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Qubbat as-sachra
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Jeruschalajim
Al-masdschid al-aqsa
Architektonische Highlights
Jeruschalajim
Ha-kotel ha-ma'arawi
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Jeruschalajim
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Jericho
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Jeruschalajim
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    Architektonische Highlights

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    Bars

    Märkte und Flohmärkte

    Botanische Gärten & Parks


  • Qubbat as-sachra

    Architektonische Highlights
    • © hikrcn, Shutterstock

    Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Jerusalems gehören der Felsendom mit seiner vergoldeten Kuppel auf dem Tempelberg; er untersteht der muslimischen Awqaf-Verwaltung, aber Israel kontrolliert den Zugang. Der Besuch des Tempelbergs ist eingeschränkt möglich, der des Felsendoms, ebenso wie der der Al-Aqsa-Moschee, ist Gruppen in Ausnahmefällen nach Voranmeldung gestattet. Kein anderes sakrales Gebäude symbolisiert machtvoller die Verbindungen zwischen Judentum, Christentum und Islam als der Felsendom (Qubbat as-sachra). Auf dem Plateau, auf dem einst der jüdische Tempel stand, wölbt sich seine vergoldete Kuppel mit einem Durchmesser von 26 m über der Opferstätte Abrahams und dem Felsen, von dem aus der Prophet Mohammed auf seiner Stute Al- Burak in den Himmel ritt. Die 16 farbigen Fenster im Tambour dieses achteckigen Gotteshauses, das Kalif Malik Ibn Marwa im Jahr 691 errichten ließ, gehören zu den kostbarsten Kunstwerken des Islams. Felsendom und Al-Aqsa-Moschee, nach Mekka und Medina drittheiligster Ort aller Muslime, stehen seit 1300 Jahren auf dem mächtigen Plateau, das die Israelis Tempelberg (Berg Moriah) nennen, weil dort der Erste und der Zweite Tempel standen.

    • Jeruschalajim
    • © hikrcn, Shutterstock

    Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Jerusalems gehören der Felsendom mit seiner vergoldeten Kuppel auf dem Tempelberg; er untersteht der muslimischen Awqaf-Verwaltung, aber Israel kontrolliert den Zugang. Der Besuch des Tempelbergs ist eingeschränkt möglich, der des Felsendoms, ebenso wie der der Al-Aqsa-Moschee, ist Gruppen in Ausnahmefällen nach Voranmeldung gestattet. Kein anderes sakrales Gebäude symbolisiert machtvoller die Verbindungen zwischen Judentum, Christentum und Islam als der Felsendom (Qubbat as-sachra). Auf dem Plateau, auf dem einst der jüdische Tempel stand, wölbt sich seine vergoldete Kuppel mit einem Durchmesser von 26 m über der Opferstätte Abrahams und dem Felsen, von dem aus der Prophet Mohammed auf seiner Stute Al- Burak in den Himmel ritt. Die 16 farbigen Fenster im Tambour dieses achteckigen Gotteshauses, das Kalif Malik Ibn Marwa im Jahr 691 errichten ließ, gehören zu den kostbarsten Kunstwerken des Islams. Felsendom und Al-Aqsa-Moschee, nach Mekka und Medina drittheiligster Ort aller Muslime, stehen seit 1300 Jahren auf dem mächtigen Plateau, das die Israelis Tempelberg (Berg Moriah) nennen, weil dort der Erste und der Zweite Tempel standen.

    • Jeruschalajim

  • Al-masdschid al-aqsa

    Architektonische Highlights
    • © Kyrylo Glivin, Shutterstock

    Neben dem Felsendom, im südlichen Teil des Tempelbergs, steht die Al-Aqsa-Moschee. Sie wurde von Kalif Abdul Walid, dem Sohn des Erbauers des Felsendoms, 714 errichtet und markiert den Endpunkt der in der 17.Sure des Korans beschriebenen wundersamen Reise Mohammeds von Mekka zur damals entferntesten Moschee Al-Aqsa (arabisch: die Entfernte) in Jerusalem. Kalif Al-Sahir erneuerte die Moschee 1034 nach einem Erdbeben und stiftete die silberne, leuchtende Kuppel. Felsendom und Al-Aqsa-Moschee, nach Mekka und Medina drittheiligster Ort aller Muslime, stehen seit 1300 Jahren auf dem mächtigen Plateau, das die Israelis Tempelberg (Berg Moriah) nennen, weil dort der Erste und der Zweite Tempel standen.

    • Jeruschalajim
    • © Kyrylo Glivin, Shutterstock

    Neben dem Felsendom, im südlichen Teil des Tempelbergs, steht die Al-Aqsa-Moschee. Sie wurde von Kalif Abdul Walid, dem Sohn des Erbauers des Felsendoms, 714 errichtet und markiert den Endpunkt der in der 17.Sure des Korans beschriebenen wundersamen Reise Mohammeds von Mekka zur damals entferntesten Moschee Al-Aqsa (arabisch: die Entfernte) in Jerusalem. Kalif Al-Sahir erneuerte die Moschee 1034 nach einem Erdbeben und stiftete die silberne, leuchtende Kuppel. Felsendom und Al-Aqsa-Moschee, nach Mekka und Medina drittheiligster Ort aller Muslime, stehen seit 1300 Jahren auf dem mächtigen Plateau, das die Israelis Tempelberg (Berg Moriah) nennen, weil dort der Erste und der Zweite Tempel standen.

    • Jeruschalajim

  • Ha-kotel ha-ma'arawi

    Architektonische Highlights
    • © Olesya Baron, Shutterstock

    Die Klagemauer (oder Westliche Mauer, wie die wörtliche Übersetzung des hebräischen Namen lautet), die heiligste Stätte der Juden, symbolisiert seit der Zerstörung Jerusalems durch die Römer unter Kaiser Titus im Jahr 70 und der anschließenden Vertreibung ihre jahrhundertealte Sehnsucht nach einer Rückkehr nach Jerusalem und letztendlich nach einem eigenen Staat. Am Shabbat versammeln sich besonders viele Gläubige vor den riesigen Kalksteinquadern. Die Klagemauer war einst die westliche Außenwand des Tempelbezirks, nicht des Tempels. Ihren Namen trägt sie seit der Zerstörung des Zweiten Tempels. Beim Aufenthalt an der Mauer ist eine Kopfbedeckung erforderlich, weil der Vorplatz als Synagoge gilt. Seit 1970 beten auf Drängen des Oberrabbinats Frauen und Männer getrennt an der Mauer. Klagemauer-Knigge: Besucher dürfen ungeachtet der Betenden dicht an die Mauer herantreten, sollten aber nicht rauchen, Handys ausschalten, keine Gespräche führen, keine Kerzen abbrennen und am Sabbath nicht fotografieren. An der Klagemauer wird in unterschiedlicher Haltung gebetet: Während Christen beim Beten regungslos stehen oder knien, Muslime sich nach einem vorgeschriebenen Ritual allein oder gemeinsam bewegen, geraten gläubige Juden durch individuelle heftige Bewegungen in die gewünschte Andachtsstimmung. Denn Bewegungen erfüllen den Psalmvers: "Alle meine Glieder sprechen: O Herr, wer ist wie Du!"

    • © Olesya Baron, Shutterstock

    Die Klagemauer (oder Westliche Mauer, wie die wörtliche Übersetzung des hebräischen Namen lautet), die heiligste Stätte der Juden, symbolisiert seit der Zerstörung Jerusalems durch die Römer unter Kaiser Titus im Jahr 70 und der anschließenden Vertreibung ihre jahrhundertealte Sehnsucht nach einer Rückkehr nach Jerusalem und letztendlich nach einem eigenen Staat. Am Shabbat versammeln sich besonders viele Gläubige vor den riesigen Kalksteinquadern. Die Klagemauer war einst die westliche Außenwand des Tempelbezirks, nicht des Tempels. Ihren Namen trägt sie seit der Zerstörung des Zweiten Tempels. Beim Aufenthalt an der Mauer ist eine Kopfbedeckung erforderlich, weil der Vorplatz als Synagoge gilt. Seit 1970 beten auf Drängen des Oberrabbinats Frauen und Männer getrennt an der Mauer. Klagemauer-Knigge: Besucher dürfen ungeachtet der Betenden dicht an die Mauer herantreten, sollten aber nicht rauchen, Handys ausschalten, keine Gespräche führen, keine Kerzen abbrennen und am Sabbath nicht fotografieren. An der Klagemauer wird in unterschiedlicher Haltung gebetet: Während Christen beim Beten regungslos stehen oder knien, Muslime sich nach einem vorgeschriebenen Ritual allein oder gemeinsam bewegen, geraten gläubige Juden durch individuelle heftige Bewegungen in die gewünschte Andachtsstimmung. Denn Bewegungen erfüllen den Psalmvers: "Alle meine Glieder sprechen: O Herr, wer ist wie Du!"


