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Oslo

Check-in

Vor allem von der Seeseite aus präsentiert sich Oslo dem Besucher wie ein Gemälde: Berge, Wälder und Fjord bilden den natürlichen Rahmen, dazwischen pulsiert die ganze Dynamik der norwegischen Hauptstadt – Industrie und Freizeit, Kultur und Geschichte, Politik und Promenade.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Das norwegische Nationalmuseum in Oslo ist das größte und wichtigste Kunstmuseum in Norwegen. Es widmet sich vor allem den Bereichen Kunst, Architektur und Design. Unter anderem lassen sich hier in…
Norwegischen Archäologen kann heutzutage kaum besseres passieren, als auf das Grabmal eines Wikingerkriegers zu stoßen: Die großen Häuptlinge nahmen vor über 1000 Jahren unermessliche Reichtümer…
„Der Schrei“ ist das wohl bekannteste Motiv des Malers Edvard Munch – dem vielleicht wichtigsten Maler der norwegischen Geschichte. Eine Version des Gemäldes hängt neben großen Teilen der…
Wer in Oslo am Oslofjord steht, dem wird die „Akershus festning“ sofort ins Auge stechen. Die Festungsanlage gehört seit dem Jahr 1300 zum Stadtbild. Ursprünglich diente die Festung aufgrund…
Oslos neuestes architektonisches Meisterwerk direkt am Fjord. Werke von Damien Hirst, Andy Warhol, Jeff Koons und Anselm Kiefer gehören zu den Exponaten des Museums auf der Landzunge Tjuvholmen.…
Die Anlage mit rund 200 Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland (1869-1943) macht einen Teil des riesigen Frognerparks aus - ein beliebter Treffpunkt besonders im Sommer. Auf der steinernen Allee,…
Das preisgekrönte Opernhaus an der Bucht Bjørvika ist das Wahrzeichen Oslos: weißer Marmor, viel Glas, prachtvolle Innenräume und - bei jedem Wetter ein Erlebnis - ein begehbares Dach mit…
Wintersportfans kennen den Holmenkollen als Mekka des nordischen Skisports: Jährlich ziehen hier verschiedenste Skiweltcup-Wettbewerbe die Osloer Bevölkerung in ihren Bann. Herzstück der Anlange…
An Sommerabenden empfiehlt sich ein Spaziergang über die Bummelmeile Aker Brygge.

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Entdecke Oslo

Imagewandel durch neue Prestigebauten

Oslos Skyline befindet sich im ständigen Wandel, und noch ist der Prozess nicht abgeschlossen. Zu dem im Sonnenlicht funkelnden Opernhaus, ist das Neue Munchmuseum ebenso hinzugekommen wie das neue Nasjonalmuseum, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den viereckigen Türmen des ziegelroten Rathauses befindet. Zwischen der Flaniermeile Aker Brygge und Tjuvholmen setzt das Dach des Astrup-Fearnley-Museum als neue Landmarke aus Holz und Glas seine Segel. Spätestens, wenn auf dem Gelände des ehemaligen Containerhafens mit Sørenga und Bjørvika neue Wohnviertel mit Kanälen, Kaianlagen und Badebuchten entstanden sind, könnte Oslo zu einer wirklichen Metropole werden. Das Sørenga Sjøbad ist schon jetzt großer Anziehungspunkt im Sommer – urbane Sonnenanbeter aalen sich auf den Holzplanken mit Blick auf Fjord, Barcode-Viertel, Fähren und Kreuzfahrtschiffe.

Natürlich urban

454 km2 groß ist Oslo oder „Uschlu“, wie die Einheimischen sagen, und nimmt damit halb so viel Platz ein wie Berlin – viel Fläche für die gut 650 000 Einwohner. Die Hälfte der Fläche bedeckt Wald, es gibt mehr als 300 Seen. Das ist den Osloern sehr wichtig, denn friluftsliv, also Aktivitäten in der freien Natur, gehören zu ihrem Selbstverständnis. Fragt man sie, was ihnen selbst an ihrer Stadt gefällt, sagen sie je nach Wohnort Nordmarka oder Østmarka und meinen damit den Waldgürtel um die Stadt. Die Bahnfahrt auf 500 m Höhe, zum Holmenkollen, zu den Haltestellen Voksenkollen (wo es auch einen Skiverleih gibt) oder nach Frognerseter hinauf, dann die Wanderung zu Fuß oder auf Skiern in die Wälder hinein, ist für Osloer ein ganz normaler Sonntagsausflug und aktiven Besuchern unbedingt zu empfehlen. Wundere dich also nicht, wenn du im Straßencafé mitten in der Stadt Leute in Ski- oder Wanderklamotten triffst, die ihren Tagesrucksack abgestellt haben und mit einem kühlen Bier die Rückkehr in die Urbanität feiern. In den Sommermonaten lockt auch der Fjord mit seinen unzähligen Buchten die Osloer hinaus.

