

Stadtrundfahrten & -Rundgänge

Karten gibt es beim i-Punkt (0711 22280). Themen der Rundfahrten oder Stadtspaziergänge sind der Städtebau, der Wein, die Stuttgarter Geschichte, die „Stäffele“ der Stadt oder auch das unterirdische Stuttgart.

In New York hat es vor mehr als 20 Jahren begonnen, jetzt ist die Idee der ganz persönlichen, kostenlosen Stadtführung durch Einheimische auch in der Schwabenmetropole angekommen: Zusammen mit den Stuttgart Greeterswww.stuttgartgreeters.de geht es allein oder in kleinen Gruppen bis maximal sechs Personen zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf individuellen Pfaden durch die Stadt.

Das Thema der ArchitekTouren0711 34249206www.architektouren-stuttgart.de ist selbsterklärend, schräg und witzig sind die Arttours07142 97880www.stuttg-arttours.de, bei denen Sie die Kehrwoche live erleben dürfen oder mit geschlossenen Augen durch Stuttgart geführt werden.

Oben ohne und hop-on-hop-off durch Stuttgart: Seit Juni 2014 fahren die roten Cabrio-Doppeldeckerbusse auf einer 90-minütigen Rundfahrt von der Tourist-Information i-Punkt am Hauptbahnhof über den Schlossplatz in den Osten zum Schweine- und Mercedes-Benz-Museum, zur Wilhelma und dann hoch an den Kesselrand im Norden auf den Killesberg mit der Weißenhofsieldung, bevor sie über das Linden-Museum wieder an den Bahnhof zurückkehren. Aus- und Einstieg jederzeit möglich, Audioguide in zehn Sprachen Juni–Sept. Mo–Do 10.30, 12.30, 14.30, 16.30, Fr–So stdl. 10.30–16.30, Okt. So–Fr 10.30, 12.30, 14.30, 16.30, Sa stdl. 10.30–16.30, Nov./Dez. Mi, Fr–So 10.30, 12.30, 14.30, 16.30 Uhr15 Euro/24 Std.www.stuttgart-tourist.de

Taxi

Zentrale0711 5510000

Große Taxistände vor dem Hauptbahnhof, am Schlossplatz und am Ende der Calwer Straße/Rotebühlplatz. Sie können auch nach 20 Uhr in jeder Stadt- oder Straßenbahn kostenlos beim Fahrer ein Taxi für die Reststrecke von einer gewünschten Haltestelle bestellen.

Telefon

Vorwahl Stuttgart: 0711

Vergünstigungen

Das Gutscheinheft „Stuttcard“ bietet ermäßigten Eintritt in viele Museen und vergünstigte Stadtrundfahrten – insgesamt sind 50 Gutscheine (2014) enthalten. Es gibt drei Ausführungen: Für 23 Euro fahren Sie dazu noch 24 Stunden gratis in öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Region, für 38 Euro 48 Stunden und für 45 Euro 72 Stunden. Karten erhältlich beim i-Punkt oder online unter www.stuttgart-tourist.de.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Hl. Drei Könige

März/April

Karfreitag; Ostermontag

1. Mai

Maifeiertag

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt; Pfingsten; Fronleichnam

3. Oktober

Tag der Deutschen Einheit

1. November

Allerheiligen

25. und 26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen

Januar

Bei den Internationalen Antiquariatsmessen locken alte Bücherschätze und kostbare Bilder Sammler aus aller Welt nach Stuttgart und Ludwigsburg.www.antiquariatsmesse.de

Februar/März

Auf das Kübelesrennen am „Schmotzige Donnerschtag“ – bei dem sich Promis Rennen in Waschzubern liefern – folgt am Fastnachtsdienstag der „Fasnetsumzug“.

März

In der Langen Nacht der Museen sind die Häuser bis nachts um 2 Uhr geöffnet. www.lange-nacht.de

April/Mai

Nachhaltig und gut für Umwelt und Gesundheit: Slow Food – Markt des guten Geschmacks mit mehr als 400 Ausstellern und Fair Handeln in der Messe Stuttgart. www.slowfood.de, www.fair-handeln.com

Dreiwöchiges Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen. www.stuttgarter-fruehlingsfest.de

Das Trickfilmfestival ist eines der renommiertesten seiner Art weltweit. www.itfs.de

Mitte Mai–Ende Juli

Ludwigsburger Schlossfestspiele mit internationalen Klassikstars, Höhepunkt ist das Open Air mit Feuerwerk. 07141 939636www.schlossfestspiele.de

Stadtteilfeste und Hocketse (schwäbisch hocken = sitzen) u. a. in Heslach, Erbsenbrunnenfest in Cannstatt, Straßenfeste im Heusteig- und Bohnenviertel

Juli

Stuttgarter Lichterfest am Killesberg mit Lichtermeer und Feuerwerk. www.lichterfest-stuttgart.de

Für zehn Tage bringt der Hamburger Fischmarkt Labskaus auf den Karlsplatz.