  • Dead Sea

    Landschaftliche Highlights
    • © vvvita, Shutterstock

    Eigentlich kann man es nicht so recht glauben, dass man sich auf das Wasser des Yam Hamelah (hebräisch: Salzmeer) bzw. al-Bahr al-Mayyit (arabisch: Totes Meer) legen kann, ohne unterzugehen. Die zehnfache Salzmenge des normalen Meerwassers macht es möglich, lässt aber auch keinerlei Leben in diesem Binnensee zu. Knapp 80 km lang und 3–18 km breit, im nördlichen Teil bis zu 400 m, im südlichen dagegen keine 10 m tief, in der Mitte geteilt durch die jordanische Halbinsel Lashon – das sind die geografischen Daten des Toten Meers. Es liegt 394 m unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste frei zugängliche Punkt der Erde. Die Grenze zu Jordanien verläuft genau in der Mitte des Toten Meers. An seinem südlichen Westufer lagen einst die biblischen Städte Sodom und Gomorrha, bevor sie der Herr laut Altem Testament zerstörte. Noch heute erinnert hier eine eindrucksvolle Salzsäule an Lots Weib. Südlich von Zohar Junction dehnen sich heute die „Dead Sea Industries“ aus, die Salz, Brom und vor allem Magnesium fördern. Überall in Ufernähe schwimmen größere und kleinere Salzschollen aus reinem Natriumchlorid.

    • Mitspe Shalem
    • © vvvita, Shutterstock

    Eigentlich kann man es nicht so recht glauben, dass man sich auf das Wasser des Yam Hamelah (hebräisch: Salzmeer) bzw. al-Bahr al-Mayyit (arabisch: Totes Meer) legen kann, ohne unterzugehen. Die zehnfache Salzmenge des normalen Meerwassers macht es möglich, lässt aber auch keinerlei Leben in diesem Binnensee zu. Knapp 80 km lang und 3–18 km breit, im nördlichen Teil bis zu 400 m, im südlichen dagegen keine 10 m tief, in der Mitte geteilt durch die jordanische Halbinsel Lashon – das sind die geografischen Daten des Toten Meers. Es liegt 394 m unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste frei zugängliche Punkt der Erde. Die Grenze zu Jordanien verläuft genau in der Mitte des Toten Meers. An seinem südlichen Westufer lagen einst die biblischen Städte Sodom und Gomorrha, bevor sie der Herr laut Altem Testament zerstörte. Noch heute erinnert hier eine eindrucksvolle Salzsäule an Lots Weib. Südlich von Zohar Junction dehnen sich heute die „Dead Sea Industries“ aus, die Salz, Brom und vor allem Magnesium fördern. Überall in Ufernähe schwimmen größere und kleinere Salzschollen aus reinem Natriumchlorid.

    • Mitspe Shalem

  • Jericho

    Geographical
    • © posztos, Shutterstock

    Wer kennt sie nicht, die Geschichte jener biblischen Trompeten, deren Klang die Mauern von Jericho, 30 km nordöstlich von Jerusalem, etwa 1300 v. Chr. zum Einstürzen brachte. Heutzutage geht es hier im Vergleich zu vielen anderen Orten in der Westbank recht ruhig zu. Jericho (20 000 Ew.) bleibt meist von Gewalt verschont und ist umgeben von Bananen-, Dattel und Orangenfeldern. Es war, von 1994 bis 1999 die „Hauptstadt“ des entstehenden Palästinenserstaats. Schattige Straßen und arabische Cafés machen Lust, hier Pause zu machen. 3 km nördlich der Stadt warten die Ruinen des Hisham Palace und des biblischen Jericho. Ausgrabungen belegen, dass Jericho in seiner zehntausendjährigen Geschichte zwanzigmal zerstört und wieder aufgebaut wurde. Vom Tell es-Sultan fährt eine Seilbahn (Tellepheriqe) hinauf zum Berg der Versuchung (Mount of Temptation). In seinen Höhlen betete und fastete Jesus 40 Tage und Nächte. Das aus diesem Anlass gegründete Kloster klebt wie ein Schwalbennest an den Hängen des senkrecht abfallenden Bergs. Auf der Bergstation befindet sich eine Terrasse mit Restaurant; den herrlichern Blick über Jericho willst du sicher nicht verpassen.

    • Jericho
    • © posztos, Shutterstock

    Wer kennt sie nicht, die Geschichte jener biblischen Trompeten, deren Klang die Mauern von Jericho, 30 km nordöstlich von Jerusalem, etwa 1300 v. Chr. zum Einstürzen brachte. Heutzutage geht es hier im Vergleich zu vielen anderen Orten in der Westbank recht ruhig zu. Jericho (20 000 Ew.) bleibt meist von Gewalt verschont und ist umgeben von Bananen-, Dattel und Orangenfeldern. Es war, von 1994 bis 1999 die „Hauptstadt“ des entstehenden Palästinenserstaats. Schattige Straßen und arabische Cafés machen Lust, hier Pause zu machen. 3 km nördlich der Stadt warten die Ruinen des Hisham Palace und des biblischen Jericho. Ausgrabungen belegen, dass Jericho in seiner zehntausendjährigen Geschichte zwanzigmal zerstört und wieder aufgebaut wurde. Vom Tell es-Sultan fährt eine Seilbahn (Tellepheriqe) hinauf zum Berg der Versuchung (Mount of Temptation). In seinen Höhlen betete und fastete Jesus 40 Tage und Nächte. Das aus diesem Anlass gegründete Kloster klebt wie ein Schwalbennest an den Hängen des senkrecht abfallenden Bergs. Auf der Bergstation befindet sich eine Terrasse mit Restaurant; den herrlichern Blick über Jericho willst du sicher nicht verpassen.

    • Jericho

  • Church of the Holy Sepulchre

    Architektonische Highlights
    • © NickolayV, Shutterstock

    An den Ort, an dem sich nach christlichem Glauben das Schicksal Jesu erfüllt hat – sein Opfertod am Kreuz, seine Grablegung und schließlich die Auferstehung –, strömen seit 1700 Jahren Christen aus aller Welt. Auf Wunsch seiner Mutter Helena ließ Kaiser Konstantin 326 am Berg Golgatha jene Kirche errichten, die ihre heutige Form erst 1149 durch die Kreuzfahrer erhielt. Eingeengt zwischen Bazar, Klöstern und Kapellen ist die Grabeskirche mit ihren schönen Steinmetzarbeiten an der Eingangsfassade erst zu erkennen, wenn man im Vorhof vor der Kirche steht. Über mehrere Stockwerke verteilt und teilweise sehr verschachtelt, beherbergt sie im Inneren 30 Kapellen, die sich sechs christliche Konfessionen (Armenier, Äthiopier, Griechisch-Orthodoxe,Römische Katholiken, Kopten und syrische Jakobiten) teilen. Ein nicht enden wollender Streit zwischen den Konfessionen hatte jahrhundertelang einen Wettstreit der rechten Gläubigkeit ausgelöst, der in der Kirche zu Auseinandersetzungen zwischen den Konfessionen und zu einer Anhäufung unterschiedlicher Heiligenverehrungen führte. Im Kampf um die Plätze in der Kirche fielen den Armeniern, Katholiken und Griechisch-Orthodoxen schließlich das Hauptschiff, den Kopten, Äthiopiern und syrischen Jakobiten die Seitenschiffe und die Empore zu. Nur das heilige Grab in der Mitte der Kirche gehört allen sechs gemeinsam. Um die Streitigkeiten zu beenden, übergab Sultan Saladin im 12.Jh. die Schlüsselgewalt über die Heilige Stätte einer muslimischen Familie in Jerusalem. Ihre Nachkommen haben bis heute die Aufgabe, jeden Morgen das Portal der Kirche zu öffnen und am Abend wieder zu verschließen. Nachts bleiben von jeder Konfession mehrere männliche Mitglieder in der Kirche. Im Zentrum der Grabeskirche befindet sich das heilige Grab. Von hier führt ein schmaler Gang zur Grabkammer, die nur mit Kerzen erhellt wird. Vor ihr bilden sich meist lange Schlangen, weil sich nur maximal fünf Personen gleichzeitig in der engen Kammer aufhalten können. Ein Rundgang durch die Grabeskirche gleicht einer Wanderung durch ein Labyrinth überladener Religiösität. Damit man den Überblick nicht verliert, sollten sich Besucher einer Führung anschließen oder die Kirche erst am späten Nachmittag besuchen, wenn sich nur noch wenige Betende in ihr aufhalten. Täglich um 16 Uhr halten die Franziskaner in ihrer Kapelle eine Messe. Im Anschluss ziehen sie in einer feierlichen Prozession mit Kerzen durch die Kirche.