Maritimes Flair

Dicht an dicht treiben und tuckern Segel- und Motorboote bis nahe an die Innenstadtanleger. Dort wimmelt es von Bierzapfstellen und Sonnenanbetern, die mit dunkler Brille auf der Nase und Sonnenschutzfaktor 20 auf dem nackten Bauch Richtung Fjord blicken. Fernblick gehört in Oslo offenbar zum guten Leben. Auch deshalb kosten Häuser mit Hanglage das Dreifache. Für Touristen, die zum Sonnenbaden auf Inseln und Schären übersetzen möchten, gibt es Ausflugsschiffe genug. Eingeweihte wissen, dass die Fjordfahrt im Winter ein weiteres Plus bereithält: Wenn sich frostgetränktes Halblicht über die von Schnee gerahmte Hauptstadt legt, ist Oslo vom Wasser aus besehen ein mystischer Ort.

Nordische Lässigkeit

Oslo ist Norwegens einzige Großstadt, dennoch ist von Hektik nichts zu spüren. Verkehr gibt es zwar auch hier reichlich, Läden und Straßenmusiker sorgen für Beschallung, ein paar Skater schlängeln sich an Passanten vorbei. Doch niemand flucht oder regt sich auf. Vor Restaurants und Cafés stehen ein paar Tische, die bei jedem Wetter dank Heizlampen und Wolldecken gut besetzt sind. Alles wirkt gemächlich. Norwegern ist es fremd, ihren Unmut mit Rufen oder Hupkonzerten kundzutun. Diese zurückhaltende Attitüde prägt auch das Hauptstadtleben. Die Architektur unterstreicht dies, überall sind die Häuserschluchten aufgebrochen: Statistisch gesehen haben 95 Prozent der Stadtbevölkerung im Umkreis von 300 m eine Grünanlage. Die vielen Parks und Plätze der Stadt sind dazu da, zu bummeln oder sich auf eine Bank zu setzen, um dem Treiben entspannt zuzusehen. Und es ist sicher kein Zufall, dass der Mittelpunkt Oslos nicht der Hauptbahnhof ist oder das Schloss, sondern die Grünanlage Studenterlunden zwischen Parlament und Nationaltheater. Der einstige Campus, ein rechteckiger Park mit lauter Bänken, ist Oslos Treffpunkt schlechthin. Im Winter ist hier eine Eisbahn angelegt, die nicht nur bei den Jugendlichen der Hauptstadt gut ankommt.

Kultur im Zentrum

Was um die Oper, dieses weithin sichtbare und Offenheit ausstrahlende „europäische Bauwerk des Jahres 2008“ herum gewachsen ist und weiterhin wächst, unterstreicht Oslos Anspruch als ernstzunehmende Kulturstadt. Ein großer Teil des norwegischen Kulturhaushalts von gut 1,2 Mrd. Euro fließt in die Hauptstadt, die Stadt selbst gibt jedes Jahr rund 65 Mio. Euro für die Förderung von Theater und Musik, Literatur und Kunst aus – im Schnitt also mehr als 100 Euro je Einwohner! Die Oper, das Munchmuseum, die neue öffentliche Zentralbücherei, die Deichmanske bibliotek direkt hinter der Oper in der Bjørvika-Bucht , profitieren davon ebenso wie Hunderte von Musikclubs und Theaterbühnen. Jedes Jahr finden in Oslo rund 6000 Konzerte statt, und es ist für jeden Geschmack immer genug dabei. Es soll in der Stadt fast 1000 Musikbands geben – ein blühendes Dickicht, aus dem immer wieder internationale Stars herauswachsen.