Bei den Jazzopen Stuttgart auf den Open-Air-Bühnen auf dem Schlossplatz und beim Mercedes-Benz Museum und im Bix Jazzclub geben sich Weltstars wie Van Morrison, Jeff Beck oder Jamie Cullum die Ehre. www.jazzopen.com

Am letzten Wochenende: Henkersfest auf dem Wilhelmsplatz. www.henkersfest.de

August

Sommerfest – Sehen und gesehen werden: Beim dreitägigen Open-Air-Fest rund ums Schloss geht’s gediegen zu. www.stuttgarter-sommerfest.de

August/September

Europäisches Musikfest der Internationalen Bachakademie mit Stars, Konzerten und Lesungen. 0711 619210www.bachakademie.de

Weindorf auf Schiller- und Marktplatz, ausgeschenkt werden über 200 württembergische Weine

Das Volksfest auf dem Wasen ist nach dem Oktoberfest das zweitgrößte der Welt, mit Göckele und Festbier, großen Zelten, Kirmes und Umzug durch Bad Cannstatt. www.cannstatter-volksfest.de

November/Dezember

Stuttgarter Buchwochen im Haus der Wirtschaft. www.buchwochen.de

Dekumo Messe für kreatives Design an wechselnden Orten. www.dekumo.de

Weihnachtsmarkt – stimmungsvoll, mehr als 300 Jahre alt und mit rund 270 Holzbuden. www.stuttgarter-weihnachtsmarkt.de

Bloss nicht

Im Besen Bier bestellen

Wer in der Besenwirtschaft nach einem Bier fragt, hat schon verloren. Von alters her wird hier nämlich ausschließlich der selbst angebaute und gekelterte Wein des „Wengerters“ ausgeschenkt. Ob das gute Tröpfchen schmeckt oder nicht, ist aber eher zweitrangig: Im „Besa“ erleben Sie vor allem, wie ausgelassen und fröhlich die Schwaben feiern können.

Zu schnell fahren

Natürlich müssen Sie sich immer und überall mit Ihrem Auto an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. In der Landeshauptstadt aber noch ein bisschen mehr: Hier ist jede Stadteinfahrt mit Radargeräten bestückt, ebenso wie die vierspurige Straße durch die City. Oft stehen mehrere Geräte hintereinander oder es sind Rundumblitzer, die zudem nur wenig Toleranz gewähren. Also: runter vom Gas, sonst kann’s teuer werden.

Die Hügel unterschätzen

In Stuttgart sind Fahrradverleihkonzepte sehr erfolgreich, obwohl die Stadt erst langsam ihr Herz für Radfahrer entdeckt. Call a bike etwa ist sogar in den Wintermonaten nutzbar. Eines darf man aber nicht vergessen: Die Metropole ist hügelig – und zwar an weit mehr Stellen, als man denkt. Für einen Ausflug nach Degerloch oder auf den Killesberg also ruhig ein etwas teureres E-Bike ausleihen.

Vom „Zoo“ sprechen

Der Stuttgarter Tierpark ist kein Zoo. Stuttgart besitzt den einzigen Zoologisch-Botanischen Garten Deutschlands. Erbaut wurde die Anlage Mitte des 19. Jhs. im Auftrag von König Wilhelm I. – also heißt der „Zoo“ bei den Schwaben die „Wilhelma“.

Schwäbisch Schwätzen

Auch wenn es Sie noch so reizt: Versuchen Sie bloß nicht, die schwäbische Mundart nachzumachen – Sie kriegen’s sowieso nicht hin. Und gestandene Stuttgarter fühlen sich (zu Recht) ordentlich auf den Schlips getreten. Auch ein hochdeutsch ausgesprochenes „Grüß Gott“ kommt übrigens immer gut an.

Alle Vorsicht vergessen

Selbstverständlich ist die Schwabenmetropole eine sichere Stadt. Nur völlig sorglos sollte man auch hier nicht sein: Überfälle nach Mitternacht etwa im Schlossgarten, bei denen Passanten Geld und Handy abgenommen werden, haben in den letzten Jahren leider deutlich zugenommen.

Die Aussicht verpassen

Stuttgart wirkt besonders toll von oben. Also auf jeden Fall nach oben an den Kesselrand fahren, zum Beispiel mit der „Zacke“, der Zahnradbahn nach Degerloch. Aber auch der Blick von Karls- und Uhlandshöhe oder vom Birkenkopf beeindruckt.

Bücher & Filme

Stuttgart! Eine Stadt im Süden Deutschlands

Das Fotografenduo Dennis Orel und Benjamin Tafel zeigt Stuttgart in seinem Fotoband mit feinem Händchen fürs Skurrile (2008)

Wo die Löwen weinen

Heinrich Steinfest ist Österreicher. Aber auch: Stuttgarter und bekennender „Stuttgart 21“-Gegner. Scharfsinnig hat er das Thema 2011 in einem Roman verarbeitet, der weit mehr ist als ein Krimi

Tatort

Die Fälle des Duos Richy Müller und Felix Klare alias Lannert und Bootz gehören seit 2008 nicht selten zu den Quotenrennern der ARD-Krimireihe

Otomo

Frieder Schlaich hat 1999 die tragisch endende Geschichte eines illegalen schwarzen Immigranten in Stuttgart verfilmt

Kürzere Tage

In ihrem Debütroman von 2009 seziert Anna Katharina Hahn so sensibel wie schonungslos die Befindlichkeiten in der Stuttgarter Halbhöhenlage, in „Am Schwarzen Berg“ (2012) sind es Schicksale in einem Stuttgarter Vorort

Soko Stuttgart

In der ZDF-Krimireihe jagen seit 2009 vier Kommissare böse Buben im Schatten des Fernsehturms. Schöne Stuttgart-Ansichten, dosiertes schwäbisches Lokalkolorit

Lieblingsmomente

Layla und Tristan verlieben sich, können aber erst einmal nicht zueinander kommen. Ihren Roman und den Nachfolger „Lieblingsgefühle“ (2014) lässt Adriana Popescu an vielen Stuttgarter Originalschauplätzen spielen. Beide sind auch eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt

12-22 °C
8 h/Tag

Fakten

Einwohner 634.830
Fläche 207 km²
Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 10:30 Uhr
Zeitverschiebung keine

Anreise

2h 15min
1h 25min
40min
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