    • Jeruschalajim
    • © NickolayV, Shutterstock

    An den Ort, an dem sich nach christlichem Glauben das Schicksal Jesu erfüllt hat – sein Opfertod am Kreuz, seine Grablegung und schließlich die Auferstehung –, strömen seit 1700 Jahren Christen aus aller Welt. Auf Wunsch seiner Mutter Helena ließ Kaiser Konstantin 326 am Berg Golgatha jene Kirche errichten, die ihre heutige Form erst 1149 durch die Kreuzfahrer erhielt. Eingeengt zwischen Bazar, Klöstern und Kapellen ist die Grabeskirche mit ihren schönen Steinmetzarbeiten an der Eingangsfassade erst zu erkennen, wenn man im Vorhof vor der Kirche steht. Über mehrere Stockwerke verteilt und teilweise sehr verschachtelt, beherbergt sie im Inneren 30 Kapellen, die sich sechs christliche Konfessionen (Armenier, Äthiopier, Griechisch-Orthodoxe,Römische Katholiken, Kopten und syrische Jakobiten) teilen. Ein nicht enden wollender Streit zwischen den Konfessionen hatte jahrhundertelang einen Wettstreit der rechten Gläubigkeit ausgelöst, der in der Kirche zu Auseinandersetzungen zwischen den Konfessionen und zu einer Anhäufung unterschiedlicher Heiligenverehrungen führte. Im Kampf um die Plätze in der Kirche fielen den Armeniern, Katholiken und Griechisch-Orthodoxen schließlich das Hauptschiff, den Kopten, Äthiopiern und syrischen Jakobiten die Seitenschiffe und die Empore zu. Nur das heilige Grab in der Mitte der Kirche gehört allen sechs gemeinsam. Um die Streitigkeiten zu beenden, übergab Sultan Saladin im 12.Jh. die Schlüsselgewalt über die Heilige Stätte einer muslimischen Familie in Jerusalem. Ihre Nachkommen haben bis heute die Aufgabe, jeden Morgen das Portal der Kirche zu öffnen und am Abend wieder zu verschließen. Nachts bleiben von jeder Konfession mehrere männliche Mitglieder in der Kirche. Im Zentrum der Grabeskirche befindet sich das heilige Grab. Von hier führt ein schmaler Gang zur Grabkammer, die nur mit Kerzen erhellt wird. Vor ihr bilden sich meist lange Schlangen, weil sich nur maximal fünf Personen gleichzeitig in der engen Kammer aufhalten können. Ein Rundgang durch die Grabeskirche gleicht einer Wanderung durch ein Labyrinth überladener Religiösität. Damit man den Überblick nicht verliert, sollten sich Besucher einer Führung anschließen oder die Kirche erst am späten Nachmittag besuchen, wenn sich nur noch wenige Betende in ihr aufhalten. Täglich um 16 Uhr halten die Franziskaner in ihrer Kapelle eine Messe. Im Anschluss ziehen sie in einer feierlichen Prozession mit Kerzen durch die Kirche.

    • Jeruschalajim

  • Harova Hayehudi

    Geographical
    • © alefbet, Shutterstock

    Das jüdische Viertel Harova Hayehudi wurde nach der Eroberung Ostjerusalems im Sechs-Tage-Krieg nach alten Vorlagen eindrucksvoll rekonstruiert. Heute leben hier etwa 700 jüdische Familien und Yeshiva-Studenten meist in teuren Eigentumswohnungen. Ausländer und nicht-jüdische Israelis können nicht ins jüdische Viertel Jerusalems ziehen, denn der Käufer muss eine Familie haben, die Wohnung permanent bewohnen und unter die israelische Wehrpflicht fallen. Trotz der strengen Shabbat-Ruhe unterscheidet sich das Viertel wesentlich von Mea Shearim. Hier gibt es gemütliche Teehäuser und Cafés, Läden, Geschäfte und an jeder Ecke architektonisch Interessantes zu entdecken. Außerdem hat kein Altstadtviertel so viele Museen wie das jüdische Viertel. Quer durch das Quartier verläuft der freigelegte und vorbildlich restaurierte Cardo, die Nord-Süd-Verbindungsstraße des römischen Jerusalems mit unterirdischen Abwasserkanälen. Im Cardo Information Centre steht ein Modell des Viertels in der Römerzeit. Sehenswert ist auch die 2008 rekonstruierte Hurva-Synagoge, in der sich ein mächtiger Stützbogen der 1864 erbauten, aber 1948 zerstörten befindet. Ebenso lohnt sich der Besuch des Herodian Quarter Museums.

    • Jeruschalajim
    • © alefbet, Shutterstock

    Das jüdische Viertel Harova Hayehudi wurde nach der Eroberung Ostjerusalems im Sechs-Tage-Krieg nach alten Vorlagen eindrucksvoll rekonstruiert. Heute leben hier etwa 700 jüdische Familien und Yeshiva-Studenten meist in teuren Eigentumswohnungen. Ausländer und nicht-jüdische Israelis können nicht ins jüdische Viertel Jerusalems ziehen, denn der Käufer muss eine Familie haben, die Wohnung permanent bewohnen und unter die israelische Wehrpflicht fallen. Trotz der strengen Shabbat-Ruhe unterscheidet sich das Viertel wesentlich von Mea Shearim. Hier gibt es gemütliche Teehäuser und Cafés, Läden, Geschäfte und an jeder Ecke architektonisch Interessantes zu entdecken. Außerdem hat kein Altstadtviertel so viele Museen wie das jüdische Viertel. Quer durch das Quartier verläuft der freigelegte und vorbildlich restaurierte Cardo, die Nord-Süd-Verbindungsstraße des römischen Jerusalems mit unterirdischen Abwasserkanälen. Im Cardo Information Centre steht ein Modell des Viertels in der Römerzeit. Sehenswert ist auch die 2008 rekonstruierte Hurva-Synagoge, in der sich ein mächtiger Stützbogen der 1864 erbauten, aber 1948 zerstörten befindet. Ebenso lohnt sich der Besuch des Herodian Quarter Museums.