Im Spannungsfeld zwischen Stadt und Land

Norwegen hat 5,2 Mio. Einwohner, allein 1,6 Mio. leben in der Metropolregion Oslo. Das ist viel, und nimmt man die Lage der Stadt am südöstlichen Zipfel des Landes hinzu, wundert es nicht, dass es einen schwelenden Konflikt zwischen der Hauptstadt und dem Rest des Landes gibt. Die Osloer wüssten ja kaum, wird außerhalb der Hauptstadt gern kolportiert, dass der Vestfjord in Nordnorwegen, der Nordfjord dagegen in Westnorwegen liegt. Und die Osloer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, arrogant und nabelbeschauend zu sein, obwohl sie wirtschaftlich stark am Tropf der wertschöpfenden Regionen hängen. In Oslo sitzen nicht nur die Regierung und die meisten staatlichen Behörden, sondern auch alle landesweit erhältlichen Tageszeitungen. Die Spannungen zwischen Kapitale und den Regionen kamen bei den beiden EU-Volksabstimmungen 1972 und 1994 sehr deutlich zum Vorschein. Die Osloer sahen sich beide Male siegesgewiss als EU-Bürger, mussten aber einsehen, dass West-, Mittel- und Nordnorweger ihnen den Weg nach Brüssel versperrten. Der Konflikt zwischen Regierung und Regierten ist vor allem historisch begründet. Als Norwegen zwischen 1536 und 1814 zu Dänemark gehörte und von Kopenhagen aus regiert wurde, war Christiania, wie Oslo damals hieß, wichtigstes Standbein im Land der Mitternachtssonne. Während überall im Land die Fischer, Bauern und der Handel mit ihren Produkten das Wirtschaftsleben in Gang hielten, war die Stadt am Oslofjord von den Entsandten der Krone und einer Beamtenschaft geprägt, die ihr Gehalt aus Kopenhagen bezogen. Die beiden EU-Abstimmungen der jüngsten Vergangenheit haben diese historischen Gegensätze nur noch einmal unterstrichen. Die Osloer müssen damit leben, von ihren Landsleuten kritisch beäugt zu werden, doch dem Selbstbewusstsein der Hauptstädter tut dies keinen Abbruch. Sie haben Erfahrung darin, abfällige Bemerkungen mit einem Lächeln wegzustecken. Doch zugleich hegen sie historisch begründet immer noch ein gewisses Minderwertigkeitsgefühl gegenüber den anderen nordischen Hauptstädten, insbesondere Stockholm.

Dem Balanceakt gelassen begegnen 

Der Reichtum des Landes nach 40 Jahren Öl- und Gasförderung jedoch hat die Stadt und seine Einwohner verändert. Es wimmelt von feinen Restaurants und teuren Autos – und von norwegischen Dialekten. Der Wohlstand zeigt sich vor allem an der pompösen Wolkenkratzerbebauung um den Hauptbahnhof herum. Dies ist kein Ort zum Verweilen, hier regiert die Finanzelite. Nur einen halben Kilometer weiter, in den Restaurants, Cafés und Kneipen von Grønland oder Grünerløkka, ist von dieser Protzigkeit nichts zu spüren. Alles wirkt gesetzt, ein bisschen abgenutzt, aber urgemütlich. Orte der Begegnung und für ein freundliches Miteinander. Internationalen Untersuchungen zufolge haben die Norweger eine sehr hohe Lebenserwartung, einen sehr hohen Lebensstandard und Bildungsstand – und sie sind das optimistischste Volk der Welt. Sorglosigkeit strahlt dem Besucher entgegen und ist ein wesentlicher Bestandteil des Osloer Lebensgefühls. Daran haben auch die tragischen Ereignisse vom 22. Juli 2011 nichts geändert, als Anders Behring Breivik mit zwei Anschlägen im Osloer Regierungsviertel und der Insel Utøya im See Tyrifjorden insgesamt 77 Menschen tötete. Trotz des tiefen Schocks und der enormen Trauer über die Toten war von Anfang an die Entschlossenheit zu spüren, die Werte zu erhalten, die den Norwegern wichtig sind: Offenheit, Zusammenhalt und das Recht auf Freizügigkeit.

Tolerante Grundhaltung

Oslo ist und bleibt eine Stadt, an der man sich reiben kann. Dass ständig gebaut wird, sehen die einen als Ausdruck von Unruhe, die anderen preisen die Dynamik. Dass Oslo europäische Peripherie ist, wird durch ein pulsierendes, trendiges Nachtleben und viele international anerkannte Restaurants und Köche widerlegt. Dass in der Hauptstadt eines als puritanisch verschrienen Landes Toleranz großgeschrieben wird, passt zur Grundhaltung der Norweger „leben und leben lassen“. Und dass die Norweger selbst mit einer ordentlichen Portion Skepsis auf ihre Hauptstadt blicken, hindert die Osloer selbst nicht daran, auf ihre Stadt sehr stolz zu sein. Widersprüchlich eben und schon beim zweiten Hinsehen spannend – es gibt viele gute Gründe, dieser Stadt mit Offenheit zu begegnen und sich auf sie einzulassen.

