Strand in Costa Rica
© SimonDannhauer, iStock
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Happy Planet Index: Hier leben die glücklichsten Menschen

Für gewöhnlich werden wir an unserer Leistung gemessen, Staaten an ihrem Bruttoinlandsprodukt. Der Happy Planet Index hingegen misst das, was das Leben lebenswert macht und zieht subjektives Wohlbefinden, ökologischen Fußabdruck, Ungleichheit innerhalb einer Nation und die Lebenserwartung in die Berechnung mit ein.

MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 21.12.2023

Happy Planet Index: Hier leben die glücklichsten Menschen

  • Strand in Costa Rica© SimonDannhauer, iStock

Für gewöhnlich werden wir an unserer Leistung gemessen, Staaten an ihrem Bruttoinlandsprodukt. Der Happy Planet Index hingegen misst das, was das Leben lebenswert macht und zieht subjektives Wohlbefinden, ökologischen Fußabdruck, Ungleichheit innerhalb einer Nation und die Lebenserwartung in die Berechnung mit ein.

MARCO POLO Redaktion, basierend auf einem Text von Solveig Michelsen. 21.12.2023

Was ist der Happy Planet Index?

Der Happy Planet Index wurde 2006 als alternativer Fortschrittsindikator entwickelt, um das Wohlbefinden einer Nation zu messen. Denn ein steigendes Bruttoinlandsprodukt korreliert zwar mit einer zunehmenden Lebenserwartung, sagt aber nichts über die Zufriedenheit der Menschen aus, die dort leben. Ab einem bestimmten Einkommen, hat man herausgefunden, bewegt sich die Lebenszufriedenheit nämlich unabhängig vom wirtschaftlichen Erfolg.

Also weitet der Happy Planet Index seinen Blick und zieht die subjektive Lebenszufriedenheit, die Lebenserwartung, die Ungleichheit innerhalb einer Nation und den ökologischen Fußabdruck in seine Berechnungen mit ein. Das führt zu sehr interessanten Ergebnissen. Denn in der Regel hinterlassen Länder mit einem hohen Einkommen und einer hohen Lebenserwartung auch große ökologische Fußabdrücke. An erster Stelle stehen damit nicht unbedingt die Länder, bei denen man aufgrund des Wohlstands eine große Zufriedenheit vermuten würde.

Die letzte Erhebung ist aus dem Jahre 2019.

Gesamt-Ranking Happy Planet Index

Die letzten Ränge werden von vielen afrikanischen Ländern belegt. Das Schlusslicht allerdings bildet ein sehr reiches Land:

  • Platz 148: Simbabwe
  • Platz 149: Lesotho
  • Platz 150: Zentralafrikanische Republik
  • Platz 151: Mongolei
  • Platz 152: Katar

Deutschland befindet sich auf Platz 29.

Schuld daran, dass Katar auf dem letzten Platz gelandet ist, ist der große ökologische
Fußabdruck. Unter diesem Fußabdruck versteht man die Fläche der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil und -standard eines Menschen unter den heutigen Produktionsbedingungen dauerhaft zu ermöglichen. Das schließt auch Flächen ein, die zur Produktion von Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie benötigt werden, aber zum Beispiel auch zur Entsorgung von Müll. Das heißt, dass ein Kleidungsstück, das in Bangladesch hergestellt, aber in Deutschland verkauft wurde, zum deutschen Fußabdruck zählt. Die Rangliste unter dem alleinigen Aspekt „ökologischer Fußabdruck“ sieht also ganz anders aus; die hoch entwickelten Staaten schneiden äußerst schlecht ab.

Ranking nach ökologischem Fußabdruck

  • Platz 1: Jemen

  • Platz 2: Burundi

  • Platz 3: Ruanda

  • Platz 4: Haiti

  • Platz 5: Mosambik

  • Platz 148: Vereinigte Arabische Emirate

  • Platz 149: Bahrain

  • Platz 150: Mongolei

  • Platz 151: Luxemburg

  • Platz 152: Katar

(Deutschland: Platz 113)

Ranking nach Lebenszufriedenheit

Nun könnte man die Daten nach dem reinen subjektiven Wohlbefinden sortieren, um herauszufinden, wie gut es den Menschen wirklich geht. Aber auch das hat seine Tücken. Zum einen bewerten Menschen in kollektivistischen Kulturen ihre Zufriedenheit höher als in Nationen, wo Individualität angesagt ist. Zum anderen schaffen es auch die professionellen Befragungen des Gallup World Poll nicht, situative Missstände herauszufiltern. So wird ein Mensch, der mitten in der Regenzeit nach seinem subjektiven Wohlbefinden gefragt wird, vermutlich ganz anders antworten als ein paar Monate später bei eitel Sonnenschein.

  • Platz 1: Finnland

  • Platz 2: Schweiz

  • Platz 3: Dänemark

  • Platz 4: Island

  • Platz 5: Norwegen

  • Platz 148: Ruanda

  • Platz 149: Indien

  • Platz 150: Zentralafrikanische Republik

  • Platz 151: Simbabwe

  • Platz 152: Afghanistan

(Deutschland: Platz 17)

Ranking nach Lebenserwartung

In Sachen Lebenserwartung ergeben sich wenig Überraschungen, da diese – wie bereits erwähnt – in der Regel mit dem Einkommen zusammenhängt. Je größer das Bruttoinlandsprodukt, desto besser ist die medizinische Versorgung bzw. das soziale Netz, das Geringverdiener auffängt. Hier sieht das Ranking folgendermaßen aus (Daten aus dem Human Development Report der Vereinten Nationen):

  • Platz 1: Hong Kong

  • Platz 2: Japan

  • Platz 3: Schweiz

  • Platz 4: Spanien

  • Platz 5: Singapur

  • Platz 148: Nigeria

  • Platz 149: Sierra Leone

  • Platz 150: Lesotho

  • Platz 151: Tschad

  • Platz 152: Zentralafrikanische Republik

(Deutschland: Platz 26)

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