    • Jeruschalajim

  • Har haSetim

    Landschaftliche Highlights
    • © Grabowski Foto, Shutterstock

    Östlich gegenüber der Altstadt, getrennt durch das Kidrontal, befindet sich eine Anhöhe, an deren Hängen im Garten Gethsemane die knorrigen Olivenbäume stehen, die dem "Berg" den Namen gaben. Der Garten ist ein Ort der Ruhe. Zwischen den beeindruckenden Olivenbäumen, deren hohes Alter man am Umfang ihrer Stämme erkennt, wurden schmale Kieswege angelegt. Niedrige Gitterzäune erinnern die Spaziergänger daran, die Wege nicht zu verlassen. Damit die Ruhe gewahrt bleibt, achten Wächter darauf, dass sich nur eine begrenzte Zahl von Besuchern im Garten aufhält. Auf dem Fußweg vom Stephanstor hinauf zum Ölberg passiert man mehrere Kirchen, deren Namen auf biblische Ereignisse hinweisen: die Kirche der Nationen (auch Basilika der Todesangst genannt), die Klosterkirche Dominus Flevit (hier beweinte Jesus das Schicksal Jerusalems), die russisch-orthodoxe Maria-Magdalena-Kirche mit ihren goldenen Zwiebeltürmen, die Himmelfahrtskirche (1910 von Wilhelm II. erbaut, nach Renovierungsarbeiten 1990 wieder geweiht) und die Paternosterkirche (hier soll Jesus die Apostel das Vaterunser gelehrt haben). Auf dem Gipfel des Ölbergs steht das in die Jahre gekommene große Hotel Seven Arches. Hier hat man den schönsten Blick auf die Altstadt. Besonders am Morgen erstrahlt die goldene Kuppel des Felsendoms für das beliebte Postkartenfoto. Weil der Messias nach seiner Ankunft von hier mit all den auferstandenen Toten in die ummauerte Altstadt einziehen und das Jüngste Gericht halten wird, lassen sich viele fromme Juden am Westhang des Ölbergs begraben. Auf diesem ältesten Friedhof Jerusalems werden schon seit biblischen Zeiten Tote beerdigt. Der Kalkstein machte es leicht, Gräber auszuheben. Und so erstreckt sich vom Tal hinauf ein Steinmeer aus Gräbern: mal höhere Sarkophage, mal flache Grabplatten. Wer ein bestimmtes Grab sucht, muss sich auskennen, denn es gibt keine Wege, oft sind die Inschriften ausgeblichen, viele Grabplatten zerbrochen. Normalsterbliche haben keine Chancen, nur Persönlichkeiten wie Israels Premier Menachim Begin finden hier ihre letzte Ruhe. In jüngster Zeit werden hier auch die Opfer von Terroranschlägen beerdigt. Gegenüber dem Ölberg liegt das Goldene Tor, durch das der Messias mit den Auferstandenen einziehen soll. Um das zu verhindern, mauerten im 7.Jh. die Muslime das Tor zu und legten davor einen muslimischer Friedhof an.

    • Jeruschalajim
    • © Grabowski Foto, Shutterstock

    Östlich gegenüber der Altstadt, getrennt durch das Kidrontal, befindet sich eine Anhöhe, an deren Hängen im Garten Gethsemane die knorrigen Olivenbäume stehen, die dem "Berg" den Namen gaben. Der Garten ist ein Ort der Ruhe. Zwischen den beeindruckenden Olivenbäumen, deren hohes Alter man am Umfang ihrer Stämme erkennt, wurden schmale Kieswege angelegt. Niedrige Gitterzäune erinnern die Spaziergänger daran, die Wege nicht zu verlassen. Damit die Ruhe gewahrt bleibt, achten Wächter darauf, dass sich nur eine begrenzte Zahl von Besuchern im Garten aufhält. Auf dem Fußweg vom Stephanstor hinauf zum Ölberg passiert man mehrere Kirchen, deren Namen auf biblische Ereignisse hinweisen: die Kirche der Nationen (auch Basilika der Todesangst genannt), die Klosterkirche Dominus Flevit (hier beweinte Jesus das Schicksal Jerusalems), die russisch-orthodoxe Maria-Magdalena-Kirche mit ihren goldenen Zwiebeltürmen, die Himmelfahrtskirche (1910 von Wilhelm II. erbaut, nach Renovierungsarbeiten 1990 wieder geweiht) und die Paternosterkirche (hier soll Jesus die Apostel das Vaterunser gelehrt haben). Auf dem Gipfel des Ölbergs steht das in die Jahre gekommene große Hotel Seven Arches. Hier hat man den schönsten Blick auf die Altstadt. Besonders am Morgen erstrahlt die goldene Kuppel des Felsendoms für das beliebte Postkartenfoto. Weil der Messias nach seiner Ankunft von hier mit all den auferstandenen Toten in die ummauerte Altstadt einziehen und das Jüngste Gericht halten wird, lassen sich viele fromme Juden am Westhang des Ölbergs begraben. Auf diesem ältesten Friedhof Jerusalems werden schon seit biblischen Zeiten Tote beerdigt. Der Kalkstein machte es leicht, Gräber auszuheben. Und so erstreckt sich vom Tal hinauf ein Steinmeer aus Gräbern: mal höhere Sarkophage, mal flache Grabplatten. Wer ein bestimmtes Grab sucht, muss sich auskennen, denn es gibt keine Wege, oft sind die Inschriften ausgeblichen, viele Grabplatten zerbrochen. Normalsterbliche haben keine Chancen, nur Persönlichkeiten wie Israels Premier Menachim Begin finden hier ihre letzte Ruhe. In jüngster Zeit werden hier auch die Opfer von Terroranschlägen beerdigt. Gegenüber dem Ölberg liegt das Goldene Tor, durch das der Messias mit den Auferstandenen einziehen soll. Um das zu verhindern, mauerten im 7.Jh. die Muslime das Tor zu und legten davor einen muslimischer Friedhof an.

    • Jeruschalajim

  • Armenisches Viertel von Jerusalem

    Geographical
    • © Garance Pictures, Shutterstock

    Es ist wohltuend hier. Das ruhige Viertel in der Altstadt Jerusalems ist durchmischt mit Wohnhäusern, Kirchen, Bibliotheken und Klöstern - keine Geschäfte, keine Cafés, keine Restaurants. Das tut mal ganz gut. Hier leben heute noch ca. 3000 armenische Christen und ihr Patriarch, ihr religiöses Oberhaupt in Israel. Zentraler Bezugspunkt des Viertels ist die St. Jakobskirche (St. James Cathedral). Sie wurde im 12.Jh. errichtet und trägt den Namen des Jüngers Jesu. Besuchenswert ist auch das Museum für armenische Geschichte.

    • Jerusalem
    • © Garance Pictures, Shutterstock

    Es ist wohltuend hier. Das ruhige Viertel in der Altstadt Jerusalems ist durchmischt mit Wohnhäusern, Kirchen, Bibliotheken und Klöstern - keine Geschäfte, keine Cafés, keine Restaurants. Das tut mal ganz gut. Hier leben heute noch ca. 3000 armenische Christen und ihr Patriarch, ihr religiöses Oberhaupt in Israel. Zentraler Bezugspunkt des Viertels ist die St. Jakobskirche (St. James Cathedral). Sie wurde im 12.Jh. errichtet und trägt den Namen des Jüngers Jesu. Besuchenswert ist auch das Museum für armenische Geschichte.

    • Jerusalem

  • Western Wall Heritage Foundation

    Touristenattraktionen
    • © Julija Sh, Shutterstock

    Unterirdische Gänge entlang der Tempelbergmauer (Western Wall Tunnel) zwischen Klagemauer und Via Dolorosa. Archäologisch hochinteressante Ausgrabungen aus der Zeit des Zweiten Tempels. Und sehr nützlich, falls Ihnen mal zu heiß wird oder die Stadt Ihnen über den Kopf wächst. Besuch nur in geführten Gruppen | Reservierung: Western Wall Heritage Foundation.

    • © Julija Sh, Shutterstock

    Unterirdische Gänge entlang der Tempelbergmauer (Western Wall Tunnel) zwischen Klagemauer und Via Dolorosa. Archäologisch hochinteressante Ausgrabungen aus der Zeit des Zweiten Tempels. Und sehr nützlich, falls Ihnen mal zu heiß wird oder die Stadt Ihnen über den Kopf wächst. Besuch nur in geführten Gruppen | Reservierung: Western Wall Heritage Foundation.


  • Abu Shukri

    Restaurants
    • mediterran

    Das beste unter den arabischen Lokalen der Altstadt, sehr gute Küche (der beste Hummus der Stadt), freundlicher Service, schnelle Menüfolge.

    • Jerusalem

    Das beste unter den arabischen Lokalen der Altstadt, sehr gute Küche (der beste Hummus der Stadt), freundlicher Service, schnelle Menüfolge.