Praktische Hinweise

Anreise

Die Colourline-Fährewww.colorline.deAutopakete für 4 Pers. ab 460 Euro, Hauptsaison 540 Euro20 Std. verkehrt direkt zwischen Kiel und Oslo. Weitere Verbindungen von/nach Deutschland, Dänemark bzw. Schweden (z. B. Kiel–Göteborg und Fredrikshavn–Oslo) über Stena Linewww.stenalines.de. Ohne Fähre geht es mit dem Auto über Kolding, die Inseln Fünen und Seeland in Dänemark nach Malmø und von dort Richtung Norden bis nach Oslo. Dabei sind Mautgebühren über den Großen Belt29 EUR und den Öresund30 EUR fällig.

Ein trauriges Kapitel sind die internationalen Zugverbindungen von und nach Oslo. Die Fahrt ab Hamburg über Kopenhagen und Malmø dauert 20 Stunden, Ankunft am Hauptbahnhof Oslo Sentralstasjon (Oslo S). Preislich lohnt sich nur das Interrail-Ticketca. 260 EUR, 1-Land-Pass für 8 Tage ca. 200 EUR. Oslo S liegt direkt im Zentrum, alle Straßen- und U-Bahnen haben hier eine Haltestelle.

Den Osloer Flughafen Gardermoen40 km nördlich fliegen SAS, Lufthansa und Norwegian von mehreren deutschen Flughäfen aus an. Ab Zürich fliegen SAS und Swiss International Airlines, Austria fliegt von Wien direkt nach Oslo. Norwegian steuert von Berlin-Schönefeld außer Gardermoen auch den Flugplatz Rygge 70 km südöstlich Oslos an, RyanAir von mehreren deutschen Flugplätzen aus den Landeplatz Torp/Sandefjord100 km westlich. Zwischen Gardermoen und Oslo fährt ein Hochgeschwindigkeitszug (einfache Fahrt 180 NOK), der Bus Rygge–Oslo kostet 120 NOK (hin u. zurück 210 NOK), die Busfahrt Torp–Oslo dauert gut 100 Minuten und kostet 220 NOK (hin u. zurück 290 NOK).

Auskunft vor der Reise

Visit Norway

ABC-Str.19203540180 5001548www.visitnorway.de Weitere Informationen unter www.visitoslo.com/de

Auskunft

Trafikanten

am HauptbahnhofJernbanetorget122057000

am RathausFridtjof Nansens plass5

– am Anleger für Kreuzfahrtschiffe bei der Akershusfestung , nur während der Schiffsanläufe im Sommer geöffnet

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Oscars gate45024423275400www.oslo.diplo.deMo–Fr 8.30–11.30 Uhr

Österreichische Botschaft

Thomas Heftyes gate19–210244Oslo22540200oslo-ob@bmeia.gv.atMo–Fr 10–12 Uhr

Botschaft der Schweiz

Bygdøynes veien13024422542390www.eda.admin.ch/osloMo–Fr 9.30–12 Uhr

Fahrradfahren

In der Stadtmitte gibt es wenige Fahrradwege, je zwei Radwegachsen Nord–Süd und Ost–West durch Oslo sind geplant. Bis dahin sollten Radfahrer, die das Radeln genießen wollen, auf die Wanderwege am Stadtrand ausweichen. Hier sind tolle Tagesausflüge möglich. Detaillierte Radwanderkarten für den Ost- und Westteil der Stadt gibt es bei Syklistenes LandsforeningPostboks 88 83YoungstorgetBesucheradresse Storgate 3, 2. Stockpost@syklistene.no.

Leihen können Sie Fahrräder nur bei Ski & GuideTryvannsveien61www.ski-guide.noTagesmiete 350 NOKT-Bahn1Voksenkollen nahe Holmenkollen oder weit drinnen in den Osloer Wäldern in der DNT-Hütte Kikutwww.kikutstua.no.

Geld & Kreditkarten

Mit einer Visacard oder Mastercard können Sie überall bezahlen, mit American Express fast überall. An den Geldautomaten (minibank), die es an fast jeder Straßenecke gibt, bekommen Sie mit den international üblichen Kreditkarten sowie mit Ihrer EC-Karte Bargeld. Gebührenfrei Geld tauschen können Sie in den fünf Osloer Filialen der schwedischen Forex-Bank (zwei am Hauptbahnhof sowie Brugata 8, Egertorget und Fridtjof Nansens plass 6www.forex.no/Om-FOREX/Apningstider). Banken haben vom 15. Mai–15. Aug. nur Mo–Fr 9–14.30 Uhr geöffnet, sonst Mo–Fr 9–15.30, Do bis 17 Uhr.

Gesundheit

Ärztlicher Notdienst und Krankenwagen werden über Tel. 113 angerufen. Erste Anlaufstelle für Kranke und Verletzte ist die rund um die Uhr geöffnete Oslo LegevaktStorgata4022932293. Die europäische Krankenversicherungskarte EHIC sollten Sie dabeihaben, ein Eigenanteil – je nach Behandlung 130–220 NOK, Röntgen 200 NOK – ist zu entrichten. Die einzige rund um die Uhr geöffnete Apotheke in Oslo liegt am Platz vor dem Hauptbahnhof (jernbanetorget).

Maut

Bei der Einfahrt nach Oslo über die Europastraßen wird elektronisch eine Maut von 25 NOK erhoben. Barzahlung ist nicht möglich, Reisende ohne Autopass-Chip an der Frontscheibe bekommen im Normalfall später eine Rechnung zugeschickt. Wer dies umgehen möchte und länger in Norwegen bleibt, kann auch auf der deutschen Seite von www.autopass.no mit Kreditkarte ein Konto (z. B. über 300 NOK) eröffnen und dann ungehindert jede Mautstation passieren.

Notruf

Feuerwehr110, Polizei112, Medizinische Nothilfe113

Öffentliche Verkehrsmittel

Es gibt in der Hauptstadt ein U-Bahn-Netz (T-bane), sechs Straßenbahnlinien (trikk), ein paar Fährverbindungen zu den Inseln im Oslofjord hinüber und natürlich Buslinien. Einzeltickets – auch für die T-Bahn – werden im Bus oder in der Straßenbahn verkauft (40 NOK) und gelten bis eine Stunde. Deutlich günstiger (27 NOK) sind die Tickets in einem Kiosk nahe der Haltestelle oder dort am Schalter. Oslo-Pass-Inhaber benutzen die öffentlichen Verkehrsmittel frei. Unter www.trafikanten.no gibt es einen deutschsprachigen Reiseplaner für den Osloer Regionalverkehr.

Öffnungszeiten

Supermärkte sind wochentags 9–21 Uhr, manche sogar bis 23 Uhr geöffnet. Samstags ist 9–16 oder bis 18 Uhr die übliche Öffnungszeit. Die meisten übrigen Geschäfte haben Mo–Fr 9–20, samstags bis 16 Uhr geöffnet.

Organische Lebensmittel

Lebensmittel aus biologisch-dynamischem Anbau, u. a. die international anerkannten Demeter-Produkte, gibt es in den vier Osloer Filialen von Helios. Die beste Auswahl bieten die Geschäfte in GrünerløkkaStorgata53 A und Smalgangen. Die Reformhaus-Kette Life, die in Oslo rund 20 Filialen betreibt, bietet sehr viele Bio-Produkte an. In besser sortierten Supermärkten werden Sie Fairtrade-Max-Havelaar-Produkte (u. a. Kaffee, Obst, Säfte und Weine) finden. Alle ökologisch produzierten Waren in Norwegen tragen das bekannte internationale Warenzeichen Debio.

Oslo-Pass

Freier Eintritt zu mehr als 30 Museen und öffentlichen Schwimmbädern, freie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und vor allem freies Parken auf gebührenpflichtigen Parkplätzen sind gute Gründe für Besucher, sich einen Oslo-Pass für 1, 2 oder 3 Tage zu besorgen. Weitere Boni: 20–30 Prozent Ermäßigung auf beliebte Stadtrundfahrten, Rabatt bei einigen Autovermietern und in vielen Restaurants. Den Oslo-Pass gibt es in den Touristeninformationen. Er kostet für 3 Tage 420 (Kinder 160 NOK), für 2 Tage 340 (Kinder 120 NOK) und für einen Tag 230 (Kinder 100 NOK).