    • Jerusalem

  • Bethlehem

    Geographical
    • © Altosvic, Shutterstock

    Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie unbedingt an den Weihnachtsfeiertagen oder Ostern in das „Haus des Brots“ (Bait Lechem) kommen - dann trinkt die arabische Christenheit mit Pilgern aus der ganzen Welt Glühwein, plant ein Krippenspiel nach dem anderen, prozessiert lautstark durch die Straßen und taucht dabei die ganze Stadt in Weihrauchnebel. Nur 11 km südlich von Jerusalem liegt jener Ort, in dem König David und Jesus Christus geboren wurden; er wird überwiegend von palästinensischen Christen bewohnt und von Palästinensern verwaltet. Das touristische Zentrum der Stadt ist die Geburtskirche am Krippenplatz (Manger Square), die von Kaiser Konstantin erbaut wurde. Am Ortseingang der Stadt liegt Rachels Grab; sie war Jakobs Frau. Von wundergläubigen Christen wird die Milchgrotten-Kirche gern besucht. Sie steht an dem Ort, an dem Maria beim Stillen einen Tropfen Milch verloren haben soll, woraufhin die Felsen sich zu strahlendem Weiß verfärbten. Für weniger Christentum und mehr Kontroverse machen Sie einen Abstecher in das Hotel Walled Off, gegründet vom berühmten Street-Art-Künstler Banksy, das sich selbst als Hotel mit der schlechtesten Aussicht bezeichnet. Es liegt direkt neben der Grenzmauer Bethlehems, wirbt mit rotem Plüsch und Provokation und ist vollgestopft mit Werken des Künstlers selbst.

    • Bethlehem
    • © Altosvic, Shutterstock

    Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie unbedingt an den Weihnachtsfeiertagen oder Ostern in das „Haus des Brots“ (Bait Lechem) kommen - dann trinkt die arabische Christenheit mit Pilgern aus der ganzen Welt Glühwein, plant ein Krippenspiel nach dem anderen, prozessiert lautstark durch die Straßen und taucht dabei die ganze Stadt in Weihrauchnebel. Nur 11 km südlich von Jerusalem liegt jener Ort, in dem König David und Jesus Christus geboren wurden; er wird überwiegend von palästinensischen Christen bewohnt und von Palästinensern verwaltet. Das touristische Zentrum der Stadt ist die Geburtskirche am Krippenplatz (Manger Square), die von Kaiser Konstantin erbaut wurde. Am Ortseingang der Stadt liegt Rachels Grab; sie war Jakobs Frau. Von wundergläubigen Christen wird die Milchgrotten-Kirche gern besucht. Sie steht an dem Ort, an dem Maria beim Stillen einen Tropfen Milch verloren haben soll, woraufhin die Felsen sich zu strahlendem Weiß verfärbten. Für weniger Christentum und mehr Kontroverse machen Sie einen Abstecher in das Hotel Walled Off, gegründet vom berühmten Street-Art-Künstler Banksy, das sich selbst als Hotel mit der schlechtesten Aussicht bezeichnet. Es liegt direkt neben der Grenzmauer Bethlehems, wirbt mit rotem Plüsch und Provokation und ist vollgestopft mit Werken des Künstlers selbst.

    • Bethlehem

  • Ramallah

    Geographical
    • © nayef hammouri, Shutterstock

    So wie Tel Aviv Sehnsuchtsziel liberaler Palästinenser ist, so wollen alle neugierigen Israelis am liebsten einmal nach Ramallah (Ram Allah, 60 000 Ew.). Denn die Stadt und ihre kreative, weltoffene Szene boomt - nur 13 km von Jerusalem entfernt! Sie werden sich wundern, wie viele Bars, Restaurants und Clubs Sie in dieser muslimischen Stadt finden werden. Die Damen tragen Kopftuch oder offenes Haar, die Herren am liebsten Poloshirt und verwaschene Jeans. Ramallah ist daher derzeit für moderne Palästinenser der attraktivste Ort der Westbank. Doch man hört auch vor Ort, Ramallah sei in Wirklichkeit ein„5-Sterne-Gefängnis“, weil alle Zugänge, alle Geld- und Warenströme, Wasser, Strom und alle Logistik von Israel abhängen. In Ramallah befinden sich auch die diplomatische Vertretung Deutschlands für die palästinensischen Autonomiegebiete, ein Goethe-Institut und viele NGOs aus Europa, darunter auch Büros deutscher politischer Stiftungen. Diese sind nach vorheriger Anmeldung Ansprechpartner für Informationen über die Alltagssituation der Palästinenser in den A-Zonen. Den wirtschaftlichen Aufschwung verdankt die Stadt auch internationalen Geberländern. Als deutscher Tourist wird man daher mit einem Lächeln empfangen. Beginnen Sie Ihren Bummel am besten am Al-Manara-Platz und schlendern Sie mit offenen Augen durch den riesigen Souk. Sie erreichen Ramallah mit dem Bus oder Auto. Achten Sie darauf, den Wagen in Ostjerusalem anzumieten, da sonst kein Versicherungsschutz im Westjordanland besteht. Ramallah unterliegt palästinensischer Selbstverwaltung und ist seit 1999 Verwaltungshauptstadt des zukünftigen Palästinenserstaats. Hier befindet sich auch der Amtssitz des palästinensischen Präsidenten. Auf dem Gelände des Amtssitzes, Muccada genannt, wurde Yassir Arafat im November 2004 beigesetzt. Wer von Jerusalem anreist, muss im Süden Ramallahs den Checkpoint Qalandia mit aufwendigen Kontrollen passieren. Busreisende müssen die Grenze zu Fuß überqueren, Autoreisende lange Schlangen in Kauf nehmen. Eine Durchfahrt am Checkpoint kann jedoch Ihren Israel-Erfahrungsschatz bereichern. Hier erfahren Sie am eigenen Leib, wie sich Besetzung anfühlt - für beide Seiten.

    • Ramallah
    • © nayef hammouri, Shutterstock

    So wie Tel Aviv Sehnsuchtsziel liberaler Palästinenser ist, so wollen alle neugierigen Israelis am liebsten einmal nach Ramallah (Ram Allah, 60 000 Ew.). Denn die Stadt und ihre kreative, weltoffene Szene boomt - nur 13 km von Jerusalem entfernt! Sie werden sich wundern, wie viele Bars, Restaurants und Clubs Sie in dieser muslimischen Stadt finden werden. Die Damen tragen Kopftuch oder offenes Haar, die Herren am liebsten Poloshirt und verwaschene Jeans. Ramallah ist daher derzeit für moderne Palästinenser der attraktivste Ort der Westbank. Doch man hört auch vor Ort, Ramallah sei in Wirklichkeit ein„5-Sterne-Gefängnis“, weil alle Zugänge, alle Geld- und Warenströme, Wasser, Strom und alle Logistik von Israel abhängen. In Ramallah befinden sich auch die diplomatische Vertretung Deutschlands für die palästinensischen Autonomiegebiete, ein Goethe-Institut und viele NGOs aus Europa, darunter auch Büros deutscher politischer Stiftungen. Diese sind nach vorheriger Anmeldung Ansprechpartner für Informationen über die Alltagssituation der Palästinenser in den A-Zonen. Den wirtschaftlichen Aufschwung verdankt die Stadt auch internationalen Geberländern. Als deutscher Tourist wird man daher mit einem Lächeln empfangen. Beginnen Sie Ihren Bummel am besten am Al-Manara-Platz und schlendern Sie mit offenen Augen durch den riesigen Souk. Sie erreichen Ramallah mit dem Bus oder Auto. Achten Sie darauf, den Wagen in Ostjerusalem anzumieten, da sonst kein Versicherungsschutz im Westjordanland besteht. Ramallah unterliegt palästinensischer Selbstverwaltung und ist seit 1999 Verwaltungshauptstadt des zukünftigen Palästinenserstaats. Hier befindet sich auch der Amtssitz des palästinensischen Präsidenten. Auf dem Gelände des Amtssitzes, Muccada genannt, wurde Yassir Arafat im November 2004 beigesetzt. Wer von Jerusalem anreist, muss im Süden Ramallahs den Checkpoint Qalandia mit aufwendigen Kontrollen passieren. Busreisende müssen die Grenze zu Fuß überqueren, Autoreisende lange Schlangen in Kauf nehmen. Eine Durchfahrt am Checkpoint kann jedoch Ihren Israel-Erfahrungsschatz bereichern. Hier erfahren Sie am eigenen Leib, wie sich Besetzung anfühlt - für beide Seiten.