Parken

Kostenlose Parkplätze gibt es im Stadtzentrum Oslos so gut wie gar nicht. Auf den gekennzeichneten städtischen Plätzen wird Mo–Fr 9–18, Sa 9–15 Uhr eine Gebühr erhoben. Beachten Sie, dass auf vielen Parkplätzen eine Höchstparkdauer von 3 Stunden gilt. Das Limit betrifft auch Inhaber eines Oslo-Pass, die hier kostenlos stehen dürfen. Die vielen Parkhäuser in der Stadt sind zwar recht teuer, aber dafür sicher und unbegrenzt nutzbar. Fast alle Hotels haben eigene Stellplätze für die Fahrzeuge ihrer Gäste.

Post

Die Postämter sind Mo–Fr 8–17 und Sa 9–15 Uhr geöffnet. Sehr viele Lebensmittelgeschäfte haben aber einen Postschalter (post i butikk). Sie sind mit dem roten Logo der Post (posten) gekennzeichnet.

Preise

Gute Planung spart in einer der teuersten Hauptstädte der Welt bares Geld. Hotelzimmer werden grundsätzlich mit reichlichem Frühstück angeboten, das das Mittagessen ersetzt. In der Stadtmitte gibt es kaum günstige Supermärkte, also eher am Stadtrand mit Verpflegung eindecken. Das spart den Snack zwischendurch und das Getränk in der Kneipe, beides in Oslo erschreckend teuer.

Stadtrundfahrten

Mit 640 NOK zwar ein bisschen teuer, aber wirklich gehaltvoll ist die Grand tour of OsloAbfahrt ab Anleger 3 vor dem Rathaus23356890Ende Mai–Ende Aug. tgl. 10.30–18 Uhr mit Bus und Schiff. Alle Highlights der Stadt und die wichtigsten Museen werden besucht, Höhepunkt ist die zweistündige Schifffahrt inklusive eines Garnelenbüfetts (im Fahrpreis enthalten).

An der Westseite des Rathauses fahren im Sommer täglich die Sightseeing-Busse von HMKwww.hmk.no/booking225–365 NOKDauer 2–5 Std.Abfahrt 10.15 Uhr ab.

Geht immer: die insgesamt 1,5 Std. dauernde Hop-on-Hop-off-Rundfahrtab Anleger 3 vor dem RathausNOK 1753 Stopps, tgl. vier Abfahrten, erste 9.45, letzte 14.15 Uhr, Juli/Aug. bis 19 Uhr mit einem kleinen Schiff auf dem Oslofjord. Auf die genannten Touren gibt es Rabatt mit dem Oslo-Pass.

Taxi

Die drei Taxiunternehmen mit zentraler Rufnummer sind Norgestaxi (08000), Oslo Taxi (02323) und Taxi 2 (80082942). Die Fahrzeuge sind mit Taxameter ausgestattet, der Kilometerpreis beträgt rund 35 NOK (Strecke Stadtmitte–Bygdøy ca. 180 NOK). Taxistandplätze sind beschildert. Beachten Sie, dass sich dort an Wochenenden nach 23 Uhr bis in den frühen Morgen lange Warteschlangen bilden.

Telefon & Handy

Auslandsvorwahlen aus Norwegen nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Aus dem Ausland wird nach Norwegen die 0047 vorgewählt. In Norwegen sind alle Telefonnummern (außer Sondernummern) achtstellig, Vorwahlen gibt es nicht; Handynummern beginnen mit 9 oder 4. GSM-Handybesitzer werden in Norwegen problemlos telefonieren können.

Es gibt nur noch wenige Telefonzellen, die Münzen oder Karten (erhältlich an einem Kiosk) annehmen.

Trinkgeld

Nicht selbstverständlich, doch wenn Essen und Service gut waren, sind bis zu zehn Prozent durchaus üblich.

Veranstaltungshinweise & Vorverkauf

Den einzigen deutschsprachigen Veranstaltungskalender gibt es auf der Website www.visitoslo.com. In Touristeninformationen und den meisten Hotels liegt das englischsprachige Gratismagazin What’s on Oslo aus, das alle zwei Monate erscheint. Eintrittskarten können Sie unter www.billettservice.no im Voraus kaufen, ansonsten bekommen Sie Veranstaltungstickets nur an der jeweiligen Abendkasse.

WLAN

WLAN ist in Oslo nahezu flächendeckend verbreitet. In jedem Hotelfoyer sind Internetzugänge für Besucher eingerichtet, fast jedes Café und jede Bar hat WLAN; Internetcafés gibt es nur wenige. Großer kommerzieller Netpoint ist Haugen nettkaféZOBBusterminalen am ZOB. Kostenlos surfen Sie in den Bibliotheken der Stadt.

Zeitungen

Deutschsprachige Zeitungen gibt es am Hauptbahnhof und an den Kiosken in der Stadtmitte, etwa auf Karl Johan und am Bahnhof Nationaltheatret.

Zoll

Nach Norwegen dürfen z. B. 2 l Bier, 1 l Spirituosen und 1,5 l Wein sowie 200 Zigaretten und Bargeld im Wert von bis zu 25 000 NOK eingeführt werden. Bei der Rückreise in die EU sind z. B. 200 Zigaretten oder 250 g Tabak erlaubt sowie 1 l Spirituosen und 2 l Wein, außerdem Geschenke bis zu einem Wert von 430 Euro. Für die Schweiz gelten geringere Mengen. Weitere Infos unter www.zoll.de

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1. Januar

Neujahr

März/April

Gründonnerstag; Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

17. Mai

Tag der Verfassung

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt; Pfingstmontag

24. Dezember

Heiligabend (nachmittags)

25./26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen

Januar/Februar

Oslo Vinternattfestival des Norwegischen Kammermusikorchesters am letzten Januar- oder ersten Februar-Wochenende in Kirchen, Cafés und der alten Osloer Loge. www.detnorskekammerorkester.no

Februar

Ein ausgesprochen nordisches Profil hat das Rockfestival by:larm mit rund 50 zumeist jungen Gruppen. Eine Fachjury wählt die Teilnehmer aus, das Niveau ist erstaunlich hoch.

März

Der Holmenkollen-Sonntagmeist der 2. des Monats ist mehr als ein Skispringen. Das Volksfest beginnt schon in der U-Bahn, um die Schanze herum ist dann bei jedem Wetter richtig Stimmung, die durch erstklassige Sprünge, Punsch und warme Würstchen angeheizt wird.

April

Beim Inferno Metal Festival treffen sich 40 Bands und Fans der wirklich harten Musik vier Tage zum ausgiebigen Feiern. www.infernofestival.net

Mai

Höhepunkt des Nationalfeiertags am 17. ist der Kinderumzug auf der Straße Karl Johan zum Schlossplatz hoch und an der königlichen Familie vorbei. Den Rest des Tages wird gefeiert – in jedem Stadtteil, in den Parks und immer für die Kinder.

Juni

Mittsommernacht: Am 23. Juni feiert ganz Oslo mit Lagerfeuern und viel Alkohol unter freiem Himmel die kürzeste Nacht des Jahres, gern im Frognerpark.

Norwegian Wood: Das älteste und bekannteste Rockfestival von Oslo auf dem Gelände des Freibads Frognerbadet mit internationalen Rockklassikern sowie norwegischen Gruppen. www.norwegianwood.noKarten über Billettservice, bei Postämtern oder Narvesen- und 7-Eleven-Kiosken

August

Øyafestivalen internationales Rockfestival Anfang des Monats im Middelalderparken. www.oyafestivalen.com

Oslo Kammermusikkfestival mit hochkarätigen Streichquartetten aus aller Welt. Attraktive Mischung aus entspannter Atmosphäre und ungewöhnlichen Veranstaltungsorten, z. B. im Hof der Festung Akershus. www.oslokammermusikkfestival.no

August/September

Ibsen-Festival: erstklassiges Theatertreffen mit Inszenierungen des norwegischen Dramatikers von Ensembles aus aller Welt. 81500811www.ibsenfestivalen.no

Oktober

CODA Oslo International Dance Festival: hochkarätiges Tanztheater mit Gastspielen aus der ganzen Welt in der neuen Oper und im Dansens Hus. www.codadancefest.no

Film fra Sør: Eine Wundertüte für Cineasten mit Spiel- und Dokumentarfilmen v. a. aus Asien, Afrika und Südamerika. Außerhalb der Kinosäle gibt’s musikalische Begegnungen sowie Treffen rund ums Nicht-Hollywood-Kino. www.filmfrasor.no/en/

November

Oslo World Music Festival: ein Höhepunkt im Osloer Musikjahr in der ersten vollen Novemberwoche, mehr als 20 Konzerte mit Musikern aus allen Erdteilen. www.rikskonsertene.no/osloworldmusicfestival

Dezember

Konzert anlässlich der Friedensnobelpreisverleihung am 11. Dezember im Konzertsaal Oslo Spektrum bei dem auch der Preisträger dabei ist (Tickets über Billettservice)

Bloss nicht

Trinken und fahren

Sind Sie mit dem Wagen auf Oslos Straßen unterwegs, lassen Sie ihn bitte selbst nach der kleinsten Menge Alkohol stehen. Die Blutalkoholgrenze liegt in Norwegen bei 0,2 Promille, die Polizei ist unerbittlich, die Geldbußen sind gigantisch. Bei dem kleinsten Vorfall drohen Ihnen sogar Gefängnisstrafen.