    • Ramallah

  • Taybeh Winery

    Touristenattraktionen

    15 km nordöstlich von Jerusalem erwartet dich Nadim Khoury, Gründer der ersten palästinenischen Brauerei und Winzerei im Westjordanland. Die Brauerei liegt auf dem höchsten Hügel des Bergdorfs Taybeh, der letzten Hochburg der Christen im Westjordanland. Probiere von der einheimischen Rebe Zeini, die die Khourys eigenhändig wiederbelebt haben und lasse den Blick über die drei Weinberge und vier Kirchen schweifen. Im Oktober darfst du auf keinen Fall das Oktoberfest verpassen! Inklusive Schuhplattler, Helles und Falafel. Kulturmix hoch drei.

    15 km nordöstlich von Jerusalem erwartet dich Nadim Khoury, Gründer der ersten palästinenischen Brauerei und Winzerei im Westjordanland. Die Brauerei liegt auf dem höchsten Hügel des Bergdorfs Taybeh, der letzten Hochburg der Christen im Westjordanland. Probiere von der einheimischen Rebe Zeini, die die Khourys eigenhändig wiederbelebt haben und lasse den Blick über die drei Weinberge und vier Kirchen schweifen. Im Oktober darfst du auf keinen Fall das Oktoberfest verpassen! Inklusive Schuhplattler, Helles und Falafel. Kulturmix hoch drei.


  • St. George Monastery

    Touristenattraktionen
    • © IgorMarch, Shutterstock

    Eine Mischung aus Grimms Märchen, Herr der Ringe und 1001 Nacht - die in den Felsen gebauten, sandsteinfarbenen Türme und Erker des St.-Georgs-Klosters zwischen den Palmen des Wadi Quelt scheinen wie aus der Zeit und Realität gefallen zu sein. Kein Wunder, dass es sich hier gut beten lässt. Auf halbem Weg von Jerusalem nach Jericho kannst du dich an der Hauptstraße (Parkplatz ist ausgeschildert) am Eingang zum Wadi Qelt absetzen lassen und auf einem gut ausgeschilderten Pfad durch eine wilde, zerklüftete Felsschlucht wandern. Nach ca. drei Stunden erreichst du das im 5.Jh. gegründete St.-Georgs-Kloster, das heute von griechisch-orthodoxen Mönchen unterhalten wird. Das Kloster wurde 614 von persischen Truppen zerstört und in seiner heutigen Form im 19.Jh. wieder aufgebaut. Vom Kloster führt ein Weg nach Jericho.

    • Jericho
    • © IgorMarch, Shutterstock

    Eine Mischung aus Grimms Märchen, Herr der Ringe und 1001 Nacht - die in den Felsen gebauten, sandsteinfarbenen Türme und Erker des St.-Georgs-Klosters zwischen den Palmen des Wadi Quelt scheinen wie aus der Zeit und Realität gefallen zu sein. Kein Wunder, dass es sich hier gut beten lässt. Auf halbem Weg von Jerusalem nach Jericho kannst du dich an der Hauptstraße (Parkplatz ist ausgeschildert) am Eingang zum Wadi Qelt absetzen lassen und auf einem gut ausgeschilderten Pfad durch eine wilde, zerklüftete Felsschlucht wandern. Nach ca. drei Stunden erreichst du das im 5.Jh. gegründete St.-Georgs-Kloster, das heute von griechisch-orthodoxen Mönchen unterhalten wird. Das Kloster wurde 614 von persischen Truppen zerstört und in seiner heutigen Form im 19.Jh. wieder aufgebaut. Vom Kloster führt ein Weg nach Jericho.

    • Jericho

  • Nahal Arugot

    Landschaftliche Highlights
    • © Yair Aronshtam, Shutterstock

    Wenn es eng wird an den Pools von En Gedi, bietet der Wasserfall und Wanderweg Nahal Arugot auf der Westseite des Toten Meers eine schöne Alternative. Die meisten Wege führen durch knietiefes Wasser - in der Hitze wirst du dafür dankbar sein. Der längste Rundweg ist 4 Std. lang.

    • Ka'abne
    • © Yair Aronshtam, Shutterstock

    Wenn es eng wird an den Pools von En Gedi, bietet der Wasserfall und Wanderweg Nahal Arugot auf der Westseite des Toten Meers eine schöne Alternative. Die meisten Wege führen durch knietiefes Wasser - in der Hitze wirst du dafür dankbar sein. Der längste Rundweg ist 4 Std. lang.

    • Ka'abne

  • Mini-Isreal

    Touristenattraktionen
    • © Victoria Shapiro, Shutterstock

    Was die ganze Familie interessieren wird: Zwischen Tel Aviv und Jerusalem, auf Höhe von Latrun, hat der Kibbuz Tzora auf einem Freigelände ein kleines Israel im Maßstab 1:25 mit seinen Städten und ihren bedeutenden Bauwerken erbaut. Auch wenn das Gelände in die Jahre gekommen ist: Du erlebst Israel als Gulliver im Land der Liliputaner.

    • © Victoria Shapiro, Shutterstock

    Was die ganze Familie interessieren wird: Zwischen Tel Aviv und Jerusalem, auf Höhe von Latrun, hat der Kibbuz Tzora auf einem Freigelände ein kleines Israel im Maßstab 1:25 mit seinen Städten und ihren bedeutenden Bauwerken erbaut. Auch wenn das Gelände in die Jahre gekommen ist: Du erlebst Israel als Gulliver im Land der Liliputaner.


  • Tower of David

    Museen
    • © Lucky-photographer, Shutterstock

    Wenn du deine Reise durch Jerusalem am Jaffator beginnst oder beendest, ist die Davidszitadelle (auch genannt „Palast des Herodes“) definitv einen Stopp wert. Das Erklimmen des Turms hilft vor allem bei der Orientierung; von hier oben hast du einen perfekten Blick über die gesamte Altstadt, die Stadttore, die Viertel. Die Zitadelle (Tower of David) beherbergt das Museum für die Geschichte Jerusalems.

    • © Lucky-photographer, Shutterstock

    Wenn du deine Reise durch Jerusalem am Jaffator beginnst oder beendest, ist die Davidszitadelle (auch genannt „Palast des Herodes“) definitv einen Stopp wert. Das Erklimmen des Turms hilft vor allem bei der Orientierung; von hier oben hast du einen perfekten Blick über die gesamte Altstadt, die Stadttore, die Viertel. Die Zitadelle (Tower of David) beherbergt das Museum für die Geschichte Jerusalems.


  • Lutheran Church of the Redeemer

    Architektonische Highlights
    • © Borya Galperin, Shutterstock

    „Das können wir uns nicht bieten lassen!“, dachten die Protestanten beim Anblick der Grabeskirche und bauten direkt daneben 1898 ihre eigene Kirche. Die Erlöserkirche (Church of the Redeemer) ist heute das Zentrum der Jerusalemer Lutheraner. Das Ersteigen des 46 m hohen Turms (177 Stufen) lohnt sich der einmaligen Aussicht wegen.

    • © Borya Galperin, Shutterstock

    „Das können wir uns nicht bieten lassen!“, dachten die Protestanten beim Anblick der Grabeskirche und bauten direkt daneben 1898 ihre eigene Kirche. Die Erlöserkirche (Church of the Redeemer) ist heute das Zentrum der Jerusalemer Lutheraner. Das Ersteigen des 46 m hohen Turms (177 Stufen) lohnt sich der einmaligen Aussicht wegen.