Sich auf die NSB verlassen

Sollten Sie mit dem Zug unterwegs sein und einen wichtigen Termin haben oder etwa einen Flug erreichen wollen: Verlassen Sie sich keinesfalls auf die staatliche norwegische Eisenbahngesellschaft NSB. Ihre Züge sind notorisch unpünktlich, und in regelmäßigen Abständen steht der gesamte Zugverkehr in und um Oslo still.

In Taxiwarteschlangen diskutieren

An Freitagen und Samstagen nach der Polizeistunde, die um 3.30 Uhr schlägt, bilden sich an den Taxihaltestellen oft lange Warteschlangen. Vermeiden Sie es besser, dort zu diskutieren oder sich sogar nach vorne zu drängeln. Immer wieder passiert es, dass die Stimmung unter den ansonsten ruhigen und friedlichen Norwegern bei solchen Vorfällen in Aggression umschlägt und der Abend mit Schlägereien endet. Überlassen Sie diesen „Sport“ den Einheimischen.

In Kritik einstimmen

Wenn Sie mit Norwegern und Norwegerinnen ins Gespräch kommen, werden Sie schon bald viel Kritik an deren Heimat zu hören bekommen. An ihrem politischen System finden die Norweger augenscheinlich nicht viel Gutes, und viele meinen auch, das Königshaus sei antiquiert. Beachten Sie bitte: Kritik ist nur gut, solange sie von Landsleuten kommt. Von einem Ausländer verbittet man sich das, und Ihre Zustimmung hier kann peinliches Schweigen verursachen.

In ein Piratentaxi steigen

Wie alles in Oslo sind auch die Taxis teurer als in anderen europäischen Hauptstädten. Die „Pirattaxis“ (Piratentaxis), die an strategisch günstigen Orten ihre Dienste anbieten, sollten Sie trotz der scheinbar günstigen Festpreise nicht benutzen. Es passiert immer wieder, dass Kunden ausgeraubt oder anderweitig drangsaliert werden.

Handeln

Oslo ist eine teure Stadt, und sie liegt nicht im Orient. Versuchen Sie gar nicht erst, über einen Preis zu verhandeln, Sie stoßen im besten Fall auf völliges Unverständnis – auch auf Märkten (einzige Ausnahme: Flohmärkte!). Die ausgewiesenen Preise werden bezahlt, so einfach ist das. Deshalb lohnt es sich, die Preise zu vergleichen, denn manche Angebote können selbst im europäischen Vergleich günstig sein.

Bücher & Filme

Peter und der Prof

Die Kriminalgeschichten des in Hamburg lebenden Schriftstellers Ingvar Ambjørnsen richten sich vor allem an ein jugendliches Publikum

Norwegen-Krimis

Schon längst haben norwegische Krimis auch in deutschsprachigen Ländern viele Anhänger. Der alkoholisierte Kommissar Hole des Krimiautors Jo Nesbø zeigt uns ebenso die knallharten Schattenseiten der norwegischen Hauptstadt wie Anne Holts Kommissarin Hanne Willemsen. Auch in den Krimis der Autorinnen Karin Fossum und Unni Lindell steht Oslo im Zentrum

Uno

Der rauen Wirklichkeit Oslos widmet sich der preisgekrönte Film (2004) des jungen norwegischen Regisseurs Aksel Hennie auf eindringliche Weise (DVD mit engl. Untertiteln)

Hawaii-Oslo

Erik Poppes Film (2004) um den von Albträumen geplagten Vidar besticht durch wohlkomponierte Bilder in einer Filmerzählung, die sich Zeit lässt (DVD mit engl. Untertiteln)

-4-0 °C
1 h/Tag
5 °C

Fakten

Einwohner 693.494
Fläche 480 km²
Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 15:19 Uhr
Zeitverschiebung keine

Anreise

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