  • The Wohl Archaeological Museum

    Museen

    Kult- und Haushaltsgegenstände aus der Zeit des Zweiten Tempels sind in einem 1970 ausgegrabenen und rekonstruierten Wohnhaus einer reichen Jerusalemer Familie in der Altstadt ausgestellt, das von den Römern 70 n. Chr. zerstört wurde. Audiovisuelle Präsentation.

    Kult- und Haushaltsgegenstände aus der Zeit des Zweiten Tempels sind in einem 1970 ausgegrabenen und rekonstruierten Wohnhaus einer reichen Jerusalemer Familie in der Altstadt ausgestellt, das von den Römern 70 n. Chr. zerstört wurde. Audiovisuelle Präsentation.


  • Burnt House

    Museen

    Kult- und Haushaltsgegenstände aus der Zeit des Zweiten Tempels sind in einem 1970 ausgegrabenen und rekonstruierten Wohnhaus einer reichen Jerusalemer Familie in der Altstadt ausgestellt, das von den Römern 70 n. Chr. zerstört wurde. Audiovisuelle Präsentation.

    Kult- und Haushaltsgegenstände aus der Zeit des Zweiten Tempels sind in einem 1970 ausgegrabenen und rekonstruierten Wohnhaus einer reichen Jerusalemer Familie in der Altstadt ausgestellt, das von den Römern 70 n. Chr. zerstört wurde. Audiovisuelle Präsentation.


  • Via Dolorosa Street

    Touristenattraktionen
    • © Anton_Ivanov, Shutterstock

    Wenn die Kreuze wieder einmal alle vermietet sind, weiß man: Es ist Ostern. Denn dann ziehen Tausende Gläubige, wie einst Jesus mit Holzkreuz und Dornenkrone, durch die Straßen Jerusalems und folgen dem Leidensweg Christi entlang der 14 Stationen vom Gerichtshof (am Stephanstor) bis zum Kreuzigungsort Golgatha (Grabeskirche). Gesänge, Klagen und Gebete erfüllen das arabische und das christliche Viertel der Altstadt. Was sich am Karfreitag besonders spektakulär abspielt, kann man jeden Freitag in kleinerem Rahmen bei der Prozession der Franziskaner miterleben. Wer ein Holzkreuz tragen möchte, kann es am Eingang der Grabeskirche ausleihen; palästinensische Jugendliche bringen es zur ersten Station, dem „Ort der Verurteilung“ in der heutigen El-Omariya-Schule. Prozession Fr 15 Uhr (im Sommer 16 Uhr) Für Christen ist die Via Dolorosa die heiligste Straße auf Erden. Doch der Leidensweg Jesu ist weder historisch noch archäologisch abgesichert. Erst im 13.Jh. haben sich die christlichen Konfessionen nach zähen Verhandlungen verständigt, die heutige Streckenführung mit 14 Stationen festzulegen, obwohl nur acht von ihnen in der Bibel erwähnt werden. Auf dem Weg bleibt man vor jeder Station stehen, der Geistliche liest die jeweilige Stelle aus den Evangelium vor und die Gruppe stimmt ein Kirchenlied an.

    • Via Dolorosa Street, Jerusalem
    • © Anton_Ivanov, Shutterstock

    Wenn die Kreuze wieder einmal alle vermietet sind, weiß man: Es ist Ostern. Denn dann ziehen Tausende Gläubige, wie einst Jesus mit Holzkreuz und Dornenkrone, durch die Straßen Jerusalems und folgen dem Leidensweg Christi entlang der 14 Stationen vom Gerichtshof (am Stephanstor) bis zum Kreuzigungsort Golgatha (Grabeskirche). Gesänge, Klagen und Gebete erfüllen das arabische und das christliche Viertel der Altstadt. Was sich am Karfreitag besonders spektakulär abspielt, kann man jeden Freitag in kleinerem Rahmen bei der Prozession der Franziskaner miterleben. Wer ein Holzkreuz tragen möchte, kann es am Eingang der Grabeskirche ausleihen; palästinensische Jugendliche bringen es zur ersten Station, dem „Ort der Verurteilung“ in der heutigen El-Omariya-Schule. Prozession Fr 15 Uhr (im Sommer 16 Uhr) Für Christen ist die Via Dolorosa die heiligste Straße auf Erden. Doch der Leidensweg Jesu ist weder historisch noch archäologisch abgesichert. Erst im 13.Jh. haben sich die christlichen Konfessionen nach zähen Verhandlungen verständigt, die heutige Streckenführung mit 14 Stationen festzulegen, obwohl nur acht von ihnen in der Bibel erwähnt werden. Auf dem Weg bleibt man vor jeder Station stehen, der Geistliche liest die jeweilige Stelle aus den Evangelium vor und die Gruppe stimmt ein Kirchenlied an.

    • Via Dolorosa Street, Jerusalem

  • Roof Top

    Bars

    Wein und Käse, kleine Gerichte und ein toller Blick über die Altstadt. Gesprächsinteressiertes Publikum, Dachterrasse des Notre Dame of Jerusalem-Center

    Wein und Käse, kleine Gerichte und ein toller Blick über die Altstadt. Gesprächsinteressiertes Publikum, Dachterrasse des Notre Dame of Jerusalem-Center


  • Arabic Market

    Märkte und Flohmärkte
    • © Oleg Zaslavsky, Shutterstock

    Zwischen dem Damaskustor und dem Jaffator, insbesondere im christlichen und im moslemischen Viertel der Altstadt kannst du auf dem traditionsreichsten Souk des Nahen Ostens Souvenirs, römische Amphoren, Öllämpchen, aber auch so Weltliches wie T-Shirts erstehen. Mittlerweile hat der Bazar seine alte Atmosphäre wiedergewonnen, auch wenn ihn noch nicht so viele ausländische Besucher wie vor der Zweiten Intifada besuchen.

    • Beit HaBad Street, Jerusalem
    • © Oleg Zaslavsky, Shutterstock

    Zwischen dem Damaskustor und dem Jaffator, insbesondere im christlichen und im moslemischen Viertel der Altstadt kannst du auf dem traditionsreichsten Souk des Nahen Ostens Souvenirs, römische Amphoren, Öllämpchen, aber auch so Weltliches wie T-Shirts erstehen. Mittlerweile hat der Bazar seine alte Atmosphäre wiedergewonnen, auch wenn ihn noch nicht so viele ausländische Besucher wie vor der Zweiten Intifada besuchen.

    • Beit HaBad Street, Jerusalem

  • Hebron

    Geographical
    • © nayef hammouri, Shutterstock

    Hebron (Al-Halil), 35 km südlich von Jerusalem, ist eine der ältesten ununterbrochen bewohnten Städte der Welt und seit 2017 Unesco-Weltkulturerbe. Hebron wird von Juden und Moslems gleichermaßen verehrt, hier liegt das Grab Abrahams. Und doch gibt es gerade hier immer wieder Streit. Die 150 000 arabischen Einwohner der Stadt leben inmitten des von Israel besetzen Judäa- Gebirge, umgeben von jüdischen Siedlungen. Oberhalb Hebrons entstand 1970 der jüdische Ort Kiryat Arba, in dem heute 1000 religiös fanatische Familien leben. 1994 erschoss Baruch Goldstein aus Kiryat Arba 35 betende Palästinenser in der Machpela-Moschee. Hebron solltest du nicht nach Einbruch der Dunkelheit auf eigene Faust erkunden, eine Tagestour lohnt sich jedoch allemal.

    • Hebron
    • © nayef hammouri, Shutterstock

    Hebron (Al-Halil), 35 km südlich von Jerusalem, ist eine der ältesten ununterbrochen bewohnten Städte der Welt und seit 2017 Unesco-Weltkulturerbe. Hebron wird von Juden und Moslems gleichermaßen verehrt, hier liegt das Grab Abrahams. Und doch gibt es gerade hier immer wieder Streit. Die 150 000 arabischen Einwohner der Stadt leben inmitten des von Israel besetzen Judäa- Gebirge, umgeben von jüdischen Siedlungen. Oberhalb Hebrons entstand 1970 der jüdische Ort Kiryat Arba, in dem heute 1000 religiös fanatische Familien leben. 1994 erschoss Baruch Goldstein aus Kiryat Arba 35 betende Palästinenser in der Machpela-Moschee. Hebron solltest du nicht nach Einbruch der Dunkelheit auf eigene Faust erkunden, eine Tagestour lohnt sich jedoch allemal.

    • Hebron

  • Wadi Kelt

    Landschaftliche Highlights
    • © Oleg Lopatkin, Shutterstock

    Eine Mischung aus Grimms Märchen, Herr der Ringe und 1001 Nacht - die in den Felsen gebauten, sandsteinfarbenen Türme und Erker des St.-Georgs-Klosters zwischen den Palmen des Wadi Quelt scheinen wie aus der Zeit und Realität gefallen zu sein. Kein Wunder, dass es sich hier gut beten lässt. Auf halbem Weg von Jerusalem nach Jericho kannst du dich an der Hauptstraße (Parkplatz ist ausgeschildert) am Eingang zum Wadi Qelt absetzen lassen und auf einem gut ausgeschilderten Pfad durch eine wilde, zerklüftete Felsschlucht wandern. Nach ca. drei Stunden erreichst du das im 5.Jh. gegründete St.-Georgs-Kloster, das heute von griechisch-orthodoxen Mönchen unterhalten wird. Das Kloster wurde 614 von persischen Truppen zerstört und in seiner heutigen Form im 19.Jh. wieder aufgebaut. Vom Kloster führt ein Weg nach Jericho.

    • © Oleg Lopatkin, Shutterstock

    Eine Mischung aus Grimms Märchen, Herr der Ringe und 1001 Nacht - die in den Felsen gebauten, sandsteinfarbenen Türme und Erker des St.-Georgs-Klosters zwischen den Palmen des Wadi Quelt scheinen wie aus der Zeit und Realität gefallen zu sein. Kein Wunder, dass es sich hier gut beten lässt. Auf halbem Weg von Jerusalem nach Jericho kannst du dich an der Hauptstraße (Parkplatz ist ausgeschildert) am Eingang zum Wadi Qelt absetzen lassen und auf einem gut ausgeschilderten Pfad durch eine wilde, zerklüftete Felsschlucht wandern. Nach ca. drei Stunden erreichst du das im 5.Jh. gegründete St.-Georgs-Kloster, das heute von griechisch-orthodoxen Mönchen unterhalten wird. Das Kloster wurde 614 von persischen Truppen zerstört und in seiner heutigen Form im 19.Jh. wieder aufgebaut. Vom Kloster führt ein Weg nach Jericho.


  • Qumran

    Botanische Gärten & Parks
    • © Marcelo Alex, Shutterstock

    Ob der palästinensische Hirtenjugen Muhammed Adh-Dhib wusste, was er da Wertvolles in den Händen hält, als er 1947 die ältesten Bibelschriftrollen der Welt entdeckte? Da lagen sie, verstaubt in ein paar Krügen, in einer Höhle im Felsen von Qumran beim Toten Meer. Die sieben Rollen aus Pergament und Papyrus aus dem 1.Jh. v. Chr. befinden sich heute in Jerusalem, im Shrine of the Book des Israel-Museums. In Qumran lebten um die Zeitwende Mitglieder der Essener-Sekte. Zu ihnen gehörte möglicherweise auch Jesus. Die Ruinen ihres von den Römern 67 n. Chr. zerstörten Klosters und die oberhalb liegenden Höhlen wurden zum Nationalpark erklärt. Am Eingang befindet sich ein Visitor Center.

    • © Marcelo Alex, Shutterstock

    Ob der palästinensische Hirtenjugen Muhammed Adh-Dhib wusste, was er da Wertvolles in den Händen hält, als er 1947 die ältesten Bibelschriftrollen der Welt entdeckte? Da lagen sie, verstaubt in ein paar Krügen, in einer Höhle im Felsen von Qumran beim Toten Meer. Die sieben Rollen aus Pergament und Papyrus aus dem 1.Jh. v. Chr. befinden sich heute in Jerusalem, im Shrine of the Book des Israel-Museums. In Qumran lebten um die Zeitwende Mitglieder der Essener-Sekte. Zu ihnen gehörte möglicherweise auch Jesus. Die Ruinen ihres von den Römern 67 n. Chr. zerstörten Klosters und die oberhalb liegenden Höhlen wurden zum Nationalpark erklärt. Am Eingang befindet sich ein Visitor Center.


  • Temple Mount

    Architektonische Highlights
    • © David Ionut, Shutterstock

    Jeden Freitag strömen wie auf Knopfdruck Scharen von Menschen im Laufschritt auf den Tempelberg, einen Teppich lässig über der Schulter. Das Freitagsgebet steht an und jeder, der es vergessen hat, wird von den Muezzinen aus den umliegenden Minaretten lautstark daran erinnert. Felsendom und Al-Aqsa-Moschee, nach Mekka und Medina drittheiligster Ort aller Muslime, stehen seit 1300 Jahren auf dem mächtigen Plateau, das die Israelis Tempelberg (Berg Moriah) nennen, weil dort der Erste und der Zweite Tempel standen. Der Tempelberg ist von Mauern – im Westen der Klagemauer – umbaut. Der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee unterstehen beide der muslimischen Waqf-Verwaltung, aber Israel kontrolliert den Zugang.

    • Jerusalem
    • © David Ionut, Shutterstock

    Jeden Freitag strömen wie auf Knopfdruck Scharen von Menschen im Laufschritt auf den Tempelberg, einen Teppich lässig über der Schulter. Das Freitagsgebet steht an und jeder, der es vergessen hat, wird von den Muezzinen aus den umliegenden Minaretten lautstark daran erinnert. Felsendom und Al-Aqsa-Moschee, nach Mekka und Medina drittheiligster Ort aller Muslime, stehen seit 1300 Jahren auf dem mächtigen Plateau, das die Israelis Tempelberg (Berg Moriah) nennen, weil dort der Erste und der Zweite Tempel standen. Der Tempelberg ist von Mauern – im Westen der Klagemauer – umbaut. Der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee unterstehen beide der muslimischen Waqf-Verwaltung, aber Israel kontrolliert den Zugang.

    • Jerusalem

  • Mauer in Ostjerusalem

    Touristenattraktionen
    • © Oleg Zaslavsky, Shutterstock

    Um das 1967 besetzte und 1980 völkerrechtswidrig annektierte Ostjerusalem, das inzwischen weit über seine Stadtgrenzen hinaus ins Westjordanland hinein „gewachsen“ ist, gegen islamistische Terroristen zu schützen, hat Israel den sogenannten „Antiterror-Schutzwall“ in Ostjerusalem errichtet. Östlich des Ölbergs, im Dorf El Tur, gelangt man zu Fuß oder mit einem PKW direkt an die 8 m hohe, kilometerlange Betonmauer mit Stacheldraht und Wachtürmen. Vom Ölberg am Karmeliter Konvent vorbei die Dorfstraße hinunter bis zum Wendeplatz vor der Mauer. Wie die palästinensischen Familien, die von ihren Verwandten jenseits der Mauer getrennt leben müssen, diese gigantische Betonabriegelung beurteilen, kann man an den Graffiti-Malereien entlang der Mauer sehen.

    • © Oleg Zaslavsky, Shutterstock

    Um das 1967 besetzte und 1980 völkerrechtswidrig annektierte Ostjerusalem, das inzwischen weit über seine Stadtgrenzen hinaus ins Westjordanland hinein „gewachsen“ ist, gegen islamistische Terroristen zu schützen, hat Israel den sogenannten „Antiterror-Schutzwall“ in Ostjerusalem errichtet. Östlich des Ölbergs, im Dorf El Tur, gelangt man zu Fuß oder mit einem PKW direkt an die 8 m hohe, kilometerlange Betonmauer mit Stacheldraht und Wachtürmen. Vom Ölberg am Karmeliter Konvent vorbei die Dorfstraße hinunter bis zum Wendeplatz vor der Mauer. Wie die palästinensischen Familien, die von ihren Verwandten jenseits der Mauer getrennt leben müssen, diese gigantische Betonabriegelung beurteilen, kann man an den Graffiti-Malereien entlang der Mauer sehen.